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Schildbürgertum vor dem Zürcher Derby

Mämä Sykora am Donnerstag den 9. Februar 2012
Wird während des nächsten Derbys leer sein: Die Zürcher Südkurve.

Wird während des nächsten Derbys leer sein: Die Zürcher Südkurve, 2. Oktober 2011. (Bild: Keystone)

Am Sonntag ist es soweit, dann steht das von vielen gefürchtete nächste Zürcher Derby an. Es ist das erste Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften seit dem unrühmlichen Fackelwurf, der «Schande von Zürich», im Oktober letzten Jahres. Dieses Mal wird die Südkurve gesperrt sein, die Saisonkarten-Inhaber konnten sich aber gegen einen Aufpreis ein Ticket für die Haupttribüne kaufen.

Wenig Freude an dieser Idee des FCZ hatte man bei GC. Boris Smiljanic, Alain Sutter und Ricardo Cabanas liessen im «Blick» verlauten, dass sie alle ihre Familien zu Hause lassen werden. Smiljanic, der eigentliche GC-Captain, liess sogar offen, ob er überhaupt anwesend sein werde. Das sagt einiges darüber aus, wie weit sich gewisse Profis von den Fussballfans entfernt haben. Dass sich nur die allerwenigsten getrauen, in heiklen Momenten beschwichtigend einzugreifen, und auch sonst die Kommunikation mit den Fans darauf beschränken, nach dem Spiel halbherzig in Richtung Kurve zu klatschen, ist schon nicht eben heldenhaft. Dass sich nun aber sogar ein gestandener Mann wie Smiljanic nicht ins Stadion getraut, weil im gleichen Sektor Fans der gegnerischen Mannschaft sitzen könnten, schlägt dem Fass dem Boden aus.

Fast ausnahmslos alle, die mehr oder weniger regelmässig ein Stadion besuchen, halten die mediale Darstellung der dortigen Zustände für masslos übertrieben. Lediglich jene, die nur dann etwas vom Fussball sehen, lesen oder hören, wenn über Scharmützel berichtet wird, haben die Vorstellung, dass solches bei Fussballspielen an der Tagesordnung sei und für jeden Besucher Lebensgefahr bestehe. Und nun stellen sich Fussballer hin, die es wahrlich besser wissen müssten, und bestärken die Ahnungslosen auch noch in ihrem Glauben, anstatt klarzustellen, dass solche Szenen wie am 2. Oktober keinesfalls an der Tagesordnung seien. Damit erweisen sie dem Schweizer Fussball einen Bärendienst.

Zum Glück gibt es in Zürich ja auch noch das Polizeidepartement, das eine Lösung zur Gefahrenpotenzialminderung vorgeschlagen hat, die selbst für Zürcher Verhältnisse absurd anmutet. Schon vorletzten Sommer wollte die Stadt ernsthaft den Gartenbeizen verbieten, die abendlichen WM-Partien mit Ton zu übertragen. Dieses Mal will sie die Brisanz aus dem Derby nehmen, indem sie ein Alkoholverbot in und ums Stadion erlassen hat. Keine neue Idee. Sinnigerweise setzt aber dieses Verbot exakt um 16 Uhr ein, also just in dem Moment, in dem das Spiel angepfiffen wird, womit die Fussballfans überhaupt nicht tangiert werden. Sie könnten sich – sofern gewünscht – gleichwohl vor dem Match volllaufen lassen. (Was im Übrigen auch passieren würde, wenn das Verbot früher einsetzen würde, dann einfach am Rand der Verbotszone.)

Diese Schildbürger-Aktion ist das jüngste Beispiel dafür, mit welchem Aktionismus allerorts Massnahmen gegen Fussballfans durchgeführt werden. Politiker sind sich bewusst, dass die Öffentlichkeit jegliche Repressalien begrüsst, gleichwohl wollen sie keinem Gewerbe schaden und wissen selber, dass sie keine patente Lösung zur endgültigen Verbannung der Gewalt aus den Stadien bereit haben. So wird denn halt einfach ein bisschen was verboten, ein bisschen was vorgeschrieben. Sachunkundige lesen vom diesem Alkoholverbot und sind zufrieden, «dass endlich etwas gemacht wird». Andere schütteln nur den Kopf und fragen sich, wer zur Hölle sich diesen Unsinn ausgedacht hat.

Nun muss man für das Après-Match-Bier halt ein paar Meter weiter gehen. Wer weiss, vielleicht trifft man da ja Boris Smiljanic an.


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109 Kommentare zu „Schildbürgertum vor dem Zürcher Derby“

  1. René Sandmeier sagt:

    Voll & ganz Deiner Meinung Mämä

    Zum Glück gibt es noch Journalisten mit Objektivität, welche man zweifelsohne ,auch in anderen Sparten, beim Tagi am meisten findet.

  2. Mäsi sagt:

    Danke, Mämä. Widerspiegelt so ziemlich meine Gedanken, als ich den entsprechenden Blick-Beitrag gelesen habe.

  3. Andi L. sagt:

    sehr schön geschrieben! :-)

  4. beat buerki sagt:

    super blog, danke

  5. Alfred Müller sagt:

    Danke!
    Ich werde mit meinem Sohn (10) und meiner Tochter (8) wie immer als Saisonkarteninhaber an das Derby gehen.
    Wir waren auch am Letzten dort und mussten auch trotz den paar Schwachsinnigen nicht um unser Leben fürchten.
    Wär gut wenn die Medien mal ein bisschen runterkommen würden.

    • Jürg Schmid sagt:

      Auch ich war am letzten Derby. Zwei Kriminelle liefen vermummt Petarden werfend durch eine Tribüne mit vielen Kindern. Dies war aber nicht alles. Anschliessend fand eine eigentliche Völkerwanderung von der Südkurve Richtung GC-Fans im Stadion statt. Ich verstehe jeden GC-Fan der nicht mehr gewillt ist mit solch einem Pöbel gleichzeitig im Stadion zu sein.

      • Tom sagt:

        @Jürg Schmid: Dann sollten die GC Fans vielleicht keine geklaute FCZ Fahne verbrennen… Die Provokation ging klar von den GC Anhängern aus. Da Sie am Derby waren sollten Sie dies bemerkt haben.

        • Jürg Schmid sagt:

          Provokationen gab es. Aber die Gewalt kam nur von FCZ Seite. Auch im Fussball generell. Wer wird mit einer roten Karte bestraft. Der Provokateur oder der Rächer. Wohl noch nie an einem Spiel gewesen. That’s life !

          • Mario zürcher sagt:

            Und vieleicht hast du schon mal mitbekommen das wenn der Provokateur zurückschlägt auch er die rote Karte sieht? An der Schlägerei nach dem petardenwurf war gc nicht wirklich in unterzahl? Und wenn die gc Spieler auf der Tribüne genau so rumheulen wie auf dem Platz dann wird sie auch niemand vermissen.

        • Urs sagt:

          …zwischen Provokationen, die notabene an jedem Derby vorkommen, und einer lebensgefährlichen Aktion in Form einer geworfenen Pyro in eine Menschenmenge, liegen Welten!

          • Ruedi von Steiger sagt:

            @ Mario Zürcher. An der Schlägerei auf der Osttribüne im Anschluss an den Petardenwurf waren ausschliesslich FCZ-Fans beteiligt. Die drei darin vewickelten Brüder erhielten danach grosse mediale Aufmerksamkeit. Zur Provokation durch die GC-Fans ist noch hinzuzufügen, dass vor wenigen Jahren an einem Derby FCZ-Fans Fahnen der GC-Fans verbrannten (“Alles us oine Händ”). Dies hatte weder Petardewürfe seitens der GC-Fans noch sonst irgendwelche Konsequenzen zur Folge. Im Gegenteil: Kein Mensch nahm Notiz davon.

          • Jürg Schmid sagt:

            Es geht nicht um 100 eingeladene Gäste sondern darum dass das Südkurvenpöbel trotz geschlossener Südkurve ins Stadion gelassen wird anderseits aber GC-Fans keinen Einlass gegeben wird.

    • philippe sagt:

      dann Frag mal den Familienvater der von den”Lochergut FCZ Hooligans” aus dem Tramm geprügelt worden ist wie er sich wohl fühlt wenn er am sonntag mit seinen jungs wieder ans Derby will……Tatsache ist halt dass der FCZ mehr “Fans” hat als GC -sprich in der überzahl sind -Ein GC Wimpel reicht und schon wird einem das auto zerkratzt . Vorallem wenn man bedenkt wieviele “Windfahnenfans” beim FCZ sind. mal schauen wie gross die Euphorie dann ist wenn der FCZ lange im Tabellenkeller spielt.

  6. GC-FAN sagt:

    Cabanas ist ein absolutes rotes Tuch und für viele aus der Südkurve das Hassobjekt schlecht hin. Ueberlegen sie doch bevor sie schreiben…

    • Alfred Müller sagt:

      Und? Glauben Sie die Züri Fans werden sich auf Cabanas stürzen und ihn zerfleischen?

      • Stefan S. sagt:

        Wenn man bedenkt, dass sogar Christian Gross von FCZ-”Fans” schon mit Schlaegen und Tritten traktiert wurde, mutet das ganze nur noch halb so abwegig an.

    • Janosch Lall sagt:

      Ach hören Sie doch auf. Cabanas WAR mal ein rotes Tuch. Heute ist er nur noch ein alternder Spieler, der verzweifelt dem Schiedsrichter nachläuft und Respekt für die Institution “Rekordmeister” einfordert.

      • Manuel G. sagt:

        Auch so, auch der Tagi ist FCZ fan…

      • Roman Braun sagt:

        @ Janosch Lall

        WORD! Diese subjektive Blick-Berichterstattung ist in der Tat nur eines: Bemittleidenswert.

      • GC-FAN sagt:

        Für Sie mag das ja gelten, ob das die Lochergut-Junx auch so sehen bezweifle ich doch sehr. An seiner Stelle würde ich auch nicht in der Südkurve (Haupttribüne) aufkreuzen.

        • M. Huter sagt:

          @GC-FAN: Keine Ahnung, woher Ihre Paranoia kommt. Die Lochergut-Jungs sind seit Jahren nicht mehr im Letzigrund anzutreffen. Also sicher auch nicht am Sonntag, wo nur registrierte Saisonkarten-Inhaber Tickets erwerben können. Und wie man letzten Samstag mehr als gut gesehen hat, geht das optimal mit der Südkurve auf der Tribüne (in Luzern). Hören Sie doch bitte auf, irgendwelche Märchen zu erzählen und Paranoia zu verbreiten. Es ist ein FCZ-Heimspiel und der FCZ hält sich an ALLE Regeln und Auflagen die ihm von der Liga und der Polizei auferteilt wurden. Wenn das einigen GC-Anhängern nicht passt, geben ich den Tipp, zuerst auf den eigenen Club zu schauen.

          • GC-FAN sagt:

            Ich schiebe keine Paranoia, ich stelle nur Fragen. Und wenn ich auf meinen Club schaue dann frage ich Sie: würden Sie wenn Sie Urs Fischer oder Gigax heissen würden, würden sie sich beim Derby in der GC-Kurve aufhalten?

          • M. Hutter sagt:

            Ja, natürlich würde ich mich dort aufhalten, wo ich mich immer am Derby aufhalten würde. Alleine schon deshalb, weil es weder einen GC- noch eine FCZ- geschweige denn überhaupt eine Kurve ist. Es ist eine abgesperrte Ecke der Tribüne. Genauso wie in Luzern am Samstag.

          • M. Hutter sagt:

            …vor allem geht Smilijanic laut seinen heutigen Aussagen sowieso nie mit Kindern an das Derby.

          • Alfred Meier sagt:

            Ist es notwendig einen Blogzu schreiben über die paar Nasen die sich in das Leichtathleikstadion verlaufen?

  7. Matthias Puster sagt:

    Mässi.

  8. Gunner sagt:

    Sehr guter Beitrag. Leider ist es so, dass sich Spieler wie Smilijanic scheuen die Fans in Schutz zu nehmen, da der Blick schnell mal eine Aussage aus dem Kontext ziehen kann und somit Smilijanic und Co. als Befürworter von Gewalt und Pyros darstellen kann.

    Das passiert halt in einem Land, in dem “das grösste Problem die Sportverantstaltungen sind”.

    P.S.:
    Am Lauberhorn wurden doch Pyros gezündet. Wird es nächstes Jahr ohne Zuschauer stattfinden? Ich denke nicht..

  9. Hans-Ueli Jucker sagt:

    Danke, gute Schreibe; es ist löblich, dass die Vernunft noch vorherrschend ist und die ganze mediale Panikmacherei in diesem Blog objektiv betrachtet wird. Nur schade, dass der Tagi den Blickartikel im Züriteil trotzdem aufgenommen hat.

  10. Kurt sagt:

    Wer hat dieses sooo dumme Bierverkaufsverbot erlassen? Keiner im Stadion kauft nach 1600 Uhr Bier ausserhalb des Stadions!!!!!

  11. Matthias sagt:

    Die GC-Spieler gehen bewusst in die Medien. Ihr ziel ist es die Aktion, dass die Südkürvler auf die HT dürfen anzuprangern. GC fühlt sich benachteiligt und hofft auf einen Medialenaufschrei um dem FCZ so eins auszuwischen. Das ganze sage ich als Hoppers Fan.

    • Hanspeter Zwicker sagt:

      woher willst du das wissen matthias?!? es ist der blick der diese geschichte BEWUSST inszeniert und schreibt! ruft bei den besagten spielern an, fragt unscheinbar nach und spitzt es dann nach gutdünken zu. boulevard nennt man das.

  12. Dustin Peters sagt:

    Zitat aus dem Blog:”Das sagt einiges darüber aus, wie weit sich gewisse Profis von den Fussballfans entfernt haben. ”

    Das ganz könnte man auch umgekehrt deuten: Wenn ich gewisse Reaktion in der Fanzszene sehen (Stichwort Stimmungsboykott) zeigt das auch darüber, wie weit sich gewisse “Fussballfans” vom Fussball entfernt haben

    • Nick Schmid sagt:

      @Dustin Peters: Ein Stimmungsboykott richtet sich in 90% der Fälle nicht gegen die Spieler, sondern gegen Funktionäre, welche Pauschalbestrafungen und Kindergartenaktionen vom Stapel lassen. Und die restlichen 10% Boykotte, welche sich gegen die Spieler richten, sind i.d.R. nachvollziehbar, da dieselben z.B. wenig Leistung für viel Geld geboten haben. Ich kann sie also beruhigen, die Fussballfans haben sich nicht vom Fussball entfernt. Mitunter ist es so, dass sich der Fussball vom eigentlichen Fussball entfernt hat, aber das müssen sie mit der Cüplisektion anlässlich eines Spiels wie FCZ-AC Milan diskutieren, da finden sie die richtigen Ansprechpartner. An anderen Spielen suchen sie diese übrigens vergebens.

      • Marcel sagt:

        Wie immer, ohne die Cüplisektion würdest Du gar keinen Fussball mehr schauen in Zürich, überhaupt nirgends auf der Welt. Denkt ihr, ihr seid eine spezielle oder gar bessere Spezies Mensch? Warum denkt ihr, ihr hättet das Recht jemandem anderen vorzuschreiben wann und wie er an ein Spiel zu gehen hat und wie sich dieser zu verhalten hat? Woher nehmt ihr das Recht zu bestimmen, was ein Fan ist und was eben nicht? Warum muss ich mich wie ein Clown in Farben werfen und die Fäkalsprache benutzen, dass ich als Fan wargenommen werde? Merke, ein Fussballspiel ist ein öffentliches Ereignis, jeder kann gehen wann, wie und so oft er will. Und nur weil einer mehr geht als der andere, hat Ersterer nicht mehr Rechte.

        • Nick Schmid sagt:

          Korrekt, Marcel. Kein Fan hat mehr Rechte, der Nebenschauplatz “Cüplifraktion” in meinem Posting war nicht nötig und tut nichts zur Sache. Bzw. das wäre ein Thema für sich. ;-)

        • Bernd S. sagt:

          Korrekt. Dem ist nichts beizufügen.

        • Reto sagt:

          Komischerweise scheint die Cüplifraktion aber doch mehr Rechte zu haben, sie ist ja nicht vom Alkoholverbot betroffen. Im VIP-Bereich wird auch während Uefa-Partien munter Alkohol ausgeschenkt, während alle anderen kein Alkohol trinken dürfen. Schon komisch…

          • Marcel sagt:

            Reto, komisch ist höchstens, dass Du nicht begreifst, dass ein VIP im VIP Raum mit ein paar Freunden zusammen und unter völliger Kontrolle ist. Die 5000 in der Kurve kannst Du aber nicht unter Kontrolle haben. Du wirst also höchst selten eine völlig ausflippenden VIP sehen, der auf die gegenerische Fankurve losgeht und diese vermöbelt…alles klar? Man hat sich Repressionen ja auch ein wenig selbst zuzuschreiben oder? Hast Du eigentlich immer soooo einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn oder nur bei Gelegenheit?

      • Dustin Peters sagt:

        Diese Pauschalbestrafungen die zumindest zum Teil absurd sind, kommen aber auch daher, dass von Fanseite zu wenig Einsicht kommt. Und egal gegen wen der Boykott gerichtet ist: letztendlich trifft er die Mannschaft. Und auch wenns viele immer wieder vergessen: Das Spiel und die Mannschaften sind der Mittelpunkt. Nicht die Fans, deren Choreos und Gesänge einem Spiel zwar das gewisse etwas geben können, letztendlich tun das Bratwurst und Bier aber auch.

  13. dave sagt:

    Geil, und die tatsache, dass insbes. Cabanas allen grund dazu hat ,seine familie vor einer fcz-fangefluteten haupttribühne wegzuhalten, wird einfach ignoriert.

    • dave sagt:

      Wobei ich ergänzen muss ,dass sie in ihrem artikel sonst den nagel auf den kopf treffen. Ich will nur sagen, dass ich ein gewisses verständnis hege dafür, dass jemand wie cabanas seine familie da einwenig fernhalten möchte.

      • Fabian Frei sagt:

        Der kleine Nuñez konnte sich auch mal recht problemlos in einen Basler Sektor setzten (in Wil), warum sollte das für Cabanas bzw. für seine Familie nicht möglich sein? Wer (er)kennt den schon Cabanas’ Familie?

        • Mämä Sykora sagt:

          Das kann ich bestätigen. Vor vielen Jahren sass ich mal mit Freunden im Hardturm, und Boris Smiljanic zog einen rabenschwarzen Tag ein. Das verleitete uns natürlich zu unzähligen nicht eben löblichen Bemerkungen über die spielerischen Qualitäten von Smiljanic, nicht wissend, dass das direkt vor uns seine Familie war.

    • Wishaw Thomas sagt:

      Welchen Grund bitteschön?

  14. Urs Schneider sagt:

    Sehr guter Blog. Bin 56 Jahre alt und stehe gelegentlich in der Suedkurve. Dies weil es absolut friedlich zu und her geht und die Stimmung einmalig ist. Wegen ein paar Chaoten wird hier eine Menge jüngere und ältere Fans bestraft. Die Vorbildfunktion von Cabanas und Konsorten lassen hier mehr als zu wünschen übrig und gießt Oel ins Feuer…ich finde man sollte konsequenterweise die 1. August Feuerwerke streichen, den 1. Mai unter Ausschluss der Oeffentlichkeit durchführen. Dass ich nur bis 16.00 Uhr mein Bier trinken kann, tangiert mich nicht, ich bin dann am Match. Gestraft sind ab 16.01 die Wirte, welche nun wirklich nichts dafür können!

  15. Ruedi von Steiger sagt:

    Wenn man sich daran erinnert, dass C. Gross als damaliger Trainer des FCB unmittelbar nach einem Gastspiel in Zürich im Tram von FCZ-Fans angepöbelt und tätlich angegangen wurde, sind die Befürchtungen bei GC nicht ganz aus der Luft gegriffen.

    • Angelika sagt:

      Es waren FCZ-Fans, die Gross damals geschützt haben, der Rest war Pöbel und keine Fans…

    • Hans-Ueli Jucker sagt:

      Dass bei dieser verbalen (unschönen) Aktion gegen C. Gross FCZ-Fans sich dazwischen gestellt haben, ist Ihnen Herr von Steiger dabei wohl entgangen. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

      • Ruedi von Steiger sagt:

        Das ist mir nicht entgangen. Dass FCZ-Fans dazwischen gehen mussten um Schlimmeres zu verhindern, ist ja traurig genug. Ich will damit nur aufzeigen, dass es unter ca. 4’000 Leuten auch zwei, drei Hirnamputierte geben kann, die nicht wissen, wo die Grenzen liegen. Das letzte Derby hat dies ja eindrücklich bewiesen. Wenn einer davon dem Cabanas eins aufs Maul haut, ist es für diesen ein schwacher Trost, dass die restlichen 99 % SKler – und diesbezüglich hege ich keine Zweifel – sich zu benehmen wissen. Die Anzahl Sicherheitsleute auf der Haupttribüne wird für dieses Spiel ja nicht ohne Grund erhöht.

      • hans ulrich schwyzer sagt:

        dass es FCZ-fans waren die sich dazwischengestellt haben, tut doch gar nichts zur sache. diese sog. ‘echten’ fans waren nämlich a.) anwesend und b.) im besitze eines gehirns. dass zufälligerweise gleichzeitig mit der anwesenheit des ‘pöbel’ auch die ‘echten’ fans dabei waren, ist schön für christian gross und für den FCZ weil sie sagen kann “seht wir haben nette fans mit hirn”. wären aber zufälligerweise nur die hirnlosen im tram gewesen und keiner eingeschritten – wären wir um mindestens eine zusätzliche schlagzeile reicher gewesen und der FCZ hätte erklären können, dass christian gross nicht von fans vermöbelt wurde.

        als hans fehr am albisgüetli von schwarzen blöcklern attackiert wurde, waren es auch andere schwarze blöckler die eingeschritten sind. deswegen hält sich die polizei bei demos aber nicht zusätzlich zurück, weil es auch nette schwarzblöckler mit hirn gibt.

        und am lustigsten, herr jucker, finde ich dass leute die auf ungereimtheiten bei FCZ-anhängern (ob ‘echte’ oder pöbel’) aufmerksam machen, von diesen auch pauschal immer gleich beleidigt werden.

  16. Massimo sagt:

    Reden wir doch am Montag nochmals über die Geschehnisse vom kommenden Sonntag.

  17. gubser sagt:

    Mal sehen wie sich bestimmte FCZ’ ler verbal rund um ein paar GC Fans herum verhalten werden. Wird interessant.

  18. michael sagt:

    bravo, sehr guter artikel!

  19. Wishaw Thomas sagt:

    GC hat die Verantwortung am letzten Derby nicht wahrgenommen! Ihr Torhüter, Burki, musste eine gewaltverherrlichte Aussage, nachdem es ihm der Präsident eingetrichtert hat, zurück nehmen und sich entschuldigen.
    Jetzt giessen Cabans, Smilljanic, und Sutter mit ihren dummen Kommentaren via Presse noch weiter Öl ins Feuer.
    Sie zeigen nur immer auf den FCZ und vergessen, dass sie die Gastgeber des letzten Derby waren.
    Die Führung von GC hat nichts mehr im Griff. (siehe auch Lautsprecher in Lausanne usw.)
    Weiter so Herr Canepa, sie machen das richtig! … auch in Basel weiss man wie es geht. Nur bei GC kann jeder seinen Senf dazugeben!

    • gubser sagt:

      Ja stimmt. Der Leutwiler ist als Mensch lächerlich. Auch die anderen möchte gern Führer, sind nicht wirklich fundierte Macher und Reisser.

    • Ruedi von Steiger sagt:

      Hat nicht Canepa unmittelbar nach dem letzten Derby in jedes Mikrofon gesagt, dass die Stadt die Verantwortung für die Sicherheit im Letzigrund trage und nicht die Clubs?

      • Wishaw Thomas sagt:

        @Ruedi: Ja das hat er u.a. gesagt. Und seine Aussage stimmt bis heute! Die Stadt hat die Verantwortung!
        ps. GC und die Stadt waren die Gastgeber des letzten Derby!

  20. hans nötig sagt:

    Was mich so wundernimmt an den Aussagen der GC-Exponenten: Wenn es die Fans auf die Familien der Spieler abgesehen haben sollen, wieso ist das nur in diesem Spiel ein Problem?

  21. hugo maurer sagt:

    unglaublich, wem der tagi hier platz bietet. soll der autor doch in einem hooligan-forum bloggen. offenbar scheinen viele noch nicht begriffen zu haben, wer/was den fussball kaputmacht. ich gehe jedenfalls nicht mehr mit meinen kids an ein spiel, habe genug gesehen und erlebt.

    • Nick Schmid sagt:

      “habe genug gesehen und erlebt.”

      Nur aus Neugier: Persönlich und unmittelbar, von weitem oder aus der Presse?

    • Fredi sagt:

      Es sind eher Leute wie Sie, Herr Maurer, die mit solch haarsträubenden Äusserungen unnötig Öl ins Feuer giessen. Einem Blogger, der eine vom schildbürgerhaften Medien-Mainstream abweichende Meinung postuliert, gleich als Hooligan zu betiteln, ist erbärmlich (und das ist noch freundlich ausgedrückt). Bleiben Sie den Spielen ruhig weiter fern, auf Leute wie Sie kann der Fussball gerne verzichten.

    • Claudio sagt:

      Einfach mal pauschal was in den Raum werfen?
      Wieso soll der Autor in einen Hooligan-Forum bloggen? Dieser Beitrag bringt es auf den Punkt!
      Ev. sollten Sie ein paar Spiele mehr pro Saison besuchen und weniger den Blick lesen!

      Da Sie es anscheinend begriffen haben, könnten Sie uns aufklären, was genau den Fussball kaputt macht???

      Und gehen Sie doch das nächste Mal an die 1. Mai Demo mit Ihren Kids! Möglicherweise ist es dort weniger gefährlich als im Stadion!

      • hugo maurer sagt:

        nick schmid: als matchbesucher. weinende kinder, die nicht verstanden haben, was abgeht.
        fredi: wo habe ich geschrieben, der autor sei ein hooligan? und ja, klar: die medien sind schuld
        claudio: was hat denn der blick geschrieben?

  22. Kudi Müller sagt:

    Schön, der neutrale Blogschreiber dreht de Angelegenheit zu Gunsten seines Verein’s..

    Dass die mediale Berichterstattung über den CH Fussball masslos übertreibt, da gehe ich mit dem Blogschreiber einig, es gab nie “kriegsähnlichen Zustände” in einem CH Stadion. Das ist halt Boulevard journalismus……intressant, dass der Tagi seit ein paar Jahren sich aber in diese Richtung bewegt. Ich weiss, man muss sparen, Stellen wurden gestrichen, Recherchen kosten, Copy und Paste sind billiger.

    Dass nun der neutrale Blogschreiber und FCZ Fan auf die GCZ Spieler abzielt, zeigt doch, wie man vom eigentlichen Umstand ablenken will…man wirft ihnen vor, sich von den eigenen Fans zu entfernen…würde diese Spieler sich vor die eigenen Fans stellen, ginge es sehr schnell und man würde diesen unterstellen, sich mit den Hooligans und Pyrowerfer zu identifizieren..siehe Roman Bürki.
    Dass Herr Canepa nun den betroffenen Fans der Südkurve die Möglichkeit gibt, das Spiel dennoch anzusehen und die GCZ Fans aussperrt, geht in Ordnung. Er liebt es halt in den Medien zu stehen und provoziert gerne den Stadtrivalen..ähh, nein, den Rivalen, der FCZ ist ja der “einzige Stadtverein” sorry GCZ, Red Stars und allen Quartiervereinen).

    Ist die TA Media immer noch Sponsor beim FCZ?

    • Mämä Sykora sagt:

      Ich finde es interessant zu erfahren, dass ich FCZ-Fan bin. Wissen Sie noch mehr über mich, von dem ich selber keine Ahnung habe?

      • GC-FAN sagt:

        Und zum Thema? Finden Sie den Entscheid (GC-Fans draussen, SK drinnen) richtig? und würden Sie als Cabanas in die Südkurve gehen? Oder haben Sie zumindest Verständnis für ein gewisses Unbehagen? Und sind sie GC-Fan? ;-)

        • Mämä Sykora sagt:

          Der Entscheid ist in der Tat höchst unglücklich, und ich kann den Ärger der GC-Fans verstehen, die das Spiel jetzt nicht schauen gehen können. Ich denke mir, der FCZ will damit eine Bewährungsprobe für die Fans durchführen, mit vereinfachten Bedingung, weil ja keine gegnerischen Fans anwesend sein werden. Nun ja, es entspricht alles dem Urteil der Disziplinarkommission, die Umsetzung ist Sache des Vereins. Dass man nicht gleich FCZ- und GC-Fans, die normalerweise in den Kurven stehen, zusammen mit Familien etc. im neutralen Sektor haben wollte, ist hingegen verständlich.
          Und nein, ich würde als Cabanas nicht in die Südkurve gehen. Das ist nun aber auch etwas total Anderes. Die Südkurve «gehört» den Fans, da haben Spieler vom Erzrivalen nichts verloren. Wenn nun aber die Fans, die bereit sind, den doppelten Ticketpreis zu bezahlen, ausnahmsweise auch auf die Hauptribüne dürfen – notabene ganz am Rand und nicht zwischen Cabanas, Smiljanic und Sutter – ist das wirklich überhaupt gar kein Problem. Angst unbegründet, total.
          Und nein, ich bin weder GC- noch FCZ- noch sonst irgendwas Fan. Nur Fussball.

      • Claudio sagt:

        Hahaha….wusste ich auch nicht!
        Und ich dachte immer du verehrst lediglich die beiden Dynamo’s aus Kiev und Röntgen!
        Gruss

    • Wishaw Thomas sagt:

      Blödsinn! Herr Canepa ist Präsident und Verantwortlich für den FCZ. Sie werfen Canaepa Provokation vor und selber provozieren sie mit ihren Kommentar Er will ganz bestimmt nicht in die Medien. Zusammen mit der Polizei, der Stadt, dem SVF haben sich diese Parteien für ein solches Vorgehen entschieden! Kapiert?!
      In die Medien wollen und sind Smilijanic, Cabanas und Sutter. -(sind das die Präsidenten von GC?)
      Äussern sich so indifferenziert und ohne zu überlegen, wie die GC Fussballer, andere Spieler aus Basel, Luzern FCZ usw.? Nein! …schon einmal darüber nachgedacht warum das so ist?

      • Urs sagt:

        Hahaha… Canepa will nicht in die Medien. Einen mediengeileren Narzissten habe ich selten gesehen….

        • Urs sagt:

          @ Wishaw Thomas: Siehe meinen Beitrag weiter unten.
          Ich musste mich nur kurz über deine Aussage auslassen, Canepa sei nicht gerne in den Medien… habe selten so gelacht!

  23. Urhopper sagt:

    Ob der Auftritt von Cabanas & Co im Blick fragwürdig ist, spielt eigentlich gar keine Rolle! Wichtig ist die Tatsache, dass die Fankurven als Strafe geschlossen wurden – was bedeutet, dass diese Fans dem Spiel als Strafe nicht beiwohnen dürfen. Dass nun die GC Fans ausgeschlossen bleiben und die FCZ Fans frisch fröhlich ins Stadion dürfen, das ist das Schildbürgertum! Diese sogenannten Fans gehören ALLE von diesem spiel ausgeschlossen.

    • GC-FAN sagt:

      Danke Urhopper, obwohl ich zu den “sogenannten Fans” gehöre sehe ich das genau so. Dieser Entscheid ist ist der grösste Schildbürgerstreich seit es Canapés gibt. Und leider trägt er rein gar nichts zu einer de-eskalation bei. Ganz im Gegenteil..

      • Marcel sagt:

        Ihr habt aber was vergessen. Ihr könntet Euch ganz regulär Tickets kaufen….könntet. Wenn ihr jetzt wirklich eine Kurve seid, dann stellt Euch zusammen und kauft Tickets und geht an’s Spiel. Es kann es Euch niemand verbieten. Es ist mir klar, dass eventuell nicht jeder sich das teure Ticket leisten kann, aber ein Teil von Euch garantiert.

        • Bernd sagt:

          Ich glaube du hast was vergessen. Und zwar, dass kein regulärer Ticketverkauf stattfindet genau aus diesem Grund.

          • Marcel sagt:

            Asche über mein Haupt – das ist mir in der ‘Hitze des Gefechtes’ effektiv unter gegangen. Sollte mich wohl weniger aufregen wegen solchen Dingen :-)

        • de philippe sagt:

          Marcel, du bist leider schlecht informiert. Als GC-Anhänger und notabenen Nicht-Saisonkartenbesitzer beim FCZ habe ich keine Möglichkeit ins Stadion zu kommen. Ein Blick auf die FCZ-HP hätte genügt.

          Die Aussage der GC-Exponenten sind unglücklich, gehandelt hätte ich aber auch so. Dass die ganze Masse friedlich ist bringt mir nichts, wenn ich einem Hirnverbrannten gegenüber stehe. Und wie schon erwähnt, sollte die Schliessung der Kurven doch eine Bestrafung der dortigen Zuschauer sein, oder nicht? Dass nun einer der Clubs diese Zuschauer woanders im Stadion platzieren darf, ist definitiv eine Provokation und sicher nicht Sinn der Sache.

    • Urs sagt:

      Dass der Letzi kein Fussballstadion ist und deshalb die “Südkurve”( D25-D27) baulich von der “gemässigten” SK (D28-D31) nicht getrennt ist, wissen wir alle. Aber dass deshalb alle gestraft werden ist Humbug. Viele Zuschauer am Sonntag kommen aus den zweitgenannten Sektoren, und die sind ja wohl keine Gefahr für niemanden!!

  24. Urs sagt:

    Dieser Blogg ist doch sehr zu ungunsten von GC geschrieben. Diese Diskussion wurde ja ursprünglich von der vollkommen sinnlosen Aktion von Herr Canepa lanciert. Die Spieler und Funktionäre von GC ziehen lediglich ihre Konsequenzen daraus. Was die Südkurve in den letzten Jahren an Gewalt hervorgebracht hat kann man nicht einfach ausblenden. Ein hirnloser reicht aus, um auch am Sonntag eine Eskalation zu provozieren. Ich wünsche allen viel Vergnügen. Ich werde mit Sicherheit nicht auf der Hauptribüne Platz nehmen…

  25. hans ulrich schwyzer sagt:

    bin für einmal nicht ganz einverstanden. natürlich ist es blöd (und undankbar gegenüber den echten fans) wenn ein smiljanic sagt, dass er selber vielleicht gar nicht im stadion anwesend sein wird. dass er aber seine familie diesmal zu hause lässt finde ich aber absolut nachvollziehbar. die “schande von zürich” ist ja kein isolierter vorfall. natürlich sind 99% der fussballspiele absolut ruhige und angenehme anlässe, tatsache ist aber, dass die südkurve berüchtigt ist. warum? ist es weil jeder kleinste vorfall von den medien immer aufgebauscht wird? natürlich. wer findet das schlimm? die fans selber, die leiden unter ihren ruf. wenn man sie aber darauf anspricht wird man gleich als ahnungsloser und pseudo-, mode-, oder schönwetterfan verbal attackiert. natürlich sind die paar holzköpfe (an einer hand abzuzählen) die höchstens alle zwei jahre mit wasserwerfer dem blick-cover zieren (oft auch zufälligerweise vor dem gleichen stadion oder beim bhf alstetten) nicht gleichzusetzen mit der friedlichen südkurve als ganzes. aber wer sagt mir, dass meine familie auf der haupttribüne nicht zufällig in der nähe einer dieser holzköpfe sitzt, und von denen erkannt wird? es ist noch nicht so lange her, seit ein unvorsichtiger christian gross im zürcher tram fast von ein paar von diesen angegriffen wurde. klar, canepa will trotz der schliessung der südkurve noch bisschen geld in die taschen zaubern in dem er saisonkartenbesitzer gegen einen aufpreis trotzdem zutritt zum stadion erteilt. und es wird auch sicher diesmal nichts passieren…ich denke die echten südkurvler werden ihre kumpels diesmal in den griff haben – wie es auch etwa alle zwei bis drei jahre von den anführern kommuniziert werden muss. aber wer gibt mir dafür eine garantie – auch dafür dass die wenige idioten nicht auch saisonkarteninhaber sind? wäre ich smiljanic, sforza, cabanas oder sutter, würde ich meiner familie diesmal auch sagen, dass sie sich das spiel im fernsehen ansehen sollen, und bringe sie dafür nächstes mal in genf wieder mit. es ist nicht nötig dass die familien mut und solidarität beweisen, in dem sie im berühmtesten stadion, beim berühmtesten derby der schweiz (warum nennt man es eigentlich überhaupt ‘risikospiel’?) dabei sind, ihre männer unterstützen, von dem sie wissen dass diese von der mehrheit der fans im stadion verhasst sind, und wovon einige wenige, die sonst in der heimeligen südkurve geschützt und eingekesselt sind, womöglich noch in der nähe sitzen. zugegeben, die vier obengenannten bräuchten das aber nicht unbedingt dem blick erzählen – da wüsste man doch, dass die eine schlagzeile à la “stars zittern – angst um frauen & kinder” daraus machen. man kann ihnen aber nicht vorwerfen, dass ihnen die sicherheit ihrer familien zu sehr am herzen liegt, mehr als den ruf des schweizer fussballs.

    • Reto sagt:

      Im Leben kann es keine Garantie auf Sicherheit geben. Nicht im Strassenverkehr (der übrigens 100x gefährlicher ist als der Besuch eines Fussballspiels), nicht im Tram, bei der Arbeit, beim Hobby und folglich auch nicht im Fussballstadion. Hören wir auf so verdammt verweichlicht zu sein, der Besuch für GC-Spieler plus Familie ist beim Derby kein Problem. In der SuperLeague wurde fast noch nie ein Spieler tätlich Angegriffen (kann mich nur an Philipescu erinnern). In den den 60er, 70er und 80er Jahren wurden Spieler öfter tätlich angegriffen oder durch geworfene Glasflaschen verletzt. Die Situation hat sich also drastisch verbessert.

  26. Marcel sagt:

    Gut geschrieben Hans Ulrich

  27. René Obi sagt:

    Es gibt genau drei Möglichkeiten, die Schliessung der beiden Fankurven im nächsten Heimderby des FCZ (also diesen Sonntag) umzusetzen:
    - Es dürfen NUR Saisonkarteninhaber der anderen beiden Sektoren rein.
    Möglicherweise mit einem Riesenchaos vor dem Stadion. Südkurve und GC-Fans, die, wohl kaum sehr friedlich vereint, das Spiel von aussen begleiten.
    - Es kommen alle Ost- und Westtribünen-Tickets in den freien Verkauf.
    Südkurve und GC-Fans auf der selben Tribüne. Guet Nacht.
    - Es dürfen die Saisonkartenbesitzer der Südkurve für einen (für viele grossen) Aufpreis auf der Westtribüne das Spiel schauen.
    Wohl die weiseste aller Alternativen.
    Hinzu kommt, dass ja an dem “Skandalderby” vor allem die Stadionsicherheit und GC als Veranstalter versagt hatten. Und damit nehme ich diese 10 oder 12 Idioten, die von der Südkurve zur GC-Fankurve rüber sind überhaupt nicht in Schutz. Aber die sind inzwischen bekannt und wohl kaum so bald in einem Stadion anzutreffen.

  28. thöme sagt:

    Guter Blog. Ich wünsche mir beim FCZ Sven Hotz zurück, ein Mann mit Ehre und Stil! Seit Canepa an der Macht ist, gibt’s andauernd unnötigen Ärger in Zürich. Er wird immer so benachteiligt der Arme, oooooohhhh

  29. Richard. N sagt:

    Provokationen wohin man blickt: Provokation weil man Tickets kaufen kann, Provokation weil man keine Tickets kaufen kann. Provokation wenn man inst Stadion geht, Provokation wenn man nicht ist Stadion geht. Hab irgendwie den Überblick verloren. Auch mein 10-jähriger Sohn beginnt schon zu provozieren. Beim letzten Heim-Derby des FCZ hat er die FCZ-Fans mit einem GC-Cap und Schal provoziert und ich wurde darauf hin verständlicherweise mit Bier übergossen und beschimpft. Somit bin ich eigentlich froh, dass ich als GC-Anhänger am Sonntag im Stadion nicht erwünscht bin. Sonst müsste ich wieder provozieren gehen.

    • Fussballfan sagt:

      Lieber Richard N.
      Nach Siegen oder Niederlagen möchten Fussballfans auch gerne mal unter sich sein. Auch als 10-Jähriger sollte man lernen, dass Provokationen nach einem Spiel nichts bringen. Dass da vielleicht mal ein Bierbecher umkippt, kann sein. Die Mehrheit der Fans weiss sich zu verhalten. Und vielleicht war der Bierbecher ganz nett gemeint…
      Und bis 16 gilt eh das Jugendschutzalter!

      Dass nun aber brandschatzende, wütende, schlagende Banden durch die Fussball-Schweiz ziehen, ist einfach nicht der Fall.

      Und nein: Ein FCZ-Fan geht sich nicht mit dem GC-Fan das Public Viewing eines Derbys anschauen.

  30. Chris Chelios sagt:

    Danke! Habe mich auch sinnlos aufgeregt als ich das heute im Blick gelesen habe. Ich würde mich für diese Spieler/Trainer schämen, wenn ich GC Fan wäre.

  31. Pat sagt:

    Guter Beitrag. Ich warte schon lange darauf, dass Politik und Medien den Weg der Polemik verlassen und sich auf den Pfad der konstruktiven Vorschlägen mit Chance auf Nachhaltigkeit begeben. Die Fussballfans andererseits müssen sich bewusst werden, dass ihre Herzenangelegenheit von ein paar Politiker und Verbrechern missbraucht und kaputt gemacht wird. Daher muss man sich zusammentun und konstruktive Lösungsvorschläge vorbringen (ich befürchte, dass wurde auch schon versucht und fand kein Gehör) Aber es kann gut sein, dass es auch hier die Menge ausmacht.

    High Noon Zürich. Ich gehe regelmässig an Spiele der ASL. Primär Heimspiele. Und ich kann nur sagen: 1000 Mal.. 1000 Mal nix passiert. Auch von Auswärtsspielen weiss ich nichts schauderhaftes zu berichten. Sogar in Bern nach der Finalissima konnte man nach dem Spiel trotz gegnerischer Farben tragend sich unbeheligt bewegen. Oder in St.Gallen: da konnte man problemlos als bekennender Fan der Gastmannschaft ein Bier geniessen.

    Aber vielleicht ist das in Zürich ja anders. Da war ich jetzt schon eine Weile nicht mehr an einem Spiel.

  32. Sandro sagt:

    Mich würde mal wunder nehmen was die Hoppers und die Canepakritiker einen Lösungsvorschlag bringen würde wie man die Fantrennung hätte machen können? Ohne dass es am Schluss zur Vermischung kommt und eine Möglichkeit gibt, dass die Fans aufeinander treffen.
    Motzen die Kritiker auch, wenn GC das Heimspiel hat und dann das Gleiche macht?
    Canepa und der FCZ hat das einzig richtige gemacht und keine Gästefans zugelassen. Alle spucken grosse Töne wegen Provokation doch mit diesem Entscheid hat Canepa an die Sicherheit jedes Spielbesuchers gedacht.

    Als ob ein FCZ Fan am Sonntag ein Cabanas oder sonst einen Hopper im Stadion etwas machen würde. Jeder FCZ’ler weiss genau was auf dem Spiel steht. Ausserdem wird “die Kurve” abgeschottet auf einer Seite sein.
    Aber Hauptsache der 0815-Leser der nie an ein Spiel geht, kann wieder motzen und auch seinen Senf dazu geben.

    • Wishaw Thomas sagt:

      Bravo Sandro, bin ganz deiner Meinung!

    • Wolf sagt:

      Was nun gemacht wurde ist in anderen Ländern wie Italien gang und gäbe:
      Keine Gästefans bei Hochrisikospielen. Ist meiner Meinung nach die beste Lösung, wenn es um die Sicherheit im Stadion geht.
      Ohne Gegner keine Prügelei….

      • F.C.Zürcher sagt:

        Würde ich so nicht Unterschreiben.
        Insbesondere bei Derby’s und “Hochrisikospielen” werden die Fans
        auch vor Ort sein und das Spiel mitverfolgen.
        Daher kann ein Aufeinandertreffen, beider Rivalen,
        nicht ausgeschlossen werden!
        Ich habe aber schon furchtbar viele Derbys und HRS erlebt, wo man
        sich, nach dem spiel, nicht auf die fresse gab! Sondern gemütlich mit
        dem Rivalen noch ein paar Bier trank…

  33. Lily sagt:

    Verstehe warum man mit der Familie nicht an ein solches Spiel geht. Ich glaube kaum, dass Smiljanic sich vor den FCZlern fürchtet, aber sich mitten reinsetzen, muss ja echt nicht sein oder? Riesen Blog… Es geht ja nicht um den Grossteil der FCZ Fans, sondern eben um die paar Nasen, die auch schon Fackeln geworfen haben. Sorry aber… wer da nicht versteht, dass man lieber daheim bleibt ohje…. Zudem toll wie sich dieser Blog auf einen Käseartikel vom Blick bezieht… oh man… frage mich ja, warum überhaupt hier darüber geschrieben wird, wenns ja so eine überflüssige Diskussion ist…

  34. Rene Baron sagt:

    Die Würfel sind gefallen. Die Faktenlage klar.
    Es geht nur noch darum, dass das Derby friedlich über die Bühne geht.
    Wenn nicht, sehe ich schwarz für den Fussball und dunkelschwarz für das neue Stadion. Dann haben wir es definitiv mit dem Stimmbürger vermasselt. Darunter leiden dann nicht nur der Spitzenfussball, sondern auch der Breitensport, insbesondere die vielen kickenden Kinder, deren Motivationsmotor nur mit intakten und vorbildlichen Vereins- und Fankulturen rund läuft.

  35. Mario zürcher sagt:

    Weltklasse Blog aber der letzte Satz is einfach DER HAMMER!!!!

  36. John sagt:

    Nur die überlegung….von wegen lebensgefärliche pyro…wer hat denn ein offenes feuer im stadion etfacht (fahnen verbrennenung) ?????????????? da frag ich mich???? aber das intressiert ja keinen nur die ach so bössen fackel Ultras vom FCZ

  37. Wishaw Thomas sagt:

    Herr Melliger, sich als “allwissend” hinstellen und alle in den gleiche Topf “schmeissen, dass ist ihnen gelungen! Bravo!
    Ihr Versuch, sich von den andern Kommentaroren inkl. des Autors abzuheben, ist ihnen gründlich misslungen.
    Ein “nichtsausagender” Satz nach dem andern.

    Ihr letzter Abschnitt ist eine Frechheit!
    Freundlicher Gruss

  38. Dustin Peters sagt:

    @Mäme: Noch zu Deinem letzten Abschnitt: Dieser Schildbürgerstreich ist das Resultat davon, dass von Fan- und Vereinsseite nichts (oder zumindest viel zu wenig) unternommen wird, um das Problem zu lösen (Natürlich wird ab und an diesbezüglich übertrieben, da ganze aber kleinzureden hilft genausowenig)

  39. Matt sagt:

    Die Fankurve zu schliessen war ja schon der erste Schildbürgerstreich. Als ob das etwas bringen würde, dann verteilt sich die Kurve halt auf die anderen Sektoren. Hätte die Liga ernsthaft Sanktionen verhängen wollen, hätte man Geisterspiele angeordnet. Was die Stadt mit Alkoholverboten erreichen will, war mir schon immer ein Rätsel. Aktionismus und Realitätsfremdheit fallen mir da als Stichworte ein.

  40. Alfred Meier sagt:

    Wann werden die beiden ZH-Clubs endlich fusionieren?

  41. Michael sagt:

    Herr Sykora, Ihr Blog ist an Naivität kaum zu übertreffen oder stehen Sie einfach auf der Lohnliste des FCZ?!
    Aus Ihrem Artikel ist klar ersichtlich, dass Sie ein FCZ-Fan sind. Ich denke als Journalist wäre eine unparteiische Sichtweise angebracht!

    Das Spieler wie Smiljanic und Cabanas mit dem Gedanken spielen, nicht auf der Haupttribüne Platz zu nehmen ist doch völlig logisch. Das sind nicht einfach Spieler, sondern Identifikationsfiguren von GCZ. Auch wenn wahrscheinlich die Gefahr körperlicher Gewalt auszuschliessen ist, werden sie sich üble Sprüche und Beleidungen anhören müssen. Wer würde sich das freiwillig antun? Ausserdem finde ich es richtig, dass sie ein Zeichen setzen gegen den höchst fragwürdigen Entscheid von Herrn Canepa, den Südkurvenfans die Möglichkeit zu geben, dass Spiel auf der Haupttribüne mitzuverfolgen!

    • Mämä Sykora sagt:

      «Aus Ihrem Artikel ist klar ersichtlich, dass Sie ein FCZ-Fan sind.» Oh, vielen Dank für die Aufklärung! Das wusste ich nämlich bis heute nicht. Wenn Sie noch mehr über mich wissen, das mir entgangen ist, bitte ich Sie, mir das umgehend mitzuteilen.
      Wegen den Sprüchen: Auch wenn die Kurven-Saisonkarteninhaber des FCZ heute nicht in der Südkurve, sondern ein paar Meter weiter in Richtung Hauptribüne stehen werden, ist es doch nicht so, dass sie direkt neben den GC-Profis sitzen. Sondern immer noch sehr weit entfernt.

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