Kein Platz da!

Hat immer mindestens einen Tisch frei: Monk’s Diner in «Seinfeld».

Es nimmt in Bern langsam überhand: das Reservieren eines Mittagstisches. So wird es noch vor den ersten Apérorunden langsam eng in den Lokalen. Jene Arbeitenden, die sich nicht schon mehrere Wochen vor besagtem Tag für eine bestimmte Küche entscheiden mögen, müssen immer früher aufbrechen, um einen Tisch zu ergattern. 11.45 Uhr, 11.30 Uhr, 11 Uhr! So verkommt das Mittagessen langsam, aber sicher zum späten Frühstück. Der Hunger hat sich noch nicht bemerkbar gemacht? Macht nichts, dafür hat es noch Platz im Restaurant.

Diesen Stress kennen Serienfiguren nicht. Ob das Monk’s Diner in «Seinfeld», das Luke’s Diner in «Gilmore Girls», das McLaren’s in «How I Met Your Mother». Oder das Central Perk aus «Friends» – die Mutter aller Serien-Stammlokale: Die anderen Gäste können sich im Hintergrund stapeln, aber die Stammplätze der Protagonistinnen und Protagonisten sind stets frei. Und die Kellner kommen auch immer gleich angeflogen.

In der Realität bleibt ihnen dazu gar keine Zeit. Zu sehr sind sie damit beschäftigt, «Reserviert»-Schilder aufzustellen und die spontan aufgekreuzten Gäste von den Tischen zu verscheuchen.

 

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