Schiessen, schaufeln, schweigen

ZUM ENTSCHEID DES STAENDERATS, DEN SCHUTZ DES WOLFS NICHT AUFZUHEBEN, STELLEN WIR IHNEN AM MITTWOCH 9. MAERZ 2016 FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Ein Wolf, mutmasslich "M35", aufgenommen beim Dorfeingang von Bellwald im Obergoms, Wallis, am 28. Mai 2013. Der Wolf hat in der Nacht auf Freitag, 7. Juni 2013 im Wallis erneut zugeschlagen und in der Region Obergoms acht Schafe gerissen. Damit wurden innerhalb eines Monats insgesamt 28 Schafe getaetet. Allerdings kann erst eine DNA-Probe Klarheit bringen, ob es der Wolf M35 war. Sollte sich der Verdacht bestaetigen, koennte es fuer M35 ungemuetlich werden: Gemaess dem "Konzept Wolf Schweiz" sind die Kriterien fuer einen Abschuss erfuellt, wenn ein Wolf ueber eine Zeit von einem Monat trotz Herdenschutzmassnahmen mehr als 25 Schafe reisst oder innerhalb von vier Monaten deren 35. (KEYSTONE/Marco Schmidt) *** NO SALES, NO ARCHIVES ***

Ein Wolf, mutmasslich M35, aufgenommen beim Dorfeingang von Bellwald im Obergoms, Wallis, am 28. Mai 2013. Foto: Marco Schmidt (Keystone)

Und wieder wurde ein Wolf gewildert, diesmal in Graubünden. Waldarbeiter entdeckten das Jungtier am Dienstag, Unbekannte erschossen es mit Schrot. Es ist bereits der zweite Fall in diesem Monat: Vorletzten Montag fand ein Fischer bei Raron VS in der Rhone einen Tierkadaver. Mittlerweile ist sicher, dass es auch dabei um einen Wolf handelte. Das gesetzlich geschützte Tier wurde durch einen Kugelschuss getötet. Wer dahintersteckt, ist nicht bekannt. Klar ist nur: Der Abschuss war nicht bewilligt.

Pikant: Die Walliser Behörden haben über den Fund zuerst nicht informiert. Erst als Medien sie damit konfrontierten, gaben sie Fakten preis – allerdings nur halbbatzig. So mutmassten sie noch am vorletzten Donnerstag öffentlich darüber, ob der Tierkadaver ein Wolf sei. Dabei war ihnen die Analyse damals bereits bekannt. Über die Gründe für ihre Einsilbigkeit haben sich die Walliser Behörden bislang ausgeschwiegen.

Der Fall hat offensichtlich eine politische Dimension: Just am vorletzten Mittwoch, zwei Tage nach dem Fund bei Raron, entschied der Ständerat darüber, ob der Wolf künftig ganzjährig jagbar sein solle. Der Vorstoss stammte aus Walliser CVP-Kreisen, gross war im Bergkanton die Hoffnung, dass er im Ständerat eine Mehrheit findet. Ein Fall von Wolfswilderei hätte dem Ansinnen den Durchbruch verunmöglicht, dürften sich die Walliser Behörden gedacht haben – und schwiegen.

Der jüngste Fund stellt den vierten dokumentierten Fall von Wolfs-Wilderei in der Schweiz dar. 1998 wurde in Reckingen VS ein Wolf illegal abgeschossen, 2014 ein Exemplar aus dem Calanda-Rudel in Graubünden. Die Dunkelziffer dürfte jedoch höher liegen, namentlich im Wallis. An der ältesten Einwanderungsachse der Wölfe haben sich bis heute noch keine Rudelbildungen beobachten lassen. Fachleute wie Reinhard Schnidrig, oberster Jagdinspektor des Landes, halten das für «erstaunlich».

Der Verdacht liegt auf der Hand: Im Wallis werden Wölfe heimlich getötet. Gerüchtweise werden sie danach in Wasserturbinen zerhackt oder vergraben. Für Letzteres gäbe es gewissermassen eine staatliche Legitimation: Der Walliser Staatsrat Maurice Tornay (CVP) rief 2013 faktisch zur Wilderei auf, als er in einem Interview sagte: «Sehen, schiessen, schaufeln, schweigen.»

Solche Voten zeugen von Respektlosigkeit gegenüber einem heimischen Tier, das in der Schweiz einen Platz verdient hat. Zudem untergraben sie die Bemühungen der Politik, ein nachhaltiges Zusammenleben von Mensch und Wolf zu ermöglichen. Glücklicherweise sitzen im Bundeshaus nicht nur Walliser Wolfsgegner. Deren Frontalangriff auf den Wolfsschutz hat der Ständerat am vorletzten Mittwoch pariert.

Ungemach droht dem Wolf von der Politik aber gleichwohl. So dürfen die Tiere neu gejagt werden, wenn sie die Nähe des Menschen «aus eigenem Antrieb» suchen – obschon umstritten ist, ob die Wölfe aus freien Stücken auftauchen oder sich angelockt fühlen, weil Menschen Fleischhappen, absichtlich oder nicht, liegen lassen. Zwei Wölfe aus dem Calanda-Rudel stehen deshalb zum Abschuss frei. Würden sie getötet, geschähe dies zwar rechtens. Richtig wäre es trotzdem nicht.

77 Kommentare zu «Schiessen, schaufeln, schweigen»

  • René Krison sagt:

    Vielleicht wäre eine Regulierung vonm gewissen Walliser Parlamentarien sinnvoll……

    • Max sagt:

      Nicht nur jene der Walliser, die Bündner grad auch.
      Insbesondere den Damen und Herren mit dem C an erster Stelle des Parteibuches geht es ja ohnehin nur um den eigenen Vorteil. Sehr christlich….

  • magerius sagt:

    Des Jägersblut kommt in Wallung – da schalten die Denkzentren im Hirn vollständig aus – ausser Kontrolle.

    • alice.gurini sagt:

      nein das war schon immer so Früher holte man sich ein Reh oder Hase das Palaverte man nicht rum das ging niemanden was an aber das taten alle in den Bergen ?das gehörte zum Leben !also ich bin für (was ich nicht weiss macht mich nicht Heiss )also Schweigen!gut es haben vileichtalle begriffen !wurde auch Zeit!genau der Satz ist richtig

      • Beatrice sagt:

        @alice,
        ich verstehe nicht was du meinst. Du willst sagen dass etwas seine legitimation erhält, nur weil man es früher immer so machte in den Bergen?
        früher hatte man hungersnöte in der CH. dann war das vielleicht noch ok. das problem war, dass während dieser zeit fast der gesamte Wildbestand ausgerottet wurde. aus diesem grund gibt es das jagdgesetz. zum schutze der wildtierbestände in der ch. würde jeder wildern, gäbe es bald keine rehe, gemsen oder hirsche mehr.
        gopf, wie kann man solch ignorante aussagen machen? früher hatte man auch keine gurtenpflicht im auto. weshalb hat man das heute wohl???

        bitte kopf einschalten, auch wenns freitag ist!

    • Beatrice sagt:

      magerius,
      ich bin derselben meinung wie die meisten der bisherigen ’schreiberlinge‘. der wolf ist ein wunderschönes, schützenswertes tier. jedes tier sollte respektvoll behandelt werden und was da teilweise abgeht ist unter jeder sau!

      gelder des bundes werden eingesackt aber für einen flächendeckenden herdenschutz ist man zu faul und pocht darauf, dass man schliesslich schon seit jahrhunderten alpwirtschaft betreibe.

      dass man einen wolf illegal abschiesst und den kadaver respektlos in ein tobel wirft, ist für mich unverständlich und macht mich traurig.

      PS: ich bin jägerin – also passen sie auf mit pauschalurteilen und werfen sie nicht alle in den gleichen topf! danke!

      • magerius sagt:

        Beatrice -Ich hoffe fest, dass es unter den Waidmänner respektive eben ja auch Waidfrauen es noch solche gibt die in dieser Sache noch vernünftig denken können. Aber genau von diesen erwarte ich ein öffentliches Engagement gegen dieses brutale und eben doch hirnlose Vorgehen einiger der Waidmannszunft! Ich bin ein Gegner kollektiver und pauschaler Aussagen und Strafen.

      • magerius sagt:

        Beatrice,
        danke für ihren Kommentar – bis zum PS.
        Als Jägerin werden Sie sicher gegen diese Berufskollegen vorgehen.

      • Hugo Tschirky sagt:

        Beatrice, Ihr „für einen flächendeckenden Herdenschutz ist man zu faul . . .“, zeigt, dass Sie nicht wissen, was Herdenschutz für für die Alpung kleinerer und daher naturnäherer Nutztierherden bedeutet. Eine wirtschaftliche Sömmerung mit Herdenschutz, bedingt einen Bestand von min. 800 Tieren, das hiesse für die mir bekannten Alpen, welche hier letztes Jahr unbestossen blieben, eine Verdoppelung der Tierzahl, mit entsprechenden negativen Auswirkungen auf Alpenflora und Bodenerrosion (Trittschäden, Überdüngung durch täglichen Pferchtrieb). Die extensive, naturnahe Schafalpung mit kleineren Herden wird durch die Wolfspräsenz verunmöglicht, einhergehend werden Schafhalter mit kleineren Herden ihren wertvollen Beitrag zur Pflege unserer Bergtäler aufgeben.

      • werner boss sagt:

        Beatrice, auch Sie bringen da einiges durcheinander!Ein wunderschönes Tier !!! Ja klar, und alle die nicht „wunderschön“ sind, die sind bloss Wolfsfutter!? Zu den Schutzeinrichtungen, sind Sie sicher, dass Sie da nicht ganz einfach unmögliches erwarten? Gerade die Walliser Alpen sind sehr weitläufig und unübersichtlich! Hirten anstellen lohnt sich sicher nicht und wäre zu dem auch kein sicherer Schutz.

    • Bruno Wenger sagt:

      Deutsche Sprache schwere Sprache!

  • Hansli sagt:

    Am Wolf zeigt sich für mich der ganze Naturhass unserer Gesellschaft.

  • Ulrich Heimberg sagt:

    Sömmerungsbeiträge im Wallis per sofort aussetzen !
    Verhandelt wird erst wieder, wenn flächendeckend Herdenschutz betrieben und die Täter von Abschüssen bekannt und verurteilt sind.
    Die Regierung wird für ihre Verzögerungen, Verheimlichungen und Lügen abgemahnt und bestraft.
    Es kann nicht sein, dass einzelne Kantone ( vor allem Wallis und Graubünden ) den Staat bei Vorschriften und Gesetzen untergraben und eine Autonomie zu etablieren versuchen.
    Jetzt sind sie uns genug lang auf der Nase herumgetanzt !!!

  • Martin Frey sagt:

    Solche Voten zeugen nicht nur von Respektlosigkeit gegenüber einem heimischen Tier, das in der Schweiz einen Platz verdient hat und über dessen Existenzrecht gar nicht debattiert werden dürfte. Die ganze Diskussion ist auch Ausdruck einer respektlosen Haltung gegenüber Bundesgesetzen. Gerade im Wallis beschränkt sich dies nicht nur auf einzelne Jäger oder Schafzüchter, sondern scheint sich über beträchtliche Bevölkerungsteile bis hin in die Amtsstuben zu erstrecken. Mit so vielen fürs Wallis typ. Personen (Blatter, Darbellay) habe ich zudem meine liebe Mühe.
    Für meinen Teil habe ich bereits vor Jahren die Konsequenzen gezogen. Keine Ferien mehr in diesem an sich schönen Kanton, auch die Weine, bei denen es nebst viel drittklassiger Massenware auch gute Produkte gäbe, kaufe ich nicht mehr.

    • Christoph Bögli sagt:

      Diese Debatte müsste effektiv auch mal geführt werden. Es ist schliesslich eine Binsenwahrheit, dass sich gerade die Walliser wie auch manche anderen Randregionen seit Jahrzehnten mit Pseudo-Rechtfertigungen eine staatliche Autonomie im Geiste zurecht gezimmert haben, die zu einem bizarren Biotop aus massiver Verachtung für Gesetzen, Demokratie und Staat führten. Dass kürzlich Mitglieder der italienischen organisierten Kriminalität im Wallis verhaftet wurden ist darum auch nicht reiner Zufall, sondern eine passende Pointe. Das Wallis verkommt quasi zum Süditalien der Schweiz, wo ein Filz aus Wirtschaft und Politik macht, was er will und sich dabei noch völlig im Recht fühlt..

      • Martin Frey sagt:

        Sehe das ähnlich, Hr. Bögli, wobei man natürlich einschränken muss dass dies selbstredend nicht für alle Walliser gilt. Aber wenn dieses fragwürdige Verhalten ein Stück weit Systemcharakter erhält und sozusagen als Teil der kantonalen Folklore mythischen Formen annimmt, dann wäre es an der Zeit, diese Sonderstellung kritisch zu hinterfragen und ihr wo nötig entgegenzutreten.
        Auch im Fussball spielen sich ja seit Jahren vergleichbare Possen ab, das Muster, die Grundzüge sind an sich identisch.

  • Bruno Müller sagt:

    Lassen wir doch beim täglichen Einkauf den Bergkäse aus Graubünden und dem Wallis im Gestell liegen, geniessen den ausgezeichneten Wein anderer Anbaugebiete und buchen unsere Ski- oder Wanderferien beispielsweise im Berner Oberland und weiterer Regionen satt im Wallis oder Graubünden. Möglicherweise besinnen sich dann die Bewohner der beiden Bergkantone darauf, dass man nicht einfach nur Subventionen, welche freundeidgenössisch gesprochen wurden, abrufen kann, sondern sich auch an die geltenden Regeln halten muss und zwingen die (mit-) verantwortlichen Kantonsregierungen diese durchgeknallten Wilderer vor den Richter zu bringen.

    • Marianne sagt:

      @Bruno Müller.
      Ich finde den Ansatz gut. Erklären, debattieren, von Tierschutz reden hat dort offenbar keinen Sinn und stösst nur auf taube, ignorante Ohren. Leider ist es wiedermal wie immer – es geht nur übers Portemonnaie. Gehen wir dort nicht mehr in die Ferien und kaufen die Produkte nicht mehr. Vielleicht bringt sie das zum Nachdenken, dort oben auf den Bergen. Hoffen wir, dass sie mit grossem Gejammer nicht einfach wieder Subventionen aus dem Bundeskässeli bekommen, die Bündner und die Walliser. Speziell auch die Auslegung des „C“ im Parteikürzel. Offenbar erstreckt sich die Liebe zum Nächsten nur auf Seinesgleichen …. Schade!

      • Hans Schneider sagt:

        @Marianne: Erklären, debattieren und von Tierschutz reden können vor allem diejenigen gut, die von alle diesen Reglementen und Gesetzen nicht betroffen sind. Oder gehen Sie die 40km Herdenschutzzäune aufstellen? Betreuen Sie die Herdenschutzhunde im beschäftigungsfreien Zeit? Sammeln Sie die Kadaver der Schafe zusammen?
        Den Anderen Vorschriften machen ist immer witziger als sie selbst umsetzen zu müssen…

  • Tom Schulze-Helmke sagt:

    Einen jungen Wolf langsam mit Schrotkugeln niederzumetzeln muß das Werk eines empathielosen Psychopathen sein. Solche Typen und ihre vielen oft auch bewaffneten Unterterstützer sind die wahre Gefahr und das nicht nur in Ortsnähe. Da sollte man sich schon überlegen, ob Kinder noch allein draußen spielen können.
    Naturfreunde im gesamten deutschsprachigen Raum schütteln den Kopf über das Wallis. Hoffentlich melden sich auch Tourismusbetriebe zu Wort die den Schaden aus diesem Imageverlust tragen müssen.
    „Schützt die Wölfe“, die FB-Gruppe für Wolfsfreunde

    • tom sagt:

      haben sie Haustiere? wenn ja; wenn jemand ihre katze schlachtet und verspeist, was tun sie dann? laden sie ihn am nächsten tag ein, er möge doch noch ihre zweite katze holen und sie dann doch bitte einladen um mitzuessen?

      • Christoph Bögli sagt:

        Auch eine Katze lebt nicht in einem Vakuum, wenn man diese ins Freie lässt besteht darum natürlich das Risiko von Unfällen und Kontakten mit anderen Tieren. Daraus eine Rechtfertigung zur Selbstjustiz basteln zu wollen, ist absurd genug. Darüber hinaus aber Wölfe noch zu vermenschlichen und mit Personen gleichzusetzen, die bewusst eine widerrechtliche Tat begehen, ist einfach nur peinlich.

      • Schütze sagt:

        Treffender Vergleich. Ich will keine angefressenen Schafe und Ziegen, darum schiessen, Schaufeln, schweigen!

  • Friedrich Fass sagt:

    „Sehen, retten, heimlich nach Italien schaffen, schweigen.“

  • Werner Ryser sagt:

    Solange es Jäger gibt, sind Wölfe, Luchse und Bären direkte Konkurrenten. Denn auch die Jäger leben von diesem Fleisch.
    Und fast niemand, der in den entsprechenden Gebieten Landwirtschaft betreibt, schert sich einen Deut um diese Tiere.
    Das sind alles Feststellungen, die ich im Vallis und Graubünden von Einheimischen gehört habe.

  • christian röthlisberger sagt:

    der etwas anarchische charakter der bergler ist ja durchaus erfrischend. aber manchmal überspannen sie den bogen und das geht auf dauer gar nicht. die weitgehende verweigerung von lernprozessen in sachen wolf entlarvt diese kreise als unfähig, den zeitgeist zu antizipieren und an einer zukunftsgerichteten schweiz mitzuwirken.

    • Marianne sagt:

      Schön geschrieben. Leider leidet unter solch verbreiteter Unfähigkeit und Empathielosigkeit wieder mal das Tier … schade, trifft es nie die Richtigen.

      • Pius Wihler Zizers GR sagt:

        Was mich an solchen Worten erschreckt ist die offensichtliche Tatsache, dass es Menschen gibt, denen das Überleben einiger Wölfe wichtiger ist, als das Wohl der MENSCHEN! Pro Tag werden 200`000 Nutztiere in der Schweiz geschlachtet. Wer isst die denn alle? Warum so Scheinheilig?

        • Christoph Bögli sagt:

          Ein angemessener Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen und damit auch Wildtieren trägt durchaus auch zum „Wohl der Menschen“ bei. Das drückt sich u.a. auch im deutlichen demokratischen Volkswillen in der Frage aus. Die Frage wäre doch eher: Woher nimmt eine winzige Minderheit von irgendwelchen hysterischen Sturköpfen sich das Recht, Selbstjustiz zu begehen und damit das Wohl der restlichen Bevölkerung zu beeinträchtigen?

          Zumal die reine Existenz des Wolfes in der Schweiz ja keinem einzigen Menschen schadet. Die Probleme bestehen fast ausschliesslich im Kopf. Die paar materiellen Schäden durch Schafsrisse werden hingegen grosszügig vergütet und sind dazu noch völlig vernachlässigbar angesichts der sonstigen „Verluste“ von Schafen durch Unfälle und Unachtsamkeiten.

        • Hans Hasler sagt:

          Ja, jeden Tag werden 200’000 Nutztiere in der Schweiz geschlachtet. Aber wehe es droht die Gefahr, dass der Wolf auch nur eines davon reisst….

          Ihre Argumentation funktioniert in beide Richtungen. Das Wohl der Menschen ist durch den Wolf nicht eingeschränkt!

          • Pius Wihler Zizers GR sagt:

            Es zeigt den Verhältnisblödsinn der Wolfsbefürworter auf, Herr Hasler.
            25-30 erzwungene Wölfe, die nichts nutzen, viel Unruhe und Angst bei den Tieren und den Nutztierhaltern verursachen und 3.3 Millionen Franken pro Jahr Kosten für den Herdenschutz/Entschädigungen gegenüber 62 Millionen geschlachteter Nutztiere… Das hat absolut nichts mit Tierschutz zu tun!

            Muss wirklich zuerst ein Mensch sterben, bevor gehandelt wird??? Vermutlich wird es ein KIND sein… recherchieren Sie doch mal im Internet zum Thema Tödliche Wolfsattacken etc.
            Aber die Befürworter interessiert das offensichtlich nicht bzw. sie wollen es nicht wissen, tragen aber die Verantwortung!
            Es kamen ja bisher „nur“ im Ausland Menschen durch Wölfe um, und das ist ja weit weg vom eigenen Heim…

          • Schütze sagt:

            Die gerissenen Tiere sterben einen qualvollen Tod. Dies ist leider Fakt und bereits mehrfach dokumentiert! Würde das im Schlachthaus passieren – mein Gott würden sich da die Tierschützer wehren. Ich kann diesen einseitigen Wolfsschutz nicht verstehen, schon gar nicht die Tierschützer, die dahinter stehen. Kopflos!

          • Pius Wihler Zizers GR sagt:

            Bravo SCHÜTZE, sehr gut geschrieben betreffend durch den Wolf gerissene Tiere und Schlachthaus.
            Wolfsschutz hat wirklich nichts mit Tierschutz zu tun! Wenn die das nur begreifen würden…

    • Tobias Meyer sagt:

      Wohl ist eher die Lernfähigkeit der Grossstädter zu bemängeln, die mit dem Problem Wolf im Alltag in keiner Weise konfrontiert sind… Es gibt wenig Platz für den Wolf in der Schweiz, und dass der Wolf Schafe reisst, für die dann der geschädigte Bauer vom Bund Geld erhält, ist völlig absurd – besser man beseitigt die Ursache des Problems, den Wolf.

      Tierschutz ist wichtig – dazu gehört auch, ein Tier nur dort anzusiedeln, wo es Platz gibt. Für den Wolf in der Schweiz ist dies nicht der Fall. Die illegalen Abschüsse sind unschön; aber wenn dir als Bauer ein Wolf mehrere Schafe gerissen hat und dich die Politik, die weit weg in Bern stattfindet, auch noch im Stich lässt, habe ich schon ein gewisses Verständnis für die Wilderer.

      • Hansli sagt:

        @Meyer Das wir Platz für den Wolf haben zeigt die Präsenz in der CH. Sonst wäre der Wolf nicht eingewandert. Absurd ist einzig Schafe zu subventionieren. Wenn wir das ganze an der Quelle abklemmen wollen, dann müssen die Subventionen einfach gestrichen werden. Eine Tierhaltung nur um Subventionen abzuschöpfen ist eine krasse Bereicherung auf Kosten der Bürger.

      • Martin Frey sagt:

        Bitte, Hr. Meyer, nehmen Sie und Gleichgesinnte bitte zur Kenntnis, dass die Wölfe von sich aus einwandern. Grosskarnivoren wie Wölfe halten sich längerfristig nur in Gegenden auf die für sie geeignet sind.
        Wie können Sie zudem nur von „im Stich lassen“ schwadronieren, da jedes nachgewiesenermassen gerissene Tier mit Mehrwert ersetzt wird? Für die Tausenden auf Alpweiden verendeten Schafe, die von ihren Züchtern jedes Jahr im Stich gelassen werden, gilt dies natürlich nicht. Aber da scheint die Gefühlswelt selbstredend eine ganz andere zu sein, nicht wahr?

      • Christoph Bögli sagt:

        Es wäre eher an der Zeit, in solchen Konfliktsituationen zu hinterfragen, ob in den betroffenen Gebieten eine Schafzucht dann noch Sinn macht. Schliesslich existiert diese sowieso primär als hochsubventionierte Folklore ohne sonderlichen gesellschaftlichen oder ökonomischen Nutzen. Wenn jemand also nicht in der Lage sein sollte, dies im Rahmen des Umweltkonzeptes zu betreiben, dann wäre es wohl an der Zeit, dem ein Ende zu setzen und u.a. Subventionen und Genehmigungen zu entziehen. Es gibt kein Grundrecht, die gesamten Berge mit Schafen zu überziehen..

  • O.Meyer sagt:

    Finde das ganze äusserst amüsant. Sowohl die Argumentationen und Bemerkungen von Wolfs Befürwortern und Gegnern ist ja unglaublich wenn man bedenkt worum es geht !

    • tom sagt:

      bin ganz ihrer Meinung, auch wenn mein Kommentar von vorhin vielleicht etwas anderes vermuten lässt. aber zum Glück können wir in der Schweiz über solche Probleme diskutieren! frage mich, was die Leute aus z.B. Syrien zu solchen Problemen sagen würden… aber eben, die eigenen Probleme sind immer die Grössten 🙂

  • bruno buss sagt:

    Liebe „Naturfreunde aus dem deutschsprachigen Raum“. Ohne mich deswegen als „empathielosen Psychopathen “ zu fühlen, oder gar mit den grauslig bösen Wallisern irgendwie verwandt zu sein (Gott behüetis..): Meiner Meinung nach gehört der Wolf in unserem Zeitalter und unserer dicht besiedelten „zukunftsgerichteten“ Schweiz nicht unbedingt zu den besonders schützenswerten Wildtieren. Aber wenn sog. Naturschützer die gute alte Zeit wiederbeleben wollen, bitte ! Da wäre dann noch der Auerochs (er fühlte sich sicher prächtig wohl im zersiedelten Urnerland) oder der Waldtrapp (mit oder ohne Flugzeugbegleitung), vielleicht findet sich bei Konrad Gessner noch weitere Kandidaten für die Schweizer Tierwelt 2030. Harruus!!

  • Benny Luger sagt:

    Walliser Wein, Käse, Trockenfleisch und Ferien sind bei uns schon länger ein no go. Das Geld der Üsserschwizer nehmen die Bergler kommentarlos. Die Gesetze hingegen kümmern sie einen Dreck. Es kommt die Zeit, wo sich diese Arroganz rächen wird – mit oder ohne Wolf.

  • Tom Schulze-Helmke sagt:

    Einen jungen Wolf langsam mit Schrotkugeln niederzumetzeln muß das Werk eines empathielosen Psychopathen sein. Solche Typen und ihre vielen oft auch bewaffneten Unterterstützer sind die wahre Gefahr und das nicht nur in Ortsnähe. Da sollte man sich schon überlegen, ob Kinder noch allein draußen spielen können.
    Naturfreunde im gesamten deutschsprachigen Raum schütteln den Kopf. Hoffentlich melden sich auch Tourismusbetriebe zu Wort die den Schaden aus diesem Imageverlust tragen müssen.

  • tom sagt:

    Frage: wie viele Wölfe sind im Mittelland? keine
    darum hat auch keiner in Problem mit denselben.
    aber jeder der so angetan ist von diesen durchaus schönen Tieren, darf ruhig alle holen kommen. ich glaube, weder Bündner noch Walliser würden sich darüber gross aufregen, Fotos von gerissenen Tieren nur noch aus dem Mittelland zu sehen zu bekommen.

    • Christoph Bögli sagt:

      Es bewegen sich durchaus Wölfe durchs Mittelland. Dass dies kaum wahrgenommen wird, zeigt hinreichend, dass selbst in relativ dicht besiedelten Gebieten eine weitgehend konfliktfreie Existenz des Wolfes möglich ist.

      Im übrigen, wenn es so schrecklich ist in den Bergen und man sich wegen einer Handvoll Wölfe anscheinend derart ins Hemd macht: Es darf jeder ins ach so friedliche Mittelland ziehen, auch Walliser. Im Prinzip ist die Zersiedelung der Berglandschaft mit überproportional teurer Infrastruktur eh ein Unding..

  • Pius Wihler Zizers GR sagt:

    Der Wolf wird verherrlicht und verharmlost und der instinktiv tötende Täter Wolf als armes Opfer dargestellt. Es wurden schon viele Menschen, Kinder und Haustiere von Wölfen getötet. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dies auch in der Schweiz geschieht. Ich hoffe, dass dann die dafür verantwortlichen Befürworter ebenso mit ausgesetzter Belohnung von 10`000 Franken gesucht und verurteilt werden. Ich kenne eine Frau, die zwei Mal im eigenen Garten schlafend von einem Fuchs gebissen wurde! Der Schaden für den Tourismus wird enorm sein. Die Tollwut wurde schliesslich auch mit viel Aufwand ausgerottet um weitere Schäden zu vermeiden. Ich kann die Nutztierhalter verstehen, dass sie selber handeln. Die Politiker haben versagt, da die meisten nicht direkt betroffen sind und es nur andere trifft!

    • Hansli sagt:

      Wenn man keine Argumente mehr hat, muss man halt Geschichten erfinden. Für vom Wolf getötete Menschen gibt es keine Berichte aus den letzten 100 Jahren und zwar weltweit. Aber ich nehme an Sie sind für die Ausrottung der Bienen. Denn daran sterben jedes Jahr Menschen auch in der CH. Die Nutztierhalter handeln eben nicht, die lassen ihre Herden unbewacht.

      • Pius Wihler Zizers GR sagt:

        Dann sollten Sie mal im Internet recherchieren.
        Weltweit in den Jahren zwischen 1800 und 1900 getötete Menschen durch den Wolf: 2600 !!!
        Ab 1900 bis 2000 durch den Wolf getötete MENSCHEN: 152, davon 22 in Europa!!!
        Auch nur schon EINER ist einer zu viel.
        Ich versuche MENSCHEN zu schützen mit meinen Beiträgen um die un-voraus-sichtigen Befürworter zur Vernunft zu bringen! Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ein Wolf zuschlägt…

        • Hansli sagt:

          Im Internet ist kein einziger Wolf-Toter dokumentiert. Das sollte nach Ihren Angaben ja dauernd der Fall sein. Eben, wer kein Argument hat.

          Und nochmals zur Frage: Sind Sie für die Ausrottung der Bienen? Denn daran sterben jedes Jahr Menschen.

          • Hans Schneider sagt:

            @Hansli: Sie beklagen mangelnde Argumente – vergleichen aber Bienen mit Wölfen…
            Ihre Argumente bitte : Was ist denn genau der Mehrwert von Wölfen in der Schweiz? Jetzt mal unabhängig davon das er geschützt ist…und naturromantische Gefühle bei der urbanen Bevölkerung auslöst…und Unmengen an Spendengelder für Tierschutz-Org. generiert…und uns ordentlich Geld kostet.
            Das das Tier in seiner Art bedroht ist, kann es ja nicht sein….

          • Hansli sagt:

            @Schneider Für mich hat der Wolf genauso viel Wert wie jedes andere Tier, Fisch, Insekt oder Pflanze. Der Wolf ist einfach ein Tier das zu unserer Natur gehört.
            Aber wen wir von Wert in Franken und Rappen reden. Welchen Wert haben für den Bürger Schafe die nur wegen den Subventionen gehalten werden? Für mich ist das Wertvernichtung. Demgegenüber hilft der Wolf bei der Waldverjüngung durch die Regulation der Huftiere. Hier schafft der Wolf sogar Wert.

        • Martin Frey sagt:

          Es gab und gibt vereinzelt Wolfsangriffe auf Menschen, das stimmt. Sie sind zumindest in den letzten 50 J. jedoch an einer Hand abzuzählen.
          Frühere Daten sind wenig verlässlich, und stammen aus einer Zeit in der Seuchen, Krieg und Not herrschten, Leichen teils in der Natur herumlagen.
          Zudem mussten sich die Wölfe notgedrungen umorientieren da Ihr Bergbewohner im 18. und 19. JH. nicht nur Steinadler an den Rand der Ausrottung brachten, sondern auch alle Bartgeier, Steinböcke und Rothirsche gänzlich ausrotteten, sowie Rehe an den Rand der Ausrottung brachten. Alles was kreuchte und fleuchte wurde systematisch erledigt, unsere Wälder im 19. Jh. waren beinahe tierleer, richtiggehend totenstill. Wovon also Hr. Wihlers aus Zizers, hätten sich die letzten Grosskarnivoren damals ernähren sollen?

          • Pius Wihler Zizers GR sagt:

            Jetzt kommen wir der Sachlage näher. In Spanien zw. 1957 bis 1974 z. Bsp. sieben Kinder… das ist schon mehr als eine Hand voll und sind noch lange nicht alle! Aber Spanien liegt ja weit weg von der Schweiz….
            Warum soll der Wolf den menschen meiden? Er ist genauso eine Beute wie die Tiere…
            Muss es zuerst so weit kommen?

          • Martin Frey sagt:

            Bei den Angaben aus Spanien wäre ich sehr vorsichtig, Herr Wihlers, sie halten wie auch ihre anderen gestrigen Angaben einer Überprüfung kaum stand. In Nordspanien werden ähnliche Märchen verbreitet wie bei uns, auch da wird gewildert.
            Es gibt insgesamt drei Gründe für Wolfsangriffe: Nahrungsmangel, Tollwut, sowie Anfütterung. Die ersten zwei fallen bei uns bekanntlich weg, Anfütterungen hat es leider am Calanda gegeben weil dumme Leute ein angeblich gefährliches, unnatürliches Verhalten gegenüber dem Menschen so beweisen wollten.
            Wenn Sie die Tollwutfälle abziehen, dann gab es in den letzten 50 Jahren tatsächlich nur eine Handvoll Fälle. Unter dem Strich sind sogar Mutterkühe für Menschen gefährlichen als Wölfe. Wollen Sie die auch alle bis zur Ausrottung niederschiessen, Hr. Wihlers?

          • Pius Wihler Zizers GR sagt:

            Interessant ist einfach, dass die Befürworter Wolfsangriffe gleich als Märchen abwimmeln. Tatsache ist, dass sie es einfach nicht glauben wollen, denn was nicht sein darf, kann nicht sein. Das ist ihre „Logik“. DAS aber sind Märchen, wenn jemand so denkt.
            Die Befürworter spielen ein Spiel mit dem Tod, denn der Wolf ist ein instinktiv tötendes Raubtier.
            In den letzten 20 Jahren wurden in Indien 270 Kinder von Wölfen getötet.
            Kinder sind eine leichte Beute für einen Wolf… muss es hier wirklich auch soweit kommen? Können Sie das verantworten? Ich könnte es nicht….

          • Martin Frey sagt:

            Sie stützen sich bei Ihren Beispielen wohl auf den skurrilen Valerius Geist, Herr Wihlers. Er hat eine Aussenseiterposition in der Szene inne, argumentiert unsachlich und oft faktenwidrig und schürt primär Ängste. Er ist kein anerkannter Wolfsexperte, wird aber natürlich gerne von Wolfsgegnern zitiert.
            Zu Indien nur kurz: auch da mangelt es an natürlicher Beute in den Gebieten wo die wenigen noch existierenden Wölfe vorkommen, zudem ist Indien eines der Länder mit der höchsten Tollwutprävalenz. Die indischen Verhältnisse sind in keiner Art und Weise auf Europa übertragbar.
            Lesen Sie dazu die NINA-Studie wenn Sie das Thema wirklich interessieren sollte und Sie nicht nur mit Schlagworten hier Polemik betreiben wollen.

          • Pius Wihler Zizers GR sagt:

            Sie wollen es offensichtlich immer noch nicht wahr haben Herr Freys, dass der WOLF auch MENSCHEN TÖTET…
            In Westeuropa töteten Wölfe in den letzten 60 Jahren 30 Personen!!!
            Tollwut ist unwesentlich Herr Freys; denn tot ist tot.
            Der Wolf ist überhaupt nicht von der Ausrottung bedroht, denn es gibt in Westeuropa ca. 40`000 davon. Warum also muss er in der kleinen Schweiz erzwungen werden? Warum gibt es hier unglaubliche, menschenverachtende Kommentare, wie wenn es die letzten überlebenden Wölfe der Welt wären??? Das ist ja schon fast unglaublich, was da alles geschrieben wird…

          • Martin Frey sagt:

            Tollwut ist nicht irrelevant sondern Hauptursache der wenigen belegten Wolfsopfer in Europa, Hr. Wihlers. Ihr gereizter Tonfall, Ihr Nichteingehen auf alle sachlichen Argumente meinerseits belegt nur dass Ihnen die Argumente ausgehen.
            Nein, nochmals extra für Sie: Der Wolf ist global nicht bedroht, lokal aber sehr wohl. Und nein, seine Anwesenheit wird weder erzwungen noch eingeführt, er kommt von selbst dorthin wo ihm die Lebensbedingungen zusagen. Und nein, als Bestandteil der einheimischen, lange vor dem Menschen bestehenden Fauna ist sein Existenzrecht bei uns undiskutabel. Ihr Weltbild mit nützlich-schädlich, mit polem. Schlagworten von grausamem Töten usw. stammt aus dem 19. Jh, als man mit vergleichbar hanebüchenen Argumenten „kinderfressende“ Steinadler und Bartgeier ausrottete.

          • Pius Wihler Zizers GR sagt:

            Meine Meinung stammt vom März 2016 und nicht aus dem 19. Jh. Herr Freys.
            Wenn ich Sie richtig verstehe, beruht Ihre Theorie darauf, dass der Wolf VOR dem Menschen hier war und er deshalb die grössere Existenzberechtigung hier hat als wir Menschen? Woher wollen Sie das denn das wissen, dass der Wolf vorher hier war Hr. Freys?
            Nach Ihrer Theorie müssten wir auch wieder Elefanten ansiedeln, da möglicherweise der Mammut auch vor uns Menschen unser Gebiet beanspruchte…

            Wolf und Bär sind die gefährlichsten Raubtiere in der Schweiz und sie werden bei Gelegenheit auch nicht vor dem Menschen halt machen, da er eine potentielle Beute von ihnen ist… vor allem Kinder passen gut ins Beuteschema der Wölfe…
            DAS SIND Argumente, Herr Freys!

          • Martin Frey sagt:

            Ihre Meinung stammt aus dem März 2016, Sie müssen sich aber bezüglich Weltanschauung in Sachen Natur, Nützlinge und Schädlinge sowie „Raubtiere“ per se im 19.Jh. ansiedeln lassen, so leid es mir tut. Das Gros der aufgeklärten Menschheit ist über dieses Schemadenken schon lange hinweg, welches der Natur bereits sehr viel Schaden zugefügt hat und welches biologischen Zusammenhängen in keiner Weise Rechnung trägt.
            Kopfschütteln löst bei mir das Niveau Ihrer Frage aus, ob Wolf oder Mensch wohl zuerst da waren. Denn Wölfe und Vorfahren des Menschen waren schon in der Steinzeit Konkurrenten.
            Dabei geht es gar nicht darum, und auch nicht um die Frage, ob Wölfe mehr noch weniger Existenzberechtigung haben als Menschen. Alle Tierarten haben die GLEICHE Existenzberechtigung wie Menschen.

          • Martin Frey sagt:

            Wir haben definitionsgemäss einfach nicht das Recht, Tieren das Existenzrecht abzusprechen nur weil die eine oder andere Art einem Hr. Wihlers nicht sympathisch ist. Ja, soweit sind wir als Gesellschaft mittlerweile schon, und deshalb gibt es eben Gesetze die das regeln, um auf den Ursprungstext der Thematik zurückzukommen.
            Ihre Behauptungen zur Gefährlichkeit der erwähnten Grosskarnivoren streite ich rundweg ab, da Sie auf meine Hinweise bezüglich Mutterkühe nicht einzugehen gedenken. Der Vergleich ist nicht abwegig sondern real, ganz im Gegensatz zu Ihren immer schrilleren Aussagen die nicht wahrer werden wenn sie ständig mit Grossbuchstaben wiederholt werden.
            Beantworten Sie mal meine Aussagen und Fragen Punkt für Punkt, falls Sie als Diskussionspartner ernst genommen werden wollen.

    • Martin Frey sagt:

      Wölfe sind unter dem Strich eine Touristenattraktion, Hr. Wihlers und kein Touristenschreck. Wenn Sie sich sachlich mit der Thematik auseinandersetzen würden, dann wüssten Sie das. Beispiele dafür gibt es im Ausland genug. (USA, Apennin, Karpaten usw.)
      Natürlich sollte der Wolf nicht verherrlicht werden, aber genauso wenig verteufelt. Wölfe müssen töten um zu leben, das haben sie schon immer getan, daran ist auch nichts schlimmes, die Amsel tut das auch. Menschen aber gehören nun einmal nicht in ihr Beuteschema, Beute und Lebensraum gibt es gerade in den Bündner Wäldern mehr als genug. Und mit der Tollwut hat das alles natürlich gar nichts zu tun, diese wurde auch nicht mit Kugeln (was nicht funktioniert hätte) sondern mit Intelligenz ausgerottet. Die Füchse blieben dabei am Leben.

    • Christoph Bögli sagt:

      Aber klar, und die Putzfrau der Cousine meines Arbeitskollegen wurde im Thunersee von einem Hai gefressen..

    • Ulrich Heimberg sagt:

      Vielleicht hätte die Frau ( oder ihre Nachbarn ) den Fuchs nicht vorher wochenlang füttern sollen ……………..

  • Angelina Brigante sagt:

    wir menschen sind die grausamsten lebewesen! dieser junge wolf,was oder wem hat er etwas angetan? ein leben mit wölfen ist in der schweiz möglich. erfundene geschichten vom bösen wolf sind irreführend und unwahr! dem wolf ein leben ohne verfolgung 😀

    • Pius Wihler Zizers GR sagt:

      Leider sind die Geschichten wahr, dass Wölfe schon Menschen gerissen und getötet haben…

      Wäre der Wolf ein Lamm, wie von Ihnen in Ihren Träumen gewünscht, würde er nicht Schafe reissen und sie qualvoll verenden lassen…

  • Manuela Baumann sagt:

    Die Debatte ist heuchlerisch. Niemand braucht den Wolf in der Schweiz, niemand hat ihn je vermisst, es gibt genügend Platz für ihn in Italien, Frankreich etc., in schwächer besiedelten Gebieten. Töten bleibt töten, ob es sich um ein Reh, einen Steinbock, Fisch oder um den Wolf handelt. Das Verbot des Wolfabschusses macht den legalen Abschuss eines Hirschs nicht ethischer. Jäger, die sich für den Wolf einsetzen, handeln bloss nach dem Gesetz, das sich jederzeit ändern lässt und deshalb mit Ethik nichts zu tun hat. Dass sich die meisten Jäger und Fischer aber als Naturschützer sehen, ist an Widersprüchlichkeit nicht zu überbieten. In Flüssen werden Fischtreppen gebaut, angeblich zum Schutz des Fischs, in Wirklichkeit gehts um den Erhalt Beute in unsern Gewässern.

  • Henri Brunner sagt:

    Naja, ich würde einen Wolf in meinem Garten ebenfalls abschiessen – Schutz hin oder her.
    Aber hin Vorschlag zur Güte:
    In den Bergen darf der Wolf abgeschossen werden.
    Dafür setzen wir Wölfe in den Städten aus.
    Win-Win – alle bekommen das, was sie offenbar wollen.

    • Ulrich Heimberg sagt:

      Bin schon beinahe auf dem Fahrrad sitzend von einem Jäger abgeschossen worden.
      Soviel zu verantwortungsvoller Jagd und Jägern.
      Es gibt einige schwarze Schafe ( mit Herdenschutz durch Gleichgesinnte ) !

  • Malena sagt:

    In der Selbstwahrnehmung ist der Jäger mutig, aufrichtig und stark. Die Realität zeigt ein anderes Bild. Jäger brechen im Wald heimlich das Gesetz, passen ihre Meinung der Gruppe an, verbreiten Unwahrheiten aus politischem Kalkül, kommen nicht über ihre klischierten Feindbilder hinweg (böser Wolf, ignorante Städter). Nicht alle sind so. Aber wenn die anständigen Jäger das Zepter nicht wieder in die Hand nehmen und den Laden mal ausmisten denke ich wird der Rückhalt in der Bevölkerung weiter schwinden.

  • Richard Mosimann sagt:

    Gesetz kontra Selbstverteidigung: Wenn Wölfe (Raubtiere) zum Schutz von Mensch und Nutztier z.B. Schafherden gejagt werden, ist das ein legitimer Akt der Notwehr und Selbstverteidigung. Dies leider im Konflikt mit Gesetzen die von Träumern beschlossen wurden. Wir leben nicht im 1000 Jährigen Reich von Jesaja.

    • Schütze sagt:

      Ist auch meine Meinung. Es wird Zeit solche Träumer aufzuwecken. Politisch und auch über das Portmonnaie. Das einzig Brauchbare vom Tierschutz bleibt noch der Jahreskalender. Danke!

  • Fritz sagt:

    Gibt’s auch Walliser und Bündner die in der heutigen Zeit angekommen sind und entsprechend selbstständig denken können?

  • Pius Wihler Zizers GR sagt:

    Eine Korrektur: Die 30 Personen, die in den letzten 60 Jahren durch Wölfe getötet wurden stammen aus Westeuropa, Russland und Nordamerika zusammen und nicht nur aus Westeuropa.
    Die Anzahl Wölfe in diesen drei Gebieten wird auf 100`000 geschätzt.
    Also: es hat genug und muss deshalb nicht auch noch in der kleinen Schweiz erzwungen werden mit sehr grossem Schaden für Land und Leute.
    Die Befürworter können ja nach Russland ziehen, um ihrem vergötterten Wolf nahe zu sein. Aber Vorsicht: Es besteht die Gefahr, von ihnen angegriffen und getötet zu werden…

    • Martin Frey sagt:

      Nochmals ganz langsam die Frage an Sie, Hr. Wihlers. Welche Tiere des Alpenraums haben mehr menschliche Todesopfer auf dem Konto: Mutterkühe oder Wölfe?

      • Pius Wihler Zizers GR sagt:

        Sie wollen offensichtlich vom Thema ablenken Hr. Freys, dass Wölfe auch Menschen töten, vor allem Kinder.
        Wölfe sind eine potentielle Gefahr für alle Lebewesen, die aus Fleisch und Blut sind, da es ein RAUBTIER ist mit entsprechendem Gebiss.
        Um DAS geht es, nicht um irgendwelche unpassenden Vergleiche.

        Wieviele Dompteure wurden schon von „zahmen“
        Raubtieren angegriffen und teilweise tödlich verletzt?
        In Nordamerika wurden schon drei Kinder von „zahmen“, jeweils als Haustier gehaltenen Wölfen getötet… noch Fragen Hr. Freys und anderer Leser?

        • Martin Frey sagt:

          Aedes albopictus, Ixodes ricinus oder Apis mellifera, das sind die für uns Menschen gefährlichen Tierarten in der Schweiz, ganz im Gegensatz zu Wölfen. Von berüchtigten und gefürchteten Haustieren wie Kampfhunde, Mutterkühe usw. mal abgesehen.
          Amseln sind auch vitale Bedrohungen für Regenwürmer. Hat die Amsel damit gemäss Ihrer Lesart ihr Lebensrecht verwirkt? Gehört sie ausgerottet, weil sie sich so ernährt wie es naturgemäss vorgesehen ist?
          Wollen wir all die eingangs erwähnten Tierarten mal einfach so ausrotten, Hr. Wihlers, nur weil sie für uns eine potentielle Bedrohung darstellen?

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