Vollgeld schafft Arbeitsplätze

Politblog

Ist Vollgeld der Schlüssel zu mehr Wachstum? Die Initianten der Vollgeldinitiative reichen am 1. Dezember 2015 bei der Bundeskanzlei die gesammelten Unterschriften ein. Foto: Alessandro della Valle (Keystone)

Die Vollgeldinitiative ist Ende 2015 offiziell zustande gekommen. Prompt reagierte die Schweizerische Bankiervereinigung mit einem Statement (Basel, 1.12.2015). Darin wird behauptet, Vollgeld würde die Wirtschaft schrumpfen lassen, zu Steuerausfällen führen und Arbeitsplätze vernichten. Weil die Bankiervereinigung keine Begründung für diese Behauptungen liefert, kann man sie natürlich nicht für bare Münze nehmen. Doch die Frage ist für die Beurteilung der Vollgeldinitiative von zentraler Bedeutung: Welche Auswirkungen hätte ein Vollgeldsystem auf die Schweizer Wirtschaft?

Bei der Beantwortung dieser Frage muss zunächst klargestellt werden: Im Vollgeldsystem wird die Aufgabe der Geldemission komplett der Nationalbank übertragen, für die Kreditvergabe bleiben aber weiterhin die Geschäftsbanken zuständig. So wird es für die Nationalbank möglich, die Geldmenge unabhängig von der Kreditvergabepraxis der Banken zu steuern. Dabei kann sie neu emittiertes Geld über konsum- und investitionssteigernde Ausschüttungen an Bund und Kantone in die Realwirtschaft leiten. Die Nationalbank müsste nicht (vergeblich) darauf warten, dass die Finanzbranche der Realwirtschaft wieder Schwung gibt. Sie hätte endlich geeignete Mittel, um Inflation und Konjunktur im Interesse der Schweizer Wirtschaft zu steuern.

Aus der Trennung von Geldemission und Kreditvergabe folgt im Vollgeldsystem auch eine Trennung von Geldemission und Verschuldung: Die für Konsum und Investitionen erforderliche Geldmenge kann also ausgeweitet werden, ohne dass die Schuldenlast der Wirtschaftsakteure zunimmt. Wenn die Nationalbank das Vollgeld mittels Ausschüttungen schuldfrei in Umlauf bringt, führt das schrittweise zur Reduzierung der Verschuldung aller Wirtschaftsakteure: des Bundes, der Kantone, Unternehmen und Privaten. Dadurch sinken auch die Ausgaben, die ihnen heute als Kreditnehmer in Form von Zinsen und Gebühren entstehen.

Die positive, stimulierende Wirkung einer Vollgeldreform auf die Realwirtschaft wird durch eine Studie des Internationalen Währungsfonds (IWF) aus dem Jahr 2012 bestätigt. In dieser Studie untersuchen zwei Experten mithilfe des besten Simulationsmodells, das die Ökonomen heute kennen, wie sich die Grundzüge des Vollgeldsystems auf eine hoch entwickelte Volkswirtschaft auswirken würden. Das Ergebnis der IWF-Expertise ist: Eine Vollgeldreform würde parallel zu einer massiven Entschuldung staatlicher und privater Haushalte innerhalb von zehn Jahren ein zusätzliches Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 7 Prozent bewirken.

Aufgrund der Daten des Bundesamtes für Statistik lässt sich sagen, dass in der Schweiz seit der Jahrtausendwende ein Wachstum des BIP von einem Prozent im Durchschnitt zur Schaffung von 20’000 neuen Arbeitsplätzen geführt hat. Wenn wir nun das Ergebnis der IWF-Expertise auf die Schweiz beziehen, würde die Einführung von Vollgeld in zehn Jahren zur Schaffung von 140’000 neuen Arbeitsplätzen führen. Klar: Bei dieser Zahl handelt es sich um eine grobe Schätzung. Die positive Auswirkung einer Vollgeldreform auf die Realwirtschaft lässt sich nun aber nicht länger leugnen.

Daraus folgt in Bezug auf das anfangs erwähnte Statement der Schweizerischen Bankiervereinigung, dass es nur einen Versuch darstellt, Angst zu verbreiten und so die Öffentlichkeit zu manipulieren.

Sicher: Die Banken könnten sich in einem Vollgeldsystem veranlasst sehen, Kapazitäten abzubauen. Einerseits macht die Bankenbranche jedoch nur einen kleinen Teil der Schweizer Wirtschaft aus. Die gesamte Bankenbranche beschäftigt laut Statistik lediglich 3 Prozent aller Arbeitnehmer(innen) in der Schweiz. Andererseits hätte eine Vollgeldreform auch für den Bankenplatz Schweiz erhebliche Vorteile. Vollgeld würde nämlich Finanzkrisen verhindern, Bankguthaben sicher machen und zu einer Rückbesinnung auf verantwortungsvolles Banking führen.

118 Kommentare zu «Vollgeld schafft Arbeitsplätze»

  • Gerhard Engler sagt:

    Das heutige System erlaubt ein Geldmengenwachstum, das nicht zentral gesteuert und kontrolliert wird. Ähnlich wie bei der Planwirtschaft gibt es viele Leute, die meinen, dass es immer besser ist, wenn alles zentral gesteuert wird. Das ist aber nicht so. Die Vollgeldinitiative ist ja auch nicht konsequent. Private Darlehen sind weiterhin erlaubt und WIR-Geld bleibt ebenfalls, obwohl beides der Grundidee des Vollgeldes widerspricht. Die Initianten haben wohl die Funktionsweise des heutigen Systems schlicht nicht verstanden.

    • Thomas Mayer sagt:

      Die Vollgeld-Initiative hat eine liberale Ausrichtung, deshalb ist es selbstverständlich dass die Kreditvergabe privat bleibt und dass es auch Privatwährungen wie der WIR geben soll. Mit der Vollgeld-Initiative bekommen wir Bürgerinnen und Bürger wieder die Souveränität über die Geldschöpfung. Diese braucht nicht mehr gezwungenermassen über Kredite und Investitionen von Banken erfolgen, sondern neues Geld kann über eine Auszahlung an Bund und Kantone oder eine Bürgerdividende direkt in Umlauf kommen und so die Wirtschaft stimulieren.

      • Gerhard Engler sagt:

        Mir leuchtet nicht ein, warum eine Privatperson uneingeschränkt Darlehen geben darf, aber eine Bank nicht. Das halte ich nicht für liberal.

        • johann leider sagt:

          . . . weil der Private das Geld was er ausleiht selber verdient hat und nicht wie die Banken aus dem „Nichts“ schöpft, so einfach ist das
          Herr Engler

        • Josef Marti sagt:

          Dann müssen Sie aber auch das heutige System abschaffen nämlich die Zentralbanken, diese sind und waren immer ein Instrument der Planwirtschaft und wurden nur deshalb erfunden um Bankenpleiten und die Folgen von Bankruns privater Banken zu verhindern. Also zurück ins 19. Jh. Free Banking. In beiden Systemen also auch beim Vollgeld gäbe es keine Bankenrettungen mehr.

          • Janos Kovacs sagt:

            Mit Vollgeld könnte man die Ad-hoc-Experimente der Notenbanken beenden. Statt negative Zinsen und Anleihenkäufe oder wirre Ideen wie Bargeldverbot und Helikoptergeld könnte man die Geldpolitik in geordnete Bahnen lenken. Mit Vollgeld hätte man ein geregelte, massvolle, demokratisch legitime Geldpolitik im Einklang mit der realwirtschaftlichen Produktivität. Wann wird das endlich durch die Politiker verstanden???

        • Tom Meier sagt:

          Ein Privatperson kann nur so viel Darlehen geben, wie sie Geld besitzt. Nicht unbeschränkt. Eine Bank kann heute rund 5mal mehr Geld als Darlehen ausleihen als sie besitzt. Das würde durch die Initiative verboten. Eine Bank kann dann nur noch soviel Geld ausleihen wie sie besitzt und nicht mehr.

      • Roman Günter sagt:

        Der Staat soll also in eigener Regie Geld drucken und ohne Gegenleistung verteilen? Wie lange wirkt eine solche Stimulation? Im Prinzip versuchen dies die Staat schon seit einiger Zeit und praktisch alle sind sich einig, dass dieser Weg (QE) ein ziemliches Desaster für unsere künftigen Generationen anrichten wird.

    • Felix Irniger sagt:

      Der Unterschied ist, dass eine Bank Kredite aus der Luft vergeben kann, während ein Privater nur eigenes Geld verwenden kann. Wenn der Schuldner einen Kredit nicht zurückzahlen kann, liegt das Risiko beim Privaten, bei der Bank haften jedoch auch dessen Kunden mit ihren Ersparnissen oder anderen Bankeinlagen.

    • Eckhard Wolff sagt:

      Von Seiten der Vollgeld-Befürworter gibt es viele konkrete wissenschaftliche Expertisen weltweit anerkannter Experten, die positive Auswirkungen des Vollgeldes belegen! Während die CH-Grossbanken und der Bund mit allgemeinen Angstmacher-Phrasen ohne jede konkrete Berechnung daher kommen. Von Bund und Grossbanken sollte man konkret Belegbares erwarten dürfen! So bleiben Bund und Banken beschämend unglaubwürdig.

  • Roger Gruber sagt:

    Ein durchaus interessanter Ansatz. Ich freue mich schon auf die Debatte! Grundsätzlich ist jedes Geldsystem, welches dem angelsächsischen Heuschrecken-Banking den Boden unter den Füssen wegzieht, genauer zu betrachten.

  • Rolf Rothacher sagt:

    Die SNB kann mit Vollgeld nur die Inland-Teuerung steuern. Gegen Teuerung aus dem Ausland nutzt Vollgeld nichts. Vollgeld fördert zudem die Deflation, wie der Autor gleich selber schreibt (Schuldenabbau, statt Investitonen).
    Wenn die SNB keine Kredite gibt, suchen sich Wirtschaft/Private die Kredite einfach im Ausland. Die kosten mehr (u.a.Währungsrisiko), so dass viele Projekte nicht realisiert werden, was der Wirtschaft schadet.
    Fazit: Es ist nur noch absurd, wie immer wieder behauptet wird, dass ein paar wenige Köpfe zentral Besseres leisten könnten, als 8 Millionen und ein Markt. Die Sowjetunion hat genügend bewiesen, dass dies ganz einfach nicht stimmt, egal, wie schön und bunt man sich die (Wirtschafts-)Welt zusammenlügt.

    • Josef Marti sagt:

      Massive Kreditausweitung zu Nullzinsen führt ja auch nicht zu vernünftigen Projektrealisation und ist abgesehen davon schädlich weil bei Tiefzinsen immer nicht überlebensfähige Projekte stimuliert werden. Das Gegenteil zu Ihrer Aussage ist also der Fall. Mit Vollgeld würde sich wieder ein natürlicher Zins einstellen. Wo da der Zusammenhang zur Sowjetunion sein soll bleibt wohl in Ihren Hirnwindungen verborgen.

    • Thomas Mayer sagt:

      Hier liegen wohl mehrere Missverständnisse vor.
      – Im Vollgeld-System ist gesamtgesellschaftlich ein Schuldenabbau möglich, nicht weil es weniger Investitionen gibt, sondern weil diese (aus Sicht von Unternehmen) stärker durch Unternehmensgewinne und weniger durch Kredite finanziert werden können.
      – Kredite bekommt man mit Vollgeld wie heute von den Banken. Diese haben viele Möglichkeiten, die Kredite zu finanzieren, z.B. durch die Verwendung der Tilgungen anderer Kredite, Spargelder von Privatkunden, Versicherungen, Pensionsfonds und durch Kredite, die die Banken von der SNB bekommen. Mit Vollgeld ist es nicht notwendig, dass Kredite im Ausland und mit Währungsrisiko aufgenommen werden müssen.

    • Markus Ackermann sagt:

      @Rotacher
      Ihre Argumente haben mit Vollgeld nichts zu tun. Sie gelten bereits heute
      1. Teurung im Inland: ist heute schon so
      2. Deflation: ist heute schon so. Heute will man mit Schuldenaufbau Inflation anfachen
      3. Kredite vom Ausland: siehe emerging markets, siehe CHF-Kredite in Ungarn
      4. Ordo-Liberalismus der Freiburger Schule: Ja, es braucht zwar einen klaren und sozialen RAHMEN für die Marktwirtschaft. Aber die Optimierung der Ressourcen-Allokation erfolgt nicht zentral, sondern über den Preis-Mechanismus (Marktwirtschaft).
      -> Dies geht bei Vollgeld viel besser als beim heutigen Kredit-Geldsystem, bei dem die Banken die Gesellschaft erpressen können (too big to fail, Zahlungsverkehr) und andere unproduktive Papierli-Wender mit vielerlei Tricks die Leute ausbeuten

      • Markus Ackermann sagt:

        Um es klarer zu sagen: Es wird sicher ein deleveraging (z.B. Schuldenschnitt) stattfinden.
        -> Falls es dann in der CH Vollgeld gibt, können die BürgerINNEN (die 99%) ihr liquides Vermögen ins Vollgeld retten.
        -> Das Hauen und Stechen in Bezug auf die Verteilung der Vermögenseinbussen wäre (falls es dann Vollgeld gibt) das Problem der Finanzwirtschaft (also der unproduktiven Papierli-Wender):
        – Viele Banken und Versicherungen werden bankrott gehen,
        – ABER die produktive Realwirtschaft wird weiter wirtschaften können, denn sie macht ihre Kunden bei jeder Transaktion reicher und nicht ärmer und muss sich von der Finanzwirtschaft nicht mehr erpressen lassen (too big to fail, Zahlungsverkehr).
        Claro, das deleveraging wird trotzdem ugly … aber dies ist so oder so unvermeidlich.

  • Ralf Schrader sagt:

    Die Menschheit 2016 hat zwei Feinde:

    1. Die Existenz von Staaten
    2. Die Existenz von Besitz und damit Geld und Schulden.

    2016 setzt man sich nicht mehr für Vollgeld, sondern für kein Geld und keine Staaten ein. Alles andere ist anachronistisch.

    • will williamson sagt:

      Weiter träumen ist erlaubt!

      • Ralf Schrader sagt:

        Etwas anderes als träumen bleibt in einer Zeit, welche durch Aussichts- und Wertlosigkeit gekennzeichnet ist, auch nicht übrig.
        Aber das wird schon.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Ich verordne Ihnen hiermit eine 1-jährige Therapie in Somalia. Dort können Sie am eigenen Leib erfahren, wie es den Menschen geht ohne einen funktionierenden Staat. Mit viel Glück überleben Sie diese Therapie ja eventuell.

    • Felix Thommen sagt:

      Ich empfehe Ihnen Ludwig Mises Buch „Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel“ (1912). Nach der Lektüre werden Sie Ihre obenstehenden Aussagen revidieren und Sie würden auch wissen, was von der Vollgeldinitiative zu halten ist: gut gemeint, aber schlecht gedacht, da nur eine Verlagerung des Grundproblems, nämlich Fiat-Geld.

  • Roland Steiner sagt:

    Leider ist die Vollgeldinitiative für viele Leute sehr schwer zu verstehen. Wie auch im obigen Artikel wieder zu erkennen ist. Priorität der Initianten sollte es sein, den Leuten in einfachen Worten zu erklären wie das System heute funktioniert und wie es gemäss Initiative in Zukunft funktionieren soll. Erst wenn die Leute in der Schweiz dies verstehen, können sie auch die Vor- und Nachteile beider Systeme erkennen und entsprechend solche Artikel wie oben beurteilen. Wenn dies nicht geschieht, wird die Initiative leider nicht angenommen, da die Leute diese zu wenig verstehen und somit aus Sicherheitsgründen beim alten System bleiben werden.

    • Maier Tom sagt:

      ich fürchte Sie haben recht, obschon ich über eine gute Bildung in Wirtschaft verfüge, sehe ich noch nicht die kausalen Zusammenhänge welche da entstehen würden, muss mich also noch tiefgehend informieren. Wenn ich an all die Populisten-Wähler denke die rein nach Bauch abstimmen, so sehe ich pechschwarz für die Initiative, unabhängig ob sie nun sinnvoll wäre oder nicht.

      • Martin Maletinsky sagt:

        Ich bin der Überzeugung, dass die wirtschaftlichen Zusammenhänge zu komplex sind, als dass man die Auswirkungen eines Wechsels zum Vollgeldsystem abschätzen kann bevor er stattgefunden hat, selbst wenn man die Funktionsweise der Geldsysteme versteht. Gegensätzlich Expertenmeinungen zu zahlreichen ökonomischen Themen bestätigen mich in dieser Einschätzung ebenso wie regelmässige unvorhergesehene ökonomische Entwicklungen.

        Man wird Vor- oder Nachteile eines Vollgeldsystems erst dann beurteilen können, wenn ein solches eingeführt worden ist (was in einer modernen Volkswirtschaft meines Wissens bisher noch nie geschehen ist). Falls sich das Vollgeldsystem dann aber als nachteilig erweist, wird es für Korrekturen möglicherweise zu spät sein.

        • johann peider sagt:

          Möglicherweise ist das Vollgeld aber die einzige Rettung aus der Finanzkrise.
          Der „Schulden-Ballon“ der täglich aufgepumpt wird und wöchentlich mit neuen „Klebern“ am platzen gehindert wird ist kaum das Gelbe vom Ei ausser man glaubt daran, dass Schulden bis in alle Ewigkeit mit neuen Schulden getilgt werden können . . .

          • Martin Maletinsky sagt:

            Herr Peider, Auch ich betrachte die wachsende Staatsverschuldung vieler Länder mit Besorgnis.
            Können Sie mir darlegen, vor welchen möglichen Konsequenzen die Schweizer Bevölkerung durch eine Einführung des Vollgeldsystems in der Schweiz geschützt würde und auf welche Weise dieser Schutz zu Stande käme?

          • johann peider sagt:

            Herr Maletinsky, ich muss gestehen das ich mir über die Konsequenzen des Vollgeldes noch nicht im klaren bin, was ich aber weiss, mit dem Vollgeld würde die Macht der Banken gebrochen.
            Das Monopol des Geld „erschaffen`s“ gehört dem Staat und nicht den Banken.
            Auf jedem Geldschein ist die „Schweizerische Eidgenossenschaft“ plus „Nationalbank“ als Emittent genannt bzW. der Schuldner und die CH (wir) bürgen dafür.
            Wenn Sie wissen, dass die FED/ USA eine Stimmen mässig Privat dominierte Organisation, ist es nicht verwunderlich, dass die Finanzoligarchie (1%) sich vehement gegen eine Vollgeld Einführung wehren wird. Wer gibt schon die Pfründe auf die ihm ein „Leben in Saus und Braus“ ermöglichen ?
            Super „Bonis“ u. „Abgangsentschädigungen“ würden Vergangenheit.

          • Martin Maletinsky sagt:

            Herr Peider, Wenn Sie sich über die Konsequenzen nicht im Klaren sind (was auf mich ebenso zutrifft), so scheint es mir aber brandgefährlich, aufgrund von diffusen Vorbehalten gegen Banken und „Finanzoligarchie“ und aufgrund eines allgemeinen Unbehagens an einem System zu schrauben, welches auf das Alltagsleben der meisten Bürger (und vermutlich auch auf das Ihre) einen sehr massgeblichen und spürbaren Einfluss hat.

            Vermutlich würden Sie während eines Transatlantikflugs auch nicht die Triebwerke austauschen wollen, nur weil Sie der Ansicht sind, dass die Geschäftsleitung des Flugzeugherstellers zu hohe Boni kassiert.

          • Markus Ackermann sagt:

            @Maletinsky
            Die Schulden des Einen sind das Vermögen des Anderen.
            Da die Verschuldung so hoch ist, dass
            – eine Verzinsung kaum noch möglich ist
            – eine vollständige Amortisation / Rückzahlung unmöglich geworden ist,
            gibt es dieses Vermögen nur noch auf dem Papier: Zombie-Schulden von Zombie-Schuldnern
            Also muss früher oder später ein Schuldenschnitt erfolgen.
            -> Beim heutigen Kredit-Schuld-System werden Sparer und Rentner leiden, die Papierli-Wender bei Banken und Versicherungen wollen dann „nur“ Vermittler sein
            -> Da das Vollgeld gleich einem Depot separiert ist, werden die Schuldentürme zum Problem der Papierli-Wender: Banken + Versicherungen können wieder bankrott gehen, ohne dass die Realwirtschaft ruiniert wird, denn das Geld im Depot bleibt trotz z.B. Bank-Konkurs erhalten

        • Roberto Conte sagt:

          Generell gesehen haben Sie beide sich etliche Überlegungen gemacht und Schlüsse gezogen, dass so wie das heutige System funktioniert, der grosse Knall kommen muss. Die Banken erhalten Geld von der Nationalbank zum Nulltarif und vergeben Kredite mit Zinssätzen von 0,5 -2,5%. Wenn sie die Wucherbanken noch dazunehmen die bis >10% abkassieren entstehen hier Zinskosten die einem so richtig weh tun, bezw. die zinsfordernde Branche „Banken und Geldverleiher“ richtig fett abkassieren lassen. Somit is das System des Vollgeldes sicherlich von vornherein abzulehnen.

        • Roberto Conte sagt:

          Somit ist das System des Vollgeldes sicherlich von vornherein „nicht“ abzulehnen sondern zu überdenken.

      • Reto sagt:

        Was ich bis zur Initiative nicht wusste: Die SNB steuert nur 10% der Geldmenge, 90% werden von den privaten Banken als geschaffen: deren Gewinne vielfach an deren Eigner, auch ins Ausland fliessen. Ich als Bürger will NICHT, dass privilegierte Private und Banken mit wenig Eigenkapitaldecke hier beteiligt sind. Das war ursprünglich nicht deren Business.

    • Thomas Mayer sagt:

      Die Vollgeld-Initiative ist im Grund nicht kompliziert. Denn sie verwirklicht nur, was sich die meisten Menschen wünschen und heute schon für Realität halten:
      • Allein die Nationalbank erzeugt unser Geld – nicht nur Münzen und Banknoten, sondern auch das elektronische Geld auf unseren Konten
      • Die Banken sind zuständig für Zahlungsverkehr, Vermögensverwaltung und Kreditvermittlung. Sie können aber kein eigenes Geld mehr erzeugen. Heute erzeugen sie alles elektronische Geld auf unseren Konten. Mit Vollgeld können die Banken nur das Geld weiterverleihen, das sie von Sparern, Pensionsfonds oder der SNB bekommen haben.

      • Roland Steiner sagt:

        Herr Mayer, jetzt müssen sie aber dem Normalbürger erklären, wie heutzutage Banken Geld erzeugen können. Ich behaupte, dass eine Mehrzahl der Leute immer noch glaubt, dass die Nationalbank alleine dies tut.
        Erst wenn die Leute das heutige System verstehen können sie die Unterschiede zu dem Vorschlag der Initiative beurteilen.

        • Roman Günter sagt:

          Es ist immer noch ausschliesslich die Nationalbank, welche Geld erzeugen kann. Die Aufgabe der Banken ist die Verwaltung von gegenseitigen Schuld- und Lieferversprechen. Damit werden wertschöpfende Tätigkeiten nicht durch eine künstliche Verknappung von Mitteln behindert, dies im Gegensatz zu einer staatlich verordnet und kontrollierten Handelstätigkeit, wie es die Vollgeld-Initianten wünschen.

          • Josef Marti sagt:

            Staatlich verordnet ist das Geldmonopol der Notenbank welches für das Buchgeld an die Geschäftsbanken delegiert ist. Das Monopol gehört deshalb der Finanzwirtschaft als ganzes. Mit der Verfassungsänderung 1999 wurde beschlossen das Monopol für Giralgelderzeugung und elektronisches Geld den Privatbanken zu überlassen. Dieser Geldsozialismus könnte auch durch die Wiedereinführung des Free Banking des 19. Jh. wieder rückgängig gemacht werden, das wäre die rechtslibertäre Lösung der Austrians. Jedenfalls hat die heutige Finanzwirtschaft nicht das geringste mit Privatwirtschaft zu tun, es ist eine monopolistisch geschützte Planwirtschaft mit Bonus und Defizitgarantie.

          • Roman Günter sagt:

            Das ist irreführend, Herr Marti. Die Bestimmungen bedeuten, dass nur wer die gesetzlichen Anforderungen erfüllt, genügend Kapital bereitstellt und entsprechend fähig ist, eine Lizenz für die Entgegennahme von Kundengeldern erhält. Die Verwaltung der Schuld- und Lieferversprechen stellt hohe Anforderungen an Infrastruktur und Personal. Im Prinzip kann also jeder, der die Bedingungen erfüllt, auch heute noch eine Bank gründen. Etwa so, wie jeder Arzt werden kann, aber eine entsprechende Ausbildung vorweisen muss, damit er sich nicht der Körperverletzung schuldig macht.

    • johann peider sagt:

      Ein Umdenken werden die Banken mit viel Geld
      zu verhindern wissen.
      Wer sägt sich schon den Ast ab der mit horrenden „Bonis“ aufgepeppt wurde und mit fürstlichen Abgangsentschädigungen belohnt wird.
      Die Angstmacherei wir den Finanzhaien auf Grund ihres finanziellen Potenzials einiges Wert sein . . .
      Ist doch „Kake“ wenn man plötzlich wieder zum normalen Bankangestellten wird und nicht mehr mit Fiat-Geld spekulieren kann.

  • Stefan Schmid sagt:

    Alles gut und recht. Aber würde nicht der CHF über alle Massen erstarken, sodass der Export noch mehr leiden würde? Wir sind doch gezwungen, mit den Wölfen zu heulen.

    • Thomas Mayer sagt:

      Über die Auswirkungen der Vollgeldreform auf den Währungskurs des SFr gibt es unterschiedliche Ansichten. Der Bundesrat und der Chefökonom der Bank Sarasin meinen, dass mit Vollgeld das Vertrauen in den SFr sinken würde, was in Folge zu einem Abbau der Überbewertung führen sollte. Grundsätzlich gilt: Mit der Vollgeldreform wird die Kompetenz der Geldschöpfung vollständig an die SNB übertragen. Es werden aber keine Vorgaben zur konkreten Geldpolitik gemacht. Deshalb gibt es keine automatischen Auswirkungen auf den Wechselkurs. Die SNB kann mit Vollgeld genauso wie heute den Wechselkurs beeinflussen.

    • Marc sagt:

      Laut dem Bundesrat nicht die Behaupten das Gegenteil.

  • Leo Stern sagt:

    Es nimmt mich wirklich wunder, wer das Märchen in die Welt gesetzt hat, dass Banken Geld emittieren können. Banken können nur mit dem Geld arbeiten, dass die Einleger bringen. Darum müssen Banken ja auch gerettet werden: es ist nicht nur „elektronisches Geld“ das hopps geht, sondern die Spargelder der Kunden. Banken können keine leeren Kredite geben, denn sobald der Kreditnehmer den Kredit in Anspruch nimmt muss echtes Geld fliessen. Wie lautet denn der Buchungssatz für elektronisches Geld? Das konnte bis heute niemand sagen, weil es das nicht gibt.

    • peter.huber sagt:

      ..das ist eben nicht richtig. Banken können Kredite vergeben (z.b. für Hypotheken) ohne dass sie im Besitz von 100% des ausgeliehenen Geldes sind. Sie benötigen dazu lediglich einen Anteil (um 10% oder weniger).
      Mit Vollgeld wäre das nicht mehr möglich.
      Trotzdem hat Vollgeld grosse Nachteile. Geld wird sicher teurer, weil es knapper wird, wenn nicht, können wir auch beim alten System bleiben, da einfach die SNB das gleiche macht, wie jetzt die Banken ..

      • will williamson sagt:

        Der Mindestreservesatz bei der EZB beträgt 1%, bei der SNB 2.5%. Damit kann das Volumen der Kredite im Bankensystem theoretisch das 100-fache, bzw. 40-fache der Einlagen betragen. Durch die Bargeldbezugsrate wird dieses Volumen vermindert. Das dürfte mit ein Grund dafür sein, dass man uns jetzt auch noch das Bargeld verbieten will.

    • Marc Grand sagt:

      Leo Stern, 80% der Schweizer irrglauben wie Sie. Darum wird die Vollgeldinitiative erfolgreich denn Sie will das was 80% schon vermeintli,ch glaube,n umsetzen.
      Darum stimmen Sie Ja, denn die Initiative will das was Sie glauben.

      • Leo Stern sagt:

        Marc, ich glaube nicht. Ich weiss es: Banken können nur das Geld verleihen, dass sie haben. 40 Jahre arbeite ich in der Bankenwelt, nicht an der Front, wo die geschniegelten Bankers ihr Unwissen vertuschen, sondern im Hintergrund, wo das Geld verbucht wird. Es wird kein einziger Rappen „kreiert“. Sie können Ihr Vollgeld schon heute haben: holen Sie ihr Geld von der Bank, legen Sie es unter die Matratze. Lösen Sie Ihre Pensionkasse auf, dieses Geld liegt ja auf der Bank. Die Tausendernötli können Sie in der Zuckebüchse verstecken. Wenn Banken nur noch mit Ihrem Eigenkapital arbeiten gibts kein Sparkonto mehr. Denn Banken können nur Zins auf Ihr Geld zahlen, wenn sie für dieses Geld anderswo Zins bekommen, ergo als Kredit weitergeben.

        • Marc Grand sagt:

          Tja dann haben Sie 40 Jahre ihres Lebens unter dem falschen Glauben gelebt. Die Banken sind verpflichtet jeden Monat die Buchgeldmenge und Reserven an Schweizer Franken der Nationalbank zu melden. Welche kontrolliert ob die Mindestreserve von 2.5% eingehalten wird. Und von mir aus können Sie weiter an Ihrem Glauben weiter festhalten aber da die Initiative das was Sie glauben will können Sie, Ja sagen.

        • will williamson sagt:

          Wenn Sie einen Kredit buchen, dann Buchen Sie doch Forderung gegen Kreditnehmer an Sichtguthaben Kreditnehmer, oder wie sonst?

          • Carlos Schenkel sagt:

            ja und das bedeutet, dass die Bank einfach einmal den Kreditbetrag in die Passiven und einmal in die Aktiven schreibt, womit die Bilanz für die Bank ausgeglichen ist und trotzdem neues Geld kreiert wurde, was Sie im Glossar der SNB unter „Geldschöpfung“ als Bilanzverlängerung der Geschäftsbanken bestätigt ist.

        • G. May sagt:

          Man könnte doch ein Experiment machen, die Banken der Schweiz sollen 1 Jahr lang alle Kredite in bar an die Erbauer auszahlen – sie werden sehen, die Banken haben das nötige Bargeld nicht.

  • Walter Boshalter sagt:

    Bei allen ökonomischen Theorien finden sich Dutzende Experten und Spezialisten die sich in einem einig sind: Dass sie sich über die reale Auswirkung der Theorie völlig uneinig sind. Die Wähler haben dies in der aktuellen Wirtschaftskrise zur Genüge erlebt durch Aussagen à la :“…Aber nach gängiger Theorie hätte dies so nie passieren dürfen…“.

    Vollgeld ist eine Theorie die funktionieren kann… oder auch nicht. Die Bankiervereinigung mag keine Belege in ihrer Argumentation führen, ebensowenig tun dies allerdings die Initianten (was sich an der hohen Zahl von Konjunktiven ablesen lässt oder an der Referenz auf IWF-Expertisen über den ebenso theoretischen Chicago-Plan).

    Alles in allem eine klassische, bei den Wählern unbeliebte Gumminitiative mit unklaren Folgen bei Annahme.

  • will williamson sagt:

    Wieso eigentlich nicht Vollgeld? Wieso darf die Nationalbank nicht direkt den Staat finanzieren? Ein paar ganz Schlaue haben gemeint, dann würde die Verschuldung ausufern. Der wahre Grund für das Verbot der direkten Finanzierung dürfte aber ein anderer sein. Die Geschäftsbanken wollen mit Staatsanleihen Gewinne generieren. So lange das funktioniert, kümmert sie die Verschuldung der Staaten nicht. Die aktuelle Verschuldung vieler Staaten belegt das. Wenn die Situation untragbar wird, sollen die Steuerzahler gefälligst einspringen und die Banken retten. Die Jahre seit 2008 sind der Beleg dafür!

    • Josef Marti sagt:

      Damit ist die Interessenlage klar benannt. Das Bankensystem braucht die Staatsschulden wie Luft zum Atmen. Auch die Zentralbanken sind bei zu tiefen Staatsschulden ziemlich handlungsunfähig. Finanzvermögen kann nur aufgebaut werden wenn jemand sich als Prügelknabe als Schuldner zur Verfügung stellt. Das ist am Schluss immer der Staatsbürger weil er für die Staatsschuld bürgt. Im Vollgeldsystem würden tendenziell Staatschulden abgebaut, das passt den Banken nicht; daneben ist das Vollgeld eine Art fliessendes Geld da schuld- und zinslos emittiert und deshalb keine zirkulierende Verbindlichkeit mehr; im Zahlungsverkehr gibt es kein Clearing und Settlement in Zentralbankreserven mehr. Es ist also ein Machtverlust für die Banken.

  • Philippe du Plex sagt:

    So etwas nur in der Schweiz, unilateral, einzführen wäre wirtschaftspolitischer Selbstmord. Es sei denn, die Schweiz koppelt sich von allen Weltmärkten ab…

    • Thomas Mayer sagt:

      Diese Sorge ist völlig unbegründet. Denn dem Ausland ist es grundsätzlich unerheblich, wie die Schweiz ihr Geld herstellt, ob mit oder ohne Golddeckung, oder ob die Mindestreserven 2, 10 oder 100 Prozent betragen. Entscheidend für das Ausland ist, dass die Nationalbank eine “gute”, auf Preisstabilität ausgerichtete Geldmengenpolitik betreibt. Ausländische Geschäftspartner würden überhaupt nicht bemerken, wenn die Schweiz auf Vollgeld umstellt. Denn am heute üblichen Devisenhandel ändert sich gar nichts, ausländische Währungen können wie bisher in Schweizer Franken getauscht werden. Die Schweiz profitiert von den Vorteilen des Vollgeldes, egal ob andere Staaten auch Vollgeld einführen oder nicht.

    • Marc Grand sagt:

      Genau darum, behauptet der IWF das Gegenteil.
      Weil ihre Aussage gelogen ist.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Der IWF behauptet, Thomas Mayer begründet.

        • Philippe du Plex sagt:

          der IWF hat gar nichts behauptet, nur zwei dort tätige Ökonomen. Das zeigt auch, auf welchem Niveau die Vollgeld-Aktivisten argumentieren. Eine schöne Idee, gebaut auf einem halben Verständnis des Geld- und Kreditwesens und anderen Halbwahrheiten.

  • will williamson sagt:

    Besonders gefällt mir an der Vollgeldinitiative, dass sie die Girokonten aus den Bankbilanzen heraus nehmen und diese zu gesetzlichem Zahlungsmittel erklären will. Damit wird das Verlustrisiko im Falle eines Bankkonkurses ausgeschaltet. Eigentlich hätte man das schon in den 60-er Jahren machen sollen als zur bargeldlosen Lohnzahlung gewechselt wurde. Vorher erhielten die Leute ihren Lohn in bar, also mit gesetzlichem Zahlungsmittel.

    • will williamson sagt:

      Ergänzung: Auf den ausgegliederten Konten gibt es dann natürlich wie auf Banknoten keine Zinsen mehr. Wer solche erhalten will, muss der Bank explizit Geld für Anlagen zur Verfügung stellen. Womit dieses wieder dem Verlustrisiko ausgesetzt ist.

      • Roger Walser sagt:

        Richti Herr Williamson, aber das ist wenigstens ehrlich. Ich gebe der Bank mein Geld, damit die jemanden einen Kredit geben kann. Folglich ist mein Geld blockiert. Ich krieg mein Geld wieder wenn der Kredit zurück bezahlt wird. Das ist eigentlich nur logisch. Aber heute läuft es anders.

  • Christoph Bögli sagt:

    Eine Reformierung des heutigen Geldsystems wirkt durchaus sinnvoll, dass der Autor als Hauptargument aber letztlich wieder nur auf Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen verweist, dürfte kaum zielführend sein. Alleine weil Arbeitslosigkeit nicht zu den drängenden Problemen der Schweiz gehören. Das Wirtschaftswachstum anzuheizen und damit der Bedarf nach (noch) mehr Arbeitskräften befördert letztlich nur die Zuwanderung und damit die bereits bestehenden Konflikte in dem Bereich. Die Vollgeld-Initiative damit verkaufen zu wollen dürfte sich darum schnell einmal als Bumerang erweisen..

    • Marc Grand sagt:

      Christoph Bögl, fast Bumerang, der Autor erwähnt nur nicht, dass es in einem Vollgeldsystem keinen zwang mehr zum Wirtschaftswachstum geben muss. Denn durch das jetzige Schuldgeld, welches immer mehr Geld fordert (Zins) als bei der Kreditvergabe geschaffen wird, muss immer ein Dritter sich verschulden, damit Sie ihre Schulden zurückbezahlen können.

      • Christoph Bögli sagt:

        Aber dann ist es ja umso paradoxer, gerade mit dem Wirtschaftswachstum zu wedeln und damit die heilige Wachstumskuh auch mit/trotz Vollgeld zu predigen..

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Der Autor versucht quasi in vorauseilendem Gehorsam, den sicher auf breiter Front auftretenden Arbeitsplatzverlust-Marktschreiern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Die Gier nach Konsum und immer noch mehr Wohlstand ist leider in der breiten Bevölkerung immer noch stark verankert, sodass der Ruf nach endlosem Wachstum immer noch auf fruchtbaren (Wähler-) Boden fällt. Verkaufen sollte man die Initiative u.a. damit, dem Bürger klarzumachen, welch dreistes Geschäftsmodell die Banken mit dem Giralgeld auf Kosten der Menschen spielen.

  • Eric Zaindl sagt:

    Vollgeld ist ein Schritt in die richtige Richtung, macht allerdings nur dann Sinn, wenn auch die zugehörige Nationalbank(en) zu 100 Prozent im Eigentum der Bürger/Bürgerinnen ist/sind; was heute weltweit nicht der Fall ist, auch nicht in der Schweiz. Zu viele Akteure und kurzsichtige Interessen.
    Auch das BGE Bedingungslose Grundeinkommen ist ein Schritt in die richtige Richtung, die Volkswirtschaft der Menschheit wird aber irgendwann geldfrei sein. „Welt ohne Geld“, dazu gibt es Bücher und viele Informationen im Web.

  • Martin Maletinsky sagt:

    Ich bin kein Wirtschaftsexperte und kann nicht beurteilen, ob sich die Umstellung auf Vollgeld für die Schweizer Bevölkerung ökonomisch günstig oder nachteilig auswirken würde.

    Allerdings bin ich der Überzeugung, dass das Geld- und Kreditvergabesystem für das Funktionieren der Wirtschaft absolut zentral ist und die Erfahrung zeigt mir, dass wir in der Schweiz mit dem gegenwärtigen System ziemlich gut leben. Auch ist mir kein Beispiel einer modernen Volkswirtschaft bekannt, welche auf einem Vollgeldsystem basiert. Trotz aller Studien und Simulationen handelt es sich somit um ein System, welches bisher nicht unter Realbedingungen getestet wurde.

    Ein Systemwechsel scheint mir deshalb ein unnötiges Risiko und die Gefahren eines solchen Wechsels deutlich höher als die Gewinnmöglichkeiten.

    • Marc Grand sagt:

      Ist ihnen nicht Bewusst, dass pro Person in der Schweiz nur 8462.5 Fr. Notenbankgeld vorhanden ist.
      Der grosse Rest ist virtuelles Buchgeld, welches kein Gesetzliches Zahlungsmittel ist und Ihnen nur von der Bank als Versprechen das Sie eventuell es beziehen können ausgewiesen wird. Beim nächsten Crash haben Sie dann kein Geld mehr.

    • Thomas Mayer sagt:

      Vollgeld ist nichts Neues und auch kein Systemwechsel. Seit 2000 Jahren gibt es Vollgeld in Form von Münzen und seit über 100 Jahren als Banknoten. 1891 haben die Schweizer Bürgerinnen und Bürger in einer Volksabstimmung das Drucken von Banknoten zum alleinigen Recht der Nationalbank erklärt (Banknotenmonopol). Daraufhin wurde die Schweizerische Nationalbank gegründet. Jedoch wurden in den letzten Jahrzehnten die Banknoten durch elektronisches Geld, das heute 90 Prozent der Geldmenge ausmacht, verdrängt. Deshalb will die Vollgeld-Initiative der Nationalbank auch das Erzeugen unseres elektronischen Geldes übertragen. Dann haben wir wieder echte Franken auf unseren Konten.

      • Martin Maletinsky sagt:

        Herr Mayer, ich bin wie gesagt nicht Oekonom. Ich lese aber in verschiedenen Quellen im Netz, es gäbe sogenanntes „Buchgeld“, welches von den Kreditinstituten per Kreditgewährung geschaffen würde. In diesem Zusammenhang habe ich folgende Fragen:
        – Gab es solches Buchgeld nicht bereits vor dem elektronischen Geld?
        – Ist die Schaffung von solchem Buchgeld durch Banken nicht das, was ein Vollgeldsystem verhindert?
        – Hatte die Schweiz mit dem Banknotenmonopol ab 1891 ein Vollgeldsystems und falls ja, bis wann hatte dieses Vollgeldsystem in der Schweiz Bestand?

        • Leo Stern sagt:

          Hallo Martin, auch „Vollgeld“ ist nicht voll. Sonst könnte man heute noch für Reichsmark oder Taler oder Groschen noch etwas kaufen. Jede Art von Geld, ob elektronisch, Papier oder Münzen, ist nur ein Versprechen, dafür eine Gegenleistung zu bringen. Viele träumen halt vom „sicheren Wert“ und den sehen sie im Bargeld. Dabei gibt es keine Währung, die die Jahre überdauert hat. Ausserdem: was ist ein Franken aus dem Jahre 1916 denn im Jahre 2016 noch wert? Es gibt nur einen sicheren Wert, und das ist der Tod.

  • Martin Maletinsky sagt:

    Herr Grand, Was genau ist für Sie ein „Crash“? In der jüngsten Vergangenheit gab es Ereignisse (z.Bsp. Internetblase, Finanzkrise), welche in den Medien als „Crash“ bezeichnet wurden. Auch während dieser Phasen konnte ich jederzeit am Bankomaten Bargeld beziehen und Miete, Krankenkassenprämie und Steuern per Banküberweisung begleichen.

    Dass es mögliche Szenarien gibt, in welchen meine Liquidität stark eingeschränkt würde, stelle ich nicht in Frage, dies ist zweifelsohne der Fall. Ich stelle mir aber die Frage nach der Eintretenswahrscheinlichkeit solcher Ereignisse und im Zusammenhang mit dem diskutierten Vollgeld die Frage wie gross die Wahrscheinlichkeit ist, dass bei diesem Systemwechsel nicht alles nach Plan läuft und ich dadurch wirtschaftliche Beeinträchtigungen erleide.

    • Josef Marti sagt:

      Nicht alle hatten so viel Glück. In GB gab es Schlangen vor den Banktoren und einige Banken mussten deshalb wie auch in den USA zumindest vorübergehend verstaatlicht werden. Im Vollgeld gibt es keine Bankenrettung mehr; sind Sie Gläubiger gegenüber der Bank mit Termingeldern oder andern nicht sofort fälligen Sparguthaben gehen Sie wie jeder Fremdkapitalgeber in der Privatwirtschaft das übliche Verlustrisiko ein. Haben Sie nur Vollgeld und ein Aktien- und Wertschriftendepot gibt’s kein Problem. Und insbesondere ist der Zahlungsverkehr nicht wie heute durch einen crashbedingten Zusammenbruch des Interbankenmarktes gefährdet, denn dann muss die ZB mit Geldflutung eingreifen und die Steuerzahler bezahlen die Bankenrettung mit höheren Staatsschulden.

      • Martin Maletinsky sagt:

        Herr Marti, Ich weiss, dass es in verschiedenen Ländern zu temporären Liquiditätsengpässen kam – Sie erwähnen Grossbritannien, noch schlimmer traf es seinerzeit Griechenland oder Zypern. Bei der diskutierten Initiative geht es aber um die Einführung von Vollgeld in der Schweiz. Ich kenne auch in meinem Umfeld niemanden, der während der erwähnten Ereignisse kein Geld aus einem Bankautomaten in der Schweiz beziehen oder von seinem schweizerischen Bankkonto keine Zahlungen tätigen konnte.

        Aber selbst die Möglichkeit, dass ich einmal eine Woche kein Geld abheben könnte, schreckt mich nicht genügend, als dass ich deshalb den Wechsel in ein bisher nicht erprobtes System riskieren möchte, zumal ich nicht verstehe, weshalb mir so etwas im Vollgeldsystem nicht drohen sollte.

        • Markus Ackermann sagt:

          Nun, Herr Malentinsky
          Ich kann mich sehr gut an die letzte Finanzkrise erinnern, als die SNB den SBV auffangen musste
          Den Grossbanken habe ich damals Wochen vorher nicht mehr getraut. Konkret habe ich damals
          – erhebliche Summen Bargeld bezogen,
          – Geld von Banken auf die Post umgeschichtet und
          – konkret geplant, was es für meine beiden Firmen + für mich privat bedeuten könnte, falls die Telekurs im Zahlungsverkehr aussteigt oder in der CH Kapitalverkehrskontrollen nötig würden
          Im Weiteren habe ich
          – meine Liquiditätsplanung überprüft + geplant,
          – wie ich bei einem (Teil-)Ausfall für meine paar Angestellten die Löhne sichere und
          – wie mich meine Kunden bezahlen sollen
          Dies alles, bevor die Probleme des SBV bekannt wurden
          Man kann natürlich auch als Rudi Sorglos existieren

  • Christian Müller sagt:

    Worin unterscheidet sich Vollgeld von (exzessivem) Helikoptergeld, wie es zurzeit zur Ankurbelung der Nachfrage diskutiert wird?

    • Josef Marti sagt:

      Helikoptergeld bleibt Schuldbasiertes Geld, entweder als Banknoten auf der Passivseite der ZB Bilanz oder als Giralgeld auf der Passivseite der Geschäftsbankbilanz. Vollgeld steht wie ein Wertschriftendepot ausserhalb der Bankbilanzen da es kein Schuldgeld sondern ein Bestandesgeld ist. Zu den technischen Details, Verbuchung, Abwicklung etc. ist auf die Ausführungen von Prof. Jürgen Kremer zu verweisen.

  • Dominik Tarqua sagt:

    Die Volgeldinnitiative ist ein erster Schritt in die richtiger Richtung um das generieren von Geld ohne Gegenwert oder aus der Luft einzudämmen und somit unser Volk und dessen Wertschöpfung zu verbessern. Daher muss man wenn mit dem Thema verwandt und logisch denkend dafür sein.
    Wie gesagt ist es jedoch nur ein erster Schritt denn der nächste Schritt währe die Nationalbank zu einer „Echten Nationalbank“ zu machen. Wie in allen anderen Ländern ist nämlich das Wort National ein Trugschluss. Defakto handelt es sich nämlich um eine Privatbank bei der der Bund und Kantone Teilhaber sind. Der IWF gehört übrigens den gleichen Privatbanker und ist daher für das Vollgeld. Damit bekommen diese Leute noch mehr Macht. Also bitte im 2en Schritt eine echte „National Bank“ machen die dem Volk gehört

    • will williamson sagt:

      Wenn der Bund und die Kantone die Mehrheitseigner der SNB sind, dann kann man schon annehmen, dass sie „dem Volk“ gehört. Oder wie stellen Sie sich denn die Eigentümerschaft einer SNB, „die dem Volk gehört“ vor?

  • Markus Ackermann sagt:

    IMF-Studie S. 56:
    „it would lead to an instantaneous and large reduction in the levels of both government and private debt. It would accomplish the latter by making government-issued money“
    Daraus machen Sie, Herr Joob:
    „Dabei kann sie neu emittiertes Geld über konsum- und investitionssteigernde Ausschüttungen an Bund und Kantone in die Realwirtschaft leiten.“
    Mit dieser Idee (Staatsfinanzierung + helicopter money als default der SNB-Politik) müssen Sie abfahren! Dies wäre das Ticket „Venezuela einfach“.
    Mit IHRER Formulierung lügen Sie entweder die Stimmenden an oder Sie versenken die Vollgeld-Initiative gleich von anfang an. Denn der CH-Souverän wird keine staatliche Planwirtschaft zulassen, sondern auf Maktwirtschaft bestehen … also soll der Staat nur den Rahmen setzen.

    • Markus Ackermann sagt:

      Bref:
      Mit dem Vollgeld wird es kein Mana regnen auf Bund, Kantone und Gemeinden oder jedeN einzelneN BürgerIN. Die gleiche Marktwirtschaft wird weiter gehen.
      Was sich ändern wird:
      1. Die Realwirtschaft wird sich nicht mehr von der Finanzwirtschaft erpressen lassen müssen (too big to fail) und
      2. die Ausschläge von Boom (Inflation) und Bust (vor allem in der Realwirtschaft) werden geglättet.
      Unklar ist jedoch, wie die veränderte, monetäre Souveränität so gesteuert werden soll und kann, dass keine Machtverzerrungen erfolgen. U.a. dafür wird es ein Bundesgesetz geben.

    • Markus Ackermann sagt:

      von wg. „neu emittiertes Geld über konsum- und investitionssteigernde Ausschüttungen an Bund und Kantone in die Realwirtschaft leiten.“
      -> Mit money kann man keine Wertschöpfung generieren sondern nur mit labour (für Output)
      siehe Venezuela:
      „wird der Mindestlohn erneut angehoben. Präsident Maduro verkündete eine 30-prozentige Erhöhung. Die Lohnuntergrenze liegt von Mai an bei monatlich 15.051 Bolívares, das entspricht laut offiziellem Wechselkurs 40 Dollar, auf dem Schwarzmarkt aber gerade einmal 14 Dollar. Zugleich wird der Wert der monatlichen Gutscheine, die in Supermärkten und Apotheken eingelöst werden können, um 40 Prozent auf 18.585 Bolívares heraufgesetzt“
      http://bazonline.ch/ausland/standard/in-venezuela-gibts-bald-nicht-mal-mehr-bier/story/20119323

  • johann peider sagt:

    Herr Maletinsky, fragen Sie die Griechen die vor den Geldautomaten standen und nichts bekamen oder auf 20 Euro pro Tag gesetzt wurden, die können Ihnen erklären was ein „Crash“ ist.

    • Martin Maletinsky sagt:

      Herr Peider, Können Sie mir erklären, auf welche Weise ein Vollgeldsystem verhindert, dass der Staat Limiten für Bargeldbezüge einführt wie dies in Griechenland geschehen ist oder wie es verhindert, dass Bankkunden kein Bargeld mehr aus den Geldautomaten beziehen können?

      Wie andernorts geschrieben, bin ich nicht Ökonom und kann die positiven und/oder negativen Auswirkungen eines Wechsels zum Vollgeldsystem nicht abschätzen. Ich habe aber bisher keine mir verständliche Argumentation gesehen, welche es rechtfertigen würde das Risiko einzgehen, welches eine radikalen Änderung einer zentralen Grundlage unseres Wirtschaftssystems zwangsläufig mit sich bringt, zumal das gegenwärtige System in der Schweiz seit Jahrzehnten einwandfrei funktioniert.

      • Josef Marti sagt:

        Einwandfrei? Wieso musste die SNB dann eine private Bank mit der Notenpresse vor dem Konkurs retten? Sie können sicher sein dass uns das gegenwärtige Schuldgeldsystem wegen den aufgeblasenen Aktien und Bondkursen um die Ohren fliegen wird, die PK Guthaben lösen sich in Luft auf. Ein Kreditgeldsystem braucht wegen dem Zinseszinseffekt zwingend exponentielles Wachstum, deshalb wollen alle 2% Inflation, das heisst eine Verdoppelung der Preise in ca.35 Jahren, die Wirtschaft wächst aber höchstens linear. Da die Exponentialkurve die Linearkurve schon durchbrochen hat ist der Zusammenbruch unausweichlich dh.: Schuldenschnitt/Kurscrash (Anleger verlieren), Inflation oder Wegbesteuerung der Finanzvermögen.

        • Martin Maletinsky sagt:

          Herr Marti, Dass die UBS mittels staatlicher Intervention gerettet werden musste, missfällt mir ebenfalls (obgleich ich denke, dass es angesichts der damaligen Faktenlage vermutlich die beste Lösung war). Woher aber nehmen Sie die Gewissheit, dass eine solche Intervention in einem Vollgeldsystem nicht nötig wäre?
          Weiter erwähnen Sie „aufgeblähte Aktien- und Bondpreise“. Inwiefern würde hier ein Vollgeldsystem korrigierend wirken?
          Wie begründen Sie die Aussage, dass die Wirtschaft „höchstens linear“ wachse und auf welche Zeiträume bezieht sich dies? Und was meinen Sie mit der Aussage „die Exponentialkurve habe die Linearkurve schon durchbrochen“ (was beschreiben diese zwei Kurven genau)?

          • Josef Marti sagt:

            Die Zinseszinsfunktion erzwingt eine Exponentialkurve, die Geldmengen- resp. Kreditausweitung erfolgt immer massiv über der realen Wirtschaftsleistung, in der Folge ist die Summe aller Finanziellen Forderungen resp. Verbindlichkeiten mehrfach höher als die jährliche Wirtschaftsleistung, wie weit das gehen kann weiss niemand. Die Geldmengenkontrolle des Vollgeldsystems stoppt die ausufernde Kreditausweitung und dadurch bedingte platzende Immobilien und Aktienblasen.

        • Markus Ackermann sagt:

          @Maletinsky
          Ich stimme Herrn Marti in fast allem zu. Wer mit wachem Auge die Aktualität verfolgt und mit den 1920iger und 1930iger Jahren vergleicht, sieht wirtschaftlich wie politisch starke Parallelen … nur dass
          – (politisch) im EU-Raum die Demokratie via Staatsverträge (auch ad hoc) schon abgeschafft wurde und
          – (wirtschaftlich) auch ohne Krieg vergleichbare Schuldenstände schon aufgebaut wurden.
          Jetzt geht es vor allem darum, wer die Zeche zu bezahlen hat.
          -> Da hilft Vollgeld den BürgerINNEN (99%), weil ihre Liquidität wie Depots behandelt werden.
          -> Die Schuldentürme blieben so das Problem der 1%
          Wer sich informieren will, muss (in politisch korrekten dt. Medien) Kabarettisten zuhören, z.B. Georg Schramm (ab ~1:00 min)
          https://www.youtube.com/watch?v=-Pajf02nG1Q

      • Carlos Schenkel sagt:

        Ich bin auch nicht Ökonom, aber ein wichtiger Teil einer Antwort ist der: Griechenland wurde seit Euro dazu angehalten, bei den Privatbanken Schulden zu machen für ihreStaats-Ausgaben – u. dafür Zinsen zu zahlen. Komisch daran ist, dass die Zentralbank EZB zuerst Geld druckte, es den privaten Geschäftsbanken für 0,5 – 1 % zur Verfügung stellte und jene das Geld dann dem Staat Griechenland für 7 – 10 % Zinsen auslieh. Wenn jetzt der Staat (rsp dessen Nationalbank) das Geld direkt dem Staat ausleiht, ohne Zwischenschritt zu den privaten Banken, so wachsen die Zinsen nicht ins Unmässige und diese Situation wäre/würde nicht enstanden sein. Das ist das, was die Vollgeld-Initiative will. Die Hoheit der Geldschöpfung gehört nicht in die Hände der privaten Banken, sonder dem Staat!

      • Carlos Schenkel sagt:

        Es ist mit Vollgeld nicht mehr nötig Limiten einzuführen, weil der Staat mit Vollgeld die Schulden reduzieren kann, da er das Geld nicht mehr von den Banken gegen hohe Zinse sich ausleihen muss und also auch nicht so riesige Schuldenzinsen zahlen muss wie Griechenland, sondern es selber schöpft und ohne hohe Zinsen in Umlauf setzt.

        • Martin Maletinsky sagt:

          Herr Schenkel, würde denn Griechenland in einem Vollgeldsystem (auf europäischer Ebene) von der EZB Geld direkt ausgeliehen erhalten? Würden die Zinsen dabei nicht von der Bonität Griechenlands abhängen (wie dies gegenwärtig der Fall ist) und in welchem Umfang würden Griechenland diese Kredite gewährt (bzw. was würde die Menge des ausgeliehenen Geldes steuern)?
          Was die Schweiz betrifft, so kann sich der Bund heute bereits Geld zu Negativzinsen leihen (d.h. er wird dafür bezahlt, dass er Kredit aufnimmt). Welche Verbesserung würde ein Vollgeldsystem in der Schweiz in dieser Hinsicht bringen?

      • Markus Ackermann sagt:

        von wg „dass der Staat Limiten für Bargeldbezüge einführt wie dies in Griechenland geschehen ist“
        1. GR hat keine Souveränität über die Währung … und ist damit genauso abhängig von der €ZB, wie das kolonisierte Indien vom £ war
        2. Die €ZB war verpflichtet, GR mit Liquidität zu versorgen. Dies nutzte GR für eine Finanzierung via Not(-Liquiditäts-)Kredite durch die €ZB … mit der Konsequenz steigender Target-Salden v.a. der Bundesbank
        3. In einem Akt des eklatanten Rechtsbruchs hat die €ZB die Liquiditätsversorgung von GR eingeschränkt. Damit wurde der € gegen GR effizienter eingesetzt als die Kanonenboote von Kaiser Willhelm
        4. Die CH hat ihre eigene Währung. Sie ist eine Demokratie – im Gegensatz zur €U. Also können die CH-BürgerINNEN die von Ihnen geforderte Garantie durchsetzen

  • Beatrice Strasser sagt:

    Ich muss obigen Kommentaren beipflichten, ich (wie bestimmt viele andere) wusste bisher nicht, dass Banken Geld generieren können und daher meine Einlagen nicht so sind. Heute kann ich mir ja das Geld auszahlen lassen und habe so einen greifbaren Wert, den ich theoretisch zuhause lagern kann… Mit der zunehmenden Digitalisierung und Virtualisierung der Bankgeschäfte, wird die Wichtigkeit von Bargeld weiter abnehmen und das Risiko für den Einzelnen steigen, das Geld zu verlieren bei einem Crash.
    Es wäre interessant zu wissen, wie dereinst das Konzept Vollgeld (Münzen/Scheine und dann neu auch elektronisches Geld) mit dem Konzept Bitcoins / Block-Chain Technologie zusammenspielen wird.

  • will williamson sagt:

    Ich brauche einen neuen Lastwagen, bin aber nicht flüssig. Die Bank gibt mir einen Kredit „aus Luft“ (Fiat Money) von Fr. 140,000. Den Betrag überweise ich auf das Konto der Garage. Jetzt schulde ich der Bank das Geld. Dafür habe ich den benötigten Lastwagen. Die Bank ihrerseits schuldet der Garage Fr. 140,000 und hat dieser in normalen Zeiten (nicht heute) das Guthaben zu verzinsen. Bei mir ist sie grosszügig oder nachlässig gewesen und hat keine Sicherheiten verlangt. Somit trägt die Bank das Risiko, dass ich nicht zurück zahlen kann. Wenn ich nicht zurück zahle, muss die Bank den Betrag zu ihren Lasten ausbuchen, da sie gegenüber der Garage ja verpflichtet bleibt. Dafür und für den Zins, den sie der Garage (in normalen Zeiten) zahlen muss, hat sie natürlich eine Entschädigung zu gut.

    • johann peider sagt:

      Herr Williamson
      Ganz so ist es nicht.
      Die Bank gibt Ihnen 140`000.-, dafür müsste sie 5%
      Eigenkapital investieren (7`000.-) der Rest ist
      Fiat-Geld, für dieses Kapital zahlt sie dem Einleger im besten Fall 0,5% Zins (35.-)
      Ihnen werden für den Kredit über 140`000.-,
      5 % verrechnet 7`000.- minus 35.- = 6`965.-
      Gut das Risiko, dass Sie den Kredit nicht zurückbezahlen ist in der Rechnung nicht berücksichtigt, aber dafür gibt es ja Spezialisten und der Lastwagen hat auch noch seinen Wert. Vollkasko oblig.
      Wenn Sie 10 Jahre Zinsen zahlen ist die Bank wohl so oder so aus dem Schneider.
      *Die Bank zahlt der Garage keinen Zins (ev.0.125%) wird der Garage aber empfehlen das Geld in einen Fond zu investieren, bei welchem die Garage das Risiko trägt. In ungefähr so läuft dieses Business.

  • David Stoop sagt:

    Ich frage mich, ob besagtes Simulationsmodell auch nur im entferntesten die politischen Interessen bei einer zentralisierten Vergabe von Gratisgeld berücksichtigt hat?
    Das System hat nämlich den Haken, dass man an einem Schalthebel alle durch massive Geldausschüttungen an Bund und Kantone glücklich machen kann. Es liegt in der Natur der Politik, dass diese den neuen Geldwunschbrunnen maximieren würde, also dauerhaft grosse Ausschüttungen an den Staat.
    Dies müsste den Aussenwert des CHFs ziemlich vernichten, was für eine Volkswirtschaft, die alles importiert, wohl verheerende Folgen haben müsste(siehe Venezuela, welches genau so mit dem Erdölgeld verfahren ist).
    Das System könnte funktionieren, wäre aber wohl extrem anfällig auf Manipulation mit unumkehrbaren langfristigen Schäden.

  • Roman Günter sagt:

    Wir leben nicht vom Geld, sondern von den Tätigkeiten, welche uns Geld dagegen austauschen lassen. Leider kann niemand der Befürworter der Vollgeld-Initiative effektive Gründe für das Funktionieren von Vollgeld darlegen. Es geht sehr rasch darum, dass man Gelder umverteilen möchte. Keine einzige Idee der Vollgeld-Bewegung führt auch nur einigermassen verständlich aus, wie denn nun mehr Stellen und Verdientsmöglichkeiten geschaffen werden sollen, und davon leben wir Normalsterblichen normalerweise. Können Sie auch nicht, sie möchten einfach nur „Geld für Nichts“ erhalten. Natürlich kann man so kurzfristig den Konsum ankurbeln, schon mittelfristig ist diese Idee schlicht eine Katastrophe. Der Staat kann private Handelstätigkeit nicht vorgeben, wie die Befürworter es offenbar herbeisehnen.

    • Josef Marti sagt:

      Das ist eine Fehlüberlegung. Die Geldschöpfung der Geschäftsbanken führt seit jeher zu einer massiven Ausweitung der Kreditgeldmenge über das Wirtschaftswachstum hinaus. Dies deshalb weil der Banker die erhofften realen Werte der Zukunft per Schuldbegründung in die Gegenwart transferiert. Dies führt zu Assetinflation. Beginnt das Publikum an dieser Realisierung zu zweifeln dann platzt die Blase, daraus resultierende Bankenpleiten ergeben eine Kettenreaktion auf die Realwirtschaft und führen zu Krisen und Rezessionen. Vollgeld ist kein Geld für nichts, sondern eine kontrollierte und dem Wirtschaftswachstum angepasste Geldmengensteuerung welche den Zentralbanken schon lange entglitten ist.

      • Roman Günter sagt:

        Sie zäumen hier das Pferd vom Schwanz auf, Herr Marti. Es ist die „Realwirtschaft“, welche wertschöpfende Geschäftsfelder bis möglichst weit in die Zukunft strecken möchte. Für die Banken ist diese Ausweitung durchaus interessant, gleichzeitig erhöhen sich auch die Risiken. Es gibt also eine natürliche Grenze, welche durch Risikostreuung (Verbriefung und andere Vehikel des Kapitalmarkts) kontinuierlich ausgelotet wird. Dadurch entsteht erst die wichtige Spezialisierung der Marktteilnehmer, welche der Staat (oder Nationalbank) nicht anbieten kann. Schlussendlich erwarten auch Sie fertige Produkte, Herr Marti. Sie zahlen also erst, nachdem jemand die Produktionskosten vorgeschossen hat. Vollgeld hat also sprichwörtlich keine Zukunft.

        • Josef Marti sagt:

          Sie zäumen das Pferd vom Schwanz auf Herr Günter, Die Realwirtschaft kann rein gar nichts strecken ohne den Banker. Das war noch im Mittelalter so wo zuerst die Produktion des Bauern kam und danach die Verteilung. Damals gab es keinen Zins und nur verfallendes Münzgeld; Finanzvermögen konnte nicht aufgebaut werden. Mit der Industrialisierung und Banking geht das umgekehrt; zuerst kommt die Schuldbegründung und die Verteilung und danach die Produktion, deshalb das Erfordernis von Gewinn und Rendite. Ohne die Erfindung des zinsbasierten Papier- und Schuldgeldes auf Basis einer teilweisen Golddeckung hätte die Industrialisierung nie stattgefunden und wir wären noch eine Agrargesellschaft.

          • Roman Günter sagt:

            Nun, Herr Marti, erst einmal ist da die Idee, dann die Machbarkeitsüberlegungen, dann die Finanzierung, dann die Produktion. Die Banken können sich keine Kreditnehmer aus den Fingern saugen. Kunden also, die erst einmal gewonnen werden müssen und nicht irgendwelche Kredite, die irgendjemandem einfach zugeordnet werden können.

          • Josef Marti sagt:

            Wie erklären Sie sich dann dass inzwischen weltweit die Summe aller finanziellen Forderungen resp. Verbindlichkeiten fast das 4 fache des BIP ausmacht (sog. Finanztiefe, dieses Zitat stammt aus einem Mainstream Lehrbuch über Finanzmärkte)? Vor rund 100 Jahren stand diese Kennzahl noch bei ca. 1 zu 1.

          • Roman Günter sagt:

            Es gibt eine relativ einfache Antwort dazu, Herr Marti, ohne zu tief in die Details gehen zu wollen. Es handelt sich hier um Kontrakte, welche das gleiche Geschäft zu verschiedenen Zeiten abbilden können. Beispiel: Handelsgüter wechseln oft schon während dem Transport den Besitzer. Bis zur Löschung der Güter und der effektiven Erfüllung der Kontrakte, bleiben diese gesamt bestehen. Die gleiche Ladung wird also zum mehrfachen Wert abgebildet (zu verschiedenen Terminen). Mit Vollgeld können keine Termingeschäfte gemacht werden, nur Zug um Zug. Darunter leiden Handelbarkeit und Preisgestaltung. Der Konsument zahlt also tendenziell mehr wegen höheren Risikozuschlägen.

          • Josef Marti sagt:

            Das ist sicher keine Erklärung. Kontraktvolumen von Ausserbilanzgeschäften hat damit nichts zu tun. Termingeschäfte gab es schon vor 100 Jahren, man kann natürlich nicht alle Gewinn und Verlustpotentiale positivieren und bemessen und schon gar nicht wenn das Risiko aus Derivaten nach oben offen ist. Sodann ist eine nominale Bewertung nur bei täglich aktualisierten standardisierten Börsentermingeschäften (Futures) und sicher nicht bei den unzähligen OTC Geschäften möglich.

        • Markus Ackermann sagt:

          @Günter + Marti
          Ich erlaube mir folgende Auflösung des Gegensatzes
          1. Nur die Realwirtschaft ist zT produktiv. Die Definition von „productive labourours and unproductive“ gibt Adam Smith in book II chapter III seines Wealth of Nations.
          Papierli-Wender (z.B. Banker) sind unproductive
          2. Der manufacturer schafft einen realen Wert, der menial servant nicht, denn
          – die Arbeit des manufacturers kann in der Ware gespeichert werden
          – die Arbeit des menial servants verpufft im Moment der Leistungserbringung
          Aggregiert: Schulden = Unproduktive Kosten
          -> Die Produktiven müssen die Unproduktiven ernähren
          -> Was die Produktiven nicht kreieren können, wird per Schulden finanziert
          Die Bewertungen der assets sind Phantasie, bis (alle) assets (gleichzeitig) gegen cash getauscht werden

          • Markus Ackermann sagt:

            @Günter + Marti
            Die Erklärung für Ihren Gegensatz habe ich oben gleichsam bottom up versucht:
            -> Bin ich nach der Transaktion (real) reicher als vorher?
            Soeben stolpere ich über eine polemische Betrachtung top-down von Marc Faber
            -> unproductive credits for transfer payments, gleichsam als mana vom Himmel, was wohl auch Herr Joob in seinem Beitrag möchte
            http://www.bloomberg.com/news/videos/2016-03-18/marc-faber-negative-rates-will-not-end-well
            Ich denke, ab circa den 1980iger Jahren haben die unproduktiven Kosten (die man nicht freiwillig zahlt, weil man dadurch ärmer wird, und die deshalb mit Regulationen durchgesetzt werden) dermassen zugenommen (sog. Dienstleistungsgesellschaft), dass die Produktiven es nicht mehr finanzieren konnten
            => steigende Verschuldung in % des BIP

  • will williamson sagt:

    Eigentlich schaffen ja nicht die Banken das Geld, sondern die Subjekte der Realwirtschaft. Da die Tauschverhältnisse selten 1:1 aufgehen, gibt der Partner mit dem höheren Wert einen Kredit. Mit dem kann er aber anderswo nicht bezahlen. Darum braucht es ein allgemein akzeptiertes Tauschmittel, das einen aufgeschobenen Anspruch auf den entsprechenden Anteil am volkswirtschaftlichen Produkt repräsentiert und allgemein als Zahlungsmittel anerkannt ist: eben Geld. Giroguthaben sind nicht gesetzliches Zahlungsmittel. Das will die Vollgeldinitiative eben ändern. Deshalb „Vollgeld“.

  • will williamson sagt:

    Bei einem Reservesatz von 2.5% und einer Barabhebungsrate von 10% können die Banken mit 100,000 Fr. Einlagen 816,000 Fr. Kredite generieren.
    Ohne Barabhebungen sind es 4 Millionen. Ziemlich offensichtlich, warum sie über die Abschaffung des Bargelds diskutieren und uns weismachen wollen, es sei wegen des Gebrauchs des Bargelds durch Kriminelle.

  • will williamson sagt:

    Wenn man der Meinung ist, dass die Banken zu viel Luftgeld erzeugen, kann man das durch eine Erhöhung des Reservesatzes ganz einfach erreichen. Für die Banken ist das natürlich unattrakiv. Deshalb sind sie mit einiger Sicherheit dagegen.

    • Rolf Zitt sagt:

      Herr Williamson da haben Sie schon recht. Also Reservesatz auf 100% erhöhen! Das wäre m. E. Vollgeld. Es wäre gut dies zu tun.

  • Carlos Schenkel sagt:

    Ich habe mir die Antworten auf der Webseite der Vollgeld-Initiative – unter Fragen und Antworten weitere Fragen beantworten lassen. Vielleicht schauen Sie auch mal dort vorbei!

  • Christian von Esebeck sagt:

    Mit grosser Freude und Genugtuung habe ich der Wochenschrift vom 4. März 2016 entnommen, dass der Bundesrat ganz offensichtlich mehr Sachverstand und Weitsicht besitzt, als die Vollgeld-Initianten – und vorallem mehr, als diese ihm zugetraut haben, denn sie zeigen sich erstaunt und enttäuscht darüber, dass selbiger ihre Initiative ohne Gegenvorschlag zur Ablehnung empfohlen hat. Eindrücklich klar auch die Begründung der ablehnenden Haltung! Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass das Stimmvolk der Bundesrätlichen Ablehnung folgt.

  • Tom Meier sagt:

    Die Initiative hat etwas interessantes. Akutell funktionieren Banken fast wie Versicherungen. Wenn ich der Bank eine Million ausleihe, dann muss die Bank dafür (per Gesetz so bestimmt) nur 20% dieses Geldes besitzen. Die Bank gibt also quasi eine Garantie ab, dass sie das Geld ersetzen wird wenn ich es nicht zurückzahlen kann. Das geht solange gut, wie mindestens 80% der Leute zurückzahlen. Wenn in Folge einer Finanzkrise jedoch weniger Leute zurückzahlen können, steht die Bank am Abgrund und muss vom Staat gerettet werden. Durch die Initiative würde das verunmöglicht. Banken können dann nur noch Geld ausleihen, dass sie auch besitzen. (so wie Private bisher schon) Für die Banken natürlich eine Katastrophe. Für allen anderen? Vermutlich positiv.

  • Tom Meier sagt:

    Das einzige Bedenken dass ich bei dieser Sache habe: Führt ein solches System nicht zu massiv weniger Krediten für die Wirtschaft und damit zu einer Kreditklemme? Schliesslich können die Banken dann nicht mehr einfach Geld erschaffen und ausleihen.

    • Thomas Mayer sagt:

      Eine Kreditklemme ist nicht zu befürchten. Denn nach der Vollgeldumstellung haben die Banken viele Möglichkeiten ihre Kredite zu finanzieren:
      – Die Tilgungen aller bestehender Kredite können von den Banken neu vergeben werden.
      – Die Banken können neue Anlagegelder einwerben oder Bankanleihen verkaufen.
      – Soweit Bund und Kantone durch den Umstellungsgewinn der Vollgeldreform ihre Schulden tilgen, werden die bisherigen Investoren das Geld den Banken anbieten.
      – Für kurzfristige Liquiditätsengpässe gibt es einen Interbankenmarkt und Geldmarkt.
      – Falls es irgendwann doch zu einer Kreditunterversorgung in der Realwirtschaft käme, wird die Nationalbank den Banken zusätzliche Kredite geben und damit ausgleichend wirken.

  • Markus Ackermann sagt:

    Falls die Vollgeld-Initiative angenommen wird, ist dies ein idealer Zeitpunkt (ZUSÄTZLICH zum heutigen CHF-Bargeld!) für elektronische CHF-Banknoten der SNB (also Kryptogeld), die
    – genauso anonym sind wie unser Bargeld und
    – von der SNB jederzeit zum Tageskurs in Gold umgetauscht werden (müssen)
    => 100% Golddeckung für diese Goldfranken.
    Bargeld macht heute etwa 7% der SNB-Bilanz aus.
    siehe heute in der FaZ: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mayers-weltwirtschaft/mayers-weltwirtschaft-die-welt-braucht-kryptogeld-14134829.html
    „Viele Leser werden die Überlegungen zu Kryptowährungen als Science-Fiction empfinden. Doch die Entwicklung der digitalen Verschlüsselung und das Versagen des Kreditgeldsystems macht ihre flächendeckende Einführung mittelfristig sehr wahrscheinlich.“

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