Ich halte am Gutmenschen fest

Ich mag gute Menschen. Ich glaube, es ist unsere Pflicht, soweit nur irgendwie möglich, gute Menschen zu sein. Was ist das Gegenteil von Gutmenschen? Bösmenschen? Schlechtmenschen? In der Regel stehen die Gutmenschen im Gegensatz zu den Realisten. Bedeutet das also, dass wer sich bemüht, ein guter Mensch zu sein, halt kein Realist ist? Etwas doof vielleicht? Etwas dümmlich gar und naiv?

Der Zustand des «Normalen» lässt manche arrogant werden.

Politblog

Ein freiwilliger Helfer des Roten Kreuzes packt für die Aktion «2 x Weihnachten» Geschenke ein. Foto: Keystone

In unserer Welt der Tüchtigen fallen Menschen mit einer Beeinträchtigung auf oder werden übersehen. Aber fast jeder Mensch hat im Laufe seines Lebens kurz oder länger ein Handicap, einen Unfall, eine Krankheit, eine psychische Beeinträchtigung. Und vergessen wir nicht: Die Kinder, die Jugendlichen brauchen eine besondere Aufmerksamkeit, die älteren, die hochbetagten Menschen gar eine besondere Rücksicht. Das, was wir also für «normal» halten, ist ein temporärer, glücklicher Zustand.

Ich habe oft erlebt, wie der Zustand des «Normalen» arrogant und – ja sagen wir es mal in moralischen Kategorien – böse werden lässt. Man schimpft über jene, die etwas länger brauchen beim Einsteigen ins Tram; man schimpft über jene, die temporär oder dauernd finanziell auf die Solidarität der extra dafür geschaffenen Versicherungen angewiesen sind; man schimpft über jene auch, die sich für die Menschen beruflich engagieren, die Sozialarbeiter, die Physiotherapeuten, die Seelsorger, die Pflegenden. Ach, diese Gutmenschen!

Ich freue mich, dass immer wieder Menschen dranbleiben. Sie sind zahlreicher, als man meint. Sie machen nicht halb so viel Lärm wie die «tüchtigen Realisten», so etwa:

  • ein Manager, der sich als Mentor für einen jungen Menschen zur Verfügung stellt, der den Weg noch nicht sicher unter den Füssen hat.
  • eine Gruppe von Frauen, die sich selbstverständlich in der Cafeteria des Sonntagstreffs für Alleinstehende eintragen, Spiele machen, Tee servieren.
  • ein pensionierter Bankangestellter, der nun Treuhanddienste für Betagte übernimmt.

Ich halte am Gutmenschen fest. Er ist nicht lächerlich, nicht dümmlich, nicht blöd. Gutmenschen sind Menschen, die versuchen, Werte zu leben, die ihnen wichtig sind. Sie leben mit Sorgfalt und Sachverstand, mit geradem Rücken und freiem Blick. Ich glaube, solche Menschen sind wie zarte bunte Fäden im Gewebe des Lebens. Sie sichern Lebensfreundlichkeit und Menschenwürde. Ich bin Ihnen dankbar.

135 Kommentare zu «Ich halte am Gutmenschen fest»

  • Anh Toàn sagt:

    „Gutmensch“ wird nicht wirklich verwendet, um andere zu diffamieren, es wird verwendet, um sich selber zu entschuldigen für den eigenen Egoismus: Anderes Handeln wird als nutzlos dargestellt, naive weltfremde Sozialromantik. Der Egoismus wird zum Realismus verklärt.

    • Christoph Mathis sagt:

      „Gutmensch“ bedeutete ursprünglich ein Mensch, der demonstrativ, d.h. nach aussen hin tat, was gesellschaftlich als gut galt. Dabei ging es nicht eigentlich um das Gute, sondern um als gut dazustehen. Es wurde daher nur das Gute getan, was sich auch darstellen liess. Man kann solche Leute auch als Heuchler bezeichnen.

      • Johannes Decker sagt:

        Ich glaube nicht, das „Gutmensch“ schon eine ursprüngliche Bedeutung ausser der Interpretation des Herrn Mathis, hat. Und ich bin froh um unsere Gesellschaft, das immerhin eine aktive Anzahl „Gutmenschen“ im Sinne der Frau Stocker dises Mensch Sein auch lebt, sonst ein Leichentuch über diese Gesellschaft!

  • Janet sagt:

    Gut gesagt.

  • Stefan W. sagt:

    Ein „Gutmensch“ ist kein „guter Mensch“, sondern ein Gutmensch ist ein Mensch, der seine eigenen Überzeugungen im Sinn einer Meinungsdiktatur anderen aufzwingen will, und dabei stets mit moralischen Begriffen argumentiert, um seine eigene Position zu überhöhen. Das ist nicht exakt dasselbe wie ein Mensch, der einfach Gutes tun will.

    • Anh Toàn sagt:

      Ist die Religion weg, bleiben Moral/Ethik. Sind auch die weg, sind wir Affen:

      Mani Matter

      Was unterscheidet Mönsche vom Schimpans? – Hemmige

      Hemmungen/Scham sind ohne Ethik/Moral unmöglich.

      • Stefan W. sagt:

        Hier irrt der von mir sehr geschätzte Mani Matter. Mag sein, dass Schimpansen keine Hemmungen sexueller Art haben, aber das heisst nicht, dass sie keinerlei sozialen Codex (aka Ethik/Moral) hätten. Fragen Sie Jane Goodall. Und am Verstoss gegen diesen Codex werden sie gehindert von: „Hemmige“.
        Jede Gesellschaft hat ethische Normen, sonst würde sie nicht funktionieren. Manche sind innerhalb einer Gesellschaft nicht verhandelbar (bei uns z.B. Mord, Sex mit Kindern), andere sind unschärfer definiert (z.B. Rechte und Pflichten von Flüchtlingen). Gutmenschen setzen ihre eigene Definition absolut.

        • Anh Toàn sagt:

          Sie haben einen Codex, Gesellschaften basieren auf Verbindlichkeiten, auch Ameisen haben einen Codex, sogar einen sehr strengen, aber begründen diesen nicht mit Moral/Ethik.

        • Anh Toàn sagt:

          Ein Gutmensch, der seine Sicht der Dinge als einzig richtig betrachtet, ist gerade keiner.

          • Martin Frey sagt:

            Wobei, ist nicht gerade das Teil der Definition dieses faktischen Unworts, Anh Toàn? Zumindest im Fall der Autorin wäre diese Eigenschaft nicht ganz von der Hand zu weisen.

          • Stefan W. sagt:

            Doch, genau das ist der wesentliche Unterschied zwischen dem „Gutmenschen“ (im spöttisch-sarkastischen Sinn, wie dieser Begriff eben nunmal gebraucht wird) und einem „guten Menschen“.

          • Anh Toàn sagt:

            Ist nicht gerade „Un-“ an diesem Wort, dass man zuerst etwas hinein interpretieren muss, dass es gar nicht sagt, damit man es negativ konnotiert verwenden kann? Manche sagen, man meine Heuchler, andere Wertediktator, wenn man jemanden als guten Menschen bezeichnet.

          • Martin Frey sagt:

            Persönlich denke ich schon, dass „Gutmensch“ ein Unwort ist, und zwar aus denselben Gründen wie Sie, Anh Toàn. Man impliziert (zumindest in den Augen Gleichgesinnter) eine andere Bedeutung durch die inflationäre, populistische Vereinnahmung und Zweckentfremdung des Begriffs. Damit eignet er sich bestens als Totschlagargument für jegliche noch so unpassende Situationen zur Diskreditierung andersdenkender Menschen.
            Damit steht dieser Begriff natürlich nicht allein, im Ggt. gilt das auch für andere, im 2015 ebenso inflationär verwendete Begriffe.

        • Anh Toàn sagt:

          @Stefan W. „Gutmenschen setzen ihre eigene Definition absolut.“

          Ja, der „kategorische Imperativ“ ist bereits im Wortlaut absolut. Kant war ein Gutmensch, der seine eigene Definition absolut setzte. Die Menschenrechte sind als im Kerngehalt unentziehbar und unverzichtbar, auch absolut.

          Ich bin ein Gutmensch, wie Kant.

      • Felix Stern sagt:

        Hemmungen und Scham haben mit Ethik und Moral nichts am Hut. Das eine sind Gefühle, das andere sind Handlungsweisen.

    • TamTam sagt:

      Stefan W. das ist so ungefähr die falscheste und schlechteste Beschreibung von Gutmensch.

      • Stefan W. sagt:

        Danke für die konstruktive und sofort einleuchtende Erwiderung, TamTam. Sie haben mich überzeugt.

    • Linus Huber sagt:

      Sie treffen den Nagel auf den Kopf; es geht dem sogenannten Gutmenschen nicht darum, einfach zu helfen, sondern darum andere unter Zwang zu setzen helfen zu müssen um seine eigenen feuchten Träume zu verwirklichen. Nehmen wir z.B. Mutti Merkel, welche sicherlich in der Lage wäre, z.B. 2 Flüchtlinge bei sich zuhause aufzunehmen; weit gefehlt, es entspricht nicht der Idee eines Gutmenschen, Hilfe persönlich zu leisten, sondern diese Hilfe unter Gewaltandrohung (Steuereintreibung) zu erzwingen und diese auch noch mit gewaltigem Verwaltungsaufwand in der Form der Sozialindustrie abzuwickeln.

      • TamTam sagt:

        also hier mal ne Beschreibung die einen ungefähren allgemeinwert darstellt. Kommt aus der Wiki:
        Gutmensch ist sprachlich eine ironische, zynische, sarkastische oder verachtende Verdrehung des eigentlichen Wortsinns „guter Mensch“ in eine Verunglimpfung. Der Ausdruck wird als rhetorisches Stilmittel benutzt sowie häufig als politisches Schlagwort mit meist abwertend gemeinter Bezeichnung für Einzelpersonen oder Personengruppen („Gutmenschentum“). to be continued

        • TamTam sagt:

          con.- Diesen wird vom Wortverwender eine Absicht bzw. Eigenschaft des – aus Sicht des Sprechers – übertriebenen „Gutseins“ oder „Gutseinwollens“ unterstellt, wobei diese angebliche Haltung unterschwellig als übermäßig moralisierend und naiv abqualifiziert und verächtlich gemacht wird.

          In der politischen Rhetorik Konservativer und Rechter wird Gutmensch als Kampfbegriff verwendet

    • Marcel Zufferey sagt:

      Richtig, es ist genau diese viel kritisierte Gutmenschelei, die mir bei vielen Vertretern dieser Gattung sauer aufstösst: Moralische Erpressung, Besserwisserei, Doppelstandards, kurz: Political Correctness als probates Mittel zur Unterdrückung anderer Meinungen. Den Helfenden, die sich um Schwächere kümmern, tangiert der Begriff Gutmensch eigentlich nicht, finde ich.

      • Ronnie König sagt:

        Bei den Nicht-Gutmenschen ist es haargenau gleich, denn es ist das was schon Platon beschäftigte: Der Dualismus. Aber überlebenswichtig. Die einzige wirklich relevante Frage ist doch, wie weit soll oder darf man gehen, damit gutes nicht schlecht wird?

    • Michael Hofmann sagt:

      Das ist richtig Stefan W.
      Das Wort Gutmenschen findet sich in den Onlinemedien und sonst im Internet in genau diesem Kontext. Gebraucht wird es mehrheitlich von einer Leserschaft der es ein Anliegen ist, dass Moralwerte nicht missbraucht werden. Ich habe das Wort Gutmenschen auch schon verwendet wenn mir der Kragen riss. Moralwerte sind in einer globalisierenden Gesellschaft schwierig zu formen (insbs. Internet). Gutmenschen sind solche, die mit erhobenem Finger auf einseitige Aspekte zu überzeugen glauben. Ein bisschen diffamiert es schon, wobei nicht eine beleidigende Absicht dahinter steckt.

      • Ronnie König sagt:

        Herr Hofmann, das mag bis zu einem gewissen Grad so sein. Aber! so funktioniert die gesellschaftliche Kontrolle und Gemeinwesen, ähnlich einer Familie. Und das Gute im Mensch ist einseitig, wie auch das Schlechte, daher sollten wir auf eine Balance achten und gutes mehr gewichten im einen Fall, das Schlechte im anderen Fall und jeweils loben oder massregeln. Sonst funktioniert die Gesellschaft nicht, aber keines sollte abgeschaft werden. Klinkt paradox, aber so ist nun mal das Leben.

        • Michael Hofmann sagt:

          Sorry Herr König aber es ist mir nicht möglich einen Zusammenhang zu meinen Zeilen mit Ihrer Antwort herzustellen. Haben Sie sich vor Übereifer gar Verdrückt und sind aus Versehen bei mir gelandet?

    • Heinz Gerber sagt:

      Stefan W. fast ähnlich:
      Es besteht ein erheblicher Unterschied zwischen Gutmenschen und guten Menschen. Gute Menschen tun Gutes aus Altruismus, aus eigenem Antrieb und eigene Kosten, sie moralisieren nicht und brüsten sich damit nicht. Gutmenschen hingegen sind Leute, die lauthals öffentlich und demonstrativ Güter, Leistungen, Lebenshaltung und Konsum von Dritten steuern oder beeinflussen wollen, sei es durch Gesetze, Verordnungen oder Verbote etc., dies aber nicht auf eigene Kosten tun sondern auf Kosten Dritter oder der Allgemeinheit, d.h. von Steuerzahlern, Produzenten und Dienstleistern.

      • M. Galliker sagt:

        Es ist nicht einzusehen warum auch Menschen mit einer altruistischen Ader nicht erlaubt sein soll, lautstark auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Wo ist das Problem?

    • Flori Antha sagt:

      Was genau meinen Sie? Wenn ich z. B. absolut gegen Vergewaltigung in der Ehe bin und anderen diese Meinung aufzwingen will, bin ich ein Gutmensch und erstelle eine Meinungsdiktatur? Es ist ja nicht so lange her, dass in der Schweiz politische Parteien gegen die Strafbarkeit dieses Deliktes argumentiert haben. Ist es da nicht gut, dass es ein paar Gutmenschen gab, die ihre Definition durchgesetzt haben.

      • Michael Hofmann sagt:

        Ups?! Sie scheinen das Wort Gutmenschen, als stark reduzierter Begriff nicht zu kennen. Gewisse Moralaspekte wie das unbefugte Töten (Mord), Vergewaltigung oder Diebstahl und ähnliches wird nie zum Guten verdreht um zu veranschaulichen das das nicht das Gute ist. Vielmehr geht es oft um Flüchtlingspolitik oder Sozialwerke. Wir finanzieren diese und sind unreflektiert der Auffassung, dass dies unerhört super sozial sei. Aus langjähriger Erfahrung bin ich früh zur Ansicht gelangt, dass unsere gesellschaftliche Form der Hilfe am Nächsten durch den Staat oft recht asozial ist. Grosse Nächstenliebe bedingt, dass der Staat die geistig-seelische Autonomie eines jeden fördert. Die körperliche Integrität schützt und den Menschen eine Selbständigkeit ermöglicht (erzwingt) und diese respektiert. Gutmenschen machen aber die Gesellschaft für das Wohl eines Einzelnen verantwortlich. Wir müssen einen anderen sozialen Umgang finden untereinander. Ich meine keinen Egotrip; Einfach mehr Respekt vor der Einzigartigkeit eines Menschen. Das fordert waren Schutz des Lebens. Oft sind Menschen die glauben doch nett zu sein und dies immer gesellschaftlich fordern eigentlich asoziale Mainstreamsozis; Eben Gutmenschen. Es mag für Sie widersprüchlich klingen aber dieses Moraldiktat ist ungenügend. Eine moderne Gesellschaftsordnung muss weniger Sozialfälle, Flüchtlinge oder Kranke generieren und diese in Sozialwerke abschieben. Mit anderer Politik als den linken Freiheitsidealen wäre dies möglich ohne ins rechtsnationale Lager abzurutschen.

        • M. Galliker sagt:

          Ja es klingt für mich widersprüchlich! Aus langjähriger Erfahrung bin ich früh zur Ansicht gelangt, das WIR, also Sie und ich, die Gesellschaft sind und deshalb zum Wohl jedes einzelnen beitragen können. Ob Sie das wollen, ist Ihre eigene Entscheidung. Was moralisch richtig ist, ist verhandelbar, sonst gäbe es viele Errgungenschaften von heute nicht.

          • Michael Hofmann sagt:

            Der Unterschied einer harmonischen (Wir) Gesellschaft drückt sich in der Verschiedenheit von möglichen Toleranzbegriffen aus. „Wir“ können uns tolerieren; Also respektieren, hinnehmen und wirken lassen oder man wählt Toleranz als Unterstützung in Form von Einwirken auf den Nächsten potentiell anders Denkenden. Dabei wird oft davon ausgegangen das „Wir“ die entsprechende Mehrheit sind; Was uns zu dieser arroganten Art von Toleranz befugt. Eben Gutmenschen.

    • Simon Affentranger sagt:

      @Stefan W.: Ihre Definition ist gut. Aber eine Enzyklopädie würde hier noch weitere Beispiele auflisten und sie in den Gebrauchskontext setzen. Dieser hat sich im Verlaufe der Zeit deutlich verbreitert. Der problematische Gebrauch des Worts ist nicht der in Ihrem Sinne, sondern der diffamierende (Stocker erwähnt ihn). Wenn Sie „Gutmensch“ pejorativ auf gesamte Berufsgruppen und Parteispektren anwenden – und so wird der Begriff mittlerweile sehr oft angewandt – dann können Sie im Nachhinein nicht kommen und sagen, der Begriff wird einfach falsch benützt. Wir müssen einfach andere Worte finden.

  • Blanche Wu sagt:

    Es ist ein Unterschied zwischen einem Menschen der hilft, aber auch der Realität ins Auge blickt und auch vom Gegenüber fordert. Der Gutmensch hilft, nährt sich vom guten Gefühl dabei, verdrängt die Realität und lebt in einer Scheinwelt.
    Ich würde einen Gassenarbeiter niemals Gutmensch schimpfen, wenn er einem Drogensüchtigen Hilfe gibt, aber ich schimpfe ihn Gutmensch, wenn dieser meint Drogensüchtige lügen nie und seien doch alles liebe Menschen…man soll doch Verständnis haben.

    • TamTam sagt:

      schlagen sie den Begriff nach, denn sie sollten ihre Sichtweise der realität anpassen und nicht umgekehrt. Ich verdränge weder die Realität noch lebe ich in einer Scheinwelt. Aber von Rechts ist bin ich solche beleidigenden Auslegungen gewohnt, und auch von den Mitläufern die nichts besser wissen aber am lautesten Argumentieren.

    • Hans Hintermeier sagt:

      Ich wollte eine ähnliche Definition wie Wu vorschlagen. Ehrlich gesagt, bin ich in der Flüchtlingsthematik auch gespalten. Mein Herz sagt: „alle unbedingt rein lassen, das sind arme Menschen“, mein Verstand sagt mir aber, dass dies keine so gute Idee ist. Für mich zeichnen sich „Gutmenschen“ eben dadurch aus, dass sie oft für die rationale Seite nicht zugänglich sind und die emotionale/ethische Seite sehr stark hervorheben. Für mich liegt die Lösung wie immer im goldenen Mittelweg (für Gutmenschen existiert dieser oft nicht, weil sie oft nur in Schwarz-Weiss-Kategorien denken.

      • Flori Antha sagt:

        Na ja, ich weiss nicht. Wenn ich mir die Schlechtmenschen in der Schweiz so anhöre, dann sind die in der Regel sehr viel emotionaler und weniger rational als die Gutmenschen…

    • Hans Hintermeier sagt:

      Ich möchte noch erwähnen, dass ich den Begriff „Gutmenschen“ heute so zum ersten Mal gebraucht habe. Denn auf der einen Seite habe ich auch Respekt davor, dass sie sich für andere Menschen einsetzen (mit den Mitteln und der Vernachlässigung des Verstandes bin ich jedoch nicht immer einverstanden). Oft machen es sich diese Leute eben auch zu einfach, indem sie wichtige Argumente a priori ausschliessen und deshalb wundert es auch nicht, dass sie oft anecken. Da bringt es dann eben auch nichts, die anderen als „Wutbürger“ zu bezeichnen. Ein wirklicher Dialog wäre endlich nötig!

    • M. Galliker sagt:

      Und wie kommen Sie zum Schluss, wer aus Ihrer Sicht in welche Kategorie gehört? Sie definieren das dann? Und warum ärgert Sie das so, dass jetzt doch einer Verständnis hat? Verständnis für andere beginnt immer beim Verständnis für sich selbst.

  • Rolf Schumacher sagt:

    Ein Gutmensch ist nicht naiv und dumm, weil er entschlossen hat MENSCH (Ideal des Menschen) zu sein. Der Mensch kann nur sozial gut eingebettet überleben. Wer das Sozialsystem mit Füssen tritt, tötet sich selber. Denn in der totalen Isolation, ohne Hilfe (Arbeit zur Herstellung/Beschaffung von Gütern inkl. Nahrung) bleibt kein Mensch gesund und stirbt bald. Selbst der grösste Ich-Süchtige, ist nur, weil er aus Myriaden anderer Menschen-/Tier-/Pflanzen- etc. -teilen besteht und nach dem Tod ist er gar NICHTS mehr, ausser die Erinnerung in den Köpfen der anderen! Fazit. Naiv und dumm ist wer????

    • Linus Huber sagt:

      „Der Mensch kann nur sozial gut eingebettet überleben. Wer das Sozialsystem mit Füssen tritt, tötet sich selber.“

      Der Mensch wird normalerweise in eine Familie geboren, welche als natürliches Sozialsystem der untersten Stufe wirkt, sofern es nicht durch staatliche Interventionen zerstört wird. Eine Gesellschaft ordnet und organisiert sich zwangsfrei auch ohne ein hohes Mass eines zentralistisch orientierten Machtmonopols auf natürliche Weise.

      • Anh Toàn sagt:

        @Linus Huber „Familie als natürliche Ordnung vs. Zentralstaat“

        „Natürlich“ wage ich zu behaupten, haben die Menschen in Gruppen gelebt, meine Kinder gab es nicht, es waren unsere Kinder. Sie reden von patriarchalen feudalen Familie (Griechen / Römer / Religion (AT), mit der absoluten, im Prinzip sogar über Leben und Tod Macht des Pater familias.

        Meine Frau hat mit 14 ihre Jungfräulichkeit verkauft (90 Prozent hat die Zuhälterin kassiert) um die Anwaltskosten für ihren Vater zu bezahlen. Danach ihren Körper, für legale Arbeit war sie zu jung, um die Schule für ihre Geschwister zu zahlen. So ist das Leben ohne infantilisierende Zentralmacht, Sozialsysteme, Gratisanwälte und al diesen Gutmenschenkram.

  • Ann Sophie Leopoldsky sagt:

    Das Gegenteil von gut ist gut gemeint.

    • Martin Frey sagt:

      … womit wir bereits beim Kernelement des Gutmenschen wären. Ein Gutmensch ist nicht zwingend ein guter Mensch, genauso wenig wie ein Sozialist zwingend sozial denkt.

    • Martina Leder sagt:

      Mit diesem Kernsatz meint Bertold Brecht, dass dem Gesinnungethiker die Verantwortungethik fehlt.

  • Paola Stettler sagt:

    Es gilt zu unterscheiden zwischen Gesinnungsethik und Verantwortungsethik (Max Weber). Anhand der Debatte über die Flüchtlinge lässt sich dieser Unterschied aufzeigen. Bei der Verantwortungsethik geht es um die Folgen des politischen Handelns. Linke und Grüne sind mehrheitlich Gesinnungsethiker, auch Merkel und Teile der CDU gehören dazu.

    • Marcus Ballmer sagt:

      Anhand der Debatte über Flüchtlinge lässt sich vor allem folgender Unterschied aufzeigen: es gibt solche, die helfen. Das sind Menschen. Und es gibt solche, die helfen nicht.

      • Michu sagt:

        Also das Menschsein absprechen, für die „anderen“?

        Kommt mir irgendwie bekannt vor…

        • Marcus Ballmer sagt:

          Mit der Begrifflichkeit müssen Sie noch üben, Michu. Ich spreche niemandem das Menschsein ab. Geht ja gar nicht. Aber denjenigen, die nicht helfen wollen, mangelt es an Menschlichkeit. Jetzt verstanden? So kompliziert ist es ja eigentlich nicht.

      • Luzia Keller sagt:

        Genau das ist der Unterschied, Marcus Ballmer, und ich nenne diese dann entsprechend abwertend einfach „Leute“, die lieber den ganzen Tag in Foren plappern und nicht helfen wollen. Das sind für mich keine echten Menschen, die Respekt verdienen.

        • Marcus Ballmer sagt:

          So ist es, Luzia Keller. Die Frage ist bloss, wenn Sie meinen mit „den ganzen Tag in den Foren plappern“. Ich fühle mich jedenfalls nicht angesprochen, da ich mich aktiv in einer Flüchtlingsunterkunft engagiere, die sich in unmittelbarer Nähe befindet. Und all jenen, die mit geschwurbelter Schreibe ihr schlechtes Gewissen beruhigen möchten, kann ich nur empfehlen, auch mal die Ärmel nach hinten zu krempeln. Es ist absolut faszinierend, wie viele wunderbare Menschen man unter den Migranten antrifft.

          • M. Galliker sagt:

            Vielen Dank Herr Ballmer, Sie sprechen mir aus der Seele, und das auch noch sehr amüsierend.

    • Flori Antha sagt:

      @Stettler: sowohl die Gesinnungs- als auch die Verantworungsethiker werden Sie eher im liberalen und linken Spektrum finden, auf der rechten eher die Geldbeutelethiker….

  • Christoph sagt:

    Zeiten ändern sich, die Umgebungsvariablen auch. Was richtig ist, kann plötzlich falsch werden. Auch ich bin für einen gut ausgebauten Sozialstaat, allerdings ist es einfach unrealistisch allen Menschen helfen zu wollen. Dieser Anspruch scheitert zwangsläufig an sich selbst.
    Millionen strömen nach Europa, die meisten davon könnten unbehelligt in ihren Herkunftsländern leben. Allein die Masse wird die Sozialsysteme zum Verschwinden bringen und damit ist nun wirklich gar keinem geholfen. Dies zieht viele Konsequenzen nach sich und die werden gar nicht lustig sein.

    • Robert Walpole sagt:

      @Christoph
      Ihre Analyse ist klar formuliert und vor allem rational und deshalb richtig. Der einfache menschliche Wunsch, anderen zu helfen, reicht nicht. Wenn ich das in eigener Entscheidung selbst tue, dann ist das absolut lobenswert und entspricht dem Bedeutungskern des Begriffs „Solidarität“. Wenn diese Solidarität an den Staat delegiert wird, bzw. an die Steuerzahler, die dann kollektiv haften, wird es problematisch. Nicht alle wollen so helfen, wie der Moralstandard der „guten Menschen“ das definiert. Es ist auch nicht demokratisch, wenn die Politik per „Order de Mufti“ entscheidet.

      • Max Oppliger sagt:

        Doch es ist demokratisch, wenn der durch Volkswahl legitmierte Mufti nun eben regiert und nicht jeder tun kann was ihm gefällt. Sie können ja auch nicht entscheiden ob Sie für Schule und Strassen Steuern bezahlen wollen.

      • Peter sagt:

        Die Politik sollte eigentlich für uns da sein, denn per Definition stammt dieses Wort vom Griechischen politikos „in Bezug auf den Staat, Bürger und das öffentliche Leben“ ab. Wir wählen die Politiker als unsere Repräsentanten (zumindest in der Theorie), daher sind die „Order de Mufti“ demokratisch und sollten eigentlich dem öffentlichen Leben dienlich sein.

        Dass allerdings die Muftis oft nach Lust und Laune entscheiden und Gutmensch oder eben nicht Gutmensch spielen wollen kreiert einen ganz neuen Kreis von Problemen.

        • Flori Antha sagt:

          Die entscheidende Frage ist doch wer Bürger ist und wie sich das öffentliche Leben definiert. Allein schon die Tatsache, dass die Schweiz weiterhin einem völkischen Begriff von Bürger nachhängt, sollte einem doch zu denken geben. Und wenn von Schweizer Boden aus weltweite wirtschaftliche und politische Aktivitäten stattfinden, die dann gewisse Rückwirkungen haben, dann ist es nicht mehr so einfach diese Abgrenzung vorzunehmen.

  • Erna Straub-Weiss sagt:

    Ich sehe auch keinen besseren Weg als weiterzumachen, obwohl ich manches nicht fassen kann. Die Gedanken dazwischen muss sich jede selber machen.

  • S.Schweizer sagt:

    Humanitäre Aufopferung d.h. Hilfe auf Kosten der eigenen Bevölkerung hat nichts mehr mit helfen zu tun. Gutmenschen erkennen den Unterschied zwischen Hilfe+Aufopferung nicht mehr, weil Antrieb ihrer Güte u.a. grosse Schuldgefühle sind. Sie merken nicht wenn sie ausgenutzt werden und verstehen deshalb auch nicht, wenn bei anderen die Hilfsbereitschaft sinkt. Empathie beinhaltet aber auch Zwischenmenschliches zu erkennen, sie aber verurteilen diese natürliche Reaktion. Seine Mitmenschen als empathielos zu bewerten ist wie Schlechtmensch sagen. Gutmenschen sind gut, glauben aber besser zu sein.

    • Hansli sagt:

      Sie empfehlen also Egoismus und Gier als Leitprinzip. Als Gutmensch werde ich solange ich Lebe gegen diese Prinzipien ankämpfen.

      • Peter sagt:

        Ihr Kommentar veranschaulicht genau, woher der schale Beigeschmack des Gutmenschen kommt. Wer nicht sein letztes Hemd weggibt ist gierig und egoistisch in den Augen eines Gutmenschen. Dazwischen gibt es absolut nichts. Entweder komplette Selbstaufopferung oder man ist ein Egoist. Dies obwohl es eine ganze Reihe Nuancen dazwischen gibt.

        • Hansli sagt:

          Und wo bitte wird hier in der Schweiz Hilfe auf Kosten der Bevölkerung getrieben? Wer bei so wenig Hilfe bereits von Selbstaufopferung schreibt, der ist nun wirklich ein Egoist.

          • Peter sagt:

            Ich habe nirgends geschrieben, dass Hilfe auf Kosten der Bevölkerung betrieben wird, abgesehen davon, dass das Geld, welches der Staat für Hilfe ausgibt von der Bevölkerung einbezahlt wird. Das DEZA z.B. hat mit 2.3 Mia ein grösseres Budget als Umweltschutz und innere Sicherheit ZUSAMMEN, ca 3.6% der Bundesausgaben, es ist also nicht „wenig“ wie Sie behaupten.

          • Anna Meier sagt:

            @Hansli: Helfen kann man auf verschiedene Weise, es muss nicht Geld sein und es müssen nicht die Flüchtlinge sein. Man kann seinen Mitmenschen bei kleinen Sachen helfen, man kann Zeit in jemanden investieren, der Gesellschaft braucht etc. Ihre heftige Reaktion ist also nicht angebracht, weil sehr viele Hilfe in dieser Form leisten. Die meisten von uns haben aber nicht das Bedürfnis, das an die grosse Glocke zu hängen, vor allem weil man die Leute, denen man hilft nicht als „hilfsbedürftig“ hinstellen will. Vor allem aber gehen die nicht los und dissen und beleidigen die anderen, die das nicht machen können oder möchten. DAS ist der Unterschied zwischen den Gutmenschen und den Menschen, die einfach Gutes tun.

        • M. Galliker sagt:

          @Peter: Ja, seien Sie froh, gibt es solche Menschen, die ihre Ideale leben und eventuell auch ihr letztes Hemd dafür weggeben (manchmal auch ihr Leben). Solche Menschen haben die Menschheit weitergebracht, bringen sie täglich weiter. Sind Sie auch bereit zu helfen, wenn es für Sie umbequem wird? Da wird es richtig interessant. Übrigens auch für mich, ich unterstelle Ihnen nichts.

    • S.Schweizer sagt:

      @Hansli Interessant, ich rede von „auf Kosten anderer“ und Sie denken ans Geld. Der Mensch lebt aber nicht vom Brot allein. Erinnern Sie sich an die Zeit wo Haustüren unverschlossen sein konnten ohne das eingebrochen wurde und das trotz unterschiedlicher Einkommensschichten? Wie das? Weil die Sicherheit die Menschen darstellten, nicht die Türschlösser. Das war Freiheit. Wir haben unsere Grenzen geöffnet, dafür schränken wir unsere Freiheit zunehmend ein. Ja @Hansli, Selbstaufopferung, denn wir schränken auch massiv unseren Lebensraum für andere ein. Aus Selbstbestimmung oder Fremdbestimmung?

    • M. Galliker sagt:

      Interessante Schlussfolgerungen, die Sie da tätigen. Anderen helfen zu wollen, beinhaltet immer die Bereitschaft, etwas zu teilen oder sogar auf etwas zu verzichten, damit es anderen besser geht. Kinder machen das! Ich weiss nicht, warum man keine Schuldgefühle haben soll, oder denken Sie, das Glück das Sie haben, sei alles Ihr Verdienst? Dass Sie in der sicheren Schweiz zur Welt kamen? Schon morgen kann alles umgekehrt sein und vielleicht sind Sie und ich auf die Hilfsbereitsschaft von anderen angewiesen.

  • Ruf sagt:

    @ Christoph
    Aus meiner Sicht ist Ihr Kommentar der einzig Richtige.

  • Richard sagt:

    Ja, und die Frau Stocker war aus meiner und insbesondere der Perspektive meiner Tochter kein guter Mensch in Ihrem Amt. Stocker liess es gewähren, dass ihr damaliges Jugendsekretariat zig Kinder in Heime gesteckt hat, obwohl zu Hause ein tragfähiges Netz vorhanden war – oder mit minimalen Interventionen ein solches entstanden wäre. Ich hatte keine Chance, die Frau je zu sprechen. Nach drei Briefen kam eine Standardantwort zurück. Und jetzt dieses Gutmenschen-Gewäsch, mir wird grad anders.

  • Hans Müller sagt:

    Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Das ist das Problem. Die Naivität vieler Gutmenschen macht oft alles nur noch schlimmer. Abgesehen davon dürfen Menschen schon Gutes tun. Gutmenschen zeichnen sich aber dadurch aus, dass sie Gutes vor allem mit dem Geld der anderen tun wollen und gleichzeitig selbst direkt (durch Dankbarkeit) oder indirekt (durch Lohn aus einer Anstellung bei einer NGO) von ihrem Gutmenschentum profitieren.

    • Flori Antha sagt:

      @Müller: Schlechtmenschen profitieren in der Regel, sei es durch Status, Einkommen oder den Lohn bei einer Bank oder einem anderen Unternehmen…und das noch mit dem Geld, das andere durch richtige Arbeit erwirtschaftet haben.

  • Karl-Heinz Failenschmid sagt:

    Ein Mensch, der benachteiligten Menschen hilft, ist ein guter Mensch, aber kein Gutmensch. Ein Gutmensch lebt in seiner eigenen naiven rosaroten Welt und eifert missionierend durch die Gesellschaft, ohne selbst Opfer zu bringen. Der allergrösste Teil dieser Spezies trägt selbst nicht real aktiv oder monetär zu einer Verbesserung der Verhältnisse bei.

  • Kurt sagt:

    Die Gutmensch-„Verhöhner“ sind in zwei Kategorien unterteilt. Auf der einen Seite, die sehr reichen Wirtschaftsliberalen, aka Abzocker, und auf der anderen Seite das grosse Heer der „Verbitterten“. Leute, die trotz guter Bildungsvoraussetzungen und hoher Leistungsbereitschaft die Position vergleichbarer anderer nicht erreicht haben. Die sich ihres „prekären Wohlstands“ nicht recht freuen können, weil sie ihn dauernd gefährdet wissen. Die „Abzocker“ benutzen die „Verbitterten“ für ihre monetären Interessen (Steuern runter), während die Verbitterten ihren Frust an den Gutmenschen ausleben.

    • Hugo Knüsel sagt:

      @Kurt: Und in welche „Verhöhner-Kategorie“ gehören Ihrer werten Meinung nach diejenigen armen Zeitgenossen, die Anderen dauernd Neid unterstellen?

      • Kurt sagt:

        Die Verbitterten sind neidisch auf die Gutmenschen (Linke und Nette), weil diese ihre Chance genutzt haben und sich über ihren Wohlstand freuen können. Den Ausländer, der klassische Feind des Verbitterten (die Steigerung wäre noch der Asylant), sieht der Gutmensch als Arbeitskollege, Nachbar und Freund. Dieser Umstand macht den Verbitterten fassungslos und treibt in zur Verzweiflung. Das Resultat kennen wir: Hass auf Andersdenkende, Minarett- und Burkaverbot, ASI, MEi und als Steigerung DSI.

        • Hugo Knüsel sagt:

          @Kurt: Netter Versuch, aber meine Frage war: in welche “Verhöhner-Kategorie” gehören Ihrer werten Meinung nach diejenigenZeitgenossen, die, Anderen dauernd Neid unterstellen? Sie unterstellen viel.

  • Bernhard Piller sagt:

    Wenn jemand 2 Sozialcontrollerinnen, die nur ihren Job machen, aus dem Amt mobbt, dann ist dies kein Guter-Mensch Das Tolerieren von Missständen ist ebenfalls kein Attribut eines guten, verantwortungsvollen Bürgers, sondern eher eines „Gutmenschen“. Vermeintlich Gutes tun, dabei der Gesellschaft schaden.

  • Theo Sprecher sagt:

    Ich sehe den Unterschied zwischen „Gutmenschen“ und guten Menschen darin, dass „Gutmenschen“ nur vordergründig gut zu sein scheinen. Also beispielsweise jene Menschen, die sich lautstark für die Flüchlinge und gegen ihr Elend äussern, solange es sie nichts kostet und es nur anderen Arbeit bereitet. Der Gutmensch ist quasi das Gegenteil des „stillen Helfers“.

    • Martin Frey sagt:

      Richtig, Hr. Sprecher. Dass Gutmensch dasselbe bedeutet wie Altruist meinen eben nur Gutmenschen.
      Wobei ich persönlich das Wort „Gutmensch“ unmöglich finde. Es ist genauso lautstark-schrill pauschalisierend-selbstgerecht wie alles, was man den „Gutmenschen“ gemeinhin vorwirft.

    • Kurt sagt:

      Und was ist ein guter Mensch? Ein Mensch, der Steuerbetrüger hilft die Allgemeinheit zu betrügen (BKG in Verfassung)? Ein Mensch, der Menschenrechte missachtet und alle Ausländer verunglimpft und unter Pauschalverdacht stellt (DSI)? Ein Mensch, der Ausbeutung und Krieg mitverantwortet (Schutz der Potentantengelder, Waffenexporte, steuerbegünstigte Ansiedlung von Rohstoffirmen)? Der „gute Mensch“ in ihrem Sinn, ist eigentlich ein Schlechtmensch, der sich als Gutmenschen tarnt.

      • Luzia Keller sagt:

        Ich hätte es nicht treffender beschreiben können und es steht alles drin, danke Kurt!

  • Hannes Müller sagt:

    Gutmenschen verwirklichen ihre Idealvorstellungen mit dem Geld der anderen.

    • Hansli sagt:

      @Müller EIn Bauer ist also für Sie ein Gutmensch. Der lebt sein Ideal mit dem Geld der andere.

      • Karl-Heinz Failenschmid sagt:

        Wenn ein Bauer morgens nicht aufsteht und loslegt, bekommen die Tiere nicht zu fressen, werden nicht gemolken und die Saat kommt nicht in die Erde. Ein Bauer kann keine Auszeit nehmen mit garantierter Rückkehrmöglichkeit. Ein Bauer erntet nur das, was er produziert, nicht das was er redet oder missioniert.

        • Reto sagt:

          Müsste der Bauer auf dem freien Markt (wie er uns immer vorpredigt) bestehen, würde er seine Tiere verkaufen und einen Job annehmen, der ihm ein subventionsfreies Einkommen garantiert.

      • Hannes Müller sagt:

        Bauern arbeiten. Und er verwirklicht keine Idealvorstellungen, was nicht dasselbe ist wie sein Ideal leben.

    • Ronnie König sagt:

      Und das Geld der anderen stammt woher?

      • Peter sagt:

        @ R. König: Z.b. aus Steuereinnahmen.

        @Hansli: Nach der Theorie wäre jeder Arbeitslose auch ein Gutmensch, was offensichtlich unwahr ist.

    • Flori Antha sagt:

      @Müller: Banker, Unternehmer etc. sind also Gutmenschen!

  • Paul Kaegi sagt:

    Freiwilligenarbeit auf Kosten der Allgemeinheit. Wohnräume zur Verfügung stellen – auf Kosten der Allgemeinheit. Sozialleistungen bezahlen auf Kosten der Allgemeinheit – Spesenentschädigungen auf Kosten der Allgemeinheit. Da wundert es nicht, dass Bezeichnungen wie „Gutmenschen“ eben die gegenteilige Bedeutung haben.

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    für mich ist das unwort des jahrhunderts „globalisierung“. einige gewinner, viele verlierer. und zu letzteren zählen – im sinne von realitätsverweigerung – auch etliche „gutmenschen“, weil sie zur globalisierung im allgemeinen doch recht unkritisch „ja-sagen“. die wenigen gewinner der dito, freuts.

    • Reto Stadelman sagt:

      Dem stimme ich zu. Die Globalisierung, so wie sie häute abläuft, produziert eine enorme Anzahl an Verlierern. Dazu gehören auch die Menschen, die sich jetzt zwei Kilo Reis leisten können und nicht nur eines, und nicht nur „faule Westler“. Aber das merken sie dann erst später…

      • Flori Antha sagt:

        Warum gehört man mit zwei Kilo Reis statt einem zu den Verlierern? Wann ist man dann noch Gewinner?

  • Kurt sagt:

    „Erstmals findet sich das Wort „Gutmensch“, als Bezeichnung für die Anhänger von Kardinal Graf Galen, der gegen die Vernichtung lebensunwerten Lebens , also die Tötung körperlich und geistig Behinderter durch die Nationalsozialisten gekämpft haben. Nicht klar ist, ob der Begriff von Josef Göbbels oder Redakteuren des Stürmer 1941 ersonnen worden ist.“ Die heutigen Rechtsextremen benützen das gleiche Vokabuluar, wie ihre Vorgänger. Roger Köppel hat in der Parteizeitung „Weltwoche“ eine Lobeshymne und Salbung auf den Kriegsverbrecher Hermann Göring editiert.

    • TamTam sagt:

      Matthias Heine (Die Welt) verweist auf den Pädagogen Christian Oeser, der den Begriff erfunden habe. In seinem 1859 veröffentlichten Buch Briefe an eine Jungfrau über die Hauptgegenstände der Ästhetik heißt es über besonders naiv Gutmeinende: „Wird nicht ein solch unberatener Gutmensch für seine unbedingte Menschenliebe verlacht, für einen Thoren von der ganzen Welt gehalten werden und ein Opfer seiner Schwäche sein?“[15]

  • Heinz Weber sagt:

    Wie immer sind es Linke, die in solchen Gremien ihre politische Sicht unterstützen wollen. Also wählt man ein Wort wie „Gutmensch“ zum Unwort. Damit kann man die Gegnerschaft moralisch abwerten. Und dies gesagt ist auch klar, dass nie „Beleidigungen“ aus der linken Seite zum Unwort des Jahres gewählt würden. Sagen wir mal z.B. „Ewiggestrige“. Alles politisches Kalkül. Alles Machtpolitik. Schlicht unredlich. Mit dem Begriff „Gutmenschen“ macht man sich übrigens nicht über „gute Menschen“ lustig im Sinne der im Artikel genannten Beispiele – aber das weiss Fr. Stocker natürlich.

    • Ronnie König sagt:

      Sagen sie doch gleich, dass sie das nicht interessiert, weil sie lieber egoistisch sind und keine Verantwortung für andere übernehmen wollen. Das wäre ehrlicher, als den rhetorischen Handstand zu üben. Sie werten nämlich nur ab. Auch Ewiggestrige ist so ein Fall, ja, und im Kern wie der Gutmensch im Gebrauch. Könnte esaber auch sein, dass es ewiggestrige Gutmenschen gibt? Denken sie mal darüber nach.

  • TamTam sagt:

    Nein, es ist eine disqualiffizierende Bezeichnung, und wer andere so als Gutmensch qualifiziert(wie sie hier), will seine Meinung über andere Stellen und kann nicht verstehen was es eigentlich bedeutet. Ein „Gutmensch“ stellt sich nicht auf den Standpunkt moralisch und ethisch überlegen zu sein, das machen andere um diese und ihre Tätigkeit herab zu setzen.
    Ideologie? da hängen sie eher einer nach.

    • Max Oppliger sagt:

      Stimme Ihnen zu. Es ist auch bezeichnend, dass der Begriff Gutmensch grossmehrheitlich von rechtsnationaler Seite in der gewohnt abwertenden Art und Weise verwendet wird. Da hilft es auch nicht irgendwelche Definitionen zu strapazieren.

  • Paul Moser sagt:

    Zum Glück gibts noch Gutmenschen, die im Gegenüber der all zu vielen Schlechtmenschen in unserer Gesellschaft ein bisschen Ausgleich bewirken.

  • Fritz Maier sagt:

    Erschreckend… unsere Gesellschaft wird zerissen zwischen zwei Extremen. Die einen werden pauschal als Gutmenschen bezeichnet, die anderen als Nazis u.ä…. die SVPler haben die Macht gepachtet, die SP-Anhänger noch viel mehr…

    Das Besondere die Schweiz ist die Konsenskultur, verdammt! Eine Gesellschaft lebt vovn der Mitte!

    • Reto sagt:

      Während in Frankreich der FN als rechtsextrem gilt, wird unsere SVP, obwohl sie viel radilkaler ist als die meisten „rechtsextremen“ Parteien Europas, als „bürgerlich“ bezeichnet.Die Mitte oder die Bürgerllichen schauen tatenlos zu, wie unsere Grundrechte vor die Hunde gehen. Nur 29.5% wählen SVP, aber 60% befürworten eine DSI (Angriff auf unseren Rechtsstaat), und glauben Sie mir diese 31% rekrutieren sich vorwiegend aus der“ bürgerlichen Mitte“.

      • Dieter Sprenger sagt:

        Wenn Sie aus ihrer Perspektive die hiesige SVP als Europas Rechtsextremste politische Kraft bezeichnen , scheinen Sie dem zur Folge vom Linksextremen Rand aus zu politisieren ! Zudem wurden und werden die Grundrechte wenn schon laufend von der Linken aufgeweicht oder verkitscht .

  • willi haenni sagt:

    „der linke Fahrstreifen ist blockiert“ ist mein Wort des Jahres. Es stellt die Drängler-Gesellschaft sehr schön dar, und natürlich wie sie scheitert. Und natürlich wie diese Drängler-Gesellschaft ein Schaden für die ganze Gesellschaft ist.

  • Hans Georg sagt:

    „Gutmensch und Wutbürger“ sind Begriffe um in einer Meinungsäusserung oder Diskussion die jeweils andere politische Seite ins Lächerliche zu stellen.

  • Reto Stadelman sagt:

    Gute Menschen packen selber und unentgeltlich an. Sie sind Vorbilder für mich.
    Gutmenschen predigen davon etwas zu tun und leben, trotz sehr hohem Lohn, in vergünstigten städtischen Wohnungen. Oder sie „vergessen“ ihr Millionenvermögen korrekt anzugeben. Dabei kann es sich natürlich um Versehen handeln. Aber naja…
    Natürlich gibt es solche Menschen auf der anderen Seite auch in Massen. Aber diese Predigen wenigstens kein Wasser und trinken Wein. Das macht sie, so tragisch das klingt, eben doch ein wenig sympathischer…

    • Hansli sagt:

      Nein, als Gutmensch verhöhnt wird derjenige der anpackt und unentgeltich arbeiten. Und der Rest ist frei erfunden, in einer subventionierten Wohnung leben keine gut verdienenden.

      PS: Ihre andere Seite habe ich noch nie gesehen, die eigenen Prinzipien zu leben.

    • Kurt sagt:

      Schlechtmenschen leben in vergünstigten Wohnungen, wie die ehemalige SVP-Gemeinderätin und Millionärin Hedi Schlatter. 18 Milliarden Franken Steuerbetrug vermutet man in der Schweiz (jährlich). Da werden wohl kaum Gutmenschen (mit Lohnausweis) in Frage kommen. Der Akademiker Dr. Blocher gibt sich als Mann vom Volch (die müssen nicht meinen, die seien gescheiter als wir), und trotzdem waren auf der Liste 1 auf den Pole-Positions praktisch nur Akademiker. Er verhöhnt Geisteswisschenften, seine Zeitungen werden jedoch von den Historiker Somm, Köppel und Gujer geleitet. Ihr Weintrinker.

    • Reto Stadelman sagt:

      @Hansli
      Jaja, da vergisst man mal die SP Mitglieder die solche Dinge machen schnell… Alles nur erfunden. Ist ja klar…
      @Kurt
      Schlechte Menschen heucheln wenigstens nicht. Bei denen weiss man woran man ist. Blocher beispielsweise würde „das Volk“ für ein Butterbrot in die Sklaverei verkaufen, wenn er es denn könnte. Aber wenigstens behauptet er nicht, dass er dies aus Gründen der Menschenrecht tut. Man weiss das es nur für seinen Geldsack ist.

      • Hansli sagt:

        @Stadelmann Ja, ist frei erfunden. Oder haben Sie den Betrug angezeigt?

        • Reto Stadelman sagt:

          @Hansli
          Muss ich jetzt auch noch für sie recherchieren? Noch nie was von der Mietaffäre gelesen? Bei der SP Mitglieder vergünstigt in städtischen Wohnung logierten? So geschehen in Zürich und Bern.
          @Paul
          Ja und damit lügt er nicht. Er macht das für die Freihet ohne staatliche Eingriffe handeln zu können. Dummerweise bedeutet das, dass der Starke nimmt was er will. Eigentümlich interpertiert aber nicht gelogen. Viele Schweizer scheinen das zu wollen. Und es stimmt mit dem überein was ich über ihn schrieb: Er würde das Volk sofort versklaven wenn er könnte…

        • Reto Stadelman sagt:

          @Paul
          Natürlich würde Blocher es nicht Sklaverei nennen. Aber was er von Schuldknechten hält ist wohl klar. Und damit lügt er meiner Meinung nach nicht. Ein guter Mensch ist er sicherlich nicht, aber eben auch kein Gutmensch…

      • Paul sagt:

        Stimmt Reto Stadelman, er behauptet er tue es für die Freiheit.

  • Max Bader sagt:

    Es wurde hier schon sehr vieles richtiges geschrieben, was die guten Menschen von den Gutmenschen unterscheidet. Nur um vielleicht nochmals klar zustellen. Die Personen in den drei Beispielen sind alles gute Menschen und keine Gutmenschen.

  • Bernhard Piller sagt:

    Ein Alternative im Unwort-des-Jahres-Palmares zum Gutmenschen wäre das Wort „populist“. Es ist das obligatorische Attribut aller Benennungen von SVP-Vertreter oder SVP-Aktionen, wenn der Text von einem linken Autor geschrieben wurde. Es ist genauso pauschalisierend abwertend wie das Gutmenschen Attribut.

    • Paul sagt:

      Wie würden Sie, Bernhard Piller, die SVP-Vertreter und Aktionen nennen? Ich bin sogar der Meinung die Bezeichnung „Populist“ ist für einen „SVP“ler und seine Aktionen zu schmeichelhaft.

    • Flori Antha sagt:

      Populismus gibt es Rechts wie Links, daher gibt es Links- und Rechtspopulismus. Mir scheint es aber in der Schweiz keinen ausgeprägten Linkspopulismus zu geben (das könnte natürlich daran liegen, dass es in der Schweiz ohnehin nicht so arg viele Linke gibt). Populismus wird ja dadurch definiert, dass man irgendeine Elite (die sogenannte Classe politique – von der ich gerne mal wissen möchte, was sie sein soll) dem Volk gegenüberstellt und sich vermeintlich auf die Seite des Volkes schlägt. Diese Strategie sehe ich in der recht kleinen liberalen und linken Fraktion in der Schweiz kaum.

  • Simon Sieber sagt:

    ich habe nichts gegen Menschen die anderen helfen wollen. Aber ich habe etwas gegen Menschen die auf Kosten anderer helfen wollen. So quasi mit dem Wir-Gefühl und schlechtem Gewissen von Herzen gut sein wollen und den Verstand dabei komplett ausschalten. Sorry aber Köln, Paris, Istanbul, Zusatzkredite für das Asylchaos, Gewalt und bewusstes Aussetzen der Gesetze stehen den ausgesteuerten CH-Ü50, alle den Obdachlosen in der EU u.v.a.m. gegenüber. Entscheidungen mit Verstand und Entscheidungen in der Mitte des Regenbogens fehlen schlichtweg.

    • Hansli sagt:

      Also was ist Ihre Entscheidung wenn die Flüchtlinge hier sind? Verhungern lassen, auf die Nachbarländer abschieben, oder was soll sonst gemacht werden?

  • Simon Kyburz sagt:

    Ein grosses Dankeschön an Monika Stocker. Sie spricht mir aus dem Herzen und hat mitgeholfen Zürich in eine lebenswertere liebevollere Stadt zu machen, auch für sozial Schwächere. Mir geht es genauso. Wer „Gutmenschen“ als Schimpfwort gebraucht, möchte damit sein schlechtes Gewissen beruhigen und seinen rücksichtslosen Egoismus und Raffgier rechtfertigen. Zum Glück gibt es eine starke Gegenbewegung und es macht Freude zu sehen, dass diese wächst. Es wäre schön auch von Menschen wie Ch. Blocher echte Worte und Taten des sozialen Mitgefühls zu sehen, das würde natürlich Wählerstimmen kosten…

  • hauser alex sagt:

    Für mich ist ein Gutmensch wie ein Pazifist. Er will das Schlechte im Menschen einfach nicht sehen und verleugnet es. Er würde nie intervenieren. Wären auf der Welt 99% Gutmenschen würden 1% harte gewissenslose Menschen mit Gewalt und Betrug alles regieren, diktieren, unterdrücken und einsacken. Ob dann das wirklich gut wäre? Nein- so möchte ich nicht leben, denn ich bin weder gut noch böse, sondern liebe Freiheit und Heimat. Ob es dann keine Kriege gäbe? Doch unter den 1% Bösen. Gutmenschen sind Romantiker, Bevormunder und Gleichschalter, die letztlich das Böse fördern.

  • Bruno Bänninger sagt:

    Es muss unterschieden werden zwischen Gutmensch und einem guten Menschen.
    Ein Gutmensch stellt sich aus unterschiedlichen Gründen freiwillig aber mehrheitlich beruflich, also entlohnt, in den Dienst der Allgemeinheit und lässt sich feiern, besonders in den Medien.
    Ein guter Mensch aber stellt sich in den Dienst des Nächsten und hilft völlig selbstlos.

    • Ronnie König sagt:

      Theoretisch hilft er selbstlos. Ich behaupte, dass der von der Natur gesteuert ist. Hat er ein Deffekt, dann fehlt im diese Gabe. Und dann wirds den Kritikern des Gutmenschen auf einmal schnell sehr mulmig, denn dann realisieren sie wie shnell Leben und Besitz fehlen können.

      • Bruno Bänninger sagt:

        Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis weit grösser als in Ihrer Theorie. Denn Helfen ist eine natürliche Handlung.

  • Petter Palmstroem sagt:

    Wer Gutmensch diffamierend verwendet, entlarvt sich selbst als Schlechtmensch.

  • Ernst Hasler sagt:

    Frau Stocker bleiben Sie sich treu und weiterhin ein Gutmensch. Diesen Begriff kann man verschieden interpretieren. Ich für mich bin dann lieber der „Schlechtmensch“. Der Gutmensch ist eher ein vertrottelter, realiitätsfremder Typ, der wirklich glaubt, dass alle Menschen gleich sind. Die Fähnchenschwinger am Bahnhof wenn sie schreiend und kreischend die „Rapefugees“ willkommen heissen. Ein guter Mensch, der sie ja sein mögen, ist eher kein Gutmensch.

  • B. Kerzenmacher sagt:

    Der „Gutmensch“ tut stets Gutes mit fremden Geld um sich möglichst gut zu fühlen…

    • Flori Antha sagt:

      Besser Gutes als Schlechtes mit fremden Geld tun, oder? Wenn ich sehe was Millionäre und Milliardäre mit dem Geld tun, dass sie der arbeitenden Bevölkerung abgeluchst haben, dann finde ich die Gutmenschen irgendwie besser.

    • E.A. Stettler sagt:

      Und Sie, werter Herr Kerzenmacher, Sie tun es selbstverständlich mit eigenem Geld. Oder etwa nicht?

  • Joe Weiss sagt:

    Das Wort «Gutmensch» wird meistens von «anderen» gebraucht. Als Etikett für andere.

  • andersen sagt:

    Wenn die Menschen was Gutes tut, dann fühlen sie sich gut, aber das braucht man nicht an der grosse Glocke zu hängen.

  • Anna Meier sagt:

    lol…. also jetzt habe ich echt ein Weilchen gebraucht bis ich geschnallt habe, was hier passiert ist. Frau Stocker hat offensichtlich nicht mitbekommen, dass Gutmensch erst in letzter Zeit zum Unwort verkommen ist. Gutmensch (jetzige Bedeutung) bezeichnet eine Person, die zwar Gutes tut, davor, während und danach aber laut rausschreien „schaut mal alle her wie toll ich bin, ich habe Gutes getan“, sei es via Social Media oder im Gespräch. Gutes tun dient dabei ausschliesslich der Selbstdarstellung. Am Ende des Tages sind diese Leute also nichts weiter als ganz normale Angeber – und die werden von den meisten nun mal links liegen gelassen, mit und ohne Arroganz.

  • Bastian Treichler sagt:

    Gutmensch ist ein Begriff für diejenigen, die es gut meinen, aber mehr Schaden anrichten als echte Hilfe zu leisten. Monika Stocker ist ein gutes Beispiel für einen Gutmenschen. Ihre ideologische Politik als Stadträtin führte dazu, dass Whistleblower, Weltwoche SVP diverse Fälle von Sozialhilfemissbräuchen aufdecken konnten und diese als Munition für ihre Rechte Politik brauchen konnten. Damit schadete sie den Hilfebedürftigen mehr als dass sie ihnen geholfen hat. Ohne dass sie es wollte, wurde Frau Stocker zur Unterstützerin der SVP-Politik. Eben, gut meinen ist manchmal das Gegenteil von gut.

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