Silvesterlauf oder Weihnachtsspeck? Wer nicht aufpasst, gerät im Winter schnell aus der Form. Darum macht es Sinn, sein Training der kühlen Jahreszeit anzupassen – und sich ein Ziel zu setzen. Zum Beispiel einen Stadtlauf. Willkommener Nebeneffekt: Ein Training in der Kälte verbraucht mehr Kalorien als bei gleicher Intensität im Sommer.
Wir fragten unseren Running-Profi *Markus Ryffel, wie wir die kältesten Tage am effizientesten überbrücken:
Mehr Zeit für Krafttraining
Am besten 3 x pro Woche 20 Minuten. Zum Beispiel daheim mit einem Thera-Band oder dynamischen XCO-Hanteln. Eine gestärkte Muskulatur an Bauch, Rücken und Gesäss ist wichtig für eine gute Haltung beim Laufen und vor allem die beste Prävention gegen Rücken- und Kreuzbeschwerden. Zudem erreicht man mit mehr Muskelmasse auch einen höheren Energiegrundumsatz, was uns gerade jetzt in der Adventszeit zusätzlich helfen kann, ohne Gewichtszunahme über die Runden zu kommen.
Laufen für das Wohlbefinden
Während der kalten Jahreszeit sollten wir ein ruhiges Lauftempo wählen. Im Vordergrund steht: Stressabbau, allgemeine Regeneration, Anregung des Kreislaufs und Stoffwechsels, Stärkung des Immunsystems. Also beste Prävention gegen Erkältung und Grippe.
Beim lockeren Dauerlauf sollte es möglich sein, sich mit dem Partner flüssig zu unterhalten. Das heisst, problemlos ganze Sätze sprechen und verstehen können.
Am besten 2 x pro Woche mindestens 30 bis 40 Minuten, kombiniert mit der Kraftgymnastik.
Tipp: Noch effizienter wird ein ruhiger Dauerlauf, wenn man ihn zur Abwechslung mit dynamischen Hanteln absolviert. So wird Kraft und Ausdauer trainiert. Es gibt wenige Sportarten, bei denen das gleichzeitig möglich ist. Ausserdem macht es Spass und motiviert.
Hügelläufe machen schnelle Beine
Damit die Ausdauer ohne Einbusse überwintert, sollten wir nebst dem ruhigen Dauerlauf 1 x pro Woche Gas geben – mit einem Hügellauf:
Man sucht sich eine Runde von 600 bis 800 Meter, die über 200 bis 300 Meter flache Steigung führt. Aufwärts läuft man in flottem Tempo, der Puls schnellt hoch, der Atem wird kurz. Abwärts gehts dann ganz locker, damit sich der Kreislauf wieder erholt.
Erst 10 Minuten im flachen Gelände aufwärmen, dann 5 bis 10 Hügelrunden wiederholen, anschliessend 10 Minuten auslaufen.
Lauftechnik für Hügellauf: Kurze Trippelschritte, immer mit dem Vorfuss aufsetzen und dabei den Fussabdruck intensivieren, leichte Vorlage, die Arme geben den Takt an und werden automatisch mehr eingesetzt.
Alternative: Wer in seiner Gegend keine moderate Hügelrunde hat, sucht sich eine Runde mit Treppen oder Bergpassagen, zum Beispiel 5 x 400-600 Meter steil bergauf, bergab gehen oder traben.
Tipp: Der Hügellauf stärkt und trainiert die Vorfussmuskulatur und Reaktivkraft. Beides hilft, schneller laufen zu können. Wer sich jetzt 1 x pro Woche ein solches Training gönnt (auch als Alternative zum Fahrtspiel), wird an den anstehenden Stadtläufen nicht nur problemlos mithalten, sondern auch einen guten Endspurt hinlegen.
Entscheidend für den Trainingseffekt ist allerdings auch das Verhalten nach dem Training: Schnell an die Wärme und verlorene Flüssigkeit ersetzen!
* Markus Ryffel (55) ist ehemaliger Langstreckenläufer, Olympia-Silbermedaillengewinner, 19-facher Schweizer Meister und bis heute Schweizer Rekordhalter über 3000 und 5000 Meter. Er betreibt zusammen mit seinem Bruder Urs die Ryffel Running AG. www.ryffel.ch/kurse/
Natascha Knecht
Schlagworte: effizientes Training, Hügellauf, Joggen, Laufen, Markus Ryffel, Winter









Natascha Knecht ist Journalistin, Autorin und Kommunikationsberaterin.
Geboren und aufgewachsen im östlichen Berner Oberland – dem Mekka für Kletterer, Alpinisten und Outdoorsportler –
entdeckte sie ihre Leidenschaft für die Berge bereits in ihrer Kindheit. Sie lebt seit über zehn Jahren in Zürich. Natascha Knecht betreut im Outdoor-Blog die Ressort
Thomas Widmer ist studierter Islamwissenschaftler und Arabist. Nach einem Intermezzo als IKRK-Kriegsdolmetscher wurde er Journalist. Widmer hat mehrere Bücher zum Thema Wandern verfasst. Im Outdoorblog lesen Sie Thomas Widmer im Ressort
Jürg Buschor sitzt seit 1986 im Mountainbikesattel. Er hat für das «Schweizer Bike Magazin» geschrieben und später die beiden Fahrrad-Titel «Move» und «Move News» mitverantwortet. Er ist heute Verleger der Zeitschrift
Pia Wertheimer ist Journalistin und Marathonläuferin. Letztes Jahr hat sie über ihre Vorbereitungen für den
Laurens van Rooijen (38) ist seit 1989 mit dem Velo im Gelände und seit 2000 als Velo-Journalist unterwegs – bis Ende 2004 als Redaktor der Zeitschrift MOVE, seither als freischaffender Journalist in Sachen Fahrrad für verschiedene Zeitungen, Zeitschriften und Web-Formate. Er schreibt neu im Ressort
Martin Sturzenegger (29) ist weder Profisportler noch Experte einer bestimmten Outdooraktivität. Als sportliches Highlight ragt der Bronzemedaille-Gewinn in einem Sprintbewerb für Kinder heraus. Im Outdoorblog betreut er das Ressort 
























































































Hallo,
mache das ähnlich wie in dem Artikel beschrieben. 2 x die Woche ca. 1 Stunde eine gemütlichen Dauerlauf…
Ansonsten intensiviere ich über die kühlen Tage mein Krafttraining. Trainiere zu Hause mit einem Suspension Trainer (Infos unter: http://slingfitness.de/sling-training/suspension-training/106-sixpack-mit-suspension-training.html). Mach damit vor allem Übungen für Bauch, Rücken und Oberkörper. Denke das ist eine gute Möglichkeit, um nicht ganz untätig über den Winter zu kommen
Gruß
Peter
Indianische Männernamen…
Indianische Männernamen liegen voll im Trend – zumindest in leicht abgeänderter Form. Warum dies so ist, liegt wahrscheinlich daran, dass derzeit ein regelrechter Hype um sämtliche Outdoor- und Survivalaktivitäten gemacht wird. Di…..
Solche Hügelläufe kann ich wärmstens empfehlen. Hügelläufe halten einen fit und geben ordentlich Muskeln in den Waden. Die Lauftechnik ist hierbei äusserst interessant zu lesen, werde in Zukunft sicherlich eher mal drauf achten.