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Null Motivation – was hilft?

Natascha Knecht am Montag den 1. November 2010

Einsamer Jogger im Sonnenuntergang. (Bild: AP)

Müde, lange gearbeitet, draussen unangenehm kalt – und jetzt noch joggen gehen? Motivationsprobleme kennen selbst ambitionierte Sportler. Manchmal hat man eben keine Lust. Das ist normal, aber sicher nicht Grund genug, das Lauftraining ganz sausen zu lassen.

Hier die Top 5 meiner ganz persönlichen Motivations-Hitparade:

Die Macht der Gewohnheit
1. Keine Frage: Ich weiss, nach dem Lauf bin ich nicht mehr müde, der Arbeitsstress ist weg, ich fühle mich entspannt und zufrieden. Die Natur inspiriert mich mehr als das TV-Programm. Zu jeder Jahreszeit, 52 Wochen im Jahr, auch bei Wind und Regen.

Soll ich, oder soll ich nicht?
2. Zögern ist anstrengender als loslaufen! Darum mache ich mich so oder so auf den Weg – und sage mir: Falls es wirklich nicht geht, kehrst du nach 20 Minuten einfach wieder um. Erfahrung: Noch nie habe ich das Training nach einer Null-Bock-Situation abgebrochen. Meistens geniesse ich es dann sogar so sehr, dass ich kaum mehr aufhören will und noch zwei, drei Extrarunden anhänge. Ein wunderbares Erlebnis, das mich tagelang motivieren kann.

Abwechslung beim Training
3. Ich fixiere mein Wochen-Sportprogramm immer im Voraus und trainiere nie zwei Mal im selben Bereich. Meistens 1 x lockerer Dauerlauf, 1 x intensiver Tempolauf, 1 x Berglauf oder Intervall und 1 x Long Jog. Falls ich dann zum Beispiel am Tag des geplanten, anstrengenden Intervalltrainings einen Motivationshänger habe, bleibe ich flexibel und mache stattdessen einen Wellness-Lauf (unter 75 Prozent der maximalen Herzfrequenz).

Nie die gleiche Strecke
4. Damit keine Langeweile aufkommt, laufe ich nie zwei Mal hintereinander die selbe Strecke. Die Wälder, Wiesen und Pfade rund um meine Wohngegend kenne ich in- und auswendig. Kann spontan Steigungen einbauen, Seitenwege oder Abkürzungen nehmen und mein Training je nach Tagesmotivation zusammenstellen – wie aus dem Baukasten.

Laufen in Gesellschaft
5. Eine Stütze ist auch mein Laufpartner. Wenn ich mit ihm abgemacht habe, braucht es viel, um spontan abzusagen.

Bestimmt kann diese Liste (fast) endlos weitergeführt werden. Musik, neue Laufschuhe, etc. Aber grundsätzlich gilt: Motivation muss von innen kommen, sie ist keine Kopfsache, man kann sie auf Dauer nicht erzwingen. Trotzdem sind Tipps immer willkommen. Schreiben Sie uns Ihre besten Motivationshilfen!

Natascha Knecht

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16 Kommentare zu „Null Motivation – was hilft?“

  1. Reinhard Anton sagt:

    Morgens laufen, nicht abends!

    • Christian Marogg sagt:

      Klar, ich steh eh schon um 05.45 Uhr auf, um zur Arbeit zu fahren. Da kann ich mich super motivieren, schon um 04.45 Uhr aufzustehen und noch ne Runde zu rennen :-D

      • Michael sagt:

        Morgens laufen mach ich auch, aber erst seit kurzem.
        Ich bin zur Zeit in Peking und um meiner Lauffreude gerecht zu werden, ist die einzige Zeit zu welcher menschenleere Strassen vorzufinden sind, zwischen 0500 und 0600.

        Dies nehme ich gerne in Kauf, wenn ich trotz Strassen ein Gefühl erhalte ein wenig für mich alleine zu sein :-)

  2. Legen sie sich einen Personaltrainer zu. Ich weiss, einige sagen dann: “ein Personaltrainer ist zu teuer.” Ich kann Sie jetzt schon motivieren, indem ich Ihnen sage, dass ein Personaltrainer nicht teuer zu stehen kommen muss. Machen Sie einfach bei schweren Tagen einen Termin mit dem Personaltrainer ab, damit er/sie mental tragen kann und bei leichten Tagen laufen Sie selber:) how does that sound?

  3. pto sagt:

    Nummer 2 stimmt bei mir auf jeden Fall. Oft wenn mir die Motivation fehlt überrede ich mich mit “nur eine kurze Runde” aber sobald ich angefangen habe kommt die Motivation von selber und ich renne immer viel weiter als das minimum dass ich mir vorgenommen hatte.

    Oft Motiviere ich mich auch indem ich einen Lauf vor etwas anderem mache. Zum Beispiel vor dem Nachtessen, oder bevor eine Fernsehsendung startet die ich sehen will, etc. Das hilft vorallem damit dass ich gar nicht anfange zu Zögern .

    Aber was wahrscheinlich am besten Funktioniert bei mir ist dass ich oft einen Lauf in den Alltag einbaue. So steige ich oft auf dem Heimweg von der Arbeit ein paar Stationen früher aus dem Zug und jogge den Rest nach Hause. Da kommt gar nie die Frage auf ob ich jetzt soll oder nicht.

  4. Simone sagt:

    nicht drüber nachdenken, sondern umziehen und losjoggen, wann immer sich die Gelegenheit bietet.

  5. Jenni sagt:

    Wenn’s dunkler und kälter wird, stellt sich unser Körper auf den Winter ein. Das Blut verändert sich sogar. D.h. mehr schlafen, weniger hetzen, mehr essen (ich meine nicht die Guezli und Fettwürste etc.). Wenn wir dann weniger Lust auf Sport haben ist das normal und sogar gut!! Hört doch mehr auf den Körper, Ihr ‘Körperbewussten’ Leute. So tun als wäre Sommer macht anfällig und krank. Eine Pause im Sinne von ‘Runterfahren’ ist notwendig, um dann im Frühling wieder aktiver zu werden. Sonst erschöpfen wir uns immer mehr.

  6. Connie sagt:

    @ Jenni – Deine Antwort gefällt mir am allerbesten und ist für mich die beste Motivation um kein schlechtes Gewissen zu haben. Vielen herzlichen Dank für Deinen perfekten Beitrag ^.^

  7. Hans sagt:

    Für die die noch den passenden Sportpartner suchen gibt es http://www.partner2sport.ch.
    Man kann sich dort kostenlos anmelden und gleichgesinnte im Bereich sport treffen.
    Also, lasst Euch motivieren, meldet Euch an und startet die Sportpartnersuche ;-)

  8. Thomas sagt:

    Laufen soll Spass machen und Freude bereiten. So ist es doch am einfachsten, bei fehlender Motivation sich den Zustand vorstellen, den einem beim Laufen beflügelt. So wird die Überwindung zum Joggen gering sein und man hat sogar eine gewisse Vorfreude:-)

  9. Peter Schmid sagt:

    Meine Lieben,

    ich brauch’s zwar selber kaum, weil ich selber ein Laufsuchthaufen bin. – So ist mein Lauftip ganz simpel: Du musst dir lediglich den “Schupf” geben, dich in Laufkleider zu hüllen, um einige Schritte zu schlendern, ob drei Minuten oder mehr? – soll sich zeigen. – Zusammengefasst: Klamotten an, schnell raus, mehr nicht. Dieses Angehen ohne jeglichen Leistungsdruck wirkt Wunder: L’appétit vient en mangeant! Peter Schmid, Vals

  10. Andrea sagt:

    Ich denke an meine Figur. Schlussendlich geht es doch nur um die Figur.

  11. Eva sagt:

    Ich war ganz neugierig zu hören, wie ich mich denn motivieren könnte. Abends geht nicht wegen Familienabendessen mit Kindern, dann morgens… ist nicht ganz mein Fall, aber ich sollte auch Laufen gehen (auch wegen der Figur). Es wäre aber schön, wenn es Spass machen würde… doch apropos Spass… eine Frage: wann haben diese Leute denn Sex? Tagsüber, Schäferstündchen? Oder hat man keinen Sex mehr, wenn man joggt? Man wird ganz krank dabei, wenn man sich überlegen muss, dass die Sinnlichkeit mit dem Zwang zu Aesthetitk und der Pflicht zu Gesundheit konkurrenziert.

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