Biker, ledig, sucht…

Ein origineller Spruch wäre hilfreich: Potenzielle Partnerinnen auf dem Trail. (Foto: Specialized)

Ein origineller Spruch wäre hilfreich: Potenzielle Partnerinnen auf dem Trail. (Foto: Specialized)

«Hier hast du mein Handy. Ruf damit alle deine Freundinnen an und erzähl Ihnen, dass du mich endlich gefunden hast.» Plumpe Anmache? Denken Sie! Der Flirtspruch hat es immerhin auf Platz 7 der 32 besten Flirtsprüche des deutschen Männermagazins «Men’s Health» geschafft. Ob er funktioniert, kann jeder selber ausprobieren. Ob er allerdings zwei Gleichgesinnte zusammenbringt, darf bezweifelt werden.

Wie finden also Mountainbikerinnen und Mountainbiker auf kürzestem Weg zusammen? Im Fahrradclub? Im Kinosaal? Auf dem Weihnachtsmarkt oder beim Feierabendbier in der Szenebar? Es ist nicht ausgeschlossen, dass sie sich dort tummeln. Aber wie erkennt man sie mit hoher Treffsicherheit?

Topf sucht Deckel

Zum Glück gibt es die guten alten Kontaktanzeigen. Denkt sich wohl auch Mountainbiker M, der die folgenden Zeilen in Form einer Kleinanzeige in Europas grösstem Mountainbikemagazin «Bike» platziert hat: «Ich, M (38), ‹bikeverrückt› ;-), suche gleichgesinnte Begleitung für Home- und Alpentrails, Tagestouren, Bikeurlaub… whatever (2 be continued)…» Kleinanzeigenmarkt als Erfolg versprechende Partnerbörse? Weit gefehlt! Die Anzahl solcher Anzeigen in einer Ausgabe lässt sich inzwischen leicht an einer Hand abzählen.

Kein Wunder, denken sich die meisten. Wir leben ja schliesslich im Zeitalter der digitalen Kommunikation. Aber auch hier gilt: Fehlanzeige. Ein Crosscheck in einschlägigen Internetforen zeigt, dass diese kaum für die Partnersuche genutzt werden. Die Möglichkeit, ganz unverfänglich bei Tourentreffs mit Gleichgesinnten in Kontakt zu kommen, scheint da schon vielversprechender. Dazu werden im Internet zahlreiche Gelegenheiten angeboten.

Klare Sache

Wer auf echtes Dating aus ist, der wird sich wohl auf den grossen Datingplattformen tummeln, die neuerdings intensiv die Werbetrommel rühren. Auch wenn hier der Grossteil aller Inserenten nichts mit dem Mountainbike zu tun hat: Ausgeklügelte Matchingverfahren verbessern die Trefferquote und filtern aus den Abertausenden Singles die echten Stollenfans heraus.

Die charmantere Variante bleibt allerdings das Kennenlernen auf dem Trail. Für den Fall, dass wieder einmal zwei «herrenlose» Damen mit nettem Lächeln am Trailhorizont auftauchen, sollten interessierte Männer auf alle Fälle einen kraftvollen Antritt und einen originellen Spruch parat haben. Oder umgekehrt.

Wie funktioniert effektive Partnersuche unter Mountainbikerinnen und Mountainbikern? Welches sind Ihrer Meinung nach die vielversprechendsten «Kontaktbörsen» für Gleichgesinnte? Welche Erfahrungen haben Sie selber gemacht?


Eine bikende Partnerin: Traum oder Albtraum? (Youtube/IFHT)

 

6 Kommentare zu «Biker, ledig, sucht…»

  • kati sagt:

    danke für den beitrag jürg.

    die antworten auf deine fragen hätten mich auch sehr interessiert. leider scheinen jedoch die biker ihr erfolgsgeheimnis partout nicht preisgeben zu wollen…

    ich freue mich auf alle fälle immer über ein hoi eines männlichen bikers (natürlich auch über jene von mädels, schliesslich sind wir partners in crime ;) auch ein netter schwatz ergibt sich hier und da. doch das war’s dann auch schon. zu sehr exponieren würde man(n/frau) sich, dann gleich nach einem möglichen in-kontakt-bleiben zu fragen. da ist’s nicht anders wie im alltag, der mut entzieht sich oft im entscheidenden moment! :)

  • Roger sagt:

    Ich habe teils eher das Gefühl, dass sich bikende Damen schon durch ein ohne weitere Absichten geäussertes „Sali“ angebaggert fühlen.
    PS: Die Meisten von uns sind nur freundlich und haben keine weiteren Absichten! ;-)

  • Rosche sagt:

    Am besten einander über den Haufen fahren. Hat zumindest bei meinen Eltern hervorragend funktioniert. Nur wars Skifahren statt biken ;-)

  • Dieter Neth sagt:

    ein kleiner Tipp: Versuchen Sie es erst gar nicht. Diese auswendig gelernten Anmachsprüche sind vermutlich bei der bikenden und nicht bikenden Damenwelt längst alle bekannt. Wenn Sie von Natur aus ein Flirttyp sind, nur zu, aber gewisse Frauen sind allergisch auf diese Sprüche. Wenn nicht, ist Reden meist nur Silber – Schweigen dagegen Gold. Einfach die Leute so anreden wie man sich wohlfühlt. Ein normales Gespräch eben. Mann merkt dann sehr schnell, ob man beim Gegenüber wohl gelitten ist. Dann eher auf nicht-verbale Kommunikation setzen. Oder bis über die Ohren rot anlaufen, wie es bei mir meistens war. Aber es gibt auch Frauen die stehen auf gewisse Schüchternheit, scheinbar sogar ziemlich viele.

    • Blanche Wu sagt:

      Anmachsprüche sind etwas vom Schrecklichsten was es gibt. Das wirkt so inszeniert und stösst deshalb oft gleich auf Ablehnung. Ich möchte kein Theaterstück von einem Mann vorgetragen kriegen, sondern einen Menschen kennenlernen. Das geht aber nur wenn er auch ehrlich ist und nicht eine Maske vorgibt nur damit er einen am Schluss möglicherweise noch ins Bett kriegt.

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