Aufs Heiratsalter der Frauen kommt es an – oder auch nicht

A wedding cake at the wedding exhibition in Zurich, Switzerland, pictured on January 9, 2016. (KEYSTONE/Christian Beutler) Hochzeits- und Festmesse in Zuerich am 09. Januar 2016. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Gibt das Heiratsverhalten Rückschlüsse auf die wirtschaftliche Entwicklung? Eine Hochzeitstorte an einer Hochzeitsmesse. Foto: Christian Beutler (Keystone)

In der Wachstumstheorie gilt heute als ausgemacht, dass die Qualität der Institutionen entscheidend ist. Wohlhabende Länder haben garantierte Eigentumsrechte, eine domestizierte Exekutive und eine unabhängige Justiz installiert. Wenn hingegen Rechtsunsicherheit und Willkür herrschen, kann sich die Ökonomie nicht entfalten.

Wie gute Institutionen entstehen, ist hingegen umstritten, und es wird auch kaum möglich sein, einen Konsens herzustellen. Die Sache ist zu komplex. Im Einzelnen ist unklar, was Ursache und was Wirkung ist.

So wird nach wie vor über die These von Max Weber debattiert. Max Weber glaubte, dass Reformierte und Protestanten aus theologischen Gründen wirtschaftsfreundlicher gesinnt waren als Katholiken. Aber war die unterschiedliche Wirtschaftsgesinnung zwischen den Konfessionen eine Ursache, oder war sie nicht schon das Ergebnis von sozioökonomischen Entwicklungen vor der Reformation?

Dieselbe Frage kann man in Bezug auf das europäische Heiratsverhalten stellen. Seit dem bahnbrechenden Aufsatz von John Hajnal aus dem Jahr 1965 hat sich eingebürgert, die unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklung zwischen Westeuropa und den übrigen angrenzenden Gebieten auf diesen Faktor zurückzuführen.

Ausgangspunkt der Argumentation ist die Beobachtung, dass das Heiratsverhalten in Westeuropa bereits ab dem 16. Jahrhundert in dreierlei Hinsicht speziell war:

  • Frauen heirateten für die damaligen Verhältnisse besonders spät (zwischen 20 und 30).
  • Eine besonders hohe Zahl von Frauen blieb unverheiratet.
  • Die Zahl der Kernfamilien (v. a. ohne Grosseltern) war besonders hoch.

Die Hajnal-Linie zwischen Westeuropa und den angrenzenden Gebieten ist im Folgenden abgebildet. Westlich der roten Linie war das Heiratsalter der Frauen vor etwa 500 Jahren relativ hoch, östlich davon war es relativ tief (zudem auch in Finnland, Irland und im Süden Portugals, Spaniens und Italiens).

Der nächste Schritt ist die Verbindung zu den Institutionen und zum Wirtschaftswachstum. Das Standard-Argument ist, dass das westeuropäische Heiratsverhalten (European Marriage Pattern, EMP) mindestens drei positive Effekte hatte:

  • Das EMP bremste das Bevölkerungswachstum. Dadurch stabilisierte sich das Pro-Kopf-Einkommen.
  • Das EMP stärkte die Stellung der Frauen, was über die Zeit zu einem höheren Humankapital der Bevölkerung führte. (Analog zur heutigen Beobachtung, dass eine höhere Alphabetenrate der Frauen in armen Ländern eine wesentliche Bedingung für die Verbesserung von Institutionen ist.)
  • Das EMP erhöhte die Autonomie der Familie. Dadurch war die Macht der Tradition schwächer als in Grossfamilien ausserhalb Westeuropas.

Die Theorie ist elegant. Sie verbindet Mikrostrukturen mit makroökonomischen Ergebnissen, zeigt schön die kausalen Ketten auf und kann mit einem einzigen Kartenbild symbolisiert werden. Nur stellt sich wiederum die eingangs gestellte Frage: Was ist Ursache und Wirkung?

Die Gebiete westlich der Hajnallinie waren bereits zu der Zeit, als sich das unterschiedliche Heiratsverhalten herausbildete, wohlhabender als die östlichen Gebiete bzw. die Peripherie im Norden, Westen und Süden. Und dann gibt es Stimmen, die darauf hinweisen, dass die Korrelation zwischen EMP und Wohlstand zu wenig stark ist, um als Regel zu gelten. Eben ist ein neuer Disput ausgebrochen (hier).

Wie entstehen also gute Institutionen? Durch spätes Heiraten der Frauen – oder auch nicht.

87 Kommentare zu «Aufs Heiratsalter der Frauen kommt es an – oder auch nicht»

  • Linus Huber sagt:

    „Why true self-interest is mutual interest“ 🙂

    Ein Mensch weiss, dass Kooperation und das Wohl des Bruders, Nachbars etc. ebenfalls zu seinem eigenen Wohle beiträgt, während individualisierende resp. Egoismus fördernde Zwangsmassnahmen, dieses Bewusstsein untergräbt.

    „Where the rationalist schemes of central planners on the left and market fundamentalists on the right have led to costly hubris, public policy informed by the new science should now lead to constant humility.“

    Bescheidenheit anstelle von Überheblichkeit wäre ein erster Schritt!

    So oder so, ein interessanter Artikel:

    http://evonomics.com/traditional-economics-failed-heres-a-new-blueprint/

    • Kristina sagt:

      Glücklicherweise erledigt eine Maschine meine Arbeit und ich gewinne Zeit zum Lesen. Oder auch Tippen.
      Eigentlich beschreiben die vielen Worte folgendes: I. Eine Hand wäscht die Andere (Mutual Interest), II. Gesetzliche Rahmenbedingungen werden ausgeschöpft (Hebelwirkung) und III. nicht kalkulierte Opportunitätskosten (Bastiat). Wieso und für wen soll jetzt Bescheidenheit gepredigt werden?

      • Linus Huber sagt:

        @ Kristina

        Nicht gepredigt sondern gelebt soll Bescheidenheit werden und zwar wie erwähnt von „central planners“ und der Grund liegt darin, dass die 2. und 3. Runden-Effekte von Massnahmen zu komplex sind um sie erfolgreich zu erkennen und berücksichtigen und weil die offensichtlichen kurzfristigen Vorteile meist langfristig negative Konsequenzen nach sich ziehen.

  • Linus Huber sagt:

    … unbestimmten Zeitpunkt nicht mehr kooperiert.

    Wenn man dauerhaft Inflation erzeugt, ändert sich marginal das Verhalten der Akteure derart, dass z.B. mit immer höherem Hebel gearbeitet wird, was schlussendlich zu Instabilität und gesellschaftlichen Verwerfungen führen dürfte (Genügend geschichtliche Beispiele existieren, in welchen glaubte, mit der Geldpresse „Wohlstand“ erzeugen zu können).

    “There is only one difference between a bad economist and a good one: the bad economist confines himself to the visible effect; the good economist takes into account both the effect that can be seen and those effects that must be foreseen.”
    ― Frédéric Bastiat

  • Linus Huber sagt:

    Es sind immer die marginalen Verhaltensveränderungen, welche ein Anreizsystem erzeugen, welche langfristige Probleme erzeugen.

    Wenn man die Bevölkerung über Jahrzehnte schrittweise an eine immer höhere Abhängigkeit vom Staat gewöhnt, ist es menschlich verständlich, dass die Reduktion staatlicher Leistungen zu Verteilungskämpfen und gesellschaftlichen Verwerfungen führt, welche ansonsten regelmäßig immer wieder aber mit geringeren gesellschaftlichen Auswirkungen angestanden wären.

    Wenn man die Rechtsstaatlichkeit aufgrund wirtschaftlicher Überlegungen korrumpiert (moral hazard), ist es verständlich, dass die Bevölkerung trotz der Gefahr persönlicher Nachteile an einem …

  • Linus Huber sagt:

    „Conspicuously absent is any mention of humanitarian concerns. The objectives are money, power and oil.“

    Ob im Falle von Sarkosy, Clinton oder sonst etwelchen machthungrigen Scharlatanen, die wahre Motivation von Interventionen hat quasi nie mit den humanitären Gründen zu tun, welche offiziell deklariert werden. Aber wer die offizielle Version in Frage stellt, handelt definitiv politisch unkorrekt.

    http://ellenbrown.com/2016/03/13/exposing-the-libyan-agenda-a-closer-look-at-hillarys-emails/

  • Michael sagt:

    Was fange ich jetzt mit dem Wissen an ? Frauen das frühe heiraten verbieten ?

    • Rolf Zach sagt:

      Ganz einfach, Frauen, die später heiraten, sind besser ausgebildet, sind berufstätig und haben eigenes Geld. Sind sie noch den Männern juristisch gleichgestellt, war sie auch im Westen bis in 70er Jahre des letzten Jahrhunderts nicht waren, haben ihre Männer effektiv einen Partner, der zählt und nicht nur ein Sklavin mit Status für den Mann ist, wie es das Ideal in den islamischen Ländern und Indien ist. Solange sich am Status der Frauen in diesen Ländern nichts ändern, gibt es keinen Fortschritt, dies zeigt sich jeden Tag. Warum ist China wie auch Taiwan vorwärtsgekommen? Sie haben die scheußliche Praxis des Fußbindens verlassen, Hauptgrund, daß China den Wettbewerb gegenüber Westen verlor

  • Kristina sagt:

    Die Ökonomisierung des Seins provoziert Abwegigkeiten die Korrelationen aufzeigen wo wir keine vermuten würden. Nachdem eine japanische Hochzeit locker über 100K verschlingt schreitet die Christianisierung munter voran. Einen ähnlichen Trend lässt sich auch in China ablesen. Wo vor dem Millennium noch KMU als Rückgrat der Wirtschaft identifiziert wurden, waren es nach der Zeitenwende die weiblichen Arbeitskräfte, die es verstanden flexibel mit den Arbeitspensen umzugehen und einige harte Landungen abfedern halfen. Ob die Parametrisierung dieser soziologischen Tatsachen Sinn macht, sei dahingestellt. Ob sich das Individuum daran hält ist wiederum eine andere Frage.

    • Maiko Laugun sagt:

      „..waren es nach der Zeitenwende die weiblichen Arbeitskräfte, die es verstanden flexibel mit den Arbeitspensen umzugehen und einige harte Landungen abfedern halfen..“

      Haben Sie dazu eine Quelle?

      • Kristina sagt:

        Nein. Schau mal 2012 Basler Zeitung, vielleicht war es auch die Sonntagszeitung. Es ging unter anderem darum, dass die Schweiz 2008-2009 relativ glimpflich durch die Turbulenzen gekommen war. Statistisch betrachtet liesse sich das an den Teilzeitstellen ablesen.

        • Maiko Laugun sagt:

          Ihr Text liesst sich so, als ob Sie das auch auf China beziehen. Deshalb kurz ein paar Zahlen zu China aus der Realität:
          Je nach Provinz muss ein jungen Mann (bzw. dessen Vater)aktuell für seine Hochzeit folgendes bezahlen: Eigentumswohung ca. CHF 150K, ein neues Auto plus Bargeld von ca. CHF 50K, zuzüglich die Hochzeitskosten.Ohne dies keine Heirat.
          .
          „..die es verstanden flexibel mit den Arbeitspensen umzugehen und einige harte Landungen abfedern halfen..“
          Falls auf China bezogen, dann ein kompletter Nonsens. Es gibt Firmeninhaberinnen und auch Frauen in leitenden Funktionen. Die werden auch akzeptiert. Das war es dann aber auch schon.

          • Maiko Laugun sagt:

            Als Ergänzung: Konkubinat ist in China nach wie vor gesetzlich verboten und hat Gefängnisstrafen zur Folge. Wer also ein legales Liebesleben haben will, kommt nicht darum herum, die genannten (Un-)Summen zu bezahlen. Unverheiratete selbst – aber auch die Familienangehörigen – werden auch kulturell verachtet, wenn nicht geheiratet wird. Das führt soweit, dass selbst junge und modern orientierte Chinesinnen eine Schein-Heirat eingehen, aber nicht mit dem Partner zusammen leben, damit deren Eltern in der Wohngemeinde nicht geächtet werden.

    • Marcel Senn sagt:

      Kristina: Wenn Sie 1.6% Christen in Japan als munteres Voranschreiten bezeichnen, dann haben Sie sich vielleicht von den Zuwachsraten irritieren lassen — die erscheinen nämlich im Marginalbereich des öfteren mal hoch, sagen aber nicht wirklich viel aus, wenn die Anzahl Christen in den letzten Jahren von 1% auf 1.6% gestiegen sind.
      .
      Was aber Japan, China und weite Teile Europas gemeinsam haben, ist eine zunehmende Vergreisung der Gesellschaft v.a. durch eine grassierende Gebärfaulheit und dem Erreichen von immer höheren Altersgrenzen — das wird noch viele Probleme mit sich bringen, weil die Altervorsorgewerke für dieses Szenario einfach zu schlecht konzipiert sind

      • Kristina sagt:

        Die Ehe will als kleinste Wirtschaftsgemeinschaft verstanden werden. Was im Westen die Säkularisierung ist, ist im Osten der Westen, wenn du verstehst was ich meine. Ratio oder Radio, das ist hier die Frage. Die Geschichte lehrt dich, dass das Christentum sich bisher behaupten konnte. Wieviel japanische Christen gibt es ausserhalb Japans? Und was verstehst du unter grassierender Gebärfaulheit? Gilt das auch für die Chinesen? Und wo sollen die alle wohnen?

        • Marcel Senn sagt:

          Kristina: Um eine Bevölkerung langfristig stabil zu halten sollte die standartisierte Geburtenrate bei 2.1 bis 2.15 Kindern pro Frau sein. In vielen europäische Ländern liegt die zw 30 bis 40% darunter, zumal haben wir noch einen Teil der Bevölkerung der in der CH und anderen Ländern während der Babyboomerphase geboren wurden – als es Werte einiges über 2.1 K/F.
          Das gibt altersdemographische eine Urnenform und irgenwann nach ca 10 Generationen ist diese Bevölkerung ausgestorben 0.65^10 (35% zuwenig Geburten pa) ergibt noch etwa 1.5% der ursprünglichen Bevölkerug nach 10 Generationen. Ein untergeordneter Faktor ist sicher noch das Alter der Mutter bei der ersten Geburt.

        • Marcel Senn sagt:

          Kristina: Gerade mal 663’000 Japaner leben im Ausland – das sind weniger als es Auslandsschweizer gibt (750’000)!

          Schauen Sie sich mal die Wiki Seite an – Japan ist schon am schrumpfen (selbst wenn sie immer älter werden und weltweit die höchste Lebenserwartung haben)

          https://de.wikipedia.org/wiki/Demografie_Japans

          • Kristina sagt:

            Grundsätzlich ist für mich ein Trend ein Trend. Nicht mehr und nicht weniger. Die Zahlen, auch Ihre, zeigen glücklicherweise ebenso in die Richtung. Die Zeit wird zeigen wie weit. Dass wir uns auch hier im Prozentbereich aufhalten scheint dem Zeitgeist geschuldet.
            Staatliches Mikromanagement bedeutet für mich halt nicht Menschen nach Lebensplan zusammenzubringen und sie sich reproduzieren lassen. Auch wenn die Daten ein erhöhtes Informationsbedürfnis zu diesem Lebensbereich ausspucken. Stichwort Sexualisierung im Kindergarten. Parametrisierung wird hier scheitern und darauf hinaus will doch der Artikel.

    • Stadelman Reto sagt:

      Ich kann Ihnen nicht folgen. Was genau wollen sie aussagen? Für mich liest sich ihr Beitrag wie eine Aneinanderreihung von einigen Fakten. Aber was ist die Aussagen? Habe ich da etwas überlesen?

      • Rolf Zach sagt:

        Ich glaube nicht an das Aussterben der einheimischen Bevölkerung in Westeuropa, China, Taiwan, Korea und Japan. Für mich ist dies eine Behauptung ohne Boden. Natürlich werden wir einen Ansturm von Einwanderer aus diesen Ländern bekommen, die nach wie vor die Frau als Dummerchen des Mannes wollen, wo zu der Islam und der Hinduismus zählt. Der hiesige Türke in der Schweiz arbeitet als Hilfsarbeiter auf dem Bau oder sonst irgendwo. Seine Frau arbeitete früher als Näherin ohne Kopftuch in einer Textilfabrik selbständig. Diese Arbeitsplätze bestehen in der Schweiz nicht mehr. Seine Frau ist mit Kopftuch zu Hause und pflegt als Ungebildete die islamischen Sitten.

        • Rolf Zach sagt:

          Was gibt das für ein Beispiel für die Kinder aus solchen Ehen. Wie der 16jährige kräftige Sohn, der seine Mutter mit Kopftuch begleitet, die eine schwere Einkaufstasche trägt. Der Filius findet es als Pascha nicht nötig, seiner Mutter zu helfen. Nun in der Schweiz wird vieles nicht extrem ausgelebt. In Paris und Brüssel ist dies ein wenig anders. Wenn diese Paschas nichts können, ist der ganze Westen Schuld. Sie wissen zwar nichts von der Geschichte, aber sehr wohl wie Linksintellektuelle ihr Vorgehen beschönigen und entschuldigen. Sie sind zwar vollkommene, verwöhnte Versager-Prinzen, immerhin sind sie noch fähig sich selbst mit ihrer Bombe in die Luft. Respekt für ihr Bomben basteln.

  • Ralf Schrader sagt:

    Hier werden Ursache und Wirkung verwechselt. In frühen Kulturen, wie z.B. den Beduinen, spielt die Umverteilung von Gütern durch Kriege eine grössere Rolle, als die Wertschöpfung. Dafür braucht man Soldaten und für die Mütter. Mohammed hat seinen Anhängern 605 verboten, neugeborene Mädchen lebendig im Wüstensand zu vergraben und statt dessen die Krieger zu verpflichten, die Witwen ihrer gefallenen Kameraden in den Haushalt aufzunehmen, also eine Harem, welcher eher ein Frauenhaus war, zu gründen. Hintergrund war, das 3/4 der Männerkohorten mit 25 Jahren tot war. Entsprechend wurde die Frauenzahl auf 4 begrenzt.

    • Josef Marti sagt:

      Daran hat sich nichts wirklich geändert. Männer müssen in den Krieg ziehen (heute in den Stollen oder an die Grossraumbüro-Galeere gekettet) und Frauen haben für den Nachwuchs zu sorgen. Deshalb kommt man sich heute in einigen Grossraumbüros vor wie in einer Wöchnerinnenabteilung.

    • Rolf Zach sagt:

      Was soll Ihre Aussagen. Sie beschreiben doch nicht den friedlichen Islam, der überall auf der Welt am blühen ist und wovon wir sogenannten aufgeklärten Menschen dringend auf diese gutherzigen islamischen Flüchtlinge nur gewartet haben. Ihre Aussage ist nicht politisch korrekt und zeigt den Islam auch in Worten aggressiv ist und nicht nur wie das Christentum in seinen Taten mit salbungsvollen Worten der Liebe. Deshalb ist es nur gerecht, wenn islamische Flüchtlinge in deutschen Flüchtlingslager die wenigen christlichen Flüchtlinge verprügeln, die sicher zu wenig Demut gegenüber dem Islam gezeigt haben. Wir werden es schon noch lernen, unsere Töchter mit 16 zu verheiraten.

  • Josef Marti sagt:

    Die unterschiedliche Wirtschaftsentwicklung ist allein mit der Umkehr von Produktionsprozess und Verteilung des Agrarüberschusses sowie der Erfindung des Papierschuldgeldes in England zu erklären. Da die Insel zu klein ist konnten die Feudalherrn nicht mit endlosen Kriegen neues Territorium rauben, deshalb haben sie die Bauern vom Land vertrieben und zu Pächtern und Fabrikarbeiterproletariat umfunktioniert. Im Schuldgeld- und Zinssystem des Papier- und Fiat Money kommt immer zuerst die Schuldbegründung und Verteilung welche im voraus schon festgelegt wird, erst danach kommt die Produktion. Dies impliziert deshalb das unerlässliche Erfordernis, Gewinn und Rendite zu erzielen.

    • Josef Marti sagt:

      Umgekehrt war es im Mittelalter, es gab keinen Zins und nur verfallendes Münzgeld, der leibeigene Bauer hat zuerst produziert und danach wurde verteilt, der Bauer musste den Überschuss also nachträglich dem Feudal- und Bodenbesitzer abliefern. Es war unmöglich und unnötig Finanzvermögen aufzubauen.
      Ohne die Erfindung eines zinsbasierten Papiergeldsystems auf Basis einer teilweisen Golddeckung hätte die Industrialisierung nie stattgefunden und wir hätten immer noch eine Agrargesellschaft.

      • Fred Ruegg sagt:

        Wie bis heute noch, war schon damals das Einknicken vor den Feudalherren, der Evolutionsfehler der Menschheit bis heute.
        Wie lange noch?Von den alten Griechen seit Thales,Pythagoras bis Archimedes,die Bacons,G. Galilei, über Newton, Einstein, Planck, Heisenberg-weiter wissen Sie wohl selber- sollten wir wissen,es waren nicht die Feudalherren die den Intellekt hatten zu entdecken, wie aus Beobachtung der Naturgesetzlichkeit, deren Handhabung uns selbst das Überleben besser zu sichern vermochte.Die Feudalherren erscheinen wieder beim Erfinden&Anwenden einer Methode für profitablen Wertaustausch & Versklavungs-Regime zu ihren Nutzen. Nein ohne die Feudalherren wären wir nicht „nur“ Bauern.

      • Linus Huber sagt:

        @ Josef

        In dieser Argumentation liegen Sie falsch. Technologischer Fortschritt und das daraus resultierende qualitative Wachstum findet mit jedem Geldsystem statt.

        • Fred Ruegg sagt:

          @ Linus
          dann haben wir aber das unmenschlichste, unnatürlichste und dümmste gewählt, das den Feudalherren (dürfen nicht identifiziert werden (City of London etc) erlaubt, über allen Gesetzen zu existieren und ihr Ausbeutungswerk fortzusetzen. So seit der Aufklärung hatten wir wenigstens eine Idee wie das System zu ändern wäre durch die demokratische Teilnahme der Gemeinschaft, sich Staatsverfassungen und Gesetze zu geben und mit gutem Willen danach zu leben. Doch nun steht die Welt ratlos und verwirrt da, weil die Gegenaufklärung der Feudalherren gesiegt hat.
          Wie weiter? Das muss – über Kurz oder Lang – die Gemeinschaft entscheiden, aber hoffentlich nicht nur auf den Strassen.

          • Linus Huber sagt:

            Sicher Fred, speziell die Verabschiedung vom Geldstandard erlaubte Regierungen immer mehr Macht anzueignen, respektive schrittweise die Karten zugunsten der Finanzindustrie und den dahinterstehenden sich etablierenden Oligarchen neu zu mischen, während parallel die Bürokratie besetzt von grundsätzlich verantwortungslosen (da immun) sich selbst bereichernden „Entscheidungsträgern“ (oder Vollzugsorganen der Lobbyisten) immer weiter zur Regulierung, Bevormundung und Überwachung der Bevölkerung unter dem Vorwand erhöhter Sicherheit ausgebaut wurde. Die Fehlüberlegung der Weltregierungsfanatiker dürfte darin liegen, dass sie den Willen zur Selbstbestimmung unterschätzten.

          • Linus Huber sagt:

            Es gibt etliche Perioden in der Geschichte, in welchen Regierungen glaubten, mit der Geldpresse unendlichen Wohlstand schaffen zu können oder unzählige Kriege führen zu können und in quasi allen Fällen litt im Endeffekt einzig die Bevölkerung darunter, während es leider nur manchmal für die sogenannten korrupten, verantwortungslos handelnden Eliten zu Konsequenzen auf persönlicher Ebene führte. So oder so erleben wir einen interessanten Abschnitt der Geschichte.

          • Fred Ruegg sagt:

            @Linus,
            Danke für das Mitleid.
            Interessant könnte noch gediegen sein. Ich erwarte zunehmendes Chaos, auch bei den „Göttern“.

        • Josef Marti sagt:

          Naja, wenn man weit über 1000 Jahre braucht um den effizienten Einsatz von Schiesspulver zu entdecken (Newton) dann ist das ein gewaltiger technologischer Fortschritt.

          • Linus Huber sagt:

            Josef, trotz leichter Deflation der Konsumentenpreise und ohne lineare Aufblähung des Bankensektors trat z.B. in den USA in der Periode des klassischen Goldstandards zwischen 1870 bis 1917 eines der höchsten Wachstumsraten der Geschichte auf. Dies muss nicht einzig mit dem Goldstandard zusammenhängen und dies heisst auch nicht, dass alles rund lief, sondern einzig, dass das Argument, dass Wirtschaftswachstum von einem überproportionalen Wachstum der Geldmenge (Geldentwertung) abhängt, inkorrekt ist.

      • Rolf Zach sagt:

        Sicher eines der besten Bücher über diese Entwicklung nach der Pest von 1350 hat Gunnar Heinsohn geschrieben und auch zu Recht auf die Hexen-Verbrennung hingewiesen, die die Kirche zugunsten des Adels förderte, weil dieser wieder billige Arbeitskräfte wollte. Man kann ruhig in diesem Artikel mit der Aussage des Heiratsalters der Frau und die Anzahl der Hexenverbrennung in Europa in Übereinstimmung bringen. Kurze Aussage, wo keine Hexenverbrennung, höheres Heiratsalter der Frau!

  • irene meienberg sagt:

    Es muss zwischen Arbeit und Leistung unterschieden werden. Arbeiten geht ohne Bildung. Wirtschaftswachstum und -qualität brauchen eine spezifische LEISTUNG. Leistung setzt Bildung voraus und Möglichkeiten, diese einzusetzen. Je mehr gebildete Menschen zur Wirtschaftsleistung beitragen, desto mehr Chancen auf Wohlergehen. Wenn die Beitragsleistung durch ein institutionalisiertes Recht-System begleitet wird, können sich Stabilität und Kontinuität ergeben. Diese wiederum verbessern die Wirtschaftsleistung. Ergo: wenn auch Frauen (die Hälfte der Bevölkerung, zumeist die friedfertige Hälfte) sich bilden dürfen und können, desto besser geht es Wirtschaft und Gesamtbevölkerung. Bildung für alle!

    • Markus Schneider sagt:

      Es muss auch zwischen Bildung und Leistung unterschieden werden. Der heutige Bildungsfetisch geht völlig an den Problemen vorbei – massenweise werden Leute in Gebieten ausgebildet, für welche keine Verwendung da ist oder welche unproduktiv sind. Massenweise werden auch Frauen ausgebildet, welche ihre teure Bildung danach am Wickeltisch verplempern. Massenweise gibt es Gebildete, die weder von Arbeit noch Leistung eine Ahnung haben und sich stattdessen auf Hierarchie- und Karrierespiele spezialiseren. Wie früher den Orden tragen die Leute heute ihren MA, ihre sonstwie englische Berufsbeteichnung und ihren Dipl. irgendwas vor sich her, ohne dass sie damit wesentliches zu erreichen wäre.

  • Anh Toàn sagt:

    „Wie entstehen gute Institutionen?“ Trivial: Indem weniger gute verbessert werden.

    Wir schreiben immer über grosse Worte, Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Demokratie, Neutralität, Gewaltentrennung, Rechtsstaat und Menschenrechte, Kommunismus, Kapitalismus, aber wichtig für die Gestaltung unseres täglichen Lebens sind die Details. Mehrwertsteuern sind unsozial, wenn es auf alles einen Einheitssatz gibt. Wenn aber die Grundgüter des täglichen Bedarfs von der Steuer ausgenommen werden, wird eine MWST viel sozialer, und deren Vorteile können überwiegen.

    Das heisst, gute Institutionen sind stabil genug, um Vertrauen in diese zu bilden, aber veränder-, verbesserbar.

    • Anh Toàn sagt:

      Gute Institutionen: Vietnam ist eine Parteidiktatur, aber solange man diese nicht im Grundsatz in Frage stellt, ist das tägliche Leben der Bürger viel freier als z.B. in der Schweiz. Die Demokratie beschränkt die Freiheit des Bürgers oft mehr, als Diktaturen. Ist ein Thai Reis Bauer freier als freier als ein Viet? In Japan steht der Kaiser noch immer über dem Gesetz, aber Japan ist dennoch Rechtstaat und keine Monarchie. Und wie ist das in Lichtenstein eigentlich? Ist nicht der Fürst da nahe am absolutistischen Monarchen, im Prinzip?

      Unser tägliches Leben wird von den Detailregeln bestimmt, nicht von den grossen, abstrakten Grundlagen.

      • Reto Stadelman sagt:

        Da teile ich ihre Meinung.
        Freiheit ist ohnehin eine schwer zu fassende Sache. Was bedeutet „frei sein“ eigentlich? Bin ich frei wenn ich keine Steuern zahlen muss? Oder wenn ich machen kann was ich will? Und was ist mit dem Zwang etwas zu essen? Zu schlafen? Und den damit meistens verbundenen Zwängen sich in eine funktionierende Gesellschaft einzufügen? Und damit Miete zahlen zu müssen? Oder die Krankenkasse?
        Persönlich behaupte ich schon lange, dass sich die Freiheit wie eine Gauskurve verhält, wobei die X Achse den Grad der staatlichen Regulation darstellt und die Y Achse die tatsächliche Freiheit. Zu viel oder eben auch zu wenig staatliche Regulation machen unfrei. Meine Meinung.

        • Anh Toàn sagt:

          @Reto Stadelmann:

          Das Leben ist in Vietnam freier von staatlicher Bevormundung, wie es der Huber nennt, dafür insgesamt viel unfreier, dank wirtschaftlicher und familiärer Zwänge: Ich zahle lieber Steuern und Sozialversicherungsbeiträge inkl. Kopfsteuer Krankenkasse, als entscheiden zu müssen, ob ich meine Pflicht erfülle und mein Vater eine Darmoperation bekommt oder meine Pflicht nicht erfülle und zwei Nieren behalte und meine Frau oder meine Tochter nicht verpimpe. Und bringe lieber mein Auto zur MFK, als dass die anderen ohne Bremsen rumfahren. Ich werde lieber von Polizisten angehalten, wegen ungenügend gesicherter Ladung, als mein Kind von solcher überfahren zu lassen.

          Freiheit…

          • Stadelman Reto sagt:

            Sie teilen demnach meine Meinung. Freiheit verhält sich wie in einer Gauskurve.
            Ich kann Hubers Argumente zwar nachvollziehen, aber seine Abneigung gegenüber dem Staat fokusiert auf die falschen Bereiche. Staatliche Regulierungen an sich sind nicht falsch, solange sie alle Akteuer gleichmässig treffen und sich nicht verselbständigen und zu einem Bürokratiemonster heranwachsen.
            Im Moment ist es aber so, dass Regulierungen vor allem für den Mittelstand belastend sind, die Reichen aber nicht betreffen oder von denen problemlos überwunden werden können. Gleichzeitig gibt es Bereiche (meistens auch den Mittelstand betreffend) in denen das Bürokratiemonster sich verselbständig hat und wüted…

          • Stadelman Reto sagt:

            Damit sind wir wieder bei einem Problem das ich schon einige Male in anderen Bereichen angesprochen habe: Der Mittelstand hat keine Lobby die sich für ihn einsetzt. Nur die Armen und die Reichen kennen eine Lobby. Für den Mittelstand gibt es nur immer noch mehr Belastungen…

          • Anh Toàn sagt:

            @Stadelmann Reto: Ja ich stimme Ihnen zu, und Huber nicht, weil er nie irgendetwas konkretes Kritisiert, sondern eigentlich nur einteilt was gut (Volk, Nation) und was böse (Regierung/Ausland/Bürokratie) ist.

            Der Mittelstand muss den Staat tragen, die Armen können nicht und die Reichen müssen nicht und wollen nicht, gehen weg oder tun so.

            Die Bürokratie in der Schweiz ist die menschlichste, freundlichste und effizienteste, die ich irgendwo auf der Welt gesehen habe. Ich bin bereit, jede Regulierung im einzelnen anhand Kosten und Nutzen in Frage zu stellen, aber „wir haben zu viel Regulierung und müssen darum abbauen)“ oder „mehr Freiheit, weniger Staat“ ist mir zu doof.

          • Anh Toàn sagt:

            Und wenn jemand versucht, die Reichen ein klein wenig zu belasten, so schützt der Mittelstand die Reichen, wie bei der deutlichen Ablehnung der Erbschaftssteuer. Der Mittelstands ist die Mehrheit, der braucht keine Lobby, der bräuchte Verstand.

          • Anh Toàn sagt:

            Würde man von den Reichen verlangen, die Gesellschaft angemessen mit zu tragen, wären sie nicht mehr reich (Desiderius Erasmus von Rotterdam: „Niemand kann grossen Überfluss an Reichtümern erwerben oder behalten, frei von Sünde“): Aber dann gäbe es keinen reichen mehr und für die Mittelklasse nichts zum davon träumen.

          • Josef Marti sagt:

            Da der Mittelstand nicht im Besitz von Boden Kapital und Produktionsmitteln ist hat er geringe Chancen zu überleben. Wenn er Verstand hätte würde er gescheiter den Bettel hinschmeissen und in der Unterschicht die artgerechte Tierhaltung geniessen; diese ist gemäss EMRK allerdings den Flüchtlingen und Asylanten vorbehalten. Die Besitzenden und die sog. Elite haben kein Interesse diesen Mittelstand am wirtschaftlichen Erfolg partizipieren zu lassen, deshalb wird es ihn nicht mehr lange geben.

          • Reto Stadelman sagt:

            @Marti
            Dass die Elite kein Interesse daran hat zu teilen ist ja nichts Neues. Da sie allerdings die Menschheit als Ganzes damit am Weiterkommen hindert, halte ich Widerstand für absolut legitim.
            Die Sache mit den Refugees ist ein Thema bei dem Anh Toàn und ich nicht gleicher Meinung sind. Ich teile hier nämlich ihre Meinng Marti. Das Spielchen mit den Refugees läuft heute einfach anders als früher.
            Früher sagte die Elite: „Pass auf dass dir der [beliebige ehtnische Gruppe] deinen einzigen Kuchen nicht auch noch wegfrisst!“
            Heute sagt die Elite: „Sieh nur wie schlecht es dem [beliebige ethnische Gruppe] geht! Gib ihm etwas von deinem Kuchen!“
            Gleichzeitig frisst sie die 19 anderen…

          • Anh Toàn sagt:

            @Marti. Der Mittelstand besitzt häufig soviel Boden, dass seine Einfamilienschachtel drauf Platz hat. Hat damit ausreichend Kapital, dass er hebeln kann. Er ist damit Knecht und Profiteur des Systems. Und die Kleinunternehmer gehören auch zum Mittelstand, die besitzen doch Produktionsmittel. Der Mittelstand hat auch Lobbies, vom Gewerbeverband über Schützenvereinsverband und Wanderwege und Alpenclub und TCS.

            Mittelstand ist auch so eine Worthülse, genauso wie Elite. Das eine ist da wo ich bin, das andere da, wo die Bösen sind.

          • Linus Huber sagt:

            @ Reto

            „Staatliche Regulierungen an sich sind nicht falsch, solange sie alle Akteuer gleichmässig treffen und sich nicht verselbständigen und zu einem Bürokratiemonster heranwachsen.“

            Richtig, wobei hierbei die Zeitachse und das Ausmass eine entscheidende Rolle spielen.

          • Anh Toàn sagt:

            @Linus Huber: Ja, die Zeitachse und das Ausmass sind nämlich Naturgesetze, die spielen die entscheidende Rolle:

            Eine entscheidende Rolle spielt, wie dem entgegengewirkt wird, mittels Regulierung.

          • Anh Toàn sagt:

            Treffen sich zwei Anwälte:

            „Wie geht’s so?“
            „Ich kann nicht klagen.“
            „Oh, das tut mir leid!“

            In der Schweiz hat man die Klageflut welche aus der Interessenlage der Anwälte logischerweise entsteht, eingedämmt indem Erfolgshonorare verboten werden und auch unentgeltliche Rechtspflege im Privatrecht gewährt wird und anderes mehr. Die USA erlauben die Beteiligung des Anwaltes am Prozessergebnis: Jeder ist frei, jeden zu verklagen, ist das Ergebnis, die höchste Anwaltsdichte der Welt, in der freiesten aller Welten (the land of the free).

            See you in court!

          • Linus Huber sagt:

            „Eine entscheidende Rolle spielt, wie dem entgegengewirkt wird, mittels Regulierung.“

            Ja sicher, Regeln, welche eine fehlerhafte Anreizstruktur erzeugen, muss man mit zusätzlicher zeitlich unbegrenzter Regulierung bekämpfen und auf keinen Fall darf überlegt werden, dass vielleicht die ursprünglichen Regeln teilweise oder gesamthaft ersatzlos aufgehoben werden könnten, sonst könnte der Bedarf an Bürokraten und gewissen geschützten Berufsgruppen, welche konzeptionell zulasten der Allgemeinheit vegetieren, gar eine Abnahme verzeichnen, was mit allen Mitteln zu bekämpfen ist.

          • Anh Toàn sagt:

            Ja Herr Huber, wenn man davon ausgeht, dass die ursprüngliche Regel nur geschaffen wurde, weil Bürokraten und Diktatoren mehr macht wollten, dann schafft man schlechte Regeln am besten ersatzlos ab.
            Ich gehe davon aus, dass fast alle Regeln auch geschaffen wurden, um ein tatsächliches Bedürfnis zu befriedigen, um ein Problem zu lösen, und darum durch bessere zu ersetzen sind.

            Ich bin nicht für Drogenlegalisierung, mit Werbung an Teenager, ich bin für kontrollierten Verkauf an mündige Bürger (Beipackzettel, nur damit ist der Konsument mündig, was Voraussetzung eines „freien Marktes“ ist), und Besteuerung der Gewinne zur Deckung der sozialen Kosten.

          • Anh Toàn sagt:

            Ich bin nicht für sofortige beliebige Einreise der ganzen Welt in die europäischen Sozialsysteme. Aber ich bin dafür dass die ganze Welt ein recht darauf hat, an einem sicheren Ort darauf zu warten, bis ihr Gesuch um Aufnahme behandelt ist, und wenn diese ernsthaft an Leib und Leben bedroht ist, in einem „lebenswerten“ Umfeld mit Zukunftsperspektiven leben darf. Ich bin auch der Ansicht, dass nicht nur die physische Integrität sondern auch die Würde jedes Menschen, und damit auch eines sich illegal in einem Land aufhaltenden oder einreisen wollenden Menschen, unantastbar ist. Und letztlich geht es mir dabei nicht um deren Würde, sondern um meine und Ihre und unsere.

          • Linus Huber sagt:

            Sicher bestehen unendlich viele Bedürfnisse und obwohl die Demokratie sich wohl als das beste Gesellschaftssystem herausstellt, besteht die Gefahr, dass sie sich Richtung Kollektivismus oder Sozialismus entwickelt. Es geht bei meinen Kommentaren nicht darum, deshalb die Demokratie in Frage zu stellen, sondern darum, darauf hinzuweisen, dass solch eine Entwicklung mit langfristig negativen Konsequenzen verbunden sein dürfte und der Souverän in diesem Bewusstsein vorsichtig handelt.

          • Linus Huber sagt:

            auch die Würde jedes Menschen, … , unantastbar ist

            Sicher doch, das wünschen wir uns alle. Das Problem ist ja nicht, dass wir als Menschen dieses edle Ziel nicht anstreben, sondern eher darin, dass dies eben nicht zentralistisch und mit Zwang erzielt werden kann, denn es sind ja genau die Regierungen, welche immer wieder aus offiziell humanitären Gründen Kriege (aber viel eher aus Gründen der eigenen Macht) anzetteln und dabei nicht einzig die Würde von Menschen sondern gleich auch Leib und Leben zerstören. Viele tausende von Bürgern würden sich zweifelsfrei bereit erklären, einen an Leib und Leben bedrohten Flüchtling temporär und …

          • Linus Huber sagt:

            … und zwecks Reorganisation seines Lebens, bei sich aufzunehmen. Für diesen Wunsch zu helfen brauchen wir kein Diktat der Regierung, sondern einzig die Organisation durch den Staat. Die Aufnahmebereitschaft (Quote) muss anhand der sich meldenden Bürger ermittelt werden (sicherlich werden es die motzenden und auf Rechte pochenden Scheinflüchtlinge dabei schwieriger haben). Ein echter Flüchtling, welcher an Leib und Leben bedroht ist, interessiert sich nämlich nicht für etwelche Rechte und seine Würde besteht darin, dass er möglichst schnell wieder auf den eigenen Beinen stehen kann. Ebenfalls wird er den Rest seines Lebens gegenüber denjenigen dankbar sein, welche ihm dabei halfen.

          • Maiko Laugun sagt:

            „..sondern einzig die Organisation durch den Staat. Die Aufnahmebereitschaft (Quote) muss anhand der sich meldenden Bürger ermittelt werden..“

            Ds ist eine Utopie. Von Ausnahmen und Einzelfällen abgesehen, kann nur der Staat professionell mit Flüchtlingen umgehen, vor allem dann, wenn sie in grossen Massen ankommen. Das schliesst eine nachfolgend freiwillige Aufnahme durch private Persoen nicht aus. Oder wer kümmert sich darum, wenn die freiwilligen Quote zu tief sein sollte? Es ist der Staat, welcher die Menschenrechte anerkannt und ratifiziert hat und nicht private Personen. Nur er (der Staat) kann das Problem lösen.

          • Anh Toàn sagt:

            Linus Huber „Sicher doch, das wünschen wir uns alle.“

            Nein, wir wollen das machen, nicht uns wünschen, darauf warten, dass es der Osterhase bringt.

            Oder bis der Messias kommt, so Gott will, Inshallah!

          • Anh Toàn sagt:

            @Huber „Das wünschen wir uns alle“ aber leider können wir nichts dazu beitragen, ohne unseren obersten Wert der Freiheit mit Regeln zu verletzten. Also bleibt es ein frommer Wunsch.

            Als die Vernunft die Bastille stürmte, wurde nicht einfach gerufen „Freiheit“; es hiess Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, denn Freiheit alleine ist nur ein anderes Wort für nichts zu verlieren zu haben: Einsamkeit (Bobby Mc Gee ist keine Hymne auf Freiheit, sondern ein Blues über Einsamkeit).

            „Ein echter Flüchtling wird….“: Nur können weder Sie noch eine Behörde wissen, wie sich der verhält wenn er aufgenommen wird („eigene Füsse“ „dankbar“), bevor er aufgenommen wurde.

            Catch 22! Pech…

          • Anh Toàn sagt:

            Sie fordern „Freiheit von Flüchtlingen“, ich fordere „Freiheit für Flüchtlinge“

          • Anh Toàn sagt:

            Tom Robinson band: „Power in the darkness“

            (Voice from The Other Side:) „Today, institutions fundamental to the British system of Government are under attack: the public schools, the house of Lords, the Church of England, the holy institution of Marriage, even our magnificent police force are no longer safe from those who would undermine our society, and it’s about time we said ‚enough is enough‘ and saw a return to the traditional British values of discipline, obedience, morality and freedom.
            What we want is:

          • Anh Toàn sagt:

            Freedom from the reds and the blacks and the criminals
            Prostitutes, pansies and punks
            Football hooligans, juvenile delinquents
            Lesbians and left wing scum
            Freedom from the niggers and the Pakis and the unions
            Freedom from the Gipsies and the Jews
            Freedom from leftwing layabouts and liberals
            Freedom from the likes of you…“

            Ich will frei sein, von Leuten wie Sie!

          • Linus Huber sagt:

            Ein Flüchtling, welcher in einem Staat, in welchem er nicht an Leib und Leben bedroht wird, mutiert mit der Aufnahme der Reise in einen anderen Staat mit besseren staatlichen Leistungen zum Wirtschaftsflüchtling. Das heisst nicht, dass Regierungen aufnahmebereiten Bürgern verbieten soll, die Hilfe zu verbieten (im Gegenteil, eine Förderung dieses altruistischen Verhaltens ist angemessen), sondern dass das Anreizsystem fehlerhaft ist. Dass ein Staat, welcher die Kontrolle über sein geographischen Grenzen verliert, die grundlegende Funktion der Staatlichkeit verletzt und dass die Ursache des Problems bei Regierungen liegt, sind nicht zu vernachlässigende Aspekte.

          • Anh Toàn sagt:

            @Linus Huber: „Das heisst nicht, dass Regierungen aufnahmebereiten Bürgern verbieten soll, die Hilfe zu verbieten ..“
            @Linus Huber: im nächsten Satz: „Dass ein Staat, welcher die Kontrolle über sein geographischen Grenzen verliert, die grundlegende Funktion der Staatlichkeit verletzt“

            Da Sie den Widerspruch anscheinend nicht erkennen: Der Bürger darf aufnehmen, wen er will, also ich als CH-Bürger die ganze vietnamesischen Geschwister und Halbgeschwister meiner Frau, die Eltern auch um hier Grosskinder zu hüten: das soll mir der Staat nicht verbnieten dürfen, aber dennoch seine Grenzen kontrollieren.

            Aus Ihnen kommt kein gerader Gedanke!

          • Anh Toàn sagt:

            An diesem Widerspruch Herr Huber, könnten Sie, wenn Sie wollten, erkennen, dass FREIHEIT alleine nicht das Ziel einer Gesellschaft sein kann. Bereits die Definition wer dazu gehört, widerspricht der Freiheit des Bürgers. Jede Gesellschaft basiert auf Regeln (Rosseau „contrat social“: In einem Vertrag werden Verbindlichkeiten, Pflichten und Rechte festgelegt. Sie sehen in GLEICHHEIT und BRUEDERLICHKEIT „Gefahr Richtung Kolletkivismus und Sozialismus“: Freiheit ist Einsamkeit. Gesellschaft entsteht aus Regeln.

            Eine Gesellschaft, ein Staat, eine Nation, eine Familie, ein Verein dessen einziges Ziel die Freiheit des Individuums ist, müsste sich sofort selbst abschaffen.

          • Linus Huber sagt:

            Wir reden von Fluechtlingen! Zuwanderung ist ein anderes Thema.

          • Anh Toàn sagt:

            Und Linus Huber sagt wer Flüchtling ist, oder Bürograten oder der freie Bürger? Ich sage, das sind Flüchtlinge, der kleine Bruder ist mit 16 fast an mangelnder Arbeitsplatzsicherheit krepiert, Starkstromschlag, alleine gearbeitet, der Chef ist frei von Unfallversicherungspflicht und hat frei und gropsszügig etwas an die Spitalkosten bezahlt. Der Rest der Behandlungskosten, der Lohnausfall, war halt Eigenverantwortlichkeit, Freiheit und so. Ich bin doch frei zu entscheiden, wer an Leib und Leben bedroht ist und ich aufnehmen darf? Oder sollen mir Bürokraten die Grosszügigkeit verbieten können?

          • Linus Huber sagt:

            „Linus Huber sagt wer Flüchtling ist“

            :-), wow, ich denke nicht, dass ich mit derart viel Macht umgehen könnte und würde diese Entscheidung Ihnen überlassen, sofern Sie bereit sind, persönlich die Verantwortung zu tragen. Ihre Aussage drückt auch aus, wohin Migranten typischerweise sich hinbewegen würden (Verwandte und Freunde), wenn das Anreizsystem des Wohlfahrtsstaates aufgrund des zunehmenden Kollektivismus nicht fehlerhaft wäre, was bei offenen Grenzen gut zum Ausdruck kommt.

            Was offeriert Vietnam, in welchem Sie sich derart frei fühlen, einem Flüchtling und wie viele strömen dorthin? 🙂

          • Anh Toàn sagt:

            @Linus Huber “ ich denke nicht, dass ich mit derart viel Macht umgehen könnte und würde diese Entscheidung Ihnen überlassen, sofern Sie bereit sind, persönlich die Verantwortung zu tragen.“

            Also selber zu feige die Verantwortung zu tragen, aber anderen vorwerfen, sich deren Verantwortung zu entziehen?

            Zahlen Sie Ihre Wettschulden, bevor Sie von Verantwortung reden, die andere anscheinend nicht tragen wollen.

          • Linus Huber sagt:

            Es geht nicht darum, Verantwortung abzulehnen, sondern darum, dass die Verantwortung bei Ihnen oder mir persönlich liegt. Für Menschen, welche mir nahe stehen, würde ich selber auch die Verantwortung übernehmen, z.B. in dem ich garantieren müsste, dass diese für z.B. 10 Jahre nach Einreise keine sozialen Leistungen beziehen und keine Verbrechen begehen. Warum soll ich dies für Sie garantieren?

          • Anh Toàn sagt:

            Sie haben gesagt, die dürfen so oder so nicht kommen, das seien keine Flüchtlinge. Und dann habe ich gefragt, wer dies entscheidet, ob das Flüchtlinge sind. – Diese Antwort bleiben Sie schuldig.

            Wenn die arbeiten dürften, kommen die alle für sich selber auf, diese Verantwortung übernehme ich schon, und meine Frau gegenüber mir, sie hat sie ja ohnehin, nur mit weniger Chancen, dass die selber für sich aufkommen können.

            Dürfen die alle kommen und arbeiten? Ich komme für die auf, bis sie arbeiten können oder wieder weggehen. Wenn die nicht arbeiten können, sind die in Vietnam billiger. Soll ich frei und souverän entscheiden können, wem ich eine Chance vergeben will?

          • Linus Huber sagt:

            Genau, wer genau soll darüber besser Bescheid wissen, als Sie, als mündiger Bürger, welcher diese Menschen persönlich kennt selbst. Ob nun vom Souverän eine maximale Quote pro Jahr festgelegt wird, ist hierbei von zweitrangiger Bedeutung, sondern dass die Verantwortung (Rechte und Pflichten) beim Bürger liegt finde ich persönlich besser als eine anonyme staatliche Bürokratie in Form einer erweiterten Sozialindustrie zu kreieren. Der Druck sich zu integrieren wird hierbei auf der Stufe des Bürgers angesiedelt.

            Muss eine Bürokratie Menschen, welche sich bereits in einem sicheren Umfeld befinden (It, Oest., DL, FR), wirklich auf deren Flüchtlingsstatus evaluieren?

          • Linus Huber sagt:

            Als ich vor ein paar Jahren meine Lebenspartnerin zwecks Residieren in die CH nehmen wollte und bekräftigte, dass ich vollumfänglich die Verantwortung für sie übernehme (ich offerierte sogar einen Bond von z.B. chf50k) ging das den Behörden derart am A… vorbei, dass ich mich fragen musste, wem genau diese Paragraphen reitenden Leute dienen. Einzig ihre Bewertung der Situation war von Bedeutung, obwohl sie die Situation nie derart gut evaluieren konnten, wie z.B. ich und obwohl sie, im Gegensatz zu mir, nie Verantwortung auf persönlicher Ebene tragen. Die Bürokratie will keine verantwortungsvollen Bürger, sondern will über ihre Schäfchen schalten und walten und ihre Macht auskosten.

          • Linus Huber sagt:

            Es geht mir hierbei nicht um meine persönliche Situation, welche einzig als Beispiel dient, denn ich weiss mir meist schon jedoch mit höherem Aufwand selbst zu helfen, sondern darum darauf hinzuweisen, dass die Demokratie die Gefahr in sich trägt, dass Kollektivismus, Sozialismus und Zentralisierung zu blühen beginnt, wenn die Bevölkerung sich nicht bewusst ist, dass dadurch ebenfalls die persönliche Freiheit und Unabhängigkeit tangiert wird. Auch hier geht es nicht um absolute Werte, sondern um Relationen und Ausmass.

          • Anh Toàn sagt:

            Aber Sie haben doch selber gesagt, es sei Aufgabe des Staates, seine Grenzen zu schützen. Sie haben auch gesagt, der Souverän dürfe Maximalquoten festlegen. Die Maximalquote für die Kategorie Ihrer Lebenspartnerin – Kein „schlimmes“ Land, ausserhalb EU, kein Arbeitsvertrag im Heimatland, also ziemlich sicher Wirtschaftsmigration, hat der Souverän souverän auf Null festgelegt:

            Übernehmen Sie Verantwortung und heiraten Sie Ihre Lebenspartnerin.

          • Anh Toàn sagt:

            @Linus Huber “ dass die Demokratie die Gefahr in sich trägt, dass Kollektivismus, Sozialismus und Zentralisierung zu blühen beginnt, wenn die Bevölkerung sich nicht bewusst ist, dass dadurch ebenfalls die persönliche Freiheit und Unabhängigkeit tangiert wird. “

            Anscheinend sind Sie sich nicht bewusst, dass durch persönliche Freiheit und Unabhängigkeit die Gleichheit und die Brüderlichkeit tangiert werden. Die meisten souveränen Bürger halten diese Werte nicht für grundsätzlich gefährlich. Es gibt aber welche, die versuchen dem schlauen und guten Volk zu sagen, dass Gleichheit und Brüderlichkeit böse sind, das ist nämlich Sozialismus oder gar Kommunismus.

          • Linus Huber sagt:

            Die Grenze zu sichern und die Verantwortung und Unabhängigkeit des Bürgers zu stärken sind keine Gegensätze. Keine zwei Menschen sind gleich, und brüderliches und verantwortungsvolles Verhalten des einzelnen Mitglieds der Gesellschaft wird durch zwangsmässige Umverteilung eher geschwächt als gestärkt, da man nicht mehr gezwungen ist, auf persönlicher Ebene miteinander umzugehen, was unter anderem z.B. auch oft von Einsamkeit und mentaler Verwahrlosung vieler Menschen begleitet wird. Es ging bei meiner Lebenspartnerin nicht um Wirtschaftsmigration, denn sie beabsichtigte nicht in ch zu arbeiten, sondern um eine Aufenthaltsbewilligung, welche ich erfolgreich durchsetzte.

          • Anh Toàn sagt:

            @Linus Huber „denn sie beabsichtigte nicht in ch zu arbeiten“

            das ist gut für Sie, sie bleibt abhängig, (hat ja kein Geld, sonst müssten nicht Sie Garantien anbieten) ohne dass Sie sie heiraten müssen…

            (PS Ich habe „meine“ Vietnamesin in die Schweiz gebracht, weil sie hier ein eigenes Einkommen, wirtschaftliche Unabhängigkeit von mir haben kann)

            (PSS Würden Sie Ihre Wettschulden bezahlen, und nicht laufend Andere unehrenhaften Verhaltens beschuldigen, – einer der am häufigsten von Menschen begangenen Fehlern, ist von sich auf Andere zu schliessen -, würde ich nicht so schlecht von Ihnen denken.

          • Linus Huber sagt:

            Erstens handelte es sich bei meiner persönlichen Erfahrung einzig darum als Beispiel für einen spezifischen Umstand zu dienen. Zweitens stecken in Ihrem vermeintlichen Verständnis derart viele falsche Annahmen, welche Sie natürlich nicht davon abhält, etwelche aus der Luft gegriffene Unterstellungen und Belehrungen vorzunehmen. Die Bigotterie, welche seit jeher in fast allen Ihrer Kommentare durchschimmert, gehört daher bestraft.

          • Anh Toàn sagt:

            @Linus Huber: „Die Bigotterie, welche seit jeher in fast allen Ihrer Kommentare durchschimmert, gehört daher bestraft.“

            Ach so, Sie bezahlen ihre Wettschulden nicht, weil sie sich heldenhaft opfern, das Böse zu bestrafen.

  • will williamson sagt:

    „Wohlhabende Länder haben garantierte Eigentumsrechte,“
    Aktuell stellt sich die Frage, inwieweit diese garantierten Eigentumsrechte noch garantiert sind. Die Banken verfügen von heute auf morgen willkürliche Kündigungsfristen und Negativzinsen und die Staaten verlangen Zugfriff auf die Bankkonten. Wenn wir hier nicht genügend Widerstand entgegen setzen, könnte es mit den garanrtierten Eigentumsrehten bald vorbei sein.
    Dass es auf das Heiratsalter ankommt, glaube ich nicht. Eher auf das Heiraten an sich. Schliesslich muss man sich dann ja für den neuen Hausstand einrichten. Das bringt Umsatz und belebt die Konjunktur.

    • Linus Huber sagt:

      Hierbei handelt es sich um eine der Konsequenzen des zunehmenden Kollektivismus, welcher darin ausartet, dass immer mehr Zwangsmassnahmen ergriffen werden müssen um das System vom Implodieren zu bewahren. Die Realisation in einer Sackgasse gelandet zu sein, führt zu unvorhersehbaren gesellschaftlichen Verwerfungen.

  • Stefan W. sagt:

    Vielleicht müsste man etwas genauer definieren, was eigentlich „gute“ Institutionen sind. Wenn man nur die Unabhängigkeit der Justiz und die „domestizierte Exekutive“ betrachtet, die Sie als Beispiele nennen, dann müsste heute das Heiratsalter der Frauen wieder deutlich am Sinken sein: Sowohl in den USA, als auch in Europa fühlt sich die Exekutive ja immer weniger an nationales und internationales Recht gebunden (Bombenangriffe, Vernichten von Beweisen in Strafprozessen, Retten von Grossfirmen, Übergehen von internationalen Verträgen, Verhaftungen ohne Straftaten etc.), und die Justiz entscheidet häufig eher nach politischer Opportunität statt nach den Buchstaben des Rechts.

Kommentar

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