«Europa wird in Krisen geschmiedet»

Ungarische Polizisten führen Flüchtlinge ab am Grenzzaun zu Serbien. Foto: Sandor Ujvari (EPA, Keystone)

Ist eine kombinierte Lösung von Eurokrise und Flüchtlingskrise denkbar? Ungarische Polizisten führen Flüchtlinge ab am Grenzzaun zu Serbien. Foto: Sandor Ujvari (EPA, Keystone)

«Europa wird in Krisen geschmiedet werden, und es wird die Summe der zur Bewältigung dieser Krisen verabschiedeten Lösungen sein.» Mit dieser Formel umschrieb Jean Monnet (1888–1979), der wichtigste Gründervater der EU, die Logik der europäischen Integration. Sie wird immer dann zitiert, wenn der Prozess ins Stocken gerät. So auch heute.

In den Kommentarspalten dominiert jedoch eine ganz andere Sicht. Die Vielzahl von Krisen scheint die EU zu überfordern, nicht zu beflügeln. Seit dem Ausbruch der Griechenlandkrise vor sechs Jahren häufen sich die gegenseitigen Anschuldigungen. Eine Renationalisierung ist im Gang. Ein weiterer Integrationsschritt scheint nicht wahrscheinlich zu sein.

Oder doch? Zwei angesehene Wirtschaftshistoriker, die sich intensiv mit der Geschichte der europäischen Integration beschäftigt haben, sehen die Flüchtlingskrise durchaus als Chance – ganz im Sinne von Monnets Formel.

Mitte Oktober schrieb Barry Eichengreen eine Kolumne mit dem Titel «The Crisis Europe Needs». Die Flüchtlingskrise lasse den Ländern gar keine andere Wahl, als die politische Union zu schaffen, argumentiert er. Eichengreen formuliert es so:

Creating institutions to enhance border security and resettle refugees will require Europe to take another step toward deeper political integration, with decisions made at the EU, not the national, level. There may be a reluctance to contemplate this, but there is no choice if Europe is to have a hope of solving the problem.

Wenige Wochen später schrieb Harold James eine Kolumne mit dem Titel «Der letzte Tropfen für Europa?». Er vermutet, dass eine Vielzahl von Krisen die Integration nicht schwieriger, sondern einfacher mache:

Tatsächlich lassen sich multiple Krisen manchmal gemeinsam leichter lösen, da dies den Rahmen für Gegenleistungen erhöht. In der EU, wo widerstreitende Interessen häufig eine wirksame Krisenreaktion behindern, könnte dieser Ansatz der Schlüssel für Fortschritte sein. Statt in die Souveränität der Mitgliedsländer einzugreifen, würde die EU so im Gegenteil zu einer Arena für Verhandlungen von Kompromissen zum gegenseitigen Nutzen.

Deutschlands Zögern etwa, den südeuropäischen Ländern einen Schuldenerlass zu gewähren, hat zur Verlängerung der Probleme der Südländer beigetragen; jetzt jedoch könnte es ausreichend Anreiz haben, mehr zu tun, da es von einer EU-weiten Lösung der Flüchtlingskrise unmittelbar profitieren würde. In ähnlicher Weise könnte eine militärische Integration die strategische Effektivität steigern und die Kosten senken, insbesondere für Länder mit hohen Verteidigungshaushalten.

Eine Form dieses Ansatzes der «Themenverknüpfung» kommt bereits bei internationalen Handelsverhandlungen zum Einsatz. Obwohl wichtige Durchbrüche schwer zu erreichen sind, führen sie dazu, dass insgesamt alle Teilnehmer profitieren.

Vor wenigen Tagen hat die «Financial Times» einen ähnlichen Vorschlag gemacht: «Greek debt is the key to the refugee crisis». Die Londoner Zeitung hofft, dass es zu einer kombinierten Lösung der Eurokrise und der Flüchtlingskrise kommt.

It is time to think creatively about how these two problems could be linked into a diplomatic package that helps to fix them both. The broad outlines of the deal would be simple. Greece agrees to seal its northern border with EU help, stopping the flow of migrants into northern Europe. In return, Germany agrees to a massive writedown of Greek debt, as well as immediate financial aid to cope with the current crisis. Refugees arriving in Greece are then housed in EU-run camps on Greek islands in the expectation that they will return to Syria (or wherever else they are fleeing) once peace is restored.

Es mangelt also nicht an gutem Zureden. Zurzeit sieht es aber eher nach einer Wiederholung der Eurokrise als nach einem neuen Kuhhandel aus. Griechenland wird ermahnt, die Aussengrenze besser zu schützen, ansonsten werde das Land aus dem Schengen-Raum geworfen. Das erinnert an den Poker vom vergangenen Sommer, als die grosse Mehrheit der Finanzminister den Griechen mit dem Ausschluss aus dem Euro drohte.

Was kurzfristig als wahrscheinlich angesehen wird, muss aber keineswegs zum mittelfristigen Szenario werden. Es wäre deshalb interessant, sich vorzustellen, wie eine kombinierte Krisenlösung aussehen könnte. Der britische Thinktank Open Europe hat versucht, die Verhandlungen der EU in Bezug auf den Brexit vorwegzunehmen. Am Tisch sitzen ehemalige Ministerinnen und Politiker aus jedem EU-Land. Die Sache ist höchst aufschlussreich. Die Frage der Personenfreizügigkeit kommt zum Beispiel ausführlich zu Wort. Es dauert aber etwas lange (7 Stunden und 45 Minuten). Hier ist das Video, mit Ton ab 11:42:

124 Kommentare zu ««Europa wird in Krisen geschmiedet»»

  • Rolf Zach sagt:

    @Anh Toàn Wegen den Kopten in Aegpten haben Sie recht, diese Kirche war immer dem Hellenismus feindlich gesinnt. Der Islam ist eine Mischung aus Nomaden-Religion, syrischem Christentum und Judentum. Der Koran basiert auf diesen 3 Quellen. Es gibt natürlich Texte, die früh nach Mohammed Tod schriftlich niedergelegt wurden, aber das meiste wurde wahrscheinlich von zum Islam konvertieren christlichen und jüdischen Gelehrten unter den Umayyaden verfaßt. Ich weiß nichts von Arabisch, aber man liest ständig die Verschiedenheit der Interpretationen in der Auslegung des Korans. Syrisch war eine Schriftsprache, Arabisch nicht. Erst mit Koran begann. Arte hatte darüber eine Sendung.gemacht.

    • Rolf Zach sagt:

      Wer zurück zu den Quellen des Islam geht, geht zurück zur ersten Quelle, nämlich die nomadische Eroberung und das bedeutet in eine einfache Stammesreligion mit Beutesystem und strengen archaischen Regeln. Eigentlich kein Freund der Wirtschaft der Städte und des Bauerntums. Nur der Handel zählt, nicht die Produktion. Bereits das orientalische Christentum hat die hellenistische Festung erobert, der Islam zerstörte sie. Die Scharia ist eine Mischung aus Nomaden-Recht und dem Recht, was der Islam in Syrien angetroffen hat, aber niemals die Raffinesse des römischen Rechts. Natürlich hatten die Gelehrten von Bagdad Aristoteles, aber man konnte ihn leicht wieder verschwinden lassen, was geschah.

      • Rolf Zach sagt:

        Das Christentum hat einen ethischen Opportunismus (Bergpredigt), der Koran einen politischen. Luther konnte ruhig sagen, man wolle zu den Quellen zurück und es war im großen und ganzen ein Gewinn für die abendländische Kultur (natürlich öfters blutig). Wo endet man im Islam, wenn man zu den Quellen zurückkehrt? Als nomadischer Krieger und Halsabschneider wie der IS!
        Oder geht man zurück zu der anderen Quellen, nämlich die Überlieferung von Byzanz und Persien. Man kann natürlich die Sitten des persischen Luxushofes der Sassaniden nachäffen und alle Frauen verschleiern, so daß in einem Land mit gemäßigtem Islam wie im tropischen Indonesien zehnjährige Mädchen den Schleier tragen.

        • Rolf Zach sagt:

          Den Schleier verlangt übrigens der Koran nicht! Diese Starrheit der Riten und die völlige Inflexibilität einer Stammesethik und Moral in der Scharia, die zementiert ist, macht den Islam nicht zu einem Motor des Fortschritts, aber seine Stärke ist die politische Flexibilität, die viel weiter geht als im Christentum. Der Faktor der Tröstung ist unübertroffen, es ist da im Diesseits und Jenseits. Textkritik am Koran ist ja absolut verboten. Ist die Rechtspflege in Vietnam durch Buddhismus und Konfuzianismus geprägt? Malaysia und Indonesien haben starke Elemente der Scharia in ihrer Rechtspflege.

          • Fred Ruegg sagt:

            Rolf, danke für diese lehrreiche Religionsgeschichte.
            Wie steht es mit den Israeliten?

  • Markus Ackermann sagt:

    – Das Gegengift ad c ist die lokale Unregierbarkeit:
    In Portugal wurde der pro-€U-Präsident im 1. Wahlgang ersetzt und es wurde eine linke Mehrheit gewählt.
    In Sp wird Rajoy von der Regierung verdrängt: ein Wegbrechen von Sp kann die €U nicht überleben (ESM ist zu klein).
    Trotz Wahlrechtsreform ist in IT die Basta-Plattform stärker als Renzi.
    GR weiterhin ungelöst
    b) imperialistisch
    Friedensprojekt? Der Imperialismus ist die Erbkrankheit in Europa
    Die €U hat keine Identität (mehr) und keine Systemgrenze. Dies führt zu Krebswucherungen und zum Konflikt mit dem anderen Imperialisten in Europa: RUS
    Die Flüchtlings-Wanderungen sind ein Ergebnis dieses Konfliktes unter Imperialisten

    • Rolf Zach sagt:

      Geehrter Herr Ackermann, was Sie da beschreiben hält nach meinem Dafürhalten überhaupt nicht der Wirklichkeit stand. Erstens der Ausdruck kolonialistisch. Mich erinnert die EU mehr an die Schweizer Bundesversammlung mit einem übermächtigen Ständerat (EU-Regierungen) und einem Nationalrat (EU-Parlament), der gegenüber dem Ständerat nicht gleiche Macht hat wie bei uns, sondern dessen Macht hinter dem Ständerat steht. Wenn schlimm kommt ist es unsere gute alte Tagsatzung vor 1847, die nicht gerade ein Erfolgsmodell für die Zukunft der Schweiz. Oder wollen Sie einen Reichstag wie vor 1806 im Heiligen Reich, der überhaupt keine Macht mehr hatte und verspottet wurde. Wollen Sie solche Sachen?

      • Rolf Zach sagt:

        Der Euro war eine zentrale Sache. Was glauben Sie, was geschehen wäre, wenn sich die Rezepte von Varoufakis durchgesetzt hätte? Der Euro wäre im hohen Bogen aus dem Kreis der Reservewährungen raus geflogen und der $ wäre alleinseligmachend geworden, wünschen Sie das wirklich? Wollen Sie anstelle des € den Yuan? Stieglitz redet vom Euro als Goldwährung, bei ihm ist der Euro schon jetzt als Währung zu stark. Unser selbsternannter Churchill redet ständig vom Zusammenbruch der EU und besonders vom Euro. Was ja auch unsere SNB-Spitze glauben machte, der Zusammenbruch des Euro stehe unmittelbar bevor, was aber die SNB Volkswirtschaftler nicht annahmen, die übrigens zu den besten der Schweiz zählen

        • Rolf Zach sagt:

          Ein Wort zu den Flüchtlingen. Soll Griechenland auf die Boote der Flüchtlinge schießen? Wir haben nun einmal als Europäer Schwierigkeiten derart inhuman zu sein. Die Flüchtlinge sind nicht ein Problem der EU, sondern ein Problem, wie wir mit dieser Invasion von Menschen human umgehen. Wenn Mossul von den Kurden erobert wird und Assad sich behauptet, wird dort vorübergehend Ruhe nicht Frieden einkehren. Die einzige Lebenslinie des IS ist die Türkei. Wie kann man die Türkei dazu bringen diesen Nabel zum IS abzuschneiden? Wenn Sie von den Imperialisten reden, die die armen Moslems durcheinanderbringen, ist dies Fehlinterpretation. Der ganze Islam ist in einer fundamentalen Krise.

          • Rolf Zach sagt:

            Die Krise des Islam ist, daß er mit der modernen Welt der westlichen Kultur nicht zurechtkommt. Die Moslems wollen die Vorteile dieser Welt genießen, aber nicht deren Härte. Ihre Lehrer und ihre Geistlichen erzählen ihnen über die Verderbtheit des Westens und wo der Gläubige nicht belohnt wird, wenn er nicht die täglichen Riten des Islams einhält. Männer die Weicheier sind und ihre Frauen nicht kontrollieren können. Jeder gute Moslem hat das Recht einen Andersgläubigen zu betrügen, wenn dieser nicht sein Schutzbefohlener ist. Solche ideologischen Unterrichtungen religiös überhöht führen zusammen mit den westlichen Einflüssen zu einem waschechten Durcheinander. Warum sind wir noch Elend?

          • Rolf Zach sagt:

            Viele Moslems fühlen sich betrogen und sind wütend und wollen doch die Äpfel des Paradieses im Westen. Sie können nicht nach Saudi-Arabien gehen, dort würden sie erschossen. Sie können nicht in der Türkei bleiben, weil die Bruderschaft unter den Moslems nicht das ist, was immer vorgegeben wird. Libanon und Jordanien sind die einzigen moslemischen Länder, wo sie noch hinkönnen und wie werden sie dort behandelt. Jeder Franken, den wir dorthin schicken, landet zu 80 Rappen in den Händen der dortigen Korruption. Trotzdem muß das Geld des Westens fließen mit dem Korruptions-Obolus. Wie gesagt, die Sinnkrise des Islams wird uns erhalten bleiben, auch nach dem Verschwinden des IS in Syrien+Irak.

          • Markus Ackermann sagt:

            @Flüchtlinge
            1. Kriegsflüchtlinge sind Opfer (Sunna vs Shia; RUS vs EU) + brauchen Schutz
            2. Analog zum 30jährigen Krieg (Reformierte vs Katholiken) sehen wir heute Kriege mit der Religion als Motivation + Vorwand für dahinter stehende Machtinteressen
            Wie damals bei Wallenstein ist heute im Mittleren Osten der Beutekrieg das ökonomische Mechano: Söldner fallen wie Heuschrecken über die Bevölkerung her. Es wird weggefressen, was da ist, Neues kann nicht produziert werden. Terrorisierung ist Mittel zum Zweck
            3. Nach dem 30jährigen Krieg war das Versagen der Herrscher + Priester offenbar. Daraus entstanden über 2 Jh hinweg Aufklärung + Demokratie. Dies wird sich im Islam wiederholen

          • Anh Toàn sagt:

            @Rolf Zach „Die Krise des Islam ist, daß er mit der modernen Welt der westlichen Kultur nicht zurechtkommt. “

            Ich masse mir an zu glauben, dass Sie mein Kommentar interessiert:

            Als ich in Ägypten war, ist mir aufgefallen, dass die Christen dort noch genauso in den alten patriarchalen Sippen Strukturen denken, noch genauso tief wie die Moslems in der Religion verankert sind. (Etwa so wie Gotthelf) Als ich zuvor in Tel Aviv war, habe ich gedacht, die Juden sind eigentlicher in der Oberfläche zumindest fast wie „der Westen“ als in Jerusalem war, erinnerte ich mich gelesen zu haben, die Juden seien auch nur ein anderer arabischen Stamm.

          • Anh Toàn sagt:

            @Rolf Zach: Fortsetzung

            Aber auch in Asien ist das alles immer noch tief verbreitet, die Frau kann in der Gesellschaft aufsteigen, wenn sie einen erfolgreichen Sohn geboren hat (Und der sie nicht vergisst, in Vietnam hat der Jüngste diese Pflicht (arme Sau und seine Frau auch).

            Wer nichts ist, aber und unbedingt etwas Besonders sein will – David Bowie ist gerade gestorben: „We can be Heroes, just for one day“ kann sich in die Luft sprengen oder sonst wie sein Leben opfern, ob für (welche auch immer) Religion, Kommunismus, Patriotismus, Ethnie, Klasse, Famielienehre.

            Islamismus hat soviel mit Islam zu tun, wie Alkoholismus mit Alkoholmissbrauch oder KKK mit Christentum.

          • Anh Toàn sagt:

            Die Protestanten und Katholiken kommen nicht mal mit Scheidung zu Recht, was machen die mit Homoehe und Transgender? Die verleugnen noch immer den Sexualtrieb, seit fruchtbar und mehret Euch, und Sex ohne Fortpflanzungsziel ist Sünde, auch bei den Protestanten: Gute Protestanten haben eine Fabrik oder gar eine Bank und mindestens fünf Kinder und etwa zehnmal Sex im leben. Und Sie schreiben, der Islam hätte ein Problem mit der Moderne? Ehrlich?

          • Anh Toàn sagt:

            Religionen haben Probleme mit der Moderne, da sie Probleme mit Veränderungen, grundlegenden gesellschaftlichen haben, da ihre Aufgabe ist, den Menschen in den „gewöhnlichen Unvorhersehbarkeiten“ des Lebens, wie Unfälle, Katastrophen, Kriege, Krankheit usw und allgemeinen Ungewissheiten Halt zu geben. Religionen geben Tages-, Wochen-, Jahresstrukturen, bieten Halt durch Riten und Rituale, Dogmen, „so sicher wie das Amen in der Kirche“. Weil Menschen haben Angst vor der Veränderung, dem Unbekannten und suchen dann Halt in der Religion. Alle Religionen basieren auf Lügen (Kurt Vonnegut) aber alle befriedigen sie vor allem existierendes Bedürfnisse, lindern Schmerzen.

          • Anh Toàn sagt:

            Und wenn nun Miley Cyrus und die bärtige Wurst (auch noch!) über ganz Ägypten kommt, haben die Angst vor dieser Veränderung und manche suchen Halt und Antworten bei der Religion, ihrer festen Burg. Und dann gibt es welche, meistens Männer, die sind so schlau das zu benutzen, um reich und mächtig zu werden, oder viel Sex und Drogen oder Liebe zu bekommen, oder um ihre Homosexualität zu unterdrücken oder vor lauter Langeweile mit sich. Und die suchen diese Halt- und Sinnsuchenden und geben ihnen Halt, Gewissheit, Wahrheit,…. spreng Dich in die Luft, und alles wird gut. Wir dürfen nicht diesen die Definitionshoheit über den Islam geben, Muslime tun dies auch nicht.

        • Markus Ackermann sagt:

          1. Der € ist heute das grössere Problem als die Schuldenberge als Folge der Versailler Verträge.
          -> €-Schulden, die nicht verzinst und amortisiert werden können, haben keinen ökonomischen Wert. Würden die €-Schulden mit 3% oder 4% verzinst, hätten wir ein Desaster.
          Wie lange gab es die Papiermark und wie endete sie?
          Wie endete das EWS (Soros, £)?
          Wie geht’s beim Yuan weiter?
          -> Am meisten Erfahrungen haben wir mit dem britischen Pfund. Schauen Sie sich dessen Schicksal an während dem British Empire + danach (Verfall)
          2. Für Sie ist der Begriff „Reservewährung“ ein zentraler Punkt. Für mich nicht, denn es geht dabei um die SZR im Sinne einer Verrechnungseinheit (technicality)

        • Josef Marti sagt:

          Der Euro muss ja gar nicht zusammenbrechen, er kann als Weichwährung sehr gut weiterleben, und passt damit auch vorzüglich zu einem losen Staatsgebilde das nicht mal in der Lage ist seine Aussengrenzen gegen unbewaffnete Invasoren zu schützen und zu verteidigen. Ein Währungsraum ohne klares Gewaltmonopol und sichere Staatsgrenzen ist längerfristig chancenlos. Es beweist auch, dass das neoliberale Projekt, die Nationalstaaten und Grenzen zwecks unlimitierter Ausbeutung der Bürger zugunsten der leistungslosen Besitzeinkünfte entlarvt wird im Desaster enden wird.

  • Markus Ackermann sagt:

    Für die Erhaltung der €U gibt es keinen Ausweg mehr, denn sie leidet an 3 fundamentalen Mängeln. Die €U ist
    a) ANTI-demokratisch
    b) imperialistisch
    c) kolonialistisch
    Alle 3 Mängel sind offen vor aller Augen und jeder Mangel allein wäre genug für den Zerfall der €U
    c) kolonialistisch
    Die Lobbies haben die €U in den Händen und nützen die Zentrale für die Ausbeutung der Kolonien.
    – Die lokalen Gouverneure (gewählte Regierungen) haben kaum was zu sagen. Die Zentrale bestimmt
    – Was für frühere Kolonialisten die Kanonenboote waren, ist heute der €: in GR wurde einfach der Zahlungsverkehr abgestellt: ein offensichtlicher Rechtsbruch der €ZB (keine Versorgung mehr mit Zahlungsmitteln)

  • Fred Ruegg sagt:

    Europa-Konzept: Reset&Neubeginn (S1)
    1. Durch Verfassung, Europäische“Confederation“(ECF)aus Stimmbürger Demokratien beteiligter Nationen Europasgründen.
    2. Grundlagen: Es gibt nur Naturgesetzlichkeit. Auch Mensch gemachte Gesetze müssen über Zeit nach heuristischem Prinzip erfüllt werden!
    2.1 Alle Ebenen: Keine Generation kann Gesetzen&Verordnungen vergangener Generationen diskussionslos unterworfen werden. Jeder Generation ungehinderte Initiativ-&Referendums-Rechte um Gesetze&Verordnungen selbst bestimmen nach denen sie ihr Leben selbst & als Gemeinschaft leben wollen, unter den Prinzips: Freie Presse!,Gewaltentrennung,Subsidiarität, Transparenz,Prop.Reziprozität &Solidarität.(Fort.S2)

    • Fred Ruegg sagt:

      Europa: Reset…(S. 2)
      3. Neue Wirtschaftsordnung: Jede Nation eigene Währung um für interne Wirtschaft optimale Wertschöpfung aus eigener Ingenuität & Rohstoffen zu schaffen,unter Nationaler Zentral Bank (ENZB),verantwortlich für Preisstabilität als Volkswohl, ist Teil des Staates, aber unabhängig von anderen Staatsgewalten gleich wie Gerichtssystem.
      Jedoch unter“Confedrations-Verfassung“ NEuro als “Reservewährung“ mit ZB (ECZB) für Internationale Wirtschaft- & Finanzverkehr – auch zwischen “Confederations Nationen“- verantwortlich für Optimierung der “Wohlfart“ der Gesamt Confedertaion, als deren Teil, aber unabhängig von anderen Gewalten, gleich wie das Gerichtssystem. (Fort S3>>)

      • Fred Ruegg sagt:

        Europa Konzept: Reset & Neubeginn (S 3)
        (Forts) >>Jede ENZB setzt Wechsel Kurs zu „NEuro“ nach Bedarf ihrer Export/Import und andere internationaler Bedürfnisse.

        Ausblick: Erweiterung, wie auch Bewegung zu engerem Verhältnis das Abgabe von mehr Nationaler Souveränität fordert, muss nach dem Bedürfnis der Nationen mit Volks-Zustimmung geschehen. Gleicherweise für andere Geographisch verbundene Nationen, die Assoziation oder Beitritt wünschen.

        Aufruf:
        Deutschland, wo bist Du Nation der Dichter und Denker? Entledige Dich endlich Deiner von Weltregierung träumenden Finanz-Aristokrartie, auch dem von Frankfurt ausgewanderte Zweig, und werde die Vorbild Nation Europas.

  • Roger sagt:

    Griechenland wäre vielleicht froh, Unterstützung zu bekommen. Die Unterstützung könnte aus Seesperren um Europa herum bestehen und aus dem Deportieren der aus ausserhalb von Europa Eingereisten. Die Deportationen sollten in die Länder erfolgen, von denen die Leute starteten nach Europa, oder in die Heimatländer. Länder, die sich weigern, die Leute entgegenzunehnen, werden mit einem Handels-Embargo belegt. Zusätzlich werden Reisen in oder von diesen Ländern verboten, ebenfalls der Verkehr von Dienstleistungen. Europa ist gegenwärtig ein Fussabtreter.

  • Linus Huber sagt:

    Das EU Konstrukt war das Resultat einer langen friedlichen Periode und nicht wie allgemein angenommen, ein Garant einer friedlichen Periode. Ein weiterer Aspekt liegt darin, dass in wirtschaftlich guten Zeiten die Kooperation von Menschen bedeutend besser funktioniert als in Zeiten, in welchen sich die Resultate der auf kurzfristige Vorteile ausgelegten jedoch nicht nachhaltigen Entscheide sich melden und dadurch sich die Angst von Wohlfahrtsverlust ausbreitet. Die gegenwärtige Polarisierung der Politik in den westlichen Staaten sind die Folge davon. Die Kunst der „Regierenden“ liegt darin, ihre eigenes Versagen durch das Finden eines Sündenbocks (z.B. die Reichen etc.) zu vertuschen.

    • Anh Toàn sagt:

      Von wann bis wann war die „lange friedliche Periode“, welche als Resultat die EU konstruierte? Oder anders: Wann wurde denn gemäss Ihnen die EU konstruiert?

      Also es war lange gut und schön in Europa, und dann machten die pösen Regierungen EU, damit sie einen Schuldigen hatten.

      Und die SVP macht Flüchtlinge, damit sie einen Schuldigen haben.

      Und die Femninistinnen machen Vergewaltiger, damit sie einen Schuldigen haben.

      Weil die Jäger sorgen, hegen ja auch das Wild, um ein Opfer zu haben, oder so.

      • Linus Huber sagt:

        Ja sicher doch, die Bürokratie, Zentralplanung wächst einzig mit dem Ziel einen Sündenbock zu produzieren.
        Ja sicher doch, die SVP ist die Regierung.
        Ja sicher doch, die Feministen züchten in ihren Kellern Vergewaltiger.
        Ja sicher doch, die Menschen sind wie Wild zu hegen.

        Selten solchen non-sense gelesen.

        • Anh Toàn sagt:

          @Linus Huber „Selten solchen non-sense gelesen“

          Sie inspirieren mich zu Höchstleistungen.

          • Anh Toàn sagt:

            Ihre Lügen mal aufgedeckt:

            Mit „einer langen friedlichen Periode“ können Sie für Europa wohl nur etwas nach dem 2 WK meinen. von 1945 bis 52(EGKS („Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl“) waren es 7 Jahre, bis zur EWG 1957 zwölf: Konstant wurde seit von mir aus 1957 die Integration vertieft und die Gemeinschaft geographisch ausgebaut. Nein, dies nicht, wie manche sagen, als Agressor, die Gemeinschaft hat BeitrittsGESUCHEn und zwar nur selten begeistert zugestimmt .da die „Neuen“ wirtschaftlich meistens schwächer waren. Ohne Krieg, nur aber immerhin 3 Generationen. Der Wohlstand stieg, von PL bis LUX, auch wenn die „Schweizer“ sagen, da sei Krieg und Armut in EU.

          • Linus Huber sagt:

            Eben und zum Höhepunkt wurde die EU gegründet, und dies alles in einer allgemein als friedlich empfundenen Periode, was sich jetzt aufgrund der immer offensichtlicher werdenden fehlenden Nachhaltigkeit des Wohlfahrtsstaates vorerst wohl sehr langsam aber mit potentiell unangenehmen gesellschaftlichen Verwerfungen in der Form unterschiedlichster Arten von Verteilungskämpfen wandeln dürfte.

          • Anh Toàn sagt:

            Dieser Vertrag von Maastricht (meine Sie dies, wenn Sie EU Konstrukt sagen?) basiert im grossen Teilen auf den Vorläufer Verträgen, er ist nicht in einer langen friedlichen Periode von den Politikern aus dem Hut gezaubert worden, um einen Schuldigen zu haben, sondern um ein wieder vereinigtes Deutschland einzubnden. Um disesen Prozess der Integration weiter zu führen, die Leute fanden es besser als sich die Köpfe ein zu schlagen oder zu lassen.
            Heute wird geschrieben D dominiere die EU, ich frage mich, wie sehr D Europa domineren könnte ohne EU.

          • Anh Toàn sagt:

            Analog zu Ihrer Darstellung, die EU wurde mit dem Vertrag von Maastricht aus dem Nichts gegründet dabei war es vorher ohne gut und schön entsprechend, wurde das Schweiz-Konstrukt nach einer langen Periode des Friedens (man lese Friedrich Engels: Vom Bürgerkrieg der Schweizer“) von Napoleon gegründet; Und noch immer sind die Urner und Walliser unfrei, die Zürcher auch, sie werden beraubt, die Welschen ohnehin unterdrückt, und das Tessin ist unsere Ferienwohnung, die wir an Deutsche vermieten. Wer in den Kneipen sitzt, und dieses Sprachartige verstehen kann, hört da gleiche Fluchen über Bern, wie Ihres über Zentralismus, Regierungen, Politiker, Brüssel, EU-Konstrukt:

          • Linus Huber sagt:

            „von den Politikern aus dem Hut gezaubert worden, um einen Schuldigen zu haben“

            Das sage ich nicht, sondern dies ist ein willkommener Nebeneffekt für die nationalen Politiker.

            „Um diesen Prozess der Integration weiter zu führen, die Leute fanden es besser als sich die Köpfe ein zu schlagen oder zu lassen.“

            Auch ohne die Verwirklichung dieses feuchten Traums einiger „Masterminds“ hätten die Leute sich die Köpfe nicht eingeschlagen, weil eben eine friedliche Periode angebrochen war, sondern genau diese friedliche Stimmung erlaubte dessen Verwirklichung.

          • Anh Toàn sagt:

            @Linus Huber: „Das sage ich nicht, sondern dies ist ein willkommener Nebeneffekt für die nationalen Politiker.“

            Ich weiss, dass Sie das gesagt haben, aber Sie haben nicht gesagt, woher die EU (der Masstrichtervertrag) ber Europa kam.

            Waren es

            – die Bilderberger
            – Freimaurer
            – Mafia
            – Banken
            – GS ganz alleine
            – Zentralbanker

            Es war ja Frieden und gut und schön vor EU, warum also haben es die Politiker gemacht, ob einzig wegen dem Schuldigen, wie Sie nun präzisiert haben sei dies nur ein Nebenaspekt, also was war denn der Hauptaspekt?

          • Linus Huber sagt:

            Warum eine Bürokratie erweitert und ausgebaut (auch in der Form neuer Strukturen) wird, ist weiter kein Geheimnis. Die Menschen in jeder Organisation versuchen deren Macht und Einfluss zu erweitern um die eigene Existenz abzusichern oder in der Verwirklichung ihrer feuchten Traeume ein Denkmal zu setzen. Dies wäre weiter auch kein Problem, solange wirklicher Wettbewerb vorläge, was bei Regierungen aufgrund des Gewaltmonopols nicht vorherrscht.

          • Anh Toàn sagt:

            Linus Huber „erweitert und ausgebaut“

            Sie haben aber gesagt, die EU sei neu gegründet worden, dann einer langen friedlichen Periode, sei keine Weiterentwicklung, Ausbau von etwas Bestehendem, sondern die EU kam neu.

          • Linus Huber sagt:

            Die Gründung ist die natürliche Folge einer entsprechenden Entwicklung in der Form einen neuen Struktur, sozusagen ein kleiner Klimax einer linearen Entwicklung einer zunehmenden Erweiterung der zentralisierenden Bürokratie, genau gleich wie die Deregulierung der Finanzindustrie Ende der 90iger Jahre einer zunehmenden Bereitschaft der Zentralbanken dieser mit ihrer Geldpolitik zu dienen einen Höhepunkt einer linearen Entwicklung darstellte, welche in 2008 einen Echo-Klimax in Form einer offensichtlichen Rettung der TBTF Grossbanken durch die Allgemeinheit erlebte.

          • Anh Toàn sagt:

            And now, somthing completly different: TBTF

          • Linus Huber sagt:

            Ja, um Ihnen anhand eines weiteren Beispiels das Konzept einer diesbezüglichen linearen Entwicklung hoffentlich ein wenig besser verständlich zu machen.

          • Anh Toàn sagt:

            „Die Gründung ist die natürliche Folge einer entsprechenden Entwicklung in der Form einen neuen Struktur, sozusagen ein kleiner Klimax einer linearen Entwicklung“

            Aber oben haben Sie geschrieben, die war das Resulat einer langen friedliche Periode?

            Und ich habe gesagt, nein, die EU hätte sich seit dem 2.WK entwickelt.

            Und jetzt erklären Sie mir, es sei eine lineare Entwicklung gewesen.

            Ist die EU das Resultat einer langen friedlicher Periode oder Resultat von linearer Entwicklung?

            Ob es ohne diese Entwicklung auch eine lange friedliche Periode gegeben hätte, weiss niemand, immerhin aber dass es mit dieser Entwicklung eine solche gab und gibt.

          • Linus Huber sagt:

            Wir hatten seit dem 2. WK eine relativ friedliche Phase, in welcher sich eben diese lineare Entwicklung abspielte. Dies heisst natürlich nicht, dass dies immer so weiter geht, sondern es melden sich aufgrund verschiedener Gründe, welche ich hier nicht weiter erläutern will, zunehmend Spannungen, welche das Projekt EU zumindest in der gegenwärtigen Form gefährden.

          • Anh Toàn sagt:

            „Wir hatten seit dem 2. WK eine relativ friedliche Phase…“

            Warum hatten wir in Europa seit dem 2. WK eine relativ friedliche Phase, und haben es (trotz EU, die gibt es auch schon eine Weile, sogar den Euro bald eine Generation) noch immer?

            Warum gab es einige Kriege im geographischen Europa in dieser Phase, aber nie in dem, was sich zur EU entwickelte? Und gerade im Balkan ist „relativ friedliche Phase“, seit die dabei oder auf dem Weg dazu sind.

          • Linus Huber sagt:

            Das Warum dürfen wir gelassen der Geschichtsschreibung überlassen (z.B. aufgrund einer als Wohlfahrtsstaat deklarierten Ponzi-Scheme, welche alle glauben machte, dass alles immer besser werde, bis eben sich langsam Risse und Zweifel an deren Nachhaltigkeit öffnen), sondern die Frage lautet, ob sich diese lineare Entwicklung in die Zukunft extrapolieren lässt und sozusagen keinem natürlichen Zyklus unterworfen ist. Es ist übrigens interessant, dass diejenigen, welche eine Veränderung Richtung grundlegender Prinzipien befürworten von jenen, welche krampfhaft am Status-Quo also am gestrigen festhalten wollen, als „ewig gestrige“ bezeichnet werden.

  • Monique Schweizer sagt:

    Muttis „wir schaffen das“ war vermutlich einer der ganz grosse Sargnägel in Europa – weil Mutti es eben nicht mehr schaffen wird und kann!
    .
    Der Psychoanalytiker Maaz hält Frau Merkels Handeln inzwischen für völlig irrational

    http://www.huffingtonpost.com/2016/01/24/psychoanalytiker-hans-joachim-maaz-angela-merkel-_n_9064278.html?utm_hp_ref=germany
    .
    Die gute Frau verbreitet nur noch Durchhalteparolen wie „Wir müssen Zuversicht zeigen“!
    .
    Aber mit Aussitzen und der Raute machen ist es nicht mehr getan — sowas hat früher mal vielleicht noch geklappt!
    .
    Und das Versagen wieder mal den Griechen in die Schuhe zu schieben — ist doch auch ziemlich billig!
    Die EU wird absterben!

    • Anh Toàn sagt:

      wann?

      • Monique Schweizer sagt:

        Vermutlich schon bald — die Osteuropäer wolle sich schon mal gar nicht an Muttis Verteilplänen der Flüchtinge beteiligen, bald ist wieder Frühling und der Flüchtlingszustrom wird wieder zunehmen…die Oesis werden vermutlich schon im April ihr „Plansoll“ von 37’500 erreichen, ein paar terroristische Attentate wird es leider bis dann vermutlich auch noch geben in Europa…ev. auch noch ein Crash an den Börsen..
        Ich glaube die Ereignisse werden sich bald überschlagen und wenn die Briten dann auch noch finden: Kiss and say Goodbye EU — das dürfte es dann gewesen sein — ev. schon 2016!
        Immerhin hätte sich für die CH dann das MEI Problem vermutlich auch gleich erledigt.

        • Markus Ackermann sagt:

          Ist Europa noch zu retten?
          Es war ein düsteres Bild, das der französischer Premierminister Manuel Valls beim Weltwirtschaftsforum in Davos zeichnete. „Das europäische Projekt kann schon bald tot sein“, sagte Valls, „nicht in ein paar Jahrzehnten oder Jahren, sondern sehr bald.“
          (…)
          Dabei dränge die Zeit, sagte der niederländische Premierminister Mark Rutte. „Wir haben nur noch sechs bis acht Wochen, die Zuwanderung in den Griff zu bekommen“, sagte Rutte.
          (…)
          Cameron sagte, er hoffe auf eine Einigung über Reformen bis zum nächsten EU-Gipfel im Februar.
          http://www.dw.com/de/ist-europa-noch-zu-retten/a-18996943
          … die €U hat kein Verfalldatum, zum Zombie wurde sie peu-à-peu

          • Anh Toàn sagt:

            Also, niemand will „keine EU“, alle warnen, wäre man böse, könnte man dies als drohen interpretieren, es wäre ein Schaden für die Anderen, wenn die EU scheiterte und sind sich einig, dass sie dies verhindern wollen (nur etwas, was ihnen ein grösseres Stück vom Kuchen bringen soll, berechtigt oder nicht).

            Sollte die EU untergehen, weil es die Schweizer (@Monique Schweizer: „Immerhin hätte sich für die CH dann das MEI Problem vermutlich auch gleich erledigt“) es sich wünschen? Der CHF/EUR Kurs wäre auch kein Thema mehr, halt der CHF/DM und der CHF/FFR und so wieder mehr. Die Schweiz würde heftig verlieren bei einem Zusammenbruch der EU, seien Sie vorsichtig mit Ihren wünschen.

          • Monique Schweizer sagt:

            Anh: Ich wünsche mir überhaupt nichts. Die Grundidee einer EU finde sogar ganz gut — nur die Ausführung derselben wird immer grottenschlechter…gut das hat schon vor der Jahrtausendwende angefangen mit dem Versagen der Politik, die sich über alle ökonomischen Gegebenheiten hinwegsetzte und den € bis nach Griechenland durchsetzte — mit den bekannten Folgeproblemen.
            .
            Die Flüchtlingsproblematik wird die ultimative Zereissprobe sein — und da bin ich pessimistisch.
            Dass die CH durchgeschüttelt würde kann ich mir schon vorstellen, aber sie wird vermutlich auch viel schneller wieder ein neues Gleichgewicht finden als andere Länder mit möglichen Währungsreformen, Abwertungen etc etc.

  • Kaegi Paul sagt:

    Die Krisen in Europa sind interne Krisen und hausgemachte Krisen. Alle Terroraktivitäten gehen von eigenen Bügern aus. Die Parallelgesellschaften sind die eingebürgerten Migranten. Da Politiker Fehler der Vergangenheit nie eingestehen, werden Rauchbomben gestreut und regelmässig Terrorwarnungen verbreitet, die eben auch aus den eigenen Reien kommen.

    • Heinrich Baur sagt:

      Das ist eine keinesfalls zutreffende Pauschalisierung. Die Schweiz mit einem Ausländeranteil von rund 23%, aber auch Schweden oder Deutschland mit allein 2.5 mio türkischstämmigen Bürgern haben bislang auch nur keinen einzigen islamistisch motivierten Terroranschlag erlebt. Dies steht übrigens völlig im Gegensatz zu Terror durch Rechtsnationalisten. Leider wirkt auf einfache Geister in neuerer Zeit oft billigste Polemik in Online-Foren. Man muss dies wohl als moderne Bürde der neuen Medien betrachten. Möglicherweise ist die Anzahl der Terroranschläge auch länderspezifischer Gradmesser des Integrations(miss)erfolgs, woraus sich der Schaden durch rechtspopulistische Parteien ableiten lässt

      • Beat Müller sagt:

        Herr Baur — in Schweden hat es 2010 einen Bombenanschlag gegeben (allerdings ohne Tote), in Deutschland hat ein islamistischer Terrorist 2011 ein paar GIs erschossen — schon vergessen???

        http://www.dw.com/de/islamistische-terroranschl%C3%A4ge-in-europa/a-18224130

        Die waren halt nicht so „spektakulär“ wie in Paris — aber deswegen sind sie doch passiert.
        Allerdings haben Sie recht, dass aus rechtsnationalen Kreisen einige mehr Anschläge v.a. auf Flüchtlingseinrichtungen passiert sind.

        • Alex Kramer sagt:

          Da es weder einen zufriedenstellenden Untersuchungsbericht zu Charlie Hebdo, noch eine öffentliche Präsentation der Beteiligten und auch beim neueren Vorkommnis nichts dergleichen gibt, sondern nur ein paar allzu passende Pauschalisierungen in einem von gesellschaftlichem Misstrauen durchtränkten Milieu, halte ich die Angabe des Terroranschlages muslimischen Ursprungs als eine bewusste Steuerung der öffentlichen Meinung zu Gunsten des NATO-Terrors in Nahost.
          Wie hat es in Libyen angefangen? – Mit einer Flugverbotszone, die nie verletzt worden ist. Wie hat es geendet? Gar nicht, es ist unkontrollierbar eskaliert. Dito in Syrien.
          Die „Pariser Attentäter“ waren gebürtige EUropäer.

          • Alex Kramer sagt:

            Man hätte demnach Brüssel und die Banlieues von Marseille plätten müssen – als Eingeständnis dafür, dass der Umgang mit dem eigenen kolonialen Erbe fehlgeschlagen ist und es auch weiterhin so bleiben wird.
            Ich hoffe nur, dass den Herren Sarkozy und Hollande eines Tages die Rechnung in Den Haag präsentiert wird. Tony Blair hat sich ja wie Gerhard Schröder auch vorsorglich für die Fehlentwicklungen der NATO-willigen in ex-Jugoslawien, Afghanistan und Irak entschuldigt. Nur der ex-Pazifist und olivgrüne Joschka Fischer glaubt immer noch, im Namen der Menschlichkeit Kollateralschäden auf sich nehmen zu können.
            Es ist beschämend, was sich die EUropäischen Zivilgesellschaften bieten lassen!

  • Bänninger sagt:

    Die Krisen die durch die EU schleichen sind, wenn nicht selbst gemacht so mindestens auf verfälschte Politik der EU-Verantwortlichen zurückzuführen. Dazu gehören, die Überschuldungen als Folge der nicht Anwendung der eigenen Gesetze (Maastricht) deshalb schlitterten nicht nur einzelne Mitgliedsländer sondern die ganze EU in die Schuldenfalle. Eine falsche Subventionspolitik (z.B. Olivenölkrise, wer zu viel produziert erhält EU-Gelder und zwar je mehr er an Lager hält umsomehr Geld), Der nicht funktionierende automatische Austausch der Steuerdaten. Und die Entmachtung der nationalen Parlamente und Institutionen durch das Monster in Brüssel frustriert alle EU-Bürger. Und so weiter….

    • Christoph Bögli sagt:

      Letzteres frustriert (uninformierte) Bürger deswegen, weil nationale Politiker gerne die Legende des EU-Sündenbocks streuen um von selbst verantworteten Problemen abzulenken. Das grundlegende Problem liegt gerade anders herum, d.h. dass der EU von den nationalen Regierungen nie auch nur annähernd die Macht bzw. Kompetenzen gewährt wurden, die für eine funktionierende Union notwendig wären. Stattdessen begreifen die einzelnen Nationalstaaten die EU nur als einen Selbstbedienungsladen, bei dem man möglichst viel nimmt aber bloss keine Pflichten will. Das führt aber zwangsweise zum Scheitern. Eine stärkere Integration und mehr Macht für die EU sind darum unbedingt notwendig.

      • Bänninger sagt:

        Fakt ist, dass die Mehrheit der EU-Bürger das ohnmächtige Gefühl hat, von einem monströsen, anonymen Verwaltungsapparat fremdbestimmt zu werden.
        Fakt ist, dass irgendwelche EU-Gremien und Beamte ohne Not laufend hunderte von Vorschriften erlassen die unnötig sind und keinen Sinn machen.
        Fakt ist, dass die Organe der EU sich zunehmend in die Funktionen von nationalen, gewählten (!) Parlamenten und Regierungen einmischen. In Kenntnis dieser Fakten wurde verhindert, dass alle EU-Bürger über die neue EU-Verfassung abstimmen konnten.
        Fakt ist, dass der Zentralismus der EU den Missmut der Bürger eskalieren lässt. Sie wenden sich von der EU ab, zurück zu ihrer Heimat, die wieder wichtiger wird

        • Christoph Bögli sagt:

          Wie gesagt, „Gefühle“ sind halt keine Fakten, sondern unterscheiden sich von diesen oft diametral. Diese „Gefühle“ basieren auf dem diffusen „die da oben“-Prinzip, das z.B der Walliser auch bezüglich dem Bundeshaus „fühlt“, und wurden dann absichtlich von allen Seiten aus populistischen Gründen geschürt und genährt.
          Wie gesagt, „unnötige“ Vorschriften, insbesondere viele der klassischen Beispiel à la Gurkenkrümmung, basieren wie auch die Subventionen auf Vorstössen nationaler Regierungen.
          Wie gesagt, das Problem der EU ist, dass dieser und v.a. dem demokratisch gewählten EU-Parlament keinerlei relevante Kompetenzen überlassen werden und lieber die nationalen Regierungen alles…

          • Christoph Bögli sagt:

            ..untereinander ausmauscheln.
            Dass die EU primär ein bürokratisches und teilweise undemokratisches Konstrukt ist liegt im übrigen genau auch daran, dass insbesondere die mächtigen Mitglieder wie UK, Deutschland, etc. konsequent verhindert haben, dass die EU eine demokratisch legitimierte Regierung erhält mit ernsthaften Kompetenzen erhält. Man merke: Die nationalen Regierungen und nationale Demokratiedefizite sind das Problem, nicht die EU an sich. Die EU bräuchte darum dringend mehr Demokratie und Macht, also letztlich eine Entwicklung zu einer echten föderalistischen Union nach dem Beispiel der USA oder Schweiz.

          • Linus Huber sagt:

            “Gefühle” sind halt keine Fakten

            Na ja, das Selbstverständnis, welches jeder von uns in sich trägt, besteht aus Gefühlen und dessen Beeinträchtigung führt zu faktisch feststellbaren Handlungen und gesellschaftlichen Veränderungen. Wenn nationale Regierungen schon den Beweis liefern, dass sie schlecht funktionieren, ist es irgendwie idiotisch, eine hierarchisch noch höher angesiedelte und noch weiter vom Volk entfernte Bürokratie zu bejubeln, welche dieses Problem lindern soll. Das Problem des Demokratie Defizits wird sicherlich nicht von einer EU Bürokratie gelöst, sondern damit weiter ausgebaut, indem sie den nationalen Politikern beim Versagen als Sündenbock dient.

  • Kevin sagt:

    Die EU ist halt nicht Europa, egal wie oft man es wiederholt.

    • J. Kuehni sagt:

      Und dieses Statement verliert auch nichts von seiner komplett nutzlosen Banalität, egal wie oft es wiederholt wird…

      • Markus Ackermann sagt:

        „EU ist nicht Europa“ ist KEINE Banalität
        1. Aktuell haben wir einen Konflikt zwischen 2 Imperien: EU + RUS. BEIDE sind „Europa“.
        2. Ein Konflikt zw. der EU + RUS ist zugleich ein Konflikt zw. der NATO + RUS
        3. Ein NATO-Land (Türkei) schoss AUSSERHALB seiner Grenzen ein russ. Flugzeug ab: Dies ist nach dem von Ihnen so geliebten „internationalen Recht“ ein KRIEGS-Fall. RUS, die EU + die NATO haben ABC-Waffen
        4. Die Grundlage dieses Konfliktes ist die EU-Assoziierung der UKR (eines bis damals BLOCKFREIEN Landes), also die EINMISCHUNG der NATO + der EU in die demokratischen Prozesse der UKR: Janukowitsch war gewählt
        5. RUS bombariert in Syrien + treibt SO die Flüchtlinge in die EU

      • Johnny Smith sagt:

        Auch ‚1+1=2‘ ist banal, v.a. aber per Definition korrekt und manchmal muss man auch dies wieder hervorholen. Das Statement ‚EU ist nicht gleich Europa‘ ist in analogem Sinne zwar ebenfalls banal, aber höchstens ’nutzlos‘ in dem Sinne, als es gewisse Kommentatoren eben eh nicht zur Kenntnis nehmen wollen.

        • Markus Ackermann sagt:

          🙂

        • J. Kuehni sagt:

          @Smith; Ach wie bauernschlau. Irgendwie hilft Ihnen jedoch auch die tausendfach repetierte Vergegenwärtigung, dass 1+1=2 ist (übrigens gar nicht banal, wie jeder Mathematiker Ihnen versichern dürfte), bei der Lösung einer Differentialgleichung nicht wirklich weiter.

          • J. Kuehni sagt:

            Reductio ad absurdum: Die geografische Entität Europa wird auch nach dem Einschlag eines Monsterkometen weiterexistieren, obwohl dann niemand mehr übrig ist um den Halbkontinent noch mit diesem Namen zu bezeichnen.

            Die Wahrscheinlichkeit, dass nach einem Totalkollaps der EU noch irgendein „Europa“ im politischen Sinn weiterexistiert, ist – gelinde gesagt – gering. Selbst diejenigen, die eine solche Entwicklung begrüssen, können uns nichts über die Kosten erzählen, die auf dem Weg dahin entstehen werden. Darum beschränken sie sich auch auf die anti-EU-Leier, denn die ist so billig zu haben, Zuspruch auf sicher, längst schon Mainstream.

          • J. Kuehni sagt:

            „Fehlkonstruktion, bürokratisches Monster, EUdSSR, diktatorisches, kolonialistisches Gebilde“ wird einem täglich mit dem Megaphon ins Ohr geschrien, bloss kein Wort davon, wie impotente Nationalstaaten irgend ein von der Globalisierung serviertes Problem lösen sollen (ausser durch Abschottung, Ausgrenzung und (nach dem absehbaren Scheitern dieser Dumpf-Strategie) durch Scapegoating von irgendwelchen Minderheiten).

          • J. Kuehni sagt:

            Das warme Zelt der EU-Gegnerschaft überstülpt dabei mühelos die tiefsten, ideologischen Gräben. Libertäre Anarchisten, reaktionäre Ultranationalisten, konservative „Wertebewahrer“ (die neuerdings gar die Errungenschaften des Feminismus vor den Moslems verteidigen wollen), neoliberale Staatsverächter, Ökofundis, Neomarxisten, gar Neofeudalisten sind sich einig, dass dieses Monster erledigt werden muss.

            Ein Schuft, wer da böses denkt.

          • Johnny Smith sagt:

            Als bauernschlau wurde ich schon lange nicht mehr bezeichnet 😉

            Nach Ihrem etwas missglückten Ausflug in die komplexere Mathematik (Sie haben offensichtlich weder Mathematik noch Physik noch vermutlich auch keine Naturwissenschaften studiert – ist auch kein Problem, so lange man sich nicht auf höhere Mathematik beruft) kommen Sie immerin zurück zu einer möglichen Argumentation Ihrer Behauptung, die Aussage ‚EU ungleich Europa‘ sei nutzlos: Die geographische Definition sei unmöglich gemeint, da sie unnütz sei zB bei einem so häufigen Ereignis wie einem Meteoriteneinschlag.

          • Johnny Smith sagt:

            Ihre alternative Argumentationsebene: die politisch/wirtschaftliche Dimension. Da bin ich sogar sehr einverstanden…

            Natürlich können Sie behaupten, Alternativen zur EU seien zwecklos / zu teuer / unmöglich / impotent / ausgrenzend… Ihre Meinung ist Ihnen unbenommen. Als „Argument“ für Ihre Behauptung (die Aussage „EU ungleich Europa“ sei nutzlos) ist es aber eher dürftig (‚es ist so, weil ich es sage’?) … Vielleicht ist eher dies ausgrenzend als die Koexistenz verschiedener Staaten.

          • J. Kuehni sagt:

            Interessant: In diesem Blog gibt es einige, die eine Art Idealzustand einer EU (als funktionierende Union, meist gekoppelt mit unrealistischen Bedingungen (>> à la Integration von Russland)) befürworten, keinesfalls aber der jetzigen, notorisch dysfunktionalen EU beitreten würden. Wie ein solches Gebilde jemals entstehen soll, wenn niemand beitreten will bevor es fixfertig & perfekt vor unserer Nase steht, bleibt ein Rätsel.

            Wir nicht, die anderen schon. Ziemlich banal.

          • J. Kuehni sagt:

            @Smith: Ich bin gespannt auf Ihre Szenarien zu einer mittelfristigen, politisch funktionierenden Organisation der geografisch definierten Entität „Europa“, post EU. (Verbesserungen der bestehenden EU ausgenommen, denn das würde ja mit der raffinierten Aussage „Die EU ist nicht Europa“ in Konflikt geraten, mindestens mit der eher wahrscheinlichen Intention, die dahinter steht).

          • J. Kuehni sagt:

            „die Koexistenz verschiedener Staaten“ (ich vermute, sie meinen eine friedliche solche) ist ein notorisches Problem der jüngeren Geschichte (10’000 Jahre). Spontan ist diese allerdings noch selten zustande gekommen. Aber vielleicht ist ja „diesmal alles anders“?

          • Linus Huber sagt:

            „wie impotente Nationalstaaten irgend ein von der Globalisierung serviertes Problem lösen sollen“

            In anderen Worten scheinen Sie die Überzeugung zu pflegen, dass die EU solche Probleme zum Wohle der Bevölkerung lösen würde. Könnten Sie sich vorstellen, dass die Machtkonzentration auf einer hierarchisch höher gelegenen Ebene als derjenigen des Nationalstaats es eben der immer offensichtlicher werdenden Oligarchie erlauben, ihre Interessen bedeutend einfacher durchzusetzen und schrittweise jede Form der nationalen Selbstbestimmung zu eliminieren. Das Versagen nationaler Regierungen mit einer weiteren Ebene von verantwortungslosen Versagern lösen zu wollen, macht keinen Sinn.

          • J. Kuehni sagt:

            @Huber; Dies könnte ich mir unter folgendem Szenario vorstellen: Das Ende der EU bedeutet gleichzeitig das Ende der Globalisierung unter der Marke „Pax Americana“ und damit auch das Ende von transkontinentalen, privat verwalteten Superkonzernen mitsamt deren Multimilliardären (deren Assets unter einer allgemeinen Renationalisierung hüben und drüben beschlagnahmt werden). Allerdings kann ich mir keinen Ablauf vorstellen unter dem sowas *friedlich* vonstatten gehen könnte. Bleibt die andere Variante: Die Konzerne können den kleinen Nationalstaaten künftig doppelt so „effizient“ den Tarif durchgeben…

          • J. Kuehni sagt:

            …da sich der Ausfall eines bescheidenen, nationalen Marktes verkraften lässt, hingegen der Ausfall des gesamteuropäischen nicht. Es ist kein Zufall, dass der Datenschutz gegenüber den US-Giganten auf europäischer und nicht auf nationaler Ebene verhandelt wird, (selbst gegen den Willen der Kommission, hingegen mit Zustimmung des Parlamentes). Und oh Wunder: das EMRK-Urteil gegen das bisher geltende EU-Recht ermöglicht den nationalen Aufsichtsbehörden eine koordinierte Absprache und Verschärfung der Schutzauflagen (gegenüber der bisherigen Praxis, wonach die lascheste Behörde eines einzelnen Mitgliedslandes den Massstab für alle anderen setzte).

          • J. Kuehni sagt:

            Ein Vorgehen übrigens, welches andeutet, wie übermässige Machtkonzentration (egal auf welcher Ebene) bekämpft werden muss: Nicht durch die Rückkehr zur vermeintlich vernünftigen Dorfgemeinschaft (oder welche Stufe behagt denn Ihnen konkret?), sondern durch Gewaltentrennung, Checks and Balances die eben auch die Machtkonzentration in privaten Händen umfasst, möglichst auf Augenhöhe mit dem technischen Stand der Dinge. Parlament, Exekutive, Justiz, alles altbackenes Zeugs, bekannt seit den Zeiten Brutus des älteren.

          • Linus Huber sagt:

            Die zunehmende Skepsis gegenüber politischer Machtkonzentration, welche unter dem Strich zum Vollzugsorgan einer Oligarchie verkommen ist, steigt nicht nur in Europa, sondern auch in den USA melden sich vermehrt Anzeichen, dass die Bevölkerung genug von der korrumpierten politischen Elite hat. Vielleicht korrumpiert sich jedes gesellschaftliche System aufgrund der darin agierenden Menschen mit der Zeit und Gewaltentrennung scheint dies nur sehr beschränkt zu verhindern. Ich teile Ihre diesbezügliche Meinung nicht, sondern sehe eher eine Situation, in welcher der Frosch (die Bevölkerung) langsam gekocht wird und die Entscheidungsträger hoffen, dass er nicht reagiert.

          • J. Kuehni sagt:

            Eine Frage, Herr Huber: Suchen Sie bei Krankheit keinen Arzt auf, da sie ja sowieso ultimativ sterben müssen, und Ihnen die Einnahme von Medizin wegen der unvermeidbaren Nebenwirkungen widerstrebt?

            Die Feststellung, dass sich jedes System letztendlich korrumpiert, gehört in die selbe Kategorie, wie die Feststellung, dass wir alle eines Tages sterben müssen und ein geografisches Europa ultimativ ein politisches Europa überleben wird: Wichtige, philosophische *Erkenntnisse*, die im Hinterkopf präsent sein sollen, jedoch mit ausgesprochen beschränkter praktischer Applizierbarkeit im Alltag.

          • Linus Huber sagt:

            Wenn die Krankheit, welche Sie befallen hat, Ihr Arzt mit Mitteln bekämpfen will, welche die Ursache der Krankheit sind, werden Sie seinen Rat befolgen, nur weil eine Entziehungskur temporär schmerzhaft sein mag? Das Problem unangenehme Massnahmen auf die lange Bank zu schieben, wird gerade oft damit beantwortet, dass wir langfristig betrachtet eh alle tot seien, was den Umstand vernachlässigt, dass diese Konklusion auf gesellschaftlicher Ebene nicht anwendbar ist. Ihr Standpunkt besteht darin, dass ein „Reset“ mit Kosten/gesellschaftlichen Verwerfungen verbunden und daher zu vermeiden ist, während ich sage, dass je länger man damit zuwartet, desto höher die Kosten und Verwerfungen.

  • Josef Marti sagt:

    Wer sich in einer unglaublichen Arroganz, Selbstgefälligkeit, Überheblichkeit und vor dekadenter Wohlstandsverwöhntheit triefenden Heuchelei so etwas wie die EMRK und ein Asylrecht im Richterstaat leistet und dabei für das eigene Fussvolk bestenfalls Verachtung übrig hat, wird niemals auf Augenhöhe im Konzert der Grossen mitmischen können, sondern immer den Punchingball spielen dürfen.

    • Maiko Laugun sagt:

      Plus den internationalen Gerichtshof auf eigenem Boden durchführt. Im Auftrage derjenigen, die ihn aufgrund eigener völkerrechtswidriger Kriege nicht anerkennen. Plus sich ein TTIP aufzwängen lassen, zwecks Sicherung der Pfründe der Elite der amerikanischen Konzerne, mit dem Resultat, dass dann diese Verfahren vor amerikanischen Gerichten durchgeführt werden, inkl. Milliarden-Zahlungen durch die europäischen Steuerzahler. Plus ein Wirtschaftskrieg gegen Russland und Ausdehnung des EU- und NATO-Bodens, anstatt Brücken gen’ Osten zu bauen. Plus … plus … plus … ist nicht genügend Platz hier.

    • Markus Ackermann sagt:

      @Marti
      Maiko Laugun hat recht.
      Hören Sie sich die Europa-Rede Churchill’s am 19.9.1946 an und vergleichen Sie es mit dem Lügen-Konstrukt, das sich €U nennt
      http://www.srf.ch/kultur/im-fokus/der-archivar/winston-churchills-triumphzug-durch-die-schweiz
      1. Die €U ist nicht Europa. Ein vereinigtes (Kontinental-)Europa geht nur MIT Russland
      2. Die €U ist ANTI-demokratisch + verrät die Werte, für die im 2. WK die Faschisten nieder gerungen wurden: ohne Demokratie kein vereintes Europa
      3. Aktuell ist die €U nichts weiter als ein Gross-Deutschland: Mit der EU-Assoziierung der UKR bewegt sich die €U auf dem Pfad des Russland-Feldzuges der Nazis bzw. früher von Napoleon
      4. € + Schulden

      • Alex Kramer sagt:

        absolut korrekt. Auch als entschiedener EU-Gegner muss ich zugestehen, dass eine EU mit den hochgehaltenen Idealen aus der Zeit ihrer Entstehung als EWR für die CH ein gangbarer Weg wäre, wenn der demokratische Aspekt mehr Gewicht erfahren hätte. Das Konstrukt dient jedoch nur noch Gosskonzernen, die analog zu unserem Berner Lobby-Filz das durchdrücken, was ihren Lenkern am Besten in den Kram passt.
        Da diese Kapitäne als Manager auch nur Angestellte sind, wird ihnen ebenso niemals der eigene Laden um die Ohren fliegen.
        Ob es von F und UK klug war, der DE den € als Bedingung zur Wiedervereinigung zu stellen, wird sich noch weisen mit der derzeitigen Kanzlerin.
        Die folgt nämlich…

      • Anh Toàn sagt:

        „das sich €U nennt“

        Sie sind (fast) der Einzige, der es so nennt.

        „Wirtschafzskrieg gegen Russland“

        Ja, statt Sanktionen gegen Russland wegen der Krimannexion (Putin lässt sich genau dafür in Russland feiern, nr nach aussen wird etwas dementiert) hätte man einfach Petersburg annektieren sollen. Betreffend EU Assozierung der UKR vergleichen Sie einen Vertrag mit einem militärischen Feldzugs, also etwa, Kauf ist wie Raub.

        Die Schweiz wird sich natürlich, weil natürlich direktdemokratisch, kein TTIP aufhalsen lassen, ganz bestimmt nicht ganz sicher, sowas geht nur mit dieser heimtückischen verräterischen EU.

        • Maiko Laugun sagt:

          @AT: Russland wurde von Napoleon und Hitler angegriffen. Russland hat weit mehr dazu beigetragen, Europa vom Nationalsozialismus zu befreien als alle Alliierten zusammen. Nach dem Niedergang (Mauerfall) bestand zumindest die Chance, Russland in einen vereinten friedlichen Kontinent einzubinden. Da hat man – wie immer im Auftrage der USA – kläglich versagt. Das Resultat davon sieht man heute.

          • Markus Ackermann sagt:

            @Laugun Richtig
            1. Sie beschreiben das „schmutzige Geheimnis“ der Verteidigung der Demokratie in Europa:
            1942 standen in Europa nur noch 2 Demokratien aufrecht: CH und GB. Aber zurück-gewonnen wurde die Demokratie in Europa nicht von den Demokratien, sondern den Nazis wurde in Stalingrad das Genick gebrochen … vom Diktator Stalin.
            2. Gorbatschow wollte in die NATO und propagierte das „gemeinsame Haus Europa“.
            Reagan liess Gorbatschow am ausgestreckten Arm verhungern. Kohl gab Gorbatschow zwar Kredite, aber dies konnte den Verfall der Sowjetunion nicht verhindern. Es kamen Jelzin mit seinen Oligarchen, gefolgt von Putin … der wieder auf den Pfaden Stalins wandelt

          • Anh Toàn sagt:

            Wenn die USA dagegen waren, Russland einzubinden, wer in Europa hätte das tun können? Der EU Komissar? Kohl? Mitterand?

            Man braucht kein USA Freund zu sein, man braucht die Erfolge („Verdienste scheint mir angesichts der russischen Greueltaten, auch der Bombardierung der deutschen Städte durch die Allierten dann doch zu zynisch) der Russen gegen den Faschismus nicht zu verkennen, um die Annexion der Krim als solche zu bezeichnen. Haben die sich die Russen verdient, will sie Näppi und Dölfi besiegten?

          • Anh Toàn sagt:

            Ich teile Ihre Meinung dass verpasst wurde Russland, einzubinden, nur bin ich mr lange nicht so sicher wie Sie, wer daran „schuld ist“. Ich erinnere mich dumpf, dass bei den Gesprächen von russischer Seite Bedingungen vorgebracht wurden, die ich zumindest für nicht verhandelbar hielt.

            Aber vielleicht hätte man Jelzin in ausreichend besoffenem Zustand ja was unterjubeln können. Putin jedenfalls hatte nie eine Vorstellung von einem eingebundenen Russland.

          • Maiko Laugun sagt:

            @MA: Beim damaligen Lesen der damals von Gorbatschow erschienen Bücher *Perestroika* und *Glasnost* konnte man als unbedeutender Mensch wie ich es bin, förmlich die friedlich ausgestreckte Hand spüren.
            .
            @AT: „Haben die sich die Russen verdient, will sie Näppi und Dölfi besiegten?“ …. Ja, wenn man die ganze Entwicklung anschaut, dann ein klares Ja von meiner Seite.
            .
            „..wer in Europa hätte das tun können?“ .. Die damaligen Entscheidungsträger, unabhängig der Namen. Wer stets von einem friedlichem Europa plaudert und nicht bereit ist, die eigene Nation und die eigene Macht zugunsten eines wirklichen Bundesstaates aufzugeben und stattdessen ein halbpatziges Projekt EU gründet, der…

          • Maiko Laugun sagt:

            … heuchelt.

          • Josef Marti sagt:

            @Ackermann/Laugun: Helmut Schmidt schreibt in seinem letzten Buch: „Reagan wollte die Sowjets mit Star Wars allen Ernstes zu Tode rüsten“. Ich meine dies ist auch zu einem grossen Teil gelungen.

          • Markus Ackermann sagt:

            @Marti
            Richtig
            1. Rüstungskosten sind unproduktiv + müssen von einer produktiven Wirtschaft getragen werden. Die Planwirtschaft fiel immer mehr zurück im Vergleich zu den westlichen Wirtschaften
            -> Mit Star Wars hat Reagan der Sowjetunion „den Spurt angezogen“
            2. Aber in diesem Jahrzehnt hatten wir (u.a. WEGEN der technologischen Aufrüstung) fast einen atomaren Krieg zwischen Ost + West
            Beispiel (googeln) NATO-Übung Able Archer, Ost-Spion Topas: in der DDR liefen eine Nacht lang die Suchoi-Jäger in den Hangars mit laufenden Düsenantrieben + mit angehängten scharfen Atombomben in Erwartung eines NATO-Angriffs
            Parallel dazu gab es im Westen eine pazifistische Bewegung

  • beat lauper sagt:

    Krise als Chance wahrzunehmen ist eine Binsenwahrheit, die schon ins alte China zurückreicht. Bis es soweit ist gibt’s mal ein Haufen Chaos und nationale Reflexe. Der Ausgang ist ungewiss. Ich sehe die Chance einer kombinierten Krisenlösung gegenüber dem Risiko, dass das Projekt Europa daran zerschellt in etwa 50-50%. Und zuerst muss die Frage beantwortet werden, warum die Türkei quasi ohne Garantien Milliarden für die Flüchtlinge erhält, bei Griechenland aber jeder Cent abgestottert werden muss.

  • Maiko Laugun sagt:

    Aus wirtschaftlicher Sicht überlässt der Kontinent Europa/EU die technologische Revolution den USA und aus politischer Sicht lässt man sich in einer an Selbstverleugnung grenzender Unterwürfigkeit ebenfalls von denen alles diktieren und immer mehr in deren geo-politischen Interessen einspannen. Gepaart mit der eigenen Unfähigkeit, eine echte Union zu bilden, hält man den unsäglichen EUR noch immer für eine Reservewährung und merkt vor lauter Selbstbeschäftigung mit Ent-Demokratisierung und Überwachung der eigenen Bürger nicht mal mehr, wenn Millionen fremde Menschen sich bewegen und an die Türe klopfen. Tja, dann bleibt eben nur noch ein .. R.I.P. (Kontinent) Europa/EU.

    • Florian sagt:

      und denoch gibt es hier in der Schweiz eine grosse Anzahl von Menschen die glauben unser grosses Glück bestehe darin, endlich diesem unsäglichen, unfähigen und keinesfalls einigem Gebilde anzugehören!

      • Monique Schweizer sagt:

        Ach was Florian – da haben Sie was falsch verstanden — es gibt in der Schweiz unterdessen eine grosse Anzahl Menschen, die einer fiktiven grossen Anzahl Menschen in der Schweiz unterstellt, sie wollen in die EU — in allen Umfragen ist das Verhältnis mittlerweile 85:15 gegen die EU – nur in Herrliberg wird dieser Mythos noch aufrecht erhalten, es gäbe eine grosse Anzahl Menschen die glauben unser Glück läge in der Zugehörigkeit in diesem Gebilde.
        .
        Aber wie Herrliberg ja selber schon ein paarmal eingestanden hat, gehören Lügen auch zum Politbusiness!

        • Markus Ackermann sagt:

          @Schweizer
          Ihr Wort in Gottes Ohr (falls Sie ihn einmal antreffen).
          NB:
          Wie kommen Sie dazu, dass der „linke Kuchen“ nur noch 15% ausmacht:
          – SP
          – Grüne
          – sog. „politisch Korrekte“ in der sog. „Mitte“
          Claro, die Kommentatoren und ihre Kommentare sind nicht repräsentativ
          Aber man hat nicht den Eindruck, dass viele Links-Grüne in den letzten paar Jahren etwas dazu gelernt hätten.
          1. Sie wiederholen, was politisch-korrekte Medien ihnen vorgekäut haben (also das, was den Interessen derer entspricht, die bestimmen, was „politisch korrekt“ sein soll, vulgo: die Mächtigen) und
          2. als intellektuelle Höchstleistung, dessen was ihnen möglich ist, arbeiten sie sich an einer 25% SVP…

          • Markus Ackermann sagt:

            … ab

          • Monique Schweizer sagt:

            Ackermann: Sie tönen in etwa gleich pauschalisierend wie Herrliberg, der da verbreitet jeder Rotgrün-Wähler will in die EU….spätestens aber mit der Griechenland Krise haben sich auch viele SP/Grünen Wähler Gedanken gemacht, ob diese EU wirklich ein Ziel sein kann und hat Flüchtlingskrise diese Zweifel noch bestärkt.
            .
            Ausserdem machen die Rotgrünalternativen Stimmen zusammen mit rund 660’000 Stimmen bei der (NR Wahl 2015) gerade mal etwa 12.5% aller Stimmberechtigten aus!
            .
            Tja Herr Ackermann bei nur noch 48% Stimmbeteiligung muss man halt alle Resultate durch zwei teilen – Sie scheinen anscheinend noch nicht ganz begriffen haben was in unserer Demokratie suboptimal läuft

          • Monique Schweizer sagt:

            Ackermann: Wenn schon arbeite ich mich an einer 14% SVP ab — 734’000 Stimmen bei 5.26 Mio Wahlberechtigten sind auch nicht das Non-Plus-Ultra.
            .
            Aber Dr. Blocher hat begriffen, dass man z.B. Abstimmungen schon ab 1.3 Mio Stimmen gewinnen kann — also nur rund 25% der Stimmberechtigten — dies mit genügend Aufhetze, Angstmache und natürlich genügend finanziellen Mitteln für Extrablatt etc.
            .
            Und die ungewisse Situation mit dem „wir schaffen das“, Köln-Ereignisse, IS etc etc. spielt ihm alles noch gratis in die Hände – man muss gewisse Menschen primär emotional erreichen, da haben rationale Argumente oft keine Wirkung mehr dagegen. Und als Pfarrerssohn hat er da genügend Erfahrung!

          • Linus Huber sagt:

            Es handelt sich wohl weniger um Aufheize etc. als um den Versuch der schleichenden Abschaffung der direkten Demokratie, in der Form von Arbeitsverweigerung, in der Form von plötzlicher Thematisierung des Initiativ-Rechts, in der Form von Relativierung der Volksentscheide etc., also von den Politikern selbst verschuldete Probleme, was zur nach Ihrer Sicht suboptimalen Demokratie führen. Suboptimal heisst wohl in erster Linie, dass ihre Vorstellungen nicht erfüllt werden. In echten Demokratien wird manchmal hart gekämpft, ja manchmal hat das Volk sogar die Pflicht, sich der Regierung gewaltmässig zu entledigen, wenn offensichtlicher Machtmissbrauch zur Normalität mutiert.

          • Anh Toàn sagt:

            Hat das Volk auch die Pflicht, Flüchtlinge zu lynchen, wenn die Regierung die nicht entsorgt?

          • Linus Huber sagt:

            „Hat das Volk auch die Pflicht, Flüchtlinge zu lynchen“

            Ihre Einstellung gegenüber dem Volk kommt gut zum Ausdruck; es handelt sich wohl um Barbaren und die Entscheidungsträger sind mit ethisch hohen Werten ausgestattet und müssen daher dem Volk den Weg weisen. Dabei vernachlässigen Sie den Fakt, dass es immer die mit machtgierigen Politikern bestückten Regierungen waren, welche die schlimmsten menschlichen Desaster verursachten, denn der Durchschnittsbürger ist in erster Linie daran interessiert, sich und seiner Familie ein gutes Leben einzurichten, was ebenfalls beinhaltet, dass man sich mit seinen Mitmenschen arrangiert und nicht Kriege führt.

        • Anh Toàn sagt:

          Also die Deutschen könnten, gemäss Ihren Äusserungen alle persönlich belangt werden, Immunität mögen Sie ja gar nicht, weil sie ihre Pflicht verletzt haben, den Dölfi zu erschiessen, als der Machtmissbrauch offensichtlich war?

          Woher kommt denn diese Pflicht: Wer hat sich erlaubt, diese Pflicht dem souveränen Volch aufzuerlegen? Nicht fremde Richter, nicht Naturrecht das über dem Volk steht, nichts steht über dem Volch, nur der Linus Huber sagt dem Volch, was dessen Pflicht sei, und Pflicht ist Pflicht, da gibt’s nichts zu diskutieren.

          Legg mich.

          • Anh Toàn sagt:

            Das war @Linus Huber: „Das Volk hat die Pflicht…“

          • Linus Huber sagt:

            Freiheit und Unabhängigkeit werden nicht zum Gratis-Tarif frei Haus geliefert. Mit ihrer Einstellung existierte die Schweiz nicht als Nation, denn sie wäre gar nie gegründet worden und Doelfi wäre von Ihnen in Ihrer Obrigkeitsgläubigkeit definitiv bejubelt worden.

    • Anh Toàn sagt:

      Also kurz: EU ist Scheisse, aber alle wollen dahin?

      • Maiko Laugun sagt:

        Die ersten der Neuen wollen schon wieder weg, weil es zu kalt ist, temperaturmässig. „Alle“? Bei mir in China will keiner in die EU flüchten. Will auch keiner Euronen haben, höchstens in Einzelfällen Dollars, in der Hoffnung auf kleine Wechselgewinne, sonst gar nichts.

        • Marcel Senn sagt:

          Maiko: Bei Euch aus China flüchtet höchestens das Kapital in die EU plus die Kids der Elite, die sich hier an den europäischen Topuniversitäten tummeln. (und vor dem regelmässig wiederkehrenden Peking-Smog flüchten)
          .
          Na ja sollte dann der Yuan tatsächlich um bis zu 50% abwerten, worauf einige Makro-Hedge Funds schon wetten, dann wird die Nachfrage nach Euronen und Greenbacks bei Euch vermutlich auch steigen.

          http://atimes.com/2016/01/foreign-hedge-funds-heavily-bet-on-yuan-devaluation/

          • Maiko Laugun sagt:

            Hola und Ni Hao Marcel: Danke für den Link! Mir persönlich soll’s recht sein.

            Fluchtgeld stammt aus dubiosen Kreisen. Es gibt bereits ein Abkommen mit den USA, zwecks Rückführung der Gelder und der Personen. Das alleine zeigt, dass der USD massgebend ist. Der EUR hat keine Bedeutung hier. Daran ändern auch wirtschaftliche Abkommen mit der EU nichts. Solche schliesst China weltweit ab.

      • Maiko Laugun sagt:

        Ich habe auch schon geschrieben, dass ich nicht gegen die EU bin, nur gegen die gegenwärtige Form. Es braucht eine wirkliche Union, unter Abschaffung der einzelnen Nationalstaaten. Dann funktioniert vielleicht auch der EUR. Zusätzlich natürlich den Willen, sich dann aus der Knechtschaft der USA zu lösen. Zu beidem sind die Europäer weder willens noch fähig. Damit meine ich mehr die (politische) Elite – und weniger die demokratisch denkenden Bürger.

        • Stadelman Reto sagt:

          Er muss nicht abgeschafft werden, der Nationalstaat, er muss gewisse Aufgaben an den Bundesstaat EU abgeben. Tut er das nicht, hat die EU keine Funktion. Warum klappt die Eindämmung der Flüchtlingsströme nicht? Weil es keine zentrale Stelle gibt, die mit genügend Mitteln und Befugnissen ausgestatet ist um einzugreifen. Die Griechen sind heillos überfordert, Frontex hat weder die Mittel noch die Legitimität den Griechen ausreichend zu helfen und alle weiteren Versuche die EU Ausengrenze zu schützen scheitern an genau den gleichen Problemen. Institutionen können nichts machen wenn ihnen die Mittel fehlen oder die rechtliche Grundlage…

          • Maiko Laugun sagt:

            Die EU hat (z.B.) keine Aussen-Politik. Eine solche lässt sich ohne Aufgabe der Nationalstaaten nicht ausüben und beinhaltet weite Teile Ihrer Argumentation.

        • Anh Toàn sagt:

          @Maiko Laigun

          Wie oft, aber nicht immer, tönen meine Kommentare böser als sie gemeint sind.

          Man kann der EU vorwerfen, in der „Flüchtlingskrise“ keine gute Figur zu machen, – Ich meine, die Nationalstaaten machen insgesamt keine Bessere und darum kann die EU nicht, – aber, die EU wurde nicht dazu geschaffen, Immigration, Wohlstandsgefälle oder Kriege an anderen Orten zu „lösen“. Aussereuropäische Immigration in Nationalstaaten ist eine nationale Aufgabe. Es ist nicht irgendeine Union, welche Europa zwingt, das Problem gemeinsam anzugehen, es ist das Wohlstandsgefälle zwischen Europa und Afrika und die Kriege und, und, und

          Aber das mit dem finnischen Klima ist aus einem…

          • Maiko Laugun sagt:

            Ich weiss, kein Problem 🙂

            In der CH ist der Bund und nicht die Kantone für die Immigration zuständig. In der EU unterzeichneten Nationalstaaten *Schengen-Dublin*. Die einen halten sich daran, die anderen nicht. In einem einzigen Bundesstaat namens EU wäre das nicht der Fall. Dann gäbe es nur entweder oder – also eine einheitliche Aussenpolitik.

  • Marcel Zufferey sagt:

    Die EU ist eine Schönwetterunion: Zur Bewältigung historischer Krisen wurde sie nicht konzipiert! Sie droht an ihrer eigenen Überdehnung zu scheitern: Waren es zu Beginn noch fünf Mitgliedstaaten, so sind es mittlerweile deren 25! Das kann nicht gut gehen- auch und vor allem angesichts der Tatsache, dass es innerhalb dieses ganzen Konstrukts noch zusätzlich eine Eurozone (Währungsunion) gibt!

    • Beat Müller sagt:

      Zufferey: 25 war 2006 — es sind unterdessen 28 Mitgliedsstaaten…..die EU wächst und wächst – fast schon so schnell wie ein Krebsgeschwür

  • Anh Toàn sagt:

    Gäbe es keine EU, gäbe es keine Flüchtlinge und keine Wirtschaftsmigration nach D/F/GBI/GR/etc.etc, weil die Welt dann rundherum friedlich und reich wäre, oder weil in D/F/I/S/GR/etv Krieg und Armut wären.

    Der Beitrag, wie auch was man in Kommentarspalten liest, geht von der Prämisse eines EU Krise aus.

    • Anh Toàn sagt:

      Weil die USA z.B nicht n Schengen ist (EU) fahren die Flüchtlinge lieber nach GR und I mit dem Schlauchboot, weil da Schengen EU Bürokraten Brüssel Zentralismus ist

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