Teure Schweiz, billiges Deutschland

(Keystone/Martin Ruetschi)

Boomender Einkaufstourismus: Gegenüber Deutschland ist der Franken besonders überbewertet. (Keystone/Martin Ruetschi)

Seit einigen Wochen hat sich das Schweizer Währungsproblem etwas entschärft. Anfang August schwächte sich der Franken gegenüber dem Euro deutlich ab. Im Moment bewegt er sich in einer Bandbreite von CHF 1.08 bis 1.10 pro Euro. Das lässt hoffen, dass grosse Entlassungswellen ausbleiben.

Die Situation bleibt aber angespannt. Der reale Wechselkurs, bei dem die unterschiedlichen Inflationsraten berücksichtigt werden, ist immer noch hoch. Die am Montag publizierten Zahlen der SNB zeigen zwar, dass sich die Abwertung seit August bereits positiv bemerkbar gemacht hat, aber das Ausmass der Abweichung vom langfristigen Durchschnitt ist immer noch beträchtlich.

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Die Grafik zeigt ferner, dass der reale Wechselkurs eine starke Streuung hat, wenn man nicht nur den Euroraum als Ganzes, sondern einzelne Länder des Euroraums betrachtet. Gegenüber Deutschland ist der Franken besonders überbewertet (27 Prozent), während der Unterschied zu Spanien fast vernachlässigbar ist.

Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass wir von den Unternehmen ganz unterschiedliche Antworten hören, wenn sie auf die Frankenaufwertung angesprochen werden. Wer in den Dollarraum exportiert, hat kaum Probleme, weil sich der Dollar gegenüber dem Franken schnell erholt hat. Das Problem ist die nachlassende Nachfrage aus China, nicht der Wechselkurs (hier die neusten Zahlen).

Wer hingegen nach Deutschland exportiert oder auf dem Schweizer Binnenmarkt mit deutschen Importen konkurrenziert, hat es wegen der starken Währung schwer. Auch Betriebe, die auf Drittmärkten mit deutschen Exporteuren im Wettbewerb stehen, sind überdurchschnittlich stark gefordert.

Natürlich hat eine starke Währung den Vorteil, dass sie die Firmen zwingt, innovativ zu sein. Dieser positive Effekt lässt sich in der schweizerischen Wirtschaftsgeschichte gut nachweisen. Trotzdem lässt die hohe Überbewertung gegenüber Deutschland aufhorchen. Es handelt sich um eine neue Wettbewerbssituation, an die sich die Wirtschaft erst richtig anpassen muss.

Von Beginn der 1980er-Jahre bis zur Einführung des Euro war nämlich der reale Wechselkurs gegenüber der DM immer stabil. Man muss bis in die 1970er-Jahre zurückgehen, um eine ähnliche Aufwertung zu beobachten. Von 1973 bis Anfang der 1980er-Jahre wurde der Franken gegenüber der DM um etwa 40 Prozent stärker, wie die Grafik zeigt.

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Aufbauend auf dem stabilen Wechselkurs CHF/DM der 1980er- und 1990er-Jahre hat sich eine enge wirtschaftliche Verflechtung über die Grenze ergeben. Einige Schweizer Industriebetriebe wurden zum Beispiel Zulieferer der deutschen Autoindustrie.

Die grosse Frage ist nun, ob diese Arbeitsteilung auf die Dauer überlebt, wenn die Schweiz gegenüber Deutschland weiterhin viel teurer bleibt. Im Tourismus ist die Zahl der deutschen Gäste bereits zurückgegangen. Der Detailhandel leidet unter dem Einkaufstourismus. Die nach Deutschland exportierende Industrie kämpft mit dem Margendruck, während die Importe aus Deutschland immer billiger werden.

Wohin das alles führen wird, ist nicht absehbar. Es kann bald wieder zu einer Normalisierung kommen. Aber wenn die EZB den Euro weiterhin aggressiv schwächt, könnte es durchaus zu einer fundamentalen Veränderung im wirtschaftlichen Austausch mit Deutschland kommen.

69 Kommentare zu «Teure Schweiz, billiges Deutschland»

  • ast sagt:

    Der Schweizer Franken wird noch immer als sicherer Hafen gehandelt, aber ich kann nicht einsehen was am Fränkli langfristig besser sein soll als an Silber oder Gold. Vermutlich ist es eine Zeiterscheinung die demnächst vorbei sein könnte, wenn das Spiel mit den niedrigen Zinsen und der „quantitativen Lockerungen“ platzt.

  • Michael sagt:

    Das Symbolbild ist ein bisschen unglücklich gewählt, die Produkte in der Müller Drogerie sind noch relativ günstig in der Schweiz.

  • Thomas B sagt:

    Interessante Beobachtung:

    In DE habe ich ein Duschgel gekauft, Eigenmarke der Kette mit dem grossen E, Preis EUR 0.59

    Das Interessante daran: Hersteller ist eine gewisse Firma Mibelle, ja, genau DIE Mibelle.
    Im Export sind gewisse CH Firmen offensichtlich viel billiger als im heimischen Markt…

    • Linus Huber sagt:

      Ja, die Kaufkraft kann man auf viele Arten senken; besser weniger Restriktionen und tiefere Preise sowie tieferer administrativer Aufwand und damit Reduktion der unproduktiven Bürokratie. Die Grossunternehmen streben keinen freien Handel an, sondern sie begünstigenden regulierten Handel.

      • Leo Klaus sagt:

        Es hat weniger mit Buerokratie als mit Kartellen und Monopolen zu tun. Und da gibt es ken Fortschritt. Die sogennanten wirtschaftfreundlichen Parteien sind gegen jede Aenderung, welche ihre „Sponsoren“ das Leben erschweren koennte.
        Weil diese effektiv eine 3/4-Mehrheit im Parlament bilden, kann man einfach vergessen, dass es in der Schweiz etwas aendern wird, und enfach ennet der Grenze einkaufen gehen, wenn man es kann.

  • Linus Huber sagt:

    Ob eine starke oder schwache Währung bevorzugt werden soll oder nicht, ist von sekundärer Bedeutung, sondern die wirkliche Frage sollte eigentlich sein, ob es vorteilhaft wäre, dass Währungen sich gelöst von staatlichem Einfluss frei entfalten dürften und dadurch nicht von Regierungen als Umverteilungsmechanismen missbraucht werden könnten. Wir wurden derart konditioniert, dass wir uns ein anderes Währungssystem ohne zentralplanerische Eigenschaften gar nicht mehr vorstellen können resp. vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr erkennen.

    • Rolf Zach sagt:

      Ich freue mich immer, wenn ich so aufrichtige Kommentare aufgrund der Lehre der österreichischen Schule lesen darf. Ich will jetzt nicht wiederholen, wie die prominenten Vertreter der österreichischen Schule im Ersten Weltkrieg die Kriegswirtschaft von Österreich-Ungarn geführt haben. Eine Währung ist vor allem da, die Bewohner einer Volkswirtschaft in ihrem Bemühungen ihren Lebensunterhalt zu verdienen, unterstützt und dafür sorgt, daß der Wohlstand erhalten bleibt und ausgebaut werden kann. Was gegenwärtig unsere Nationalbank betreibt, ist alles andere um diesem Hauptziel einer Währung gerecht zu werde. Ich kann den Argumenten zugunsten der Maßnahmen unserer Nationalbank gar nichts abgewinnen und für mich ist es folgerichtig nur ein masochistisches Verhalten dieser Zentralbank. Wenn man jetzt meint, mit 1.10 Euro/CHF sei es getan, täuschen sich die Leute gewaltig. Den Verlagerungsprozeß unserer Industrie in den EU-Raum wird sich fortsetzen und dies werden wir nächstes Jahr deutlich zu spüren bekommen. Nicht jeder Schweizer kann bei Verlust seines Arbeitsplatzes bei Roche eine neue Stelle finden.

      • Linus Huber sagt:

        „Eine Währung ist vor allem da, die Bewohner einer Volkswirtschaft in ihrem Bemühungen ihren Lebensunterhalt zu verdienen, unterstützt und dafür sorgt, daß der Wohlstand erhalten bleibt und ausgebaut werden kann.“

        Und dies wird natürlich erreicht, indem man Umverteilung zugunsten der Banken und von unten nach oben bewirkt und immer stärkere Boom/Bust-Zyklen erzeugt.

      • Linus Huber sagt:

        Aber eben, die von der Idee der Zentralplanung begeisterten, jegliche ökonomischen Grundprinzipien ignorierenden Obrigkeitsgläubigen sind wohl davon überzeugt, dass eine durch Zentralismus angepeilte immer höhere Machtkonzentration die Lösung der heutigen Probleme zeitigen wird. Bei einem Job-Interview wären wir mit solch einer Vorstellung wohl durchgefallen, aber noch immer werden diese Leute, welche mit ihrem Irrglauben die ökonomische Lehre mit einer Geldpolitik einzig zum Wohle der Banken und Finanzeliten derart verzerrten, mit Vertrauen verwöhnt, dass es geradezu lächerlich wirkt.

        https://www.youtube.com/watch?t=167&v=xJ2UAYgIXG8

  • Sacha Meier sagt:

    Wir müssen es nun einmal realistisch sehen. Nach dem EWR-Nein 1992 und dem WTO-Ja 1995 haben wir uns unumkehrbahr von einer innovativ-produktiven KMU-Landschaft in eine postindustrielle und postdemokratische (vgl. Lobbyismus) Hochpreisinsel des zuwandernden Konsums entwickelt. Unser Konsumwirtschaftswachstum schöpfen wir aus der Zuwanderung. Für die nächsten hundert Jahre gibt es keine Möglichkeit mehr, das zu ändern – besonders, als unsere Politiker (egal wen man wählt) einzig ihren Lobbyisten verpflichtet, die wiederum im Interesse der Grosswirtschaft und des Systemgeldadels handeln. So hat sich auch das Volk längst daran gewöhnt, dass Parallelimporte verboten werden, eine Revision des Kartellgesetzes systematisch den Bach runtergeschickt wird, oder, dass sogar das Cassis-de-Dijon-Prinzip gekündigt wurde, um Schweizer Bürger vor billigen EU-Lebensmitteln zu schützen. Unsere Industrie (inkl. Tourismus) ist bestenfalls noch ein Schatten seiner selbst – und wird schon in wenigen Jahren aufgehört haben zu existieren. Damit wird es keinen objektiven Grund mehr geben, gegen die Hochpreisinsel anzukämpfen. Wie in jedem Feudalsystem auch, gibt es auch im modernen globalistisch-korpokrativen Neofeudalismus eine stets undurchdringlicher werdende Klassengesellschaft – und einen obsoleten Mittelstand. Damit die Sozialkosten nicht ganz aus dem Ruder laufen und gewisse Dienstleistungen doch noch zahlbar bleiben, brauchen wir endlich auch einen gesetzlich sauber geregelten Billiglohnsektor, nach dem Vorbild des deutschen Erfolgsmodells Hartz-IV. Der heutige, sog. «Dritte Arbeitsmarkt» in der Schweiz mit SKOS-Tariflöhnen von CHF 300…600/Mt. benachteiligt eigentlich die Billiglöhner (gehöre als Ü50 Dipl.El.Ing., im Beruf für derzeit CHF 300/Mt. arbeitend auch dazu) – bevorzugt aber die Untätigen. Damit können wir wenigstens auch sicherstellen, dass die Preise zu Deutschland nicht weiter steigen. Ein weiteres Standbein müsste sein, den schädlichen Privat-Einkaufstourismus auszumerzen. Sonst blutet nämlich auch unsere Konsumwirtschaft – das Rückgrat der Schweiz langsamaus. Das könnte ganz einfach passieren, indem die Zollfreigrenzen erst ab einer Aufenthaltsdauer von 24h im Ausland gelten. Australien macht das so – mit sehr guten Erfahrungen.

    • Linus Huber sagt:

      @ Sacha

      Australien dürfte wohl nicht gut als Referenz zu den schweizerischen Bedingungen dienen, denn ich denke nicht, dass ein Australier schnell mal ins Auto steigt und sich nach z.B. 30 Min. schon in einem ausländischen Supermarkt befindet. Was ich in Ihrer Ausführung interessant finde, ist der Umstand, dass Sie einerseits die Handelshindernisse beklagen (Parallelimporte, Cassis-de-Dijon-Prinzip) andererseits den Bürgern jedoch noch höhere Hindernisse anhand von zusätzlichen staatlichen Zwangsmassnahmen in den Weg legen wollen. Der Einkaufstourismus ist doch genau die Antwort auf die Politik der Vetternwirtschaft und sollte noch viel stärker ausgebaut werden, dass endlich ein Umdenken stattfindet anstatt diese Gegenwehr mit noch mehr Zwangsmassnahmen zu zerstören. Ich glaube einen Widerspruch in Ihrer Argumentation zu erkennen.

      • Sacha Meier sagt:

        Kein Widerspruch, Herr Huber. Der erste Teil meines Posts zeigt einerseits die Realität auf – aber auch, dass wir uns glorios in eine wirtschaftliche Einbahnstrasse des Konsums manövriert haben, bei der keine Umkehr mehr möglich ist, weil z.B. fast alle industriellen Strukturen, die MINT-Ausbildung, Kapital, Zulieferer, Know-How, etc. längst abgerissen sind. Damit bleibt uns eigentlich nur, den eingeschlagenen Weg des zuwandernden Konsums in unsere unantastbare Hochpreisinsel weiter zu gehen. Das hat übrigens auch die Politik längst erkannt, weshalb die beschriebenen Massnahmen getroffen wurden. Der private Einkaufstourismus ist eben nicht gut für unser Land. Er blutet nämlich die Konsumwirtschaft aus – und trägt die Handelswertschöpfung ins Ausland. Ein Verbot wäre sicher auch nicht angebracht und würde auch rechtsstaatliche Prinzipien ritzen. Aber man könnte ihn mit der Hürde einer Mindestaufenthaltsdauer einschränken. Parallel dazu müsste rasch der Billiglohnsektor kommen. Das ist die wirkungsvollste Massnahme für eine nachhaltige Preisstabilität: Billiglöhner können eben nicht beliebig konsumieren – also können die Preise und Löhne nicht mehr unbeschränkt steigen. Sinken können sie aber auch nicht, weil kein Generalimporteur, Oligopolist oder Kartellist auf seine historisch gewachsenen Pfründen verzichten will.

  • Marcel Senn sagt:

    Für die über 24% deutschen „Arbeitnehmer“ im Billig- und Billigstlohnsektor müssen die Preise ja tief bleiben, sonst kommt es irgendwann mal zu sozialen Unruhen!
    So klammheimlich hat sich das Wirtschaftswunder Deutschland für über 8 Mio Arbeitnehmer immer mehr zu einem Armenhaus entwickelt. Vermutlich werden auch viel der syrischen Flüchtlinge bald mal drauf kommen, dass Deutschland eben auch nicht das Land ist, wo in den Flüssen Milch und Honig fliesst.
    Und sollte es zu einer z.B. durch China ausgelösten Weltwirtschaftskrise kommen, dann wird auch das deutsche Exportwunder mächtig ins stottern kommen und sklavenähnliche Arbeitsverhältnisse werden in D noch weiter massiv zulegen — die falschen Sozen Gerhard Schröder, Walter Riester und Peter Hartz haben den Deutschen ein paar schöne Kuckukseier ins Nest gelegt – besser kann man dem Grosskapital kaum noch in die Hände spielen — Ausbeutung des Menschen durch den Menschen at it’s finest!! Da ändert auch der neue Mindestlohn nicht wirklich sehr viel dran!

    • Martin sagt:

      Nichts von dem, was Sie schreiben, hat mit dem Einkaufstourismus der Schweizer zu tun, geschweige denn mit dem nur durch maßlose Gier und jahrzehntelange Verblendung durch nicht spielenden Markt und das Duopol Migros/Coop zu tun, deren ganz ureigenes Ziel die Kaufkraftabschöpfung im Inland ist. Es hat allenfalls damit zu tun, daß mal wieder vom hohen Roß herab mitgeteilt wird, was die Anderen, in diesem Fall Deutschland, alles falsch machen. Zum Gähnen. Leider merken nur wenige Schweizer, daß das Roß gar nicht mehr so hoch ist – wenn das Exportwunder Deutschlands in´s Stottern gerät, ist einen Tag später der schweizer Motor schon abgewürgt. Statt sich Sorgen um die Deutschen zu machen, deren Schicksal nicht Sie bestimmen und erst gar nicht voraussagen, sollten Sie lieber an die Zukunft Ihres Heimatlandes denken. Wenn es schon sonst niemand macht. Zukunftspolitik ist nicht, hinterher zu sagen, man habe es ja gleich gewußt und Recht behalten. Und dabei, gerade was die Flüchtlinge angeht, außer an die eigene Angst vor Wohlstandsverlust an nichts weiter zu denken. Es ist eindeutig die Schweiz, die seit Jahren auf keinerlei kommende Herausforderung mehr eine Antwort hat, sondern nur noch Angst um die eigenen Pfründe der Vergangenheit. Ich würde echt nicht so große Töne spucken.

      • Linus Huber sagt:

        @ Martin

        „außer an die eigene Angst vor Wohlstandsverlust an nichts weiter zu denken“

        Wer dies ein wenig zu eng sieht, sind sehr wahrscheinlich Sie selbst. Es geht doch nicht einzig um den Wohlstandsverlust, sondern um das dauernde Hinterfragen der eigenen Identität, um die Gefährdung des sozialen Friedens im eigenen Land und um die Fragwürdigkeit des beantragten Asylstatus. Sie erkennen anscheinend nicht, dass dadurch die extremen politischen Kräfte von Links wie Rechts massiven Auftrieb erhalten und eine unberechenbare Entwicklung in Gang gesetzt werden könnte, was in der englischen Sprache als „blowback“ (Bumerang) bezeichnet wird. Wenn z.B. die Saudis und anderen Staaten der gleichartigen Kultur, welche eine hohe Anzahl an ausländischen Arbeiter beschäftigen und damit grosse Erfahrung mit Ausländern ausweisen, diese Leute nicht aufnehmen wollen, sollten wir uns wenigstens fragen, warum wohl nicht, denn in erster Linie handelt es sich bei diesen Flüchtlingen um junge Männer. Ganz abgesehen davon, sind es gerade die Saudis, welche diese Unruhen in Syrien mit zu verantworten haben, wobei ich hier nicht weiter darauf eingehen will. Woher kommt diese Überheblichkeit, dass unsere Ansicht der vermeintlichen jedoch einzig auf kurzfristigen Überlegungen beruhende und viele Aspekte ausblendende Menschlichkeit einem derart moralisch höherem Standard entspricht?

      • Marcel Senn sagt:

        Martin: In welchem Jahr leben denn Sie, dass Sie hier noch was von Duopol Coop/Migros schreiben? Seither sind doch einige Deutsche Marktteilnehmer in den Lebensmittelmarkt eingetreten und die sind auch in der CH realtiv günstig — kein Wunder auch ein Teil der Wertschöpfung kommt von deutschen Tiefstlohnarbeitern in der Produktion in D.
        Ueberhaupt zahlt Herr und Frau Schweizer in % des Einkommens immer weniger für Lebensmittel, wenn ihnen das schon mal aufgefallen ist.
        Dass es der CH schlechter geht, wenn es D schlechter geht, das ist abzusehen — aber eine Gesellschaft wie D die zunehmends mit dem Tiefstlohnsektor arbeitet wie D ist eh über kurz oder lange dem Untergang geweiht, denn mit was sollen denn all die Niedrigverdiener noch konsumieren in einem konsumorientierten Wirtschaftsmodell — wenn der Export dann noch einbricht, dann geht es noch viel schneller.
        Dass in der CH Politik zunehmends mit Wohlstandsverlustängsten gemacht wird, das ist nichts neues und erklärt auch einen Teil des SVP-Erfolges — die kennen sich mit der Klaviatur der Aengste ja bestens aus – kein Wunder bestimmt ein Pfarrerssohn deren Geschicke!

  • werner boss sagt:

    Denn sie wissen nicht was sie tun, könnte man hier auch sagen. Einerseits wird mit der einfältigen „Schnäppchenjägerei“ die hiesige Wirtschaft geschwächt, den treuen Kunden die Qualität versaut, so wie viel Abgas produziert, auf der anderen Seite sind die Geschäftsleute einfach unbelehrbar, sie verlangen selbst noch für vom Kunden einbezahlte Rechnungen separat Gebühren. Solche „Geschäfte “ sind hier überflüssig!

  • Manfred Zwygart sagt:

    1. Das Problem ist das viel zu billige Euro-Deutschland und nicht der Franken. 2. Die Qualität der günstigen Konsumprodukte in DE ist haarsträubend. Ich habe 1 mal Fleisch von Penny oder Sky gegessen. Ich lebe in DE seit 5 Jahren. Ich kaufe nur bei Edeka ein und da sind die Preise vieler Produkte höher als in der Schweiz. 3. Der viel zu billige Euro für DE ist für Griechenland, Spanien, Italien usw. viel das grössere Problem als für CH. Bevor deswegen CH untergeht, gehen die anderen Euro-Länder zugrunde. Deshalb keine Panik. Der grösste Fehler wäre, den Euro zu übernehmen.

    • Daniel Pünter sagt:

      Nein, das stimmt nicht. Habe auch für 1 Jahr in D gelebt und der höherpreisige EDEKA war noch immer um einiges billiger als Migros und Coop. Auch bei Penny etc. werden z.T. dieselben Markenprodukte verkauft, die bei Coop mind. 5x teurer sind.
      => Wir werden in der Schweiz von staatlich geschützten Sofaimporteuren, die sich im Wahlkampf als „Unternehmer“ bezeichnen, abgezockt.

  • Ruedi Strickler sagt:

    Wer in Deutschland, Oesterreich oder Frankreich einkauft und SVP und FDP wählt hat nichts, aber auch gar nichts begriffen:
    Es sind und waren die Bürgerlichen, die eine Verschärfung des Kartellgesetzes verhindert haben!
    Wir haben 1’000 Kartelle in der Schweiz. Allein die Autoimporteure kassieren jährlich ca. 2 Milliarden Kartellprämie ab. 1 Mrd. bei Neuwagen und 1 Mrd. bei den Ersatzteilen. Alle Berufsverbände schreiben die Preise vor. Das ist Planwirtschaft, aber sicher keine Marktwirtschaft.
    Fast jede Art von Wettbewerb wird in der Schweiz verhindert. Und das ausgerechnet von jenen Parteien, die ständig „mehr Freihei, weniger Staat“, „freie Marktwirtschaft“ usw. plagören…

    • Monique Schweizer sagt:

      Dr. Blocher hat das 1992 geschickt eingefädelt mit dem EWR Nein – es ging ihm damals selbstverständlich nicht um die Unabhängigkeit der Schweiz — nein im Gegenteil, der EWR Vertrag hätte damals dazu beigetragen, dass wir Schweizer uns aus den Abhängigkeiten von Generalimporteuren, Kartellen und Preisabsprachen zumindest einigermassen hätten befreien können und heute vermutlich nicht so eine Hochpreisinsel wären!
      .
      Es gibt Gerüchte Dr. Blocher wäre seinen Kameraden von der Automobilbranche noch einen Gefallen schuldig gewesen und hätte ihnen mit dem EWR Nein die Bahn weiterhin geebnet, dass sie das schweizer Volk weiterhin gut melken können. Für die Blochers hat sich dies mehr als gelohnt – wird doch ihr Clanvermögen heute auf über 8 Mrd Fr. geschätzt!
      .
      Solange das etwas simpel gestrickte CH-Wahlvolk diese Spiele nicht durchschaut, werden wir wohl noch ein paar male in masochistischer Art und Weise gegen unsere eigenen Interessen abstimmen.
      .
      Die Mär von den freien Märkten wird uns von FDP und SVP immer noch gepredigt, als sei das die Realität!
      Dass es auch in Deutschland alles andere als frei zugeht, zeigt diese sehr aufschlussreiche, aber erschreckende Doku aus Deutschland:

      http://www.zdf.de/wiso/kartelle-zocken-verbraucher-ab-39564684.html

      Fazit: Wirklich freie Märkte gibt es immer weniger – die meisten davon finden sich immer noch in den volkswirtschaftlichen Lehrbüchern!

      • Josef Marti sagt:

        Tatsächlich sind die gekauften Marionetten in Parlament und Regierung in erster Linie dafür zuständig, die Kaufkraftabschöpfung und Schröpfung der Bürger durch planwirtschaftliche Wettbewerbsverzerrung zu optimieren und die rent seeking Gesellschaft abzusichern. Alle wichtigsten Assets zur Sicherstellung von Markteintrittsmonopolen und Wettbewerbsschutz sind bei den Multis praktisch immer eigenfinanziert wie sich aus typischen Bilanzstrukturen internationaler Konzerne ergibt; es handelt sich dabei va. um Grund und Boden (ohne Bauten), Quellenrechte, Beteiligungen an anderen Unternehmen und Immaterialgüterrechte wie Patente und Markenrechte. Die Wertaufbereitung dieser Vermögenswerte geschieht zu einem wesentlichen Teil durch die Allgemeinheit (zB. Bildung, Infrastruktur) sodass Nutzen und Kosten entkoppelt sind; dies umso mehr je stärker das Steueraufkommen weg von progressiven direkten Steuern auf indirekte Steuern, Verbrauchsabgaben und Gebühren verlagert wird.

      • Linus Huber sagt:

        @ Monique

        Dass die Vetternwirtschaft sich weltweit durchsetzte respektive immer weitere Bereiche der freien Marktwirtschaft ersetzte, dürfte sicherlich den Tatsachen entsprechen, jedoch bezweifle ich, dass das Zentralisieren und damit die Vereinfachung der Lobbying-Aktivitäten eine wirksame Lösung darstellt. Blochers Vermögen dürfte schwerlich weniger sein, wenn wir heute in der EU wären, sondern eher mehr, denn das internationale Geschäft wäre dadurch einfacher und damit kostengünstiger gewesen.

        Ein Problem dürfte die Gleichstellung der Aktiengesellschaft mit einer natürlichen Person vor dem Gesetz darstellen, wobei Entscheidungsträger in diesen Firmen auf persönlicher Ebene de facto Immunität geniessen, respektive sich risikolos und damit ungerechtfertigt bereichern können (ich rede hier nicht vom wirklichen Unternehmer) und die Finanzkraft der Unternehmung zur Untergrabung wirklicher Rechtsstaatlichkeit und damit der Demokratie einsetzen. Diese Entwicklung ist schwerlich durch noch höheren Zentralismus und Zentralplanung zu brechen, sondern eher durch das Gegenteil, nämlich das Verschieben von Entscheiden auf eine tiefere hierarchische Ebene, was die Transparenz erhöhen und damit korruptes Verhalten leichter erkenntlich machen dürfte.

    • Linus Huber sagt:

      @ Ruedi

      Es ist tatsächlich eine Schande, dass die FDP sich als liberal bezeichnet und unter dem Deckel in diesem Bereiche nichts als Vetternwirtschaft betreibt. Leider sind sämtliche Parteien derart gestrickt, immer noch mehr Regeln und Gesetze zugunsten der Lobby-starken Akteure zu erlassen, anstatt deren Volumen und Anzahl wie den damit verbundenen und mit unzähligen Juristen besetzten unproduktiven Verwaltungsapparat zu reduzieren. Eine ähnlich gelagerte Entwicklung liegt in der Sozialindustrie vor.

      • Rolf Zach sagt:

        Ehrlicherweise muß man zugeben, daß der selbsternannter Churchill, Herr B., nicht die notwendigen Stimmen zur Ablehnung des EWR zusammengebracht hätte, wären die Grünen nicht gewesen, die behaupteten, der EWR-Vertrag wäre schädlich für unsere Umwelt und die EU Standards würden nie so streng sein wie diejenigen der Schweiz. Heute sind die EU Reglemente strenger als die der Schweiz. Eine typische Verkennung der Realitäten der Schweizer Politik, was bei dieser Partei öfters vorkommt. Wie beispielsweise jetzt, wo sie für eine Willkommenskultur gegenüber den Flüchtlingen aus dem Nahen Osten eintreten. Ich habe nichts gegen arme Flüchtlinge aus Kriegsgebieten, aber ich habe etwas dagegen, wenn man diesen Flüchtlingen nicht sagt, daß sie sich unserer Zivilisation zu 100 % anpassen müssen. Die Schweiz kann sich keine ähnliche Geschichte, wie sie im Roman „Unterwerfung“ von Houellebecq geschildert wird, erlauben. Ein gewichtiger Nein Stimmer war auch die NZZ, wegen der Europäischen Sozialcharta, die sie zusammen mit unserem Churchill, Herr B., als Teufelswerk betrachtete. Dafür hat sie leichtsinnig die Interessen unseres Finanzplatzes verraten, was wir in den letzten 4 Jahren deutlich zu spüren bekamen. All diese hohen Direktoren von Banken können sich für ihre Schwierigkeiten bei der NZZ und Churchill B. bedanken. Und dies alles wegen der Europäischen Sozialcharta! Sie ist nur eine allgemeine Erklärung für den Sozialstaat, denn wir trotz allem haben und den das Volk nicht gewillt ist, abzuschaffen, auch nicht die SVP/FDP Wähler. Natürlich können diese hohen Herren deswegen so richtig über die Sozis schimpfen, aber verstehen sie eigentlich Politik? Man muß es bezweifeln!

  • Ruth sagt:

    Als kleiner Konsument, der mehrmals jährlich länger in Deutschland ist, frage ich mich bei den Preisen für das tägliche Leben, wie sind solch spottbilligen Preise machbar? Wie ist es möglich z.B. Fleisch so billig zu produzieren und ist es überhaupt Fleisch, das uns hier aufgetischt wird? Wer verdient daran überhaupt noch etwas oder werden Sklaven zur Arbeit herangezogen?

    • Josef Marti sagt:

      Wir haben die teuerste Landwirtschaft der Welt. Der CH Inländer wird in Schuldknechtschaft von Bauern, Banken, Hochpreisinsel-Multis, Kulturfuzis und Asylanten bis auf die Knochen geschröpft.

      • Michael sagt:

        Landwirtschaft ist ein Knochenjob, das darf man nicht vergessen. Zudem ein Hochrisikogeschäft weil die Ernte vom Wetter abhängig ist. Dier Viehbestand von eingeschleppten Erregern. Dazu muss rund um’s Jahr gearbeitet werden. Und was wäre, wenn die schweizer Bauern sagen würden, wir stellen unseren Betrieb ein, werden ja eh nicht wertgeschätzt. Wo soll dann das Brot, die Milch, das Gemüse und die Eier dann herkommen ? Und zu welchem Preis ???

        • Josef Marti sagt:

          Kann man alles viel billiger importieren. Knochenjob ok aber den kann man ja billigen Polen und Portugiesen übertragen, aber Hochrisikogeschäft? Soso, staatlich garantierte Produktabnahme auf Halde und wirtschaftliche Existenzgarantie inbegriffen; es handelt sich hier um unkündbare Staatsangestellte. Oder haben Sie schon jemals von einer konkursamtlichen Abwicklung und Liquidationsverwertung eines Landwirtschaftsbetriebs gehört?

        • Anh Toàn sagt:

          Wer günstige landwirtschaftliche Produkte herstellen will, muss dies dort tun, wo Boden und Arbeit („Knochenjob“) wenig kosten. Praktisch nirgendwo kosten Boden und Arbeit mehr als in der Schweiz.

          • Rolf Zach sagt:

            Wir haben noch ca. 50’000 Bauernhöfe, die uns die teuerste Landwirtschaft der Welt bescheren. Notabene teurer als diejenige von Norwegen mit seinen Fjorden ausgestattet mit steilen Abhängen. Ebenfalls haben wir mit Abstand so berüchtigt subventionierte Agrarwirtschaften wie Japan und Südkorea mit längst hinter uns gelassen. 10’000 Bauernhöfe wären eigentlich für die stark verbaute Schweiz mit ihrem Gebirge genügend, um einigermaßen das Preisniveau der inländischen Landwirtschaft nicht mit riesigem Abstand zum demjenigen unserer Nachbarschaft zu halten. Österreich hat gezeigt wir eine Landwirtschaft auch im größeren EU-Markt überleben kann, wenn sie gewillt ist die Marktchancen auf diesem EU-Markt wahrzunehmen. Sie haben konsequent auf Qualitätsprodukte gesetzt und dies viel stärker und ehrlicher als in der Schweiz. Wir haben bei uns mit der Lex Zimmerli erfolgreich dafür gesorgt, daß nur Bauern Land von Bauern kaufen können, ebenso wurde durch das bäuerliche Erbrecht dafür gesorgt, daß die schädliche Realteilung der Bauernhöfe aufhörte. Wir hatten vor diesen Reformen 400’000 Bauernbetriebe! Aber diese Reformen genügen nicht. Es muß unbedingt eine bäuerliche Pensionskasse eingeführt werden, damit wenigstens diejenigen Höfe verschwinden, die unter keinen Umständen eine Existenzberechtigung in einem Industriestaat haben. Subventionen sind a priori nicht zu verurteilen, wenn sie langfristig die Produktivität und Kosten unserer Landwirtschaft optimieren. Unsere Subventionen sind aber in der Mehrheit Geld verschlingende Ungeheuer mit einer ständigen Belastung unserer Volkswirtschaft. Übrigens wo ist die produktivste und profitabelste Agrarwirtschaft in Europa? In Ostdeutschland, rationell bewirtschaftete große Einheiten, die ihre westdeutschen Kollegen weit hinter sich gelassen haben. Nachtrag. Wer hat die Lex Zimmerli mit allen Mitteln bekämpft? Der angebliche Bauernfreund Blocher. Alle Bauern waren überzeugt, der EWR Vertrag 1992 unterstelle unsere Bauern Brüssel. Die grösste Lüge in der jüngeren Schweizer Politik, nämlich die Landwirtschaft war in diesem Vertragswerk ausgenommen. Aber Blocher war sich nicht zu schade, diese Unwahrheit in jedem Kaff zu verbreiten und die Bauernsame hörte in religiöser Andacht zu, dafür haben sie Abstimmungsunterlagen nicht gelesen. Wahrscheinlich ist die Schulbildung auf dem Land immer noch im argen.

  • Franz Tanner sagt:

    Der Detailhandel leidet nicht unter dem Einkaufstourismus. Der Detailhandel leidet unter dem Coop-Migros-Duopol, den höchsten Margen Europas und der permanenten Gier der Manager. Die Grossen kaufen güterzugweise billigen Mist in China ein, verkaufen uns EU-Waren mit 50-150 Prozent Zuschlag und jammern dann, wenn die Schweizer Geringverdiener ihr verfügbares Einkommen lieber in Deutschland investieren. Mehr Heuchelei ist schwer vorstellbar.

  • Josef Marti sagt:

    Aus dieser Grafik der realen Kurse sieht man schön das Resultat des deutschen Unterbietungswettbewerbs gegenüber den Südeuros. Auch auf solche Weise kann man Arbeitslose nach Süden exportieren und die sog. Fachkräfte in die CH.

    • Anh Toàn sagt:

      Aus dieser Graphik kann man sehen, dass die Schweiz das gleiche Problem wie Spanien hat: Im Ergebnis kann die Schweiz mit eigener Währung genau wie Spanien mit Euro nicht verhindern, eine massiv überbewertete Währung zu haben, weil sie gar keine eigene Währung mehr hat: Die SNB hat die eigene Währung am 15.01.2015 den „Märkten“ abgegeben. (Als Draghi sagte, „L’Euro c’est moi!“ hat Jordan gesagt, „Le franc il est à vous!“. Fraglich ist nur, ob sie die Macht über die eigene Währung hätte behalten können, oder der Schritt unumgänglich war. Der CHF ist nicht die Währung der Schweiz, sondern der Anti-Euro: Ob die Europäer an ihre Währung glauben oder aus dieser flüchten und nicht die schweizerische Volkswirtschaft bestimmen den Aussenwert des CHF.

      Wäre die Schweiz in EU und Euro, würde sie wie Deutschland von einer zu tiefen Währung profitieren, statt unter einer zu hohen Währung zu leiden.

      • Josef Marti sagt:

        Der deutsche Renditesklave wird im Gegenteil mit der zu tiefen Währung bestraft.

        • Anh Toàn sagt:

          Der Schweizer „Renditesklave“ wird auch bestraft: Erstens kann er sich mit seinen teuren Franken in der Hochpreisinsel Schweiz nicht mehr kaufen, als der deutsche Renditesklave in Billigdeutschland. Zweitens werden seine Rentenguthaben durch Negativzins aufgefressen. Drittens nimmt der Druck auf sein Gehalt, bzw. seinen Job überhaupt zu, während in D der Druck langsam in die andere Richtung geht. (In CH steigt die Arbeitslosigkeit, während sie in Deutschland sinkt). Eine starke Währung nützt dem, der viel davon hat, wer sie verdienen muss, hat es schwerer.

          • Josef Marti sagt:

            Genau. Zu stark oder zu schwach ist halt nie ein ausbalanciertes Optimum, ausbaden muss es immer der Renditesklave; dies im Gegensatz zu Rentnern und Direktzahlungsbezügern welchen die exportierte Arbeitslosigkeit am A…. vorbeigeht.

  • Rolf Rothacher sagt:

    Vieles gleicht sich aus: wenn z.B. der Euro weiter sinkt, kann von der EU mehr oder zu höheren Preisen exportiert werden, so dass die CH-Zulieferer gewisse Chancen behalten. Denn nicht zu vergessen: stabil tiefe Zinsen, niedrige Steuern, ein gutes Einvernehmen mit den Behörden/Ämtern, wenig Streiks, flexible Mitarbeiter (länger arbeiten) sind alles gute Voraussetzungen, um auch in Währungs-wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu bestehen.
    Doch die Bevölkerung der Schweiz wächst ständig durch Zuwanderung und eine Mehrheit in der Bevölkerung ist nicht länger bereit, dem zuzuschauen. Die Zuwanderung wird aber zu 70% durch die weiterhin florierende Wirtschaft bestimmt. Der starke Franken trübt die Konjunkturaussichten ein, kann uns bei einem noch schwächeren Euro in eine Rezession führen. Leider haben Bundesrat und Parlament keinerlei Vorkehrungen getroffen, um beides sinnvoll miteinander zu verknüpfen, nein, sie senden beständig die falschen Signale aus: Nur Unternehmen mit hoher Wertschöpfung sind in der Schweiz wirklich sinnvoll. Doch fröhlich wird weiter in beinhae tote (weil zu teure) Wirtschaftszweige subventioniert: die Landwirtschaft, der Tourismus, energie-intensive Unternehmen mit geringer Wertschöpfung (Stichwort: Abschaffung Strompreis-Zuschlag für Grossverbraucher) usw.
    Wir hätten die Gelegenheit, uns wieder auf Stärken zu konzentrieren und nicht (weil es uns finanziell immer noch so gut geht) weiterhin unsere Schwächen zu hegen und zu pflegen und mit Geld zuzuschütten, auf Kosten der nächsten Generationen.

    • eric sagt:

      Absolut einverstanden, wie hiess es schon immer: Stärken stärken schwächt Schwächen

    • Manfred Zwygart sagt:

      Der 1. Teil Ihres Beitrages finde ich zutreffend. Aber danach werden meines Erachtens nur noch Pauschalargumente gedroschen. „Die Zuwanderung wird zu 70% durch die weiterhin florierende Wirtschaft bestimmt“. Die zusätzlichen Stellen werden nur im Staatswesen generiert. In der Privatwirtschaft gibt es keinen Stellenzuwachs. Im Gegenteil, das Stellenangebot ist sogar rückläufig. Zudem arbeitet über 50% der Nettozugewanderten nicht. Die Lösung ist, die Einwanderung wieder zu regeln und kontrollieren wie dies alle Länder der Welt machen. Betr. Landwirtschaft. Ich habe keinen Bezug zur Landwirtschaft. Trotzdem möchte ich auch in Notzeiten etwas auf dem Tisch haben. Aus diesem Grund unterstütze ich die Landwirtschaft gerne. Klar läuft hier nicht alles Rund bei den Subventionen. Das ist aber überall so, wo der Staat eingreift.

      • Ludwig Müller sagt:

        Im deutschen Fernsehen hat der Herr Lucke gesagt, dass nur etwa ca 15% der Zuwanderer nach DE arbeiten. Der Rest sind Studenten, Familiennachzug,

      • Peter Mahler sagt:

        Ach Herr Zwygart, da sitzen sie dem Märchen von der Selbstversorgung durch die Landwirtschaft auf. Wir müssen so oder so einen grossen Teil unserer Nahrungsmittel importieren (sowie der Dünger- und vor allem Futtermittel, die unsere viel zu fleischhaltige Ernährung ermöglichen). Es macht einfach keinen Sinn, unglaubliche Summen für Subventionen zu zahlen, wenn sich die Produkte viel günstiger im Ausland herstellen lassen. (Einzige Einschränkung: Die Transportpreise sind zu tief, darum ist der Import etwas zu günstig.)

        • Willi sagt:

          Sie glauben also, dass die Einfuhr von Nahrungsmitteln nie gestört werden könnte und wir nie darauf angewiesen sein könnten, zumindest eine Notversorgung im eigenen Land aufrecht zu erhalten? Für fast alle Produkte bezahlen wir bei uns den Schweiz-Zuschlag ohne zu murren, die Preise für landwirtschaftliche Produkte sollen aber auf das ausländische Preisniveau gesenkt werden. Warum gerade für diese und für andere nicht? Natürlich können wir unser Tafelsilber (Notversorgung) verscherbeln und hoffen, dass diese Notlage nie eintreten wird. Ist die heutige verrückte Welt dazu angetan, nach dem Prinzip ‚Hoffnung‘ zu leben? Ich bin mir da nicht so sicher wie Sie. Es geht nicht um die ‚Selbstversorgung‘ als Dauerzustand sondern um die ‚Notfallversorgung‘ im Krisenfall.

        • Manfred Zwygart sagt:

          @Peter Mahler…Ich rechne damit, dass diese Notlage schon sehr bald eintreten könnte. Der Konfliktherd wird EU und Russland sein. Da die Schweiz betr. Russland nicht neutral war und ist, wird sie leider auch hineingezogen. Logisch können wir uns zu einem grossen Teil schon jetzt nicht mehr selber versorgen. Im Notfall kann man davon aber schneller auf einen höheren Selbstversorgungsgrad wachsen. Für 2 Kartoffel pro Tag wird es hoffentlich reichen.

          • Wolf-Dieter Loos sagt:

            Liebe Schweizer,
            Ich bin Deutscher, unsre Tochter hat ein paar Jahre in der Schweiz gearbeitet. Es stimmt, landwirtschaftliche Produkte sind in der Schweiz – auch in Relation zum Lohnniveau – unverschämt teuer. Aaaaber: Die Schweiz und Liechtenstein haben aus dem 1. Wirtschaftskrieg 14/18 die Konsequenzen gezogen und eine teure, aber sichere Notversorgung aufgebaut. Im 1. WK ist 1/3 der Bevölkerung in Liechtenstein verhungert, im 2. WK niemand. Die Schweiz-Werte kenne ich nicht. Sie haben nach meiner Kenntnis in der Schweiz noch immer die Pflicht zum (teuren) Schutzraumbau. In Deutschland haben wir das leider nicht. Das ist kein verlorenes Geld, das da und in der Landwirtsch. investiert…

          • Wolf-Dieter Loos sagt:

            Nachtrag:

            Liebe Schweizer,
            Investieren Sie ruhig weiter in eine angemessene „Notversorgung“ – siehe Ihre objektiv teure Landwirtschaft und den Schutzraumbau. Der Krieg ist leider wahrscheinlicher als der Frieden und Ihre Kinder / Enkelkinder werden Ihnen vielleicht dankbar sein, eines Tages wenigstens nicht verhungern zu müssen – siehe dazu auch mein Beitrag vom 19.11. , 00:02. Lassen Sie sich nicht beirren – die Schweiz hat seit weit über 100 Jahren den Frieden „gepachtet“ und wir in D ???

    • Rene Wetter sagt:

      Verstehe ich richtig, Sie wollen einen Versuch machen durch eine Rezession das Bevölkerungswachstum zu drosseln? Aus den Erfahrungen aus den 90ern sage ich dass das nicht funktioniert, wir können zwar die Leute aus unseren Nachbarstaaten vom Einwandern abhalten, nicht aber die Übrigen. Damals kamen die Leute aus dem Balkan statt aus D und IT. Ich sehe da keinen Benefit. Zudem wird auch die Schweizer Bevölkerung was abkriegen in Form von Arbeitslosigkeit. Jobs mit hoher Wertschöpfung? Auch hier haben wir nicht nur hochqualifiziertes Personal, wir sind zudem zu geizig die Leute entsprechend weiterzubilden. So wie ich es sehe wird es zu einer 20/80% Gesellschaft führen.
      Noch eine Frage: Was für eine Chance sehen Sie für Schweizer Zulieferer? Wissen Sie nicht dass gerade diese unter Druck kommen? Besonders die Automobilzulieferer. Die Firmen warden möglichst viel auslagern. Wie mein Arbeitgeber: Von 2500 MA arbeiten noch 50 in der Schweiz, das Technologiezenter. Wir bilden auch nicht mehr aus, können wir auch nicht mehr da die Detailarbeit gar nicht mehr hier gemacht wird.. Den Tourismus und die Landwirtschaft weitgehend liquidieren? Können wir machen, aber ob das eine kluge Idee ist bezweifle ich. es hat noch kein Land so ein Programm durchgezogen

  • Peter Schmid sagt:

    Ich gestehe, Finanzgeschäfte sind nicht gerade meine Stärke, aber warum kann die Schweiz nicht einfach 10% abwerten und alles ist wieder im Lot? Würden eventuell die Reichen zuviel Geld verlieren?

    • Marcus Vir sagt:

      Es gibt keine fixen Wechselkurse mehr, die man „abwerten“ könnte. Der Kurs wird an den Finazmärketen gemacht, die sich schon lange von der Realwirtschaft abgekoppelt haben. Habe mahl eine Zahl gehört, dass nur für etwa 10% der Geldströme auch Waren verschoben oder Dienste geleitet werden (wenns reicht…)

    • Josef Marti sagt:

      Eine kurzfristige Abwertung oder auch Aufwertung ist nur bei Aufgabe einer festen Anbindung möglich. Ist die Währung aber zu stark, kann kurzfristig nur im Goldstandard abgewertet werden, wie das die CH 1936 gemacht hat indem sie den CHF gegenüber dem Gold um 30% abgewertet hat. Faktisch war das die definitive Aufgabe des Goldstandards nachdem die meisten anderen Länder schon ausgestiegen waren.

      • Albisser sagt:

        D hat ein moderates Preisniveau, Qualitätsprodukte und nicht diese horrenden Preise wie in der CH. Z. B. ist Nivea bei uns160 % teurer als in D.,( s. Kassensturz). Die Ausrede mit den tieferen Löhnen in D lasse ich nicht gelten.
        Mit dem EURO fährt D gut und ist Exportweltmeister.. Wir müssen uns mit dem teuren Franken herumschlagen und unsere Industrie kann ihre Produkte kaum mehr verkaufen. Die Landwirtschaft bekommt alles und der Konsument wird in Bundesbern mit seinen Anliegen abgeschmettert, ( Cassis de Dyjon-Prinzip, etc.) Die betroffenen Kreise sollen sich nicht beschweren wenn immer mehr im Ausland eingekauft wird.

        • Wolf-Dieter Loos sagt:

          Liebe(r) Herr/Frau Albisser,

          Sie haben in EINEM Punkt Recht: Der Franken ist völlig irrational überteuert. Allerdings fahren wir in D mit dem verdammten TEURO nicht „gut“ – aber wir wurden auch nicht gefragt, wie das bei Ihnen in der CH üblich ist !! Grob überschlagen kostet der Franken heute doppelt (!) soviel wie in den 70er Jahren; das Qualitätsniveau ist in D und CH etwa gleich hoch. Übrigens, „Exportweltmeister“ – gerechnet pro Kopf – ist die Schweiz, NICHT aber Deutschland. Solange aber die kleine (das ist abwertend gemeint!) Schweiz Fluchthafen für weltweite ……-Gelder bleibt, solange wird der Franken überteuert sein.

  • cleci sagt:

    Ich bin langsam so müde immer denselben indifferenzierten Quark zu lesen! Wäre es vielleicht einmal an der Zeit die Produkte zu vergleichen? Wir waren kürzlich in Deutschland und mussten Pampers und Veldeaprodukte einkfaufen. Ok die waren günstiger. Dann stellen wir jedoch fest, dass die Pampers sage und Schreiben 14% leichter waren und die Veleda-crème viel flüssiger, sprich mit mehr Wasser verarbeitet worden ist. Auch VW hat diese Woche aufgezeigt wie man im Grossen sparen kann. Ich bin mir sicher es gibt noch x weitere Produkte mit Qualitätsunterschieden. Mal darüber zu rechechieren ware wohl mit zuviel Aufwand verbunden. Also machen wir weiter so, jeder schaut nur für sich und hofft morgen noch denselben Arbeitsplatz mit demselben CH-Lohn zu erhalten. Schau mer mal……………..

    • Markus Meier sagt:

      Mir ist schon vor Jahren aufgefallen, dass deutsch Produkte schlechter sind im Vergleich zu unseren. Wässrige Joghurts, schlechteres Fleisch, usw usf
      Es hat halt alles seinen Preis. Auch der Preisvorteil.

      • priska arbeiter sagt:

        also, Fleisch kauft man sicher nicht in D ein, denn die Essenskultur zu uns ist ein sehr grosser Unterschied

        • Wolf-Dieter Loos sagt:

          Stimmt! Das Schnitzel findet man am schnellsten, wenn man ein Bratkartoffel beiseite schiebt! ;-)) Soviel zur „unterschiedlichen Esskultur“! Bitte auf dem Boden der Tatsachen bleiben! Danke und alle guten Wünsche für die Schweiz!

    • Max Melchlin sagt:

      @cleci: wir reden hier zunächst von denselben Produkten, die in Deutschland und in der Schweiz verkauft werden – und die in der Schweiz stets massiv teurer sind (z.B. Drogerie-Artikel bei Grossverteilern.) Wenn das bereits für dieselben Produkte gilt, ist anzunehmen, dass es auch für andere, die nicht genau gleich sind, gilt, die z.B. leichter, flüssiger oder was auch immer sind: auch diese sind im Endergebnis wesentlich teurer in der Schweiz. Um zu diesem Schluss zu kommen, muss man nicht viel Aufwand betreiben.

      • Cleci sagt:

        Danke Max das habe ich schon begriffen. Man stelle sich aber vor das die sogenannten selber Artikel in der gleichen Verpackung (wenn dies auf Grund der gesetzlichen Grundlage möglich ist) einen nicht ganz identischen Inhalt aufweist.Um eben genau diese Unterschiede aufzuzeigen braucht es doch mehr als nur einen simplem Zahlenvergleich. Aufwendige Labortest etc. wären notwendig. Es geht primär um einen fairen Gesasmtvergleich. Und ja zum Gluck ist in der Schweiz vieles teurer und besser, wohl auch ihr Lohn und ihre Arbeistbedingungen…….

    • Ursula sagt:

      Da bin ich nicht Ihrer Meinung. Die gleichen Produkte – wirklich dieselben – sind in der CH viel teurer. Nehmen Sie einmal die L’Oreal-Produkte. Im Migros kostet die Tagescreme für reife Haut über 26 Franken; in der Müller-Drogerie in Lörrach/Weil/Rheinfelden knapp 10 Euro – Herstellungsland Frankreich/Oesterreich/Deutschland. Die Waren werden fertig in die CH geliefert. Wer bekommt die riesige Marge? Dasselbe mit anderen Drogerie-Produkten. Louis Widmer wird ausschliesslich in CH produziert, ist aber in Deutschland u. Österreich im Verhältnis zu CH spottbillig!

      • Martin sagt:

        Das ist doch der beste Beweis dafür, daß die meisten schweizer Produkte eben nicht besser, sondern nur teurer sind. Wären sie besser, ließen sie sich auch in Deutschland zu höheren Preise verkaufen. Soll die Firma Louis Widmer nicht kaputt gehen, reicht der schweizer Markt bei weitem nicht. Wäre der Verkaufspreis in Deutschland gleich hoch wie in der Schweiz, blieben die Waren im Regal stehen. In Deutschland herrscht seit Jahrzehnten eine viel breitere Auswahl bei fast allem mit dem Ergebnis, daß deutsche Kunden wesentlich preissensibler sind, während viele Schweizer scheinbar ebenfalls seit Jahrzehnten durch die irrige Gleichung teurer = besser erfolgreich gehirngewaschen wurden. Kein Mitleid.

  • Thomas sagt:

    Die Schweizer Ladenbesitzer und gewisse Politiker glauben immer noch, dass der Konsument, für typgleiche Produkte wie ennet der Grenze, einen überrissenen Preis bezahlen kann und eine unverschämte Marge finanzieren muss.

    • Odermatt sagt:

      Ich bin einer der Ladenbesitzer, welcher „überrissene Margen“ einstreicht. Ich kann Ihnen nur empfehlen, zu einem Mindestlohn von Euro 8.5 in Deutschland arbeiten zu gehen. Aufgerechnet macht das einen stolzen Monatslohn von Euro 1445.-.
      Wie Sie Ihren Lebensunterhalt in der Schweiz bestreiten wollen, ist mir ein Rätsel!!!

      • seebueb sagt:

        Die Löhne sind nur ein Punkt von vielen, und oft gar nicht entscheidend. Die Gewinnmaximierung der Produzenten sorgt nun mal dafür, dass sie so teuer wie möglich an den Detailhändler geliefert werden. Anders ist nicht zu erklären, dass CH-Zeitschriften in Euro sogar günstiger sind als in der CH, deutsche hingegen knapp doppelt so teuer verkauft werden.

        Analog, wenn auch teilweise weniger offensichtlich und vielleicht nicht ganz so extrem, ist es mit vielen anderen Produkten, insbesondere Autos, welche europaweit alle (derselbe Typ) aus einer oder zwei Fabriken stammen. Es hat durchaus seinen Grund, dass die Strategie „Differenzierung über bspw Bildung einer Marke“ lautet.

      • Daniel Pünter sagt:

        Mit 1445 EUR kann man in Deutschland sehr gut leben; habe für 1 Jahr zu diesem Lohn in D gearbeitet. Und ja: Sie Herr Odermatt bieten überrissene Margen an. Der Beweis ist der Elektroniksektor: Computer werden in der CH als einziges Produkt zum genau gleich tiefen Preis wie in DE angeboten, obwohl Löhne, Mieten etc. höher sind. Die höheren Löhne können also nicht der Grund für die höheren Preise sein.

        • Wolf-Dieter Loos sagt:

          Lieber Herr Pünter, Deutschland ist grösser als die Schweiz. Mit 1445 Teuros können Sie vielleicht im Emsland oder in Mecklenburg-Vorpommern über die Runden kommen, nicht aber in Münschen, Stuttgart oder dem gesamten Rhein-Main-Gebiet. Dafür steht der Vermieter nicht mal auf, wenn Sie eine 3-Zimmer-Wohnung suchen. Also pauschal „in Deutschland“ ist ganz einfach falsch. Die Unterschiede innerhalb der Schweiz sind nach meiner Kenntnis weniger rabiat als in Deutschland, wobei ja insgesamt das Preisniveau doch erheblich (ERHEBLICH !!) über dem deutschen liegt. Siehe dazu auch die bekannte „BicMac-Preisskala“!!

  • Ronnie König sagt:

    In Deutschland wird auch viel subventioniert! Die Subventionen kennen viele Gewänder, es ist daher nicht immer sofort ersichtlich was genau abgeht, aber am Ende ist das Produkt oft sehr billig. Flexibilisierung des Arbeitsmarkts, Steuererlass oder Reduktion der Multis, Tierfabriken und Agroerleichterungen aller Art,aber auch Ausbeutung der 3.Welt und derartiges, das lässt den Preis drücken. Das hat nicht nur einen Druck auf die Wettbewerbsfähigkeit hier ein Einfluss, es hindert anderswo eine bessere Entwicklung. Ua bekommt das Deutschland dann auch durch Flüchtlinge zu spüren (betrifft uns genau so ua in der EU). Verzerrte und unfaire Märkte machen zur Zeit tüchtig Kapriolen, alles sehr rasant ablaufend. Man könnte manchmal meinen es gäbe kein morgen mehr. Wir sind in einer Spirale gefangen. Globalisierung, Neoliberalismus, Multis und Macht, Mangel an Recht und Demokratie, technische Entwicklung bringen viel durcheinander. Irgendwer bezahlt dann irgendwo irgendwas dafür. Somit auch wir. Der Preis ist aber noch nicht fix.

    • Wolfgang Nist sagt:

      Subventionieren macht so etwa jeder Staat. Schauen Sie nur mal auf die Bauernlobby in der Schweiz. Das ist die Grundlage für den „Erfolg“ der SVP.

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