Mein Kind muss nicht teilen!

Meins oder deins? Beim gemeinsamen Spiel wird Teilen zur Nebensache. (Bild: Getty Images)

«Mein Kind muss nicht mit eurem Kind teilen», schrieb die amerikanische Mutter Alanya Kolberg vor ein paar Tagen auf Facebook – und seither geht ihr Posting viral. Über eine Viertelmillion User teilten den Beitrag bislang, zahlreiche Medien und Blogs berichteten darüber. Und die User beschimpfen Alanya Kolberg entweder als Egoistenkuh oder bedanken sich überschwänglich bei ihr für ihre Worte. Was war geschehen?

Alanya Kolberg und Carson. (Bild: Alanya Kolberg)

Alanya Kolberg war mit ihrem Sohn Carson in den Park gegangen, um eine Freundin und deren Tochter zu treffen. Mit dabei hatte Carson Spielzeuge, darunter auch seine heiss geliebte Transformer-Figur. Er wollte sie seiner Spielkameradin zeigen und gemeinsam damit spielen. Beim Spielplatz angekommen, wollten aber auch sechs ihm fremde Buben mit seinem Transformer spielen. Alanya schrieb in ihrem Posting:

«Er war sichtlich überfordert und drückte seine Sachen an sich, während die anderen Buben danach griffen. … ‹Du kannst Nein sagen, Carson›, habe ich gesagt, ‹sag einfach Nein. Du musst nichts anderes sagen.› Natürlich, sobald er Nein gesagt hatte, rannten die Jungs zu mir und petzten, dass er nicht teilen würde. Ich habe geantwortet: ‹Er muss nicht mit euch teilen. Er hat Nein gesagt. Wenn er teilen will, wird er das tun.›»

Streitende Kinder und vorwurfsvolle Eltern

Diese Reaktion hat Alanya unverständliche Blicke von den anderen Eltern am Spielplatz eingebracht. Sie aber ist der Meinung, dass das schlechte Benehmen nicht bei ihrem Kind lag – sondern vielmehr bei jenen sechs Kindern, die das Spielzeug regelrecht einforderten –, obwohl es offensichtlich gewesen sei, dass sich ihr Sohn unwohl dabei fühlte. Carson habe kein Problem damit, etwas zu teilen, schreibt sie, schliesslich habe er sein Spielzeug in den Park mitgenommen, um damit mit der gleichaltrigen Tochter ihrer Freundin zu spielen. Weshalb also werfe man ihr und ihrem Sohn dennoch Egoismus vor? «Wir Erwachsenen teilen doch auch nicht alles mit Fremden. Würde ein Erwachsener von mir erwarten, dass ich mein Sandwich mit ihm teile? Nein!»

Diese Geschichte rund ums Teilen ist deshalb interessant, weil es viel über unseren Umgang miteinander aussagt. Wir möchten, dass das Kind früh Teil der Gesellschaft ist, deren Umgangsformen kennt, sozial agiert, höflich und integriert ist. Willst du nicht teilen?, fragen wir es und hoffen, dass sich der oder die Kleine im Sandkasten dazu hinreissen lässt, den Sändeli-Kübel hin und wieder dem anderen Kind zu überlassen – statt ihn ihm über den Kopf zu dreschen.

Denn Teilen macht Freude und «sharing is caring», nicht wahr? Doch haben wir wirklich etwas gewonnen, wenn unsere Kinder nur dann teilen, wenn wir sie dazu ermahnen? Erziehen wir unsere Kinder zu kleinen Egoisten, wenn wir sie nicht zwingen zu teilen?

Auch Nein sagen will gelernt sein

Ich glaube, nein. Denn Teilen beruht auf Freiwilligkeit. Wir können ein Kind daran erinnern und dazu auffordern, doch nicht dazu zwingen. Eine Studie amerikanischer Entwicklungspsychologinnen zeigt: Drei- und vierjährige Kinder teilen bereitwilliger, wenn sie sich freiwillig dazu entschlossen haben – und nicht bloss der elterlichen Ermahnung nachkommen, doch bitte einen Teil seiner Spielsachen für ein paar Minuten dem Nachbarkind zu überlassen.

So war es Carson ergangen. Er hatte selbst bestimmt, mit wem er seine Spielzeuge teilen will – und sich gegen übergriffig erscheinende Kinder gewehrt. Daher ist der Begriff Egoismus in diesem Zusammenhang falsch. Als Carson zu den sechs Buben Nein sagte, musste er mutig sein und für sich einstehen. Das nennt man Haltung zeigen und sich anderen gegenüber abgrenzen. Eine nicht unwichtige Lektion im Leben.

262 Kommentare zu «Mein Kind muss nicht teilen!»

  • Eleonore Grossmann sagt:

    Sicher muss man nicht teilen, aber wenn man die heissgeliebte Action-Figur in Sicherheit wissen will, bringt man sie besser nicht auf den Spielplatz…
    Ein sehr attraktives Spielzeug mitbringen und dann nicht teilen würde ich „die Augen auskratzen“, also „Eifersucht bei anderen Kindern hervorrufen“ nennen, und das ist nicht gerade erwünscht… Ein Kind soll auch verstehen, dass es lieber im stillen Kämmerchen bleiben soll, wenn es nicht teilen will…

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Und wenn Sie einen Ferrari haben lassen Sie diesen auch in der Garage stehen, damit Sie bei mir (habe nur ein Velo) keine Begehrlichkeiten wecken?

      Das Kind im Blog wollte ja seine Spielsachen mit seiner Freundin teilen, aber NICHT mit den 6 fremden Jungen, welche quasi Forderungen stellten.

      Teilen tue ich freiwillig, wann ich will, mit wem ich will, aber niemand hat Forderungen an meinen Besitz zu stellen.

  • maja sagt:

    jetzt weiss ich warum die Amerikaner sich alles nehmen – sie glauben das sie teilen.

  • loulou55 sagt:

    Als „Kinderloser“ halte ich mich da raus.
    Aber einen witzigen Aspekt in der ganzen Geschichte habe ich trotzdem entdeckt. Wem ist das auch aufgefallen…?
    Die Mutter sagt also zu ihrem Kind: „Du musst nicht teilen, wenn du nicht willst.“
    und teilt das dann sofort der ganzen Welt auf Facebook mit. (Ja ich weiss, freiwillig, aber trotzdem witzig…).

  • Tom sagt:

    Von unseren Kids verlangen wir grundsätzlich auch das sie teilen, aber es gibt Lieblingsspielsachen, wie hier der Transformer, die sie eben nicht teilen müssen, wenn sie nicht wollen.

  • Dominique Kim sagt:

    Tolle und reife Reaktion von der Mutter! Die Familie ist der Zufluchtsort von wo aus alles entschieden und gelenkt werden soll. Genauso wie wir limitierte Zeit mit wildfremden verbringen (wollen) was ja teilen ist, genauso sollte man es mit dem Materiellen handhaben. Die grosse anonyme Masse wird immer fordern und ist doch nie satt. Und 6 unbekannte Kinder können im Jungen (der sich anscheinend bedroht fühlt) ein Trauma hinterlassen sollten sie sich der Transformerfigur mächtig werden. Und die Mutter hat Charakter und bestätigt ihren Sohn und bekräftigt ihn in seiner ablehnenden Handlung, was gut ist da er keinen Widerspruch registriert. Er übergibt sich nicht der grauen Masse sondern bleibt im Schutze der Familie.

    • Anh Toàn sagt:

      Werden die sich der Transformerfigur mächtig, könnten die womöglich mit Voodoo noch Schlimmeres als ein Trauma hinterlassen. Bei Fremden kann man nie wissen:

      Die grössten gefahren für uns gehen von unseren Nächsten aus. Unsere Mörder sind eine der letzten 5 Verbindungen auf unserem Telefon, unsere Vergewaltiger und Schänder auch meistens, die Ehepartner, Väter und Onkelz, Mütter und Kinder.

    • tina sagt:

      ein trauma? bemächtigen? mir graut langsam vor den kindern, die so ein bild der umwelt vermittelt bekommen während sie aufwachsen. mami so „pass auf, da sind 6 UNBEKANNTE jungs, die dürfen sich deiner spielsachen nicht BEMAECHTIGEN“.
      angenommen die kinder hätten sich des transformers bemächtigt, der kleine junge hätte geweint und die grossen sich darüber lustig gemacht, das wäre doch so das worstcaseszenario, nicht? dann hätte das mami sagen können, so jungs, schluss jetzt, gebt dem kleinen sein spielzeug, und damit wärs gegessen

  • Helen sagt:

    Der Artikel lässt mich gerade über mein eigenes Verhalten nachdenken. Ich habe wohl noch nie zu meinem Sohn gesagt: Du musst nicht teilen. Ich finde praktisch immer, dass er teilen sollte. Vermutlich lag ich da aber bisher falsch. Denn den Sinn des Teilens habe ich ihm auch nicht wirklich erklärt. Vielleicht muss ich beides machen, aber auch klar machen, dass man andere zuerst fragen muss, ob man mit ihrem Spielzeug spielen darf. Denn einfach wegnehmen geht gar nicht. Ich werde ab jetzt ausprobieren, dass er nicht immer teilen muss und ihm aber auch die Vorteile des Teilens erklären. Mal schauen wie das läuft…Danke für den Artikel, man lernt zum Glück nie aus!

    • Sigi Neukomm sagt:

      Meine Erfahrung: Die meisten Kinder teilen meistens von sich aus, ohne dass man das erklären oder sie dazu auffordern müsste. Zum Teilen auffordern/zwingen muss ich sehr selten. Wenn andere Kinder nicht mit meinen teilen wollen, erkläre ich meinen, dass es halt das Spielzeug/Darvida des anderen Kindes ist und man kein Recht hat das zu verlangen. Andererseits sage ich meinen, dass wenn sie etwas nicht Teilen wollen, dass das ihr gutes Recht ist weil es ihnen gehört. Allerdings sage ich meist etwas wie: Du hast ja zwei Pack Darvidas, ein einzelnes Darvida könntest du ja schon abgeben, wird meist verstanden. Manchmal sage ich auch nichts, spez wenn es mir bekannte Ego-Kinder sind und schaue amüsiert zu wie deren Welt untergeht wenn sie nicht das bekommen was sie wollen.

      • Helen sagt:

        Bei uns läufts oft so: Sohn krallt sich so viele Bagger/Autos, die er tragen kann und verzieht sich damit wie ein Einhörnchen in eine Ecke des Sandkastens. Kommt ein anderes Kind und will eines der Spielsachen, findet er das gar nicht witzig. Bei seinen eigenen Sachen noch weniger. Dann sage ich: Du musst schon teilen, kannst ja eh nicht mit 5 Baggern gleichzeitig spielen. Aber eben, vielleicht sollte ich einfach den Kindern die Sache selber überlassen und erst einschreiten, wenns handgreiflich wird. Er bringt meist dann auch etwas freiwillig zurück, stimmt schon.

      • Nala sagt:

        @Helen: Genau. Manchmal merkt man dann erst, wie bedenklich die eigene Haltung ist. Also entweder Kind muss nicht alles teilen, oder man selber muss auch alles teilen 😀

        @Susi: Genau 😀 Eine Frage stellt sich allerdings noch – was will der (Ehe)Mann. Mag der überhaupt von mehreren genutzt werden, oder will er gar nicht alle glücklich machen! Der grosse Nachteil, wenn „das Spielzeug“ selber denken kann *lol*

      • Susi sagt:

        @Nala:
        „Der grosse Nachteil, wenn „das Spielzeug“ selber denken kann“

        Ich schmeiss mich weg! 😀

      • Sigi Neukomm sagt:

        @Susi
        Ich dachte Männer können nicht selber denken sondern es denkt nur der…..na Sie wissen schon…..

      • Susi sagt:

        @Sigi: Nun, meiner denkt auf jeden Phall mit beiden Köpfen.

    • Nala sagt:

      Ich überlege mir gerade, wie Helen wohl reagieren würde, wenn eine Frau kommt und findet, sie solle jetzt ihren Mann mit ihr teilen 😀 Ja was jetzt? Wieso denn nicht? Das Kind soll doch praktisch auch immer alles teilen. Auch das über alles geliebte Sändelichesseli. Der Mann geht auch nicht kaputt, wenn er geteilt würde. Und die andere Person hätte Freude, wenn sie das Sändelichesseli mitbenutzen darf. Sie gibt ihn ja auch wieder zurück.

      Komisch, dass wir von Kindern erwarten, dass es teilt, während man selber gar nicht gewillt ist, etwas zu teilen (und erst noch etwas das einem gar nicht gehört 😀 )

      • Helen sagt:

        Ja eben, das meinte ich ja. Ziemlich bescheuert eigentlich. Vielleicht würde ich aber einen meiner Männer teilen, wenn ich deren 5 hätte und die andere arme Frau gar keinen 😉 Aber nur, wenn sie nett fragen würde, versteht sich.

      • Susi sagt:

        @Nala: Jaaaa, da zeigt sich eben wahre Grosszügigkeit, wenn man findet, der (Ehe-)Mann ist doch so toll, dass es für die Welt echt nicht fair wäre, ihn ganz allein zu nutzniessen…
        Teilen macht manchmal alle glücklich!
        🙂

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Na, das würde viele Männer glücklich machen…. und Frauen auch….

        Ich bleibe dabei: Ja, man soll teilen, aber nicht alles und nicht mit Jeder…

  • ella grün sagt:

    wunderbar, wie sich da alle erwachsenen vorbilder und trainer unserer künftigen generation gegenseitig mit weisheiten und „wenn nur alle so wären wie ich, wäre die welt eine bessere“ gegenseitig zu übertrumpfen versuchen. scheint irgendwie einen nerv getroffen zu haben dieser titel mit gedanken dazu von frau braun. da stehen wir nun also, schwarz/weiss, platt und leicht panisch…
    dabei gibt es der meinung von frau braun nichts hinzu zu fügen – lasst dem jungen seine transformer und entspannt euch.

  • Papperlapapi sagt:

    Die Mutter hatte ganz recht. Ich teile gerne mit FreundInnen von denen ich weiss, sie geben Sorg und bringen die Dinge zurück. Ich teile nicht ( mehr) mit Leuten, die etwas nicht oder (ohne Entschuldigung) beschädigt zurück gebracht haben. Ich unterstütze gerne und grosszügig den Verein in dem ich aktiv bin. Ich gebe keinen Stutz für die Notschlafstelle, für Hungernde in Darfour oder Kriegsflüchtlinge. Mein Geld, mein Entscheid! Mir ist lieber die Kinder achten auf ihre Spielsachen, als sie teilen sie mit jedem.

    • Sigi Neukomm sagt:

      „Ich gebe keinen Stutz für die Notschlafstelle, für Hungernde in Darfour oder Kriegsflüchtlinge.“
      (autistisches Geschrei von links)
      REEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEE
      🙂

      • Muttis Liebling sagt:

        Wenn alle Fussballspieler im rechten Strafraum stehen, ist immer noch einer am weitesten links.

        Echte Linke spenden nicht. Sonst wären sie nicht links. Nur Konservative spenden, weil sie erhalten wollen. Linke wollen nicht erhalten.

      • Sigi Neukomm sagt:

        @ML
        „Linke wollen nicht erhalten“
        Mhhhh….dann sind die Umwelterhalter also keine Linken? Die Walschützer auch nicht?
        Aber stimmt schon, Linke spenden nicht, ausser in Form von Steuern für den Sozialstaat der dann wiederum die „Platation“-Strukturen der Armen und Benachteiligten erhält. Moment….

      • Muttis Liebling sagt:

        Richtig, Umwelt- Walschützer sind keine Linken. Grüne generell nicht.

  • fuchs sagt:

    Ich beobachte solche reaktionen vorallem bei Müttern mit einem Kind/Einzelkind. Meine 3 Kinder lernten früh zu teilen, zwei davon haben sich auch ein Zimmer geteilt, die beiden haben auch bei konflikten meistens eine Lösung gefunden (tauschen, zeitraum abgemacht..).

    • Manuel sagt:

      Immer diese Vorurteile gegenüber Einzelkindern. Ich selber war auch eines, aber bei meinen 4 Kindern ist es völlig charakterabhängig, ein Kind konnte schon immer super teilen, ein anderes auf gar keinen Fall. Da kann man noch so oft intervenieren, das steckt tief in der Psyche drin. Klare Regeln helfen da etwas. Ist bei Erwachsenen ja auch so: es gibt solche die können nicht zwischen dein und mein unterscheiden und nehmen sich alles und solche die gerne ihr letztes Hemd an andere vergeben. Wer nicht gerne teilt, nimmt sich oft auch alles…aber glücklicher wird man so nicht unbedingt.

  • Maja sagt:

    Hallo. Ich habe zwei Söhne: der ältere würde ständig zum Teilen, freundlich sein usw. erzogen und der jüngere hatte bedeutend mehr Freiheiten. Resultat: der ältere will noch heute allen gefallen, ist unsicher und lässt sich alles gefallen, der jüngere lässt sich nicht alles gefallen und hat ein gesundes Selbstbewusstsein. Integriert sind beide sehr gut, aber glücklicher ist der jüngere. Ich würde nachträglich meinem älteren Sohn viel mehr Selbstbestimmungsrecht einräumen… auch nicht zu teilen und bedaure, dass ich ihn nicht so unterstützt habe, wie die Dame im Bericht.

    • Susanna sagt:

      Ich habe genau das erlebt, was Sie über Ihren älteren Sohn schreiben- ich wurde immer zum Teilen angehalten und habe nicht „nein“ sagen gelernt- noch heute habe ich damit Mühe. Teilen ist EINE Option und sollte auf freiwilligkeit beruhen.

    • Franz Kaufmann sagt:

      Man sollte aber nicht vergessen, dass es auch unterschiedliche Charaktere gibt. Nicht alles hängt von der Erziehung alleine ab.

    • Kurt sagt:

      Maja, beobachten sie die Familien mit mehren Kindern, es ist praktisch immer so. Grund ist die Erziehung des Erstgebohrenen. Die Mütter geben dem Erstgebohrenen viel mehr Zuwendung und sehen zu dass es so schnell wie möglich trocken ist selber laufen kann etc. etc. Nach dem das Zweite da ist, wird das Erste bereits in die Verantwortung gezogen damit es dem Zweiten gut geht. Der ist Kleiner kann sich nicht gegen den Grösseren richtig durchsetzten dann geht das Geschrei los. Die Mutter erklärt dem Älteren bitte gib ihm das Spielzeug auch mal dann ist er ruhig. Das Jüngere hat das schnell gecheckt wie man zu mehr kommt und drängt den Älteren in die Ecke.
      Sie können beruhigt sein meistens wird dadurch der Ältere erfolgreicher im Leben weil er gelernt hat für Anerkennung zu kämpfen.

  • Anh Toàn sagt:

    Als Studenten haben die meisten von „uns“ gemeinsame Kasse gemacht, jeweils zu zweit. Damals musste man noch mit den Traveller Checks stundenlang in der Bank hängen. So hat man abwechslungsweise Geld geholt, bis keines mehr da war. Von einem solchen Paar hat sich der eine auf dem Campingplatz verliebt, mit seinem Mädel Nudeln gekocht vor dem Zelt und die Sterne angeguckt, während der andere im Restaurant ass und in den Clubs abhing. Die Frage, ob ihn nicht nerve, wenn er das mitbezahlen müsse, hat der Campingplatz-Verliebte beantwortet damit, dass er die besten Ferien seines Lebens hätte, er ausserdem ja auch ins Restaurant und die Clubs gehen könne, wenn er wollte. Und wenn sein Freund dann nach Hause fährt, weil Geld alle, wolle er dann noch nicht alleine bleiben. Mit Teilen wird mehr

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Und wo ziehen Sie die Grenze? Ich habe das auch eine Zeit lang gemacht und als Nichtfleischesserin die Filets meiner Mitesser finanziert, während ich selber Spaghetti Napoli gegessen habe. Irgendwann musste ich aber einfach passen.

      • Anh Toàn sagt:

        Wer die Rechnung nicht teilen will, kann bei „uns“ an einen anderen Tisch sitzen, es ist eine freie Welt. Wer die Rechnung nicht teilen kann, soll an den Tisch sitzen und reinhauen. Teilen wir halt den Tisch mit 14 und die Rechnung durch 13. Wir wollen einen guten Abend.

        Die Grenze hat mal einer meine Freunde so beschrieben: Er, Banklehre dann Devisenhändler paar hundert Kilo pro Jahr als die meisten von uns langsam das Studium abschlossen, kam zu mir im Club und fragte, ob ich einen Drink wolle. Er wolle allen einen ausgeben, ausser dem Schnorrer, der ständig an ihm klebt und hofft, dass er bezahle, selber aber nie bezahlt, auch nicht da, wo er es sich durchaus leisten könnte.

        Meine Grenze: Menschen, die nur das der Anderen teilen wollen.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Sehe ich auch so.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Bei mir war einfach eine finanzielle Grenze erreicht. Ich bin grosszügig, aber ausnutzen lasse ich mich nicht mehr.

      • 13 sagt:

        @ Ahn
        Das tut gut zu hören. Ich bin jeweils etwas irritiert, wenn beim gemeinsamen Essen eie genaue Abrechnung gemacht wird, wer was hatte. Die Rechnerei verdirbt mir jeweils die Laune. Witzig finde ich es v.a. bei Paaren. Wir teilen die Rechnung auch immer nach Anzahl Köpfen, ausser mit meiner besten Freundin. Da wir häufig Essen gehen, hat sich da das einmal sie, einmal ich eingebürgert.

      • Franz Kaufmann sagt:

        @13
        IMHO sollte es aus Respekt allen gegenüber Situationsbedingt sein, ob man die Rechnung durch Anzahl Leute teilt oder separat bezahlt.

      • Anh Toàn sagt:

        Wer Situationen diskutieren will, kann ja in eine Selbsthilfegruppe. Ich will ein Essen teilen mit meinen Freunden.

  • Hans Meister sagt:

    Der Artikel lässt erahnen, dass der Sohn wahrscheinlich gerade NICHT mit dem Spielzeug gespielt hat und sich dem Teilen „einfach so“ verweigert hat. Anderenfalls wären solche Beteuerungen es sei sein Lieblingsspielzeug und er würde ja sonst mit seiner Kollegin teilen völlig überflüssig. Auch würden die Kinder sonst wohl kaum ausgerechnet bei der Mutter des Sohnes petzen gehen.. Die Mutter dann – parteiisch wie sie ist – erinnert sich an ihr Eigentümerrecht und macht aus dem Umstand, dass sie die anderen Kinder dazu zwingt nicht mit dem Transformer zu spielen eine Freiheitsgeschichte von wegen es dürfe sie niemand zwingen den Transformer herauszugeben, auch wenn sie bzw. ihr Kleiner ihn gerade nicht braucht. Da haben die Kinder etwas gelernt über das Eigentum.

    • G.Sta sagt:

      Da bekommt man gleich den Eindruck die Aussage könnte von einem Spielplatzfremden Papa stammen. Sorry, aber ich bin auch der Meinung, dass nicht alles geteilt werden muss, selbst wenn nicht gerade damit gespielt wird. Kinder haben eine emotionale Bindung zu ihrem liebsten Spielzeug.

  • Anh Toàn sagt:

    Teilen ist weder ein Geschäft (Gibst Du mir Deins, gebe ich Dir meins, für eine Weile), noch Barmherzigkeit oder Altruismus: Telen ist die Ergebnis der Erkenntnis, dass aus etwas mehr wird, wenn man teilt: Sehr zynisch und doch schön formuliert von Billy Joel in „Piano Man“: (Ich versuch es auf Deutsch:

    Sie teilen einen Drink genannt Einsamkeit
    Aber das ist besser, als alleine zu trinken

    • Muttis Liebling sagt:

      ‚Teilen‘ ist ja auch nur ein Verb, welches ohne Subjekt und Objekt keinen Satz und damit keine Aussage ergibt. Geteiltes Leid ist etwas anderes als geteilte Liebe.

      Aber hier geht es ja nur um lausige Gegenstände oder um lausiges Geld. Die und das kann man teilen, ohne das Verluste entstehen, Gewinne hingegen wahrscheinlicher werden.

      Mein Blockflötenlehrer, als ich so vier war, hat mir beigebracht, Dinge, deren Bezeichner mit ‚F‘ anfangen, darf man nicht teilen. Nicht die Flöte und nicht die Frau. Alles andere aber schon.

  • Rolf Willener sagt:

    Hier wird eine Situation zum Problem gemacht wo es eigentlich keines gibt. Eltern können sich einmischen, müssen aber nicht. Kinder sind robust im direkten Umgang, Erwachsene eher nicht.

    • Carasita sagt:

      Absolut richtig!
      Woraus man einen Elefanten machen kann….Liebe Eltern,sozialisiert eure Kinder aber:das hier ist doch eine andere Geschichte.Mit wildfremden Kinder das Lieblingsspielzeug teilen???Ich teile auch nicht gerne mein geliebtes Velo,Kleid oder Lieblingsbuch mit jedem der daherkommt….Einfach mal Empathie walten lassen und sich überlegen-wie wäre das für mich im Übertragenen Sinn?!

      • UKO sagt:

        nein, RW, Eltern sollen sich nicht einmischen, sie sollen erziehen! was die Mutter hier macht, war sich einmischen, das war mal nun so, was sie aber fürs niächste Mal machen sollte: das Kind vor dem nächsten Parkbesuch auffordern, nur Spielzeuge mitzunehmen, die es auch bereit ist, dann auch zu teilen. Mit den Lieblingsspielzeugen dann halt nur für sich alleine (zu hause oder unter seinesgleichen) zu spielen. @C: Im übertragenen Sinn verhalten sich ja Erwachsene doch auch so. Und der Lerneffekte ist gleich mehrfach… (muss wohl nicht erklärt werden)

      • Franz Kaufmann sagt:

        @Uno
        Hat sie nicht, die anderen Buben kamen zu ihr jammern, so lass ich das.

      • Sigi Neukomm sagt:

        @UKO
        „das Kind vor dem nächsten Parkbesuch auffordern, nur Spielzeuge mitzunehmen, die es auch bereit ist, dann auch zu teilen“
        Blödsinn. Ich lass mir von Asis die ihre Grenzen nicht kennen nicht vorschreiben was ich auf einen Spielplatz mitnehme, ok, die Glock lasse ich zuhause aber sonst….
        Erziehen heisst auch sich einzumischen, anti-autoritäre Erziehung ist 68er Schwachsinn. Wenn Ihre Kinder das Gefühl haben sie müssten Spielzeug meiner Kinder haben, meine wollen es nicht hergeben, ihre machen weiter ein Szene, bekommen sie von mir einen A****tritt verpasst, und das nicht im übertragenen Sinn.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Sigi Neukomm

        Das sehe ich auch so. Im Privatbereich teilt man freiwillig.

        Ich habe auch nur ein Velo und fordere trotzdem von reichen Ferraribesitzern nicht, dass sie ihr Auto in der Garage stehen lassen sollen, um in mir keine Begehrlichkeiten zu wecken.

        Ich niste mich auch nicht in nachbars Villa ein, wenn ich mir nur eine Mietwohnung leisten kann.

  • Ewa Wirth sagt:

    Vielen Dank für den spannenden Artikel. Ich finde, es ist normal, dass die Kinder immer die Spielsachen von anderen Kindern „austesten“ wollen; ich habe meine Kinder allerdings dazu erzogen, dass sie zuerst die anderen Kinder fragen müssen, ob sie das dürfen. Wenn das Kind „nein“ sagt, dann ist das sein gutes Recht, denn es ist sein Spielzeug und niemand sagt, dass Kinder ihre Spielsachen teilen müssen. Ich finde es im Gegenteil egoistisch von anderen Müttern, dass sie erwarten, dass andere Kinder Spielsachen mit ihren eigenen Kinder teilen. Ich fahre ja auch nicht einfach mit dem Porsche von meinem Nachbaren herum; ich frage ihn zuerst und wenn er nein sagt, dann akzeptiere ich es. So funktioniert die Gesellschaft und das sollte man den Kindern auch so beibringen.

    • UKO sagt:

      … dann muss es halt doch erklärt werden: ich gehe ja auch nicht in eine Favela mit meinem Porsche um mit den andern (autofahren) zu spielen… was rauskommt ist wohl klar…

      • Sigi Neukomm sagt:

        Wenn Sie mit dem Porsche in eine Favela fahren werden Sie von den Favelados ermordet. SIe implizieren, dass man sich halt fürchten muss und selber schuld ist wenn man das „falsche“ Spielzeug auf den Spielplatz mitnimmt und es darum nicht tun sollte. Man sollte sich aber nicht vor anderen fürchten müssen weil sie asozial sind, speziell nicht auf einem Spielplatz. Komisches Argument.

  • Hotel Papa sagt:

    Typischer Fall von reisserischer Titelsetzung.

    „Mein Kind darf NEIN! sagen.“

    klingt halt weniger kontrovers als

    “ Mein Kind muss nicht teilen!“

    • Karl von Bruck sagt:

      Das NEIN-sagen koennen ist eine nicht nur bei der Teilungsverweigerung wichtige Faehigkeit, die bei den wachsenden neofeudalen Zumutungen immer schwieriger, aber auch wichtiger wird. Und waere ein eigenes Thema wert. Waehrend in der Ehe NEIN immer mehr zum Standard wird, werden dem Arbeitgeber, gar Gratisueberstunden uebelster Unart abgenickt.

      Hier geht es um die Teilungsverweigerung oder -Gewaehrung als Sacheigentuemer. Und wo das Eigentum noch nicht entkernt wurde, entscheidet der Eigentuemer frei, was und mit wem er etwas teilen will. Und wo der politisch falsch entgrenzte Markt versagt, haette der Staat selber nicht nur alle Grundrechte zu schuetzen, sondern auch selber ein auch alle Grundbeduerfnisse der Aermsten befriedigendes Angebot bereitzustellen, statt gar zu sabotieren….

  • Urs M. sagt:

    Auch Knaben (und Männer) dürfen nein sagen, nicht nur Mädchen (und Frauen).
    Richtig so.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Selbstverständlich ist das so.

      • Karl von Bruck sagt:

        Ist es leider noch lange nicht. Einer Dame NEIN zu sagen ist unritterlich. Und die Unritterlichkeit, eine Gleichgestellte statt Schutzbefohlene sich auch selber versorgen und verteidigen zu lassen, ist in den wenigsten Maennerkoepfen, geschweige denn Frauenheuptern angekommen. Die Gleichstellung war das Ziel der ersten Suffragetten. Heute werden nicht mehr nur die alten Privilegien bis hin zum Einsatz nur des Manneslebens zum Frauenwohl weiter usurpiert, sondern mit Hilfe der „Teile und Herrsche!“-Politk immer neue Frauensonderrechte durchgekuht….

      • Susi sagt:

        „Schutzbefohlene“.
        Oh, Gott.

    • Anh Toàn sagt:

      „Nein sagen“ Vermutlich steht in Erziehungsratgebern, habe keinen solchen je gelesen, die Erzieher solle nicht Nein sagen, sondern dem Kind Alternativen anbieten. Also sollte man dem Kind doch lernen, zwar die Grenzen zu setzen, aber nicht einfach mit einem verweigernden Nein, sondern mit anbieten von Alternativen oder Vorschlägen, wie man denn gemeinsam mit dem Spielzeug spielen will.

      • tina sagt:

        🙂 ja, wieso nicht, oder? so ganz unpanisch. win-win. schreib einen erziehungsratgeber 🙂

  • ruf sagt:

    Weshalb müssen Kinder gierig, und auf den Kameraden und sein Spielzeug eifersüchtig sein.? Man könnte auch dem anderen seine Freude gönnen.

    • tststs sagt:

      Weil sie Kinder sind!
      „Anderen etwas gönnen“, „ungern, aber trotzdem auf etwas verzichten“, „erkennen, dass man nicht der Mittelpunkt der Welt ist“ etc. muss zuerst „erlernt“ werden.
      Und das gilt dementsprechend für den Spielzeugeinforderer wie auch für den Teilenverweigerer 😉

      • Lichtblau sagt:

        Ich weiss nicht. Ich denke, es gibt auch Kinder mit einem gewissen „Grundcharme“, die weder auf grobe Art etwas verlangen noch verweigern. Zum Glück.

  • Jeanclaude sagt:

    Teilen steht zur Diskussion. Austeilen in den Kommentaren ist die Reaktion.

    • Brunhild Steiner sagt:

      ich lese was anderes, nicht teilen steht zur Diskussion, sondern Umgang ganz grundsätzlich.
      Wie ist es möglich dass sechs Kinder nicht nur nach dem Wunschgegenstand fragen/darum bitten, sondern schon danach greifen? Ohne eine Antwort abgewartet zu haben?
      Nach abschlägigem Bescheid diesen nicht aktzeptieren, sondern auf Eingreifen (selbstverständlich zu ihren Gunsten) der übergeordneten Instanz hoffen- was ich noch nachvollziehbar finde, aber offenbar ist da ja eine Anspruchshaltung vorhanden welche genährt/bestätigt wird. Und da frag ich mich dann schon wer genau ein Problem mit Frustrationstoleranz hat und vielleicht ein bisschen in sich gehen sollte… .

  • tststs sagt:

    Sorry, ich finde, das ist echt ein heavy Brocken, den man nicht einfach abnicken oder beiseite schieben kann.
    Ich kann der Seite, die findet, das Kind hat ein Recht auf ein „Nein“ genauso zustimmen, wie derjenigen, die darauf hinweisen, was für eine Saat hier gesäet wird.
    Ausserdem muss ich feststellen, dass ich doch ein ziemlich rabiates Gotti/Babysitter bin: Wenn ich feststelle, dass um ein Spielzeug gestritten wird (und sie den Konflikt nicht selber lösen), weise ich die Kids darauf hin
    entweder a) dass, wenn hier um Spielzeug gekämpft wird, ich immer noch die Stärkste sei und es mir unter den Nagel reisse
    oder b) dass das Spielzeug wenn schon, denn schon mir (resp. den Eltern) gehöre und ich es bei nicht sofortigem Frieden dem ordentlichen Besitzer zuführe.
    🙂

    • tina sagt:

      ja mega heavy, es handelt sich immerhin um einen transformer! würde ich auch nie hergeben.
      am besten nimmt man schutzausrüstung mit. und für die eltern ein lehrbuch „integrative entwicklungspädagogik“, aber dick, damits weh tut

      • tststs sagt:

        @tina: Ich meinte eigentlich, eine patente Lösung für das Problem zu finden… (und selbst dann, aus Kindersicht ist manchmal ein Stein wertvoller und wird noch mehr verteidigt als ein 500fränkiges Fahrrad.
        @13: Unterscheiden Sie nicht zwischen Spielzeug, das dem Kind gehört (aka Geschenke) und solches, das ihm von den Eltern quasi als Grundausrüstung zur Verfügung stellen?

      • 13 sagt:

        @ tststs
        Nein, weder privat noch juristisch käme mir eine solche Unterscheidung in den Sinn. Die Kinder haben ein gesetzliches Recht, von den Eltern Dinge zu erhalten, die sie brauchen, nicht nur Lebensnotwendiges, sondern darüber hinaus alles, was zum Bedarf gehört, und eben zu erhalten, was bedeutet dass diese Dinge dem Kind gehören.
        Anders sieht es vielleicht beim Grossi aus, welche eine Spielzeugkiste hat, wenn das Kind sie besucht, da dieses keine Unterhaltspflicht hat.

      • tststs sagt:

        @13: Juristisch?!? Keine Ahnung…
        Privat? Ich habe dabei folgendes Beispiel im Kopf: Eine Freundin sagte einmal zu ihrem Kind: „Wenn du jetzt nicht brav bist, dann darfst du nicht mit dem Gotti in den Europapark“
        Ich habe sie im Nachhinein darauf angesprochen, dass ich das gar nicht toll fände! Androhung von Strafe ist schon ok, aber dann bitte mit „etwas“ anderem, denn dies war mein Geschenk an ihn und ich finde, darüber sollten die Eltern keine „Entscheidungsgewalt“ haben. Hätte zB ein einwöchiges TV-Verbot gedroht (übrigens, etwas „, was zum Bedarf gehört“ und trotzdem nicht dem Kind gehört), hätte ich kein Problem gehabt.
        Ich finde schon, dass es für ein Kind zumutbar ist, dass es unterscheiden muss zwischen „meins“ und „unseres“

    • 13 sagt:

      @ tststs
      Warum sollte das Spielzeug, welches für das Kind gekauft wurde, den Eltern gehören?

  • Zimy sagt:

    Ich finde, das Teilen muss situationsbedingt und altersgemäss gehandhabt werden. In der Badi gab es 3 Arten von Kindern: a) die fragten, ob sie eines unserer Spielzeuge ausleihen dürfen, b) die es ungefragt nahmen, aber Blickkontakt suchten und sich zu uns setzten, um damit zu spielen, und c) die es ungefragt nahmen und damit wegliefen, um mit ihren Gspänli damit zu spielen. Bei a) und b) teilen wir natürlich gerne, aber bei c) habe ich eingegriffen (und auch von gewissen Eltern schräge Blicke dafür geerntet). Auch habe bisher ich über das Teilen entschieden, aber nun ist mein Kind alt genug, um es selbst zu tun. Und natürlich wird es auch ’nein‘ sagen dürfen. Ich bin schon gespannt auf diesen Badi-Sommer…

  • Flo, die echte! sagt:

    Ich finde Carson’s Reaktion gut und nachvollziehbar! Die Haltung seiner Mutter nun nicht gerade diplomatisch.
    Ich teile gerne – aber ganz sicher nicht alles.
    Vielleicht müsste die Mutter Carson noch beibrigen; ganz heiss geliebte Dinge nicht unbedingt in den Park mitnehmen und das andere teilen.
    Aus dem Verhalten vom kleinen Carson nun seine Haltung im späteren Leben zu schlussfolgern finde ich ziemlich phantasievoll. Da müsste man mal das kindliche Verhalten im Sandkasten von einigen Spitzmanagern unter die Lupe nehmen

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Bin ich nicht ganz der Meinung: ich lasse meinen heissgeliebten BMW CX5 ja auch nicht in der Garage stehen, um bei Fiatfahrern keine Begehrlichkeiten zu wecken. Irgendwie müssen Kinder ja schon lernen, dass man nicht haben kann, was Anderen gehört.

      Um Gerüchten vorzubeugen: nein, ich kann mir kein Auto leisten, auch keinen Ford KA.

  • Jack Stoffel sagt:

    Wenn der liebe Carson einmal erwachsen ist, gehört er zu jenen, die mit dem Gewehr vor der Haustüre erscheinen, wenn Fussgänger über „seinen“ Rasen gehen (in den USA gibts in den Wohnquartieren meistens keine Trottoirs). Wenn ein Nachbar sein Haus umbauen will, ist er grundsätzlich immer erst mal dagegen, und die Steuern bezahlt er aus Prinzip erst nach der xten Mahnung, aber vor der ersten Busse (schliesslich ist es sein Geld, und dieses wirft noch drei Dollar Zinsen zusätzlich ab, weil es länger auf seinem Konto ist). – Mit anderen Worten: Er ist ein senkrechter amerikanischer Füdlibürger wie aus dem Bilderbuch.

    • Gino Ramsch sagt:

      Und sonst wird er ein Musterschweizer und wird vielleicht sogar Bundesrat!
      Immer Ja sagen und sich den wünschen den Anderen zu unterwerfen sollte schon von Jung aus gelernt sein….

  • Anh Toàn sagt:

    Wollen wir die Kinder passend zur aktuellen Welt erziehen, oder dazu, in Zukunft eine bessere Welt zu gestalten:

    In der aktuellen kaempfen wir alle gegeneinander, quasi jeder gegen jeden, wer am meisten hat. Was wir haben, muessen wir dann vergraben, verstecken und beschuetzen vor den Habenichsten, weil die auch etwas wollen davon.

    Eigentlich haetten wir genug fuer alle auf der Welt, wenn wir lernen wuerden zu teilen. Alleine die globalen Ausgaben fuer Ruestungsgueter koennten ein globales BGE finanzieren.

    • Karl von Bruck sagt:

      Schon der olle Gandi stellte fest: „Es hat immer genug fuer jedermanns Beduerfnisse, aber nie genug fuer jedermanns Gier!“.

      Man kann die Befriedigung jedermanns Beduerfnisse entweder staatlich organisieren, wie es komischerweise nur im Krieg in voll entwickelten Staaten optimal funktioniert, oder die Entrechteten und Enteigneten als Bettler und gewaltsame Selbstbediener auf die mit Steuergeschenken auf Millioneneinkommen und Milliardenvermoegen Privilegierten loslassen…..

    • Anh Toàn sagt:

      Gewinnt der Junge mehr, wenn er sein Spielzeug für sich behält, alleine damit spielen kann, oder wenn er mit den anderen auf dem Spielplatz ein Spiel erfindet, mit dem sie gemeinsam mit der Figur spielen?

      Manchmal verliert man beim Teilen ein Spielzeug, andere Male gewinnt man Freunde und Freude: Wenn man gewinnt, gewinnt man viel mehr mit teilen, als man je verlieren kann.

      • Anh Toàn sagt:

        Nein sagen muss man können, aber das Leben macht höllisch viel mehr Spass, wenn man EHER Ja als Nein sagt (Richard Branson zB)

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Natürlich muss man teilen! Aber nicht immer, nicht überall und nicht mit Jedem.

        Ich finde, der Titel dieses Themas weckt falsche Interpretationen.

      • UKO sagt:

        tja, wie es schon lange heisst: geteilte Freude ist doppelte Freude… doch Kinder müssen das erst lernen. Aber ich zweifle, dass sie das lernen, wenn die Mutter sich so einmischt…

  • extraterrestre sagt:

    Wie viele erwachsene teilen eigentlich ihre sachen (autos, Velos, küchenmaschinen, garten, essen, ) ? und wann sagen die erwachsenen „nein“ und warum? Aha!

    • Sportpapi sagt:

      „Wie viele erwachsene teilen eigentlich ihre sachen (autos, Velos, küchenmaschinen, garten, essen, ).“
      Die meisten, vermutlich.
      „und wann sagen die erwachsenen „nein“ und warum?“ Wenn sie die Sachen gerade selber brauchen.
      „Aha!“ Aha was?

      • extraterrestre sagt:

        falsch, hierzulande teilen viele erwachsene nicht (in anderen ländern/kulturen ist das anders), jeder hat sein eigenes (grösser, besser, schöner). teilen mit fremden gibt’s noch viel weniger, schon gar nicht die lieblingssachen. warum man das dann von einem kind erwarten soll ist mir schleierhaft.

    • tina sagt:

      warum wird eigentlich so häufig eine aussage in eine frage gepackt? 😉

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Mir ist schon dasselbe widerfahren. Wenn ich mit meinen Kindern in die Badi ging, habe ich immer einen Haufen Spielzeug mitgeschleppt. Und da war dann einmal tatsächlich mal ein anderer Knabe, welcher unterstützt durch seine Mutter forderte, dass meine Kinder mit ihm zu teilen hätten. Grosszügigerweise meinte er noch, dass meine Kinder die Wahl hätten, welches Spielzeug sie selber auswählen.

    Nun ja, meine Reaktion war in etwa so, wie diese der amerikanischen Mutter im Beispiel, was bei der Mutter des anderen Knaben Empörung hervorgerufen hat.

    Ja, meine Kinder müssen teilen: untereinander und mit Gschpänli welche auf Besuch sind, aber sicher nicht mit wildfremden Leuten/Kindern, oder ist man als Erwachsener auch dazu verpflichtet Lokalrunden zu schmeissen??

    • Karl von Bruck sagt:

      Bingo!

      Immer mehr Lohnsklaven und gar auch Rentlibezueger werden von Mietwucherern, Krankenkassen und horrenden Einkommenssteuern so abgezockt, dass es gar fuer Kinderspielzeug nicht mehr reicht. Selbstverstaendlich ist es ebenso heiliges Eigentuemerrecht, zu teilen oder nicht, und gegebenenfalls zu waehlen mit wem oder nicht wie eine Wohnung gewinnsuechtig leer stehen zu lassen. Wenn man jedoch rasant wachsende „Minderheiten“ von Grundrechten und gar Grundbeduerfnissen abhaengt, braucht man sich ueber den daraus folgenden Bettel oder gar gewaltsame Selbstbedienung der in bitterster Not steckenden Entrechteten und Enteigneten nicht zu wundern….

    • tststs sagt:

      Käme eine fremde Mutter so fordernd auf mich zu, würde ich wohl auch auf stur schalten.
      Käme hingegen mein Kind jammernd zu mir, es wolle nicht teilen, ich weiss ehrlich nicht, wie sehr ich es dabei unterstützen würde, oder ob ich nicht doch versuche würde, das Kind vom GegenTEILEN (muhahah Schenkelklopfer) zu überzeugen…

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Das Kind dieser Frau wurde aber offensichtlich von 6 Kindern drangsaliert.

        Übrigens finde ich den Titel blöd: „Mein Kind muss nicht teilen!“

        Natürlich muss man teilen, aber nicht immer, nicht überall und nicht mit Jedem.

      • Benjamin Kraus sagt:

        Welchen Titel würden sie dann voranstellen?

        Ich bin im Übrigen der Meinung, dass man eben nicht teilen MUSS, da für mich der Zwang zum freiwilligen Teilen etwas widersprüchlich erscheint, sondern KANN, aber das setzt Können voraus, will also gelernt sein (etwa wann, wo und mit wem) – so wie das Bitten auch. Aber klar, man SOLL i.S. einer geteilten Norm – wenn man sie denn teilt – aber auch hier kein Sollen ohne Können. (Aber vielleicht meinen sie mit Müssen auch das Sollen, dann bin ich dahingehend mit ihnen d’accord.)

      • tststs sagt:

        Hihi, ich schliesse eher daraus, dass der Junge halt das megasuperlässe Spielzeug hat, dass die anderen Kinder auch gerne hätten…

        Und ja, Titel mit Modalverben sind eh meist… ähm… clickgeil….

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Benjamin Kraus

        Je nach Situation halt. Da wir zB nur ein Badezimmer haben, MÜSSEN wir das gezwungenermassen teilen…. schmunzel

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Benjamin Kraus

        Passender Titel:

        Viel Lärm um nichts?

  • Stefan Baumann sagt:

    Vorbildliches Vorgehen der Mutter.

    Kinder sollen ihre Spielsachen teilen, wenn sie möchten. Sie sollen das selbstständig entscheiden dürfen. Wie sollen sie denn Selbstständigkeit und soziales Handeln erlernen, wenn man sie versucht zu zwingen? Wenn sie hingegen selber lernen, dass das Teilen auch etwas Gutes sein kann, bringt das dem Kind sein ganzen Leben mehr.

  • anna lou sagt:

    Ich ermuntere meine Tochter, etwas zu teilen. Sie entscheidet, was sie dann tut, sie darf auch nicht teilen. Sie erntet dafür aber sicher kein Lob oder noch Ansporn, sie nimmt dann einfach in Kauf, dass ich ihr Verhalten kleinkariert und borniert finde und ihr mal im Auto dann auf dem Rückweg unter vier Augen erkläre, wie die Welt – und auch ihre – wäre, wenn niemand etwas teilen würde. Das ist vielleicht nicht modern, aber hier gehen meiner Meinung nach Grundwerte vor.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Und wie verhält es sich denn bei Ihnen selber: bezahlen Sie im Restaurant due Zeche aller Ihnen vollkommen fremden Anwesenden, oder sind Sie derart kleinkariert und borniert, dass Sie nur Ihren eigenen Kaffee bezahlen?

      • Patrick sagt:

        Teilen heisst im Kontext Spielzeug meist, dass man es wieder zurück erhält. Mit etwas Glück sogar ganz. Das unterscheidet sich dann doch etwas von der Lokalrunde, nicht? Aber weshalb nicht die Gelegenheit nutzen, etwas Frust abzubauen. Sie teilen den ja gerne.

      • Benjamin Kraus sagt:

        Frau von Siebenthal, jetzt trollen sie aber anna lou. Sie sind sich schon im klaren, dass der Vergleich enorm hinkt. Analog hätten sie fragen sollen, ob sie den Kuchen, den sie gekauft haben und mit anderen teilen, selbst bezahlen – so wie man das bspw. ab und zu mit den mal bekannteren, mla unbekannteren anwesenden Arbeitskolleginnen und -kollegen tut.

      • anna lou sagt:

        Ich habe 2 Jahre in einem Krisengebiet gearbeitet. Für Kost und Logis, die Beitragslücken in der AHV habe ich aus meinem Erspartem bezahlt. Und etwas mal zu geben, ohne zu wissen, ob man was zurückbekommt, ist auch einfach eine gute Erfahrung.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @anna lou

        gerade dann sollte Ihnen aber sehr bewusst sein dass echte Grosszügigkeit nur in Verbindung mit einem gesunden Selbst entstehen kann- ein vermitteln von „kleinkariertes Verhalten“, und damit eigentlich ein Absprechen dass sich das Kind ernst nehmen darf, sich selber wahrnehmen kann, läuft dem diametral entgegen.
        So entsteht kein freigebiges Herz, sondern jemand der sich nach den Wünschen anderer auszurichten beginnt und sich dabei womöglich selbst verliert.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Patrick und Benjamin Kraus

        Ok, dann eben halt ausleihen vom Auto, Rasenmäher usw. Leihen Sie diese an wildfremde Personen aus?

      • tststs sagt:

        @TvM: Hmmm, haben Sie noch nie einem wildfremden Menschen irgendwie ausgeholfen? Einen Autostöppler mitgenommen? Das Handy für einen Anruf ausgeliehen? Jemandem am Billettautomaten einen Zweifränkler spendiert? Auf der Toilette Papier untendurch gereicht?

        Das kann ich mir kaum vorstellen… 😉

      • tina sagt:

        tamar: …wenn die fremden erwachsene auf dem selben spielplatz bleiben wie ich, dann schon ;-). sicher hast du auch schon dein federball ausgeliehen in der badi, falls du nicht gerade selber spielen wolltest. oder hättest, falls jemand gefragt hätte. und du hättest ohne mit der wimper zu zucken ja oder nein gesagt, je nachdem. denn vielleicht willst du ja gerade selber spielen, oder du bist am aufbrechen. ich kann die ganze aufregung überhaupt nicht begreifen.

        ich begreife ja, dass man sich gedanken macht, wenn ein kind 1jährig ist und so vielleicht bis es 4-5 ist. aber dann diese abhandlungen hier, ich verstehe es nicht

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ tststs

        Ich helfe immer, wo und wann ich kann, aber wenn einfach ein Fremder herkommen würde und unser Auto ausleihen wollen würde, würde ich nein sagen. Wir leihen Nachbarn ständig Maschinen und Geräte aus (auch umgekehrt), da es keinen Sinn macht, dass jeder alle Maschinen besitzt, aber halt nicht bei fremden Personen.

        Ich helfe aber durchaus auch mit Parkmünz aus, oder habe schon an beim Einkaufen für fremde Leute mitbezahlt, welche zuwenig Geld mithatten. Natürlich nur kleine Beträge, da ich es mir nicht leisten kann, mit 1000ern um mich zu schmeissen.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ tina

        Auch an Sie: ich teile und gebe gerne, manchmal auch an Leute welche ich nicht kenne. Hier aber geht es um Forderungen die gestellt werden, aber keine Berechtigung haben gestellt zu werden.

        In meinem Fall war es in etwa so, dass der Bub angerauscht kam und meine Kinder dazu aufforderte zu wählen, mit welchen Spielzeug sie spielen wollen und er gedenke, das andere zu nehmen mit der Begründung, wir hätten ja genug Spielzeug mit. Unterstützt durch seine Mutter.

        Hmmm…. so geht das einfach nicht. Wären meine Kinder gefragt worden, ob er mitspielen oder sich etwas ausleihen darf, hätten meine Kinder sicher ja gesagt, weil sie ähnlich grosszügig wie ich sind.

      • UKO sagt:

        ach, Sie sind ja sowas von frustriert, TvS, das Thema handelt von Kleinkindern auf dem Spielplatz, und die Eltern haben sie ja dahingebracht, damit sie ZUSAMMEM spielen können, wohl unterschwellig, damit sie auch Sozialverhalten lernen können, und da kommen Sie gleich mit Vergleichen von Autoausleihen an Wildfremde…

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ UKO

        Nun, da es sich ausnahmslos um Mütter handelt, welche selber nichts zum sozialen Leben beitragen (weil sie selber nie etwas zum Teilen mitbringen), kann ich gut damit leben, von solchen Schabracken frustriert genannt zu werden.

  • Benjamin Kraus sagt:

    Ein klassischer „Lehrplätz“ für Kinder wie für Eltern. Wie richtig bemerkt gilt: Man MUSS nicht, aber man KANN, wenn man WILL. Doch um ein „MEINS!“ und „NUR ICH!“ zu verhindern, könnte man altersadäquat – ob für Kinder oder für Erwachsene – „erklären“, welchen Sinn das Teilen hat und wann es Sinn macht zu teilen, so dass man die Person „befähigt“ und sie „lernt“, und so aus dem Akt des Teilens eine Fähigkeit oder altmodisch gesagt eine Tugend kultiviert. Ein „Du kannst auch Nein sagen“ ist also nur die halbe Wahrheit.

    • Brunhild Steiner sagt:

      irgendwie geht es hier ohnehin nicht ums Teilen, sondern eher darum wie man mit unberechtigten Forderungen umgehen soll, die Art und Weise wie da übers Spielzeug verhandelt worden ist lässt eher nicht darauf schliessen, dass die Spielzeugeinforderer ihreseits eine vollumfängliche Aufklärung über Teilen genossen hätten, noch dass sie befähigt worden wären mit anderen Meinungen (und Eigentum) adäquat umzugehen. Im Gegenteil, im Beispiel ist diese Haltung offenbar elterlicherseits eher unterstützt.

      • Benjamin Kraus sagt:

        Mit „hier“ meinen sie wohl das Kommentar-Forum. Ja, da gebe ich ihnen recht. Aber in diesem Fall ist es schon ein wenig bezeichnend, dass es wieder mal nur um den „negativen“ Aspekt geht, das Nehmen nämlich, und nicht um den positiven Aspekt, also das Geben. So als ginge es nur darum eigene Privilegien gegen alle anderen zu verteidigen. Als ob es also in der Welt nur um den Kampf aller gegen alle ginge. So kämen wir als Menschheit wirklich nie auf einen grünen Zweig.
        Aber wie gesagt, Teilen will gelernt sein, wie auch das Bitten, es gibt gute und schlechte Gründe für beide Aktivitäten. Es wäre an den Eltern qua Mentorinnen und Mentoren dies zu vermitteln, die Erfahrungen aber müssen die Kinder natürlich selbst machen.

  • Selina sagt:

    Wenn ein Chindsgi-Gspänli meines Sohnes zum Spielen zu uns kommt ist es selbstverständlich, dass mein Sohn seine Spielsachen mit ihm teilt. Wenn er ein bestimmtes Spielzeug nicht teilen will, verräumt er dies vor dem Besuch. Mit dem Ausleihen von Spielsachen habe ich eher meine Mühe, wie schnell weiss man nicht mehr, wem man was gegeben hat, oder es geht etwas kaputt, verloren etc. Auf solche Anfragen entgegne ich meistens, dass wir nicht gerne ausleihen, dass das Gspänli aber gerne ein anderes Mal wieder zum Spielen zu uns kommen darf.
    Grundsätzlich: Teilen ja, aber es wird nicht erzwungen und man darf auch mal „nein“ sagen.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Sehe ich auch so. Als Erwachsene teilt man weder seinen Lohn mit allen dahergelaufenen, noch verleiht man sein Auto an jeden. Warum also soll Kinderbesitz Allgemeingut sein, an dem sich jeder gütlich tun darf?

      • Sigi Neukomm sagt:

        „Als Erwachsene teilt man weder seinen Lohn mit allen dahergelaufenen“
        Bezahlen Sie keine Steuern? Sind Sie von der MwSt befreit, auch wenn Sie in der Migros einkaufen? Warum ist meine Arbeitsleistung dann Allgeneingut? Also ich muss meine Lohn mit JEDEM dahergelaufenen teilen, sogar wenn dieser illegal hier ist.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Hören Sie doch auf Sigi: Sie profitieren von Infrastruktur, die durch unsere Steuern finanziert wird.

      • Benjamin Kraus sagt:

        Weil auch ihre „Arbeitsleistung“ vom „Allgeneingut“ (sic) abhängig ist. Oder befürworten sie, dass einzig einige Private den Gewinn einstreichen, die Gemeinschaft aber die Kosten tragen? Lesen sie hierzu Hardins „The Tragedy of the Commons“ und Ostroms „Governing the Commons“.

      • Sigi Neukomm sagt:

        @TvS
        Natürlich profitieren ich davon, es bleibt mir ja nichts anderes übrig. Ist aber kein Beweis, dass es nicht auch anders gehen würde, diesen Beweis gibt es nämlich nicht sonst bitte beweisen.
        @Kraus
        „einzig einige Private den Gewinn einstreichen“
        Einige? Sie wissen schon, dass KMUs die grosse Mehrheit der Wirtschaft ausmachen? Nicht alle Unternehmen sind böse Multinationals die Gewinne auf die Bahamas und Panama verschieben wie Sie das implizieren. Warum sollen die also nicht den gesamten Gewinn einstreichen und die für sie nötige Infrastruktur damit finanzieren? Somit tragen diese dann die Kosten, nicht die Allgemeinheit.

        – Hardin
        Ohhhhh….Sie fanen für einen verkappten Eugeniker? Ohhhhhhh s**t……..

      • Benjamin Kraus sagt:

        Ach Sigi, weshalb gleich wieder ad hominem? Sie schreiben ja selbst: „die für sie nötige Infrastruktur damit finanzieren“. Und da auch der Rechtstaat dazugehört, der notabene den Markt schützt, und ja auch reguliert, sowie die Gemeinschaft u.a. also Arbeitnehmer, Familien etc. & die notwendigen Institutionen wie öffentliche Schulen, gibt es eben Steuern.
        Bei der tragedy of the commons sieht man eben, was passiert, wenn rein auf Eigeninteresse bedachte Private (die auf Gemeinschaft bedachten Privaten also ausgenommen) ein Allgemeingut übernutzen, d.h. ausbeuten, und damit einzig die Allgemeinheit mit den Kosten belasten.
        Wenn sie natürlich alleine auf dem Mars mit ihren Robotern leben wollen, sieht das natürlich anders aus.

      • Benjamin Kraus sagt:

        Bei der Erwähnung von Hardin ging es mir i.Ü. einzig um das Buch und den Sachverhalt bzw. das Problem und nicht um die Person oder seine Lösungsansätze. Diesbzgl. „fane“ ich, wenn überhaupt, für Ostrom, aber die Diskussion ist halt ohne Hardin nicht in Gänze nachvollziehbar.

        Wie sollte es denn ihrer Meinung nach anders gehen?

      • Sigi Neukomm sagt:

        @Kraus
        Adhom? Verwechseln Sie hier nicht etwas?

        Der Minimalstaat muss durch Steuern finanziert werden, Einkommenssteuern sind dazu aber nicht notwendig. Alles andere kann auf freiwilliger Basis bezahlt und in Anspruch genommen werden. Der Staat bzw Sie und alle anderen die ich nicht kenne, haben keinen Anspruch auf meinen Verdienst. Besteuerung ist Diebstahl, vom Dieb legitimiert.

        Sie führen Schriften des Rassisten und Eugenikers Garrett Hardin (Mit-Direktor der amerikanischen eugenischen Gesellschaft ’71-’74) an. Was soll ich dazu sagen? Soll ich das ernst nehmen? Ich sehe hier nur verworrene Theorien eines Menschen mit äusserts gefährlichen Ideen.

      • Sigi Neukomm sagt:

        Ich kenne Ostrom nicht im Detail, bin aber von ihrer Vorstellung von Kollektivismus nicht gerade angetan. Was mir allerdings an ihren Theorien gefällt, sind die „Klar definierte Grenzen und einen wirksamen Ausschluss von externen Nichtberechtigten.“ Tönt vernünftig und sollten wir uns zu Herzen nehmen.

        Freie Marktwirtschaft, Tribalism. Ich lehne den mit Gewalt vom Staat verordneten Kollektivismus aka (insert adjectiv)-Sozialismus ab. Persönliche Freiheit sollte über allem stehen, konsequenterweise muss man die Nachteile davon auch akzeptieren.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Sigi Neukomm

        Sie finanzieren also die Strassen, auf denen Ihre Angestellten zu Ihnen zur Arbeit fahren? Sie finanzieren die ganze Schulbildung und Ausbildung Ihrer zukünftiger Mitarbeiter ab Kindergarten? Sie finanzieren die Gesundheitskosten Ihrer Mitarbeiter und stellen die dafür benötigte Infrastruktur zur Verfügung?

        Ist es nicht eher so, dass Sie einfach motzen wenn es Sie etwas kostet, aber sehr gerne die Hand aufhalten, wenn Sie selber begünstgt werden?

      • Sigi Neukomm sagt:

        @Tvs
        Natürlich finanziere ich das alles, ich bezahle einen nicht unerheblichen Betrag an Steuern. Ich will das aber nicht, wer die Strasse benutzt soll selber dafür zahlen, wer in die Schule geht soll das selber bezahlen usw.

        Natürlich motze ich wenn ich etwas bezahlen muss das ich nicht bezahlen will weil es mich nichts angeht und nicht meine Angelegenheit ist.

        Wenn Sie so dumm sind und sich freudig vom Staat beklauen lassen weil die demokratisch(!) gewählten Politiker fragwürdige Gesetze erfinden wie zb unsere Steuergesetze (die mir als Unternehmer zig mal mehr Möglichkeiten geben weniger Steuern zu bezahlen), selber schuld. Warum verteidigen Sie diesen Staat immer noch? Merken Sie nicht, dass Sie immer verlieren solange der Staat Sie via Steuern bestiehlt?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Sie reden ziemlich wirr Herr Neukom: Sie haben vielleicht Ihre Privatstrasse selber finanziert, aber auf keinen Fall sämtliche Verkehrswege von den Wohnorten Ihrer Mitarbeiter zu den Arbeitsplätzen von Ihnen.

        Sie jammern einfach herum. Ziehen Sie doch in ein anarchaisches Land ohne funktionierende Regierung, wenn Sie meinen, dass dies besser dafür taugt, Ihr schwerverdientes Geld für sich alleine behalten zu dürfen.

      • Benjamin Kraus sagt:

        – Mit „ad hominem“ bezog ich mich auf ihre Unterstellung für einen Eugeniker zu „fanen“ – anstatt auf das sachliche Problem einzugehen. – – Und angesichts ihrer anderweitigen Voten fällt mir leider auf, dass sie – oft mangels Argumenten – die liebe Mühe haben sachlich zu bleiben.
        – Sie fordern zwar andere auf erwachsen zu werden, ihre Invektiven zeugen aber selbst von einer gewissen Unreife und reiner Streitlust – ein klassischer performativer Widerspruch.
        – Sie nutzen zudem jede Möglichkeit offtopic ihren utopistisch-paläolibertären Anarchokapitalismus zu propagieren anstatt mal beim Thema zu bleiben. Aber die Platte rauscht schon beträchtlich.
        – In diesem Sinne empfehle ich mich, wenn sie bereit sind sachlich zu diskutieren, ansonsten: Do Not Feed The Troll (DNFTT).

      • Sigi Neukomm sagt:

        @Kraus
        – das ist kein adhom, bestenfalls strawman, ist es aber auch nicht bei genauerem hinsehen
        – ich habe den Herren nicht beleidigt, er ist einfach ein wenig dünnhäutig und bedient sich umgehend einer anderen logical fallcy
        – nicht alles existiert im leeren Raum, wie, was und warum man teilen sollte hat einen direkten Zusammenhang mit Steuern bezahlen. Natürlich, wenn man double standards verinnerlicht hat und darauf hingewiesen wird, kickt die kognitive Dissonanz in high gear.
        – ich diskutiere sachlich, weil Ihnen meine Ansichten nicht gefallen und Sie ihrerseits keine Argumente haben verlieren Sie und das passt Ihnen natürlich nicht, verstehe ich
        Ausserdem ist Ihre Antwort als ganzes ein red herring.

      • Sigi Neukomm sagt:

        @TvS
        ich habe geschrieben ich sei Mitbesitzer der Privatstrasse, natürlich habe ich die nicht alleine finanziert, auch den Unterhalt nicht. Aber guess what, die Strasse zu bauen/zu unterhalten geht ohne Staat, sprich ohne Zwang und Gewalt. Und selbstverständlich habe ich ALLE Strassen/deren Unterhalt mitfinanziert, durch Steuern und Abgaben.

        Ich jammere nicht, Sie verwechseln da Kritk üben mit jammern. Ausserdem, ein Staat ohne funktionierende Regierung ist ein failed state (Somalia), kein funktionierender Staat. Nie habe ich angedeutet ich wolle sowas. Dass ich all mein Geld für mich behalten will habe nicht einmal ansatzweise angedeutet. Ich vertrete lediglich die für Sie anscheinend absurde Ansicht, dass ich bestimmen will wem ich mein Geld gebe.

      • Anh Toàn sagt:

        @Sigi Neukomm „Nie habe ich angedeutet ich wolle … all mein Geld für mich behalten … Ich vertrete lediglich die für Sie anscheinend absurde Ansicht, dass ich bestimmen will wem ich mein Geld gebe.“

        „Absurd“ ist, was Sie schreiben: Eigentum an Geld ist Verfügungsmacht: Über Geld, das mir gehört, habe ich die Verfügungsmacht, ich kann entscheiden, wem ich es gebe. Alternativ könnte ich es vergraben oder fressen)

  • Pixel sagt:

    Einen Gegenstand hergeben ist nicht teilen. Mehrere Gegenstände untereinander auszutauschen darf als solches bezeichnet werden. Einen Gegenstand dem anderen gegen den eigenen Willen zu überlassen, ist schlichtweg sich zu unterwerfen.

  • Karl-Heinz sagt:

    Teilen muss immer ein Geschäft sein, ich teile mit dir und du teilst mit mir.
    Einseitiges Teilen ist nicht ok. Der Wunsch des Nehmers nach Leistung ohne Gegenleistung ist Egoismus.

    • Anh Toàn sagt:

      Also mit Habenichtsen braucht man nicht zu teilen.

      (Was ist eigentlich Tauschen im Unterscheid zu Teilen?)

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ich bin ein Habenichts und gebe trotzdem was ich kann an Leute die noch weniger haben.

        Hier geht es doch einfach um die Forderung, dass der Andere zu geben hat.

      • Anh Toàn sagt:

        Ich teile auch was ich habe mit Leuten, die mehr haben als ich. Und auch dabei gewinne ich, nicht immer, aber in der Summe.

  • Sigi Neukomm sagt:

    Ich kann dem voll und ganz zustimmen, Teilen sollte in jedem Fall freiwillig sein, das sollten wir auch den Kindern so beibringen.
    Es ist in unserer Realität allerdings oft schwierig sich dem zu entziehen. Da bekam ich doch vor einiger Zeit einen Brief, „Steuerrechnung“ stand drauf. Da verlangte doch glatt ein sogenannter Herr/Frau „Staat“, dass ich mein Geld mit ihm teile. Als ich nachfragte und sagte ich wolle das aber nicht weil ich weder ihn noch die Leute denen er mein Geld geben will kenne, hat der Vertreter des „Staats“ nur gelacht. Er meinte sogar, dass er sich „sein“ Geld so oder so holen würde. Ich war ziemlich perplex. „Wie „so oder so“ das Geld holen'“ fragte ich. „Wenn Sie es nicht freiwillig rausrücken zwingen wir Sie dazu.“ meinte der „Staat“
    cont

    • Sigi Neukomm sagt:

      „Wie Sie zwingen mich dazu?“
      „Ja, wir gebrauchen Gewalt wenn’s sein muss. Wir gehen zu Ihrem Arbeitgeber und zwingen ihn uns Ihren Lohn zu überweisen.“
      cont

      • Sigi Neukomm sagt:

        „Wie Jetzt? Dürfen Sie das denn, was wenn ich nichts verdiene?“
        „Dann kommen wir zu Ihnen nach Hause und nehmen alles mit was einen Wert hat.?
        „Was? Auch die Goldvreneli die ich von meinem Grossvater bekommen habe?“
        „Speziell die, ja.“
        Ich war schockiert….
        „Was wenn ich meine Türe nicht aufmache?“
        „Dann kommen wir mit der Polizei, die haben Waffen, Sie machen Ihre Türe dann schon auf (lacht).“
        „Ok, ich finde das jetzt aber schon ein wenig merkwürdig, dass Sie mich zwingen mit Ihnen zu Teilen….“
        „Ist uns egal, Sie teilen oder wir gebrauchen Gewalt, fertig. Ich muss jetzt sowieso in die Pause, einen schönen Tag.“

      • Jack Stoffel sagt:

        Neukomm:
        1. Aha. Die Idee, die Arbeitskraft anderer zu mieten, um Mehrwert zu schaffen, und dafür Lohn zu bezahlen, ist also „marxistischer Blödsinn, der an Geistesschwäche grenzt“… Es fällt Ihnen zwar kein Argument ein, aber dann entdecken Sie ja doch noch diesen einen Ausweg: eine Beleidigung.
        2. Eben! Genau deswegen, weil ich weiss, dass es auch Leute wie Sie gibt, wähle ich nur anständige Geschäftspartner aus.
        3. Jä nu, wenn das alles ist, was bei Ihnen aus scharfem Nachdenken resultiert… aber lassen wir das. Das Schicksal hat schon ganz andere Kaliber als Sie ganz weit „hinderegsträälet“.

      • Sigi Neukomm sagt:

        @Stoffel
        1. Arbeitskraft ist wie jedes andere Gut und sinkt oder steigt im Wert, Angebot und Nachfrage. Im Normalfall ist der Arbeitnehmer in der besseren Verhandlungsposition als der Unternehmer. Hätten Sie ein Geschäft, wüssten Sie das.
        Für marxistische Theorien muss ich kein Argument haben um deren unendliche Dummheit zu beweisen, das macht die Geschichte schon.

        2. Könnten Sie in Ihrem marxistischen Regenbogen-Einhorn-Traumland aber nicht, ist Ihnen schon bewusst, oder?

        3. Sie können mir natürlich Schlechtes Wünschen damit ich es endlich auch „lerne“, zeigt deutlich, dass Sie in guter alter marxistischen Tradition, andere Meinungen am liebsten in einem Gulag sähen.

      • Jack Stoffel sagt:

        Neukomm:
        1. a) Ich habe ein Geschäft; b) Ihr Bonmot, der Arbeitnehmer sei auf dem Arbeitsmarkt in einer besseren Position als der Arbeitgeber, löste bei einem mir bekannten Stellenvermittler, dem ich ihre Behauptung soeben unterbreitete, beträchtliche Heiterkeit aus; und c) für Ihre Beleidigung haben Sie sich natürlich nicht entschuldigt…
        2. Von Marxismus habe ich keine Ahnung.
        3. Nicht Gulag habe ich geschrieben, sondern Schicksal (Letzteres ist meines Wissens vollkommen marxismusfrei).
        Ganz allgemein empfehle ich Ihnen, etwas gegen Ihren Marxismus-Tic zu unternehmen (z.B. in einer Selbsthilfegruppe).

      • Sigi Neukomm sagt:

        @Stoffel
        1a. Zitronenlimonadenstand im Vorgarten der Eltern?
        1b. Wollen Sie behaupten, dass Spezialisten soviel verdienen weil es genug davon gibt und man ihnen aus purer Menschenliebe einfach mehr bezahlt? Ausser der Putzfrau sind fast alle meiner Angestellten mit Lohnforderungen gekommen die ich mir zwar ein wenig tiefer gewünscht hätte, aber keine Möglichkeit hatte das durchzusetzen weil die Position sonst offen geblieben und ich viel weniger Umsatz gemacht hätte.
        1c. Ich habe Sie nicht beleidigt, werden Sie erwachsen.
        2. Offensichtlich, Sie verstehen ja nicht einmal was Ihre absurden Forderungen für Konsequenzen IRL haben.
        3. Nicht Gulag haben Sie geschrieben, Gulag haben Sie aber gemeint, seien Sie ehrlich.

      • Jack Stoffel sagt:

        Neukomm:
        Jetzt wirds aber peinlich.
        Stichworte Zitronenlimonade, Geistesschwäche, ich sei Marxist, solle erwachsen werden, Gulag (dieses Wort musste ich zuerst nachschlagen), und zu guter Letzt erfinden Sie auch noch „absurde Forderungen“ die ich gestellt haben soll (welche denn?) …
        Mehr als Beleidigungen, wirre Anschuldigungen und Sprüche haben Sie nicht drauf.
        Einfach unanständig.
        Tschüss

      • Sigi Neukomm sagt:

        @Stoffel
        Ich habe nicht Sie als Geistesschwach bezeichnet sondern den Marxismus. „Arbeitskraft mieten“, „Mehrwert“ (=schlecht, Ihre Implikation) sind marxistische Prämissen. Auch wenn Sie sich nicht als solchen bezeichnen, Ihre Ideen sind marxistisch.
        – „(welche denn?)“
        – ich soll den von den Arbeitern geschaffenen (bösen) Mehrwert aus irgeneinem Grund mit Ihnen teilen
        – ich soll keine Arbeitskräfte „mieten“
        Ihre Beleidigungen (ich sei Profitgierig, solle doch eine Selbsthilfegruppe aufsuchen), Ihre wirren Anschuldigungen (ich würde meine Arbeiter ausbeuten weil ich ihnen einen Lohn zahle) und Ihre Sprüche (ich wähle nur anständige Geschäftspartner aus) übersehen Sie natürlich, Sie armes Opfer……

      • Jack Stoffel sagt:

        Hilfeee! Sie habens schon wieder getan: nochmals 3 Marx-Wörter. Ihr M… hat mich mein ganzes Leben lang nie einen feuchten Kehricht interessiert. Werfen Sie den endlich über Bord! Und wo, bitte, steht in meinen Texten, Sie beuten Ihre Arbeitskräfte aus oder Mehrwert sei böse oder Sie sollten keine Arbeitskräfte mieten? Und hä, Sie sind nicht profitgierig? Ich schon! Ich muss nämlich von irgendwas meine Rechnungen bezahlen…
        Und „selpfetürli“ teilen Sie den Mehrwert mit Ihren Mitarbeitern; wovon bezahlen Sie denn die Löhne?
        Schönen Sonntag noch; und nun lassen Sie mich in Ruhe, bitte.

    • Sportpapi sagt:

      Hm. Niemand zwingt Sie, in diesem Sandkasten zu sitzen. Vielleicht finden Sie ja einen anderen, in dem Sie spielen dürfen, ohne Gegenleistung…

      • Sigi Neukomm sagt:

        Das heisst, Sie wollen mir vorschreiben in welchem Sandkasten ich sitzen darf, auch wenn es der einzige ist in dem sitzen darf weil ich so ein Papier habe, dass sagt, dass ich zu diesem Sandkasten gehöre? Merkwürdig….ich würde ja schon teilen, möchte aber lieber selber bestimmen mit wem, darf das aber aus irgeneinem Grund nicht.

      • Sportpapi sagt:

        Von mir aus dürfen Sie spielen, wo immer Sie möchten. Von mir aus braucht es auch diese Papiere nicht, die Ihnen sagen, wo Sie hingehören, und wer da sein darf, und wer nicht. Einverstanden?
        Aber so hat halt jeder Sandkasten seine Regeln, und als Mitbesitzer dürfen Sie sogar über diese Regeln mitbestimmen. Und für ihre Steuern bekommen Sie sogar eine Gegenleistung – den schön gepflegten Sand und z.B. Schutz, so dass die anderen Kinder Ihnen nicht einfach Ihr Eigentum wegnehmen können…

      • Sigi Neukomm sagt:

        Ich verstehe das schon, nur, ich möchte wirklich lieber selber bestimmen mit wem ich teile und mir das nicht vorschreiben lassen. Regeln hin oder her, ich habe diesen Regeln nie zugestimmt, wurde nie gefragt, eine Wahl hätte ich sowieso nicht gehabt.
        Da ich stärker bin als die anderen Kinder brauche ich auch den Schutz des Sandkastenaufsehers nicht, kann ich selber, sonst habe ich auch noch ein paar starke Freunde die mir helfen würden, wenn ich mit ihnen teile. Einen gepflegten Sand brauche ich auch nicht, entspricht nicht meinen Vorstellungen. Und wenn ich das will kann ich den Sand sieben und glätten lassen von jemandem den ich dann dafür mit meinen Spielsachen spielen lasse.

      • Sportpapi sagt:

        Also, gehen Sie dahin und bauen Sie Ihren eigenen Sandkasten. Irgendwo wird es für Sie schon noch einen Flecken Land übrig haben, in dem Sie tun und lassen können, was Sie möchten.

      • Sigi Neukomm sagt:

        Nun ja, Sie wissen so gut wie ich, dass das nicht geht. Alle Sandkasten sind bereits besetzt, alle verlangen auch ein Papier. Ausserdem ist das MEIN Sandkasten, in MEINER Siedlung. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich das Recht habe in anderen Sandkästen zu spielen, ich respektiere, dass die anderen Sandkästen anderen gehören, stelle das nicht in Frage. Was soll’s nun sein? Muss man Kindern beibrigen: Du musst teilen wenn ein stärkerer mit einem spitzen Stock kommt und dich mit Gewalt zwingt, oder soll man beibringen, dass man sich aussuchen kann mit wem man teilt und wieviel?

      • Sportpapi sagt:

        Man soll den Kinder beibringen, sich an die Regeln zu halten, die da herrschen, wo sie sich aufhalten. Ganz simpel.
        Vor allem, wenn sie über diese Regeln noch mitbestimmen dürfen.
        Und entsprechend bringt man ihnen bei, auch ihren Beitrag zum Gesamtwohl beizutragen. Zum Beispiel in Form von finanziellen Abgaben nach Leistungsfähigkeit. Oder beispielsweise in Form von persönlicher Dienstleistung (Militär).
        In der Regel werden solche Verpflichtungen aber nur eingeführt, wenn es auf freiwilliger Basis nicht funktioniert – etwas, was offenbar immer mehr der Fall ist.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Nochmals so einer, der nicht weiter als bis zur Nasenspitze sehen kann.
        Wahrscheinlich gehören sie noch zu der Mehrheit, die den Staat weit mehr kostet, als dass sie zu unserem funktionierenden Gemeinwesen beitragen.
        Es sind fast immer die Nutzniesser, die sich auch noch beschweren, dass sie etwas dazu beitragen müssen, an dem was sie alles bekommen.
        Ja, ja unsere Superpatrioten – leider ist es dann meist nicht weit her, dass sie praktisch unser Gemeinwesen stützen…

      • Sigi Neukomm sagt:

        Es ist eben nicht so simpel. Ich kann mir eben nicht aussuchen wo ich spielen will/darf. Ob ich theoretisch die Möglichkeit habe die Regeln mitzubestimmen ist in diesem Fall irrelevant.
        Ich höre immer „Gesamtwohl“, ein sehr abstrakter Begriff, kann ich nichts damit anfangen weil mich die „Gesamtheit“ nicht interessiert, mich ihr nicht zugehörig fühle weil ich nicht selber bestimmen kann wer da dazugehört.
        Und wie gesagt, ich bin schon bereit zu teilen, für Militär zb, möchte das aber selber bestimmen.
        Der Grund warum es nicht (mehr) freiwillig funktioniert ist, nachweislichermassen, eben genau der weil man nicht mehr selber bestimmen kann. Die Bereitschaft zu freiwilliger Hilfe war immer grösser wenn man nicht gezwungen wurde. Ich besitze übrigens keine Superyacht.

      • Sportpapi sagt:

        „Der Grund warum es nicht (mehr) freiwillig funktioniert ist, nachweislichermassen, eben genau der weil man nicht mehr selber bestimmen kann.“
        Aha. Mal eben schnell Ursache und Wirkung vertauschen? Ich weiss schon, lieber Mäzenatentum als Verpflichtung?
        Ansonsten: Muss ja nicht jeder mit Demokratie umgehen können. Aber auch hier: es gibt andere Länder, in denen man leben könnte…

      • Sigi Neukomm sagt:

        @RoXY
        Das würde Ihnen so passen, nicht? Weit gefehlt. Als (Klein-) Unternehmer habe ich weit mehr beigetragen als die Meisten in diesem Land. Arbeitsplätze, Ausbildungsplätze, Steuern auf Gewinn und den Löhnen die ich ausbezahlt habe, MwSt, Mieten, Waren und Dienstleistungen die ich gekauft habe und andere Löhne damit finanziere usw und fort. Ausserdem engagiere ich mich unentgeltlich in Sportvereinen (ja, Mehrzahl) für Kinder und Jugendliche, unterstütze einige Vereine finanziell, organisiere für Nachbarskinder Freizeitaktivitäten von Grillnachmittagen bis Märlitram. Das alles ohne, dass mir der Stast eine Pistole an den Kopf hält. Your turn.

      • Susi sagt:

        @Sigi Neukomm:
        Haben Sie schon wieder „fun“?
        Wenig aufregend, Ihre monothematischen Ergüsse. Einseitigkeit und Häme ist unsexy.
        Tscha.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Sigi Neukomm

        Benutzen Sie Strassen? Besuchen Ihre Kinder die Schule?

        Ja? Also benutzen Sie ja den Sandkasten und haben Ihr Scherflein beizutragen. Was stört Sie genau?

      • Sigi Neukomm sagt:

        @Susi
        Ja, und es ist nicht meine Absicht auf Sie sexy zu wirken.
        @TvS
        – Strassen
        Ja, und ich habe dafür mehr bezahlt als Sie. Ich bin auch Mitbesitzer einer Privatstrasse, die wurde ohne Staat gebaut, wird ohne Staat repariert und auch der Schnee ist immer geräumt. Your Point exactly?
        – Schule
        Muss ich, der Staat zwingt mich dazu mit der Drohung mir meine Kinder wegzunehmen wenn ich sie nicht dorthin schicke um sie gehirnwaschen lassen damit sie zu human resources für die Wirtschaft zurechtgebogen werden. Hätte ich die Wahl, hätten ich meine Kinder nie in diese Gehirnwaschanstalt gehen lassen. Es gibt andere Möglichkeiten.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Ich kenne ja viele Unternehmer, aber nicht einen der seine Zeit im MB oder anderen Foren verblödelt … dafür hat ein Unternehmer eigentlich keine Zeit

        Aber falls Sie tatsächlich viel Geld verdient haben in der Schweiz, dann seien sie doch dankbar, dass Sie in einem Land leben durften, welches ihnen dieses ermöglichte und das gleichzeitig so sicher ist, dass Sie den Wohlstand auch noch in Frieden geniessen können.
        (Natürlich kann man immer darüber diskutieren, wie die Verwaltung effizienter werden kann. Aber eine Grundsatzdiskussion über Notwendigkeit von Steuern führen echt nur Menschen, deren Rädchen nur bis zur Nasenspitze drehen.)

      • Susi sagt:

        @Sigi Neukomm:
        Wie Sie auf mich wirken, ist tatsächlich völlig belanglos, sei das nun unsexy oder freudlos.
        Aber etwas mehr Differenzierung wäre schön für alle Beteiligten; vielleicht hätten Sie dann ja noch mehr fun.

      • Susi sagt:

        @RoXY: „Wahrscheinlich gehören sie noch zu der Mehrheit, die den Staat weit mehr kostet, als dass sie zu unserem funktionierenden Gemeinwesen beitragen. Es sind fast immer die Nutzniesser, die sich auch noch beschweren, dass sie etwas dazu beitragen müssen, an dem was sie alles bekommen.“

        Das hat sicher was…

      • Sigi Neukomm sagt:

        @Susi
        Sehen Sie, ich habe die Schlussfolgerung der Autorin (die hier ja mehrheitlich, auch von mir, unterstütz wird) auf ein anderes Level gehoben.
        Die Prämisse ist dieselbe, soll Teilen freiwillig sein? Wie weit soll das gehen? Gibt es verschiedenen Arten von Teilen? Der Vergleich hinkt in keinster Weise.
        Spielzeug zu teilen hat auch weitere Implikationen: Wird der andere wieder mit mir spielen wenn ich nicht teile? Hat das Teilen vielleicht noch andere Vorteile? Soll es gesellschftliche zwänge geben seine Sachen zu teilen?
        Lustigerweise hat das dann kollektive kognitive Dissonanz ausgelöst. Wir sehen an diesem Beispiel 1:1 wie heuchlerisch viele Menschen sind und die double standards die offensichtlich als ganz normal gelten.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Sigi Neukomm

        Schön dass Sie wissen, wieviel Steuern ich bezahle, oder wie gross oder klein mein Beitrag zum Allgemeinwohl ist.

        Was Ihre Privatstrasse angeht: schenken Sie diese doch einfach der Gemeinde. Haben meine Schwiegereltern auch so gemacht und nun müssen wir nicht auch noch vor 7 h Schnee räumen für den Schulbus.

      • Sigi Neukomm sagt:

        @RoXY
        Sie kennen viele Unternehmer? Ich bezweifle das jetzt einfach mal.
        Ich mache das nicht erst seit gestern, ich habe Geschäftsführer eingestellt weil ich lieber die paar Jahre wenn die Kinder klein sind mit ihnen verbringen möchte als am Arbeitsplatz, momentan nur etwa 20% der Zeit. Ich habe genug Geld verdient um nicht mehr Arbeiten zu müssen, ich mache nur noch was mir Spass macht. Ich bin auch ziemlich bescheiden und brauche nicht viel Materielles, habe kein eigenes Auto mehr, 3x ferien im Ausland usw.
        Ich kritisiere das Funktionieren unserer Wirtschaft, die Ausbeutung der Resourcen usw. Ich sehen da einen Zusammenhang zwischen wie der Staat funktioniert und damit die Wirtschaft. Wenn Sie etwas in der Funktion der Wirtschaft verändern wollen, müssen Sie auch den Staat verändern.

      • Sportpapi sagt:

        @Sigi Neukomm: Irgendwie bin ich in diesem Fall doch froh um den Schulzwang…

      • Susi sagt:

        @S.N.: „Hätte ich die Wahl, hätten ich meine Kinder nie in diese Gehirnwaschanstalt gehen lassen. Es gibt andere Möglichkeiten.“

        Diese Wahl besteht ja: Homeschooling.

      • Sigi Neukomm sagt:

        @Spp
        Genau, viel besser alle zu Hünern zu machen auch wenn sie eigentlich Enten sind. Hurra wir dürfen in die Hünerformungsfabrik!
        @Susi
        Sie wissen schon welche absurden DInge dann verlangt werden? Es ist praktisch unmöglich. Und der Staat verlangt trotzdem, dass derselbe Schulstoff (mMn 80% absolut überflüssig) vermittelt wird. Ich habe mich schon informiert. Und ja, ich kenne Leute (4 um genau zu sein) die in den USA homeschooled wurden, haben heute alle Abschlüsse von Ivy-League Unis.

      • Sigi Neukomm sagt:

        @Spp
        Zusätzlich, Sie wissen schon wer unser Schulsystem erfunden hat und was die Ansicht dahinter war? Ja? Ok, jetzt wissen Sie ja was die Aufgabe der Volksschule ist. Nein, nicht die Vermittlung von Wissen, sondern die Sozialisierung zu einem ganz bestimmten Zweck in eine ganz bestimmte Richtung. Und nein, dieser Zweck ist nicht, den Kindern die Möglichkeit zu geben sich zu selbstständig denkenden, unabhängigen und kreativen Mensch zu entwickeln, weit gefehlt. Lesen Sie was die Absicht dahinter ist. Lesen Sie doch auch den LP21, ich weiss ist 500+ Seiten und mühsam, ist aber sehr erleuchtend wenn nicht downright beängstigend.

      • Jack Stoffel sagt:

        „Als (Klein-) Unternehmer habe ich weit mehr beigetragen als die Meisten in diesem Land. Arbeitsplätze, Ausbildungsplätze, Steuern auf Gewinn und den Löhnen die ich ausbezahlt habe, MwSt, Mieten, Waren und Dienstleistungen…“
        1. Wie so viele Unternehmer „vergessen“ Sie, dass Sie nur deswegen reich sind, weil andere für Ihr Portemonnaie Mehrwert schaffen. Blöderweise müssen Sie dafür Löhne zahlen; aber das ist kein Akt der Nächstenliebe, sondern entspringt Ihrer Profitgier.
        2. Ihr Egoismus ist mir zu riskant. Sollte sich herausstellen, dass ich geschäftlich mit Ihnen zu tun habe, müsste ich die Zusammenarbeit beenden.
        3. Sollten Sie mal ebenso tief fallen, wie sie derzeit hoch fliegen: Auf wessen Hilfe wären Sie dann angewiesen? Denken Sie mal scharf nach…

      • Sigi Neukomm sagt:

        @Stoffel
        „Denken Sie mal scharf nach…“
        Ok, ich versuche das mal….

        1. Marxistischer Blödsinn der an Geistesschwäche grenzt, zeugt davon wie wenig Sie vom Geschäftemachen IRL verstehen.

        2. Schön der Kapitalismus, nicht? Sie dürfen wählen wem Sie Ihr Geld geben und werden von niemandem dazu gezwungen es mir geben zu müssen. (Fast) Perfektes System!

        3. Auf die (privaten) Versicherungen in die ich mein Leben lang bezahlt habe vielleicht? Die private Altersvorsorge, die anderen privaten Institutionen die ein Teil meines Geldes verwalten, die private Krankenversicherung, meine Familie?

        Sorry, aber Ihre 3 Punkte waren jetzt ziemlich lahm und ich musste mich nicht einmal anstrengen. Nochmals einen Versuch wagen? Dieses Mal aber ein wenig mehr Effort bitte.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Ja Sigi, es gibt schon solche „Unternehmer“, welche die Schweizerzeit abboniert haben, sich selbst für das Gelbe vom Ei halten und nichts anderes tun können, als über alles und jeden abzulästern. Meist aber sind das Kleinstbetriebe, die kaum Arbeitsplätze geschaffen haben. Aber einen Unternehmer, der lieber in Foren a la MB Endlosbeiträge schreibt, anstatt seinem Geschäft nachzugehen, das ist schon sehr unüblich.
        Aber nach ihrer Beschreibung scheine ich doch damit Recht zu haben, dass sie nicht allzuviel Steuern bezahlen.
        Ihr Easypeacy-Leben können Sie sich nur leisten, weil Sie in einem Land leben, in dem alles so wunderbar funktioniert.

      • Susi sagt:

        @Sigi: „Sehen Sie, ich habe die Schlussfolgerung der Autorin (die hier ja mehrheitlich, auch von mir, unterstütz wird) auf ein anderes Level gehoben.“

        „Gesenkt“ wäre passender als „gehoben“.
        Ich rede von etwas anderem: Bei Ihren Kommentaren geht es stets (!) darum, etwas/jemanden massiv abzuwerten und sich selbst aufzuplustern. (Zählen Sie doch mal die Beiträge, in welchen Sie Ihre Sandkasten-Steuern-Vergleichsnummer abziehen.)
        Was ich mit „undifferenziert“ meine: Sie sind offensichtlich völlig unfähig zum geringsten Perspektivenwechsel. Aber eben, dazu bräuchte es Empathiefähigkeit, und ich sage bereits an anderer Stelle, dass das eine Kompetenzfrage ist.

      • Sportpapi sagt:

        @Neukomm: Also auf der einen Seite heisst es immer, die Schule sei links. Auf der anderen Seite verweisen Sie auf Sinn und Zweck der Schule bei Einführung des Obligatoriums, also zu Zeiten, da es dieses „Links“ noch gar nicht gab? Was denn nun?
        Natürlich ist es möglich, Homeschooling zu machen. Wenn man Zeit hat. Und natürlich geht das 1:1 sehr viel intensiver, so dass man weniger Zeit braucht als die Volksschule. Oder sehr viel weiter kommt. Auf der anderen Seite ist es gut, dass man hier eine Aufsicht hat. Und nicht jeder Spin ner seine Kinder auch noch selber unterrichten darf.
        Den Lehrplan habe ich übrigens intensiv studiert, wenn auch nicht alle Seiten. Dafür ganz viel zu den Grundlagen dazu. Was ist das Problem?

      • Sigi Neukomm sagt:

        @Spp
        Kollektivismus gab’s schon viel früher als „links“, links ist eine weitere Form dessen. Faschisten und Kommunisten sind gleichermassen Kollektivisten, sprich, das Volk-die Rasse-das Proletariat-der Staat usw steht über dem Individuum.
        Homeschooling ist theoretisch möglich, praktisch ist es für normalsterbliche nicht. Glauben Sie mir, ich habe das versucht.
        – LP21
        Kurz, Föderalisierung, „Kompetenzen“, die Andeutungen zu Genderblödsinn.
        Aber, recherchieren Sie wer die Grundlagen des LP21 entwickelt. Nicht ganz einfach und dauert, man findet aber alle Leute über einige Ecken. Die Jacobs- und Bertelsmann-Stiftungen haben das meiste davon finanziert.Ist es Ihnen wohl, dabei wenn der grösste Medienkonzern Europas (indirekt) für das Schulsystem verantwortlich ist?

      • Sigi Neukomm sagt:

        @Spp
        Ich will die Volksschule ja nicht verbieten, ich will lediglich nicht dazu gezwungen werden und nur dafür bezahlen wenn ich die Leistung auch in Anspruch nehme. Ob ein paar Spinner ihre Kinder selber unterrichten ist nicht so massgebend. Alles hat Schattenseiten, auch heute gibt es extrem inkompetente Volksschullehrer die mehr kaputtmachen als sie helfen. Kenne persönlich ein solches Beispiel in Wipkingen das immer noch unterrichtet weil gewählt und damit unkündbar. Der Nutzen würde den Schaden überwiegen. Ich hatte Glück, die Lehrer meiner Kinder sind eher konservativ und sehen grosse Teile des Schulstoffs auch eher kritisch. Mal schauen was danach kommt.

      • Sportpapi sagt:

        Es gibt unkündbare Lehrer? Ah ja?

      • Sigi Neukomm sagt:

        Nicht so absolut wie in DE aber praktisch ist es fast unmöglich einen gewählten Lehrer zu entlassen wenn er nicht gerade Schüler missbraucht hat oder sich im Klassenzimmer einen Schuss setzt. Wussten Sie das nicht?

      • Nala sagt:

        Sigi, Sie sollten dringend „Das Kapital“ von Marx lesen und *verstehen*. Marxismus ist bei weitem nicht das, was sie hier von anprangern. Herrje, noch so ein Unwissender.

      • Sigi Neukomm sagt:

        @Nala
        Ich versteh das schon. Wissen Sie, Fussball ist auch nicht mehr gleich wie damals als er erfunden wurde. Daselbe gilt für Marx‘ philosophisches Handbuch „Anleitung zum Massenmord und Genozid“ aka „Wie ich es geschafft habe nie zu arbeiten und mir mein Leben von Kapitalisten finanzieren liess“ aka „Wie zerstöre ich die westliche Zivilisation für Dummies“ aka „Das Kapital“. Der Urbösewicht ist aber zugegebenermassen Hegel, ohne Hegel kein Marx.

  • 13 sagt:

    Das Problem wird ja nicht einfach das Beispiel gewesen sein, sondern dass ihre Aussage so absolut rüberkam. Natürlich war es legitim, dass der Junge in dieser speziellen Situation seine Figuren nicht einfach abgeben wollte. Andere Situationen sind aber auch anders zu bewerten. Würden Erwachsene bei einem friedlichen Zusammensitzen eine Tafel Schokolade hervor nehmen und essen, ohne den anderen etwas anzubieten? Kaum, da wird schon ein gewisses Teilen erwartet. Dies umso mehr, wenn die Situation z. Bsp. bei jemanden zu Hause ist. Ich stelle mir vor, ich lade meine Freundin zum Kaffee trinken ein und erkläre dann, sie dürfte sicher nicht eine meiner Tassen brauchen. Die Lieblingstasse muss ich ihr nicht geben, aber gar keine? Schwarz-weiss funktioniert einfach selten.

    • Röschu sagt:

      Die Freundin haben Sie aber wohl freiwillig zu sich eingeladen und damit eine spezifische Situation geschaffen. Sie könnten auch auf die Einladung verzichten und wären dann nicht mehr ‚verpflichtet‘ Ihre Tassen mit ihr zu teilen.

      • 13 sagt:

        Genau das meinte ich. Wenn eine Mutter sagt: „mein Kind muss nicht teilen!“, dann tönt es nach: „mein Kind muss nie irgendetwas teilen“, was zur Empörung führt. Wenn man das etwas ausführt und relativiert, sieht es etwas anders aus. Ich entscheide je nach Situation, ob ich meine Kinder zum teilen auffordere oder nicht.

      • Susi sagt:

        @13: „Wenn eine Mutter sagt: „mein Kind muss nicht teilen!“, dann tönt es nach: „mein Kind muss nie irgendetwas teilen“, was zur Empörung führt.“

        Genau so habe ich es zuerst auch verstanden. Aber in jener Situation waren es ja fremde Kinder.
        Ich erinnere mich grad, dass ich damals alle Sandkasten-Spielsachen anschrieb und sie vorher abzählte. Andere Kinder bedienten sich und es kam tatsächlich mehrmals vor, dass dann eine Mutter unser Förmli einpackte und es nicht mehr herausrücken wollte, als ich sagte, wir hätten es aber angeschrieben. Weil sowas so häufig passierte, wurde ich mit der Zeit zur völlig unentspannten Sandkastenförmlifurie, uiuiui, wie bünzlig! 🙂

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ 13 und Susi

        Genau: es ist der Titel, der mich ebenfalls sehr irtitiert hat.

        Natürlich MUSS mein Kind teilen, aber nicht immer und überall und auch nicht mit jedem.

      • 13 sagt:

        @ Susi
        Ja, darum habe ich auch geschrieben, dass es in dieser speziellen Situation legitim war, nicht zu teilen. Damit habe ich auch kein Problem. Wenn Sie aber nach diesem einen Vorfall in die Welt rausgeht und verkündet: „Mein Kind muss nicht teilen!“, dann hat das wenig mit der eigentlichen Situation zu tun.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Susi

        Dann bin ich aber froh, dass ich nicht die Einzige bin, der sowas passiert.

        Ich war auch schon am Zusammenpacken und habe eine Mutter um die Rückgabe von Spielzeug gebeten, worauf diese mich fragte, wie mein Kind heisse und den angeschriebenen Namen auf dem Gegenstand inspizierte…. Da war ich dann schon etwas baff, ob der Dreistheit dieser „Dame“..

      • Susi sagt:

        @Tamar: Sind Sie sich auch so blöd vorgekommen beim Einfordern der Sachen?
        🙂

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Susi

        Von selber bin ich mir nicht blöd vorgekommen (es waren ja unsere Sachen), aber von den „Dieben“ bekommt man schon den Eindruck angedrückt, dass ich mir blöd hätte vorkommen müssen. Es ist ja auch irgrndwie frech, dass man seine Sachen behalten möchte.

        Im Nachhinein hätte ich diese Dame dazu auffordern sollen, mir ihren Autoschlüssel zu geben…… als Gegenleistung

  • Carlita sagt:

    Früher regelten die Kinder solche Angelegenheiten unter sich und lernten dabei viel bezl. Sozialverhslten. Schade, dass dies heute kaum mehr möglich ist.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Aha alleine: in dem amerikanischem Beispiel waren 6 gegen 1. Ist das auch Ihr Rezept bei Mobbing? Dass sich das Opfer alleine wehren soll? Tja, dann soll man Mobbingopfern doch einfach eine Schusswaffe mitgeben um das „selber“ zz regeln.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Carlita
      kommt wohl darauf an wo und wie dieses „früher“ spielte, ich habe nicht den Eindruck dass „solche Angelegenheiten“ bezüglich Sozialverhalten immer und überall besonders demokratisch geregelt worden sind, viele werden gelernt haben dass der mit den kräftigsten Oberarmen, der einflussreichsten Gruppe im Rücken, gewinnt.

  • Katharina I sagt:

    Ich musste bei den Kommentaren und der Geschichte an die Politk denken. Im grossen Welttheater werden solche Dinge nämlich ganz anders abgehandelt. Da wird dem Bub sein Spielzeug legal entrissen und er wird hart bestraft, weil er seinen Reichtum nicht teilen wollte. Bleibt die Frage, welche Sichtweise und Erziehung sein künftiges Leben erfolgreicher macht: Das unbedingte Bewahren des Besitzes oder das klaglose Freigeben desselben, wenn er eingefordert wird.

    • Sportpapi sagt:

      „Da wird dem Bub sein Spielzeug legal entrissen und er wird hart bestraft, weil er seinen Reichtum nicht teilen wollte.“
      Wo findet das statt?

      • Katharina I sagt:

        Bei den Steuern zum Beispiel, oder auch, wenn es darum geht, wer die Ausbeute einstecken darf im Falle von reichen Ölvorkommen. Gut, illegal wird dem Bub sein Reichtum natürlich ebenfalls entrissen werden.
        Was die Steuern angeht, ich bin nicht für die Abschaffung der Abgaben, damit wir uns richtig verstehen. Aber Steuern sind legal verordnetes Teilen. Wenn Sie Ihr Kind nun dazu erziehen, dass es seinen Besitz unbedingt verteidigen muss, kann das schwierig werden. Wenn es umgekehrt seinen Reichtum mit allen teilen will, ebenfalls. 🙂

      • Reincarnation of XY sagt:

        Aber, aber Katharina I – Steuern sind nicht das Prinzip „teilen“, sondern das Prinzip „gemeinsame Finanzierung“.
        Ich bekomme Infrastruktur, Sicherheit, Bildung etc. und beteilige mich an den Kosten. Es gib natürlich Menschen, die nur bis zur Nasenspitze sehen können, denen das nicht bewusst ist.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Katharina

        Verwechseln Sie nicht 2 verschiedene paar Schuhe? Steuern bezahle ich, um meine Kinder in die Schule schicken zu können und Strassen benutzen zu dürfen. Über mein restliches Einkommen/Besitz bestimme ich aber gerne selber.

      • Katharina I sagt:

        @Reincarnation und Co: Ich sagte ja, ich habe nichts gegen Steuern. Ich habe auch nichts gegen das Solidaritätsprinzip. Aber Steuern sind technisch gesehen nun einmal genau das: verordnetes Teilen. Wenn es das nicht gäbe, würde die Gesellschaft wohl aus sehr reichen und sehr armen Menschen bestehen. Mit allen sozialen Spannungen. Offenbar sind Ihnen die Steuern schon so in Fleisch und Blut übergegangen bzw. als Tatsache beigebracht worden, liebe Tamar, dass Sie den Betrag gar nicht mehr als Ihren Besitz wahrnehmen… Jedenfalls, das, was man in der Kindheit über das Teilen lernt, beeinflusst später das eigene Leben und das der anderen. Was wollen Sie Ihren Kindern beibringen?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Katharina

        Hmm…. irgendwie stört es mich schon, dass ich mir die Steuern vom Mund absparen muss, aber ich kann ja schlecht mit einer Knarre bei der Steuertante auftauchen und sie davon überzeugen, dass ich keine Lust dazu habe, diese zu bezahlen. Im Grunde genommen sehe ich ja den Nutzen von Steuern auch ein, was bei einem Strassenräuber, der die Frechheit besitzt, mein Auto zu stehlen nicht ganz der Fall ist.

        Ob der Steuerbetrag mein Besitz ist? Nur bis zum bezahlen der Steuerrechnung. Miete muss man ja auch bezahlen.

      • Reincarnation of XY sagt:

        nein ist es eben nicht. Es ist „wir bauen eine Strasse und jeder gibt sein Scherflein dazu. Weil sowohl der Reiche, wie auch der Arme profitieren von der Strasse.“
        Es ist nicht teilen, sondern gemeinsam etwas bauen, von dem alle etwas haben. Wer meint, er gebe etwas ab (teilen) ist sich eben nicht bewusst, was er alles bekommt und bereits bekommen hat, Tag für Tag. Wohnen Sie mal in einem Staat mit kaputten Strassen, korrupten Ärzten, Lehrern, Polizisten, wo einfach nichts funktioniert. Dann erst merken sie dass sie von unserem Gemeinwesen sehr viel bekommen.

  • Barbara sagt:

    Ja genau: Nein!
    (ein Nein ist manchmal wichtig, aber für den anderen nicht immer leicht zu akzeptieren – das nennt man Frustrationstoleranz)

  • Ulrich Gassner sagt:

    „…. und seither geht ihr Posting viral.“

    Müssen wir uns mit solchen sprachlichen Exkrementen, solchen stilistischen Verbrechen auch in den vermeintlichen Qualitätsmedien künftig einfach abfinden?

    • Susi sagt:

      Ja, Herr Gassner, die Sprache wandelt sich, damit müssen wir uns schon seit Jahrtausenden abfinden.

      Deutsch vor rund 800 Jahren:

      Dû bist mîn, ich bin dîn.
      des solt dû gewis sîn.
      dû bist beslozzen
      in mînem herzen,
      verlorn ist das sluzzelîn:
      dû muost ouch immêr darinne sîn.

      oder

      Gedaehte mans ze guote niht,
      von dem der werlde guot geschiht,
      sô waere ez allez alse niht,
      swaz guotes in der werlde geschiht.

      • Carlita sagt:

        Susi, you made my day! ☺

      • Ulrich Gassner sagt:

        Sie meinen, wir könnten uns bald auf den ersten denglischen Poesieband gefasst machen? 😉

      • Susi sagt:

        @Carlita: Ich lache auch immer ab dem Wort „sluzzelin“! 😀

      • Susi sagt:

        @U.G. Ja! Früher waren sich D & E ja sowieso noch viel näher! 8. Jh.:

        E:
        Hwæt! Wé Gárdena in géardagum
        þéodcyninga þrym gefrúnon·
        hú ðá æþelingas ellen fremedon.
        Oft Scyld Scéfing sceaþena þréatum
        monegum maégþum meodosetla oftéah·
        egsode Eorle syððan aérest wearð
        féasceaft funden hé þæs frófre gebád·
        wéox under wolcnum weorðmyndum þáh
        oð þæt him aéghwylc þára ymbsittendra
        (Beowulf)

        D:
        Dat gafregin ih mit firahim firiuuizzo meista,
        dat ero ni uuas noh ûfhimil,
        noh paum nihheinîg noh pereg ni uuas,
        ni suigli sterro nohheinîg no
        (Wessobrunner Gebet)

    • Cybot sagt:

      Das nennt sich „mit der Zeit gehen“. Sollten Sie mal googeln. Klar könnte man das vielleicht anders ausdrücken, dafür bräuchte man aber ein Vielfachens an Worten und die Aussage wäre nicht halb so klar. So funktioniert Sprache nun einmal: Wenn neue Dinge oder Phänomene entstehen, entstehen auch neue Begriffe dafür.

  • tina sagt:

    na logisch muss man nicht alles mit jedem teilen, nicht? dass man solche dinge diskutieren muss? hier ging es sowieso nicht um teilen sondern um ausleihen. kinder, die gern mit dem spielzeug eines anderen spielen wollen und darum bitten als übergriffig zu bezeichnen finde ich schwer fragwürdig. man kriegt im kopf ein bild von einer bande, die grimmig dreinschaut und die ärmel hochkrempelt

    • Carlita sagt:

      Nein, wenn sie es dem Kleinen quasi aus der Hand reissen kann man das Wort ruhig gebrauchen. Einfach nicht zu ernst nehmen. Das sind kleine Kinder! Wenn die später mal lesen wie ihr Verhalten von den Erwachsenen seziert wird, lachen die sich tot.

    • Lichtblau sagt:

      @Tina: Stimmt, genau so eine rabiate Kindergang hab ich mir vorgestellt ;-). Und dann musste ich auch noch „Transformer als Spielzeug“ googeln (der von meiner Tochter steht seit Jahren auf einem kleinen Regal im Klo). Aber da die Dinger sind ja alles andere als unkaputtbar sind, ist das mit dem Teilen vielleicht etwas komplizierter, als wenn die rustikale Holzente verlangt wird?

  • Susi sagt:

    Natürlich sollte niemand gezwungen werden zum Teilen, der gesunde Menschenverstand zeigt einem sicher einen Mittelweg auf.

    Mich stört eher der Umgang der Mutter mit den sozialen Medien. Sie hat ihr FB-Account offen ist bemüht, diese Geschichte über ihren Sohn zu verbreiten (mehrfache Postings), der fortan berühmt ist als „Carson Kolberg, der nicht teilen muss“. Sogar bei uns, inkl. Foto.
    Aber das kann man ja sehen, wie man will.

  • Martin Frey sagt:

    Eine köstliche, sehr typische Geschichte, sehe Sie buchstäblich vor dem geistigen Auge. Jemand hat etwas und ist auch ein Stück berechtigterweise stolz darauf. Kaum sehen das andere, fordern sie es nachgerade ultimativ ein. Obwohl sie ihn weder kennen noch ohne diesen Gegenstand wohl je beachten würden. Auf das völlig berechtigte Beharren auf die Eigentumsrechte wird pikiert, ungnädig bis aggressiv reagiert. Eltern drängen auf scheinheilige Suggestivfragen à la „gell du willst doch sicher teilen?!“ Und können mit einer ehrlichen Antwort wohl noch weniger leben als die Kinder. Der soziale Druck steigt, und der Junge, der sich eigentlich nur an seinem Eigentum erfreuen wollte, wird im Handumdrehen zum Aussätzigen dieses Mikrokosmos. Bis er den Druck nicht mehr aushält.

    • Martin Frey sagt:

      Was lernt man aus solchen Geschichten, die nachgerade ein Fanal fürs zukünftige Erwachsenenleben darstellen:
      – Gefälligkeiten kann man nicht einfordern.
      – Wenn jemand eine Bitte ausschlägt ist das legitim.
      – Wenn man eine Frage stellt, muss man mit der Antwort leben können.
      -Erzwungene Solidarität/Nächstenliebe/Respekt/was auch immer ist nichts wert. Für beide Seiten. Ob in den USA, Therwil oder sonstwo.
      -Eigentumsrechte gehören respektiert. Alles andere ist illegitim und stört den den sozialen Frieden. Auch wenn breite Kreise das anders sehen mögen.
      – Haltung zeigen und für seine Rechte und Werte einstehen ist wichtig. Wir gewinnen damit zwar Anfeindungen anstatt einem scheinheiligen feuchten Klaps auf die Schulter, aber nur so haben wir Selbstachtung und Respekt.

      • Martin Frey sagt:

        Noch als letztes für die, die jetzt „asozial“ und „Egoismus“ schreien mögen. Kinder teilen irgendwann schon, zumindest gemäss eigener Erfahrung. Aber das muss aus freien Stücken passieren, der eigene Willen muss dabei respektiert werden.
        Wie sollen wir unseren Kindern ansonsten beibringen, dass ihr „Nein“ eine Bedeutung hat?

      • mila sagt:

        Stimme vollumfänglich zu! Und würde vermuten, dass ’suggestiv‘ eingefordertes bis handfest erzwungenes Teilen wohl eher den kontraproduktiven Effekt hat, also tendeziell hab-gierige(re) Erwachsene produziert…

        Man kann sich natürlich fragen, ob eine derartige Plattform-Darstellung des eigenen Kindes von Vorteil ist. Aber das Thema als solches ist absolut diskussionswürdig, auch im Zusammenhang mit anderen von Kindern früh einverlangten (an-dressierten) Gesten. Selbstredend kann man offen fragen, ob das Klnd teilen möchte. Ein momentanes Nein sollte jedoch immer respektiert werden. Am eigenen Beispiel (Vorbild) des Gebens (und Nehmens) werden Kinder alles lernen, was es an sozialen Interaktionen zu lernen gibt. Zum gegenenen Zeitpunkt der dafür erworbenen Reife.

      • Susi sagt:

        Ich stimme MF auch zu!

        „Nein“ sagen können, ist etwas sehr Wichtiges, ich musste mir das auch erst später bewusst „antrainieren“, weil ich es als Kind nicht gelernt hatte.

        @mila: „Aber das Thema als solches ist absolut diskussionswürdig, auch im Zusammenhang mit anderen von Kindern früh einverlangten (an-dressierten) Gesten.“
        Genau. „Respekt und Anstand“ haben für mich nicht viel mit einstudierten, leeren Pflicht-Höflichkeitsformeln zu tun, sondern mit Empathie und der damit verbundenen Rücksicht. Wenn einem aber diese Kompetenz fehlt, (und ich glaube, dass es oft tatsächlich eine Kompetenzfrage ist, nicht eine Willensfrage), dann muss man vielleicht wohl oder übel auf Formeln ausweichen, das ist mir auch klar.

      • Sportpapi sagt:

        Hm. Diese Lehrprozesse sehe ich eher nicht.
        – Gefälligkeiten kann man nicht einfordern: Doch, natürlich. Das heisst nicht, dass man sie bekommt…
        – Eine Bitte ausschlagen ist legitim. Und trotzdem nicht immer richtig.
        – Wer hat eine Frage gestellt?
        – Erzwungene Solidarität (?). Etwas gar weit übers Ziel geschossen, oder?
        – Eigentumsrechte gehören respektiert. Vor allem, wenn diese wie hier, unzweifelhaft rechtmässig sind. Welche „breiten Kreise“ sehe das anders? Da bin ich jetzt wirklich überfragt!
        – Haltung zeigen und für seine Rechte einstehen? Das ist das „mir, mir, mir“ auf dem Spielplatz? Oder geht es um die Mutter, die sich mit einer Spielplatzgeschichte, die im kleinen Kreis zu klären wäre, globale Bekanntheit verschafft? Wofür?

      • mila sagt:

        Susi, auch ich musste das Nein-Sagen als Erwachsene erst nach-lernen (teils leid-voll…). Und auch Ihnen stimme ich zu, für mich ist es eine klare Kompetenzfrage, die zudem mit einem bestimmten Entwicklungsstand (Reife) einhergeht. ‚Leeren‘ Förmlichkeiten messe ich deshalb keinen Wert bei, sehr wohl aber der Förderung von empathischem Verhalten. Und da denke ich eben, dass es entscheidend ist, wieviel Empathie und Respekt man selbst vorlebt, und auch dem Kind entgegenbringt. Und selbstredend gehört dazu auch, das eigene ‚Nein‘ (die Grenze) vorzuleben. Viele Unds also kommen zusammen.

      • Sportpapi sagt:

        Weiter: Natürlich muss man sozialen Umgang auch lernen, und natürlich müssen Eltern nicht nur Vorbild sein, sondern auch das eine oder andere Mal ein gewisses Verhalten auch einfordern.
        Oder warum soll ein Kind auf „andressierte“ Gesten verzichten dürfen, wegen ein paar Schülern, die den Handschlag verweigern, diskutiert aber die ganze Schweiz um harte Massnahmen?
        Zuletzt: Nicht teilen, unsoziales Verhalten führt generell auch zu entsprechenden Reaktionen. Auch das ist Teil des Lernprozesses. Hier: Das Kind, das sein Spielzeug nicht teilt, wird vermutlich auch wenige Spielkameraden haben.
        Und ganz zuletzt: Das Kind soll also weder teilen noch sich sonst den Normen des Umgangs unterwerfen. Aber ich nehme an, wenn die anderen dann handgreiflich werden, dann wird eingeschritten? Warum?

      • mila sagt:

        SP, ‚echtes‘ Teilen hängt stark mit dem Zeitpunkt zusammen, wo Empathie und damit die Fähigkeit, sich wirklich in die Situation eines anderen hineinversetzen zu können, entsteht. Das beginnt ab ca. drei Jahren. Vorher zu erwarten, dass ein Kind den Wert des Teilens erkennen und bemessen kann, ist somit wider-sinnig. Weil un-natürlich. Trotzdem kann man schon vorher das Geben und Nehmen spielerisch üben. Aber die Erwartungshaltung sollte eine alters- und entwicklungsentsprechende sein. Nicht eine des, ich drücks mal so aus, Vorzeigeeffekts eines ‚adretten‘ Kindes (und damit Vorzeige-Erziehenden).

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Wenn die Reife noch nicht stimmt, nehme ich die Kinder im Strassenverkehr an die Hand und teile auch mal für sie…

      • mila sagt:

        SP, es kommt ja nicht von ungefähr, dass Kinder auch erst mit ca. 3 Jahren kooperativ miteinander spielen. Und ja, dann lernen sie auch untereinander das Teilen, das Aushandeln, neben der elterlichen Inter-Aktion (und Intervention). Wenn ein Kind ab diesem Alter stets reinen Egoismus demonstriert, dann hat das in aller Regel damit zu tun, was es von den Eltern mitbekommt/zuvor schon mitbekommen hat. Ich kenne Eltern, die sehr stolz darauf sind, dass ihr Sohn sich an anderen vorbei drängt auf der Rutsche, anderen Kindern Dinge aus der Hand reisst etc., ‚weil man im Leben um alles Kämpfen muss‘. Tja. Dass der Junge es allenfalls nicht einfach haben wird, spätestens ab Kindergartenalter, würde (mich) in diesem Fall nicht überraschen.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Wir achten sehr darauf, dass unsere Kinder nicht einfach vordrängen. Der siebenjährige versteht das jeweils nicht. Und doch setzen wir hier weiterhin auf andressierte Regeleinhaltung, bis er vielleicht irgendwann einsichtig wird – wir hoffen noch…
        Ansonsten ist halt alles eine Frage des Masses. Ebenso, wie man Teilen und soziales Verhalten generell lernen muss, genauso muss man auch lernen, für seine Anliegen einzustehen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Ma rtin F rey
        🙂

      • Martin Frey sagt:

        @SP: Obwohl es mir nicht primär um diesen Jungen und seine Mutter geht; aber wir müssen uns ein Stück weit auf ihre Beschreibung verlassen:
        – „Er war sichtlich überfordert und drückte seine Sachen an sich, während die anderen Buben danach griffen. … “
        Ultimatives Einfordern ist Bullyverhalten, SP. Bei den kleinen wie bei den grossen. Und alle Bullies werden irgendwann erwachsen.
        – gerade erwachsene Bullies reden gerne von Solidarität wenn sie auf dein Spielzeug scharf sind.
        – wenn jemand etwas hat, was andere gerne hätten, dann finden sich schnell mal breite Kreise. Es gibt ganze Ideologien und Staatswesen, die solche Eigentumsrechte bestreiten. Manchmal findet derartiges sogar Einzug in Parteiprogramme.
        – Dass Sie damit überfragt sein sollen, nehme ich Ihnen nicht ab.

      • tina sagt:

        martin frey, ist das eigentlich alles ernst gemeint?

      • mila sagt:

        Ich frage mich gerade, SP, wie Sie diesbezüglich vorgehen. Nehmen Sie den Kleinen gelegentlich ruhig (und unbemerkt) zur Seite, oder schreiten Sie quasi vor versammelter Mannschaft ein? Ich würde mein Gesicht auch nicht verlieren wollen, weder vor Freunden noch vor Fremden… und er wird ja kaum in jedem Bereich so sein. Oftmals müssen wir unseren Blick schärfen, respektive umschulen, um erkennen zu können, wie oft ein Kind völlig ungefragt kooperiert. Dies nur als Frage/Denkanstoss.

      • Martin Frey sagt:

        @mila:
        „Und würde vermuten, dass ’suggestiv‘ eingefordertes bis handfest erzwungenes Teilen wohl eher den kontraproduktiven Effekt hat, also tendeziell hab-gierige(re) Erwachsene produziert…“
        Da bin ich sogar überzeugt davon. Meinen Nachwuchs zB weise ich regelmässig auf die Vorteile des Teilens hin. Nie aber würde ich dazu nötigen. Denn das ist eben nichts anderes als eine Nötigung. Und wir wissen whs alle, wie unangenehm sich das anfühlt. Genau so ist es übrigens auch mit Liebkosungen im Verwandtenkreis, nebenbei.
        Entstehen aus einem regelmässig zu einem sozialkonformeren Verhalten genötigten Kind ein sozialkompetenterer Menschen? Ich denke nein.

      • mila sagt:

        Oder anders dargelegt: nichts ist nerviger als Paare, die in Gesellschaft aneinander rumkritteln und sich benörgeln, in der (falschen) Hoffnung, der andere würde durch den sozialen Druck ‚eines Besseren belehrt‘. Weshalb sollten unsere Kinder anders ticken?

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Mit dem Bully haben Sie je nachdem recht. Und natürlich soll man da eingreifen. Aber ich sehe den Zusammenhang zu Ihren früheren Aussagen, die ich zum Teil bestritten, zum Teil relativiert habe – für mich, nota bene – nicht. Und Bullies, die auf Solidarität pochen? Nicht eher auf Faustrecht?

      • Sportpapi sagt:

        „wenn jemand etwas hat, was andere gerne hätten, dann finden sich schnell mal breite Kreise. Es gibt ganze Ideologien und Staatswesen, die solche Eigentumsrechte bestreiten. Manchmal findet derartiges sogar Einzug in Parteiprogramme.“
        Hm. Aber so wirklich am Drücker sind ja eher die Parteien, die in Richtung Abschaffung des Staates arbeiten, oder?
        Ich sehe jedenfalls keine „breiten Kreise“, die sich für die Abschaffung des Eigentums in der Schweiz einsetzen. Aber viele, die glauben, Steuern einziehen sei Diebstahl…

      • Sportpapi sagt:

        „Entstehen aus einem regelmässig zu einem sozialkonformeren Verhalten genötigten Kind ein sozialkompetenterer Menschen? Ich denke nein.“
        Entsteht aus einem nie zu sozialkonformen Verhalten genötigter Mensch ein sozialkompetenter Mensch? Ganz sicher nicht!
        Wie immer: Die Dosis machts.
        Abgesehen davon ist eine Ansprache des Vaters vermutlich meist Druck genug, um das erwünschte Verhalten zu erreichen.

      • mila sagt:

        Da bin ich auch Ihrer Meinung, MF. Ich kann mein Kind dazu einladen, ‚Hallo‘ und ‚Adie‘ zu sagen in den entsprechenden Situationen. Manchmal mag sie sich entsprechend ‚mitteilen‘, manchmal nicht. Beides ist für mich in Ordnung, sie ist ja kein Zirkuspferd zu Vorführzwecken. Aber wen sie zB umarmen will (und wann), entscheidet sie allein. Von mir hört sie keine Aufforderung dazu. Und ja, ich hab sie auch schon abgeschirmt vor übereifrigen Verwandten, wenn ich merkte, dass sie deren Zuneigungsbekundungen in dem Moment (noch) nicht haben wollte. Solange sie das selbst noch nicht kann, sehe ich es als meine Aufgabe. Aber eigentlich ist sie inzwischen schon selbst ganz gut darin, ein ‚Nein‘ sehr klar zum Ausdruck zu bringen… 😉

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Natürlich führen wir in erster Linie Gespräche unter vier Augen. Aber es kann sicher auch vorkommen, dass ich vor Publikum eingreifen muss. Aber nur dann, wenn diese Publikum betroffen ist und/oder ein schnelles Eingreifen erforderlich ist. Dabei geht es aber nicht darum, sozialen Druck aufzubauen.
        Und nein, das Beispiel mit den Paaren hinkt. Aber wenn meine Frau dereinst im Sandkasten mit Sand um sich wirft, dann werde ich auch bei ihr unmittelbar eingreifen…

      • mila sagt:

        Potentiell gefährliche Situationen – geschenkt. Da würde ich auch eingreifen. Aber wenn es um das ’normale‘ (oder genormte) soziale Verhalten geht, bin ich für konsequentes Vorleben, und so wenig Druck wie möglich.

      • mila sagt:

        Man kann sich dazu selbst fragen: wie oft hat man seine Mitmenschen überhaupt im Blick? Lässt jemandem mit zwei, drei Artikeln ungefragt den Vortritt in der Migros, wenn der eigene Einkaufswagen voll ist? Ärgert sich nicht über die Seniorin mit der ewigen Münzzählerei an der Kasse? Sagt bitte und danke gegenüber den Allernächsten (und nicht nur ‚pro forma‘ gegenüber Entfernteren)? Bei solchen klein(st)en Interaktionen fängt es an mit dem sozial-und-empathisch-sein. Und solcher Gelegenheiten bieten sich alltäglich ganz viele, während unsere Kinder uns sehr genau beobachten, wie wir wirklich sind. Sie bemessen uns klugerweise an unseren Taten, nicht allfällig beliebigen (weil selbst nicht gelebten) Floskeln. Und dann kopieren sie uns, irgendwann, im Grossen wie Kleinen.

    • Emilio sagt:

      Sie haben vollkommen recht, Martin Frey!
      Wenn schon einem Kind das freie Verfügungsrecht über sein Eigentum genommen wird, dann lernen alle beteiligten Kinder nie was Dein und Mein ist!!
      Später wird es selbstverständlich sein, das fremde Eigentum zu beanspruchen und es einzufordern. Die politische Richtung, die keine Eigentumsrechte anerkennen, beginnen bereits hier zu wirken!

    • tina sagt:

      gerade in solchen beispielen kann man als eltern ja versuchen zum gemeinsamen spielen animieren, oder zum abwechseln.

      • Susi sagt:

        @tina: Weisst du, was ich grad gedacht habe? „Zum Glück sind die Spielplatzzeiten vorbei“. Und dann habe ich überlegt, ob diese Zeiten jemals wirklich vorbei sind…
        😀

      • tina sagt:

        hahaha ja genau das dachte ich heute auch schon 🙂

      • tina sagt:

        habe mir echt überlegt, wie wir das damals machten. da fielen mir die sprüche ein wie „kinder müssen lernen das selber untereinander zu regeln“, „es muss lernen, sich zu wehren“, „jetzt gib dem bueb das auto zrugg! nei, nöd haue!“, wie eltern, die im sandhaufen hocken belächelt werden und wie sich eben doch einfach entschärfen liess, wenn man statt „meins“ und „seins“, manchmal einfach unterstützend einwarf „ja später kannst du den laster bestimmt haben“ oder „wollt ihr zusammen xy bauen?“. aber ich weiss, dafür gibts helikopterstrafpunkte 😉

      • tina sagt:

        und heute teilt mein sohn sogar sein bier mit mir hey 😀 sogar das teure, original tschechische! ha! habe ich das gut gemacht oder habe ich das gut gemacht?

      • Susi sagt:

        @tina: Du hast das super gemacht! 😀

        „kinder müssen lernen das selber untereinander zu regeln“, „es muss lernen, sich zu wehren“,
        Ich nahm diese Regeln anfangs zu wörtlich: Meine Tochter, vielleicht 10 Monate alt, sitzt im Sandkasten, ein grösseres Kind (ev. 2jährig) kommt, nimmt ihr das Schüfeli weg. Als meine Tochter leicht protestiert, zieht das andere Mädchen ihr das Schüfeli über den Kopf, so, dass sie nachher im Gesicht blutet. Die andere Mutter sitzt daneben und sagt nichts. Und ich dachte, ich darf jetzt auch nichts sagen, weil man sich in der Sandkastenwelt so verhalten muss… („Konflikte selber lösen lassen“) Lago mio 😀

      • tina sagt:

        genau. weisch, i de natur isch das au eso 😉

      • Susi sagt:

        @tina: ja, das sage ich mir auch immer, wenn unser Hase Nr. 2 von Hase Nr. 1 und Häsin Nr. 3 fertig gemacht wird… Survival of the fittest.
        😀

    • Anh Toàn sagt:

      @Martin Frey “ Jemand hat etwas und ist auch ein Stück berechtigterweise stolz darauf“

      Warum ist der Junge BERECHTIGTERWEISE stolz auf sein Spielzeug?

      • Martin Frey sagt:

        Weil es ihm berechtigterweise gehört? Und weil es vielleicht einen Hintergrund hat? Vielleicht aber auch nicht?
        Wissen Sie, AT, ein Kind darf das. Sie werden das als Vater auch noch kennenlernen.
        Übrigens, Sie dürfen auch stolz sein darauf, was Sie besitzen, AT. Sie müssen aber nicht.

      • Anh Toàn sagt:

        Weil jemand mit ihm (sein Geld) geteilt hat (und ihm das Spielzeug gekauft): hätte, z.B. die Patentante nicht geteilt, hätte er keine Spielfigur.

        Ich meine, man kann nicht stolz sein, auf was man bekommen hat, anstrengungslos, sei es auf Spielsachen als Kind oder auf Intelligenz oder Leistungsfähigkeit oder Nation als Erwachsener.

        Wenn der Junge der die Figur hat, berechtigterweise stolz sein kann, müssen sich dann die anderen, welche keine Figur haben, schämen?

      • mila sagt:

        Ach AT, Sie werden es noch erleben, wie ’stolz‘ Kinder
        mit allen Sachen paradieren, wenn sie dann mal laufen können – mit eigenen wie ‚geklauten‘, notabene. 😉

      • Martin Frey sagt:

        „Wenn der Junge der die Figur hat, berechtigterweise stolz sein kann, müssen sich dann die anderen, welche keine Figur haben, schämen?“
        Das ist ein unzulässiger Umkehrschluss.
        Bezüglich Ihrer Stolzdefinition wäre ich sogar einer Meinung, wenn es sich nicht um ein Kind handeln würde.
        Mich zB irritiert immer etwas, wie Leute auf eine Nation stolz sein können. Dazu beigetragen haben sie nichts.

      • Anh Toàn sagt:

        @Mila: Wenn sie es selber geklaut haben, was ja wohl meistens der Fall ist, hilft ihnen ja niemand dabei, sind die (als Kinder) berechtigt stolz.

Kommentar

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