Wenn das Kind nicht mehr «Chäferli» heissen will

Als Käfer an die Fasnacht: Ja. Von den Eltern ewig «Chäferli» genannt werden: Bitte nein. Foto: Georgios Kefalas (Keystone)

Da sucht man monatelang nach dem passenden Namen für das Kind. Surft über zig Namensseiten, googelt Bedeutungen und diskutiert ewig darüber, ob der Vor- zum Nachnamen passt. Irgendwann wird man sich einig oder stolpert ganz unverhofft über den einen, perfekten Namen. Doch kaum ist das Kind auf der Welt, spielt der plötzlich gar keine Rolle mehr, weil man sein Baby sowieso nur noch «Chäferli», «Bohne» oder «Prinzessin» nennt.

Kosenamen. Etwas Wundervolles eigentlich, denn wie sagt es das Wort selber: Man liebkost den Benannten verbal. Ein Kosename drückt Nähe aus. Verbundenheit. Liebe. Und doch kann er ganz grauenhaft nerven.

11 Prozent mögen ihren Kosenamen nicht

Verschiedene Studien haben nämlich gezeigt, dass ein Grossteil der Erwachsenen es nicht mag, wenn sie in der Öffentlichkeit mit ihrem Kosenamen angesprochen werden. Zu intim sind das «Müsli» und das «Bärli». Zudem haben bei einer Umfrage 11 Prozent der Befragten gesagt, dass sie den von ihrem Partner verliehenen Kosenamen nicht besonders mögen und lieber einen anderen hätten.

Würde mich mein Partner «Schatz» nennen und das dann auch noch quer durch einen Laden rufen, würde ich mich auch aufregen. Ich finde Kosenamen an sich zwar etwas Wunderbares, mag solche einfallslosen, unpersönlichen Allerwelts-Kosenamen aber überhaupt nicht. Ausserdem bin ich der Meinung, dass der Kosename in der Öffentlichkeit nicht gerufen, sondern höchstens liebevoll ins Ohr geflüstert werden soll.

Aufgetaucht aus dem Nichts

Doch was in Paarbeziehungen gilt, gilt bei der Konstellation Eltern-Kind offenbar nicht. Zumindest habe ich selber mich bei meinen Kindern überhaupt nicht gemäss obigen Regeln verhalten. Kaum auf der Welt, habe ich ihnen Kosenamen verliehen, die so gar nicht speziell sind: Die Tochter wurde abwechslungsweise zur «Bohne» oder «Prinzessin», der Sohn war mal der «Stumpe», mal der «Chäfer». Überlegt habe ich mir dabei … rein gar nichts. Ich weiss nicht einmal, woher die Namen gekommen sind, sie sind mir plötzlich ganz unbewusst über die Lippen gerutscht und am Kind hängen geblieben.

Als mir klar wurde, wie oft ich die Kosenamen anstelle des richtigen Namens benutze, habe ich sogar versucht, sie mir abzugewöhnen. Und je grösser die Kinder wurden, desto seltener habe ich die Namen benutzt. Doch ganz bin ich sie nicht losgeworden, der «Chäfer» ist mir immer wieder in den Mund gekrabbelt.

Eines Tages hat die Grosse sich beklagt, dass sie nicht mehr «Bohne» genannt werden wolle, das sei Babyzeug. Und seit einigen Monaten wehrt sie sich auch gegen die «Prinzessin». Ehrlich gesagt, bin ich darüber gar nicht enttäuscht, sondern eher stolz, dass sie sich selber nicht als verwöhntes Königstöchterchen sieht und das auch klar und deutlich sagt.

Letzte Woche hat mir übrigens auch der Kleine ziemlich vehement mitgeteilt, dass er im Fall nicht Käfer heisse. Und überhaupt, er allein dürfe bestimmen, wie sein Name laute. Zum Glück findet der Vierjährige seinen Taufnamen aber ganz gelungen, sodass wir uns darauf einigen konnten, dass er fortan so genannt wird. Und zwar nur so.

Welche Kosenamen haben Sie Ihren Kindern verliehen? Und ist das ganz bewusst und aufgrund bestimmter Umstände geschehen, oder haben sich die Namen einfach eingeschlichen?

80 Kommentare zu «Wenn das Kind nicht mehr «Chäferli» heissen will»

  • Irene Meyer sagt:

    Wir haben für unsere Tochter einen Namen gewählt, den man nicht verkürzludern kann (denkste, die heutige Jugend schaffte sogar das!). Trotzdem wollte sie immer „Natascha“ heissen – warum, weiss sie heute selbst nicht mehr.
    Ich habe meine Tochter irgendwann angefangen, mit Kosename anzusprechen. Ab 10 Jahren war das ein Nogo wenn ihre Freundinnen dabei waren. Seit sie 18 ist, unterschreibt sie Nachrichten teils selbst mit dem Kosenamen – weil sie das an „zärtliche“ Zeiten erinnert, sagt sie. Und bei What’s App muss ich sie sogar so anschreiben … verwende ich nämlich ihren Taufnamen fragt sie immer zurück, ob ich sauer sei … hmmm – was soll mir das sagen? (Mündlich hat sie aber noch nie rückgefragt … muss an meinem Schreibstil liegen).

  • tststs sagt:

    Meine Güte, so verbohrt wie sich hier einige geben, frage ich mich, ob in diesen Familien überhaupt gescherzt wird…

  • Hannes sagt:

    Man muss schon ziemlich vertiert sein, wenn man sein eigenes Kind Chäferli nennt…

  • Sacha sagt:

    Meine Kinder nenne ich abwechslungsweise Sack oder auch Noobs. Sie nennen mich aber jeweils auch so und wir lachen uns jedes Mal kaputt.

  • laserb sagt:

    Yvonne
    mein Bruder hatte Mühe mit dem Namen. Er machte ein „Dyndy“ draus. Was die ganze Verwandtschaft für die nächsten 15 Jahre übernahm!! Ich habe mich danach nie mehr richtig mit meinem richtigen Namen identifiezieren können. Wer ist Yvonne? Darum gab es für meine eigenen Kinder nur 1 Namen – den richtigen.

  • Lichtblau sagt:

    Keine Ahnung, wie ich auf den Kosenamen „Nando“ für meinen Mann kam – er heisst weder Fernando noch ist er Italiener. Aber, man glaubt es kaum, er hat diesen Namen immer geliebt 🙂

  • Theodor Rickli sagt:

    „Schatz“, „Bohne“, „Prinzessin“, „Chäfer“ und derartiges zeigen leider nur, wie wenig Einfallsreichtum die meisten Eltern besitzen. Da lobe ich mir dann doch die Eltern, welche ihren Nachwuchs „Stinker“ nennen, und damit trotz aller Glückshormone doch wenigstens beweisen, dass sie den Sinn für die Wirklichkeit noch nicht verloren haben. Und wenn es auch das beste schönste gescheiteste Kind von allen ist.

    • Lichtblau sagt:

      @Rickli: Stimmt. Dagegen finde ich den Kosenamen „Brecht“, auf den die Tochter des Papabloggers Tschannen hört, geradezu extrem fantasievoll. Immerhin kann man sich, im Gegensatz zu einer „Bohne“, auch etwas drunter vorstellen. Nämlich eine kleine Altkluge mit Nickelbrille, die mit der Tageszeitung auf dem „Tripp Trapp“ thront.

  • Flo sagt:

    Sorry, ich bekenne: mein Sohn ist mit 48 Jahren immer noch „mein Spatz“ und mein Enkel mit 7 Jahren mein Spätzli!
    Daran halte ich fest – vielleicht nicht in aller Öffentlichkeit, aber im Familienkreis und für selbst!
    Übrigens wenn ich das an so orginelle Vornamen wie Tschanette und Schakira für die Tochter der Familie Meier denke oder gar die/der North West und Blue Eye denke – ja dann scheinen mir so liebevolle Kosenmane doch ganz angenehm und das weitaus kleinere Übel!

  • k. miller sagt:

    Egal ob erwachsen oder noch Kind: Kosenamen, die die/der Betroffene nicht mag, sind irgendwie respektlos. Ich finde, jede/r sollte so angesprochen werden, wie sie/er es möchte. Gewissermassen „Recht auf eigenen (Kose-)Namen“. Ich kann mit allen möglichen Kosenamen leben, teilweise frei erfunden, teilweise abgeleitet von meinem Namen. Ein Ex hatte mich allerdings mit einem Namen betitelt, der schlicht grausam war. Wenn es nicht sowieso auseinandergegangen wäre – dieser pseudomässige Kosename war fast ein Trennungsgrund. Seither achte ich in meinem Umfeld stärker darauf, wie ich andere betitle – oder frag im Zweifelsfall auch mal nach ob es ok ist. Überempfindlich sollte man aber auch nicht sein, meist ist es ja gut gemeint 😉

    • Susi sagt:

      „Ein Ex hatte mich allerdings mit einem Namen betitelt, der schlicht grausam war.“

      Würden Sie den verraten?

      • k. miller sagt:

        Nein, das verrate ich wirklich nicht. Aber es war nichts so harmloses wie Schatzi-Mausi oder Bärli oder Knackärschli (hihi).
        Sagen wir mal so: angenommen Sie hätten ein Feuermal im Gesicht.. oder wiegen 150 kg… oder haben ein lahmes Bein… oder irgendwas in dieser Art, und bekämen einen entsprechenden, herabwürdigenden Namen verpasst. Der nicht liebevoll oder lustig gemeint ist.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Das ist ja dann auch kein Kosenamen mehr, sondern Verachtung.

      • Susi sagt:

        Echt, etwas in der Richtung? Also, eine Abwertung dieser Art innerhalb der Beziehung sagt schon sehr viel über diesen Mann aus; zum Glück sind Sie ihn los.

    • Kosenamenfrei sagt:

      Oh ja das kann ich nachvollziehen. Ich fand „Hängebauchschwein“ jetzt auch nicht gerade einen Kosenamen, den ich akzeptiert hätte. Wir sind auch nicht mehr zusammen…

    • tststs sagt:

      „Ich finde, jede/r sollte so angesprochen werden, wie sie/er es möchte. “
      Nennen Sie mich Weltraumpräsident Superstar McHammergeil 😉

  • Coffee Toffee sagt:

    Unser Witz-Kosenamen ist Raupetraktöörli. Das haben wir vor vielen Jahren an einem Festival gross geschrieben als sms Botschaft gelesen und uns einen Schranz gelacht.
    Vielleicht-hoffentlich-war auch der als Witz gemeint

  • Jane Bissig sagt:

    Hat sich doch tipptopp erledigt mit den Kosenamen in der Familie Kuster. Ist ja mit allem so: Anfangs bestimmen wir Eltern (fast) alles, definieren auch bis zu einem gewissen Grad, wer das Kind ist, und das ändert sich dann mit der Entwicklung. In gewissen Sachen früh in anderen später. Prinzipiell nervig sind aber Kosenamen für Kinder in der dritten Person, also „unser Herzchen geht in den Kindergarten“ etc.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Meine Kinder heissen Schatz oder miis Alles…

    Darf ich leider nicht mehr sagen, sondern nur noch in Whats Ap geduldet

    • Stefan sagt:

      Meine nenne ich (bei entsprechender Situation) Chaos und Terror, und meistens sehen sie’s ein…

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Chaos geht gerade noch so, aber Terror? Das ist in etwa so schlimm wie eine Bekannte, welche ihre Kinder als Satansbrut bezeichnete.

      • Stefan sagt:

        Den Ausdruck „Terror machen“ gab’s vor George W. Bush, und wegen dem ändere ich meinen Sprachgebrauch nicht.
        Satansbrut hingegen als Elternteil zu verwenden… ich weiss nicht… ist irgendwie selbstbeleidigend.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Terror kommt auch vor Bush von terrorisieren….

        Also kein Kosewort, sondern üble Abwertung.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Wie würden Sie es finden, von Ihren Kindern dereinst A…l… genannt zu werden? Schliesslich haben Sie ja eines….

      • Stefan sagt:

        Fäkalsprache ist nicht so meins, drum gute Nacht.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ok, dann wäre beleidigte Leberwurst passender…….

        Vielleicht einfach einmal darüber nachdenken, dass Sie ein Kind abwerten indem Sie es Terror nennen.

      • tststs sagt:

        Aber Kids als Besitztum zu bezeichnen ist okee….?
        2 Freundinnen und ich waren das Trio Infernal und wir nahmen es als Kompliment!
        (Jup, TvS, Sie sind schon wieder in meine Schusslinie geraten 🙂 🙂 🙂 )

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ tststs

        Nein, nicht als Besitzanspruch, sondern eher im Kontex, dass sie ALLES für mich sind und ich ALLES für sie tun würde.

        Was den Besitzanspruch an meine Kinder angeht, halte ich es wie Khalil Gibran:

        Meine Kinder sind nicht meine Kinder, sie gehören mir nicht. Ich darf ihnen meine Liebe geben, aber nicht meine Gedanken usw usw

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Und wenn Sie wollen dürfen Sie sich auch Jauchegrube, Kuhstall, Rattengesicht oder Katzenklo nennen, aber seine Kinder so zu nennen finde ich abartig, sofern sie es nicht selber wollen

      • tststs sagt:

        @TvS: Es ging mir nur darum, dass man an allem und jedem etwas zum kritisieren finden kann. Und so wie Sie bei Stefan IMHO päpstlicher als der Papst reagieren, habe ich auf Ihre Kosenamen angespielt…
        Ich finde es absolut ok, wenn Sie „mein Alles“ (und, Sorry, das ist ein Possesivpronomen und ist bedeutungsmässig etwas anderes als „du bedeutest mir alles) zu den Kindern sagen 😉

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ tststs

        Im Beitrag geht es um Kosenamen, welche schrecklich sind, oder man als schrecklich empfindet. Terror empfinde ich als extrem abwertend, deswegen mein Einwand.

        Dagegen können Sie selbstverständlich Einwände erheben.

        Ich habe ein Nachbarmädchen, dessen Grossvater ein echter Tyrann ist und bis vor ein paar Monaten die ganze Familie terrorisiert hat. Wenn nun das Mädchen mal bockig und stur ist, dann kommen von Bekannten Kommentare wie: wie dr Grossätti“ oä. So etwas ist abartig. Das Kind ist 11!

  • 13 sagt:

    Bei uns gibt es Kosenamen nur privat, da am liebsten Spatz, Müseli oder chline Ma. Draussen eher Spitznamen (vom Namen abgekürzt). Bei Kindern bin ich da aber noch recht grosszügig. Erwachsene, die sich in Gesellschaft gegenseitig mit „Mäusschen“ etc. ansprechen oder Sätze mit „Mein Schatz hat gesagt“ beginnen, sind mir eher suspekt, da sage ich den Namen oder „mein Mann“. Wir haben im Umfeld so ein Paar, dass sich gegenseitig „Baby“ nennt. Ich muss mir jedes Mal auf die Zunge beissen. Zu Hause fällt schon mal das Wort „Schatz“, aber dann nur das, nicht irgendwie verniedlicht. Mein Ex nannte mich jeweils „mein Herz“, fand ich immer etwas zuviel des Guten, aber vielleicht fehlt mir da einfach das Romantikgen…

    • Butterfly sagt:

      @13:
      Also im Dialekt ausgesprochen – „mis Härz“ – das würde mir jetzt s e h r gefallen 😉 So in Anlehnung an den Song von Züriwest.
      Aber Sie haben schon recht, wenn man dann selber betroffen ist, sieht die ganze Sache wieder ganz anders aus.

      • Susi sagt:

        “ So in Anlehnung an den Song von Züriwest.“
        Das Puff-Lied?

      • Laurence sagt:

        Baby ist bei Engländern okay. Das ist dann wie honey oder sweetheart. Deutsch geht das aber nicht. Bin ich mit Ihnen einverstanden.

  • Susi sagt:

    „Schatz“ ist bei manchen kein Kosename, sondern eine Art Titel. Kann immer wieder vergeben werden und es besteht auch bei häufigerem Wechsel keine Gefahr, den falschen Namen zu sagen.

    B-)

  • Habig Regula sagt:

    Das ist jetzt kleinlich von mir, aber der Satz, dass sich die Tochter „seit einigen Monaten gegen die Prinzessin wehrt“ ist mir aufgefallen: warum dauert es Monate, bis sie ernstgenommen wird?

    • mila sagt:

      Ich verstehe ja grundsätzlich nicht, wieso man seine Kinder mit Prinzessin oder Prinz betiteln muss… Eine Tante meiner Tochter hat diese ziemlich üble Angewohnheit, ich warte nur darauf, dass sie sich dagegen zu wehren beginnt. Hoffentlich vehement. 😉

    • Jeanette Kuster sagt:

      Ich habe sie natürlich sofort ernst genommen, aber es ist nicht ganz einfach, das ganz abzustellen. Manchmal rutscht es mir noch raus, aus Gewohnheit. Allerdings vor allem in privaten Momenten, z.Bsp. beim Gutenacht sagen. Und wenn wir nur zu zweit anwesend sind, beschwert sie sich übrigens meist auch nicht darüber.

      • Karl von Bruck sagt:

        Vom interessierten System beguenstigt, wird die frueher ausschliesslich der Juxtiz ausgelieferte Familie immer mehr auch von Verwaltungsbehoerden nicht nur schickaniert, sondern auch – mit Hilfe der Medien – oeffentlich blossgestellt. Der Familienbereich ist ein Geheimbereich. Mit Ausnahme von Gewalt, finanziellen Erpressungen und sexuellen Noetigungen mit Ausnuetzung von Machtabhaengigkeiten. Schon kleine Knirpse scheinen instiktiv zu schnallen, dass verniedlichende Kosenamen, die beim intimen Guetnachtgschichtli gerne gehoert werden, ausserhalb der Kernfamilie nix verloren haben. Schon gar nicht, wenn das Refugium des Familienheims durch Besuche der Sippe oder gar Sippenfremder beschraenkt wird….

      • Lichtblau sagt:

        Mein Vater nannte mich „Göttertochter“. Ich glaube aber nicht, dass er sich selbst als Godfather sah 🙂

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Lichtblau

        „Göt tertochter“ 🙂
        hab ich noch nie gehört, bin beeindruckt 🙂
        ich hoffe Sie haben die Ihnen zustehenden Kräfte nur zum Guten benutzt und keinen Schlamassel angerichtet? 😉

    • Nick sagt:

      Völlig klar, warum. Die Tochter hat eben mitbekommen, dass nach Prinz/Prinzessin „Majestät“ folgt.

  • Cybot sagt:

    Die Leute geben ihren Kindern heute auch so kurze Namen, dass man sie nicht mehr abkürzen kann. Ich nenne meine Tochter auf mindestens 5 verschiedene Arten, die aber allesamt nur Kurzformen ihres richtigen Namens sind, die man durchaus auch in der Öffentlichkeit brauchen kann. Klar, auch von denen wird ihr vielleicht die Hälfte nicht gefallen, aber es bleiben sicher noch genug Varianten übrig. Und wenn sie grösser wird, lässt man halt das -li weg.

  • Coffee Toffee sagt:

    Ich habe mich schon oft fremdgeschämt bei diesen Kosenamen. Das ‚Böhnli‘ tat mir richtiggehend leid. Bei Erwachsenen ists noch viel schlimmer. Ich denke ein Mann, der mich Prinzessin, Müsli, Schätzli nennt, ob privat oder öffentlich, landet umgehend auf der roten Liste. Da erwarte ich schon etwas mehr Sprachfantasie. Es gibt auch tolle Kosenamen, vom richtigen Namen abgeleitet

    • Peter sagt:

      …dafür landet er auf einer „roten Liste“?? Wünsche viel Glück auf der ewigen Suche nach dem absolut mängelfreien Exemplar – nach Ihren einzigartig-richtigen Vorstellungen 🙂

    • Franz Vontobel sagt:

      Auf der „roten Liste“? Dort, wo die vom Aussterben bedrohten Arten drauf stehen?

    • adam gretener sagt:

      @Coffee Toffee:
      Ex, die sehr viel Wert auf Kleidung legte: Fashion-Nazi
      Ex, die überall betonte, dass sie kein Fleisch esse: Wurst.

      Besser so?

      • tina sagt:

        wurst finde ich super :DDDD

      • adam gretener sagt:

        tina: fand die betreffende Frau nur so mittel…

      • Susi sagt:

        Wurst, ok. Und je nach Kleidung dann zum Beispiel „paillettierte Wurst“.

      • Franz Vontobel sagt:

        Oder je nach Anlass: „Ich war in New York in der Oper – zusammen mit meiner süssen Met-Wurst!“

      • adam gretener sagt:

        Bitte keine abgedroschenen Wurst-Wortspielchen.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Nein, Männer auf die rote Liste setzen wegen Schatz oä

        Ich bin meines Liebsten Schätzu, nicht originell, aber ein Schatz ist doch etwas wertvolles….

      • 13 sagt:

        @ Tamar
        Schatz und Schätzu ist aber etwas anderes als Schätzli. Warum sich erwachsene Frauen (oder Männer) mit Kosenamen mit -li-Endungen ansprechen lassen, werde ich nie verstehen. Und ein Schätzli ist eben auch weniger wertvoll als ein Schatz 😉

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ok, dann weiss mein Liebster, dass ich mega wertvoll bin

        Er hat noch einen anderen Kosenamen für mich, aber da er unsere Kühe auch so nennt…..

    • Susi sagt:

      „Da erwarte ich schon etwas mehr Sprachfantasie.“

      Genau. Zum Beispiel „Knackärscheler“.

      • Carolina sagt:

        Hihi, genau! Oder der (schon etwas gewohnheitsbedürftige) Mann einer Cousine von mir, der ungeheuer stolz auf den Kosenamen Wonderbra für seine Freundin war – und sie auch noch geschmeichelt! Cringe!

      • Susi sagt:

        „Wonderbra“?! Ev. war das sein Ausdruck für „Wondertits“? (ok, nice try…)

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Auch eine Variante, wenn Frau für immer alleine bleiben will….

      • Susi sagt:

        @Tamar: Was ist dann eine Variante? „Knachärscheler“? Sie würden sich wundern…

  • Maier Tom sagt:

    mein Junge ist immer noch mein Müsli, obwohl er im besten Teeniealter ist. Aber natürlich nur gaaanz privat!, versteht sich, ansonsten geht das ja gar nicht. Aber so ganz zwischen uns geht der Kosenamen in Ordnung, ja wird richtiggehend geliebt.

    • Nick sagt:

      „“..nur gaaanz privat“ Sind Sie sicher, dass Ihnen das nicht auch mal rausrutscht wenn Freunde (oder gar die neue Freundin) Ihres Teenie-Müsli dabei sind? Meine Mutter konnte es sich partout nicht abgewöhnen mich „Schatz“ zu nennen, auch wenn andere dabei waren. Wochenlange Lästereien in der Schule waren die logische Folge. Liebe Eltern/Grosseltern/Tanten/etc. erspart den Kindern bitte solche Peinlichkeiten. Danke.

      • Maier Tom sagt:

        ist mir schon rausgerutscht – aber so schlimm wars nicht. Das ist halt der Preis Papas Liebling zu sein, .. nichts ist umsonst!
        und ich freue mich schon heute darauf ihn zu ärgern wenn er seine Freundlin heim bringt!
        Dass für Sie dies offensichtlich ein so grosses Trauma war heisst nicht dass andere Teenies das nicht toleranter zu sehen imstande sind.

  • Leo sagt:

    Kosenamen für alle vier Kinder: „Schatz“. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

    P.S.: Einer meiner Söhne hat sich verbeten, dass ich meine Mails an ihn mit „Küssli, Papi“ unterschreiben. Dabei ist er erst dreissig.

  • Joe Weiss sagt:

    Spannend… gibt es immer noch Eltern, die den lieben Kleinen solch jämmerliche «Kosenamen» geben? Das sollte bis nach Strasbourg getragen werden…

  • Brunhild Steiner sagt:

    „Und überhaupt, er allein dürfe bestimmen, wie sein Name laute.“

    Das an sich wär schon eine eigene Abteilung wert,
    irgendwie üben wir Eltern ja schon mit der Zivil-Namensgebung „Macht/Gewalt“ aus.
    Da haben Sie ja Glück dass er zZt mit dem Zivilnamen gut leben kann 🙂

    • 13 sagt:

      Dafür gibt es doch Zweitnamen. Dann hat das Kind bei Bedarf wenigstens die Wahl zwischen zwei Rufnamen. 😉

      • Brunhild Steiner sagt:

        @13
        stimmt, falls sie Zweitnamen gewählt hat…,
        wir haben Zweitnamen, aber ob sie eine Alternative bilden würden falls der Erstname als komplett unmöglich empfunden, da wär ich mir nicht mal so sicher…,
        jedenfalls, wenn eines Tages ein ganz anderer Name zum Rufname erkoren werden würde, dann würde ich mich daran halten! 🙂
        (oder zumindest wirklich in aller Aufrichtigkeit versuchen!)

      • Susi sagt:

        Unsere Tochter hat sogar 3 Vornamen.

      • 13 sagt:

        @ B.S.
        Für uns war das eben ein Mitgrund, welche zu wählen. Klar, könnten beide nicht passen, aber immerhin ist die Chance grösser, dass das Kind eines der beiden mag. Wobei ich es mir ehrlich gesagt bei einem Kind fast ein bisschen erhoffe, da ich den Zweitnamen sehr gerne als Erstnamen gehabt hätte, aber (leider) durfte der Mann mitentscheiden….

    • Elbe sagt:

      @13
      Leider durfte ihr Mann mitentscheiden?! Wie grosszügig von Ihnen. Wieso sollte er nicht mitentscheiden dürfen? Das Kind „gehört“ ihm schliesslich nicht weniger als Ihnen!

Kommentar

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