Männer, die abtreiben?

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Es kommt immer wieder vor, dass eine Frau das Kind gegen den Willen des Vaters behält. Foto: Frank de Kleine, Flickr.com

Der Verband der schwedischen Jungliberalen hat letzte Woche weit über die Landesgrenzen hinaus für Aufregung gesorgt mit der Forderung, dass auch Männer das Recht haben müssten, ein Kind abzutreiben. Im übertragenen Sinne freilich: Wer nicht Vater werden will, kann dies bis zur 18. Schwangerschaftswoche mittels Verzichtserklärung festhalten. Legal entbindet das den Erzeuger vom Vatersein, also von jeglichen Vaterpflichten und -rechten.

Die Regelung würde die Gleichstellung zwischen Männern und Frauen fördern, so die Jungliberalen. Und sie sei durchaus auch für Frauen positiv, da diese von Anfang an Gewissheit hätten, ob ihr Partner sie bei der Erziehung des Kindes unterstützen werde oder nicht.

Dass das Thema die Männer beschäftigt, kann ich nachvollziehen. Dass sie nach Wegen suchen, mehr Mitspracherecht zu erhalten, ebenso. Die Idee der Verzichtserklärung scheint mir allerdings nicht zu Ende gedacht. Natürlich könnte man so als Mann ein deutliches Zeichen setzen: Ich will das Kind nicht, und selbst wenn du es zur Welt bringst, will ich nichts damit zu tun haben. Diejenigen Männer, die sich darüber beklagen, dass sie von den Frauen geschröpft werden, würden zweifellos jubeln über eine solche Lösung, die den Vater von jeglichen Unterhaltszahlungen entbindet.

Aber wie sieht es mit der emotionalen Komponente aus? Ist es wirklich so einfach? Kann man sich als Vater mit einer Unterschrift komplett von einem Kind, seinem Kind lösen? Die Tatsache schlicht ignorieren, dass da ein Mensch heranwächst, den man gezeugt hat? Und was ist mit dem Kind? Das wird irgendwann wissen wollen, wer sein Vater ist. Und die Mutter wird es ihm vermutlich verraten. Es könnte also sein, dass das «abgetriebene» Kind als Teenager plötzlich quicklebendig vor der Haustür steht. Wie reagiert man als biologischer Vater dann?

[EDITOR'S NOTE: POSED PICTURE.] The gynecologist prepares her instruments for the abortion, pictured on October 18, 2013, during a surgical abortion at the gynecological practice Frauenpraxis Runa in Solothurn, Switzerland. (KEYSTONE/Christian Beutler) [ACHTUNG REDAKTIONEN: GESTELLTE AUFNAHME - SYMBOLBILD.] Die Gynaekologin bereitet ihr Instrumente fuer den Abbruch vor, aufgenommen am 18. Oktober 2013 bei einem chirurgischen Schwangerschaftsabbruch in der Frauenpraxis Runa in Solothurn. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Vorbereitung der Instrumente für einen Schwangerschaftsabbruch. Foto: Christian Beutler (Keystone)

Aus Männersicht muss die Tatsache frustrierend sein, dass bei dem Thema immer die Frau die Entscheidungshoheit hat, weil nun mal nur sie das Kind austragen kann. Will ein Mann aber auf gar keinen Fall ein Kind, gibt es bekanntlich auch für ihn Mittel und Wege, um sicherzustellen, dass kein Nachwuchs gezeugt wird. Die immer wieder gehörte Ausrede, man sei von der Frau hereingelegt worden, lasse ich deshalb nicht gelten.

Beim umgekehrten Fall, wenn also die Frau das gemeinsame Kind abtreiben will, der Mann es aber gerne behalten würde, verstehe ich die männlichen Ohnmachtsgefühle viel besser. Es muss unglaublich schmerzhaft sein, wenn man sich darauf freut, Vater zu werden, die Frau sich aber entscheidet, das Kind nicht zu bekommen. Leopold Brügger, der Betreiber von Gleichstellung.ch, fordert deshalb in der Zeitung «20 Minuten», dass «der Mann ein Vetorecht haben müsste, wenn der Sex einvernehmlich war und er sich verpflichtet, für das Kind zu sorgen».

Würde das Ungeborene in einem Brutkasten heranwachsen, könnte man darüber reden. Doch es wächst nun einmal im Bauch der Mutter heran. Sie alleine entscheidet, was mit ihrem Körper geschieht. Ein Vetorecht des Mannes würde nichts anderes bedeuten, als die Frau zur Schwangerschaft und Geburt zu zwingen, sie zu einem lebendigen Brutkasten zu degradieren – ihr das Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit abzusprechen. Bei allem Verständnis für die männliche Verzweiflung: Solche Forderungen tragen ganz sicher nicht dazu bei, die Kommunikation zwischen den Geschlechtern zu verbessern.

557 Kommentare zu «Männer, die abtreiben?»

  • Addi sagt:

    Suppi habens jetzt alle gemerkt, dass die Natur nicht gleich und schon gar nicht gerecht ist?! Was soll all das Gleichmachungs- und Gleichberechtigungsgezeter, Mann und Frau werden nie gleich sein….

    • Oli Meier sagt:

      Tja, das ist ein heikles und schwieriges Thema.
      Kein Mann kann und darf eine Frau zu einer Abtreibung zwingen. Das sollte mal von vornherein feststehen. Durch eine Verzichtserklärung (wie von den schwedischen Jungpolitikern vorgeschlagen) hätte der Mann dann zwar die rechtlich-legale Option von Anfang an zu sagen, dass er das Kind nicht will. Und das erscheint in manchen Fällen auch tatsächlich sinnvoll, da es viele Frauen gab die bewusst versucht haben auf diesem Weg – und sei es durch manipulierte Verhütungsmittel oder Lügen a la „Klar nehme ich die Pille, wir brauchen kein Kondom“ – Männer finanziell auszunehmen. Aber am Ende ist es immer noch eine gemeinsame Verantwortung die jeweils im Einzelfall geklärt werden müsste. Wie lange kannten sich beide, was wurde versprochen etc.

  • Martin Frey sagt:

    Dieselbe fruchtlose Diskussion wie gestern, AT. Selbstverständlich ist biologisch gesehen eine Abtreibung eine Tötung, was denn sonst. Man nennt es nur nicht so. Der gesellschaftliche Konsens und damit juristische Kompromiss ist lediglich der, dass man eine solche Tötung im Rahmen einer Güterabwägung in Kauf nimmt, um Mutter und Kind etwas zu ersparen von dem man ausgeht, dass es letztendlich für alle Beteiligten schlechter wäre.
    Man kann nun mit Fug und Recht der Ansicht sein, dass ein potentieller Vater, der ein klares positives Commitment für eine gute Zukunft des Kindes wäre, diese Güterabwägung zugunsten des ungeborenen Lebens ( quasi in dubio pro Baby) verändern würde. Selbst wenn es für die Mutter aus welchen Gründen auch immer schwierig wäre, ihren Mutterpflichten nachzukommen.

    • Katharina sagt:

      MF: Und wie wägen Sie ab, dass eine schwangere Frau innerhalb der Parameter der Fristenlösung nicht gezwungen werden kann, die Schwangerschaft auszutragen?

      Ohne Zwang aber wäre ein ‚klares positives Commitment‘ – rechtlich verbindlich – aber mMn eine Möglichkeit. Im Kalifornischen Recht ist dies möglich. Es ist aber meist ‚irrevocable‘. Auch, was Rechte der Mutter betrifft. d.H. Auch sie überlässt Rechte und Pflichten auschliesslich in unserem Beispiel hier dem Mann, unwiderrufbar. Andere Varianten sind, im Affidavit im Rahmen von Survivorship, oder auch mit einer fix festgelegten Review in x Jahren dies zu regeln. Solche Dokumente müssen von beiden vor Zeugen unterzeichnet sein.

      Dem Kind bleibt aber IMMER das Recht Identitäten zu erfahren und den Kontakt zu suchen.

      • Martin Frey sagt:

        Eine Patentlösung habe ich auch nicht, Katharina. Ich halte aber die gängige Lösung für suboptimal, weil sie zwar vollumfänglich den Bedürfnissen der Frau entgegenkommt, denen des Vaters aber nur bedingt gerecht wird, und denen des Kindes schon gar nicht. So etwas wie ein unverbindliches Anhörungsrecht ist für die Katz und angesichts des Umstandes, dass bereits ein einmaliges Beratungsgespräch offenbar als Zumutung empfunden wird, obsolet.
        Ich kann mir aber gut derartige Lösungen vorstellen wie von Ihnen skizziert. Diese müssten, ähnlich wie auch bei Leihmutterschaften, natürlich rechtlich verbindlichen Charakter haben.
        Dass dem Kind das Recht verbleibt, Identitäten zu erfahren, finde ich persönlich völlig o.k. Sowieso fehlt mir bei der ganzen Thematik durchwegs das Kindswohl-Argument.

    • Anh Toàn sagt:

      @MF „Selbstverständlich ist biologisch gesehen eine Abtreibung eine Tötung, was denn sonst. “

      Ich habe nie bestritten, dass es eine Tötung sei, ich habe bestritten, es sei Tötung eines Menschen.

      Ein werdender Mensch ist gerade zur Zeit kein Mensch. Erst später ist er einer, falls er geboren wird.

      Das sagt Strafrecht seit langer Zeit. Und Abtreibung ist strafbar, seit Pflicht der Frau Kinder gebären ist über die Rechte eines Fötus hat sich da kaum jemand Gedanken gemacht, nicht mal Menschen hatten da Rechte, nur ein paar Männer.

      • Anh Toàn sagt:

        Auch die Bibel verbietet nirgendwo Abtreibung. Und „Du sollst nicht töten“ meint die Bibel an vielen Orten aber auch anderes, das ist nicht so absolut. Und dann gibt es einige Stellen in der Bibel, welche Schwangerschaftsabbruch unter Umständen nahelegen: „Wenn einer hundert Kinder zeugte und viele Jahre lebte, bis ins hohe Alter, aber er könnte sein Glück nicht geniessen – ich müsste sagen: Glücklicher ist die Fehlgeburt. Denn sie kommt in Nichtigkeit, […] sie weiss von nichts […].“

        Abtreibung wurde lange verbreitet angewendet bevor plötzlich die Idee aufkam, dies sei strafbar. Und als die Idee aufkam, war das nicht, weil man Föten im Allgemeinen so viel Rechte begann einzuräumen.

      • Anh Toàn sagt:

        Strafrecht: Googeln Sie: „Mann sticht auf Schwangere ein – Doppelmord“

        Ein Mann hat eine Schwangere erstochen, um sich vor Unterhaltszahlungen zu drücken. Habe mich als Jurist gefragt, ob stimmt was ich behaupte: Wie wird die Tötung einer Schwangeren mit Todesfolge für das Ungeborene bestraft? Mord und Abtreibung gegen den Willen der Schwangeren, oder einfach Mord? Da habe ich gegoogelt rasch. Nur 1 Leben.

        Bei den Römern war Abtreibung lange straflos, bei Naturvölkern sowieso, aber irgendwann nicht mehr, wenn gegen den Willen des Ehemannes: War ja Beschädigung „seines Eigentums“.

        Und an genau dies erinnert mich, wenn gefordert wird, der Frau die Abtreibung zu verbieten, wenn der Erzeuger das Kind will. Das hat nicht mehr Rechte, ob es der Erzeuger will oder nicht.

      • Anh Toàn sagt:

        Man kann, wie Sie, sehr geehrter Herr Frey, mit den Rechten eines eigenen Lebewesens im Bauch der Mutter argumentieren. Aber dann kann zumindest ich dies nicht abhängig davon machen, ob es der Vater will. Das kann da doch nichts dazu, dass Vater und Mutter nicht solche sein wollen, und dann muss es sterben. Das kann ja auch mit Adoptiveltern ein gutes Leben haben?

      • Martin Frey sagt:

        Das sind alles richtige Ausführungen, AT. Vom juristischen Standpunkt haben Sie zweifelsohne recht. Meine Argumentation war aber weder biblischer (liegt mir fern) noch letztendlich juristischer Natur. Ich wehre mich dagegen, das biologisch zu begründen, denn gerade biologisch gibt es wenig gute Gründe dafür, was wir tagtäglich tun.
        Wie Sie dargelegt haben gibt es immer auch eine Art Gewohnheitsrechte für Dinge, die seit Jahrhunderten in grösserem Ausmass getan werden. Dies floss und fliesst selbstredend in die Rechtssprechung ein, wie auch andere gesellschaftliche und religiöse Aspekte. Beispiel dafür ist sicher auch die ganze Drogendiskussion. Persönlich bin ich überzeugt dass Tabak heute illegal erklärt würde wenn es heute auf den Markt käme, Aspirin wäre womöglich rezeptpflichtig.

      • Martin Frey sagt:

        Eigentlich habe ich manchmal sogar den Eindruck dass beinahe alle Einflüsse in der Rechtssprechung höher gewichtet werden als biologische oder medizinische Aspekte.
        „Das kann da doch nichts dazu, dass Vater und Mutter nicht solche sein wollen, und dann muss es sterben. Das kann ja auch mit Adoptiveltern ein gutes Leben haben?“
        Genau so ist es halt eigentlich, nur wurde dem bis dato keinen Stellenwert eingeräumt wenn man ehrlich sein will. Der Kompromiss der Fristenlösung ( mehr war es wirklich nicht) entstand ja unter der Prämisse, dass eine Interruptio nicht so schlimm sei in der frühen SS und es einem Kind ja auch nicht gedient wäre wenn es aus einer Notlage unter schlechten Bedingungen geboren würde. Die alle Anpassungen ablehnende Haltung beruht ebenso auf dem Gewohnheitsrecht.

      • Martin Frey sagt:

        Denn wenn man rein juristisch argumentiert, gäbe es eigentlich keinen Grund, die Fristenlösung konsequenterweise nicht bis zum Geburtstermin zu erstrecken. Das selbst Juristen dabei nicht so wohl wäre zeigt mir einfach, dass das alles nicht so einfach ist.

      • Muttis Liebling sagt:

        Man sieht wieder mal deutlich, dass man sich Jahre damit beschäftigen kann, die Peripherie von (scheinbaren) Problemen auszuloten und trotzdem keinen Schritt weiter kommt. Deshalb noch einmal:

        1. Aktive Schwangerschaftsunterbrechungen gibt es bei allen höheren Säugern. Die sind eben so Teil von Leben, wie Krankheit und Tod und stehen damit ausserhalb (meist) infantiler Moralvorstellungen.

        2. Fast alle OECD- Staaten haben um 1980 die hormonale Kontrazeption und die Interruptio legalisiert, um illegale Aborte zu präventieren und damit die Müttersterblichkeit zu senken.

        Nachdem Polen zur Jahrtausendwende zum erzkatholisch geprägten Nationalstaat mutierte und die Interruptio zwar legal blieb, aber öffentlich sanktioniert ist, verdreifachte sich die Müttersterblichkeit.

      • Anh Toàn sagt:

        Martin Frey: „„Das kann da doch nichts dazu, dass Vater und Mutter nicht solche sein wollen, und dann muss es sterben. Das kann ja auch mit Adoptiveltern ein gutes Leben haben?“
        Genau so ist es halt eigentlich, nur wurde dem bis dato keinen Stellenwert eingeräumt wenn man ehrlich sein will. Der Kompromiss der Fristenlösung …“

        Wenn die Schwangere abtreibt, verletzt sie das Recht auf Leben des Fötus. Wenn ich oder Gesellschaft / Staat ihr dies verbieten, verletzten wir ihr Menschenrecht auf körperliche Integrität: Das Recht des Fötus auf Geburt kann nur durchgesetzt werden, mittels massivster Verletzung der Rechte der Mutter an ihrem Körper.

        Die Frau hat bei Ihnen keine Rechte. Rechte haben der Fötus UND vor allem der Erzeuger. Die Frau muss gebären, das ist ihre Pflicht.

      • Anh Toàn sagt:

        @Martin Frey: “ Denn wenn man rein juristisch argumentiert, gäbe es eigentlich keinen Grund, die Fristenlösung konsequenterweise nicht bis zum Geburtstermin zu erstrecken. Das selbst Juristen dabei nicht so wohl wäre zeigt mir einfach, dass das alles nicht so einfach ist.“

        Ich hätte kein Problem damit, die Abtreibung bis zur Geburt zu erlauben: Ich behaupte, es gäbe weniger Abtreibungen: Die Beziehung einer Schwangeren zum Ungeborenen wächst während der Schwangerschaft: Wenn frau später noch abtreiben könnte, muss sie heute nicht, und tut es dann vielleicht später nicht.

      • Anh Toàn sagt:

        Wir betrachten die körperliche Integrität als fast unantastbar: Der Staat braucht massiv überwiegende öffentliche Interessen: Im Krieg ist die Existenz des Staates gefährdet, da gibt es in der Schweiz Todesstrafe, Soldaten verlieren ihre Menschenrechte. Eine Krankheit könnte allenfalls mit Impfzwang bekämpft werden, ist aber schwer umstritten, ab wann zulässig. „Wir“ sagen einem Kinderschänder: Entweder einsperren oder kastrieren (keine Rückfallgefahr(?)). Zwangskastration no go.

        Verletzung der körperlichen Integrität geht bei überwiegenden ÖFFENTLICHEN Interessen. Sowohl eine Schwangerschaft und Geburt, als auch eine Abtreibung, sind gegen den Willen der Frau eine massive Verletzung deren körperlicher Integrität.

      • Anh Toàn sagt:

        Treibt die Schwangere ab, verletzt sie die Rechte des Ungeborenen. Die Menschenrechte sind aber mal in erster Linie als Abwehr gegen den Staat konzipiert: Indem dieser Abtreibung nicht verbietet, verletzt er nicht das Recht des Fötus, er schützt diese nur nicht vor anderen. Vor der der Mutter kann er diese nur schützen, indem er deren körperliche Integrität massiv verletzt. Was ist das ÖFFENTLICHE Interesse daran? (Neue Kinder braucht das Land?)

        Bei Abtreibung verletzt die Mutter Rechte des Fötus, bei Abtreibungsverbot verletzt der Staat die Rechte der Mutter. Die Schwangere kann die Rechte des Fötus verletzten, weil sie der Staat nicht daran hindern kann, ohne ihre elementaren Menschenrechte zu verletzen, und diesen keine überwiegenden öffentlichen Interessen gegenüber stehen.

      • Anh Toàn sagt:

        Und wenn Sie kommen, sportpapi und MF, und all meine Argumente zerpflücken, und sagen:

        „Der Zweck (Schutz des Lebens, des ungeborenen) heiligt das Mittel (Verletzung der körperlichen Integrität der Schwangeren)“ entgegne ich:

        Verbot von Abtreibung kann nur ganz wenige Abtreibungen verhindern, also ganz wenige Leben retten. Dafür wird das Leben vieler Schwangeren gefährdet, die trotz Verbot abtreiben wollen (siehe z.B. Indien, mit Verbot der pränatalen Geschlechtsbestimmung: Es gibt dann Banden, die mit mobilen Praxen (Kleinlaster) in die Dörfer fahren, Geschlechter von Föten bestimmen und wenn es falsch ist, gleich abtreiben).

        Ein Abtreibungsverbot gefährdet mehr Leben, als das es schützt. Ein untaugliches Mittel lässt sich nicht rechtfertigen, nie.

      • Martin Frey sagt:

        „Verbot von Abtreibung kann nur ganz wenige Abtreibungen verhindern, also ganz wenige Leben retten. Dafür wird das Leben vieler Schwangeren gefährdet“ Sie sind natürlich intelligent genug, die Argumente zu bringen von denen Sie wissen dass sie stichhaltig sind, auf die anderen (so zB Selbstverantwortung) gehen Sie geflissentlich nicht ein, AT. Persönlich halte ich die Argumentationslinie mit dem heiligen Gral der körperlichen Integrität, den Menschenrechten (ohne die jedoch für das Ungeborene gelten zu lassen) für nicht ungefährlich. Immerhin sind Sie nun soweit anzuerkennen, dass eine Abtreibung die Rechte, die Integrität des Föten tangiert.
        Heikel finde ich Ihre Argumentation darum, weil es natürlich nicht so ist, dass ein Individuum mit dem eigenen Körper machen kann wie es beliebt.

      • Martin Frey sagt:

        „Die Menschenrechte sind aber mal in erster Linie als Abwehr gegen den Staat konzipiert“
        Es ist aber vielmehr der Staat der für die Überwachung und Durchsetzung der Menschenrechte besorgt ist. Derselbe Staat schreitet jedoch mit Vehemenz ein, wenn das Individuum Hand an sich legt, obwohl kein öffentliches Interesse auf dem Spiel steht. Selbstverstümmelungen, Automutilation bis hin zu suizidalen Handlung versucht er konsequent zu unterbinden. Beim Austragen einer Schwangerschaft wird niemand verletzt, bei einer Interruptio wird der Fötus getötet, gemäss Ihrer (juristisch geprägten Lesart) ist diese selbst gewünschte Selbstverletzung (immer unter Ihrer Prämisse dass es nur um den weiblichen Körper geht) aber in dem Fall immer ok.

      • Martin Frey sagt:

        Sie gehen noch weiter und sagen (richtigerweise) dass wir staatlich organisiert durchführen sollten was sowieso auch sonst getan wird, mit höherer Gefährdung für Mütter. Im demselben Umkehrschluss müsste man aber auch eine staatliche Durchführung von Genitalverstümmelungen fordern, seien es rituelle männliche Beschneidungen, aber in letzter Konsequenz auch FGM. Denn das gleiche Argument auch hier „es wird sowieso gemacht, so wären aber die Risiken geringer.“
        Sie finden das absurd? In den letzten Jahren wurde das ernsthaft diskutiert. Persönlich bin ich zwar anderer Auffassung, aber Sie sehen wo uns Ihre Argumentation in letzter Konsequenz hinführen könnte.
        Ich teile daher Ihre Argumente, AT, nur bedingt, weil Sie für einseitig legalistisch, zwiespältig und teils widersprüchlich halte.

  • Franz Pfister sagt:

    „Aus Männersicht muss die Tatsache frustrierend sein, dass bei dem Thema immer die Frau die Entscheidungshoheit hat, weil nun mal nur sie das Kind austragen kann. Will ein Mann aber auf gar keinen Fall ein Kind, gibt es bekanntlich auch für ihn Mittel und Wege, um sicherzustellen, dass kein Nachwuchs gezeugt wird.“

    Dann stellen wir das doch mal „sicher“:

    „Schatz ich liebe dich und bin glücklich, dass du mich geheirat hast. Da mir Frau Kuster aber empfohlen hat, dir nicht zu vertrauen, werden wir keinen GV mehr haben bis auch ich Kinder will.“

  • Mega Pearl sagt:

    Ich bin immer wieder traurig wenn ich sehe, welche Einstellung man zum Kind hat. Ich habe schon vier mal miterlebt, wie (m)ein Kind entstanden ist und es sich entwickelt hat, jedes ist anders und einzigartig mit seinem Charakter, mit seinen Stärken und Schwächen. Wie kann man so etwas wegmachen, entsorgen? Auch wenn es nicht immer einfach ist, ich bin schon jetzt neugierig, was für ein Mensch unser fünftes Kind wird.

  • Malena sagt:

    „Wir Frauen habe in diesem Thema die Macht, das ist von Natur aus so gemacht worden.“ Hmmm, kann man so sehen. Wir haben aber zurecht auch Gesetze, welche die Männer davon abhalten, ihre naturgegebene Macht (körperliche Stärke) einzusetzen um sich zu holen was sie wollen.

  • Marcel Zufferey sagt:

    Wirkliche Gleichberechtigung bedeutet gleichberechtigtes Mitspracherecht- oder zumindest eine juristische Reduktion der entsprechenden Pflichten für Männer!

    Selbstverständlich gehört der Bauch einer Frau- und die Entscheidungsbefugnis über ein ungeborenes Kind- ihr ganz alleine! Aber Männer sollten zumindest juristisch die Möglichkeit dazu haben, die Vaterschaft mit allen Konsequenzen abzulehnen- analog zum Abtreibungsrecht der Frauen!

    Damit sollte allen beteiligten Interessen Genüge getan sein: Mein Bauch gehört mir- das gilt selbstverständlich auch für meinem Vorschlag. Daran ändert sich absolut nichts! Und für die Männer wiederum würde ein absolut gleichberechtigtes Mitspracherecht bestehen, dass lediglich juristisch anwendbar ist, aber nicht biologisch!

    • Hans Hintermeier sagt:

      Besten Dank für diesen Beitrag.
      Ich kann mir nicht vorstellen, dass Frauen, die sich für Gleichberechtigung einsetzen, etwas gegen diesen Vorschlag einwenden können, wenn Gleichberechtigung keine Einbahnstrasse sein soll.
      Hiermit wären in dieser Sache endlich die Rechte und Pflichten gleichmässiger verteilt und dem Samenklau würde ein Riegel vorgeschoben werden (was vor allem auch den Kindern zugute kommt).

      • Marcel Zufferey sagt:

        Nun, ich denke, juristisch betrachtet, wäre das sogar relativ einfach umsetzbar. Eine entsprechende Volksinitiative wäre zumindest ins Auge zu fassen- falls alle Stricke reissen! Wären Sie dabei? Ich meine, ständig Kommentare zu schreiben, ist das eine- endlich aktiv zu werden das andere! Obwohl ich schon in x Männergruppen dabei war und diesbezüglich auf einen reichen Erfahrungsfundus zurückgreifen kann. Allen Gruppen gelang allerdings eines nicht: Männer für eigene Interessen zu mobilisieren! Ein Wermutstropfen verbleibt dennoch: Sowohl den Feministinnen als auch der Politik gelingt das bis dato ebenfalls nicht! Über die Gründe für das notorische Schweigen der Männer kann nur spekuliert werden…

      • Hans Hintermeier sagt:

        Wie kann ich dich kontaktieren?

      • Franz Pfister sagt:

        Um Rechtsgleichheit zu schaffen würde ich diesen Vorschlag auch unterstützen, ich sehe aber in der realen Welt einige Probleme.
        Für folgende Szenarien taugt dieses „Distanzierungsrecht“ nicht:

        – Die Mutter weiss nicht dass sie schwanger ist (so etwas solls geben), sie kann es dem Vater folglich nicht sagen, d.h. er kann von seinem Distanzierungsrecht nicht mehr Gebrauch machen weil es schon nach der 18. SSW ist.
        – Die Mutter verschweigt dem Vater dass sie schwanger ist, er kann von seinem Distanzierungsrecht nicht mehr Gebrauch machen weil es schon nach der 18. SSW ist.

      • Franz Pfister sagt:

        – Der Vater ändert seine Meinung ein Kind zu wollen nachdem die Mutter schwanger wurde bzw. der Vater ändert seine Meinung erst nach der 18. SSW. Wer ist jetzt welchen Beweis zur vorherigen Abmachung schuldig?
        – Die Mutter ändert ihre Meinung kein Kind zu wollen nachdem sie schwanger wurde. Wer ist jetzt welchen Beweis zur vorherigen Abmachung schuldig?
        Sollte das Distanzierungsrecht in diesen Fällen noch anwendbar sein?

        Wenn es rechtlich etwas wert sein soll, läuft es darauf hinaus, dass Mutter und Vater jeden Monat ein (notariell beglaubigtes?) Formular zur Absichtserklärung unterschreiben – sehr realistisch!

      • Franz Pfister sagt:

        Selbst wenn sich alle einig sind, ist der „Aufwand“ fürs Kind immer noch vorhanden auch wenn der Vater nicht mehr verpflichtet werden kann.
        Das werden auch die Sozialämter (=Steuerzahler) auffangen müssen.
        Wieso sollen die Mitmenschen für unbedachte Rumvögler zahlen müssen? Wer Sex hat, „riskiert“ ein Kind zu bekommen, punkt.

        Zur Weggabe von Kindern noch eine Frage für die Juristen:
        Wenn die Mutter das Kind zur Adoption freigeben (oder in die Babyklappe geben) will, kann der Vater nichts dagegen tun, dass sein Kind bei jemand anderem aufwächst? Bzw. hat der Vater ein „Vorrecht“ auf sein Kind?
        Falls nein, wäre das etwas das geändert werden MUSS.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Also spätestens, wenn die Monatsblutung ausbleibt, hätte sie die Pflicht einen Schwangerschaftstest durchzuführen (Holschuld). Es ist eben typisch, dass der Staat auf Kosten der Männer sparen will. Heute ist der Mann definitiv die Geisel des Staates: Militärpflicht/ oder Ersatzabgabe, höheres AHV- Alter , Scheidungsrecht, Vaterschaftstest … Die Rechte und Pflichten sind eben in der CH sehr ungleich verteilt und zwar nur zum Nachteil der Männer. Wahrscheinlich kann man mit keiner Regelung 100% der Fälle fair lösen, wenn aber bereits 90% der Fälle gerechter gelöst werden würden, wäre dies meiner Meinung nach schon gerechtfertigt.

      • Franz Pfister sagt:

        Perfekt ist manches Gesetz noch nicht, stimmt. Auch für Frauen.

        Aber zurück zum Thema:
        Lassen wir die „Holschuld“ mal so stehen (auch wenn ich persönlich das etwas anders sehe)

        Bleiben noch mindestens 3 Szenarien übrig die zeigen wie nutzlos die Idee ist, da nur mittels monatlich aktualisierter (notariell beglaubigter?) Absichtserklärung möglich ist, die Fragen zu klären die geklärt werden müssen bevor das Distanzierungsecht genutzt werden könnte.
        Das ist schlicht nicht realistisch.

        Sinnvoller wäre es, dass ein Vater „sein“ Kind aberkennen kann wenn der Vaterschaftstest (der auch dem Vater offenstehen MUSS) zeigt, dass es eben nicht sein Kind ist und er dadurch keine Pflichten und Rechte mehr am Kind hat.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Mit dem Vaterschaftstest gebe ich Ihnen natürlich Recht; noch schlimmer ist es, wenn es nicht mal das Kind des betroffenen Mannes ist (pro Schulklasse gibt es mind. 1 Kuckuckskind). Zu Ihren Fällen: es müsste in diesem Fall eben mit dem Schwangerschaftstest (inkl. Bedenkfrist) schriftlich festgehalten werden, dass beide das Kind anerkennen (Formulare könnten bspw. bei den Frauenärztinnen abgeholt werden). Zu diesem Zeitpunkt können alle ja noch reagieren (ausser der Mann heute).

      • Franz Pfister sagt:

        Die zwingende Anerkennung der Vaterschaft vor Ablauf der 18. SSW ansonsten wird kein Vater erfasst und alle Rechte und Pflichten gehen allein an die Mutter.

        Wäre eine Möglichkeit.

        Stellen sich die nächsten Fragen:
        Was wenn der von der Mutter genannte Vater das Kind nicht anerkennt?
        Zwang zum Vaterschaftstest? Für alle potenziellen Väter bis er gefunden wurde? Wer bezahlt das?
        Ist das mit bestehenden Gesetzen vereinbar?

        Das ist nicht realistisch.

        Wer Sex hat, riskiert ein Kind zu bekommen:
        Wenn der Mann der Frau nicht vertraut, sollte er auf Sex, bzw. GV verzichten.
        Genau wie die Frau auch wenn sie dem Mann nicht vertraut, dass er ihr mit dem Kind beistehen wird.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Ja, in letzter Konsequenz müsste auch der Vater einen Vaterschaftstest über sich ergehen lassen (Analog der Holschuld), ich denke es ist ja vor allem auch im Kindsinteresse zu erfahren, wer der Vater ist. In der Forensik werden ja auch DNA- Proben genommen bei Vergewaltigungen. Wer soll das bezahlen? Die Mutter und der Vater? Die Krankenkasse? Ist das wirklich so teuer? Hoffe nicht, dass diese Frau im Fraglichen Zeitpunkt mit >10 Männern GV hatte und wenn doch, wäre der feste Mann ja doppelt bestraft, wenn sie ihm auch noch das Kind anhängt.

      • Hans Hintermeier sagt:

        In einer festen Beziehung wird oft vereinbart, dass die Frau verhütet, damit keine Kondome benutzt werden müssen, was oft beiden besser gefällt. Die Frau bekommt plötzlich einen starken Kinderwunsch und setzt heimlich die Verhütung aus. Sie denkt, dass sich der Mann dann schon über das Kind freuen wird, wenn es dann erst mal da ist. Wie im Blog beschrieben wurde, sind die heutigen Männer ja „Bremser“, da kann Frau schon über ihn hinweg entscheiden, schliesslich schläft sie ja mit ihm und ein Kind ist doch etwas Schönes, später wird er ihr dann schon dankbar sein. Gerade einfühlsame und verlässliche Männer laufen Gefahr, dass die Frau ihn mit einem Kind an sich binden möchte, ihn sozusagen zu seinem Glück zwingen möchte. Sie meinen es ja nicht böse, er wird es ja nie erfahren…

      • Marcel Zufferey sagt:

        Wir haben es hier mit dem Vertragsrecht zu tun. Jeder Vertrag kann naturgemäss innert verschiedenster Fristen (je nach Art des Vertrages und der Form, wie er abgeschlossen wurde) unmittelbar nach Abschluss wiederrufen werden. Sind die Fristen aber erst einmal abgelaufen, sind sich beide Vertragspartner einig- ergo ist der geschlossene Vertrag rechtsgültig und sollte nicht wieder aufgelöst werden (ausser die kündigende Partei kommt für die Folgen vollumfänglich auf). Die Realität im Vertragsrecht zeigt, dass sich beide Parteien i. d. R. an einen Vertrag halten: Ein Vertrag ist eine Willensbekundung mit einem klar definierten Gültigkeitsbereich, in dem sowohl die Rechte als auch die Pflichten aller beteiligten Parteien verbindlich geregelt sind, da gibt es kein Wenn und Aber!

      • Susi sagt:

        F.P.: „Wenn der Mann der Frau nicht vertraut, sollte er auf Sex, bzw. GV verzichten.
        Genau wie die Frau auch wenn sie dem Mann nicht vertraut, dass er ihr mit dem Kind beistehen wird.“

        Was für ein Schmarren. Als müsste man jedem vertrauen, mit dem man Sex hat. Muss man auch noch das Sternzeichen kennen? (Ich kannte es von jedem. Für meine persönliche Astrologieforschung. 😉 ) Geht auch ohne. Aber: „Im Minimum än Gummi drum.“

      • Franz Pfister sagt:

        @HH: Merken Sie nicht wie unrealistisch der erzwungene VT in diesem Fall ist?
        Eine kurze Google-Suche zeigt die reine Laborarbeit wird ca. 300.- pro Test sein.
        Dazu kommt der Behördenapparat: Aufgebot zum Test, ggf. Verfügung, ggf. Gericht, ggf. Polizei etc. pp.
        Und das alles für jeden einzelnen Mann den die Mutter als potenziellen Vater benennt.

        @MZ: Das Vertragsrecht stellt hier niemand in Frage, bloss ob es Anwendung finden kann. Versuchen Sie einen Vertrag zu formulieren der die oben genannten Szenarien berücksichtigt und nicht gegen geltendes Recht verstösst. Zudem: Ohne BG-Urteil kann auch nicht von Rechtssicherheit gesprochen werden.

      • Franz Pfister sagt:

        @Susi: Für Sex allein brauchts kein Vertrauen, hat niemand behauptet.
        Für die Erwartungshaltung „Diese Frau zwingt mir (Mann) kein Kind auf“ bzw. „Dieser Mann bleibt bei mir (Frau) und unserem Kind“ aber schon. Darum dreht sich ja eben die Diskussion.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @FP: Zu den Kosten: ich denke nicht, dass dies so viele Extrem-Fälle wären, dass es an den Kosten scheitern würde. Mit Ihrer Logik, könnte aber der Staat nirgends aktiv werden, z.B. auch nicht bei Vergewaltigung: die vielen DNA-Untersuchungen, Behörden usw… Unsere Kinder sollten uns dieses Geld wert sein, d.h. sie haben ein Recht zu erfahren, wer ihr Vater ist.

      • Franz Pfister sagt:

        @HH: Es geht nicht nur um die Kosten, aber auch.
        Sie beantworten keine meiner Fragen:
        – Für alle potenziellen Väter bis er gefunden wurde?
        – Wer bezahlt das?
        – Ist das mit bestehenden Gesetzen vereinbar?

        Und mit Verlaub, ihr „Logik“-Argument kommt eher wie eine verzweifelte Ausrede daher:
        Wird denn der Staat überall aktiv wo er (nach Meinung mancher) sollte wenn die Kosten egal wären?
        Verhältnismässigkeit heisst das Zauberwort.

      • Marcel Zufferey sagt:

        @FP: Inhaltlich ist so ein Vertrag zw. zwei bereits in einer irgendwie gearteten, festen Beziehung lebenden Partner ganz einfach formulierbar: Der Mann will ein Kind oder eben nicht. Wo genau soll hier das Problem liegen? Ein Schwangerschaftstest bei Abschluss des Vertrages genügt. Alles weitere regelt der Vertrag. Sein Gültigkeitsbereich ist ja klar definiert! Sie machen die Sache (wohl nicht ganz unbeabsichtigt, wie mir scheint) komplizierter, als sie ist. Jeder Vertrag hat zum Ziel, einen Grossteil der Unwägbarkeiten des Gegenstandes, den er beinhaltet, zu regeln und den Vertragsparteien sowohl Rechte, als auch Pflichten aufzuerlegen! Sie tun ja geradezu so, als ob diesem Sachverhalt kein einziger Vertrag auf dieser Welt genügend Rechnung tragen könnte!

      • Hans Hintermeier sagt:

        @FP: ich habe alle Ihre Fragen beantwortet, aber weil Sie es sind nochmals explizit:
        – Ja, für alle potenziellen Väter bis er gefunden wurde? (ist ja eine überschaubare Gruppe, selten >10)
        – Wer bezahlt das? (Die Erzeuger? KK? Staat?, für mich ist alles möglich, denn es geht ja auch darum, dass das Kind erfährt, wer sei Vater ist)
        – Ist das mit bestehenden Gesetzen vereinbar? Ja, in der Forensik wird es bereits angewendet z.B. bei Vergewaltigungen werden z.T. über >100 Männer flächendeckend getestet.

        „Verhältnismässigkeit heisst das Zauberwort.“ Ja, eben auf die Verhältnismässigkeit habe ich ja explizit hingewiesen.
        –> ich denke nicht, dass dies so viele Extrem-Fälle wären, dass es an den Kosten scheitern würde.
        Bin gespannt, was Sie als nächste Ausrede bringen!

      • Hans Hintermeier sagt:

        Und nochmals zur Verhältnismässigkeit: Die Kinder sollten und das klar wert sein, sie haben ein Recht zu erfahren, wer ihr biologischer Vater ist und der Mann hat auch ein Recht zu erfahren, ob er der Vater ist (es sind ja enorme Pflichten damit verbunden).

    • Widerspenstige sagt:

      Gewisse Männer haben sich schon immer aus dem Staub gemacht, deshalb mussten Gesetze her. Frauen haben da nicht viel Auswahl u können nicht einfach davon laufen: entweder Hormonflut mit entsprechenden Folgen oder Risiko einer Schwangerschaft. Dieses Ansinnen einer vertraglichen Regelung ist einfach nur noch bigott. Es wäre an der Zeit, sich zu solidarisieren mit der Frau, mit der Mann ins Bett steigt. Und nein, es gibt kein Recht auf Sex ohne Verantwortung für die möglichen Folgen. Dieser Wunschgedanke geistert seit ewigen Zeiten in den Köpfen aller Beteiligter. Auch Frauen hätten gerne bedenkenlos Sex ohne lästiger Gedanke an mögliche Folgen. Aber sie lässt Fremdes rein in ihren Körper, der Mann dringt ein in fremden Körper. DAS ist einfach ein grösseres Risiko für die Frau!

      • Hans Hintermeier sagt:

        „Es wäre an der Zeit, sich zu solidarisieren mit der Frau, mit der Mann ins Bett steigt.“

        Wenn die Frau vorsätzlich den Mann anlügt bezüglich der Verhütung? Betrug von Frauen ausgeübt, darf nie hinterfragt werden, ist immer richtig und hat immer seine berechtigten Gründe? Ist das ein Sakrileg?

      • Marcel Zufferey sagt:

        Das Äquivalent zu den Männern, die sich ‚aus dem Staub machen‘ ist die Frau, die einem Mann ganz bewusst- aus welchen Gründen auch immer, das lasse ich mal offen- ein Kind unterjubelt. Hier muss Rechtsgleichheit her, ob es nun in Ihr stark ideologisiertes Weltbild passt oder nicht, WS! Sie benehmen sich wie ein Patriarch alten Schlages, der um seine Privilegien fürchtet! Das wirkt langsam etwas mühsam, egal, welcher Argumente sie sich gerade bedienen!

      • Widerspenstige sagt:

        Dann bleibt ja ein Vaterschaftstest wie oben beschrieben.
        Was für eine schräge Wortwahl wie ‚vorsätzlich anlügt‘ und ‚Betrug‘ für gemeinsames sich Tummeln zwischen den Laken, Hans H…..

        Nochmals und mit Nachdruck: es gibt entsprechende Gesetze für solche Fälle. Für flüchtige Begegnungen ist kein Kraut gewachsen und es bleibt beim Verständnis, Einsicht, Kommunizieren und das vor, während und nach einem Sich-Tummeln. Wer das nicht will, soll ins B ordell gehen. Alle anderen Frauen bleiben tabu für solches Ansinnen wie vertragliche Abmachung für Folgen! Ist das jetzt lang und breit genug diskutiert worden oder gibt es noch Fragen??

      • Hans Hintermeier sagt:

        @WS: Betrug hat sich noch auf den vorangehenden Satz bezogen, also auf das Anlügen bzgl. der Verhütung.
        Und ein Vaterschaftstest kann der Mann nur machen, wenn die Frau einverstanden ist damit und sonst nicht, er macht sich sonst strafbar (bitte informieren Sie sich zuerst). Es geht ja eben darum, dass der Vater auch einen Vaterschaftstest machen kann, ohne die Erlaubnis der Mutter (man glaubt es kaum, aber dies ist in der CH nicht möglich!)

      • Widerspenstige sagt:

        Das weiss ich auch u ist mit gutem Grund nicht erlaubt in der Schweiz. In meiner Aussage ist es verpackt, dass ein Vaterschaftstest GEMEINSAM veranlasst wird. Sonst gibt es noch andere Wege, die ich hier aber nicht nennen werde. Also gibt es Möglichkeiten, sich vor einer ungewollten Vaterschaft zu distanzieren. Es liegt auf der Hand, dass sich gewisse Herren der Schöpfung – sorry, aber ich muss dieses Clischee jetzt doch plazieren – offensichtlich davor drücken wollen, sich mit dem Betthäschen näher auseinander zu setzen und sich hinter Verträgen verschanzen wollen. Wie ein Businessvertrag!! So sind sie jeweils frei von jeglicher Schuld und so weiter und so fort… * Augenverdrehe

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Vorsätzlich anlügen, betrügen ist also eine schräge Wortwahl, sich aus dem Staub machen aber korrekt.
        Und doch, Frauen können einfach davon laufen. Bzw. das Problem beseitigen. Es geht hier um Nichts anderes, als dass Männer im Notfall ein vergleichbares Recht erhalten würden.
        Zuletzt kommst du immer wieder mit der Idee, dass die Gesellschaft die (finanzielle) Versorgung der Kinder übernehmen soll, um Streit zu verhinden. Das heisst dann konkret, dass die Frau gar nicht mehr darauf angewiesen ist, sich mit dem Mann zu einigen, sich zu arrangieren, seine Rechte zu beachten. Das macht ganz sicher keinen Sinn, schon gar nicht aus Sicht der Kinder. Vielmehr sollte es darum gehen, dass grundsätzlich beide Partner in der Verantwortung sind und bleiben.

      • Sportpapi sagt:

        „mit gutem Grund nicht erlaubt in der Schweiz.“ Der da wäre?

  • Hans Hintermeier sagt:

    Mit dem Vaterschaftstest gebe ich Ihnen natürlich Recht; noch schlimmer ist es, wenn es nicht mal das Kind des betroffenen Mannes ist (pro Schulklasse gibt es mind. 1 Kuckuckskind). Zu Ihren Fällen: es müsste in diesem Fall eben mit dem Schwangerschaftstest (inkl. Bedenkfrist) schriftlich festgehalten werden, dass beide das Kind anerkennen (Formulare könnten bspw. bei den FrauenärztInnen abgeholt werden). Zu diesem Zeitpunkt können alle ja noch reagieren (ausser der Mann heute).

    • Widerspenstige sagt:

      Ein Vaterschaftstest kann man jederzeit anfordern – die möglichen Folgen müssen aber gemeinsam durchgestanden werden. Es gibt auch da kein Gesetz, welches die emotionalen Berg-und-Talfahrten der Beteiligten auffängt. Ausser natürlich Paartherapie etc.

      Mein Vorschlag wäre immer noch die Einführung des Grundeinkommens, denn das würde finanzielle Fiaskos etwas auffedern für genau solche Fälle:
      a) Müttern wird eine Basis gegeben monatlich via Staat und nicht via Alimente
      b) Vätern wird eine Basis gegeben monatlich via Staat und losgelöst von Alimenten
      c) Kindern wird eine Basis gelegt losgelöst von Zänkerei um ihr Dasein von Mama und Papa
      c) Kinderlose fühlen sich weniger bemüssigt, sich dafür verteidigen zu müssen
      Alle anderen sind bereits schon unabhängig und zufrieden o_o

  • Tina sagt:

    @FP: Sie haben das sehr gut geschildert, das sehe ich auch so. Das Gesetz ist realistisch gesehen gar nicht 100% sicher. Daher bleibe ich derselben Überzeugung wie in meinen gestrigen Kommentaren: Frau und Mann müssen die Verantwortung beim GV übernehmen und die Vernunft walten lassen. Alles einfach gesagt als getan, da es eben viele Frauen gibt, die diese „Macht“ ausspielen und einen Mann evt. reinlegen möchten. Von dem her sage ich wieder, der Mann risktiert am meisten, so hat er die Verantwortung schlussendlich, sich zu verhüten wenn bei ihm ein Kind absolut nicht in Frage kommt. Klar ist auch eine Verhütung nicht immer 100% sicher, aber was ist schon sicher im Leben? Meiner Meinung nach nichts, nur der Tod. Das ist meine persönliche Meinung.

    • Marcel Zufferey sagt:

      „Das Gesetz ist realistisch gesehen gar nicht 100% sicher.“

      Nennen Sie mir ein einziges Gesetz, das 100% sicher ist Tina: Sämtliche Straftaten, die z. B. im Strafgesetzbuch aufgeführt sind, geschehen weiter, obwohl sie verboten sind: Mord, Totschlag, Körperverletzung, etc.

      Der Sinn eines Gesetzes, ja, des gesamten Rechtstaates samt seinen ausführenden Organen besteht u. a. darin, präventiv zu wirken und menschliches Verhalten in geregelte Bahnen zu lenken!

      • Tina sagt:

        Ja eben, es gibt nie eine 100% Garantie. Und spezifisch zu diesem Thema ist die Garantie sehr tief. Lesen Sie die Argumentationen von Franz Pfister. Es wird sehr schwierig werden. Es geht hier um ein Lebewesen. Die Entstehung eines Menschens ist nicht immer plan- und vorhersehbar. Als Mann würde ich mich so gut es möglich wäre verhüten, da würde ich die Sache nicht dem Zufall überlassen oder einer Frau blind vertrauen, wenn ich nicht im Sinn hätte, Vater zu werden.

  • Marcel Zufferey sagt:

    Was ich vielleicht noch vergessen habe zu erwähnen bei meinem obigen Vorschlag: Das Gesetz gilt natürlich nur für Paare, die sich bereits in einer irgendwie gearteten, festen Beziehung befinden. Für Männer und Frauen, die in einer einzigen Nacht nicht imstande sind, zu verhüten- nun, selber schuld!

  • Tina sagt:

    Ich denke, zu diesem „heiklen“ Thema kann man endlos diskutieren. Die Meinungen gehen fest auseinander. Wenn bei jemand ein Kind absolut nicht in Frage kommt, hat er/sie die Verantwortung, sich zu verhüten, auch wenn das keine 100% Garantie ist. Punkt!

  • Tina sagt:

    Ich verabschiede mich zu diesem Thema und wünsche allen Menschen viel Glück und Zufriedenheit, Verantwortungsübernahme der eigenen Taten. Die Welt wäre viel angenehmer, wenn die Menschen endlich lernen würden, Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. Es kann nur noch besser werden 🙂

  • Tina sagt:

    Hach….bin doch nicht ganz fertig, muss noch was los werden. Haben noch den Kommentar von Widerspenstige gelesen habe und ich geh auch mit ihr absolut einig. Eine ungewollte Schwangerschaft ist kein Businessvertrag, es ist die Entstehung eines Menschen. Also liebe Männerwelt, übernimmt die Verantwortung wenn ihr mit einer Frau ins Bett hüpft, habs schon mal geschrieben, versucht den Trieb unter Kontrolle zu behalten! Es sind nicht alle Frauen so grosszügig wie ich, die ein Kind mit Stolz allein grossziehen und vom Vater nichts erwarten oder ihn durch das Gesetz zwingen, für das Kind aufzukommen. Intimität/Sex ist einer der schönsten Nebensachen dieser Welt und aus dieser Nebensache kann ein weiteres Leben entstehen!

    • Sportpapi sagt:

      Tina, ich wiederhole ein weiteres Mal: „Die Männer“, die hier Forderungen stellen, verlangen nur das, was für Frauen mit dem Abtreibungsrecht selbstverständlich ist. Und wo dann eine Widerspenstige unbedingt darauf pochen wird, dass jede Frau jedes Recht haben muss, nein zu sagen, wenn sie dann doch keine Lust auf Mutterschaft hat. Es geht, zumindest mir, um diese Doppelmoral, um diesen ungleichen Massstab, der an Frauen und Männer angelegt wird.

  • Reto Stadelman sagt:

    Schon als ich den Titel gelesen habe hat es mich in den Fingern gejuckt. Und ich wurde nicht enttäuscht.
    „…sie zu einem lebendigen Brutkasten zu degradieren…“
    Was denkt ihr denn was ihr seid, liebe werdende Mütter? Ihr habt das Kind zu 50% gezeugt und jetzt seid ihr nicht mehr als ein wandelnder Brutkasten. Ups, das sagt man wohl nicht… Egal, jetzt ist es raus.
    Schön, jetzt wo wir das geklärt haben: Das ein Vetorecht des Mannes zu für die Frau ungerecht ist, wäre ein Problem das sich beheben liesse. Wie ist das nochmal mit der Leihmutterschaft? In diesem Fall wäre dann einfach die leibliche Mutter eine Leihmutter die für ihren Dienst als Brutkasten entschädigt wird.
    Last but not least: Ich habe eine unglaubliche Schadenfreude im Bauch. Was für eine wunderbare Diskussion :-)))

    • Reto Stadelman sagt:

      ENDLICH wird die unglaubliche Absurdität gewisser Forderungen offensichtlich. Wobei ich diese Forderung noch nicht mal für so absurd halte. Vielleicht reden jetzt endlich fanatische Feministen wieder mit dem anderen Geschlecht. Auf jedenfall sind sie schachmatt gesetzt. Sie können sich nicht mehr als Gleichstellungsfreunde ausgeben. Jetzt wird offensichtlich wem es um Gleichstellung geht und wem nur um Vorteile einer Gruppe der einen. Lasst die Masken fallen! 🙂

      • Marcel Zufferey sagt:

        Seit mindestens 20 Jahren geht es dem Feminismus gar nicht mehr um Gleichberechtigung, Herr Stadelmann. Es geht um die Sicherung von Privilegien (v. a. im familienrechtlichen Rahmen). Und daran wird sich so schnell auch nichts ändern, denn auf das hartnäckige Schweigen der Männer zu Gleichstellungsthemen ist nahezu 100% Verlass…

      • Malena sagt:

        Es ist bedauerlicherweise tatsächlich so, dass die Ziele verschiedener „FeministInnen“ unterschiedlich sind. Die Anfeindungen gerade von selbsterklärten Feministinnen gegenüber Ansätzen zur Beseitigung von Benachteiligungen der Männer kratzt an der früher unbestrittenen Legitimation des Feminismus. Regressive Selbstgerechtigkeit bringt die Gesellschaft nicht weiter, sie vergiftet nur das Diskussionsklima und das gegenseitige Wohlwollen.

      • Martin Frey sagt:

        „Die Anfeindungen gerade von selbsterklärten Feministinnen gegenüber Ansätzen zur Beseitigung von Benachteiligungen der Männer kratzt an der früher unbestrittenen Legitimation des Feminismus.“
        @Malena: Die Entwicklung zeigt doch insbesondere schön, dass sich der traditionelle Feminismus weitgehend überholt hat, sich schlicht totgelaufen hat, somit zumindest in unseren Breitengraden inhaltsleer geworden ist und daher abgesehen von einem Selbstanspruch an Deutungshoheit in spezifischen Themengebieten nur noch dem Macht-/Privilegienerhalt dient. Das ist wiederum der Grund, weshalb die meisten jungen Menschen, insbesondere die jungen Frauen, mit Feministinnen schlicht nichts mehr am Hut haben wollen und diese als eine Art Relikt vergangener Zeiten betrachten, sehr zu deren Leidwesen.

    • Widerspenstige sagt:

      Also abschliessend dazu von mir noch dies als Denkanstoss: wenn sogar Markus Theunert als Gründungsmitglied für das Büro für mehr Männerrechte zusammen mit seinem Team sich davon distanziert, dann darf mit Fug und Recht dieses fragwürdige Vetorecht als Zeichen von purem Populismus dieses schwedischen Jungliberalen Vereins taxiert werden. Es wäre geradezu missbräuchlich zu werten, sich des Körpers einer Frau zu bemächtigen! Das ist ein Grundanliegen des radikalen Feminisimus schon immer gewesen und wird bis aufs Blut bekämpft werden, wer die Integrität des Frauenkörpers anzutasten sich erdreist. Es gibt junge rebellische Feministinnen weltweit – vor allem aus der Ukraine und nennen sich FEMEN. Bin nicht immer einig mit ihrem Vorgehen, aber ein Untergang ist nur Wunschdenken.

      • Reto Stadelman sagt:

        @Widerspenstige
        Ob das nun bis zur letzten Konsequenz eine gute Sache ist oder nicht, weiss ich nicht. Aber die Diskusion führt in die richtige Richtung.
        Seit Jahren predigen Feministen, dass der Körper der Frau ihr gehöre und sie die alleinige Souveränität darüber haben muss. Nur: Ein ungebohrenes Kind ist NICHT mit dem Körper der Schwangeren gleichzusetzen.
        In einer archaischen Gesellschaft mag unser aktuelles Recht nötig sein, um die Gleichberechtigung der Frau zu erzwingen. Aber in einer modernen Gesellschaft ist eine Diskusion über das Mitspracherecht des Erzeugers dringend nötig.
        Das Teunert da nicht mitzieht mag der Vorsicht geschuldet sein, bei Femen et all löst dies bei mir spontan Brechreiz aus…

  • Tom Meier sagt:

    Heutzutage weiss jeder, wie man Kinder macht und auch wie man verhindert dass es eins gibt. Es kann also nicht sein, dass man Mord mit einem netten Wort wie „Abtreibung“ tarnt und legitimiert, nur weil Leute nicht die Verantwortung für ihr Handeln übernehmen wollen! Wer ein Kind macht, der soll auch die Verwantwortung dafür übernehmen und das Kind austragen und grossziehen – gilt natürlich für Mann und Frau.
    Abgesehen davon hat Abtreibung diverse ziemlich unangenehme psychische und physische Nebenwirkungen (z.B. erhöhtes Brustkrebsrisiko), es ist also sowieso keine gute Idee!

  • Simon Meier sagt:

    Warum kann man nicht einfach mal akzeptieren, dass ein Kind immer zwei biologische Eltern hat, welche die GLEICHEN Rechte haben? Was soll dieses kindische Gezänk? Dieser Artikel folgt dem üblichen Muster: der Vater wird letztlich nur als Zahler vorbehaltlos anerkannt, ansonsten wird versucht mit allerlei abstrusen „Argumenten“ und Anekdoten zu belegen, dass er sich da gefälligst rauszuhalten habe und sich ja eigentlich auch nie für das Kind interessiert habe. Echt peinlich und reaktionär.

    • Anh Toàn sagt:

      @Simon Meier “ Warum kann man nicht einfach mal akzeptieren, dass ein Kind immer zwei biologische Eltern hat, welche die GLEICHEN Rechte haben? “

      Haben die die GLEICHEN Rechte am Bauch der werdenden Mutter? Und von den Rechten des ungeborenen Kindes reden Sie nicht mal?

      Warum können Sie nicht einfach mal akzeptieren, dass ein Fötus im Bauch einer Frau heranwächst, das Geld aber nicht aus dem A… des Vaters gezogen werden wird: Frauen verlieren manchmal Nieren um ein Kind zu gebären, der Vater könnte eine spenden, um es zu unterhalten, wenn schon.

      • Simon Meier sagt:

        @Anh Toan: Danke. Wie gesagt: echt peinlich und reaktionär. QED.

      • Reto Stadelman sagt:

        Der Bauch der Mutter interessiert mich nicht. Was soll ich denn mit ihren Gedärmen anfangen? Mich interessiert das Kind. Mit dem Rest kann die Mutter machen was sie will, solange sie damit das Kind nicht gefärdet.
        Unsere heutige Regelung ist nur dann sinnvoll, wenn man davon ausgehen muss, dass ein modernes Abtreibungsrecht dazu missbraucht wird, die Mutter zu erpressen. Und dies funktioniert nur dann, wenn die Mutter aus einem nicht emanzipierten Umfeld kommt. Und mit nicht emanzipiert meine ich, im Fall von Schweden, hauptsächlich (aber nicht ausschlieslich) gewisse Einwanderergruppen die westliche Werte ablehnen. Deutlicher muss ich hoffentlich nicht werden…

      • Anh Toàn sagt:

        @Reto Stadelmann: „Der Bauch der Mutter interessiert mich nicht. Was soll ich denn mit ihren Gedärmen anfangen? Mich interessiert das Kind.“

        Ja genau, und die Mutter soll ihren Bauch zur Verfügung stellen, um Ihr Interesse Herr Stadelmann (sie hat ja keines, wenn sie abtreiben will) am Kind zu dienen: Sie unterscheiden sich nur in Details von den von Ihnen sogenannten „gewissen Einwanderungsgruppen“

        Nina Hagen: „Ich schenk Dir keine Kinder zum Zeitvertreib, da leg ich lieber Puder, Kamm und Lippenstift bereit, und gehe mit Frau Holle auf den Strich – Kurz gesagt, Du bist mir einfach widerlich“

      • Anh Toàn sagt:

        @Reto Stadelmann

        Was hat eine Frau im Bauch, dass Sie, wie alle Männer, nicht haben?

        Hätten Sie geschrieben, „Was soll ich mit ihrer Gebärmutter anfangen“ statt „ihren Gedärmen“, wäre Ihnen aufgefallen, wie absurd die Aussage ist, der Bauch der Mutter interessiere sich nicht.

        Geld interessiert mich nicht, ich will nur 1. Klasse fliegen, mag Bentleys und Hermès.

  • Martina,42 sagt:

    KORREKT. Die Verantwortung haben Frau und Mann zu gleichen Teilen ….im Vorfeld.
    Danach befindet sich das „Kind“ nunmal im Körper der Frau, darum hat die Entscheidung im Zweifelsfall bei ihr; ist auch Ihr Körper, Ihre Psyche, sie muss allenfalls hinliegen und alles über sich ergehen lassen. Frage an die Mànnerwelt, würdet ihr tatsächlich auch hinliegen mit Beinen nach oben und euch da was rausschaben lassen, wieviele würden das denn machen, denkt ihr wirklich dies sei nur ein KLacks…….
    Für schwangere Frauen gibts übrigens nur Variante 1 ich behalts oder 2 ich behalts nicht, Variante 3 intressiert mich jetzt grad nicht oder ich war das bestimmt nicht- ist leider nicht möglich

  • Alex Steiner sagt:

    „Will ein Mann aber auf gar keinen Fall ein Kind, gibt es bekanntlich auch für ihn Mittel und Wege, um sicherzustellen, dass kein Nachwuchs gezeugt wird. Die immer wieder gehörte Ausrede, man sei von der Frau hereingelegt worden, lasse ich deshalb nicht gelten.“
    Was wenn ich nur mit dieser einen Frau ganz bestimmt keine Kinder haben will.

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