Wenn Eltern für ihr Kind schummeln

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Für manche Eltern ist das Scheitern ihres Kindes keine Option. Foto: @wewon31 #365, Flickr.com

Neulich im Hallenbad. Meine und andere Kinder strampelten sich im Wasser ab, denn es war die letzte Lektion des Schwimmkurses – also quasi Prüfungstag. Wobei die Schwimmlehrerin es eben nicht so macht, dass bloss eine Momentaufnahme zählt. Sondern: Sobald die Kinder alle Übungen korrekt ausführen können, bekommen sie eins der begehrten Grundlagentestabzeichen zum Aufnähen. Das kann in der drittletzten Lektion sein oder in der letzten. Oder eben gar nicht.

Die Kinder, die das Abzeichen noch nicht erhalten hatten, legten sich am letzten Tag natürlich besonders ins Zeug. Sie zeigten je nach Niveau das Motorboot, den Superman oder den Haifisch – so gut es eben ging. Die Mütter und auch einige Väter schauten zu, winkten aufmunternd und streckten bei Blickkontakt mit dem Kind sofort beide Daumen nach oben.

Die Schwimmlehrerin machte Notizen, nickte und sagte öfters «Komm, versuch es noch mal». So auch bei einem Jungen, nennen wir ihn Fritz, der die Seerose übte. Fünf Sekunden lang bewegungslos auf dem Rücken im Wasser liegen, ohne unterzugehen – ganz schön schwierig. Fritz sah nicht aus wie eine Seerose, sondern wie eine kleine Titanic, die havariert zur Seite kippt und leise untergeht. Nach fünf missglückten Versuchen sagte die Schwimmlehrerin: «Komm Fritz, zeigt mir noch mal den Froschsprung, den kannst du so gut.» Fritz sprang, und dann war die Stunde um. Ein Abzeichen bekam Fritz auch. Zwar nicht das angepeilte Seepferd, sondern den Biber – ein sogenanntes Motivationsabzeichen. Damit trottete er schniefend zur Mutter, die neben mir auf der beheizten Bank sass.

Die Mutter schimpfte nicht. Sie wühlte in ihrer Badetasche und präsentierte lächelnd – nein, kein Taschentuch – ein Seepferd-Schwimmabzeichen. Hä? Ich schaute sie irritiert an und fragte, ob sie Schwimmlehrerin sei. «Nei, nei», lachte sie, das Seepferd habe sie im Internet ersteigert. Der Fritz hätte sich ja solche Mühe gegeben, und da habe sie gut vorbereitet sein wollen für den Fall, dass die strenge Schwimmlehrerin ihn durchfallen lasse. Sie streichelte Fritz über die Badekappe. Der Junge strahlte, in der linken Hand den Biber, in der rechten das Seepferd.

Fritz hat fürwahr viel gelernt an diesem Tag. Zwar nicht die Seerose. Dafür aber, dass er alles kriegen kann – nicht durch eigene Leistung, aber dank dem Mami, das die Realität zu Fritz‘ Gunsten zurechtbiegt. Ausserdem hat er gelernt, dass es schlimm ist, wenn man versagt. Und dass es beim Schwimmkurs in erster Linie um die Abzeichen geht, nicht ums Schwimmenlernen.

Die Mutter von Fritz hat ihn erfolgreich vor dem Scheitern bewahrt. Und ihm damit eine zweifelhafte Lektion erteilt. Sie hat ihren Sohn um die wichtige Erfahrung betrogen, enttäuscht und traurig zu sein. Fritz hätte lernen können, dass es gar nicht sooo schlimm ist, wenn man den Schwimmtest nicht auf Anhieb besteht. Dass das Leben weitergeht, auch wenn man eine wirklich miese Seerose ist. Und dass man eine ganz passable Seerose werden kann, wenn man eine Weile oder noch ein bisschen länger übt.

All das hat Fritz aber nicht gelernt. Aber schwimmen soll er lernen. Deshalb wird ihn seine ehrgeizige Mutter für den nächsten Schwimmkurs anmelden, «bei einer anderen Schwimmschule natürlich». Dort wird Fritz das Froschabzeichen holen. Wenn nötig mithilfe des Internets.

174 Kommentare zu «Wenn Eltern für ihr Kind schummeln»

  • tina sagt:

    hallo brunhild steiner 🙂 ich möchte nochmals auf das handy zurückkommen (hier, damits nicht untergeht): nach reiflichem nachdenken kam ich zum schluss, dass ich auch froh wäre, wenn meine jungs ein handy dabei hätten, wenn sie in brenzligen situationen sind oder zum beispiel mit dem zug nachts unterwegs sind. bis jetzt war das aber noch nicht so bei uns, darum hatte ich bis jetzt auch eine relativ entspannte haltung. kann ja aber ändern.
    aber dass sie immer ein handy dabei haben sollen finde ich immer noch nicht. gerade bei jüngeren finde ich wirklich wichtig, dass sie gar nicht immer ein handy dabei haben, damit sie nämlich nicht als erste reaktion das mami fragen, was sie tun sollen, wenn mal etwas krumm läuft, sondern sich selber überlegen was zu tun ist.

  • antha sagt:

    Es ist über vierzig Jahre her, als épine Mitschülerin meinte, warum E. einen Stempel (gleich Belohnung) fürs Schönschreiben erhalten hätte. E. hätte doch gar nicht schön geschrieben. Ich wurde für den Fleiss und die Ausdauer belohnt, weil ich wegen meines Handicaps mindestens doppelt soviel Zeit und Kraft investieren musste. Kinder sind knallhart und merken unterschiedliche Belohnungen sofort. Ich fand es auch nicht toll, manchmal anders behandelt zu werden und im Zeichnen andere Aufgaben zu erhalten und als Leherschätzli zu gelten. Es gab zwei Dinge, die ich mir wünschte: Genau gleich sein wie die andern und mein Hirn eintauschen zu können oder einen Arm ab zu haben oder blind zu sein, sprich eine Behindrung die sichtbar ist. Ich wusste sehr wohl welche Leistung von mir honoriert wurde.

    • Muttis Liebling sagt:

      Respekt, Sie können weit denken. Es ist wirklich grausam, eine Behinderung zu haben, die nur formal akzeptiert ist. Blind sein, oder im Rollstuhl zu sitzen, sind Edelbehinderungen, weil die Nichtbehinderten, welche das Sagen haben, zum strukturierten Aktionismus verleiten. Echtes Verständnis ist das auch nicht, aber man ist sozial akzeptiert, in eine bestehende, anschauliche Rolle verfrachtet.

      Die anderen Behinderten, welche keine optischen Klischees erfüllen, werden unter Scheininvalide einsortiert. Oder werden Opfer der Krankheitsbewirtschaftung und mit unspezifischen Medikamenten beschädigt und ausgegrenzt.

      Das ganze Drama von Ritalin, z.B., wird man erst verstehen, wenn es wieder eine Medizin gibt, welche nicht ökonomisch bemantelt und verunreinigt ist.

  • Raggenbass sagt:

    @Sportpapi…
    Genau so sehe ich das auch! Eltern tun gut daran ihren Kids das Schwimmen in Eigenregie beizubringen. Aber – eben… Beim Vermitteln der Schwimmfähigkeit an die eigenen Kids wird mann (frau auch) zwangsweise nass :-)… Etwas was der Dame welche ihrem Sohn das Emblem im „www“ organisiert – natürlich nicht passiert…
    Aber eben… Weshalb soll denn – in Zeiten in welchen grosse Teile der Bevölkerung Fake – Rolex und Lacoste Shirts tragen – auch in reale Werte wie der Schwimmfähigkeit der eigenen Kinder investiert werden – wenn es das entsprechende Emblem doch auch im „www“ gibt?
    Aber eben – Das Schwimm – Emblem an der Badehose der Kiddies ist dann vom gleichen (morschen) Holz wie die Fake – Rolex am eigenen Handgelenk!!!
    Modern Times halt…

  • Amélie M. sagt:

    Die gleiche Geschichte könnte auch für die Schule stehen. Schafft das Kind nicht die Schulstufe, die sich die Eltern wünschen, kauft man sich den Zugang dazu einfach via Privatschule. Abzeichen zählt, nicht Inhalt.

    • Muttis Liebling sagt:

      Auch wenn ich grundsätzlich gegen die Auslagerung hoheitlicher Aufgaben an Privat bin, wenn die öffentliche Schule so derart versagt, bleibt keine Alternative. Wenn man es sich leisten kann, was schon traurig genug ist.

      Ich möchte meine Enkel gut gebildet und nicht mit Kompetenzen abgespeist sehen. Denn vor der Kompetenz, Mathematik anwenden zu können, kommt die Mathematik selbst. Die lernt man am besten stur und frontal, in Schuluniform, ohne Smartphone, selbst ohne Computer im Klassenraum.

      Eine Differentialgleichung lösen zu können, ist kein pädagogischer Prozess. Das ist nur Handwerk. Ich möchte eine Schule, welche Handwerk vermittelt., z.B. auch das Handwerk der Politik. Nicht die Ziele von Politik, das kommt später, wenn man das Handwerk versteht.

    • Muttis Liebling sagt:

      2/ Um Mathematik zu verstehen, braucht man keine Anwendung von Mathematik zu können. Der Satz des Pythagoras steht für sich selbst. Um Politik zu verstehen, braucht man keine Detailsicht auf untaugliche oder taugliche Modelle. Wer Politik versteht, begreift sehr schnell, das Demokratie zu den untauglichen Modellen gehört. Umgekehrt präferiert Demokratie nur der, welcher von Politik nichts versteht.

      So schliessen sich Kreise. Schule soll die Fähigkeit zur Urteilsbildung vermitteln, aber nicht Urteile. Wenn überhaupt Kompetenz, dann die, in den Niemandsraum zu denken, nicht in gestaltete Räume.

      • Amélie M. sagt:

        Kompetenz heisst aber nichts anderes, als ein Grundwissen zu haben und die Fähigkeit, damit etwas anzufangen. Keiner behauptet, Tun ohne Können funktioniere. Können anwenden ist das Ziel und dazu braucht es eben „savoir“ und „savoir faire“. Als Beispiel: Was nützt mir der Subjonctif, wenn ich kein Wort Französisch verstehe.
        Die Schule bietet das heute besser als je zuvor.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Amélie M.

        Da mag ich nicht folgen. Ich kann zwar ganz gut Russisch und Mandarin sprechen, aber da ich das derzeit nicht brauche, interessiere ich mich mehr für die philosophischen Grundlagen einer dem Deutschen fremden Grammatik. Die kann man auch ohne die Sprache lernen und es bringt Gewinn.

        Im Mandarin gibt es keine getrennten Sprachworte für ‚er‘, ’sie‘ ‚es‘. Es gibt nur ‚ta‘. Ich, Du und alle Anderen, die nicht Ich oder Du sind. Aber geschrieben werden das ‚ta‘ für ‚er‘ anders als das ‚ta‘ für ’sie‘, oder ‚es‘. Dabei nimmt das ‚es‘ noch einmal eine Sonderrolle ein. Das ‚er‘ leitet sich vom Radikal für ‚Mann‘, das ’sie‘ vom der für ‚Frau‘ ab. Das ‚es‘ steht für sich allein.

        Daraus kann man schon viel über das tradierte chinesische Denken lernen.

      • Muttis Liebling sagt:

        2/ Bei den aktuellen China-, oder Russland- Kommentatoren lese ich, dass die zwar die Sprachen ähnlich gut wie ich beherrschen, aber die Philosophie dahinter nicht.

        Die machen den Fehler, Chinesen und Russen in einen westlichen Kontext zu bewerten, anstatt sie in dem ihren zu belassen.

        Man kann sich also wohl mit einer Sprache befassen, ohne die jemals sprechen oder verstehen zu können.

  • Maier Tom sagt:

    Das Gegenteil; ein Plauschfussballevent mit Schülern aus der 3.Klasse, ich durfte der Trainer sein – welche Ehre! Wir habens möglichst auf Motivation und Lustig gemacht. Im ersten Spiel wurden wir niedergemäht – kein Drama, aber die Eltern eines Jungen gingen mit solchem Ernst auf ihren Sohn los dass der anfing zu weinen. Schlussendlich habe ich die ganze Mannschaft genommen (inkl besagtem Jungen) und mich von den Eltern verdrückt. Ich (ein Fremder) musste den Buben nachher trösten. Ab dann haben wir jedes Spiel gewonnen.
    Fazit: ich finde dies hier beschriebene wesentlich schlimmer als die Geschichte der Bloggerin. Diesem Jungen wurde das Selbstvertrauen in Front all seiner Freunde und deren Eltern entzogen.

  • Raggenbass sagt:

    In was für einer Welt leben wir, in der das grösste Problem das Ersteigern von Seepferdchen ist… Ich habe meinen Töchtern damals das schwimmen in einem 14 – tägigen Ferienaufenthalt im Pool eines grossen Hotels in Mallorca beigebracht! Das Ganze hat mich davon abgehalten, die 14 Tage träge nur im Liegestuhl zu lümmel! Und Ja – wen man etwas erreichen will – dann muss halt der Finger aus der berühmten Wärme raus. Zudem – es war ein tolles Erlebnis – geprägtvon lustigen und manchmal auch frustrierenden Momenten! Am Ende haben WIR ES GEMEINSAM ALS TEAM GESCHAFFT! Die Mädels konnten schwimmen und waren stolz… Und ich war auch stolz – weil ich es ihnen lernen konnte… Und – wir haben das geschafft – auch OHNE Seepferdchen aus dem Internet.. Wie krank ist denn das – SORRY???

    • Muttis Liebling sagt:

      ‚WIR ES GEMEINSAM ALS TEAM GESCHAFFT!‘

      Wie krank ist denn dieser Spruch? Sind Sie ein Wirtschaftssklave?

      • Raggenbass sagt:

        @Muttis Liebling… Steh jetzt gerade auf dem Schlauch… Was hat die „Wirtschaft“ mit dem „Gemeinschaftsgefühl „eines Vaters zu tun – welcher mit seinen Töchtern gemeinsam etwas tolles und wertvolles erlebt??? Ich kann ihnen versichern, dass wir dabei – gemeinsam – etwas wertvolles erleben durften… Etwas was all den Muttis und Papis – welche den Schwimmunterricht an externe Stellen (Schule / Schwimmlehrer etc.) delegieren – mit Sicherheit abgeht…
        Es ist einfach was anderes – sich mit seinen Kindern gemeinsam so was zu erarbeiten – als (nur) am Beckenrand zu stehen und dann – wenn die Schwimmleistung ungenügend war – auch noch ein Emblem aus dem „www“ zu organisieren…
        Wenn ich den Bericht richtig gelesen habe ging es doch um Schwimmunterricht und nicht um Emblemhascherei…

    • Susi sagt:

      Kommt halt drauf an, ob es einem wichtig ist, dass dir Kinder einen technisch korrekten Schwimmstil erlernen (Brust, Kraul, Rücken, Delphin). Das lernt man nicht in zwei Wochen Hotelpool in Mallorca. (Warum überhaupt nach Mallorca fliegen, wenn man dann die Zeit im Pool verbringt?!?)
      Die meisten Leute schwimmen nicht korrekt, wie sollen sie denn das jemandem beibringen?
      Für „richtiges“ Erlernen von Schwimmen sind richtige Schwimmlehrer besser, es gibt ja einen Sinn hinter dieser Ausbildung. Und da sind halt die Abzeichenkurse das Naheliegendste.

      • Rosa Grün sagt:

        Für das richtige Schwimmen lerne ist es am wichtigsten, dass man sich traut, das Gesicht ins Wasser zu tauchen und nicht im falschen Augenblick einatmet. Das kann man bekanntlich auch mit einer Salatschüssel voll Wasser üben.
        Ich finde schwimmen können im Sinn von „sich über Wasser halten können“ wichtig, den STil jedoch sekundär, den kann man immer noch im Schwimmclub lernen, wenn es einen wirklich interessiert. Abgesehen davon ändert sich der „richtige“ Schwimmstil auch ständig. z.B. war früher hin- und herwackeln um die Längsaches bei Crawl ein grosses No-no, heute gehört es zum „richtigen“ Schwimmstil. Und wenn sich plötzlich der „Windmühlenstil“ im Wettkampf durchsetzt, dann wird auch plötzlich das als richtig gepriesen, was heute als ganz falsch verdammt wird….

      • tina sagt:

        ich bin auch hier mit rosa grün (scheussliche farbkombination übrigens. kaum zu toppen) einig.
        warum soll man schwimmen lernen? um nicht zu ertrinken. ich beherrschte den hundeschwumm mit 4 tipptopp. dann zwang man mich zum brustschwimmen. dabei habe ich mich zum beckenrandschwimmer entwickelt, tauchen kann ich nicht und das fröschli habe ich mir erschummelt (mit den zehen die ringe ertastet und gefischt). erst beim kraulen war ich wieder dabei. ich bin extrem gern im wasser und auf dem rücken kann ich mich vermutlich stundenlang über wasser halten. ich werde niemals tauchen und schnorcheln nur an der oberfläche. ja meine güte. wenn ich wollen würde, würde ichs eben korrekt lernen. hauptsache ist, ich saufe nicht ab

      • Susi sagt:

        „warum soll man schwimmen lernen? um nicht zu ertrinken.“

        Um nicht zu ertrinken, braucht man sich einfach über Wasser halten zu können. Schwimmen ist für mich eine Sportart, eine sehr effiziente dazu, da sie Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit gleichermassen fördert. Und wenn man sich Fehler angewöhnt (Schere beim Brustschwimmen, Kopf im Nacken bei Kraul oder Brust, nur Kopf drehen zum Atmen beim Kraul, z.B.), bringt man das später fast nicht mehr weg. Und dann kommt man erstens sehr viel weniger schnell vorwärts und zweitens ist es für den Körper suboptimal.

      • Susi sagt:

        Aber eben, kommt halt drauf an, ob man das wirklich will, Schwimmen als Sport ausüben. Ich wollte das meiner Tochter jetzt einfach mitgeben, da sie sowieso extrem gern im Wasser ist. Gestern sind wir noch 300m zusammen gekrault. Ich war mega stolz, dass sie das mit 6 bereits kann und auch gerne macht. Wenn ihre Begeisterung bleibt, dann kann ich sie bald einmal mitnehmen, wenn ich selbst schwimmen gehe. Und mit ihr weiter als bisher in den See hinausschwimmen. Von daher ist auch natürlich etwas Egoismus dabei, weil ich sie halt für meine Sportart zu begeistern versuche, aber sie macht gerne mit. Und um ihr das Schwimmen so sauber beizubringen, dazu braucht es tatsächlich mehr als ein wenig Zeit im Pool mit Mami. Sie hatte gute Schwimmlehrer!

      • tina sagt:

        ja genau susi, das sehe ich schon auch: wenn man es als sport betreiben will, dann muss man natürlich die technik lernen. weil du selber das als sport betrieben hast oder noch tust, ist auch nachvollziehbar dass du willst, dass dein kind das korrekt lernt.
        ich denke aber schon, dass 90% schwimmen nur können wollen um spass zu haben und nicht um besonders gut zu schwimmen. als schulfach geht es – glaube ich jedenfalls – wirklich darum, dass man nicht absäuft. dafür ist natürlich förderlich wenn man auch tauchen kann und die technik mehr beherrscht als nur um sich über wasser zu halten.
        die abzeichen sind für die, die es wirklcih ernst meinen. aber für die meisten ist es doch eher eine art wegmarke

      • Susi sagt:

        Bezüglich der Schule weiss ich nicht so genau Bescheid. Aber Schwimmen ist ja Teil des Faches Sport, das beispielsweise bei meiner Schule gleichviel zählt wie Deutsch oder Mathe. Wenn einer nicht gut Schwimmen kann, zieht ihn das also im Zeugnis runter. Wie das in der Volksschule gehandhabt wird, weiss ich nicht so genau. Beim Elterngespräch über unsere Tochter (1. Klasse) hiess es, sie könne nicht sonderlich gut lesen/schreiben und nur mässig gut rechnen. Im Turnen sei sie aber gut und beim Schwimmen die Schnellste. (Haha, immerhin. 🙂 ) Auf jeden Fall war es Thema beim Elterngespräch. Ich fand das noch überraschend.

  • Eisenbahner sagt:

    Das man für das Schweizer Seepferdchen, anders als für das Deutsche Seepferdchen (bei dem kann man nämlich schwimmen) keine nennenswerten Schwimmfähigkeiten besitzen muss, zeugt für mich vor allem davon, dass der SLG weit besser darin ist den Eltern das Geld aus der Tasche zu ziehen als der DLRG.

    In Deutschland wird das Seepferdchen (müsste etwa CH Niveau 7 sein) in der Grundschule gemacht und man zahlt nur die Kosten des Abzeichens. Denn in Deutschland hat man ein Interesse daran, dass Kinder schwimmen lernen und nicht den Eltern Hunderte von Euros aus der Tasche zu ziehen.

    Daher amüsiere ich mich eher darüber, wie man sich anscheinend als Eltern hier in der CH mal wieder vorführen lässt.

  • Pendlerin sagt:

    1. Finde ich es gut, dass der Fritz überhaupt einen Schwimmkurs besucht. Und so sicher schwimmen lernt. Es gibt nach meinem Geschmack immer noch zu viele Eltern, die ihren Kindern keinen Schwimmkurs ermöglichen.
    2. Meine Tochter hat den Pinguin nicht bestanden und sicher 15 Minuten in der Badi geweint. Zuerst wollte sie gar nichts mehr wissen vom Schwimmen. Aber ich konnte sie überzeugen, dass man mit Wille und Fleiss und einem neuen Anlauf weiter kommt. Gilt übrigens für viele andere Sachen im Leben.
    3. Meine Tochter ist inzwischen am letzten Abzeichen.

  • Mara sagt:

    Was……diese Abzeichen gibt es immer noch??? Ich konnte meinen Kindern kein einziges auf die Badehosen nähen, die konnten nämlich nur unter Wasser schwimmen, und das erst noch mit offenen Augen…. die dekorierten Badehosen der anderen Kinder waren ihnen egal, unter Wasser schwimmen war schliesslich auch etwas, auch wenn die Schwimmlehrerin sie mit Verachtung strafte.

  • arnold gasser sagt:

    Keine Sorge, er wird noch genug Gelegenheiten haben, die Erfahrung machen zu dürfen, traurig und enttäuscht zu sein.

  • Anna ohne Schwimmabzeichen sagt:

    Lustige Kommentare, die ich hier lese. Ich habe zwar in Sachen Kinder-Schwimmunterricht eine Bildungslücke. Doch fällt mir bei alledem mein Neffe ein. Als 6-jähriger, beklagte sich damals meine Schwester, konnte er im Gegensatz zu seinen Gschpänli noch nicht einmal mit einem richtigen Velo fahren. Mein Sohn ist einfach unterentwickelt, meinte sie. Das hatte seinen Grund: er war, im Beisein seiner Schulkameraden, gestürzt und hatte sein Velo und seine Knie beschädigt. Eine totale Blamage. Danach verweigerte er weitere Kontakte mit Velos, bis er an einem heissen Samstagnachmittag meine Schwester bat, ihn zur menschenleeren Kläranlage zu begleiten. Dort ist er auf das Fahrrad gestiegen und losgefahren. Er hät halt de Chnopf uuftue.
    So, und nun schaue ich den Seepferdchen beim Tanzen zu.

    • Sportpapi sagt:

      Also irgendwann springt das Kind einfach ins Wasser und schwimmt?

      • Sabine sagt:

        Sportpapi, ja. Wenn es nicht untergeht.

      • Rosa Grün sagt:

        Mir kommt ja der leise Verdacht, dass diese „behutsame heranführen“ an das Schwimmen, mit x seepferdchen und seesternchen und seeigel, bevor das Kind überhaupt richtig schwimmen kann, auch nur Geldmacherei von Seiten der Schwimmkurs-Anbieter ist…
        Bei uns ist das seinerzeit im Meer in Spanien mit 5 irgendwie von selbst gegangen… ohne Seerose und Seepferdchen…

    • Anna ohne Schwimmabzeichen sagt:

      @Sportpapi: damit will lediglich gesagt sein, dass manche Kinder einfach Zeit brauchen. Auch Kinder sind sensible Wesen, die nicht einfach auf Befehl funktionieren. Sie überlegen, sie machen sich mit der Aufgabe vertraut, fassen Mut und plötzlich geht alles, auch die misslungene Seerose, wie am Schnürchen. In diesem Sinn kann es durchaus vorkommen, dass ein Kind „einfach ins Wasser springt und schwimmt“. Wir nannten das damals „Hundeschwumm“, war lustig anzusehen.

  • Katharina sagt:

    Die Liga der Seepferdchen lässt mitteilen:

    ‚Wir haben bei Swiss Swim Beschwerde eingelegt gegen die falsche Darstellung unserer Schwimmkünste. Diese Darstellung gibt Kindern eine ganz falsche Vorstellung von uns. Bitte benutzen Sie ein anderes Trophäensymbol zum Schutz der Kinder. Walross zum Beispiel, oder Pinguin.

    WIR SCHWIMMEN NAEMLICH GANZ SCHLECHT:

    ‚Seahorses swim very poorly, rapidly fluttering a dorsal fin and using pectoral fins (located behind their eyes) to steer. The slowest-moving fish in the world is H. zosterae (the dwarf seahorse), with a top speed of about 5 ft (1.5 m) per hour.’

    • Katharina sagt:

      Ui, das muss ja dann noch übersetzt hier stehen, sonst erhalte ich kein Motivationsbiberli:

      ‚Seepferdchen schwimmen sehr schlecht, schnell mit einer Rückenflosse flatternd und mit Brustflossen (hinter den Augen) lenkend. Der langsamst sich bewegende Fisch der Welt ist H. zosterae (Zwerg-Seepferdchen), mit einer Spitzengeschwindigkeit von etwa 5 Fuß (1,5 m) pro Stunde.‘ Quelle: Wikipedia.

    • Susi sagt:

      Ich schmeiss mich weg.
      Das WALROSS-ABZEICHEN!!!

      😀

      • Rosa Grün sagt:

        Was ist jetzt an Walross schlecht? Die schwimmen sehr gut, nur an Land wirken sie etwas unbeholfen…

      • Katharina sagt:

        Rosa: Einerseits ein interner Witz hier wegen einer früheren Walross Diskussion. Zudem machte Frau N.M etwas auf Bodyshaming ‚Fritz sah nicht aus wie eine Seerose, sondern wie eine kleine Titanic‘.

        Beides eher schwere Massen.

      • Susi sagt:

        Hier ist er, der Walross-Austausch. Musste grad wieder laut lachen!! (Einige von uns hatten offenbar Ferien…)

        😀

        http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/44001/the-future-starts-now/#comments

      • Katharina sagt:

        Walfische sind weder Fisch noch adipös.

      • Susi sagt:

        Aber Menschen, die aussehen wie Walfische (oder -rösser), sind wahrscheinlich schon adipös…

      • Sportpapi sagt:

        Adipöse haben aber vermutlich mit der Seerose nicht so Probleme…

      • Rosa Grün sagt:

        Beim Schwimmen haben es eher die mageren Kinder schwer, nicht die dicken, weil bei den dicken durch den erhöhten Fettgehalt das spezifische Gewicht des Körpers tiefer ist und sie daher einfach leichter über Wasser bleiben.
        Daher habe ich die „Titanic“ absolut nicht mit „dick“ in Verbindung gebracht.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Katharina

      ja, und pass auf wie Du auf allfällige Conter reagierst, sonst rutscht das Kreuzlein beim Sozialverhalten in die falsche Richtung…

      • Katharina sagt:

        Als Bernie Sanders Supporterin bin ich eh schon bei den ‚Populisten‘, BS. Mein Sozialverhalten ist daher sowieso schon mit dem Helikopterbrevet ausgezeichnet.

        Hast Du Seepferdchen schon beim Tanzen zugeschaut?

        Schau hier: https://www.youtube.com/watch?v=zvGRVWGpdNg

        (Under zweite Video heisst dann: ‚Andy having Babies‘ 😉 )

      • Brunhild Steiner sagt:

        Helikopterbrevet, ich neige mein Haupt, soweit werd ich wohl nie kommen mit meinen Kreuzlein 😉

        merci für das Video, zum staunen und sich dran freuen 🙂

      • Katharina sagt:

        BS: Ich liebe den Ozean mit seiner ganzen Lebensvielfalt. David Attenborough ist der Meister darin, aus dem Buch des Lebens zu erzählen. The Blue Planet etwa:

        Fand dies hier:
        http://www.dailymotion.com/video/x2iabyo

      • Susi sagt:

        Die tanzenden Seepferdchen sind wundervoll!

  • Michu sagt:

    „Was zählt ist nicht der Erfolg im Leben, sondern sich fest für den Erfolg eingesetzt zu haben.“

    Sage ich in Zukunft meinem Chef auch. Ich habe aber so meine Bedenken ob er es „begreifft“.

  • John Galt sagt:

    Ich ziehe vor dieser Mutter meinen Hut: Sie hat Fritz etwas beigebracht, was zu viele hier – und leider auch zu viele in unserer Gesellschaft – nicht begriffen haben: Was zählt ist nicht der Erfolg im Leben, sondern sich fest für den Erfolg eingesetzt zu haben. Denn Erfolg ist letztlich immer zufällig; ob wir uns einsetzen oder nicht, liegt aber in unserer Hand…

    • Susi sagt:

      „Was zählt ist nicht der Erfolg im Leben, sondern sich fest für den Erfolg eingesetzt zu haben. Denn Erfolg ist letztlich immer zufällig“

      Lustiges Weltbild! Es besteht also kein kausaler Zusammenhang zwischen „Seerose üben“ und „Seepferdchentest bestehen“? Die Seerose zu üben wäre sich für den Erfolg einsetzen. Ein Schwimmzeichen unverdient auszuteilen ist dem Kind beibringen, dass man sich für Erfolg nicht einzusetzen braucht.

      • Katharina sagt:

        Kapitalisten LASSEN Seerosen blühen und stellen Seepferdchen zu deren Bbewirtschaftung an, Susi. Nur in Grimmigen Märchen oder pinkwashed Disneyfilmchen haben die redlichen Erfolg.

    • Simone sagt:

      ich finde erfolgreich ist man dann, wenn man sich einsetzt und dass man weiss, dass man wertvoll ist auch wenn es nicht gelingt – in diesem Fall das Abzeichen bekommen.
      ein Gespräch darüber hätte ich dem
      Kind gewünscht.- und auch der mutter. solche gespräche verbinden. kaufen, auch im Internet, ist viel einfacher als sich dem Kind wirklich zu widmen.

    • Katharina sagt:

      Erfolg ist nicht Zufall, sondern dass man nach jedem Misserfolg trotzdem aufsteht und weitermarschiert. Nur 10% ist Talent oder intrinsisches Interesse (Neigung).

  • Cocopony sagt:

    Den Kommentaren an fühlen sich da aber einige stark betroffen…
    Ansonsten freue ich mich über die viele Ironie – danke! 🙂

  • Felix sagt:

    Eltern gibts.. Verwöhnen ihre Kinder und wundern sich dann, wenn sie verwöhnte Kinder haben. Räumen alle Hindernisse aus dem Weg und sind dann erstaunt, dass die Kinder das später nicht selbst können. Verhätscheln ihren Nachwuchs und sind enttäuscht, wenn Mimöschen draus werden. Zusamnenhänge zu erkennen scheint eine Fähigkeit zu sein, die nur noch selten zu finden ist.

    • Simone sagt:

      habe vor kurzem gelesen, dass Verwöhnung genauso schädlich ist wie Verwahrlosung.

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        Ja, das habe ich auch gelesen. Verwöhnte Kinder, die immer und überall alles kriegen ohne etwas dafür zu leisten, denen sämtliche Aufgaben, Hürden, Steine und Gefahren aus dem Weg geräumt werden, werden so zu unselbständigen, unsicheren und unbeholfenen „Huschelis“ ohne Selbstvertrauen. Helikoptereltern, die ihre Kinder überbehüten und in Watte packen, erweisen ihren Kindern eher einen Bärendienst statt Nutzen. Dabei gehören Siege und Niederlagen, Erfolge und Misserfolge zu einem normalen und glücklichen Kinderleben dazu. Kinder müssen auf die „Schnauze“ fallen (nicht nur wortwörtlich, auch im übertragenen Sinne), um wieder aufstehen zu lernen.

  • Michu sagt:

    In 20 Jahren: Fritz arbeitet bei der CS (war dank den gekauften Zeugnissen kein Problem).
    Der Chef teilt ihm mit, dass er leider keinen Bonus bekommt, da er seine Umsatzziele nicht erreicht hat.
    Sofort fängt Fritz an zu heulen.
    Aber Mami kommt schon um die Ecke gerannt, drückt im ein paar Noten in die Hand, dazu noch eine Auszeichnung „Best f****** Sales Person ever!“, und von draussen hört man die Klänge der Parade…

  • Lia sagt:

    wieso müsst ihr immer solche Einzelfälle aufbauschen, als ob alle Mütter das so handhaben würden – ausser den Bloggerinnen natürlich?
    In unserer Schwimmschule erhält auch kein Kind ein Abzeichen, das das Kursziel nicht erreicht hat, und wir Eltern sind absolut easy damit und stimmen dem zu, da es nicht um das Abzeichen gehen soll, sondern darum, dass das Kind das Ziel des Kurses erreicht hat.

    • Susi sagt:

      Lia, dieser „Einzelfall“ ist einfach exemplarisch für das, was viele Eltern mit ihren Kindern tun, nämlich sie vor negativen Gefühlen schützen. Um jeden Preis.

      • Niggi sagt:

        Ich finde die Kommentare herrlich. Bin aber der Meinung, dass wir unsere Kinder nicht vor allem bewahren können. Leider auch nicht vor dem Verhalten solcher Mütter. So wie ich meinen Sohn kenne, hätte er gesehen, wie Fritz trotzdem sein Abzeichen erhält. Er fände das völligen Beschiss. Wie würde ich dann als Mutter da stehen, wenn ich kein Abzeichen für meinen Sohn gekauft hätte, wenn er nicht bestanden hat? Niederlagen können nicht verhindert und sollen auch nicht verhindert werden. das Leben ist kein Ponyhof und Lügen haben auch in der heutigen Zeit kurze Beine. Dass man als Eltern auch schwierigere Situationen zu meistern hat, gehört zu unserem Job. Und gemeinsam werden auch grössere Hürden genommen.

      • Simone sagt:

        ich denke, dass eine solche mutter vor allem ihre eigenen negativen Gefühle einfriert. schlimmer als selber (vermeintlich) zu versagen, ist, wenn der Nachwuchs versagt.
        diese Geschichte tut mir für mutter und Kind leid. hoffen wir auf genügend Resilienz- der mutter wünsche ich es auch.

    • Sabine sagt:

      lia, das sind dann wohl genau die einzelfälle, die mit dem anwalt zur schule rennen, wenn ihr kind die prüfung nicht bestanden hat.

      • Rosa Grün sagt:

        Hach und es so schön, was für eine Empörung man unter Erwachsenen mit so einem ersteigerten Seepferdchen auslösen kann…
        Schon alleine das wäre es wert… als Sozialexperiment, sozusagen…
        Nein, also so gemein!!!!

      • tina sagt:

        🙂 fand ich auch lustig.
        oh. ich habe noch die badehosen meiner jungs irgendwo: was wird für ein fröschli geboten? ich plane diesmal teure sommerferien

  • Frosch sagt:

    Es geht ja nicht in erster Linie um einen Schwimmtest. Ähnliches Verhalten der Mutter ist wiederholt in verschiedenen Situationen zu beobachten. Für viele Eltern scheint der Umgang mit dem Frust ihrer Kinder die grössere Sorge zu sein als das was ihre Kinder empfinden. Regeln sind nun einmal ein Teil unserer Gesellschaft, der das Zusammenleben ermöglicht. Je mehr wir versuchen Regeln zu umgehen, desto mehr werden erstellt.
    Ja, ich erinnere mich als es Ausserorts noch keine Geschwindigkeitsbeschränkung gab 😉

  • fb sagt:

    Gute-Laune-Text… vielen Dank dafür.

  • Lotusblume sagt:

    Das weckt aber Errinerungen bei mir.
    Die Mutter meines Halbbruders hat regelmässig seine Noten als Student bei den Prüfungen an der Uni „beeinflüsst“, nehme ich mal an gekauft. Dabei hätte er dies noch nicht einmal nötig gehabt, denn er war gut. Es hat ihm auch deutlich mehr geschadet als geholfen.
    Mir ging es ähnlich, aber als mir das aufgefallen war, bin ich wütend zu meiner Mama hingegangen und habe sie deswegen böse angeschrien. Immerhin habe ich mich dagegen gewehrt.
    Sie hat es wie immer cool angenomen und doch weiter so gemacht, ich strengte mich in der Folge extra an, meine gute Noten auch unbedingt zu verdienen. Stressig, so was…

  • Ulrich Gassner sagt:

    Ich bin dem M.B dankbar für diesen wichtigen Beitrag. Endlich wird diesem schwierigen Thema die Plattform geboten, die es verdient.

  • gioia sagt:

    Es ist halt ein zweischneidiges Wert mit diesen Abzeichen. Die Kinder sollen ja in erster Linie schwimmen lernen. Das Besuchen all dieser Kurse ist auch für die Eltern mit einem erheblichen finanziellen und zeitlichen Aufwand verbunden. Bei uns lief es so, dass eines meiner Zwillingskinder das Abzeichen erhielt, das andere nicht. Ergo hätte ich nun zwei verschiedene Folgekurse besuchen müssen. Fazit: Wir beendeten die Uebung vorzeitig, und ich amtete selber wieder als Schwimmlehrerin. Hat letztlich nun auch wunderbar geklappt.

    • 13 sagt:

      Das hat jetzt nicht viel mit dem Thema zu tun und es ist erst recht kein Vorwurf an Ihre Entscheidung, aber es ist nun das dritte Mal diese Woche, wo ich von Zwillingseltern lese, die Mühe damit haben, dass es eben nicht in einem geht, sondern zwei Kinder manchmal zwei mal Aufwand bedeuten, zwei Folgekurse, zwei Elternabende, weil die Schule sie nicht in die gleiche Klasse schicken will etc. Irgendwie finde ich das amüsant, da es für Einlinge ja ganz normal ist. Meine Kinder haben einen 3 bzw. 4-Jahresabstand. Das bedeutet logisch drei verschiedene Kurse. Ich habe mich noch nie mit der Frage befasst, ob das besonders mühsam ist oder nicht.

      • gioia sagt:

        Natürlich haben Sie recht. Es spielt absolut keine Rolle, ob es sich um Zwillinge oder um Geschwister mit einem nur kleinen Altersunterschied handelt. Mich wundert eigentlich viel mehr, warum sich hier niemand über die Anzahl dieser Kurse aufregt, die, absolviert man sie vollständig, ein kleines Vermögen kosten, gerade wenn man mehrere Kinder hat. Ich bin überzeugt, dass das auch etwas weniger stark strukturiert funktionieren würde. Die Zeitersparnis ist für jemanden, der beruflich stark eingespannt ist, aber ebenso wichtig, gerade wenn mehrere Kinder da sind, die ebenfalls noch in x-Vereine und Kurse kutschiert werden wollen.

      • Sportpapi sagt:

        @gioia: Meine Kinder haben auch nur je einen Kurs absolviert. Denn ich finde auch, diese Kosten kann man sich sparen, gerade wenn das Kind nicht unbedingt in den Kurs will. Hingegen spart das uns nicht wirklich Zeit, weil wir deswegen halt selber viel mit den Kindern im Wasser sind.

  • *eineweiteresupermom* sagt:

    wie so oft sind die kommentare fast unterhaltsamer als der artikel:-) hatte die genau gleiche situation mit meiner tocheter. hab sogar den kurs vor dem seepferdchen ausgelassen. ein kindsgifreund meiner tochter hat sich fuer den seepferdchen kurs angemeldet und deshalb hab ich meine kleine gefragt, ob sie mit will.

    fuer sie war es toll, dass 1. so viele kinder zusammen im wasser waren und spielerisch was lernen durften 2. dass sie die volle aufmerksamkeit von mami genoss und 3. viel motivation und lob von der schwimmlehrerin bekam. den test hat sie nicht bestanden. das hat sie nicht mal gross realisiert, weil unser fokus von anfang an am spass im wasser lag…

    schade, dass mütter so grosse angst davor haben, ihr kind scheitern zu sehen. das sind eigene ängste, die projiziert werden.

    • sonic sagt:

      nun ja wenn sie’s nicht checked, dass sie den Kurs nicht bestanden hat, hat das ja auch nicht viel mit Scheitern lernen (oder eben nicht) oder so zu tun..

    • Susi sagt:

      „2. dass sie die volle aufmerksamkeit von mami genoss“

      Also, meine Tochter muss immer allein am Kurs teilnehmen, ich schwimme in der halben Stunde meine Längen. Rabenmutter, die ich bin.

  • Franz Vontobel sagt:

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass Mutter Bates, wäre ihr kleiner Norman durch die Schwimmprüfung gerasselt, ähnlich gehandelt hätte…

    • Martin Frey sagt:

      😀
      Hatte nicht auch der kleine Norman eine Art privaten Swimming Pool hinter dem Haus? Zumindest gingen da auch Leute mit einer gewissen Regelmässigkeit ins Wasser…. Die Mutter fand das auf jeden Fall grossartig.

    • Susi sagt:

      ja, Norman hatte es darum mehr mit Vögeln als mit Fischen.

      • Franz Vontobel sagt:

        Mmmm, Susi, ich vermute eher, dass sich Norman mit Vögeln ziemlich schwertat – das war wohl ein Teil seines Problems.

      • Susi sagt:

        Ja, darum musste er sie (und anderes) ausstopfen, hahahaa!

  • Ylene sagt:

    Also wenn das Kind alt genug fürs Seepferdchen wäre, dann ist es auch alt genug um zu begreifen, dass es den Test eben trotzdem nicht bestanden hat. Und ich gebe Nadia voll recht. Was soll das denn bitte? So zeigt sie dem Fritz doch nur, dass a) es irgendwie doch voll schlimm ist, zu scheitern & dass das Kind das ja eh nie selber können wird und b) dass es auch selber gar keine Leistung zeigen muss – für was hat man denn Mama.
    Mein Kind ist auch durch seinen Skikurs gerasselt, was es natürlich genervt hat. Wir haben ihm gesagt, dass es uns vor allem darum geht, dass es Skifahren lernt und dass scheitern nicht schlimm ist, sofort aufgeben aber schon. Dass man es dann einfach erneut versuchen soll. Dieses Jahr macht es den gleichen Kurs nochmals und gut ist.

    • Ylene sagt:

      Sollte es nochmals durchrasseln, kommt dann der Teil mit ‚Jeder Mensch hat seine Stärken und Schwächen. Manches fällt einem leicht, für anderes muss man sich mehr als andere anstrengen – das geht jedem genau gleich. Wichtig ist einfach, dass man nicht zu schnell aufgibt und sich nicht entmutigen lässt blablabla‘. Hoffe, das Kind schaffts. Dann kann ich einfach sagen ‚Super gemacht, Schatz!‘ und fertig.

  • Lila sagt:

    Wow, ein Motivationsabzeichen – was es alles so gibt 🙂

    Das Fritzchen lernt es schon noch. Halt nicht als Fritzchen sondern als Fritz. Es sei denn das Mami kann ihm dann auch die Gymiprüfung oder die Autoprüfung oder die 100 Franz-Vocis in der Oberstufe posten….

    …. für meine Kinder hoffe ich der Fritz geht bitte einfach in eine andere Schule – danke!

  • Karl-Heinz Failenschmid sagt:

    Eines Tages wird Fritz Chirurg. Vielleicht präsentiert er dann ein Diplom, das er im Internet ersteigert oder der Prof hat ihm trotz schlechten Examens eins ausgedruckt, damit er nicht gar so enttäuscht ist. Ich leiste regelmässig Wasserwacht in einer Schwimmhalle. Wenn ich nun 20 Kinder um mich habe, können die aufgenähten Abzeichen gewisse Kenntnisse des Schwimmens signalisieren. Ein Seepferdchen auf der Badehose eines Nichtschwimmers kann fatal sein.

  • Sisifee sagt:

    Den Titel des Beitrags finde ich übrigens nicht korrekt: Die Mutter schummelt nicht fürs Kind, sondern für sich selbst. Es ist bedeutend aufwändiger, ein Kind durch eine Niederlage hindurchzutragen als ein Abzeichen im www zu posten.

  • Claudia sagt:

    Also ich war auch in diesen Schwimmkursen. Allerdings habe ich bereits nach dem ersten Zeichen aufgegeben. Wir waren 1 1/2 Jahre in der Schwimmschule und als wir das zweite Zeichen bekommen hätten sollen, wurde dies mit der Begründung abgelehnt, dass wir mehrmals gefehlt hätten und nochmal ein halbes Jahr kommen sollen. Darauf hatte ich keine Lust mehr. Also ich verstehe die Mutter, wenn sie ein dreiviertel Jahr jede Woche einmal ins Schwimmen geht und danach gibts ein Motivationszeichen, dann ist wohl niemand mehr motiviert. Weder die Mutter noch das Kind.
    Meine Kinder haben trotzdem schwimmen gelernt! Und in der dritten Klasse gab es dann das Abzeichen, mit dem die Kinder alleine in die Badi dürfen.

    • Susi sagt:

      @Claudia: Das läuft heute nicht mehr so. Meine Tochter fehlte beim Fröschli-Kurs ständig wegen Mittelohrentzündungen, am Ende war sie nur zweimal da ist und bestand den Test trotzdem. (Bei den höheren Kursen wäre das allerdings kaum mehr möglich, diese Kompetenzen „einfach so“ zu erreichen, da würde man zuviel verpassen.) Und die Kurse dauern auch nicht so lange. Sie hat mit 4 Jahren angefangen, jetzt ist sie 6 und morgen mit den Grundkursen fertig, sofern sie den Test besteht. (Falls nicht, gibt’s ja noch das Internet.)

    • Sisifee sagt:

      Wir hatten das auch mal. Mein Sohn war knapp und hatte zudem des öfteren gefehlt. Ich finde es aber völlig in Ordnung, wenn die Schwimmschule das Fehlen miteinbezieht, es ist fairer denen gegenüber, die regelmässig gehen.
      Wir wurden von der Schwimmlehrerin telefonisch darauf vorbereitet, dass es knapp wird mit dem Abzeichen und konnten das in Ruhe mit unserem Sohn besprechen. So war die “ Niederlage“ überhaupt keine Katastrophe, sondern halt einfach eine nicht weiter schlimme Tatsache. Die nächsten drei Zeichen gingen dann auch problemlos. Mir persönlich geht es auch überhaupt nicht um diese Abzeichen, sondern darum, dass meine Kinder wieder raus finden, mal ins Wasser fallen.

      • Sportpapi sagt:

        @Sisifee: Nein, die Absenzen sollten keine Rolle spielen. Es zählen nur die erreichten Kompetenzen.

      • Franz Vontobel sagt:

        Wer also dauernd ihren Sportunterricht schwänzt, SP, aber ein Naturtalent ist, der kriegt trotzdem gute Noten?

      • Sportpapi sagt:

        @FV: Ja.
        Wie in jedem Schulfach.

      • Sportpapi sagt:

        Aber er kriegt gleichzeitig auch disziplinarische Probleme mit mir.

      • Sisifee sagt:

        Ich kann damit leben, wenn Absenzen in Betracht gezogen werden.. Ich bin aber ausserordentlich glücklich, wenn im Schwimmunterricht nur Abzeichen verteilt und nicht auch noch das Sozialverhalten beurteilt wird :-).

      • Sportpapi sagt:

        @Sisifee: Welche Bedeutung sollen denn die Absenzen haben? Zumal ja im Schwimmunterricht das Kind vermutlich herzlich wenig dafür kann.
        Im Sportverein werden Kinder mit vielen Absenzen je nachdem ausgeschlossen oder dürfen an Turnieren/Meisterschaften etc. nicht teilnehmen. Da ist es etwas anderes.

      • Sisifee sagt:

        @ Sportpapi: Grundsätzlich haben Sie Recht, Absenzen haben mit der Leistung an sich nichts zu tun. Die Schwimmlehrerin hat es einfach erwähnt, und ich verstehe es aus Sicht der Gruppe und habe kein Büro aufgemacht. Wir hatten unsere Gründe für das Fehlen.

  • Sisifee sagt:

    Heute ist bei uns Zeugnistag, das ist auch so ein Moment, in dem sich ähnliche Fragen stellen. Bei uns haben lustigerweise beide Kinder praktisch identische Noten, aber der Weg dazu ist sehr unterschiedlich. Der eine beisst sich durch viele Krisen und Motivationslöcher, der andere ist mit viel Schwung unterwegs.
    Beide werden nicht für die (guten) Noten belohnt, denn die sprechen ja für sich – sondern dafür, dass wieder eine Etappe gemeistert ist. Und ich werde den einen fürs Durchbeissen loben und den anderen für seine Motivation. Denn das wichtigste ist doch, dass die Kinder sich so angenommen fühlen wie sie sind.

    • Lorena sagt:

      Sie haben ja richtige Prachtskerle, wow !

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Lorena

        und wie war das nun wieder gemeint? Irgendwie scheint uns schon ein bisschen die Kultur des lobens und einfach auch mal das Positive benennen zu dürfen, zu fehlen.

        Insbesondere, und darunter leiden tatsächlich Einige, ist es nicht so einfach auszuhalten dass dem Einen fast alles in Schoss fällt, und sich der Andere fürs selbe Resultat riesig anstrengen muss (bspw auch viel weniger freie Zeit hat), ohne elterliche Unterstützung/Motivation kann da auch mal aufgegeben werden.

    • Sisifee sagt:

      @ lorena: Sie müssen nicht stutenbissig sein. Es gibt genügend Situationen, in denen meine „Prachtskerle“ – zu Recht – kritisiert werden. Von uns, aber auch anderen. Da darf Lob zu Ende des Semesters durchaus sein.

  • Rainer sagt:

    Ich spekuliere nicht über die Hintergründe. Ich lese nur: Die Mutter verhandelt nicht, sie sieht das System Schwimmkurs als gottgegeben. Statt Zivilcourage lehrt sie “ bschiisse“. Fritzli wird ein Bürger, für den kleine Betrügereien durchaus drinliegen, um zum Ziel zu kommen.

    • Claudia sagt:

      … ab und zu etwas „bschiisse“ hat noch niemandem geschadet. der absolut brave bürger bringt es heute nicht mehr weit!

      • Franz Kaufmann sagt:

        Wohl eher umgekehrt. Da zu viele „bschiessed“ bringt’s der brave Bürger nicht mehr weit.

      • Franz Vontobel sagt:

        Das gehört doch unterdessen zum guten Ton in der Schweiz: gegen Schein-Invalide und faule Arbeitslose wettern, die auf Steuerzahlers kosten ein High Life führen, selber aber ohne Skrupel die Putze schwarz anstellen… und sie dann ausschaffen lassen, wenn’s auskommt…

    • Sportpapi sagt:

      Was soll sie verhandeln?

  • Franziska sagt:

    Kauft die Mama dann auch die Doktorarbeit für das Söhnchen, wenn es denn soweit ist? Echt nicht gut, dieser Anfang. Trösten geht auch anders und ja: Die meisten Menschen verhauen einmal ein Ziel. Das sich aufrappeln lernen (unter liebevollem mütterlichem Trost) ist eine wichtige Lektion und hilft ein Leben lang (Frustrationstoleranz). Und sonst: Vorher sich kümmern und einige Abende mit dem Söhnchen zusätzlich ins Hallenbad., wäre auch eine Idee gewesen. Das ist dann eben mühsamer als der billige Trost eines gekauften Abzeichens. Für diese Mutter gilt: Gut und lieb gemeint ist auch schlecht gemacht.

    • Susi sagt:

      Genau das hab ich mir auch gedacht.
      Das Kind versagt in den Naturwissenschaften, kriegt aber vom Mami trotzdem ein Maturzeugnis aus dem Internet.

  • Rosa Grün sagt:

    „Sie hat ihren Sohn um eine wichtige Erfahrung betrogen, enttäuscht und traurig zu sein“
    Nein, wie grausam von dieser Mutter! Ich hingegen enttäusche meine Kinder jeden Tag mindestens einmal und sorgen dafür, dass sie möglichst viel traurig sind, um sie dank diesen wertvollen Erfahrungen besser für das Leben zu rüsten!

  • Denkinger sagt:

    Ich bin dankbar um den Artikel. Ohne Seepferdchen hätte Fritz bereits gelernt, dass eine Niederlage mit Trost und ein wenig Zärtlichkeit der Mutter gut überstanden werden kann. In der Schule werden einige Niederlagen eingefahren. Damit umzugehen muss gelernt sein. Die guten Noten gibt es nämlich noch nicht im Internet zu kaufen.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Vielleicht sollten die Schwimmkursanbieter diesen Text als Pflichtlektüre abgeben… samt elterlicher Unterschrift zwecks Lesebestätigung und kleinem Test am Schlusstag zur Inhalts-memorierungs-Kontrolle…

    • Rosa Grün sagt:

      Und hier erleben wir nun, wie die ganze Welt sich um das Seepferdchen dreht. Wie konnte ich nur leben, ohne zu wissen, dass es das Seepferdchen-Abzeichen überhaupt gibt…

      • Susi sagt:

        Ja, Rosa Grün, man merkt wirklich, dass Sie nichts über die Abzeichenkurse wissen. Aber wir alle haben unsere Lücken und Schwächen. Ich zum Beispiel habe im Winter vor einem Jahr zum ersten Mal Weihnachtsguezli gebacken. Und dann auch nur Pfeffernüsse, keine Mailänderli oder so. (Allerdings reisse ich dann auch nicht den Mund auf beim Rezeptaustausch…)

      • Martin Frey sagt:

        (Allerdings reisse ich dann auch nicht den Mund auf beim Rezeptaustausch…)
        😀

  • Susi sagt:

    Wenn man merkt, dass das Kind ein Element des Kurses nicht gut beherrscht und man will, dass es den Test besteht, sollte man das halt mit ihm mal noch üben. Hab ich auch mal machen müssen für die 25m Kraul, die verlangt waren beim letzten Test. Wir gingen noch zweimal in der Freizeit ins Hallenbad; die Zeit ist so besser investiert als beim Ersteigern von Schwimmabzeichen.

  • Susi sagt:

    Es gibt einen Internet-Schwimmabzeichen-Schwarzhandel? Bringt das Krokodil mehr ein als das Fröschli? (Wie viel?)
    Haha, das eröffnet ja ganz neue Einnahmequellen!!! (Meine Tochter macht am Samstag den Eisbär-Test, vielleicht kriege ich für alle Abzeichen als Set ganz viel Geld??)

    Danke, Nadja Meier, für den amüsanten Text. (Ab einer solchen Mutter wundert man sich natürlich grenzenlos.)

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Susi

      also wenn ich Sie wär würd ich Folgendes tun: die Tochter (wenn nötig mit Privat-Zusatzkursen) auf Superniveau bringen, alle Abzeichen abräumen, mit der Schwimmlehrerin verhandeln ob es für ausserordentliche Performance nicht zwei Abzeichen geben könnte (also eigentlich sollte!!!), und dann versteigern Sie das im Internet, offenbar gibts Absatz, da will man die Kunden doch nicht enttäuschen 😉

      • Rosa Grün sagt:

        Hach, wie schön ist es, zuhören zu dürfen, wenn Supermoms sich darüber austauschen, wie toll es ist, eine Supermom zu sein….

      • Susi sagt:

        @Brunhild: 🙂 :-). oder lügen und sagen, man habe das Abzeichen verloren? „Chönemer nomal eis ha?“

        @Rosa: Was Schwimmen betrifft bin ich als ehem. Wettkampfschwimmerin tatsächlich eine Supermom. Allerdings bin ich dann zu faul, die Abzeichen der Tochter auf das Badekleid zu nähen, dort beginnt der Supermom-Lack leicht zu bröckeln.
        😉

    • Gfrörli sagt:

      Wo macht man den Eisbärtest? in der Aare mit dem Gfrörli-Club? 😀

      • Susi sagt:

        @Gfrörli: Mein Tochter macht den im Hallenbad Oerlikon. Aber Sie haben recht, in der kalten Aare würde sie noch härter werden… 😀

      • Sportpapi sagt:

        Hallenbad Oerlikon ist kalt genug. Zumindest im Schwimmbecken.

    • 13 sagt:

      @ Susi
      Ich hätte sonst ein Eisbären-Abzeichen zu Hause. Wenn Sie am Samstag für den schlimmsten Fall gut vorbereitet sein wollen, mache ich Ihnen eine guten Preis 😉

      • Susi sagt:

        Oh, danke, 13! (Darf ich es heute bereits bei Ihnen abholen, damit ich es morgen habe, einfach zur Sicherheit, dass meine Tochter nicht weinen muss?)

    • Jürg. sagt:

      Die verloren gegangenen Abzeichen konnten wir bei der Schwimmlehrerin für 5 Franken kaufen..

  • Rosa Grün sagt:

    Ich finde erstens, dass es die gute Frau Meier überhaupt nichts angeht, ob Fritzens Mutter ihrem Sohn ein ersteigertes Schwimmabzeichen übergibt. Ich vermute ja eher nicht, dass sie es ihm auch auf die Badehose nähen wird.
    Zweitens finde ich die Idee von der Mutter eigentlich gar nicht so schlecht. Wir wissen nicht, was hinter Fritzens Unfähigkeit steht, eine „Seerose“ zu machen, vielleicht hat es etwas mit seinem spezifischen Gewicht, etc. zu tun. Diese Abzeichen sind ja vor allem dafür gedacht, die Kinder zu motivieren, die sie schaffen. Die Absicht ist nicht unbedingt, die zu demotivieren, die sie nicht schaffen, das ist eher ein unerwünschter Nebeneffekt. Vielleicht wäre der Bub mit dieser Frustration nie mehr im Leben schwimmen gegangen, das konnte die Mutter so vermeiden.

    • Susi sagt:

      „Diese Abzeichen sind ja vor allem dafür gedacht, die Kinder zu motivieren, die sie schaffen. “

      Nein, Rosa Grün. Dafür sind die Motivationsabzeichen da. Machen Sie sich mal schlau über die schweizerischen Schwimmabzeichentests. Das Element der Seerose ist mit einem * gekennzeichnet, und da steht: „Bei der mit einem * bezeichneten Übung darf auf keinen Fall ein Kompromiss bei der Testabnahme gemacht werden. Wenn diese Übung nicht sicher und wiederholbar beherrscht wird, ist das Weitergehen in die nächste Stufe auf keinen Fall möglich.“
      Der Kurs muss dann halt wiederholt werden, passiert ständig und ist keine grosse Sache.

      • Rosa Grün sagt:

        Ja, aber Sie wissen ja gar nicht, in welchen Schwimmkurs Fritz als nächstes gehen wird. Ich vermute, die Mutter wird ihn noch einmal für den gleichen (woanders) anmelden. Ich vermute, dass es eher darum ging, dem Kind den Spass am Schwimmen nicht zu nehmen…

      • Franz Vontobel sagt:

        Ich finde ja auch, dass später, in der Schule, die Eltern das Zeugnis für ihre Kinder schreiben sollten – schlechte Noten können sehr demotivierend sein, und eine Mutter weiss wohl besser als jeder Lehrer, was ihr Kind braucht – Mama always knows best!

      • Sportpapi sagt:

        Noten und Prüfungen sind sowieso des Teufels!

    • mein name sagt:

      Aber genau dafür ist doch der Biber gedacht: Als Motivation.
      Wenn die Eltern aber unfähig sind, dafür kann die Schwimmlehrerin ja auch nichts und das Kind wird ein weiteres HSG-Idioten-Opfer werden. Davon gibt es aber mittlerweile schon zu Viele in der Schweiz…

      • Bettina sagt:

        ich frage mich grad, ob ich im Internet auch ein Matura Zeugnis für mein Kind ersteigern kann…. Nur für den Fall, dass es Mathe nicht gut genug beherrscht und dann die Matura nicht besteht….. Ach ja, ist im Fall ironisch gemeint….

      • Rosa Grün sagt:

        Natürlich können sie auf Internet Schulabschlüsse und jeglichen Hochschulabschluss kaufen, das gleiche gab es auch schon lange vor Internet. Nur dass diese Abschlüsse eben von niemandem anerkannt werden….
        Ich finde einfach, man soll unterscheiden zwischen aussen- und innenwirkung.
        Wenn das Kind nun in den nächsthöheren Schwimmkurs ginge würde man ja sofort merken, dass er das Niveau nicht hat. Insofern wäre das nicht sehr vernünftig.
        Aber wenn dieses blöde Abzeichen hilft, dass das Kind bereit ist, überhaupt noch einmal die Füsse in eine Badeanstalt zu setzen, dann ist es durchaus gar keine so schlechte Idee, es ihm zu geben.
        Ich glaube wirklich, dass bei diesen ganzen „Motivationssystemen“ die Wirkung auf die zweiten, auf die sitzen gebliebenen, etc unterschätzt wird.

      • Sportpapi sagt:

        @Rosa Grün: Indem man das Abzeichen gibt, verhindert man, dass der Junge den Kurs wiederholt, oder?

      • Rosa Grün sagt:

        Nein, so habe ich das nicht verstanden… denn mit dem Abzeichen hat er nicht das dazu gehörende Diplom auf seinen Namen, das wahrscheinlich dafür ausschlaggebend ist, ob man in den nächst höheren Kurs darf oder nicht…
        Daher sehe ich das so, dass einfach der Bub ein Abzeichen gekriegt hat, vielleicht um zu vermeiden, dass er das Schwimmen ganz aufgibt.
        Und es ist auch nicht ausgeschlossen, dass dieser Bub besonders mager war und daher ein höheres spezifisches Gewicht hatte als andere Kinder (weil weniger fett) und dass ihm daher die „Seerose“ wesentlich schwerer fiel als anderen Kindern… Ja, es gibt Menschen die aufgrund ihrer körperlichen Gegebenheiten schlechter schwimmen als andere.

  • Hans Hintermeier sagt:

    Grundsätzlich denke ich auch, dass es wichtig ist,dass die Kinder lernen mit Niederlagen/unangenehmen Gefühlen umzugehen und sich solche Situationen dazu eignen.
    Mir fällt jedoch auch noch etwas anderes auf.Wir sind wahnsinnig schnell im Urteilen,obwohl wir nur einen Ausschnitt der Situation kennen.Ich sage nicht, dass es so ist,aber es wäre auch möglich,dass dieser Junge vor allem Niederlagen in seinem jungen Leben erleben muss.Vielleicht hat er ein kleines Geschwisterchen,dass alles viel schneller kann als es usw. Evtl. kann es auch richtig sein,ihn deshalb für die Bemühung/nicht das Resultat zu belohnen. Wie gesagt,ist das auch höchst spekulativ,aber mMn sollten wir eher zurückhaltender mit vorschnellen Urteilen sein,wenn wir das Kind/Familie nicht wirklich kennen. Niemand hat das gern

    • Rosa Grün sagt:

      Richtig. Ich finde es auch völlig überflüssig, dass Frau Meier sich über Fritz und seine Mutter das Maul zerreisst.

      • Franz Vontobel sagt:

        Meine Güte, ich hätte ja nicht gedacht, dass es mal soweit kommt, dass ich hier den ML geben muss: Es geht nicht um Fritz. Und auch nicht um sein Mami. Es ist auch egal, ob’s den Fritz und sein Mami in Wahrheit gibt oder nicht.
        Es geht darum, ob es sinnvoll ist, seine Kinder in Watte zu packen und ihnen jeglichen Kontakt mit einer manchmal eben auch nicht so flauschig-kuschligen Realität zu ersparen.

    • Susi sagt:

      Fakt ist doch einfach, dass die Prüfung nicht bestanden wurde. Und genau dafür gibt es ja eben die Motiationsabzeichen!! Der Bub kriegte jetzt so eins UND ein Testabzeichen, also mehr als die anderen Kinder, obwohl er eines der zentralen Elemente nicht hingebracht hat.
      Wer so tickt, sollte sein Kind halt nicht in diese Kurse schicken, das bringt überhaupt nichts.

      • Rosa Grün sagt:

        Ganz offensichtlich hat das Motivationsabzeichen das Kind nicht motiviert, sonst hätte es ja nicht so geheult!
        Der Nachteil von all diesen Anerkennungen für die „Guten“, ist, dass sie die „nicht so guten“ demotivieren. Das ist und bleibt einfach zweischneidig.

      • Susi sagt:

        „Ganz offensichtlich hat das Motivationsabzeichen das Kind nicht motiviert, sonst hätte es ja nicht so geheult!“

        Eben. Null Frustrationstoleranz. Kein Wunder, wenn es das nie gelernt hat.

      • Sportpapi sagt:

        „Der Nachteil von all diesen Anerkennungen für die „Guten“, ist, dass sie die „nicht so guten“ demotivieren. Das ist und bleibt einfach zweischneidig.“ Das stimmt. Deshalb gibt es auch Gruppen, die gleich allen Kindern ein Abzeichen abgeben. Nur: dann kann man es auch lassen.
        Im Schwimmen wie beim Skifahren geht es aber auch um Ausbildungsetappen, um die korrekte Einteilung nach aktuellen Fähigkeiten. Da ist dem Kind nicht gedient, wenn es das nächste Mal eine Stufe zu hoch eingeteilt wird und es im wahrsten Sinne des Wortes ständig am Strampeln ist.

    • Hans Hintermeier sagt:

      @Susi: sehen Sie, ich wollte nur aufzeigen, dass die Situation evtl. komplexer sein kann, als sie auf den 1. Blick wirkt. Da ich Freude am Diskutieren habe (obwohl ich heute einen Sitzungsmarathon vor mir habe), antworte ich Ihnen: Wenn die Mutter ihn dafür lobt, dass er sich bemüht hat und ihm dann ein Abzeichen dafür gibt (wenn sie es explizit so sagt), dann lernt das Kind,dass auch die Bemühung Wert hat.Es wird darin positiv verstärkt Bemühung zu zeigen und nicht „Erfolg“ zu haben. These: Wenn er nie ein Abzeichen bekommt, kann es auch sein, dass er irgendwann resigniert (ich kenne einige Menschen, die in der Schule resigniert haben und noch heute ihr Selbstbild nicht aktualisieren konnten, sondern alle Herausforderungen (im psychologischen Sinne) abwehren, als Selbstschutz.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Insofern finde ich das „Motivationsabzeichen“ sehr wichtig, das die Schwimmschule vergibt. Mir ging es eher um voreilige Schlüsse und um Fremdbewertung.

      • Susi sagt:

        Dann soll die Mutter ihm ein Mamischwimmabzeichen basteln, wenn das so wichtig ist. Aber nicht das offizielle hinbescheissen, voll übel.

        Im Übrigen ist Frustrationstoleranz trainierbar wie ein Muskel. Der Fritz ist dann nicht nur ein Seerosenversager, sondern wird auch zum Frustrationstoleranzmuskelschwächling.

      • Martin Frey sagt:

        Mit Verlaub, Hr. Hintermeier, bei dem Thema haben Sie und Rosa Grün wenig verstanden. In den Schwimmschulen gibt es Motivationsabzeichen nebst den offizielllen Zielzeichen beim Erreichen der Niveaus, insofern kann weder von Traumatisierung, Frustration noch Verleidern des Schwimmens die Rede sein (ausser das Kind wollte gar nie). Der Artikel und Ihre Argumentation sind ein gutes Bsp. dafür, wie insbesondere viele Mütter sich die Wahrheit zurechtbiegen bis sich die Balken biegen. Das Kind sozial auffällig? Dann ist es wahlweise hochbegabt oder halt „überreif“ für den Schuleintritt. Es geht immer auf andere los? Dann wird es systematisch gemobbt.
        Und nun noch kurz die wohlweislich gewechselte nächste Schule (aber v.a. auch sich selber) betrügen um dort stolz mit dem Abzeichen zu wedeln.

      • Martin Frey sagt:

        /Wenn die Defizite des Kindes dannzumal auffallen werden weil es anstatt Seepferdchen- nur Seegurkenniveau aufweist, kann man ja noch schnell die Verantwortung auf die vorherige Schule lenken „habe es schon immer gewusst, wir waren auch sonst nicht zufrieden“.
        Dabei sind Kinder von Natur aus kompetitiv und profitieren sehr, wenn sie mit etwas stärkeren Kindern im Schwimmen sind. Und Niederlagen gehören zum Leben wie Siege, die Frage ist lediglich, wie man damit umzugehen lernt. Dies ist etwas das ein Kind irgendwann im Leben lernen muss, wobei die Hoffnung darauf bei Leuten wie Fritzl’s Mutter nicht besteht.
        Leute wie sie sind whs. der Grund dafür, dass swiss swimming das allseit bewährte und beliebte Abzeichensystem nun verlassen hat…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Mar tin Fr ey

        🙂

        leider verhindert ein Sitzungsmarathon einen internen Kommentar-marathon, aber ich bin mir einigermassen sicher dass noch eine zünftige Replik geliefert werden wird…

      • Martin Frey sagt:

        Ich weiss, Fr. Steiner, bin auch gespannt.
        Zumindest aber die feministische Weltverschwörung kann man mir nicht unterstellen… denke ich zumindest. 🙂

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Mar tin Fr ey

        warten Sie’s mal ab, die Varianten und Möglichkeiten scheinen da unbegrenzt…

      • Sportpapi sagt:

        Oh, dieses gemeinsam über einen lästern ist doch immer wieder befreiend, auch auf dem MB. Dabei ist es ganz egal, ob man nun den Nagel auf den Kopf trifft oder einfach kräftig daneben.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi

        falls das an mich geht: ja, dafür hat Betreffender grandios selber gesorgt, mit grossem Köcher ausgeteilt- da wird es die paar spärlichen Spitzen retour hoffentlich vertragen…, sonst dürfen Sie gerne coachend zu seiner Seite eilen.

      • Martin Frey sagt:

        Fr. Steiner, kriegen wir jetzt „disziplinarische Probleme“ mit unserem Sportlehrer?

      • Sportpapi sagt:

        Er wird es ertragen, braucht meinen Support nicht. Dennoch hat er einen anderne Standpunkt, als hier behauptet (ist ja nicht Stern).
        Persönlich halte ich Fairness im Umgang für etwas Wichtiges.

      • Martin Frey sagt:

        Sie können uns ja noch gerne im Detail erläutern, was genau an diesem Thread so „unfair“ und „lästernd“ war, SP. Idealerweise unter Einbezug Ihrer eigenen Rolle.

      • Rosa Grün sagt:

        „dann kann man es auch lassen“: das wäre die Lösung, die ich vorschlagen würde…
        Ich weiss, das wäre dann wiederum schade, für die, die durch solche kleinen Abzeichen und Zuwendungen motiviert werden.
        Das Gleich denke ich übrigens über Wettbewerbe im Allgemeinen: den ersten freut es, dass er gewinnt, alle anderen sind frustriert, dass sie nicht gewinnen – ist es das wert?

      • Rosa Grün sagt:

        HH: Aber wie wir sehen, erreicht das Motivationsabzeichen eben doch nicht so ganz sein ziel…

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Begründen Sie doch mal „feministische Weltverschwörung“ in Zusammenhang mit HH. Er ist ja eigentlich ein Feminist, bedient sich der gleichen Sprache, der gleichen Befindlichkeiten. Nur dass er die Anliegen der Männer in den Fokus nicht.
        Wo sehen Sie hier und jetzt meine Rolle? Erklären Sie mal.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Ma rtin Fr ey

        hm…, also ich find (wohl verzerrte Selbstwahrnehmung) dass ich mich bezüglich der HH’schen-Karussellrunden nicht ganz untapfer geschlagen hab, und deshalb juckts mich nun schon langsam in den Fingern, besonders wenn ich es als Wasser-predigen-aber-selber-Wein-austeilen empfinde. Doch um nicht noch den letzten Lack der Reputation abzuschrammen versuch ich mich nun im Schweigen.

      • Martin Frey sagt:

        Ich habe für meinen Teil nicht das geringste Problem mit HH und seinen Beiträgen, Fr. Steiner, im Gegenteil. Natürlich hat er in letzter Zeit bei jeder noch so passenden oder unpassenden Gelegenheit antifeministische Standpunkte eingenommen und diese teils sehr monothematisch vertreten, was ich persönlich nicht ganz verstehe. Gepaart mit der jeweils eingenommenen Opferhaltung erinnert das dann doch stark an die Methoden der feministischen Gegenparts. Wobei HH im Ggs. zu manch anderen Antifeministen sehr viel zu sagen hat, sehr zu differenzieren weiss und anders denkende Menschen auch nie persönlich angehen würde. Er würde sich z.b. kaum je in einen Thread einmischen nur um sich als moralische Instanz aufzuführen, ohne selber etwas Inhaltliches beizutragen. So zumindest mein Eindruck.

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey. Und schon sind wir uns einig – nur dass mich diese Opferhaltung, diese Empfindlichkeiten beider Seiten schon eher zu weit geht.

    • Sportpapi sagt:

      HH, wir beurteilen nicht die Familie, die wir nicht kennen, sondern ein bestimmtes Verhalten. „es wäre auch möglich,dass dieser Junge vor allem Niederlagen in seinem jungen Leben erleben muss.“ Das wäre möglich. Dann könnte die Mutter sich die Zeit nehmen, dem Kind ganz viel Nachhilfe zu geben – im Schwimmen oder in anderem. Und für den Effort, dir Fortschritte loben. Von mir aus auch eine Belohnung aussetzen. Aber nicht ein Abzeichen verteilen, das er nicht verdient hat.

    • Franz Kaufmann sagt:

      Die meisten Menschen erleben meist Niederlagen (grössere oder kleinere). Wenige bis keiner ist in Allem gut.
      Sie haben natürlich Recht damit, dass wir nicht die ganze Geschichte kennen. Trotzdem das falsche Vorgehen der Mutter. Sie hätte seinen Einsatz auch anders belohnen können, als mit dem Siegerabzeichen, dass er sich (nach der Norm unserer Gesellschaft) halt nicht verdient hat.
      Was kommt als nächstes? Schreibt Sie seine Aufsätze? Bezahlt Sie Ghostwriter? Wird Papi die Matheaufgaben machen….
      Unterstützung der Eltern ist wichtig, ganz klar. Sie hätte mit Ihm üben gehen sollen.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Sportpapi: Merci, hatte schon einen virtuellen Strick um den Hals und habe gedacht, dass Hans dann als neuer Avatar reinkarniert, Sie haben ihm wieder Lebenskraft eingeflösst. 😉
        Wie bereits mehrmals schon gesagt (aber was gekonnt überlesen wurde), ging es mir um vorschnelle Urteile, dieses Abzeichen ist mir so was von egal (ich würde das Kind auch anders belohnen). Ich finde einen MB ehrlich gesagt auch langweilig, wo sich alle einig sind und man nur auf der Mutter von Fritz eindrescht, Einigkeit/Einheit im Eindreschen: langweilig!

  • Stevens sagt:

    Hahaha, Seepferdli aus dem Internet ersteigern. Einfach genial.
    Danke für diesen Aufsteller am Morgen. Mein Tag ist gerettet.

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