Vernetzen statt lästern

Ein Gastbeitrag von Ingrid Eva Liedtke*

: Szene aus «The Devil Wears Prada» mit Anne Hathaway und Meryl Streep. (Reuters)

Keine Rückendeckung: Szene aus «The Devil Wears Prada» mit Anne Hathaway und Meryl Streep. (Reuters)

Am Dienstagabend auf dem Heimweg aus den Bergen habe ich mir eine Radiosendung auf SRF 2 angehört zum Thema «Frauen machen Karriere». Immer wieder beschäftigt auch mich die Frage, was wir unseren weiblichen Nachkommen mit auf den Weg geben können, damit sie es leichter haben, einen gleichberechtigten Platz in unserer Gesellschaft einzunehmen. Habe ich es geschafft? Welches sind die Kriterien, wonach wir beurteilen, ob jemand Karriere gemacht hat? Was bedeutet Karriere?

Diese erste Frage an die zwei Frauen, Nationalrätin Yvonne Feri und Esther Niffenegger, Offizier der Schweizer Armee und Karrierefrau, ergab für mich erstaunliche und unerwartete Antworten. Karriere bedeutet für beide Entwicklung. Einstimmig fallen Stichworte wie Weiterbildung, Wachsen, Horizonterweiterung, in Bewegung bleiben. Karriere, ein Weg, den man zurücklegt im persönlichen Wachstum sozusagen, um damit auch der eigenen Sache wie zum Beispiel der eigenen Firma oder dem politischen Engagement zu dienen. Status und hohes Salär blieben unerwähnt. Darüber bin ich erfreut und entspanne mich hinter meinem Steuerrad.

Plötzlich fühle ich mich auch zugehörig. Zählen gar meine Verdienste als Familienfrau, als Mutter von drei Kindern, meine Einsätze für meine Tochter mit Beeinträchtigung, als Beistand und Elternrat und meine diversen Aus- und Weiterbildungen als Karriereschritte? Auch wenn mir deswegen noch nicht der grosse Mammon ins Haus flattert? Mein Selbstbewusstsein kriegt ein wenig Aufschwung, ein so wichtiger Faktor für gezielte Karriereschritte.

Die Anerkennung, sei sie privat oder gesellschaftlich, kann kein Gradmesser sein. Dafür bin vor allem ich zuständig. Wenn ich mir aber vor Augen führe, dass all das Beschriebene – und noch vieles mehr – mich im Leben weitergebracht hat, dazu geführt hat, dass ich gewachsen bin, einen grossen Erfahrungshintergrund habe, auf den ich bauen kann und den ich immer wieder erweitere – damit in Bewegung bleibe: Ja dann ist das eine Karriere!

Vielleicht sind die genannten Werte typisch weiblich. Sie sind auf jeden Fall sehr menschlich. Ich bin eine Frau, und so erscheinen sie mir sehr trefflich und von höherem Nutzen, sowohl für die Persönlichkeitsentwicklung jedes Einzelnen als auch für die Gesellschaft.

Es ist gut möglich, dass Mann zum Thema Karriere noch ein paar Aspekte mehr nennen würde wie ein gutes Einkommen, eine führende Position in einem Unternehmen und… Macht? Auch die beiden Damen würden dies sicher nicht von der Hand weisen, aber irgendwie erhalten diese Punkte kein grosses Gewicht in der Diskussion. Die Freude und die Leidenschaft sowie der Einsatz für die Arbeit, die man liebt, stehen an erster Stelle.

Da kommt die Frage auf, was uns noch fehlt auf unseren Karrierewegen. Neben Mut und einem gewissen Selbstbewusstsein sind es Tages- und Firmenstrukturen, die etwa ein Jobsharing ermöglichen, sowie der passende Partner, damit Frau Karriere und Familie vereinbaren kann. Nicht zu vergessen, ein gutes Netzwerk und mehr weibliche Vorbilder.

Was das Netzwerken anbelangt, können wir wirklich noch viel lernen. Woran liegt es, dass wir Frauen uns so wenig fördern? Es wird vergessen, eine Freundin weiterzuempfehlen, oder der Einladung für die Ladeneröffnung der Kollegin kann nicht Folge geleistet werden, weil man ja selber schon so viele Termine hat. So nehme ich das wahr. Man ist selber so beschäftigt, glaubt, keine Zeit zu haben, und vergisst, dass es immer ein Geben und Nehmen ist. Denn ein anderes Mal könnte es wichtig sein, dass diese Leute sich Zeit nehmen und uns unterstützen.

Ist es Angst vor Abhängigkeit? Falsche Bescheidenheit? Neid? Oder die weibliche Tugend der Zurückhaltung? «Bleib bescheiden und wirke im Hintergrund.» Veraltete Erziehungsmuster? Wohl von allem etwas. Schade!

Wir könnten von den Männern lernen, Seilschaften zu bilden, und sie dann aber mit unserer Intuition und unseren weiblichen Werten füttern. So entstünde eine Kultur der Unterstützung, wo Wachstum, Entwicklung und menschliche Werte hochgehalten werden. Wir brauchen dringend eine weibliche Geschäftskultur. Daraus können die Vorbilder erwachsen, die wir Frauen und unsere Töchter in Zukunft so dringend brauchen, damit wir das Selbstverständnis finden, unseren individuellen Karriereweg zu gehen, und es auch wagen, nach den Sternen zu greifen.

MB_porträt_150*Ingrid Eva Liedtke ist Autorin, psychologische Beraterin und Coach. Sie schreibt den Blog Herzenblühen.

74 Kommentare zu «Vernetzen statt lästern»

  • Lorenz Trachsel sagt:

    Frau Offizier, nicht Offizierin? Wohl überlegt, letzteres würde nämlich etwas dämlich klingen und gar nicht der Respekt erheischenden Funktion entsprechen. Eine Bekannte beharrt darauf, Koch, nicht Köchin, genannt zu werden. Nicht das Geschlecht ist ihr wichtig, sondern die Qualifikation und Profession. Man kann es nämlich auch so sehen: die weibliche Form einer grammatikalisch männlichen Berufsbezeichnung gewichtet das Geschlecht plötzlich mehr als die Funktion, auch eine Art Sexismus.

  • Wiude sagt:

    Der Betrag und die Kommentare sind anregend, aber es geht ein wichtiger Gesichtspunkt vergessen, da er politisch nicht korrekt ist. Die Schwerpunkte der Lebensziele und Interessen sind bei Mann und Frau im allgemeinen unterschiedlich. Darum sind geschlechtlich einhetliche Karriereideale ebenso falsch wie starre Rollenbilder. In beiden Fällen werden die nicht passenden als unzureichend diffamiert (Emmanze gegen Huscheli am Herd). Die Gesellschaft, eine Firma oder eine Familie ist stärker, wenn sich verschiedene Charaktere zusammenfinden und ergänzen. Gleichberechtigung statt Gleichmacherei. Der Widerspruch zwischen Gleichberechtigung und unterschiedlichen Interessen muss immer wiede neu mit Toleranz und Augenmass ausgehandelt werden.

  • Sabine sagt:

    viele frauen sind in karriereorientierten netzwerken involviert, meist sogar reinen frauennetzwerken. jede kleinere schweizer stadt hat sowas. das interessante ist halt, dass dort beruflich arrivierte frauen drinsitzen, und nicht huschelis ohne leistungsausweis. netzwerke leben davon, dass menschen mit einfluss und macht teil davon sind.
    vielleicht müssten die frauen hier nicht die bösen männer kritisieren, sondern sich fragen, weshalb sie selbst nicht teil solcher netzwerke sind. zuwenig wichtig, zuwenig einflussreich? falsche familie, falsche herkunft?

    • Muttis Liebling sagt:

      Die richtige Familie ist wichtiger als Bildung und Geld. Eliten bleiben gern unter sich und Neureiche mag keiner. Es klingt zwar opportunistisch, aber in die richtige Familie einheiraten bringt mehr, als zu den scheiternden Existenzgründern zu gehören.

      Aber diese kitschige Liebesheirat hat vielen Neumenschen den effektivsten Weg in die Oberschicht versperrt. Da sind die russischen Frauen wesentlich klüger. Die behalten sich die Liebe für die zweite oder dritte formale Beziehung vor, die erste dient der Sozialisation.

  • Erich sagt:

    Frauen sollen sich vernetzen ?
    Dann müssten Sie sich von Grund auf ändern und unter ihresgleichen nicht dauernd nur über Beziehungsprobleme und ihre Partner reden.

  • Hannes Müller sagt:

    10% der high tech Startup Unternehmer sind Frauen. Das ist alles freiwillig. Keine Behinderung, alles Eigeninitiative.

  • Hannes Müller sagt:

    Weibliche Geschäftskultur, ich lach mich weg. Geschäft macht man um Geld zu verdienen, das wars dann schon.

  • Eduardo sagt:

    Niemand hindert Frauen daran, reine Frauenfirmen zu gründen und so theoretisch das Arbeitsparadies auf Erden zu verwirklichen. Aber warum sollten Frauen, wenn sie nicht gerade lesbisch sind, eigentlich besondere Solidarität für andere Frauen empfinden? Auch Männer haben abgesehen von persönlichen männlichen Bekanntschaften keinerlei Interesse an der Förderung anderer Männer, nur weil diese ebenfalls Männer sind. Gegen wen sollten diese angeblichen männlichen Seilschaften auch gerichtet sein, etwa gegen die Frauen? Das zu glauben ist lächerlich.

  • Katharina sagt:

    ‚Vernetzen statt Lästern‘ – der Titel sagt eigentlich alles.

    Statt über ‚patriarchale‘ Strukturen zu jammern, oder zu fordern, zuerst muss das und das sich ändern bevor ‚wir Frauen‘ uns im Business einbringen können, etwas tun. Sich eben vernetzen, mit gleichgesinnten strukturen der ökonomie und des austausches bilden, wenn bestehende nicht zudienen können, was sicher durchaus stimmt.

  • Ylene sagt:

    Zum 50’000. Mal: Die Unterschiede zwischen Individuen sind statistisch gesehen grösser als die zwischen Mann und Frau! Punkt. Und wenn ich weibliche und männliche Werte (haben die eigentlich ein Schnäbi, oder wie erkennt man die?) lese, könnte ich kotzen! Ich arbeite Teilzeit (Kinder), mein Mann wollte auch, seine Firma aber nicht. Am bisher karrierefördernsten war lustigerweise mein schwuler, Kinderhassender (seine Worte) Chef.
    Es ist völlig kontraproduktiv für alle, weiterhin künstlich Unterschiede zwischen Mann und Frau heraufzubeschwören. Das nervt und limitiert. Ich unterstütze keine Frau, nur weil sie eine ist. Das ist diskriminierend gegenüber Männer und allen kompetenten Frauen, welchen man (meistens ein bestimmter Typus Mann) dann wieder Frauenbonus unterstellt.

    • Marianne Knecht sagt:

      Das sind tatsächlich vorgestrige Gender-Kategorisierungen. So war es vielleicht mal vor vielen Jahren. Ob die Autorin als Familienfrau auch wirklich weiss, was im Berufsleben vor sich geht? Kultur der Unterstützunf und weibliche Geschäftskultur… im Familienleben ja, aber im Berufsleben gehts schlussendlich um Zahlen und ums Geschäft. Nicht um die persönliche Entwicklung und weibliche Werte. Das sind jedenfalls meine Erfahrungen nach 30 Jahren Arbeitnehmende in der Wirtschaft, als Mutter von 3 Kindern.

  • Ruf sagt:

    Es gibt immer wieder Frauen, die nicht Karriere machen wollen, sondern für ihre Familie da sein möchten. Was ist daran verwerflich?
    Karrierefrauen haben es nicht leicht. Ob sie in jedem Falle produktiv sind, kann bezweifelt werden.

  • 13 sagt:

    Wird es nicht langweilig, irgendwelche künstlichen Unterschiede zwischen Männern und Frauen zu zementieren, nur um anschliessend zu fordern, dass Männer und Frauen gleich zu behandeln wären? Wenn man nur einmal versucht die Spezie „Mensch“ zu betrachten, anstatt immer und immer wieder Mann und Frau, dann hätten wir wenig Probleme mit verpassten Karrierechancen für diejenigen, die das wollen oder der angeblicher weiblicher Inkompentenz zum Netzwerken, sondern hätten einfach Menschen, die mehr oder weniger erreicht haben und Menschen, denen das Netzwerken besser oder schlechter liegt.

    • Ylene sagt:

      Ach, wen ich Ihren Kommentar früher gesehen hätte, hätte ich mir meinen sparen können. Besser formuliert ist er auch noch…

  • Übersicht sagt:

    Interessant wären hier Erfahrungen von Frauen zu lesen, wie sie zB Netzwerken und aus welcher Motivation und nicht wieder Männerkommentare, die uns die „Realität“ erklären, danke.

  • Christoph Bögli sagt:

    Zu Teilzeit und Karriere: Auch wenn ich die Idee ja sympathisch finde, aber die Realität ist nun einmal, dass gerade in der Privatwirtschaft bereits ab mittleren Kaderpositionen meist hundertprozentige Identifikation mit dem Job und damit quasi 24/7-Verfügbarkeit erwartet wird. Und das beisst sich halt unweigerlich mit irgendeinem Schmalspurpensum. Die Frage ist darum doch: Wieso muss man unbedingt den Kreis quadrieren und maximale Verantwortung mit minimaler Arbeitszeit anstreben? Wäre es nicht sinnvoller, Teilzeit dort zu stärken, wo diese einfacher und sinnvoller zu realisieren ist, also bei „normalen“ Stellen? Die Gleichberechtigung-im-Job-Diskussion zielt immer viel zu sehr auf Führungspositionen ab und damit so oder so eine winzige Minderheit von privilegierten Frauen wie Männer.

  • Christoph Bögli sagt:

    Lustig ist ja, dass bei diesem Thema immer so getan wird, als würden gewissermassen alle Männer Karriere machen und das völlig automatisch und natürlich, allein weil Mann per se geil auf Macht und Status ist. Und zudem natürlich jeder Mann in einem klischeehaften Old-boys-Netzwerk ist, das sich gegenseitig Posten zuschanzt. Dabei geht das halt meilenweit an der Realität vorbei, das ist lediglich ein Zerrbild jener Sorte Männer, die man überproportional in Chefetagen vorfindet. Bloss: Der Grossteil der Männer kommt genau so wenig dahin und viele haben auch gar kein Interesse daran.

    • Ylene sagt:

      Sie haben völlig recht. Falls Sie den Comic Dilbert noch kennen: dort wurde mal ausgerechnet, wie hoch der Männeranteil in der GL von US Grossfirmen ist und dann wie hoch der GL-Anteil in der männlichen Bevölkerung ist, so 0.001% oder so.

  • Tina Konstantin sagt:

    Als kinderlose Frau frage ich: Was zählen denn meine Verdienste, die ich mir zu einem eher bescheidenen Lohn 10 Jahre lang die Beine ausgerissen habe für eine NGO? Ohne Unterstützung an Zeit/Geld vom Arbeitgeber für viele Weiterbildungen? Was zählen meine fast 20 Jahre Berufserfahrung? Auf dem Arbeitsmarkt herzlich wenig, wie ich in den letzten zwei Jahren bei der Stellensuche erfahren konnte. Ich kann nicht verweisen: „Ich hatte x Kinder und x Jahre Teilzeit gearbeitet dafür habe ich jetzt diese Familienerfahrungen“. Also Frau bin ich nun mal in einer Branche tätig (Pädagogik) wo dies sehr wohl zählt. Was zählt mein Einsatz für meinen Göttibub mit Beeinträchtigung? Sowas schreibt man nicht in den Lebenslauf, während die eigenen Kinder heutzutage selbstverständlich im CV genannt werden.

    • Alpöhi sagt:

      TK, vom NGO / NPO müssten Sie eigentlich ein Zeugnis erhalten haben, das Ihre Verdienste einigermassen abbildet. Darüber hinaus stört es mich tatsächlich, dass in NPO die Tendenz herrscht, sehr kleine Löhne zu bezahlen. Das grenzt an Ausbeutung und klappt nur, weil die MA viel Idealismus mitbringen – was es aber nicht besser macht.

      Warum kann frau den Einsatz für einen Bub mit Beeinträchtigung nicht in einen Lebenslauf schreiben, wenn dies im Kontext der konkreten Stellensuche hilfreich sein kann?

    • Roland Deschain sagt:

      Wissen Sie Frau Konstantin – einem Mann würde es nicht anders ergehen. In dieser Branche ist das so.
      In einer profitorientierten Gesellschaft verdienen Sie nicht nur besser, Sie werden auch besser behandelt. Viele meinen, dass bei NPO/NGO die humaneren Menschen arbeiten. Das ist aber nicht so.

  • Peter Gamper sagt:

    Dieser ganze Gender-Sch… wird total überbewertet. Am Ende des Tages gehts doch einfach um Resultate und wie ans Ziel komme. In meiner Karriere habe ich bisher nie die Erfahrung gemacht dass Frauen zu wenig „netzwerken“ oder einander nicht fördern würden. Es gibt da kaum Unterschiede zu den männlichen Kollegen. Die Arbeit muss gemacht werden, Kontakte müssen gepflegt werden. Basta! Im Einzelfall gabs vielleicht Frauen tatsächlich zu wenig initiativ waren oder sich zurücknahmen dem Frieden zu lieb. Aber als grosses Problem habe ich das nie wahrgenommen.

    • fabian sagt:

      vor allem wird übersehen, dass nur ein teil der männer grosse karriere machen. viele andere losen ab und werden dann um 50 von ihren frauen verlassen und stehen quasi vor dem nichts, sogar ohne kinder.
      auch dieses zusammengehörigkeitsding wird total schöngeredet. als ob alle männer gleiche werte teilen würden und sich gegenseitig helfen würden. irgendwie ist dieser beitrag naiv, eher eine ideologische propagandaschrift als sonstwas.

  • Henrieta sagt:

    die Minangkabau auf Sumatra sind die grösste bekannte matrilineare Bevölkerungsgruppe der Welt. Der Rest der Welt hat ein schon seit jeher machthaberisches und „gestörtes“ Verhältnis zur Spezie Frau. Leider ist es nun mal so, dass die Frau gebärt und physisch die Schwächere ist. Soll heute aber nicht heissen, dass sie nicht gleichen Lohn erhalten soll für gleiche Arbeit. Es ist in unsere Gesellschaft verwerflich, dass die Lohngleichheit so schleierhaft unerklärlich deklariert und mangels Beweisen nicht angepasst werden kann. aber da sind Männer wie Frauen daran beteiligt. Im Übrigen wäre es besser, wenn sich Frauen nicht ständig in Männerdomänen einmischen würden und klar ihre Stärken einbringen, selbstbewusst und wissend auftreten. Nur: der Haken daran: meistens sind Männer am Ruder.

    • Franz Vontobel sagt:

      „Spezie Frau“

      Sorry, aber Frauen sind keine eigene Spezies…

    • Alpöhi sagt:

      Die Behauptung bezgl. Lohnungleichkeit wird durch das zahlreiche Wiederholen nicht wahrer.
      Wenn weibliche Arbeitskraft für Firmen tatsächlich billiger wäre als männliche Arbeitskraft, fürden alle Firmen nur noch Frauen einstellen. Das ist aber nicht so. Warum wohl?

    • Alpöhi sagt:

      Abgesehen davon: Eigentlich geht es in diesem Blog gar nicht um Lohnungleichheit. Das haben Sie ja auch noch bemerkt und schreiben daher:

      „wäre es besser, wenn sich Frauen nicht ständig in Männerdomänen einmischen würden und klar ihre Stärken einbringen, selbstbewusst und wissend auftreten. Nur: der Haken daran: meistens sind Männer am Ruder.“

      Wie wahr! – Übrigens, meine Frau ist in unserer Küche am Ruder und bringt dort selbstbewusst ihre Stärken ein 😀

      • Roland Revolvermann sagt:

        Ich erlebe es gerade so: U40 Frauen treten sehr selbstbewusst auf. Es fehlt ihnen aber oftmals der „gschpürsch-mi“-Faktor, der im Geschäftsleben sehr wichtig ist, um effizient vorwärts zu kommen.
        Sie konzentrieren sich zu sehr darauf Stärke zu demonstrieren. Aber das ist es eben genau nicht. Je weiter oben in der Hierarchie, braucht es ein gewisses zwischenmenschliches Feintuning und nicht nur ein starres Festhalten an Regeln.

      • Carolina sagt:

        RR: Ich stimme Ihnen zu. Interessanterweise sind genau diese Frauen auch oft diejenigen, die – sozusagen als andere Seite der Medaille – eine tiefe Verunsicherung in sich tragen. Mit der gezeigten Härte versuchen sie, davon abzulenken, dass sie eigentlich nur die männliche Welt versuchen nachzuahmen. Dass sie dadurch komplett unauthentisch werden und auf andere unempathisch wirken, kommt dann daher, dass sie selber ihre eher weiblichen Eigenschaften geringschätzen.
        Ich kann Ihnen sofort ein halbes Dutzend Betriebe nennen, die mit Handkuss eine gestandene Frau einstellen würden, die erfolgreich Familie, Pflegedienste, Haushalt etc gemanaged hat und dazu stehen kann. Ob das dann allerdings Karriere genannt werden kann oder einfach Beruf, kann man diskutieren.

      • Roland Revolermann sagt:

        Carolina – ja, natürlich. Wahre Stärke (Selbstbewusstsein) zeigt sich in Lockerheit und dass man nicht bis zum letzten Millimeter seine „Autorität“ zur Schau stellen muss.

        So gesehen, kommen mir die „Neuen Frauen“ oftmals vor wie die „Männer von gestern“.

    • Widerspenstige sagt:

      Henrieta, passen Sie auf mit dem kontaminierten Begriff ‚Matriarchat‘ oder wie Sie es schreiben ‚matrilineare Bevölkerungsgruppe‘ hier im MB wie auch sonst in den Multimedia. Sie werden gebrandmarkt sofort und in die Ecke der verwerflichsten Emanzen abgestuft. Ich schreibe das aus Erfahrung mit diesem Begriff, alles klar?

      Zu den letzten zwei Sätzen bräuchte ich noch eine nähere Erklärung von Ihnen:‘..Im Übrigen wäre es besser, wenn sich Frauen nicht ständig in Männerdomänen einmischen würden und klar ihre Stärken einbringen, selbstbewusst und wissend auftreten. Nur: der Haken daran: meistens sind Männer am Ruder..‘. Wie erklären Sie sich das trotz vermehrten Uniabschlüssen und Lehrabschlüssen gegenüber dem männlichen Geschlecht? Sonst gehe ich mit Ihren Aussagen einig.

      • Carolina sagt:

        WS: Vielleicht erklären Sie mir dann den ganzen Beitrag von H – er kommt mir nämlich reichlich wirr vor. Fängt schon damit an, dass eine obskure Bevölkerungsgruppe in Sumatra anscheinend ein leuchtendes Beispiel dafür sein soll, was der gesamte Rest der Welt falsch macht.
        Und warum sind es ‚leider‘ Frauen, die Kinder gebären und, seltsame Verknüpfung, physisch die Schwächeren sind? Ich empfinde das überhaupt nicht als ‚leider‘, sondern als unglaubliche Bereicherung, würde sogar sagen, Sinn meines Lebens.
        Und dann kommen wir nahtlos auf Lohnungleichheit…..?
        WS, Sie werden mir sicher erklären können, warum Sie gerade diesem Beitrag zustimmen, oder?
        Wenn dann mal geklärt ist, was sie mit sich-nicht-in-Männerdomänen-einmischen meint…… 😉

      • Widerspenstige sagt:

        Carolina, da wurden bereits ein paar Fragen oben eingeworfen, neben Ihren und meinen, und ich warte jetzt mal ab, was Henrieta dazu schreiben wird.

        P.S. Sollte gar Globetrotterin wieder aktiv sein mit anderem Nick? ;))

      • Carolina sagt:

        Glaube ich eher nicht: Globetrotterin war alles, aber nicht wirr…..

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Carolina
        😉

      • Wildkatze Frei sagt:

        Wie schön. Da schaue ich nach Jahren mal wieder im MB vorbei um zu sehen, ob es da vielleicht Kommentare zur Silvesternacht gibt, und was lese ich da? Vermisst Ihr mich etwa? War ja auch ganz amüsant, sich manchmal hier zu fetzen. Schön, noch ein paar „alte Bekannte“ hier zu finden. Liebe Grüsse von meiner griechischen Insel.

      • Wildkatze Frei sagt:

        Sorry, Unterschrift vergessen:
        Wildkatze alias Globetrotterin

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Wildkatze Frei

        das mit dem vermissen ist ein bisschen zwiespältig, aber jedenfalls freut es mich sehr dass Ihnen die griechische Insel immer noch genügend Stabilität bietet und Sie die Sonne, und alles andere was damit verknüpft ist, geniessen können!

      • Widerspenstige sagt:

        Es wäre noch spannend, Antworten auf gestellte Fragen von Henrieta zu lesen. Anscheinend nur ein Trollpost gewesen…

        Katharina hat wohl recht – wieder einmal muss ich gestehen.

    • Denise sagt:

      Ich bin mir nicht sicher, dass die Frau in allen Aspekten physisch die Schwächere ist. Ich habe z.B. die Erfahrung gemacht das Jungen, wenn sie klein sind, viel eher krank werden. Ausserdem ist die Frau so stark gebaut, dass sie eine Geburt meistern kann.

      • Wildkatze sagt:

        @Denise
        stark vs. schwach bezieht sich auf reine Muskelkraft. Auf allen anderen biologischen Ebenen sind Frauen klar überlegen. Warum wohl ist es so, dass Frauen im Durchschnitt 8 Jahre länger leben als Männer?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Wildkatze

        zurück wie sie leibt und lebt, in der Tat 🙂

        tja, warum die Frauen wohl länger leben??? Abgesehen vom Risikoverhalten bezüglich „lebensverkürzende Substanzen konsumieren“, „lebensverkürzende Risiken eingehen“ uä

        hat es vielleicht auch damit zu tun dass gesundheitsschädliche/mit hohem Risiko was Lebenszeitverkürzung betrifft behaftete Berufs-Arbeiten

        in Mehrheit noch von Männern ausgeführt werden?

      • Katharina sagt:

        Männer könnten 20 Jahre länger leben, wenn sie bei Gewittern drinnen blieben:

        http://io9.gizmodo.com/men-can-live-20-years-longer-but-theres-a-high-cost-1678274234

      • Brunhild Steiner sagt:

        … und ein anderer Aspekt aus der Schublade „Ernst des Lebens“, die Einführung der AHV ist auch nicht ganz unschuldig daran, sie führte- auch wenn Wünsche zugegebenermassen offenbleiben- ebenfalls zu einer Verbesserung der gesundheitlichen Situation, besonders im älteren Lebensabschnitt.

      • Katharina sagt:

        BS: A well crafted troll post (‚Henrieta‘) needs a well crafted troll response, which I provided (in the form of a link to some humor).

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Katharina

        ohne Zweifel and well done,

        ich hätte vielleicht noch anmerken sollen dass dies eine Ergänzung zu Wildkatze’s proklamierter „Frauen sind biologisch auf allen anderen Ebenen überlegen“-These ist,
        diese „Überlegenheit“ hat eben auch mit ganz profanen Versicherungsleistungen zu tun.

      • Widerspenstige sagt:

        Aber hallo Wildkatze! Das nenne ich jetzt mal vorsichtig Telepathie wie sie leibt und lebt und ja, schauen Sie doch öfters wieder hier vorbei. Es lohnt sich immer wieder, sich hier die Krallen zu wetzen. 😆

  • Heidi K. sagt:

    Was für ein schöner Artikel und voller Idealismus! Unter Frauen gibt es keine Solidarität! Das ist einfach so und wird auch immer so sein. Die Stutenbissigkeit steht über der Freundschaft und die, die was anderes behaupten, heucheln Freundschaft vor oder sind einfach naiv.

    • Bina sagt:

      Bin nicht einverstanden. Das ist doch Einstellungssache und nicht generalisierbar. Ich habe beides erlebt. Und man verändert negative Begebenheiten nicht, in dem man sie als gegeben zementiert. Ist doch blöd, sich einer scheinbar unveränderbaren Lage einfach unterzuordnen. So kommen wir nicht weiter. Man muss es halt immer und immer wieder versuchen und vorleben. Und wenn man 100x auf die Schnauze fliegt. Was für Ziele bleiben dann im Leben, wenn der Idealismus wegfällt? Das geht auch, in dem man die Stutenbissigkeit als vorhanden akzeptiert. Aber sie ist nicht unveränderbar.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Heidi K.

      …und das kommt von jemandem, die Freundschaften aufkündigte weil zu spät über deren kommenden Nachwuchs informiert worden ist, vielleicht mal vor der eigenen Türe wischen?

    • Carolina sagt:

      Ich habe im Laufe meines Lebens immer wieder die Erfahrung gemacht, dass die Frauen, die sich am meisten und lautesten über mangelnde Solidarität anderer Frauen beklagen, dieselbe als eine Art Bringschuld der anderen verstehen, selber aber – wie Bina das oben schön ausführt – nur selten bereit sind, proaktiv zu werden und ihre eigene Haltung zu überprüfen.
      Die Stutenbissigkeit, die Sie hier ja schon mehrfach beklagt haben, Frau K, sollten Sie sich vielleicht mal im Spiegel anschauen……

      • Carolina sagt:

        PS: Ich weiss das übrigens auch aus eigener Erfahrung – ich habe diese Neigung auch, muss ich zu meiner Schande sagen!

    • Widerspenstige sagt:

      Dass diese legendäre Stutenbissigkeit vorallem in Filmen (siehe Bild) bis zum Exzess vorgeführt wurde und noch immer genüsslich wird, ist eine Tatsache. Ich habe es am eigenen Leib erfahren u konnte es aber in den Griff bekommen, als ich das Gespräch mit den Lästermäulern suchte. Ich konfrontierte sie mit ihren Aussagen hinter vorgehaltener Hand, weil es mir zugetragen wurde. Da arbeitete ich noch in einem Grossraumbüro u ua missfiel, weil ich im Anzug erschien und generell zu elegant daher kam. Es war einfach zu selbstbewusster Stil zu jener Zeit anfangs 1980er Jahre.

      • Widerspenstige sagt:

        Das darf man, werte Carolina, näher ansehen, ab wann Frauen anfangen zu lästern über eine Kollegin und ab wann sie es eher bleiben lassen. Es ist fast immer ihr Outfit, ihr Auftreten und daran müssen wir Frauen noch ‚arbeiten‘ denke ich. Auch ich bin nicht gefeit, aber konnte es mehrheitlich für mich behalten, was ich über andere denke…. 😉

      • Carolina sagt:

        WS: Wenn, wie gesagt, die Klagen immer wieder von denselben kommen, wird es irgendwann mal Zeit für den grossen Spiegel – oder, wenn Ihnen das lieber ist – oder zu erkennen, dass man vielleicht selber der Geisterfahrer ist! Davor sind wir alle nicht gefeit!
        Ihre Methode, Stutenbissigkeit zu benennen und direkt, aber diskret bei der Verursacherin zu deponieren, finde ich super!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige

        das versteh ich nun nicht ganz, wird, wenn gelästert wird, vorallem übers Outfit gelästert; oder ist das Outfit eine Art Auslöser, „Reiz“?
        Das hiesse ja, Frauen würde über andere Frauen, welche einen ähnlichen Stil bevorzugen (vom modischen her) eher nicht „lästern“?

        Meine Erfahrung ist eher dass auch in der verschworenen Lästergemeinschaft, sobald eine weg ist, über diese hergezogen werden kann- je nach Gruppenstruktur etc, Outfit mag eine Rolle spielen, aber ich vermute nicht dass sie sehr entscheidend ist. Wobei… wenn ich mir die mediale Berichterstattung über die Kleidung von Frauen in gehobeneren/entscheidenderen Positionen vergegenwärtige (und eher selten wird eine Krawatte kommentiert)…, hm, dann könnten Sie doch Recht haben… .

      • Martin Frey sagt:

        Es gibt immer einen Grund zum Lästern wenn man zu Stutenbissigkeit neigt, da bin ich ganz einverstanden, Fr. Steiner. Bezeichnenderweise geht es dann bei Frauen um Aeusserlichkeiten, vor allem anderen.
        Der Hang zur Stutenbissigkeit ist meines Erachtens das Problem, weniger der Fokus auf Aeusserlichkeiten. Denn wenn es nicht die Aeusserlichkeiten sind, dann ist es etwas anderes.
        Wie weiter oben beschrieben wurde, hat es aber diesbezüglich jede/r selbst in der Hand dies zu ändern.
        p.s. bei Männern kann durchaus auch mal das Aeussere für Spott herangezogen werden, Trump ist da ein sehr „schönes“ Beispiel dafür. Daher: Keine Regel ohne Ausnahme… 🙂

  • Franz Pfister sagt:

    Bis zu folgenden Abschnitt war der Beitrag gut, auch wenn alles auch auf den Mann zutrifft und hier nur die Frau explizit erwähnt wird. Seis drum. Dann aber musste ich 2x lesen:

    „Wir könnten von den Männern lernen, Seilschaften zu bilden, und sie dann aber mit unserer Intuition und unseren weiblichen Werten füttern. So entstünde eine Kultur der Unterstützung, wo Wachstum, Entwicklung und menschliche Werte hochgehalten werden. Wir brauchen dringend eine weibliche Geschäftskultur.“

    Die schlechten Seiten der „Geschäftskultur“ (was immer das heissen soll) sind also männlich und die guten Seiten davon sind weiblich?
    Schöne einfache Welt mit den pösen Männern und den besseren Menschen aka Frauen.
    Nein danke, auf sowas habe ich keine Lust. Ich bin raus.

    • Roland Revolvermann sagt:

      anstelle von männlich/weiblich sollte man so emanzipiert sein, dass man zu dem Wort menschlich kommt. Diese „weiblichen“ Werte die angeblich humaner sein sollen, habe ich in der Praxis definitiv nicht kennengelernt.

      Seilschaften (offenbar eine männliche Errungenschaft) implizieren ja genau Werte, wie Unterstützung, Wachstum und Entwicklung. Sonst sie sie keine Seilschaften.
      Menschliche Werte? Was soll das sein? Sympathie? Sozialkompetenz?
      Aber natürlich geht es ums Geschäft. Der Nutzen steht im Vordergrund. Muss er auch, wenn man vorwärtskommen will.
      Dass Frauen auch nur in der geringsten Weise „menschlicher“ im Geschäft sind, konnte ich bis jetzt nicht feststellen. Ganz im Gegenteil.

  • Hans Hintermeier sagt:

    „passende Partner,damit Frau Karriere und Familie vereinbaren kann.“ Für einen Mann ist es schwierig in Teilzeit „Karriere“ zu machen,für Frauen hingegen (immer) weniger.Dies hat mit unterschiedlichen Erwartungen an die Geschlechter und mit Frauenförderung zu tun,es gibt somit 2 verschiedene Referenzsysteme für den Aufstieg,für jedes Geschlecht eines. Viele Firmen/Unis wollen heute als modern dastehen und befördern/berufen deshalb nur noch Männer,wenn es nicht anders geht (political correctness!). Wenn man als Mann auf Karriere verzichtet,damit die Frau Karriere machen kann,muss man nur hoffen,dass es nicht zur Scheidung kommt,denn sonst hat man doppelt verloren,falls einem Karriere überhaupt wichtig ist. Bei Männern ist heute Karriere irgendwie neg. konnotiert,bei Frauen positiv

    • Hans Hintermeier sagt:

      „Bei Männern ist heute Karriere irgendwie neg. konnotiert,bei Frauen positiv“ gemeint sind die politisch korrekten Medien.

    • Ka sagt:

      Muss man sich nicht so oder so bemühen, es nicht zu einer Scheidung kommen zu lassen? Und vielleicht ist der Verzicht auf eine Zeitaufwendige Karriere gerade der wichtigste Beitrag zum Erhalt der Beziehung. Wichtig ist doch, dass man sich als Team versteht und nicht als Konkurrenten.

      • Alpöhi sagt:

        Guter Punkt!
        Männer machen Karriere und merken oft erst viel zu spät, dass sie die Familie verpasst haben.
        Frauen wollen Karriere machen und merken dabei, dass die Kraft nicht für Karriere UND Familie reicht.

        Die Wahrheit ist: Man muss sich entscheiden. Und alles kostet seinen Preis.

      • fabian sagt:

        „Man muss sich entscheiden“ eher: „Mann“ muss sich entscheiden.
        Weil Frauen dürfen ja beides haben.

    • Fabian sagt:

      Zuerst finde ich es interessant, dass Sie unter einem Artikel, in dem es um die Karrieremöglichkeiten der Frau geht, lediglich diskutieren, wie arm doch der moderne Mann ist. Aber gut, jeder sieht lediglich die Aussagen, die er sehen will.
      Abgesehen davon stellen Sie die gewagte These auf, dass Männer heute durch die Frauenförderung benachteiligt werden. Können Sie diese These mit irgendeiner wissenschaftlichen Studie belegen und beruht sie lediglich auf Ihrer eigenen, beruflichen Erfahrung.
      Zum Abschluss behaupten Sie, dass ein Mann, der auf seine Karriere zugunsten der Frau verzichtet, bei der Scheidung doppelt verliert: 1. Ist der von Ihnen geschilderte Fall heute noch die Ausnahme. 2. So geht es den Frau schon seit hunderten von Jahren, wurde das etwas dran geändert? Eher nicht.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Fabian: es ging mir vor allem auch darum, die Einseitigkeit des Artikels zu ergänzen, indem er bspw. Frauenförderung und ungleiche Referenzsystem komplett ausblendet. Es ist meiner Meinung nach wichtig, möglichst alle Faktoren zu beleuchten, wenn man ein Phänomen verstehen möchte (da hilft es nicht, aus politischer Korrektheit/ Ideologie einfach gewisse Sachen unter den Tisch fallen zu lassen). Ja, es gibt viele Berichte von Unis, die lieber Stellen unbesetzt lassen, weil sie keine Frauen dafür finden, als dass die Stelle mit einem Mann besetzt wird. Dass es der Frau seit etlichen Jahren so geht, möchte ich nicht bestreiten, ich denke nur, dass es tricky ist, denn Männer vorzugaukeln sie hätten dann in Teilzeit die gleichen Chancen auf Karriere, wie z.B. eine Frau.

      • Widerspenstige sagt:

        Fabian, solche Aussagen von einem Mann sind selten anzutreffen im MB und stimmen mich froh. Sie scheinen ein komplett anderer Fabian zu sein als der fabian, der hier normalerweise kein gutes Haar an der Gleichstellungsfrage lässt. Ich habe gute Erfahrungen gemacht mit solchen Aussagen von Männern in der Vergangenheit und lässt hoffen, dass sich das Blatt langsam wendet. Schön!

  • Muttis Liebling sagt:

    Man muss Sprache nicht für jede Generation neu erfinden, statt dessen ab und an einen Blick auf die Etymologie der Worte haben, welche man gern benutzt.

    ‚Karriere‘ kommt vom lat. Wort für Karre und meint jeden Weg, welchen man zurücklegt, solange man nicht stehen bleibt. Eben nicht nur Wachsen oder besser werden. Es darf auch bergab gehen, Termini wie ‚Drogen-‚ und ‚Verbrecherkarriere‘ stehen völlig im Einklang mit Etymologie und dem Alltagsgebrauch des Begriffes.

    Geht man näher heran, entfernt man sich vom Begriff, denn ganz bestimmt brauchen wir z.B. keine weibliche Geschäftskultur, sondern eine Kultur, in welcher das Wort ‚Geschäft‘ nicht vorkommt. Der Weg weg von Geschäften hin zu kooperierenden Handeln ohne eigene Vorteilnahme ist eine ganz besonders wertvolle Karriere.

    • Ka sagt:

      Danke für die morgendlichen Inputs, sie geben mir den ganzen Tag Futter zum nachdenken.

    • Michael sagt:

      Cool – mache Thesen werden nie alt – sowas haben wir schon in den 70igern bei einem guten Joint diskutiert, wie die Position der Frau zu stärken ist. Was Karriere bedeutet, bestimt jeder für sich selber. Wird aber umso schwieriger, wenn die Wertigkeit dieses Begriffes von anderen festgelegt wird. Frauen sollten nicht den Karrierebegriffen der Männer nacheifern, sie sollten ihre eigenen Massstäbe setzten.q

      • Diana sagt:

        @Michael: „Was Karriere bedeutet, bestimt jeder für sich selber“ – sehe ich genauso, wobei ich mich auf ML’s Definition von Karriere weiter oben beziehe.
        Obwohl wir immer wieder fremdbestimmte Entscheidungen treffen müssen (wir sind nun mal soziale Wesen und leben in der Gemeinschaft) es ist mMn sehr erstrebenswert so weit wie möglich selbstbestimmt zu leben. Das werde ich meinen Töchtern auch versuchen beizubringen. Sie werden von mir nicht unter dem Druck gesetzt werden, mit jedem Preis „Karriere zu machen“.

    • Diana sagt:

      @ML: Angenommen man hat eine Geschäftsidee die man umsetzten möchte, da gehört das Geld verdienen mit dabei. Es ist kein Verbrechen Geld zu machen, und Geld haben muss ja nicht das Ziel der Sache sein. Ich unterscheide deutlich zwischen Geld machen und Geld haben (man kann das machen und danach spenden zB).
      Und wie die Welt ohne Geld und ohne Geschäftssinn funktionieren sollte, dass müsste man mir erstmal erklären, das würde mich noch interessieren.

      • Ralf Schrader sagt:

        Angenommen man hat eine wertschöpfende Idee, ideell oder materiell, dann kann man die als Geschäft oder nichtkommerziell umsetzen.

        Der Erfolg der letzten 5000 Jahre bestand in Besitz- mehrenden Geschäften und das war auch notwendig. Nun aber nicht mehr, es gibt viel zu viel Besitz, zu viel Waren, zu viel Geld und zu viele Schulden, selbst zu viel Geschäftsideen. Nur alles etwas schief verteilt.

        Also bevorzuge ich weitere Wertschöpfung ohne Geschäft, bevorzugt ideell, denn wie gesagt, es gibt schon viel zu viele Waren und viel zu wenige materielle Ressourcen für neue, und Lebensunterhalt nehmen wir aus Umverteilung. Open Source Software ist ja einer der ersten tragfähigen Ansätze.

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