Warum Singlefrauen Familien gründen

Familienglück, auch ohne Vater: Eine Mutter mit ihrem sechs Monate alten Sohn. Foto: Gaetan Bally (Keystone)

Familienglück, auch ohne Vater: Eine Mutter mit ihrem sechs Monate alten Sohn. Foto: Gaetan Bally (Keystone)

«Ich wollte immer Kinder haben.» Fast jede der Frauen, die sie interviewt habe, habe ihre Geschichte mit diesem einen Satz begonnen, schreibt Autorin Anya Steiner in ihrem Buch «Mutter, Spender, Kind». Es erzählt von Frauen, die ohne Partner eine Familie gründen, und geht der Frage nach, was sie zu ihrem Entscheid motiviert und auf welche Probleme sie bei der Umsetzung treffen.

Die Autorin selber ist auch eine Singlefrau mit Kind. Mit 28 verlor sie ihren Partner und ihre Tochter. Als sie sich nach Jahren bereit dazu fühlte, mit ihrem neuen Partner eine Familie zu gründen, zögerte dieser und vertröstete sie auf später. Anya Steiner liess sich über Jahre hinhalten, bis der Kinderwunsch schliesslich so stark wurde, dass sie sich deswegen trennte und auf die Suche nach einem neuen Mann machte. «Irgendwann musste ich mir eingestehen, dass ich die potenziellen Kandidaten nur auf ihre Vaterqualitäten scannte.» Zur selben Zeit entdeckte sie in einem Magazin eine Anzeige, in der eine Frau einen Samenspender zur Erfüllung ihres Kinderwunsches suchte, ohne weitere Verpflichtungen. «Das ist die Lösung», fuhr es ihr durch den Kopf, «es geht auch ohne Mann an meiner Seite.»

Mit den Jahren merkte sie, dass sie keineswegs ein Einzelfall war, und beschloss, ein Buch zum Thema zu schreiben. «Um Singlefrauen mit Kinderwunsch mehr Öffentlichkeit zu verschaffen», wie sie sagt. Und wohl auch, um ihr Image etwas aufzubessern. Denn nicht selten tauchen bei dem Thema zwei Stereotypen auf: Die Karrierefrau, der mit 40 plus plötzlich einfällt, dass sie noch ein Kind will. Und die extreme Feministin und Männerhasserin, die aus Überzeugung ohne einen Mann an ihrer Seite Nachwuchs bekommt.

Die Realität sieht indes anders aus. Die Frauen, die im Buch ihre Geschichte erzählen, sind grösstenteils keine «single mothers by choice», sondern »single mothers by default». Singlemütter also, die diesen Weg ursprünglich nicht gehen wollten, sondern aus der Not heraus, keinen Partner zu finden, alleine Nachwuchs bekommen haben. Oft sind es sogar Frauen, die zuvor ein sehr traditionelles Familienbild im Kopf hatten: «Liebe, Hochzeit, Kinder – das volle Programm eben», wie die porträtierte Katrin sagt.

Irgendwann wurde der Kinderwunsch so enorm gross, dass sich diese Frauen von ihrem Idealbild verabschiedeten und versuchten, alleine ein Kind zu bekommen. Ein Unterfangen, das in vielen Ländern gar nicht so einfach ist. In der Schweiz etwa ist es Singlefrauen nicht erlaubt, mittels Samenspende schwanger zu werden (mehr dazu im Posting: «Samenspenden für alle»). Einige weichen deshalb aufs Ausland aus, andere versuchen es mit einem privaten Spender. Zwei solche Spender kommen auch im Buch zu Wort. Beide sind über befreundete lesbische Pärchen auf die Idee gekommen, zum Samenspender zu werden. «Diejenigen, die sich wirklich so sehr ein Kind wünschen, bekommen oft keines. Bei anderen geschieht es einfach. Das ist nicht gerecht», erklärt Peter seine Motivation zur privaten Samenspende.

Beide Spender halten sich mehrheitlich aus dem Leben der gezeugten Kinder fern, bekommen aber regelmässig Fotos zugeschickt. Einfach sei das nicht immer, sagt Sascha, denn «ich habe einen starken Beschützerinstinkt den Kindern gegenüber und will deshalb auf sie aufpassen, ohne mich einzumischen».

Auch andere Probleme verschweigt das Buch nicht. So hat etwa Singlemutter Sabine damit zu kämpfen, dass ihre Tochter Wildfremde mit Papa anspricht oder weint bei dem Thema, seit sie gemerkt hat, dass alle anderen Kitakinder einen Vater haben, er in ihrem Leben aber fehlt. «Das tut mir sehr weh», gibt Sabine zu, die ihrer Kleinen nun erklärt hat, dass sie zwar sehr wohl einen Papa habe, dieser aber ganz weit weg wohne und sie deshalb am Abend nicht abholen könne. Wer dieser Papa ist, wird die Tochter später auf eigenen Wunsch erfahren können, da Sabine sich für einen offenen Spender entschieden hat.

Wann und wie sie der Tochter im Detail erklären wird, wie sie entstanden ist, lässt das Buch offen. Singlemutter Nele wird diesbezüglich etwas konkreter: Sobald ihr Sohn alt genug sei, werde sie ihm erzählen, auf welchem Weg er zu ihr gekommen sei und dass sie sich das Leben mit ihm so sehr gewünscht habe. «Ich denke, das ist einem Kind viel leichter zu vermitteln als die Tatsache, dass es einen richtigen Vater gibt, der sich aber nicht ums Kind kümmert.»

185 Kommentare zu «Warum Singlefrauen Familien gründen»

  • Hans Hasler sagt:

    «Ich denke, das ist einem Kind viel leichter zu vermitteln als die Tatsache, dass es einen richtigen Vater gibt, der sich aber nicht ums Kind kümmert.»

    Entschuldigung, aber das finde ich jetzt doch sehr unfair gegenüber dem Samenspender. Und beschreibt die Situation auch nicht so ganz richtig. (wenn auch nicht ganz falsch).

    sollte es nicht eher heissen:
    «Ich denke, das ist einem Kind viel leichter zu vermitteln als die Tatsache, dass es einen richtigen Vater gibt, von dem DIE MUTTER aber nicht will, dass er sich um das Kind kümmert.»

    Was würde denn wohl passieren, wenn der Samenspender vor der Tür steht und auf einmal ein geteiltes Sorgerecht einfordern möchte?

  • Angela Rohrer sagt:

    Falscher Titel: „Singlefrauen wollen Kind“ wäre passender. Mit „Familie“ hat dies nichts zu tun.

    • Sabine sagt:

      Korrekt. Wahrscheinlich versucht man hier zu propagieren, dass anstatt wie bei einer normalen Familie mit Mutter und Vater für ein Kind geradesogut eine Mutter ausreicht und gleichwertig wäre. Dass also der Vater entbehrbar sei…

      • Muttis Liebling sagt:

        In praktisch allen Kulturen und in der Rechtsprechung nahezu aller Staaten, welche Mitglied der UN sind, erfüllen ein Erwachsener mit Kindern, zwei Erwachsene ohne Kinder und zwei gleichgeschlechtige Erwachsene mit Kindern nicht die Kriterien einer Familie.

        Das folgt aus der pragmatischen Definition der Familie als Keimzelle nicht nur der Gesellschaft, sondern auch der Bevölkerung. Eine generisch unfruchtbare Konstellation ist keine Keimzelle.

  • Lisa Secondo sagt:

    Schon lustig, wie hier das Kinderkriegen inflationär als Ego-Projekt bezeichnet wird. Und ich dachte immer, ich sei egoistisch, weil ich KEINE Kinder wollte…

    • Sabine sagt:

      Alles eine Frage der ideologischen Umdeutung. Aber ich bin mit Ihnen: Das hier scheint mir erheblich egoistischer (ichichich) als auf Kinder zu verzichten.

  • Ste sagt:

    Die grosse Frage bleibt. braucht ein Kind ein Vater? (Oder reicht ein Erzeuger;)
    Im Verlangen einer Frau ein Kind zu bekommen, bei dem der Vater von Anfang an auf das spenden von Sperma reduziert wird, ist für mich der Tatbestand von purem Egoismus gegeben.
    Wie will man einem Kind erklären das die Mutter nur Sperma aber keinen Vater wollte?
    Diese Konstellation sagt aber logischerweise nichts über die Zukunft vom Kind aus. Der Vater könnte ja auch abgehauen sein oder verstorben oder…. Kinder ohne Vater hat’s schon immer gegeben.
    Genau so wie Frauen die mit den Kindern abgehauen sind. Also das ganze Thema ist doch wieder einmal ein Thema das gar keins sein sollte. Wer tief glücklich ist mit dem was er tut handelt richtig, solange er dabei niemandem schadet…

  • Sabine sagt:

    Frauen, die keinen Mann finden, sind schlicht beziehungsunfähig. Da hilft alles Schönreden nichts. Sollen solche Frauen wirklich Kinder aufziehen? Haben Kinder bei beziehungsfähigen Frauen nicht die grösseren Chancen auf eine erfüllte Kindheit und Entwicklung?

    • Rosa Grün sagt:

      Ja, Gustav. Während beziehungsunfähige Männer ruhig ihren Samen herumstreuen und dafür noch Geld verdienen sollen…

      • Sportpapi sagt:

        Denen gibt man ja auch kein Kind mit. Meiner Meinung nach ein grosser Unterschied…

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Eltern werden wollen ist immer ein Ego-Projekt. Mutter werden zu wollen ohne dem Kind einen Vater zu gönnen ein Ego-Projekt par excellence. Gegen diesen Fakt hilft alles Geschwurbel nichts. Es ist vorsätzliche Kindsmisshandlung aus egoistischen Motiven.

  • Unwichtig sagt:

    Hab gar nicht alles in einem Kommentar untergebracht:
    Bin selbst auf der Partnersuche mit der Zielgruppe von genau den Frauen, die merken, dass die biologische Uhr zu ticken beginnt. Hab letztes Jahr zwei Frauen gedated, die noch gerne eine Familie gründen wollen, aber nicht wissen, wie sie eine langjährigen Partnerschaft führen sollen.

    Warum? Weil Sie sich auf Karriere gestürzt haben und jetzt Personalleiterin und Fachärztin und gewohnt sind ihren Kopf kompromisslos durchzusetzen. Wie soll „Mann“ das lange aushalten!?

    Außerdem ist das ganze ein Tabuthema, wie man auch hier nachlesen kann:
    http://www.kindererziehung.com/news-leser/tabu-thema-familienplanung00690.php

    • fabian sagt:

      @unwichtig, als alternative: gehen sie ins ausland (einelternfamilien darf man nur im ausland entstehen lassen). ich empfehle indien. oder ein afrikanisches land, je nach vorlieben. suchen sie sich eine frau, die ihren samen fremd-austrägt, und dann nehmen sie das kind als eineltern-papi in die schweiz. damit lägen sie voll im trend, der hier im bIog schmackhaft gemacht wird. öhm, oder so.

  • Unwichtig sagt:

    Singlefrauen gründen Familien, weil sich dann doch die biologische Programmierung durchsetzt. Nur schade, dass sie es zu spät merken und erstmal dem Geldhorten und der Unabhängigkeit fröhnen um hernach eine halbe Familie gründen zu müssen.

    Schon traurig, dass die übertriebene Emanzipation nicht merkt, wie sie so langsam die Familie zerstört. Was ewig galt wird nun im Brustton der Überzeugnung eingerissen und keiner merkts… ich persönlich habe mehr Respekt vor einer Hausfrau, die sich nicht um die Meinung anderer schert und eine Familie zusammenhält, statt sich unabhängig zu machen, aber dafür herabgewürdigt wird.

    Eher bemitleidenswert sind „Businessfrauen“, die dann mit 35 ausgebrannt alleine da stehen und nicht mehr wissen, was denn ihr Lebenszweck ist.

  • Rosa Grün sagt:

    Eigentlich paradox, dass man erst die Verhütung als grosse Errungenschaft gefeiert hat und jetzt die Samenspende, Leihmutter, etc…
    Früher wollte man Sex ohne Kinder, jetzt Kinder ohne SEx… Schon komisch…

    • fabian sagt:

      naja, rosa grün, wenn ich mir ihre vergangenen beiträge vergegenwärtige, die ja nur von verachtung für männer triefen, dann verstehe ich alle männer, die mit ihnen keinen sex wollen.

  • Severina sagt:

    Mir gefällt das Nichtverurteilende am Artikel. Als „Frucht der Liebe zwischen Mann und Frau“ wird ein Kind oft betrachtet. Weshalb nicht einfach „Frucht der Liebe“, egal, wessen Liebe, solange es aufrichtige Liebe ist?

  • Eduardo sagt:

    „PS: Treiben extreme Feministinnen und Männerhasserinnen männliche Föten eigentlich konsequenterweise ab?“

    Derartige Perfidien kommen vor:

    http://www.focus.de/familie/kuenstliche_befruchtung/traum-von-einer-welt-ohne-monster-weil-es-ein-junge-war-feministin-treibt-ihr-baby-ab_id_4470408.html

    Um so etwas zu verhindern, sollten Männer generell auf das Samenspenden verzichten. Dann können die Lesben sehen, wo sie ihre Töchter herbekommen.

    In einer dänischen Besamungsklinik soll der Service angeboten werden, das Sperma mittels Ultrazentrifuge so aufzutrennen, dass damit zu ca. 80 % Mädchen gezeugt werden. Ob es bei unerwünschten Knaben Rabatt gibt oder heimlich eine Abtreibung durchgeführt wird, weiß ich nicht, aber es ist gut vorstellbar.

    • Klaus Hergesheimer sagt:

      Die auf Focus beschriebene Geschichte ist höchstwahrscheinlich falsch. Qualitätsjournalismus halt – Focus hat einfach von einem obskuren Blog unreflektiert abgeschrieben. Das „Urbanlegend-Portal“ Snopes hat die Geschichte zu verifizieren versucht und kam zum Schluss, dass sie höchstwahrscheinlich falsch ist. (Nach ’snopes‘ und ‚wrongful termination‘ googlen.)

  • Marcel Zufferey sagt:

    Ich denke, dass ein Teil der fortpflanzungswilligen Frauen bei der Partnerwahl tatsächlich jedes Mass verloren hat und mittlerweile Ansprüche an eine Beziehung (und an einen möglichen Vater) stellt, die fernab aller Realitäten sind. Doch wer weiss: Vielleicht ist das ein Bestandteil eines übergeordneten Plans der Evolution mit dem Ziel, die menschliche Population langfristig zu reduzieren und das Wachstum unserer Spezies zu begrenzen… Ich meine, irgendwie muss Mutter Natur das doch anstellen, wenn sie das natürliche Gleichgewicht auf dieser Welt wieder herstellen will!

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Marcel Zufferey

      da hat die liebe Evolution aber die Rechnung ohne High-Tech-Labors gemacht und wird irgendwann ziemlich frustriert ihr Vorhaben aufgeben…

      • Eduardo sagt:

        Bis die Fortpflanzung ohne Männer bzw. deren Sperma mittels High-Tech-Labor problemlos funktioniert (wenn überhaupt jemals), werden wir alle hier bereits tot sein. Diese heimliche Hoffnung der Feministinnen von heute ist also leider, leider völlig vergeblich.
        😉

    • Reincarnation of XY sagt:

      Brunhild – sie haben mich gefragt was richten ist?
      Eben das, was Zuffrey tut und sie indirekt mit Zustimmungswitz applaudieren.
      Hier wird behauptet, dass die Frauen, die so etwas tun ein charakterliches Problem haben (ganz pauschal) „zu hohe Ansprüche“ „jedes Mass verloren“.
      Das ist der Tenor: nicht eine vernünftige Diskussion über ethische Bedenken bei künstlicher Fortpflanzung, sondern durchs Band weg, wird die moralische Integrität aller Frauen, die das machen, direkt und sublim, geleugnet. Es wird ihnen nichts positives zugestanden, rein gar nichts. (Lesen sie mal die Voten der Kritiker hier.) DAS ist richten. Und ehrlich finde ich es schade, dass sie sich davon nicht distanzieren.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Reincarnation of XY

        meine Ausführung über be-urteilen und ver-urteilen (was Sie glaub mit „richten“ meinen) ist weiter oben,

        zum anderen- ich beziehe mich auf meine Aussagen, als ich diese platzierte hatte es noch nicht viel andere. Und ich finde nicht dass ich mit „egoistisch“ (was sich auf diesen Entschluss bezog) durchs Band die moralische Integrität in Frage gestellt habe, oder das tue.

        In fast jedem Verlauf begegnen wir äusserst fragwürdigen Kommentaren, ich „distanziere“ mich da selten, weil ich meine Zeit vor allem mit den Austauschenden verbringen will.

        Zur Antwort an MZ, ja, ich erlaube mir ab und zu- je nach Bl0ggeschichte die wir ja alle mit gewissen Leuten haben, eine pointiertere Formulierung. Hightechfortpfl ist bei Weitem nicht zum ersten mal hier Thema.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        und aus MZ anderen Voten gibt sich für mich nicht das Bild eines „alle in selben Topf schmeissenden- unfähig zur Reflektion-Menschen“,

        ich verstehe sehr gut dass dieses Thema Emotionen trifft, wie viele Themen wenn es um Kinder geht; schwierig wenn dann, weil man gegen „richten“ ankämpfen will, ebenfalls moralische Urteile fallen- ein bisschen kam mir das entgegen.

      • Marcel Zufferey sagt:

        Ich richte nicht, ich versuche zu beurteilen. Aber wenn Sie mir schon Richten unterschieben wollen- dann tue ich das selbstverständlich gerne und mit Wonne: Für Frauen, wie die im Beitrag beschriebenen, die sich in ihrem Reproduktions-Wolkenkuckucksheim verstecken, um damit ihren Mangel an ‚moralischer Integrität‘ zu kaschieren (ist damit die Unfähigkeit gemeint, sich unter wenigstens enigermassen realistischen Erwartungen binden zu können?), habe ich nicht sehr viel übrig. Ein zumindest maskulin geprägter Teil ist meiner Ansicht nach bei der Erziehung von Kindern unabdingbar. Und ja, die Familie (Vater, Mutter, Kind) ist, über die gesamte Menschheitsgeschichte hinweg betrachtet, eine anthropologische Konstante, auch wenn das postmoderne Geister gerne immer wieder zu leugnen versuchen!

      • Sportpapi sagt:

        @RoXY: In alter Zeit hat man so verurteilt und ausgeschlossen. Andererseits leben wir nun in einer Zeit, in der alles geht, wo wir alle fürcherlich tolerant sind – oder eher gleichgültig? – und wo gar keine Massstäbe mehr gelten und immer noch verrücktere Vorhaben/Handlungsweisen als normal erklärt werden.
        Ich finde dieses „zu hohe Ansprüche“ nicht ganz fehl am Platz, wenn es einer Frau, die gerne Mutter werden will, in 20 Jahren nicht gelingt, einen passenden Partner zu finden. Und ich sehe das ganz nüchtern als relativ wahrscheinliche Tatsache, nicht als Verurteilung.
        Ausserdem steht oben, dass eine Samenspende für Singles in der Schweiz nicht erlaubt ist. trotzdem soll man das nicht negativ beurteilen dürfen? Warum nicht?

      • Sabine sagt:

        Reincarnation, richten ist angemessen. Diese Frauen sind beziehungsunfähig.

      • Marcel Zufferey sagt:

        20 Jahre keinen Passenden gefunden..? Eine US-amerikanische Publizistin / Kolumnistin / Glossenschreiberin, Bloggerin, whatever, hat das mit Blick auf bestimmte Frauen etwas drastischer ausgedrückt: „Wenn jeder Mann, mit dem du dich verabredest, ein Arschloch ist, bist vielleicht du das Arschloch.“

    • Lichtblau sagt:

      Hm. Da sind auf der einen Seite die überzogenen Ansprüche vieler Frauen an einen „passenden“ Kindsvater (ganz mit Ihnen einverstanden). Auf der anderen Seite sind die zaudernden Männer, die ihre immer lauter tickenden Partnerinnen auf später vertrösten. Gleichzeitig kommen sehr viele Männer im besten Zeugungsalter in unser Land, von denen etliche – das unterstelle ich jetzt mal – das Vaterding nicht ganz so verkopft sehen werden. Vielleicht verlagern sich ja die Ansprüche der unerfüllten Frauen an die potenziellen Väter ihrer Kinder – ein bisschen weniger finanzielle Sicherheit, dafür mehr Attraktivität und Jugend? Das kann, muss aber nicht schiefgehen. Auf jeden Fall gibts dann einen Papa aus Fleisch und Blut.

      • fabian sagt:

        bei den vielen attraktiven und gebildeten immigranten-frauen besteht durchwegs die chance, dass männer etwas weniger zaudern als bei einheimischen frauen. etwas weniger feminismus und gendergedöns, dafür etwas mehr liebe und attraktivität? yep, könnte passen…

      • Lichtblau sagt:

        Ganz bei Ihnen, Fabian. Allgemein ein bisschen mehr „amore“. Machen wir doch alle das beste draus.

      • fabian sagt:

        lichtblau, oder waren die hoffnung auf bessere männer aus dem ausland vergebens?
        siehe link zu kölner sex-attacken von nordafrikanern und arabern.
        http://www.welt.de/vermischtes/article150612301/Was-wir-bisher-ueber-die-Attacken-wissen-und-was-nicht.html

      • Reincarnation of XY sagt:

        Ja, jetzt aber Zufferey warum sagen sie, ich schiebe ihnen etwas unter, wenn sie das mit Überzeugung und Wonne tun? Ich habe ihr Votum nur schnell verstanden und auf den Punkt gebracht.

        Was in diesem Blog auffällt. Viele, viele Männer beschweren sich über die „heutigen Frauen“: Sie sind schuld, wenn es dem Männlein schlecht geht und sie sind auch Schuld, wenn es den Frauen schlecht geht und sie tun sich auch noch ständig beschweren über die Männer.
        Komisch ist an dieser Geschichte nur, dass hier im Blog 80% der Männer die Jammeri sind, dass das andere Geschlecht schuld an ihrem Elend sei.

      • Sportpapi sagt:

        Wo sind die Jammeris, RoXY?

  • Xavier Zurbuchen sagt:

    Mir tun die Kinder leid und es tut mir das Herz weh, wenn hier von Kindern die Rede ist, die weinen, weil ihnen ein Papa fehlt. Kinder, die in der Kita und im Kindergarten sehen, wie andere Väter sich um die Kinder kümmern, was die Tolles mit ihren Kindern unternehmen, oder auch einfach nur realisieren müssen, dass alle einen Vater haben und dann merken, was Ihnen fehlt. Das schlägt mit Sicherheit in vielen Fällen enorm auf das Selbstwertgefühl und ist eine erhebliche Belastung fürs Leben. Die Kinder, die ich erlebe, inklusive meinen eigenen, für die ist der Vater eine enorm wichtige Figur, der viel Sicherheit und Selbstvertrauen gibt. Und vieles, was Väter in der Erziehung anders machen, fehlt einfach objektiv bei solchen Kindern.

    • tststs sagt:

      Das kann ich nachvollziehen… und gehe davon aus, dass Ihnen Kinder, die weinen, wil
      sie von ihren Vätern geschlagen werden
      sie ein Elternteil verlieren
      sie streng religiöse Eltern haben
      sie homosexuelle Eltern haben
      sie nur von den Müttern in den Kitas abgeholt werden
      sie Weicheierväter haben
      mit einer hässlichen Mutter
      mit einem überalten Vater
      etc
      auch extrem leid tun… Es gibt zig Umstände, die ein Kind traurig/unglücklich machen. Und es hängt vom Kind ab, wie es mit dieser Situation umgeht und wie es von ihr geprägt wird.

      Ehrlich, all das Mitleid, das hier und heute gewissen Kindern ausgesprochen wird, ist vllt an der falschen Stelle plaziert. Denn bis jetzt hat noch niemand die betroffenen Kinder gefragt, ob sie ihr Leben auch so bemitleidenswert finden.

      • Angelika Maus sagt:

        Vielen Dank ts. Ich habe diese ewige Kinder-Bemeitleidung schon lange als Eltern-Diffamierung in Verdacht. Im Sinn von: wenn du nicht heterosexuell und verheiratet bist, eine körperlichen Auffälligkeiten aufweist, nicht gut verdienst und nicht auf dem Land lebst, darfst du keine Kinder haben! Denn diese könnten ja tatsächlich mal einen traurigen Moment erleben. – Was für eine böse Mama du dann bist!

      • Rosa Grün sagt:

        Ich denke, viele Kinder ohne Vater haben wirklich eine grosse Sehnsucht nach einem Vater, so vom Kindergartenalter an…
        Das wurde nicht erfunden, um Samenbanken zu diffamieren.

    • Rosa Grün sagt:

      Besonders problematisch finde ich solche Konstellationen, wenn diese Kinder auch noch Einzelkinder sind und ihre Mütter relativ sozial isoliert leben, d.h. ohne Grossfamilie oder andere Form der nahen Gemeinschaft drumherum.
      Dann besteht tatsächlich ein relativ grosses Risiko, dass das Kind für den Gefühlsausgleich der Mutter zuständig wird (und sich auch dafür verantwortlich fühlt), dass eine allzu verschmolzene Bindung entsteht, die dem Kind nicht erlaubt, seine eigene Persönlichkeit zu entwickeln.
      In solchen Familien ist auch oft die Ablösung und der übergang ins Erwachsenenalter ein Problem.

      • Angelika Maus sagt:

        Und ich denke, dass das nicht stimmt. Wie ich bereits weiter oben geschrieben habe, habe ich ein Kind ohne Vater grossgezogen. Sie hat ihn nie vermisst!
        Es werden vermutlich vor allem jene vaterlosen Kinder ein Problem mit der Situation haben, deren Mütter mit ihrer Situation unzufrieden sind. Mir war es immer lieber so und für uns war das normal. Keine Trauer, keine Dramen.

      • Angelika Maus sagt:

        Bezüglich „Gefühlsausgleich“ und „verschmolzene Bindung“ möchte ich noch sagen: man kann so ziemlich jedes Verhalten und jede Beziehung psychologisieren und patologsieren – muss man aber nicht.
        Eine solche Haltung beschwört nur Probleme herauf, wo keine sind.

      • Rosa Grün sagt:

        Und ich denke, dass Sie Ihre Erfahrung nicht verallgemeinern dürfen. Es gibt auch die Kinder, die Jahr für Jahr ganz oben auf die Wunschliste für den Weihnachtsmann „Vater“ schreiben. Oder die spontan antworten, wenn man sie fragt, was sie sich im neuen Jahr wünschen: einen Vater!

      • Angelika Maus sagt:

        Sie haben Recht. Verallgemeiner sollte man hier nichts. Allerdings ist der Schluss: Kind ohne Vater = trauriges Kind, auch eine Verallgemeinerung und falsch.

  • tststs sagt:

    @alpöhi
    1. Argument auf Abtreibung übertragbar: Jup, Abtreibung ist ein durch und durch egoistischer Akt, jedoch ist Egoismus nicht mit Unmoralisch gleichzusetzen.
    2. Das Argument ist nicht einfach so übertragbar: ein gewolltes Kind vs. ein ungewolltes Kind (und ja, es gibt ungewollte Kinder, die deshalb durch die Hölle gehen, und sich manchmal wünschen, nicht geboren zu sein)

  • tststs sagt:

    Kann mir bitte jemand mal dieses Egoismus-Argument schlüssig erklären?!
    Was wäre denn die Alternative? Darauf verzichten?

    Dann sollte man aber zuerste eine Umfrage unter den unter solchen Umständen gezeugten Kindern machen: Wollt ihr lieber so (also mit einer pseudo-egoistischen Mutter und einem Samenspender) oder gar nicht leben?
    Was wird wohl die Mehrheit sagen…

    • Brunhild Steiner sagt:

      @tststs

      ja, nicht alle unsere Wünsche und Sehnsüchte werden in Erfüllung gehen; unsere Voraussetzungen, Umstände, Lebensgeschichten, Schicksalsschläge, sehr viel Unvorhersehbares kann sie vernichten. Und dennoch Türen zu Neuem öffnen.
      Ein Kind bewusst und geplant ohne anwesenden Vater in die Welt zu setzen finde ich nach wie vor den schlechtesten Lösungsweg um mit unerfülltem Kinderwunsch zu leben.

      • tststs sagt:

        Aber Sie sehen schon, Fr. Steiner, dieser von Ihnen als der „schlechteste Lösungsweg“ bezeichnete Weg ist der einzige, der diesem Kind überhaupt ein Leben schenkt. Die Frage lautet nicht: so oder in einer „normalen“ Familie. Die Frage lautet: so oder gar nicht!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tststs

        es geht mir nicht um schon existierende Kinder, sondern um den Grundgedanken dahinter.
        Und wie wollen Sie „Leid abwägen“? Es gibt ausreichend Geschichten von Kindern die sehr unter dem unbekannten Vater gelitten haben und noch leiden.
        Abgesehen davon dass Sie ziemlich viel mit diesem Argument „grundsätzlich bist du doch ganz froh auf der Welt zu sein, oder?“ durchwinken könnten.

        Klar, ein sehr emotionales Thema, aber deswegen den kritischen und ablehnenden Stimmen gleich alle Empathiefähigkeit abzusprechen ist meines Erachtens nicht okay.

    • Widerspenstige sagt:

      Brunhild, und ich finde es äusserst egoistisch, wenn man ohne grosse Probleme schwanger werden kann und dann das Schwert des Damokles über diejenigen schweben lässt, die das zB durch einen schweren Schicksalsschlag von sich nicht (mehr) sagen können. Welche Einstellung wiegt wohl schwerer in den Augen des höchsten Richters?

    • Alpöhi sagt:

      ts, mit diesem Totschlagargument müssten Sie auch gegen Abtreibung sein.

      • Gundel sagt:

        Der Witz ist, Herr bögli, diejenigen die hier sagen: ein solches Kind darf es nicht geben SIND Abtreibungsgegner und religiöse Fundis.

    • Christoph Bögli sagt:

      Die Argumentation hinkt aber auch stark, weil sich mit einer post-hoc-Perspektive jede verhinderte Existenz verurteilen lässt. All die nie geborenen Menschen, die das „Opfer“ von Abtreibung, Verhütung, etc. wurden, würden vermutlich auch gerne leben, wenn man sie fragen könnte. So argumentiert begibt man sich insofern auf eine gefährliche Schiene, die nahtlos an die Denkweise von religiösen Fundis und Abtreibungsgegnern anschliesst.

      Persönlich würde ich sagen, dass ein erzwungener Kindeswunsch aufgrund von Lifestyle-Gründen und „Egoismus“ durchaus problematisch ist. Allerdings scheint es mir nicht fair, das nur gegen solche Singlefrauen zu richten, schliesslich bekommen viele (wenn nicht die meisten) Paare ja auch aus ziemlich egoistischen Gründen ein Kind..

      • tststs sagt:

        Da haben Sie natürlich völlig recht, Hr. Bögli. (Gefährlichkeit des Argumentes und Kommentar zu Egoismus)
        Kinderwunsch und Kinderzeugung ist immer egoistisch; die zukünftigen Existenzen können ihre Meinung ja auch schlecht im Voraus dazu abgeben 😉
        Ich wollte aber eher darauf hinweisen, dass „Egoismus“ hier stark negativ verwendet wird und völlig ausgeblendet wird, dass ohne diesen Egoismus diese Kinder nicht leben würden.
        Oder mein persönlicher Bezug: Ich bin ein Unfallkind. D.h. meine noch sehr jugendlichen Eltern haben in ihrem Egoismus nicht überlegt, was so eine Nacht für Konsequenzen nach sich zieht (jung, schwanger, hochschwanger geheiratet, Trennung, Scheidung). Aber wer meinen Eltern irgendeinen Vorwurf betr. Egoismus macht, streckt MIR den Stinkfinger ins Gesicht!

  • boerny sagt:

    Bravo. Dieser Artikel beweist nur eines. Die heutigen Kinder sind alles arme Sch… (auf gut Deutsch gesagt). Das werden zum Grossteil Problemfälle! Ist doch jetzt schon ersichtlich wenn bei Problemfällen nachgefragt wurde heist immer die Eltern waren getrennt bla bla bla….Tja Europa schafft sich definitiv ab. Unglaublich wie hohl doch der Mensch in Wirklichkeit ist!

  • Hans-Rudolf sagt:

    Mir scheint, dass das Bedürfnis der Einzeleltern höher gewertet wird als die Nachteile für die Kinder. Ich habe selber erlebt, wie sehr Kinder Mama und Papa brauchen. Wenn es aus einer Not heraus nicht anders möglich ist. O.K. Aber dass aus egoistischen Gründen zu Planen ist eben egoistisch.

  • Georg sagt:

    Kinder können mit oder ohne Vater oder Mutter oder Eltern zu anständigen Menschen oder zu Verbrechern heranwachsen – es ist mir also wurscht, ob eine Frau Samenspendermutter werden will. Man sollte in einem solchen Artikel aber nicht verschweigen, welcher materieller Gefahr sich ein „Privatspender“ aussetzt: Die Mama kann noch so hoch und heilig versichern und unterschreiben, sie wolle dann mal nichts vom Vater – das nützt dem Mann nichts, wenn eine Behörde entscheidet, der Vater sei unterstützungspflichtig oder wenn das Kind die Vaterschaft anerkannt haben will. Das sollte jeder Mann bedenken, bevor er „ein wenig von sich“ gibt. Es kann zu sehr viel werden.

  • extraterrestre sagt:

    es wäre noch interessant zu wissen, wieviele dieser frauen sich überlegt haben, oder sich sogar darum bemüht haben, ein pflegekind zu sich zu nehmen. das wäre doch eine echte „win-win“ situation. gibt es dazu angaben im buch? mir tun all die kinder leid, die keine eltern (oder keine, die sich um es kümmern können) haben, und mir tun die frauen/männer leid, die nicht den richtigen partner/In finden, um kinder zu haben, obwohl es ihr wunsch ist. beides ist traurig. warum sich nicht zusammentun? hätte sich bei mir nicht die situation ergeben, einen mann zu finden und kinder zu kriegen, ich hätte mir das bestimmt überlegt. das kind wird fortan den elternteil sehen, den es gewonnen hat, und nicht den, den es nie gehabt hat. man sollte im sinne des kindes entscheiden, und nicht nur im eigenen.

    • tststs sagt:

      Es wäre interessant zu wissen, wie viele Menschen (Väter und Mütter) sich überlegt haben, ein Pflegekind zu sich zu nehmen… Oder wie viele „Bereits-Eltern“ beim zweiten Kind eine solche win-win-Situation bevorzugen…
      Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, ein Pflegekind ist eine höchst lobenswerte Sache, aber kein Mensch muss sich diese Frage gefallen lassen!

      • extraterrestre sagt:

        was soll der aggressive ton?von „sich gefallen lassen müssen“ kann bei meiner frage nicht die rede sein.wenn ein mann und eine frau auf natürliche weise kinder bekommen können, dann ist es nicht sehr offensichtlich,ein pflegekind zu nehmen anstatt eines eigenen kindes,obwohl sich gedanken diesbezüglich sicher auch stellen können,warum auch nicht?wenn aber eine frau/ein mann ein kind wollen (suchen!),und die „natürlichen“ voraussetzungen dafür nicht gegeben sind,ist dies doch sehr wohl eine möglichkeit.ich wollte bestimmt niemandem vor den kopf stossen,es drängt sich mir aber als eine logische lösungsmöglichkeit auf.mich hätte einfach interessiert,ob die im buch beschriebenen frauen dies auch als möglichkeit in betracht gezogen hätten.ich hätte es getan.

      • Sportpapi sagt:

        Ein Pflegekind ist vielfach ja nicht einfach ein Kind wie jedes andere. Das kann durchaus schwierig und belastend werden.

      • extraterrestre sagt:

        @SP:ja, das ist mir schon auch klar, dass ein pflegekind besondere schwierigkeiten mit sich bringt.es bringt aber auch den wunsch nach geborgenheit und liebe mit und wird den „gewonnenen“ elternteil mehr schätzen, als dass es den nie dagewesenen elternteil vermisst.wenn ein mensch ein kind möchte, dies aber nicht auf „natürlichem weg“ mit seinem partner bekommen kann, dann scheint es mir eine mögliche lösung.bis dahin hat noch niemand meine eigentliche frage beantwortet, ob die im buch beschriebenen menschen (oder sonst ähnlich betroffene) dies wohl auch in betracht gezogen haben.wie gesagt, ich in derselben situation hätte mich ernsthaft damit auseinandergesetzt.

      • tststs sagt:

        Aggressiv war nicht meine Absicht… bitte fassen Sie meine pointierten Worte jeweils als genau dies auf: pointiert, so rhetorische Stilmittel und so…
        Dementsprechend im gleichen Ton weiter:
        Wie in gottesnamen kommen Sie darauf, dass eine Singlefrau (also unverheiratet oder ohne festen Partner) so viel bedeutet wie:“wenn aber eine frau/ein mann ein kind wollen (suchen!),und die „natürlichen“ voraussetzungen dafür nicht gegeben sind“?!?
        Single ist nicht gleich unfruchtbar! 😉
        Und dementsprechend wäre diese Frage auch an ein klassisches (sprich verheiratetes Hetero-) Paar zu richten…

    • Widerspenstige sagt:

      Doch, auch mit einem Pflegekind haben sich Mütter auseinander gesetzt. Es steht darüber im Buch, wenn man dem Link dazu folgen möchte…

      Dazu nur so viel: ein Pflegekind oder Adoptionskind ist a) sehr schwierig als Singlefrau nach den (noch) geltenden Gesetzen zu erhalten und b) wird sich ein Adoptionskind wohl dieselben Fragen stellen, wer sein Papa ist etc.

      • extraterrestre sagt:

        @Ts: meine güte, als ob ich nicht wüsste, dass single nicht = unfruchtbar … sie verschwenden wertvolle zeichen.wie im text beschrieben,müssen sich die singles aber irgendwas einfallen lassen,um ein kind zu bekommen,und sie wollen ein kind,um IHR leben „komplett“ zu machen.was sagt man dem kind dann?du,mein leben ist jetzt gut,sorry,dass es halt ein bisschen auf deine kosten war(fehlender vater und so…)?ich gebe ihnen aber insofern recht,dass sehr wohl jedes paar sich die frage nach einem pflegekind stellen sollte/könnte.
        @WS:ein pflegekind wird die frage nach seinen leibl. eltern stellen,aber dafür wird es eine erklärung geben.auch eine singlefrau kann ein pflegekind aufnehmen,wenn bestimmte voraussetzungen gegeben sind.

    • Rosa Grün sagt:

      Pflegekinder sollte man nehmen, weil man es mit Pflegekindern (oft aus schwer belasteten Familien) gut kann, nicht weil man sich ein Kind wünscht.
      Es ist eine falsche Vorstellung, dass man „einfach“ „statt“ eines „eigenen“ Kindes ein Pflegekind nimmt. Für Pflegekinder braucht man weit höhere Qualifikationen und viel mehr Einsatzbereitschaft.

      • extraterrestre sagt:

        ja, da haben sie bestimmt recht. ich finde trotzdem die vorstellung nicht so falsch, dass man anstatt sich ein kind zu machen, weil es halt noch fehlt im eigenen leben, ein kind, das ein zu hause braucht, zu sich nimmt. man bekommt ja auch unterstützung und hilfe, ist mit dem pflegekind also nicht ganz auf sich allein gestellt.es braucht einsatzbereitschaft und wohl ein starkes umfeld, aber das braucht es auch bei einem eigenen kind wenn man alleinerziehend ist.

      • Rosa Grün sagt:

        Man kann auch (gratis) Babysitten, für benachteiligte Kinder Hausaufgabenhilfe geben, sie auf Urlaub nehmen, Nachhilfe geben, einen netten Nachmittag pro Woche machen, im Sportverein trainer sein, etc, etc.
        Viele Leute nehmen aus den falschen Motivationen Kinder zur Adoption oder Pflege auf… Viele haben keine Erfahrung mit Kindern und wundern sich dann, dass Kinder nicht funktionieren wie Maschinen…

  • Martin sagt:

    Tja, das traditionelle Familienbild hatte ich auch mal! Aber da die Frauen nicht mehr kochen können und sowieso immer alles besser wissen, habe ich das meiner Gesundheit zuliebe aufgegeben. Ich habe lieber ein tolles Auto und gute Kleidung, anstatt mich über vegetarisches Essen zu unterhalten, Windräder und sonstige alternative und schräge Lebenseinstellungen. Und um als Rassist zu gelten, braucht es keine Frauen mehr, dafür sind jetzt die ganzen Linken zuständig. Nur: Wo kann ich mir jetzt ein Kind „besorgen“? Auch ich mag Kinder.

    • Martin sagt:

      Hüten Sie sich! Sie sollten nicht mal dem Nachbarkind bei den Hausaufgaben helfen und so dafür sorgen, dass es lauter Sechser heimbringt. Irgend ein lausiger Zeitgenosse wird sicher auf die Idee kommen, Sie des Kindsmissbrauchs zu verdächtigen, und schon haben Sie alle Hände voll zu tun, sich zu wehren.

  • Tina Konstantin sagt:

    Schade, dass einmal mehr nicht thematisiert wird, dass es eigentlich extrem schwer ist schwanger zu werden. Viele Personen/Paare, die es aus irgend einem Grund oder in irgend einer Form mit Samenspenden versuchen, stehen nach Monaten oder Jahren des Hoffens, der manchmal schmerzhaften Behandlungen, mit leeren Händen, leerem Herzen, leerem Portemonnaie und manchmal auch mit einer gescheiterten Beziehung da.

  • Heidi K. sagt:

    Ich finde es sehr mutig, ein Kind ohne Partner grosszuziehen. Ich würde mir das nie zutrauen. Ein Kind zu erziehen ist die anspruchsvollste Aufgabe überhaupt und wenn man sich die Verantwortung teilen kann, fällt halt schon vieles leichter und einfacher. Auch wissen zwei immer mehr als einer allein. Ich bin immer erleichtert, wenn ich meinen Mann um Rat fragen kann, wenn ich mich überfordert fühle oder einfach keine Lösung weiss. Wenn das Schicksal aus einem eine alleinerziehende Person macht, dann muss man sich fügen. Aber wenn man diesen Weg freiwillig beschreitet, dann braucht es schon viel Mut und Selbstvertrauen. Ich wünsche all diesen Männern und Frauen, die sich in so einer Situation befinden, viel Kraft, Ausdauer und Glück.

    • Madeleine sagt:

      Absolut richtig und wichtig, wie ich finde! Wobei ich das „mutig“ wahrscheinlich durch ein weniger positives Wort ersetzt hätte 🙂

  • Angelika Maus sagt:

    Ich habe eine Tochter (15) die ihren Vater noch nie gesehen hat. Sie hat kein Problem damit, würde ihn auch nicht sehen wollen, wenn es zu arrangieren wäre, wurde in der Schule nicht gehänselt, hat nicht das Gefühl, dass ihr etwas fehlt und hat sich prima entwickelt. Einfach kein Drama draus machen, dann ist es auch keins.

  • Widerspenstige sagt:

    An diesen Satz sollte man sich heran wagen, als Mensch: ‚….Mit 28 verlor sie ihren Partner und ihre Tochter. Als sie sich nach Jahren bereit dazu fühlte, mit ihrem neuen Partner eine Familie zu gründen, zögerte dieser und vertröstete sie auf später….‘

    Das ist ein entsetzlicher Schicksalsschlag, der nicht einfach unter den Tisch gewischt werden darf. Sie hätte einen Partner verdient, der sie jetzt nicht im Stich lässt und ihre emotionale Lage genau kennt! Was muss diese Frau noch alles erleiden, um gehört zu werden?!

    • Sportpapi sagt:

      „Sie hätte einen Partner verdient, der sie jetzt nicht im Stich lässt und ihre emotionale Lage genau kennt!“ Das ist richtig. Nur hat sie offenbar den richtigen nicht gefunden.

    • Roland Balsiger sagt:

      Nun ja, sie gehen davon aus, dass der Mann als Belohnung der Frau zu dienen hat. Unabhängig davon, ob denn das Ganze auch zusammenpasst. So stelle ich mir die Ausgangslage für Zwangsheiraten vor, einfach umgekehrt.

    • Widerspenstige sagt:

      So siehst Du es, Sportpapi, wie immer sehr eigen und mit wenig Empathiefähigkeit für die Gefühlslage der Frau in dieser verdrackten Situation. Genau deshalb, wie im Text gut beschrieben, ergreift sie einen Rettungsring sprich eine Samenspende, um ihrem Leben (noch) einen Sinn zu geben. Es erscheint mir einfach anmassend, über so eine persönliche Entscheidung das Schwert des Damokles zu erheben, wenn man selber sich das nicht vorstellen kann. Meine Sache wäre es nicht, aber ich masse mir wie gesagt nicht an, darüber zu richten.

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Ich richte gar nicht. Aber natürlich kann es nicht sein, dass ein Mann seine Lebenspläne nur auf die Bedürfnisse der Partnerin ausrichtet, auch wenn diese bereits einen Schicksalsschlag erlebt hat.

      • Alpöhi sagt:

        @WS: Also alle die einen Sinn in Form eines Partners oder eine Partnerin (!!) möchten aber aus irgend einem Grund nicht abkriegen, dürfen sich selbst befriedigen äh besamen?

        Hier haben wir es schon wieder: Wenn mann dasselbe tut, wird es als abartig abgetan.

        Vielleicht ist es ja wirklich abartig. Dann ist es aber auch abartig, wenn frau es tut. Und genau darum geht es bei dem Artikel.

      • Widerspenstige sagt:

        Das gehört zu einer guten Beziehung dazu, dass man seine eigenen Lebenspläne kompatibel mit denjenigen des anderen macht und elementare Pläne fair immer wieder einer Güterabwägung unterzieht. Wozu sonst soll man in einer egoistisch geprägten Beziehung leben wollen? Als Frau ist man einfach aus biologischen Gründen geprägt und darf Rückhalt erwarten, wenn sie früh ihren Partner und Tochter verloren hat wie im vorliegenden Fall! Was soll diese Kaltschnäuzigkeit?!

      • Sportpapi sagt:

        Ach WS: Sie will, er nicht. Wie soll man das kompatibel machen, bitte? Weshalb ist es falsch, wenn er bei seiner Haltung bleibt, nicht aber, wenn sie gleich stur ist und sich entsprechend trennt? Ist doch einfach der logische Schritt, wenn es in so einem eminent wichtigen Bereich nicht passt.

      • Widerspenstige sagt:

        Sportpapi, es steht weiter im Text:’….Anya Steiner liess sich über Jahre hinhalten, bis der Kinderwunsch schliesslich so stark wurde, dass sie sich deswegen trennte und auf die Suche nach einem neuen Mann machte….‘.
        Was genau implizieren solche Worte? Dass sie ’stur‘ blieb und er nicht? Er hat von Anfang an gewusst, auf was er sich einlässt und lässt sie im Stich!! Das ist eine zutiefst egoistische Haltung von ihm, um nicht zu sagen, eine krasse Verletzung von Beziehungsregeln! So etwas sollte sanktioniert werden können und genau wegen solchen Charakterlumpen gibt es den moralischen Zeigefinger ua auf Social Media…

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Wundert mich nicht, dass du den persönlichen Fahrplan der Frau viel höher gewichtest als den des Mannes (der bei dir gar nichts zählt). Zudem war ich nicht dabei und lese hier nur die Bewertung aus einer Sicht. Aber letztlich geht uns das auch gar nichts an und auf Nachtreten jeder Art kann ich sowieso gut verzichten.

      • Alpöhi sagt:

        WS: Also SIE trennt sich von ihm, aber ER lässt sie im Stich? Was’n das wieder für eine Logik?

      • Widerspenstige sagt:

        Hä?? Liest Du eigentlich mit, was da geschrieben steht und was genau dieser armen Frau mit 28 Jahren Schreckliches widerfahren ist?! Ich reibe grad meine Augen, wo Du stecken geblieben bist in Deiner Gefühlswelt, Sportpapi? Und nein, ein Mann kann ganz einfach nicht in derselben Situation stecken und deshalb auch eine etwas abweichende Bewertung des vorliegenden Falles von mir und Meinesgleichen.

        Alphöhi, mitgelesen, worum es sich hier handelt?

      • Sportpapi sagt:

        Hm. Wen meinst du wohl mit Deinesgleichen? Mir scheint eher, deine Bewertung des Falles sei ziemlich einzigartig. Aber gut, habe gerade keine Lust auf weitere sinnlose Streitereien über Vorgänge, über die wir kaum etwas wissen.

  • Reiner Zufall sagt:

    Hilfe! Wie egoistisch das Ganze ist, zeigt der Abschnitt, in dem dargelegt ist, dass das Kind Wildfremde mit „Papa“ anspricht und weint, wenn es realisiert, dass kein Vater da ist, dieser eben im Kindesalltag gar nie existiert. Aus meiner Sicht ist es schrecklich, was dem Kind zugunsten des persönlichen Kinderwunsches zugemutet wird.

  • Pierre Bonmot sagt:

    Weiss nicht so recht, was ich jetzt hier trauriger finden soll:
    – Frauen welche zwar ein Kind wollen, sich der Herausforderung einer Beziehung aber nicht stellen können/wollen.
    – Kinder welche absichtlich ohne Vater aufgezogen werden

    Und vor allem im ersten Fall frag ich mich dann auch, wie diese Frauen mit den Spannungen umgehen wollen, welche sich durch die Kindererziehung in der Beziehung zum Kind notgedrungen ergeben (bzw. sogar ergeben müssen). Der Eindruck von ausgeprägtem Egoismus bleibt jedenfalls…

  • linus sagt:

    Eigentlich traurig, dass es unmöglich erscheint, auf einer Welt mit mehr als 3 Milliarden männlichen Menschen keinen (zumindest auf Zeit) passenden Partner zu finden.(Da kommt mir immer die Kollegin in den Sinn, die mir jahrelang klönte, ihr Problem wäre, dass sie zu hübsch sei…)
    Auf jeden Fall find ich es sehr ungerecht gegenüber dem Kind, willentlich und von Beginn weg, den Vater zu entziehen. (Eine Trennung ist auch traurig, aber nicht von Beginn so entschieden.)

    Mein Vater hat den Namen seines Vaters nie erfahren. Es belastet ihn noch heute.

  • Dani sagt:

    Egoismus in extreme:

    „Auch andere Probleme verschweigt das Buch nicht. So hat etwa Singlemutter Sabine damit zu kämpfen, dass ihre Tochter Wildfremde mit Papa anspricht oder weint bei dem Thema, seit sie gemerkt hat, dass alle anderen Kitakinder einen Vater haben, er in ihrem Leben aber fehlt. «Das tut mir sehr weh», “

    Es geht Ihr vor Allem um Ihr Schmerz. Die Bedürfnisse des Kindes sind zweitrangig.
    Hauptsache, Sie hat Ihr Lebenswunsch erfüllt.

    Diese Einstellung und leider oftmals auch die Themen im Mamablog triefen von Dekadenz.

    • André Hirsch sagt:

      Ihre Darstellung entspricht genau der Tatsache, die wir bei einer uns sehr lieb gewordenen Nachbarin erleben. Einerseits wollen diese Frauen ihre Eigenständigkeit und ihr Selbstwertgefühl darstellen und werden irgend einmal feststellen müssen, dass Kinder ein Anrecht haben, jemandem Mutter und Vater nennen zu dürfen.

  • Rudi Buchmann sagt:

    Viele dieser Frauen stellen sich das viel einfacher vor. Und häufig winkt das Sozialamt. Und irgendwann kommt dann doch ein Mann ins Haus. Manchmal ist es ein Lieber, der bleibt für immer. Manchmal ist es ein Alibi-Mann, der alle Vorurteile bestätigt. Manchmal ist es ein Alkoholiker oder ein Schläger, den man nicht mehr los wird. Es kann alles sein. Wie auch immer. Es kommt auf beiden Seiden auf den Charakter an. Auf den Hormonpegel, auf das Vernunftsverständnis, auf die Tugenden, auf das Mitgefühl, etc. etc. Wenn man in einem ewigen Wettbewerb steht, hat eine Beziehung eh wenig Chance. Etwas tun, weil etwas Mode ist oder technisch möglich, ist eh kein guter Rat. Schlussendlich sind wir Menschen, und das ist gut so.

    • Peter Graf sagt:

      Sehr geehrter Herr Buchmann
      Ich bin ein Lieber und Netter. Aber scheinbar zu langweilig und verlässlich. Und konnte es mit den zwei Jungs gut. Aber ihr hat die „Leidenschaft“ gefehlt, hat mich vor die Tür gesetzt und wieder ihrem „Leiden Schafft“lichen Alki- und Drogensüchtiger eine Chance gegeben (Bis sie nach 1 1/2 Jahren doch eine späte Einsicht hatte dass es nicht geht). Die Leidtragenden sind die Kinder.
      Das Problem bei vielen Frauen in Beziehungen orte ich an sehr hohen (oft) unrealistischen Ansprüchen an den Mann, aber selber etwas können: Fehlanzeige. Einfach Egoismus und Komsumhaltung pur.
      PS Treiben extreme Feministin und Männerhasserin männliche Föten eigentlich konsequenterweise ab?

      • tststs sagt:

        Treiben extreme Übertreiber und Extrembeispielsucher vernünftige Gedanken konsequenterweise ab?

  • Muttis Liebling sagt:

    Die Optionengesellschaft erzeugt immer mehr in sich widersprüchliche Phänomene, welche sich neben die soziale, politische und z.T. sogar juristische Wirklichkeit stellen. Wir hören sogar auf, die gleiche Sprache zu sprechen.

    Offensichtlich gibt es in einigen wenigen Staaten nicht einmal mehr Konsens, was den Begriff der ‚Familie‘ betrifft. Konstrukte, welche autark und ohne Hochtechnologie nie funktionieren könnten, also in der Natur nicht vorkommen, sind für mich und mehrheitlich in der Literatur und der Gesetzgebung (z.B. in D) keine Familie. Minimum ist immer Vater, Mutter, Kind.

    Alles andere ist keine Familie, das kinderloses Paar genauso wenig, wie der Haushalt Alleinerziehender.

    • Brunhild Steiner sagt:

      … treffend auf den Punkt gebracht.

    • Flori Antha sagt:

      Schauen Sie mal in die ethnologische oder historische Literatur, da werden Sie noch ganz andere Familienformen finden als sie vom traditionellen Schweizer Modell vorgegeben ist.

    • tina sagt:

      wieso sollen alleinerziehende nicht funktionieren ohne hochtechnologie? so ein quatsch. auch die kinder alleinerziehender wurden auf dem üblichen weg gezeugt.
      auch werden längst nicht alle alleinerziehenden durch den staat subventioniert. oder nicht mehr, als das der fall wäre, wenn mutter und vater noch zusammenleben würden.

      • tina sagt:

        und die natur würde ich ganz schnell vergessen als vergleichsobjekt. da würde so mancher von uns eh nicht überleben und schliesslich gibt es in der natur allerlei, was beim menschen nicht funktionieren würde oder in einer zivilisation nicht tragbar wäre (wir fressen nicht unsere artgenossen. wir können uns noch nicht selber befruchten und solche dinge)

      • Sportpapi sagt:

        „nicht mehr, als das der fall wäre, wenn mutter und vater noch zusammenleben würden.“ Das möchte ich dann doch ernsthaft bezweifeln.

      • tina sagt:

        sportpapi? du bezweifelst dass längst nicht alle alleinerziehenden subventioniert werden? ich schrieb ja eigentlich „jedenfalls nicht mehr, als wenn mutter und vater noch zusammenleben würden“, aber tatsächlich werden doch längst (!!) nicht alle alleinerziehenden überhaupt subventioniert (jedenfalls nicht mehr als überhaupt andere familien. und damit meine ich: ja, auch kinder alleinerziehender besuchen öffentliche schulen ,-)).
        das kann nicht dein ernst sein oder was hast du denn für ein bild von alleinerziehenden???

      • tina sagt:

        ich kenne nur alleinerziehende, die 50-80% arbeiten und damit und mit den kinderunterhaltsbeiträgen der väter (oder den kinder iv renten, falls die väter iv rentner sind – wofür die mütter ja nichts können) sich und ihre kinder gut selber finanzieren können und nicht mehr subventioniert werden wie alle familien (kinderzulagen, öffentliche schulen)

      • Muttis Liebling sagt:

        tina, ich haben 2 miteinander verwobene Aspekte erwähnt, über welche man sich kulturell verständigen muss, weil man die nicht aus ‚höheren‘ Prinzipien, z.B. Religion, was gerne getan wird, ableiten kann.

        Im Einklang mit >90% aller Menschen und Strömungen dieser Welt präferiere ich eine konservative Haltung zur Familie und zu Reproduktion.

        Was in diesem und früheren Blogs geschildert wird, ist mit den Wertvorstellungen der überwiegenden Mehrheit der Menschheit nicht kompatibel.

        Nicht zufällig haben alle im Aufwind befindlichen europäischen Parteien, die gesamte islamische und die asiatische Welt eben diese Haltung zur Familie. Da wird es auch in Zukunft keine Kompromisse geben.

      • Sportpapi sagt:

        Ich bezweifle, dass nicht mehr Alleinerziehende subventioniert werden, als dies bei zusammenlebenden Eltern der Fall ist, ja.

      • Roland Balsiger sagt:

        Längst nicht alle mag stimmen. Aber eben doch sehr, sehr viele. Der Kinderwunsch ist erfüllt, aber leider stimmt die Kasse nicht. Also auf zur Sozialhilfe, die mit Steuergeldern den egoistischen Kinderwunsch finanziert. Und dann wird auch noch breit gejammert, Alleinerziehende seien armutsgefährdet. Stimmt, aber aus eigenem Antrieb!

      • tina sagt:

        sportpapi, wenn schon zitieren, dann bitteschön versuchen zu verstehen, was: du hast das „oder“ am anfang des satzes weggestrichen, das eindeutig darum dort steht im originaltext, weil sich der satz auf den vorhergehenden bezieht. und der lautet „längst nicht alle….“.
        und nochmals zu ML: die meisten kinder alleinerziehender haben ja beide elternteile, nur leben diese nicht zusammen. kriterium „mutter vater kind“ wäre damit also erfüllt.
        roland balsiger: und halbwaisen? haben keine familie und die mütter sind selber schuld.
        oder alleinerziehende, die sich darum zur trennung entschlossen, um nicht in die schulden zu geraten. ich kenne einige solche….

      • Sportpapi sagt:

        Hm, tina, erst Gundel, und nun auch noch du: Langsam zweifle ich wirklich an meinen Deutschkenntnissen. Aber ich bleibe dabei, genauso wie ich es gelesen habe, steht es da. Das oder ist hier irrelevant.

      • tina sagt:

        sportpapi, die differenz, die das wort „oder“ ausmacht, ist exakt diese zwischen
        „Ich bezweifle, dass nicht mehr Alleinerziehende subventioniert werden, als dies bei zusammenlebenden Eltern der Fall ist, ja.“
        und
        „Ich bezweifle, dass Alleinerziehende nicht mehr subventioniert werden, als dies bei zusammenlebenden Eltern der Fall ist, ja.

      • Sportpapi sagt:

        ok, tina. Ich bezweifle beides.

      • tina sagt:

        na dann hoffe ich, wurde dir wenigstens der unterschied klar, den das „oder“ ausmachte. ansonsten muss ich wohl hinnehmen, dass ein teil der bevölkerung so ein bild hat. insbesondere haben lehrer himmeltraurige schubladen für eltern

      • Sportpapi sagt:

        Den Tatsachen ins Auge sehen hat nichts mit Schubladen zu tun.

      • tina sagt:

        unterscheide: es gibt dinge, die du bezweifelst. und es gibt dinge, die sind tatsachen.

      • Sportpapi sagt:

        Tina, ich lasse mich gerne belehren. Dafür gibt es ja umfangreiche Datenerhebungen…

    • tina sagt:

      in unserem staat sind familien nicht autark. wer ist überhaupt schon autark. und wer kommt schon ohne hochtechnologie aus. nur zur zeugung wird das seltener eingesetzt und die allermeisten kinder alleinerziehender sind auf natürlichem wege gezeugt.

    • Widerspenstige sagt:

      Diese subjektive Meinung über den Begriff Familie teile ich nicht (mehr), nachdem ich so viele Kleinstfamilien in meinem Umfeld, in der Region, in Dörfern und Städten in der Schweiz, und ja, vor allem im internationalen Kontext beobachte. Familie ist das, was man dafür hält dh dort findet Familie statt, wo ich mich geborgen und angenommen fühle. Egal, in welcher Konstellation diese stattfindet. Also bitte! Das ist doch einfach eine undifferenzierte Wahrnehmung und ja, Beleidigung allen gegenüber, die sich ihre kleine familiäre Welt sogar mit einem Haustier ausmalen. So erlebt bei kinderlosen Nachbarn, bestehend aus Frau mit Mann und Hunden, die das Paar liebevoll ‚unsere kleine Familienbande‘ nannten.

      • mira bell sagt:

        Kann ich gut nachvollziehen. Auch unsere Kleinfamilie besteht aus Mann, Frau, Hund. Wir drei sind unzertrennlich und könnten glücklicher nicht sein.

      • Reincarnation of XY sagt:

        für einmal stimme ich mit ihnen überein WS

        Ich selbst lebe in einer klassischen Kleinfamilie und könnte mir nichts besseres vorstellen, aber es ist unglaublich, wie herzlos von einigen hier, alle Menschen abgeurteilt werden, welche nun halt mal nicht so sind/so leben – aus welchen Gründen auch immer.
        Solchen Leuten kann es unmöglich „ums Kindeswohl“ gehen. Sie würden all diesen Kindern sagen: Nein, du hast keine Familie. Du hast nicht das Recht dich als Teil einer Familie zu fühlen. (Nach dieser Geisteshaltung hat man früher zwischen Kindern und Bastarden unterschieden.)
        s.o.y.

      • tina sagt:

        genau. auch diesmal wird wieder gerne und heiter in die kerbe gehauen „alleinerziehende mütter sind zecken und ihre kinder bastarde“. wird ja immer hübscher hier.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Reincarnation of XY

        man kann auch in prägnant formulierte Voten reinlesen, wenn man denn möchte…, Sie selber schreiben weiter oben
        „Ich stehe sämtlichen Zeugungen skeptisch gegenüber, in denen man bewusst einen biologischen Elternteil vom Kind fernhält. “

        dieser skeptischen Haltungen liegen ebenfalls bestimmte Wertvorstellungen Ihrerseits zugrunde- wird ein bisschen schwierig wenn Sie einen nun grad so an die Wand spielen, bin mir das von Ihnen eigentlich auch nicht so gewöhnt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tina

        bei allem Verständnis, aber irgendwie kann ich nicht ganz nachvollziehen weshalb Sie sich so angegriffen fühlen. Es geht doch hier nicht um „Alleinerziehende“ im „historischen“ Sinn, sondern um bewusste Planung eines Kinders mit Vorenthaltung des anderen Elternteils.

        Das sind doch komplett verschiedene Dinge.

      • tina sagt:

        1. nur weil ich mich fürchterlich aufrege heisst das ja nicht, dass ich mich angegriffen fühle. ich rege mich ja auch über rassisten fürchterlich auf, obwohl blond und blauäugig bin und noch nie rassistisch diskriminiert wurde.
        2. ja genau, eigentlich ist das thema ja nicht alleinerziehend. eigentlich geht es darum, ob man einem kind zumuten darf, dass es geplant vaterlos aufwächst. nur leider fallen dazu kommentare, die sich nicht um diese frage drehen, sondern alleinerziehende – schon wieder!!! und das ist der grund, warum mich das echt aufregt – in eine ecke stellen die ganz übel ist. leider. dazu muss man sich äussern

    • tststs sagt:

      „Konstrukte, welche autark und ohne Hochtechnologie nie funktionieren könnten, also in der Natur nicht vorkommen, sind für mich und mehrheitlich in der Literatur und der Gesetzgebung (z.B. in D) keine Familie“
      Läck, ernsthaft?!
      1. Hat der Begriff „Familie“ für Menschen eine ganz andere Bedeutung, als in der Natur (Biologie)
      2. Selbst wenn Sie den Familienbegriff auf das Tierreich übertragen, so kommen dort doch bedeutend mehr Variationen vor als bei den Menschen…

      • Reincarnation of XY sagt:

        Liebe Brunhild – ich finde man sollte Kritik an einer Sache nicht mit den Motiven der Menschen vermischen.
        Obwohl ich Bedenken teile und nicht ein Hurra-alles-ist-super-Rufer bin, bin ich überhaupt nicht einverstanden, wie hier Menschen verurteilt werden als super-„egoistisch“. Und dass sie ML zustimmen, dass sich nur Familie nennen darf, wenn so wie wir, finde ich schlimm, aus eben den Gründen, die ich auch genannt habe.

        Der Artikel heute ist ehrlich, zeigt auch Schattenseiten und unbeantwortete Fragen auf. Warum dann dieses vehemente verunglimpfen? Ich halte das für falsch.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Reincarnation of XY

        meine Zustimmung bezog sich vor allem auch auf den Aspekt der Hightechmedizin, welche nun mal tatsächlich Fortpflanzung in Konstellationen ermöglicht, welche ohne diese Hilfestellung nicht möglich wäre.
        Und da es nicht um Heilung von Krankheit oä geht, für mich sehr fragwürdig.

        Auch mit Hinweisen zu Justiz etc hat er nicht unrecht.

        Es gibt einen Unterschied zwischen be-urteilen und ver-urteilen. Verurteilen bedeutet für mich, dass ich diesen Menschen auch anders begegnen, sie ausschliessen würde. Was ich nicht tue. Aber bei einer Abstimmung über Fortpflanzungstech dementsprechennd stimme. Wie wir alle ja, es „be-urteilt“ in verschiedene Richtungen, aber ein Urteil bilden wird sich jeder wenn er sich vertiefter auseinandersetzen will.

      • Muttis Liebling sagt:

        Es geht mir vor allem darum, dass man Begriffe nur dann verwenden kann, wenn alle das gleiche darunter verstehen. Ansonsten verliert jede Diskussion ihren Sinn.

        Bekanntlich wurde die CVP- Familienpolitik wegen des traditionellen Familienbegriffes kritisiert. Mit der Konsequenz, dass in den aktuellen Papieren dies schwammig gehalten wird. Nur, wenn man konkrete Massnahmen, wie Steuererleichterungen will, muss man schon vorher sagen, welchen Personenkreis es betrifft.

        Wenn man nur die Kindererziehung fördern will, kann man ‚Familie‘ weglassen und nur von Kindern sprechen.

  • starfish sagt:

    soviel zum Thema Gleichberechtigung. Wie wärs mit „Warum Singlemänner Familien gründen“ – aber eben, das geht biologisch nicht. Da sind die Frauen ganz klar im Vorteil.

    • Alpöhi sagt:

      Das ging mir auch durch den Kopf. Männer werden ganz klar diskriminiert aufgrund des Geschlechtes.

    • Widerspenstige sagt:

      Hihi….nein, das wäre dann der Neujahrswunsch an die Evolution, doch bitte, bitte Männer schwanger werden zu lassen…. 😀

      • Alpöhi sagt:

        Es geht auch ohne Gekicher. Leihmutterschaft wäre z.B. eine Lösung, aber (wie ich finde) eine denkbar schlechte. Denn das schafft mehr Probleme als es löst.

        Fakt ist: Die Frauen, die sich „ohne Mann“ ein Kind beschaffen, nützen schamlos aus, dass der Uterus halt im Körper der Frau drin ist. Auch hier wieder: Sobald frau einen Vorteil hat, ist fertig mit der Gleichberechtigung.

      • Paul sagt:

        Und vor allem: Sobald frau einen Vorteil hat, findet Widerspenstige das zum Kichern. Im umgekehrten Fall ist der Männerwelt Gift und Galle in genügender Menge sicher.

      • marusca sagt:

        @Widerspenstige: Besser nicht, sonst wäre nämlich die Spezies Mensch mit Sicherheit bald ausgestorben…

    • Widerspenstige sagt:

      Nein, da sind die wilden Neujahrspferde mit mir durchgegangen und ich wollte damit andeuten, dass so eine Schwangerschaft, vorallem eine Geburt, die Stillzeit und alles, was danach kommt zwischen einer Mutter und ihrem Kind ist kein Sonntagsspaziergang! Das kann ein Mann einfach niemals nachvollziehen und nur deshalb ist mir ein ‚hihi…..‘ in diesem Kontext gedacht, entschlüpft. Man(n) verzeihe mir diese Gefühlsregung als dreifache Mutter! Wer keine Ahnung von einer Sache hat, sollte nicht grosse Töne spucken und von ‚Vorteil‘ fasseln.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Was für ein Argument Alpöhi.

        Ich pinkle auch im stehen, und sage nicht Nein zum Doggystyle – obwohl die Evolution die Damen zu Beidem nicht richtig befähigt hat. Deswegen verzichte ich doch nicht auf meine Möglichkeiten als Mann. Wieso sollten Frauen nun das tun?

        Ich stehe sämtlichen Zeugungen skeptisch gegenüber, in denen man bewusst einen biologischen Elternteil vom Kind fernhält. Aber hier mit „Gleichberechtigung“ und „bösen Frauen“ zu argumentieren, ist kümmerlich.

      • Alpöhi sagt:

        @WS: Ich war dann im Fall auch dreimal schwanger und habe mit-geboren und mit-gestillt. Wir sind in Bezug auf die Kinder nicht Mann und Frau, sondern Eltern.

        @RoXY: Ich stimme zu, geplante Einelternschaft ist problematisch. Aber ich sehe nicht ein, warum das Recht, was frau sich ganz selbstverständlich herausnimmt, bescheuert werden soll, wenn mann das selbe macht.

      • Reincarnation of XY sagt:

        verstehe ich auch nicht – es gibt ja auch Männer die das tun

        Also geht es hier nicht um Männer oder Frauen – sondern um diese Art von Elternschaft.
        Dass der Kinderwunsch von Frauen biologisch ausgeprägter ist, ist eine Binsenweisheit, ebenso wie dass ihr Zeitfenster noch begrenzter ist als bei Männern. Daher ist es verständlich dass sie mehr Frauen finden werden, die einen solchen Schritt tun. Aber wie gesagt, es gibt auch Männer. Z.B. Elton John

  • Hans Hintermeier sagt:

    Ich würde nie (wie Peter) eine private Samenspende geben. Man weiss nie, was in 10 Jahren ist (wirtschaft. Lage der Kindsmutter, gesetzliche Entwicklung). Wenn der Staat/Gemeinde jemanden braucht, der die indirekte Sozialhilfe für das Kind übernimmt, kommt er sicherlich auf den biologischen Vater/Samenspender zurück. Dies gilt wenn die Mutter Single ist, also nicht automatisch der Ehemann die Vaterschaft übernehmen muss: FMedG Art. 32 Abs. 2: „die Vaterschaftsklage ist jedoch zulässig, wenn die Samenspende wissentlich bei einer Person erfolgte, die keine Bewilligung für die Fortpflanzungsverfahren oder für die Konservierung und Vermittlung gespendeter Samenzellen hat.“ Finde es krass, dass der Beitrag nicht auch über diese rechtliche Seite aufklärt. Kann für einen Mann noch wichtig sein.

  • Brunhild Steiner sagt:

    „Das Leben“ erfüllt nicht alle Wünsche,
    diese unerfüllten Wünsche mit dem Begriff „default“ zu klassifizieren finde ich grundfalsch.

    Es geht nicht um Fehlerbehebung, sondern darum unerfüllte Wünsche in die Biographie zu integrieren.

    Wünsche auf Kosten des Kindes, welches IMMER Vater und Mutter hat, zu verwirklichen, finde ich nach wie vor egoistisch, und dabei ist es mir einerlei ob nun die Frau nun immer „Karriere“ im Kopf hatte oder Familienleben zu viert.

    • Madeleine sagt:

      Das sehe ich auch so, bloss kann der Kinderwunsch so abartig gross sein, dass manche Frauen alles dafür tun würden. Kinder bekommen wollen ist in 1. Linie ein egoistischer Akt. Ich kenne in meinem Bekanntenkreis mindestens zwei Frauen, die sich zu guter Letzt einfach „einen“ geschnappt haben und schwanger wurden – da frag ich mich doch, ob die Trennung eines Paares nicht viel schlimmer für ein Kind ist, wie wenn es von Anfang an schon klar ist, dass es nur ein Mami gibt?

      • Sportpapi sagt:

        Weshalb gehen Sie da automatisch von Trennung aus?

      • Madeleine sagt:

        Weil es sich jetzt schon sehr kompliziert anfühlt von Aussen her betrachtet – aber es stimmt schon, es könnte auch ein Leben lang halten. Bloss denke ich, es ist schon wichtig, seinen Partner etwas genauer zu kennen, bevor man Kinder plant.

      • Madeleine sagt:

        Heieiei, bin ich altmodisch 🙂

      • Sportpapi sagt:

        @Madeleine: Altmodisch wäre es eher, an solche Zweckkonstellationen zu glauben, die doch früher eher üblich waren als heute.

      • mira bell sagt:

        Wenn ein Kinderwunsch „abartig“ gross ist, stimmt mit der Frau ganz heftig etwas nicht und sie sollte sich lieber behandeln lassen, anstatt einem Kind eine kranke Mutter zuzumuten.

      • Madeleine sagt:

        @mira bell: Dann müsste sich ja jede Frau die sich einer Hormonbehandlung unterzieht, schon behandeln lassen – denn hier fängt, meiner Meinung nach, der Wunsch an abartig zu werden.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Madeleine

        wenn ich solo lebe, und der unerfüllte Kinderwunsch meine Lebensfreude und/oder Sinn dermassen lähmt dass ich mich als gravierend leidend erlebe- ja, dann finde ich ebenfalls wäre eine gründliche Aussprache mit mir selbst, möglicherweise mit fachlicher Hilfe, dringend angebracht.

        Ich befürworte auch nicht alle Hightechmethoden um einem Mann/Frau-Paar zum Kinderwunsch zu verhelfen, Hormontherapie empfinde ich allerdings nicht als „abartig“.

      • tststs sagt:

        @mira bell: So weit ich weiss, gehört der Fortpflanzungstrieb zu den ursprünglichsten…!?!

    • Reincarnation of XY sagt:

      Ja Brunhild, das ist ihre Meinung, nach der sie leben. Bzw. nach der sie (wie sie meinen) leben würden, wenn sie nun tatsächlich kinderlos wären.

      Nur – sollten Sie vorsichtig sein mit ihrem Urteil gegenüber anderen. Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet.
      1. können Sie nicht mit Sicherheit wissen, was Sie tun würden, wenn Sie an deren Stelle wären. 2. können Sie genauso wenig sagen, es wäre für ein Kind besser, es würde nicht existieren, als dass es Kind einer Singlefrau-Mutter ist.
      Selbst wenn es berechtigte Zweifel gibt – es könnte doch sein, dass Mutter und Kind glücklich werden, und froh sind über die Liebe, die sie beide durchs Leben trägt.
      Haben Sie ihre Überzeugungen, Brunhild, aber richten Sie nicht.

      • mira bell sagt:

        @Madeleine: Richtig!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Reincarnation of XY

        was verstehen Sie unter „richten“?

        Richtig, ich beurteile dieses Verhalten als egoistisch-
        ob und in welcher Tiefe ich damit ver-urteile, wird für Sie schwieriger sein „zu richten“.

      • Widerspenstige sagt:

        Wie wurde schon wieder die Mutter Gottes schwanger? Nur so ein Einschub, zum darüber nachdenken, was da vor sich ging in grauen Vorzeiten und es dann in Relation setzen, was im heutigen Artikel steht….

    • mila sagt:

      Ganz bei Roxy – auch wenn ich als ‚frischgebackene‘ Mama meinen wunderbaren Partner um keinen Preis der Welt missen wollen würde. Und für meine Tochter freue ich mich, dass sie den besten Papa hat, den man sich wünschen kann. Und den sie ganze vier Wochen am Stück zum Start erleben darf – eine grosse Hilfe, und ein grosses Glück für uns drei.

      • Widerspenstige sagt:

        Oh, es ist vollbracht! Ein süsses Mädchen hat das Licht der Welt erblickt um die Weihnachtszeit oder war es früher, frischgeborene Mama mila? Ich gratuliere Ihnen ganz fest und wünsche wundervolle Momente auch zusammen mit dem frischgewordenen Papa. 😀 😆

      • tina sagt:

        oh hallo mila :)! ein kleines mädchen also :)! herzliche gratulation dir, deinem partner und dem kleinen mädchen, und euch allen alles alles gute!!

      • Susi sagt:

        Auch von mir allerherzlichste Gratulation, Mila!

      • Martin Frey sagt:

        @mila: Gratuliere! Hoffe Mutter und Kind wohlauf? Alles Gute meinerseits.

      • Sportpapi sagt:

        Gratulation auch von meiner Seite!

      • mila sagt:

        Vielen lieben Dank allen – unsere Kleine ist am 30.12. in Viereinhalbstunden ab Wehanbeginn in diese Welt gestürmt. Ungeachtet dessen (oder gerade deswegen? ;)) sind wir beide wohlauf. Sie ist wohl – soweit – das, was man ein zufriedenes Baby nennt. Wir kommen momentan nicht aus dem Staunen heraus, und so soll es wohl auch sein. 🙂

    • Erich sagt:

      Es sind Millionen von Menschen auf der Suche nach dem leiblichen Vater. Den Wurzeln von 50 % unsres Wesens.
      Also der eigene Wunsch gegen das Recht des Kindes, dass später vielleicht ein Leben lang am „suchen“ sein wird.
      Ich weiss nicht, aber mich beschleicht ein sehr,sehr ungutes Gefühl.

  • Hans Hintermeier sagt:

    Wieso erzählt man oft diese „Extrembeispiele“ um ein eigenes Extrem zu rechtfertigen?: „Ich denke, das ist einem Kind viel leichter zu vermitteln als die Tatsache, dass es einen richtigen Vater gibt, der sich aber nicht ums Kind kümmert.“ Wie viele richtige Väter gibt es denn, die sich nicht um ihr Kind kümmern? Ich werde das Gefühl nicht los, dem Kind solle suggeriert werden, dass Väter sich sowieso nur in den seltensten Fällen um die Kinder kümmern, da kann Frau auch direkt auf einen Papi verzichten. Das Kind wird dann in der Kita und Schule genau das Gegenteil erfahren, von dem, was Mami sagt. Vielleicht kommt es eben nicht von ungefähr, dass Mami keinen Mann mehr gefunden hat, aber natürlich sieht sie das anderes.

    • Gundel sagt:

      Unsinn. Sie lesen mit ihrer Paranoia-Brille. Es geht nur um die eigene Situation. Sie muss ihm erklären, dass sein Vater aus einem anderen Grund nicht da ist, als dem worauf der Sohn sonst automatisch schliessen würde.

      • Gundel sagt:

        Jeder kann das aus dem Zusammenhang heraus sehen. Nur jemand mit solchen Vorverurteilungen „kommt ja nicht von ungefähr “ wie Sie, kommt zu solchen bösartigen Unterstellungen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Gundel

        in diesem Punkt gebe ich HH Recht, diese Argumentationsschiene wird wirklich in jedem „Eineltern, oder xx-Eltern-Promotionsbeitrag“ gefahren- der Vergleich, oder Begründung, lautet : unglückliche „Normalfamilie“ versus „glückliche Eineltern, oder xx/yy-Familie“ und spielt so etwas elementar Fehlendes, etwas das bewusst von Beginn weg vorenthalten wird, eine Entsagung dem Kind gegenüber, herunter.

      • Gundel sagt:

        Brunhild – bei Fairness geht es eben nicht darum, ob man die gleiche Meinung hat, oder diese Art von Familiengründung akzeptiert oder nicht, es geht darum, dass man zuhört ohne böswillig dem anderen etwas zu unterstellen. Und da heisst es, dass Nele ihrem Sohn die Wahrheit so früh als möglich sagen möchte, NICHT dass er auf die Idee kommt, sein Vater wär ein Tunichtgut gewesen. Das hat rein gar nichts mit „alle Väter/traditionellen Familien schlecht machen“ zu tun, wie HH (und Sie) das unterstellen. Bloss weil jmd anders lebt, muss sie noch lange nicht, die Einstellungen haben, die HH (und Sie?) solchen Leuten gerne andichten. Verstehen Sie was ich meine?

      • Sportpapi sagt:

        @Gundel: Bei beiden Optionen geht es um aktives Vermitteln. Und da ist auch mir nicht klar, weshalb das eine einfacher sein soll als das andere. Und dass hier immer wieder spezielle Konstellationen damit gerechtfertigt werden, dass es ja noch Schlimmeres gebe (und dieses Schlimme so häufig ist, dass es praktisch der Normalfall darstellt) ist nun mal Tatsache.

      • Gundel sagt:

        SP Legen sie doch bitte ihre ideologischen Scheuklappen ab, wenn sie einen Text lesen.
        Hier ist ein ehrlicher Bericht, über Mütter die einen umstrittenen Weg gehen. Mit keinem Satz wird „etwas gerechtfertigt, weil es noch schlimmeres gibt“. – Im Gegenteil. „Auch andere Probleme verschweigt das Buch nicht. So hat etwa Singlemutter Sabine…“
        Kein Satz einziger Satz, wie sie behaupten, sondern nüchterne Beobachtung.
        Aber ideologische Leser können offenbar nicht nüchtern beobachten. Sie vermischen das einfach mit dem, was sie bereits (oder vermeintlich) bezüglich dieses Themas schon kennen.
        Liege ich falsch? Lesen sie es nochmals durch. Nichts von dem, was HH, Brunhild oder Sie sagen, steht in diesem Artikel.

      • Sportpapi sagt:

        @Gundel: Nun unterstellen Sie aber mir mehr, als ich geschrieben habe.

      • Gundel sagt:

        Sie schrieben: „Und dass hier immer wieder spezielle Konstellationen damit gerechtfertigt werden, dass es ja noch Schlimmeres gebe (und dieses Schlimme so häufig ist, dass es praktisch der Normalfall darstellt) ist nun mal Tatsache.“

        Wo genau steht das in diesem Artikel?
        Nirgendwo. Mit keiner Silbe.
        Hier wird sogar von weinenden Kindern berichtet, die einen Papi -wie alle anderen – möchten.
        Fair bleiben. Und nicht dem andersdenkenden eine Argumentation unterjubeln, der er gar nicht gebracht hat.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Der Satz steht nun mal dort: «dass es einen richtigen Vater gibt, der sich aber nicht ums Kind kümmert.» Wieso noch dieses zusätzliche Argument, das andere ist doch schön und genügt?: „sich das Leben mit ihm so sehr gewünscht habe.“ Wenn sie jedoch mit „dass es einen richtigen Vater gibt, der sich aber nicht ums Kind kümmert“ den Samenspender meint, ist es auch unfair, denn bei einer Samenspende ist es ja von Beginn an klar, dass der Spender sich nicht ums Kind kümmern möchte? Dies würde bedeuten, dass sie erwägt, das Kind anzulügen. Hier hilft Hermeneutik nicht weiter. Die Stelle wirkt einfach quer und ist dunkel, da kann man nur Vermutungen anstellen.

      • Sportpapi sagt:

        @Gundel: Wenn ich so spitzfindig argumentieren soll wie Sie: Erklären Sie mir mal, wo ich in meiner Aussage den Bezug zum heutigen Artikel hergestellt habe…
        Und bitte, nachdem wir alle das ja ganz falsch verstehen, erklären Sie uns doch mal, weshalb denn dieser Satz/dieser Vergleich dasteht. Und weshalb das Vermitteln der einen Tatsache schwieriger sein soll als die Vermittlung der anderen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Gundel

        wenn Sie hier längerfristig mitmachen (vorausgesetzt Sie haben keinen Namenswechsel hinter sich…) werden Sie feststellen müssen, dass sich ganz viele Mitschreibenden die Freiheit nehmen, immer auch in Bezug „aufs Archiv“ ihre Gedanken zu äussern.

        Angesichts dieses Kontextes wirkt so eine Wortzerpflückerei eher diskurslähmend.

      • Brunhild Steiner sagt:

        … also, diesbezüglich auch uns gegenüber fair bleiben…

    • Gundel sagt:

      @SP – ähm… vielleicht weil Sie ihren Kommentar in der Kommentarspalte abgeben, die gedacht ist, dass man den Artikel kommentiert…?

      @HH – kaum zu glauben, was Sie aus diesem Satz herauslesen. Die Mutter möchte ihr Kind darüber aufklären, dass es ein Samenspender-Kind ist, weil sie denkt, dass sei für das Kind einfacher zu akzeptieren, als dass es einen abwesenden Vater habe, der sich nicht für es interessiert.
      Sie übernimmt schlicht und einfach Vertantwortung und klärt das Kind auf. Das hat rein gar nichts mit „Väter schlechtmachen zu tun“ im Gegenteil sie zeigt dem Kind dass es keinen Grund hat auf einen „Vater“ Groll zu hegen, (wenn schon auf sie – weil sie diesen Weg gewählt hat).
      Das ist die ganz einfache Aussage des Textes, die auch jeder 5.Klässler so verstehen würde.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Gundel: ich frage mich gerade, wer hier ideologische Scheuklappen hat. Warum der Vergleich mit „dem richtigen Vater, der sich aber nicht ums Kind kümmert».?Von mir aus, kann sich die Mutter das Ganze so rationalisieren, dass es immer noch besser ist, ein Kind von einem Samenspender zu haben, als ein Kind mit einem Vater, der sich nicht um das Kind kümmert. Ob man dies auch wirklich rational vergleichen kann, sei dahingestellt (siehe oben genannte Argumente), Sie stimmen mir doch zu, dass dies wohl jeder 5. Klässler verstehen wird… Warum rationalisiert sie es auf diese Weise? Was steckt dahinter? Es gäbe viele andere Möglichkeiten…

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Gundel: Ich finde es nur das Minimum an Anstand, dass man das Kind früher oder später darüber aufklärt, dass es einen Samenspender als Vater hat und nicht „einen richtigen Vater, der sich aber nicht ums Kind kümmert“. Dann stimmen Sie also mit mir überein, dass hier die Mutter gerade abwägt, ob sie dem Kind von seiner Entstehung aus einer Samenspende erzählen soll, oder von einen „richtigen Vater, der sich aber nicht ums Kind kümmert“? Bereits die Vorstellung einer Mutter, die erwägt, was leichter zu vermitteln ist, empfinde ich als grotesk und höchst unfair dem Kind gegenüber. Offenbar denkt dann das Kind bis zu dieser Aufklärung, es hätte einen Vater, der sich nicht um es kümmert. Einfach nur traurig und egoistisch!

      • Reincarnation of XY sagt:

        Herr Hintermeier – wenn ich mich hier einschalten darf. Es geht doch hier nicht um einen Vergleich, sondern um eine Tatsache!Die Tatsache, dass das Kind keinen Vater hat. Die naheliegendste Erklärung wäre deshalb: „ich habe einen Vater der mich verlassen hat und sich nicht um mich kümmert.“
        Die Mutter will aber nicht, dass das Kind mit dieser falschen Vorstellung aufwächst und will ihm deshalb so bald als möglich die Wahrheit sagen.

        Warum Sie ihr daraus einen Strick drehen und hier von Vergleichen reden, kann ich wirklich nicht nachvollziehen.

        Es geht nicht um einen Vergleich. Sondern darum falsche Annahmen zu berichtigen.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Roxy: Sie dürfen 🙂 . Die Mutter könnte z.B. eben auch bis zur Aufklärung über die Samenspende sagen, dass der Vater es nicht besuchen kann, weil sie den Vater nicht kennt. Die Lösung im Blog, dass das Kind bis zur Aufklärung über Samenspende denkt, der Vater möchte nichts von ihm, ist sicherlich nicht förderlich für die Entwicklung von Selbstvertrauen und einem gesunden Männerbild. Dass die Mutter abwägt, ob sie dem Kind von seiner Entstehung aus einer Samenspende erzählen soll, oder von einen „richtigen Vater, der sich aber nicht ums Kind kümmert“ (es in diesem Glauben lässt) empfinde ich als höchst unfair dem Kind gegenüber. Einfach nur traurig für das Kind und egoistisch von der Mutter. Die Mutter müsste es auf sich nehmen (z.B. dass sie Vater nicht kennt) und nicht auf ihn schieben.

      • tststs sagt:

        @Hr. Hintermeier: Achtung, der Provokationsbomber fliegt ein:
        „dass das Kind bis zur Aufklärung über Samenspende denkt, der Vater möchte nichts von ihm“
        Was ist daran problematisch, insofern es der Wahrheit entspricht?! Diese Argumentation greift nur, wenn die Mutter dem Vater das Kind vorenthält (resp. es verschweigt), es dem Kind gegenüber aber so darstellt, als wolle der Vater nicht.
        Aber hier geht es ja darum, dass Männer ihr Sperma geben, nicht aber den Vater (was per se ja auch völlig ok ist)!
        Ich gehe aber total einig mit Ihnen, dass früher oder später die Zeugungsart ehrlich kommuniziert werden muss!

      • Hans Hintermeier sagt:

        @tststs: ja, gehe zur Sicherheit schon mal in Deckung… Sie haben auf eine gewisse Art auch Recht, der Vater möchte nichts vom Kinde wissen, weil er ja Samenspender ist, sehr sophisticated Liebe tststs! Nur, ich finde, die Mutter sollte die Verantwortung voll auf sich nehmen, denn den abwesenden Mann hat sie voll eingeplant ohne Alternative. Das wäre doch emanzipiert! Die Mutter könnte z.B. sagen, sie wisse nicht wer der Vater sei und der Vater wisse auch nichts vom Kind, anstatt das Kind in der dubiosen Hoffnung zu lassen, der Vater meldet sich vielleicht noch, wenn er will. Vielleicht heute, vielleicht morgen. Nein, schon wieder nicht….Ich finde man sollte das Kind nicht in dieser Ungewissheit lassen. Wenn schon,dann die volle Verantwortung übernehmen und nicht auf das Kind abschieben

      • Andreas Inderbitzin sagt:

        Reiner Egoismus. Ich will ein Kind und darum spielt es auch keine Rolle, wenn dieses Kind ohne Vater aufwachsen muss. Dieses egoistische Konsumdenken ist nicht umsonst in der Schweiz verboten. Da kann die Gundel sich noch so winden. Es ist schlimm genug, wenn Familien auseinander brechen und dadurch Scheidungskinder erwachsen. Jetzt auch noch gleich darauf verzichten und ein Kind nur durch die Mutter grossziehen zu lassen ist nichts, was man Gut reden kann.

      • maia sagt:

        @Gundel: „Die Mutter möchte ihr Kind darüber aufklären, dass es ein Samenspender-Kind ist, weil sie denkt, dass sei für das Kind einfacher zu akzeptieren, als dass es einen abwesenden Vater habe, der sich nicht für es interessiert.“ – aber genau so einen Vater hat doch das Kind! Wenn dem nicht so wäre, wäre der Vater ja präsent.

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