Die unbeschwerte Schwangerschaft

Ein Gastbeitrag von Claudia Schmid*

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Ihre Schwangerschaft verlief zwar nicht sorgenfrei, doch das Positive überwog: Ellen Page im Film «Juno». (Bild: 20th Century Fox)

In etwa zwei Wochen ist meine Schwangerschaft zu Ende, dann ist der prognostizierte Geburtstermin meines ersten Babys. Und doch würde ich am liebsten morgen in den Flieger nach New York steigen. Ich habe zwar ab und zu Senkwehen und schnaufe wie ein Pferdchen. Aber sonst: Courant normal. Sport, Velo fahren, Ausgang, Freunde treffen, schreiben – alles bestens. Und nachts schlafe ich wie ein Bär.

So ging es mir die ganze Zeit: Manchmal las ich in Büchern oder Blogs nach, was jetzt mit meinem Körper geschieht. Doch nie fühlte ich mich angesprochen. Ich habe deshalb schnell damit aufgehört, solche Sachen zu lesen. Kapitel namens «häufige Beschwerden während der Schwangerschaft» haben mich genauso genervt wie «Tipps, was Sie jetzt tun können»: «Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um einen Babywagen zu kaufen.» «Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um die Küchenschränke nochmals zu putzen.» Die Küchenschränke putzen?! Nochmals? Ich habe noch nie freiwillig Küchenschränke geputzt. Und was hat das mit der Schwangerschaft zu tun?

Fakt ist: Mir ging es von Beginn weg gut. Ich hatte keine Schlafstörungen, keine Rückenschmerzen, keine Gelüste, keine Fressattacken. Ich sagte mir: Solange ich keine Blutungen und Schmerzen habe, wird alles in Ordnung sein. Bis dahin mache ich mir keine Sorgen und beschäftige mich nicht damit, was sein könnte.

Den Anfang bekam ich nicht einmal mit. Ich glaubte ja immer, da sei einem schlecht, da schmerzten die Brüste oder man sei den ganzen Tag am Weinen («emotionale Achterbahn»). Ich spürte nichts, war fröhlich am Bierchentrinken, reiste nach Thailand und Italien – bis mir das Unterbewusstsein half: Ich träumte in Mailand, ich sei schwanger – und rannte am nächsten Tag in die Apotheke, wo mir ein Test den Traum bestätigte.

Bis heute habe ich ständig gute Laune und keine wirklichen Gebrechen. Das Problem dabei: Ich bin damit alleine. Die wenigen Freundinnen, die derzeit auch schwanger sind, leiden unter Komplikationen oder müssen gar liegen. Das tut mir weh und macht mir fast ein schlechtes Gewissen. Und viele, die mir zuerst sagten, sie hätten eine gute Schwangerschaft gehabt, gestanden mir jetzt während meiner letzten Wochen, dass sie am Schluss doch noch eine Komplikation gehabt hätten.

Natürlich ist das in vielen Fällen gerechtfertigt. Fakt ist trotzdem: Schwangerschaften werden heute pathologisiert und zelebriert – als Krankheit, als «spezieller Zustand». Und wenn man nicht wie ich eine pragmatische Ärztin hat und seinen eigenen Verstand einsetzt, kann man sich schon ziemlich reinreiten: Es gibt im Internet so viele Tipps und Infos zum Verlauf, dass einem schlecht wird. Zudem gilt man ja, wenn man wie ich mit 35 schwanger wird, auch bereits als Risikopatientin.

Wenn man also nichts hat und man die Schwangerschaft auch nicht gross sieht, scheint das fast verwirrender zu sein. Good news is no news. «Was, du bist schwanger?!», fragten mich bis vorletzte Woche noch Leute. «Man sieht ja gar nichts! Du bist ja gar nicht aufgequollen!» Wer sagt denn, dass man etwas sehen muss? Jede Schwangerschaft verläuft so individuell wie die Menschen, die ein Kind erwarten.

Ausser, dass ich einen Bauch bekommen habe, erinnere ich mich nicht an grosse Veränderungen. Ich hatte deshalb auch nichts zu erzählen (und möchte betonen, dass ich für diesen Bericht angefragt wurde). Immer wieder sehe ich in der Stadt eine Frau in anderen Umständen, die sich durch die Stadt schleppt, und denke: Die Arme ist schwanger. Dabei bin ich es ja selbst! Kann es denn sein, dass ein entspanntes Verhältnis zur Schwangerschaft einen direkten Einfluss auf diese hat? Für mich jedenfalls ist alles eine positive Überraschung.

Ich weiss, ich habe Glück gehabt. Eine Schwangerschaft ist eine Katze im Sack – wie auch ein Kind: Man weiss nicht, was man kriegt und wie es sich entwickelt. Ich habe auch einen riesigen Respekt vor der Geburt. Und nur weil es mir gut ging, heisst das nicht, dass diese ideal über die Bühne gehen wird. Ich weiss aber, dass ich dank meinem Zustand so viele gute Glückshormone zum Baby schicken konnte wie nur möglich. Weil ich mir nie Sorgen machte.

Dass ich jetzt zu guter Letzt wegen meiner Gesundheit bestraft werde, nehme ich knirschend hin: In der Schweiz wird man ja im Vergleich zu anderen europäischen Ländern nicht 6 bis 8 Wochen vorab in den Mutterschaftsurlaub geschickt, sondern hat bis zum letzten Tag zu arbeiten – es sei denn, man wird wie die meisten Schwangeren irgendwann krankgeschrieben.

Ansonsten hat man im Büro zu sitzen, bis die Fruchtblase platzt. Das mag eine pragmatische Haltung sein, weil von der Annahme ausgegangen wird, dass Schwangersein kein Krankheitszustand ist. Allerdings ist der Bauch so gross, dass man kaum Sitzen kann. Ich habe mich also nach langem Ringen dazu entschieden, noch ein paar übrige Ferientage einzugeben. Ich rechne es meinen Büro-Gspäändli aber hoch an, dass sie mir im Notfall im Sitzungszimmer eine «Entbindungsstation» mit Tüchern eingerichtet hätten.

Denn auch wenn man fit ist, gibt es doch das Bedürfnis, mal ein paar Tage innezuhalten, um zu realisieren, was da auf einen zukommt. Und vielleicht wäre es auch mal an der Zeit, endlich einen Namen zu finden und noch den Stubenwagen zusammenzubauen. Dazu kam ich nämlich nicht. Um ein Kinderzimmer einzurichten, reicht es sowieso nicht mehr. Aber da hatte ich auch nie Lust darauf. Vielleicht buche ich doch noch einen Flug nach New York.

claudiaschmid* Claudia Schmid ist Redaktorin bei der «SonntagsZeitung» und schreibt regelmässig für den «Tages-Anzeiger» und den Kunst-Blog Private View.

97 Kommentare zu «Die unbeschwerte Schwangerschaft»

  • Nadine sagt:

    Liebe Frau Schmid, sie schreiben mir aus der Seele. Erlebe aktuell meine zweite Schwangerschaft so ziemlich ähnlich wie sie das beschreiben. Besonders allergisch bin ich auf den Kommentar: „komm ich helfe dir, du darfst doch nichts Schweres heben…“ (und das wenn ich mit der Laptoptasche rumgehängt ins Office laufe…) Weiterhin alles Gute und ein schönes Geburtserlebnis. (BTW: meines war beim ersten Kind nach super Schwangerschaft ganz toll und ohne Komplikationen)

  • leila sagt:

    Einige Betriebe ziehen die letzten beiden Wochen Krankschreibung vor Geburt am Mutterschaftsurlaub ab. Ich bekam während des Mutterschaftsurlaubes den entsprechenden Brief, dass mein Mutterschaftsurlaub deswegen früher aufhört.
    Seien Sie dankbar für Ihre komplikationslose Schwangerschaft – und gehen Sie davon aus, dass ganze viele andere Frauen ebenso positiv und unbeschwert eingestellt sind wie Sie und trotzdem mit einigen Zimperchen, Übelkeiten bis richtig taffen Beschwerden ihre Schwangerschaft verbringen. Eine gute Einstellung ist immer hilfreich, aber sie kann nicht alles verhindern.

    • Hans Dampf sagt:

      Wenn ich Sie wäre würde ich schnur stracks zu ihrem Rechtsschutz oder der Beratungsstelle ihres Berufsverbands oder Gewerkschaft gehen. Das ist nämlich nicht zulässig. Krank geschrieben mit Arztzeugnis ist gleich zu behandeln wie bei Krankheit oder Unfall und hat mit den 14 Wochen Mutterschaftsurlaub nichts zu tun. Dieser beginnt zu laufen zum Zeitpunkt der Geburt. Die ersten 8 Wochen nach der Geburt dürfen Sie zudem gar nicht arbeiten. Informativ ist diesbezüglich auch die Broschüre des SECO (zum Herunterladen auf dessen Webseite).

      • Andrea sagt:

        Hans Dampf, das stimmt so nur halbwegs. Wenn der AG z.B. 16 Wochen bezahlten Mutterschaftsurlaub gewährt darf er bei Krankheit die letzten 2 Wochen an den Mutterschaftsurlaub anrechnen, wenn es so in den Arbeitsbestimmungen steht. Er unterschreitet die oblig. 14 Wochen dann nicht.

      • Hans Dampf sagt:

        @ Andrea: Stimmt. Aber nur wenn die Krankschreibung vor der Geburt wegen Schwangerschaftsbeschwerden erfolgt. Ist es zB wegen einer Grippe gilt das schon wieder nicht mehr unbedingt so (zB bei den Kantonsangestellten in ZH). Und es gilt auch nur für die Wochen, die der Arbeitgeber über das Gesetzliche Minimum von 14 Wochen heraus gibt. Dann kommts nämlich auf dasselbe heraus (AN abwesend, Betrieb bezahlt). Vorsicht gilt zudem mit solchen Regelungen, wenn der Geburtstermin dann später als errechnet ist. Dann fällt man in ein unbezahltes Loch. Alles komplexer als 500 Zeichen. Darum habe ich geschrieben, sie solle sich von Profis beraten lassen, die auf ihrer Seite stehen (Was auf ein HR ja nie zutrifft).

  • Eduardo sagt:

    Eine pfeiferauchende Frau ist das Maximum an Unattraktivität und Unappetitlichkeit (ein Mann natürlich ebenso, aber um Männer geht es hier ja nicht). Die große Freiheit in der Schwangerschaft soll sich also auch auf das Rauchen und womöglich auf das Trinken von Alkohol erstrecken, oder wie ist das Bild zu verstehen?

    • Martin sagt:

      Eduardo, schreiben Sie doch nicht so was! Ich habe das selbe auf Seite 1 geschrieben und wurde sofort von Ann und Franka Ebi darüber belehrt, dass ein Mann nicht ständig die Frauen bevormunden soll!
      Wir Männer müssen danach einfach bloss für das geistig oder körperlich behinderte Kind bezahlen, aber so was ist ja „sozial“…

      • Feli sagt:

        Das ist ein FILM!!! (Juno) würde auch in der Bildunterschrift stehen!
        Die Frau im Bild raucht nicht wirklich sie hat Pfeife nur in der Hand, weil sie die gefunden hat!
        Es geht im Film darum dass sie ungewollt schwanger wird und trotzdem während der Schwangerschaft und auch danach glücklich. Und ich denke das ist die aussage des Films!
        Und wenn Sie Martin ein geistig/körperliches Kind gezeugt haben zahlen sie dafür und wenn Sie ein gesundes Kind gezeugt haben auch! Das gehört dazu!

  • Mario sagt:

    Jede Frau muss das Recht haben über ihre eigene Lebensgestaltung und über ihren eigenen Körper zu bestimmen. Daran habe ich keinen Zweifel. Entscheidet sie Mutter zu werden , ist das ihr gutes Recht und ich wünsche ihr eine beschwerdenfreie Schwangerschaft und eine möglist unkomplizierte Entbindung und viel Freude an ihrem Kind. Ich habe auch durchaus Verständnis für ihre Emotionalität wahrend und nach der Schwangerschaft.
    Warum aber muss die Erfüllung ihres ureigensten Wunsches ein Kind zu haben von allen andern mitgetragen werden ? Ist es denn so wichtig dass wir den 7 Milliarden Menschen auf der Welt noch einen mehr zufügen ? Verdient die kinderlose Marathonläuferin nicht das gleiche Verständnis für ihre Beschwerden und die gleiche Unterstützung bei der Erfüllung ihres eigenen Ziels

  • Dieter Neth sagt:

    Nur so zum Vergleich! Im in vielen Bereichen rückständigen Mexiko bekommen Schwangere 7 Wochen bezahlten Urlaub vor und 7 Wochen nach der Geburt, also insgesamt 14 Wochen. Alles aufs Mal ausbezahlt, übrigens. Väter gehen leer aus – und hatten zumindest in den Neunzigern auf der Geburtsabteilung nichts zu suchen! Gefragt war ich dann aber beim Bezahlen der Rechnung. Ferien gibt es dort ganze 8 Tage. Pro Jahr. Zum Glück war ich bei den Geburten meiner 3 Töchtern gerade ohne Job! Meiner Frau ging es übrigens wie der Autorin, Null Beschwerden ausser seltsamen Gelüsten. Auf Glace! Ihre Einstellung war immer, dass Frauen für sowas eingerichtet sind. Die erste Schwangerschaft war über den Hochsommer, kann man sich in Nordmexiko etwa wie Dubai vorstellen, nur dass die Luft trockener ist.

  • Sepp Schmutzli sagt:

    Ich wollte schon unzählige Male – auch einmal schwanger werden. Leider gelang es mir nie; wie ich mich auch immer anstrengte. Das muss wohl an gewissen Animositäten oder eben an der Anatomie liegen. Nur, in Genderzeiten wurden die Geschlechter ja quasi abgeschafft. Ich finde das ungerecht.

  • Melody sagt:

    Wow. Heutzutage gönnt man einer schwangeren Frau, die sowieso voller komischer Hormone im Körper ist und Stimmungsschwankungen hat, und sogar vielleicht noch andere Probleme, nicht einmal mehr, darüber zu reden. Muss also eine Schwangere still sitzen und darf nichts sagen? WENN es eine Zeit im Leben einer Frau gibt, die ihr das Recht gibt, zu jammern wie viel sie möchte, dann ist es die Schwangerschaftszeit! Seid locker und kommt mal von eurem hohen Ross runter. Habt ein wenig Mitgefühl und Verständnis. Man muss nicht immer so ernst durchs Leben gehen und alles und jeden kritisieren. Ich war eine ganz typische Schwangere (aufgebläht, konnte kaum laufen und schlafen) und habe auch darüber gemotzt, was ein wenig geholfen hat.

  • Anya Mueller sagt:

    Ich glaube, es ist wie bei anderen Dingen: Man hoert halt am meisten von denen, die Probleme oder Komplikationen haben oder einfach gerne jammern, um Aufmerksamkeit zu erhalten (davon hatte ich in meiner Bekanntschaft leider auch zur Genuege! Sooo muehsam!). Und von all denen, denen es gut geht, hoert man nicht viel, weil sie ja eben nicht viel zu erzaehlen haben. Umso angenehmer, mal einen positiven Erfahrungsbericht zu hoeren! Erfrischend und ermutigend! Herzlichen Dank & alles Gute!

  • Christkind sagt:

    Und nach dem viel zu kurzen Mutterschaftsurlaub (da sind erst grad die 3-Monatskolliken durch und das Baby braucht die Mutter noch völlig), gehts schon wieder weiter im Hamsterrad.
    Eltern wehrt euch! Die Schweiz könnte sich Mutterschutz UND bezahlte Elternzeit leisten.
    Dann hätten wir wieder Zeit für Babies. Dann gäbe es mehr als 1.5 pro Kind. Weniger Burnouts bei Eltern. Und die Generation 50plus hätte auch was davon: In den Augen der Arbeitgeber wären diese wieder wertvoller, da sie nicht mehr wegen Elternzeit 1-3 Jahre ausfallen könnten!
    Die Rushhour des Lebens (Karriere,Kinder,pflegebedürftige eigene Eltern) würde etwas entschleunigt.
    Frauen könnten einfacher länger stillen. Die WHO empfiehlt weltweit bis zum 2. Geburtstag zu stillen. Das würde Millionen Gesundheitskosten sparen!

  • Christkind sagt:

    Lasst uns doch mal über das Thema Mutterschutz in der Schweiz reden (nicht hier -DRAUSSEN auf den Spielplätzen, Pausenhöfen, Elternabenden).
    Es wäre schön, wenn man nicht bis zu den Wehen arbeiten müsste. Wenn krankgeschriebene Schwangere kein schlechtes Gewissen haben müssen weil sie doch „nicht krank sondern nur schwanger sind“. Der Organismus der Schwangeren leistet so viel. Es ist ein Marathon, was der Körper da vollbringt. Im Inneren und ohne gross Lärm zu machen, aber schwanger sein ist eigentlich schon Arbeit genug. Und wenn das Baby da ist, ist man anfangs stundenlang mit Stillen, Baby versogen etc beschäftigt und kommt sonst zu kaum was. Da ist man froh, wenn man wie in Deutschland vor der Geburt paar Wochen Zeit hat, alles vorzubereiten, Kraft zu tanken.

  • Christkind sagt:

    Liebe Frau Schmid,
    schön, dass Sie so eine sorglose Schwangerschaft haben. Ich freue mich für jede, die das erleben darf. Aber mit Einstellung hat das wohl weniger zu tun, als man sich einbildet (typisch westlicherMachbarkeitswahn). Zu Beginn hatte ich auch so ne tolle Schwangerschaft und meinte schon es liege an meinem gesunden Lebensstil, der Freude, Einstellung etc. Dann plötzlich Komplikationen,vorzeitige Wehen (woraufhin wiederum andere meinten, das läge an mir, ich sei zu perfektionistisch,zu angespannt, zu viel arbeitend oder weiss was… ). Alter,Fitness, gesunder Lebensstil (auch mental) sind wichtig und bilden eine gute Grundlage für ein gesundes Baby, aber nicht alles liegt in unserer Hand! Manches ist einfach Lotterie. Geniessen Sie Ihren Schwangerschafts-Sechser! 🙂

  • Verena Schurter sagt:

    Die meisten Schwangerschaften sind ziemlich beschwerdefrei. Ich finde es gut, dass man auch einmal von einer erfreulichen Schwangerschaft hört. Es ging mir während allen dreien sehr gut und ich kann der Schreiberin gut nachfühlen, was die überwiegend negativen Berichte in einem bewirken. Es ist ein natürlicher Vorgang, welcher von der Medizin heute überversorgt wird. Mühe habe ich auch mit Männern die meinen, den Frauen Ratschläge punkto Ferienbezug vor der Geburt zu geben. Waren die einmal schwanger, dass sie wissen wie man sich fühlt? Es gibt nicht nur Risikoschwangerschaften, lasst euch nicht Angst einjagen. Wünsche ihnen eine gute Geburt und viel Freude mit dem Neugeborenen.

    • Sportpapi sagt:

      „Mühe habe ich auch mit Männern die meinen, den Frauen Ratschläge punkto Ferienbezug vor der Geburt zu geben.“ Das verstehe ich jetzt nicht. Weshalb sollten Männer dazu Rat geben? Und wenn sie es tun, was soll daran falsch sein?

  • OT sagt:

    … Wenn man sie noch nie gehabt hat.

  • OT sagt:

    Tja, liebe Autorin, dann sind Sie eine Powerfrau, nicht wahr? Alles eine Einstellungssache, nicht wahr? Die SS wird hysterisch gemacht, etc. Dass Sie mit solchen Worten mir gerade eine Klatsche verabreicht haben, ist Ihnen wohl nicht bewusst. Wie gerne hätte ich eine solche SS gehabt wie Sie (und jetzt jammern Sie auch noch, weil Sie bis zum Schluss im Büro sitzen müssen)! Ich habe mich aufgrund Cholestase blutig gekratzt, konnte nie länger als eine Stunde schlafen, musste Angst haben, dass mein eigener Körper mein Kind tötet. Aber das war wohl Einstellungssache, oder? Wäre ich cool geblieben, hätte ich keine Beschwerden gehabt, nicht wahr? Und nein, es ist auch nicht Einstellungssache, wie man mit Beschwerden umgeht. Man sollte nicht über Beschwerden und den Umgang mit ihnen urteilen,

  • dres sagt:

    Also ich fand die Schwangerschaft beide Male ziemlich anstrengend.

  • Lisa sagt:

    Ich selbst habe zwei Fehlgeburten und eine späte Totgeburt hinter mir, letztere verbunden mit Komplikationen, die für mich hätten lebensgefährlich sein können. Nun bin ich zum 4. Mal schwanger, und galt und gelte wegen der Vorgeschichte und meines Alters als „Hochrisikoschwangere“. In Bezug auf die üblichen Beschwerden, mit denen eine Schwangerschaft einhergeht, teile ich trotzdem gerade wegen meiner Vorgeschichte die Ansicht der Autorin: eine Schwangerschaft ist keine Krankheit, und wer sich ständig in Internetforen oder im Bekanntenkreis über Krampfadern, Hämorrhoiden, Fressgelüste u.ä. austauscht, der tut sich und seinem Umfeld nichts Gutes. Etwas mehr Demut halte ich dennoch für angebracht – die komplikationslose Schwangerschaft ist jedem zu wünschen, aber niemandes Verdienst.

    • Manuela sagt:

      Das ist doch genau die Frage: Worum geht es wirklich? Jammern und Klischees herumtragen kann ja nicht Inhalt von Fragen um Schwangerschaft sein. Man sollte sich mit Frauen, denen es sehr gut geht von Herzen freuen und für jene, die Unterstützung und Rücksichtnahme in erhöhtem Masse brauchen, dieses auch zugestehen – ohne Bedingungen oder Kommentare. Durch allgegenwärtiges Getue und Zelebrieren wird Differenzierung immer schwieriger. Wie ernst muss man welche Aussage welcher Schwangeren nehmen? Diese Frage wird auch für Experten immer schwieriger.

    • 13 sagt:

      Lisa, ich wünsche Ihnen zuerst einmal alles Gute für die 4. Schwangerschaft und dass Sie bald ein gesundes Kind in den Armen halten.

      Es ist sicher richtig, dass eine komplikationslose Schwangerschaft kein Verdienst ist. Wo ich aber mit der Autorin einig gehe, ist dass man eine Beschwerde je nach Einstellung anders empfinden kann. Die Beschwerde selber sind nicht von der Einstellung abhängig, aber wer sich von der Übelkeit am Morgen den ganzen Tag beeinflussen lässt, der empfindet sie als schlimmer als diejenige, die sich um 10.00 Uhr sagt: „Gut, das wäre dann vorbei, lass uns weitermachen.“

      • mila sagt:

        Aber, 13, die Autorin hatte doch überhaupt keine Beschwerden… Wie will sie da beurteilen (können), ob sie dann noch durchweg gleich ‚positiv‘ eingestellt reagiert hätte (und ob dies einen Einfluss auf die gemachte Schwangerschaftserfahrung, subjektiv wie objektiv, gehabt hätte)?

        So lange alles ‚easy‘ läuft, kann man gut und gerne propagieren, dass vieles Einstellungssache sei. Mit Fug und Recht (von sich) sagen kann man es erst, wenn man eine gegenteilige Erfahrung gemacht – und gemeistert – hat. Ich denke, dass ist der Kern des Anstosses für so manche hier.

  • mira sagt:

    Ich hatte auch zwei unkomplizierte Schwangerschaften – dass ich schwanger war, sah man mir nur von der Seite an. Dafür waren die Geburten umso schlimmer… Zum Glück vergisst man mit der Zeit 🙂
    Beim ersten Kind habe ich auch bis kurz vor dem Termin gearbeitet. Im Nachhinein denke ich, wie bescheuert war ich denn?! Man arbeitet noch ein ganzes Leben lang, und wirklich wichtige Ereignisse gibt es nur selten. Irgendwelche Projektbesprechungen und Abgabetermine gehören sicherlich nicht dazu! Geburt aber würde ich als so ein Ereignis bezeichnen. Warum denn nicht auch zeitlich das Gewicht geben, das es verdient?

    • Andrea sagt:

      Wenn Sie in dieser Zeit Ferientage beziehen oder unbezahlt Urlaub nehmen, bin ich mit Ihnen einverstanden.

      • mira sagt:

        Das zweite Kind habe ich in Deutschland gekriegt. Dort bekam ich von meiner Chefin sechs Wochen vorher ein klares Arbeitsverbot „ich will Dich hier nicht mehr sehen“. Es fiel mir damals schwer, rückblickend bin ich jedoch sehr dankbar darüber.
        Wäre ich nochmals in der Schweiz, würde ich mich krankschreiben lassen. Die paar Wochen (müssen ja nicht gleich 6 sein) sind auf ein Arbeitsleben gesehen ein lächerliches Nichts. Weder finanziell noch Karriere-technisch.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Der Bauch ist so gross dass Sie kaum noch sitzen können,
    und dennoch wurden Sie bis vorletzte Woche gefragt, „was? wirklich schwanger? Man würde ja gar nichts sehen?“

    Vielleicht hätten Sie sich eine Babypuppe vornedran binden sollen…

    • Madeleine sagt:

      Über diese Passage bin ich auch gestolpert! 🙂
      Es ist schön, dass es der Claudia so gut geht – aber der ganze Artikel ist mir ein bisschen zu viel von „ich bin so toll und entspannt“ – ich glaube, man hätte das Ganze auch in einem 3Zeiler unterbringen können!

  • Andrea sagt:

    Liebe Claudia
    Auch bei mir ist es in 2 Wochen soweit und ausser weniger Zipperlein geht’s mir ähnlich wie dir. Ein Mutterschaftsurlaub, der 2 Wochen vor ET beginnt, wäre begrüssenswert, denn das Tempo wird doch langsamer und Innehalten ist schlecht möglich. Bei mir kommt noch dazu, dass ich mich doch ständig fürchte, das Kind könnte zu früh kommen und ich bis dahin Projekte noch nicht abgeschlossen habe… Auch in meinem Umfeld liessen sich div. krankschreiben (ja, LIESSEN!). Stress angeben und Jammern und schon ist das Zeugnis da ( Nat. mein3 ich damit nicht Schwangere mit Komplikationen.). Das finde ich ggü Schwangeren, die bis zuletzt ihre beruflichen Verpflichtungen ernst nehmen, nicht fair.
    Claudia, ich wünsche dir trotzdem ruhige letzte Tage und dann eine komplikationslose Geburt!

    • Manuela sagt:

      Es ist v.a. den Schwangeren gegenüber, die wirkliche medizinische Komplikationen haben nicht fair. Missbrauch des Systems hat nämlich zur Folge, dass Arbeitgeber nicht differenzieren können und somit einfach jeden für einen ‚Simulanten halten‘. Es gibt jedoch Frauen, die tatsächlich körperlich nicht mehr voll leistungsfähig sind. Die werden dann nimmer als solche wahrgenommen und es wird keine Rücksicht mehr genommen, weil ‚eh jede jammert, solbad sie schwanger ist‘. Sehr blöd für Betroffene, egal welche Leistung sie vorher erbracht haben.

      • Andrea sagt:

        Es ist beiden gegenüber nicht fair. Ich wurde z.B. ab Bekanntgeben der Schwangerschaft damit konfrontiert, dass ich ja wohl eh bald ausfallen würde und bekam das auf verschiedenen Ebenen richtig zu spüren, eigentlich sogar bis jetzt, obwohl ich noch keinen einzigen Tag krank oder abwesend war seit der Schwangerschaft.

      • Manuela sagt:

        Ja eben, man wird abgeschrieben, aber nur, weil einige das Bild von Schwangerschaft verzerren. Mir sind beide Seiten passiert – völlig undifferenziert – und dann soll ich auch noch solidarisch sein mit Schwangeren, die mir erzählen, sie seien froh jetzt nimmer arbeiten zu müssen, weil ihr Chef so anstrengend sei. Die jammern nämlich am lautesten und werden dann als Maßstab angesetzt und man selbst sitzt daneben und fragt sich, was man falsch gemacht hat.

  • Manuela sagt:

    Sie haben recht, es wird viel pathologisiert und so lange untersucht, bis man irgendwas findet. Mich nervt das tierisch.
    Beim 1. Kind fragte ich mich, was das ganze Getue soll. Ich hatte zwar Übelkeit, aber empfand das als normal. Ich hab bis 4 Stunden vor Fruchtblasenplatzen gearbeitet und zwar problemlos und gerne.
    Nun bin ich zum 3. Mal schwanger und mir geht es furchtbar. Das ging mal gar nicht so spurlos an mir vorbei, wie Nr.1. Und genau für solche Fälle gibt es eigentlich die Möglichkeit sich freistellen zu lassen. Wenn Frau wirklich medizinische Probleme bekommt, in die Klinik muss etc.
    Also seien Sie froh, wenn’s gut lief. Mal ist es so, mal so. Man muss nur anerkennen, dass es nicht immer gleich läuft. Differenzieren ist aber nicht jedermanns Sache.

  • diva sagt:

    liebe autorin, sie sind nicht allein. ich war mit 36 schwanger und es war die pudelwohlste zeit meines lebens. am tag vor der geburt half ich noch meinem chef das büro zügeln und am wochenende davor fröhnte ich noch meinem hobby, welches nach gängiger meinung nichts für schwangere ist: auto restaurieren.
    es war herrlich. es war herrlich nichts mehr «sein» zu müssen. quasi figur-, styling- und essenmässig «aus dem rennen zu sein» und… ich war alleinerziehend schwanger. musste also nicht noch die bedürfnisse eines partners rücksicht nehmen. es war einfach herrlich! ich verfügte über ungeahnte kräfte in jeder hinsicht. ich empfand die farben, die gerüche (leider auch die negativen), alles viel intensiver und später meine tochter, das hört sich wie auf dope… :-)) war aber so!

    • Anh Toàn sagt:

      Schwangere und Frauen kurz nach der Geburt sind auf dope. Ich sehe oft welche mit derart verklärtem Blick und seligem Grinsen, dass ich denke, den Stoff will ich haben!

      Ich denke, der weibliche Körper produziert diese Droge, um die Geburtsschmerzen erträglich zu machen.

  • Papperlapapi sagt:

    „Kann es denn sein, dass ein entspanntes Verhältnis zur Schwangerschaft einen direkten Einfluss auf diese hat?“ Nein, kann es nicht. Manche charakterlich an sich sehr entspannte Frauen haben fürchterliche Übelkeit die ersten 3 Monate, andere eine zu weit vorne liegende Plazenta, die sie zu monatelangem Liegen zwingt, andere gefährlichen Schwangerschaftsbluthochdruck, der in frühzeitiger notfallmässiger Entbindung enden kann, oder andere Komplikationen. Zum Glück verlaufen die meisten Schwangerschaften mehr oder weniger unkompliziert und ich mag Ihnen ihre komplikationsfreie von Herzen gönnen. Sie deuten aber an, dass Frauen mit Komplikationen halt ein wenig zu unentspannt an die Sache herangehen, was falsch und unfair ist. Es ist Schicksaal, Glück, Zufall….

  • Martin Frey sagt:

    Glück zu haben ist keine Leistung. Obwohl die Schwangerschaft noch nicht ganz zu Ende ist, denkt die Autorin offenbar schon, dass sie mit dem Finger auf andere zeigen soll die Schwangerschaften „pathologisieren und zelebrieren“. Eine derart unproblematische, kaum spürbare Schwangerschaft ist nicht die Norm und hat auch nichts mit eigener Ungezwungenheit und Souveränität zu tun, sondern ist eben einfach nur Glück. Um dies richtig einschätzen zu können bräuchte es etwas Demut.
    Wobei, so cool und pragmatisch sein zu wollen und dann trotzdem zu begrüssen, wenn im „Sitzungszimmer eine «Entbindungsstation» mit Tüchern eingerichtet“ wird, ist nach meinem Empfinden widersprüchlich, lächerlich. Wahrscheinlich wäre die Energie doch besser für die überfälligen Vorbereitungen zuhause investiert.

    • Muttis Liebling sagt:

      Na ja, was erfährt man aus Erfahrungsberichten. Nichts oder überhaupt Nichts?

      Die Invarianten kennen wir ja alle. Schwangerschaft ist ein normaler Ausnahmezustand, aber keine Krankheit. Ärzte kümmern sich trotzdem um Schwangerere, weil das handwerklich nahe liegt. Bis vor 150 Jahren gehörte Geburtshilfe nicht zur Medizin und eigentlich gehört sie da auch nicht hin.

      Trotzdem herrscht international Konsens, dass eine Schwangere 6 Wochen vor Geburt nicht mehr arbeiten geht, selbstverständlich voll bezahlt, wenn sie einen Arbeitsvertrag hat. Aber die Schweiz ist für soviel Sozialität zu arm, dass können sich nur Staaten wie Polen oder die Slowakei leisten.

      • Martin Frey sagt:

        Schon richtig, ML. Persönlich habe ich einfach etwas Mühe damit, wenn eine Journalistin kommt und aufgrund einer eigenen, nicht mal abgeschlossenen Einzelerfahrung sagt: „so ist es“. Und denkt, sie hätte das verdient weil sie was richtig gemacht habe.

      • Sportpapi sagt:

        @ML: 1. ist es ein persönlicher Erfahrungsbericht und nicht „so ist es“. (ausser Sie meinen das pathologisieren. Das ist dann eine persönliche Meinung…). Und 2. Schreibt sie selbst, sie hätte Glück gehabt. Absolut klar und deutlich. Nichts von verdient. Aber das man das Glück teilweise auch etwas beeinflussen kann, das glaube ich auch.

      • Christkind sagt:

        Danke ML! Meiner tochter und allen nächsten Generationen wünsche ich, dass sie nicht bis zum Blasensprung arbeiten müssen. Die Autorin kommt mit dem bauch schon fast nicht mehr an den Bürotisch. Es gibt auch viel Schwangere, die noch stundenlang stehen müssen im Job. und viel wären froh, vor der Geburt innehalten zu können, noch alles vorbereiten, bevor dann ein Neugeborenes den alltag auf den Kopf stellt.

      • Manuela sagt:

        MF, ist schon klar, wenn man eine Argumentation nicht hören mag, geschweige denn sich damit mal auseinandersetzen, dann sagt man einfach: ich glaub dir nicht. Das löst echt ne Menge Probleme.

        Doch, es ist mir genauso passiert, im Übrigen bin ich auch so von Hebammen angegangen worden, denn es ging eben eigentlich nie um mich, sondern einerseits um Geld – Geld spielt beim Kinderkriegen für Ärzte und Firmen eine tragende Rolle. Andererseits geht es um Macht. Wer hat die Deutungshoheit über meinen Körper, mein Befinden, meine Psyche?
        Und so, wie Sie mir absprechen, hier wahrheitsgemäss zu berichten, so spricht mir der Arzt ab, zu wissen was mir gut tut und wie es mir und dem Kind geht.
        So, wie Sie mir unterstellen zumindest zu übertreiben, so unterstellt mir mein Arbeitgeber das auch.

      • Martin Frey sagt:

        Ich habe nicht gesagt dass ich Ihnen grundsätzlich nicht glaube, Manuela, Sie sind selber aber derart voller Emotionen, Unsachlichkeit und Unterstellungen, dass ich Sie lediglich um die Präzisierungen und Erklärungen gebeten habe die Sie in Aussicht stellten. Sie müssen das nicht tun.
        Weiterführende Erklärungen die sich lediglich auf Ihre Annahmen und Befindlichkeit beschränken sind ansonsten nicht sehr zielführend.

    • Manuela sagt:

      Na kommen Sie, es wird sehr viel um Schwangerschaft zelebriert – vor allem beim ersten Kind. Und es wird einem viel aufgeschwatzt, was vielleicht für die eine ok ist, zur anderen aber gar nicht passt.
      Zudem steht nie die Schwangere im Blick, sondern immer das Baby – v.a. bei Ärzten, die aber im Regelfall gar nix machen können, sollte beim Baby was nicht stimmen. Das ist schon unschön, weil keiner sagt: Iss, was du verträgst, tu, was dir gut tut etc. Es Hagel nur: du musst, du darfst nicht… und wenn man einen blöden Arzt hat, der nur Bedrohungen aufbaut, dann hat man eigentlich keine Chance auf eine ’normale‘ Schwangerschaft. Da hat die Autorin mit ihrem Fingerzeig sehr wohl recht.

      • Martin Frey sagt:

        @Manuela: Natürlich wird viel zelebriert, aber nach meinem Empfinden darf eine Erstgebärende das auch. Schwangerschaft und Geburt sind schliesslich Urereignisse.
        Bin aber überhaupt nicht einverstanden damit, dass die Schwangere nicht im Mittelpunkt steht. Das mag für die Schwiegermutter zutreffen, bei den Aerzten stimmt das aber schlicht nicht. Dass man ein paar Verhaltensmassregeln beachten soll hat zudem nichts mit Drohkulisse zu tun sondern mit Vernunft, Verantwortungsgefühl und Wissen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Manuela

        naja, solange ich die entsprechenden Organe haben kann ich als Frau nun mal schwanger werden…, und hätte also durchaus die Möglichkeit mich mit möglichen Eventualitäten, inklusive Ärzteauswahl im Voraus zu beschäftigen. Wir leben eigentlich in informierten Zeiten und wüssten alle dass es in jeder Berufsgruppe nicht ganz so toppe VertreterInnen gibt…

      • Manuela sagt:

        @MF
        Also mir wurde von 6 verschiedenen Ärzten während 3 SS gedroht – dass mein Baby stirbt, wenn …
        ich nicht alle 4 Wo einen 4D Ultraschall mache
        ich Medikamente gegen Übelkeit nehme
        ich nicht zum CTG komme, obwohl dessen wissenschaftliche Evidenz diskutabel ist
        ich nicht einen KS machen lasse, weil das Kind 4 Wo. vor ET queer lag

        Soll ich weiter machen?
        Mit Schwangeren wird ein Machtspielchen gespielt. Wer zuerst Angst bekommt hat verloren. Und wenn man als Schwangere wirklich mal körperliche Probleme hat, dann hört man: selber Schuld, wolltest es ja so. Musste jetzt eben durch.

        Das Baby wird in dieser Gesellschaft über die Schwangere/Mutter gestellt und das ist fatal. Und diese Erfahrung mache nicht nur ich, glauben Sie mir.

      • Martin Frey sagt:

        Sie können gerne weitermachen, Manuela, obwohl ich ehrlich gesagt etwas Mühe habe mit Ihren Schilderungen. 6 verschiedene Aerzte für 3 Schwangerschaften? Und alle „bedrohen“ Sie auf dieselbe Art? Oder waren es nicht einfach Empfehlungen für die es u. U. auch gute Gründe gab?
        Um eine Aussage zu machen wäre etwas mehr an Fakten nötig.

      • Sportpapi sagt:

        Hm, Martin Frey, aber wenn es um die Schule geht, dann muss ich doch auch jede Einzelmeldung hier unbedingt ernst nehmen und keinerlei relativierende Rückfragen stellen? Glauben Sie doch, was Ihnen hier berichtet wird!

      • mila sagt:

        Ich frage mich insofern, wie ‚positiv‘ der Bericht der Autorin ausgefallen wäre, wenn sie die letzten zwei, drei Monate beispielsweise in strikter Bettruhe hätte verbringen müssen. Das wäre auch für einen nicht-hyper-aktiven Menschen wie mich ziemlich sicher eine Herausforderung geworden – zumal eine ‚psychische‘.

      • mila sagt:

        Noch eins: Auch ich habe bis zur (mittlerweile) Ende 34. Woche ’nur‘ 8-9 Kilo zugenommen (genau weiss ich es nicht, da ich mein Ursprungsgewicht vor dem dritten Monat nicht kannte, da ich mich seit Jahren auf keine Waage mehr stelle). Das Resultat ist, dass ich effektiv so aussehe, als hätte man mir eine Fussballkugel an die Mitte geschnallt… gerade bei einer kleinen Frau sieht das, zugegeben, sehr lustig aus. Aber: ich habe es nicht darauf angelegt, schon gar nicht mit meinem Essverhalten – es war schlicht (genetisches) Glück. Den Trend, Frauen weismachen zu wollen, dass sie in der Schwangerschaft überhaupt ’nicht gross zunehmen müssen‘ (respektive, nachher nach zwei, drei Monaten ihr Ursprungsgewicht zurückhaben sollten), halte ich für äusserst bedenklich.

      • Martin Frey sagt:

        „Sportpapi, was bringt dich dazu, meinen Beitr ag zu komm entieren?“
        Mir ist schon klar, dass Sie wieder auf ihrem Spitzfindigkeits-Advocatus diaboli-Provokationstrip sind. Lesen Sie dann aber bitte auch meine Kernaussage und nicht nur tunlichst an ihr vorbei.
        Notabene steht es Ihnen selbstverständlich ebenso frei, nachzufragen wenn Ihnen Ungereimheiten auffallen. Was Sie ja sowieso genüsslich zu tun pflegen.

      • Sportpapi sagt:

        Wenn es ein „Spitzfindigkeits-Advocatus diaboli-Provokationstrip“ ist, nicht in den allgemeinen Tenor einzustimmen, wenn dieser nicht gerechtfertigt ist, bitte. Ihr schiesst euch ja alle auf einen Satz ein, und blendet grosszügig aus, was sonst noch so alles dasteht. Bitte, damit seid ihr in der aktuellen Empörungskultur bestens aufgehoben.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Ma rtin Fr ey

      danke!
      Ich war erst ganz zugeneigt, so völlig locker vom Hocker, ja gibts auch und warum nicht mal auch darüber berichten? Her damit!
      Bis zu „Kann es denn sein, dass ein entspanntes Verhältnis zur Schwangerschaft einen direkten Einfluss auf diese hat? “ da hat es für mich gekippt.

      Klar hat es auch einen Einfluss, aber eben: nur a u c h, und Betroffene brauchen diese fast indirekten Mitverantwortungshinweise echt nicht zu lesen oder hören… .

      • Martin Frey sagt:

        „Bis zu „Kann es denn sein, dass ein entspanntes Verhältnis zur Schwangerschaft einen direkten Einfluss auf diese hat? “ da hat es für mich gekippt.“
        War bei mir genau gleich, Fr. Steiner. Weshalb kann man nicht einfach nur Freude am eigenen Glück haben, und dies meinetwegen auch herausschreien? Weshalb sich aufs Podest stellen wo es nichts zu stellen gibt?
        Das Bild abgerundet hat dann die Nummer mit dem Sitzungszimmer. Und mit dem Gedanken an einen Kurztrip nach NYC wenige Tage vor Geburt.
        Für mich ein Fall von „Don’t know what the hell they’re talking about“ Syndrom.

      • Carolina sagt:

        Ging mir auch so, Brunhild. Freude über eine gut verlaufende SS finde ich ansteckend und wunderbar, aber wenn dann doch der moralische Zeigefinger kommt, geht es mir wie mit den Frauen, die nichts anderes als Horrorgeschichten erzählen können. Allerdings macht man die Erfahrung vielleicht doch erst beim zweiten Kind, dass wirklich jede SS anders ist und man u.U. peinlich berührt auf die eigenen Aeusserungen zurückschauen muss. Kenne das aus eigener Erfahrung – Mann, war ich schlau bei der ersten….. 😉

      • mila sagt:

        Der Punkt ist doch der: wie (grundsatz-)’positiv‘ man mit einer Schwangerschaft umgeht, zeigt sich eigentlich erst, wenn Beschwerden oder Komplikationen auftauchen (sollten)… Ich gehe mit der Autorin einig, dass auch ich mich nach vorliegendem Testergebnis bewusst auf einen ’normalen‘ Schwangerschaftsverlauf eingestellt habe – prophylaktisch wollte ich erst mal nicht wissen, was es so an typischen Beschwerden gibt. Ich ging davon aus, dass ich mich damit zur Genüge auseinandersetzen kann, wenn der eine oder andere Fall eintritt. Damit bin ich ganz gut (und weitestgehend beschwerdefrei) gefahren – aber mir ist bewusst, dass dies keine ‚Einstellungssache‘ ist/war.

      • mila sagt:

        Die Einstellung zeigte sich tatsächlich dort, wo es z.B. um die Frage ging, wie man damit umgeht, wenn man um vier Uhr morgens nach dem letzten Toilettengang partout nicht mehr einschlafen kann. Sicher kann man sich dann im Bett wälzen, die Schwangerschaft verfluchen etc. – oder man kann die Zeit nutzen, um zu lesen. Und mit etwas Glück schläft man um sechs noch einmal für ein gutes Stündchen ein…

        Zudem, für mich selbst gesprochen: ich bin prinzipiell dankbar dafür, dass mir die Schwangerschaft ein neues Verhältnis zu meinem Körper aufgezeigt hat – trotz ‚Normalverlauf‘ habe ich sie doch als einen spezielleren ‚Umstand‘ erlebt, in dem ich auch mich auch mal einfach nur aufs Sofa fläzen konnte, ohne den Eindruck zu haben, noch dies oder das erledigen (oder erleben) zu müssen.

      • mila sagt:

        In diesem Sinne war sie eine sehr körper-, aber auch bewusstseinsintensive Erfahrung, die ich nicht um den Preis totaler, ‚aktiver‘ Fitness bis zum Schluss (siehe ‚Sport, Velo fahren, Ausgang, Freunde treffen, schreiben‘ – das alles läuft niemandem davon) missen wollen würde. Eine Erfahrung, wenn man so möchte, in Gemächlichkeit.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Gemächlichkeit ist gut. Aber einige fühlen sich halt schlicht nur wohl, wenn sie sich regelmässig – und auch einigermassen intensiv – bewegen können.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: „Klar hat es auch einen Einfluss“ aber: sagen darf man es nicht, weil andere das dann als persönlichen Angri ff aufnehmen?
        Ich für meinen Teil bin überzeugt, dass es hilft. Nicht mehr und nicht weniger. Trotzdem kann man Pech haben. Und auch das steht da.

      • Carolina sagt:

        SP, lassen wir doch die üblichen Haarspaltereien und das Anspringen von Dir auf Triggerworte wie Bewegung…. Mila hat von sich berichtet und u.a. davon, dass ihre Schwangerschaft für sie Anlass ist, sich zumindest für eine Weile aus der üblichen Hektik herauszunehmen – legitim, oder? Niemand, wirklich absolut niemand hat hier irgendetwas davon gesagt, dass Bewegung ein no-go sei – im Gegenteil, jede, wie es für sie stimmt.
        Ein paar von uns nervt lediglich, dass es (hauptsächlich) Einstellungssache sein soll, wie eine Schwangerschaft verläuft.

      • mila sagt:

        SP: Ich hatte während der gesamten Schwangerschaft einen enormen (und in diesem Ausmass unüblichen) Spazierdrang. Bin auch im Sommer regelmässig geschwommen. Aber eben, immer in dem Tempo, in dem ich mich jeweils gut dabei fühlte (das Spazieren kam mit den Monaten von einem Flott- zum Trott-Tritt). Andere brauchen/vertragen ein ‚intensiveres‘ Bewegungsmass – aber was, wenn der körperliche Zustand (medizinische Indikation) es irgendwann nicht mehr erlaubt? Wird dann die Schwangerschaft zum persönlichen ‚Horrorerlebnis‘?

        Das meinte ich damit, dass die Einstellung (und Erfahrung) erst dann wirklich auf den Prüfstand gerät, wenn es nicht (mehr) immer so problemlos läuft.

      • Sportpapi sagt:

        Caro, was bringt dich dazu, meinen Beitr ag zu komm entieren? Ich habe eine Stellungnahme abgegeben, und dabei niemanden angeg riffen. Das ist doch ebenfalls legitim, oder?
        Aber zu Triggerworten: Üblich? Haarpaltereien? Hauptsächlich (?!)

      • mila sagt:

        Zwei Kommentare, die hierher gehören, sind eine Lesespur weiter nach oben verrutscht…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi

        voll in Fahrt wieder mal???
        Bitte sehr wenn Sie denn möchten…

        erstens: irgendwelche stichhaltige Argumente weshalb der kritisierte Nachsatz unbedingt mit in Text rein musste?
        Das „die Freude darüber zum Ausdruck bringen“ wird dadurch nicht grösser, sondern bekommt einen schalen Beigeschmack.

        zweitens: die aufgezählten Drohungen von M., sorry, aber das können Sie wohl schlecht mit Schulerlebnissen vergleichen. Denn die Androhungen liessen sich ganz leicht überprüfen, und ehrlich gesagt, Punkt 1-3 wär ein Fall für die Patientenstelle, so dermassen von jenseits.

      • Carolina sagt:

        SP, was mich dazu bringt, Deinen Beitrag zu kommentieren?
        BS und MF haben das schon beantwortet, Du musst nur die Güte haben, es zu lesen.
        Aber ich gebe offen zu, dass Deine Spitzfindigkeiten bzw das, was MF Spitzfindigkeits-Advocatus-Diaboli-Provokations-Trips (sehr schön!) nennt, bei mir Entnervtheit triggern.

    • 13 sagt:

      Danke, Martin. Dem gibt es nichts mehr anzufügen!

    • Barbara sagt:

      Danke für diesen Kommentar. Mir fehlt die Demut im Artikel auch. Glück ist eben Glück, und eine positive Einstellung ist zwar gut, wird aber die Schwangerschaftsübelkeit und andere Beschwerden genauso wenig verhindern wie den Not-Kaiserschnitt. Alles Gute der Autorin für die Geburt. Auf dass diese möglichst komplikationsfrei vonstatten gehe!

      • Manuela sagt:

        Das klingt eher wie eine Drohung, denn wie ein echter Wunsch.

      • Valeria sagt:

        Einmal mehr erstaunt mich das Niveau der Diskussionen hier im Mamablog. Als Ärztin muss ich hier symbolisch meinen Hut ziehen…

        PS: Meine beiden Schwangerschaften waren absolut komplikationsfrei und gerne hätte ich das Privileg einer schnellen und schönen Geburt gehabt. Hab ich aber nicht. Aber dafür das Glück, dass ich dank Kaiserschnitt zwei gesunde Kinder in meine Arme schliessen kann.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Manuela 12:00

        interessant, das nun klingt wie eine Drohung?
        Kein Wunder fühlten Sie sich auch von sechs Ärzten bedroht, zumindest einigermassen nachvollziehbarer erschiene es falls Sie auch Manuela von 11:52 sind…

      • Barbara sagt:

        @Manuela: Wenn mein Wunsch als Drohung verstanden werden kann, dann tut mir das leid. Er war aufrichtig gemeint. Ich mag es jeder gönnen, wenn es wie im Lehrbuch klappt inkl. Glückshormone – gerade weil ich selbst einmal einen Not-KS mit Presswehen und einmal eine Sectio wegen BEL hatte.

    • Sportpapi sagt:

      @Martin Frey: Ich fand den Bericht eigentlich ganz erfrischend (und deckend mit dem, was ich als Begleiter erlebt habe). Ihre Vorwürfe gehen mehrheitlich ins Leere. Glück steht da, die eigene „Leistung“ nicht im Zentrum. Und mit den Fingern wird hauptsächlich auch auf die begleitenden Ärzte gezeigt, wenn schon, die eben pathologisieren. „Eine derart unproblematische Schwangerschaft ist nicht die Norm“. Voila.
      Nebenbei: Die überfälligen Vorbereitungen zu Hause kann man sich meist gut sparen.

      • Valeria sagt:

        @ Sportpapi: Es ist nun einmal die Arbeit der Ärzte, zu schauen, ob Pathologien vorliegen und gegebenenfalls zu handeln. Und manches muss man eben gezielt suchen (Bluthochdruck, Diabetes…). Das mag für eine „gesunde“ Schwangere mühsam und unnötig erscheinen, aber einen hohen Blutzuckerspiegel merkt man halt selber oft nicht.

      • Manuela sagt:

        Valeria, das Problem ist nicht die Untersuchung. Obwohl die Richtlinien in der CH da leider so sind, dass zu viele falsch positive GD diagnostiziert werden. Das Problem ist, dass die Frau dann sofort in ein Behandlungssystem gedrängt wird – auch mit Angstmache – und niemand mehr überlegt: Was heißt das jetzt für mich individuell – ist es überhaupt ein Problem? Eine Frau mit GD bekommt ein Büchlein, wo steht sie solle 6 Mal am Tag Blutzucker messen. Sie bekommt eine Diagnose: Wenn Sie sich an die Anweisungen halten, dann können Sie vielleicht ein normals Kind bekommen. Sie bekommt keine Beratung, sondern Befehle, hat Angst und ihr wird die Entscheidungskompetenz über ihr Verhalten und Körper entzogen. DAS ist das Problem. Das und die Statistik, die definiert was wann wie ein Problem ist.

      • Sportpapi sagt:

        @Valeria: Ein Gesundheits-Check und Pathologisieren ist nicht ganz das Gleiche. Ausserdem war das auch nicht das Wesentliche meiner Aussage.

      • mila sagt:

        In Deutschland wird jede über 36-Jährige als Risikoschwangere ‚pathologisiert‘, mit entsprechendem Eintrag im Mutterpass. Unabhängig davon, wie sie sich subjektiv fühlt und wie sich die Schwangerschaft objektiv entwickelt. Da hört es für mich dann tatsächlich auch mit dem Augenmass (und notwendiger Vorsorge) auf.

    • Romea sagt:

      Hätte etwas mehr Demut auch angepasster gefunden. Zum Glück lernen die meisten das spätestens bei der Geburt. Schade auch, hat das emotionale Involvment nicht ausgereicht, dass frau sich wenigstens wegen des Namens mit ihrem Ungeborenen auseinandergesetzt hat.

  • Martin sagt:

    „Sport, Velo fahren, Ausgang, Freunde treffen, schreiben – alles bestens.“ Prima. Trotzdem sollte eine Frau während der Schwangerschaft nicht rauchen (siehe Bild: Pfeife) oder Alkohol trinken. Ich hoffe, Sie haben beides unterlassen?

    • Franka Ebi sagt:

      Martin, wenn Sie den Artikel nochmal genau studieren werden Sie feststellen, dass die Autorin Alkohol getrunken hat, bevor sie herausfand, dass Sie schwanger ist.

      Ansonsten weiss ich nicht genau, was Ihr Input inhaltlich mit diesem Artikel zu tun hat. Ausser dass Sie sich perfekt in die Reihen derjenigen einreihen, die das Gefühl haben, Schwangere bevormunden zu müssen.

    • Ann sagt:

      haben sie den Film Juno mal gesehen? anscheinend nicht…

  • Amy sagt:

    Mir ging es in der Schwangerschaft sehr ähnlich – so gut wie null Beschwerden und zwei Tage bevor mein Baby zur Welt kam (10 Tage nach dem ET!) habe ich zuhause
    mit Freunden trotz Kugelbauch ganz unbeschwert meinem Geburtstag gefeiert. Ich war also keine beschwerlich watschelnde Schwangere mit Entengang.
    Neben etwas Glück bin ich davon überzeugt: solange wie möglich in Bewegung bleiben in der Schwangerschaft (und dann auch in den Wehen!) sowie eine positive Einstellung zu Schwangerschaft und Geburt sind die Schlüssel zu einem wunderschönen Erlebnis.
    Die Geburt war übrigens nicht zu vergleichen mit den Horrorstories die kursieren. Schnell und intensiv. Ich würds also wieder tun, und bin ungeheuer dankbar dass alles glatt lief.
    Barbara, ich wünsche dir eine schöne Geburt!

    • Amy sagt:

      Claudia, nicht Barbara. Tut mir Leid! Eben, alles Gute.

    • Valeria sagt:

      Mir ging es genauso wie Ihnen, eine absolut 100% komplikationsfreie Schwangerschaft und bis zum Schluss fit wie ein Turnschuh. Nur hat sich das Kindchen trotz Bewegung (selbst unter der Geburt: laufen, atmen, laufen…) eine denkbar schlechte Startposition ausgesucht und kam einfach nicht weiter. Zwei Tage nach Blasensprung und nach mehr als 20h heftigen Wehen Entscheid zur Sectio.

      Fazit: Natürlich kann eine positive Einstellung zu einer schnellen Geburt und einem schönen Geburtserlebnis beitragen, sie ist allerdings kein Garant dafür. 😉

  • hanna sagt:

    Ich habe auch am Tag der Geburt noch im Büro gearbeitet. Vier Stunden nachdem ich nach Hause gegangen war, lag der Kleine Mann nach einer wirklich einfachen Geburt auf mir.
    Mir ging es auch immer blendend, (ok, je nachdem manchmal Abends ein bisschen Rückenschmerzen) und trotzdem hätte ich mich gefreut die Woche vor errechnetem Termin komplett frei zu haben. Ich habe auch Ferien eingegeben. Leider kam unser Sohn 14 Tage zu früh.
    Noch heute vermisse ich die paar freien Tage zum Innehalten, wie sie schreiben. Trotzdem bin ich sehr froh eine beschwerdenfreie Schwangerschaft erlebt zu haben.
    Ich wünsche Ihnen Alles Gute für die bevorstehende spannende Zeit.

  • fabian sagt:

    „Ansonsten hat man im Büro zu sitzen, bis die Fruchtblase platzt. … Ich habe mich also nach langem Ringen dazu entschieden, noch ein paar übrige Ferientage einzugeben.“
    Als werdenden und gewordene Mutter scheint man das Jammern gelernt zu haben. Die paar Ferientage! Männer haben von Gesetz wegen 1 (!) Tag Vaterschaftsurlaub. Da gehen deutlich mehr Ferientage drauf, wenn Männer überhaupt was von der Geburt des Kindes miterleben wollen. Es sind die Männer die mehr Kindurlaub zu gute haben. Wenns an Geld mangelt, dann können auch von den 14 Wochen der Frauen 2-4 Wochen an den Mann gehen, kostenneutral. Vorher sind die Ansprüche der Frauen bloss peinlich.

    • Amy sagt:

      Wer ist denn nun am jammern?
      Darum geht’s hier gar nicht, doch stimme dir vollends zu dass sich an den gesetzl. Mindestregelungen zum vaterschaftsurlaub was ändern muss. Mein Mann konnte zum grossen Glück zwei Wochen Überzeit abbauen und bei uns sein. Ich war wahnsinnig froh drum – für mich und für ihn.
      Zum Krankschreiben von Schwangeren: wieso sollten wir die eh schon wenigen Ferientage die wir haben aufwenden um vor der Geburt vom Job runterzufahren wenn in anderen Staaten es normal ist, dass eine Zeit vorher nicht geaebeitet werden darf? Wenn Beschwerden vorhanden sind sollte es ohne Diskussion ein Arztzeugnis geben.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @fabian

      Sie sind einfach unschlagbar, selbst wenn eine Frau mal hauptsächlich eben gerade nicht „jammert“, finden Sie mit Sicherheit selber was zum beklagen…

      • 13 sagt:

        Ach, B.S. bei machen fängt das Klagen bereits an, wenn eine FRAU…..

        (einfach so aus Prinzip)

    • Carolina sagt:

      Peinlich ist hier nur einer…………..

    • Hans Dampf sagt:

      Ich kann das nicht mehr hören:“Wenns an Geld mangelt, dann können auch von den 14 Wochen der Frauen 2-4 Wochen an den Mann gehen, kostenneutral“.Die 14 Wochen sind nicht Ferien, sondern Gesundheitsschutz nach einem physiologischen Grossereignis im Körper, wo Arbeit deshalb gesetzlich verboten ist.Bis 2005 unbezahlt übrigens.EO einbezahlen mussten die Frauen schon immer.Dass daraus jetzt eine Lohnausfallsentschädigung bezahlt wird war ein fast 70-jähriger (!) Kampf von Frauengruppen, linken Parteien und Gewerkschaften.Sämtliche Vorlagen, wo man auch den Vätern Urlaub ermöglichen wollte wurden abgelehnt.Eine Mutterschaftsversicherung ieSinn gibts gar noch nicht. Die 14 Wochen sind eh schon unter jeglichem Durchschnitt. Davon abzweigen für Ferien der Väter ist … (nein, ich schreibs nicht)

      • hanna sagt:

        @Hans Dampf
        Dem ist nichts mehr beizufügen.
        DANKE

      • klaver sagt:

        ich finds super, dass jetzt männer forderungen stellen. wenn man gleichberechtung fördern will, dann eben richtig. der rechtsrutsch in der politik wird jetzt zumindest dafür sorgen, dass die ungleichheiten bezüglich elternschaftsurlaub nicht ausgebaut werden.

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