«Man müsste ihnen das Kind wegnehmen!»

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Das Kind vergessen, seis in einem Auto, seis in einem Einkaufswagen: Das kann uns allen passieren. (Bild: Flickr/Bluebrightly)

Bestimmt haben Sie die Headline gesehen: «Eltern liessen Kind im Auto und gingen an Konzert». Vielleicht haben Sie die News hier in der Zeitung gelesen. Womöglich aber auch auf den sozialen Medien. Dort verbreiten sich solche Meldungen jeweils in Windeseile – das war bei diesem Fall so, aber auch bei der kleinen Chayenne, die im Tessin im Auto den Hitzetod sterben musste, weil ihre Mutter sie vergessen hatte. Oder beim Baby, das von der Polizei aus dem versehentlich verriegelten Auto befreit werden musste.

Im besten Fall sind solche Posts begleitet von Aussagen wie «Zum Glück ist mir das noch nie passiert.» Meist ist der Ton aber um einiges negativer, gehässiger, gar anklagend. «Man müsste solchen Eltern das Kind sofort wegnehmen!», liest man da, oder «Schlimm, dass Hundehalter einen Kurs besuchen müssen, aber jeder Idiot einfach so ein Baby bekommen kann!». Und dies oft von Leuten, die im normalen Leben so gar nichts mit dem klassischen Stammtischpolterer gemein haben.

So oft ich solchen Posts auch begegne, sie irritieren mich immer wieder von neuem. Natürlich frage ich mich bei solchen Newsmeldungen im ersten Moment, wie man sich nur so verhalten, wie so etwas geschehen kann. Gleichzeitig will ich mir kein Urteil erlauben, solange ich die Umstände nicht genauer kenne. Denn, seien wir ehrlich, was wissen wir schon über den Fall des Konzertgänger-Elternpaares? Waren sie vielleicht nervlich komplett am Ende, weil das Kind den ganzen Tag geschrien hat, und das Ganze war eine Kurzschlusshandlung, die sie nachher grässlich bereut haben? Immerhin hiess es in der Meldung, das Kind sei «nach längerer Zeit endlich eingeschlafen».

Positiv überrascht war ich hingegen in Chayennes Fall. Da schlossen sich mehr als 300 Tessiner Mütter zusammen, um sich öffentlich mit der Mutter des verstorbenen Mädchens zu solidarisieren. Man habe ihr eine virtuelle Umarmung in dieser schwierigen Zeit schicken wollen, sagten die Initiantinnen. Und betonten, dass so etwas «uns allen passieren könnte».
 
Öffentlich hinzustehen und zuzugeben, dass man selber auch nicht perfekt und keineswegs vor selbst verschuldeten Unglücken gefeit ist, braucht Mut. Auch wenn man es  in der Gruppe tut. Vielleicht war Chayennes Fall aber einfach zu tragisch, sodass er nicht nur Vorwürfe und Hass provozierte, sondern eben auch Mitgefühl. Denn was gibt es Schlimmeres, als sein eigenes Kind auf solch grausame Weise zu verlieren und dabei zu wissen, dass man selber durch eine einzige Unachtsamkeit dessen Tod verschuldet hat?

mb_facebook_kindEinen Post gab es übrigens bei der Konzert-Geschichte, den ich nicht nur unangebracht, sondern richtig abscheulich fand: Der Indoor-Spielplatz Formel Fun nutzte die Geschichte, um auf Facebook Werbung für seine Kinderspielhalle zu machen, «in der sich die Eltern entspannen und in Ruhe treffen und die Kinder ihrem Bedürfnis nach Bewegung und Spass ebenso nachkommen können» (siehe Screenshot rechts). Als Reaktion auf diese Art von PR wären ein paar vorwurfsvolle Kommentare mehr als berechtigt gewesen. Doch es gab keine. Stattdessen 12 Likes.

 

 

 

 

 

95 Kommentare zu ««Man müsste ihnen das Kind wegnehmen!»»

  • bure44 sagt:

    Egal ob es sich um einen Neuwagen oder gar einen Vorführwagen von dem Autohaus Wil oder der Autowerkstatt St. Gallen handelt, ein Kind darf man nicht im heissen Auto vergessen. Leider passiert das viel zu Oft, auch bei Tieren.

  • so ist es sagt:

    erstens: ich glaube jeder mutter ist schon mal ein Unglück geschehen auf Grund von „zu wenig aufpassen“, zum Glück wahrscheinlich glimpflich ausgegangen und man hatte den Schock des Lebens…mir ist der Kinderwagen mit meiner 3 mt alten Tochter (zum Glück gut angebunden und nicht in der Schale!) davon gefahren weil Bremse nicht richtig drin und ich nach hinten schaute nach meinem Sohn und dem Hund, einen kleinen Hang runter und in eine Wand – nichts passiert, ausser der Schock des Lebens und jedes mal dieses ohmachts-Gefühl im Hals wenn ich nur an die Situation denke oder an der Stelle vor dem Haus vorbeigehe….es war mir eine Lektion für viele zukünftige Situationen!

    zweitens: der post von diesem Formel Fun fand ich so daneben, dass ich die de-abonniert habe auf FB und mir geschworen habe, niemals dort hin zu gehen….

  • Michael Senn sagt:

    es passieren dinge die eigentlich nicht passieren dürften. das ist nun mal so. der mensch macht fehler. für mich ist viel eher die frage welche faktoren zu solch einem unglück führen konnten bzw. warum kann man überhaupt ein kind vergessen im auto? fehlende aufmerksamkeit? ablenkung? gedankenlosigkeit? vielleicht müssen wir eltern und fragen ob wir mit leib und seele dabei sind? könnte es auch schleichende gleichgültigkeit sein? zuviel sorglosigkeit und routine? kann man sich durch den kopf gehen lassen. 😉

  • Eisenbahner sagt:

    Liebe Fr. Küster

    Es gibt zur Grobfahrlässigkeit ein Urteil: „Das Verhalten muss, um – durch Verletzung elementarster Vorsichtsgebote – Rechtsnachteile zu gewärtigen, Unverständnis, Kopfschütteln und Tadel auslösen, eine moralische Verurteilung nach sich ziehen und die Grenze des Tolerierbaren überschreiten (SVR 2003 UV Nr. 3 S. 7, U 195/01 E. 1).“

    Die Reaktionen, die diesen Eltern gegenüber geäussert werden, haben also eine wichtige gesellschaftl. Funktion. Auch wenn sie sicherlich nicht schön sind für sie sind.

    In einem Auto dem Hitzetod zu erliegen ist allerdings auch nicht schön.

  • Paul Moser sagt:

    Wie hat man das eigentlich früher gemacht, als es noch kein Internet gab – wohl in der Käserei oder im Laden, vielleicht noch auf der Post. So ein Blog ist ja elend praktisch, über ander herzuziehen, ohne dass man nur ein winziges Detail kennt. Es geht nicht um Entschuldigung oder darum die Tragik zu relativeren – aber diese Besserwisserei in den Kommentaren ist so ziemlich daneben.

  • Lia sagt:

    egal, wie lange das Kind geschrieen hat, das ist KEINE Rechtfertigung, es im Auto zurück zu lassen und an ein Konzert zu gehen!! Dann bringt man es mit dem Auto nach Hause, trägt es im Maxicosi ins Bett und man hat seine Ruhe. Hier stand aber ganz einfach das Privatvergnügen im Vordergrund, weil die Eltern sich nicht durch ihr Kind vom Konzertbesuch abhalten lassen wollten, und das ist und bleibt verwerflich.

  • Anna sagt:

    Soweit ich weiss, war das Kind ja zwischen den Sitzen. Es wurde also nicht etwa im Kindersitz vergessen. Die Mutter hat es wohl nicht gesehen und dachte vielleicht, es sei schon ausgestiegen. Und dann haben die älteren Kinder auch noch gesagt, dass das Kind am spielen sei. Es ist eine Abfolge von dummen Zufällen die manchmal zur Katastrophe führen kann. Kommt dazu, dass die Eltern frisch getrennt waren. Die Mutter war es nicht gewohnt, auf einem Campingplatz alleine auf 4 Kinder aufzupassen. Das stelle auch mir alles andere als einfach vor. Mir tut die Frau wahnsinnig leid.

    • fabian sagt:

      wenn die frau nicht gewohnt ist, auf 4 kinder aufzupassen, stellt sich die frage, weshalb es soweit kommen konnte, dass die frau dem mann das sorgerecht verweigern durfte. oder hab ich da was verpasst?

  • 13 sagt:

    Es ist ein einfacher Abwehrmechanismus. Solange die kleine Cheyenne nur darum gestorben ist, weil ihre Mutter eine überforderte und egoistische Mutter ist, die grobfahrlässig handelt, kann man Mitleid haben, aber nachts ruhig schlafen, weil man ja weiss, dass dem eigenen Kind nichts passieren wird, da man selber ja nie so handeln würde. Ob das die Realität ist, sei dahingestellt, die verdrängen wir gerne zugunsten eines guten Gefühls.

  • Impala sagt:

    Grobfahrlässig?
    Jedenfalls kam eine Dame auf mich zu und meinte schnippisch, dass man so imfall eine Gehirnerschütterung kriegen könnte.
    Super, danke, hab ich ja auch extra gemacht…Was ich weiss: ich war in dem Fall sicher nicht voll zurechnungsfähig. Soll man mir jetzt die Kids wegnehmen? Sie haben drei Jahre Westafrika mit Malaria und was weiss ich überlebt – und dazwischen gibt es bad days, wo es einem einfach zuviel wird.
    Ich plädiere für mehr Nachsicht mit Müttern!!! 🙂

    • Stranger sagt:

      In der Schweiz??? Vegisses mal.

      • k.miller sagt:

        Unsere Mütter in den Sechzigern wären heutzutage KESB-Dauerkunden. Was sprangen wir schon als 5-jährige „frei“ in der Gegend rum, irgendeine Narbe hat fast jeder von uns als Andenken. Die Mutter ging kurz einkaufen, wenn das Baby zuhause Mittagsschlaf machte, im Auto blieben wir auch zurück. Heute alles nicht mehr nachvollziehbar, und manches war auch damals vielleicht nicht ganz richtig. Aber irgendwann zwischen damals und heute ist das gesunde Mittelmass verloren gegangen.

  • Impala sagt:

    Manchmal ist es einfach zuviel… Ich war mit dem dritten Kind schwanger, mein Mann ein paar Tage vorher zurück in unser Wohnland abgereist, ich blieb mit den Jungs in der Schweiz da es politische Unruhen gab. Dabei war endlich unser Container angekommen und ich wollte unser Haus einrichten, bevor das Baby kam. Und nun wusste ich nicht einmal, wann dass ich meinen Mann das nächste Mal wieder sehen würde…
    Ich ging in einen Supermarkt, mindestens einer meiner Jungs wollte in den Einkaufswagen reinsitzen, keine Ahnung mehr wie es genau ging – jedenfalls fiel der Wagen mitsamt dem Jungen um..

  • Stevens sagt:

    Diese Social Media soll man einfach nicht beachten. Sie sind völlig unbedeutend.
    Wieso?
    Weil sie einfach den Affekt abbilden und nicht eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Thema.
    Beispiel: „Mutter vergisst Kind“? Kurz „Nehmt ihr das Kind weg“ schreiben – und schnell weiterrauchen, der Zug kommt grad.
    Oder: Jöö, herzige Söckli – liken, Ein süsses Kätzli – liken, „Formel-Fun Werbung“ – ooh, bös, aber irgendwie witzig – liken.

    So entstehen Massen von Kommentaren und likes von Leuten, welche sich nicht mit dem Thema beschäftigt haben.
    Deshalb: Völlig irrelevant. Nicht beachten

  • Rudi Buchmann sagt:

    Wenn man in der Lebensphase steckt, wo man kleine lebendige Kinder hat, gibt es immer mal wieder heikle Situationen, bei denen man sagt: zum Glück ist nichts passiert. Dann kann man verstehen, dass es schwierig ist, über Menschen zu urteilen, die dieses Glück nicht haben. Andererseits ist das auch die Grundlage für Getratsche. Vielen Menschen ist es zu langweilig. Sie brauchen die Möglichkeit, sich über andere auszulassen, um sich zu erhöhen und um ihr fehlendes Selbstwertgefühl zu kompensieren. Die Gesellschaft kann sehr hart sein. Es braucht dann einen eigenen Weg. Das Leben geht weiter.

  • Bettina Fries sagt:

    Was mir auffällt – bei so Verwahrlosungs- und null GMV-Geschichten heissen die Kinder immer irgendwie Chayenne, Jayden, Lion-Odin oder wie auch immer, nie Sophie, Alexandra, Maximilian (ohne Doppelnamen), etc. Steven Levitt hat dazu einen interessanten Text geschrieben, wo er eine Korrelation zwischen Anzahl Ausbildungsjahren und Namensgebung nachwies. Der Advocatus Diaboli in mir würde vorschlagen, dass man die Namenwahl als „Vulnerabilitätsfaktor“ registriert, um bei gewissen Eltern von Anfang an mehr Unterstützung gibt, da sie es wahrscheinlich selber nicht so im Griff haben werden…

    • tina sagt:

      nicht im ernst, oder?
      also kriegen, wenns nach Ihnen ginge, alle eltern von chayennen und maximillianen mit doppelnamen einen beistand von anfang an und einen stempel auf die stirn: „WAHRSCHEINLICH habe ichs nicht so im griff“??

      • Stranger sagt:

        Zu den Zeiten des rampanten Internets muss man die Leute maximalst stigmatisieren, tina. Jemand, der seinem Kind Chantale-Cheyenne sagt, ist nicht mehr zu helfen. Wo ist die KESB, wenn man sie braucht?

  • Georg sagt:

    Nun, es werden sehr, sehr selten, fast nie Kinder bei Hitze im Auto zurückgelassen. Oder ohne Aufsicht auf das Mäuerchen zum Krokodilgehege gesetzt. Und in den meisten dieser Fälle ist es einleuchtend, dass das getan worden ist – wenn man sich die Eltern betrachtet. VIel häufiger, aber leider weniger beachtet ist, dass Eltern im Auto paffen, wenn die Kinder dabei sind, dass sie die Kinder fett und krank füttern, dass sie sie vor den Fernseher setzen, dass sie ihnen keine anständigen Schuhe kaufen, dass sie ihnen keine Manieren beibringen und vieles mehr. DAS ist der wirklich GROSSE Jammer!

  • Heidi K. sagt:

    NEIN, so etwas passiert nicht allen Eltern. Das ist grobfahrlässig. Eltern tragen Verantwortung, also sind sie auch schuld. Wie kann man ein Kind im Auto vergessen? Wie debil muss man da sein? Wir haben auch Kids, und ich weiss, es gibt diese Momente, wo es nicht so toll läuft, aber meine Kinder kommen immer zuerst und ich stell meine Bedürfnisse zurück (zu denen ich später schauen kann). Schlüssel, Geldbeutel, iphone etc…. es kann alles ersetzt werden. Aber ein Kind nicht. Sie sind einzigartig und das Wertvollste, das wir haben. Darum muss man sein Bestes geben und sogar mehr falls nötig.

  • Bruno Juchli sagt:

    Kein Zweifel, es gibt schreckliche Eltern. Eltern die grobfahrläsig und total egoistisch handeln.
    Aber diese Verurteilungs-Geilheit, ohne die Hintergründe zu kennen, die missfällt mir total. Ich finde sie eigentlich auch total unschweizerisch aber da irre ich mich wohl.
    Ob die Leute nur so gerne andere Verurteilen um von Ihren eigenen Fehlnissen abzulenken, respektive diese zu relativieren?
    Sätze wie „ist ja nicht schlimm wenn ich hier den Schirm eines anderen mitgehen lasse, sonst würde ich ja nass werden! ist mir ja auch schon geklaut worden“ höre ich viel zu oft…

    • zimy sagt:

      Ich denke, das Vorverurteilen ohne Kenntnis der Hintergründe, gehässige und unpassende Kommentare über andere, die man kaum oder gar nicht kennt über Dinge, die einen im Grunde nichts angehen, das gab es schon immer. Es ist auch nicht an eine Nationalität gebunden, sondern ist leider menschlich. Das Internet verleiht dem Ganzen nur eine neue Qualität. Immer mehr Menschen erfahren in immer kürzerer Zeit über die Verfehlungen anderer, und fühlen sich berufen, ihre Meinung dazu (natürlich anonym) in den Weiten des WWW zu verewigen.

      • zimy sagt:

        Darum plädiere ich auch dafür, lieber zweimal zu überlegen, bevor man andere im Netz persönlich angreift, egal wie schlimm die Verfehlung war. Die Mutter von Cheyenne wird mit Sicherheit nicht mehr ihres Lebens froh. Das ist Strafe genug, da braucht es diese Massen an digitalen Verletzungen nicht auch noch. Ihr gilt mein Mitgefühl für den Verlust ihres Kindes.

      • Stranger sagt:

        „Die Mutter von Cheyenne wird mit Sicherheit nicht mehr ihres Lebens froh.“ Ja. DAS muss man sich immer vor Augen führen.

        Gut, abgesehen vom tragischen Tod: Schlimmer als der Name Cheyenne für ein Kind ist wohl nur Schantalle.

  • Brürrk sagt:

    Was mir auch sehr unangenehm auffällt sind Kommentare wie „Solche Leute sollten keine Kinder kriegen“. Wer solll bestimmen, ob man Kinder kriegen darf? Der Staat? (wie bei den Nazis, die das „lebensunwerte Leben“ einfach ermordeten und Menschen, die ihnen nicht lebenswert genug schienen, sterilisierten?)

  • Widerspenstige sagt:

    Alle diese tragischen Fälle zeigen sehr deutlich ein Erkennungsmuster: Fehleinschätzung einer Situation bis zur totalen Überforderung aus Mangel an genügend Betreuungspersonen. Ich kann es nicht nachvollziehen, wie man als Eltern ein 1-jähriges Kind für einen Konzertbesuch im Auto alleine zurücklassen kann! Unentschuldbare Vernachlässigung der Elternpflicht. Ebenso ein Kleinkind bei Hitze ‚vergessen‘ im Auto. Kann ich nicht nachvollziehen! Ein Kind ‚vergessen‘ im Auto oder bei einer Raststätte? Nein. Es braucht dringend eine Familienpolitik, die Betreuung gewährleistet mit entspr. Hilfe.

    • Papperlapapi sagt:

      Wenn ich ein Kind für ein Konzert im Auto lassen, dann aus Mangel an Betreuungspersonen? Babysitter lassen sich organisieren, sogar bei uns auf dem Land gibts dafür Möglichkeiten. Da brauchts keine Änderung in der Familienpolitik… Wirklich nicht. Die Eltern, die die Organisation des Babysitters verpasst haben, hätten sich entscheiden müssen, wer nun zum Konzert darf/muss und wer beim Kind bleiben darf/muss. Ich kann für dieses Verhalten kein Verständnis aufbringen, auch nicht nach diesem Blog.

  • Gundel sagt:

    An sich ja mal ein schöner Gedanke: Toleranz, Selbstkritik …. Nur wäre das bei anderen Themen angebracht: wie zB Auto als Transportmittel ja oder nein, Besuch im Fitnessstudio, Karriere am Herd, Fragen der Mode etc. – Aber Kleinkinder bei Hitze allein im Auto lassen? Natürlich können wir alle einen Unfall verursachen, aber das weiß man nun wirklich und ist grobfahrlässig. Und vom 2. Bsp mit dem Konzert ganz zu schweigen. Etwas beängstigend wenn Kolumnistinnen kein Unterscheidungsvermögen aufweisen.

    • Jeanette Kuster sagt:

      @Gundel, mir geht es vor allem um den Punkt der öffentlichen Schimpftiraden und Hass-Posts. Jeder darf und soll sich seine Gedanken machen zu solchen Geschichten, aber warum dann immer gleich diese üblen Beschimpfungen der Betroffenen im Netz? Noch dazu ohne die genauen Umstände zu kennen?

      • Katharina sagt:

        Vielleicht, weil Schlagzeilen und Lead-Ins so gestaltet sind, um die Empörung zu bewirtschaften? Und weil dies nun statt am Stammtisch im nicht vergessenden Web passiert, es für die Welgemeinde nachlesbar wird, und als Meinung daherkommt, statt mit dem Lüften der Beiz am morgen verschwindet?

      • tina sagt:

        stimmt katharina.
        und es wird gemacht, weil man sich damit selber in sicherheit wiegen will, dass wir alles unter kontrolle haben

    • Gundel sagt:

      Wenn man im Netz die niederen Instinkte der Hass-Mail-Schreiber anprangert ist das sicher eine gute Sache. Aber deswegen sollte man sich weder mit Grobfahrlässigkeit (Hitze-Tod), noch mit gedankenloser Vernachlässigung (während Konzertbesuch im Auto einsperren) solidarisieren. Dies zeugt nicht von viel Gespür, und ist mE sogar kontraproduktiv.
      Sinnvoller wäre es zu zeigen, dass die gleichen Leute die „Kinder wegnehmen!“ rufen – sofort wieder auf die KESB losstürzen, wenn andersrum mediale Empörung bewirtschaftet wird.

  • Katharina sagt:

    Gemäss FB Kommentaren soll es ja falsch und unerhört sein, dass die Staatsanwaltschaft Anklage erhob. Genau das ist das Problem mit VR. Kann uns allen passieren. Vielleicht. Dennoch müssen die Konsequenzen getragen werden.

  • Malena sagt:

    Wenn Menschen ums Leben kommen durch fremdes Verschulden (Vergessen/Vernachlässigung einer Pflicht, bewusst eingegangene Gefährdung) lässt sich über die Schwere der Schuld streiten. Wir bilden unser Urteil nicht nur für den Einzelfall, sondern auch mit Blick auf Massnahmen zur Verhinderung ähnlicher Fälle. Die Solidarität mit dieser Mutter dürfte eher die Ausnahme sein – damit kann der betrunkene Autofahrer, der SMS-schreibende Bademeister oder die Firma, welche die Rettungsboote wegrationalisiert hat, nicht rechnen. Unfälle passieren, Kinder im Auto vergessen dürfte nicht passieren.

    • Sportpapi sagt:

      „Kinder im Auto vergessen dürfte nicht passieren.“ Natürlich kann das passieren. Das Kind schläft gerade noch so schön, da lässte man es noch ein paar Minuten. Und ist danach abgelenkt. Doch, das kann passieren.

      • Katharina sagt:

        bei fast 40 grad im Schatten?

      • Martin Frey sagt:

        @Sportpapi: Ob das einem einfach so passieren kann es dahingestellt. Beim Konzertfall jedoch wurde das einjährige (!) Kind ganz bewusst allein zurückgelassen um sich ungestört amüsieren zu können. Ich weiß wirklich nicht was es da zu beschönigen gibt.

      • Martin Frey sagt:

        …sei dahingestellt..

      • Malena sagt:

        @Sportpapi: ich schrieb nicht „es kann nicht passieren“ sondern „es dürfte nicht passieren“. Betrunken ein Kind überfahren kann auch passieren, aber es dürfte nicht passieren. Verständnis und Mitgefühl für den Täter aufbringen ist ok (vielleicht war der betrunkene Fahrer nervlich angespannt oder überfordert), fahrlässiges Verhalten verharmlosen oder entschuldigen („kann jedem passieren“) muss man deswegen nicht. Bzw. sollte man unterscheiden zwischen ’normalen‘ Risiken (z.B. unbegleiteter Schulweg) und Grobfahrlässigkeit (für mich gehört Kinder bei Hitze im Auto lassen für ein Konzert dazu).

      • Sportpapi sagt:

        @Malena: Das „kann jedem passieren“ ist die Antwort auf das „würde mir nie passieren“. Ich bin da ganz ehrlich. Ich sehe das allerdings weder als Verharmlosung, noch als Entschuldigung. Ich glaube auch nicht, dass die betroffenen „Täter“ sich das selber je entschuldigen können.
        Noch zur Grobfahrlässigkeit: Da fällt einfach auf, wie die Ansprüche immer weiter steigen. Was also ist „normal“? Und immer wieder die gleiche Frage, die mich beschäftigt: Verhindern wir mit unserer Null-Risiko-Strategie wichtige persönliche Entwicklungen? (und damit meine nicht nicht allein im Auto lassen!)

      • Martin Frey sagt:

        (und damit meine nicht nicht allein im Auto lassen!)
        Dann sollten Sie es auch nicht argumentativ in dem Kontext verwenden, SP. Ich verstehe grundsätzlich Ihre Gedanken, aber beide Fälle haben weder etwas mit „Null-Risiko-Strategie“ noch „wichtige persönliche Entwicklungen“ zu tun. Ausser Sie wollen wieder mal Advocatus diaboli spielen… 😉

      • Malena sagt:

        @Sportpapi: Ich verstehe dich schon. Die Frage nach der Null-Risiko-Einstellung ist auch berechtigt, aber wie Du sagst geht es hier gar nicht darum. Ich stelle die Frage nach den unterschiedlichen Massstäben. In den allermeisten Fällen, wenn jemand Mist baut und andere Menschen schädigt, steht eine Schwäche, Überforderung, oder ein dringendes Bedürfnis dahinter – es ist kaum je reine Bosheit. Mildernde Umstände sollten für alle gleich gelten (ich meine jetzt in der öffentlichen Wahrnehmung, nicht gerichtlich), nicht selektiv nur für die „Täter“ die uns am nächsten stehen.

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Es geht um Fahrlässigkeit. Ich habe die Klammer nur gesetzt, weil ich bei einem einjährigen, angebundenen Kind beim besten Willen keine positive Erfahrung sehen kann, die es in der Situation macht.
        Aber solange Sie munter ein Vergessen im Auto mit einem absichtlichen im Auto zurücklassen vermengen dürfen, solange darf ich das Thema auch noch etwas ausweiten und das Thema Fahrlässigkeit im Umgang mit Kindern etwas allgemeiner betrachten.

      • Martin Frey sagt:

        @Sportpapi: Das eine Kind wurde anscheinend vergessen, das andere bewusst zurückgelassen um sich zu vergnügen. Beides ist fahrlässig, aber der Unterschied der beiden nicht ganz vergleichbaren Fälle, auf den ich schon einmal hingewiesen habe, ist relevant. Persönlich finde ich das zweite Fehlverhalten mindestens so schlimm, auch ohne Todesfolge.

    • Georg sagt:

      Nein, Malena, Unfälle „passieren“ nicht, sie werden verursacht. Immer. Ohne Ausnahme. Das ist keine erbarmungslose Aussage, sondern Tatsache; sie werden immer von jemandem verursacht.

      • Malena sagt:

        @Georg: Abgesehen davon, dass es in bestimmten Fällen schwierig ist, einen Verursacher zu identifizieren (z.B. wenn Sie von einem Meteoriten getroffen werden), wohin zielt Ihr Argument? Was ist die Konsequenz?

  • Anne sagt:

    Man muss schon unterscheiden: vergisst man das Kind im Auto oder lässt es absichtlich da, um sich an ein Konzert zu begeben? Das eine ist ein ganz tragischer Unfall, das andere zeigt, dass sich die Eltern in der Konsequenz nicht vermögen vorzustellen, was passieren kann. Nur allein schon die mögliche Traumatisierung, wenn das Kind aufwacht, schreit und niemand ist da. Aber bevor man hier den Eltern das Kind wegnimmt, gibt es ganz viele andere Möglichkeiten die Elternkompetenz zu fördern. Und ja, dies ist dann die Aufgabe der KESB, die nicht nur schwarz und weiss kennt.

  • Hausfrau sagt:

    Ich habe es bis jetzt geschafft meine Kinder mehr oder weniger unversehrt ins Teenageralter zu begleiten. Und ja. Es hätte mir auch passieren können. Einmal wäre eine Tochter durch mein Verschulden beinahe ums Leben gekommen oder ernsthaft verletzt. Ich hatte einfach mehr Glück als Verstand. Allein das hat mich für lange Zeit fertig gemacht und selbst in diesem Moment fühle ich mich schuldig allein für das was hätte passieren können.
    Und ich bin überzeugt, dass ich damit nicht allein bin. Man redet halt nicht über sowas.
    Darum steht mir kein Urteil zu. Aber die Eltern haben mein Mitleid.

    • Marie sagt:

      Schön, dass sich das jemand eingesteht. Und wer sagt, ihm/ihr sei sowas noch nie passiert, der hat die Gefahrensituation noch nicht mal erkannt.

    • Widerspenstige sagt:

      Da gehe ich völlig einig, dass es Situationen gibt, wo das Kind einfach Glück hatte u ich heilfroh war darüber. Weil ich nicht überall gleichzeitig sein kann, weil ich ein Fenster offen gelassen habe zum Lüften u glaubte, das Kind sei draussen am spielen etc. Das ist hier jedoch weniger das Thema im Artikel, sondern um grobes Fehlverhalten wie zB der Konzertbesuch der Eltern oder ein Kind bei Hitze im Auto zurück lassen. Das ist grobe Vernachlässigung der Elternpflicht. Dagegen kann etwas getan werden, indem man einen Babysitter organisiert für ein Konzertbesuch oder einfach nicht hingeht.

  • Susi sagt:

    „Das kann uns allen passieren.“

    Ja, genau, vor allem während der Still-Demenz-Phase: Auch ich merkte jeweils erst wenn mich Passanten auf meine noch immer entblösste Brust hinwiesen, dass ich mein Baby wieder im Bus vergessen hatte…

    Im Ernst jetzt, wer sein Kind irgendwo vergisst, hat wohl wirklich sehr grosse Probleme. Überforderung, Stress? Sehr traurig.

    • Marie sagt:

      Richtig, wahrscheinlich haben Leute, denen das passiert, sehr grosse Probleme. Ich für meinen Teil bin dankbar, dass ich kein Schreibaby hatte, das mich überforderte, dass ich ein unterstützendes Umfeld hatte (und habe), dass ich erst nach acht Monaten wieder arbeiten musste. Wer weiss, was passiert wäre, wenn das anders gewesen wäre!

      • Kathy sagt:

        @ Susi: hast du das Urteil gelesen? Die Mutter hat die älteren Geschwister der Kleinen gefragt, wo sie sei, worauf diese sagten, sie sei am baden. Es ist nicht so, dass Cheyenne „einfach so“ vergessen ging. Ein Kind im Auge zu behalten ist einfach, bei vieren oder noch mehreren verlässt man sich auch ab und zu auf die älteren Geschwister.

      • Susi sagt:

        @Kathy: Es passiert, dass Kinder einfach so vergessen gehen. So geschehen mit dem Manager, der vor ca. 1 Jahr seine schlafenden Zwillinge vergass in der Krippe abzugeben und sie im heissen Auto liess. Als er von der Arbeit kam, waren beide dem Hitzetod erlegen.

      • nicht-mutter sagt:

        @ kathy: ein 4 oder 5 jähriges kind allein baden lassen wäre quasi auch schon ein todesurteil. aber vielleicht ist ertrinken angenehmer als im heissen auto sterben?

      • Sportpapi sagt:

        „ein 4 oder 5 jähriges kind allein baden lassen wäre quasi auch schon ein todesurteil.“ Jetzt bitte nicht immer so übertreiben!

      • Susi sagt:

        @SP: Meine Rede. Hab’s nur falsch platziert. 😉

    • Sportpapi sagt:

      Ah, du warst das damals? 🙂
      Nun ja, wenn das Kind schläft, wird es nicht ständig zuvorderst in den elternlichen Gedanken sein. Dumm, wenn man es dann nicht hört, wenn es aufwacht. Und richtig dumm, wenn man es in der Hitze im geschlossenen Auto lässt (geschlossen ist es aber weil man Angst vor Entführern hat…)

    • Susi sagt:

      “ ein 4 oder 5 jähriges kind allein baden lassen wäre quasi auch schon ein todesurteil.“

      Na, wir wollen mal nicht den Teufel an die Wand malen.

    • Stranger sagt:

      Die merken das, Susi? Die Perverslinge die.

  • nicht-mutter sagt:

    ja, man soll nicht sofort urteilen. ist aber schwierig, bei hilflosen kindern – egal, wie viel sie vielleicht geschrien haben- neutral zu bleiben. und die aussage des kurses bleibt wahr: warum muss man für die hundehaltung obligatorisch einen kurs absolvieren, ein kind aber kann jede/r prüfungsfrei bekommen?

    • tina sagt:

      weil noch nie ein kind jemanden totgebissen hat.
      weil ichs wusste, darf ich nun eine frage stellen: warum gibt es für menschen nicht mindesthaltungsflächen, wie für hühner?

      • Hausfrau sagt:

        Ich habe schon von Kindern gehört die andere Kinder oder Erwachsene getötet haben. Und Hundehalter vergessen trotz Kurs ihre Tiere im Auto, zum Teil mit Todesfolge.

      • babuschka miro sagt:

        das mit dem kurs hab ich mich auch schon oft gefragt.in der schule,in der ich unterrichte hat es viele kinder,welche am rande der verwahrlosung aufwachsen.ob ein kurs nützen würde?aber vielleicht gäbe es einigen diesen eltern einen anstoss,ihrem kind etwas anderes als pommes chips zum zmorge,znüni,zmittag zu geben.oder eine idee,was man mit dem kind noch machen könnte,statt nur in den kasten glotzen.bsp:die hälfte meiner 1.klässler hat im schlafzimmer einen fernseher!diese kinder sind dann in der schule sehr aufmerksam -ironie off- mir tun diese kinder leid.lösung?

      • Hausfrau sagt:

        Ich glaube wenn wir Menschen einsperren, dann bestehen Vorschriften zur Zellengrösse und zur Bewegung an der frischen Luft. Immerhin warten wir selbst in solchen Fällen nicht auf das maximale Schlachtgewicht oder entsorgen sie, wenn die Legeleistung abnimmt.
        Ansonsten dürfen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten wählen.

      • babuschka miro sagt:

        lösung?da gewisse eltern ihre verantwortung nicht wahrnehmen (können?) wären tagesschulen vielleicht eine lösung.da wären solche kinder zumindest während dem tag besser aufgehoben.ich wünsche mir aber für meine kinder keine tagesschule…das problem wird sicher nicht einfach zu lösen sein.und,a propos kinder wegnehmen:erst war da doch die diskussion wegen dem KESB…da wirds ja auch nicht gerade einfacher.

      • Kathy sagt:

        Natürlich, das ist die Lösung! Führen wir Kurse ein, nicht-mutter, wer den Kurs nicht besteht, wird zwangssterlisiert. Und wenn wir schon dabei sind, könnten wir denjenigen, die bestehen, Embryos einpfanzen wie wir sie wollen, zum Besipiel blonde mit blauen Augen..oder so.

      • tina sagt:

        ein hund ohne beisshemmung ist schon nicht ganz das selbe wie die sehr seltenen fälle, bei denen kinder andere lebewesen töten.
        überfordertheit gehört doch zum elternsein. punktuell, nicht generell. es kommt trotzdem relativ selten zu katastrophen.
        kurse: wer bestimmt denn, wie eine „richtige“ erziehung auszusehen hat, und wer sagt, dass punktuelle überforderung damit nicht passieren kann? würde das überhaupt jemand denken? oder wollen?

      • Alexandra sagt:

        Aber die meisten Kinder werden mal erwachsen, und sind spätestens dann aufgrund frühkindlicher Traumata oder psychischer Schädigungen infolge Nachlässigkeit der Eltern „gefährlich“. Entweder für sich selbst oder gar andere. Auch ein Grund warum Opfer häuslicher Gewalt später zu Tätern werden können, Opfer sexueller Übergriffe ebenfalls usw… Das geht auch im kleineren Rahmen. Diese Dinge dauern und entwickeln sich wenn unbehandelt oder unverarbeitet. Daher eine sehr undifferenzierte Antwort Tina, aber so kann man sich auch aus der Verantwortung ziehen…

      • tina sagt:

        sorry, ich verstehe nicht, was der vergleich hund-kind und die forderung nach erziehungskursen für beide, mein einwurf dass punktuelle überforderung normal ist und mit einem kurs eh nicht zu beheben (inklusive frage danach, wer denn bestimmt was eine richtige erziehung sei) mit traumata zu tun, oder mit häuslicher gewalt?

      • tina sagt:

        ups. korrektur:
        sorry, ich verstehe nicht, was der vergleich hund-kind und die forderung nach erziehungskursen für beide oder mein einwurf dass punktuelle überforderung normal ist und mit einem kurs eh nicht zu beheben (inklusive frage danach, wer denn bestimmt was eine richtige erziehung sei) mit traumata zu tun haben soll, oder mit häuslicher gewalt.

      • nicht-mutter sagt:

        ah ja, ich hab schon von vielen durch chihuahuas (sorry, weiss nicht, wie man die schreibt) totgebussenen menschen gehört 🙂

      • nicht-mutter sagt:

        bei den kursen geht es bei kindern eher darum, dass ganz doofe menschen evt lernen sollten, dass man kinder nicht allein in autos lässt, kleinkinder nicht schütteln sollte und ähnliches. das ein kind mal verunfallt kann passieren.
        und ja, all die mörder und vergewaltiger waren auch mal kinder und bei den meisten wurden sicher gravierende erziehungsfehler gemacht…

      • tina sagt:

        also müssen alle kurse machen wegen ein paar ganz doofen.
        und vergewaltiger und mörder wurden 1. im auto vergessen oder 2. geschüttelt und diese groben erziehungsfehler hätten durch einen kurs verhindert werden können?
        ich zweifle auch kurse für tierbesitzer an übrigens

      • tina sagt:

        obligatorische

      • babuschka miro sagt:

        oje!dann bin ich halt für einen kurs für „mama blogerinnen“.ich falle durch und sie haben ihren frieden.sowas von dämlich hab ich noch nie erlebt.möchten so tolerant und weltoffen sein,dabei bünzli’s hoch zehn..ja,grammatik etc.ist vielleicht nicht meine stärke.nur:dass SIE gut argumentieren & schreiben können macht sie nicht zu einem besseren menschen als mich.und zu guter letzt:ich freue mich auf weitere 20 arbeitsjahre an der schule…ihre schätzung meines alters ist sehr schwach,aber ich bin grosszügig und verzeihe ihnen!

      • babuschka miro sagt:

        Das wäre jetzt @ Marie gewesen. Entschuldigung.

    • Marie sagt:

      @ babuschka miro:
      Was mich ängstigt sind Lehrpersonen, die nicht mal wissen, dass nach Satzzeichen ein Leerschlag kommt … Vielleicht sollten wir auch eine Prüfung für Lehrpersonen einführen?

      • Hotel Papa sagt:

        Das mit dem fehlenden Leerschlag könnte allerdings auch in der blödsinnigen Zeichenbeschränkung beim Posten motiviert sein…

      • René Hofstetter sagt:

        @ Maire: Prüfungen für Lehrpersonen gibt es schon lang.

      • Stranger sagt:

        Lustig nur, dass man Marie mit „Maire“ betitelt… allerdings gebietet die Höflichkeit, „Madame le maire“ zu schreiben.

      • babuschka miro sagt:

        @marie:danke für ihre wertvolle zurechtweisung.ich schreibe von meinem handy aus.darum verzichte ich auf mühsame grossbuchstaben,auf leerschläge nach punkten und auf zu viele beiträge (was sie ja wahrscheinlich erfreut).leider schleichen sich per zeigefinger oft auch unerfreuliche schreibfehler ein.ich dachte,dass die meisten leser/innen beim mama blog grosszügig darüber hinwegschauen können.sie scheinbar nicht.äxgüsi!

      • Marie sagt:

        @ babuschka miro: Ist Ihnen aufgefallen, dass ich das mit den Grossbuchstaben nicht erwähnte? Weil ich genau das vermutete? Dass Sie mit den Leerschlägen derart Mühe haben lässt mich vermuten, dass Sie zu den älteren Personen gehören – deshalb sehen wir grosszügig darüber hinweg und hoffen im Namen Ihrer SchülerInnen auf Ihre baldige Pensionierung.

        @ René Hofstetter: Das war Ironie. Allerdings sind die Prüfungskriterien anscheinend nicht hoch genug – Lehrkräftemangel sei dank.

  • Mody Bühler sagt:

    Wenn dies „allen passieren könne“ so gäbe es bei uns tausende hitzetoten Kinder pro Jahr. Aber auch schon die vielen hunderten vom Wickeltisch gestürtzen Babies sind für mich ein Anzeichen dafür, dass viele frischgebackenen Eltern überfordert sind und/oder ihre Obhut viel ernster nehmen sollten. Die Spielhallenwerbung finde ich übrigens durchaus angebracht.

    • tina sagt:

      das problem mit der überfordertheit ist doch dass sie punktuell auftritt. stressspitzen. sieht man alle 200meter im strassenverkehr, und obwohl autos supertödliche waffen sind, wenn nicht unter kontrolle, und obwohl ständiges überfordertsein im strassenverkehr die regel ist, ist das kein grund, die leute nicht fahren zu lassen. trotzdem täglich x momente vorkommen, wo man nicht alles unter kontrolle hat (oft nichtmal anflugsweise selber bemerkt, wie man im strassenverkehr beobachten kann), kommt es relativ selten auch zu katastropen (sprich: unfällen)

      • Tina K. sagt:

        Ein Kind im Auto vergessen hat nichts mit „nicht alles unter Kontrolle haben“ zu tun. Wenn das Kind von einem Klettergerüst fällt oder beim Velofahren umfällt etc., das kann jedem passieren. Ein Kind, das nicht min. einmal genäht oder geschient werden musste, konnte seine Kindheit nicht ausleben. Aber im Auto vergessen oder gar absichtlich einschliessen, das ist grobfahrlässig. Nur einmal hat meine Mutter mich im Auto eingeschlossen, weil sie den Schlüssel im Auto hat liegen lassen. Sie hat Vater angerufen, Ersatzschlüssel organisiert und war die ganze Zeit bei mir, das kann jedem passieren.

    • 13 sagt:

      Zwischen „passieren können“ und „Passiert“ besteht eben ein Unterschied und sehr oft ist Glück mit dabei. Mir ist vor ein paar Wochen das Baby tatsächlich fast vom Wickeltisch gefallen. Ich habe schlicht nicht damit gerechnet, dass ein 2 Monate altes Baby sich derart winden kann, dass das Wickelkissen vom Tisch rutscht. Da ich gerade die Windel schliessen wollte, hatte ich beide Hände auf dem Baby und konnte es noch auffangen. Es hätte auch anders laufen können. Es ist mein drittes Kind und ich war nicht übermüdet oder so. Trotzdem KANN es passieren.

  • Martin Frey sagt:

    Ich denke man sollte etwas differenzieren. Natürlich sind wir alle nicht von Unfällen und Missgeschicken gefeit, und grad als Eltern wissen wir, wie schnell etwas passieren kann. Hier geht es aber um mehr als das. Wenn wir das Kind beim Namen nennen wollen, dann sollten wir von hedonistischer Gleichgültigkeit respektive krimineller Grobfahrlässigkeit reden. Auch wenn wir die näheren Umstände nicht kennen, von denen offenbar viele davon ausgehen, dass sie das Vorgehen der Eltern irgendwie verständlicher machen würden.
    Aus Kindersicht aber finde ich, dass es hier nichts zu solidarisieren gibt.

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