So finden Sie den perfekten Namen für Ihr Kind

Ein Gastbeitrag von Nadia Meier*

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Scrollen sich einen Krampf: Miranda July und Hamish Linklater im Film «The Future». Bild: PD

Eine Schwangerschaft dauert wohl deshalb so lange, damit man genügend Zeit hat, um in aller Ruhe den optimalen Namen für sein Kind zu finden. Nächtelang Namensbücher wälzen. Das Internet ausdrucken und alle hawaiianischen Mädchennamen (Iwalani, Leimomi, Ululani) mit rosa Leuchtstift anmalen. Die längst verdorrten Äste des Familienstammbaums nach Retro-Bubennamen (Alois, Ignaz, Wendelin) ablauben. Das braucht Zeit, viel Zeit.

Und die ist gut investiert. Denn Ihr Kind wird zu Hause, in der Schule, im Job schätzungsweise täglich 35-mal bei seinem Namen genannt werden. Das macht bei einer Lebenserwartung von zirka 83 Jahren über eine Million Mal. Abgesehen von «Nein!» wird der Vorname besonders in den ersten Lebensjahren wohl das häufigste Wort überhaupt sein, das ihr Kind zu hören bekommt. Also wählen Sie ihn mit Vor-, Rück- und Weitsicht. Und zwar so:

1. Googeln Sie. Googeln Sie noch mehr. Wenn Sie sich einen Krampf gescrollt haben, dann lassen Sie sich vom Partner oder der Partnerin aus einem Namensbuch vorlesen. Dann googeln Sie weiter. Schreiben Sie so lange schöne Babynamen auf, bis Sie genau 50 davon haben. Und fragen Sie um Himmelswillen die gynäkologische Fachperson ihres Vertrauens umgehend nach dem Geschlecht des erwarteten Kindes! Sonst haben Sie doppelte Arbeit.

2. Bravo, Sie haben nun eine Liste mit 50 Mädchen- oder Bubennamen. Jetzt wird gekürzt. Zunächst streichen Sie alle häufigen Namen. Schauen Sie beim Bundesamt für Statistik nach, welche Namen in den letzten Jahren am beliebtesten waren. Und dann streichen Sie Mia, Emma, Luca, Sophia, Leon usw. Sie sollten jetzt noch etwa 45 Namen auf der Liste haben.

3. Überprüfen Sie, ob die Vornamen zum Familiennamen passen würden. Mir persönlich gefallen Kombinationen wie Ashanti Müller oder Ueli Caradonna weniger gut. Aber klar, beim Familiennamen hat man keine grosse Wahlmöglichkeit. Oft passen kurze Vornamen besser zu langen Nachnamen und umgekehrt, also lieber Kai Sommermatter als Maximilian Sommermatter. Achten Sie auf jeden Fall auch auf die Initialen, eine Wilma Christen wird in der Schule bestimmt ausgelacht. Sie sollten jetzt noch etwa 35 Namen auf der Liste haben.

4. Streichen Sie alle Namen mit künstlich eingefügten Ypsilons. Yves und Yvonne sind also okay, nicht aber Sylas, Damyen oder Lynda. Finden Sie viele solche Namen auf Ihrer Liste, sollten Sie abklären lassen, ob Sie allenfalls an Kevinismus oder Chantalismus erkrankt sind. Sie sollten jetzt noch etwa 30 Namen auf der Liste haben.

5. Bitten Sie Ihre Eltern oder – wenn Sie ganz mutig sind – die Schwiegereltern, die Namen auf dieser Liste vorzulesen. Alle Namen, die nicht spontan korrekt ausgesprochen werden können – zum Beispiel bei Aurelie also «ÖReli» statt «Ohrelii» – werden gestrichen. Sie sollten jetzt noch etwa 25 Namen auf der Liste haben.

6. Gehen Sie mit dieser Liste in den tiefen Wald. Oder auf einen hohen Berg. Rufen Sie alle Namen dreimal laut. Alles, was sich irgendwie komisch anhört, wird gestrichen. Sie sollten jetzt noch etwa 20 Namen auf der Liste haben.

7. Zeigen Sie die Liste nun Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin. Ihre bessere Hälfte darf alle Namen streichen, die ihm oder ihr nicht gefallen. Zägg, zägg, zägg. Sie sollten nun noch etwa fünf Namen auf der Liste haben.

8. Überlegen Sie mögliche Abkürzungen: Aus Viktor könnte Ficki werden und aus Eliane, Elsa, Eleonora wird immer eine Eli. Überprüfen Sie zudem, wie man Ihr Kind in Bern nennen würde. Selbst wenn Sie in Zürich wohnen, besteht die Gefahr, dass Ihr Kind einmal Beamter/Beamtin wird und nach Bern zieht. Dort wird aus Sophie «Söffu» und aus Moritz «Möru». Traurig, aber wahr. Sie sollten jetzt noch etwa drei Namen auf der Liste haben.

9. Gehen Sie mit jedem Namen eine Woche schwanger. Basteln Sie eine Nuggikette mit diesem Namen. Benutzen Sie den Namen, wenn Sie mit der Partnerin oder dem Partner über das Kind sprechen («Rosalind hat mich geboxt!», «Wollen wir Finn-Gian schon beim Babyschwimmen anmelden?»). Nach drei Wochen spüren Sie Ihren Gefühlen nach. Streichen Sie zwei Namen von der Liste.

10. Herzliche Gratulation, Sie haben den perfekten Namen für Ihr Kind gefunden! Zur Sicherheit ergänzen Sie nun diesen Namen mit einem Zweitnamen, der ihnen weniger gut gefällt oder zumindest ganz anders ist als der erste Name, also zum Beispiel Éomer Jürg oder Klara Beyoncé. Somit geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, nicht das ganze Leben einen Rufnamen tragen zu müssen, der ihm nicht gefällt.

Und noch ein Bonus-Tipp: Ihr Sprössling wird etwa ein Achtzigstel seines Lebens ein Baby sein und ein Achtel seines Lebens ein Kind. Wählen Sie daher nicht in erster Linie einen Namen für ein Meiteli oder ein Büebli, sondern für eine Frau oder einen Mann. Lulu oder Pippa klingt bei Zweijährigen herzig und bei 42-Jährigen unter Umständen wie ein Witz.

Wie meine Kinder heissen, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Nur so viel: Die Tochter hat einen superindividuellen, speziellen, sorgfältig ausgewählten Vornamen – und heisst gleich wie ihre beste Freundin aus dem Kindergarten. Gefallen tut ihr der Name übrigens nicht. Lieber hiesse sie Claudia. Tja.

SONY DSC*Nadia Meier ist Texterin und Hörspielautorin. Sie lebt mit ihrer Familie in Bern.

97 Kommentare zu «So finden Sie den perfekten Namen für Ihr Kind»

  • Thomas Arni sagt:

    Als Vater von zwei Töchtern (Ladina und Leonie) habe ich mich ebenfalls viel mit der Auswahl eines passenden Vornamen beschäftigt. Das Internet hat eine Vielzahl von Vornamenseiten. Allerdings war ich mit keiner so richtig zufrieden und habe nun meine eigene erstellt (www.leonie.io). Mein Ziel ist möglichst vielen werdenden Eltern bei der Wahl des passenden Vornamens zu helfen.

  • marianne reifers sagt:

    Mir fehlt noch der Aspekt, dass Namen auch Träger von Botschaften sein können. Besonders ansprechende Menschen geben gute Namen ab: Florence ( von Florence Nightingale); Nathan ( aus Lessing: Nathan der Weise); Rose ( Rose Ausländer); David ( König David); Meret ( Meret Oppenheim) etc. So gibt man seinen Kindern einen Bedeutungshorizont, den sie für sich entdecken können, wenn sie wollen. Man muss nur aufpassen, dass der Horizont weit genug ist, sonst wirkt der Name leicht lächerlich: Wladimir wäre schwierig oder Clinton, auch Maradona oder Madonna.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @marianne reifers

      maradona ist ein Nachname…,
      und vielleicht könnte man es ja auch so sehen, dass besonders ansprechende, resp für sich selber als Vorbild erscheinende Menschen, ihren erhaltenen Vornamen positiv prägen.
      Ich wär mir nicht so sicher ob man mit denselben Vornamen nicht auch weniger Ansprechende finden würde, bloss haben es die nicht ins öffentliche Wissen geschafft?

      • marianne reifers sagt:

        Da haben Sie recht, es gibt hochwürdige Menschen, die nicht ins öffentliche Bewusstsein gelangen. Einen solchen Namen zu finden und weiterzuschenken, ist eine Ehre. – In anderen Kulturkreisen werden Familiennamen ganz leicht zu Vornamen umgeprägt: Martin Luther King zum Beispiel. Im Arabischen ist jeder Vorname auch ein Familienname! So wäre Maradona sicher möglich oder Clinton oder Putin.

  • Katharina sagt:

    Die Anleitung kommt so herüber als ob es ein Problem wäre, wenn der Vorname zu ‚ethnisch‘ sei. Das war und ist hier bei den WASPs eine eminent wichtige Fragestellung……

    Mir gefällt mein Name, und auch mein zweiter Vorname, der meine Mama ehrt.

    Das ist unsere Tradition: der zweite Vorname ist immer der erste Vorname der Mutter (bei Mädchen) bzw der erste Vorname des Vaters (bei Jungen).

    Vielleicht hilft bei der Wahl des ersten Vornamens der spekt des Wohlklanges. Klänge sind ja universale Schwingungen.

    Das Abkürzen: Meine (Kat oder Cat) passt mir, denn ich liebe meine schnurrenden Mitbewohner.

    • Katharina sagt:

      ’spekt‘ sollte Aspekt sein.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Katharina

        diese Tradition ist besonders für den zu werdenden Grosselternteil- wenn er das erleben darf- eine grosse Ehre und Freude; wobei auch das nur wenn er/sie davon ausgehen kann, dass die Nachkommen nicht einfach einer Tradition folgen „weil man das halt einfach so macht und sonst innerhalb seiner Gemeinschaft sehr seltsam angeschaut würde“.

        Ich könnte mir vorstellen dass es für Menschen mit schwierigen Elternverhältnissen, nicht ganz einfach ist mit solchen Erwartungen aus dem verwandtschaftlichen Umfeld konfrontiert zu sein.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Verbesserung: das mit den Grosseltern ist natürlich Qu atsch, da hab ich nicht aufmerksam gelesen, betrifft ja Eltern-Kind, und zum Zeitpunkt der Vornamenvergabe hat sich meistens noch keine tiefe Zerrüttung aufgebaut… .

        Für mich würde es sich aber ein bisschen seltsam anfühlen unserer Tochter meinen Namen als Zweitnamen zu geben, irgendwie hätte ich das Gefühl, dass ich sie so „an mich binde“. Es wird ja genug geben, positives wie weniger positives, das sie von mir „im Gepäck haben wird“, meinen Vornamen brauchts da nicht auch noch.
        Da würde ich es persönlich eher vorziehen dass es eine Grosselterntradition gäbe, ist das Verhältnis gut und „weitergebenswürdig“, rutscht ein grosselterliche Vorname an die zweite Stelle.

      • Katharina sagt:

        so ganz daneben warst Du ja nicht betreffend Grosseltern, bzw der Verkettung der Lebensfäden im Buch des Lebens. Jetzt, wo die dunklere Jahreszeit beginnt und diese die Einkehr, das Besinnen auf Wurzeln anklingen lässt:

        Das Anklingen der Wurzeln machen wir an einem besonderen Tag, an dem wir uns einfach darauf besinnen, wie die Fackel des Lebens über die Zeit hinweg an uns und weiter gereicht wurde und wird. Dabei werden die Namen und wer von wem wann herkommt, besungen.

        Den Wortlaut selber schreibe ich hier nicht (Wörter und Listen, Zeiten in anderer Schreibweise, so, dass hier die Ehre des Zitats und Respekt nicht gegeben ist).

      • Katharina sagt:

        und weisst Du: wie auch immer der gemeinsam begangene weg von eltern und kinder ist, ob der weg sich vor der zeit trennt, ob dieser sich nie wieder trifft oder nicht. es ist und bleibt aber so, dass zwei sich fanden und dieses neue leben entstand. wie auch immer ich zu dem einen stehe und stand: auch jenes licht ist teil von mir. und irgendwann werde ich unseren nachkommen davon erzählen müssen. sie tragen aber auch im namen jenes fahle licht nicht weiter.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Katharina

        berührend geschrieben und Verstörendes in Worte gefasst, Fassung gegeben; für das was für die spätere Zukunft auf der Traktandenliste steht alles was Du/Ihr dazu braucht.

  • Katia Leuber sagt:

    Der Text oben ist einfach Klasse!
    Wenn jemand ein musikalisches Kind haben möchte, empfehle ich im Vornamen DREI verschiedene Vokale zu haben.

    • Stranger sagt:

      Oh ich liebe solche simplen Faustregeln. Stimmen IMMER. IMMER.

      Hört Ihr das Rumsen? Das ist mein Kopf, der auf den Schreibtisch knallt.

  • Michèle Meyer sagt:

    Ein grossartiger Artikel! Regt herrlich zum Schmunzeln an! Den sollten sich definitiv so einige werdende Eltern mal zu Gemüte führen – Kevinismus und Co. lassen grüssen… 🙂

  • Robert sagt:

    Damals, als weder ich mich mit „R2D2“ noch meine Frau sich mit „Anton“ (sie hatte veträumt, er hiesse so) durchsetzen konnten, haben wir uns letztlich auf ZWEI ganz gezielt kreuznormale Vornamen geeinigt. Es ist nichts falsch an normalen Vornamen. Und man kann sich bei zwei Vornamen ganz beliebig irgendwann nach dem zweiten nennen lassen, falls der erste doch schief rausgekommen ist

    • Stranger sagt:

      Unser Hund hiess damals bereits Chico, als ich bemerkte, dass er R2-D2-Sounds draufhat. Leider war es zu spät, ihn um zu benennen.

  • Mel sagt:

    Wir dachten ja auch, so in der Mitte der Ss, nach vielem suchen, wir hätten den passenden Namen und nannten die Kleine im Bauch auch so.. und dann eine Woche vor Geburt kam uns ein anderer Name in den Sinn. Und der hat sofort gepasst, es hat einfach klick gemacht. Jetzt heisst unsere Tochter Olivia und hat – erstaunlicherweise – grüne Augen (obwohl ich braune und Hubby blaue Augen hat). 😀 Sie könnte gar nicht anders heissen. 🙂

  • babuschka miro sagt:

    Wir hatten bei beiden Kindern sehr Mühe einen passenden Bubennamen zu finden. Zum Glück kamen dann auch die Mädchennamen zum Einsatz. Wenn mich heute jemand fragt, wie wir die Kinder heissen würden, wenn es Buben wären, schaudert es mich richtig. Glück gehabt :o)

  • bonus-auwahl-option falls noch zu wenig kompliziert: tippen sie Namen in http://wikisigns.ch und wählen nach Farb&Form aus
    😉 viel Spass

  • Mara sagt:

    Gestern bei meinem Einkauf in der Migros war vor mir an der Kasse ein Vater mit zwei halbwüchsigen Mädchen, die eine nannte er“ Stinkerli“ und die andere
    „Mausi“ mir fiel fast der Kürbis aus der Hand, und das war nicht etwa im Kanton Bern…

    • Marie-Chantalle sagt:

      Sind ja wohl Kosenamen, nicht wahr? Zwar etwas off topic, trotzdem lustig: unsere Nachbarin nennt ihre beiden zänkischen Hündinnen „Krawallwutzle und Skandalwutzle“ – in Wirklichkeit heissen sie Atizia und Morena

  • mama sagt:

    ich finde es wirklich sehr schwierig einen passenden namen zu finden. mein mann war dafür nicht zu gebrauchen. er gab jeweils seine kommentare dazu ab aber vorschläge kamen nie 😉
    nun ja. wir wollten oder ich wollte namen die nicht jeder hat, die schön klingen und später auch noch wenn sie erwachsen sind. natürlich sind da geschmäcker verschieben. von daher mussten wir uns einige blöde bemerkungen in der verwandschaft anhören.vorallem zum namen unseres sohnes. uns ists herzlich egal den die namen, welche diese personen für ihre kinder gewählt haben gefallen uns auch nicht. so sind wir mehr als zufrieden mit unseren Michelle, Angelina, Malea-Shania und Jace-Liem. für buben find ich die namenswahl weitaus schwieriger als für mädchen.

    • Carolina sagt:

      Sorry, ich möchte Sie nicht beleidigen, aber ich frage mich wirklich, ob Ihr Post ironisch gemeint ist? Genauso wie bei dem Herrn mit dem originellen Namen Rüdiger…….

  • Ignorant sagt:

    Eine Arbeitskollegin (Lehrerin) hat eine Tochter Emylou getauft. Ein schöner Name für ein Baby/Kleinkind. Ich weiss aber nicht, ob man als erwachsene Frau damit ernstgenommen wird.

  • Hafner Stefan sagt:

    Wir hatten auch Wochen und Monate bis wir uns durch die Namenslisten gekämpft haben. Wir wollten unserem Sohn einen Namen geben der in der Schweiz nicht alltäglich ist. Wir sind noch immer stolz auf unseren kleinen Rüdiger.

  • Madame Etualle sagt:

    Frau Meier, Sie haben den ersten Punkt ihrer Regel kläglichst übergangen…
    Kennen Sie Alexis aus Texas? Nein? Schade aber auch….

  • Markus Schneider sagt:

    Nomen es omen. Omen für die Befindlichkeit der Eltern oder halt wie gaga sie bereits sind. Ein Name reicht ja auch selten – alzuoft müssen es Doppelnamen sein, noch schlimmer drei vier fünf Namen, und nicht nur die Katholiken und Ausländer. Wer keinen Musikgeschmack hat, der kann auch keinen Vornamen auswählen, der zum Nachnamen des zu benennenden Kindes passt.

  • Madame Etualle sagt:

    Mitleidenswert finde ich aber, dass die Menschheit aus „Kevin“ nichts gelernt hat, und aktuell mit Levin noch gleich einen drauf setzt! 🙁
    Ist ja fast aus würde man aus Chantal neu Xantal machen…

  • Madame Etualle sagt:

    Amira ist zwar schon superindividuell speziell, aber nur solange Simmentaler Fleckvieh nicht in der Vornamensstatistik der Schweiz vorkommt. 😉
    Noch etwas origineller wäre doch Alma 🙂

  • Tommy Kunz sagt:

    Tja, mit unseren Zwillingen (m/w) mussten wir halt doch mit 100 Namen starten. Nach Punkt 7 hatten wir noch ca. 5 Mädchennamen, aber keinen einzigen mehr für den Sohn. Das Prozedere war zwar nicht genau so, aber eben, Punkt 7 war der Knackpunkt. Der „faule Kompromiss“, den wir kurz vor Geburt fanden, gefällt uns in der Zwischenzeit ausgezeichnet, und auch die Kids sind beide zufrieden, nach in der Zwischenzeit 11 Jahrren.

  • Rémy sagt:

    Zum Thema Bern: im Kanton Bern werden ALLE namen verkürzt und zu Spitznamen umgeändert. Ist einfach so, wohl kulturell bedingt (vielleicht ist es Zeitersparniss wegen der langsamen berner Ausprache, wäre mal ein interessantes Forschungsthema für ein Sprachwissenschaftler)
    Findet euch damit ab oder meidet Bern (wäre schade denn es ist schön dort) und Berner (von denen gibt auch viele ausserhalb vom Kanton Bern, wäre dann auch schade denn die meisten sind ganz angenehme Zeitgenossen)

    • tststs sagt:

      Ich glaube, Schweizweit (ach was, global) schaffen es Kinder die Namen anderer Kinder abzukürzen und zu verhunzen 😉
      Und wenn nicht mit dem Vornamen, dann doch mit dem Nachnamen…

      • Anh Toàn sagt:

        Ganz generell werden Kinder doch einzig von Ihren Eltern und vielleicht noch von Lehrern mit dem „richtigen“ Vornamen angesprochen. Die meisten werden schon von den Geschwistern, später in der Schule anders gerufen, als bei ihrem exakten Vornamen. In der Schule und bei Freunden entstehen die Rufnamen häufig aus Familiennamen.

        Auf Französisch/Italienisch fragt man wörtlich übersetzt: „wie rufst Du Dich? Ein Italiener hat mir mal geantwortet: „Es sind die Anderen, die mich rufen.“

    • Tina Balmer sagt:

      Ich finde es völlig daneben, wenn man ungefragt den Namen einer anderen Person abkürzt, das hat doch nichts mit Bern sondern mit Anstand zu tun. Ebenfalls habe ich kein Problem damit, wenn jemand sich nunmal ein wenig anders nennen möchte, wenn es ihm/ihr dabei besser geht. Mir sagt es sehr viel über eine Person, wenn sie denn Namen des Gegenübers einfach irgendwie ausspricht. Wenn man ihn nicht verstanden hat, dann fragt man nach, soviel Interesse an der Person sollte drin liegen. Wenn sich die Adelheid genau so nennen möchte, dann sollte sie das dürfen und nicht zur Heidi gestaucht werden. Die Falschaussprecher und Abkürzer wirken auf mich etwas denkfaul und selbstzentriert – sie können keine neuen Dinge integrieren, sondern müssen sie gleich in ihre bestehenden Schubladen packen. Wobei gewisse Vornamen auch bei mir solche Schubladen öffnen – dennoch bemühe ich mich, diese richtig wiederzugeben.

  • tststs sagt:

    Tipp Nr. 11 (resp. Ersatz für Tipp Nr. 9):
    Warten Sie bis das kleine Bündel auf der Welt ist, schliesslich soll es einen Namen erhalten, der zu ihm passt (und nicht: der Name erhält ein passendes Baby).
    Falls Sie in einem Spital gelandet sind, wo der Name schon vor der Geburt angegeben wird: Schwindeln und sagen Sie, Sie wüssten noch nicht einmal das Geschlecht 😉

    Und übrigens: Den Bonustipp finde ich persönlich fast den wichtigsten!

  • Anastasia sagt:

    Gelungener Artikel, sehr schön geschrieben!

  • Gisela Ahorn sagt:

    Noch ein kleiner Tipp an werdende Eltern: Ein Gynäkologe kann beim Geschlecht des Babys auch mal daneben liegen. Für diesen Fall sollte man einen alternativen Namen parat haben falls bei der Geburt das Geschlecht nicht „stimmt“.

  • 13 sagt:

    „Überprüfen Sie zudem, wie man Ihr Kind in Bern nennen würde.“

    😀 😀 😀

    Wenn man das als Kriterium nimmt, wird das arme Kind bis 5jährig namenslos sein. Es gibt KEINEN Namen, den ein richtiger Berner nicht verhunzen könnte!

    • Marie-Chantalle sagt:

      Wohl war. Eine Freundin heisst Franziska, aber man nennt sie immer Fränzi, Fränze oder Fräne…schlimm, wenn man kein Meitschi mehr sondern eine erwachsene Frau ist. Sie war mir sehr dankbar, dass ich als einzige sie endlich beim vollen Namen nannte.

  • Hans Hintermeier sagt:

    Wir fanden es auch wichtig, dass der Name zum Kind „passt“. Wir hatten deshalb immer 3 Namen im Kopf bei der Geburt, die uns gut gefielen (das Geschlecht wussten wir bereits, beim 1. Kind mehr durch Zufall). Als wir dann das Kind sahen und erlebten, haben wir dann einen dieser 3 Namen als 1. Namen ausgewählt (innerhalb der ersten Tage nach der Geburt). Ist keine exakte Wissenschaft, aber für uns stimmte es so.

    • mila sagt:

      Ich dachte eigentlich immer, dass ich es im ‚Kindsfall‘ genauso halten würde – respektive, den Namen solange alternativ in der Schwebe halten, bis das kleine Wesen sich gezeigt hat (und auf irgendeine Weise seinen ‚Willen‘ ebenfalls dazu kund tut). Nun, im eingetroffenen Ernstfall, hat sich jedoch der (schnell) einmal gefundene Name als so ’stimmig‘ erwiesen, dass weder mein Partner noch ich je wieder davon abgerückt sind – wir sind noch nicht einmal ansatzweise in Versuchung geraten (was mich, zugegeben, selbst ein wenig erstaunt hat). Schöner, obschon ungeplanter Nebeneffekt: man kann das Kind bereits im Bauch beim Namen nennen. 😉

      Kommt hinzu, dass ich schon gut eine Woche vor der frauenärztlichen Bestätigung meinem Empfinden nach untrüglich wusste, welches Geschlecht sich da anbahnt. Nämlich ab dem Moment, als ‚es‘ sich nicht mehr neutral mit Baby und weiteren geschlechtslosen Kosenamen ansprechen lassen wollte (und auch nicht mit dem andersgelagerten Geschlechtspronomen). Ich könnte das jetzt auf ‚(ur-)weibliche‘ Instinkte zurückführen, oder, etwas profaner, auf die Hormone, wenn nicht sowieso auf einen halbseitig zu erwartenden Zufallstreffer. Aber ich fand diese ‚Entwicklung‘ schon ziemlich spannend, gerade als gemeinhin eher skeptisch veranlagter Mensch.

      • Carolina sagt:

        Ging mir genauso! Aber bei jedem Kind wussten wir schon nach der Geschlechtsbestimmung sehr schnell, wie es heissen sollte – und es passt (wahrscheinlich haben wir es passend gemacht;-). Ich fand es jeweils wunderbar (auch eine Ueberraschung bei der ersten Schwangerschaft), dass das Baby in meinem Bauch durch den Namen schon eine Persönlichkeit hatte….

    • Hans Hintermeier sagt:

      Ja, Ihr habt Recht, es ist tatsächlich schön, wenn man das Kind bereits im Bauch mit dem Namen ansprechen kann. Bei uns war es ja auch ein Prozess, vor allem beim 1. Kind: zuerst dachten wir es sei dieser Name und haben das Kind im Bauch mit diesem Namen angesprochen. Dann haben wir doch noch 2 andere Namen gefunden, die uns auch gut gefielen (Der 1. Name war auch eher exotisch und deshalb gab es auch von uns aus dann doch noch Bedenken, ob wir dem Kind tatsächlich damit einen Gefallen tun, obwohl er vom Klang her schön ist). Wir konnten uns dann einfach während der Schwangerschaft nicht mehr entscheiden und beschlossen das Kind zuerst kennenzulernen. Entscheiden muss man ja erst, wenn man das Formular im Spital ausfüllen muss, dann ist es (praktisch) endgültig, bis dahin kann man es immer noch ändern. Der erste Name wurde dann einfach sein 2. Name! Unsere Kinder haben keinen Schaden davon getragen, dass wir sie im Bauch mit verschiedenen Namen angesprochen haben (exkl. Kosenamen), denke es ist vor allem wichtig, dass man überhaupt mit dem Kind spricht und sing (sie hörten auch bereits ihr Gutenachtlied im Bauch mit Unterstützung ihres „Aufziehbaren-Bettbegleiters“)

  • Cybot sagt:

    „Superindividuell“ und „speziell“ sind auch ein guter Gründe, den Namen von der Liste zu streichen. Lieber etwas normales, die Gefahr, dass ein anderer in der Schule oder wo auch immer den gleichen Namen hat, besteht ohnehin immer, ist aber auch nicht schlimm.

  • Muttis Liebling sagt:

    Es gibt noch die klassische Variante: Ohne Hellseher zu sein, weiss man schon lange vor der ersten Schwangerschaft, dass solche mal kommt und hat genug Zeit, sich aus der Flut der Namen, welche sich täglich präsentieren, die zwei passenden Varianten bereit zu legen.

  • Lala sagt:

    Aus Erfahrung kann ich sagen, dass man mit Fritz sehr individuell unterwegs ist (ausser im Altersheim ;)).

    Positiv:
    1. Man kann es kaum abkürzen.
    2. Man ist allein auf weiter Flur (ausser bei Besuchen im Altersheim).
    3. Ein Z am Schluss des Namens ist toll beim unterschreiben (nur Schade benutzt man da den Vornamen so selten).

    Negativ:
    1. Jeder erinnert sich an „Fritz“ („Fritz“ aber oft nicht an Thomas Nr. 15)
    2. Fritz reimt sich auf Spitz und Schlitz was in der Schule keineswegs Ideal ist.
    3. Man heisst „Fritz“ ;).

    • Jennifer sagt:

      Fritz ist leider auch nicht mehr sehr individuell. Keine 3 kleine Buben, die diesen doch eher grässlichen Namen ihr ganzes Leben tragen müssen. Aber vielleicht haben sie ja Glück und ihre Eltern haben ihnen einen zweiten Namen gegeben;-)

      • Jennifer sagt:

        wollte natürlich „kenne“ schreiben.

        übrigens Ida ist auch so ein Name, von dem ich gedacht hatte, den gäbe es glücklicherweise nur noch im Altersheim. Aber nein, auch dieser m.M.n. grässliche Name ist wieder „in“.

    • Christoph Bögli sagt:

      Punkto abkürzen: Das stimmt wohl im Rest der Welt, aber die erwähnte Bern-Regel sollte man da nicht übersehen. Denn da wird alles „abgekürzt“, selbst wenn es eigentlich gar nicht möglich ist. Sprich aus dem Fritz wird dann der „Fritzu“ oder schlimmeres..

    • Vollenweider sagt:

      Fritz kann man nicht abkürzen, weil das selber schon eine Abkürzung ist. Wenn es denn schon dieser Name sein soll, würde ich „Friedrich“ eintragen lassen. Sollte dem kleinen Fritz sein Name mal verleiden, kann er sich immer noch Friedrich nennen – und umgekehrt.

  • Andrea sagt:

    Ich frage mich immer, warum so viele Normalo-Eltern ausgerechnet bei der Namenswahl ihrer Kinder um jeden Preis individuell und speziell sein wollen . Ich finde diese unsäglichen „selber gebastelten“ und superindividuellen Namen furchtbar (da wird dann irgendwo ein Buchstabe vertauscht oder weggelassen oder sonst wie ersetzt, nur um ja einen Namen zu kreieren, der noch nie da gewesen ist) und meist passen sie dann auch überhaupt nicht zum (Schweizer) Nachnamen. Dass man aber nicht grad einen Namen aus der nationalen Top-ten-Liste möchte, das verstehe ich voll und ganz.

    • Muttis Liebling sagt:

      Das liegt so im Wesen des Normalos, der Originalität nur spielen kann und unvorbereitet, aus der Situation genau das Gegenteil davon darstellt.

  • sil sagt:

    toller Artikel. danke.

  • Albert Augustin sagt:

    Wenn ich auf der Heckscheibe von Autos gewisse Kindernamen sehe so habe ich Bedauern mit diesen Kleinen, sie können nichts dafür, wenn sich ihre dummen Eltern so blöde Namen aussuchen !

    • Muttis Liebling sagt:

      Publikation des kindlichen Vornamens auf der Heckscheibe und Wahl eines auffällig ‚blöden‘ Namens dürften miteinander korrelieren, auf die gleichen charakterlichen Defizite zurück zu führen sein.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @ML: Kindernamen auf der Heckscheibe verstehe ich auch als eindringliche Bitte, unbedingt den Sicherheitsabstand einzuhalten. Bei einer Auffahrkollision sind Kinder stärker gefährdet, weil sie ihren (proportional) schweren Kopf noch nicht so gut selber halten können. Okay, Baby on board würde auch reichen, aber man ist in der Regel schon ein stolzer Vater/ eine stolze Mutter!

      • Muttis Liebling sagt:

        @HH, das kann aber in die Hose gehen, wenn der Nachfolger kurzsichtig ist und näher ranfahren muss, um die Inschrift zu lesen. Besser ist wohl, alles zu vermeiden, was die Aufmerksamkeit im Strassenverkehr fehl leitet.

        Ich stelle mir grad vor, 1971 wäre in Süddeutschland ein Rolls Royce mit der Heckaufschrift:

        ‚Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg an Bord‘. Das hätte die Rate an Auffahrunfällen punktuell beschleunigt.

    • mila sagt:

      Nun ja, jedem das Seine. Für meinen Teil finde ich es inzwischen allerdings in der Tat lustiger, mich – wenn schon – über die wahlweise gut-, bildungs- und kulturbürgerlich Recht(be)schaffenen zu belustigen, die sich über ‚blöde‘ Eltern und ‚dumme‘ Namen echauffieren, als über besagte ‚blöde‘ Eltern und ‚dumme‘ Namen. 😉

  • Simone sagt:

    Danke für den witzigen Beitrag… der abschliessende Kommentar Ihres Artikels find ich besonders toll, denn genau damit rechne ich auch für die Zukunft unserer Tochter. Obwohl heute noch viele sagen ‚oh welch schöner spezieller Name‘, bin ich mir ganz sicher, dass sie Gspänli mit dem gleichen Namen haben wird. Es ist halt eben wirklich sehr anstrengend ’speziell‘ zu sein, wenn das alle sein möchten.

  • mila sagt:

    Hmm. Bei solchen Kommentaren frage ich mich gelegentlich, wer die wirklichen Bünzlis sind. Hinz und Kunz, oder nicht doch jene, die sich über Hinz und Kunz auslassen.

    • mila sagt:

      Bezieht sich auf den Kommentar von Heidi K., 08.37 h.

      • Heidi K. sagt:

        Genau. Wie weltoffen Du doch bist…

      • mila sagt:

        Wer will das schon wissen – ich womöglich zuletzt… Jedoch: Individualität hänge ich nicht an (m)einem Namen auf (der zu meiner Geburtszeit übrigens ein Unikum war – nur allerletzt unverstorbene (Ur-)Grossmütter hiessen so, meine Eltern konnten insofern nicht ahnen, dass es gerade mal fünf, zehn Jahre später – zumindest in meinem Herkunftsland – zu einer regelrechten ‚Schwemme‘ kommen würde). Sondern interessiere mich in der Regel für den hinter den Buchstaben stehenden Menschen, unabhängig davon, wie besagte Buchstaben sich nacheinander platzieren.

  • Heidi K. sagt:

    Interessanter Artikel. Offenbar hat all dies noch niemand vorher gewusst. Nur so kann ich mir erklären, weshalb alle Jungs Noah heissen. Ich kann diesen Namen gar nicht mehr hören. Wird mir echt schlecht dabei. Verstehe nicht, weshalb alle die gleichen Namen wählen. Das ist so öde. Aber offenbar schaut resp. hört man genau hin, was der andere sagt oder macht. Wir haben unseren Kindern Namen gegeben, die man aussprechen kann, aber die dennoch individuell sind. Hinz und Kunz heissen anders. Alle unsere Jungs sind damit sehr glücklich und wollen ihre Namen auch nicht ändern. Ich hingegen bin mit meinem nicht zufrieden. Zu abgelutscht, 1000x gehört.

    • Carolina sagt:

      Ist schon zum Lachen: die mit den ach-so-individuellen Namen klopfen sich auf die Schulter und werden dann irgendwann auch feststellen, dass irgendjemand diese Namen gewöhnlich/langweilig/gehäuft/verzweifelt individualisiert findet……
      Sind wir doch froh, dass wir nicht alle irgendwelchen vorgegebenen Listen folgen – wäre ja elend langweilig. Mal ganz davon abgesehen, dass ich immer noch der (etwas esoterischen, ich weiss) Meinung bin, dass Namen merkwürdigerweise oft zum Träger passen. Wir dachten bei allen unseren Kindern, wir hätten genau die richtige Mitte getroffen zwischen international, nicht zu individuell, aber doch stimmig – bei allen, wirklich allen Kindern mussten wir feststellen, dass diese Namen in der Generation gehäuft vorkamen und tatsächlich zu den Kindern passen…..

      • Muttis Liebling sagt:

        Das passiert, wenn man dem Zeitgeist voraus ist. Wer viel mit Menschen arbeitet, ahnt Trends ganz intuitiv.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Das wurde bei der letzten Namensdebatte hier reingetragen:

    diedreibuchstaben stadt-zuerich.ch / vornamen

    Hat man alle Punkte abgearbeitet kann man bei Bedarf noch nachsehen, wieviele Namensvettern im Jahr 2014 mit diesem Namen (plus Geburtsjahr) in der Stadt ZH ihr müdes Haupt hinlegten.

    • tina sagt:

      (was meint sie nur mit „ihr müdes haupt hinlegten“? und zu 2014 das geburtsjahr addieren? dem voraussichtlichen, des kindes? also so ca 4029? ich kann nicht aufhören, darüber nachzudenken)

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tina

        wenn Sie dort einen Vornamen eingegeben erscheinen alle, dieses Namens erfasste Zürich Wohnsitzhabende des Jahres 2014, wenn Sie dann den Jahresbalken abfahren erscheinen für jedes Jahr (resp eben den erfassten Jahrgang) wieviele es davon hat oder im 14 hatte.

        Müdes Haupt, betrifft die älteren Jahrgänge aufgrund „perfekten Vornamen gesucht haben“. Also weniger nachdenken sondern einfach mal draufgehen.

      • tina sagt:

        danke fürs erklären frau steiner. die seite kannte ich schon, trotzdem habe ich ihren text einfach nicht verstanden. also eigentlich kapiere ich ihn immer noch nicht 😉 machtnüt

  • ABC sagt:

    Die Bedeutung der Namen find ich auch noch überprüfenswert – da fiel bei uns auch der eine oder andere aus der Liste…

    • Cybot sagt:

      Die Bedeutung der Namen kennt im normalen Leben doch ohnehin kein Mensch, mit Ausnahme der offensichtlichen. Ich finde das heute ziemlich irrelevant. Namen, die eine negative Bedeutung haben, gibt es ja eigentlich nicht.

      • Carolina sagt:

        Sagen Sie das mal Autoproduzenten, deren internationale Rechtsabteilung es nicht fertigbringt zu eruieren, dass ein gewisser Autoname in anderen Ländern etwas ganz, äh, Unpassendes bedeutet…… 😉
        Aber bei Kindern gebe ich Ihnen Recht! Diese kleinen Büchlein mit Horoskop und Bedeutung des eigenen Namens kann man dann später mal gut in den Samichlaus-Strumpf legen – da sind die Kinder meistens alt genug, um darüber lachen zu können….

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Car olina

        naja, Namen die eine Geschichte haben, von einer anderen Sprache hergeleitet worden sind oder anderem ihre Bedeutungsdeutung verdanken würd ich nun nicht grad in der Horoskopkiste versorgen, zu wertvolle Perlen liegen dabei… (deren ich mich sehr dankbar bedient hab)

      • ABC sagt:

        Aber was ein Name in der Herkunftssprache (des Namens ) heisst, hat doch nichts mit Horoskopkiste zu tun. Und doch es gibt sehr wohl Namen mit negativen Bedeutungen (dolores – schmerzen)? Das ist mMn nicht Hokuspokus sondern relevant… aber vielleicht bin ich ja altmodisch.

      • Carolina sagt:

        Ich glaube, da habe ich mich ziemlich blöde ausgedrückt: was ich meinte, sind diese kleinen Büchlein, die es in jedem Supermarkt gibt – über die jeweiligen Sternzeichen, Tierkreiszeichen etc und eben auch jeweils über den eigenen Namen und dessen Bedeutung. Ueber die Jahre habe ich immer wieder mitbekommen, dass auch der hartgesottenste Gegner von dieser Art von Pseudowissenschaft ganz gern in so etwas stöbert (und es dann auch gleich wieder vergisst)……

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Car olina

        aha!… Büchlein hab ich noch nie angetroffen (oder inzwischen vergessen) aber Lineale, Lesezeichen, Tassen uä und war manchmal erstaunt wie viel da in einen Namen reingelesen wird, resp welche Weiten da manchmal zwischen dem Werbetext und der Ursprungsbedeutung liegen. Von dem her, ja, da darf dann schon auch gelacht (naja, manchmal auch geweint?) werden 😉

      • ABC sagt:

        @Carolina: bei dieser Art von „Be(deutung)“ bin ich mit dir einig. Das ist bestenfalls Unterhaltung ;-). Ich meinte die wortwörtliche Bedeutung also die Übersetzung und den (historischen) Ursprung des Namens.

    • Widerspenstige sagt:

      ABC…..finde ich auch und wer sich das zu leicht macht, ist selber schuld, denn ‚Jede/r ist seines Glückes Schmied’….was auch immer das heissen will.

      P.S. Wer sich noch dafür interessiert: beim threat ‚Fieber? Egal, das Kind geht zur Schule‘ habe ich noch bei @barbara meine Antworten plaziert (sonst findet diese niemand mehr, weil die letzten Kommentare oben rechts fehlen).

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige

        einmal mehr schliesse ich mich an

        da war doch mal eine hoffnungsvolle Meldung dass diese Vermissten zurückkämen?

        Bloss weil wir nicht in jeder Abteilung drum ersuchen, bitten und nachfragen

        heisst nicht wir hätten schon lange aufgegeben…

  • Tom sagt:

    Sehr schönes Spielchen. Ich hatte eine ganze A4-Seite voller Namen und Töchterchen bekam einen, der nie auf der Liste war…

  • Stefan W. sagt:

    Einen Tip hätte ich noch: Suchen Sie sich unbedingt ein zweites Elternteil mit anderer Muttersprache für das Kind. Nicht nur, dass es für die Kinder generell ein Vorteil ist, zweisprachig aufzuwachsen, auch die Namensfindung wird viel einfacher, da man gleich alles streichen kann, was nicht in beiden Sprachen gut ausgesprochen werden kann. Da bleibt oft schon nach Schritt 2 oder 3 nur noch ein Name übrig 🙂

    • Muttis Liebling sagt:

      Das originelle an Ihrem Kommentar ist, sich ein zweites Elternteil, statt einen Partner zu suchen. Den Gedanken halte ich für sehr tragfähig.

    • Cybot sagt:

      Neben der/den Muttersprache(n) sollte der Name heutzutage auch in Englisch aussprechbar sein. Spätestens wenn das Kind mal einen Sprachaufenthalt macht, wird es dafür dankbar sein.

      • tina sagt:

        sprachaufenthalte ausserhalb englischsprachiger gebiete sind nämlich verboten!

      • Muttis Liebling sagt:

        Ich glaube auch, dass Englisch kaum noch eine Rolle spielen wird, wenn die 2015/16 Geborenen in das Alter einer möglichen Sprachreise kommen. Die Sonne geht im Osten auf.

        ‚Hanna(h)‘ können alle Asiaten gut aussprechen, ‚l‘ und ‚r‘ sollte man vermeiden.

      • Carolina sagt:

        ML: Sie könnten Ihren Sohn ja sicherheitshalber Kevin-Friedrich William Mohammed Pedro Long Vladimir nennen – da sind Sie auf jeden Fall vorbereitet!
        (Lassen Sie mich raten: Ihrer heisst wahrscheinlich sowieso Friedrich, oder?) 🙂

      • Muttis Liebling sagt:

        Carolina, gut getippt. Allerdings hatte ich Friederike als Mädchenname vorgesehen und, voraussehbar, nicht durchgesetzt bekommen. Das meinte ich mal an anderer Stelle, der Wunsch des Vaters realisiert sich weitaus seltener, als der der Mutter.

        Aber wir sind in beiden Fällen beim Typus Deutsch- Bürgerlich geblieben, nicht Alt- Germanisch wie Rüdiger, Herrmann, Adelheid und Brunhilde und nicht Neu- Deutsch.

  • mila sagt:

    Hihi, was bin ich froh, dass mein Partner und ich uns schon bei der ersten Namensdiskussion, in gut einer Stunde, auf den Namen geeinigt haben… Seitdem steht er (felsen-)fest. Und lustigerweise frei von aller ‚wohlgemeinten‘ Kritik von aussen, vor der wir allseits gewarnt wurden.

    Aber das werden wir unserem Nachwuchs wohl lieber nicht verraten. Sonst könnte der noch auf den Gedanken kommen, wir hätten es mit der nötigen Individualitätspflicht nicht ernst genug genommen. Ich male mir schon entsprechende Kindergartengespräche aus (‚also, mini Mami und min Papi hättet genauso guet chönne würfe, so wenig Müe händ diä sich ge‘).

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