Der Grillparty-Männerzirkel

(iStock)

Gemütliche Männerrunde: Mit beneidenswerter Selbstverständlichkeit sezten Männer ihre Bedürfnisse durch. (iStock)

Letztens waren wir zu einer grossen Grillparty eingeladen. Ein fröhliches Fest mit vielen süssen Kindern und tollen Eltern. Moderne Väter, die mit ihren Kleinen ins Vaki-Turnen gehen und mehr als nur Ernährer sein wollen. Emanzipierte Mütter, die genau wie ihre Männer erwerbstätig sind und auch sonst auf Gleichberechtigung pochen. Dennoch kam es, wie es immer kommt an solchen Partys: Nach ein bisschen Herumgekicke mit den Kindern versammelten sich die Männer mit ihrem Bier in der Hand in einer Ecke. Sie stellten sich kreisförmig auf, Rücken gegen aussen, lachten, prosteten sich zu und blendeten alles aus, was sich ausserhalb ihres Männerzirkels abspielte.

Will heissen auch die Kinder. Denen rannten unterdessen die Mütter nach. Wischten ihnen den Mund ab, gingen mit ihnen aufs WC und zogen sie auf dem Bobbycar hinter sich her. Manchmal versuchte ein Kind, den Kreis zu durchbrechen mit Rufen, Stupsen und Zerren an den väterlichen Beinen. Doch keine Chance – «Später», hiess es jeweils, «ich komme später.»

Ich irrte eine Zeit lang auf der Wiese herum, unentschlossen, wo ich hingehörte. Hin wollte. Irgendwann landete ich drinnen bei einer befreundeten Mutter. Obwohl ich nicht vorhatte, mich an diesem Abend in die Rolle der alleinigen Kinderbetreuerin drängen zu lassen, sass ich schliesslich mit ihr auf dem Boden und spielte mit den Kindern, damit diese aufhörten, das Fussballtor draussen auseinanderzunehmen.

Wir kamen auf das Phänomen des männlichen Grillparty-Zirkels zu sprechen. Zuerst beklagten wir uns über die Männer, die sich ohne Absprache mit uns die Freiheit nehmen, trotz anwesendem Nachwuchs freizumachen. Und zeigten uns erstaunt, dass das auch hier und jetzt noch so ist, obwohl wir doch alle so gleichberechtigt sind. Dann schlug ich ihr vor, den Spiess beim nächsten Grilltreffen einfach umzudrehen: Wir würden uns demonstrativ in eine Ecke stellen, gemeinsam ein Gläschen trinken und die Kinderbetreuung durch pure Verweigerung an die Männer delegieren. Worauf sie meinte, dass die Idee schön und gut sei, aber illusorisch: «Wir müssten schon die Location wechseln, wenn wir das durchziehen wollen. Sonst können wir gar nicht anders, als doch wieder zu unseren Kindern zu rennen, wenn eines weint oder schreit.»

Vielleicht fehlt uns Frauen einfach diese Selbstverständlichkeit, mit der die Männer ihre eigenen Bedürfnisse durchsetzen. Und so sehr ich mich manchmal darüber aufrege, so sehr beneide ich sie auch darum. Denn ich bin zwar überzeugt, dass ich die Verweigerungshaltung einen Abend lang durchziehen könnte. Ich würde mich dabei aber wahrscheinlich nie so entspannt fühlen wie ein Vater, der völlig relaxed in seinem Männerzirkel steht und gar nicht auf die Idee käme, etwas anders machen zu müssen.

Der Vorschlag der anderen Mutter, die Frauenrunde gleich an einen anderen Ort zu bewegen, ist deshalb womöglich gar nicht so falsch. Es wäre zumindest interessant zu sehen, wie die Männer auf den plötzlichen Grillparty-Exodus ihrer Frauen reagieren würden.

Kennen Sie das Phänomen des männlichen Grillparty-Zirkels? Wie gehen Sie als Mutter damit um? Und rotten Sie, liebe Väter, sich bewusst zusammen, oder passiert das jeweils ganz von alleine?

 

203 Kommentare zu «Der Grillparty-Männerzirkel»

  • fabian sagt:

    Ihr Frauen wählt euch eure Männer selbst und freiwillig aus.
    Also hört doch bittebitte mal auf, euch immer über sie zu beklagen.

  • Lila sagt:

    Hmmm, das ist mir auch schon genauso aufgefallen. Irgendwie zieht sich das auch sonst im Leben durch.
    Bei uns arbeiten beide er 100 %, ich 70 %. Meine Geschäftstermine lege ich aber wenn immer möglich, so dass es nicht meinen Part der Kinderbetreuung tangiert. Ich gehe auch nicht automatisch davon aus, dass mein Mann zur Verfügung steht, wenn er (in der Freizeit) keinen Termin angekündigt hat, ich frage ob es geht, wenn ich weg bin. Er ist da von Anfang an viel unbeschwerte und teilet seine Geschäftsreisen und Abwesenheiten einfach mit. Selten stört mich das, mehrheitlich ist es aber iO so.

  • Franz Vontobel sagt:

    Lustig, dass hier alle offenbar diese Apartheid-Grill-Abende erleben… Ich kenne diese seltsame Segregation von Männlein und Weiblein jedenfalls nicht aus eigener Erfahrung – die Gesprächsrunden sind normalerweise buntgemischt. Was nicht heisst, dass sie auch mal nur aus Männern oder Frauen bestehen können, aber nicht als Regel.

    Und die Kinder sind so oder so meist bei dem, der das Feuer unterhält – und das bin meistens ich (nicht, weil ich muss, sondern weil ich will).

    • Stranger sagt:

      Ja so ein Feuer will unterhalten sein. Wie machst Du das heutzutags am einfachsten? Youtube? Etwas vorsingen?

      • Franz Vontobel sagt:

        Tja, Stranger, das mag jetzt für sie neu sein: „unterhalten“ hat durchaus auch die Bedeutung von „pflegen“ oder „aufrechterhalten“…

      • Stranger sagt:

        Tja, Franz, das mag jetzt für sie neu sein: im Mamablog gebe ich manchmal den Beschränkten, um die Beschränktheit in fremden Posts zu entlarven. Bitte nicht davon ausgehen, dass ich in der Tat beschränkt bin.

      • Franz Vontobel sagt:

        im Mamablog gebe ich manchmal den Beschränkten, um die Beschränktheit in fremden Posts zu entlarven.

        Ach? Und wo genau ist mein Post „beschränkt“?

  • Dieter Neth sagt:

    Da ist wohl schon was dran. Aber die Männerrunde ist nur dann eine Runde RICHTIGER Männer, wenn diese auch gemeinsam fürs Essen sorgt. Am Grill natürlich, mit Bier in der Hand. Fleisch, keine Würste ihr Geizhälse! So wurde das bei uns im Lande der Machos gemacht im nördlichen Mexiko. Und die lieben Kleinen? Die können sich bestens selber unterhalten, zumindest unsere Rasselbande konnte es. Nach dem Essen dann Männlein und Weiblein in ihren Runden schön getrennt den Familienklatsch durchnehmend. Abwasch? Macht man am Schluss mit ein paar Helfern im Nu, und es gibt ja Einmalgeschirr.

    • roger sagt:

      also in australien ist immer der gastgeber der grill zeremonienmeister, der umgeben von seinen mates, ein eisgekühltes bier nach dem anderen trinkt. die kinder sind meistens schon im bett und die frauen kümmern sich um die salate. sie trinken auch nicht so viel, damit sie ihre besoffenen männer wieder nach hause fahren können. schlussendlich sind alle happy und hatten ein tolles bbq.

      • Stranger sagt:

        Und Männer und Frauen sind von vorneherein unterschiedlich. Die ersteren können tun und lassen, was sie wollen und die letzteren haben sich anzupassen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Männer und Frauen sind von Natur unterschiedlich und deshalb spielt jeder/ jede die Rolle, die auf die Situation passt. Keiner ist in eine Rolle gezwungen, jeder nimmt sie freiwillig an. Mit 5% Irrtumswahrscheinlichkeit.

        Männer saufen, Frauen fahren besoffene Männer nach Hause. Wenn sich das Verhältnis in historisch extrem kurzer Zeit umkehrt, dann ist das soziale Rollenspiel artifiziell verletzt und dann lohnt es, nach den Ursachen zu schauen. Denn die Auswirkungen betreffen alle soziale Rollen.

        Es geht, wie immer nicht um die Symptomatik, sondern um das Phänomen.

      • Stranger sagt:

        Nee stimmt nicht, das mit der Rolle. Es gibt Standardrollen, Stereotype, in welche die Leute hinein gezwungen werden, ob sie es nun wollen oder nicht.

      • Stranger sagt:

        Hee, ML, hast Du jetzt mal Deutschland 83 geguckt? Blendend gemacht.

  • Philipp Mayer sagt:

    Nur fürchte ich dass andersrum KEINER der Beteiligten ein rechte Freude hätte weil sofort allgemeines Chaos auf der Veranstaltung ausbrechen würde 😉

  • Chris sagt:

    Zum Glück habe ich keine Frau. Und keine Kinder.

  • cocolabelle sagt:

    mein persönliches lösungswort: Akzeptanz. Es ist nun mal wie es ist. Ich bin Mutter und das ist mein Job. Es ist viel mehr als das. Ich habe es akzeptiert und bin zufrieden damit und mein Mann soll sich seine Männerrunde gönnen inklusive einem verwöhnenden Kuss (und mehr) von mir am Ende der Party.

  • Thomas sagt:

    Das Problem ist, dass ihr immer alles sofort aufgeräumt und geputzt haben wollt – und das in Perfektion. Wenn ich sage „Schatz, lass gut sein, ich mach’s dann später“, kann sie es nicht sein lassen. Und verpasst mir dazu ein schlechtes Gewissen, weil sie es alleine tun musste, weil ich ihr nicht geholfen hatte. Sie hatte aber die freie Wahl sich noch zu uns zu setzen, mit uns zu plaudern, trinken, lachen. Sehr gerne hätte ich die ganze Chose aufgeräumt – nachdem mein Freunde gegangen wären. Aber klar, ich/wir Männer sind halt an allem schuld!

  • Sportpapi sagt:

    Ich verstehe Frau Kuster und ihre Aufregung nicht.

    Sind wir als Familie unterwegs, ist die Kinderbetreuung Sache meiner Frau – so wie zuhause auch. Egal, ob beim Einkaufen, beim Ausflug oder auf Familienparties.

    Wieso soll mir mein ungestörtes Bier im Kreise von guten Kumpels vergönnt sein, nur, weil ich mich um die Racker kümmern soll? Meine Frau kann das viel besser, und so ist das wohl in den meisten Familien.

    • Sportpapi sagt:

      Hm. Wer hat das wohl meinen guten Namen gekidnappt? Wenn er/sie wenigstens etwas Vernünftiges geschrieben hätte…

      • Annabelle sagt:

        @Sportpapi

        Suspekt waren deine freiberuflich-intensiven Kommentarergüsse schon immer, aber dass du dich jetzt auf so skurrile Weise selbst veleugnest, schlägt dem Fass den Boden aus.

        Es gilt das geschriebene Wort, auch für dich. Sonst lass es doch bitte einfach bleiben hier und suche dir einen neuen Zeitvertreib.

      • Sportpapi sagt:

        Annabelle, ich weiss sehr wohl, was ich schreibe. Und wenn Sie meine skurilen Texte so lesen würden, wie Sie behaupten, wüssten Sie, dass ein solcher Text auf keinen Fall von mir stammen kann.

      • Franz Vontobel sagt:

        Haha, zuerst dachte ich ja: Wow! Sportpapi! Zwar etwas plump, aber immerhin, ein Versuch in Ironie… Aber dann fiel mir wieder ein, wie absolut humorfrei sie doch sind, und obiger Text garantiert NICHT aus ihrer Tastatur stammen kann. 😀

      • Stranger sagt:

        Ich dachte gleich, dass das irgendwie so gar nicht nach Dir tönt.

      • Sportpapi sagt:

        Vontobel, Sie wissen doch, dass Ironie von Kindern nicht verstanden wird. Und von den Lesern hier meist auch nicht. Also verzichte ich. Es gilt das geschriebene Wort 🙂

      • Franz Vontobel sagt:

        Sie wissen doch, dass Ironie von Kindern nicht verstanden wird.

        Das ist nicht wahr – klar, sie verstehen sie nicht von Natur aus, aber man kann das mit ihnen üben. Das Risiko ist natürlich, und hier spreche ich als Leidgeprüfter, dass man plötzlich ebenfalls zum Opfer ironischer Sprüche wird… 😀

      • Stranger sagt:

        Ironie ist im Internet generell etwas Schwieriges. Wenn man eine Site betreibt wie den Postillon, wo einfach alles ironisch gemeint ist, geht es natürlich, sonst naja…

  • Jogger sagt:

    Sie bewegen sich auf den falschen Partys…

  • Geniesser sagt:

    Die meisten von euch seit „Riesegrossi Jammericheibe“ wie man in Bern sagt.
    Es gibt Leute die keine Kinder kriegen können! Ihr habt diese Situation, die ja so hart und mühsam ist selbst gewählt!
    Also hört auf zu jammern und geniesst besser die Zeit mit den Kindern und überlasst an einem treffen mit Kollegen einmal die Kinder sich selber ohne das ganze zu Über -Dramatisieren….
    Ciao Zäme

  • Herbert Kühnis sagt:

    Ich als häufig an Grillabenden teilnehmender Mann wehre mich gegen diese völlig grundlose, diskriminierende Verallgemeinerung. Häufig ist es nämlich so, dass einfach alle zusammen die Grillsachen vorbereiten, sich abwechslungsweise um das Grillgut kümmern und überhaupt gar nichts von diesen oft medial beklagten Genderdingen stattfindet – übrigens auch bei anderen Gruppen, die ich jeweils beobachte. Aber klar, über die sehr viel entspanntere Realität lässt sich natürlich kein Zeitungsartikel schreiben.

    • Lichtblau sagt:

      Ganz bei Ihnen, Herbert. Wer würde es sich schon antun, sich in einer dermassen unentspannten Gesellschaft zu amüsieren? Zumal dies rein familienbedingt auch nicht täglich vorkommt.

  • Mann sagt:

    Ich bin ja so froh und dankbar, dass ich keine Kinder und somit auch kein Mami zuhause habe. Frauen scheinen nur ohne Kinder glücklich zu sein.

    • Anita sagt:

      Dennoch genug Zeit und Musse um den a) den Mamablog zu lesen und b) auch noch konstruktiv zu kommentieren… Spannend.

      Soweit ich den Blog sowie all die Kommentare gelesen habe geht es nicht darum, dass Frauen nicht glücklich sind mit Kindern sondern dass wir eine gleichberechtige Erziehung und Verantwortungsbewusstsein wünschen von beiden Elternteilen und nicht nur von der Mutter. Aber gut möglich, dass Sie etwas anderes gelesen haben.

      • Mann sagt:

        Ganz so, als ob die Männer gegen eine gleichberechtigte Erziehung wären uns sich verweigerten.
        Ganz so, als ob die Männer kein Verantwortungsbewusstsein hätten.

        Wann hört es denn mal auf mit diesen ewiggestrigen Clichées?

      • Irene sagt:

        Dann, wenn sie aufhören, sich zu bewahrheiten

  • Lea sagt:

    Ich halte im Kries stehen/sitzend für eine gute Methode um als Gruppe das geschehen rund herum zu beobachten und dabei gegen aussen abwesend, deeskalierend zu wirken. Bei Politischen Aktionen oder hochrisikio Sportveranstalltungen hat sich diese Methode meiner Meinung nach sehr bewährt.

  • Philipp Rittermann sagt:

    diese frage ist aber doch wohl etwas schwierig hier – in der emanzenrunde – zu beurteilen – oder täusche ich mich da? männer-grillzirkel sind selbsterklärend legitim und bedürfen keinerlei weiterer fragen. oder täusche ich mich da? und die gefühlten 20% mütter im forum, die nicht (selbstverschuldet) alleinerziehend sind, geniessen es wohl auch, wenn der mann mal äh-kurz ausser haus ist. oder täusche ich mich da?

  • babuschka miro sagt:

    Da ich die Kollegen meines Mannes auch sehr gut mag,geselle ich mich jeweils auch zur „Männerrunde“.Das muss ja nicht der ganze Abend sein,aber immerhin…so kommen die Kinder bei Bedarf zu diesem Grüppchen und mein Mann und ich können abwechselnd übernehmen.Wenn wir Männer & Frauen separat stehen kommen die Kinder eher zu mir.Vielleicht,weil ich auch zu Hause präsenter bin…Arbeit 100%/25%

  • lex sagt:

    Das ist ein spezifisches ein-kind-status-symbol Problem. Urbane Paare, die sich neben den Yoga-Stunden, dem Fixie und 2 x 80% Jobs, noch ein Kind zulegen. Keine Sorge, wenn das Kind dann 4 oder 5 ist, kümmert sich der Kindergarten, Hort, Grossmutter und die Babysitterin darum, dass beide wieder den gleichen Lebensstil pflegen können wir vorher. Bei 3 Kindern stellt sich diese Problematik nicht mehr.

    • Nele sagt:

      nicht zu vergessen: von 4 Monaten bis 4 Jahre kümmert sich die Kita. Bezüglich Status habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass ich mit meiner Rolex und meinen Designertaschen (bezieht sich aber nur auf Frauen) besser angeben kann als mit meinem Karlchen.

  • dres sagt:

    Fazit bis heute um 14.08: Die meisten Familien können offenbar nicht einmal Grillpartys geniessen. Brave new world…

    • L. M. sagt:

      …und dass es einem zum Vorwurf gereicht, wenn man sich an einer *Party* amüsiert! Der Wunsch „sich jetzt auch mal 3 Sätze lang mit Freundinnen entspannen dürfen“ ist ein Oxymoron und kann nicht erfüllt werden. Weil schau: das hier ist jetzt die Party. Wenn Du trotzdem noch Hilfe brauchst, um Dich zu amüsieren, erinnert mich das an das Kind, welches beim Anblick des Eiffelturs entäuscht ist, dass er das jetzt ist und ausserdem nicht höher. (Sie dürfen jetzt mit Polemisieren beginnen, wer sich wann, wie lange und vor allem *auf wessen Kosten* amüsieren darf, womit die Party halt schon wieder vorbei ist.)

  • Lea sagt:

    Mich stört und iritiert es, wenn Erwachsene an Familien anlässen den Kindern mehr beachtung schenken als den Erwachsenen. Ich bin überzeugt, dass es für Kinder wichtig ist, auch mal ohne Erwachsene zu spielen und Probleme lösen zu können.
    Bei Unfällen halte ich mich meist an die 5 Sekunden Regel. Bagatellen (Kind fällt, steht auf und spielt weiter) haben sich danach oft erledigt und bei extemgem gefährlichem (Kindbricht durchs Eis) habe ich Zeit für einen groben Überblick und kann deshalb überlegter handeln.

  • Sweet sagt:

    ich meinem Mann das Kind oder was es gerade zu tun gibt delegiere so à la „ich würde jetzt auch gern mal 5 Minuten mit Anna und Sophie reden, würdest du inzwischen dem Nachwuchs den Schokoladenmund abwaschen gehen. Danke.

    Meistens finde ich dieses Delegieren aber zu anstrengend. Frauen hoffen wohl oft darauf, dass Männer selbst auf die Idee kommen und vorschlagen „Schatz, jetzt habe ich ja eine Halbestunde mit den Jungs gequatscht und du inzwischen den ganzen Abwasch… komm ich übernehme mal, dann könnt ihr Frauen auch mal in Ruhe ein paar Sätze wechseln und ein anständiges Gespräch führen.“

    • mila sagt:

      Ich würde in diesem Zusammenhang eben gerade nicht von ‚Delegieren‘ sprechen, sondern von geteilter Verantwortung. Haben Sie sich schon einmal überlegt, dass Sie ihrem Mann die Verantwortung ‚abnehmen‘, wenn sie im Zweifelsfall (oder respektive eher, im Normalfall) die gesamthafte Verantwortung für das Kind tragen? Man kann sich als Frau bewusst dafür entscheiden. Oder eben auch nicht. Ich habe jedenfalls die Erfahrung gemacht, dass ein Partner sehr wohl die Bedürfnisse des anderen achtet, wenn der andere ihm diese klar signalisiert. Statt zu erwarten, dass sie ihm in dem einen oder anderen

    • mila sagt:

      Kontext blind abgelesen werden. So gesagt hängt vieles von der Grundhaltung ab, die man erst mal sich selbst gegenüber einnimmt: als Mensch, Frau und Mutter. Beziehungsweise, wie wichtig man die eigenen Bedürfnisse, im (familiären) Beziehungsgeflecht, nimmt. Grummeln und es dann doch in der Regel selbst tun, wird jedenfalls nicht weiterhelfen.

    • Sportpapi sagt:

      Ich finde ja Frauen (und Männer) anstrengend, die nicht in der Lage sind, ganz anständig aber klar ihre Bedürfnisse anzumelden. „Könntest du bitte schnell…“ ist doch kein Problem.

    • Christoph Bögli sagt:

      Im Idealfall ergänzt man sich natürlich ohne viele Worte. Bloss ist die Realität nicht ideal und das ach so romantische Von-den-Augen-ablesen funktioniert darum auch meist mehr schlecht als recht. Und wenn es ohne Worte nicht geht, dann muss man halt kommunizieren. Wenn das zu „anstrengend“ ist, dann ist man selber Schuld.
      Im übrigen sollte man sich in solchen Fällen auch fragen, ob man generell falsche Signale ausgesendet hat. Es gibt z.B. Elternteile, die alle Aufgaben an sich reissen (weil der/die andere zu inkompetent?), aber dann erstaunt sind, dass der/die andere nichts mehr macht..

      • mila sagt:

        Bezüglich ‚Romantik‘ habe ich so meine skeptischen Ansichten. Oft genug ist es so, dass Frauen auf den wildromantischen Abenteuertypen abfahren, der ihnen im ersten Überschwang der Gefühle mit grossen Gesten das Blaue vom Himmel verspricht. Und dann zieht der Alltag ein, und sie merken, dass sie eigentlich mit einem Kind zusammenleben. Nur: weshalb mit diesem Kindskopf auch noch ein Kind haben? Die ‚wundersame‘ Wandlung zum verantwortlich handelnden Erwachsenen, der die Bedürfnisse seines Umfelds genauso ernst nimmt wie die eigenen, wird durch die Geburt eher selten eintreten. Kurzum:

      • mila sagt:

        ich führe lieber von Beginn weg eine Beziehung mit einem verlässlichen, achtsamen Erwachsenen, als darauf zu warten, dass der einstige Traumprinz endlich sein Peter Pan-Stadium hinter sich lässt. Vielleicht kriege ich dadurch den einen oder anderen Blumenstrauss weniger – dafür findet sich aber die Milch für den Morgenkaffee zuverlässig im Kühlschrank ein, wenn ich selbst vergessen habe, sie zu kaufen und eine Not-SMS absetze. 😉

      • Christoph Bögli sagt:

        @mila: Guter Punkt. Ich finde es immer schön, wenn sich Menschen dessen bewusst sind und „nachhaltiges“ Beziehungsverhalten schätzen. Meine Partnerin findet zum Glück Blumensträusse genau so unsinnig wie ich und schätzt ein Frühstück, Abendessen oder anderweitig einfach erledigte Dinge auch wesentlich mehr als irgendein alljährliches Schmuckgeschenk. Aber das ist wohl eine Grundsatzfrage, wenn man sich also irgendeinen kleinen Pascha oder verantwortungslosen Faulenzer ins Haus holt, im Glauben, dass sich der schon noch ändert/verändern lässt, dann hat man sichs effektiv selber eingebrockt.

  • Sweet sagt:

    Ja das erlebe und beobachte ich seit ich auf der Welt bin! Deshalb wollte ich lange Zeit auch keine Kinder, weil ja doch alles immer an der Mutter hängen bleibt. Obwohl mein Vater für seine Zeit extrem modern und viel zu Hause war.

    Suche selbst noch an einer Lösung. Abschalten können Frauen wohl wirklich nur wenn sie ohne Kind Ausgang haben. Was ich extrem schade finde, vorallem in den ersten 2 Babyjahren, wo die Kinder oft unter der Trennung leiden, und man gerade als berufstätige Mutter nicht noch Lust hat am Feierabend auch noch auf das Kind zu verzichten.

    Bei uns klappt es nur, wenn

  • 13 sagt:

    Danke, Frau Kuster. Tausendfach erlebt, inkl. der Kommentare, die hier folgen. Meine Kinder müssen weder um 20.00 Uhr ins Bett, noch sauber bleiben oder Zähne putzen anlässlich eines Grillfestes, aber wenn ich mich nicht gerade entspannen kann, wenn sie auf die Strasse rennen oder vor Hunger weinen, weil die tollen Grillmeister sich lieber noch das 3. Bier gönnen, anstatt endlich mal das Feuer anzuwerfen, dann bin ich unentspannt. Und wenn dann emanzipierten Frauen mit hochprozentigen Kaderpositionen, das Ungleichgewicht nicht einmal auffällt, bin ich ziemlich sprachlos.

    • Vivienne Tran sagt:

      Spiel, Satz und Sieg, 13! Applaus, Hurrah und Fähnchen wehen!
      1:0 für 13!

    • Sportpapi sagt:

      Das bin ich jetzt auch gerade sprachlos. Üblicherweise macht man doch ab, wann das Feuer etwa bereit sein soll. Zumal es bei „richtigem“ Feuer ja auch noch eine ganze Weile dauert, bis es bereit ist. Zur Überprückung gibt es doch üblicherweise bereits Chips und Co oder aufwändigere Häppchen – fast zu viel, meist. Hungernde Kinder sind da eher selten.

      • 13 sagt:

        Ich sehe schon, Sportpapi, wir bewegen uns in verschiedenen Kreisen, vielleicht kulturell bedingt, wer weiss. Wenn abgemacht wird, dass das Feuer um 19.00 Uhr bereit sein soll, heisst es um 21.00 Uhr: „Leute, vielleicht sollten wir langsam….“ und wie Sie sagen, das Ganze dauert. Stört mich an sich nicht, für die Kinder ist es jedoch teils halt wirklich spät. Chips und co. hätte ja jemand organisieren müssen, wenn mein Mann sagt, er gehe einkaufen, mache ich das eben nicht. Er kommt aber im Normalfall dann mit Fleisch und Bier heim.

      • Sportpapi sagt:

        @13. Kann sein. Das mit der Verspätung kann uns allerdings durchaus auch passieren. Allerdings eher, weil man wieder zu viel Feuer gemacht hat. Aber eben, bei uns kaufen die Männer ein (es soll ja genug und das richtige haben). Und dazu gehört immer auch Chips und Co. Und Oliven, Nüsse, und sonstige Häppchen. Ebenso kommt zuerst etwas Fingerfood aufs Feuer. Klischeemässig ist allerdings, dass die Frauen dann meist in der Küche vielleicht noch einen Salat vorbereiten, oder sonstige Beilagen.

    • mila sagt:

      Die Frage ist, wodurch dieses Ungleichgewicht entsteht. Ich würde meinen, es entsteht dadurch, dass Väter es sich nicht selten vom ersten Tag an angewöhnen können, dass Mama schon ‚zur Stelle ist‘. Männer, deren Frauen solche ‚Gewohnheiten‘ gar nicht erst aufkommen lassen, und zwar notabene zuerst in den eigenen vier Wänden, zeigen derartiges Verhalten nicht. Mit ‚Emanzipation‘ hat das mE wenig zu tun, aber sehr viel mit der Achtung eigener Bedürfnisse. Und deren konsequenter Umsetzung.

      • sonic sagt:

        Danke Mila!

      • 13 sagt:

        Richtig, mila, wobei es meistens die Männer sind, die sich zu Hause oftmals alleine um die Kinder kümmern und das problemlos können. Sind sie aber zu zweit, ist das Aufgabe der Frau. Ich verstehe es nicht. Was mich aber eben v.a. überrascht, ist dass es die gleichen Frauen sind, die sich im Geschäftsleben oftmals und erfolgreich gegen die männliche Konkurrenz durchsetzen und die einen sehr feinen Gespürsinn für Ungerechtigkeiten in Lohnfragen etc. haben. Zu Hause merken sie es aber nicht einmal?

  • Patrick sagt:

    Verteilt mehr Ipads, dann haben Mami&Papi Ruhe!!:)

  • Anita sagt:

    Ich verstehe nicht wie man aus einer einfachen Kommunikationsfrage ein Drama über Emanzipation und Männer- versus Frauenverhalten machen kann. Wenn man will, dass der Partner auf das Kind schaut, dann geht man zum Partner und sagt „du bist dran“. Genau in einer „emanzipierten“ Beziehung sollte doch diese Konstellation Alltag sein?

    • A.K. sagt:

      Das mühsame an der Sache finde ich dieses Sagen-„Müssen“. Und im konkreten Fall ist frau Spielverderber, wenn man die gutgelaunte Männerrunde stört.

      Ich bin davon ausgegangen, dass in einer gleichberechtigten Beziehung auch beide an den anderen denken. Auch mal sagen „komm ich übernehme mal“. Dass beide füreinander da sind. und nicht dass der Mann schaut, dass es ihm gut geht, und die Frau sich lauthals melden muss wenn sie zu kurz kommt.
      Anita, haben Sie Kinder? ich frage nur weil ich früher auch noch so dachte wie sie…

      • Anita sagt:

        Ich habe am Anfang auch oft gedacht, muss es denn sein das ich nachfragen muss. Wieso kann er nicht einfach von sich aus kommen. Erfahrung hat gezeigt, dass es eben nicht klappt. Zum Ihre Frage zu beantworten, ja (2 Jährig).

        Aber mittlerweile hat es sich eingependelt, dass beide kommen und sagen „du bist dran“ aber mehr als Info „ich guck nicht mehr“. Unsere Erfahrung ist man vergisst viel zu schnell die Zeit wenn man am Quatschen ist und kann viel weniger abschätzen wann die andere Person auch eine Pause will. Also muss sich die Person melden welche eine Pause braucht.

    • Anita sagt:

      Niemand kann Wunschgedanken lesen, man muss den Mund aufmachen.

      Und wenn man die gutgelaunte Runde „Männerrunde“ stört, dass Kind welches umfällt stört die gutgelaunte „Frauenrunde“ genauso!

      • A.K. sagt:

        Danke Anita!

        Solche Kommentare liebe ich. Danke für den Tipp. „Du bist dran“ anstatt „ich guck nicht mehr“. Den merk ich mir.

        OK, dann bleibt mir nichts anderes übrig, als öfters überwinden und den Mund aufzumachen. (Mit dem Risiko als nörgelnde Ehefrau abgestempelt zu werden. Aber allen recht machen kann man es ja eh nicht, ich weiss… ich arbeite noch daran 😉

        Vielen Dank!

      • Anita sagt:

        Gutes Gelingen, so dass es für beide stimmt 🙂

  • Bernd sagt:

    Der Artikel ist etwas gar schwarz-weiss. Als Vater finde ich, dass je nach Situation den Kindern klar gemacht werden soll, dass Papa oder Mama jetzt einen Moment mit ihren Freunden/Freundinnen reden wollen und dass das Kind mit den anderen Kindern spielen soll. Einige Mütter haben manchmal die Tendenz, etwas gar stark behüten zu wollen und nehmen damit dem Vater sogar die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden. Im oben geschilderten Fall hätte ein Vater wohl die Kinder das Fussballtor demontieren lassen, um es dann wieder mit ihnen wieder zusammen zu bauen. Selbst ist das Kind, egal wo!

    • Laurence sagt:

      das ist doch ein schönes Bild: Kinder bei dem, was sie können, machen lassen und dann beim Wiederherstellen des vorherigen Zustandes helfen und erst noch gemeinsam etwas machen und lernen. Danke. Perfekt.

  • dres sagt:

    Noch nie so erlebt. In der Regel schauen die Männer bei uns, dass das Essen auf dem Tisch ist und spielen auch noch multi-tasking-mässig mit den Kinder, während die Frauen gemütlich herumliegen. Und ja, Bier trinken wir natürlich auch noch dazu, damit wenigstens ein Teil des Klischees passt… 😉

    • Sportpapi sagt:

      Bei uns ist es so, dass die Männer sich um Fleisch und Chips kümmen (früher oder später im Freien), während die Frauen für das Gesunde zuständig sind. Also werden im Haus spielende Kinder eher von den Müttern gehört, die im Freien (die das Fussballtor auseinander nehmen) eher von den Vätern. Was leider stimmt – das weinende Kind geht meist lieber zur Mutter.

      • dres sagt:

        Kinder weinen aus Prinzip nur dann, wenn Mütter in der Nähe sind… Aber die bei uns anwesenden Frauen haben sich auf jeden Fall noch nie über fehlendes Engagement der Männer beschwert. Höchstens darüber, dass wir ab und zu die eine Flasche zu viel geniessen…

  • Vivienne Tran sagt:

    Ein sehr passender Artikel. Ich bin ob des O-Tons im Form überrascht. Ich finde sie beschreiben schön, wie sie sich im Spannungsfeld befinden zwischen den mögliches Freuden eines Grillabends mit Erwachsenen und den Bedürfnissen der eigenen Kinder gerecht zu werden. Und während sie auf die freudige Option schielen etwas Gutes für sich selber zu tun, rennen sie den Kindern hinter her und sehen Ihrem Partner dabei zu wie er sich sorglos amüsiert. Und wünschen sich dabei, doch auch die Wünsche der Kinder so einfach ausblenden und auf taub schalten zu können, aber das finden Sie herzlos. So verstehe ich es und so geht es mir auch.
    Mein Mann kann einfach dastehen seinen Espresso in der Küche geniessen und dabei bräuchte ihn unsere Tochter und er macht erst einen Wank wenn ich ihn auffordere. Von Parties mit Kindern nehme ich jeweils nur Spdachfetzen mit anstatt das ich wie mein Mann ununterbrochen am Tisch hätte sitzen und dem Gespräch folgen können. Und ich beneide ihn um diese Sturheit und möchte trotzdem nicht so mit meinem Kind umgehen.

    • A.K. sagt:

      Vivienne mir gehts genauso und all meinen Freundinnen ebenso… Gerade gestern standen ich und meine Freundin plötzlich mit den übermüdeten Kindern in der Warteschlange, während unsere Männer gemütlich Bier tranken… Nächstes Mal, schicken wir sie zum Ticketholen und geben ihnen am besten noch die Kinder mit- obwohl eines davon ist noch zu klein und hat noch die Mama-Phase… Vielleicht wird es mit zunehmendem Alter besser? Wohl auch nicht…

      Hoffe wir finden hier im Forum noch mehr Lösungen 🙂 😉

      • Vivienne Tran sagt:

        Die bereits angesprochene Lösung wäre, ständig den Partner dazu aufzufordern, seinen Teil auch zu leisten. Bloss geht es vielen Frauen so, dass sie nicht ständig den Partner daran erinnern wollen, er soll sich doch auch um das Kind kümmern, denn das wirkt auf die Dauer Kleingeistig aber auch ermüdend. Wahrscheinlich sollte man auf dem Weg zum Anlass klar stellen, wer wann schauen muss. Das erspart Diskussionen in der Hitze des Gefechts.
        Darauf hoffen, dass der Partner es selber merkt und Hilfe anbietet ist eine Wunschvorstellung die man bald aufgeben sollte. So unsexy es klingt, wahrscheinlich klappen diese Alltagssituationen nur, wenn man sich abspricht.
        Aber was sag ich: ich bin noch im Lernprozess und übe mich darin, Wunschvorstellungen aufzugeben 😉

      • Sportpapi sagt:

        Klar. Die Männer stehen in der Schlange. Die Frauen warten mit dem Bier in der Hand daneben. Und beaufsichtigen die Kinder, die gerade ein Eis schlecken.

  • sonic sagt:

    Sorry, aber da sind nun meist wirklich diese Frauen selber schuld. Ich habe das nie verstanden, weil mir dieser sich-um-alles-kümmern-wollen Trieb ziemlich fehlt. Viele Frauen reissen sich buchstäblich um die Arbeit an solchen Festen und stehen sich dann noch beim Aufräumen auf den Füssen rum, weil es eigentlich schon lange nichts mehr zu tun gibt. Da hänge ich sehr gern mit den Männern ab..

    • A.K. sagt:

      Ich habe mich noch nie um die Arbeit gerissen. Ich hasse Kochen, Abräumen, Abwasch machen.

      Aber wenn das Kind einem braucht, finde ich es herzlos, es alleine mit seinem Problem dastehen zu lassen. und da der Papa gerade taub auf beiden Ohren ist, weil er seinen Kumpels zuhört, übernehme ich eben die Verantwortung für die Kinderbetreuung. So geht es wohl vielen Frauen. Denn genau solche Situationen sieht man täglich immer wieder wenn man genau hinschaut.

      • Sportpapi sagt:

        Es wird vermutlich auch kein Vater das weinende Kind einfach stehen lassen, oder? Und wenn es stinkt, wird gewickelt. Aber wenn da viele Freunde da sind, muss doch weder Vater noch Mutter mit den Kindern spielen.

      • A.K. sagt:

        Er hört es nicht weinen, da er sich eben mit den Jungs in die Küche in den Männerzirkel zurückgezogen hat… Was nun? Hingehen und der Männerrunde die gute Laune verderben mit „kannst du dich mal um das Kind kümmern es weint gerade?“. Ist ja irgendwie doof. Also macht man es schnell selbst…aber es bleibt nicht beim einen Mal… Was soll frau denn tun?

        Teile ganz die Meinung, dass das Kind da nicht bespasst werden muss. (Bespassen finde ich sowieso unnötig, unwürdig) Die Kinder sind kretiv genug und finden selbst immer jemanden oder etwas zum Spielen in so einer Situation.

      • mila sagt:

        Vielleicht müsste man (Frau) tatsächlich in der einen oder anderen Situation ‚herzlos‘ sein. Es wird dem Kind nicht schaden, wenn es ein-, zweimal zunächst stehen gelassen wird, bis der Papa merkt, was Sache ist. Der Beziehung wird es jedoch sehr wohl schaden, wenn die Frau die Verantwortung, die ja eine geteilte ist (oder theoretisch wäre), wohl oder übel praktisch umstandslos übernimmt. Ein Vater wird anders (re)agieren, wenn er weiss, dass die Mutter ihre Augen nicht immer auf dem Kind hat, respektive nicht immer ‚zur Stelle‘ ist. Zumindest ist das meiner Alltagsbeobachtung nach so.

      • Sportpapi sagt:

        @A.K. Meist stehen ja die Mütter in gesammelter Menge in der Küche herum, ebenfalls in Gespräche vertieft. Aber es stimmt, leider steuern weinende Kinder meist direkt auf die Mutter zu (am Vater vorbei).

      • A.K. sagt:

        Hmmm genauso ist es. Und wenn ich mein Kind wäre, würde ich auch zu mir steuern- da wüsste ich da wird mir auch subito geholfen 😉
        Also, entweder man hängt die herzlose Egoistin raus und lässt das arme Kleinkind mehrmals ablitzen und im Regen stehen, bis es sich eines Tages an Papa wendet. (Bricht mir das Herz und dem Kind wohl das Vertrauen)
        Oder bin weiterhin für das Kind da wenn es mich braucht. Wird man da eine frustrierte Ehefrau? Sehe beängstigend viele davon! egal ob Hausfrau oder berufstätig. Gibt es denn keine Lösung? Kommt sie von allein wenn Kinder grösser werden? Also durchhalten?

      • Sportpapi sagt:

        @A.K. : Mit etwas Glück kommt dieses Weinen eher selten vor und ist schnell vorbei – zumindest bei uns ist das so. Und manchmal ist ja dann trotzdem der Vater die erste Wahl.

      • Paul sagt:

        Ich hätte ein paar Lösungsvorschläge für sie:
        1) Für das Kind kompromisslos da sein, wenn es wichtig ist, es ab und zu abblitzen lassen, wenn es nicht wichtig ist
        2) Verstehen, dass dem Kind in den meisten Fällen eben nicht „subito“ geholfen werden muss
        3) Den Unterschied zwischen brauchen und wollen verstehen
        Ihr Problem ist nicht Ihr Mann. Ihr Problem ist Ihre eigene Einstellung, wie eine Mutter zu sein hat. Mit „subito“ und „immer da sein“ tun Sie auch dem Kind keinen Gefallen. Aufgabe von uns Eltern ist, das Kind auf das Leben vorzubereiten. Da ist subito ziemlich selten.

    • sonic sagt:

      @A.K. Ja aber warum kommt das Kind immer zu ihnen gerannt?Weil ihr Mann herzlos ist?? Unsere rennen zu dem der grad Zeit hat und das bin nicht immer ich. Bei echten Notfällen zu dem der näher dran ist. Aber wenn sich der Mann drauf verlassen kann, dass die Frau dann schon guckt, wickelt, tröstet, wieso sollte er sich dann bemühen? In meiner Erfahrung verteidigen viele Frauen das Privileg des Kinderbeaufsichtigen und Haushaltens, nur um sich dann darüber zu beklagen. Das nervt mich schon lange. Und Parties, wo strikt in Männer und Frauenecken unterschieden wird, sind mir eh suspekt.

    • mila sagt:

      @Paul und sonic: Danke, sehe ich genauso. Und bisweilen tut es doch gut zu sehen, dass auch andere es eben so sehen. 😉

  • Stefan Moser sagt:

    Vielleicht liegt es daran, dass Frauen nicht einmal an einem solchen Anlass Kinder auch mal mit einen Schoggimund oder Ketchup-T-Shirt rumlaufen lassen können. Bei uns ist es übrigens umgekehrt – so viel noch zur Verallgemeinerung. Aber unser Kleinster ist nun auch schon vier Jahre alt und lässt mich immer länger in Ruhe beim Bier sitzen bleiben. Es wird also besser, nur Geduld.

  • Hector Camacho sagt:

    Die Beobachtung ist richtig, einzig Ihre Bewertung ist falsch Frau Kuster. Männer lassen im Mittel die Kinder Dinge selber machen, Hindernisse sollen von ihnen eigenständig überwunden werden – natürlich unter Anleitung, wenn nicht anders möglich. Kinder sind unheimlich innovativ im Finden von Lösungen und sie profitieren ungemein, auch im Bereich der Selbstwahrnehmung, wenn man sie machen lässt. Wir sind ganz allgemein entspannter, wenn es um die Kinder geht und das ist unabhängig von der Situtation und des Standortes der Fall. Kommen sie doch zu uns in den Zirkel und entspannen sie sich!

    • A.K. sagt:

      Ich lasse mein Kind liebend gern alles selber machen! Wie haben Sie denn das damals als Ihre Kinder noch im Krabbelalter waren organisiert? Haben Sie dann die Kleinkinder auch rumlaufen/krabbeln lassen in Nachbars Garten obwohl da ein Biotop/Pool stand, oder sich entspannt, auch wenn der Cousin ständig das frischgeschliffene Victorinix-Fleischmesser auf dem niedrigen Beistelltisch liegen gelassen…Oder rannte damals Ihre Frau ständig hinter her und nahm die Betreuungspflicht wahr, während Sie sich entspannten? Dann bringen Sie ihr doch bitte heute Abend einen Blumenstrauss zum Dank mit 🙂

      • Paul sagt:

        Hey, super Beispiel! Unsere zweijährige ist gerade vor zwei Wochen in den Ferien tatsächlich im flachen Uferbereich in einen Bergsee gefallen. Weil meine Frau eine Megarabenmuttter ist, die eben nicht „ständig hinter ihr her rennt und ihre Betreuungspflicht wahr nimmt“ und ich offenbar ein total verantwortungsloser Vater. Ein Kind darf nicht ertrinken, das Reinfallen muss aber nicht um jeden Preis (z.B. des elterlichen Erholungswerts) verhindert werden. Das wäre der kleine aber feine Unterschied zwischen verantwortungsvoll machen lassen und dauernd um das Kind rumhelikoptern.

      • Paul sagt:

        Und einfach um es vorwegzunehmen: Nein, meine Frau musste es dann nicht ausbaden und nächtelang das todkranke Kind gesundpflegen. Ich bin reingestiegen, ich hab sie rausgefischt, ich habe sie abgetrocknet und sie trug nachher mein T-Shirt um nicht zu frieren.

      • A.K. sagt:

        Danke Paul! Alles klar.

        Da haben Sie ja Schwein gehabt! Mir ist das zu riskant wegen dem sog. sekundären Ertrinken. Viele wissen ja nicht, dass ein Kind auch ab wenigen Schlucken Wasser nachträglich noch ertrinken kann. Hat mir mein Mann auch nicht geglaubt- er ist völlig „locker“ und meinte easy wenn das Kind ins Becken fällt und man es sofort rettet.

        Na wenn man das schon Helikoptereltern nennt, wenn man schaut, dass sie nicht in den Fluss fallen, dann bin ich eine REGA-Mutter 🙂 und bleibe es. Kenne genug Eltern, die ein Kind verloren haben und Jahrzehnte später noch leiden….

      • A.K. sagt:

        http://www.kinderaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/sekundaeres-ertrinken-noch-stunden-nach-einem-badeunfall-moeglich/

        Wird der Begriff Helikoptereltern nicht langsam inflationär verwendet?
        Ich dachte immer, dass seien die überbehütenden, die Kinder keine Erfahrungen machen lassen? Sind das jetzt auch schon die Eltern, die schauen, dass der Nachwuchs überlebt? 😉

        Propeller-Grüsse

      • Sportpapi sagt:

        @A.K. Das heisst, Sie vermeiden mit Ihren Kindern das Wasser generell? Und die Wasserrutschbahnen besonders? Und Sie finden diese Art von Ängstlichkeit normal?

      • Martin Frey sagt:

        Lassen Sie sich nicht verrückt machen, A.K. Der Begriff „sekundäres Ertrinken“ ist denkbar schlecht gewählt.
        Sie müssen einfach sofort reagieren wenn ein Kind, welches unter Wasser war respektive Wasser aspirierte, sich plötzlich Stunden-Tage später verschlecht. Sie haben aber in einem solchen Fall noch genug Zeit, umgehend eine geeignete Klinik aufzusuchen. Das Kind stirbt Ihnen (anders als beim „richtigen“ Ertrinken) nicht unter den Händen weg.
        Trotzdem meine ich auch, es wäre eigentlich schon Aufgabe der Eltern zu verhindern, dass Zweijährige unbesehen mit dem Kopf unter Wasser geraten.

      • Paul Jenni sagt:

        Helikopter-Eltern: „Ich dachte immer, dass seien die überbehütenden, die Kinder keine Erfahrungen machen lassen?“ Stimmt genau. Wenn Ihre Kinder nicht mal ins Wasser fallen dürfen, weil Sie irgendwann im internet mal vom sekundären Ertrinken gelesen haben (und vor allem den entsprechenden Artikel nicht verstanden haben: Sekundäres Ertrinken kommt nicht vom „ins Wasser fallen“, auch nicht vom „den Kopf kurz unter Wasser“ sondern ist im Nachgang eines Beinahe-Ertrinkens (!) möglich), dann sind Sie tatsächlich eine Helikoptermutter. Mit „Überleben sichern“ hat das nichts zu tun.

    • Jeanette Kuster sagt:

      Da haben Sie recht Hector, und darum beneide ich die Männer wirklich. Und wissen Sie was? Ich habe mich tatsächlich auch schon in den Männerzirkel geschlichen an so einer Party – vorübergehend, versteht sich. 😉

      Aber im Ernst, manchmal muss man bei den ganz Kleinen halt eingreifen und meist nehmen die Männer in ihrem Kreis das dann nicht wahr oder verlassen sich einfach darauf, dass die Frau sich schon darum kümmert. (Meine persönliche Wahrnehmung selbstverständlich, die mir aber von vielen Seiten bestätigt wurde.)

  • Markus Berner sagt:

    Verflixt, irgendwas mache ich falsch. Wo bitte gibts diese Grill-Männderrunden? Da möchte ich aus erzieherischen Gründen mit meiner Frau hin…
    Meine Erfahrungen sind umgekehrt: Die Frauen tratschen in einer Ecke und die Männer rennen den Kindern hinterher!

    • Vivienne Tran sagt:

      Lieber Herr Berner! Dann lassen Sie uns sofort Grillpartyplätze tauschen! Ich kenne nämlich nur die Variante mit Männer Rücken und mehrheitlicher Zeit mit meiner Tochter anstatt dass ich mich mit den Erwachsenen austauschen kann.

  • Mario sagt:

    Heute herrscht irgendwie das Gefühl, das Kind muss dauernd umsorgt und animitert werden – selbständiges spielen oder rumtollen scheint man einem Kind heutzutags gar nicht mehr zuzutrauen! Bei einer Party mit vielen Kindern, machen die Mütter m.M. echt was falsch, wenn sie sich dann noch als Animateurin für die Kinder sehen.
    Meine Eltern sassen mit den Freunden am Tisch und wir Kinder tobten uns aus. Wenn mal einer weinte, dann rannten nicht alle hysterisch gleich vom Tisch weg. So hatte man als Kind auch mal seine Ruhe vor den Eltern!

  • Hans Hintermeier sagt:

    Das mit dem Männerzirkel würde ich etwas unverkrampfter sehen!Männer & Frauen sind halt nun mal (trotz Genderbemühungen) meistens noch etwas verschieden und dementsprechend haben sie auch oft andere Themen zu besprechen.Daraus ergibt sich oft eine natürliche Segregation(die nicht immer von den Männern initiiert sein muss).Leider gehen bei uns die Frauen auch nach einiger Zeit,wenn ein Kumpel z.B. erklärt, wie eine Wasserstoffbombe funktioniert…Aber wir Männer haben auch das Recht ab und zu noch Männer sein zu dürfen und uns nicht überall den weiblichen Ansprüchen/Themen anpassen zu müssen

    • Christoph Bögli sagt:

      Das hängt wohl auch stark von den Männern und Frauen ab, zumindest erlebe ich da so gut wie keine thematische Segregation in meinem Umfeld. Da gibt nach meiner Erfahrung wesentlich gewichtigere Faktoren, die eine Teilung erzeugen können, z.B. Sport/Hobbies (wenn manche Frauen UND Männer mal wieder über ihre Yoga-Kurse anfangen geht mein Gehirn regelmässig auf Standby..) oder die Arbeit (nichts ist schlimmer als an einem Tisch mit all jenen zu landen, die auch in der Freizeit noch ungefragt über ihre Arbeit reden müssen..). Das Geschlecht ist da eher vernachlässigbar..

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Bögli: Also in meinem Freundeskreis sprechen die Männer nicht über die neuesten Kuchenrezepte oder den Yogakurs. Aber Sie haben wahrscheinlich recht, es kommt darauf an, in welchen Kreisen man/frau verkehrt. Es lässt sich, denke ich, aber nicht abstreiten, dass Männer immer noch gerne über Sport usw. sprechen oder haben sie sich diesbezüglich auch bereits den Frauen angepasst, respektive haben es ihnen die Frauen abgewöhnt? (evtl. macht das ja ein moderner/angepasster Mann gar nicht mehr, sondern er spricht politisch korrekt auch nur noch pausenlos von den Kindern, die Grenzen zerfliessen..)

      • Christoph Bögli sagt:

        @Hintermeier: Ich erlebe es wenn schon eher anders herum, die Frauen aus meinem Umfeld sind grösstenteils aufgeschlossen (manche würde evtl sagen „emanzipiert“) genug, um auch bei interessanten Themen mitzureden. Diverse weibliche Freunde sind mir z.B. weit voraus wenns um Sachen geht wie Wintersport, Klettern, Bergsteigen, Surfen, etc. und auch beim Thema Fussball rennt da keine weg. „Kuchenrezepte“ beiderseits vielleicht weniger, aber Kochen ist dafür auch ein gemeinsames Thema, wobei die männliche Seite da meist wesentlich kompetenter ist. Politisch korrekt ist dafür selten etwas..

  • Heidi K. sagt:

    Dieser Artikel macht traurig. Zeit mit Kids gilt als mühsam, das will offenbar keiner hier. Dabei ist es so schön, Kindern beim Spielen zuzuschauen und mit ihnen was zu unternehmen. Wenn die Eltern unter sich sein wollen, dann bitte schon von Anfang eine Party ohne Kinder organisieren und nicht sich gegenseitig den Miesepeter zuschieben. Ich sehe den Sinn dieses Artikels nicht ein.

    • Paul sagt:

      Aha. Ist Ihnen schon mal in den Sinn gekommen, dass Kinder an einer Party (mit anderen Kindern!) gar nicht von einem Erwachsenen bespasst werden wollen? Ich verbringe sehr gerne Zeit mit meinen Töchtern, aber bei Parties ist eigentlich die Idee, dass meine Töchter mit anderen Kinder spielen, meine Frau sich mit anderen Müttern unterhält und ich mich mit anderen Vätern. Aber tatsächlich kann man auf fast jeder Party beobachten, wie eine oder zwei Mütter das Gefühl haben, sie müssten mit den Kindern „was unternehmen“ obwohl die sich alleine aufs Prächtigste amüsieren.

      • Anh Toàn sagt:

        „….damit diese aufhörten, das Fussballtor draussen auseinanderzunehmen.“

        Das macht Spass, ein Fussballtor auseinandernehmen ist doch viel lustiger, vielleicht sogar im Sinne von konstruktiver Zerstörung kreativ, als sich von der Spassbremse im Bobbycar passiv rumfahren zu lassen.

        Den Frauen (um so falsch verallgemeinernd zu formulieren) fehlt eher als die Fähigkeit, ihre eigenen Bedürfnisse durchzusetzen, die Fähigkeit, die Kinder und Männer, ja sogar andere Frauen ihre eigenen Bedürfnisse durchsetzen zu lassen.

      • Paul sagt:

        Ja, ja… Das Auseinandernehmen des Fussballtors ist schnell unterbunden, dazu braucht es aber eben kein Bobbycar. Also mir verdirbt es jedenfalls nicht den Abend, wenn ich einer meiner Töchter einen Riegel schieben oder eine Windel wechseln muss. Meiner Frau auch nicht. Dass wir die meisten Parties in gemeinsamer Entspannung verlassen, liegt – behaupte ich mal – eben doch zum Teil daran, dass meine Frau nicht der Ansicht ist, dass sie als Animatorin zur Party geht – und das auch nicht von mir erwartet.

      • A.K. sagt:

        @Paul

        Meine Freundinnen sind allesamt nicht der Animations-Typ. Wir halten bespassen für unnötig und können mit schmutzigen Mündern und schmutzigen Kleidern leben. Da bleiben wir ganz entspannt und geniessen es mal 2 Sätze wechseln zu können.
        Aber wer rennt, wenn das Kleinkind zur Bulldogge des Passanten rennt oder der Vorkindergartenbub zum Fluss runter will? Mir scheint, Männer können die Verantwortung total abgeben und sich entspannen, weil sie wissen, die Frauen schauen schon, dass dem Nachwuchs nichts Schlimmes passiert.
        Oder sind Ihre Kinder schon so alt, dass sie allein sein können?

      • Paul sagt:

        AK: Siehe unten

    • Christoph Bögli sagt:

      Ist Ihnen schon die Idee gekommen, dass die meisten Kinder – wie die Väter in dem Artikel – auch einfach mal in Ruhe gelassen werden wollen? Um ungestört mit den anderen Kindern zu spielen, ohne dass ständig der elterliche Überwachungshelikopter über ihnen kreist und alles steuert, jedes Problem sofort behebt, jeden Unsinn sofort unterbindet? Kinder sollen sich auch mal selbst beschäftigen dürfen und wenn sie das nicht können, dann sollte man es ihnen erst recht beibringen..

      • A.K. sagt:

        Viel Mütter im Bekanntenkreis lassen die Kinder gerne alleine spielen. Dann kann man auch mal schnell 3 Sätze ohne Unterbrechung wechseln.

        Bei Schulkindern funktioniert das doch auch oft sehr gut. Aber bei Kleinkindern, brauchts halt noch öfters elterliche Hilfe. wenn sie erst gerade lernen aufs WC zu gehen etc. Oder wenn man an der Grillparty bei Bekannten ist, muss jemand schauen, dass das Kleinkind nicht in den Teich fällt oder das herumliegende Messer in die Hände bekommt etc. Da gehts nicht ums sinnlose Bespassen, sondern schlicht um die Betreuungspflicht. Safety first

      • Anh Toàn sagt:

        „safety first“ oder „no risk no fun“, das ist die Frage.

      • Jeanette Kuster sagt:

        Genau A.K., es geht um solche Momente, in denen mal halt einfach rennen/eingreifen muss. Ein bisschen Dreck oder nasse Kleider vom (fast ausgetrockneten) Bächlein, damit habe ich zumindest kein Problem.

      • Anh Toàn sagt:

        Hauptsache, es ist klein und niedlich, so wie ein BISSCHEN Dreck und ein BächLEIN das zudem noch fast ausgetrocknet ist.

        Es geht um die Momente, wo frau glaubt, eingreifen zu müssen, und man glaubt, dies sei nicht notwendig.

      • Anh Toàn sagt:

        Eine Frau hier will drei Sätze (ach doch so lange!) mit ihren Freundinnen reden, und nicht dem Kind die Schoggi (nicht mal den Dreck) vom Mund wischen.

  • Roland Meier sagt:

    Sie können auch einfach mit Ihrem Mann sprechen anstatt sich zu verweigern oder anderweitig zu trötzelen. Männer halten meist nicht viel von solchen Spielchen.

    • Oboe sagt:

      Ganz meine Meinung.
      Im Voraus klären oder während des Anlasses deutlich mitteilen, wenn es an der Zeit ist, dass der andere etwas übernimmt.

    • Ladybea sagt:

      die meisten Frauen uebrigens auch nicht… die Spielchen meine ich…Ich erwarte klare Ansagen und mache diese auch selber, wenn es was zu klaeren gibt. Schmollen, Spielchen, Gezicke, Strafen mit Schweigen, sich-nicht-melden-zum-sich-interessant-machen oder das sich-bewusst-schwach-und-verletzlich-stellen: Doof und kindisch!

  • Sportpapi #1 sagt:

    Durch eine gute Erziehung reicht an einem solchen Fest eine prägnante Befehlsausgabe zu Beginn des Abends und der Nachwuchs beschäftigt sich selbst. Dadurch bleibt mir auch mehr Zeit, um in besagte Männer-Runde zu stehen und mich daran zu ergötzen, wie die Partnerinnen meiner Freunde unterschwellig Schritt für Schritt den Druck erhöhen (durch Blicke, Räuspern, usw. … man kennt das ja). Auch dieses Problem habe ich durch eine klare Einweg-Kommunikation an mein Frau gelöst. Es ist schon toll, wenn man alles richtig macht und alle anderen alles falsch. Ich mag mich.

    • Sportkind sagt:

      Jesses, Papi. Jetzt hör doch auf, fremde Leute zu belehren. Es ist schon innerhalb unserer Familie, sagen wir mal, mühsam. Es gibt kein richtig oder falsch ! All diese Menschen ziehen Kinder gross, die ganz eigene Charaktere haben. Da muss mann ein wenig adaptieren. Ja, da spielt sogar die Genetik mit, nicht alles ist Prägung. All diese Menschen geben ihr Bestes. Das ist ngegebenenfalls eigenartig, aber nicht falsch ! Bitte mach in Zukunft den Menschen Komplimente, die was Gutes schreiben. Sei unterstützend, nicht rechthaberisch. Sei nett ! Sonst gehts nämlich ohne Znacht ins Bett, jaja !

  • Retor sagt:

    Die Männer machen das schon richtig. Die Frage ist, warum kommen Mütter eigentlich auf die Idee, an einer Party, an der viele Kinder da sind, ihre Kinder auf dem Bobbycar umher zu ziehen und mit ihnen zu spielen, um sie zu beschäftigen?!

  • Rolf Eberle sagt:

    Meine Erfahrungen sind durchwegs diametral verschieden! Dieser Artikel war ein Schuss ins Knie! Entspannen Sie sich und hören Sie einfach auf, Ihre Kinder «betreuen» zu wollen …
    «… Denen rannten unterdessen die Mütter nach. (WESHALB?) Wischten ihnen den Mund ab (WARUM?), gingen mit ihnen aufs WC (HALLO?) und zogen sie auf dem Bobbycar hinter sich her (SÄLBERTSCHULD!). Manchmal versuchte ein Kind, den Kreis zu durchbrechen mit Rufen, Stupsen und Zerren an den väterlichen Beinen. Doch keine Chance – «Später», hiess es jeweils, «ich komme später.» (SO WHAT?)

    • Jo sagt:

      Viele Frauen können einfach nicht „später“ sagen UND durchziehen. Das regt mich als Gesprächspartner extrem auf und spreche somit lieber mit den Vätern.
      Falls was passiert oder knapp davor sind die Väter, dann schon zur Stelle.
      Aber es geht nicht immer NUR ums Kind wenn das Kind will. Später ist eine seehr wichtige Sache in der Erziehung

      • Paul sagt:

        Eine Amerikanische Autorin (deren Namen mir leider entfallen ist) hat sich gefragt, warum französische Kinder in der Öffentlichkeit eher angenehmer wahrgenommen werden. Sie fand heraus, dass das häufigste Wort, welches ein Italienisches Kind zu hören bekommt „Subito“ (ich komme sofort zu Dir mein Schatz) ist, während Französische Kinder am häufigsten „Attend!“ (Warte!) zu hören bekommen. Ich teile Ihre Beobachtung, dass Schweizer Mütter wohl zu Italien tendieren und mitten im Gespräch den Fokus vom Gesprächspartner zum Kind wenden können – und zwar grundsätzlich, nicht nur im Notfall.

      • Retor sagt:

        Ja, das ist extrem nervig, wenn Eltern (meistens Mütter, aber zunehmend auch Väter) auf einer Party die ganze Zeit auf den Nachwuchs fixiert sind. Solche Eltern verhindern oft geradezu, dass ihre Kinder mit anderen Kindern überhaupt ins Spiel kommen. Möglicherweise haben sie Angst, dass ihr Kind frustriert werden könnte, wenn es nicht sofort den Draht zu den anderen Kindern findet.

        @Paul: Wenn ein Italiener „subito“ sagt, meint er nicht „sofort“ sondern „später“ 😉
        Die Italiener sind mir aber bis jetzt nicht so als Helikopter-Eltern aufgefallen, schon eher die Amerikaner und Engländer

      • Andrea sagt:

        Paul, das mit dem „attends!“, wenn ein Kind was will funktioniert nicht, weil die Kinder dann genau Dasselbe tun, wenn man etwas von ihnen will: Eltern: „Pyjama anziehen!“ Kind: „Wart, mues no fertig schpile…“. Eltern: „Ässe isch parat, an tisch cho!“ Kinder: „Wartet, ich mues no schnälll…“. Kinder imitieren, leider auch solche Verhaltensweisen, kommt daher nicht gut heraus mit dem „attends!“.

  • franz weber sagt:

    Tja Ihr Frauen seid schon das arme Geschlecht. Mann liest immer, das der Mann der wehleidigendere sei und z.b. keine Kinder kriegen könnte oder bei Krankheit sich wie kleine Kinder verhalten, jedoch wenn ich die heutige Zeit mir so anschaue sind es eig. immer die Jammernden Frauen! Alles ist nicht recht obwohl man schon alles bekommt, überall besser gestellt ist und eig. im Leben nur Vorteile geniessen darf! Der Heutige Mann im Haushalt sogar noch mehr macht u.s.w. Ich jedenfalls kann euch Hühner!!! nicht ernst nehmen.

  • Den Männerzirkel habe ich so krass nie erlebt, aber mir scheint ebenfalls, dass Männer sich in solchen Situationen entspannter aus der Kinderbeobachtung und -behütung zurückziehen. Das ist wenig verwunderlich, um uns haben sich im Zweifel ja auch immer die Mütter gekümmert. Mir passiert es bisweilen auch, dass ich das Kind ohne Rücksprache seiner Mutter überlasse. Darauf bin ich nicht stolz, aber meine Frau weiss sich gottseidank zu wehren.

    • mila sagt:

      Mag sein, dass es diese Tendenzen gibt, und ich finde es auch sehr erfrischend, wie Sie selbst dazu stehen, nicht vor ihnen gefeit zu sein. Aber einiges hängt auch am Individuum selbst: so kenne ich Väter, die bei solchen Anlässen tatsächlich mehr zum Beobachten und Behüten neigen, als die jeweiligen Mütter. Nur wird dies einer solchen (Raben-)Mutter von so manch einer anderen tendenziell noch eine Spur negativer ausgelegt, als dem eigenen Mann.

    • Vivienne Tran sagt:

      Lieber Herr Tschannen,
      Da frage ich gerne neugierig nach (und nicht giftig sondern ernst gemeint ) wie denn das entspanntere Zurückziehen zu bewerkstelligen sei. Ich habe nämlich bei meinem Mann den Verdacht, dass er sich entspannter Zurückziehen kann als ich, weil er sich bewusst ist, dass ich da bin und schaue. Ich habe jedoch nicht die Option, auf einen Frauen-Backup zurück greifen zu können und würde daher gerne von Ihnen etwas im Bereich des entspannteren Zurückziehen dazulernen (bitte nicht die Option Frauen-Backup, die hatte ich schon im Anschauungsunterricht). Damit Sie das Schulungsmaterial auf das Zielpublikum zuschneiden können: ich gehöre zum Stamm der Plattfüssigen entspannten Mütter und spreche von Nothilfe Maßnahmen wie essen und trinken geben, Häfi gehen und einer wohl dosierten Verabreichung von: ja, ich sehe dass Du noch da bist und dass es Dir noch gut geht. Hugh! Und viele weiße Rauchzeichen.

      • Liebe Frau Tran, das entspannte Zurückziehen ist ja nicht erstrebenswert, da es zulasten des Partners erfolgt. Es ist einfach: Man läuft davon oder wendet Kind und Partner den Rücken zu und tut geschäftig. Sprich man schafft Tatsachen für den Partner. Fairer ist es (selbstverständlich von beiden Seiten) sich vor jeder neuen Tätigkeit kurz abzusprechen, wenn man davor gemeinsam zum Kind geschaut hat. Das muss nicht hochformell geschehen und ist auch nicht immer perfekt umsetzbar. Aber wenn die Geisteshaltung stimmt, stimmt auch der Familienfrieden.

      • Vivienne Tran sagt:

        Lieber Herr Tschannen,
        Danke für Ihre Antwort. Dann werde ich wohl nach einem Paarkurs in Geisteshaltungswissenschaften suchen. Dass Sie vom Kopieren des Männerkreises abraten, erstaunt aber beruhigt mich. Ich wäre in diesem Fall eine zum Scheitern verurteile Copycat.

      • A.K. sagt:

        Interessante Antwort Herr Tschannen. Danke!
        Hmm macht mich aber nachdenklich das Ganze hier.
        Ich mag nicht, dass das Kind darunter leidet, also renne ich wenn es gerade dabei ist in den Pool zu fallen, nachts aufwächt, abends wenn er bereits müde eingeschlafen.. Zähne putzen helfen etc…
        Aber wenn sich das mit den Jahren nicht bessert, dann steck ich meine Mann eines Tages in ein Pflegeheim, zum Dank. Ist bitter ich weiss… habs ihm sogar schon gesagt. „Ich pflege dich im Alter nicht, wenn du mich jetzt alles machen lässt“. Ob deshalb so viele Frauen eines Tages die Scheidung einreichen?

  • Reginald Regligspenn-Obenuff sagt:

    Diese Art von Diskussion erinnert mich daran, wieso ich nie im Leben eine Familie gründen werde. Dieses Herumnörgeln am Partner, den Partnern – und dieses kann sehr wohl berechtigt sein – ist für mich der absolute Stimmungskiller. Offen genörgelt oder verdeckt, verraten durch Mimik, Körpersprache, den Blick, die Stimme, Seufzer, gepresste Lippen – diese Harmonielosigkeit ist für mich das Allertraurigste, wenn ich diese bei Paaren wahrnehme.

    • Ach, manche können damit besser umgehen, manche schlechter. Es gibt durchaus Paare, die können trotz sporadischen Nörgelns eine glückliche Beziehung führen. Mit Kindern hat das übrigens nicht so viel zu tun: Man hat zwar theoretisch mehr Gründe zum Nörgeln, wird aber gleichzeitig etwas gelassener.

    • mila sagt:

      Sie könnten auch einfach versuchen, es besser als die ‚Nörgler‘ zu machen – statt sich ein abschreckendes Beispiel an ihnen zu nehmen… 😉 Denn ja, ich finde auch, dass diese Mimiken, Körpersprachen, Blicke, Stimmlagen, Seufzer und gepressten Lippen nichts in Beziehungen verloren haben. Zumal unter Erwachsenen, die gelernt haben, ihre Bedürfnisse gegenseitig zu kommentieren.

    • Malena sagt:

      Für mich muss es nicht immer nur harmonisch sein… Aber die subtile Nörgelei, die leise Abwertungs-Show für das Umfeld finde ich auch ganz schlimm wenn ich es bei Freunden oder z.B. im Tram beobachte. Vor allem weil der Ankläger oft völlig selbstgerecht auftritt und nicht zu sehen scheint, dass sein/ihr Verhalten die Substanz der Beziehung viel stärker erodiert als das angeklagte Vergehen des Partners.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Malena – ich denke, keiner von uns ist gänzlich davor gefeit. Ich finde eher, wir sind in unserem Kulturkreis viel zu sehr damit beschäftigt, das Bild zu wahren. Ich staune immer wieder, wie viel Paare sich scheiden lassen, welche die ganze Zeit ein perfektes Bild abgaben. Keine Nörgelei, nicht einmal subtil… weil, ja klar, das ist ja total out und alle finden es ganz schlimm. Aber dann 100 Leichen im Keller.
        Wir sollten mehr Freiheit haben, auch unsere Missstimmungen und unser Missgefallen auszudrücken. Alle immer so perfekt, aber hinter der Oberfläche…

      • mila sagt:

        Ich denke durchaus, dass es auch ohne Nörgeln geht. Und ebenso ohne eklatantes Anblaffen des Partners, wenn man gefühlte ‚Rückendeckung‘ vom Umfeld hat (oder zu haben meint). Was überhaupt nicht heisst, dass man stets ein super-harmonisches Päärchenbild abgeben müsste, doch gibt es mE einen Unterschied zwischen offener Ansprache, die sich in erster Linie an die ‚Quelle‘ des Unmuts richtet, und dem Zusammenspiel von unterdrücktem Ärger, rundum geäussertem Missmut und allenfalls explosionsartiger Entladung. Besagte Leichen im Keller sehe ich entsprechend auch eher bei der Nörgelfraktion.

      • Reincarnation of XY sagt:

        nun mila – es ist mir klar, dass alles eine Frage der Wahrnehmung ist, und natürlich ist es traurig, wenn ein gefrustetes Paar sich nur noch in solchen subtilen Anschwärzungen begegnet. Das ist wohl hier das Thema.

        Allerdings bin ich wirklich davon überzeugt, und erlebe das auch so, dass im schweizerischen Kulturkreis das Problem genau andersrum ist. Immer alles perfekt – man staunt – und dann ist es eben überhaupt nicht so.
        Etwas mehr Offenheit, etwas mehr schrille Töne wären oft heilsamer, als diese stete Korrektheit, die hinten und vorne nicht der Realität entspricht.

      • Malena sagt:

        @Reincarnation: Missstimmungen ausdrücken – absolut! Aber lieber direkt und dann ist mal gut, anstatt ständig und unterschwellig nörgeln und ev. nicht mal dazu stehen (das Gesicht verziehen aber behaupten, es sei alles in Ordnung).

      • Reincarnation of XY sagt:

        Malena – das ist mir schon klar – aber erstens hat keiner von uns seine Körpersprache 100% unter Kontrolle und deshalb wird jeder von uns auch mal ganz unbewusst eine Bewegung machen, die andere so wahrnehmen, wir selbst aber nicht. Und zweitens ist die Frage ob es überhaupt sinnvoll ist, wenn wir so aalglatt sind, dass wir alles runterspielen können. Am Ende merken wir selbst nicht, was uns stört. – Eine Reaktion ist auch immer wieder Anlass, dass man sich nachher als Paar über die Situation unterhält.
        Darum geht es mir.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Vielleicht zur Erklärung: wir sind eher ein Paar, das nicht gesellschaftlich nicht allzu stubenrein ist. Nicht dass ich darauf stolz wäre. Ein Makel bleibt ein Makel. Aber dann sehe ich, dass unsere Beziehung viel, viel besser ist, als bei all denen, die immer so wunderbar auftreten, wo es nie ein Wort oder eine Mimik der Disharmonie gibt. Und ich frage mich: warum dieses Theater? Ich frage mich, ist es den Leuten überhaupt noch bewusst, dass sie Theater machen? Oder ist diese Konditionierung ja nicht anstössig zu sein, so gross, dass man sich selbst belügt? Lügen haben kurze Beine.

      • mila sagt:

        Ich weiss nicht, aber ich würde in solchen Fällen nicht per se von einer Konditionierung sprechen (wobei diese natürlich auch mit hineinspielt). Sondern von einer schleichenden Gleichgültigkeit dem Partner gegenüber; nur diese ermöglicht ein Theaterspiel, bei dem man nicht – zumindest gelegentlich – aus der Rolle fällt. Das sind dann die Paare, bei denen vielleicht der eine überrascht ist, wenn sich der andere ‚knall auf Fall‘ von ihm trennt. Aber das Umfeld ist es in aller Regel nicht, denn solche Paare haben lange zuvor aufgehört, wie ein ‚echtes‘ Paar zu wirken.

      • Sportpapi sagt:

        @xyxy: Sie sind ja mit den Gesprächspartnern einer Meinung. Also warum immer widersprechen? Mich näme allerdings wunder, woran Sie sehen, dass Ihre Beziehung viel viel besser ist als andere. Nur schon der Massstab dafür.

      • Reincarnation of XY sagt:

        sporti – in einer Sache mag ich einer Meinung sein, nur finde ich in dieser Thematik eben das was ich sage, viel eher ein Problem (und das sehen die anderen offensichtlich nicht so) – mich stören vielmehr diese Auftritte ohne Misstöne und dann sieht man regelmässig, dass die Leute gar nicht so perfekt sind, wie sie tun oder meinen zu sein

        warum besser? nun ja, viele lassen sich scheiden, haben Affären, pflegen Geheimnisse, haben keine gemeinsame Abenteuer mehr – verstehen ihren Partner nicht – kriegen ihre Sexualität nicht mehr zum laufen
        man bekommt so einiges mit, wenn man offen ist

      • Malena sagt:

        @Reincarnation
        1. Niemand hier plädiert dafür, dass man eine saubere Fassade vorspielen soll.
        2. Nörgelei kann sowohl privat wie öffentlich stattfinden. Manchmal braucht der Nörgler das Umfeld als „Jury“ für seine subtile Anklage, was ich besonders perfid und korrosiv finde.
        3. Unbewusste und unbedeutende Körpersignale gibt es schon. Ich sprach davon, dass viele Nörgler vor lauter Selbstmitleid ihr Nörgeln gar nicht mehr sehen (wollen) oder abstreiten obwohl es alle sehen.
        4. Es freut mich dass Sie eine ehrliche und stabile Beziehung führen. Aussenwirkung ist dann wirklich sekundär. 🙂

      • Carolina sagt:

        RoXY: Gefällt mir sehr, was Sie sagen. Und zwar einfach deshalb, weil es nur wenige Menschen/Paare gibt, die zu einem ‚Makel‘ wie Ihrem stehen. Viele Paare werden in der Oeffentlichkeit (oft penetrant genug, was natürlich meine professionellen Antennen vibrieren lässt) das Schatzli-Getue praktizieren, Küssli beim Anstossen, Kosenamen-Gesäusel etc. Kein Wunder ist man dann von den Socken, wenn man als nächstes hört, dass sie sich getrennt haben. Natürlich ist unterschwelliges Genörgel nicht gerade toll, aber viel schlimmer finde ich das süssliche Schaut-mal-wie-toll-wir-sind – das oft, wie

      • Carolina sagt:

        /2 man dann an der Körpersprache sehen kann, sehr einseitig ist. Da fallen dann heimliche abfällige Blicke, der eine rückt vom ständig präsenten anderen ab, jemand scheint permanent auf der Flucht vor dem Partner, verweigert die ständigen öffentlichen Liebkosungen etc. Ich habe es viel lieber und finde es viel spannender, wenn wir mit Paaren vom Schlage von RoXY zusammen sind – da vibriert die Luft noch, da muss man in die Tiefe gehen, da ist nichts an der Oberfläche. Manchmal sind das die spannendsten Partnerschaften! Kann ich sehr gut ertragen.

      • Reincarnation of XY sagt:

        @Malena – voll einig mit ihnen, wollte nie dem chronischen Nörgler das Wort reden oder gar dem von „2.“

        @mila – ich sprach von Konditionierung, weil ich das Verhalten von Paaren je nach Kulturkreis ganz verschieden erlebt habe – in CH gibt man sich extrem makellos, „lieber keine Gefühle als nur ein Hauch negative“ – da ist es mir lieber wenn man sich auch mal blamiert, dafür aber echt ist

        @Carolina – danke, sie verstehen, was ich meine, was bin ich froh (ganz ehrlich)

        @sportpapi – haben sie jetzt aus Interesse gefragt? oder wollten sie mit ihrer Frage einfach nur Kritik anbringen?

    • Reincarnation of XY sagt:

      Aber Reginald damit sagen sie ja, dass sie genau zu dieser Art Leute gehören und sie einfach vorbeugend es nicht einmal versuchen. Traurige Lebenseinstellung. Kann das die Lösung sein? Wir bleiben alle allein? Wir gehen keine Beziehungen ein, weil das eine Herausforderung ist?
      Wir wagen nichts, weil wir versagen könnten? Das ist mutlos.
      Es gibt auch solche, die an der Herausforderung wachsen und sie meistern. Auch hier im Blog. Warum lassen sie sich nicht von diesen positiven Beispielen inspirieren?

      • Reginald Regligspenn sagt:

        Wenn ich sehe, was jeweils Anlass zum Nörgeln ist, wie ich es beschrieben habe, dann verstehe ich das Problem jeweils gar nicht. Es sind für mich, in diesem Augenblick, totale Nebensächlichkeiten. Wie zum Beispiel, dass er die Bananen in den Kühlschrank stellt und sie dagegen ist – dabei sind die Bananen 2 Stunden später sowieso im Dessert und werden gegessen und es geht auch nicht um den Platz im Kühlschrank. Ich stelle es mir (für mich) als den totalen Horror vor, wenn ich am Partner plötzlich solche Sachen auszusetzen hätte.

      • Reginald Regligspenn sagt:

        Aber vielleicht sind diese Nörgeleien auch lediglich nur ein bisschen Reibung, welches dem Paar letzten Endes sogar gut tut, so habe ich es noch nie gesehen. Dass ich alleine bleibe, hat jedenfalls nicht nur mit diesem Thema zu tun. Es ist auch nicht mein Ratschlag an alle anderen, alleine zu bleiben. Und mit meinem Mut habe ich mich noch nie gebrüstet. 🙂

    • mila sagt:

      Äh, kommunizieren, nicht kommentieren… Richtig, Malena. Mir geht es jeweils genau gleich, wenn ich solches Verhalten mitbekomme – es befremdet mich gewaltig. Und ich denke auch, dass man das Kommunizieren sehr gut ohne solche ’subtilen‘ Zeichen hinkriegt – wenn mich etwas wirklich nervt, dann zeige ich das auch. Allerdings sehr konkret, und ohne Versuch, das unbeteiligte ‚Umfeld‘ mit einzuspannen (ergo lasse ich mich, umgekehrt, als Un-Betroffene gleichfalls nicht einspannen, auch nicht von einer guten Freundin, der sogenannten ‚Psychohygiene‘ zu liebe).

  • Peter Kobelt sagt:

    Sie scheinen – zumindest für diesen Bereich – den falschen Mann zu haben. Erlebe unsere Männerecken jeweils ganz anders. Oder anders gesagt und gleich verallgemeinernd wie Sie es tun: Glücklicherweise gibt es Väter, die sich auch an Partys um den Nachwuchs kümmern, da die Mütter kaum ihre Augen und Finger von den Smartphones lassen können….

  • Malena sagt:

    „Verweigerung“… Würden diese Väter sich tatsächlich verweigern, wenn ihr Kind sie braucht (z.B. sich das Knie aufschlägt oder die Windel voll hat)? Würde ein Vater seine Frau, wenn sie ihn bittet, dem Kind die Windeln zu wechseln oder einen Streit zu schlichten, „zwingen“, es selbst zu machen? Gibts keinen Mittelweg zwischen alles selber machen und am Mann herumnörgeln? In meiner Erfahrung sind gewisse Leute einfach lieber Opfer als gleichberechtigt.

  • Franziska sagt:

    Kann ich nicht nachvollziehen: Die Männer unserer Grillrunde packen überall an – wir Frauen arbeiten Hand in Hand mit ihnen und wechseln ab. Sie schwatzen/spielen mit den Kindern, tragen Geschirr herein, grillen, schleppen Getränke an, helfen beim Abräumen – ist in etwa gerecht verteilt mit der Arbeit und dem Spass. Scheint mir kein allgemeines Phänomen zu sein. Mann und Frau müssen eben die Bedürfnisse (freundlich!) anmelden und einander wertschätzen und die anderen auch mal lassen. Wer rumraunzt oder auch nur meint, die anderen lesen von den Augen ab, hat schon verloren.

  • Urs Kym sagt:

    Es ist wohl vollkommen ausgeschlossen,dass Kinder bei solchen Anlässen nicht peramnent betreut werden müssen und die Idee,dass sie auch miteinander spielen können,völlig abwegig.In meiner Kindheit (Anfangzeiten der Emanzipation) hat das ohne weiteres funktioniert.Und wenn dabei ein Fussbaltor zerlegt wurde – was soll’s,wir waren ja Kinder.Und den Bobbycar (eine Art Bolilerwagen?) wurde von den Kindern selbst gezogen(die Kleineren sassen drin).Und in den ganz seltenen Fällen,da tasächlich Betreuung nötig wurde, waren weder Vater noch Mutter zuständig sondern gleich die versammelte Gesellschaft.

  • Hattori Hanzo sagt:

    Ich weiss, jedes Klischee fusst in Tatsachen, und vielleicht ist es ja in ihrem Freundeskreis tatsächlich so.
    ! Aber manchmal ist es auch nur die Wahrnehmung die vom Klischee völlig verzerrt wird. !

    Vielleicht haben die Männer ja das ganze Essen vor- und zubereitet und räumen nachher alles ab und tragen es zum Auto. Und wenn sie sich einmal ne Pause gönnen, findet Frau: da sie nur, die Männer.
    Ich habe jedenfalls schon x-mal den grösseren Schicht-Part übernommen und meine Frau fand trotzdem, solche Grill-Anekdoten wahnsinnig geistreich und „typisch“

    • Hans Hintermeier sagt:

      @Hattori: Guter Punkt: Oft wirkt die Ideologie (Sprache) als Wahrnehmungsraster: „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“ – Wittgenstein-Tractatus logico-philosophicus Satz 5.6. Wer sich überall benachteiligt fühlen will oder wer nach dieser Ideologie lebt, wird auch überall genau das wahrnehmen. Das Andere wird ausgeblendet, schlicht nicht gesehen, es ist nicht existent in seiner/ihrer Welt!

      • Hattori Hanzo sagt:

        So ist es Herr Hintermeier – schönes Zitat
        Darum sollten wir uns nie all zu sehr hineinsteigern – in irgendwelche Klischees. Sie mögen stimmen – für manche. Aber sie sind nie allumfassend. Und wir sollten uns immer wieder fragen, inwiefern sie eben nicht stimmen. Bzw. ob sie in unserem persönlichen Leben wirklich stimmen.

        Wenn wir z.B. glauben, dass die Männer heutzutage überall benachteiligt werden, dann können wir das auch an jeder Ecke sehen, genauso wie wir sehen könnten, das Frauen überall benachteiligt werden.
        Es ist immer eine Frage der Wahrnehmung.

      • Sportpapi sagt:

        Hm. Und wenn es mal nicht eine Frage der Wahrnehmung ist, sondern schlicht beobachtbare, messbare Realität?

  • Calimero sagt:

    Artikel ist wohl etwas gar reisserisch. Ich habe letztes Jahr das Gegenteil erlebt. Zu Beginn des Grillabends haben die meisten Männer entschieden, dass sie nach Hause fahren. Die Damen haben es sich dann nicht nehmen lassen, ihren Jahreskonsum an Prosecco und Gras ordentlich noch oben zu korrigieren.
    Vor allem: DIE KIDS WURDEN GRÖSSTENTEILS SICH SELBST ÜBERLASSEN UND HABEN ES ÜBERLEBT!!! Auch die Kids müssen lernen, sich selber zu beschäftigen und nicht die ganze Zeit am Rockzipfel der Eltern zu zupfen, sobald die Aufmerksamkeit der Eltern nachlässt.
    Das war ein super entspannter Abend

    • Carolina sagt:

      Prosecco und Gras? Glaube ich, dass es ein super entspannter Abend war! Peace man 🙂

  • Josef Meyer sagt:

    Das ist auch so, wennnur Papis und Kinder am Grillfestli sind. Dann wird halt das Fussballtor auseinanergenommen und später zusammen wieder aufgebaut. Genau die hier beschriebene Situation liegt dochmeist an mangelder Geöassenheit der Mammis und lässt sich nicht den Männern anlasten.

  • Martin sagt:

    Ich habe grossen Spass mit meiner Tochter, ist doch eine tolle Sache mit dem eigenen Kind herumzubloedeln. Meistens machen alle anderen Kinder dann auch mit. Ich wickle nach wie vor meine Kleine, nichts Weltbewegendes. Ich habe ein schlechtes Gewissen, wenn ich irgendow eingeladen bin und zuschauen muss wie mein Gastgeber alles alleine aufraeumen muesste. Ich bin nicht mal der Einzige, fast alle, die ich kenne helfen mit.

  • Papperlapapi sagt:

    So schwarz-weiss ist die Welt nicht! Ich bin 1. deutlich ängstlicher als meine Frau und 2. wenig an Smalltalk interessiert: deshalb war immer ich es, der die Kinder im Auge behielt. Nun sind sie alt genug, dass wir beide chillen können….. Sind ja nur wenige Jahre, wo sie wirklich engmaschige Aufsicht brauchen.

  • mein name sagt:

    Tja, wenn ihr alle den falschen Mann heiratet, dann müsst ihr euch danach ja nicht beklagen.

    Selber schuld!

  • Christoph Schnyder sagt:

    Sorry, diese Verallgemeinerungen kann ich nicht bestätigen. Im Gegenteil kenne ich es nur allzu gut dass eine Gruppe Frauen am „schnattern“ ist – vielleicht nicht im Stehen und Bier in der Hand aber gleichwohl in ihrer eigenen Welt – während ich am Aufräumen bin und die Kinder mit den Vätern Sachen spielen wollen, die Mama „nicht kann“, oder die sie bei Mama gleich „nicht dürfen“.

    Wär alles nicht so tragisch, wenn diese regelmässigen Artikel darüber, wie Männer am Ende doch nur die zweitbesten Eltern seien, nicht auch gesellschaftliche Vorurteile schüren würden, die sich gegen Väter auswirken

  • Doria Gray sagt:

    Mein Vorschlag: Die Kinder mal an Papi verweisen, wenn sie aufs WC müssen. Oder Papi darauf aufmerksam machen, dass er jetzt an der Reihe ist. Wenn die Frauen sich immer kommentarlos in ihre Rolle fügen, merken die Männer gar nicht, dass es ein Problem gibt. Da steckt nicht einmal böser Wille dahinter.

  • Hans sagt:

    Und wie wärs, die Kinder einfach mal machen zu lassen? Wir waren vorgestern auch an einer Gartenparty und da hatten es die meisten Frauen und Männer gechillt, ausser einer Frau, die die ganze Zeit für Ordnung im Kinderstalll sorgen wollte und ihr Kind helikoptermässig vor der bösen Welt beschützen musste.
    Man muss die Kinder nicht immer überwachen, ein Mund darf auch mal einen ganzen Nachmittag mit Schokolade verziert sein und die Kinder können Konflikte meist selbst lösen.
    Meist sind solche Feste so gechillt, wie die anwesenden Personen selbst auch…

    • Jeanette Kuster sagt:

      Da stimme ich völlig mit Ihnen überein. Aber: Den Gastgebern zuliebe kann man die ganz Kleinen schon nicht immer nur machen lassen, weil sonst z.B. das Buffet (plus die Wohnung) mit Getränken überschüttet wird oder eben wie in unserem Fall das Netz des Fussballgoals wohl kaputt gegangen wäre…

      • Sportpapi sagt:

        Da reicht aber wohl mal eine klare Weisung, für die durchaus auch mal die Väter sorgen können. Aber doch nicht ständig Betreuung, wenn man doch eigentlich wegen der erwachsenen Freunde da ist.

      • Jo sagt:

        Erziehung + klare Regeln -> Kinder können nicht plötzlich die Vorzeige- Kids sein, wenn zuhause „einfachheitshalber“ (fast) alles erlaubt ist!

      • Hans sagt:

        @Jo: Oh doch, erstaunlicherweise geht das ganz gut. Zuhause darf unser Sprösslinge viele Sachen, welche er auswärts nicht darf. Und er weiss das und benimmt sich entsprechend. Er begreift ganz gut, dass nicht überall dieselben Regeln gelten. Es geht glaub ich vorallem drum, dass sie die gesetzten Regeln respektieren, auch wenn diese varieren (KiTa, Zuhause, Auswärts, Grosseltern).

  • Hans Hintermeier sagt:

    Ich kenne dieses Phänomen tatsächlich nicht!Meine Frau und ich arbeiteten jeweils in Stunden-Schichten(als die Kinder noch kleiner waren).Würde ich jedem so empfehlen!Ausserdem können die Kinder,wenn sie etwas grösser sind,durchaus miteinander spielen und brauchen keine Party-Animation(wenn man klare Regeln vorgibt).Auch genügt es oft,wenn man sich mit anderen Eltern abspricht und so ist es dann höchstens noch alle 4 Stunden,dass man an die Reihe kommt.Also ich genoss solche Feste auch immer,da wir unsere Kinder oft auch gar nicht mehr sahen,weil sich (kinderlose) Freunde gerne um sie kümmerte

    • tina sagt:

      „da wir unsere Kinder oft auch gar nicht mehr sahen,weil sich (kinderlose) Freunde gerne um sie kümmerte“ <— aaaah der grillpartymännerzirkeleffekt. auch oft unter anderen umständen bekannt als "irgendwo gaht immer es türli uf" (<– wg mitbewohner die ihre miete nicht zahlen)

      • Hans Hintermeier sagt:

        Wenn Sie es gerne so schwarz/weiss sehen wollen (damit Ihr Tag Struktur hat) können Sie das gerne tun! Hauptsache Sie können Männerbashing betreiben, dann stimmt die Welt wieder! Ich habe oben beschrieben, wie wir das handhaben. Und nicht jede Party ist ja bekanntlich gleich! Unglaublich diese generellen Unterstellungen und das dahinterliegende Männerbild! Und die Selbstverständlichkeit, die dahintersteckt!

      • Sportpapi sagt:

        So ist es tina. Wenn jemand an einer Grillparty den Kindern Programm bieten will, soll er oder besser sie es halt tun. Windeln wechseln bei Bedarf, vom heissen Grill fernhalten, Getränke nachschenken und schauen, dass es genügend Chips hat reicht doch eigentlich.

      • tina sagt:

        männerbashing?? das männerwort stammt aus dem leittext oben. ich fands nur lustig, dass es so typisch ist: die einen leute sind ganz entspannt und behaupten, das problem xy gibt es gar nicht. in einem nebensatz wird nebenbei erwähnt, dass sich jemand anders gekümmert hat (darum existiert das problem nicht). oder in anderen worten „es tuet sich immer es türli uf“. wenn das leute sagen, hat sich üblicherweise jemand anders um das problem gekümmert :). ich kenne das aus wg’s und die betroffenen sind liebe freunde von mir (deren freundinnen die miete jeweils zahlten)

      • tina sagt:

        dass es in meinen WGs männer waren, die die probleme fremdlösen liessen, ist zufall.
        dass es bei grillpartys aber männer und frauenrollen gibt, darüber gibt es viele witze mit wahrem kern. mann: „heute braucht meine frau mal nicht zu kochen!“ (sie hat aber eingekauft, vorbereitet, salate gemacht und desserts, sie hat mariniert und getischt und die leute zusammengetrommelt. räumt auf und wäscht ab. aber hey, sie muss nicht kochen)

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Tina: nochmals: es gab Grillfeste, da haben meine Frau und ich uns stündlich abgewechselt, wie bspw. auch bei Hochzeiten (als sie noch klein waren). Dann gab es Anlässe, da habe ich meine Kinder kaum gesehen, weil sie von kinderlosen Freunden bestens unterhalten wurden. Der Nebensatz ist also nicht im Sinne von Entweder-Oder aufzufassen, sondern im Sinne von Sowohl-als-Auch. Für mich war es auch selbstverständlich/ und lustig, mich um meine kleinen Racker zu kümmern. Auch gönnte ich meiner Frau gerne die Auszeit (die Abwechslung machts)! Wir haben uns von Anfang an (VORHER) so abgesprochen.

  • Martin Frey sagt:

    Vielleicht war es auch einfach so, dass im Zentrum dieser abweisend wirkenden Männerrunde der Grill stand? Über den sich die Männer im Schweiße ihres Angesichts beugten? Denn auch emanzipierte Frauen schätzen es, wenn ihre Wurst nicht schwarz wird und das Fleisch termingerecht auf den Punkt gebraten auf den Teller zu liegen kommt… 🙂

  • Domenico sagt:

    Sinnbildlich fuer viele eher links ausgerichtete Menschen. „Rechte“ bedeutet nicht was man selber tun kann, sondern was andere nicht tun dürfen… Im vorliegenden Artikel ist dieses Denken besonders deutlich sichtbar, indem man das Ganze dem Zeitgeist entsprechend feministisch verpackt (d.h. ein Rundumännerbashing betreiben, in Kombination mit einem Aufruf zur Verweigerung ggü dem Mann).

  • Marcus Glocker sagt:

    Tja, da haben Sie Ihre Männer wohl nicht im Griff. Bei den Frauen welche an unseren Grillparties dabei sind (meine eingeschlossen), können wir Männer nur von einem Grillparty-Männerzirkel träumen. Da sieht es eher umgekehrt aus … Soll ich mal bei meiner Frau Nachfragen ob Sie Ihnen einen Männererziehungskurs geben würde? ;-p

  • Muttis Liebling sagt:

    Analog einem wissenschaftlichen Experiment. setzt man die Prämissen ausserirdisch ansetzt an, kann des Resultat auch nicht von dieser Welt sein. Wer geht als Familie mit Kleinkind (-ern) auf eine Grillparty?

    Frauen und Männer haben verschiedene Klumpungsrituale. Die sind nicht kompatibel. Deswegen erzeugt man Situation, wie die beschriebene gar nicht erst. An Multi- Familien- Partys haben nur Frauen Interesse. Männern bleibt tiefenpsychologisch programmiert nur die Wahl zwischen dauer- unruhigem Verhalten oder Sedatations-Bier.

    Gleichberechtigung spielt auf einer Ebene oberhalb von Atavismen

    • Sportpapi sagt:

      @ML: Das ist jetzt aber ziemlich weit vorgewagt. Wenn es Grill heisst, kann man fast sicher sein, dass die Männer dahinter stehen. Und natürlich gibt es nichts Unkomplizierteres als einen Grillabend – Party würde ich dem natürlich nicht sagen.

    • mila sagt:

      Mit Klein(st)kindern scheinen mir Familiengrillfeste am entspanntesten…. Doch bezüglich Festen mit Freunden: kann man sich nicht von Fest zu Fest abwechseln? Müssen es immer die Mütter sein, die die Nachhausefahrt übernehmen (oft genug gesehen)? Ich verstehe, dass einer oder eine mal zwischendurch die Seele baumeln lassen will. Aber wenn man auf durchgehend fifty-fifty besteht, kommt wohl niemand auf seine sozialen Entspannungskosten. Wie wäre es damit, dem anderen auch mal etwas zu gönnen – beidseits?

      • Muttis Liebling sagt:

        Das ist wohl eine Frage der Kultur oder der Generation. Ohne Bier habe ich die Freundinnen/ Freunde meiner Frau nicht ertragen. Pragmatisch wurde das anders gelöst. Wenn Sie sich mit ihrem Freundeskreis treffen wollte, habe ich mit den Kindern etwas anderes gemacht. Es sei denn, sie wollte die Kinder präsentieren, dann musste sie das hinkriegen. Meine Unterstützung gab es dabei nicht.

        Mit einem Wort, die oben beschriebene Situation gab es nicht mal im Ansatz. Aber hätte ich gemusst, wäre der Bierkasten mein einziger Anlaufpunkt gewesen.

      • Dänu sagt:

        Aufpassen ML! Jetzt werden Sie mir langsam noch sympathisch… 🙂

      • Sportpapi sagt:

        @ML: Das hat weder mit Kultur noch Generation zu tun. Einige sind halt sozialverträglich, andere nicht. Üblicherweise grilliert man da, wo es für alle entspannt ist. Deshalb würde ich dem auch nicht unbedingt Party oder Fest sagen was beinhaltet, dass es irgendeiner organisiert. Bei uns ist es ja eher so, dass die Männer nach dem VAKI-Turnen merken, dass es schön Wetter ist. Die nächste Frage ist dann nur noch das wo…

      • Reincarnation of XY sagt:

        Ach ML – ihr Verhalten und ihre Wahrnehmung der Welt, ist einfach immer das bzw. die 100% Richtige.
        Schon einmal darüber nachgedacht, dass das evt. gar nicht so ist?

      • A.K. sagt:

        Muttis Liebling- Sie sind ja auch ein Mensch! Wow! Danke für diese ehrlichen Beiträge. Für eimal haben Sie mich zum Lachen gebracht! „Verschiedene Klumpungsrituale“ – stimmt!

  • Denkenfür5rappen sagt:

    Ist das vielleicht so, weil viele Frauen auch in lauen Sommernächten bei gutem Essen und Trinken nicht mal Fünf gerade sein lassen können und die Kinder nach dem Essen Zähne und Hände gut putzen müssen, die Vokabeln noch repetiert und die Hosen noch anständig aussehen müssen, etc… Alles schon im Bekanntenkreis erlebt. Die Kinder müssen trotz der Party rechtzeitig ins Bett, usw. Ich bin vielleicht eine Frau mit männlichem Sitzfleisch, aber mich nerven die Frauen die statt Smalltalk und Feierlaune Stress verbreiten und dann auch noch ihre Männer anraunzen.

    • Greatsheep sagt:

      Das hat sehr was Wahres. Ich bin (leider) auch mit einer Frau gesegnet, die sich kaum mal entspannen kann (oder will?!?). Sehr stressig. Was sie dann noch zusätzlich fertig macht ist, dass die Kinder sich freuen, wenn sie ihrem Hobby nachgeht oder mal mit einer Freundin ausgeht. Dann haben sie mich alleine und und das empfinden sie als sehr angenehm da viel entspannter. Nicht dass ich alles durchgehen lasse oder keine Regeln kenne; einfach mal die 5 grade sein lassen. Es passiert auch viel weniger, da die Kinder viel lockerer drauf sind da eine Kleinigkeit kein Weltuntergang bedeutet.

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