Der Teufel liegt im Familienbett

Ein Papablog von Markus Tschannen*

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Wenn es um das gemeinsame Schlafen geht, kann das liebste Baby zum Sadisten werden. Foto: J Franklin, Flickr.com

Schon lange vor der Geburt hatte ich in einschlägigen Foren über die Unsitte «Familienbett» gelesen. Aha, das Baby schläft nicht in seinem eigenen SNIGLAR, SUNDVIK oder HENSVIK, sondern im MALM der Eltern? «So ein esoterischer Furz, das Kind braucht sein eigenes Bett», dachte ich und strich stolz über die schweissgetränkten Buchenstäbe des eben zusammengezimmerten Babybettchens. Um es gleich vorwegzunehmen: Unser Brecht schläft seit seiner Geburt vor 15 Monaten mit uns im «Familienbett».

Nein, ich glaube auch heute nicht, dass Rudelschlafen wichtig für die familiäre Bindung ist. Der Brecht hat sich ganz einfach genommen, was ihm nicht zusteht. Er verhielt sich beim Einschlafen und Stillen so renitent, dass er unseren Willen innert Kürze gebrochen hatte. Müde liessen wir ihn in unserem Bett einschlafen: «Wir können ihn ja nach dem Abstillen wieder an sein eigenes Bett gewöhnen.» HA! HA! HA!

Der Brecht liess seine Privilegien natürlich nicht mehr los. Einschläfern in seinem eigenen Bett? Funktioniert nicht. Rüberhieven nach dem Einschlafen? Merkt der Brecht nach exakt fünf Minuten. Wir sind ratlos, haben unsere Hoffnungen begraben und das Babybett im Cheminée verbrannt.

Hier könnten die Klagen enden, doch nein: Unsere Resignation ist dem Brecht nicht genug. Er demütigt uns auch noch jede Nacht:
• Beim Einschlafen tritt er einen Elternteil seiner Wahl mit Füssen. Dieses Prozedere dauert etwa eine Dreiviertelstunde und darf unter keinen Umständen unterbrochen werden.
• Unmittelbar danach – inzwischen eingeschlafen – drängt er den anderen Elternteil durch geschicktes Anrollen aus dem Bett. Zurückrollen geht nicht. Das würde des Brechtes unbändigen Zorn heraufbeschwören.
• In seinen besonders sadistischen Phasen (zwei bis dreimal pro Nacht, bei Vollmond öfter) dreht er sich rechtwinklig zu uns und rudert mit allen Extremitäten.

Entsprechend verbringen wir Eltern die Nächte, indem wir unsere Körper möglichst platzsparend auf der Bettkante balancieren. Stets in Furcht vor dem brüsken Heranrollen eines fuchtelnden Babykörpers.

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Und schon haben die Eltern kapituliert. Foto: Flickr.com

Das Familienbett kommt uns inzwischen vor wie eine Machtdemonstration unseres Babys: «Ich will das so und ihr könnt nichts dagegen tun. LOL!» Vermutlich ist dieses Verhalten der erste Vorgeschmack auf ein Kleinkind, das zu viele Gene von seinem dickköpfigen Vater geerbt hat. Vielleicht ist es auch nur die gerechte Strafe, weil wir nach der zweiten Nacht damit angegeben haben, wie gut unser Baby durchschläft. Wir Narren. Mit einem hysterisch lachenden und einem hysterisch weinenden Auge denke ich an diese wunderschöne Zeit nach der Geburt zurück.

Der Vollständigkeit halber will ich aber auch die Vorteile des Familienbettes kurz erwähnen:
• Man muss nachts nicht aufstehen. Alle notwendigen Manipulationen am Baby lassen sich liegend im Halbschlaf ausführen. Wir sind inzwischen so gut, dass wir sogar zum Wechseln des Fixleintuchs liegen bleiben.
• Wenn man die Nase voll hat, dreht man sich fluchend weg, um den Partner darauf hinzuweisen, dass er sich um das Problem kümmern soll. Nachts im Familienbett gibt es keine Freunde, nur Feinde (und nach dem Wegdrehen ein paar Tritte in den Rücken).
• Ab und zu (alle paar Wochen während maximal zwei Minuten) kann man das friedlich schlafende Baby beobachten, und sich aus nächster Nähe an seinem glücklichen Gesichtlein erfreuen.

Unter dem Strich aber bleibt das Familienbett eine unbequeme Tortur. Da hilft die beste Tempur-Superflex-Federkern-17-Zonen-Matratze nichts, wenn das Baby einem nur die Reisverschlüsse des abnehmbaren Allergikerbezuges als Liegefläche lässt. Wie man das Familienbett freiwillig wählen kann, ist mir schleierhaft (lesen Sie dazu auch das Mamablog-Posting «Familienbett: Sex, lass nach!»).

Die Probleme lösen sich ja nicht irgendwann von selbst. Im Gegenteil: Der Brecht wird immer kräftiger (Fusstritte), schwerer (Bodycheck) und länger (Querliegen). Meine Grössenberechnungen ergaben, dass er mit 12 Jahren selbst im regungslosen Zustand die ganze Matratze und mit 14 Jahren das ganze Schlafzimmer einnehmen wird. (Da muss ich allerdings noch einmal nachrechnen.) So wie bisher geht es auf jeden Fall nicht weiter. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als zum Äussersten zu greifen, so brutal es klingt. Da müssen wir als Eltern konsequent sein: Meine Frau schläft seit einer Woche auf dem Sofa und ich zusammengerollt am Boden auf VYSSA SNOSA 120 x 60.

tschannen*Markus Tschannen lebt mit Frau und Baby wochenweise in Bern und Bochum. Unter dem Pseudonym @souslik nötigt er auf Twitter rund 8000 Follower, an seinem Leben teilzuhaben.

366 Kommentare zu «Der Teufel liegt im Familienbett»

  • Bella sagt:

    Genauso sieht es bei uns nachts auch aus. Es wird gepupst, öde Füße liegen mir im Gesicht, hin und her gerollt, dann liegt einer wieder mit der Pampers auf mir drauf. Aber wir genießen es solange es nur geht! Haben unser Bett auch extra vergrößert. Hier ist die Bauanleitung dazu http://familienbetten.net/bauanleitung-familienbett-otto/

  • Franziska Martini sagt:

    Schoen, Ich habe vier und habe den Artikel mit viel schmunzeln gelesen. Heute sind sie gross und haben dasselbe Problem mit Ihren Kindern.Schoeeen !!!!!!!

  • petra sagt:

    Liebe Leute, wir haben auch so einen „Brecht“. Urteilt doch nicht darüber wo wer wie schlafen soll. Das muss doch jeder für sich selbst entscheiden. Ich habe mit viel Lachen diesen Blog gelesen und meinen Jüngsten(von drei Kindern) und uns Eltern wieder erkannt. Unsere Älteste hat sich auch jede Nacht im elterlichen Bett rumgetrieben. Das war mit 3 Jahren dann plötzlich vorbei.Ok, ich geb ja zu, bei dem Jüngsten sind wir schon 1,5 Jahre drüber, aber was soll’s. Wir halten durch und sind tapfer. Vielleicht tauschen wir ja mit 14 die Zimmer. 🙂

  • Andi sagt:

    Wir haben ein ziemlich grosses Doppelbett und direkt angrenzend ein offenes Babybett (eine Längsseite fehlt). Die beiden Matratzen sind exakt gleich hoch und die Betten können auch nicht auseinanderrutschen. Das ist mein Geheimtipp an alle, die sich nicht entscheiden können, denn schliesslich hat es von allem ein bisschen: das Kind schläft im eigenen Bett, hat trotzdem Zugang zu „Körperkontakt“, man kann (solange nötig) das Wickeln/Stillen/Schöppeln im Liegen durchführen und es ist immer noch platzsparender als das ganze Schlafzimmer in einen Liegebereich umzumodellieren 🙂

  • Lisa sagt:

    ui, und ich habe da noch eine kleine, sehr tendenziöse und vorurteilsbehaftete Hypothese: ich glaube, dass es vor allem die Mamis sind, die Familienbett wollen. Die Papis scheisst es vielleicht ein kleines bisschen an. Aber nur so ein kleines bisschen. Wie gesagt: Sex ist ja überall viiiiel spannender und lustvoller als im öden Ehebett, gell!

    • Simone sagt:

      Wirklich sehr vorurteilsbehaftet und absolut falsch! Unsere Kinder haben die ersten Monate auch bei uns geschlafen, allein schon wegen stillen…steh ja nicht zigmal die Nacht auf….aber dann wollte ich mein Bett für mich. Mein Mann dagegen findet es schön, dass unsere Große jetzt mit 6 immer noch oft kuscheln kommt!
      Und anerziehen, wie es oben geschrieben wurde, ist auch totaler Quatsch….bei uns schläft das Kind (von bisher insgesamt 3), welches aus Platzgründen fast ein Jahr bei uns schlief, am besten in seinem Zimmer! Ist einfach Charaktersache würde ich sagen….

  • Lisa sagt:

    Ich könnte mich nicht damit anfreunden, 1- 6 Jahre nicht mehr in unserem geliebten Bett romantische Stunden zu Zweit zu verbringen. Sex ausserhalb des heimischen Bettes ist „sowieso spannender“? Ich mag Sex immer noch am liebsten in meinem Bett, privat, auch Lesen und über Dinge sprechen…aber jeder hat wohl einen anderen Bezug zum Schlafgemach und gibt diesem Raum andere Bedeutungen.
    1 -3 mal pro Nacht aufstehen und in das Babyzimmer gehen war für mich noch ok, aber wenn das Baby öfters in der Nacht schreit, würde ich mir temporär vielleicht was anderes überlegen.

    • Lisa sagt:

      manchmal versuchen wir es trotzdem, meine Tochter (5) und ich…wenn Papa nicht da ist, wollen wir zusammen im Bett übernachten. Spätestens nach 15 Minuten sagt die Tochter: ähm, Mami, chasch du nöd im Mamibett schlafe, ich cha ebe besser iischlafe wenn ich elei bin.“ Dann kuscheln wir noch kurz und heftig, und ich gehe wieder nach drüben.

  • dominik sagt:

    dieser Artikel ist schnell zusammengefasst: Erziehung wird nicht einfacher, wenn man es aufschiebt. In den ersten 6 Monaten mag das Baby im Bett ja ok sein, aber dann….

    • Sweet sagt:

      Ja stimmt, all diese Teenager, die immer noch bei ihren Eltern im Bett schlafen wollen! ts ts ts 😉

      Kann euch beruhigen: viele familiengebetteten Kinder ziehen ungefähr mit 3 freiwillig in ihr eigenes Bett. Die haben eben bekommen was sie brauchen, zu der Zeit als sie es brauchten.

  • Rebecca sagt:

    Danke! Lustig!

  • wir haben unser ‚familienbett‘ im jahre 1982 eingerichtet, von der ersten nacht an haben die kinder friedlich durchgeschlafen (die eltern auch). wir haben dann das bett mit zusatzbetten zu einer riesenfläche erweitert,so dass alle 5 gut platz hatten. die kinder sind dann jeweils mit ca. 6-7 jahren auf eigenen wunsch ins eigene bett/zimmer ausgezogen. schön war das. ein richtiges friedliches warmes nest. das machen übrigens millionen familien auf der welt so. sind wir so unflexibel und lassen uns beherrschen von simplen zimmer- und möbelgrössen, oder gesellschaftlichen Zwängen?

    • Peter sagt:

      Genau so geht das. Warum haben eigentlich Möbelhersteller noch nicht reagiert und bieten 3 bis 4 Meter breite Familienbetten mit entsprechenden Matratzen an? Hier wäre eine echte Marktlücke. Und Sex muss ja nicht unbedingt in der Nacht stattfinden, es gibt sicher genug Gelegenheit dazu, wenn die Kinder nicht schlafen.

  • Mama M sagt:

    Mal eine ganz praktische Frage, liebe Familienbettler: Geht ihr denn jeden Abend zur selben Zeit wie eure Kids ins Bett? Unser Dreimonatiger ist so um 19-20 Uhr bettreif aber wir zwei sind ausgesprochene Nachteulen. Oder legt ihr euer Baby alleine ins Elternbett? Das ist ja dann auch nicht Sinn der Sache, oder?

    • 13 sagt:

      Ich kann nur für uns sprechen: nein, gehen wir nicht. unsere Kinder sind von 20/21 Uhr alleine bzw. Zur Zeit zu zweit im Familienbett und dann ab 23/24 Uhr bis 7 mit uns.

      • Sweet sagt:

        Unterschiedlich. Lege mich mit dem Kind ins Bett sobald es müde ist , und es stillt sich in den Schlaf. Phasenweise schlief ich auch grad ein. Allein deshalb find ich Familienbett toll für die Mütter. man kommt zu genügend Schlaf, weil man dank Prolaktin eh fast einschläft und dank grossem Bett nicht nochmals aufstehen muss, sondern zu dem nötigen Schlaf kommt.
        und phasenweise stehe ich nachher wieder auf und gehe ins Wohnzimmer.

  • Veronica sagt:

    Es ist Kindermisshandlung sie nicht vom Anfang an zu erziehen. Ihr den Sklaven zu sein, ist nur einer der Folgen.

  • Carina Obi sagt:

    Super Artikel, obwohl ich selbst nicht fürs Familienbett bin, trotzdem verstehe ich alle, die früher oder später das Baby ins Bett hohlen:-) Wir haben das Glück, dass unsere Kleine von Anfang an in Ihrem Bett geschlafen hat.Wenn sie aufwacht hohl ich sie zum Stillen ins grosse Bett und „zelebriere“ dann auch noch das Familienbett im kleinen Stil! Schade, dass es immernoch Menschen gibt, die denken, dass jedes Baby alleine schlafen muss! Jeder Mensch, egal ob gross oder klein ist anders und braucht mehr oder weniger Nähe!! Schreien lassen lehrnt nicht Selbstständigkeit sondern Einsamkeit!

  • Sweet sagt:

    Herr Tschannen wagen Sie sich in einen Baumarkt? 🙂

    Hier können sie das Einzelheft Februar 2014 „Schlafmützen und Nachteulen“ bestellen http://www.elternzeitschrift.org/wirbelwind/ausgaben/409-2014-02-schlafmuetzen-und-nachteulen.html

    Darin finden Sie viele Fotos von diversen riesengrossen Familienbetten. Und man kann das ganze auch trendy gestalten. Nur Mut! Und dann werden sie wieder und DANK FAMILIENBETT HIMMLISCH SCHLAFEN.
    Ich kenn lauter übernächtgte Eltern, die zu früh abgestillt und ausquartiert haben, nachts aufstehen müssen, weil das Kind im Kinderzimmer weint (Hunger/Zahnen/krank)

    • Sweet sagt:

      Und noch ein Buchtip von mir für Sie Herr Tschannen

      „Ich will bei euch schlafen“ von Sibylle Lüpold. Das Buch ist jeden Rappen wert!
      Gute Lektüre

      • Sweet sagt:

        P.S. auch noch lesenswert und humorvoll geschrieben,

        „Besucherritze“ von Eva Solmaz
        http://www.amazon.de/Besucherritze-ungew%C3%B6hnliches-Schlaf-Lern-Buch-Eva-Solmaz/dp/3844807713

        wenn Sie dann dank grossem Familienbett und ruhigen Nächten sich langweilen, haben sie ja dann viel Zeit zum Lesen 🙂

      • Vielen Dank. Wobei wir bei der nächsten Frage wären: Wann liest man als Vater eigentlich Bücher?

      • Sweet sagt:

        z.B. Wenn die Mutter gerade das Kind in den Schlaf stillt? Anstatt TV – da kommt ja eh selten was Neues/Schlaues
        Als stillende Mutter mit einem Baby, das noch heute meist erst nach 40min die Brust loslässt, lese ich viel mehr Bücher als früher und lese oft abends beim Einschlafstillen-wenn ich denn nicht grad auch einschlafe,weil die Entspannungshormone mal wieder stärker waren.
        Falls Sie mit ÖV unterwegs sin- Buch mitnehmen und das 20Minuten ignorieren 😉
        Wenn ihr Kind beim Spazieren in der Trage/Kinderwagen eingeschlafen ist- Parkbank suchen und Buch geniessen.
        Notfalls 1 Monat Handyfrei:-)

  • isabella sagt:

    Ja, das klingt sehr anstrengend!!!!
    Ich hoffe für sie das sie eine Lösung finden (falls es wirklich ein Problem für sie ist?!?) bevor ihre Beziehung zu ihrer Partnerin/ ihrem Kind einen Schaden davon trägt… Jeder sollte für sich entscheiden dürfen welche Lösung dann passt…
    und einwenig Entwicklungspsychologie hilft da und dort vielleicht auch zu verstehen…
    PS: und wenn ich an die Schüttelproblematik denke, Schlimm!!! wäre ich nicht so hart zu Eltern die mit der „Ferbertechnick“ ne Lösung gefunden haben!!
    Finde es tragisch wie heute im allgem. alles Bewertet wird ohne Hintergrundwissen!

  • Andrea Mordasini sagt:

    Diese Gefühle und Bedürfnisse ernst zu nehmen, sollte eigentlich für alle normal und selbstverständlich sein, auch wenn das Baby „nur“ noch bisschen elterliche Wärme braucht! Ein Baby ohne Zeit- und Raumgefühl schreien und ignorieren zu lassen, ist wie gesagt, brutal! Wir lassen einen Erwachsenen, der sich nicht selber aus einer misslichen Lage befreien kann, auch nicht einfach so liegen. Sogar R. Ferber, der Begründer der nach ihm benannten Ferbermethode (JKKSL) distanziert sich mittlerweile von seiner zu Recht umstrittenen Ein- und Durchschlafmethode. Wenn, dann gibt es harmlosere Programme.

  • Andrea Mordasini sagt:

    Mühe habe ich aber, wenn ich lesen muss, dass „Ferbern“ bei einigen immer noch aktuell und angewendet wird :(. Ein Kleinkind bewusst schreien zu lassen, auch wenns „nur“ für ein paar Minuten sind, ist brutal, erst recht in der Nacht/Dunkelheit! Kein Baby schreit um uns zu ärgern und den Schlaf zu bringen, uns zu manipulieren etc. Dazu sind Kinder bis einem gewissen Alter kognitiv recht lange gar nicht fähig. Schreien und lachen sind ihre einzigen Kommunikationsmöglichkeiten. Sie drücken damit Gefühle und Bedürfnisse wie Freude, aber auch Angst, Unwohlsein, Schmerzen, Hunger, Durst aus.

  • Andrea Mordasini sagt:

    Auch wir gehör(t)en zur, wenn auch nur teilweise und auch nicht von Anfang an. Es hat sich mit der Geburt der Kleinen ergeben, dass der 1,8jährige „grosse“ Bruder plötzlich mitten in der Nacht zu uns rüberwandelte, wo auch im Stubenwagen die kleine Schwester schlief. So entstand „nadisnah“ unser Familienbett nach Bedarf. Noch heute schleicht sich unser Grosser ab und zu mitten in der Nacht zu uns rüber während die Kleine lieber in ihrem eigenen Bett und Zimmer schläft. Jede Familie, jedes Kind ist anders, so auch die Schlafsituation. Es solls jede Familie so handhaben, wies ihr am besten passt

  • Michi sagt:

    Viel Erfolg für die Zukunft… Nur damit sie wissen, daß es mit ein wenig mehr Autorität wie in der modernen und ach so gelobten liberal demokratischen Erziehungvorgesehen, worauf ein jedes Baby natürlich gleich reagiert (…), so gut funktionieren kann wie bei uns grad wieder heute Nacht: beide Kinder (das eine 3 Jahre, das zweite 7 Monate) schlafen bei uns in der Gartenlaube in einem, naja, ca. 1,5qm großem Raum. Und das seit 19:30
    Kleiner Tipp, auch wenn es hart klingen mag, einfach mal schreien lassen, je früher desto besser… Und nicht erst bis zur Pubertät warten, dann ists zu spät.

  • El sabio sagt:

    Diese „Probleme“ kann man nur haben, wenn man (noch) nicht verstanden hat, dass man seine Kinder ein leben lang begleitet. Und da kommen Herausforderungen daher geflogen, dagegen ist ihre im Familienbett-an-der Bettkante-balanicerend-Tortur nun wirklich aus Pappe und auf einer Zeitachse von, sagen wir im Schnitt 20 Jahren, fast ins Verhältnis zwischen dem Zeitalter der Industrialisierung und der gesamten Lebenszeit der Erde zu setzen! Viel Zuversicht wünsche ich – es kommt bald noch viel besser.

  • Anja sagt:

    Habe mich gekringelt vor Lachen, während ich mich an den „unfriendly takeover“ unseres 160 cm breiten Bettes durch unsere Zwillinge erinnerte. Ihr Humor ist klasse, Herr Tschannen.

  • Susann Bodmer sagt:

    Ach, goldig und herzerwärmend geschrieben und mit einer Portion erfrischenden Humor. Und den braucht’s genau für solche Situationen! Es ist immer schwierig, andern einen Rat zu geben, weil alle Eltern unterschiedlich sind und dementsprechend auch die Bedürfnisse. Wenn es für Vater und Mutter aber zunehmend störend wird, das Kind im eigenen Bett schlafen zu lassen, würde ich schrittweise auf mehr Distanz gehen, damit der Entzug nicht zu abrupt ist. Zumindest ein weiteres Bett ins Schlafzimmer, wer dann darin schlafen soll, entscheiden die Eltern. Grenzen setzen, verursacht keine Ungeborgenheit

  • Anne sagt:

    Ha ha, sehr nett geschrieben. Ich mußte ein paar mal sehr schmunzeln.
    Ich hätte es vorher ja auch nicht gedacht, aber ich mag Familienbett. Meine 4-jährige gehört aber auch zur angenehmen Kuschelvariante, die vielleicht mal ihren Kopf auf meinen Bauch legen mag, aber nicht tritt oder strampelt. Und ein 2m breites Bett hilft außerdem. Für mich gehört’s zum Wohlfühlen nachts, wenn da was Kleines friedlich vor sich hin schnorchelt. Beruhigt mich.
    Und wie war das, wenn es einen WIRKLICH stören würde, dann würde man es auch ändern. 🙂

  • Familienbettler sagt:

    Unser Sohn ist mit 19 Monaten freiwillig aus dem Familienbett ausgezogen und schläft jetzt nur noch bei uns falls er nachts aufwacht, weil er kuscheln will oder krank ist.
    Ich finde das Familienbett toll und hätte es mir besonders im ersten Jahr gar nicht ohne vorstellen können. Mein Sohn darf immer wenn er will bei uns schlafen und das weiß er auch. Er bekommt von uns keine Liebe verweigert.

    „Unerfüllte Bedürfnisse tauchen immer wieder auf…
    Erfüllte nicht.“

  • Ines sagt:

    Bin froh, hier mal gelesen zu haben, dass Kinder strampeln, treten und so unruhig schlafen können, dass an erholsamen Schlaf für die Eltern nicht zu denken und das Familienbett auch nicht (immer) die nonplusultra- Lösung ist.
    Unser Sohn schläft auch bei uns im Bett, gehört aber zur Strampel- und Tretfraktion. Nach einem Jahr haben wir uns ein größeres Bett angeschafft (2m), wodurch die Situation auch nicht besser wurde. Nun ist der Kleine fast 4 und ich hoffe immer noch, dass er bald mal ruhiger schläft, damit wir alle das Familienbett genießen können 😉

    • ka sagt:

      unsere Tochter gehörte auch zur Tretfraktion. Wir haben ihr mit 3 Jahren ein Ultimatum gestellt, entweder sie liegt nun ruhig oder sie muss raus. Ging einfach nicht anders, wir konnte überhaupt nicht mehr schlafen. Sie hat es dann nach einigen Missglückten versuchen akzeptiert und in ihrem eigenen Bett geschlafen. Übrigens ist sie nun eine begabte Fussballerin, das Kicken liegt wohl in den Genen 😉

      • Ines sagt:

        Oh, dann habe ich ja Hoffnung, dass das Treten für etwas gut ist 😉
        Unsere Überredungskünste, dass er doch mal in seinem Bett schlafen könnte, waren bisher nicht erfolgreich.
        Wir werden mit ihm gemeinsam ein neues, cooles Bett aussuchen- vielleicht überlegt er es sich dann. 😉

    • Benjamin sagt:

      Erinnere mich noch gut daran, dass unser Jüngster zur Heiss-Heiz- Tret-und Drückfraktion gehört hat. Vielleicht weil er das letzte von unseren vier Kindern war hat er für die älteren drei Geschwister solidarisch nachgeholt, was diese nie beansprucht haben. Dazu hatten wir noch ein Zweibettehebett mit Gräbchen dazwischen und mir kam es so vor,dass er sich immer entschied, auf meiner Seite zu schlafen. Meinte ich jedenfalls, und so entschloss ich mich zu entschiedenem zurück heissheizen und tretdrücken. Mit mehr oder WENIGER Erfolg.

  • Lichtblau sagt:

    Herr Tschannen ist, was an den (meist weiblichen) Reaktionen abzulesen ist, ein Typ einer aussterbenden Spezies: einfach ein Sympath.

  • anna sagt:

    Bei uns durfte jedes unserer drei Kinder die ersten 1bis 2 Jahre im Flexa Bett (Migros),welches direkt ans Elternbett geschoben wurde,schlafen. Das war praktisch für nächtliche Still und Beruhigungseinlagen und gab uns Eltern genügend kindfreien Platz. Dann zogen die Kinder stolz in ihr eigenes, neu eingerichtetes Kinderzimmer und nahmen ihr Bett einfach mit. Erholsame Nächte für alle

  • Anette Diethelm sagt:

    Selber Schuld!
    Seit dem ersten Tag schläft unser Sohn im eigenen Bett ohne Ausnahme.
    Wir hatten auch schwierige Zeiten. Färbermethode anwenden, konsequent sein, dann klappts.

    • Juliane Wogawa sagt:

      Stolz aufs Ferbern? Na herzlichen Glückwunsch zu so viel Unsensibilität!

    • nika sagt:

      Das ist aber nicht IHR ERNST oder? Ferbern und auch noch offen aussprechen?! Boah, ich dachte echt, dass diese entwürdigende und kinderfeindliche Methode hinreichend als schlecht verstanden wird!!? Unglaublich, dass es immer noch so ignorante und herzlose Eltern gibt! Erschreckend.

      • cadeau sagt:

        Was bitte soll bei konsequentem und somit meist erfolgreichem Ferbern so wahnsinnig kinderfeindlich sein? Schreien, auch mal länger, sollte bei Kleinkindern kein Ausnahmezustand sein. Mir gehen die ach so armen Familienbett-Eltern mit ihrem Gejammer zig mal mehr auf die Nerven.

      • Na bravo! sagt:

        @cadeau ein schönes Geschenk macht man den Kindern mit ferbern

        Was daran so kinderfeindlich sein soll?

        Ehm vielleicht, weil man ignoriert, dass es dem eigenen Kind schlecht geht? Oder weinen Sie aus Freude? Sind Sie froh, wenn Ihr Mann Ihre Gefühle ignoriert, wenn sie weinen? Es gäbe noch ganz viele andere Gründe…

        Vielleicht weil es sich verlassen fühlt, im Stich gelassen, unwichtig? Weil es sich nicht (nur tags) auf seine Eltern verlassen kann?

        Mir gehen die Eltern, die nicht ernst nehmen,dass ihre Babys ihr Nähe brauchen auf die Nerven. Die ziehen unsensible nächste Generationen heran

      • Na bravo! sagt:

        Viele Experten sind sicher, dass das Weinen und Schreien der Kinder Ausdruck großer Angst ist. Gerade weil Eltern heute mit ihren Kindern tagsüber so liebevoll und zugewandt umgehen, ist es für die Kleinen ein unverständlicher Schock, wenn abends ihr Weinen plötzlich ignoriert wird.
        Ob die Wiederkehr im Minutenabstand einen Trost darstellt, darf ebenfalls bezweifelt werden. Schließlich weist der Schweizer Kinderarzt Remo Largo darauf hin, dass Kinder bis ins dritte Lebensjahr hinein kein Empfinden für Zeitdauer haben. Wer allein weint, tut das schon seit einer gefühlten EWIGKEIT

      • Na bravo! sagt:

        Die beiden Kinderärzte und Ratgeberautoren Dr. William Sears und Dr. Carlos Gonzales sehen in Schlaflernprogrammen ethische Grundprinzipien verletzt: Würde ein Erwachsener um Hilfe rufen, fänden wir es schließlich auch unmenschlich, ihn zu ignorieren. Gonzales Begründung, warum er Schlaflernprogramme ablehnt, lautet deshalb kurz und knapp: „Es gibt Dinge, die macht man einfach nicht.“

    • Silvia sagt:

      Leuten wie sie sollten einfach keine Kinder in die Welt setzten. Habe null Verständnis für sie. Aber ich bin fest überzeugt, dass sich ihr kaltherziges, ignorantes Verhalten später in der Pupertät rächen wird. Dann sag ich schon mal viel Spass und selber Schuld, Frau Diethelm!!

  • Lutz Daniela sagt:

    Wir hatten neben dem Familienbett mit 4 Kindern (hatte ich mir nie so vorgestellt) ein Doppelbett in einem anderen Zimmer für die romatischen Stunden zu zweit.

  • Sigrist sagt:

    Hey es gibt nicht schöneres und bequemeres als das Familienbett. Unser bett ist bei jedem kind ein bischen gewachsen bis es so breit war wie unser Zimmer.
    Unser älteste Tochter wollte übrigens mit 6 Jahren ihr eigenes Zimmer zusammen mit der zweitältesten. Die jüngeren zwei sind zum Glück noch bei uns.
    Einschlaf und sonstige Schlafprobleme sind uns fremd wie auch störende nächtliche besuche von unseren Kinder.
    Ja und Sex auserhalb des Schlafzimmer ist sowiso spannender.

  • Hildebrand sagt:

    Das Titelbild ist denkbar schlecht gewählt. Man erwartet einen anderen Artikeln wenn man dieses nackte schreiende Kind sieht. Da hilft die pastellfarbene Bettwäsche auch nicht. Oder ist das eine Form von Kunst die ich mal wieder nicht verstehe, zum Glück.

  • Dieter Neth sagt:

    Ich nehm jetz mal an, der Artikel ist satirisch gemeint, oder?! Andernfalls sind wir wohl Rabeneltern gewesen. Unsere lieben Kleinen mussten auch alleine schlafen, als sie laufen und aufs WC konnten. In ihrem eigenen Zimmer, in einem normalen Bett, wo man gegebenenfalls rausfallen kann. Das Kinderbettchen (dasselbe für alle 3) stand lediglich die ersten Monate bei uns im Zimmer, danach im Kinderzimmer. In UNSEREM Bett lag der Nachwuchs nur während der Schwangerschaften. Es war nämlich kein Doppelbett, sondern ein etwas breiteres normales mit einer durchgehenden Matratze, es gab keinen Platz.

    • bruno menzi sagt:

      Eindeutig Rabeneltern! Ich musste meine Kindheit auch so übel verbringen und auch meine Geschwister duften keine Minute nicht mal im Schlafzimmer unserer Eltern schnarchen. Heute sind wir alles asoziale, drogensüchtige Sozialfälle (na ja, nicht ganz alle, einige leben schon nicht mehr); irgendwann rächen sich halt solche Unterlassungen in der Kindheit im späteren Leben…

      Und damit es alle verstehen:: Ein ganz grosses ;o) !

      • Joerg Hanspeter sagt:

        Genau, bei uns war das auch so, wir durften nicht einmal im Schlafzimmer der Eltern schlafen und schon gar nicht in ihrem Bett. Deshalb sind wir (meine Geschwister und ich) jetzt alles drogensüchtige Analphabeten.

  • Katja sagt:

    Herr Tschannen, überlegen Sie mal, ihr kleines Monster möchte von heute auf morgen konsequent nicht mehr bei Ihnen im Familienbett nächtigen. Wie schnell würden Sie letztendlich doch die kleinen tretenden Füsschen und all das Drumrum vermissen?? 3 Nächte komatöser Tiefschlaf und dann Sehnsucht?

    • Vermutlich. Es ist ja wirklich schön beim Aufwachen und manchmal auch beim Einschlafen. Aber die bequemen Schlafpositionen sind halt limitiert, wenn das Bett nicht all zu breit ist.

      • Katja sagt:

        Und hier würde ich empfehlen wollen, Hand anzulegen. Gibt’s den MALM nicht auch 180 breit? Falls nein, empfehle ich einen Futon. Bis zu 240 breit und wenn sie noch klein sind, fliegen sie nicht so tief, dass sie sich verletzen könnten. Ungemein praktisch!!!

  • nana sagt:

    Nie so viel gelacht beim lesen eines Blogs! Ich musste aufpasse dass mein kleiner „Brecht“ (hahaha) nicht von mir kullert während ich lachte 🙂 Danke

  • Tom sagt:

    wir wurden dann oft noch mit Kopfnüssen geweckt. Aber Kinder sind nicht für den eigenen Komfort, sondern fürs Herz. Seit den Kindern ist mein Herz doppelt so gross und weit offen. Egal wie es mir geht, wenn ich an meine Kleinen denke schleicht sich immer ein Lächeln in mein Gesicht. Aber innerhalb von 1 Minute bringen sie mich auch zur Weissglut. Das ist das Leben.

  • N.V. sagt:

    Oder kaufen sie gleich ein 90er Bett und stellen es direkt neben Ihr Ehebett. So haben alle genug Platz. Und keiner muss nachts aufstehen weil das Baby/Kleinkind im Zimmer nebenan weinen musste, und dann lange beruhigt und rumgetragen werden musste, bevor man entnervt ins Bett zurück geht.Tun Sie sich das nicht an. Basteln Sie aus dem Ehebett ein grosses Familienbett, und alle schlafen seelig. Sex können Sie in aller Ruhe haben, wenn das Kind mal schläft, schläft es die ersten Stunden tief und fest. Dank ruhigen Nächten haben sie mehr Energie dazu als Eltern die nachts aufstehen müssen.

  • Hausfrau sagt:

    Ich war einfach froh, wenn ich nicht in der Mitte liegen musste. So war der Fluchtweg immer frei.
    Heute vermisse ich die Bettwarmwürmer und bin froh, legt sich wenigstens der Hund dazu.

  • N.V. sagt:

    Nicht dass die Kinder , wie es weltweit vielerorst als normal gilt, bei den Eltern schlafen wollen (die sind gross und können mich beschützen, da kann ich mich entspannen und ruhig schlafen) ist das Problem, sondern die viel zu kleinen Betten in der Schweiz! 180 oder oft auch nur 160 sind für 2. die sich frisch lieben ja toll, aber für eine Familie zu eng.

    Co-Sleeping mit breitem Bett oder Balkonbett ist praktisch. Dank Stillhormonen harmonisieren sich der Schlafzyklus von Mutter und Kind (funktioniert nicht, wenn das Baby im Kinderzimmer schläft). Kind weckt Mutter nie mehr ausm Tiefschlaf..

    • Muttis Liebling sagt:

      Kinder hatten ja auch bis vor 50 Jahren kein eigenes Zimmer. Wo sollten sie das gelernt haben?

  • N.V. sagt:

    Herr Tschannen,

    musste am Anfang so lachen! Ich dachte auch immer „ein Kind gehört in sein Bett!“
    Und heute geniesse ich das Familienbett! Damit auch Sie’s geniessen können hier eine Idee: Das Kinderbett nicht verbrennen! Nutzen Sie es um Ihr MALM-Bett zu vergrössern. Nehmen Sie dem Kinderbett ein Seitengitter ab und stellen direkt ans Ehebett und schon haben alle genügend Platz. Mein Kind, ein absolutes 24h-Körperkontakt-Baby, welches nicht einmal im Beistellbettchen babybay schlafen wollte, krabbelte eines Tages nach dem Einschlafstillen freiwillig in sein Kinderbett. GoodLuck

  • Katja sagt:

    Unser Sohn schlief bis er 1 war in seinem Babybay-Bettchen bei uns im Schlafzimmer. Seither in seinem Bett in seinem Zimmer. Wir hätten ihn gerne ab und an zum Einschlafen / gemeinsamen Kuscheln bei uns im Bett. Er will nicht, obwohl er sonst recht verschmust ist. Auch so kann’s gehen ….

  • DollyTitz sagt:

    Ikea-Bett mit der Liegefläche auf Höhe Ehebett anpassen und eine Gitterseite runterklappen (statt verbrennen)…..fertig ist ein grosser Babybalkon Marke Eigenbau und alle schlafen mindestens wieder auf einer eigenen Matratze.

    Unsere zwei Kleinkinder besuchen uns wegen Monstern und Co. auch öfters Nachts und schlafen mehr bei uns als im eignen Bett. Das ist doch völlig normal … wir kuscheln sie wieder in den schlaf und verziehen uns zwecks ehelicher Aktivitäten in die gute alte Stube oder in andre Räume – Alles gar kein Problem…..ausser man macht eins draus 😉 …

  • christel sagt:

    Babykörbchen neben Bett. Raushieven zum Stillen und nicht wieder rein. Aber na dis na das
    Körbchen ins Kinderzimmer gestellt. So 3-6 Monate Familienbett täglich sind genug

  • markus roth sagt:

    gerne geschehen herr tschannen. auch wenn es „satire“ sein sollte wie einige kommentatoren meinen, ist es sehr bedenklich sich über ein wehrloses kleinkind so zu äussern. vielleicht wurde über sie auch so geredet (und gehandelt). Alice Miller hat 13 bücher geschrieben, in über 20 sprachen übersetzt, und in millionenfacher auflage verkauft. das kreuz mit seinem kreuz buch des sohnes Martin in kleinauflage überzeugt nicht. im übrigen gibt es den Alice Miller blog immernoch, wo sich hunderte von geschädigten äussern und von ihrem schicksal erzählen. http://www.alice-miller.com/index_de.php

    • Nehmen Sie es mir nicht übel, aber bei „Satire“ in Anführungszeichen habe ich aufgehört zu lesen. Es tut mir leid, dass Ihnen der Beitrag in den falschen Hals geraten ist, aber ich habe mit dem Text bestimmt keinem wehrlosen Kleinkind etwas schlimmes angetan und ich werde auch kein Buch von Alice Miller kaufen.

      • markus roth sagt:

        keine angst, nehme ich ihnen nicht übel. es ist ja schon flott, dass sie den post nicht zensiert haben. so können die leserInnen selber bestimmen was für sie stimmt oder eben nicht und das ist doch gut so. ich lehne den artikel als ganzes auch nicht ab, aber gewisse sichtweisen / wortwahl kann ich nicht unterstützen und dies habe ich zum ausdruck gebracht.

      • Sie sollen Ihre Meinung ja auch sagen dürfen, das ist schon gut so. Es sei Ihnen ausserdem versichert: Ich würde in einem ernsthaften Kontext ein Kind nie als sadistisch oder dergleichen bezeichnen.

  • grgr sagt:

    Es wäre dem Autor zu empfehlen, statt des Familienbetts ein Gitterbettchen ohne Gitter direkt neben seins zu stellen, evtl. mit Stillkissen dazwischen – dann wäre das Fuss-im-Gesicht-Problem vielleicht gelöst! So könnte er die Vorteile ohne Nachteile geniessen…

  • plop sagt:

    Vielleicht hat Ihnen den Tipp ja schon jemanden gegeben, ich hab nicht alle Kommentare gelesen…

    Schaffen Sie sich genug Schlaf-Fläche. Wir haben 2 Betten nebeneinander. 1.40 und 1.20, ginge auch mit 90-er Bett dazu – das gibt meist genügend Raum für alle. Bei uns waren zeitweise beide Kinder im Bett, nun wird’s besser, wir schlafen des öfteren allein (Kinder 6 und 3 Jahre) – und geniessen so den wahnsinnsvielplatz zum schlafen.

    • 13 sagt:

      Sehr guter Punkt. Wir schlafen zur Zeit zu viert, in manchen Nächten zu fünft auf 3.20 m. Kein Vergleich zu unseren Anfängen von 3 Leute auf 1.40 m 😉

      • Sportpapi sagt:

        Wir schlafen auf 5x80cm. Mit Lücken dazwischen. Und zwei (offenen) Türen. Richtig gut! 🙂

      • 13 sagt:

        Haha! Keine Sorge, das werden wir noch lange genug haben. Die Grosse schläft inzwischen sogar mit geschlossener Türe auf ihren 90 cm, meistens jedenfalls. Und ich bin froh um die Kuscheljahre, die wir hatten, gerade weil sie tagsüber nicht die grosse Kuschlerin ist!

  • mira sagt:

    Unsere Kinder schliefen schon relativ früh (6 Monate und 1 Jahr) in ihrem eigenen Zimmer, kamen aber Phasen-weise immer wieder mal in der Nacht zu uns ins Bett rüber. Der Einfachheit halber ist dann ein Elternteil jeweils ins Kinderbett (von Anfang an normale Bettgrössen) rüber, so haben wir eigentlich immer gut geschlafen. Ich hätte mir auch ein Familienbett vorstellen können, ich glaube nicht, dass unser Intitm-Leben darunter gelitten hätte. Wer sich auseinander lebt tut das mit und ohne Familienbett. Das Argument finde ich zimelich fadenscheinig.

  • alam sagt:

    Ich dachte auch mal: Baby braucht Babybett, Schoppen, Schnuller, Brei, etc. Wurde alles bereitgestellt. Denkste! Wurde alles verschmäht… und das war nicht etwa meine Entscheidung. Danke für den Super Text!

  • Markus sagt:

    Meine Frau hat unseren Sohn als Baby und auch später als Kind, noch sehr sehr lange im Ehebett schlafen lassen. Irgenwann habe ich dann sogar im „Kinderbett“ geschlafen. Da war nichts zu machen und zu diskutieren. Gelaufen ist natürlich im Ehebett nichts mehr. Mei Sohn ist jetzt gross und schläft nicht mehr im Ehebett, ich übrigens auch nicht, wir leben getrennt…….

    • ri kauf sagt:

      ….das hat wahrscheinlich nicht mit dem Umstand zu tun, dass die Frau das Kind ins Ehebett holte. Es gibt Frauen, die sind so begeistert von ihrem Nachwuchs, dass sie den Partner nicht mehr „brauchen“ und manchmal noch schlimmer, ihn mit dem Kind ersetzen. Da ist der Nachwuchs UND der Mann zu bedauern.

      • bruno menzi sagt:

        Gebrauchen tun diese Frauen ihre Männer meistens schon noch, denn solche Helikoptermütter sind ja nur sehr selten in der Lage, die finanziellen Ansprüche ihres Lebens selbst zu erarbeiten (denn sie haben ja 24h am Tag wichtigeres zu tun). Die ekelhaftesten Leute, welche ich zur Zeit kenne, sind seit Jahren nur noch Sklaven ihrer Kinder; keinen Satz zu Ende Sprechen können weil irgend so ein verwöhntes Weichei die masslos übertriebene Aufmerksamkeit seiner Eltern braucht, finde ich anderen Menschen gegenüber einfach nur unanständig.

        @Tschannen: Dafür gibt’s doch heutzutage sicher Therapeuten.

      • Danke. Auch wenn ich Therapeuten sehr schätze, benötige ich derzeit keinen.

  • tststs sagt:

    Achtungachtung, packen Sie Ihre Ratgeber aus und rufen Sie den Siggi an:
    Wir hatten auch so ein Familienbett (resp. ab 7j ein „Mama-„, ab 12 ein „Patchworkbett“) und ich habe es genossen, und zwar bis anfangs Pubertät. Hat aber wahrscheinlich damit zu tun, dass wir eine „Schmusefamilie“ waren/sind. Körperkontakt gehört bei uns einfach dazu… (sorry, ich finde das einfach schrecklich, wenn Eltern und Kinder sich begrüssen wie Geschäftspartner – mit Handschlag).
    In diesem Sinne: Jede Familie muss selber entscheiden, wie viel Nähe sie erträgt… alles andere ist – zuweilen mühsame – Erziehung.

    • Alpöhi sagt:

      „Schmusefamilie“ – guter Punkt! Trifft es genau.

    • Muttis Liebling sagt:

      Selbst Fremde begrüssen sich derzeit mit Küsschen, je nach Kontext. Die sozialen Kontakte sind eher über- als unteremotinalisiert.

  • Viktor sagt:

    Ha ha, voll ins Schwarze, super Blog. Ich habe schon immer den Verdacht gehabt, dass wir nicht die einzigen mit diesem „Problem“ sind.

  • Nina sagt:

    Danka, danke, danke!! Tränen gelacht!! Unsere Tochter ist drei Monate alt und schläft zwecks Stillen bei uns im Bett. Ich bin gespannt, wie sich die (momentan noch ruhigen) Nächte entwickeln werden… 🙂

  • romeo sagt:

    Ich finde es immer wieder toll, wie dieser Blog (bzw. vor allem die Kommentare) meine Entscheidung, keine eigenen Kinder zu wollen, bestätigt.

    • Hattori Hanzo sagt:

      wir finden das auch toll. Und ihre Nicht-Kinder finden das auch toll.
      Und wir sind froh, um jeden der einsieht, dass seine Gene mit ihm auch enden sollten.

    • romeo sagt:

      LOL. Meine Gene sind super und Kinder finde ich total lässig, sofern ich ihnen nach ein paar Stunden die Batterie wieder rausnehmen kann…

      • Alpöhi sagt:

        Eben. Kinder sind genau darum die letzte grosse Herausforderung für „echte Helden“, weil man die Batterie nicht rausnehmen kann. Bungy Jumping, Dschungelcamp usw. usf. ist alles Pipifax dagegen 😉

      • romeo sagt:

        Nur seltsam, dass Helden in diesem Zusammenhang extrem in der Minderzahl sind. Was ich sehe, sind eher „gerade noch Überlebende“.

      • Alpöhi sagt:

        „Helden“ und „gerade noch überleben“ schliesst sich keineswegs aus. Im Gegenteil 😉

      • romeo sagt:

        hm.. wir scheinen unterschiedliche Ansprüche an Helden zu haben 🙂

  • Papperlapapi sagt:

    Als Babys durften die Kinder bei uns schlafen, sobald sie laufen konnten nicht mehr. Seither gilt: Bei uns wird nicht im Elternbett eingeschlafen. Wer in der Nacht erwacht, darf ins Elternbett wechseln wenn er mag, was phasenweise fast jede Nacht geschah, phasenweise (z.B. jetzt) selten. Dafür schlafen unsere 2 Kinder meist gemeinsam in einem ihrer Betten, das ist mir egal, solange sie schlafen. Wird bis nach 21:15 gelärmt, so wird getrennt und jeder schläft in seinem Zimmer.

    • ri kauf sagt:

      Das machen/machten Sie super! Hätte ich auch so gemacht, wenn ich Kinder gehabt hätte. Meine Besuchs-Kinder nahm ich dann bei der 3. gestärten Nacht einfach ins Bett und wir schliefen zu dritt wunderbar. Die waren aber schon über 10 damals und hatten halt grad so eine Anhang-Phase.

  • Gutschlafer sagt:

    Das Mitleid hält sich in sehr engen Grenzen…
    Sind wir mal ehrlich: in 99% aller Fälle sind die Eltern selber schuld. Nur weil es im Moment einfacher ist, geben
    sie klein bei, aber damit haben Sie dann auch endgültig verloren. Aber was soll’s: jeder wie er will und mag.

    • Natürlich sind die Eltern schuld, wenn sie das Familienbett nicht wollen aber doch kriegen. Da gebe ich Ihnen völlig recht. „…damit haben Sie dann endgültig verloren…“ klingt allerdings etwas gar dramatisch. So schlimm ist es ja nun auch wieder nicht.

    • A.K. sagt:

      Das nenn ich nicht „klein beigeben“, sondern wahrzunehmen, was so ein kleines Baby braucht, um gut und sicher schlafen zu können- die Nähe der Mutter/Eltern.
      Der Überlebensinstinkt ist noch aus der Steinzeit. Ein Baby,dass allein in einer Höle schläft wäre dem Tod geweiht, also schreit es verzweifelt nach jemandem, den es in der Nacht vor Kälte und wilden Tieren schützt.
      Co-Sleeping/Familienbett und nächtliches Stillen schützt vor dem plötzlichen Kindstod. und wenn man ein genug grosses Bett oder ein Beistellbett für das Kind hat, dann schlafen alle gut und keiner muss nachts aufstehen

      • Soweit ich informiert bin, gibt es in Sachen plötzlicher Kindstod von „offizieller“ Seite keine eindeutige Empfehung für oder gegen das Familienbett. Zumindest nicht in Deutschland.

  • Lux sagt:

    sie haben den Aufstieg zum Lieblingblogger geschafft ( trotz Bart :), Herr Brecht!

    • Danke! Vielen Dank! Ich möchte an dieser Stelle meinen Eltern danken und allen die mich auf diesem Weg unterstützt haben. Und natürlich der Mamablog-Reaktion. Nochmals vielen Dank.

    • Muttis Liebling sagt:

      Was angesichts der anderen Papa- Blogger auch alternativlos ist. Bis ich mal einen Opa- Blog schreibe.

    • Widerspenstige sagt:

      Also ich finde ja die anderen PapaBlogger auch nicht arg daneben und möchte die ganze Spannweite von Eindrücken/Missgeschicken/Gefühlschaos hier lesen dürfen. Der Herr Tschannen hat sich aber viel Zeit genommen um mitzubloggen u das ist natürlich nicht zu verachten. Die anderen PapaBlogger haben vielleicht nicht den Mut dazu oder Lust oder sind einfach im Alltagschaos stecken geblieben…hihi.

      @Redaktion: ab wann steht hier ELTERNBLOG zur Diskussion? Wäre doch ein Weihnachtsgeschenk für all die fleissigen PapaBlogger, nicht?

  • Stefan Gisler sagt:

    Schöner selbstironischer Text – hielt und halte als Vater nichts von frustrierender Kindererziehungsliteratur, die schon im Titel behaupten „Jede Baby kann“. Kann es nicht, muss es nicht, will es doch, kann es … alles ist möglich und letztlich liegt es daran, wie wir Eltern damit umgehen. Es funktionieren je nach Familie verschiedene „Schlaf- oder eben Halbschlafmodelle“, Hauptsache sie sind damit zufrieden. Und der Autor wirkt auf mich gelassen bis freundlich konsterniert, aber nicht unzufrieden.

  • markus roth sagt:

    wenn jemand schreibt, dass ein baby zum sadisten werden kann, dann ist er krank in seiner psyche. ein baby hat noch nicht ein ausgebildetes hirn, seine wahrnehmungsmöglichkeiten, tast möglichkeiten, allgemein das sensorium ist noch nicht gereift. das geht einige jahre und es ist vollkommen von den betreuenden erwachsenen abhängig. seine logik zum überlegen im hirn ist noch nicht existent. so ein wehrloses wesen als sadistisch zu titulieren ist sehr schädlich und diese person sollte lieber ihre eigene negativen erfahrungen in der kindheit aufarbeiten (z.b. Alice Miller lesen)

    • Momo sagt:

      Was man schreibt und was man lebt sind manchmal zweierlei Dinge.
      Das war auch bei Alice Miller so (z.b. Martin Miller: Das wahre «Drama des begabten Kindes». Kreuz Verlag, Freiburg 2013).

    • Widerspenstige sagt:

      Markus Roth, Sie haben die Realsatire in tschannscher Manier missverstanden, denn Humor ist, wenn man trotzdem lacht Na? Klingelt’s?

    • Danke für die Diagnose, Herr Roth. Das hilft mir schon sehr weiter. Bitte seien Sie mir nicht böse, wenn ich gelegentlich trotzdem noch eine Zweitmeinung einhole.

    • Franz Vontobel sagt:

      Eine sehr traumatische Erfahrung, in der Kindheit Alice Miller lesen zu müssen! Das sollten sie unbedingt aufarbeiten!

  • mamivo4 sagt:

    …ich glaube, mit 12 findet ihr Brecht es megapeinlich und wird nicht mehr bei ihnen im Bett schlafen wollen. Irgendwann ziehen sie alle aus, keine Angst!

  • Nostalgikerin sagt:

    Oh, selten nicht mehr so gelacht, ok, nein, eher hysterisch geflennt, wenn ich es mir genau überlege. Übrigens, unser Brecht ist 6 und nichts ändert sich, außer, dass auch noch verbale Nachtattacken hinzukommen, sollten wir uns nicht beugen. Die Nachbarn grinsen uns wohlwissebd morgens an oder je nach Intensität, tragen uns die Einkäufe rein….

    • Widerspenstige sagt:

      …was ich sehr aufmerkam finde von Ihren Nachbarn u vielleicht kaufen sie sogar mal etwas mit ein wenn Sie via SMS erreichbar sind, Nostalgikerin?. Wie wäre es denn mit konsequentem wieder ins eigene Bettchen zurück tragen nach dem Einschlafen im Ehebett? Das haben wir ziemlich rigoros durchgezogen je nach Alter. So erwachten sie im eigenen Bettchen u gewöhnten sich mit der Zeit daran. Ich wäre sonst eine wandelnde Schlafmama geworden u durfte mir das tagsüber einfach nicht erlauben.

  • Dänu sagt:

    Die Lösung mit der Babyklappe können Sie wohl auch vergessen. Erstens haben Sie ja auch durchaus Freude am kleinen Brecht und zweitens bringen Sie das Kind mit 15 Monaten, auch mit ganz viel Babylotion, wohl kaum mehr durch die Klappe.

    Dann bleibt nur noch das sanfte Entwöhnen, fragen Sie mal den Largo!

    • Unser Baby war ja schon bei der Geburt zu dick für die Babyklappe. Ausserdem hat mir später mal jemand gesagt, dass man es am Morgen nicht einfach wieder abholen kann. Ich gebe der Babyklappe daher nur zwei von fünf Sternen.

      • Dänu sagt:

        Ich hoffe ja immer noch, dass die Klappengrösse bis zu der Zeit, wo unsere Kleinen in der Pubertät sind, angepasst werden… Wenigstens der Vater sollte durch die Klappe passen!

  • Vivienne Tran sagt:

    hahaha, danke für diesen Artikel. Musste sehr oft lachen! Wer den Artikel lustig findet, sollte Baby Kamasutra googlen. „Snow Angel“ gefällt mir besonders gut 🙂 Natürlich hab ich gut lachen, weil unsere kleine ohne Kampf in ihrem Bettchen schläft. Aber manchmal möchte ich mit ihr über Nacht kuscheln, was sie mit heftigem Treten, Rollen, Boxen und rumkriechen quittiert. Danach schwören wir: NIE mehr Bett teilen. Jedes Mal. 😉 von daher High Five an alle unausgeschlafenen Eltern im unfreiwilligen Familienbett. Ihr seid jene unerschrockenen Krieger, die eure Kinder brauchen.

  • Alpöhi sagt:

    Bei Tschannens IST Das Familienbett eine Machtdemonstration des Babys. Und gehört abgestellt. Liebevoll, aber bestimmt. Das geht so: „wir können nicht schlafen, wenn du in unserem Bett liegst. Darum musst du da raus. Das wollen wir so. Wenn du unsere Nähe brauchst, darfst du bei uns schlafen – auf einem Mätteli neben unserem Bett (oder im Babybettli oder Stubenwagen, je nach Grösse des Nachwuxes)“. Bei uns hat das funktioniert, 15 Jahre lang.

    • Stefan Gisler sagt:

      15 Jahre lang war ihr Kind im Babybett/Mätteli nebenan? Gut finde ich, aber finden das alle? Und wenn sie, Alpöhi, nun kritisiert werden und ihnen jemand sagt, bei uns schlief das kann im eigenen Bett im eigenen Zimmer ab dem 1. Lebensjahr – sie aber, Alpöhi, haben alles falsch gemacht. Dann gehen sie auch in sich und schämen sich für ihr Versagen? Ich hoffe doch nicht, denn jeder geht mit solchen Situationen um, wie es innerhalb der Familien ab Besten geht. PS: Mein Kind schlief bis zum 7. Lebensjahr im selben Bett … und das war super.

      • Alpöhi sagt:

        Wir machen das seit 15 Jahren so, wird aber momentan nur noch vom 10-jährigen genutzt. Abgesehen davon verstehe ich nicht, warum in der Schweiz alle Kinder möglichst schnell in einem Einzelzimmer schlafen müssen – nachdem sie vorher 9 Monate lang nicht nur das Bett, sondern auch den Bauch mit Mutti geteilt hatten.

        Mein Eingangssatz „…IST eine Machtdemonstration“ ist ein leicht modifiziertes Zitat von M.T. und hat zum Ziel, Eltern zu ermutigen, sich nicht tyrannisieren zu lassen. Daran finde ich nichts Verwerfliches. Als Elter spürt man sein Kind i.d.R. sehr genau.

      • Muttis Liebling sagt:

        Die Schweizer machen das nur, weil sie für ihr Kind ein Einzelzimmer HABEN. Sonst ist das eher ungewöhnlich.

  • Chris sagt:

    Unsere einfache Lösung: Wir haben den Kindern schon relativ früh normal grosse Better gekauft (200x90cm). Wenn nun eins der beiden ins Elternbett kommt, wechsle ich ins Kinderbett. Kann auch mal sein, dass die beiden Kids im Elternbett erwachen und die beiden Erwachsenen in den Kinderbetten :-).

  • Meier Susanne sagt:

    Super geschrieben!

    Wieso immer diese Unterteilung in richtig und falsch?

    Ich denke alle Eltern haben ihre Vorstellung wie etwas sein sollte und merken dann, das es nicht immer so funktioniert wie sie es gerne hätten oder wünschen.

    Für mich ist unsere Sohn wieder eine harte Schulung im Üben meiner Gelassenheit. Mit drei Monaten konnte ich stolz berichten, dass er im eigenen Bett durch schläft. Einige Wochen später mehrmaliges Stillen in der Nacht und Einschlafen nur noch an meiner Seite…

    • Muttis Liebling sagt:

      Die Unterscheidung in Richtig oder Falsch braucht man nur noch, wen einem so gar nichts mehr einfällt.

  • sarah123 sagt:

    Stil und Inhalt: Crème! Genauso läuft es bei uns. Und unsere wird bald 3! Aber wir sind zuversichtlich, denn spätestens in der Pubertät muss es ja aufhören, Abgrenzung und so. Wir bleiben dran.

  • Hans Sägesser sagt:

    Heute, wo die Kinder längst erwachsen sind, bin ich froh um jede Minute wo ich sie als Baby und Kleinkinder in meinen Armen gehlalten habe. Es ist diese einmalige Liebe, diese unconditional love, die es ausmacht!

  • Luise sagt:

    Unser Jüngster war auch so ein Brecht. Mit ca. 4 Jahren schlief er immerhin ab und zu auf einer Matratze neben dem Elternbett. Oder bei einer seiner Schwestern. Es war eine Tortur für alle. Aber heute lachen wir alle darüber. Er ist verheiratet und geniesst es, jede Nacht Gesellschaft zu haben.

    • Muttis Liebling sagt:

      Hat er immer noch kein eigenes Bett?

      • Luise sagt:

        An Mamis Stelle ist eine Frau getreten 🙂

      • Muttis Liebling sagt:

        Luise, das ist mal eine subtile Antwort, eine Frau tritt an Mamis Stelle. Woraus ich schliessen darf, das Mami keine Frau ist. So ging mir das als junger Vater (wirklich jung, nicht schon 25 oder noch grossväterlicher) von erst einem und dann zwei Kindern. Mit Kinderwagen hört man auf, Mann zu sein. Man (n) darf die schönsten Frauen in jedem Kontext ansprechen, erntet keine verächtlichen Blicke, von wegen Anmache.
        Elternschaft macht geschlechtslos, damit ist das Familienbett auch ontologisch erklärt.

  • Einzelkind sagt:

    DANKE für diesen Beitrag. Hab ich köstlich amüsiert. Genau so ist’s und nicht anders.
    Aber: Alles wird gut. Irgendwann. Bis dahin wünsch ich flottes Gegenboxen und auf andere Betten ausweichen. Oder einfach geniessen. Die Zeit ist so schnell vorbei.

  • Reincarnation of XY sagt:

    @malena – richtig ist immer das, wenn alle Beteiligten damit glücklich sind
    ich stelle nur fest, dass die Mehrheit aller Paare zu wenig Zeit für ihre Beziehung hat – und dann hört man „auseinandergelebt… etc.“
    Und wenn ich dann so etwas lese, denke ich mir: kein Wunder. Das Kind, das Kind und nochmals das Kind. Omnipräsent, stets in der Mitte. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das gut geht. Und in vielen Fällen geht es auch nicht gut.
    Bei vielen ist dann der Ofen aus, wenn das Kind weg ist.
    Wir haben von Anfang an klar gemacht. Wir brauchen Zeit für uns und Privatsphäre.

    • Valeria sagt:

      Recht haben Sie. Aber was das Familienbett damit zu tun haben soll, will mir grad nicht so recht einleuchten. „Zeit für uns und Privatsphäre“ holen wir uns definitiv woanders, nicht im Bett. Da schlafen wir. Und das ziemlich gut.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Klaro – wenn der Küchentisch ihnen diese Privatsphäre bietet, ist dem nichts entgegenzusetzen.
        Aber wie oben gesagt: es geht doch nicht nur um Sex.
        Es geht darum, dass man Zeit füreinander hat. Und für die aller- allermeisten ist das nun mal abends. Weil Tags über muss man arbeiten und Kinder schlafen tagsüber nicht (allenfalls das eine Baby). Es geht weniger um das, WO, sondern darum ob das Kind eine Schlafdisziplin hat, die es dem Paar erlaubt sich abzugrenzen.
        Mehr als 50% aller Paare scheitern in ihrer Beziehung und die nahmen sich alle zu wenig Zeit für sich.

      • 13 sagt:

        Und warum müssen die Kinder schlafen, wenn man Zweisamkeit geniessen will? Ich glaube hier liegt das Hauptproblem: im Anspruch dem wachen Kind eine Dauerbespassung zu bieten und wenn das Kind weg (z. Bsp. im Bett) ist, hat man „Feierabend“ / „frei“. Ich muss jeweils schon beim Wort schmunzeln. Mein Mann und ich können auch einen Kaffee trinken oder etwas besprechen oder kuscheln, wenn die Kinder am Nachmittag im Garten spielen oder abends im Kinderzimmer verschwinden oder am Sonntag morgen Brötchen holen. Schlafen können sie, wenn und weil SIE müde sind, nicht uns zuliebe.

      • Valeria sagt:

        Danke 13, ganz Ihrer Meinung. 🙂

      • Alpöhi sagt:

        Tipp: Montagmorgen, wenn die Kinder in der Schule sind. Und weil man da der Arbeit fernbleibt, ist es ein bisschen wie Ferien.

      • 13 sagt:

        @ Alpöhi
        Mein Kleinstes ist drei Monate alt, das wird wohl noch etwas dauern 😉

    • Reincarnation of XY sagt:

      Valeria – nun ich verurteile eigentlich nie. Und ich glaube auch, dass bei ihnen oder 13, das irgendwie gut läuft. Siehe mein allererster Post.
      Was ich einfach tue, ist, dass ich beobachte und mich manchmal frage, wie das gut gehen soll. Und bei ach so vielen, die vollmundig behauptet haben, wie alles super klappt kommt es dann eben genau so. Ich kenne einfach zu viele geschiedene Paare. Die sich „auseinandergelebt“ haben oder die „nicht verstehen“(!), warum der andere gegangen ist.
      Das sind einfach Fakten von über 50%.-70%

      • Carolina sagt:

        Klar, die beobachte ich auch – aber wenn Ihre Theorie stimmt, dass die meisten wegen fehlender Zweisamkeit scheitern, wüssten sie ja, woran es gelegen hat. Bei mir sitzen meistens Paare, die irgendwann verstehen, dass die unterschiedlichen Erwartungshaltungen, die nie miteinander abgeglichen wurden, das Problem waren. Da ist das Kind im Bett nur ein Symptom…..

      • Reincarnation of XY sagt:

        Carolina – ja, natürlich, ich weiss. Wahrscheinlich ist das Kind ja eine willkommene Ablenkung, damit sie das fehlende Abgleichen eben nicht bemerken. Die Betriebsamkeit (ob nun Geschäft, Hausbau, oder Kinderbett) kann wunderschön ablenken. Der wahre Grund ist NIE eine Drittsache, sondern gerade das, was sie beschreiben. Und Menschen die laufend stolpern, sehen eben nicht worüber sie stolpern.
        Um die unterschiedlichen Erwartungshaltungen laufend miteinander abzugleichen, plus miteinander durch die versch. Lebensabschnitte zu kommen, braucht es eben regelmässig Zeit.

      • 13 sagt:

        Da haben Sie nicht unrecht, aber der Zusammenhang mit dem Familienbett ist mir immer noch unklar. Dass man sich auch nach der Geburt bewusst sein soll, dass man auch eine Beziehung führt und nicht nur Mutter/Vater ist, ist hingegen wichtig. Wir tun dies dadurch, dass wir einander bei den Aufgaben unterstützen und so auch beide die Kraft dazu aufbringen können. Schlaflosigkeit durch das aufstehen nachts wäre da kontraproduktiv, wie auch Kinder, die die Nähe am morgen zuerst nachholen müssten. Meine stehen auf und gehen spielen. mami/papi hatten sie ja schon genug.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Meine stehen auch auf und spielen. Obwohl sie im eigenen Bett schlafen. Und wir sind stolz auf jeden Schritt zur Selbstständigkeit, den sie schaffen.
        Ich halte es aber für kntraproduktiv, wenn ich am Abend mit den Kindern zu Bett soll (oder meine Frau), weil die Kinder ohne uns nicht einschlafen können. Wenn ich müde bin, weil die Kinder neben mir die ganze Nacht herumgeturnt sind (ja, manchmal lasse ich das auch zu und geniesse es). Wenn die Beziehung der Eltern darunter leidet, dass die Prioritäten schief gesetzt sind, dass beide müde sind (über lange Zeit) und wenig gemeinsame Zeit ist

      • 13 sagt:

        @ SP
        Ich bin auch stolz auf jeden Schritt in die Selbständigkeit, den meine Kinder selber gehen, wenn ich sie schubse, ist es keine Leistung ihrerseits. Die paar Minuten Einschlafbegleitung sind uns für die Beziehung zu den Kindern wichtig, sich mal für jedes einzeln Zeit zu nehmen und eben, es sind wenige Minuten. Und weder eine Schlaflosigkeit noch fehlende Zweisamkeit aufgrund des Familienbetts kann ich bestätigen.

  • Sofie sagt:

    Wenn ich all die Kommentare lese, bleibt mir vor Schreck die Luft weg. Nicht weil ich lästern will, aber weil ich mich frage wie all diese Eltern eine glückliche Ehe & ein glückliches eigenes Leben unabhängig von ihren Kindern führen können? Schlaftraining für Babys fängt ganz sanft schon in den erste 3 Monaten an, nachher ist es zu spät, resp. muss anstrengend für Eltern & Baby korrigiert werden. Ein Baby das nicht schlafen lernt, hat oft als Erwachsener oft Schlafstörungen

    Möchte allen diese zwei Bücher empfehlen: Jedes Kind kann schlafen lernen & Warum franz. Kinder keine Nervensägen sind

    • Reincarnation of XY sagt:

      Passen sie auf, was sie sagen Sofie. Sonst werden sie hier noch in die Ecke der herzlosen Eltern gestellt, welche ihre Kinder unter den barbarischsten Umständen schreien lassen. In dieser Frage gibt es im MB nur Extreme. Dass es auch so etwas wie ein sanftes Training geben könnte, wird strikt ignoriert. Es gibt nur die schlimmen Eltern, die ihr Kind blind, bar jeden Verstandes und Mitgefühl, aufgrund längst widerlegter Psychologie-Konzepte schreien lassen.
      Warten sie nur, bald kommen die Ersten und werden Steine auf sie werfen.
      Von mir hingegen, allerdings: ein fettes Bravo.

      • Carolina sagt:

        Nein, RoXY, ich bin auch nicht so für diese Polarisierungen. Aber meiner eigenen Erfahrung nach (und das habe ich seitdem immer wieder gehört) gelingt auch das sanfteste und liebevollste Schlaftraining eben nicht immer, es kommt auch sehr stark auf das Kind an. Was waren wir arrogant und prahlerisch, als unser erstes Kind ohne Probleme nach sechs Wochen im eigenen Bett durchschlief. Diese Arroganz rächte sich mit dem 2. Kind – es hat Jahre gedauert, bis es aus unserem Bett in sein eigenes umzog. Und ja, ich gebe unumwunden zu, dass konsequente Erziehung auch leidet unter dem ständigen

      • Susi sagt:

        @RoXY: „Warten sie nur, bald kommen die Ersten und werden Steine auf sie werfen.
        Von mir hingegen, allerdings: ein fettes Bravo.“

        Genau das, was ich mir auch gedacht habe beim Lesen von Sofies Kommentar 😀
        (Ich hab die Bücher auch und finde sie sehr gut.)

      • Carolina sagt:

        /2 Schlaf- und Sexentzug. Aber irgendwann haben wir – wahrscheinlich aus purer Erschöpfung – aufgehört, zu hadern und uns gesagt, dass es das einfach brauche. Und siehe da, irgendwann löste sich das Problem von selbst – heute denken wir voller Nostalgie daran zurück, wie schön es war, diese kleine warme Körperchen neben uns zu haben und haben die (zugegeben heftigen) negativen Seiten ausgeblendet. Und Schlafmangel oder ähnliches hat das Kind nie gehabt.
        Ich würde zu etwas mehr Gelassenheit raten und vor allem: Humor (ja ich weiss, wir hatten den damals auch nicht). Aber es hätte uns vielleicht

      • Carolina sagt:

        /3 geholfen, so einen Text wie den heutigen zu lesen – viel, viel mehr als die Literaturhinweise, mit denen man als Eltern in solchen Situationen beschallt wird.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Susi – die Bücher kenne ich nicht, dazu kann ich nichts sagen.
        Aber dieser Satz schlägt alles andere hier um Längen: weil ich mich frage wie all diese Eltern eine glückliche Ehe & ein glückliches eigenes Leben unabhängig von ihren Kindern führen können?
        Können mehr als 50% nicht. Und wenn ich das hier lese, wundert mich gar nichts mehr.
        Ich biete meinen Kindern lieber ein Nest das nachhaltig kuschelig ist. Und dafür braucht unsere Beziehung Zeit und Privatsphäre.

      • Sportpapi sagt:

        Sehr gut, xy. Diese Haltung teile ich vollumfänglich.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Carolina – natürlich. Erziehung funktioniert nie oder nur als lauter Zufall. Diesen Eindruck haben wir manchmal auch. Und wir vertreten auch eine Linie, die extrem pragmatisch ist (wahrscheinlich zu pragmatisch). Aber was ich hier lese: nein. Dem Kind wird uneingeschränktes Bestimmungsrecht eingeräumt. Eltern verzichten über 10-15 Jahren auf ihre Privatsphäre. Das ist weder für das Kind noch die Eltern gut. Und keiner soll mir sagen, dass es nicht anders möglich ist.
        Wir haben längst nicht jeden Abend Privatsphäre, aber unseren Kindern ist klar, dass wir prinzipiell das Recht darauf haben.

      • Reincarnation of XY sagt:

        …. Das wir das brauchen. So wie sie eben auch Zeit für sich brauchen, Zeit zum spielen etc.
        Das bedeutet auch, dass die Kids beizeiten in die Falle gehen. Weil wir eben Feierabend brauchen.
        Und dann hören wir beim Nachbarn die Kinder bis um 10 und 11 noch rumtollen. (Logo wenn man ihnen keinerlei Schlafdisziplin beigebracht hat.) Und irgendwann hört man dann, dass der Mann ausgezogen ist. Kein Wunder, wir würden als Paar nicht überleben, wenn wir als Paar praktisch nie Zeit für uns allein hätten.

      • Carolina sagt:

        Hä? Uebertreiben Sie es nicht ein wenig, xy? 10 bis 15 Jahre auf Privatsphäre verzichten? Unser Zweitgeborenes hat ca 3 Jahre bei uns geschlafen – wie gesagt, nachdem wir aus lauter Erschöpfung die Bücher und Ratschläge der lieben Zeitgenossen in den Wind geschlagen haben und aus lauter Erschöpfung die Situation hinnahmen. Ich habe auch in meiner Praxis oder meinem Umfeld noch nie davon gehört, dass Kinder auch mit 10 oder 15 noch regelmässig im Bett der Eltern geschlafen hätten – und wenn, hätte ich dazu etwas zu sagen. Aber als Paartherapeutin sage ich Ihnen noch etwas: die

      • Carolina sagt:

        /2 Kausalität Kind im Elternbett = keine Privatsphäre = Beziehung geht kaputt, ist etwas gar simpel. Was wohl die grösste Rolle spielt, wenn Kinder kommen, ist meiner Meinung nach, wie sehr Paare am gleichen Strang ziehen können; heisst, wie sehr sie lernen, gemeinsame Prioritäten zu haben. Wenn sie das können, hält eine solche Partnerschaft auch ein (oder mehrere) Kinder im Bett aus, ja, sie schmiedet sie vielleicht sogar zusammen. Das A und O ist, dass man seine Bedürfnisse abgleicht, sie also bespricht – und in unserem Falle war es klar, dass das Kind für eine Weile Priorität hatte und

      • Carolina sagt:

        /3 wir – ja, auch aus Erschöpfung – uns darüber einigten, dass wir das so machen und aufhören, damit zu hadern. Und erstaunlicherweise haben wir auf diese Art und Weise drei wunderbare, selbstständige und keinesfalls selbstsüchtige Menschen produziert. In der Praxis sehe ich vor allem Probleme bei denen, wo die Forderungen und Ansprüche eines Paarteiles nicht mit den Wünschen, Hoffnungen und Erwartungen des anderen vereinbar sind, aus welchen Gründen auch immer. Und das wirkt sich ganz sicher in irgendeiner Form auf ein Kind aus.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Carolina – nun das höre ich hier. Da geht es nicht einfach nur um 3 Jahre. Es ist mehr eine Never-Ending-Story. Ein Rattenschwanz der immer weiter geht. Und eben, die Nachbarn und unzählige andere, Kinder ständig wach bis in alle Nacht. Am Wochenende sowieso. Das Kind ist immer im Mittelpunkt, und man sagt dem „Liebe“.
        Das ist mein Punkt. Das gewisse Kinder einem 2-3 Jahre oft den Schlaf stehlen, das kenne ich auch. Es geht um die Einstellung hier und um die beobachtete Praxis: Kind hat alle Rechte, das Paar existiert nur noch für die „Bedürfnisse“ des Kindes.

      • Carolina sagt:

        Na ja, es ist einigermassen müssig, darüber zu diskutieren, RofX – aber ich erinnere mich gut, dass wir, als wir Kinder waren, oft in Nachbarschaften gewohnt haben (wir sind viel gezügelt), in denen Kinder die halbe Nacht auf der Strasse herumliefen (wir übrigens auch). Heute würden wir wahrscheinlich von Vernachlässigung sprechen, damals war das normal für uns. Und vielleicht weil ich so aufgewachsen bin, neige ich dazu, die Korrelation Kind im Bett = Paarbeziehung hinüber für sehr, sehr vereinfachend zu halten. Gibt es, aber für meine Begriffe sind die Dinge komplizierter.

      • Carolina sagt:

        Nur noch kurz zu dem, was Sie oben zu S sagten: ich würde nicht im Traum daran denken, Sie herzlos zu nennen, weil Sie eine konsequente Linie durchziehen. Finde ich völlig in Ordnung und eine absolut gültige Variante der Erziehung, vorausgesetzt, Sie und Ihre Frau ziehen am selben Strang. Und dann gibt es noch etwas, was ich für sehr hilfreich in (z.B. durch neues Baby gestressten) Beziehungen halte: dass der eine dem anderen unterstellt, dass er/sie es so gut macht wie möglich; dass man mal eine Weile keine Prinzipien reitet oder dem anderen mitteilt, dass man sich das so nicht vorgestellt

      • Carolina sagt:

        /2 hätte und im Moment ein wenig aufgeschmissen sei; Schwäche zeigen dürfen ist für viele Beziehungen unter Stress ein grosser Helfer. Wenn sich ein Paar über seine Prioritäten einig ist – wunderbar. Wenn diese aber beim einen ins Wanken geraten, ist es ein grosses Geschenk, jemanden zu haben, der mit Geduld und Gelassenheit darauf reagiert.

      • Valeria sagt:

        @ RoXY:
        Sie schliessen etwas sehr von sich auf andere, vielleicht kann Ihnen eine kleine Geschichte helfen: Unsere Tochter war als Baby immer mit uns bis 24:00 wach. Hat dann aber auch bis mittags geschlafen, das war ihr Rhythmus und der hat von Anfang an funktioniert. Das heisst, wir als Paar hatten den ganzen Morgen, da waren wir noch (!) energiegeladen und mein Mann musste erst um 9 los. Abends wäre ich für mehr wie „Baby-Balabala“ sowieso viel zu müde gewesen. Ein paar Mal habe ich gedacht: Was müssen wohl unsere Nachbarn denken… egal, für uns war’s ideal.

      • Valeria sagt:

        Und als Nachtrag: Sehr oft höre ich Eltern jammern: „Unser Kind weckt uns schon um 6 Uhr morgens, ich kann nicht einmal ausschlafen.“ Da denke ich mir jeweils auch: Tja, wenn es abends schon um 19.00 Uhr im Bett ist, ist ja logisch… 🙂

      • mila sagt:

        Gerade hat sich in meinem Umfeld wieder einmal ein Paar mit Kleinkind getrennt, mit der Begründung ‚auseinandergelebt‘. Es ist nicht das erste Mal, aber besonders traurig ist, dass in diesem Fall das Kind autistisch ist – und darum umso mehr Kontinuität nötig hätte. Für mich ist die Frage Familienbett oder nicht tatsächlich nicht ausschlaggebend – aber sehr wohl die Frage nach Privatsphäre, als Individuum wie als Paar. Anstreben werden wir die Variante Familienbett entsprechend sicher nicht. Aber wenn es trotz Planung anders kommt, werden wir damit wohl oder übel (gemeinsam) umgehen. 😉

      • Momo sagt:

        @Carolina
        Aber die Korrelation, die sie ebene gemacht haben, finden sie genug kompliziert? (Bis tief in die Nacht herum streunern als Kind = als erwachsene Person fähig zu komplizieten/komplexen Korrelationen sein).

      • Reincarnation of XY sagt:

        Carolina – ich sagte gerade, dass wir sehr pragmatisch sind – einzig, wir vertreten nicht die Ansicht, dass das Kind omnipräsent die Mitte der Beziehung sein soll. 2. Wir glauben auch, dass die Kinder bis und mit x-Jahre zu klein sind, um das zu begreifen, deshalb bringen wir ihnen es Tag für Tag bei, dass sie es begreifen. So wie sie ein Recht auf Verständnis und Freiraum haben, so haben wir das auch.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Valeria – weiter unten sage ich: richtig ist das, bei dem alle Beteiligten zufrieden sind. Wenn Sie und ihr Mann jeweils am Morgen Zeit und Musse für eine gewinnbringende Zweisamkeit haben ist das nichts anderes, als wenn ich und meine Frau diese am Abend haben.
        Die meisten Menschen müssen jedoch am Morgen zur Arbeit, arbeiten den ganzen Tag und sollten so etwas wie Feierabend haben.
        Von mehr als 50% aller Paare hört man dann sie hätten sich „auseinandergelebt“. Das mag viele Faktoren haben (Caro), aber keine Zeit für Kommunikation (noch wichtiger als Sex) ist eben fundamental.

      • Stebe sagt:

        Danke Sofie.
        @RoXY super Kommentar, made my day 😉

      • Valeria sagt:

        @ RoXY:
        Grundsätzlich sind wir ja nicht uneins. Aber es ist schade, wenn Sie das Glück eines Paares an den nach aussen hin sichtbaren Dingen festmachen. Jede Familie hat ihre Gründe, warum sie sich für ein Familienbett entschieden hat, oder warum die Kinder am Wochenende bis spät noch wach sind. Diese Gründe kennen Sie nicht. Also, urteilen Sie auch nicht, ohne die Hintergründe zu kennen.

        Und dass viele Paare den wahren Grund einer Trennung hinter dem Ausdruck „auseinandergelebt“ verstecken, ist ja auch nicht verwunderlich… Vieles geht die Nachbarn halt auch wirklich nichts an.

      • Carolina sagt:

        Momo: Sie haben Recht, ich habe mich nicht klar ausgedrückt. Wollte eigentlich nur sagen, dass man mMn nicht von ‚Kinder-sind-in-unserem-Wohnblock-lange-auf‘ oder ‚das-Kind-schlief-zwei-Jahre-bei-uns-im-Bett‘ darauf schliessen kann, wie sehr sie ihren Eltern auf der Nase herumtanzen…… Genau so wenig darauf, wieviel Zweisamkeit und/oder Sex sie haben (die Eltern;-)

    • conni sagt:

      Sofie: Jedes Kind kann schlafen lernen hat bei uns nichts genützt. Spätesens dann habe ich gemerkt, dass man nicht für alles einen Ratgeber braucht. Wenn man es wirklich will schafft man es, dass die Kinder alleine einschlafen. Aber klar, einfach ist es nicht.

    • Nina sagt:

      wie langweilig, wenn man als Paar nur Nachts und im Doppelbett Sex hat… wir nutzen jede Schlafphase unserer Kleinen, wenn wir Lust auf Zweisamkeit und Sex haben, egal ob Tag oder Nacht. Dann halt auf dem Sofa, Gästebett, Tisch, Boden, was auch immer. Kinder haben verlangt in fast allen Lebensbereichen nach Kreativität!

      • Reincarnation of XY sagt:

        Wie langweilig, wenn man einen Partner hat, der nicht zuhören kann.
        Nina – Es geht um Zeit. Nicht um Orte. Wären sie aufmerksam, hätten sie gemerkt, dass die Diskussion darum geht.
        Wer nur Quickies hat, wird langfristig kaum den Tiefgang in einer Beziehung haben, die auch beglückend über die Kinder hinaus geht. Ist das möglich mit Familienbett bis die Kinder 12 sind? Vielleicht.
        Bei den meisten aber wird es nicht der Fall sein, egal was sie auch immer behaupten.
        PS
        Ein Baby hat Schlafphasen – Kinder aber schlafen Nachts. Schön, wenn sie um 03:00 den Wecker für nen Quickie stellen.

      • Susi sagt:

        @RoXY: „Wer nur Quickies hat, wird langfristig kaum den Tiefgang in einer Beziehung haben, die auch beglückend über die Kinder hinaus geht.“
        Machen Sie jetzt die Qualität einer Beziehung an der Qualität des Sex‘ fest?

      • Sportpapi sagt:

        Warum nicht 🙂

      • Susi sagt:

        Weil Sex einfach nicht als Beziehungsbarometer taugt. Ich kenne Paare, die haben ihn einmal im Jahr (wenn’s hoch kommt) und führen trotzdem eine sehr innige Beziehung. Vielleicht hat man einfach das Bedürfnis nicht (mehr); würde das dann in letzter Konsequenz heissen, dass man beziehungsunfähig ist?
        Viel wichtiger ist doch der Umgang, den man miteinander pflegt, der sollte liebevoll sein!

      • Sportpapi sagt:

        Vielleicht bin ich einfach noch etwas jünger 🙂
        Aber dennoch, es gibt in meinen Augen innigen Beziehungssex und anderen, ohne das werten zu wollen. Das erste braucht auch hin und wieder etwas Zeit.

      • Susi sagt:

        Ja, what else is new? 🙂
        Ich meinte aber etwas anderes. RoXY schreibt „Wer nur Quickies hat, wird langfristig kaum den Tiefgang in einer Beziehung haben“. Das würde bedeuten, dass man der Tiefgang einer Beziehung zwangsläufig über den Sex führt. Stimmt doch schlicht und einfach nicht. Ich finde das Beziehungsbild, das durch eine solche Äusserung entsteht, sehr beschränkt.
        Nochmal: Es gibt Leute, die sind einfach mal grundsätzlich nicht soooo sehr an Sex interessiert, waren es vielleicht nie, die haben andere Prioritäten. Haben sie deswegen schlechtere Beziehungen? Sicher nicht.

      • Sportpapi sagt:

        Susi, es gibt nichts, was es nicht gibt. Zwangläufig ist hier gar nichts. Aber von grosser Bedeutung ist es meistens schon, dass auch der Sex klappt. Und ja, ich denke, damit sind nicht mehr auschliesslich schnelle, abenteuerliche Quickies gemeint.

      • Susi sagt:

        Wie gesagt, ich sehe das anders; wir Frauen reden da extrem offen miteinander und bei sehr, sehr vielen Paaren läuft nach 10 Jahren nicht mehr viel, egal ob mit oder ohne Kinder. Dennoch zerbrechen diese Beziehungen nicht.
        Für mich (und meinen Mann) wäre das zwar nicht stimmig. Aber ich glaube den zahlreichen Leuten, die sagen, sie hätten seit ewig keinen Sex und vermissten ihn auch nicht. Und da bin ich auf so einfach gestrickte Aussagen allergisch. „Bei uns läuft’s gut mit dem Sex, darum haben wir auch eine gute Beziehung. Die anderen mit dem seltenen Sex nicht.“ Wie hohl ist das denn?

      • Susi sagt:

        Schuld an einer solchen Haltung ist nicht zuletzt unsere mediengeprägte Gesellschaft.

      • mila sagt:

        Susi, ich würde eine Beziehung auch nie am Sex gradmessem wollen. Aber wie steht es genau um die Männer dieser ‚offenen‘ Frauen, äussern die sich auch mal selbst dazu? Ich kenne übrigens ebenso den umgekehrten Fall, wo die Frau gerne mehr Sex hätte als nur einmal im Jahr. Und alle Gesprächsversuche darüber seitens des zufriedenen Partners rigoros abgeblockt werden.

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Dass ich mich ärgere, wenn Frauen öffentlich über private Beziehungsdetails reden, habe ich ja schon mehrfach gesagt. Ich denke, die gleichen Frauen hätten gar keine Freude, wenn ihre Männer über sexuelle Praktiken (oder deren Verweigerung), Häufigkeiten, Stellungen, körperliche Vorzüge usw. mit ihren Freunden plaudern (würden).

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Dennoch: Bist du sicher, dass dieses „ich komme auch gut ohne Sex aus“ auch die Männer betrifft? Ich kenne keinen, der eine solche Aussage machen würde. Die sind entweder verzweifelt oder stillen ihre körperlichen Bedürfnisse auswärts. Und leider ist es meistens dann doch nicht so, dass die Frauen damit umgehen können.
        In(nnerhalb) meiner Beziehung ist jedenfalls der Sex durchaus ein Gradmesser dafür, wie die Beziehung gerade läuft. Aber das hat natürlich nichts mit der Tiefe/Intensität der Beziehung zu tun.

      • Susi sagt:

        @SP: Ist ja nicht öffentlich, sondern unter Freundinnen.

        Ja, ich weiss immerhin von zwei der Männer, dass es ihnen so gut geht in der Beziehung. Der eine davon darf auch mal ein wenig „unter dem Zaun durchfressen“, klappt tip top so seit Jahren.

        mila, ja, ich kenne auch mehr als eine Frau, die gerne mehr Sex hätte, aber der Mann keine grosse Lust. (das sind im Übrigen alle äußerst attraktive Frauen, daran kanns nicht liegen 🙂 )

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Unter Freundinnen ist öffentlich. Und offenbar auch unter Freunden? Schön, wenn du ein so offenes Umfeld hast, in dem man über alles spricht. Ich wiederhole mich: bei meiner Frau würde ich das als extremen Vertrauensbruch verstehen, auch wenn es nur mit der besten Freundin oder der Mutter wäre.

      • Susi sagt:

        Und P.S.: SP, so detailliert laufen diese Gespräche in der Regel sowieso nicht ab, was gibt’s dazu viel zu sagen, wenn man keinen Sex mehr hat? es geht in meist mehr um den gesellschaftlichen Druck, durch den sexlose Beziehungen möglicherweise leiden.

      • Susi sagt:

        @S.P. Ein Kommentar ist noch in der Warteschleife, aber wahrscheinlich spielt dir da die Fantasie einen Streich bezüglich der Details solcher Gespräche 😉

      • Susi sagt:

        mit der Mutter?????

        Mein Mann hat manchmal sogar mit seiner Ex (beste Greundin und Gotte unserer Tochte) solche Gespräche. Find ich nicht schlimm, die kennen sich ja gut. Ich bin bei solchen Dingen immer für Grosszügigkeit. Aber das handhabt ja jeder individuell. Würde es meinen Mann stören, dann würde ich halt auch nichts erzählen. 😀

      • Susi sagt:

        was ich allerdings wirklich etwas seltsam finde, ist, dass du dich ärgerst (!), wenn Frauen solche Gespräche führen. Das hat ja nichts mit dir zu tun, deine Frau tut es ja nicht.
        Bei uns ist es auf jeden Fall so, dass unsere Männer Bescheid wissen und selbst nicht die Verschwiegenheit in Person sind. Man wählt halt idealerweise Partner, wie ähnlich ticken. Würde sich mein Mann daran stören, würde ich es lassen. Aber ich finde, man sollte sich nicht darüber aufregen, wie andere Paare das handhaben.

      • mila sagt:

        PS@SP: Sehr wohl hört man auch von so einigen Männern entsprechende Kommentare unter Freunden (zu wenig/zu viel/zu langweilig etc.)… Nur so nebenbei bemerkt. Ich finde wie Susi, es ist eine Frage der gegenseitigen Paarabsprache, was in ‚öffentliche‘ Gespräche getragen werden soll, und was nicht.

      • Sportpapi sagt:

        @Susi und mila: Ich glaube nicht, dass die Paare Solches wirklich absprechen. Aber ja, wenn es niemanden stört, bitte.

      • Sportpapi sagt:

        PS: Und mila: Ich zweifle nicht daran, dass es auch Männer gibt, die in trauter Runde beim xten Bier sich so äussern. Aber was meinen Sie, fänden Sie es toll, wenn Ihr Mann sich dort darüber beklagen würde, dass Sie halt schon nicht so spannend seien im Bett und ausserdem sowieso nur selten Lust hätten? Und die Männer kennen Sie alle auch und haben mir Ihnen Umgang?

      • mila sagt:

        Um ehrlich zu sein nein, solche Äusserungen von Männern krieg(t)e ich nie direkt zu hören, sondern via Partner. Ob es mich stören würde? Am meisten wohl, wenn ich selbst von diesen ‚Problemen‘, quasi als einzige, nichts wüsste. Aber ich habe diesbezüglich immer einen sehr offenen partnerschaftlichen Umgang gepflegt – und halte das für die beste ‚Präventionsmassnahme‘. Ansonsten interessieren mich die Details aus dem Sexleben anderer ehrlich gesagt nicht, ich habe keinen ‚öffentlichen‘ Austauschbedarf. Aber klar: wenn eine Freundin ein Problem hat, bei dem ihr Partner konsequent abblockt,

      • Widerspenstige sagt:

        Dieses sich Austauschen über intime Momente in trauter Runde unter Freunden ist anschaulich inszeniert im Film ‚Silberhochzeit‘ mit Iris Berben (brillant!) in der Hauptrolle. Für meinen Geschmack zuviel des Guten in trauter Runde u somit gehöre ich eher zu den sehr zurückhaltenden Frauen diesbezüglich. Das Schlafzimmer u seine Geheimnisse gehen nur mich u mein Liebster etwas an u dasselbe Verhalten darf ich von ihm erwarten. Das ist meine persönliche Meinung über das Angetönte hier. Somit, Sportpapi, kann ich Dich ein wenig verstehen (oh Wunder!).

      • mila sagt:

        Ich persönlich halte eine offene partnerschaftliche Diskussionskultur für die beste ‚Präventionsmassnahme‘. D.h. ich melde meine allfälligen Bedürfnisse an und erwarte umgekehrt dasselbe von meinem Partner – so erübrigen sich Fremdgespräche für mich. Details aus dem Sexleben anderer interessieren mich ehrlich gesagt auch nicht die Bohne, ich habe diesbezüglich keinen Austauschbedarf. Aber klar, wenn eine Freundin (oder ein Freund) ein Problem hat, bei dem der Partner konsequent abblockt, höre ich zu.

      • Susi sagt:

        @S.P.: Mein Mann beklagt sich bei seinen Freunden, die mich auch kennen, über meine Unordentlichkeit. Ich beklage mich über das Rauchen. Dürfte man das auch nicht? Oder nur bei Sex-Themen?

      • Susi sagt:

        man spricht halt mit Freunden über gewisse Dinge. Finde es wichtig, dass das möglich ist.

      • Sportpapi sagt:

        Naja, Rauchen und Unordentlichkeit werden wohl öffentliche Fakten sein, und nur die Bewertung ist neu. Doch, das geht. 🙂

      • Franz Vontobel sagt:

        Susi, vielleicht wäre es gut, wenn sie sich für die Zukunft jeweils über die erlaubten Themen mit Sportpapi absprechen würden?

      • Sportpapi sagt:

        Hm, Vontobel, wie wärs mal mit einem Statement zur Sache? Obwohl Sie wahrscheinlich wenig Mühe mit öffentlichen Lästerrunden haben, oder? (zumindest wenn es um andere geht.)

      • Carolina sagt:

        SP: Schon mal daran gedacht, dass Frauen mit ihren besten Freundinnen über Intimes sprechen, weil sie aus irgendwelchen Gründen es mit ihrem Mann nicht können oder wollen? Weil er sie nämlich bei früheren Versuchen jeweils abgedonnert hat, alles auf eine rationale Ebene gezogen hat und sie irgendwann einfach keine Lust mehr haben, immer wieder gegen eine Betonmauer anzurennen? Und dass natürlich genau dieser Mann es als ‚extremen Vertrauensbruch‘ verstehen würde, weil er ja eigentlich klar gemacht hatte, dass es von seiner Warte nichts mehr zu reden gab? Nur so ein Gedankenspiel……..

      • Sportpapi sagt:

        @mila: „Aber klar, wenn eine Freundin (oder ein Freund) ein Problem hat, bei dem der Partner konsequent abblockt, höre ich zu.“ Und die Freundin (oder Freund) sagt dann zu Hause, mila findet im Fall auch? Es gibt ja vielleicht einen Grund, weshalb der Partner abblockt. Weil es ihm vielleicht peinlich ist, weil er sich angegriffen fühlt, usw. Da wird es sicher nicht besser, wenn man das Thema dann mit Aussenstehenden bespricht.

      • Franz Vontobel sagt:

        Statement? Ok, wie wär’s mit diesem: Es geht SP einen absolut feuchten Kehricht an, was irgendjemand anderes mit seinen Freunden oder Freundinnen bespricht. Er ist nämlich, entgegen seiner eigenen Überzeugung, NICHT die moralische Instanz für absolut alles und jedes und noch ein paar zusätzliche Dinge.

      • Sportpapi sagt:

        @Caro: Wenn die Frauen mit Ihren Freundinnen über Intimes sprechen, das sie betrifft – ihre Probleme, Wünsche, usw. – dann ist das ja sicher nichts dagegen einzuwenden. Aber über partnerschaftliche Probleme jeder Art? Und insbesondere auch über Probleme, für die man eigentlich den Partner verantwortlich macht?
        Und ja, Caro, ich glaube man hat auch das Recht, über ein Thema nicht sprechen zu wollen in einer Partnerschaft. Und wenn das Gegenüber abblockt, und vielleicht auch Grund hat dazu, dann muss man sich mit ihm auseinandersetzen. Und nicht einfach ausweichen.

      • Sportpapi sagt:

        Das wäre ja quasi wie wenn ich das recht hätte, fremdzugehen, wenn es sexuell nicht so klappt wie ich mir das wünsche (und die Partnerin mir nicht entgegenkommt).

      • Sportpapi sagt:

        @Vontobel: Und selber haben Sie keine Haltung?

      • Susi sagt:

        Ich finde, es ist auch noch ein Unterschied, ob man sich beklagt oder einfach wertfrei mitteilt, dass man seit 5 Jahren keinen Sex mehr hatte. Hinter dem Rücken des Partners klagen und Details ausplaudern geht wirklich nicht, finde ich.
        Aber vielleicht erzählt man auch eifach, was der Partner für ein geiler Hengst ist, da kann doch niemand etwas dagegen haben, oder, SP?
        🙂

      • Sportpapi sagt:

        Wenn man doch sowieso nicht teilen möchte, muss man denn Freundinnen auch das nicht erzählen. Wäre je irgendwie fies… 🙂
        Ansonsten: ja, so sehe ich das auch.

      • Sportpapi sagt:

        Ich finde, der Massstab ist (für mich, Vontobel!), ob ich die gleiche Aussage auch in Anwesenheit meiner Frau machen würde und umgekehrt. Wenn ja, ist gegen einen offenherzigen Austausch auch aus meiner Sicht nichts einzuwenden.

      • mila sagt:

        Dann bleibt nur der Gang zur Paarberatung. Oder zum Scheidungsrichter… 😉

        Im Ernst: Wenn jemand mit mir ein Problem bespricht, bin ich eins ganz sicher nicht: die Richterin. Vielleicht werde ich in einem solchen Fall genau das sagen: sucht Euch eine unabhängige Instanz. Und wenn auch das abgeblockt wird… heisst es dann vielleicht irgendwann vom verlassenen Mann: aber ich weiss doch gar nicht, weshalb sie mich aus dem heiteren Himmel verlassen hat – wir hatten es doch gut… Tja – alles schon gesehen.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: ich glaube, das ist genau so.

      • Carolina sagt:

        SP: Für mich ist das nicht das Kriterium. Ich habe gelernt, dass es (neben den Dummschwätzerinnen, die immer und überall meinen, ihr Sexleben ausbreiten zu müssen und über den jeweiligen Partner abzulästern) oft der Psychohygiene von Frauen dient, wenn sie mit einer guten Freundin über die Partnerschaft sprechen können. Ich habe auch gelernt, dass eine Frau, die bei ihrem Mann auf offene Ohren stösst, das in der Regel nicht tun wird bzw nur im ganz allgemeinen Sinne. Für unglückliche Frauen kann es sehr hilfreich sein, zu sehen, dass das, was sie umtreibt, bei anderen nicht anders ist. Es ist

      • Carolina sagt:

        /2 eine Maximalforderung, die Du hier zum wiederholten Male aufstellst, dass nämlich eine Partnerschaft gefälligst aus immer-kommunikativen, immer-sich-absprechenden und immer-geduldig-aufeinander-eingehenden Partnern besteht. In jeder Partnerschaft gibt es Situationen, manchmal lang-andauernde, in denen die Kommunikation einschläft bzw einer der beiden zunehmend das Gefühl bekommt, nicht gehört zu werden. Da kann eine aussenstehende Person sehr wertvoll sein, um eine andere Perspektive einnehmen zu können bzw zu einer Entscheidung zu kommen. Mir wäre es sehr viel lieber, ein Mann hätte

      • Carolina sagt:

        /2 (sorry, mein) Mann könnte mit einem Freund über etwaige Probleme in unserer Ehe reden als dass er alles in sich hineinfrisst – übrigens ein sehr häufig vorkommendes Problem!

      • Sportpapi sagt:

        „In jeder Partnerschaft gibt es Situationen, manchmal lang-andauernde, in denen die Kommunikation einschläft bzw einer der beiden zunehmend das Gefühl bekommt, nicht gehört zu werden.“ Das stimmt. Und vermutlich könnte dann eine neutrale Aussenstelle sehr viel helfen. Gerade das, neutral, sind aber die guten Freundinnen in der Regel nicht.
        Ausserdem, und das ist der Hauptpunkt, macht es einen Unterschied, eigene Probleme/Befindlichkeiten zu kommunizieren oder Beziehungsprobleme. Gerade wenn man den Partner dafür in erster Linie verantwortlich macht.

      • mila sagt:

        Evt. sollten Sie die Vorstellung von guten Freundinnen ein wenig überdenken, SP – nicht alle unterstützen vorbehaltlos/parteiisch nur eine Sichtweise auf ein Problem. Im Gegenteil, das hilft oft nicht weiter und kann auch unschönzum Bumerang werden. In meinem Freundeskreis sind wir füreinander da und hören einander zu. Aber ich brauche keine Menschen um mich, die alles konspirativ abnicken, was ich sage – für mich wäre das blinde Gefolgschaft, kein Austausch.

      • Sportpapi sagt:

        Hm, mila. Sie haben ja recht. Nicht alle. Und ja, andere wären eigentlich wertvoller. Und doch bleibe ich dabei, dass guten Freundinnen, selbstverständlich, meist der Abstand fehlt, ein Problem objektiv zu betrachten und nicht Partei zu ergreifen. Aber wir sind ja mittlerweile sowieso weit vom Thema abgekommen.

      • Susi sagt:

        @S.P. Ich muss da auch widersprechen: Kommt in meinem Freundeskreis tatsächlich mal jemand mit einem Beziehungsproblem, dann lästert man ganz sicher nicht über den Partner ab. Ich bin mit den meisten Partnern meiner Freundinnen ebenfalls befreundet und sie mit meinem. Da versucht man immer auch die Sicht des Nicht-Anwesenden einzunehmen. Und ist wohlwollend und konstruktiv.
        Sowas sollte eigentlich selbstverständlich sein unter reifen Menschen.

      • mila sagt:

        Genau, Susi.

      • Sportpapi sagt:

        Das freut mich für euch (und eure Männer).

    • 13 sagt:

      Mir bleibt auch die Luft weg. Nicht nur von der völlig überzogenen Ansicht des Autors der eigene Wunderknabe besitze mit 15 Monaten die kognitive Fähigkeit zur Manipulation, sondern nun wieder mal von der Ansammlung von Menschen, die ihre Meinung lieber auf Vorurteile als echte Erfahrungswerte stützen. Ich schlafe seit fast 7 Jahren im Familienbett und habe keine Ahnung, wovon Sie sprechen. Stattdessen bedauere ich Paare deren Beziehungsqualität tatsächlich von der Schlafkonstellation abhängt. Ob diese trotz reinem Ehebett halten werden?

      • Zu Ihrer Beruhigung und damit Sie wieder Luft bekommen: Auch die Passage mit der Manipulation/Machtdemonstration war nicht durch und durch ernst gemeint.

      • Muttis Liebling sagt:

        Dennoch sollte man einem 15 Monatigen nicht die Kompetenz zur Manipulation bestreiten. Die können das.
        Wie schon Picasso sagte: Jedes Kind ist ein Künstler. Es ist nur nicht einfach, sich diese Kompetenz als Erwachsener zu erhalten.

      • 13 sagt:

        Herr Tschanen, mir ist die Ironie nicht entgangen. Im Gegensatz zu ihren anderen Beiträgen, fand ich sie diesmal nicht sehr komisch. Vielleicht, weil diese Vorurteile immer noch sehr präsent sind, nicht nur beim Thema schlafen. Bei zu vielen Eltern kriege ich das Gefühl ihr Kind als Feind zu betrachten, den man bekämpfen muss. Vom ersten Tag an. Die Frage ist nur, was dann der Grund des Kinderwunsches ist? Streitlust?

      • Sportpapi sagt:

        @13: Der Kinderwunsch liegt wohl in den Genen. Und äussert sich darin, einem Kind die bestmöglichen Voraussetzungen zu bieten für ein gesundes, glückliches Aufwachsen. Aber auch es zu erziehen, damit es in unserer Gesellschaft seinen Platz, vielleicht sogar einen guten Platz findet.
        Es ist nun billig, Leuten mit anderen Erziehungsidealen als Ihren, unabhängig zudem vom erreichten Resultat, einfach zu unterstellen, sie würden ihre Kinder irgendwie nicht oder zu wenig lieben. Nur weil sie es auch aus Sicht der Kinder nicht gut finden, diese zu kleinen Prinzen zu erziehen.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Wo habe ich was von Liebe geschrieben und wie kommen Sie darauf, dass meine Kinder den Prinzenstatus geniessen? Ich habe nur die Frage gestellt, warum man sich Kinder „antut“, wenn man dauernd damit beschäftigt ist, sich mit ihnen zu streiten, sich durchzusetzen und sehnsüchtig darauf wartet, dass sie abends im eigenen Bett liegen, um die Zweisamkeit geniessen zu können. würde ich sie so sehen, hätte ich keine und weder Familienbett noch fehlende Zeit für Zweisamkeit wären ein Thema!

    • A.K. sagt:

      Zur Buchempfehlung von Sofie sei folgende Information anzufügen: Schlaftraining kann zu späteren lebenslangen Schlafproblemen führen. Einfach, dass Sie das wissen liebe Eltern von kleinen Babys.
      Wer seine Kinder respektvoll und bedürfnisorientiert erziehen will, sei beruhigt- die meisten Kinder sind mit 3 reif für das eigene Bett und ziehen stolz in ihr eigenes Zimmer um. Kenne viele solche Kinder. Deren Eltern haben es nicht bereut.
      Es gibt aber viele Eltern, die es auch später noch bereuen, die Kinder schreien gelassen zu haben (ist ja auch sehr hart für die Eltern)

      • Sportpapi sagt:

        Ah, was Sie alles wissen. Jede Nacht schreiende Kinder führen definitiv zu Schlafproblemen. Bei allen Beteiligten.

      • A.K. sagt:

        Ja Sportpapi – jede Nacht schreiende Kinder führt wirklich zu schlaflosen Nächten bei allen! Deshalb würde ich mir so ein Unsinn wie Schlaftraining auch nie antun. Wir schlafen alle friedlich, weil wir nicht unrealistische Erwartunegn an Babys haben, sondern schlicht eingesehen haben, dass Kinder wenn sie ganz klein sind oft noch Körperkontakt brauchen oder zumindest die Eltern in der Nacht neben sich hören müssen, um beruhigt und entspannt zu schlafen. Bei uns weint kein Kind nachts.
        Ja toll, dass man auch Wissenswertes auf solchen Blogs teilen kann. So werden wir alle noch schlauer 😉

      • Franz Vontobel sagt:

        Sportpapi hat’s gar nicht gern, wenn ihm jemand seine Position als Alles-Besser-Wisser streitig zu machen versucht – und sei das auch nur andeutungsweise. Da wird er jeweils gleich etwas buschig… 😀

      • A.K. sagt:

        In meinem Bekanntenkreis z.B. hat es mehrere Leute die nur noch mit Schlaftabletten oder sonst irgendeinem Mittelchen schlafen können. Mir ist aufgefallen,das sind fast alles Erstgeborene… Und alle wurden als Babys im Kinderzimmer allein gelassen. Wahrscheinlich hat sich das tief ins (Achtung Sportpapi- bitte hinsetzten) Unterbewusstsein gebrannt, dieses Gefühl von imStich gelassen werden wenn man nachts schutzlos und allein isoliert im Käfig – pardon- im Gitterbett 😉 liegt. Die Zweitgeborenen mussten wenigstens nicht allein schlafen sondern hatten das grössere Geschwister im Kinderzimmer.

      • A.K. sagt:

        @Franz Vontobel Herrlich! Danke musste grad laut lachen. War baff, dass Sportpapi so eingeschnappt und prompt reagierte.

        Der Mann scheint so etwas wie der BlogPolizist zu sein? Oder arbeitet der für den MamaBlog?

      • Franz Vontobel sagt:

        Ich glaube, er hält sich für sowas wie den fleischgewordenen gesunden Menschenverstand. Und sieht seine eigene Lebensform als Blaupause für „Korrektes Leben“… 😀

        Aber das Hauptproblem ist seine absolute Humorlosigkeit…

      • Sportpapi sagt:

        Hm, Vontobel, ich weiss gerade nicht, was ich mit dem Status humorlos anfangen soll. Und: verwechseln Sie nicht Humor mit Zynismus?
        Und nein, ich weiss zwar das eine oder andere, aber nicht alles. Deshalb lese ich nach, wenn ich nicht sicher bin, und bringe Belege für meine Haltung. Wie Sie das letztens auch versuchten. Mit einem völlig unpassenden Link und einem, der ihre Aussage höchstens ansatzweise unterstützte (zumindest wenn man nicht nur den Titel oder die Zusammenfassung liest).
        HIER findet ich A.K.s Aussagen in ihrer Überzeugtheiut schlicht zweifelhaft und unbelegt.

      • A.K. sagt:

        @ Franz Vontobel

        „Fleischgewordenere gesunder Menschenverstand“ Sehr treffend formuliert. Köstlich!

        Danke Franz Vontobel. Mein „Blog-Tag“ ist gerettet 😉 Ich kann mich jetzt wieder frohen Gemütes dem wahren Leben da draussen zuwenden 🙂
        Schönen Tag noch!

      • Sportpapi sagt:

        Hm, ich nehme an, Vontobel wird Sie gleich begleiten, denn „zum faktenfreien Fabulieren fehlt ihm die Zeit“…

      • Widerspenstige sagt:

        Tja Sportpaps, A.K. hat nicht unrecht und ist wohl inzwischen in alle Ritzen des Elterndenkens eingedrungen. Nur bei Dir ist es noch nicht angekommen, was ja niemand wirklich wundert nehme ich mal kühn an. Du solltest etwas weniger über solche Dinge hier Dich auslassen, da Du nur aus Deiner Perspektive hier den Ton angibst.

      • Sportpapi sagt:

        WS: hat er nun recht, oder nicht unrecht?
        Ja dann übernimmt doch mal seinen Job und gib mir irgendeinen Beleg für die Behauptung, dass es einen Zusammenhang zwischen erlebtem Schlaftraining und Schlafproblemen im Erwachsenenalter gibt. Und bitte nicht einfach andere Leute zitieren, die faktenfrei (oder nach Einzelfallstudium) das gleiche behaupten. Ich bin ja durchaus lernbereit, wenn man mir etwas sauber aufzeigen kann…

      • Sportpapi sagt:

        WS: hat er nun recht, oder nicht unrecht?
        Ja dann übernimmt doch mal seinen Job und gib mir irgendeinen Beleg für die Behauptung, dass es einen Zusammenhang zwischen erlebtem Schlaftraining und Schlafproblemen im Erwachsenenalter gibt. Und bitte nicht einfach andere Leute zitieren, die faktenfrei (oder nach Einzelfallstudium) das gleiche behaupten. Ich bin ja durchaus lernbereit, wenn man mir etwas sa uber aufzeigen kann…

      • A.K. sagt:

        Et voilà

        Das Interview mit dem Schlafforscher hab ich zwar nicht gefunden. Dafür das hier – noch besser!
        20 Experten und ihre Meinung zum Pseudo-Ratgeber „Jedes Kind kann schlafen lernen“ in einer Broschüre vereint. Alle 20 raten ab. Mir ist klar, dass das Sportpapi nicht reicht. Denn jeder, der nicht deiner Meinung ist, kann kein Experte sein 😉 Für alle Anderen, die sich interessieren und offen sind für verschiedene Meinungen von Experten und Wissenserweiterung hier ein Link: http://www.fuerkinder.org/files/broschre_kinder_brauchen_uns_auch_nachts_de.pdf

      • Carolina sagt:

        Ach, man muss sich gar nicht für Ratgeber interessieren, sondern man könnte auch einfach sagen, man macht es, wie man es fpr richtig hält – auch wenn SP dagegen ist. Who cares? Auch diese Kinder werden gross, die Welt dreht sich weiter und irgendwann ist es tatsächlich völlig egal, ob SP ‚Recht gehabt hat‘ oder nicht – denn nur darum geht es hier, oder?

      • Sportpapi sagt:

        Lustigerweise, Caro, bin ich es hier, der sich dafür einsetzt, dass jeder es so macht wie er es für richtig hält, und was wirkt, gerade in der Not. Und A.K. vertritt eine resolute Haltung, was nicht geht. Aber warum sich mit so Feinheiten aufhalten, gell?

      • Carolina sagt:

        Ja, gell, SP, es ist wirklich lustig, dass ich tatsächlich wieder mal nicht den Eindruck habe, dass jeder es so machen soll, wie er es für richtig hält – oder liege ich komplett falsch damit, dass Du in zahllosen Einträgen immer wieder – dem Sinn nach – sagtest, wenn es sein muss, macht es halt und lasst Eure Kinder im Elternbett schlafen, aber ICH würde das nie tun und habe damit Recht? Sehr merkwürdig!

      • Sportpapi sagt:

        @Caro: „aber ICH würde das nie tun und habe damit Recht? Sehr merkwürdig!“ Ja, wirklich merkwürdig, was du da – dem Sinn nach – aus meinen Beiträgen herausliest. Aber ja, ich stehe dazu, ich finde es nicht toll, wenn die Bedürfnisse der Eltern vollständig hinter denen der Kindern zurückzustehen haben. Und ich glaube daran, dass man Kindern das eine oder andere beibringen kann und dass es Formen von Schlaftraining gibt, die wirken, ohne die Kinder gleich zu traumatisieren. Einen Versuch ist es jedenfalls wert. Dennoch schlafen unsere Kinder hin und wieder bei uns, weil wir gerade zu faul sind.

      • Sportpapi sagt:

        Um es auf den Punkt zu bringen. Als kritischer Geist ärgert mich jede Wahrheit, die hier verkündet wird, wie z.B. von A.K., und weckt umgehend meinen Widerspruchsgeist. Dass man mir dann vorwirft, Wahrheiten zu verkünden, zeugt in meinen Augen nicht gerade von genauem Lesen. Dass ich andererseits klare Haltungen habe ist klar. In dem Bereich kann man aber ja auch nicht argumentieren, oder?

      • Franz Vontobel sagt:

        …gib mir irgendeinen Beleg für die Behauptung, dass es einen Zusammenhang zwischen erlebtem Schlaftraining und Schlafproblemen im Erwachsenenalter gibt.

        Was ganz klar eine „Haltung“ ist und keinesfalls die Verkündung der Wahrheit „Da gibt es keinen Zusammenhang!“

        Ach ja, der Sportpaps wieder…

      • Sportpapi sagt:

        Vontobel, Sie erscheinen mir eigentlich ganz intelligent. Und in der Lage, Texte zu verstehen. Versuchen Sie es noch einmal.

    • A.K. sagt:

      Noch zum Hintergrund des Buches „Jedes Kind kann schlafen lernen“

      Richard Ferber hatte festgestellt, dass es Eltern gibt, die die Schlafgewohnheiten ihrer Kinder als Folter empfinden. Mit der schrecklichen Folge, dass sie Aggressionen gegen ihre eigenen Kinder entwickeln, die bis zu Mordfantasien reichen. FÜR DIESE EXTREMEN FÄLLE, schlussfolgerte Ferber, muss es einen Ausweg eben, einen Plan, nach dem sich Eltern richten und mit dessen Hilfe Kinder schnell dazu gebracht werden können, so zu schlafen, dass es den Eltern besser geht.
      Ferber empfiehlt die Methode erst für Babys mit 6 Monaten!

      • A.K. sagt:

        Und auch interessant ist: Dr. Ferber hat sich schon längts selsbt von seiner Methode des Schreien-lassens distanziert, weil sie eben nicht nur von Eltern kurz vor dem Durchdrehen und als ultima ratio sondern bereits von vielen als normal angeschaut und angewendet wird.

        Hirnforschung: Mithilfe der modernen Hirnforschung ist es in den letzten Jahren mölgich geworden, nachzuweisen, was beim „kontrollierten Schreienlassen“ passiert: In dem Moment, in dem ein Kind realisiert, dass es verlassen ist, wird die Amygdala der „Gefahrendetektor“ im Gerhin, aktiv: Das Kind beginnt zu weinen. Wird es nun..

      • A.K. sagt:

        Wird es nun prompt und kontinuierlich getröstet und beruhigt, sinkt der Pegel des Stresshormons Cortisol schnell auf Normalmaß. Das Herz schlägt wieder normal, die Atmung wird ruhig, der Körper ist in Balance. Verantwortlich dafür ist der sogenannte Vagusnerv im Gehirnstamm – er ist für die Fähigkeit zur Selbstregulation zuständig. Ein Baby ist noch nicht in der Lage , sich selbst zu beruhigen, es kann diese Fähigkeit nur auf einem Weg entwickeln: indem es immer wieder beruhigt und getröstet wird. So „lernt“ der Vagusnerv, wie das geht: rauskommen aus der Panik und allmählich wieder ruhig..

      • A.K. sagt:

        Wird ein weinendes Kind hingegen weitgehend sich selbst überlassen, wächst die Fähigkeit zur Selbstregulation nicht. Dafür schnellt der Cortisolspiegel so in die Höhe, dass das Gehirn von einer Stresshormonwelle überrollt wird. Das Stressreakionssystem entwickelt eine chronische Überempfindlichkeit. „Für das Kind ist das ein wenig, als ob es eine fehlerhafte Alarmanlage im Kopf hätte, die bei der kleinsten Kleinigkeit losgeht“, erklärt Margot Sunderland, Direktorin der Abteilung Erziehung und Ausbildung am angesehen Centre of Child Mental Health in Londoen. Wie sich ein Schlaflernprogramm ko..

      • A.K. sagt:

        ..konkret auf die Hirnchemie eines einzelnen Kindes auswirkt, vermag natürlich auch sie nicht zu sagen. So verschlimmere sich die Wirkung des „kontrollierten Schreienlassens“, wenn Kinder auch tagsüber immer wieder schmerzhafte Trennungserlebnisse hätten, umgekehrt könne sehr viel Nähe und Zuwendung manche Verletzung ausgleichen.
        Doch generell, so Sunderland, lassen die Ergebnisse einer Vielzahl internationaler Studien aus der Hirnforschung nur einen Schluss zu: „Ein Kind schreien zu lassen, bis es einschläft, setzt es dem Risiko nachteiliger Veränderungen seiner unreifen Gehirnsysteme aus.“

      • A.K. sagt:

        So jetzt lass ich euch in Ruhe. Carolina mir ist klar, dass SP seine Meinung behält- genauso wie ich meine 🙂

        Mir gehts ums Informieren, weil viele frischgebackene Eltern noch nichts von den Risiken gehört haben und die umstrittene Methode wie ein guter Rat verkauft wird, anstatt als letzten Ausweg, wenn Eltern nicht mehr können und keine Unterstützung haben.

        „Die Welt dreht sich immer weiter“- ja auch im Krieg…. Wenn man seinen Beitrag zu einer besseren Welt leisten möchte …dann weist man eben mal auf Missstände und Gefahren hin.

        Mehr: http://www.geburtshauskinder.de/KiSchla.ht

      • Sportpapi sagt:

        Danke, A.K. Ich habe Ihre Links nun verfolgt. Ich stelle fest, dass die meisten Experten eingestehen, dass die Methode erfolgreich ist (also das Kind schlafen lernt in den meisten Fällen). Und damit die Eltern entlastet und die famliiäre Situation entspannt. Dass man das Vorgehen aber aus ethischer Sicht bedenklich findet. Dass man Kind und Eltern Stress aussetzt (unklusive Hormonausschüttung). Und man vermutet, dass dies auch langfristige Konsequenzen hat (unbelegt, wenn ich das richtig sehe).

      • Sportpapi sagt:

        Und ich stelle weiter fest, wenn ich Ihrem Geburtshauslink folge, dass diese Abneigung gegen Konditionierung natürlich einer modernen Haltung entspricht, die sich auch in anderen Bereichen äussert: Mit der Propagierung von Tragen, Langzeitstillen usw. Dazu wird wohl jeder seine eigene Haltung haben (und dazu die Nebenbemerkung: auch meine drei Kinder sind in einem Geburtshaus zur Welt gekommen).

  • Leo Schmidli sagt:

    Unsere beiden Kinder schlafen mit uns im Familienbett. Und wenn ich nachts Kinderfüsse in meinem Gesicht hatte, dann freue ich mich am morgen immer darüber. Es ist so schön, wenn das Kind im Halbschlaf den Kopf hebt und die Eltern sucht, um sich an Brust oder Bauch zu kuscheln. Man braucht halt das richtige Bett…
    Ach ja, ein wenige Monate altes Baby ist triebgesteuert, es kann noch nicht erzogen werden. Es hat auch sein Gründe, warum es nicht alleine schlafen will/kann.

    • Katja sagt:

      Genau Ihrer Meinung. Wir geniessen es sehr, wenn denn unser Sohn mal bei uns schlafen will. So schön, wenn er sich auf der Suche nach Nähe von Mama zu Papa (und allenfalls wieder zurück) rollt ….

  • adlerauge sagt:

    (2/2) Manchmal auch beide, dann muss halt jemand aufstehen und Nr. 2 beruhigen, wenn er das mal braucht. Ich freu mich drauf, wenn sich die nächtlichen Episoden sich auf ein für Nr. 1 unproblematisches Mass reduziert haben, damit die beiden endlich im selben Zimmer schlafen (was sie eigentlich beide super fänden).

  • adlerauge sagt:

    Die Lösung ist einfach: Die Eltern schlafen im Gästebett, oder zumindest während dem Teil der Nacht, wenn Junior tief schläft es eh nicht spitzkriegt.

    Wir haben im Moment das „Problem“, dass Nummer 2 nicht durchschläft im engeren Sinne, also oft mitten in der Nacht zwischen einer halben und zwei Stunden wach ist. Ursprünglich sollte Nr. 2 zu Nummer 1 ins Zimmer, das haben wir uns aber vorübergehend abgeschminkt und Nr. 2 schläft nun halt immer noch in seinem Bettchen im Elternschlafzimmer. Dort schläft, wer auch immer sich seiner erbarmt und der andere Elternteile schläft im Gästebett.

    • armer Schlucker sagt:

      Was für ein Gästebett?

      • adlerauge sagt:

        Alternativ kann auch das Sofa im WZ herhalten. Scheint ja doch recht weit verbreitet zu sein, denn auch arme Schlucker schauen heute Fussball auf einem gefühlt > 100″ Flatscreen, und der passt nun mal nur in ein WZ und ohne Sofa macht’s auch keinen Spass 🙂

      • Heinz sagt:

        Wer hat denn bitte ein Sofa in der Toilette?

    • adlerauge sagt:

      Es soll ja Leute geben, die sogar in einem hundskommunen WC (nicht Badezimmer) einen Monster-Flatscreen hängen haben. Dann wird aber hoffentlich auch der Thron entsprechend feudal sein, dass es sich darauf wenigstens ein Nickerchen halten lässt 🙂
      Für alle anderen ist ein WZ immer noch ein Wohnzimmer.

  • DaddyCool sagt:

    Ist ja aber auch fies, Mama und Papa dürfen zusammen im Bett liegen. Unser ältester hat es einmal auf den Punkt gebracht: “ Ich will auch einen Menschen in meinem Zimmer!“ Unsere 3 Kinder haben aber immer im eigenen Bett und im eigenen Zimmer geschlafen. Vielleicht hatten wir einfach Glück, ich glaube aber eher wir waren konsequent. Familienkuscheln am morgen gab’s natürlich trotzdem.

  • Aaahahaha. Sehr schön. Also der Reihe nach: Der Brecht ist eine Tochter (danke Susi), ein Bart macht noch keinen Hipster und Bochum keinen Kosmopoliten. So jung bin ich auch nicht mehr und welche Privilegien soll ich verloren haben? Ausgang zumindest habe ich nie gemocht. Der Kinderwunsch kam übrigens mindestens so sehr von mir wie von meiner Frau. Und die lässt sich nicht gehen, sie wird immer hübscher, klüger und witziger. Und sie liest hier mit.

  • Sportpapi sagt:

    Nun ja, man kann es mit Humor nehmen. Oder der Meinung sein: jedem das seine. Oder einfach kräftig den Kopf schütteln.

  • Georg sagt:

    Was kann denn schon G’scheites kommen von einem der twittert… Ist mir vordergründig betrachtet wurscht, wo die Leute ihre Goofen schlafen lassen. Beim zweiten Gedanken jedoch überlege ich mir, ob sie dem Nachwuchs immer und überall den Willen lassen. Ich befürchte es. Dann ist es mir nicht mehr wurscht, denn so zieht man rücksichtslose, egoistische, egozentrische Rüpel heran, und weil die das Elternschlafzimmer und damit das Elternhaus irgendwann mal verlassen (wohl im Alter von etwa 38), besteht die Gefahr, dass ich ihnen begegne. Und solchen Zeitgenossen mag ich überhaupt nicht begegnen.

    • Anja sagt:

      Könnte aber auch sein, dass so ein Mensch ein sozialer, liebenswerter Zeitgenosse ist, weil seine Bedürfnisse als Baby ernst genommen wurden und sein Wille nicht mit Gewalt gebrochen wurde, er keine Todesängste erleiden musste weil er sich allein gelassen fühlte. Viele Babys geben das Schreien irgendwann einmal auf, weil sie resignieren und erkannen hat dass doch keiner kommt wenn er wen braucht. Zwischen Willen lassen und Bedürfnisse ernst nehmen ist halt doch ein großer Unterschied!

      • Sportpapi sagt:

        Deshalb ist unsere Generation ja eine solche Ansammlung asozialer, nicht liebenswerter Zeitgenossen geworden…

    • Franz Vontobel sagt:

      Mh. Georg, wenn ich ihren Rant so lese, erlauben sie mir die Frage: Sie haben immer im Elternbett geschlafen, stimmt’s?

  • Susi sagt:

    @bela: „Der Sohn heisst Brecht“

    Der Brecht ist im Fall eine Tochter.

    • Kathy sagt:

      Oh das wird aber viel interpretiert.. wo ist die Furie? Der Blog ist lustig geschrieben und unterhält, schade siehst du das nicht.

  • Ulrich Gassner sagt:

    Schlecht geschlafen?

    • Georg sagt:

      Haha! Nein, Ulrich Gassner, Bela S. hat nicht „schlecht geschlafen“, sondern sehr ausgeschlafen und aufmerksam erkannt, was abläuft…

    • Susi sagt:

      @Georg: Nein, Bela S. hat einfach den Tschannenschen Humor nicht verstanden.

    • Stranger sagt:

      Humor? Hummooor? Schibts ja gar nüscht, Humor!

      Ausserdem heisst ein Familienbett NIXPOPEN. Gibt’s in der IKEA jetzt im Sonderangebot, zusammen mit einer Familienpackung Grablichter…

    • Franz Vontobel sagt:

      Dafür gibt’s ja das Kinderbett GUTVIK…

      Ja, wir wissen alle, dass das mit Ironie und Humor nicht so ihre Stärke ist, Stranger…

    • Stranger sagt:

      Leider wissen das nicht alle. Immer wieder wird mir gemeinerweise Humorbegabung unterstellt. Gegen diese schmählichen Behauptungen muss ich mich entschieden zur Wehr setzen. Zum Lächeln gehe ich in den Keller. Lachen muss ich zum Glück nie.

    • Franz Vontobel sagt:

      Ich kann sie beruhigen: Mindestens von meiner Seite her gerieten sie noch nie in den Verdacht, Humor zu haben. Werde das auch gerne bezeugen.

    • Alpöhi sagt:

      @Stranger
      Nixpopen? Ach was. Alles eine Sache der Gewöhnung. Warum sollte sich ein dreimonatiger Pfupf an so etwas stören?

    • Stranger sagt:

      Danke, Vontobel, wusste doch, man kann sich auf seine Freunde verlassen.

    • Franz Vontobel sagt:

      Naja, „Freund“ ist jetzt schon ein etwas grosses Wort – aber das ist wohl mein persönliches Problem und kommt wohl daher, dass ich noch aus der Prä-Facebook-Generation stamme, als das Wort noch eine andere Bedeutung hatte…

  • Gregor Meyer sagt:

    NE-VER! Haltet mich für autoritär, aber das kommt ud kam bei uns nie in die Tüte. Dem Kind solch eine dominante Position zuzugestehen. Viel Vergnügen, wenn es denn mal älter ist. Haben Sie das Gefühl, Nein-Sagen wird mit zunehmenden Alter einfacher. Wie sagten Sie doch so passend: LOL!

    • Ok, ich halte Sie für autoritär.

      • Gregor Meyer sagt:

        Und weiter, Herr Tschannen? Ist dies verwerflich oder entspricht es nicht Ihrer Erziehungsmethode? Was folgt denn aus Ihrer Schlussfolgerung? Weder meine Frau noch ich lassen uns eben gerne von den Kindern terrorisieren.

      • Franz Vontobel sagt:

        Ok, Herr Meyer, sie haben auch mich überzeugt: auch ich halte sie für autoritär.

      • Gregor Meyer sagt:

        Gratuliere, Herr Vontobel! Das ist ja grossartig, sogar Sie (!) habe ich überzeugt. Na dann! Und jetzt?

      • Nein Herr Meyer, „autoritär“ entspricht nicht meiner Erziehungsmethode. Zumindest nicht nach ihrer anscheinenden Definition. Ich versuche mein Kind entlang der Linie „pragmatisch, liebevoll, aufklärerisch“ zu erziehen. Das heisst nicht, dass es alles darf und terrorisieren lasse ich mich auch nicht gerne. Passiert aber auch nicht oft, da ich meinem Kindern verboten habe, ein Terrorcamp zu besuchen. Da bin ich dann schon streng.

  • Hans-Peter Scheidegger sagt:

    Selber schuld, wenn man sein Kind Brecht nennt. Der war ja auch sehr renitent!

    • Muttis Liebling sagt:

      Brecht war nicht renitent, sondern gehörte wie Martin Luther und Karl Marx, Karl May einer sehr seltenen Kategorie Sozialwesen an, welche Herrn Tschannen wohl als Ziel vor Augen schwebt

      1. Erfolgreiche Mietschreiber
      2. Vielweiberer
      3. Sonstigen Lastern wie Fr- Essen und Saufen sehr zugetan.

  • G. Mayfair sagt:

    Immer super solche Beiträge zu lesen wenn man selber in ca. 4 Wochen Eltern wird. Wir haben uns ein Beistellbettchen organisiert und möchten aber dann (so Baby will) auch möglichst bald den Nachwuchs ans eigene Bettchen gewöhnen..mal schauen wie die Umsetzung der Theorie in die Praxis gelingt (war noch nie meine Stärke).

    • mira sagt:

      Wir hatten bei beiden Kindern auch ein Beistellbettchen und das war super. Die Grosse zog dann mit ca 6 Monaten ins eigene Zimmer (da eh immer durchgeschlafen), der Kleinere mit ca. 1 Jahr. Hat beides super funkioniert. Den Kindern war egal, wo sie geschlafen hatten, wichtig war nur, dass ich beim Einschlafen jeweils dabei war!! Der Knackpunkt bei uns war nicht der Ort, sondern die Nähe der Mutter beim Einschlafen.

      Jetzt sind sie 3 und 6 und schlafen beide nach Gutenachgeschichte und Singen auch ohne mich problemlos ein.

      Alles Gute für den Nachwuchs!! Das wird schon!!

  • Mike P. sagt:

    Herrlich – auch wir haben teilweise ein Familienbett, je nach dem, welches unserer drei Kleinen sich bei uns „einschleicht“.
    Aber hey – mit 20 schlafen sie garantiert im eigenen Bett. Also Augen zu und durch, meist löst sich das eh von selber.
    Ach ja, wir nutzen seit kurzem Kindermatratzen, die wir rechts und links vom Bett hinlegen – für die Kinder, nicht für uns 🙂
    Wurde von den älteren beiden wunderbar akzeptiert, immerhin 🙂 Die jüngste übt noch das Querliegen und Bodychecken, die Fortschritte sind beeindruckend…

  • Rémy sagt:

    Aber ein Kinderzimmer gibt’s doch bei euch? Wieso dann auf dem Sofa/Teppich schlafen? Wieso nicht ein Inserat aufgeben fürs SNIGLAR, mit dem Geld ein zweites MALM kaufen, das ins Kinderzimmer stellen und wenn der kleine schläft, sich elegant ins Kinderzimmer verziehen und dort die schönen Stunden bevor der kleine da war wieder aufleben lassen.

    • John Galt sagt:

      Ja, habe mir dasselbe gerade auch gedacht…

    • Eine interessante Lösung, die man sogar noch weiterentwickeln könnte: Statt Elternschlafzimmer und Kinderzimmer zwei identisch ausgestattete Schlafzimmer einrichten. Das Kinderzimmer ist dann immer per Definition das, in dem das Kind einschläft.

      Bei uns leider nicht machbar. Zwar haben wir ein Kinderzimmer, mussten aber nach dem Einzug feststellen, dass es sich nicht zum drin schlafen eignet. SNIGLAR steht/stand deshalb neben MALM im Elternschlafzimmer und der Brecht muss bis zu seinem Auszug bei uns schlafen. Das ist dann gleichzeitig unsere Rache fürs Familienbett.

  • Ina sagt:

    Ob freiwilliges oder unfreiwilliges Familienbett… Bitte klärt mich auf: wie ist es da noch möglich intim zu sein? Ich meine, theoretisch ist es ja möglich wenn das Kind schläft und nichts mitbekommt… Aber praktisch… Also ich könnte wohl nicht so in Stimmung kommen. Wie geht das? Bin glücklich dass unsere zweijährige in ihrem Bett schläft.

    • Man ist dann entweder abwechselnd auf dem Sofa und dem Küchentisch intim oder im Familienbett, wenn das Baby Nachmittags auf dem Sofa schläft. Oder man schiebt das Baby in seinen Tiefschlafphasen an den Rand des Familienbettes und nutzt die Restfläche und die kurze Restzeit des Tiefschlafes.

    • Susi sagt:

      Ina: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, die Stube tut’s auch. Bei uns war es auch so, dass sich die Prinzessin im Ehebett breit machte, während wir uns mit dem Fitnessmätteli oder dem Sofa begnügten. Tipp: Ein Fitnessmätteli ist viel besser als ein Yogamätteli, das Yogamätteli ist zu hart an den Knien. Und es muss ein gutes Fitnessmätteli sein, und die kosten halt ihr Geld, aber die Investition lohnt sich für die vielen Jahre.
      Unsere Tochter kommt jetzt in die Schule und seit Mai will sie partout im eigenen Bett schlafen. 😀

      • Sportpapi sagt:

        Es ist allerdings zu befürchten, dass so auch der Wille abnimmt… Gerade wenn nicht beide Eltern einer Meinung sind, was das Thema Familienbett anbelangt.

      • Sportpapi sagt:

        Zum anderen hüte ich mich, etwas zu sagen und hoffe einfach, dass das nicht wirklich ernst gemeint ist.

      • Susi sagt:

        Dass was nicht ernst gemeint ist?

      • Sportpapi sagt:

        Die ganze Geschichte mit dem Teufel, von dem sich erwachsene Menschen tyrannisieren lassen. Und das irgendwie auch noch lustig finden.

      • Also mein Blogbeitrag ist selbstverständlich zu 100% ernst gemeint und nicht überspitzt. Eher noch etwas abgeschwächt und verharmlost.

      • Susi sagt:

        @SP: Ich hab’s nicht als Tyrannisierung empfunden, denn wir liessen nie das Kind bestimmen, wo es schläft. Im ersten Jahr hielten wir uns an die Empfehlung, dass das Baby nicht allein in einem Zimmer schlafen sollte. Dann bekam sie ihr eigenes Bett und schlief im eigenen Zimmer. Irgendwann hatte ich wieder das Bedürfnis, sie nachts bei mir zu haben, dann schlief sie im Elternbett. Was sie nie tat/tut, war mitten in der Nacht das Bett wechseln, die schläft einfach durch.

      • Stranger sagt:

        Klar. Nur dieser Diskussionsbeitrag ist masslos übertrieben, gell Markus.

      • Carolina sagt:

        SP: Dann oute ich mich mal und sage, dass ich den heutigen Beitrag sehr lustig fand – und danke, dafür brauche ich Dein Mitleid nicht. Wenn die Dinge eben nicht so gradlinig und klar sind, wenn man aus purer Erschöpfung den ‚leichteren‘ Weg wählt und bislang alle Versuche, das Kind ins eigene Bett zu bekommen, gescheitert sind, weil man für Konsequenz keine Kraft mehr aufbringt – dann, ja dann, finde ich es schön, dass es Menschen wie M gibt, die mit Humor solche Dinge satirisch überspitzen und den mahnenden Zeigefinger eingestreckt lassen! Die helfen einem in der Situation mehr als der

      • Carolina sagt:

        /2 xte Erziehungsratgeber und vor allem die Besserwisserei der lieben Mitmenschen.

      • Sportpapi sagt:

        Mein Mitleid? Wofür? Ich fand die traurige Geschichte ja auch lustig geschrieben.
        Mein Mitleid hast du für den offenbar erlebten ständigen Schlaf- und Sexentzug. Und allenfalls dafür, dass du dafür deine konsequente Erziehung aufgegeben hast. Ob das sinnvoll ist, oder es sich (mit weiterhin, aber länger andauerndem Schlaf- und Sexentzug) rächt, muss man halt jeweils sehen.

      • Carolina sagt:

        SP: Wenn ich jetzt sage ‚genau das meine ich‘, kannst Du sowieso nichts damit anfangen, oder? Also vergiss es einfach!

      • Sportpapi sagt:

        Hm, Caro: Du fandest es nötig, mir wieder einmal aus heiterem Himmel einen Schuppser zu geben, und bist dann irritiert und verärgert, dass ich – durchaus vernünftig, finde ich – antworte? Du hast da offenbar ein Problem, das du mal analysieren solltest.

      • Marco sagt:

        @Susi „Irgendwann hatte ich wieder das Bedürfnis, sie nachts bei mir zu haben, dann schlief sie im Elternbett“.
        Das meinst du jetzt nicht ernst, oder?

      • Susi sagt:

        @Marco: Doch, das meine ich im Ernst. Wir hatten einen Schicksalsschlag mit der zweiten Tochter und danach war ich dermassen zerrüttet, dass ich nachts mehrmals aufstand, um zu schauen, ob mein verbliebenes Kind noch atmet. Da war es für mich halt einfacher, sie gleich bei mir zu haben. Ihr spielte es keine Rolle, wo sie schlief.

    • Muttis Liebling sagt:

      In der persischen Variante ist brecht auch ein Mädchen und bleibt im Elternbett. Die Mutter zieht ins Kinderzimmer.

      • Widerspenstige sagt:

        Aber im Kinderbett ist es einfach zu eng geworden, da bin ich halt zeitweise auf die bequeme Couch im Wohnzimmer gezügelt, wenn das breite Ehebett ‚belegt‘ war. 😉

      • Muttis Liebling sagt:

        WS, meine Bemerkung zielte auf eine Besonderheit im genannten Kulturkreis, wo die Mutter bisweilen nur das Mittel zum Zweck – Tochter – ist und diese, also die Mutter, ab einem bestimmten Zeitpunkt für immer nicht nur ins Kinderzimmer verschwindet.

      • Widerspenstige sagt:

        Huch, Mothers Biest! An welches persische Märchen hast Du dabei gedacht? Ich darf das Wort nicht schreiben, an welches ich dabei dachte, sonst wird das wieder im off unters Kopfkissen gelegt…

  • Martina sagt:

    Genial geschrieben! Habe laut gelacht… Danke!!!

    • Karin sagt:

      Dem schliesse ich mich an! 🙂
      Es ist einfach so, dass Theorie und Praxis auseinanderklaffen…
      Unser Bett war lange Familienbett, aber wenn ich zurückschaue, sind es doch kurze Jahre!
      Unsere Älteste war bis in die 1. Klasse bei uns, der erste Sohn bis zum Kindergarten (je nach Tageserleben aber noch viel länger sporadisch), der zweite nur ca. 3 Jahre (nachher schliefen aber oft zwei Kids im gleichen Bett, wenn ich morgens wecken ging) und der Jüngste kommt mit 10 Jahren immer noch ab und zu gerne zu uns.
      Umso entspannter man auch dieses Thema angeht, umso besser für alle!

      • Sportpapi sagt:

        „Umso entspannter man auch dieses Thema angeht, umso besser für alle!“ Vielleicht stimmt das sogar. Nach dem, was ich so höre, quartieren sich aber öfters die Väter aus, weil sie arbeitsbedingt dringend Schlaf brauchen, und die Frauen stöhnen über den Schlafentzug und die Kinder, die sie nächtelang wach halten. Und spätestens dann wäre es doch angesagt, dem Schrecken ein Ende zu bereiten, auch wenn es hart ist.

  • Stolzer Papi sagt:

    Unser Sohn ist jetzt 4 Monate alt und schläft problemlos in seinem eigenen Zimmer. Wir hatten ihn erst in einem Beistellbettchen bei uns (damit geht das Stillen sehr einfach und schonend) und aber sofort angefangen ihn an sein eigenes Bettchen zu gewöhnen, indem wir ihn auch am Tag z.B. nach dem Wickeln (was in seinem Zimmer erledigt wird) hineingelegt haben. Zudem ist das Bett bequem mit Fell und dünnem Leintuch darüber ausgestattet. Als er dann anfing mehr oder weniger durchzuschlafen wurde er fix in sein Bett verlegt. Morgens darf er dann immer zu uns ins Bett für’s Familienkuscheln 🙂

    • Bada sagt:

      Ach ja, unser Sohn schlief mit 6 Monaten auch problemlos in seinem eigenen Zimmer – ein paar Monate später, nach zwei schlaflosen Wochen, Stand sein Bettchen wieder nebem Elternbett… Verlassen Sie sich besser nicht zu fest auf Ihr Glück 😉

      • Stolzer Papi sagt:

        Das ist schon klar, dass sich immer mal wieder was ändern kann. Ich finde es aber generell eine falsche Einstellung, wenn man frischgebackene Eltern quasi belehrend darauf hinweist „freu Dich nicht zu früh“. Was bringt diese „Angstmacherei“? Nix. Darauf habe ich jeweils eine ganz einfache Antwort: „ja, ist schon klar. Aber ich geniesse jeden Moment der einfach war und tanke somit Kraft für die möglicherweise(!) noch kommenden schwierigen.“ Aber man kann natürlich auch permanent in Sorge vor der Zukunft leben… bislang wurde noch kein einziger der zahlreichen Kommentare bei uns Realität!

  • Reincarnation of XY sagt:

    Ganz ehrlich Herr Tschannen und liebe Mitkommentatoren, ihr tut mir Leid.
    Erziehung beginnt bei mir genau da. Baby schläft in seinem Bett. Da muss es durch und das geht auch.
    Später kommt das Kind noch oft genug ins Bett der Eltern. Wegen Gewitter, schwarzen Mann, Stechmücken, Orks oder Dementoren – oder es kommt am Morgen zum Kuscheln.
    Verbundenheit geschieht durch Beziehung. Aber eins muss dem Baby von Anfang an klar sein: Eltern haben auch ihre Rechte und auch ihr Recht auf Privatsphäre.

    • Brunhild Steiner sagt:

      Ich vertrete zwar auch eher klare Linien, aber bei diesem Thema würd ich mich irgendwann eher den Umständen anpassen, interessant wär ja rauszufinden an was genau es liegt- wenn Kleinkind immer noch ins Elternbett will obwohl sich die Eltern inzwischen ausgelagert haben? Genügte vielleicht einfach derselbe Raum? „Mit 15 wird das vorbei sein“ hab ich mir jedenfalls auch paarmal zur Ermutigung gesagt, verbunden mit „das wirst du dann nie mehr haben, geniess es doch“; ich schätz mal „der“ Brecht wird noch für viele positive Überraschungen sorgen 🙂

      • Muttis Liebling sagt:

        Brunhild, der eine Satz ‚Genügte vielleicht einfach derselbe Raum?‘ erhellt die Situation. Das Familienbett erschein erst so spät in der Sozialevolution, weil es zwei Voraussetzungen braucht:
        1. Die Wohnung ist derart überdimensioniert, das ein Maximalabstand von 3m Luftlinie zwischen Kopf der Mutter und dem die Kindes übertroffen werden kann und sich in dieser Luftlinie akustische oder visuelle Hindernisse befinden können.
        2. Es ist überhaupt üblich, jeder Person ein Bett zuzuteilen.

        Zuvor gab es das nur in den Schlafbaracken der Arbeitslager, ein Holzboden 3x4m für 20 Gefangene.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Muttis Liebling

        „1. Die Wohnung ist derart überdimensioniert, das ein Maximalabstand von 3m Luftlinie zwischen Kopf der Mutter und dem die Kindes übertroffen werden kann und sich in dieser Luftlinie akustische oder visuelle Hindernisse befinden können.“
        🙂
        und dem Rest stimme ich natürlich ebenfalls zu

    • Denkenfür5rappen sagt:

      Ja genau, die Orks und Dementoren und noch anderes Getier sorgen nach aufregender Abendliteratur für solche Wanderungen oder aber die Aufregung um den nächsten Schultag.
      Allerdings hatten wir nie eine „Du schläfst im eigenen Bett“ Doktrin. Vielleicht würde er heute seltener kommen. Allerdings hatte der zweite Sohn nie das Bedürfnis nach dem Familienbett, der schläft lieber allein oder aber er holt sich den grossen Bruder ins Bett, was der als passionierter Familienbettschläfer toll findet. Man weiss ja doch nie wie es richtig ist, man kann sich ein „immer“ oder „nie“ also sparen.

      • Malena sagt:

        Wäre doch schade… 😉 „immer“ und „nie“ sind sehr hilfreich dabei, Eltern in zwei Lager einzuteilen: wir, die es richtig machen, und die andern, die es total falsch machen. Selbstbestätigung der eigenen Positionen und Entscheidungen durch Ausblenden von Gegenargumenten, so funktionieren wir nun mal. Sieht man besonders deutlich an Beispielen wie diesen, wo beide Optionen offensichtliche Vor- und Nachteile haben (Nähe zu den Eltern erleichtert das Stillen und beugt Albträumen vor, aber nimmt den Eltern einen Paar-Ort weg).

      • Sportpapi sagt:

        Nun ja, das stillen ist aber doch irgendwann vorbei (dafür hatten wir einen „Babybalkon ans Elternbett angehängt). Und dann wäre meiner Meinung nach das Ziel schon, dass das Kind ins eigene Bett umzieht. Und, nebenbei, auch ohne nächtliches Füttern etc. auskommt.

      • Carolina sagt:

        Danke, Milena, jetzt erst gesehen! Genau das ist es. Dass die meisten Menschen sich irgendwie durchwurschteln, nicht streng nach Erziehungsratgebern gehen, nicht täglich einmal gefasste Prinzipien anwenden (zumal, wenn sie auf dem Zahnfleisch kriechen) hat natürlich in dieser Schwarz-Weiss-Welt keinen Platz – und so spielen ganz viele ganz vielen anderen eine Welt vor, in der sie selber brillieren, konsequent sind und sich damit überhöhen können. Dabei wäre es doch für alle viel hilfreicher, wenn man zwischendurch darüber lachen könnte, wie fehlbar wir doch alle in Wirklichkeit sind.

    • Martin Birrer sagt:

      Tja, ich kenne Beides: Mit unseren ersten Kindern waren wir strikt. Unser Elternbett war tabu für die KInder. War am Anfang etwas schwierig, ging dann aber problemlos. Dann kam die Scheidung und ich habe die Kinder nicht mehr gesehen. Ich habe daraufhin eine neue Familie gegründet. Und ratet mal: Die Kinder kommen wann immer sie wollen zu uns ins Bett. Ich geniesse es, da ich aus Erfahrung weiss, es kann morgen vorbei sein. Auch wenn ich jetzt morgens gerädert aufstehe…

      • Marco sagt:

        Man kann das Leben auch so einrichten, dass man(n) trotz Scheidung die Kinder regelmässig bei sich in der Nacht hat……
        „Ich habe daraufhin eine neue Familie gegründet“ tönt ein wenig wie Business (ist schief gegangen, also probiere ich es nochmals)… Tja.

      • Widerspenstige sagt:

        Martin, Sie erlauben mir die indiskrete Frage bei Ihrem Statement: die Kinder von der jetzigen Partnerin dürfen jetzt ins Elternbett u die früher geborenen Kinder mit der Ex-Partnerin durften das nicht? Wo liegt der Unterschied? Bei Ihnen u bei der Einsicht, beim zweiten(?) Anlauf einer Familiengründung diese Frage tunlichst nicht so stur durchzuziehen wie vorgesehen? Das wäre noch interessant zu erfahren, wo denn der Haken zur Scheidung lag u was dort nicht galt, bei der neuen Beziehung einfach durchgewunken wird. Wieso nicht beim ersten Mal weniger stur sein?

    • maja sagt:

      ist doch aber irgendwie auch komisch, die Eltern wollen zusammenschlafen und ein Baby soll alleine im Kinderzimmer liegen. Getrennte Schlafzimmer werden immer noch misstrauisch beäugt! Ich kannte eine Familie mit 4 Kinder, die konnten sich das leisten, die hatten ein Zimmer nur zum schlafen für die Kinder. Fand ich am Anfang etwas komisch aber als ich darüber nachdachte fand ich es gut. So war keines alleine.

  • Tim Krohn sagt:

    Wir haben oft beide Kinder im Bett und haben es herrlich. Wir haben aber auch drei 90er-Betten aneinander geschnallt, die Eltern aussen, Kind innen. Das Baby je nachdem im eigenen Bettchen oder irgendwo neben Mama. Wir sind morgens erstaunlich ausgeschlafen.

    • Sportpapi sagt:

      Wir haben die Kinder- mittlerweile – meist im Kinderzimmer. Und sind morgens – nicht erstaunlich! – ausgeschlafen.

  • Muttis Liebling sagt:

    Was ist ein Familienbett? Der IKEA- Online Katalog sagt ‚Kein Treffer mit „familienbett“ ‚.

    Ich kennen nur das Familiengrab, ist das Familienbett dessen Einbettung? Dann gehört der Renitente natürlich mit hinein. Aber möglichst nicht gleichzeitig mit den Eltern.

    • Das Familienbett ist ein überbelegtes MALM und wird im Ikeakatalog nicht aufgeführt weil die Belegung einzig Sache der Nutzer ist. Wikipedia weiss ansonsten im Artikel über Co-Sleeping, was ein Familienbett ist. Das Familiengrab ist die logische Fortsetzung für Familien, die sich nie vom Familienbett lösen konnten.

  • Doria Gray sagt:

    Selten so gelacht – danke für diesen Beitrag! Wir haben mehrere Jahre Familienbett mit zwei Kindern hinter uns – absolut freiwillig! Der grösste Vorteil wurde erwähnt: man muss nachts zum Füttern und Wickeln nicht aufstehen. Und keine Angst: mit 12 Jahren schläft niemand mehr bei den Eltern ! Übrigens: die meisten Kinder schlafen mit der Zeit ruhiger…

    • Denkenfür5rappen sagt:

      Unser Sohn kommt auch mit 12 noch häufig in unser Bett. Das tut er aber mittlerweile lautlos und berührungsfrei. Er liegt wie eine Säule zwischen uns. Vollprofi halt…;-)

      • Lichtblau sagt:

        Und die Kommentare – z. B von „Denken …“ – sind natürlich auch der Hammer.

  • Bea sagt:

    Tja die lieben Kinderchen. Wir haben 3, unterdessen gross. Bei uns mussten die Kinder in ihren Betten einschlafen durften in der Nacht aber immer zu uns kommen. Zuerst war es immer spannend am Morgen zu schauen, wer in welchem Bett schlief. Sicherlich nicht wir Eltern in unserem da waren ja die Kinder. Dann haben wir Matratzen in unserem Zimmer am Boden verteilt. Die Kinder durften in der Nacht immer zu uns kommen aber nicht mehr in unser Bett. Das hat super geklappt. Tja unterdessen sind diese Zeiten vorbei. Glaubt mir, es kommt besser, na ja in Bezug auf das Schlafen schon

  • Daniel Heutschi sagt:

    Guten tag!
    Welcome in the reality! Unser sohn war auch bei und im elternbett, weiss gar nicht mehr wieviele jahre… Er ist heute 20ig. Wenn man bedenkt, dass die ersten jahre immens wichtig ist, kann ich nur alle eltern dazu auffordern sich dafür zu entscheiden! Auch da meistens der vater oft von zuhause weg ist gibt man dem kind so viel möglichkeit ihn wahrzunehmen. Mein sohn und ich haben eine tiefe bindung, welche jede sekunde meiner bei ihm rechtfertigt. Wer kinder will welche nicht kinder sein dürfen, soll es besser sein lassen! Kinder auf die welt vorzubereiten ist harte kochenarbeit!

    • Kathy sagt:

      Du bist ja ein lustiger.. Wenn ich mir vorstelle, dass wir vier bei meinen Eltern im Bett geschlafen hätten, packt mich das nackte Grausen. Die Qualität des Schlafes ist wichtig, nicht nur der der Kinder, sondern auch der Eltern.

  • Cat sagt:

    Ein mir wohlbekanntes Problem. Unser Sohn wird im Dezember drei und schläft noch immer im Elternbett… Alles versucht, was kurzzeitig funktioniert, endet schnell wieder bei Mama und Papa. So kann das doch nicht weitergehen. Aber wir haben wieder mal resigniert und diese Geschichte aufgeschoben. Immerhin schlaft er in seinem Bett nach viel Theater und noch einmal trinken und noch einmal und Bussi und noch einmal trinken. Nach ca. 2 Stunden endlich schlafen und der natürlich irrigen Hoffnung das er die ganze Nacht schläft,landet er wieder bei uns… Wir brauchen unser Bett zurück!

  • Kerstin sagt:

    Da scheint jemand wieder eine schlaflose Nacht gehabt zu haben, wenn der Artikel schon so früh in den Morgenstunden erscheint ;-). Dann bleibt es für uns spannend, wenn in ca. einem Monat unser Nachwuchs bei uns erwartet wird…

    Herzliche Grüße aus Heidelberg! Kerstin

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