Die Familienkutsche und das Umweltgewissen

Ein Papablog von Markus Tschannen*

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Ach, schön wars: Mürrisches Autobepacken im Film «Boyhood». Screenshot: Universal Pictures

Manchmal belastet mich die neu gewonnene Verantwortung. Mache ich bei der Pflege alles richtig? Wie geht es ihm gerade? Bei schlechtem Wetter stehe ich am Fenster und schaue besorgt, wie es schutzlos im Regen steht. Als frischer Autobesitzer macht man sich viele Sorgen, das gehört einfach dazu.

Ich muss gestehen, dass ich Autos mag. Ein Autofreak bin ich aber nicht. Aus ökologischen Gründen legte ich mir lange kein motorisiertes Gefährt zu. Nicht einmal ein Töffli besass ich als Jugendlicher, dabei lebte ich in einem Kuhdorf, das man entweder mit dem Poschi, dem Puch Maxi S oder gar nicht verliess.

Nach vielen autofreien Jahren kam das Baby. Drei Monate hielten wir noch ohne Auto aus. Lange Zugfahrten mit viel Gepäck brachten uns schliesslich zum Einknicken. Das Umweltgewissen gab zähneknirschend seinen Segen zum Autokauf, immerhin gilt es jetzt, eine Familie zu transportieren. So zogen wir los und besorgten uns beim Händler unseres Vertrauens einen Gebrauchten.

Wir kamen nach Hause mit dem Klischeeauto für junge, aber bereits spiessige Eltern. Einem Volvo Kombi, sparsam, aber dennoch sportlich. Schwarz mit getönten Scheiben, damit wir des Kindes Antlitz nicht mit diesen fürchterlichen Saugnapfkatzen vor dem gleissend’ Sonnenlicht schützen müssen. Und natürlich supersicher: Das Auto ist dermassen mit Airbags vollgestopft, man muss nur leicht den Randstein touchieren und PENG sitzt man in einem riesigen Popcorn.

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Plastikgartenhaus auf Rädern – Der Renault Espace hat in den 90ern die Jugend unseres Papabloggers geprägt. Foto: Rudolf Stricker/Wikipedia

In meiner Kindheit gab es diese Sportkombis als Familienkutschen noch nicht. Es war die Ära des Minivans. Kurz vor meinem achten Geburtstag kauften meine Eltern einen Renault Espace. Erste Generation, versteht sich. Das Auto sah aus wie ein Gartenschuppen auf Rädern. Später durfte ich erleben, dass es sich auch fuhr wie ein Gartenschuppen auf Rädern. Meine Eltern behielten es nämlich, bis ich von zu Hause auszog. In den 15 Jahren kamen einige automobile Erlebnisse zusammen:

  • Das Auto hatte eine Karosserie aus Kunststoff, und der kleine Markus trug in den 90ern seine Haare lang. Eine statische Horrorkombination. Wenn ich die Tür berührte, flogen die Funken. Noch heute verfolgt mich eine panische Angst vor Autotüren.
  • Wir fuhren oft zu Verwandten ins Berner Oberland. Auf der Rückfahrt führten wir dann einen Laib Bergkäse mit. Der Käsegeruch und die kurvenreichen Strassen führten mir regelmässig die lokalen Spezialitäten wieder vor Augen.
  • In der Pubertät war mir das Auto bisweilen peinlich: Als stolzer Bauer klebte mein Vater einen riesigen Aufkleber mit der Aufschrift «Simmentaler Fleckvieh» auf den Kofferraum. Abnehmen durfte ich ihn nie, trotz wiederholtem Flehen.
  • Die privaten Fahrstunden mit meiner Mutter werde ich auch nie vergessen. Sie krallte ihre Hände in den Sitz und schrie, dass sie sich nie mehr zu mir in ein Auto setzen werde. Und das nur, weil der Gartenschuppen unter meiner Kontrolle etwas Mühe mit der Spurtreue bekundete.

Mir würden noch hundert Geschichten einfallen, denn Familienautos sind zwangsläufig mit Erinnerungen verbunden. Schöne Erinnerungen an Ausflüge und nachträglich romantisierte Erinnerungen an Pannen und Zwischenfälle aller Art. Man war gemeinsam als Familie unterwegs und hat zusammen mit dem Auto viel erlebt.

Die drei illustren Herren von «Top Gear» bauen eine Familienkutsche zum Cabrio um. Quelle: Youtube

Diese Prägung fördert freilich keine autofreie Gesellschaft und so schleicht sich das Umweltgewissen zurück in meinen Kopf: Durch den Besitz einer Familienkutsche glorifiziere ich gegenüber meinem Kind das Verkehrsmittel Auto. Eine Gewissensberuhigung muss her, und ich finde sie im technischen Fortschritt: Nach den Minivans, den Sportkombis und den SUVs wird sich bestimmt bald das Elektroauto zum idealen Familiengefährt mausern. Sobald das Kind kritische Fragen stellen kann, besitzen wir ein Auto, das wir mit unseren eigenen Solarzellen auftanken. So wird sich der Nachwuchs später an eine nicht gänzlich widerspruchsfreie, aber doch einigermassen vernünftige Mobilität erinnern. Das klingt nach einem guten Plan. Alles, was mir noch fehlt, ist ein peinlicher Aufkleber für den Kofferraum. (Und das Auto … und die Solarzellen …)

Liebe Leserinnen und Leser, von «Tschannen, Sie sind ein inkonsequenter grüner Spinner» über «Früher gab es auch keine Airbags und ich bin trotzdem gesund» bis hin zu «Ich wuchs autofrei auf und heute bin ich velosexuell»: Wie auch immer Ihre Kommentare geartet sein mögen, ich freue mich auf die heutige Diskussion.

tschannen*Markus Tschannen lebt mit Frau und Baby wochenweise in Bern und Bochum. Unter dem Pseudonym @souslik nötigt er auf Twitter rund 8000 Follower, an seinem Leben teilzuhaben.

254 Kommentare zu «Die Familienkutsche und das Umweltgewissen»

  • Gritibänz sagt:

    > Lange Zugfahrten mit viel Gepäck brachten uns schliesslich zum Einknicken.

    Wenn ich an unsere Fernfahrten denke, dann muss ich – für mich – sagen: lieber vier Stunden im Zug, wo man Plätze wechseln, spielen, picknicken und spazieren gehen kann, als drei Stunden am Steuer und die Kinder hinten angebunden. Unvergesslich die Wanderung unseres Anderthalbjährigen an die Spitze des Zuges, um die Lok zu sehen, wie er erstaunt durch die offene Türe in die Küche des Speisewagens lugte („Ma, choche“) und dem tamilischen Koch zum Abschied zuwinkte…

  • huhu93 sagt:

    Eine Familienkutsche sollte nicht einfach entsorgt werden. Sollte aber dennoch eine Entsorgung anstehen, sollte diese möglichst fachgerecht und umweltfreundlich erfolgen. Das Unternehmen Auto Verkaufen Schweiz bietet alles rund um den Autoexport und dem Auto Entsorgen an. Dabei wird besonders auf die Qualität der Wiederverwendbarkeit geachtet.

  • Safster sagt:

    Solange Sie Ihre Ideologie nicht Ihrem Lebensstil anpassen, habe ich damit wenig Mühe. Ich stelle nur fest, dass ehemals ökologisch orientierte Leute nach Kinderkriegen sowohl aus der Stadt raus ziehen, sich mindestens ein Auto zulegen und dann auch noch kundtun, sie täten dies den Kindern zuliebe. Ich glaube tatsächlich, dass es sich heute vorzüglich ohne Auto und zwei Kindern in der Stadt leben lässt, sofern man irgend in einer Form Zugang zu einem Auto hat für die wenigen paar Male, in denen Sie etwas transportieren wollen oder sogar in die Ferien fahren. Daher, ja, etwas weich von Ihnen.

    • Grundsätzlich einverstanden. Auf der anderen Seite: Warum sollte man seine Ideologie nicht auch mal im Leben anpassen dürfen? Zuerst Wasser predigen und dann doch Wein trinken geht nicht, das ist klar. Ich habe nie jemandem das Auto abgesprochen, ausser mir selber. Jetzt mit Kind bringt es mir einfach den grösseren Komfortgewinn als es das früher getan hätte. Das hat mit „dem Kind zuliebe“ nichts zu tun, sondern eher mit „mir zuliebe“.

  • Elena sagt:

    egal ob mit oder ohne kind; es ist halt bequem, wenn die kutsche vor der haustür bereitsteht…
    oder: es ist einfach einstellungssache, ob man ohne auto auskommen kann oder nicht.
    kein auto zu haben, ist übrigens nicht nur ressourcenschonender und sparsamer, weil kein auto gebaut und gekauft werden muss, sondern auch, weil man ganz vielen anderen quatsch, den man eigentlich nicht braucht, gar nicht kauft. wenn mans selber heimtragen muss, überlegt man sich oft zweimal, ob man X denn wirklich braucht!

  • gähn gähn sagt:

    Langweilig, langweilig, diese Ausrederei.
    Unsere Kinder sind jetzt volljährig und wir hatten nie einen Führerschein.
    Es geht, wenn man will – wenn man WILL.
    Aber wer ist heute noch wirklich konsequent, man kaschiert dann seine Umfallerei einfach mit einem Deckmäntelchen und posaunt es auch noch in die Welt hinaus.
    Öder geht nimmer …

    • Hotel Papa sagt:

      Ist doch gut so. Keiner muss, jeder darf.

    • Lichtblau sagt:

      Die Ausreden mögen langweilig sein, die Tschannen-Storys sind es nicht. Bochum-Bern, das ist wie Grönemeier-Lauener. Über diesen Spagat würde ich gern mehr lesen. Eins jedenfalls scheint klar: Geschichten aus dem Hause Tschannen kommen hier im Mamablog ausserordentlich gut an.

  • Nemo sagt:

    Ich frage mich nur was ökologisch schlechter ist. Ein Automobil mit fossilem Verbrennungsmotor im Eigentum zu nutzen oder zwischen zwei Wohnsitze im Abstand von 650 Kilometer regelmässig zu pendeln. Unabhängig der gewählten Art der mobilen Fortbewegung, ist diese regelmässige Streckenbewältigung eine Überbelastung des Ökosystems. Die ökologische Doppelmoral entstand nicht bei der Anschaffung des Dieselgefährtes, sondern beim Pendelentscheid. Dieser Pendelentscheid sollte im Fokus des ökologischen Gewissens stehen und nicht fossil oder elektrisch!

    • Sie geisseln mich hart, und ich muss mir das angesichts der Tatsachen auch bieten lassen. Unsere Wohnsituation ist nicht sehr ökologisch. Mobilität über solche Distanzen verursacht in jedem Fall Emissionen. Nun war das weniger ein Entscheid sondern eher eine Altlast (Beruf, Studium) deren Ende durchaus absehbar ist. Es gibt halt manchmal äussere Zwänge aus denen man dann das Beste machen darf.

      • Nemo sagt:

        Eigentlich ging es mir nicht ums Geisseln, sondern um den „Widerspruch im Widerspruch“ :-). Das Gift Moralin treibt uns zu den abstrusesten Taten und Rechtfertigungen. Aber wir Reduzieren alles auf Gut und Böse. Zug = Gut; elektrischer Antrieb = Gut; fossiler Verbrennungsmotor = Böse. Aber statt alles mit der Schwar-Weiss-Brille zu begutachten, sollten wir die vielen Grautöne, welche das Leben zu bieten hat, bewusst geniessen.

  • Bluemechischtli sagt:

    meine Mami hatte früher einen 3-er BMW kombi und dieser wurde in unserer Familie liebevoll „Bluemechischtli“ genannt, weil sie immer die Pflanzen für den Garten darin transportierte (nebst etwa 6 Kindergartenkindern, was heute ja niemals mehr ginge)…und immer wenn ich heute mit meinen Kindern irgendwo fahre und einen Jahrgangsähnlichen BMW sehe, wird mir ganz warm ums Herz ob all dieser schöner Erinnerungen in und um Mami’s Bluemechischtli 😉

  • Bruno Müller sagt:

    Sie tun dem Espace I unrecht. Dieses Auto ist Kult. Klare, schöne Form, sehr praktisch, komfortabel und innovativ. Nur 1200kg Leergewicht. Gute Fahrleistungen, und das Fahrverhalten habe ich auch nicht schlecht in Erinnerung, ausser der Seitenwindempfindlichkeit.
    Ich bin mit 20 mit einem Espace I und der Freundin nach Deutschland in die Ferien. War super…

    • Ich habe das etwas überspitzt formuliert. Der Espace war in der Tat ein tolles Auto. Nur war er in meinem Fall, als ich dann endlich fahren durfte auch schon ein sehr altes Auto und deshalb etwas … bäh.

    • Nina sagt:

      Ich fand’s auch toll. Bis uns einer hinten aufgefahren ist. Plastik war sofort zersplittert und überall quoll so eine Art Wolle raus. Quasi irreparabel. Und ich hab nur gedacht, zum Glück war’s nicht ein richtiger Unfall, mit Wucht und Geschwindigkeit und so…

  • Jan sagt:

    Wir sind Kinderlos und leben auf dem Land. Wir haben uns auf ein Auto beschränkt, weil meine Frau zu Fuss zur Arbeit kann und ich manchmal das Fahrrad nehme. Für die Freizeit wollen wir aber nicht ohne. Wir fahren gerne zu einem beliebigen Zeitpunkt an einen beliebigen Ort, ohne dies gross zu planen. Gestaunt haben wir, als wir unseren Toyota Verso für eine 3 Wöchige Schweden Reise bis unters Dach (Rücksitze runtergeklappt) haben. Wie machen das 4 Köpfige Familien???? Kann schon sein, dass wir es übertreiben, bei Flugreisen nutzen wir die 30kg Freigrenze bis auf das letze Gramm aus.

  • dres sagt:

    Wir fahren deutlich unter 10’000Km im Jahr, das Teil braucht gut 4 Liter Diesel. Nein, diesen Luxus lassen wir uns nicht nehmen, so lange wir ihn bezahlen können. Und auch ferientechnisch dürfte das ökologischer sein als in ein Flugzeug zu sitzen.

  • Michael Perini sagt:

    „Progress is the institutionalized externalization of costs“.

    > Lange Zugfahrten mit viel Gepäck brachten uns schliesslich zum Einknicken.

    Wieso wollen sie überhaupt weg? *Müssen* Sie wegfahren? Ehrlich?

    Achso, ihre Umgebung hat ihnen Flöhe ins Ohr gesetzt und jetzt muss halt ein Auto her. Koste es, was es wolle.

    @Adrian Wehrli: Sie sind Teil des Problems. China baut *alle* Primärenergieerzeuger aus und die Partei hat in ihrem Energiebericht ausdrücklich erwähnt, dass die Anlagen energetisch sich selber erhalten sollen. Unsere Politiker (und Sie) wissen ja nicht einmal um das Problem.

    • Adrian Wehrli sagt:

      „energetisch sich selber erhalten sollen“, ja das Problem sind tatsächlich die Margritlizähler die jeden Humbug glauben. Leider dürfen die wählen, das ist nun der Preis: Eine wahre Volksdemokratie von Hobbyexperten mit Moralkeule.

    • Ich will nicht „weg“. Wir sind seit der Geburt des Kindes noch nie in die Ferien gefahren. Aber wir haben getrennte Wohnsitze und müssen daher notgedrungen in gewissen Abständen (die wir möglichst gross halten) hin und her fahren. Ansonsten hätten wir uns klar kein Auto gekauft. Flöhe hat mir eigentlich niemand ins Ohr gesetzt. Das Auto kostet uns vermutlich nicht mehr als die Zugfahrten, aber natürlich geht die Entscheidung fürs Auto zulasten der Umwelt.

  • Claude Nöthiger sagt:

    Tia man kann sich auch informieren, dann weiss man auch, dass es Erdgasfahrzeuge gibt die in der Schweiz mit hohem Biogas-Anteil fahren. Aber nein man redet sich ein man warte auf das E-Auto welches aber auch Solarbetankt kaum umweltfreundlicher sein wird als ein Biogas betriebener Zafira, Touran, Caddy oder was sonst noch so gibt. Ganz abgesehen davon, dass sich ein Erdgasfahrzeug wie ein normales fahren lässt und man nicht nach dem Badibesuch ins Taxi schwingen muss weil die Batterie leer ist und man nochmals weg muss. Es gibt übrigens auch den Volvo in Erdgas, nur im Moment nicht neu.

    • Stranger sagt:

      Ein normales Elektroauto hat eine Reichweite von zwischen 200 und 300 Kilometern, was ausreicht für den Ausgang nach der Badi. Ich bin aber sehr für die Produktion von Biogas. Ob es für die Mobilität oder die Heizung verbrannt wird, ist der Umwelt aber egal.

      Abgesehen davon: In den Ausgang geht man ja eh mit dem Zug (oder dem Tram oder dem Bus).

      • Claude Nöthiger sagt:

        Die Reichweite von 200 bis 300km ist sehr optimistisch (wenn man nicht den Tesla nimmt, aber als Familienauto wohl eher ungeeignet), eventuell im Sommer im Winter eher nicht. Aber es ging mir mehr um die „Tankzeit“, natürlich reichen normal 150km, aber wenn der Akku leer ist, ist er leer und dann dauert es halt einfach. Zudem ist die Verknappung bei Lithium vorprogrammiert bei einem Boom von E-Autos. Das E-Auto WIRD die Zukunft sein, aber das Speicherproblem muss erst gelöst sein und das kann dauern und falls heute der Strom dazu aus der Steckdose und nicht vom Dach kommt, lieber Benzin fahren

      • Hotel Papa sagt:

        „Zudem ist die Verknappung bei Lithium vorprogrammiert bei einem Boom von E-Autos“

        Nur zu heutigen Preisen. Schon bei einrer verdoppelung des Preises (was Lithium noch nicht in den Status eines Edelmetalls erhebt) loht es sich, Lithium aus Meerwasser zu gewinnen. Diese Quelle ist quasi unerschöpflich.

        Die Benzinkutschen verarbeiten u.A. Platin. Das ist echt ein rarer Werkstoff.

      • Herr Nöthiger, der Tesla (Mod. S und X) ist als 5 – 7-Plätzer mit zwei Kofferräumen durchaus ein Familienauto. Halt eher was für gut verdienende Familien und wegen dem grossen Akku ist die Kritik bezüglich grauer Energie nicht ganz unberechtigt.

      • Stranger sagt:

        Nöthiger, alles jetzt mal ignoriert. Aber zur Wortwahl: was zum Teufel heisst „vorprogrammiert“? Kann man auch nachprogrammieren? Und ist das das Gegenteil des Vorprogrammierens? (Antwort: Nein. Nachprogrammieren ist etwas recht anderes als das normale Programmieren. Und ich kann programmieren, thank you very much)

        Ich gebe Ihnen die Antwort: Man kann nur einfach programmieren. Ein Vor oder Nach braucht es nicht.

        Wer seine Kinder schlägt, der programmiert psychische Probleme. Er programmiert sie nicht „vor“.

    • Sie haben recht, Erd-/Biogas wäre natürlich eine vernünftige Alternative gewesen. Zumindest zum jetztigen Fahrzeug mit Dieselmotor. Längerfristig halte ich das Elektroauto aber für vielversprechender. Ich bin mir durchaus bewusst, dass es ebenfalls seine ökologischen Schwächen hat.

  • Adrian Wehrli sagt:

    … und Margerittliritter. Ganz China und Indien werden auch ein Autöli wollen, und ein Kühlschränkli, und ja, wir hatten die dreckige industralisierung auch und dass dürfen die auch, auch wenn wir den Planeten (dem ist es übrigens pipen-schnurz) mächtig trashen. Lösung? Technologie, technologie und Globale Schadsstoffbörsen. Die globale Schadstoffbörse ist eine utopie, weil kein Konsen möglich ist. Daher: Forschung, Forschung, Forschung. Und aufhören mit dem grünen Ablassscheiss und dem Dauerschlechten Gewissen, das ist nämlich ein mächtiger Teil des Problems.

    • Hotel Papa sagt:

      Kann man eigentlich eine „Ist mir schnurz ob ich die Umwelt verdrecke“ Meinung auch vertreten, ohne zu Unflätigkeiten zu greifen? Andere schaffen doch auch, sachlich verschieden Meinungen zu vertreten.

      • Adrian Wehrli sagt:

        Wohl kaum, da Sie ja soeben mit “Ist mir schnurz ob ich die Umwelt verdrecke” genau dieselbe Unflätigkeiten bewiesen haben.

      • Susi sagt:

        Der Adrian ist halt mängisch ein bitzeli ein Unflat. Wenn er sich dann mal beruhigt hat, ist er aber lustig, dann verzeiht man ihm wieder alles (also, ich auf jeden Fall)!.

      • Stranger sagt:

        Er hat Sie paraphrasiert, Wehrli. Anscheinend geht indifferente Haltung zur Umwelt einher mit niedrigem Aufmerksamkeitsgrad beim Lesen.

    • Adrian Wehrli sagt:

      Nein Stranger. Er hat mich unflätig tituliert. Denn es ist mir nicht schnurz ob ich die Umwelt verdrecke. Anscheinend geht eine moralingeschwängerte Haltung zur Umwelt einher mit niedrigem Aufmerksamkeitsgrad beim Lesen.

      • Sportpapi sagt:

        Die GLP-Idee, man könne die Natur schützen ohne jegliche Einschränkung, nur mit technologischem Fortschritt, ist aber wohl genauso simpel wie die grüne Idee, es gehe vor allem um Verzicht. Weshalb nicht beides, wenn schon? Und weshalb ist ein schlechtes Gewissen Teil des Problems? (dass Ablasshandel ein Schei ss ist, das ist klar. Eben eine Scheinlösung, die nichts verändert)

      • Hotel Papa sagt:

        Tatsache ist, das in diesem Blog bisher sachlich die verschiednesten Meinungen verteten wurden, bis der A.W“. auftrat und unangenehm auffiel.

      • Adrian Wehrli sagt:

        Ui, da ist der sportliche Papi aber etwas „uliidig“, fascht scho quängelig. Und sachlich war hier drin bisher noch nicht viel, das ging eher so: Also ICH bin super weil ICH kein Auto und drumm ICH moralisch überlegen bin ….

      • Sportpapi sagt:

        Das ist die Antwort auf meine Aussage? Da hätte ich nun etwas mehr erwartet. Ansonsten ist es halt so, dass Leute, die Extrempositionen einnehmen, auch entsprechende Reaktionen erhalten.

      • Adrian Wehrli sagt:

        Die Antwort auf Sportpapi: Der beste Umweltschutz ist Wohlstand, dann nämlich zahlt die Bevölkerung dafür. Allein in der Schweiz „geben“ wir jährlich mehr aus für Umweltschutz als für die Armee. Darin eingerecht ist z.B. dass wir nicht unser Abwasser in den See lassen, Filter pflicht sind, Moore ufahren werden …usw…

      • Stranger sagt:

        Moralin? Ich? Wie kommen Sie denn auf diese seltsame Idee? Nein. Ich bin in Bezug auf die Umwelt sehr ideologiefrei. Einfach nicht wissensfrei und meinungsfrei. Aber meine Meinungen sind genau meine und niemandes sonst.

      • Sportpapi sagt:

        Es ist aber auch dieser Wohlstand, der dafür sorgt, dass wir immer mehr Wohnraum benötigen, grössere und schwerer Autos mit immer besserer Ausstattung, immer häufiger und weiter in die Ferien fahren, usw.

  • Ben sagt:

    Da keiner von uns mit dem Auto zur Arbeit fährt, haben wir ein mobility Abo. Die drei Fahrzeuge stehen rund 300 Meter von unserem Haus entfernt. Wir fahren rund 4‘000 km im Jahr mit mobility, was uns total 3‘500 Franken kostet. Also günstiger als die Grundkosten für ein eigenes Auto und auch zur Werkstatt muss man nicht. Zudem können wir die Wagengrösse nach Bedarf wählen.

  • Valeria sagt:

    Möchte mich hier zwischen all den vorbildlichen Nicht- oder Fast-nicht-Autofahrern outen: wir haben zwei, einen family-Wagen und ein Mini-Teil, damit ich zu allen Tages- und Nachtzeiten zur Arbeit komme. Ich bin auf dem Land aufgewachsen und wohne jetzt aktuell wieder auf dem Land. Bei 5 Busverbindungen täglich (ausser Sonntag) gibt es keine andere Möglichkeit. Fahrrad ist aufgrund des langen Winters keine Alternative.

    Ich würde den ÖV gerne öfter nutzen, nur gibt es das Angebot schlicht nicht, bzw. es wurde in den letzten Jahren immer weiter abgebaut.

    • Hotel Papa sagt:

      „Ich würde den ÖV gerne öfter nutzen, nur gibt es das Angebot schlicht nicht, bzw. es wurde in den letzten Jahren immer weiter abgebaut.“

      Huhn oder Ei? Das ist einfach ein Problem der kritischen Masse. Draussen im Grünen wird die ÖV-Linie zum Luxus, den andere finanzieren müssen.

    • Sportpapi sagt:

      Wo gibt es einen langen Winter? 🙂

    • dres sagt:

      Lassen Sie sich nur nicht unterkriegen von diesen Ökofundis…;-)

    • Valeria sagt:

      @ Hotel Papa:
      Ja, sie haben vollkommen recht. Die Leute fahren Auto, weil ÖV zu selten. ÖV wird daher nicht genutzt und daher weiter abgebaut. Ist ja logisch, dass sich ein Bus für eine Person nicht lohnt. Aber eben, in der Diskussion um Auto oder nicht geht halt gern vergessen, dass ein Grossteil der Schweizer nicht eine ÖV-Anbindung mit Tram im zehn-Minuten-Takt hat.

      @ Sportpapi:
      Die Höhe ist das Problem, hier schneit’s auch gerne mal noch anfang Juni. Und je nach Hangschatten auch mal überraschend Glatteis… Die Schweiz besteht nicht nur aus Züri und Basel. 😉

      • dres sagt:

        Richtig, sagen Sie das diesen Stadtbubis mal! 😉

      • Hotel Papa sagt:

        „dass ein Grossteil der Schweizer nicht eine ÖV-Anbindung mit Tram im zehn-Minuten-Takt hat.“

        Der Mythos der ländlichen Schweiz wird gern hochgehalten. Tatsache ist aber, dass das Mittelland zu einer einzigen Agglo zusammengewachsen ist. Würde mich interessieren, wieviele % der CH Bevölkerung wirklich nicht tagsüber mit zumindest einem 1h-Takt erschlossen ist. Meine Schätzung: Es sind weniger als 50%.

        Wir sind längst mehrheitlich Städter, nur haben wir es noch nicht gemerkt.

      • Sportpapi sagt:

        Basel? 🙂

      • Hotel Papa sagt:

        Huh? Ohne Anschluss ans Mittelland, aber seine eigene trinationale Agglo. mit sehr guten Anbindungen bis in die hintersten Chrächen, auch wenn Pegoraro jetzt ob der Kosten täubelet.

      • Stranger sagt:

        Hotel Papa hat Recht. Die meisten Orte hierzulande sind mit dem ÖV gut bis sehr gut erschlossen.

      • Valeria sagt:

        @ Stranger:
        Sagen wir viele. Und das halt auch mit Einschränkung.

        Aber eigentlich wollte ich mit meinem Post nur verdeutlichen, dass Autoverzicht und schlechtes Gewissen ja gut sind, aber halt nicht für alle machbar. Für viele. Aber für uns halt nicht und für viele andere in der Gegend auch nicht.

      • Stranger sagt:

        Nein. Viele ohne Einschränkung. An manchen Orten fahren ganz wenig Busse und so weiter. Aber ich bin sicher, dass die grosse Mehrheit der Bevölkerung mit ÖV gut bedient ist.

      • Sportpapi sagt:

        Valeria: Ich gehe natürlich davon aus, dass Leute, die auf ein Auto verzichten wollen, auch in einer Gegend ziehen, in der das möglich ist. Was meist dann auch etwas kostet, nebenbei.

      • Stranger sagt:

        Im Moment bin ich krankheitshalber echt froh ums Auto. Das Umsteigen brächte mich regelmässig an die Grenzen. Neulich musste ich vom Odeon zum Stadelhofen gehen (da ja das Bellevue zu ist), und bin fast eingegangen…

  • Nina sagt:

    Also mein Vater ist gehbehindert, d.h. Auto spielte eine wichtige Rolle in meinem Leben seit ich das Wort aussprechen konnte (was wiederum dann auch relativ früh der Fall war). Trotzdem !! haben wir uns auch erst eines gekauft, als wir Kinder gekriegt haben. Und ich könnte mir durchaus vorstellen, es rasch wieder loszuwerden, sobald wir wieder Einkäufe & Gepäck nur für zwei transportieren müssen. Nichts desto trotz schwelge ich gerne in Erinnerung an unsere „Büssli“ und die abenteuerlichen Reisen darin… Und geniesse auch jetzt die Familienausflüge im Volvo Kombi. 🙂

    • Nina sagt:

      Übrigens ist bei mir nicht mal das Gewissen ausschlaggebend für die Abneigung: ich fahre einfach nicht gern. Noch weniger gern stecke ich im Stau. Und ich gehe gern zu Fuss (viel lieber als Autofahren), drum würde ich im Traum nie für kurze Strecken das Auto benutzen. D.h. für mich alleine finde ich ÖV wesentlich entspannter. Wenn ich aber Kind und Kegel mitschleifen muss, geht nichts über die Privatsphäre und Unkompliziertheit des Autos…

      • Und genau das ist mein Problem. Ich fahre gerne Auto und befürchte drum, dass ich nicht so einfach wieder darauf verzichten kann, wenn ich es nicht mehr benötige.

      • Nina sagt:

        Ja, die schlechten Gewohnheiten… Ich wünschte mir dafür, ich würde gern Velo fahren – aber auch da hab ich eine Abneigung. Zwinge mich zwar trotzdem ab und zu. Aber Spaß habe ich keinen daran. Schlechte Gewohnheiten abgewöhnen dürfte in etwa so kompliziert sein wie gute anzugewöhnen – wenn einem Lust oder Frust einen Strich durch die Rechnung machen.

  • Öko Papi sagt:

    Voila, mir ging es exakt genau gleich! Mit dem Unterschied, dass ich eine autofreie Kindheit hatte und nie das Gefühl erlebte, etwas verpasst zu haben. Nach nun über 30 Jahren autofreies Leben kam mit der Niederkunft des ersten Kindes der Wunsch nach mehr (mobiler) Freiheit. Um mein ökologisches Gewissen zu beruhigen habe ich die VCS Umweltliste 2013 praktisch auswendig gelernt und nach der Fusion der Bedürfnisse (grosser Kofferraum, tiefer Verbrauch, geringer CO-2 Ausstoss, genügend Platz in der zweiten Reihe) mich für ein deutsches Kraftfahrzeug bayrischer Prägung entschieden.

  • Hans Meyer sagt:

    Die fünfköpfige Familie eines Gspänlis im Gymi hatte noch nie ein Auto. Sie wohnten in einem Weiler, 30 Minuten Fussmarsch ins Kuhkaff (Volg, Post und Raiffeisen), 45 zum nächsten Bahnhof. Ich erinnere mich noch an eine gemeinsame Reise mit ihnen ins Tessin: Wir transportierten vier Stühle per SBB. Alles eine Frage des Wollens. Ganz klar, dass die Eltern stramm grün wählten…

    • Hotel Papa sagt:

      Habe kürzlich ein 60 x 2 m Holzbrett aus dem Baumarkt zu Fuss (ca. 1.5 km) und per Zug befördert.

      Einmal reicht. Ich werde das nicht wiederholen…

    • Alpöhi sagt:

      Da war doch der Artikel in der Zeitung, wo ein Schurni den Test gemacht hat und einen Baum mitsamt Blumentopf vom Baumarkt PER öv nach Hause beförderte. Der Kontrolleur im Zug meinte, für Umzüge sei der ÖV nicht gedacht *Stirnrunzel*

      • Hotel Papa sagt:

        Jup. Mitnahme von Sperrgut nur wenn Platz und mit zugedrücktem Auge. Ein Recht darauf hat man nicht. Der Velotransport kostet schliesslich auch extra.

      • Alpöhi sagt:

        …aber dann kollabiert doch das Konzept „Baumarkt ohne Parkplätze“ vom Verhinderungs Club der Schweiz !?

      • Sportpapi sagt:

        Hm. Das Konzept wurde nicht durch den VCS erstellt. Er wacht nur über die Einhaltung. Es sind unsere Behörden, die da zum Teil ziemlich schizophren agieren.

      • Stranger sagt:

        Alpöhi, sparen Sie sich die dummen Ferkeleien bitte fürs Blickforum. Hier sind sie einfach deplaziert.

      • Alpöhi sagt:

        Ui, wenn man dem Hund auf den Schwanz steht, bellt er, nicht wahr.

      • Stranger sagt:

        Nö. Das ist ganz simple Demagogieallergie.

  • Gladys sagt:

    Wir hatten auch einen Renault Espace;bordeauxrot mit grauen Sitzen…schade dass man die nicht mehr sieht auf den Strassen;-) Unser stank immer immens nach der Fahrt auf die Alp wo wir die Sommerferien verbrachten. Dieser Geruch ist für mich untrennbar mit Sommer verbunden..
    Auch wenn bei uns in zwei Monaten die Geburt des ersten Kindes ansteht ist weit und breit nichts zu sehen von einer Familienkutsche – habe es nie geschafft Auto fahren zu lernen:-) Vielleicht Renault sei dank?!

  • P.Rolet sagt:

    haha Popcorn. danke für das dadurch bescherte herzhafte Lachen!

  • 13 sagt:

    Gutes Thema. Wir haben leider sogar zwei. Mein Mann arbeitet Schicht , auch in die Nachr hineun, mit immer anderen Arbeitsorten und ist darauf angewiesen. Ich könnte theoretisch ohne, aber das schlechte Gewissen wegen der tollen Zugverbindungen 1,5 Stunden pro Arbeitstag weniger mit meinen Kindern zu verbringen wäre einiges grösser als wegen des Autos. Und was soll ich sagen, wenn man es schon da hat, fährt man auch damit zur Oma oder zum Ballettunterricht.

  • Marcel sagt:

    Kinder und Auto ist für mich ein Muss, wenn man nicht gerade in der Innenstadt wohnt. Sind auch meistens mit dem Auto (VW Bus) in die Ferien. Letztes Jahr bis hinauf nach Lappland. Ein Traum.

    • Hotel Papa sagt:

      Dass das Auto aber nach den Traumferien gewählt ist, ist ein Problem dieser Kisten: Sie sind immer Überdimensioniert. Warum nicht etwas Kleineres, und für die Ferien den Kombi oder Bus mieten?

      • Schärli sagt:

        Weil man für die Miete eines VW Busses im Hochsommer fast soviel ausgibt wie wenn man einen kauft.
        Beispiel: unsere Flitterwochen im Juli/August 2014: 8 Wochen VW Bus T3 in Kroatien = 8800.- Fr.
        Nach dem Urlaub hat man davon noch 0.- übrig.
        Darum haben wir uns für rund 12.000.- einen gut erhaltenen und Original ausgebauten T3 Westfalia Joker mit Aufstelldach gekauft. Wenn nur für den Urlaub, hätte man diesen nach den Ferien locker für den gleichen Preis wieder verkaufen können und hätten 0.- Fr. Abschreibung gehabt!
        Wir haben uns aber ins Büssli-Campen verliebt und geben ihn nicht mehr her 🙂

      • Hotel Papa sagt:

        Dann halt Kaufen auf Zeit. Aber im Alltag so ein Gefährt fahren, weil man es dann in den Ferien braucht ist nur widersinnig.

        Wenn man ein Auto nur dann mietet, wenn man es braucht, wird einem auch bewusst, was dieser Luxus kostet. Wenns sowieso in der Garage steht, rechnet das kaum einer aus, auch wenn jeden Monat 500..1000 Fr. dafür draufgehen.

      • Marcel sagt:

        Unser Bus ist noch ein T2. Da zu unserer Wohnung sowieso eine Doppelgarage gehört, verursacht der Bus mit einer Wechselnummer fast keine Kosten. Doch wir sind immer bereit für ein Abenteuerweekend in der Natur.

  • Alpöhi sagt:

    Zur Ökologie: Ein volles Auto ist immer umweltfreundlicher als ein halbleerer Zug. Der Sitzladefaktor is das entscheidende Kriterium. Alle Statistiken rechnen mit Zug voll belegt, Auto 20% belegt. Das ist beim Familientransport nicht zutreffend…

    • Sportpapi sagt:

      „Alle Statistiken rechnen mit Zug voll belegt, Auto 20% belegt.“ Ach ja? Kann man das irgendwo nachlesen? Ich fahre ja grundsätzlich fast nur Zug, wenn dieser 150% belegt ist. Während daneben die Autos stauen, die praktisch ausschliesslich mit einer Person besetzt sind (Pendlerverkehr).

      • Alpöhi sagt:

        Eben.

      • Stranger sagt:

        Alpöhi, das stimmt nicht. Der Zug wird viel später unökologischer als das Auto. Ein Auto muss überbelegt sein und ein Zug praktisch leer verkehren, damit der Ausgleichspunkt erreicht ist. Ein Passagier wird praktisch nie einen Moment erleben, wo er besser Auto gefahren wäre, ökologisch gesehen. Alpöhi, hier solche falschen Sachen zu behaupten ist enorm fahrlässig und überaus gemein.

    • Dieses Thema ist vielleicht etwas zu Komplex für die Kommentarspalte des Mamablog. Aber trotzdem ein Punkt: Wenn Sie mit dem Zug fahren, verbessern sie dessen Sitzladefaktor. Wenn Sie stattdessen das Auto nehmen, verursachen Sie in jedem Fall zusätzliche Emissionen. Bei einer rein ökologischen Rechnung müssten Sie sich immer für den Zug entscheiden, gerade in der Schweiz mit ihren voll elektrisierten Zugstrecken.

      • Sportpapi sagt:

        Andererseits muss der ÖV immer weiter ausgebaut werden wegen der Pendlerspitzen. Und weil man nur auf ÖV setzen kann, wenn jederzeit Zug und Bus verfügbar sind, auch wenn die Nachfrage (Auslastung) gering ist.

      • Alpöhi sagt:

        Am idealsten wäre es doch, immer das kleinstmögliche Gefäss maximal zu füllen. Das Problem dabei ist: Dazu werden zahlreiche Gefässe benötigt, von denen die meisten unbenutzt herumstehen. Wird nur ein Gefäss beschafft, muss es auf den Spitzenbedarf ausgelegt sein. Das gilt bei Zug und Auto gleichermassen. Und so wird es dann eben eine grosse Familienkutsche, die öfter mal unwirtschaftlich eingesetzt wird, oder auch ein ÖV mit Spitzenkapazitäten, die aus dem gleichen Grund teuer sind.

      • Hotel Papa sagt:

        Das „Gemeinschaftseigentum“ Zug hat aber die Chance, sehr viel einfacher relativ gleichmässig benutzt zu werden. Was man auch sieht, wenn man in die entsprechenden Verkehrsmittel schaut.

      • Alpöhi sagt:

        Dass der ÖV per se umweltfreundlicher sei als der MIV, ist ein grüner Mythos. Er stimmt aber nur da, wo viele Leute zur gleichen Zeit reisen (aka Pendlerverkehr). Ein leerer Bus abends um neun ist nie umweltfreundlich. Ein leerer Zug noch weniger. Es stört mich, dass man ÖV gegen MIV ausspielen will. Denn Auto und Zug ergänzen sich.

      • Alpöhi sagt:

        Man kann die Überlegung auch im Familiengeldbeutel machen: Am 1. Januar zahle ich Parkplatzmiete, Steuer und Versicherung und kaufe zwei Halbtaxabos plus Juniorkarten. Das ist das Startgeld, dass ich überhaupt Mobilität beziehen kann. (Der Kaufpreis des Autos spielt für den Moment keine Rolle.) Nun kostet jeder zusätzliche km beim Auto ca. -.30 (Benzin, Unterhalt, Reifen). Jeder zusätzliche km beim ÖV kostet -.15 PRO PERSON.

      • Alpöhi sagt:

        /2 Daraus folgt: Wenn einer allein unterwegs ist, ist der ÖV kostengünstiger als das Auto. Wenn zwei Erwachsene (plus Kinder mit Juniorkarte) unterwegs sind, ist es egal. Dann wählt man das Verkehrsmittel, das praktischer oder gemütlicher oder lustiger ist. Das ist durchaus öfter mal der Zug. Wenn das erste Kind 16 wird, fällt die erste Juniorkarte weg. Dann braucht es beim ÖV ein Halbtaxabo und ein halbes Billett mehr. Ab drei Erwachsene ist der ÖV gegenüber dem Auto nicht mehr konkurrenzfähig. Der Grund ist wieder der Sitzladefaktor.

      • Sportpapi sagt:

        Jetzt habe ich aber ein Streckenabo, das ich täglich brauche 🙂

      • Hotel Papa sagt:

        „(Der Kaufpreis des Autos spielt für den Moment keine Rolle.) “
        Das ist der Elefant im Raum, der zugunsten der Bequemlichkeit ausgeblendet wird.

        Die Rechnung dass es sich ab drei besetzen Sitzen lohnt, das Auto zu nehmen stimmt aber so in etwa. Nur: Welches Auto fährt mit drei besetzten Sitzen?

        So oder so ist das Problem am Auto, dass ein viel zu grosser Anteil der Kosten fix ist. Mehr Fahren ist also immer billig. In der Gesamtrechnung ist es aber immer noch teuer.

        Beim ÖV zahlt die Fixkosten jemand anders, und muss sie in den Billettpreis einrechnen. Klar tut das weh bei der Einzelfahrt.

      • Hotel Papa sagt:

        Oi. Was war an dem Post jetzt wieder zen $ur würdig?

      • Alpöhi sagt:

        Das Streckenabo habe ich auch noch. Zusätzlich. Für meinen Arbeitsweg. Kaufe ich auch am ersten Januar, und ändert nichts an der Kostenstruktur der zusätzlichen Kilometer, weil ich vom Zentrum weg pendle.

      • Adrian Wehrli sagt:

        Jetzt mal ehrlich, Herr Tschannen, das war ein Witz oder? Oder der totale mentale Kurzschluss. Würden nur halb so viele Leute zug fahren, würden nur halb so viele Züge fahren, korrekt? Also würde sich der Sitzladefaktor nicht verändern … Jesus Taliban!

      • Alpöhi sagt:

        @Adrian Wehrli: Herr Tschannen hat schon recht: Wenn mehr Leute Zug fahren, wird der Sitzladefaktor besser. Umgekehrt auch: Wenn weniger Leute Zug fahren, wird der Sitzladefaktor schlechter. Denn es fahren immer gleich viel Züge, egal ob bumsvoll (zu Stosszeiten) oder ganz leer (bei Mondschein). Das ist von der Öffentlichkeit so bestellt. Weil der Taktfahrplan praktisch ist. Aber rentieren kann das gar nie. Und ökologisch ist es auch nicht.

      • Hotel Papa sagt:

        Dann wenn die Züge wirklich aus allen Nähten platzen werden Sondertakte eingeschaltet. Und wer einmal nachts Zug fährt, staunt, wie voll viel Züge dann immer noch sind. Nicht 100%. Aber 50.
        Jedenfalls kein Vergleich zu den Bummlern in denen ich als Kind in die Schule in den nachbarort gependelt bin. DA war gähnende Leere.

      • Stranger sagt:

        Ausserdem wird ein Zug mit zusätzlichen Einheiten und Wägen ergänzt, wenn seine Kapazität nicht ausreicht. Wenn es kaum Passagiere hat, fährt die S-Bahn mit einer einzigen 100-Meter-Einheit.

    • Susi sagt:

      Wenn wir hier über Ökologie sprechen: Am besten wäre es doch, alles nur zu Fuss zu gehen. Der Mensch ist gemacht zum Gehen. Nicht zum Auto-, Velo-, Zugfahren, nicht zum Fliegen, nicht zum Schwimmen oder Rennen. Nein, zum Gehen. Und da braucht’s nur graue Energie für die Herstellung der Schuhsohlen, sollte man denn Schuhe tragen wollen. Und den Kalorienverbrauch am besten aus veganer Ernährung beziehen.

      • Hotel Papa sagt:

        Die Völker, die noch zu Fuss gehen, haben aber selten ein schlechtes Gewissen, omnivor durchs Leben zu gehen. Das ist doch, mit der quasi-Religiosität, mit der das heute verteten wird, schon eher ein First World Problem

      • Susi sagt:

        Es geht hier ja auch nicht ums Gewissen, das ist eine rein ökologische Berechnung, nicht eine moralische. („Fortbewegung mit dem kleinstmöglichen ökologischen Fussabdruck.“)

      • Hotel Papa sagt:

        Hm, ja. Dann würde ich aber nicht total-vagan wählen. Das bedingt wieder zu viele zivilisatorische Workarounds, um Mängeln vorzubeugen. Dann doch lieber ab und zu ein Huhn rupfen unf vorher seine Eier essen.

      • Susi sagt:

        ist Fleisch denn wirklich der bessere Triebstoff? Zum Gehen braucht’s doch vor allem Kohlenhydrate, oder? (Aber nicht, dass ich hier jetzt eine Veganer-Karnivoren-Diskussion anzetteln möchte, uiuiui…)

      • Hotel Papa sagt:

        Nein, geht nur um einige Mikro-Nährstoffe; v.A. Vitamin B12. Da muss man voll-vegan extrem aufpassen, dass man nicht in einen Mangel läuft. Es kann Jahre dauern, bis man was merkt, dann sind aber die Konsequenzen sehr unangenehm und teils beängstigend.
        Bzgl. der Makro-Nährstoff-Gruppen kann man sich vegan ohne besonderen Aufwand sehr ausgeglichen ernähren.

      • Alpöhi sagt:

        „Kleinstmöglicher ökologischer Fussabdruck“, da würde ich das Velo vorschlagen, denn in die Höhle wollen wir ja auch nicht zurück. Da war ein Vortrag eines schwedischen Statistikers auf Youtube zum Thema Weltbevölkerung und Ressourcen. Der zeigte, wie ein Fahrrad eine Bauersfamilie in Mocambique in den relativen Wohlstand kataputlierte, weil die Reise zum Markt wesentlich erleichtert wurde = Produktivitätssteigerung.

      • Susi sagt:

        aber das Fahrrad benötigt durch die Produktion mehr Ressourcen (bemessen auf die zurückgelegte Strecke), als wenn man zu Fuss geht. (Klar ist ein Velo praktischer, ich fahre auch Velo. Und Bus,Tram, Zug, Auto. Die Rechnung ist rein theoretisch.)

      • Hotel Papa sagt:

        Ich denke, vom Kosten/Nutzen Verhältnis (Herstell- und Betriebsaufawand zu Transportkapazität) ist das Velo (evtl. als Lastvelo) schwer zu schlagen. Es verwendet nicht nur sehr wenig Ressourcen zur Herstellung, es schont auch sehr den Enrgieaufwand und Verschleiss beim Reisenden.
        Mein Velo besteht aus ca. 15 kg Alu und Stahl und hat jetzt nach ca 30’000 KM mehr oder weniger eine komplett neue Mechanik gebraucht. Es schafft wenn nötig 200 Personenkilometer am Tag, mit 30kg optionalem Transportgut. Da muss sich manch anderes Verkehrsmittel lang machen, um diese Ökonomie zu erreichen.

      • Hotel Papa sagt:

        Zu Fuss schaffe ich mit einem Drittel der Last ein Viertel der Tagesstrecke und bin nachher kapputt. (Erster Post hängt.)

      • Susi sagt:

        welche Last?

      • Susi sagt:

        wenn man noch ein Wildschwein über der Schulter als Last mit einbezieht, wird die Rechnung wahrscheinlich komplizierter.

      • Hotel Papa sagt:

        Last steht im ersten Post. Der es hoffentlich irgendwann durch die Zen $ur schafft…

      • Susi sagt:

        von mir sind auch zwei in der Warteschleife seit bald zwei Stunden

      • Adrian Wehrli sagt:

        Liebe Susi, der Mensch ist auch gebaut um mit 40 den Löffel abzugeben, und dass wär dann auch noch super ökologisch. Aber dann hätten wir keine Susi mehr hier, sondern nur noch so zynische Naseweisse wie den Wehrli …

      • Susi sagt:

        Adrian, ich hab grad wieder mal in meinen Latte geprustet. Die Susi bringt es hier grad nicht zu sehr viel, da ihre Kommentare aus irgendeinem Grund nicht veröffentlicht werden.

      • Susi sagt:

        Dabei habe ich gar nichts Verfängliches geschrieben. Nicht mal etwas, wo „verfiggt“ drin vorkommt.

      • Stranger sagt:

        Susi, Du hast geschrieben, Du habest die Latte geblasen. Das ist schon nicht ganz unverfänglich.

      • Susi sagt:

        DEN Latte, Grammatik-Taliban.

      • Stranger sagt:

        Taliban? Grammatiknazi wenn schon bittschön.

      • Stranger sagt:

        Ausserdem ist strategisches Missverstehen manchmal sehr lustig.

      • Stranger sagt:

        Noch was, etwas wirklich Lustiges: Sogar die Taliban finden den IS unerträglich intolerant…!

  • Malena sagt:

    Wir sind immer noch autofrei, trotz Kindern, Grosseltern am andern Ende der Schweiz, Pendeln und Spontanferien im Zelt. Und mir fällt noch nicht einmal etwas ein, auf das ich verzichten müsste (nicht dass es nicht Dinge gibt, die ich ohne Auto nicht machen kann, ich empfinde den Verzicht einfach nicht als solchen).

    • Adrian Wehrli sagt:

      Ich finde es löblich wie Sie mit Ihrer Armut umgehen! Es muss nicht immer ein Auto sein, es gibt wichtigeres im Leben.

  • Katharina sagt:

    Ich sage nur Tesla. Das Teil ist echt cool.

    Aber sehr bald werden Autos sich selber fahren. Da erübrigt sich dann der Besitz eines eigenen.

    • Ich wollte es im Artikel nicht explizit ansprechen, aber ich äuge auf einen Tesla Model III. Model S und X sind dann doch etwas zu nobel und ein anderes Elektroauto kommt wegen der langen Fahrten nicht in Frage.

    • Hotel Papa sagt:

      „Aber sehr bald werden Autos sich selber fahren. Da erübrigt sich dann der Besitz eines eigenen.“

      Na ja. Bis die ganze Infrastruktur aufgebaut ist, dauert es wohl noch ein paar Jähchen. Aber das ist in der Tatt the best of both worlds: Gemeinsam finanzierte Infrastruktur, die einen individuell ans Ziel bringt.

      Bloss: Auch dort wird man sich schmerzlich bewusst werden wieviel so eine Einzelfahrt kostet. Denn abgerechnet wird auch das pro Fahrt.

      • In der Theorie der Idealfall. In der Praxis ist das Auto für viele etwas emotionales, das sie ganz für sich besitzen wollen.

      • Hotel Papa sagt:

        Und damit ist das tiefsitzende Problem angesprochen. Dass wir einem (zugegeben bequemen) Objekt eine solche Macht über uns geben.

      • Katharina sagt:

        @HP: Ich denke die Infrastruktur ist kein grosses Problem, an den Fahrwegen wird ja nichts geändert. Es kommt darauf an, wie autonomes Fahren realisiert ist. Google benutzt dazu VR und eine detailliertere Variante von Streetview. Die Fahrt selber läuft in einer Simulation ab. Das Auto selber fungiert mehr als Echtzeit Sensor. Ich sehe eher juristische Aspekte, die noch nicht geklärt sind.

      • Katharina sagt:

        Zum Autobesitzen: Kommt auf die Kultur an. Hier ist es eher ein notwendiges übel (Ich lebe auf dem grössten Parkplatz der Welt, ist ein New Yorker witz). Wer lange genug hier lebt, ist sich der ewigen Rumfahrerei, Parkiererei, Aussteigen, etwas tun, Einsteigen, etwas stop und go fahren, wieder aussteigen, einsteigen, des permanenten Staus überdrüssig.

        Das umsteigen auf autonome Fahrzeuge wird hier in Kalifornien wahrscheinlich sehr schnell gehen, so das ganze mal ausgereift ist. Wir warten nur darauf.

      • Katharina sagt:

        (Davor wartet etwas)

      • Hotel Papa sagt:

        Mit Infrastruktur meine ich eine kritische Masse von Selbstfahrern in die man reinhüpfen kann wie ein yellow cab. Denn das ist ja was das Konzept attraktiv macht: Viel bessere Ausnutzung, da nicht jeder seine persönliche Dose braucht. Denn mit persönlichem Auto sehe ich den Unterschied zum Selberfahren eher nicht. Der Parkplatz bleibt zugestellt, die Ausnutzung schlecht.

      • Stranger sagt:

        Naja, es bleibt allerdings nicht von der Hand zu weisen, dass dem Autoverkehr etwas sehr Ineffizientes innewohnt: das Gewicht der Individualkarossen, egal, wie gescheit sie sind, ist hoch. Ein nur mässig besetzter Zug hat eine bessere Ratio Passagier-/Transportmittelgewicht, ein Bus eh. Bei einem Auto beträgt diese im Schnitt wohl so 20:1. Gescheit wäre es hier, den ÖV individueller zu machen, mit leichten, motorlosen, privaten Kabinen, die an Konvois an- und abgekoppelt werden können oder so. In der Nähe der Zielorte gibt es dann individuelle Sattelschlepper.

        You heard it here first.

      • Katharina sagt:

        Kritische Masse ist nicht Infrastruktur, hp. Wir haben ja eher das Problem der Übernutzung der Strassen und auch Parkplätze. Die ganze hypothetische Diskussion des Ausnutzungsgrades (des OeV) ist hier gar nicht anwendbar, da kein OeV. Sobald Siedlungen in die breite streuen, wird OeV ineffizient, da selten genug Passagiere zusammenkommen dass es kostentragend wird. Bei Takten länger als 30 min. sinkt auch die Akzeptanz bei Umsteigewilligen. So wie sich die Schweiz als Siedlung entwickelt (in die Breite), entsteht auch dort dieses Problem.

      • Katharina sagt:

        Nebenbei: die Leute werden auch sehr schnell merken, dass die raumplanerischen Direktiven zu ‚verdichtetem Bauen‘ nur den Grundeigentümern hilft (Noch höhere Grundstückpreise durch staatliche Verminderung des Angebots). Da jede Gemeinde zudem alleine raumplanerisch wurstelt, haben auch die an sich guten Massnahmen zur Förderung es OeV wenig Einfluss auf die Stadtentwicklung.

      • Katharina sagt:

        Weiter geht es darum, so schnell als möglich von fossilen Energieträgern weg zu kommen. Gerade deshalb ist Tesla so wichtig, weil Elon Musk und seine Leute das Problem der Speicherung gelöst zu haben scheinen. Seine Hausbatterie wird dazu wohl schneller einen strukturellen Wandel bringen als das Auto.

      • Katharina sagt:

        Der Markt hier ist mehr als reif für selbstfahrende Lösungen. Gerade in der Bay Area mit weitaus engeren Platzverhältnissen als Südkalifornien ist der Dichtestress so, dass privates Autoeigentum gedisst wird, sobald eine solche Lösung rechtssicher angeboten werden kann. Ich sehe als Form der Eigentümerschaft verschiedene Ansätze: Wohneigentümergenossenschaften, traditionelle Taxiunternehmer, aber auch individuelle Eigentümer, die über Uber das Fahrzeug bewirtschaften lassen.

      • Katharina sagt:

        Was oft vergessen wird und den Wandel schnell bringen wird: die Versicherungen. Selbstfahrende Autos sind schon heute besser als von Menschen gefahrene. Die Unfallstatistiken sprechen da schon jetzt eine deutliche Sprache. Die Versicherung für einen Selbstfahrer wird also 10% des Betrages für ein Menschgefahrenes sein. Das wird sich bei grossen Flotten (Logistik, Transportunternehmen und Taxi) zuerst rechnen.

      • Katharina sagt:

        (der erste Teil wartet)

      • Stranger sagt:

        Hm. Das verdichtete Bauen ist in mässig dichten Städten sicher ein Weg in die Zukunft, zumindest in bereits stark überbauten Gebieten wie hier in der Schweiz. Gerade in der Bay Area ist das verdichtete Bauen sicher ein guter Weg. “ Gerade deshalb ist Tesla so wichtig, weil Elon Musk und seine Leute das Problem der Speicherung gelöst zu haben scheinen. “ Tja. Ich bin sicher, dass wir hier nur Zwischenresultate haben. Die Entwicklung in Richtung höherer Energiedichten in Akkumulatoren wird weiter gehen und einen Sprung schliesse ich nicht aus. Elon Musk macht tolles Zeugs, aber das tun auch and\

      • Stranger sagt:

        ere in diesem Bereich. Geforscht wird in diesem Bereich weltweit, nicht nur in den mighty mighty USA, Kat. Ja, in Deutschland sind sie etwas hintendrein beim Forschen, aber Deutschland ist nicht ganz Europa…

      • Katharina sagt:

        Abgesehen davon, dass Du echt ein Problem mit uns Yankees hast (siehe Dein Twitter Account):

        Wie Du vielleicht weisst, besitzt meine Familie väterlicherseits Land in der Schweiz. Mietobjekte drauf. Und da weiss ich aufgrund der Bewertung, was läuft, auch wie die noch möglichen Einzonungen abgehen. Vetterli….

        Zum Sattelschlepper: Pass auf, dass Deine Monstranz nicht ausserhalb der Kabine ist. sonst rollt der Sattelschlepper drüber.

        Geh doch mit Glättli und so nach Las Vegas. dort tummeln die sich jetzt und verschwenden unser Wasser.

      • Stranger sagt:

        Glättli ist in Vegas? Wusste ich nicht. Wie auch immer, was guckst Du meinen Twitteraccount an? Das grenzt ja an Harassmentstalking das! Hast Du auch ein Twitter? Nicht, gell! Ich habe an sich kein Problem mit den USA. Ich fürchte sie. Ihre Polizei ist überaus erratisch und ihre Politik auch. Unsere ist langweiliger, aber verlässlicher. Und noch was: Mir ist klar, in den USA wäre ich tot. Krankheitshalber.

        Ausserdem: Wie wär’s, wenn Ihr Euch um Euer eigenes Wasser kümmert und nicht die Schuld den Nevadern gäbtet? Ja, ich weiss, die müssten auch sparen, logo, aber wenn Ihr ja vom Wassersparen\

      • Stranger sagt:

        erst mal eine Runde im Pool drehen könnt zum Entspannen, dann ist irgendwas faul im Staate Gelifohniä.

      • Stranger sagt:

        Äh, übrigens, Kat, solltest Du Dich entscheiden, demnächst einmal das gelobte Land, die Scha-weiz, zu besuchen, melde Dich bei mir (das ist eine Bitte, kein Befehl…)

      • Susi sagt:

        Stranger: „Und noch was: Mir ist klar, in den USA wäre ich tot. Krankheitshalber.“
        Das tönt beunruhigend, wie denn das?

      • Stranger sagt:

        Ich mach Dir ein Mail, Susi.

  • Marc Schinzel sagt:

    Köstlich finde ich das „Simmentaler Fleckvieh“. Allein deshalb lohnt sich die Anschaffung einer „Familienkutsche“. Nirgendwo sonst trägt man Lebensphilosophien und Weltanschauungen so freimütig zur Schau wie auf der Autohülle. Es lebe die multikulturelle Schweiz. Das kann uns der ÖV nie bieten. Der kleinste Kleber, die geringste Fingerkritzelei an der winterkalten Zugscheibe wird umgehend sanktioniert. Der mahnende Zugbegleiter und die stirnrunzelnde Pendlerin vis-à-vis halten die Welt im perfekten Gleichgewicht. Und dann noch die Ruheabteile … Kühe würden Kutschen kaufen. Ich auch!

  • Gundel sagt:

    Also ich finde mit Kindern braucht es 2 Autos. Natürlich hat das Vorbildfunktion. Ziel unserer Kinder ist es mal 3 Autos zu haben. Das ist gut. So haben sie einen guten Grund sich in der Schule zu bemühen

    • Michi sagt:

      Sehe ich genau so!

    • Zwei Autos ist eher knapp bemessen. Da braucht nur mal eins dreckig zu sein und schon hat man ein Problem.

      • Norah Thomas sagt:

        Hallooo?!? Ich hoffe ja sehr, dass dies alles ironisch zu verstehen ist…

      • Hotel Papa sagt:

        Pseudoironisch. Das sind die mit dem untergründig schlechten Gewissen, die jetzt die mit dem vordergründigen lächerlich machen müssen.

      • Stranger sagt:

        Das Dumme ist ja schon, dass man immer einen neuen Ferrari kaufen muss, wenn der Aschenbecher im alten voll ist.

    • Muttis Liebling sagt:

      Und nicht zu vergessen, man baut auch immer 2 Häuser auf seinem Grundstück oder mietet immer gleich 2 benachbarte, entsprechend kleinere Wohnungen. Im Trennungsfall bleiben die Partner für die Kinder fast so gut erreichbar, wie im gemeinsamen Haushalt und bleiben dennoch getrennt.
      Potentielles Paar zieht in zwei benachbarte 2-3 Zimmer- Wohnungen. Bei Familiengründung gibt es einen Wanddurchbruch, bei Trennung wird der wieder zugemauert.

  • Heidi Happy sagt:

    (wie immer eine Freude, mit Herrn Tschannen in den Tag zu starten!)
    Dennoch: ich sehe die Zwangsehe Kind=Auto nicht. Fahre seit Jahren mit mehreren Kindern ausschliesslich mit dem öffentlichen Verkehr und finde das komfortabel. Es gibt ganz klar Einschränkungen: minimale Gepäckgrösse, die Kleinen mussten schon früh mit mini Stofftier reisen, aus fremden Tellern essen, das Zweit-Velöli zuhause lassen, etc. Mitkommt nur das, was in den (gartenschuppengrossen) Rucksack passt. Und wir suchen unsere Destinationen nach Anbindung ans Zugnetz aus. Ich find das einen Gewinn und keinen Verzicht.

    • mila sagt:

      Das ist doch schön, wenn man es sich so einrichten kann, wie es für einen und die eigene Familie am besten passt. Ich bin zwar selbst passionierte ÖV-Nutzerin, aber angesichts neuer Lebensumstände werde ich die Fahrausbildung nachholen. Und wohl, später, das eine oder andere Mal gut und gerne auf den ÖV verzichten. Wenn das Postauto nur einmal in der Stunde fährt, und abends gar nicht mehr, möchte ich flexibel sein (können). Auch in der Sommerhitze, übrigens, wenn die Klimaanlagen in Zügen und S-Bahnen gleich reihenweise ausfallen.

      • Susi sagt:

        @mila: Züge und S-Bahnen dürfen ihre Klimaanlagen offenbar nur so stark laufen lassen, dass der Unterschied zwischen Innen- und Aussentemperatur nicht mehr als 5 Grad ist. Wenn draussen 39 Grad herrschen, dann meint man drinnen bei 34 Grad, die Klimaanlage sei ausgefallen. Die armen SBB- und VBZ-Mitarbeiter kriegen dann immer Klagen zu hören.

        Neue Lebensumstände?

      • Sportpapi sagt:

        Neue Lebensumstände tönt nach Bauer ledig sucht ist fündig geworden 🙂

      • Malena sagt:

        Postauto fährt nur einmal in der Stunde… Hehe, in Italien fährt der Bus manchmal nur 2x am Tag ins Kaff. Familienferien sind trotzdem machbar.

      • mila sagt:

        Neue Lebensumstände tönt nach schwanger, plus Umzug in die Nähe des Arbeitsortes meines Partners. Macht Sinn, dass sein Arbeitsweg angesichts der ‚Umstände‘ minimal (10min) ist, er ist beruflich gebunden, ich flexibel. Und: den Wohnungsstandard (respektive -komfort), den wir auf dem Land bekommen, sucht man in jeder grösseren Stadt vergeblich. Ich spreche da von einem Mietpreisunterschied von über 1000 CHF.

        Und ja ja, SP – ich wollte noch letztes Jahr keine Kinder. Aber das Leben meinte es entgegen beidseitiger Planung anders, und wir sind (mittlerweile) sehr glücklich darüber.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Ich freue mich für Sie. Wirklich. Das Leben spielt ja manchmal Streiche, und offensichtlich gilt halt doch: Sag niemals nie.

      • Susi sagt:

        schwanger? Gratulation!!

      • mila sagt:

        Merci 😉

      • Widerspenstige sagt:

        Oh! Was lesen da meine übermüdeten Augen, mila? Sie sind schwanger?! Ich werd‘ verrückt, nein….das heisst, ich freue mich für Sie! Das muss gefeiert werden und somit…. Champagner in die Flutes füllen und ab in die Hängematte und träumen… 😀 😆 😛

      • mila sagt:

        Für mich dann wohl eher ein Ginger Ale, zum Anstossen… Aber ja, ein Liege- anstelle des Bürostuhls wäre nett. 🙂

      • Katharina sagt:

        Und Ginger wäre ein schöner Name für ein Mädchen. Congrats. Ich denke ein Stern wollte halt doch Deine Seele kennenlernen.

      • mila sagt:

        Sieht so aus. 😉 Ginger wäre in der Tat schön, und ich trinke auch regelmässig Ingwer. Aber wir haben schon je einen Namen, und daran wird sich vermutlich nichts mehr ändern.

      • Susi sagt:

        Geht’s denn noch lang, bis es da ist?

      • Stranger sagt:

        da gibt’s ja bald eine Minimila. Ich gratuliere ebenfalls!

      • mila sagt:

        Es wird Anfang Januar, Susi (zumindest das grosse Bibberzittern ist vorbei). Und obs eine Minimila wird, oder ein Minimilan, ist derzeit nicht bekannt, Stranger. Ich nehme es, wie es kommt. (Und hoffe, das Kind erbt doch so einige Eigenschaften vom Vater…)

      • Susi sagt:

        Unabhängig davon, was es von wem erbt, hat es auf jeden Fall schon mal Glück mit der Mutter. Die sicher klug genug war, einen tollen Vater auszusuchen. 🙂

      • Stranger sagt:

        Ja, und die spröd genug ist, sich Komplimente zu verbitten. Ich hab’s nicht vergessen, mila…

        Aber gell, das „spröd“ soll keine Beleidigung sein.

      • mila sagt:

        Zu diesem Thema nur so viel, Stranger: wenn man mir als Kind sagte, ich sei eine kleine Prinzessin, habe ich wie wild meine Haare geschüttelt und heftig widersprochen, ich sei ein Eselchen. Scheint eine Charakteranlage zu sein, die Sprödigkeit gegenüber einer gewissen Art von Komplimenten. Mal sehen, ob ich als zwecks Läuterung den rosa Alptraum mit einer Tochter durchleben müsste…

        Wär nur nett, wenn die väterliche Gelassenheit in der Familie bleibt (ich gebe zu, grüne Augen wären auch toll). Dann wäre die (Wahl-)Klugheit tatsächlich zu etwas gut gewesen, Susi. 😉 Aber eben:

      • mila sagt:

        was immer kommt, wird gut sein. Ich bin jedenfalls mächtig gespannt darauf, das kleine Wesen kennenzulernen.

      • Franz Vontobel sagt:

        Ja, und die spröd genug ist, sich Komplimente zu verbitten.

        Was vermutlich ursächlich mit der Schlüpfrigkeit besagter Komplimente zusammenhängt…

      • Stranger sagt:

        Nein, das war ein gänzlich unanzügliches Kompliment, das sich auf den Gehalt milas Postings bezog. Ich bin doch kein Wüstling.

    • Ich sehe diese Zwangsehe auch nicht. Wir haben uns für ein Auto entschieden, weil wir als Familie zwei Wohnsitze führen. (Das ist auch nicht sehr ökologisch aber zum Glück nur temporär.) Die Fahrten mit dem Zug waren aus verschiedenen Gründen mühsam (Gepäck, Umsteigen, ständige Zugausfälle, volle Züge) und wir hätten viele Sachen doppelt anschaffen müssen, die wir jetzt einfach ins Auto packen können. Klar, es ginge ohne Auto, aber der Komfortunterschied ist für uns momentan riesig.

      • Alpöhi sagt:

        Aber gerade „volle Züge“ wäre doch ökologisch sinnvoll. Oder gehören Sie (wie ich) zu den Personen, die einen Zug „gefühlt“ als voll empfinden, wenn es kein freies Viererabteil mehr hat? 😉

      • Natürlich sind volle Züge ökologisch sinnvoll, aber halt nicht praktisch mit einem Baby. Deshalb habe ich auch ein schlechtes Gewissen, weil ich die Ökologie der Bequemlichkeit opfere. Ansonsten empfinde ich einen Zug als voll, wenn er voll ist. Trotzdem laufe ich natürlich erstmal durch den ganzen Zug, um das letzte freie Viererabteil zu finden. So will es das Gesetz.

      • Muttis Liebling sagt:

        Ökologisch ist, mit Baby nicht und ohne Baby nur so wenig als möglich zu reisen.

      • Nicht reisen oder wenig reisen ist immer ökologischer als viel reisen. Das hat mit Babys wenig zu tun. (Aber es ist ja alles relativ. Wenn ich während dem Nichtreisen aus Langeweile Autoreifen verbrenne, würde ich dann doch besser in einem Flugzeug sitzen.)

      • Alpöhi sagt:

        @Markus Tschannen: Dann hören Sie halt auf, Autoreifen zu verbrennen. Oder so.;-)

  • Susi sagt:

    Ich bin zwar vorwiegend velosexuell und hatte noch nie ein eigenes Auto, aber das Wort „Minivan“ lässt meine Augen leuchten! So einen fuhr ich nämlich als Au Pair. Da haben so viel Kinder drin Platz, das ist Hammer! Ich packte manchmal, wenn ich grad in Organisationslaune war, das Auto voll und machte mit 6 Kindern (3 „eigene“, 3 Gspänli) einen Tagesausflug in die Sea World oder ins Disney Land. War recht anstrengend, immerhin waren zwei von den sechs noch im Kleinkindalter, aber insgesamt supertolle Erinnerungen!

    • Susi sagt:

      Und P.S. Es geht schon ohne Auto, ich bin immer mit den ÖV oder dem Velo unterwegs; unsere Tochter kennt sich am HB bereits bestens aus und weiss, wie das Zugsystem funktioniert. Mein Mann besitzt aber ein Auto, er benötigt es vor allem auch für seine Hobbys. Auch wenn ich es selbst praktisch nie fahre, finde ich es natürlich praktisch, dass da eins ist, auch für Familienausflüge, Grosseinkäufe, Ferien u.Ä.

      • Katharina sagt:

        Grosseinkauf geht aber nur, wenn genug Kühlschränke da sind. Und ich meine KühlSCHRAENKE, nicht diese kleinen 60 x 60 x 90 cm Dinger.

      • Susi sagt:

        Wir benötigen beim wirklichen Grosseinkauf vor allem auch Dinge, die man nicht (oder nicht sofort) kühlen muss. Getränkeflaschen, riesige Säcke Rindenspreu und Heu für die Kaninchen, z.B. Da komme ich mit dem Veloanhänger schnell ans Limit.

      • Sportpapi sagt:

        Was man kühlen muss, wird ja auch bald wieder gegessen. Da braucht man keinen riesigen Kühlschrank. Gross genügt… (für das Bier habe ich aber noch einen zweiten 🙂 )

      • Stranger sagt:

        Ich merke immer wieder, dass sich Katharina mit CA schreib: CAtharina. Von wegen des Bundesstaats.

      • Katharina sagt:

        Ja, Stranger und meine zwei Kühlschränke haben je 0.9 Kubikmeter.

      • Stranger sagt:

        Katharina, Du kannst jetzt schon rumprahlen, aber ich habe den Längeren.

  • Norah Thomas sagt:

    Zwei Kinder, kein Auto – machbar! Die Kinder lernen früh, sich beim Packen (ob für einen Tag oder eine Woche) aufs Wesentliche zu beschränken. Die Mehrzeit, die für die Fortbewegung zu Fuss, mit dem Velo oder dem ÖV benötigt wird, gibt Raum für Gespräche: Früher habe ich ihnen Geschichten erzählt, jetzt bekomme ich einen Einblick in ihr Teenie-Leben. Als Familien-Chauffeuse habe ich mich nie gesehen, und die Kinder sind durch ihren so antrainierten Orientierungssinn im Grossstadtgewirr schnell selbständig geworden. Ein Familienleben ohne Auto – kann ich nur empfehlen.

    • Würde ich in einer Stadt wohnen (und nur in einer Stadt) hätte ich vermutlich auch kein Auto. Das perfide am Auto ist halt, dass man es relativ rasch auch für Strecken nutzt, die man früher problemlos mit dem ÖV oder dem Velo zurückgelegt hat. Ausserdem ist es glaub ich schwer, wieder autofrei zu werden, wenn man mal eins hatte. Machbar, natürlich, aber der Mensch ist bequem und macht beim Komfort ungerne Rückschritte.

      • Susi sagt:

        Also, ich nehme praktisch nie das Auto, vor allem aus Rücksicht aufs Kind. Wenn ich mich mal ans Steuer setze, tönt es von hinten: „S’Mami fahrt?? Nöd guet. Gar nöd guet.“ Und wenn wir dann in die Garage einfahren, schnallt sie sich sofort los und wirft sich auf den Boden vor den Hintersitzen, Gesicht nach unten, Hände schützend auf dem Hinterkopf.

      • Sportpapi sagt:

        Ah, und ich dachte es applaudiert wie im Flugzeug nach der Landung.

      • Susi sagt:

        Ja, das wäre wohl respektvoller.

      • Norah Thomas sagt:

        Da gebe ich Ihnen absolut recht, Herr Tschannen, dass der Mensch in Sachen Komfort nur widerwillig und schwerlich zurückschraubt. Von daher bin ich froh, mich erst gar nicht ans Auto gewöhnt zu haben. Und klar, wir haben unseren Wohnsitz in einer Stadt mit gutem ÖV gewählt. Der Traum von naturnahen Leben auf dem Land, der sich nur mit dem naturfremden Mittel des Autos verwirklichen lässt, ist für mich ein Widerspruch in sich.

      • maia sagt:

        also betreffend Komfort wäre für mich das Auto ein Rückschritt!

    • Adrian Wehrli sagt:

      Wie gesagt geht auch ohne Schuhe, oder man sich das linke Bein absagen. Ökomoralismus als Glaubensersatz ist die neue Religion, das Opium fürs Volk. Und die Carbonkompensation die neue Beichte: Sünidger! Dir sei vergeben. Humple zu FUSS druchs Leben und geissle dich täglich, was für einen Schaden du der Natur antust! Du Mensch, du Parasit auf dieser Erde! Hahahahah …

      • Stranger sagt:

        Moment, Wehrli, bei Ihnen gilt, dass es für den modernen Menschen die Wahr gibt zwischen kritiklosem Im-Mainstream-Mitschwimmen und Selbstkasteiung?

      • Adrian Wehrli sagt:

        Den modernen Menschen hab ich noch nicht gesehen, aber für uns Schweizer Füdlibürger gibt es drei Varianten: 1.Ignoranz 2.Moralische Verblendung 3.Dem Problemen in die Augen sehen.
        Das Problem an 2. ist die EGO Perspektive: In dem ich mein eigens Verhalten ändere, bin ich nicht mehr Teil des Problems und hab erst noch die moralische Hoheit.

      • Stranger sagt:

        Naja, ich tendiere in meiner eigenen Ansicht zu Option 3, aber Sie werden das sicher nicht so sehen. Und da Sie als Checker ja zweifellos wissen, wo der Hase läuft, werde ich mich gewiss irren.

  • Iselator sagt:

    Wir sind eine Familie mit 3 kleinen Kindern. Wir wohnen in einem Kuhdorf. Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte und alles andere was interessant ist gibts nur ausserhalb. Wir fahren SEAT Alhambra und lieben ihn. Nein, es geht wirklich nicht ohne Auto. Auch der kleinste Ausflug wird jeweils zur kleinen Expedition und wie man Wocheneinkäufe ohne Auto schaffen sollte ist mir auch ein Rätsel. Selbst den Müll muss man in unserem Dorf mit dem Auto irgendwohin fahren.

    • Sportpapi sagt:

      Mit dem Veloanhänger…

      • Susi sagt:

        Den Veloanhänger benutze ich auch für solche Dinge. Aber in gewissen Gegenden und in gewissen Situationen ist es einfach sehr, sehr viel praktischer, ein Auto zur Verfügung zu haben. „Es geht auch ohne“, ist für mich kein Totschlagargument. Es geht auch ohne Heizung und ohne warmes Wasser, das hab ich im Landhaus meines abenteuerlichen Ex‘ gelernt. Aber es ist trotzdem schön, wenn man nicht den Holzofen anfeuern muss, um die Stube auf 12 Grad zu bringen. Fernsehen, ohne den eigenen Hauch im Blickfeld. Mal wieder warm duschen, in einem Badezimmer mit über 5 Grad Temp. Mit Auto grosseinkaufen.

      • Sportpapi sagt:

        Es geht auch ohne ist nichts anderes als ein Widerspruch zu „es geht wirklich nicht ohne Auto“. Dass es bequem ist, vielleicht manchmal sogar sinnvoll, habe ich nicht bestritten.

      • Susi sagt:

        Grundsätzlich bin ich natürlich auch eher gegen das Auto und für die ÖV und vor allem für Velos.

      • Stranger sagt:

        Sorry, Leute, ich KANN einfach nicht Velo fahren. Das heisst, ich kann es schon, ich falle einfach immer mal wieder um.

      • Sportpapi sagt:

        Dann nimm halt das Dreirad…

      • Stranger sagt:

        Nee. Dann fahre ich halt kein Velo.

  • Meier sagt:

    Wenn schon ein schlechtes Gewissen, dann aber bitte richtig; die Schuhe der Familie von 5jährigen in Pakistan zusammengeklebt, die herzigen Kinderkleidli von einer 8jährigen in Bangladesch zusammengenäht, das Silizium der Solarzelle unter Umständen von 6jähjrigen aus einer Mine im Kongo gefördert. Das wird dann nach China gebracht, dort zu einer superumweltfreundlichen Solarzelle geformt und wieder in die Schweiz transportiert. Dort kann man damit ein Elektroauto laden, dessen Batterien alle paar Jahre als Sondermüll entsorgt werden müssen. Ich denke, so ein Auto ist da gar nicht so schlimm…

    • Wahl sagt:

      @Meier: fragen Sie bitte einmal die Menschen in Pakistan und Bangladesch, ob sie lieber keine Arbeit und kein Einkommen hätten. Und bevor Sie vollkommenen Unsinn von Fahrzeug-Batterien und Sondermüll faseln: informieren Sie sich bitte erst einmal. Die Millionen AA-Batterien im normalen Hausmüll richten deutlich mehr Schaden an als zu 99% reziklierbare Akkus der Elektrofahrzeuge, die viel zu wertvoll sind, als dass irgendjemand sie im Sondermüll entsorgt.

  • Sportpapi sagt:

    Es geht auch mit Familie ohne Autos. Im Gegenteil, ich finde es immer wieder irritierend, wie die Kinder mit Autos in den Wald, ins VAKI-Turnen etc. gefahren werden. Zur Bewegungsförderung…

    • Hotel Papa sagt:

      Alles eine Frage des „Wo?“. In der Agglo mit gutem ÖV braucht man kein Auto. Wer sich aber den Traum vom Häuschen im Grünen erfüllt hat, aber seine Städterseele halt doch nicht ganz zurücklassen kann, braucht eine Dose.
      Wir haben es 15 min Zugfahrt von Basel in einer Altstadt immer ohne geschafft. („Altstadt“ nimmt dem Auto gleich mal viel von seiner Attraktivität.) Die Einschränkungen sind aber erheblich. Im Schnitt darf man für eine Fahrt mit dem ÖV die doppelte Zeit einer Autofahrt veranschlagen. Und das ganze mit dem Kinderkarsumpel zum nachtragen…

      • Sportpapi sagt:

        „Im Schnitt darf man für eine Fahrt mit dem ÖV die doppelte Zeit einer Autofahrt veranschlagen.“ Das stimmt. Allerding lese ich in dieser Zeit. Also muss ich praktisch gar kein eZeit einrechnen…

      • Hotel Papa sagt:

        Stimmt schon mit dem Doppelnutzen der Fahrt. Der Tag wird aber nicht länger, und gewisse Unternehmungen sind dann schlicht gar nicht mehr machbar.

        Trotzdem pendle ich 20 km vit dem Velo. Hilft, dass mein innerer Schweinehund den Sport nicht sabotieren kann. Für grössere Distanzen steht ein Töff in der Garage, der aber sehr selten bewegt wird (Ging auch mit jeweisl einem Kind, so ab 10-Jährig). Und wenns ein Transport sein muss leihe oder miete ich ein Auto.

      • Susi sagt:

        @Hotel Papa: 20 km pro Weg oder für beide? (alle Achtung…)

      • maia sagt:

        @Hotel Papa: Sie haben aber die Zeit zur Parkplatzsuche nicht miteinberechnet….

      • Hotel Papa sagt:

        @ maia: Richtig. Bei der fahrt in die Standt ist das ein gewichtiges Argument, ob man sich die Dose antut.
        @ Susi: 2 x 20. Das Problem ist, dass sich der Stoffwechsel anpasst. Wenn ich mal länger pausiere, gehe ich auf wie ein Ofechüechli. (Ist ja nicht so, dass der Appetitt Rücksicht nimmt…)

      • Muttis Liebling sagt:

        Die verschiedenen Elemente des Lebensentwurfes muss man im Zusammenhang sehen und planen. Der grundsätzliche Entscheid gegen Motorisierung war bei mir ganz oben in der Prioritätenliste Das hat Konsequenzen für die Wohnungswahl. Oberstes Kriterium ist, dass ein zentraler (S-) Bahnhof fussläufig in max.10 min. erreichbar ist. Da für mich genau so wichtig war, nur in Grossstadtzentren, nie auf dem Land zu leben, war das nie schwierig.
        Zu vielen, u.U. gegenläufigen, Prinzipien kann man nicht treu bleiben. Aber 3-4 Kernthemen (z.B. Beruf, Familie, Wohnen, Mobilität) kann man miteinander verknüpfen.

    • Adrian Wehrli sagt:

      Geht auch ohne Schuhe und vor allem ohne PC. DAS wär was! Dann hätten wir all die moralintriefenden Ökosuperheldenkommentare erst gar nicht ….

      • Widerspenstige sagt:

        Aber Adrian, dann könnte ich mich nicht über Ihre frechen Einwürfe so köstlich amüsieren. Die Chinesen werden ihren Aufschwung hoffentlich klüger voran treiben und von den handebüchenen Fehlern aus dem trivialen Westen lernen. Schliesslich haben die Chinesen eine der ältesten Kulturen aufzuweisen und lebten nicht so schlecht damit. Das einzige Volk (Irrtum vorbehalten), das die Frechheit besass, das Einkindmodell in die Tat umzusetzen. Sonst wäre eine Öffnung dieses Ausmasses nie möglich gewesen. Die produzierten billige Solarzellen, bevor hier der Schlaf aus den Augen gerieben ist…

      • dres sagt:

        @Widerspenstige: Sie meinen das wirklich ernst, diese Bewunderung des Chinesen, oder? Ich glaube heute ist einfach wieder mal ein heisser Tag. Im Altweibersommer hätten Sie so etwas nie geschrieben…

      • Muttis Liebling sagt:

        WS, ich bin zwar ein bekennender China- Freund und meine mit China nicht die aktuelle Volksrepublik, sondern das Reich der Mitte seit 226 v.Ch.. Aber naiv darf man trotzdem nicht sein.
        Die Ein- Kind- Familie hat zu einem Geschlechterverhältnis von 70:30 zugunsten männlich und damit zu Kindsmord, Abtreibung mit primitiven Methoden und ausgedehnten Frauenhandel geführt. Das aktuelle China wird deshalb auch noch vor Europa in grösste demographische Konflikte kommen, welche man ‚Vergreisung‘ nennt. Ich würde mich nicht wundern, dass dadurch die gesamte Region instabil wird.

      • Widerspenstige sagt:

        dres, Kulturgut ist nicht gleichzusetzen mit Kommunismus, Diktatur und deren Menschenrechtsverletzungen ist keineswegs aufzuwiegen mit meiner Aussage. Es geht mir um das Volk, den Fortschritt, den sie sich hart verdient haben, nicht um deren Regierungsfunktionäre! Es ist schwül und deshalb sollte ich mich präziser ausdrücken. Da darf nicht schwammig getextet werden.

      • Adrian Wehrli sagt:

        Dres, woher wissen Sie dass die Widerspenstige ein alters Weib ist? Das ist doch etwas frech, bitte! Widerspenstige, danke für das Kompliment! Aber ich kann Ihnen versichern, und ich bin jedes Jahr zweimal da, die lieben Chinesen mit Ihrer achtsamen Kultur werden all den Sch…. genauso durchmachen, besser gesagt, es herrschen bereits Zustände weit nach dem Point of no Return. Aber China ist gross, da ist es möglich, dass einige Landstriche ein paar Dekaden lang chemische Sperrzonen werden. In 10 Jahren wird der Mittelstand genug Geld haben, dass Umweltschutz eine geforderte Lebensqualität wi

  • Bruno Fässler sagt:

    Wenn sie nicht mit der Grossmutter der Familie und dem Surfbrett auf dem Dach jedes Wochendene ins Engadin Ski-Fahren gehen, dann wäre ein Elektroauto sowieso die besser Wahl; kein Krach (sowas von guter Musik beim Fahren!); völlig entspanntes Fahren, keine Abgase (und wenn der richtige Stromix gewählt wurde auch ein grünes Gewissen). Für die Ferien lässt sich leicht ein Benziner mieten.
    Stromkosten für 100km: 2 -4 Franken; Oelwechsel, Auspuff, Kat, Getriebe all die andernen Filter, Dichtungen, die der Mech sonst immer mit sorgenvollem Gesicht beim Service für zu ersetzen erklärt: Fehlanzeige

    • Susi sagt:

      Elektroautos hinterlassen dafür bei der Herstellung einen riesigen „grauen“ Fussabdruck, da wäre es ökologisch gesehen eigentlich sinnvoller, den uralten Karren noch zu fahren, bis er abliegt…

      • In Elektroautos steckt wegen dem Akku etwas mehr graue Energie, das stimmt. Der Unterschied ist aber nicht dramatisch und auch bei konventionellen Autos schwankt die graue Energie stark. z.B. abhängig von der Grösse. Ob sich ein Elektroauto ökologisch lohnt, hängt davon ab, wie oft es gefahren wird, wie gross seine Reichweite ist und wie langlebig die Batterie ist. Und natürlich spielt der verwendete Strom auch eine Rolle. Die „uralte Karre“ ist übrigens selten sinnvoll, denn die Verbrauchswerte der Motoren sind in den letzten Jahren sehr stark gesunken.

      • Susi sagt:

        Mir wurde da eben eine Rechnung gemacht von einem Mathematiker, der eigentlich selbst ein Elektroauto fährt und begeistert ist, es aber mit Vorbehalt bezügl. der Ökologie fährt. Bei der Rechnung spiele das Fahrverhalten keine grosse Rolle, weil es ja für beide Autos gleich wäre. Sagen wir, das uralt Auto taugt noch für 10’000 km. Da sei es ökologisch nicht sinnvoll, das alte Auto vorzeitig zu verschrotten und die 10’000 km mit dem E-Auto zu fahren, meint er. Kann aber natürlich nur das wiederholen, was er mir gesagt hat. Er ist allerdings ein sehr Exakter.

      • Mit den 10’000 Kilometern ist das Fahrverhalten doch schon eingerechnet. Man müsste nur noch wissen, während welcher Zeit die 10’000 Kilometer gefahren werden. Anschauungsbeispiel: Wenn Sie die 10’000 Kilometer in 3 Monaten fahren, lohnt sich eine sofortige Neuanschaffung, wenn Sie 10’000 Kilometer in 5 Jahren fahren, sind Sie mit dem Alten ökologischer unterwegs. Je mehr Sie fahren, desto irrelevanter wird die graue Energie, weil dann der Verbrauch viel mehr ins Gewicht fällt.

      • Susi sagt:

        Ja, das leuchtet irgendwie ein… Vielleicht hab ich den Kollegen falsch verstanden. Bin wohl doch nicht hochbegabt.

      • Vielleicht hat er ja einfach den Fall angenommen, dass die 10’000 Kilometer über eine längere Zeit gefahren werden. Dann kann seine Berechnung durchaus stimmen.

      • Sportpapi sagt:

        Ich kann die Berechnungen nicht nachvollziehen. Nein, der Zeitraum ist völlig irrelevant, wenn die Kilometerzahl gegeben ist. Ausser es spielen noch andere Elemente mit.

      • Die Zeit ist deshalb relevant, weil Sie das Auto ja nicht einfach 10x länger halten, nur weil Sie 10x weniger fahren. Das Auto unterliegt einer natürlichen Alterung, auch im Stand. Das betrifft sowohl das Material (beim E-Auto ist es wegen dem Akku noch etwas dramatischer) als auch den technischen Fortschritt.

      • Sportpapi sagt:

        Eben, das meinte ich mit anderen Faktoren. Allerdings gilt das ja nun nicht, wenn da noch ein Auto steht, das weiterhin und möglicherweise über längere Zeit fahrtüchtig ist. Und, nebenbei, vielleicht weniger effizient ist, aber leichter und ohne die vielen Energiefressenden Zusätze wie etwa Klimaanlage etc.

      • Wenn man aber das alte Auto gemäss obigem Beispiel nur 3 Monate früher ersetzen muss, und dafür 10’000 Kilometer mit deutlich tieferem Verbrauch fährt, dann lohnt sich der Ersatz eben. Aber logisch: Wenn wegen „leichter und keine Klimaanlage“ das alte Auto den tieferen Verbrauch hat, dann sollte man es natürlich nicht ersetzen. Nur haben „uralte Karren“ eben selten den tieferen Verbrauch.

      • Susi sagt:

        Mein Kollege meinte, der höhere Verbrauch wäre bei der Rechnung bereits mit einbezogen. Ich werde ihn nach den Sommerferien nochmals fragen, nimmt mich jetzt genauer wunder.

      • Adrian Wehrli sagt:

        Liebe Susi, 2/3 der weltweiten Schadstoffe werden in zweit und drittweltländern ausgestossen, es geht hier also nur um ökologischen Ablass, grünes Seelenheil ohne Schmerz. Der Footprint-Gugus ist blos eine Neuauflage der New-Age Gaia Theorie, aufgewärmt von Althippies die zu viel THC und MDMA gefuxt haben. Wollen Sie Mutter Erde retten? Erschiessen Sie ihre Kinder, stellen Sie sich vor welchen Carbon Footprint die Kinder und Kindes-Kindes-Kinder über JAHRHUNDERTE sie damit einsparen. Das schreiben dieses Kommentars verursachtr auch 4 G CO2, oh MutterGöttin Gaia, ich Sündiger!

      • Hotel Papa sagt:

        Erst kommt das Fressen, und dann die Moral. Ein schlechtes Gewissen zu haben muss mensch sich erst mal leisten könen.

      • Susi sagt:

        Ich will weder die Welt retten noch habe ich ein schlechtes Gewissen. Das ist nur eine Gedankenspielerei in Bezug auf den ökologischen Sinn der E-Autos; ich finde solche Rechnungen interessant.

      • Sportpapi sagt:

        Ich bleibe dabei – grundsätzlich hat der Mathematiker recht. Ein Auto fährt, solange es fährt. Und je länger es fährt, desto kleiner wird der Anteil der Herstellungs-/Entsorgungsenergie pro Kilometer. Verkürzt man die Lebensdauer, muss das durch einen niedrigeren Energieverbrauch erst einmal kompensiert werden. Andererseits geht es ja auch nicht nur um Energieverbrauch, sondern auch gewisse Schadstoffe, die heute gar nicht mehr freigesetzt werden.

      • Stranger sagt:

        Macht nichts, Susi, es braucht auch uns niedrig Begabte.

      • Stranger sagt:

        Susi, wehre Dich gegen die seltsamen Ideen des Wehrli. „2/3 der weltweiten Schadstoffe werden in zweit und drittweltländern ausgestossen“ – das wäre zu belegen. Ich sage klar, dass wir pro Kopf deutlich stärkere Umweltverschmutzer sind als die Leute in der dritten Welt. Klar, gibt es auch bei uns Unterschiede. Ein Ami ist doppelt so schlimm für die Welt wie ein Schweizer. „Der Footprint-Gugus ist blos eine Neuauflage der New-Age Gaia Theorie, aufgewärmt von Althippies die zu viel THC und MDMA gefuxt haben“ Nee, das mit dem Footprint ist eine sehr greifbare Verkürzung wichtiger Argumente.

      • Stranger sagt:

        Was das mit Drogen zu tun haben könnte, entzieht sich mir völlig. Ich trinke alle drei Wochen etwas Ethanol, das war’s aber mit Drogen…

    • Adrian Wehrli sagt:

      Nun ja, unser Umweltschutz mutet manchmal „stranger than fiction“ an. Ihre Wortwahl sagt es schon „ist schlimmer …“ >Die Grundidee das wir „schlimm“ sind für die Welt, ist etwas sehr religiöses, die Ursünde sozusagen. Und mit dem Karton-Footprint haben wir auch schon die quantifizierung der Erlösung. Und Nein, wenn wir alle ÖV fahren und Joghurtbecherli auswaschen, dann rettet das die Welt kein bisschen.

      • Anh Toàn sagt:

        Die Verbrauchswerte der Motoren sind tatsächlich gesunken, gleichzeitig ist das Gewicht der Fahrzeuge deutlich gestiegen, dank sei all den elektrischen und elektronischen Helfern: Vor gut 30 Jahren fuhr ich einen Opel Kadett C, 4 Türig mit knapp 8 Litern im Schnitt, wenn das Geld gerade sehr besonders knapp war, auch mit weniger. Danach hatte ich einen Citroen LN, mit 2Zylinder 600 ccm3 Motor aus Dyane, der brauchte noch weniger. Miete ich heute einen Kleinwagen, schaff ich es auch nicht unter 6 Liter. (Die Katalysatortechnik hat aber zweifellos eine Menge gebracht, was Schadstoffe betrifft.

      • Anh Toàn sagt:

        Ich mit dem Kadett in Paris, die Tankanzeige meldete knapp 3/4 voll, das Portemonnaie total leer, ich hab es ohne schieben bis nach Hause in Basel geschafft.

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