Wenn Mama Taschengeld erhält

Mama-Sackgeld, das gibts. Foto: Keystone

Sackgeld oder gar ein Bonus? Die Aufteilung des Geldes regeln Paare ganz unterschiedlich. Foto: Keystone

Über Geld redet man nicht. Und so habe ich auch nie gross mit meinen Freundinnen darüber gesprochen, wie sie das eigentlich handhaben mit ihrem Einkommen und den gemeinsamen Ausgaben. Dabei sind die Finanzen gerade für Eltern ein grosses Thema. Kommen beide Löhne in einen Topf und beide Elternteile bedienen sich daraus? Und was, wenn einer zu Hause bleibt und plötzlich gar nichts mehr verdient? Hat dann der eine (meist der Mann) das Sagen über das Konto und zahlt dem anderen (meist der Frau) ein monatliches Taschengeld?

Mama-Taschengeld, das gibt es tatsächlich. Eine Kollegin erzählte mir kürzlich während einer Honorardiskussion ganz nebenbei, dass sie «300 Franken Taschengeld pro Woche» erhalte. Ich war verblüfft, um nicht zu sagen schockiert. Sie arbeitet 60 Prozent, trägt also durchaus zum familiären Einkommen bei. Und dennoch verwaltet das Geld anschliessend ihr Mann, während sie mit einem fixen Sackgeld abgespiesen wird?

Dass sie mir mit einer solchen Selbstverständlichkeit von ihrem Taschengeld erzählte, machte mich neugierig. Ich begann herumzufragen, wie Elternpaare ihr Geld aufteilen. Die befragten Mütter gaben mir ganz unschweizerisch offen Auskunft. Und es stellte sich heraus, dass nur schon in meinem Umfeld die unterschiedlichsten Modelle gelebt werden.

Viele haben ein gemeinsames Konto, auf das beide Löhne einbezahlt werden und von dem sich Vater wie Mutter bedienen – wobei grössere Anschaffungen stets mit dem Partner abgesprochen werden. Auch wenn nur der Mann einer bezahlten Tätigkeit nachgeht, ist das gemeinsame Konto eine Variante. «Wir sind der Meinung, dass wir beide gleich viel leisten, ob diese Arbeit nun bezahlt ist oder nicht», erklärt eine Freundin, «deshalb gehört uns das Geld zu gleichen Teilen.»

Andere besitzen zwar auch ein solches gemeinsames Konto, haben daneben aber noch je ein Privatkonto. Und darauf überweisen sie sich jeden Monat den gleichen Betrag – eine Art Taschengeld für Mama und Papa also, über das jeder frei und ohne jegliche Rechtfertigung verfügen kann. Weil man als Paar in Gelddingen manchmal eben nicht gleich tickt und so gar nicht erst das Gefühl aufkommen kann, einer leiste sich mehr als der andere oder schmeisse das gemeinsam verdiente Geld gar zum Fenster hinaus.

Eine einzige Mutter sagte, sie und ihr Mann hätten nach wie vor kein gemeinsames Konto. «Wir rechnen unsere Ausgaben auch nicht ab Ende Monat, jeder schaut für sich und am Ende muss einfach alles bezahlt sein.» Das funktioniere bestens. Nochmals anders sieht es bei einer weiteren Freundin aus: Sie kümmert sich Vollzeit um Kinder und Haushalt und ihr Mann überweist ihr jeden Monat einen fixen Betrag, der «fürs Essen, Schuhe, Kleider und meinen Ausgang reichen muss».

Das Geld, das sie bei ihrem gelegentlichen Nebenjob verdiene, lege sie noch oben drauf, «so kann ich mir ohne schlechtes Gewissen mal etwas von dem Geld kaufen». Sie habe übrigens eine Bekannte, die erhalte neben dem Haushaltsgeld zusätzliche 500 bis 1000 Franken Taschengeld pro Monat nur für sich. Ob die jeweilige Taschengeld-Höhe von der Mama-Performance abhängt? Das ginge dann fast schon in Richtung Hausfrauen-Bonus, den reiche New Yorker ihren Gattinnen angeblich für «erfolgreiches Hausfrauen- und Mutterdasein» jeweils Ende Jahr ausbezahlen.

Während es viele Mütter erstaunt bis empört, wenn der Mann alleine über das von ihm verdiente Einkommen bestimmen will, kann ein befreundeter Vater diese Sichtweise durchaus nachvollziehen: «Wenn du als Mann 100 Prozent arbeitest und dadurch der Frau eine Pensumsreduktion und die Tage zu Hause bei den Kindern ermöglichst, fragst du dich manchmal schon, ob du deinen Lohn wirklich fifty-fifty mit ihr teilen musst.»

Als ich meine Arbeitskollegin einige Tage später nochmals auf ihr Taschengeld ansprach und es genauer wissen wollte, stellte sich übrigens heraus, dass sie in Geldfragen doch deutlich emanzipierter ist, als es die Sackgeld-Bemerkung vermuten liess. Sie und ihr Mann, «beide totale Kopfmenschen», hätten alles genaustens ausgerechnet, schon bevor das Kind überhaupt da war. «Wir haben früher jeweils einen Teil unseres Lohns aufs gemeinsame Konto einbezahlt und den anderen Teil auf dem privaten Konto behalten», sagt sie, «da ich nun aber wegen des Kindes auf 60 Stelleprozente reduziert habe, musste mein Lohnverlust ausgeglichen werden.»

Die 300 Franken pro Woche seien gewissermassen die Entschädigung dafür, dass sie als Mutter zum Kind schaue und dadurch weniger verdiene. «Taschengeld nennt das normalerweise nur mein Mann, ich finde die Bezeichnung doof.» Mama-Lohn wäre in ihrem Fall in der Tat passender. Umso mehr, weil über den finalen Betrag fast wie in einer Geschäftsbeziehung verhandelt wurde. «Und ich muss zugeben, ich habe diese Verhandlung damals sehr erfolgreich geführt», sagt sie schmunzelnd.

Wie teilen Sie sich Einkommen und Kosten auf? Gehört Ihr Familieneinkommen beiden, egal, wer wie viel davon erwirtschaftet hat? Oder finden Sie es richtig, dass ein Alleinverdiener auch alleine über das Geld bestimmt und der Mutter und Hausfrau nur einen fixen Betrag überweist?

160 Kommentare zu «Wenn Mama Taschengeld erhält»

  • Glückliche sagt:

    Bei uns kommt alles in einen Topf, jeder hat aber noch sein eigenes Privatkonto. Darauf wird jeden Monat eine „Allowance“ für jeden gleich viel, überwiesen. Damit mache ich ohne schlechtes Gewissen Frauenweekends, bezahlte meinen Ausgang, meine Kleider, oder ich spare es für später. Vom gemeinsamen Topf geht sonst alles, Steuern, Krankenkasse, Essen, Kinderartikel etc…Aufs gemeinsame Konto hat jeder eine EC-Karte und bezahlt damit beim Einkaufen. Funktioniert perfekt, gab noch kein Wort Diskussion betreffend Geld.

  • Cybot sagt:

    Die juristisch korrekte Vorgehensweise wäre übrigens, dass jeder der Partner dem anderen die Hälfte seines Einkommens überweist, damit haben beide gleich viel. Alle gemeinsamen Ausgaben müssen dann natürlich ebenfalls 50-50 aufgeteilt werden. Das macht das ganze natürlich ziemlich aufwendig, ausser Juristen macht das vermutlich niemand wirklich so.

  • Cybot sagt:

    Über Geld redet man nicht? Über die Menge vielleicht nicht, aber darüber, wie man mit dem Geld umgeht, rede ich sehr wohl. Mit Freunden, aber auch mit Bekannten und sogar mit Arbeitskollegen.

  • Vollzeitmutter sagt:

    traurige tatsache das man für die eigene kinderbetreuung vom mann bezahlt werden will/muss!habe jedoch nichts dagegen das jeder sein eigenes verfügbares geld hat falls man das braucht!

    • Claudia sagt:

      @Vollzeitmutter…von wem wollen sie den sonst bezahlt werden? Es steht ja auch jeder Frau frei, arbeiten zu gehen und dem HausMANN Geld abzuliefern, oder? Wir haben ja Gleichberechtigung.

  • Hotel Papa sagt:

    Egal welches Modell es am Schluss ist: wählt eines, bei dem Ihr jederzeit die Union auflösen könntet, ohne das sich jemand übervorteilt fühlen muss.
    Ich weiss, es ist unpopulär sich über den Fall Gedanken zu machen, wenn der Himmel voller Geigen hängt. Im Eintretensfall wird es umso schmerzhafter.

  • Dieter Neth sagt:

    Luxusprobleme! Wenn wir Miete, Krankenkasse, Steuern, sonstige Rechnungen und Lebensunterhalt bezahlt haben bleibt meistens nichts mehr übrig, worüber sich zu diskutieren lohnt. Taschengeld für Erwachsene? So ein Unsinn! Hab ich schon als Kind nie gehabt und bin daran gewöhnt, kein Geld mitzuführen. Das hat den Vorteil, dass man es nicht verliert, dass man nicht ausgeraubt werden kann und dass man keine Impulskäufe tätigt. Das ist auf eine Art ungemein befreiend!

    • 111 sagt:

      …werde auch jeden Tag überfallen… habe deshalb eine eigene Budgetspalte dafür eingerichtet 😀

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    300.- Taschengeld pro Woche? Soviel habe ich nicht einmal im Monat!

  • Nina sagt:

    Ich finde alles richtig, was funktioniert. Aber rausfinden, bei wem was passt, muss man halt schon selber…

  • Urs sagt:

    Wir Arbeiten 100/’0′, wobei Null ja auch 100% ist, einfach Zuhause. Dazu haben wir ein gemeinsames Konto und je ein Eigenes. Der grosse Brocken geht auf das gemeinsame Konto, auf das Eigene geht genau gleich viel. Bei kleinen Zusatzverdiensten ‚darf‘ man die Hälfte behalten, die andere Hälfte geht wieder auf das Familienkonto. Wie eine kleine Motivation, dass es sich lohnt, was extra zu machen.

  • sabine graber sagt:

    den Haushalt teilen wir gleichmässig auf, jeder hat so seine Spezialgebiete. Und es wird auch nicht genölt, wenn jemand mal etwas mehr macht als der andere.

  • sabine graber sagt:

    wir verdienen zusammen ca. 10500 Franken (80% Frau, 100% Mann), keine Kinder, wohnen zur Miete. Wir haben nur jeweils ein eigenes Konto, kein gemeinsames. Lebensmittel werden in etwa abwechslungsweise vom eigenen Geld gekauft, eine Abrechnung wird nicht gemacht. Wer ein teures Shampoo oder sonstiges haben möchte, kauft das selbst. Grössere Anschaffungen, Ferien werden geteilt. Jeder kauft sich selbst seine Goodies und die andere Person redet da auch nicht rein, solange genügend Geld für Miete usw. da ist. Bestes Modell meiner Meinung nach. Über Geld meines Partners habe ich nicht zu bestimmen.

  • Böser Wolf sagt:

    Ich habe keine Frau. Vereinfacht vieles.

    • Adrian Wehrli sagt:

      … und ich trage keine Unterhosen, das erspart einiges, ist aber nicht so bequem. Your choice.

      • Böser Wolf sagt:

        Unten ohne ist doch superbequem! Hatte immer soziale Skrupel, unten ohne aus dem Haus zu gehen. Aber jetzt wo ich weiss, dass das der Wehrli auch macht hält mich nichts mehr!

      • Adrian Wehrli sagt:

        Endlich wieder etwas echte Mändlichkeit auf der Strasse!

      • Hannah sagt:

        Böser Wolf und Adrian Wehrli, auf welchen Strassen sind Sie unterwegs?

      • Böser Wolf sagt:

        Hannah: Kurz vor dem Eindunkeln auf der Kloppstockwiese.

  • Gustav Gans sagt:

    Ich verdiene das Geld, das geht auf das gemeinsame Konto. Verwaltet wird das von meiner Frau. Grössere Ausgaben entscheiden wir gemeinsam, den Rest ad hoc.

  • Nala sagt:

    Bei uns ist es so, Mann verdient das Geld und Frau gibt es aus 😉 Sprich, alles was mit Geld zu tun hat, läuft über mich. Mein Mann interessiert sich nicht so sehr für Bankauszüge und dergleichen. Da wir aber auch wirklich extrem ähnliche Ansichten in Gelddingen haben, gab es noch nie Probleme. Er gibt Geld bis Betrag X aus, was darüber ist, fragt er nach, ob genug Geld vorhanden ist um was-auch-immer zu kaufen. Ich frage selten, da ich ja weiss, ob Geld vorhanden ist. Wir sind beide keine „boy/girl-need-toy“-Typen. Von daher geben wir nur für übliche Dinge Geld aus.

    • Adrian Wehrli sagt:

      … Na so teuer sind die Boy/Girl toys ja auch nicht, und manchmal könne die ja beide benützen wenn der andere den Akku wieder auflädt, musst mal Susi fragen, die hat da mehr Erfahrung.

      • Susi sagt:

        Da muss ich widersprechen: Wenn man auf Nachhaltigkeit achtet, muss man schon ein wenig Geld in die Hand nehmen. Man bedenke immer, was die Herstellung eines solchen Gerätes für die Umwelt bedeutet! Wer hier Billigware kauft, spart am falschen Ort!

  • Stephan sagt:

    Ein gemeinsames Konto, grössere Anschaffungen gemeinsam besprechen. Das scheint mir am schönsten und fairsten, die Realität lässt sich ohnehin nicht berechnen.

  • AnnaK sagt:

    Bei uns kümmere ich mich ums Administrative und die Finanzen. Mein Mann hasst es und ist froh, dass ich die finanzielle Verantwortung für die Familie trage. Er will partout kein gemeinsames Konto oder eine EC-Karte zu meinem Konto. Der grösste Teil seines Lohnes geht per Dauerauftrag auf eines meiner Konti. Der Rest reicht ihm für seine Rechnungen und „Taschengeld“. Um alle anderen Rechnungen und Steuern kümmere ich mich, und wenn er Ende Monat mal nichts hat, fragt er mich. Da ich mittels Daueraufträgen überall Geld horte reicht es immer für Ferien, Restaurants, Sparen, Unvorhergesehenes.

  • Adrian Wehrli sagt:

    Ich schau dass mehr reinkommt als rausgeht, und Sie schaut dass nicht mehr rausgeht als reinkommt, grundsätzlich geht alles auf ein Konto und ausgeben kann jeder was er will und für passend hält. Wir sind ja alles erwachsene Menschen.

  • Kathrin sagt:

    Bei uns sind die Zuständigkeiten klar geregelt: Mein Mann verdient das Geld und ich gebe es aus. 🙂
    Kinder, Haushalt, Finanzsachen (Versicherungen, Zahlungen, Anschaffungen) sind mein Bereich. Wenn mein Mann etwas Bestimmtes braucht, sagt er mir was ich kaufen soll. Kleider wähle ich für ihn aus, da ist er auch froh darüber. Ich achte darauf, dass sich unser Erspartes stetig erhöht.
    Diese Variante ist für uns am Einfachsten. Unsere Bedürfnisse sind auf zum Glück ähnlichem Niveau (keine extravaganten Luxuswünsche) und wir empfinden einfach viel Respekt, Vetrauen und Liebe füreinander.

    • Nala sagt:

      Also ich kann ja alles nachvollziehen, aber dass Sie Kleider für ihn auswählen, da stolper ich dann doch. Klingt mehr nach Mama vom Mann als nach Partnerin *kopfkratz*. Bei allem anderen bin ich ganz dabei. Ist hier genauso. Aber das mit dem Kleiderkaufen hab ich mir abgewöhnt 😉 Irgendwann sollte Mann doch alt genug sein um sich einzukleiden. Und sonst soll er halt in 20jährigen zerrissenen Hosen rumlaufen.

      • Susi sagt:

        Nala, irgendwie habe ich das Gefühl, dass Sie ihren Mann nicht artgerecht behandeln. Sie sollten ihm die Kleider nicht nur kaufen, wasche, bügeln, sondern am Morgen auch bereitlegen. Bereiten Sie ihm etwa auch keinen gesunden, fröhlichen Znüni (Dinosaurier-Sandwich, Radiesli-Igel, Apfelschnitze) zu? Sie müssen sich echt nicht wundern, wenn Sie dann kein ordentliches Taschengeld von ihm bekommen.

    • Héloise sagt:

      @Susi: Ich habe, bei beiderseitigem 80%-Pensum, für meinen Mann die Kleidung auch eingekauft. Ganz nach seinem sehr eigenen Style und eher als Personal Shopper denn als Mama. Dafür übernahm er, auch nicht papamässig, die mir verhassten administrativen Aufgaben (nicht etwa allein die Rechnungen). Kinderbetreuung, Hausarbeit, Kochen und Einkaufen wurden geteilt. Ein fröhliches Znüni zum Mitnehmen hab ich ihm nie gemacht, finde die Idee aber inspirierend. Wie wäre es mit hartgekochten Eiern, in Fussballoptik mit schwarzen Trüffelspänen (sparsam!) dekoriert, auf einem selbstgesäten Biokressebeet?

      • Susi sagt:

        Hartgekochte Eier auf einem Biokressebeet? Héloise, Sie sind lustig, bei Ihnen find ich’s ganz ok, dass Sie Ihrem Mann die Kleider einkaufen! (Ich glaub, ich hab meinem auch schon mal ein T-Shirt gekauft, bin mir nicht ganz sicher. Aber wir gehen beide nicht gerne Kleider-Shoppen…)
        😀

    • Maja sagt:

      Dasselbe bei uns! Am wichtigsten finde ich dabei den letzten Halbsatz.

  • gabi sagt:

    Meine Eltern hatten das klar geregelt:

    Meine Mutter war die Finanzministerin und mein Vater hat ein Taschengeld erhalten.

    Dass ich mir je über sowas als Gender-Frage Gedanken machen sollte, wäre ich nie gekommen.

    Ebensowenig, wie über die Vorstellung, dass es Sinn machen würde, solche Ämtli überhaupt am Geschlecht festmachen zu wollen.

    PS: Namensvetterin Gabi ist nicht gabi (hallo Gabi!)

  • Heulsuse sagt:

    Also als alleinerziehender Vater dreier Kinder kenne ich beide Seiten. Ich arbeite 90% und führe den ganzen Haushalt mit allen Aufgaben und Betreuungspflichten vollständig selbst. Zur Frage, ob Kinderbetreuung und Haushaltsführen gleichwertige Arbeit ist, habe ich meine eigene Meinung. Im Vergleich zu meinem anspruchsvollen Fast-Fulltime-Job kann ich sagen, dass die Arbeit in unserem 4-Personen-Haushalt mit Waschen, Bügeln, Einkaufen, Kochen, Hausputz, Schulaufgabenhilfe, Hobbies der Kids etc. mit der gegebenen freien Zeiteinteilung geradezu ein Zuckerscklecken ist.

    • Carlita sagt:

      Bewundernswert was Sie Leisten Heulsuse. Können Sie die Kinder bei der Hausarbeit einspannen?

      • Heulsuse sagt:

        Die Kids haben natürlich ein volles Schulprogramm, wobei ich manchmal über deren hohe Wochenstundenzahl staune. Sie sind fast mehr abwesend als ich. Ich kann sie nur bedingt einspannen, obwohl sie längst alt genug wären. Da ich aber schon mehrere Jahre in dieser Situation lebe, ist alles, so gut es eben geht, eingespielt.

  • plop sagt:

    Wir haben ein Konto auf welches wir einen fix abgemachten Betrag für alle Familienkosten (wo auch alle Ausflüge und Kaffees etc inklusive sind) einzahlen.
    Der Rest hat jeder für sich.

    Haben wir grössere Anschaffungen, kauft die einer von uns und es „gehört“ dann auch dieser Person. Das Sofa gehört zum Beispiel mir. Der Tisch ihm etc, bei einer Trennung wäre das schon mal ziemlich klar…

    Nicht besonders romantisch, aber praktisch und klar. /

    • plop sagt:

      / allerdings gab es zu Anfangs der Familienzeit die Situation, dass ich, obwohl nicht mehr verdienend, alle meine Ausgaben von meinem ersparten bezahlt habe – und dann natürlich ein Loch in der Kasse hatte. Dieses wurde dann vom Mann wieder aufgefüllt und wir achten nun darauf, finanziell autonom zu bleiben…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @plop

        wird da auf Ausgleich geachtet? Also dass jeder gleichviel für sich alleine beanspruchen kann, resp der Mehrverdienende auch mehr in die Familienkasse gibt? Und wie steht es mit dem Mitspracherecht bei grösseren Anschaffungen? Muss die Präsenz des Sofas, wenn es der Partner grottenhässlich findet, einfach geschluckt werden oder wird das vorher zusammen entschieden?

      • Adrian Wehrli sagt:

        Wenn beim Mobiliar schon für die Scheidung geplant wird, kann man die Romantik ja auch gleich einsparen. Ist diese das 21. Jahrhundert?

      • plop sagt:

        @Brunhild: Jeder zahlt soviel Prozent ans Familienkonto wie er arbeitet (sind beide selbständig, 100% gibts aber immer zusammen, er verdient ein bisschen besser als ich, dafür gehen meine Zigis aufs Familienkonto (smile)…) – zum Mitspracherecht bei grösseren Anschaffung: das besprechen wir natürlich schon zusammen… Aber wenn er sich unbedingt ein Landrover kaufen will, ist das schlussendlich dann doch sein Entscheid…

      • plop sagt:

        @Brunhild: ich habe mich ungenau ausgedrückt: Jeder zahlt soviel Prozent an den ganzen FamilienBETRAG wie er in Prozent arbeitet… Sollte klar sein, oder?

  • Ruedi Freiaemter sagt:

    Meine Frau (60% auswärts arbeitend) und ich (100%), 2 (bald 3 Kinder), haben kein gemeinsames Konto und auch keine Vollmacht auf das Konto des anderen. Das ist auch nicht nötig. wir reden miteinander und ziehen an einem Strick. Jeder bezahlt 400 Franken/Mt in bar in die Haushaltskasse wovon Essen bezahlt wird. Rechnungen bezahle mal ich, mal sie. Wir haben Daueraufträge auf ein Einrichtungskonto und ein Sparkonto zur Amortisation der Hyp., Steuern und Ferien eingerichtet. Auf beiden Lohnkonten bleiben dann monatlich je ca 2000 Franken übrig, womit jeder macht was er will.

    • Carlita sagt:

      Wow, 800 Fr. reichen bei Ihnen für Lebensmittel (inkl. Haushalts- und Pflegeartikel?) für eine 4 köpfige Familie?Das schaffe ich leider (bisher) nicht.

      • Heulsuse sagt:

        @Carlita. Wir sind auch zu Viert (drei KInder und ich) und es ist überhaupt kein Problem, mit CHF 800 auszukommen. Und wir kaufen nicht wenig ein, im Gegenteil; heranwachsende Kinder haben immer einen Bärenhunger und verbrauchen viel.

      • Ruedi Freiaemter sagt:

        Ja, grundsätzlich reichen 800 Franken. Eigentlich ist die Familie 5 köpfig, da das Au-Pair auch noch bei uns lebt. Aber ob jetzt einer mehr oder weniger isst merkt man eh nicht. OK, für mein Parfum nehme ich nie Geld aus der Kasse, wie das meine Frau macht weiss ich nicht. Und wenn ich mal einkaufe nehm ich mir das Geld meist auch nicht aus der Kasse, da ich es vergesse.

      • tina sagt:

        carlita, es ist sowieso nicht erstrebenswert, möglichst wenig für haushalt auszugeben, da man zwar sehr günstige nahrungsmittel (putzmittel, kleider usw) bekommt, aber diese auf kosten von irgendjemandem so billig produziert werden. gute qualität kostet einiges mehr.

      • Ruedi Freiaemter sagt:

        Tina, Kleider zähle ich nicht zu Haushaltsausgaben. Nahrungsmittel kaufen wir oft lokal, in der Käserei oder direkt auf dem Bauernhof ein. Sonst bei Coop und Migros (nie Aldi, Lidl oder Denner). Trotzdem reichen 800 Franken. Ich finde nicht, dass die Bauern in unserem Dorf schlechte Qualität bei ihren Produkten haben. Auch die Qualität von Migros und Coop empfinde ich nicht als schlecht.

      • tina sagt:

        ruedi freiämter: ich weiss ja nicht, wie oft du einkaufst, aber wenn du auch mal einkaufst ohne das aus der haushaltskasse zu bezahlen, sinds ja eben mehr als 800 haushaltsausgaben.
        ja klar, regional ist am fairsten und umweltgerechtesten, und das meinte ich auch, mit „gute qualität“. wenn es nicht regional produziert wurde, zahlt man mehr für fair und umweltgerecht (ganz grob gesagt). es kann einfach nicht das ziel sein, für nahrung möglichst wenig auszugeben. für fun 2400 pro monat für die eltern, und für nahrung nur 800? finde ich nicht richtig

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Ruedi Freiaemter

      und was machen Sie, wenn einer von Ihnen nicht mehr reden kann?
      „wir reden miteinander“, ja, solange Sie gesund und lebend sind…

      • Ruedi Freiaemter sagt:

        Darüber hab ich mir noch keine Gedanken gemacht. Aber wenn einer nicht mehr lebend ist funktioniert das mit dem reden nicht mehr. Jedenfalls kommt dann keine Antwort mehr.
        Was ich mit dem Satz sagen wollte: Wir brauchen keine strickten „Sackgeld Regeln“, da keiner über die Stränge schlägt und einfach so nen Ferrari kauft.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Ruedi Freiaemter:

        es geht darum, dass dann der Hinterbliebene, oder auch falls Sie aufgrund eines schweren Unfalles keinen Kontozugriff vornehmen können, vor riesen Schwierigkeiten- in einer sowieso schon äusserst schwierigen Situation- steht um ans Konto zu kommen.
        Das kann man sich mit gegenseitigen Vollmachten wenigstens teilweise ersparen.
        Wünschen tut es sich niemand, Gedanken machen drüber sollte sich dennoch jeder.

      • Stefan Schneider sagt:

        Frau Steiner, ich musste gerade kürzlich lernen, dass anscheinend eine Bankvollmacht beim Ableben erlischt (zum Schutze allfälliger anderer Erben).
        D.h. bei Krankheit funktioniert es, aber leider nicht im Todesfall.

      • Ruedi Freiaemter sagt:

        @Frau Steiner

        Danke für den Tipp. Wir haben das ganze versucht zu umgehen, indem jeder einen genügend grossen Grundstock auf einem seiner Konti behält.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Stefan Schneider

        ich weiss, aber mit einer Vollmacht sind Sie dann immer noch besser dran wenn es bankenintern eine gewisse Verständnis gibt, nicht alle gehen dann total nach Buchstaben, oder sorgen wenigstens für erhöhtes Tempo.

  • Clara sagt:

    Wir haben jeder sein Salaerkonto mit Bevollmächtigung des Partners. Beide arbeiten 80%, wir verdienen etwa gleich viel. Da mein Mann online-Banking hasst, trägt er sämtliche Daueraufträge. Ich bezahle alle sonst noch eingehenden Rechnungen. Taschengeld gibt’s keines, jeder kauft sich, was er/sie möchte von seinem Konto. Grössere Anschaffungen werden abgesprochen und dann auch mal zwischen den Konti überwiesen. „Fair aufgehen“ tut das nie. Unser Motto ist, solange alle Kosten gedeckt sind und am Ende bei dem von uns gelebten „normalen“ Lebensstil noch was übrig ist, ist das gut.

    • Hotel Papa sagt:

      Das ist solange gut, wie die Bedürfnisse einigermassen ausgleichen sind. Auch wenn nicht, wenn man zusammenbleibt. Gehts auseinander könnte sich der /die Sparsamere in den A. beissen.
      Ask me, how I know.

  • Susi sagt:

    Unsere Löhne gehen beide auf ein gemeinsames Konto, wir kriegen dann monatlich je 1500.- auf ein eigenes Konto überwiesen, davon bezahlt werden Dinge Krankenkasse/Arztrechungen, Mobiltelefon, Essen am Arbeitsplatz, Kleider, Fitness-Abos, eigene Ferien u.ä.

    Will ich mal was Grösseres, neues Mobiltelefon, Laptop, Tablet oder so, dann verhandle ich das mit meinem Mann und bezahle es meist vom Familienkonto.

    Wir verdienen zwar nicht gleich viel, sind aber der Meinung, das sei egal, wenn man ja eh verheiratet ist. 🙂

  • Hansli sagt:

    Wir haben Chaos – jeder hat sein Konto mit jeweils der Vollmacht des Partners. Für die Rechnungen Ende Monat wird jeweils das Konto geplündert wo gerade genügend Geld drauf ist. Für grössere Anschaffungen wie ein Auto wird gezielt gespart mit monatlichen Überweisungen von beiden Konten auf ein separates Konto. Persönliche Ausgaben für Hobby etc.. kann jeder frei entscheiden. Wir beide wissen ja wie hoch die Rechnungen Endo Monat sind.

  • abc sagt:

    Annahme: gemeinsames Budget 5’000.- => beide zahlen je 2500.- per Dauerauftrag auf ein gemeinsames Konto. Vorher überweisen jeweil beide 50% ihres Lohns auf das Privatkonto des Partners. Somit ist egal, wer wie viel verdient.

    • Urs sagt:

      So handhaben wir das auch, da dieses eine gerechte Aufteilung in einer Partnerschaft ist.

    • Michu sagt:

      Und wenn einer nur 50% Arbeitet?

      • Hotel Papa sagt:

        „Ein Jeder nach seiner Kraft“. Passt.

        Die ganzen Konflikte kommen ja vom Streitpunkt, was unbezahlte Arbeit wert ist. Da ist normalerweise davon auszugehen, dass der 50-Prozenter mehr von der unbezahlten macht.

    • Stranger sagt:

      Was ist, wenn einer der Partner, soll ja vorkommen, Teilzeitbedingt deutlich wenier verdient als der andere?

      • tina sagt:

        stranger: wenn A 5000 verdient und B 2000, und beide überweisen 50% an den andern, haben beide je 3500. davon überweisen beide 2500 auf ein gemeinsames konto und behalten je 1000. so als beispiel.

    • Reto sagt:

      das klappt aber nur, wenn auch die Steuern vom gemeinsmaen Konto bezahlt werden…

      Für mich gibt es eine noch einfachere Lösung: Beide Löhne auf ein Konto, alles Gemeinsame (inkl. Steuern) wird davon bezahlt und was Ende Monat überig bleibt wird 50/50 aufgeteilt.

      Die einzige Schwierigkeit sehe ich dann, wenn einer findet er reduziert „just for fun“ sein Pensum…. für diese Konstellation habe ich noch kein Patentrezept gefunden…

  • Papperlapapi sagt:

    Wir haben aus Bequemlichkeit, weil nie geändert (verheirtatet seit >10 Jahren), je ein Konto auf das die jeweiligen Löhne fliessen (60/80%- Pensum). Wir haben gegenseitig Vollmachten. Alltägliche Haushaltausgaben, Mittagessen, Einkaufsausgaben (Kleider, Schuhe für sich selbst, die Kinder) bezahlt jeder von seinem Konto. Ich bezahle von meinem Konto die eingehenden Rechnungen (Tel, KK, Strom…) Die Hypothekarzinsen gehen per Dauerauftrag von ihrem Konto aufs gemeinsame Liegenschaftenkonto. Grössere Ausgaben (Steuerrechnung, Konto 3A, Ferien, Weiterbildungen) bezahlen wir meist von ihrem Konto.

    • Synn sagt:

      Wir machen es fast gleich, auch 60 und 80 % Pesen und eigene Konten. Wer welche gemeinsamen Rechnungen bezahlt hat sich über die Jahre so eingependelt, wenns beim einen mal knapp wird, schieben wir auch mal eine Rechnung zum anderen rüber und gut ist. Klappt wunderbar und am Ende muss einfach alles bezahlt sein. Machen wir seit 10 Jahren so und wurde auch nicht geändert als wir geheiratet haben. Ganz grosse Anschaffungen sprechen wir auch ab, aber das sind dann eigentlich immer Sachen, die man soweiso gemeinsam aussucht.

  • ISEE sagt:

    Das ist bei uns einfach.
    Wir verdienen zusammen 100% des Familieneinkommens.
    Im Fünf-Personen-Haushalt werden die Auslagen dann wieder geteilt
    so wie es gerade gebraucht wird.
    Wenn man so will 50:50 oder genauer je 20 Rappen / Franken.

  • Hattori Hanzo sagt:

    Hat ihre Freundin denn nicht gesagt, ob ihr Mann auch ein Taschengeld hat? Davon gehe ich aus. Alle Paare Die ich kenne, die Taschengeld haben, haben jeweils beide eins. Wobei oft einer der beiden das nicht konsequent verprasst.

    • Susi sagt:

      @HH: Ja, bei uns ist es auch so, dass ich mein Geld immer verprasse und darum ein neues Velo vom Familienkonto kaufen muss, während mein Mann sich vom eigenen Konto ein Auto kauft…

  • Carlita sagt:

    Wir haben drei kleine Kinder, mein Mann ist zu 100% berufstätig und ich gar nicht. Wie haben gemeinsame Konti, welche ich als Buchhalterin gerne verwalte. Anschaffungen über 100 Fr. werden abgesprochen und für persönliche Wünsche bleib wenig übrig, wir haben jedoch diesbezüglich auch nicht viele Wünsche und sind froh, mit momentan einem Gehalt über die Runden zu kommen.

  • 2015 sagt:

    Es ist viel wichtiger sich über einen Lebensstil zu einigen und im klaren zu sein was dieser kostet und ob man sich das leisten kann oder will. Sparen für ein Haus/grossen Urlaub/Ausbildung Kinder oder doch lieber 3x die Woche ins Restuarant und shoppen gehen wenn es danach beliebt. Wenn man sich darüber einig ist und sich daran hält ist es egal wie das Geld fliesst, weil es dann am Ende reicht. Bei uns heisst die Regel „no surprises“ und was übrig bleibt kann für Urlaub oder anderen Spass verbraten werden.

  • Maja sagt:

    Wir (er: 100%-Job, ich: 100% Hausfrau) machens so: Da mein Mann das mit den Finanzen überhaupt nicht gern macht, überweist er jeden Monat von seinem Konto alles bis auf einen abgemachten Betrag (man könnte sagen, sein „Taschengeld“) auf mein Konto, welches als Haushaltskonto dient. Davon zahle ich dann alle Rechnungen, alle Einkäufe, usw. Wenn ich für mich selbst was will, ja dann kauf ichs auch von diesem Geld. Wenn möglich geht noch ein Teil aufs Sparkonto. Die Übersicht über unsere Finanzen behalte ich mittels über die Jahre perfektionierter Excel-Liste. Klappt wunderbar!

  • franziska sagt:

    Solange Friede, Freude, Eierkuchen herrscht, ist ja alles kein Problem, aber wieviele dieser Vereinbarungen sacken ineinander zusammen, wenn sich die Eltern auseinandergelebt haben?
    Wieviele Männer jammern danach, dass sie die Kinder kaum sehen, obwohl sie sie vorher auch nicht viel mehr sahen wegen Vielarbeiterei und wieviele Frauen haben danach Mühe, eine anständig bezahlte Erwerbsarbeit zu finden bzw. die Bestehende aufzustocken, um halbwegs über die Runden zu kommen, weil die Alimente nie den Arbeitsauwand für die Kinderbetreuung nur halbwegs vernünftig vergüten?

  • franziska sagt:

    «Wenn du als Mann 100 Prozent arbeitest und dadurch der Frau eine Pensumsreduktion und die Tage zu Hause bei den Kindern ermöglichst, fragst du dich manchmal schon, ob du deinen Lohn wirklich fifty-fifty mit ihr teilen musst.»
    Das klingt so, als sei Kinderbetreuung und Haushaltführung eine spassige Freizeitbeschäftigung. Das sagt wohl alles!
    Wenn diese unbezahlte Arbeit so ein „Zucherschlecken“ ist, weshalb setzt er nicht alles dran, dass er davon auch „profitieren“ kann? Demzufolge auf Altersvorsorge verzichtet und im Scheidungsfall aufs Sozialamt gehen darf?

  • mamivo4 sagt:

    SFr. 300.– pro Woche als Sackgeld!!! Der absolute Hammer.

    • franziska sagt:

      300.- pro Woche sind knausrig berechnet für verpasste 40 Stellenprozent. Das entspricht einem Monatslohn von CHF 3000.- (x12), Insbesondere in Anbetracht, dass damit auch keine Altersvorsorge dabei ist und sämtliche Sozialversicherungen, die lohnabhängig funktionieren, ausgehebelt sind.
      Wenn er CHF 15’000.- oder mehr verdient und sie auch gute 12’000.- (auf 100%), ist auch der Betrag von CHF 300.- ein Pappenstiel.
      Wer natürlich mit 2000.- über die Runden kommen muss mit den Kosten (ohne KK und Miete) für 3 Personen, ist an der kurzen Leine. Das Sozialamt in ZH zahlt nur 160.- weniger…

  • mamivo4 sagt:

    Wir haben ein Haushaltskonto. Darauf überweist mein Mann SFr. 2000.–. Davon muss ich Essen, Telefon, Kleider, Schulsachen, Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke etc. bezahlen. Als wir noch zwei Kinder hatten, hab ich davon noch die KK-Prämien, Strom, Billag bezahlt. Manchmal ein ziemlich schwieriges Unterfangen. Ich habe ein eigenes Konto, worauf mein Geld, was ich so nebenher verdiene, kommt. Aber meist wird das dann für den Haushalt oder Extras der Kinder gebraucht. Auf das Lohnkonto meines Mannes habe ich keinen Zugriff und keine Vollmacht. Ich bekomme auch kein Taschengeld.

    • ohne mich sagt:

      Aha. Und wie viel er verdient weisst du wahrscheinlich auch nicht, oder? Es braucht immer zwei dazu. Jemand der macht resp. die Macht hat und jemand der es mit sich machen resp. sich entmachten lässt.

      • Adrian Wehrli sagt:

        Ich schau dass es reinkommt und Sie dass es rausgeht, ist eine faire Arbeitsteilung finden wir ….

      • mamivo4 sagt:

        Es ist richtig, dass es immer zwei dazu braucht… ich leide zuweilen sehr darunter. Wir sind nun 16 Jahre zusammen…ich mache seine Steuererklärung, Post etc. aber er würde mir NIE eine Vollmacht geben, damit ich von seinem Konto die Zahlungen, die er übernimmt, machen könnte. Und ja, passiert ihm etwas, was in seinem Beruf schnell einmal passieren könnte, wäre ich finanziell ruiniert. ….Das Thema Geld, kann man überhaupt nicht mit ihm besprechen.

    • Brunhild Steiner sagt:

      und wieviel Prozent vom Manneslohn landen auf Ihrem Konto?
      Bezüglich Zugriff, das sollten Sie definitiv ändern wenn Sie im Behinderungs/Todesfall keine Schwierigkeiten haben wollen.

    • nowhere sagt:

      Spätestens bei der Steuererklärung sieht ja jeder was der andere Ehepartner verdient.
      Oder wird da alles abgedeckt und nur die Unterschiftenzeile freigelassen?

      • Christina sagt:

        Ja, die Steuern, ein zentraler Punkt, solange es kein Splitting gibt! Wie soll der Anteil des Zweitverdienstes berechnet werden, denn wegen der Progression erhöhen sich die Kosten auch für den Erstverdiener? Bei uns (siehe oben) gehören die Steuern, ganz wichtig, zu den Betriebskosten und werden folglich auch proportional zu den Löhnen aufgeteilt.

  • Christina sagt:

    Wir behalten das eigene Konto. Beide arbeiten 100%, ohne Kinder, mit unterschiedlich hohen Löhnen. Für die laufenden Ausgaben inkl. Miete, d.h. die Betriebskosten, zahlt jeder, was anfällt und trägt es ins Büchlein ein. Am Ende des Monats wird alles zusammengezählt, proportional zu den Nettolöhnen aufgeteilt und ausgeglichen. Grosse Anschaffungen, z,B, Möbel, Auto, sind Investitionen und werden halbe/halbe bezahlt. Wer mehr verdient, subventioniert so den anderen. Aber merke: Wer zusammenleben will, kann nicht alles und jedes „gerecht“ aufteilen.

    • Michu sagt:

      Machen wir ähnlich: In einer Excel-Liste werden die Ausgaben aufgelistet: ungefähr was Telefon, Miete, Essen, etc. pro Monat kostet.
      Ich bezahle alles und meine Freundin überweisst mir ihr Geld (prozentual zu Ihrem Gehalt).
      Grössere Investitionen werden entweder halbe/halbe bezahlt oder nur von einem von uns (dem „gehört“ es dann eigentlich auch).

      Den Rest behält jeder für sich und kann sich davon kaufen, was er will (naja, zumindest theoretisch: „Was, brauchst Du das unbedingt?“ „Ja.“).

  • Peter sagt:

    Meine Frau und ich arbeiten beide Teilzeit (30% bzw. 80%), die „freien Stellenprozente“ dementsprechend für die Familie. Beide Löhne wanden direkt auf das Familienkonto, worauf natürlich beide vollen Zugriff haben. Zudem bekommen beide Elternteile ein fixes Sackgeld pro Monat, worüber frei bestimmt werden kann, ohne dem Partner Rechenschaft ablegen zu müssen.
    Dazu gibt es eine Android-App . Dort wird das monatliche Sackgeld virtuell ausbezahlt. Private Ausgaben werden ganz einfach vom normalen Lohnkonto bezahlt und in der App erfasst. Fair und simpel! Bei Interesse an der App: info[at]yimm.ch

    • Susi sagt:

      „Private Ausgaben werden ganz einfach vom normalen Lohnkonto bezahlt und in der App erfasst.“

      Das ist doch wieder mal datenschutzmässiger Wahnsinn. (Steht dann da drin „Akku-Vibrator, Fr. 200.-„?)

      • Adrian Wehrli sagt:

        Für Ihn oder für Sie? Ich mein das Aku-Ding …

      • Susi sagt:

        Das war natürlich ein rein theoretischer Eintrag, um den zweifelhaften Datenschutz zu veranschaulichen.
        Solche Dinge sollten aber m.E. rein theoretisch auch immer vom Familienkonto angeschafft werden, weil sie schliesslich einer harmonischen Partnerschaft zuträglich sind.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Muss mich tina anschliessen,
    die 300.- pro Woche, falls fair hätte er ja ebenfalls 300.- pro Woche,
    macht 2400.- pro Monat zur absolut zweckungebundenen freien Verfügung neben allen zweckgebundenen Ausgaben-
    nicht schlecht, doch tut mir leid, jenseits von unsrem Alltag.

    WIRKLICH ABSOLUT KOMPLETT TOTAL UMFASSEND JENSEITS

    • Gabi sagt:

      Ist doch egal. Wenn viel rein kommt, kann man auch viel rauswerfen. Schön wenn man es sich leisten kann. Würde nicht nein sagen …
      Die Kunst des Lebens besteht darin, Zufriedenheit zu finden 🙂

    • Andrea sagt:

      Erstens wissen wir ja gar nicht, ob von den CHF 300 nicht auch mal ein Zoobesuch mit den Kindern bezahlt wird und zweitens ist es überhaupt nicht jenseits, wenn es der Einkommenssituation der Familie entspricht. Wer mehr verdient, kann mehr ausgeben.

      • Brunhild Steiner sagt:

        doch, ich finde das jenseits, und schätze es entspricht nicht der durchschnittlichen Mehrheit-
        ich zweifle ganz grundsätzlich sehr hohe Gehaltsklassen (auf Kosten tieferer nämlich!!!) an.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Gabi

        stimmt nur bedingt, hätten sich bisher alle immer bloss aufs Prinzip Zufriedenheit genügt berufen,
        wir lebten wohl noch heute im Feudalsystem…

      • mila sagt:

        Wobei ein ‚Taschengeld‘ von 300/Woche noch lange nicht in der oberen Liga der Unverhältnismässigkeiten spielt. Dafür reicht ein durchschmittlicher Kaderlohn, in der Teppichetage ist man da beiweitem nicht angekommen…

      • Adrian Wehrli sagt:

        Liebe Brunhild,
        Die hohen Gehaltsklassen existieren nicht auf Kosten der Kleinen, aber irgendwie ist dieser Trugschluss bei den Sozis hängengeblieben – eine Gesellschaft kann Erschaffen oder Umverteilen, – oder nach den Worten unserer Sozis, am besten ist es wenn alle gleich viel Nichts haben …. Leute gibts, tsts .

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Adrian Wehrli

        klar, existieren ganz und gar nicht zu Lasten der Fusswascher, nein, nein mein Guter, selbstverständlich alles ganz rechtschaffen und nichts als „verdient“…,
        doch mit einem haben Sie Recht, Leute gibts, tsts…

      • Andrea sagt:

        Genau, Mila! Und wissen Sie was, Frau Steiner, ich hab sogar CHF 400 pro Woche! Unsere Situation lässt das zu, ich bin dankbar dafür und es würde auch mit weniger gehen. Dabei ist es selbstverständlich, dass ich davon auch öfter mal etwas für meinen Sohn oder meinen Mann kaufe. Und jenseits finde ich nur, wenn man über den Freibetrag von anderen urteilt. Ich kenne auch eine Frau, die CHF 10’000 pro Monat bekommt. Ist doch schön für sie, Ihr Mann kann es sich leisten.

      • Adrian Wehrli sagt:

        @ Brunhild Steiner

        Wenn Sie Füsse waschen wollen, bitte sehr, finde ich löblich, hat auch schon Gandhi gemacht. Nur hat er dazu keinen Sozialkitsch geträllert.

      • Susi sagt:

        Was ich wirklich schräg finde, ist nicht die Höhe des Betrags (Andrea, für nur 400.-/Woche können Sie sich ja nicht mal jeden Monat eine LV-Tasche leisten, da müssen Sie ja noch drauf sparen, ohje!), sondern die Aussage, dass manche FRAUEN halt mehr Taschengeld von ihren MÄNNERN erhalten, weil deren MÄNNER es sich eben leisten können. Unglaublich.

        Jaja, ich kenne auch Frauen, deren Männer sich ein grosses Haus mit Pool leisten können, und für die nichtberufstätige Frau eine Vollzeit-Nanny einstellen. Solche Frauen verblöden echt vor lauter Maniküre-Besuchen.

      • Sportpapi sagt:

        Hm, Susi, aber mit den Klischees haben Sie es gar nicht?

      • Sportpapi sagt:

        Vermutlich zu viel „Vorstadtweiber“ gesehen… 🙂

      • mila sagt:

        @Susi, weshalb ich den Begriff Taschengeld in diesem Kontex grundsätzlich daneben finde, habe ich weiter oben erörtet… Aber die Frage stellt sich mir wirklich, ob bei einer Familie, die vielleicht CHF 10-15’000 Einkommen pro Monat hat, schon Raubtierkapitalismus anmahnen muss. Da gibt es ganz andere ‚Baustellen‘.

      • Adrian Wehrli sagt:

        Die Susi kommt immer in Fahrt wenn sie „Eau de unterdrücktes Weibchen“ riecht, dann werden die Wangen rot, und die Nüster weiten sich. Also keine Amazonen Witze bitte, Sportpapi!

      • Susi sagt:

        @Adrian & SP: Nein, ich bin doch einfach nur neidisch. Ich möchte halt auch einen begehbaren Schrank in der Grösse unserer Wohnung haben. Und eine Dienstmagd und, wichtig, einen eigenen Butler. Und einen personal trainer.
        *seufz*

      • Adrian Wehrli sagt:

        Und bitte Susi, kürzen Sie den Sportpapi nicht mit SP ab. Er erzählt ja schon ab und zu einen vertiablen Hafenkäse, aber Ihn gleich mit SP zu beleidigen, finde ich etwas doll …

      • Susi sagt:

        Sie haben’s heute nicht so mit den Linken, hmm?

      • Sportpapi sagt:

        Ach, Wehrli, da fühle ich mich nun ehrlich gesagt nicht so beleidigt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Adrian Wehrli

        genau hier liegt das Problem, in der Abwertung- auch lohnskalamässig, von „Fusswascharbeitenden“, unsere gesamte Infrastruktur ist nur deshalb so gut, weil es immer noch ausreichend Fusswaschende hat, welcher trotz tieferem Einkommen diese Arbeit qualitativ gut bis sehr gut erledigen.
        Das hat nichts mit links zu tun, wenn man hier mehr Gerechtigkeit haben will, sondern mit Einsicht dass es die zu Unrecht tief eingestuften Arbeiten, dringend braucht wenn alles funktionieren soll.
        Auch @Andrea

      • Andrea sagt:

        @Susi: Ich erhalte – wie weiter oben ausgeführt – KEIN Taschengeld von meinem Mann. Das Geld, das ich zur Verfügung habe, ist der Teil meines Salärs, den ich auf meinem persönlichen Konto belasse und nicht aufs Gemeinschaftskonto weiter überweise. Mein Mann macht das Gleiche.

      • Andrea sagt:

        …@Susi: Bei der Dame mit den CHF 10’000 jedoch handelt es sich tatsächlich um Taschengeld. Und dass wir uns nicht falsch verstehen: Nie im Leben möchte ich in so einem Abhängigkeitsverhältnis zu meinem Mann stehen! Ich finde nur, das soll jeder so machen wie er will.

      • tina sagt:

        es geht doch nicht um zoobillete oder neid. es ist schlicht uninteressant für den durchschnitts mamablog leser, ob es fair ist, wenn von einem elternpaar einer nur einen kleinwagen und der andere eine luxuskarre hat. oder wieviele tiere frau beller von dem schlimmen leben in der wildnis bewahrte

    • Adrian Wehrli sagt:

      Ich habs nie mit den Linken und noch weniger mit den Rechten. Selber Denken hilft, zurzeit machen mir aber die überbordernden sozial-Staatskrake mehr sorgen als das dümmlich-dumpfe Heimatsgedösel unserer Rechten.

      • Sportpapi sagt:

        Und Sie finden gar nicht, dass da langsam etwas aus dem Gleichgewicht gerät? Dass es längs nicht mehr um „etwas mehr Taschengeld“ geht, sondern um eine immer einseitigere Verteilung von Reichtum? Und um einen Stand, der sich längs über die Regulationen der Nationalstaaten erhoben hat und diese ständig gegeneinander ausspielt?

      • Adrian Wehrli sagt:

        Genau .. das Wort Verteilung ist das Problem. Als gäbe es etwas zu verteilen. Verteil kann der Staat, nachdem er es vorher eingezogen hat, in einer Firma muss etwas erschaffen werden, udn nachher kann man darüber spekulieren war welchen Anteil geleistet hat. Ich bin auch der Meinung dass gerechte Löhne gezahlt werden müssen, nur verändert sich der Lohn eines arbeiters um keinen Rappen, ob der CEO das 100 fache davon hat, einzig der Neid multipliziert sich bei den Genossen. Nun stellen wir uns mal hypothetisch vor, in 20 Jahren werden alle Fusswaschjobs von Roboter erledigt, was machen wir dann

      • Sportpapi sagt:

        Sie haben recht, Wehrli. Und sonst sollen diese Fusswäscher etc. halt Kuchen essen!

  • mikhaylov sagt:

    Bei uns geht der Lohn von beiden 100%+40% auf mein Konto und ich bringe der Frau Geld nach Hause, sobald Sie sagt, dass Sie keines mehr hat, dass muss dann für sie und den Haushalt reichen, ca.250.-/Woche, getankt wird mit der Tankkarte und wann Sie etwas ausserordentliches benötigt, muss sie das anmelden und wird grundsätzlich auch bewilligt! Falls es einmal ein grösserer Einkauf wird, muss sie mich informieren, nicht erst wann die Kreditkartenrechnung eintrifft!
    Funktioniert schon seit 10Jahren sehr gut und hat auch bei meinen Eltern funktioniert.

    • Gabi sagt:

      Sie belieben zu scherzen?
      Hoffe ich zumindest.
      Finden Sie es wirklich okay einer erwachsenen Person Anschaffungen zu BEWILLIGEN?
      Klar müssen grössere Ausgaben vereinbart werden, damit sie keine Löcher ins Budget reissen. Und selbstverständlich ist die Höhe individuell.
      Aber Ihr Kommentar liest sich wie ein Statement zu einer Machtfrage.

    • Nadja sagt:

      @mikhaylov: Wir haben die gleiche Situation. Aber sorry, wenn ich als Frau auch selber Geld verdiene und nach Hause bringe, möchte ich ganz sicher nicht bei meinem Mann um Geld bitten müssen. Auch ich will entscheiden können, was mit einem Teil, von meinem Lohn passiert. Also ihre Einstellung finde ich sehr altmodisch und Machtausübend.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @mikhaylov

      „….Lohn von beiden 100%+40% auf mein Konto …“

      eine nette Provokation, oder tatsächlich so?
      Falls letzteres, Ihnen ist klar dass Sie Ihre Frau in grosse Schwierigkeiten bringen falls Sie durch Unfallfolgen von einer Minute auf die andere nicht mehr unterschriftenvollmächtig, oder gar nicht mehr lebensfähig (also tot) sind?

    • Marie sagt:

      Echt jetzt?
      Naja, immerhin steht mein EX nicht alleine mit dieser Ansicht da…! Und die gute Nachricht für ihn dürfte sein, dass es tatsächlich Frauen gibt, die sich sowas gefallen lassen.

  • tina sagt:

    hust. 300 als taschengeld? also nur für fun? 2400 monatlich für ein elternpaar? und da soll ich noch einen gedanken darüber verschwenden ob das fair ist? sind das sie selben leute, die über steuern jammern?

  • fabian sagt:

    Dass ihr Frauen immer so ein Aufhebens ums Geld macht, man könnte meinen, dass es euch primär darum ginge, in einer Beziehung reich an Geld zu werden…

  • Andrea sagt:

    Wir lassen uns beide unsere Saläre (40 und 100%) auf unsere eigenen Konti überweisen, behalten einen Teil für persönliche Ausgaben, über die keine Rechenschaft abgelegt werden muss und leiten den Rest auf ein gemeinsames Konto weiter. Das ist im Endeffekt zwar das Gleiche, wie wenn wir uns ab dem gemeinsamen Konto ein „Sackgeld“ ausbezahlen würden, aber für mich fühlt es sich so besser, sprich selbstbestimmter an. Die auf den eigenen Konti verbleibenden Beträge sind nicht identisch und entsprechen den persönlichen Bedürfnissen.

    • Irene sagt:

      Genauso machen wir es auch. Bei uns erhält jeder sein Taschengeld in der gleichen Höhe, und dazu noch „Verpflegungs-Geld“ wobei diese natürlich bei meinem Mann höher ausfällt, da er mehr arbeitet. Ich persönlich finde es das einzig richtige, das Geld in einen Topf zu werfen und dass beide Erwachsenen gleichviel „Taschengeld“ erhalten. Schliesslich hat man sich entschlossen ein gemeinsames Leben zu teilen und gemeinsam Kinder zu haben. Wenn die Frau zu weniger arbeitet, um nach den Kindern zu sehen (oder auch gar nicht mehr), tut sie das ja nicht zum eigenen Vergnügen.

    • Anne sagt:

      Machen wir auch so, nur bekomme ich noch ein paar hundert Franken von meinem Partner überwiesen für meinen Mama-Lohn, da ich weniger arbeite als er. Wir teilen aber alle Ausgaben 50/50.

  • angelina sagt:

    mein mann arbeitet zu 100 % und ich arbeite zu hause als vollzeitmutter und hausfrau. ich mache verwalte sozusagen UNSER geld indem ich ende monat die rechnungen zahle und mir haushaltsgeld auf mein konto beame. wenn ich was brauche für mich persönlich wünsch ichs mir zum geburtstag oder wenns was ist was wirklich nötig ist wirds gekauft aber natürlich kommt das eher selten vor. wir haben 4 kinder und einen lohn und es muss auch zum sparen noch reichen. deswegen sind wir beide, mein mann und ich, sehr bescheiden was ausgaben für uns angeht

  • Papi sagt:

    Ich arbeite aktuell 110% ! und wir führen einen „gemeinsamen Topf“. Wie viele normalverdienende Bürger in diesem Land, würde ich mich glücklich schätzen, Fr. 300.— pro Monat zur freien Verfügung zu haben.

    • ticki-tacka sagt:

      Sie haben sich verlesen: Hier bei der Dame sind es 300.-/WOCHE !!
      Und darüber regt sich hier noch jemand auf? Ich fasse es nicht!
      Hätte ich auch gerne zur „freien Verfügung“ also zum spassigen Ausgeben.
      Hammer.

      • Adrian Wehrli sagt:

        Es gibt immer jemanden der mehr Sackgeld hat und jemanden der weniger hat … war immer so und wird immer so sein.

  • mila sagt:

    Ich gebe zu, der New Yorker Hausfrauenbonus hat mich zu Beginn befremdet. Dabei ist er lediglich Ausdruck eines Zeitphänomes: ‚Leistung‘ soll sich auszahlen, eben auch für ‚erfolgreiche‘ Mütter. Durchökonomisiertes Denken macht nun mal auch nicht vor der privaten Haustüre halt. Und es scheint mir, dass der Begriff ‚Taschengeld‘ um einiges gefälliger gegenüber dem, was eine Frau und Mutter an Zeit und Arbeit in ihre Familie ‚investiert‘, auftritt.

    Mir persönlich wären beide Bezeichnungen zuwider, denn weder würde ich mich als mütterliche Effizienzmaschine sehen wollen,

    • mila sagt:

      noch als unmündige (bzw. abhängige) Gefälligkeitsempfängerin – auch bei aller vorhandenen Liebe zur Selbstironie nicht.

  • Brunhild Steiner sagt:

    „Wenn du als Mann 100 Prozent arbeitest und dadurch der Frau eine Pensumsreduktion
    und die Tage zu Hause bei den Kindern ermöglichst, fragst du dich manchmal schon,
    ob du deinen Lohn wirklich fifty-fifty mit ihr teilen musst.“

    Wobei der gute Nachvollziehende unterschlägt dass, würde sie dies nicht,
    ansonsten Betreuung organisiert, und je nach Art, finanziert werden müsste, und dann wohl auch sein Anteil daran gefragt wäre…., ihm wird durch dieses Modell also möglicherweise Mehrarbeit erspart; was er mit diesem „die lebt dann im Schlaraffenland-blick“ ausblendet.

    • Brunhild Steiner sagt:

      2/ im Übrigen gefällt mir sehr dass diese Frage in Ihrem Umfeld so entspannt angegangen wird, bestätigt die Vermutung dass es die meisten durchaus gut auf die Reihe kriegen ohne sich deswegen unterdrückt oder was weiss ich zu fühlen- wie hier drin manchmal so fettgedruckt betont wird.
      Auch wir haben bloss gemeinsame Konti und das funktioniert bestens.

      • angelina sagt:

        es muss auch funktionieren. wenn wir eine tagesmutter oder kita bezahlen müssten hätten wir einerseits die organisation und kosten und andererseits noch die höheren steuern die wir durch das zusätzliche einkommen noch bezahlen müssten. da muss man sich schon fragen ob sich das lohnt und zudem ist es meine ganz persönliche meinung und auch die meines mannes das es für die kinder besser ist wenn jemand von uns immer da ist. er reduziert nach den sommerferien sogar auf 80 prozent. d.h. es wird knapper aber, was ist wichtiger wenn man kinder hat? das muss man sich schon selber fragen.

    • angelina sagt:

      …sie werden so schnell gross und man hat sie nur einmal. danach kann ich immer noch arbeiten gehn. irgendwas findet sich immer wenn man wirklich will. und wenn man bescheiden ist, braucht man halt auch nicht soviel zum leben und so sind wir beide, mein mann und ich.

      • Carolina sagt:

        Ja, was denn nun, Angelina? Jeder muss es selber wissen, wie er es handhabt, aber dann doch mal wieder die deutliche Empfehlung, dass Ihre Methode eigentlich die richtige und natürliche zu sein hat? ‚Ob es sich lohnt‘ ist eben nicht nur auf die finanzielle Seite bezogen, sondern wird von jeder Familie wirklich anders beantwortet, denn für so manche ist das nicht der Hauptgrund.
        Ich würde heute, wenn ich nochmals anfangen würde, grössten Wert darauf legen, dass ich, auch wenn ich ein paar Jahre zuhause bliebe, meine Pensionskasse bediene, dass also das ‚Taschengeld‘ in meine Altersversorgung

      • Carolina sagt:

        /2 fliessen würde. Daran habe ich als junge Frau nicht gross gedacht und ziemlich grosse Lücken auflaufen lassen.
        Und dann kenne ich eine Handwerker-Familie, in denen Papi die Werkstatt führt und bis auf ein paar hundert Franken alles an die Frau ‚abgibt‘. Ich glaube kaum, dass die Söhne deswegen ein schlechtes Bild von ihrem Vater haben……
        So unterschiedlich ist das alles – und das ist doch super.

      • Sportpapi sagt:

        @Caro: Ganz persönliche Meinung hat sie gesagt. Und in der Folge ganz konsequent argumentiert.

      • angelina sagt:

        @carolina

        wie ich schon geschrieben habe ist das unsere ganz persönliche meinung. für uns stimmt es so.

      • Susi sagt:

        @SP: „Ganz persönliche Meinung hat sie gesagt.“

        Genau, das sagt sie immer. Und ihre „ganz persönliche Meinung“ ist ja auch, dass berufstätige Frauen sich eigentlich unterbinden lassen sollten…

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Das ist ihre Meinung, die darf sie haben. Schreit nicht nach staatlichen Eingriffen noch beanstandet sie solche. Im Gegensatz zu anderen ist das nur eine Beschreibung der persönlichen Prioritätenliste.

      • Susi sagt:

        @SP: Ja, natürlich darf sie ihre persönliche Meinung haben. Aber man darf sich dann auch ab solch einer (Achtung, Euphemismusalarm) ein wenig beschränkten Meinung etwas nerven, oder?

      • Susi sagt:

        P.S. Nach staatlichen Eingriffen zu schreien, auf solche Ideen muss man erst mal kommen, aber dazu braucht es ein Minimum an Kombinationsvermögen.

      • Dieter Walker sagt:

        Vor dieser Frage standen wir auch einmal und es ist genauso: Trotz (theoretischer) 100% Arbeit meiner Frau hätten wir schlussendlich weniger Geld gehabt. Die Betreuung und die Steuern übersteigen (auch heute noch) bei weitem das mögliche (gute) Einkommen. Abgesehen vom zusätzlichen Organisationsstress und den Nachteilen für die Kinder.

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Und ich dachte, die laufe jeweils so automatisiert ab, quasi als Reflex, der das Hirn gleich vollständig auslässt. 🙂

      • Nina sagt:

        Angelina, kenn da einen, der wurde grad gefeuert wegen seinem Teilzeitpensum – hat dem neuen (aus US eingeführten) Chef nicht gepasst… Vielen Männern steht es leider nach wie vor nicht wirklich frei, ihr Pensum wählen zu können (und auch den Frauen nicht, denn in gewissen Branchen findet man so gut wie nichts anderes als Vollzeit…).

    • Sportpapi sagt:

      @BS: Vermutlich ist der 100% arbeitende der Meinung, die Hausfrau und Mutter sei das nicht. Was ja durchaus stimmen kann, oder? Wenn man dann z.B. liest, wie die Frau noch etwas arbeiten geht für ihr eigenes Taschengeld.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi
        „die Hausfrau und Mutter sei das nicht“- nicht arbeitend?
        Dann verfügt sie wohl über ein Heer an willigen Hauselfen…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi
        “die Hausfrau und Mutter sei das nicht”- nicht arbeitend?

        Dann verfügt sie wohl über ein He er an wi lligen Hausel fen

      • Sportpapi sagt:

        Sei das nicht 100%. Muss ich das wirklich klarstellen?

    • Adrian Wehrli sagt:

      Ui, was für eine Mischung: Brunhild, Sportpapi und Susi. Ist ja wie Satz Nitroglizerin auf dem Spielplatz.

      • Sportpapi sagt:

        Dabei bin ich heute ganz entspannt und wirklich nur zum Spielen aufgelegt…
        Ist ja auch nicht wirklich ein Thema, das viel Streit auslösen sollte. Zumindest nicht hier, virtuell.

  • Sportpapi sagt:

    „Das Geld, das sie bei ihrem gelegentlichen Nebenjob verdiene, lege sie noch oben drauf, «so kann ich mir ohne schlechtes Gewissen mal etwas von dem Geld kaufen».“ Sachen gibts. Allerdings kann ich mir diese Situation eigentlich eher vorstellen, als dass der Mann über mehr Geld verfügt als er seiner Frau gibt. Die Umfrage zeigt aber, dass die meisten wohl durchaus eine faire Lösung gefunden haben, wenn es überhaupt nötig war, etwas festzulegen.

    • Hotel Papa sagt:

      Klassisch. Nebenverdienst der Mutter wird immer noch als Sondergut behandelt.
      .
      Ist es nicht. Es ist Errungenschaft. Geht zunächst in den gemeinsamen Topf. Setzt allerdings voraus, dass sich Papa für „nicht zu verhandelnde Ausgaben“ auch nur 300 Stutz zugesteht.

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