Lieber hochbegabt oder normal?

Ein Papablog von Markus Tschannen*

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Was tun, wenn das Kind «viel mehr intelligent» ist als die anderen? Foto: Monica H., Flickr.com

Die einjährige Charlotte sei ebenfalls hochbegabt – wie ihre älteren Geschwister. Das erzählte mir kürzlich eine Mutter von vier Kindern. Ich schaltete mein Hirn auf Umluft, dachte über Mütterklischees nach und nickte periodisch, während das vor mir stehende Anschauungsexemplar in blumigen Worten über seine Intelligenzbestien berichtete.

Nach meiner Erfahrung gibt es zwei Gruppen von Eltern, die ihren Kindern in Selbstdiagnose eine Hochbegabung unterjubeln.

  1. Solche, die selber nicht besonders begabt sind und auch anderweitig beachtlichen Mist von sich geben. Hier muss der Nachwuchs mit überdurchschnittlichem Hirn den Familien-IQ retten. Vor allem die Mütter geben mit ihren Kindern an, den Vätern ist es entweder peinlich oder ziemlich egal. Fragt man nach, wo denn die Begabung des Kindes liege, antwortet die Mutter sinngemäss: «Er ist einfach allgemein viel mehr intelligent als die anderen.»
  2. Ehrgeiziges Bildungsbürgertum. Hier mischt auch der Vater bei Diagnose und Bekanntgabe kräftig mit. Die Kinder weisen eher spezifische Begabungen auf, gerne im Bereich der hohen Künste oder in den Naturwissenschaften. Mit dieser Differenzierung grenzt man sich von Gruppe 1 ab.

Natürlich gibt es echte hochbegabte Kinder, und es ist bestimmt sinnvoll, sie zu fördern. Vermutlich sind es aber nur selten gleich alle drei Goofen des ehrgeizigen Lehrerpärchens Gerber-Lapierre von nebenan, das seinen Nicolàs, Etienne und die kleine Anna Karenina mit der Stradivari Richtung Konservatorium prügelt. Verstehen kann ich die Gerber-Lapierres ja schon.

Das Gefühl trügt halt beim eigenen Kind. Ich merke das auch bei unserem Brecht. Im Prinzip halte ich ihn immer noch für ein kleines hilfloses Baby, das auf dem Rücken liegt und mit den Armen rudert. Inzwischen überrascht er mich aber täglich mit neuen Fertigkeiten. So fischt er sich seine Nachmittagsbanane plötzlich selber aus der Einkaufstüte, reisst nur die anspruchsvollsten Bücher aus dem Regal, und er kann gefühlt 500 Spielsachen auseinanderhalten: «Brecht, wo ist der rote Duplostein?» – Zeigt auf den gelben Bauklotz. – «Seeehr gut Brecht, fast richtig!»

Mein Kind ist ja sooo begabt, denke ich dann. Dieser Eindruck vermischt sich rasch mit Stolz und bringt eine gefährliche Gedankenspirale in Gang: «Moment… der Jamie auf dem Spielplatz ist gemäss seiner Mutter auch hochbegabt. Dabei sitzt er immer nur da, isst Sand und heult. Wenn der hochbegabt ist, dann muss mein Kind ja ultrahochbegabt sein… oder hyperbegabt.» In Gedanken sehe ich, wie der Brecht mit fünf Jahren Kafka auf dem Cello neu interpretieren wird und… *KLONK* werde ich jäh aus meinen Träumen gerissen, weil sich das Kind heute zum fünften Mal den Kopf an derselben Schublade angetätscht hat… «Jä, dann halt nicht», denke ich erleichtert.

Und hier verlassen wir den ausgetretenen Pfad des Begabtenmuttibashings für die heutige Kernfrage: Ist es erstrebenswert, ein hochbegabtes Kind zu haben? Naturgemäss kann man sich das ja nicht aussuchen, und selbstverständlich nehmen wir unsere Kinder, wie sie fallen. Aber mal angenommen, man könnte es sich aussuchen:

Zwei Monate vor der Geburt klingelt das Telefon. Ein Sachbearbeiter der Natur («Sie haben bestimmt von uns gehört») stellt sich vor, informiert kurz über den Stand der Schwangerschaft und stellt ein paar administrative Fragen. Darunter folgende:
Möchten Sie …

a) … ein normales Kind? Durchaus klug, etwas schwach in Mathematik, aber street-smart; emotional kompetent, witzig, fröhlich, ungeschickt («Da können wir leider nichts machen, Herr Tschannen, die Gene lassen uns keinen Spielraum»).

b) … ein hochbegabtes Kind? Schulisch überragend, künstlerisch ausserordentlich talentiert. Kaum Schwächen in anderen Bereichen.

Ich wäre wie immer unvorbereitet, obwohl im Largo steht, dass dieser Anruf in der 32. Schwangerschaftswoche kommt. Entsprechend spontan fiele meine Wahl auf Kind a). Sie möchten jetzt bestimmt, dass ich das philosophisch herleite. Schwierig. Mit Philosophie befasse ich mich eigentlich nur, wenn ich schon auf dem Klo sitze und feststelle, dass ich das Handy vergessen habe. Dann würde mir vermutlich folgende Begründung für obige Wahl einfallen: Ein normales Leben bis hin zum milden Spiessertum (ja, der Brecht soll einmal meinen Volvo Kombi erben) kann durchaus erstrebenswert sein. Wahres Glück bedingt weder finanziellen Reichtum noch eine übernatürliche Intelligenz.

Wie würden Sie entscheiden?

tschannen*Markus Tschannen lebt mit Frau und Baby wochenweise in Bern und Bochum. Unter dem Pseudonym @souslik nötigt er auf Twitter rund 8000 Follower, an seinem Leben teilzuhaben.

229 Kommentare zu «Lieber hochbegabt oder normal?»

  • schoggitiger sagt:

    so dachte ich auch lange:
    Arme Kinder, welche das eigene Verpasste nachholen müssen. Oder lässt die Kinder doch einfach Kinder sein & lasst ihnen im Kindergarten Zeit! Und bitte die Kinder nicht mit zu viel Freizeitangeboten vollstopfen.

    Bis ich dann selbst auf die Welt kam! 😮 Weil die Kindergärtnerin merkte, wie weit, (über das altersentsprechende hinaus) unser Kind in Selbst-, Sozial-, und Sachkompetenz bereits mit 4 Jahren, am Anfang des Schuljahres entwickelt sei. Sie finde, man – wir oder die Schule- sollte etwas machen.

    Und tatsächlich gibt es dies, dass Eltern gleich mehrere hochbegabte Kinder haben. Ich weiss nicht, ob dies ein Vor- oder ein Nachteil ist. So gibt es vielleicht unter den Geschwistern weniger Eifersuchtsszenen, was die Intelligenz betrifft.

  • Mia sagt:

    Unser Bildungssystem muss noch flexibler werden um den Hochbegabten wirklich gerecht zu werden. Es ist in den letzten Jahren schon viel besser geworden und es werden flexiblere Lösungen angeboten. Z.B. bereits Uni-Vorlesungen besuchen, während man noch am Gymer ist oder spezielle Klassen und Förderangebote für jüngere Kinder. Dann werden hochbegabte Kinder ihren Platz in der Gesellschaft finden. Sie werden wie Kinder spielen können und wie „Erwachsene“ lernen und denken dürfen.

  • Tom Meier sagt:

    Also ganz ehrlich: Die aller, aller wenigsten Kinder sind wirklich hochbegabt. Die meisten sind einfach ungefähr gleich clever wie die Eltern, was ja auch logisch ist, sie haben ja deren Gene. Allerdings leiden viele Kinder unter dem immensen Leistungsdruck, den die Eltern auf die Kinder ausüben. Lasst die Kinder einfach Kinder sein und denkt daran: Es gibt super Erwachsenenbildungsangebote, die Ihr Kind nutzen kann, sobald es weiss was es dann wirklich will!

  • miscellaneous sagt:

    Danke. Wir kaufen nichts.

  • fabian sagt:

    Amüsant, wie jede zweite Kommentierende hier überzeugt ist, sie selbst oder das eigene Kind sei hochbegabt…

    • lux sagt:

      An Fabian: Ich bin auf immer wieder aufs Neue erstaunt, dass in einem Ameisenhaufen so viele Ameisen herumkrabbeln =)

  • e-milka sagt:

    Man kann es sich nicht aussuchen. Ich bin eine „HB-Mutter“, der mit 14 „sehr hohe Intelligenz, an der Grenze zur Genialität“ bezeugt wurde, was lediglich zu familiären Insider-Jokes geführt hat. Gefördert habe ich mich selbst: durch Lesewut, Wettbewerbe, AGs. Wissen über Alles angesammelt. Jede Sportsstunde – ein Graus. Niemand wollte das „Superhirn“ daten. Bei meiner Tochter dachte ich nicht an HB. Ein anstrengendes Schreibaby, schnell in ihrer Entwicklung. Und ich verzweifelte an der Mutterrolle. Die Diagnose brachte den inneren Frieden. Ich wusste damals nicht, dass es mehr „von uns“ gibt.

  • Denise sagt:

    Kinder sind etwas Positives!!!, auch hochbegabte Kinder sind etwas Positives!!!. Warum tut sich Deutschland mit Hochbegabten so schwer? In anderen Ländern wird man beneidet, wenn man ein besonders intelligentes Kind hat…

  • Conny sagt:

    Die Frage „lieber hochbegabt oder normal“ ist genauso unsinnig wie die:“ lieber ein Mann oder eine Frau. groß oder klein, blond- oder schwarzhaarig?“ Viele Werte werden durch Erziehung u. Umfeld geprägt, was ja nicht heißt, dass diese immer richtig sind! Pauschal und in der Form einfach falsch ist, dass Hochbegabte kaum Schwächen in anderen Bereichen haben.. Es gibt verschiedene Formen von Hochbegabung, siehe Gardner, sehr selten sind homogene Profile mit HB in jedem getesteten Bereich. Hochbegabte Menschen sind keine Supermenschen, sondern können besonders schnell und logisch denken.

    • Stranger sagt:

      Hochbegabte könnten an sich viele wichtige Probleme lösen, sie könnten zumindest herausfinden, wie das ginge, aber die das Mittelmass bevorzugende Gesellschaft lässt sie nicht. Und darum gehen wir wohl bald unter, weil uns, als Menschheit, die 30 oder 40 IQ-Punkte fehlen, die Zukunft zu flicken. Ich glaube nicht, dass wir einem Untergang entgehen werden.

  • Sarah123 sagt:

    Anna Karenina lol 😉

  • MEFFI sagt:

    Was ist schon normal? Nur schon diese Definition ist schwierig. Ist es normal das mein Sohn sich jedes Ding ans Ohr hält und damit spricht? Ist er ein hochbegabter Kommunikator? Was ist mit Kindern, die nicht 100 verschiedene Spielsachen zur Verfügung haben? Wären dann diese die normalsten? Folgt Normalität der gausschen Verteilung? Ist vielleicht die Gesellschaft nicht mehr „normal“, da sie durch Dauerwerbung so stark beeinflusst wird, dass NORMALITÄT von Werbemachern produziert wird und wir dies unbewusst aufnehmen? Werbung verbieten um herauszufinden was normal ist? HaHa BEBA rechts am Rand

  • neo Daddy sagt:

    einfach köstlich dieser Artikel! Danke
    und übrigens…. ich würde mich für Kind a) entscheiden!

  • Marius sagt:

    Und um das Thema gebührend abzuschliessen, kann jeder hier noch den Test machen, ob das Kind denn hochbegabt ist: https://www.titanic-magazin.de/news/titanic-schnelltest-fuer-eltern-7310/

    Bringts irgendwie auf den Punkt.

  • Alpöhi sagt:

    Hohbegabte Kinder bedeuten Stress für alle, weil das Kind nicht in das 08/15 Schema passt. Das äussert sich dann so: Am Elterngespräch am Ende der ersten Klasse teilt die Lehrerin mit, dass das Kind den ganzen Stoff der zweiten Klasse schon könne. Da fällt dir plötzlich auf, dass das Kind abends im Bett unerklärlich Bauchweh hat und an den Nägeln kaut. Du versucht das Beste draus zu machen: Du bemühst dich, den individuellen Spagat zu finden zwischen „intellektuell weit fortgeschritten“ und „Sozialkompetenz altersgemäss entwickelt“.

    • Alpöhi sagt:

      /2 Ein hochbegabtes Kind braucht genauso eine „Sonderbehandlung“ wie ein sog. Minderbegabtes. Beide fallen aus der Reihe, brauchen Spezialbehandlung von Eltern und Lehrkräften – nicht mal wegen „Förderung“, sondern einfach damit es dem Kind wohl ist und es fröhlich und unbeschwert aufwachsen kann. All diesen Extra-Stress hast du mit einem „normalen“ Kind nicht. Fazit: Ein „normales“ Kind ist wesentlich pflegeleichter.

    • Alpöhi sagt:

      /3 Dazu kommt dss Sprichwort: „Genie und Wahnsinn liegen nahe beieinander.“ Will heissen: Es ist gut möglich, dass ein hochbegabtes Kind in manchen Bereichen Verhaltensauffälligkeiten / Merkwürdigkeiten zeigt, die durchaus nicht immer einfach oder angenehm sind. Auch das muss man als Eltern irgendwie auf die Reihe kriegen und in gute Bahnen lenken.

      • Jana Türlich sagt:

        @Alpöhi:
        Meist ist es doch umgekehrt im wirklichen Leben. Verhaltensauffällig wird in hochbegabt umgedeutet und schon können sich alle besser fühlen. Alle, ausser dem Kund, dem man damit definitiv keinen Gefallen tut.

      • Stranger sagt:

        Weltbekannte Dummköpfe sind einst von ihren Eltern wohl als hochbegabt taxiert worden und kriegten damit das Sendungsbewusstsein, das sie weit, weit hinauf spülte. Ich denke an GW. Bush etwa.

    • Alpöhi sagt:

      /4 Zum Glück sucht man sich das alles nicht aus. Sondern es ist dann einfach so. Und es bleibt dir nur, dein Bestes zu geben, damit dein Kind unbeschwert und möglichst glücklich aufwachsen kann.

  • AltesKind sagt:

    Als Kind war ich einseitig begabt: sehr gut in Mathematik, eine Leseratte die alles verschlang, aber motorisch ungeschickt und als Linkshänder schwach im Schreiben. Vor allem aber gab es diese drängenden philosophischen Fragen, welche die anderen Kinder für absurd hielten und bei denen mir meine Eltern nicht weiter helfen konnten. Da ich heute meine Fähigkeiten und mein Wissen ausleben kann ist das im Nachhinein gut so.
    Aber als Kind war ich oft traurig und wünschte mir dümmer zu sein.

  • Meret sagt:

    Was für ein Glück ich doch im Leben hatte. Obwohl mit IQ von 141 im kontrollierten Test klar als hochbegabt einzustufen, hatten meine Eltern nie das Gefühl, sie müssten mir meine Kindheit für ihr eigenes Ego zertrampeln. So konnte ich auch erstmal Scheitern um dann mit etwas mehr Reife im Alter von 37 doch noch einen guten ETH Abschluss abzuliefern. Ich wusste immer, dass ich das drauf hab, aber die Zeit war mit 20 einfach noch nicht da. Damals musste ich mich erstmal im Leben zurechtfinden, denn das ist für Hochbegabte nicht einfacher oder schwieriger wie für alle andern auch.

  • P.S. sagt:

    a) Ein bisschen begabt zu sein ist super. Zu viel des Guten, und schon sieht es zappenduster aus. Ich bin in der (unteren) Mittelschicht aufgewachsen und bin mehr und mehr nach oben gewandert. Ich stelle fest, dass wirklich Hochbegabte Kollegen und Kolleginnen (Also die, die nicht nur auf dem Papier gut sind, sondern effektiv was auf dem Kasten haben), als jene welche die grossen Zusammenhänge begreifen öfters unglücklicher sind, als ihre Pendants die einfach „normal“ sind. Viel zu wissen und zu verstehen, macht nicht glücklich, wenn man weiss das man eine drohende Gefahr nicht abwenden kann.

  • teamc sagt:

    @tschannen: Weiter so! Ihre Beiträge sind immer brechtige Unterhaltung!

  • teamc sagt:

    Wenn man hier die Kommentare liest, wähnt man sich umgeben von all den 2% der Hochbegabten, welche die Bevölkerung zu bieten hat. Dies lässt einen wundern, ob die Mama/Papablogosphäre und deren Kommentarschreiber noch ganz normal sind? Oder verstehen sie bloss nicht, was es mit so einer Normalverteilung auf sich hat und wie sich das auf das Gros der Beitragsschreibenden und deren wahre Begabung auswirken würde? Aber eben, wenn man einmal mit dem Label „hochbegabt“ aus einem Test hervorgegangen ist, fällt es wahrscheinlich schwer, reflektiert über die eigenen Kompetenzen zu urteilen.

  • karin sagt:

    sooo lustig! hab selten so gelacht!! hab leider kein twitter um zu followen.

  • Lala sagt:

    Intelligenz misst man natürlich in einem best of 100 Quizduell.

    Daraus kann man nämlich schliessen wie gefordert jemand an seinem Arbeitsplatz ist bzw. wie viel Zeit er nebenbei hat, sich absolut unnützes Wissen anzueignen.
    Gerade in unserer ach so extremen Leistungsgesellschaft sollte sowas doch für ausserordentliche Intelligenz sprechen ;).

  • dres sagt:

    Erst knapp über 160 Kommentare? Und da wollen alle hochbegabt sein? Also den ultimativen Geniestreich vermisse ich hier noch. Überlegen Sie alle weiter, das reicht noch knapp nicht für den Pulitzerpreis – allenfalls für den Nobelpreis im angewandten Plagieren… 😉

    • Susi sagt:

      Den Nobelpreis im angewandten Plagieren will ich unbedingt kriegen. Wo gibt’s den und was muss ich dafür tun?

      • ka sagt:

        wow, jetzt weiss ich endlich worin mein Kleiner hochbegabt ist: angewandtes Plagieren!!!

    • plop sagt:

      Ohne Ausweis eines passenden Masters (gucken Sie doch mal im Sortiment der ZhdK nach) wird das aber schwierig, liebe Susi! Sowas gibts nicht umsonst, was würde sonst mit unserer Bildungswertschätzung geschehen wenn man da so einfach… und so..

      • Susi sagt:

        @plop: ich schaue nachher mal in meine Ordner, in welchen ich meine Master-Diplome lagere.

  • babuschka miro sagt:

    Mit der Hochbegabung ist es wie mit der Migräne:Wenn heute jemand Kopfweh hat,sagt er „Ich habe Migräne“.Und wenn ein Kind Interesse zeigt und sich Gelerntes merken kann,heisst es:“Mein Kind ist hochbegabt“.Wir haben zwei sehr aufgeweckte Mädchen,welche uns immer wieder erstaunen.An Hochbegabung habe ich noch nie gedacht…eher an Begabung.Ist es nicht oft eher dies und ein förderndes Umfeld?

  • Hannes Müller sagt:

    Übrigens sollte man Intelligenz und Klugheit auseinander halten. Klugheit wäre, um auf den Ferrari zurückzukommen, die zielsichere Vorstellung, wo man hin will, und die geschickte Wahl der Verkehrsmittel.

  • Venusfalle sagt:

    Klangschalentherapeutin

  • Irene feldmann sagt:

    Ein Gramm handeln ist weit mehr wert als eine Tonne Predigt.- m. Gandhi, in diesem Sinne möchte ich hier hinzufügen dass, ein hoher IQ sicher wünschenswert ist doch Tachless kommt es darauf an, was man mit dem macht. Gesunde und glückliche Kinder kann mit nicht mit einer Zahl messen und so allen noch einen schönen Tag.

  • Carmen Heidelberger sagt:

    Ist doch super. Hilfslampen und Doedel sterben langsam aus.

  • dres sagt:

    Schlussfolgerung zu diesem Beitrag: Das hier ist ein Blog für Hochbegabte, die einen minimalen Hang zur Selbstüberschätzung haben und diese auch noch auf den Nachwuchs übertragen.
    *überleg*
    Ich trinke jetzt ein Bier und mache danach auch einen IQ-Test. Und wenn mein fünfjähriger Hochbegabter zuhause nicht mindestens gleichzeitig eine Differentialgleichung lösen und den Koran auswendig rezitieren kann, dann gibt’s eine Woche lang nur Wasser und Brot.

  • Alex Werker sagt:

    Sofern Eltern nicht über die finanziellen Mittel verfügen, tatsächlich hochbegabte Kinder in eine Privatschule zu schicken, so ist die Gefahr sehr gross, dass betreffende Kinder das Interesse an Schule und Bildung im allgemeinen vollständig verlieren -mit bisweilen verheerenden Folgen für ihre schulische Laufbahn und Zukunft. Eltern die versuchen ihren „normal“-begabten Kindern eine Hochbegabung anzudichten erweisen ihren Kindern indes einen Bärendiest da die Kinder die an sie gestellten Erwartungen nicht erfüllen können, mit gleichsam negativen Folgen was ihre schulische Motivation betrifft.

    • tststs sagt:

      Hmmmm… wieso müssen Hochbegabte überhaupt eine „schulische Laufbahn“ einschlagen (also ich verstehe das im Sinne von „Hochschulausbildung)?!?
      Grob gesagt ist eine gesteigerte Intelligenz einfach die bessere Aufnahme- und Verarbeitungsfähigkeit von Informationen. Und diesen Trieb können die wenigsten Hochbegabten über ihren Beruf komplett abführen. Die meisten „benutzen“ hierfür die Freizeit; sie lesen viel, lernen Fremdsprachen, beschäftigen sich mit Dingen, die eigentlich nichts mit ihrem Leben/Beruf zu tun haben.

  • Adrian Wehrli sagt:

    Wir haben normale Kinder, und normale Kinder sind hochbegabt, was Fortschritt, Plastizität und Verhalten anbelangt. Liebe Eltern, Ihr habt alle HOCHBEGABTE Kinder, mit dem winizgen Unterschied, dass Sie nicht HOCHBEGABTERERER sind als nachbars Max.
    Und, bitte denkt daran, ab IQ 140 werden die kleinen Erwachsenen immer weniger Erfolg haben im Wirtschaftsleben, auch wenn sie einhändig Bach auf der Unterhose schrummen können. To smart to succeed.

    • Hannes Müller sagt:

      Eher eine Selbstberuhigungsbehauptung, die wirtschaftlich erfolgreichsten Leute die ich kenne, haben einen IQ in dieser Gegend.

      Was ist eigentlich daran schuld, dass IQ gleich sozial unfähig sein soll?

      • Adrian Wehrli sagt:

        … ein hoher IQ verleitet dazu mittels des imaginären Egos die soziale Interaktion auf vermeintlich logischer Basis zu prozessieren, Emotionen (ein körperlich gesteuerter Prozess) können nicht integriert werden und führen zu einer verarmten limitierten Auswahl an möglichen Interaktionen. Zu Deutsch: Wenn Sie so einen verdammt schnellen Wagen haben, lösen Sie Probleme oft mit Geschwindigkeit und nicht mit Eleganz.

        „Thought is a narcotic“

      • Hannes Müller sagt:

        Sorry, aber das ist nun Projektion.

      • Malena sagt:

        Selbstberuhigungsbehauptung – seh ich auch so. Intelligenz ist halt einfach relativ eng definiert als die Geschwindigkeit des Prozessors im Gehirn. Ein hoher IQ ist sicher keine Garantie für Lebenstauglichkeit, Erfolg oder Glück. Den Versuch, andere – und unbestritten wichtige – Stärken (emotionale, soziale Kompetenz etc) ebenfalls mit dem Label Intelligenz zu schmücken („emotionale Intelligenz“) zeugt ein bisschen von Komplexen und nicht ganz verarbeiteten Traumata aufgrund schlechter Matheprüfungen…

      • Hannes Müller sagt:

        @Malena
        Danke, dass kann ich auch unterschreiben.

      • Hannes Müller sagt:

        .. das ..

      • Stranger sagt:

        Wie auch immer. Zu schlau sein ist schlecht fürs Portemonnaie. Und das ist sogar wissenschaftlich belegt.

    • Adrian Wehrli sagt:

      Wie heisst es so schön? Yes, whatever …

  • Raymond Allaman sagt:

    Unser Grosser (7 Jahre) hat eine ausserordentliche Begabung, sich mit seiner Tollpatschigkeit selbst zu verletzen (beim Verzehr von Fingerfood beisst er sich regelmässig in den eigenen Finger…) und unser Kleiner (5 Jahre) ist absolut hochbegabt, wenn es darum geht, uns Eltern und seinen Bruder mit gezielten Provokationen zur Weissglut zu treiben.

  • Hans Weder sagt:

    Etwas mehr Begabtenmuttibashing hätte ich vorgezogen, denn die Frage des „veil of ignorance“ hat schon mal jemand vor über vierzig Jahren geklärt – der Durchschnitt ist also schon gut. Hochbegabte, also solche mit Testergebnissen oberhalb von zwei Standardabweichungen des Durchschnitts, sind ja eigentlich selten (so um 2% aller Fälle). Dass sich Gruppe 1 selber überschätzt, ist klar (Dunning-Kruger). Aber dass Gruppe 1 und Gruppe 2 (und andere Gruppen) auch den eigenen Nachwuchs überschätzen, schreit geradezu danach ordentlich gebasht zu werden. Also, Herr Tschannen, bitte mehr davon!

  • Susi sagt:

    Mich wundert etwas, woher so viele der Kommentierenden hier ihren IQ wissen. Habt ihr den alle messen lassen, so an offizieller Stelle? Im Ernst jetzt? (Warum???)

    Ich hab auch mal so einen Internet-IQ-Test gemacht. Kam auf 159 Punkte (*schenkelklopf*), sagt wohl sehr viel aus über die Reliabilität solcher Tests. Ok, immerhin hatte ich aber 2 Punkte mehr als mein EHT-Ingenieur-Kollege (natürlich machten wir einen Wettbewerb draus. Ich gewann ein Bier.) Aber 159? „Dude…“

    • tststs sagt:

      Also eben, ich kann nur für mich sprechen. Bei mir wurde dies in der 2. oder 3. Primar abgeklärt. Ich kann mich auch gar nicht mehr gross an die Tests erinnern; ich glaube, es kam eine externe Fachkraft und es waren verschiedenste schriftliche und mündliche Aufgaben. Wie an anderer Stelle geschrieben weiss ich aber noch, dass nicht ein einzelner Zahlenwert als Resultat feststand.

      • Susi sagt:

        Bei mir wurde das in der 5. Primarklasse abgeklärt. Es hiess dann einfach „hochbegabt“. Ich erinnere mich an den Test, das waren z.B. diese Bilder-Reihen, in die man ein nächstes einfügen musste. Nur eins gelang mir nicht. Dann hiess es „hochbegabt“, eine Zahl bekam ich auch nie. Die holte ich dann 20 Jahre später im Internet. Pfff.

      • mila sagt:

        Bei mir gab es den Abklärungstest schon im Kindergarten – mit Resultat hochbegabt, aber ohne nummerische Angabe. Später folgte nur noch ein Jahresstufentest gegen Ende Primar, der die Leistung, aber nicht die Intelligenz als solche ermitteln sollte. Finde ich ehrlich gesagt auch zweckdienlicher.

    • tststs sagt:

      Ah ja, um das Ganze in einen Kontext zu stellen: Das war ca 1989/1990.

    • maia sagt:

      @Susi: Wie ich schon mal geschrieben haben, finde ich, dass man dem IQ viel zu viel Bedeutung zu misst. War bei mir ca. 1970 wie bei Ihnen – nur: damals sprach eh noch niemand von Hochbegabung und dann haben auch noch alle gemeint, dass das gar nicht sein kann…… Ich denke, das alles zu meinem Glück!

    • Hannes Müller sagt:

      Die im Internet haben in der Regel eine andere Skala (2% Grenze bei 140, nicht bei 132 wie beim Raven oder 130 beim in deutschen Landen oft üblichen). Man kann die dann mit einem Dreisatz umrechnen. Man kann die bei einem Psychologen machen, oder eben bei der Mensa.

      • Hannes Müller sagt:

        Piloten sollten zB keinen IQ von 130 oder mehr haben, weil sie dann in der Regel zu viel denken (sic!)

      • Susi sagt:

        @HM: „Die im Internet haben in der Regel eine andere Skala (2% Grenze bei 140, nicht bei 132 wie beim Raven oder 130 beim in deutschen Landen oft üblichen). Man kann die dann mit einem Dreisatz umrechnen.“

        Also, wenn 140 die neue 132 wäre, läge mein Raven-IQ noch immer bei… Moment… 149.914286.
        Stimmt sicher. Höhö.

      • Hannes Müller sagt:

        Da wird auch gerne so getestet, dass der user glücklich wird. Aber manchmal stimmts auch, wie offensichtlich bei Susi 🙂

      • Adrian Wehrli sagt:

        Susi, „fishing for compliments“ war schon 1982 nur für böse Nerdmädchen.

      • Susi sagt:

        Adrian, ich versuch’s immer wieder zu unterdrücken, aber ich bin und bleibe eine (megagescheite) attention-bitch.

      • Adrian Wehrli sagt:

        Overconfident and underf… , wäre die klassische tiefenpsychologische Analyse. Vor 50 Jahren häts gereicht den Hintern zu versohlen, heute ist da eine Therapie very difficult.

      • Susi sagt:

        Adrian, wenn du mit Tiefenpsychologie kommen willst, dann musst du dir eine angenehmere Tanzpartnerin suchen. Voll auf dem Holzweg mit deiner ANALyse.

      • Adrian Wehrli sagt:

        Denial ist immer die erste Reponse. – Ich komme nicht mit Tiefenpsychologie, sondern mit dezenter Quacksalberei – das funktioniert auch nicht, aber hat den höheren beeindruck-Faktor.

      • Adrian Wehrli sagt:

        … und ich hab schon rauhere Tanzfregatten zu Brett gezirkelt, aber eine so schlaue, mit dem Charme einer Kreissäge, das reizt, geb ich zu.

      • Susi sagt:

        Ein Tiefenpsychologie-Einwurf beeindruckt mich eben nicht so fest wie Dinge, in denen ich selbst nicht so daheim bin.

        Genau: „Denial ain’t just a river in Egypt“ (Der Spruch funktioniert natürlich besser, wenn er gesagt wird statt geschrieben)

      • Susi sagt:

        Charme einer Kreissäge??

      • Adrian Wehrli sagt:

        Bandsäge, sorry.

      • Maria sagt:

        @Susi und Adrian: Es ist wirklich herrlich, Euch zu folgen – aber wollt Ihr nicht besser mal zusammen ein Glas Rotwein trinken?

    • Adrian Wehrli sagt:

      Aber Susi, der Kollege wollte doch gar kein Bier gewinnen! Nur, die Ingenieure, na ja, die Versuchen dann halt was zu konstruieren und labern um den Brei. Und dann kommt der Medizinstudent und knallt mirnichts dirnichts die Holde … so ungerecht ist das Leben. Und die Ingenieure rächten sich und erfinden all diese fiesen Alltagsdinge um uns zu quälen, nur weil Ihr damals das mit dem IQ nicht gerafft habt!

      • Susi sagt:

        Also, der Kollege war ab diesem Resultat extrem zerknirscht, im Fall! Wir mussten sogar den ganzen IQ-Test nochmal detailliert durchgehen, um herauszufinden, wo ich die zwei Punkte mehr geholt hatte. Riesenaufwand, der Test war recht lang. Ja, und dann betraf es doch voll irgend so eine Rechenaufgabe! (Ich fühlte mich wie eine Katze, die grad einen Kanarienvogel im Mund hat…)

      • Adrian Wehrli sagt:

        Eben! Nur wars nicht sein Kanarienvogel … drumm die ganze Chose in vain war.

      • Susi sagt:

        Tja, wirklich blöd, das mit dem Vogel. Aber die Idee mit dem IQ-Test-Wettbewerb kam von mir, ich wollte endlich in Zahlen bewiesen haben, dass ich die Klügste im Bunde bin. Voll bös halt. Oder vain. (Statt „in vain“.)
        Freud würde jetzt von Kastration reden.

    • mamina sagt:

      und wo genau liegt all der kommentierenden hochbegabten hochbegabung? im beim schönsten wetter /bei der arbeit kommentare über ihre hochbegabung zu verfassen?

  • Carmen Heidelberger sagt:

    Also wenn ich hier die angegebenen IQ’s so zusammenzaehle, dann kommen wir ja schon durchschnittlich auf ueber 120. Das wird ja schon langsam gefaehrlich!

    • Stranger sagt:

      Apropos gefährlich: Früher waren die Carabinieri immer zu zweit unterwegs, einer konnte lesen, der andere schreiben. Heute kommen sie zu dritt. Einer kann lesen, einer kann schreiben und einer muss die beiden gefährlichen Intellektuellen überwachen.

  • tststs sagt:

    Und ein bisschen bashen muss jetzt doch auch noch:
    Die Angaben einiger Kommentatoren hier machen mich stutzig, da wird der IQ punktgenau angegeben (ich warte noch auf die 3 Nachkommastellen…).
    Bei mir wurde ein gewisser Bereich ermittelt , genauere Aussagen könnten nicht gemacht werden.

    Und noch eine kleine Spitze richtung Hr. Tschannen: schade, dass Sie mit Ihrer Auswahl a) und b) Klischees bedienen müssen.
    So wie es unter den Hochbegabten soziale A**** gibt, findet man sie auch in anderen IQ-Kategorien…

    • Susi sagt:

      Genau, tststs, meine Rede!

      • Susi sagt:

        Also, zu den IQ-Angaben, nicht zu Tschannen. Bin bekennender Tschannen-Fan. 🙂

      • Adrian Wehrli sagt:

        … trotz gewisser salopper Schludrigkeit, kann man dem Tschannen nicht böse sein, die verdammten Bündner haben einen magischen Jö-Effekt hier in Zürich, das haut auch unsere Weibchen immer gleich um.

      • Susi sagt:

        Genau, Wehrli. Ihnen kann ich auch nie böse sein, weil Sie zwischendurch immer so lustig sind!

      • Adrian Wehrli sagt:

        … ich bin ab und zu gerne der Idiot, klassisch Narr, weil so wichtig bin ich auch nicht. Und dass mag ich an Dir Susi, dir geht auch die Welt nicht unter, wenn du mal einen Bockmist erzählst, mit Lächeln.

      • Susi sagt:

        Bockmist?? Sicher nicht mit meinem IQ!!
        😀

      • Stranger sagt:

        Wiewaswovon redet Ihr?

    • Genau diese Klischees versuchte ich eigentlich zu umschiffen. Ich wollte insbesondere nicht ein „Hochbegabtes“ und ein „dummes“ Kind einander gegenüberstellen, dann macht die Auswahl keinen Sinn mehr. Eigentlich sollten beide Kinder normal sein und das eine zusätzlich (mindestens in gewissen Bereichen) hochbegabt. Ihrem Feedback entnehme ich, dass mir das nicht ganz gelungen ist. Dazu muss ich auch noch sagen, dass ich über keinerlei Fachwissen in dem Thema verfüge und deshalb bestimmt schnell ins Klischeenäpfchen trete.

      • tststs sagt:

        Sorry, ich habe dafür meinerseits Ihre Aussage ein wenig mit den Kommentaren vermischt.
        😉
        und übrigens: so gescheit ich bin, so unfähig bin ich, meinen inneren Künstler adäquat nach draussen zu kehren

    • Hannes Müller sagt:

      Tsts

      Das ist richtig. Man bekommt aber ib der Regel eine Zahl, die Messung ist jedoch mit Streuung behaftet. Es kommt auch drauf an, welche Art von Test man macht. Im Mittel ist man aber immer etwa im gleichen Bereich, auch bei wiederholten Tests. Die Indikation der Messung bezüglich Mustererkennung ist aber durchaus gut – aber eben nur Mustererkennung, hingegen nicht Kreativität, Durchhaltewillen, Neugier, undsoweiter.

      • Adrian Wehrli sagt:

        Na also Müller, geht doch. Ich seh einen Silberstreifen an Ihrem Horizont, könnte aber auch ein Meteorit sein …

  • tststs sagt:

    Aus Wikipedia: „Würde ein nach Maßstäben der 1990er Jahre Normalbegabter mit Menschen zu Anfang des 20. Jahrhunderts verglichen, würde er im Vergleich als hochbegabt gelten.“
    😉
    Es liegt also nicht nur an den Eltern…

    • Hannes Müller sagt:

      Das hat vor allem mit den Tests zu tun. Und mit der Umgebung. Heute wächst man mit anderen Schwerpunkten und Anregungen auf als im Zeitalter der Pferdekutschen. Aber Dickens oder Faraday gabs schon damals.

    • Anton Keller sagt:

      Also früher konnten die Kinder bedeutend besser reiten und mit Pferde umgehen.

  • Irene sagt:

    Mein Kind hat mit 9 Mt angefangen Worte zu sprechen die man auch als Worte bezeichnen konnte. Mit 1 Jahr hat sie – schon für alle verständlich – ganze Geschichten erzählt. Ich, auch nicht ganz doof, habe mir im Geheimen gedacht, sie könnte ja hochbegabt sein. Dass sie dann dafür bis 22 Monate partout nicht gehen wollte, hat mich auf den Boden der Realität zurückgebracht. Und ich bin glücklich, heute eine völlig normal intelligentes Kind zu haben, welches zwar noch immer gern redet und noch immer auf zu viel Fussarbeit verzichtet 🙂 Denken nicht alle Eltern manchmal, ihr Kind sei hochbegabt?

    • Spracherwerb bei Kindern hat soweit ich weiss, nichts mit der Intelligenz zu tun. Selbst Kinder, die spät sprechen lernen, holen den Rückstand schnell auf. (Aussagen mit Vorbehalt. Meine Frau hat das studiert, aber sie ist gerade nicht da.) Ich vermute (ohne es zu wissen), dass die motorische Entwicklung ebenfalls wenig mit der Intelligenz zu tun hat.

      • Meine Kommasetzung jedoch ist vermutlich ausdruck mangelnder Intelligenz. Oje.

      • Grrr, und die Gross-Klein-Schreibung auch. Es reicht, ich gehe jetzt auf den Spielplatz.

      • tststs sagt:

        Stimmt (gemäss aktuellem Forschungsstand), stimmt eher nicht (wenn Kommasetzung als Gradmesser dient, dann leben wir in einem Land von Idioten), stimmt auch nicht (dito Kommasetzung) uuuund: Spielpi ist immer eine gute Idee 😉

      • Hannes Müller sagt:

        Ich kenne Hochbegabte, die haben bis 6 praktisch kein Wort gesagt. Aber dann haben sie sich damit abgefunden, dass die anderen nur wissen, was man denkt und will, wenn man das auch sagt.

    • ka sagt:

      Das schöne ist doch das Staunen über die Fortschritte der Kinder. Wenn man das so eins zu eins vorgesetzt bekommt, wird einem bewusst, wie besonders diese Leistungen sind. Da ist dann der Schluss, das Kind sei hochbegabt schnell gemacht. Später relativiert sich das dann meistens. Wichtig ist, dass wir das Staunen nicht verlernen und uns die Freude über die Fortschritte erhalten. Das Leben ist so vielfältig und ich bin überzeugt, dass jeder Mensch irgendwo seine eigene „Hochbegabung“ hat.

      • Irene sagt:

        @ka schön geschrieben – und so treffend!

        By the way; alleine die Fähigkeit des Sprechens war mir noch kein Gedanke an Hochbegabung wert, aber wie sich dieser Zwerg schon ausgedrückt hat – DAS war es. Allerdings könnte es auch daran liegen, dass ich zu viel gequasselt habe ;-)!

        Ich wollte eigentlich Ähnliches ausdrücken wie ka – die Wahl der Worte auf so begrenzten Platz ist aber manchmal schwierig, komme auch auf den Spielplatz!!

  • Gerd Robian sagt:

    Mich würde interessieren, was die Hochbegabten, die hier mitschreiben, für Berufe haben. Wer outet seine Berufsbezeichnung?

    • tststs sagt:

      Lehrerin (Berufsschule)

    • tststs sagt:

      Lehrerin (Berufsschule); muss aber zugeben, dass ich nur „an der Grenze zur Hochbegabung“ liege (ca. 130-135)…

    • Susi sagt:

      Gymnasiallehrerin. Aber ich war glaub nur als Kind hochbegabt. 😀

    • ka sagt:

      meine drei Freunde: Beamte! (Ingenieure (aber auch nur zwischen 130-135) 😉

    • mila sagt:

      Historikerin auf beruflichen Abwegen. Vielleicht wurde der Begriff Hochbegabung bereits in den Achzigern etwas inflationär gebraucht, nur war es damals noch nicht (überall) Standard, punktgenaue Resultate mitzuteilen. Und ehrlich gesagt, bin ich im Nachhinein auch ganz froh darum. Mich hat es später nie interessiert, dieses Mysterium nominell zu entschleiern – was ich habe, weiss ich im Alltag zu schätzen. Mehr braucht es für mein Befürfnis nicht.

    • Adrian Wehrli sagt:

      Mänätscher und SieIhOh

    • hobbyläuferin sagt:

      Kulturredakteurin.
      Aber Intelligenz reicht nicht für einen guten Job. Da steckt meiner Meinung nach sehr viel mehr dahinter wie Fleiss. Ich gehöre anscheinend zu den intelligentesten 2 Prozent der Bevölkerung und habe nicht einmal das Gymi geschafft.
      Wieso? Ich bin absolut faul und unfähig mich hinzusetzen und zu lernen.
      Deshalb habe ich auch geschrieben, dass ich hoffe, mein Kind wird nicht hochbegabt.

      • Adrian Wehrli sagt:

        Hobbyjoggerin, faul, Kulturredakteurin, „2 Prozent Intelligenteste“, Einkindfamilie, …. ein typisches Exemplar der Post- Post-moderne.

      • chocolate sagt:

        hobbyläuferin: Gegens faul sein und nicht lernen können gibt es ein Rezept: Das Kind Geige spielen lassen. Auch enn es noch so begabt ist, muss es üben. So lernt es, dass man mit üben besser werden kann…
        >Klavier geht auch. Alphorn nicht 😉 <

  • Pedro sagt:

    Der Klassiker ist, wenn die Mütter erzählen: „Kevin oder Jan-Eugen hat tiefe Noten und fällt auf wg. ADS, aber das ist bei Hochbegabten normal, weil sie sich langweilien“…(hüstel..)

  • Andy Keller sagt:

    Vielfach werden eigene Wünsche auf die Kinder projeziert. Bei diesen „Schwärmereien“ über die angebliche Intelligenz des eigenen Kindes kommt mir immer dieser Lehrer-Witz in den Sinn: Sagt der Lehrer zu den Eltern: „Nein, Herr und Frau X, Ihr Kind ist nicht hochbegabt, SIE sind nur unglaublich dumm…“.

  • hobbyläuferin sagt:

    Ich habe einen IQ von 137, mein Freund einen von 136. Wir sind also beide „hochbegabt“. Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass mein (zukünftiges) Kind durchschnittlich intelligent ist. Hochbegabte weisen oft Mängel im sozialen Bereich auf. Das merke ich bei mir und habe es bei anderen beobachtet.

    • kassandra sagt:

      Unser Sohn (23) mit IQ 137 (gemessen mit 8 Jahren), hat große Sozialkompetenz, weil er zum einen in einer jahrgangsgemischten Klasse war, zum anderen viel zum Spielen mit anderen Kindern auf der Straße draußen war, was ja heute wegen des Ganztagesunterrichts nicht mehr so funktioniert. Kinder lernen nicht mehr sich selbst zu organisieren, sondern werden nur noch vollgepumpt mit theoretischen Lerninhalten, die mit dem realen Leben nichts zu tun haben.

    • ka sagt:

      also ich verstehe das mit den IQ Zahlen nicht so ganz. mein Mann hatte auch mal an einem Test irgendwas mit 130, an der Schule machten wir mal alle den Test, zwei schafften es auch über 130, beim mir gabs 115. Sind alles ganz normale Menschen, mit einem normalen durchschnittlichen Leben, ohne besondere berufliche Karriere, ohne soziale Defizite.

      • tststs sagt:

        Je mehr Leute mit Zahlen um sich schmeissen (gelled Sie Kassandra, kein Angriff auf Sie!), desto vorsichtiger wäre ich…
        Ein IQTest aus dem Internet ist dann schon was anderes als eine prof. Abklärung.

        Übrigens, vor Jahren gab es im dt. TV mal so eine Sendung (mit G. Jauch, glaubs). Auch mit einer verpassten Aufgabe und ausreichend Wein erreichten wir immer noch locker 127…

      • ka sagt:

        war schon eine prof. Abklärung, ich komme noch aus der Generation HP Taschenrechner und Wandtelefon! keine Handy und Internetintelligenz 😉

      • kassandra sagt:

        @tststs, was bedeutet „gelled“?
        Unser Sohn wurde sozusagen entdeckt von einer Praktikantin, die dann ihre Diplomarbeit über ihn geschrieben hat und uns deshalb mehr oder wenig dazu zwang das Kind professionell testen zu lassen, sodass wir zur „höchsten“ Teststelle gingen, die es damals in unserem Bundesland gab.

  • Gundel sagt:

    Ein Genie ist einer von 1000, sonst ist er kein Genie. Tatsache ist, dass der Mensch an sich ein vielbegabtes Wesen ist.

    Viele verwechseln Hochbegabung wahrscheinlich auch mit hochsensibel. Auch das ist nicht so besonders, denn ungefähr 15% der Menschen sind (in zig verschiedenen Abstufungen) hochsensibel.

  • kassandra sagt:

    Unser hb Kind hat nie Probleme bereitet, wir mussten nie mit ihm lernen oder zum Lernen anhalten, weil er hat uns schlichtweg nie je seine Hausaufgaben, Hefte oder Unterlagen gezeigt.Mit 3 Jahren hatte er einen Taschenrechner entdeckt und sich damit das Rechnen beigebracht, Mit 3,5 Jahren konnte er im Kopf Wurzelaufgaben lösen, für die selbst ein Mathematiker nur Näherungslösungen kennt.Wo er hinkam,führte er seine Rechenkünste vor, auch am ersten Schultag, was bei den Lehrkräften gar nicht gut ankam und sie eine Förderung verweigerten, aber Talent setzt sich durch. Mathematiker mit 21Jahren!

    • kassandra sagt:

      Wollte noch sagen, dass mit der logischen Denkfähigkeit, die diese Kinder haben, sie ihr ganzes Leben betreiben.
      Man kann ihnen jede Lebensaufgabe vorlegen und sie werden sie damit meistern können, so z.B. sich in einem fremden Land zurecht finden, deren Sprache und Schriftzeichen sie nicht können. Und sie stellen auch sehr schnell fest, wenn etwas nicht realisierbar ist.

      • kassandra sagt:

        Aber kenne auch Mütter, die behaupten, dass ihre Kinder hb sind, weil sie super Noten haben. Diese Supernoten aber nur entstanden sind, weil sie ihre Kinder zum Lernen gedrillt haben mit täglichem Abfragemarathon, begleitet von vollkommener Unselbstständigkeit des Kindes. Spätestens, wenn das Kind mal alleine Zug fahren muss und es den Fahrkartenautomat dazu bringen muss, ihm eine Fahrkarte auszuhändigen, zeigt sich deren wahre Hochbegabung. Ein hb Kind kann solch eine Situation für sich sofort lösen, dank seiner analytischen Denkfähigkeit. Das pseudo-hb Lernkind hats da viel schwerer.

  • Heidi Happy sagt:

    Ich nehme bei Anruf der Natur Variante c): Die Inselbegabung. Es gibt ja auch sehr einsame Inseln, wo sich die Begabung verstecken kann….

    Herr Tschannen, ihre Inselbegabung scheinen Sie gefunden zu haben!

  • Stefan Botroyo sagt:

    Brecht? Wer um Himmels Willen gibt seinem Kind den Vornamen „Brecht“?

  • maia sagt:

    Meiner Meinung nach werden IQ-Test’s(Messungen) überbewertet. Die Test’s kann man üben und schon verfügt man über einen überdurchschnittlichen IQ. Ich hatte bei der Berufsberatung derart gut abgeschnitten, dass selbst die meinten, den Test könne man unmöglich ernst nehmen.

    • Hannes Müller sagt:

      Das bringt bloss ein paar Punkte. Nocht wirklich viel.

    • Valeria sagt:

      Berufsberater führen i.d.R. keine ernst zu nehmenden IQ-Tests durch. Dafür gibt es genaue Vorgaben und (im Prinzip) jährlich verifizierte Tests, weil man nicht einfach einen 10 Jahre alten Test durchführen kann. Also. Können schon. Und dann kommen dann all die Zahlen raus, die hier so stehen…

    • Stranger sagt:

      Tja, maja, beginne doch damit, den Idiotenapostroph nach Test wegzulassen. Dann schätzt man Dich sogleich gescheiter ein…

  • Susi sagt:

    Unsere Tochter hatte mit 18 Monaten einen Wortschatz von rund 150 Wörtern (Wortgruppe „Fahrzeuge“: Tram, Bus, Lastwagen, Velo, Töff, Auto, Zug – Tram und Zug wurden manchmal verwechselt), und ich dachte so, hui, natürlich ist unser Kind hochbegabt, ich selbst wurde ja damals in der Abklärung auch als „hochbegabt“ eingestuft und mein Mann ist bekanntlich viel gescheiter als ich, der ist im Quizduell nämlich auf Platz 150 und ich immerhin auf Platz 23 663 268, unsere Tochter hat also sicher Hyperbegabungsgene! Heute ist sie eine der wenigen im KiGa, die im Alter von 6 ausser ein paar wenigen Wörtern noch nicht lesen und schreiben können. Wahrscheinlich konnte sie nur so früh schwatzen, weil sie jeweils von morgens bis abends von mir (oder meiner Schwiegermutter) zugetextet wurde, nicht weil sie hyperintelligent ist. Sie ist dafür street-smart. Glaubs.

    • Adrian Wehrli sagt:

      Stree-smart! High five! … heisst dass Sie weiss wo’s das günstigste Koks gibt und wann die von der Sipo wieder mal reinlümmeln?

      • Susi sagt:

        Adrian: Ich weiss eben gar nicht, was das Wort „street-smart“ bedeutet, ich habe es einfach aus Tschannens lustigem Artikel übernommen, weil mir der Wortschatz ausging.

      • Susi sagt:

        Stranger, das ist etwas frech. Mit einem IQ von 3,14159 hebe ich mich klar vom Durchschnitt ab.

      • Susi sagt:

        2.71828? Echt? Dann hast du ja vielleicht auch am Sinkdatum der Titanic Geburtstag und bist darum Widder im Sternzeichen, Die sind meistens street-smart.

      • Stranger sagt:

        Ja, und Eule im Aszendenten… Hence the 2.718…

      • Susi sagt:

        Oh, ich bin auch Eule im Aszendenten! Hence the 3,14159…

  • Brürrk sagt:

    In den letzten Jahren hört man „hochbegabt“ eigentlich immer nur im Zusammenhang mit Problemen: Mein Sohn kann nicht stillsitzen, aber er ist hochbegabt. u.ä. Die Hochbegabten, die nicht verhaltensauffällig sind, von denen redet niemand, die sind einfach gute Schüler… Auch schulen für Hochbegabte sind eher Schulen für verhaltensauffällige mit besonderer Begabung, soviel ich den Beschreibungen entnehmen kann…

  • Brunhild Steiner sagt:

    @M arkus T schannen

    🙂
    wenn der Sachbearbeiter der Natur weniger nervig ist als der Sachbearbeiter der sonstigen Vertretungen,
    dann sofort her damit, so ein Gespräch stelle ich mir ausserordentlich beflügend-
    wenn gleich auch ernüchternd vor („da können wir nichts machen…“)

    Bezüglich Hochbegabung stelle ich immer wieder fest, diejenigen welche tatsächlich vom Thema betroffen sind hängen das selten an die grosse Verkündigungsglocke, weil es, wie die Ko mmentare schon zeigen, eine ziemliche Herausforderung darstellt.

    • tststs sagt:

      Ist auch gar nicht nötig, die anderen merken es auch so.
      Übrigens in diesem Zusammenhang: Die grösste Herausforderung in meiner Schulzeit war nicht etwa Unterforderung, sondern der Umgang mit meinen Mitschülern; mein Anderssein (durch Schlauheit) war Anlass zu Hänseleien (wie es unter Kindern halt so üblich ist), es machte mich ein wenig zu einem Aussenseiter und damit hatte ich schon ein wenig zu kämpfen. So hatte ich z.B. extreme Mühe mit der Aufforderung, etwas langsamer zu arbeiten (aus Rücksicht auf die anderen Kinder); den sportlich begabten Kinder wurde ja nie sowas gesagt…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tststs

        „Ist auch gar nicht nötig, die anderen merken es auch so.“
        aber nicht unbedingt die Hochbegabung, jedenfalls nicht solange sie nicht abgeklärt ist.
        Was die anderen merken ist „ein, meist eher negativ, aus dem Rahmen fallen“.

    • mila sagt:

      Es muss nicht immer so laufen. Ich wurde Microchip genannt, habe das aber nie als Hänselei empfunden. Aber das lag wohl auch daran, dass ich gegenüber meinen Gspänli hilfsbereit war und trotz entsprechender ‚Diagnose‘ ab Kindergarten andere nie bewusst spüren liess, dass sie in manchen Bereichen langsamer waren als ich. Ich finde auch bis heute nicht, dass überdurschnittlich Begabte besonderer sind als andere – sie sind einfach anders.

      • tststs sagt:

        Ich wollte nicht den Eindruck erwecken, als sei dies eine Tortur gewesen…so wie halt (fast?) alle Kinder unter einem Makel „leiden“ (Brillenschlange, zu klein, zu gross, zu dick, zu dünn, zu letzt ins Team gewählt etc.)
        🙂
        Hehe, ich kann sogar nachvollziehen, dass es nervig (?) für die anderen Kinder war…ständig weiss da eine die richtige Antwort… und im Gymi war es einfach unfair, nie gelernt, Husi mehr schlecht als recht erledigt und trotzdem adäquate Noten…

      • mila sagt:

        Da haben sie recht, wer irgendwie anders ist, fällt nun mal auf. 😉 Aber ich denke schon, dass man bis zu einem Grad lernen kann, (gut) damit umzugehen.

        Und ja, im Gymi hielt ich es mit den Hausaufgaben und Präsenzen auch nicht mehr so genau. Dafür hätte auch fast einen Verweis kassiert – rückblickend verständlich, aber damals fand ich es angesichts der Notenlage lächerlich. Teenie halt. 🙂

  • Hannes Müller sagt:

    Ein hoher IQ ist wie ein schneller Wagen. Ob man sich dann im Verkehr sinnvoll bewegt, und vor allem, ob man weiss, wo man hin will, ist eine andere Frage.

    • Markus sagt:

      Danke, super Vergleich! Genau dass meine ich mit den Problemen, die man mit einem hochbegabten Kind hat. Was nütz einem das ganze, wenn man das Auto mit karacho an die Wand fährt! für die Kinder bzw. die jungen Erwachsenen ist es echt schwer, das schnelle Auto zu Steuern und richtig zu lenken, vor allem wenn dann noch die Pubertät dazu kommt!

    • tststs sagt:

      Die Vergleich sind wirklich treffend. Gerne möchte ich sie noch um folgende Gedanken erweitern:
      a) Auch mit einem Ferrari findet man nicht schneller einen Parkplatz.
      b) Schneller vorwärtskommen tut man in einem Stau damit auch nicht.
      c) Ans Ziel kommt man immer, sogar diejenigen, die barfuss unterwegs sind
      😉

    • Adrian Wehrli sagt:

      EIn IQ ist wie ein schneller Motor! Das Chassi dazu ist meistens pickelig-pummelig, also wie ein Nissan Micra mit V12.

      • Hannes Müller sagt:

        ..mh, ich kenne viel hochbegabte Frauen mit sehr gut anzusehendem Chassis 🙂
        Der Gedanke, dass Hochbegabte sozial oder physisch minderbemittelt seien, beruhigt zwar, trifft aber in der Regel nicht zu. Sie stellen aber, um nicht aufzufallen, gerne ihr Licht unter den Scheffel.

      • Adrian Wehrli sagt:

        Ach Herr Müller, ich wünsche Ihnen, dass nicht immer alles so anstrengend sein muss. Locker bleiben, den Maiskolben rausnehmen und lächeln. Keiner zweifelt an Ihrem IQ, also keine Panik.

  • Melina sagt:

    Ich bin hochbegabt und habe mir nichts sehnlicher gewünscht als ein normales Kind. Mein Mann ist auch hochbegabt und unsere Eltern sind sogar noch gescheiter als wir mit unseren 135Q. Aber eben, die Genetik. Junior ist 3 und singt Händel, nachdem er es im Radio gehört hat perfekt nach. Er rechnet und bringt sich selbst Englisch bei. Und wir Eltern sind entsetzt. Das heißt für uns Eltern all das Fördergedöns durchlaufen oder ins Exil gehen. Meine Pflicht als Mutter ist ihn zu bremsen damit er nicht ausbrennt. Er soll ruhig mal nichts tun. Das stärkt die Kreativität.

    • Hannes Müller sagt:

      Das wichtigste, was man als Hochbegabter und an vielem Interessierter lernen sollte, ist Durchhaltewillen. Sonst wird man zum ewigen Anfänger in allen Sparten. Eltern können da durchaus mithelfen, in beide Richtungen.

      • dres sagt:

        Dann lassen Sie Ihren Hochbegabten mal Gölä statt Händel hören: „Ha geng ä chli Schtoub uf dr Lunge, chli Dräck uf dr Zunge u pickle tuet scho lang nümme weh. Ha geng ä chli Schtoub uf dr Lunge chli Dräck uf dr Zunge bi dusse bi Sunne u Schnee.
        …Wöu i ä Bützer bi, Wöu i ä Bützer bi.“
        Wenn er diesen Text nicht nur auswendig lernt, sondern auch versteht, dann kommt das doch noch gut… 😉

    • Adrian Wehrli sagt:

      Melinda = Gruppe 2, mit der klassichen „herunterspielen“ Version.

    • Adrian Wehrli sagt:

      Mein Kind kann exakt die Milchstrasse zeichnen beim Ausspeien des Spinats. Händel furzte er schon mit 2 in E-mol. Ich werd Ihn wohl beschützen müssen vor all den hochbegabten Mamis mit Ihren hypointelligenten Sprösslingen.

  • Hattori Hanzo sagt:

    Angenehm selbst ironisch geschrieben. Mit einem persönlichen Input zum Schluss, der einigermassen Sinn macht. Ihre Kolleginnen könnten einiges von ihnen lernen Herr Tschannen.

    Ansonsten geht es mir so wie gestern: Ich habe bis jetzt noch keine Eltern kennen gelernt, die mir gesagt haben, ihr Kind sei hochbegabt. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es solche Eltern nur in Klischee-Filmen gibt oder in Blogs.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Hattori Hanzo

      Ihre Ausgewogenheit in Ehren, aber irgendwie beschleicht mich allmählich das Gefühl dass es Eltern, welche tatsächlich echt und in Wirklichkeit noch gar gar nie kein einziges der bisher genannten Dinge erlebt haben ebenfalls in einer Klischeewelt unterwegs sind.
      Bloss weil man den Blick fürs Ganze hat mit allen dazugehörenden Kanten und Unstimmigkeiten, und diese Dinge wahrnimmt, bedeutet nicht dass man mit abqualifizierender Brille durchs Leben geht.
      Doch wenn Sie tatsächlich in einem derartigen Menschenparadies („noch nie erlebt/gehört etc“)leben,
      herzlichsten Glückwunsch!

    • Malena sagt:

      Ich kenne einige solcher Eltern. Interessanterweise sind das immer Schweizer (Westeuropäer), in unserem sehr gemischten Quartier. Kinder anderer Kulturkreise scheinen von diesem Phänomen eher verschont zu bleiben… Ausländerbonus – schon wieder… 😉

      • Brürrk sagt:

        Westeuropäer? Ich finde Russen, Osteuropäer, Ostasiaten in dieser Frage viel extremer…

      • Malena sagt:

        @Brürrk: ist gut möglich, ich kann nur über mein eigenes Umfeld sprechen. Die Osteuropäer (Balkan) Eltern die ich kenne finden ihre Kinder natürlich auch grossartig, in meiner beschränkten Erfahrung streichen sie aber nicht speziell die Intelligenz hervor, sondern eher sportliche Leistungen, Aussehen etc. (und da sind sie auch nicht allein – tun Schweizer ebenfalls).

      • Martin Frey sagt:

        Hat wohl keine Ostasiaten bei Ihnen im Quartier, Malena? Zu dem Thema sage ich nur „Amy Chua“… 🙂

      • Malena sagt:

        @Martin Frey: kenne Japaner und Vietnamesen im Quartier – diese fördern ihre Kinder zwar aber gehen nicht mit deren Intelligenz hausieren. Ich wollte keineswegs generalisierenden Aussagen über andere Kulturen abgeben – ob man in seinen Kindern eine Hochbegabung vermutet ist sehr individuell, und meine Stichprobe ist eh viel zu klein. Ich sagte bloss dass ich besagtes Verhalten vor allem bei Schweizern gesehen habe – eine subjektive und nicht verallgemeinerbare Beobachtung.

      • Martin Frey sagt:

        Schon klar, Malena. 🙂
        Kenne selber ein paar Chua-Eltern, würde aber auch nie behaupten dass alle so seien.
        Meines Erachtens sind tatsächlich die meisten Leute, die sich oder ihre Kinder für hochbegabt halten, es wohl eher nicht. Aber es ist eine ausgezeichnete Erklärung für andere Auffälligkeiten.

      • Stranger sagt:

        Ich weiss, dass ich selbst ein ganz aufgewecktes Kerlchen war in der Schule (mit 90 kann man kein ETH-Studium abschliessen, no way, lasst Euch keinen Bären aufbinden, da braucht’s schon 110 oder mehr). Meine Tochter ist jetzt 15 und ich habe oft den Eindruck, sie sei mir eigentlich intelligenzmässig oft überlegen. Ich glaube nicht, dass sie „hochbegabt“ ist, wobei ich nicht weiss, was das genau ist. Jedenfalls zeigt sich Begabung auch daran, dass man nicht aufs Hörensagen geht und dass man für „Hochbegabung“ nur genaue Definitionen gelten liesse… Das gesagt: Es wurde mir schon gesagt, \

    • Danke für das Kompliment, Herr Hanzo. Das war doch ein Kompliment, ja?

      Ihre Kritik kann ich nachvollziehen. Natürlich gibt es sehr viele normale, angenehme Eltern fernab von Klischees. Aber die Klischee-Eltern existieren halt auch, und sie geben naturgemäss mehr Blogfutter her als die normalen. Ich schätze ja den Wahrheitsgehalt in Blogs. Deshalb: Die Einstiegsszene ist durchaus so passiert. Im Verlaufe eines Beitrags erlaube ich mir dann aber schon ein paar dramaturgische Zuspitzungen.

      • Hattori Hanzo sagt:

        Danke Herr Tschannen. Ja, es war ein Kompliment und ihre Zeilen habe ich richtig eingeschätzt. Dramaturgische Zuspitzungen sind erlaubt. Es ging mir mehr um den Allgmeinkontext des Blogs, als ihren Text im Einzelnen. Denn ihr Text bringt das Thema auf einen vernünftigen Punkt. Er spricht unsere (geheimen) Wünsche an und stellt uns eine sinnvolle Frage. Deshalb nochmals Kompliment.

    • Hattori Hanzo sagt:

      Entschuldigung Brunhild: aber ich kann mich nicht erinnern, dass mir Eltern je gesagt haben: Unser Kind ist hochbegabt.
      Natürlich „wahnsinnig schlau“ „vorwitzig“ „musikalisch begabt“ „gut in der Schule“ – ebenso wie „ein Stolperi“ „Träumer“ „hat Mühe in der Schule“ „ist überfordert“. – Einfach die normalen Begabungen.
      Lebe ich jetzt in einem Klischee? Ich sage nur, was ich erfahre.
      Meine Kinder sind auch „unglaublich“. Aber wenn ein Kind hochbegabt ist, dann geht es mit 12 an die UNI oder gibt mit 10 ein Violinenkonzert.

      • Hattori Hanzo sagt:

        …. der Doofe, sucht (oder erfindet) noch Dööfere, um sich klug und gut zu finden

        Diese allgegenwärtige Kultur beelendet mich zunehmend, denn aus eigener Erfahrung weiss ich, dass unser Niveau sich sehr dem anpasst, womit wir uns beschäftigen. Beschäftigen wir uns mit klugen und vorbildlichen Leuten werden wir selbst klüger. Beschäftigen wir uns nur mit den Deppen, den Doofen, der Freak-Show – dann verblöden wir, lachend, während wir uns unheimlich klug vorkommen.
        Und solche Negativ-Listen sind nun mal Ausdruck dieser Kultur. Die Moderne Version des Tratschs aus niedrigen Motiven.

    • Susi sagt:

      @HH: Sie sagen, Sie haben Eltern, wie sie heute und gestern im Blog beschrieben werden, nie kennen gelernt. Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass Sie halt einfach nicht so viele Eltern kennen bzw. nur mit solchen aus dem eigenen Freundes- und Bekanntenkreis zu tun haben. Nicht mit Kreti und Pleti auf dem Spielplatz, die meinen, ihr Kind, das vom ganzen Quartier als blöd wahrgenommen wird, sei hochbegabt. Nur, weil Sie die nicht kennen, heisst es nicht, dass es die nicht gibt…

      • Hattori Hanzo sagt:

        Susi – ich glaub, das ist des Rätsels Lösung. Als Vater auf dem Spielplatz, hat man ziemlich andere Erfahrungen mit Müttern, glauben sie mir. Erst recht wenn man Hattori Hanzo ist. Die wenigsten fühlen sich da frei, frisch von der Leber weg, ihre ganz komprimierte Dummheit von sich zu geben.
        Und da mir der Dorfklatsch am A… vorbeigeht, ebenso wie die öffentliche Meinung. Habe ich schon mit einer ganzen Menge Leute weniger zu tun, die nur nerven würden.

        Trotzdem: Listen wie gestern, sind für mich Ausdruck einer primitiven Bashing-Unterhaltungs-Kultur, die durch „Reality“-TV kultiviert wurde

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Hattori Hanzo
        Susi hat besser formuliert was mich bei diesen wiederholten Aussagen zunehmend irritiert; und ich dehne es aus. Nicht nur auf dem Spielplatz, auch überall dort wo Sie regelmässig diesselben Familien treffen, einfach von Ihrer Wohnlage her, ÖV, Schule ganz allgemein der öffentliche Raum, Sie müssen ja nicht mal selber angesprochen werden um „etwas gehört zu haben“, mithören reicht durchaus.
        Und irgendwann kriegen vielleicht auch Sie es doch mal mit den Konsequenzen von dem was nervt zu tun, wenn bspw Ihre Kinder, oder Kollegen Ihrer Kinder ins Visier geraten.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        von daher würde ich zu einer Beschäftigung mit beiden Seiten raten, volumenmässig mehr auf der Seite welche uns voranbringt, aber ohne das andere total auszublenden oder sich einer Nennung zu verweigern.

  • Esther Müller sagt:

    Als Elter wäre ich sicher stolz auf ein schlaues Kind. Aber zumindest während der Schulzeit ist ein doofes wesentlich einfacher.
    Ein auch nur geringes Defizit löst eine Abklärungs- und Unterstützungswelle aus. Nützt ein Kind hingegen nicht sein ganzes Potential bleibt aber unter den „guten“ und langweilt sich dabei, interessiert das kein Mensch.
    In unserem schweizerischen Einheitsbrei ist eine echte Höherbegabung (da meist nur in Teilbereichen) eine echte Last.
    Ehrlich ich würde mich mittlerweile auch für A entscheiden.

  • Muttis Liebling sagt:

    Kann ein durchschnittlich intelligenter Mensch Hochbegabte überhaupt erkennen oder gar voneinander unterscheiden?

    • Dänu sagt:

      Als Freiberufler aus Berlin bestimmt!

    • Valeria sagt:

      Hab vor kurzem einen Beitrag dazu gelesen, warum wir uns alle für so wahnsinnig intelligent halten. Und da ging’s genau darum: wir können jederzeit erkennen, wenn andere dümm sind als wir. Aber es fehlt uns die Möglichkeit (Intelligenz…) zu erkennen, wenn jemand schlauer ist. Ergo: wir erkennen zwar die dümmeren als dümmer, stufen die intelligenteren aber höchstens als uns ebenbürtig ein.

      • mila sagt:

        Das kann ich so nicht bestätigen. Ich kenne Menschen, bei denen ich schwerst annehme, dass ihr nomineller IQ über meinem liegt. Aber was das im Leben konkret für einen Unterschied macht, liegt auf einem anderen Blatt.

      • Stranger sagt:

        Was es für einen Unterschied macht (kein gutes Deutsch im Übrigen, mila): Man sollte nicht zu intelligent sein, ansonsten kommt man nicht mehr so gut durch in der Wirtschaft. Die Schweizer Wirtschaft bevorzugt eindeutig das Mittelmass.

  • Dänu sagt:

    Wie war nochmal die Frage? 🙂
    Egal, Hauptsache es ist schlauer als ich!
    PS: Wieder mal Weltklasse, Herr Tschannen!

  • mila sagt:

    Nun ja – vielleicht wird in der heutigen Schwemme der Hochbegabten das normale Kind plötzlich wieder zu einer Besonderheit… Respektive, einer Ausnahmeerscheinung. Sie sollten die Hoffnung also noch nicht aufgeben, Herr Tschannen. 😉

    • Thomas sagt:

      Da kann ich Sie ebenfalls beruhigen. Wenn ich so in die Runde der Kollegen meiner Kinder schaue bleibt etwelche Intelligenz in der Pubertät auf der Strecke. Normalbegabte Kinder sind da zuweilen tatsächlich schon die Ausnahme, aber nicht, weil die Hochbegabten die Regel sind. Ich würde Intelligenz im Übrigen auch nicht an IQ’s messen, sondern, wenn überhaupt, einfach daran, was jemand aus seinem Leben macht.

      • tststs sagt:

        „bleibt etwelche Intelligenz in der Pubertät auf der Strecke“… Hehe, resp. auch grössere Intelligenz schützt nicht vor Faulheit…ach, ich höre immer noch meine Mutter:“Weisch, wenn dnur es bitz lerne würdsch…chönntsch e 6er Matura herelegge…“ (Jaja, dachte es, und ging mit ihren Freunden an den See ein wenig den IQ wegrauchen….)

  • Markus sagt:

    Wir haben ein „hochbegabtes“ Kind (IQ 131) und ein „normal intelligentes“ und ehrlich gesagt wäre es uns oft lieber, es wären beide „normal Intelligent“. Unser Hochbegabter hat dafür in vielen alltäglichen Sachen massive Defizite und verursacht fast mehr Probleme als der Zweite.

    • Hannes Müller sagt:

      Ich kann Sie beruhigen. 131 reicht nicht für Physik oder Ing an der ETH

      • Markus sagt:

        Mir eigentlich egal, auch wenn es nicht stimmt. Einen IQ von >130 haben ca. 2% der Bevölkerung, dass reicht auch für ein Physik oder Mathematik Studium an der ETH (ich habe es mit IQ 118 = überdurchschnittlich intelligent geschafft). Aber um dies geht es hier ja auch nicht, sondern um die Frage, ob für Eltern ein hochbegabtes Kind wirklich wünschenswert ist.
        Es ist nicht einfacher mit solchen Kindern, die Probleme sind einfach anders. Mobbing, schlechtes Lernverhalten, psychische Probleme, etc. sind oft belastende Nebenerscheinungen.

      • Marie sagt:

        Was benötigt man den für die ETH?

      • Brürrk sagt:

        aber sicher gibt es an der ETH auch physik- oder ing-Absolventen, die einen IQ unter 131 haben. Wollen Sie sagen, dass es Leute mit IQ 131 gibt, die es trotzdem nicht schaffen? Auch das ist logisch, denn man braucht auch dafür nicht nur einen hohen IQ, sondern auch Durchhaltevermögen, eine Matura, etc..

      • Doch IQ131 reicht…Nach Dr. Teuwsen, emeritierter Psychologe der Uni Zürich reicht ein IQ128 für ein Doktorat in Physik an der ETH aus. Oder wie wirklich gescheite, erfahrene Menschen der Meinung sind: Erfolg ist 50% Fleiss + 50% Intelligenz. Intelligenz (von lat. intelligere für „erkennen“, „wahrnehmen“, „verstehen“) ist bekanntlich lernbar, mit offenen Augen durchs Leben und dem Willen, Dinge hinterfragen, bringt’s. Ein Spruch auf einem Brienzer Chalet lautet: „Erfolg stellt sich ein wenn man mehr tut als nötig, und das immer“. Intelligenz nützt erst,wenn gescheites Handeln zum Erfolg führt

      • Adrian Wehrli sagt:

        Die ETH kannst du auch mit IQ 90 machen, ist eine Frage des Fleisses und der peak performance an den richtigen Stellen, wie überall im Leben. Wobei ich finds ja schon sexy, wie gleich alle immer staunen wenn du den ETH Titel hervorkramst, und an all die wilden Parties und die faulen Jahre zurückdenkst …

      • Hannes Müller sagt:

        Einfach mal rechnen, welcher Prozentsatz Physik oder Ing an der ETH macht, und dann noch andere Studien berücksichtigen, die auch einen hohen IQ benötigen. 131 sind etwa 2 Prozentpunkte der Bevölkerung.
        IQ 90 mit Fleiss reicht sicher nicht, man muss einfach gewisse Dinge denken können, die man mit 90 nicht kann. IQ 128 kann reichen mit extrem viel Fleiss (und wenn man das Glück hatte, dass man bei der Messung auf der richtigen Seite der Streuung lag).
        Der IQ scheint aber sehr emotional besetzt zu sein, wenn ich die Antworten hier so lese.

      • Adrian Wehrli sagt:

        Die grössten Idioten meines Lebens habe ich an der ETH kennengelernt, hab das Studium als Jahrgangsbester abgeschlossen und bin ganz sicher nicht mit einem hohen IQ bestraft worden. Lustig wars immer so bei den IQlern ab 150, die konnten an der Migroskasse nicht mehr bezahlen, die Interaktion war einfach zu komplex für Sie ….

    • mein name sagt:

      Wer einen IQ >100 hat sollte aber wissen, das der IQ für die Studentische Karriere relativ irrelevant ist (man kann auch mit einem IQ von weniger als Hundert einen Doktortitel machen oder US Präsident werden (manchmal sogar beides)). Im Übrigen gibt es auch die Soziale oder auch Rhetorische Intelligenz welche meines Erachtens immens wichtiger sind für ein Erfolgreiches und vor allem glückliches Leben. Diese werden aber nicht mit einem Test gemessen…

      • Max sagt:

        Ich habe an der ETH studiert und promoviert. Wie hoch der IQ dafür sein muss, weiss ich nicht – ist auch egal. Aber etwas weiss ich: gesunder Menschenverstand hilft auf jeden Fall. Und der äussert sich unter anderem auch in Blogkommentaren (oder eben auch nicht)…

    • Matthias sagt:

      Das selbe vernehme ich auch von einem Kollegen dessen Kind hochbegabt ist. Nach seiner Aussage hat das Kind mehr probleme bereitet als alle anderen seiner Kinder zusammen, schwache Sozialkompetenz und uneinsichtig sind die grossen Schwächen. Klar ist er dennoch stolz auf ihre Leistungen, aber das macht das leben mit ihr nicht einfacher.

    • Alois sagt:

      @Hannes: Nun darf ich mich stolzer Physiker aus der ETH-Schmiede nennen. Glauben sie mir, mit dem IQ hat das nichts zu tun – ich bin sicher, laut IQ Tests würde ich sogar zu den unterdurchschnittlichen Leuchten gehören.
      Was ich aber mit Sicherheit sagen kann: wer einen IQ Test als einen repräsentativen Intelligenzstandard betrachtet, der ist selbst nicht sehr intelligent.
      Nun bin ich allerdings auch intelligent genug um die Ironie in ihrer Aussage zu erkennen – daher gilt die Antwort eher an all jene, die sich über ihren Post echauffieren.

    • Mäne sagt:

      Ich finde es schon pathologisch, dass Sie Ihr Kind auf IQ-Punkte messen lassen und dann damit rumprahlen (Kat.2, anscheinend). Weder kenne ich meinen eigenen IQ-Wert noch den meines Kindes (wohl aber die ungenauigkeit solcher Tests) noch interessiert mich das. Hat diese Messung irgend einen Einfluss auf ihr weiteres Vorgehen? Stecken Sie das Kind in eine andere Schule wenn es IQ 120 oder 110 hat? Wohl kaum. Es gibt auch keine Lehreinrichtung die verlangt, dass man IQ 135 aufweist um reinzukommen, aus gutem Grund. Wen die Messung keinen Einfluss hat, soll man sie nicht machen.

      • tststs sagt:

        „Wen die Messung keinen Einfluss hat, soll man sie nicht machen.“
        Stellen Sie es sich so vor Mäne: Irgendetwas stimmt nicht, irgendwie ist ein Kind anders als die anderen. Die möchte man doch geklärt haben; dementsprechend hat eine solche Messung immer einen Einfluss: Man weiss, woran man ist. (Wie bei einer Erkrankung, da will man ja auch Bescheid wissen)
        Ich gebe Ihnen aber recht, dass die daraus entstehenden Konsequenzen nicht wirklich relevant sind. Eine Matura kann ich mit IQ oder Fleiss bestehen; nirgends wird ein Minmal-IQ verlangt (ausser natürlich Mensa).

    • Anna Gordon sagt:

      Jetzt stellen Sie sich vor, ihr Kind hat, je nach Test, deren aufgrund andauernder schulischer Probleme viele gemacht wurden, einen IQ von zwischen 136 und 154, aber dazu noch ein ADHS. Weil es ein Mädchen ist, denkt aber eben niemand an das ADHS, es wird stattdessen als faul und „chronische Minimalistin“ abgestempelt, obwohl sie sich aus lauter Langeweile schon im Chindgsi selber lesen beigebracht hat. Erst nach vielen Jahren und unzähligen Problemen merkt die Frau bei der Lektüre eines Buches, dass ihre Situation vielleicht nicht ihre eigene Schuld ist. Per ardua ad astra.

    • dres sagt:

      Diese IQ-Zahlenspielerei lässt mich am IQ der Betroffenen zweifeln… Sorry, es ist nicht böse gemeint, aber die Aussagen kommen typisch naturwissenschaftlich und damit leicht sozialgeschädigt rüber… 😉

      • Anna Gordon sagt:

        Dres, ging das an mich oder an OP? Weil bei mir hätten Sie recht, es geht echt nicht spurlos an einem vorbei, wenn man jahrelang richtiggehend fertiggemacht und von Therapie zu Therapie geschickt wird. Unser System sieht, was es sehen will, und „kann ihre Hausaufgaben nie rechtzeitig liefern“ wird als absolutes Versagen von Eltern und Kind gewertet, statt mal überlegen, woran es liegen könnte. Bin übrigens mit Ritalin auch nicht „geheilt“, da die Hirnstrukturen wohl doch nicht so automatisch plastisch sind wie man meint und man stattdessen konsequent neues Verhalten erlernen müsste.

    • Adrian Wehrli sagt:

      Die Leute mit dem hohen IQ, haben rein statistisch gesehen oft einen miesen EQ, womit sie unfähig sind das Thema in der Gruppe zu besprechen, was dann ihrerseits zu Unverständnis udn Abwehr führt, was Sie dann bekräftigt, dass eben dohc der IQ, usw ….

    • chocolate sagt:

      Ich denke, man darf das nicht verallgemeinern. Es gibt auch hochbegabte Kinder, die sozial und emotional ohne Probleme gut funktionieren. Unser Sohn ist hochbegabt (um das rauszufinden, musste erst unerklärbar krank werden, dann x Abklärungen, am Schluss dann halt diese ‚Diagnose‘): Er hat 2 Klassen übersprungen, machte mit knapp 17 Matura. Er hatte keine Probleme, sich in den neuen Klassen einzugliedern, im Gegenteil, es schien, er sei ihm viel wöhler bei den reiferen Kindern. Auch im Studium (nach einem Zwischenjahr) hatte er nie Probleme..

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