Welcher Familienferientyp sind Sie?

Ein Papablog von Rinaldo Dieziger*

Mamablog Famiienferien

Fulltime-Job im Liegestuhl: Badeferien versprechen viel Sonne und Entspannung. (Flickr/Rob Briscoe)

Badehosen und Kindle. Wanderschuhe und Sackmesser. Wasserkocher und Lonely Planet. Nutella und Campingstühle. In einem Monat wird gepackt. Endlich Sommerferien! Haben Sie schon gebucht? Das Badetuch letztes Jahr gleich dagelassen, um den Liegestuhl für dieses Jahr zu besetzen? Oder wird es wieder ein Last-Minute-Schnäppchen? Stadt, Strand, Italien, Spanien oder Übersee?

Das Angebot ist riesig, der Euro/Dollar tief, die Vorfreude gross. Aber Hand aufs Herz: Ferien sind nicht mehr das, was sie einmal waren. Wir haben Kinder. Und davon ist eines noch so klein, dass man es Baby nennt. Das verändert nicht nur den Alltag (für die meisten Mütter) oder zumindest Feierabend und Wochenende (für die meisten Väter), sondern auch die Ferien (für alle).

Ferien sind ab jetzt keine Erholung mehr. Ferien mit Kindern sind ein Fulltime-Job. Für Nicht-Eltern: Stellen Sie sich ein zwei, drei, vier oder sogar fünf Wochen dauerndes Wochenende vor, an dem Sie auf zwei tollwütige, nicht stubenreine Jagdhunde aufpassen, die absolut keinem Kommando gehorchen.
Natürlich hängt der Stresspegel wesentlich von der Art der Ferien ab, die Sie buchen. Als Familie ändern sich die Auswahl und der Blick auf das Urlaubsangebot drastisch. Am einsamen Strand fehlt die Rutschbahn. Und im Romantikhotel der Kinderstuhl. Was eignet sich überhaupt als Familienferien? Und welcher Typ sind Sie?

All-inclusive/Strandferien
Verlockendes Konzept: Schlaraffenland. Einfach alles da. Essen, Getränke, Pool, Liegestühle, Unterhaltung und die Nachbarn aus Deutschland. Samt Kindern. Ideal für Familien, die nicht gerne organisieren (ausser Liegestühle besetzen). Sie verbringen den Tag im knietiefen Pool oder am Strand und schunkeln am Abend mit Babyphone und Gleichgesinnten zu «Sierra Madre».

Wanderferien
Schweiz Tourismus freuts. Ausser Sie zahlen lieber in Euro im leider oft gastfreundlicheren Österreich. Für Wanderferien mit auf den Rücken geschnallten Kleinkindern empfehlen sich vorher und nachher ein Abo bei Kieser Training und ein zusätzlicher Rucksack gefüllt mit Geduld: «Wänn simmer da? Gaats no wiit?» Tipp: Mit den Kleinen in einer Alphütte übernachten und am offenen Herd gemeinsam Gulasch aus der Büchse kochen!

Camping
Fand ich ehrlich gesagt doof. Wegen der Holländer am Gotthard. Und der inflationären Platzierung von Gartenzwergen auf Schweizer Campingplätzen. Bis wir hier in Kalifornien einen ganzen Monat im Motorhome rumgereist sind und die silbrigen Airstreams (das Macbook Pro der Wohnwagen) entdeckt haben. Diese Wohnwagen sind Kult. Und sie eignen sich wunderbar für Ferien mit kleinen Kindern. Mit der Familie die Welt sehen. Und doch immer zu Hause sein.

Städtereise
Ähnlich wie in den Wanderferien braucht es auch in der Stadt viel Geduld. Das übliche Programm mit den Sehenswürdigkeiten kann man vergessen. Für kleine Kinder ist das Treppensteigen viel spannender als der Eiffelturm. Besser eine Bootsfahrt auf der Seine machen. Oder Enten füttern. Ebenfalls anstrengend wird das ständige Auswärtsessen in guten Restaurants. Lieber gleich in die Pizzeria. Am besten statt eines Hotels eine Wohnung bei Airbnb in einem familienfreundlichen Quartier buchen und sich auf dem nächsten Spielplatz an die Eingeborenen halten.

Ferien auf dem Bauernhof
Reiten, melken, füttern, streicheln – für kleine Kinder ein Paradies. Wir waren bis gestern eine Woche lang auf einer Cowboy-Ranch im Niemandsland mit Pferden, Ziegen, Hühnern, Hunden, Kühen und Kätzchen. It was awesome! Ferien auf dem Bauernhof sind ein MUSS mit kleinen Kids. Buchen!

Fazit
Es gibt unzählige Arten, Familienferien zu verbringen. Was sind Ihre Favoriten? Wir probieren auf unserem derzeitigen Trip durch Kalifornien gerade so einiges aus. Von Downtown Los Angeles über Camping, Beachlife bis zu Bauernhof und Disneyland – und ich hatte bisher schon so manches Mal das Gefühl, den Kindern ist es völlig egal, wo sie sind. Hauptsache ich bin da.

11188152_10155513192975596_6308175866859379239_n*Rinaldo Dieziger ist Unternehmer und Autor. Seine besten Papablogs sind als Taschenbuch erschienen. Er lebt mit Frau und Kindern in Zürich.

71 Kommentare zu «Welcher Familienferientyp sind Sie?»

  • Peter Kobelt sagt:

    Sommerferien sind eine der schönsten Zeiten im Jahr überhaupt, da sie die Gelegenheit bietet, noch längere und intensivere Zeit mit den Kindern zu verbringen. Ein Genuss, nicht nur die Kindergarten-/Schulfreie-Zeit sondern von morgens bis abends jede Minute mitzubekommen! Das Problem für Kita-Ego-Eltern natürlich, dass sie ihre fremderzogenen und werrvermittelten Statussymbole über so lange Zeit ohne Hilfe zu betreuen haben, verstehe ich. Der Bumerang der Selbstverwirklichung! Vielleicht hätten sie sich doch lieber Hunde zugelegt? Für die gibt es Pensionen.

    • tina sagt:

      schliifts?
      da hat wohl auch einer mal ferien nötig….

      • tina sagt:

        was ist wohl so ein peter kobelt für ein ferientyp?

      • Peter Kobelt sagt:

        Nerv getroffen? Strandferien waren langweilig, Städteferien mit Kulturprogramm fantastisch, Camping bezüglich Wetter eher kritisch, Wanderferien sehr erfüllend mit kleinen Abenteuern und Bauernhof noch offen, obwohl wohl keine Option, Aktivitäten müssen nicht delegiert werden.

      • tina sagt:

        ja klar, auf wandern und bauernhof hätte ich gewettet. mit treckingsandalen und rucksack. aus praktischen gründen haben mann und frau die selben funktionsshirts an

      • tina sagt:

        ah genau. aktivitäten. fehlt noch die spassmütze

      • tina sagt:

        die spassmütze für humorvolle eltern. kürzlich hier erschienen

      • Susi sagt:

        tina: „aus praktischen gründen haben mann und frau die selben funktionsshirts an“

        haha, du bist lustig!!
        genau, und die selben Regenschütze in den identischen Rücksäcken (inkl. Stöcke?)
        die Symbiose-Familie!
        ich schmeiss mich weg!

      • tina sagt:

        ah stimmt susi! es sind jeweils die outdoorjacken, nicht die shirts. ich freue mich schon auf die ferienzeit. wir können ja symbiosefamilienzählen spielen

      • Susi sagt:

        gute Idee, Tina! solche hat’s in den Kinderhotels amigs auch zuhauf…

    • Nele sagt:

      hohohohoho, köstlich Herr Kobelts Kommentar! Arbeitet sicher als Hausmann zu Hause und denkt jedes Mal wenn er Meerschweinchens Gehege ausmistet, er hätte doch auf einen Hund bestehen sollen.

    • Susi sagt:

      Kobelt: „Ein Genuss, nicht nur die Kindergarten-/Schulfreie-Zeit sondern von morgens bis abends jede Minute mitzubekommen!“

      Hihi, mal einer, der sich zur Front der Helikopter-Eltern bekennt! (Die Kinder kriegen echt keine Privacy vor Ihnen, ohjemine…)

    • Sybil Tschopp sagt:

      Warum so bösartig? Es fällt mir immer wieder auf wie viele Kommentare in diesem Forum richtig fies sind, durchaus nicht nur der Ihrige. Sie müssen sich ja aktiv dazu entschliessen so einen Kommentar zu posten, gefragt hat Sie ja niemand danach. Also, warum so böse? Tun Sie stattdessen ihrer Familie etwas Gutes, es scheint ja dass Sie diesbezüglich Glück hatten. Geniessen Sie ihr Glück, statt über Familien zu stänkern, von deren Realität Sie keine Ahnung haben, das wäre mein Rat. Ich bin sicher Ihre Eltern haben Ihnen mehr Respekt, Manieren und Freundlichkeit beigebracht.

      • Heulsuse sagt:

        @Sybil: das sehe ich genauso. Häufig wird in solchen Kommentaren der eigene Frust über was auch immer deutlich. Die fiesen Kommentare tragen in keiner Weise zu halbwegs vernünftigen Diskussionen bei.

      • Susi sagt:

        @Sibyl und Heulsuse: Da Kobelts Anfeindung gegenüber Kita-Ego-Eltern weder mit dem Blog-Text noch mit bereits vorhandenen Kommentaren zu tun hat, liegt die Vermutung nahe, dass er einfach irgendwelchen Frust loswerden will. Sowas sollte man gar nicht ernst nehmen, finde ich. (Darum sind Tina und ich auch am Rumwitzeln, gell, Tina 🙂 )

      • Peter Kobelt sagt:

        @Susi: Es gibt noch eine andere Kinder/Eltern Realität als die in diesen Mama Blogs zum besten gegeben wird. Fern von Kitas, Kinderhotels und Verhaltensauffälligkeiten. Dass Sie sich über (uns) andere lustig machen ist kein Problem, wähnen Sie sich in der lauten Mehrheit, doch die hat nicht immer recht! Im übrigen beziehe ich mich sehr wohl auf den Text, denn die Hunde sindnicht von meinem Mist. Brille? Liesmal!

      • tina sagt:

        ich finde auch, wir waren ausgesprochen liebenswürdig. aber ein bisschen amüsieren darf man sich doch, auf kosten von leuten, die dermassen austeilen (das mit den hunden war echt zuviel. zumal kobelt mit einer wahrscheinlichkeit von weit über 80% selber 100% erwerbstätig ist und seine frau auf die kinder schaut)

      • tina sagt:

        warum alles so fein säuberlich unterteilen? wir mögen ein bisschen stadt, ein bisschen kultur, ein bisschen schlaraffenland, ein bisschen sport (naja…. ich meine einfach etwas, bei dem man ein wenig schwitzt kombiniert mit nicht herumliegen), ein wenig landschaft, ein wenig wasser, ein wenig kultur. kann man haben, wenn man den weg mit einbezieht und am wasser eine bleibe hat, dahinter ein berg und etwas urbaneres im vorbeiweg oder in der nähe. oder man macht mal das mal das.
        zwischen kochen, restaurant und allinclusive gibt es noch apartment mit takeawayverpflegung

      • tina sagt:

        12:09 hätte ein eigener beitrag sein sollen. sorry.

    • Laurence sagt:

      Vergleich Kind-Hund ist ja schon mal politisch nicht korrekt. Auch sonst ist er falsch. Der Hund begleitet den Menschen 7/24 auch wenn ein wohlerzogener im Hotelzimmer ruhig auf seine wellnessenden oder Cüplitrinkenden Meisters warten kann – und das ein Hundeleben lang… Die Beleitung, nicht das Warten 😉

    • Claudia sagt:

      der Kobelt meint also, dass alle Frauen, die wieder arbeiten möchten selbstverwirklichungssüchtige Egomanen sind? Ich arbeite im therapeutischen Bereich mit Kindern und kann sagen, dass Vollzeitmami-Sein leider keine top Erziehung garantieren…Nur Anwesenheit genügt nun mal nicht! Hoffentlich lässt der Kobelt sich nie Scheiden…denn dann würde er sich Wünschen dass Mami wieder wenigstens Teilzeit gearbeitet hätte…

      • angelina sagt:

        eine vollzeitmami garantiert tatsächlich keine top erziehung. jedoch auch die kita erzieherinnen nicht. manche von dehnen haben selber noch gar keine kinder und kennen kindererziehung nur aus der gelernten theorie.
        ausserdem bin ich absolut kobelts meinung. ich kenne viele in meinem umfeld welche ihre kids liebend gerne „abschieben“ damit sie ihre ruhe haben. und diese kids sind meistens auch auffällig in der schule. ist so. wenn man sich kinder wünsch sollte man diesen wunsch wirklich ganz genau überdenken und nicht einfach drauf los produzieren.

      • angelina sagt:

        ausserdem sind meine kinder auch nicht top erzogen obwohl ich ein vollzeitmami mit leidenschaft und immer sehr konsequent bin. wenn meine mäuse alle zusammen sind ist hier meistens ramba zamba. wo wir wohnen können sie auch noch energie loswerden. in den wald, eigene projekte entwickeln mit papas werkbank etc. dafür ist abends ab 20.30 totenstille weil sie von ganzen tag total geschafft sind und wir eltern geniessen unseren abendspaziergang und trinken einen kaffee zusammen, plaudern ungestört zusammen etc. ich geniesse die zeit mit meinen mäusen zu verbringen und möchte es um nichts …

      • angelina sagt:

        in der welt missen. die zeit ist kurz genug.

  • dres sagt:

    Mein Typ ist für jede Art von Ferien, und das ziemlich stressfrei. Für dieses Leben würde ich meinen Fulltime-Job jederzeit abgeben. Stress in den Ferien ist hausgemacht…

    • tina sagt:

      naja, wenn man allein mit mehr als einem kleinkind unterwegs ist, und die kinder womöglich noch fast im gleichen alter (meine haben ein jahr altersdifferenz), dann gibts schon stressituationen beim reisen. zu 80% müssen sie zu unmöglichen momenten aufs wc zum beispiel. aber oft sind die rückblickend sind familienerlebnisse nicht selten mit etwas stress verbunden, das macht gar nichts

      • André sagt:

        @Tina: Warum alleine in die Ferien? Aha, heute besteht eine Familie aus Frau und Kindern? Diese Ferien nennt man nicht Familienferien, sonder Mutter/Kind-Urlaub……

      • tina sagt:

        warum? also mein grossvater starb im krieg, man nannte es aber auch damals eine familie, obwohl meine grossmutter ihre 4 kinder allein gross zog. aber stimmt, das war zu der zeit, als projuventute beschloss, besser sei es, wenn man solche kinder den eltern(teilen) wegnimmt und als verdingkinder als arbeitskräfte einsetzt. ist das in deinem sinne andré?

  • Petra sagt:

    Wieder einmal bin ich froh,dass ich keine Kinder habe. Ferien mit Kindern? Glaube das Wort „Ferien“ kann man da streichen.

    • tina sagt:

      ich hatte die schönsten ferien mit meinen kindern. jedenfalls damals, als sie noch leichter zu begeistern waren 😉

    • Elisa sagt:

      Hat etwas… (Mutter zweier kleiner Kinder). Ist zwar auch schön, aber mit den Ferien des „alten Lebens“ hat es wenig zu tun. 😉

  • Susi sagt:

    eigentlich finde ich Zürich gerade in den Sommerferien so schön wie sonst nie, da muss man doch gar nicht verreisen!

    Meine Tochter und ich sind meistens den ganzen Tag in der Badi oder am See. Freue mich jetzt schon drauf!

    • Susi sagt:

      Und wenn man dann tatsächlich wegfahren will, stimmt für uns einfach das Kinderhotel. Es ist eine ideale Kombination. Bauernhof (reiten, Pferde/Ponys pflegen, Schweine füttern, Nager streicheln etc.), Campen (schlafen im Stroh), Sport (biken, Seilpark, Trekking), Wellness und vor allem auch einfach süsses Nichtstun bzw. Zweisamkeit für die Eltern, während die Kinder beschäftigt sind. Mit einem Einzelkind ist es sowieso ideal: Unsere Tochter ist jeweils eine Woche richtig manisch, weil sie so gerne dort ist. Geht’s dem Kind gut, geht’s auch den Eltern gut, und umgekehrt.

  • AJ sagt:

    Wir haben schon mehrmals Veloferien mit Kindern gemacht (das erste mal mit knapp jährig, das letzte mal mit 2 und 4 Jahren). Das tönt zuerst etwas anstrengend, ist aber sehr entspannend. Die Strecken pro Tag sind ca. 25-45km, das sind 2-3 Stunden, was über den Tag verteilt nicht viel ist. Die Kinder sind gut beschäftig, da es bei jedem Halt und auf jedem Camping neues zu entdecken gibt, und die Eltern sind auch beschäftigt, haben Bewegung (für die die nicht den ganzen Tag am Strand/Pool liegen wollen). Es gibt für alle viel zu sehen (Landschaft, schöne Ortschaften, Städte…).

    • plop sagt:

      Ja, wer ein bisschen Aufwand mit dem häufigen packen etc nicht scheut, kann so sehr gute Zeiten verbringen. Wir machen das zwar nicht mit den Velos aber immer auf Nebenstrassen und täglich wenn möglich nie mehr als 2-3h fahren, mit Mittagspausen etc. Es gibt soviel schönes zu sehen – und das interesse der Kinder dafür zu wecken.

  • java luna sagt:

    Alles ausprobiert und definitive auf ‚All-inclusive/Strandferien‘ eingependelt.
    Wir reisen seit einigen Jahren nach Djebrba in diverse ‚all-inclusive-Hotels‘, und diese Zeit kann man effektiv mit „Urlaub“ benennen. Dieser Urlaub ist bezahlbar, das Meer herrlich, viel Spannendes und Sehenswertes ausserhalb des Hotelkomplexes. sehr kinderfreundliche Bevölkerung/Personal
    Kein Putzen/Waschen/Kochen. Die Auswahl an Essen ist riesig und wunderbar. Die Hotels bieten diverse Aktivitäten an, die man mitmachen kann oder nicht.

  • A. Tamburini sagt:

    Bis die jüngste der 3 Girls 2-jährig war, verbrachten wir die 2 Sommerferienwochen zu Hause und in der Badi. Das gefiel allen. Danach fuhren wir meist in eine Jugi ins Tessin und auch diese Ferien waren für alle stressfrei und schön. Mit jedem Jahr erweiterten sich die pers. Freiheiten von uns Eltern ja auch im Alltag. Vor der Ferienplanung stand stets die Frage: was würde uns Eltern in den Ferien Spass machen, was den Kinder und schliesslich was uns allen zusammen. So gabs Kompromisse: 4 Tage London (Girlswahl), anschl. 1 Woche Tessin und alle waren zufrieden.

  • tststs sagt:

    Zwei weitere Tipps:
    1. (bereits von Susi und A.Tamburini genannt): Ferien zuhause, resp. von zuhause aus.
    2. Bungalow-Ferien
    Und als Zusatztipp: Mehrgenerationene-Ferien. Wenn die Familienverhätlnisse einigermassen ok sind, dann kann dies sehr entspannend für die Eltern sein. Wir haben auf jeden Fall öfters so Ferien verbracht und ich uns Kinder hat’s gefallen.

  • A. Tamburini sagt:

    Ja, wie bereits tststs schrieb: Mehrgenerationenferien. Wir nahmen meine Mutter mit aufs Weingut in der Toscana. So konnten wir Eltern ab und zu alleine abends schööön essen gehen und die Kids genossen auch die Zeit mit der Nonna und ich auch.
    Ferien im Unterengadin: als dann die Familie um einen jungen Hund grösser wurde, war das Wandern auch mit der jüngsten (4-jährig) plötzlich kein Problem mehr! Das Jammern „wie lange gehts noch?“ und „ich mag nicht mehr“ hörte schlagartig auf in Begleitung des 4-Beiners.

  • Gundel sagt:

    Liebe Blogger – schreibt doch nicht immer, dass Kinder haben soooo anstrengend ist. Das ist es wohl, das wissen wir Eltern. Aber wir würden doch nichts dafür hergeben und nie mehr unser Leben in ein Leben ohne Kinder tauschen wollen.
    Wenn hier nur immer über die „Arbeit“ und „Stress“ geredet wird, dann gebt ihr ein verzerrtes Bild der Realität wieder.

    Heute gibt es genügend junge, kinderlose Leute, die sich von solchen Sprüchen abschrecken lassen. (siehe: Petra)
    Man sollte wieder mehr aufzeigen, welche Freude und welche unbezahlbare Erweiterung das Leben mit Kindern bietet.

    • AnnaK sagt:

      Ja Gundel! Dachte jahrelang Kinderhaben sei unglaublich stressig und anstrengend, sah nur den Aufwand und schlaflose Nächte.
      Jetzt würd ich am liebsten jedem Unbekannten ein Kind wünschen, weil es SO VIEL FREUDE bereitet. Und ich schlafe soviel wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Augenringe vieler Eltern wären nicht nötig. Nehmt euer Baby zu euch ins Bett,lasst es friedlich an der Brust ein/weiterschlafen bis es das nicht mehr braucht, und so kommen alle täglich auf 9 Stunden Beautyschlaf und das Baby schläft unkompliziert im Urlaub, braucht weder (verlorenen) Teddy noch gewohnte Umgebung.

      • Sportpapi sagt:

        Gute Idee. Statt Teddy also die Mutter, die jahrelang neben dem Kind liegt. Könnte ja sein, dass diese z.B. abends auch noch anderes vor hat?

      • AnnaK sagt:

        Wenn man seine Jugend in vollen Zügen genossen hat, dann geniesst man es auch mal ne Weile abends kuschelig mit Mann und Baby zu Hause im grossen Bett, und braucht es nicht merh sich die Nächte um die Ohren zu schlagen. Und alles andere wie z.B. Sport/Freunde ohne Kinder treffen/Kino kann man auch am frühern Abend oder Wochenende.
        Dafür ist man jeden Tag fit und ausgeschlafen. Das Baby weint nie in der Nacht, und alle sind happy.
        Co-Sleeping hat sich bei uns bewährt
        Aber jedem das seine…

      • Claudia sagt:

        Gut ist aber, dass nicht jeder x Kinder hat. Wir haben nämlich weltweit gesehen eine Überbevölkerung, die noch wahnsinnige Probleme generieren wird.

  • A. Tamburini sagt:

    Gundel hat Recht und das Leben ist in meinen Augen auch eine Glückssache, – mit und ohne Kinder. Unsere „Kinder“ sind nun erwachsen und doch kam noch letzten Sommer die mittlere mit ihrem Freund mit nach Corsica, Das 1. Enkelkind ist auch schon da und wir Grosseltern sind mega-happy. So ändert sich das Leben, die Ferien und das Zusammen leben. Für Eltern gibts eine intensive Zeit mit den Kinder, die wir sehr genossen haben, auch all die Aufs und Abs. Dann kommt die Zeit „nur“ noch zu zweit und der gute Kontatkt zu den Kinder bleibt und das Leben gleicht einem runden, bunten Ball.

  • babuschka miro sagt:

    bunter mix von:campen am neuenburgersee (kein gotthard-stau),2 tage ravensburgerland (erträglich auch für erwachsene wenn abends eine nette unterkunft winkt),mit autoverlad über nacht nach hamburg und weiter an die ostsee (autofahren mit unseren kindern = mühsam/im zugabteil schlafen ein erlebnis) zwischendurch immerwieder zu hause den garten und die katze geniessen.ausflüge nach arth goldau etc.oder einfach im wald oben bräteln und spielen gehen.

  • Onkel Stony sagt:

    Man kann doch das ganze mischen… wir fahren sehr gerne ins Kinderhotel nach Österreich (all-inkl.), aber machen genau so gerne einen Road Trip (alles selbst gebucht, nix pauschal). Es macht beides Spass, der Schwerpunkt liegt halt anders.
    Beim all-inkl. Hotel ist Erholung angesagt, beim Road Trip Action. Uns wäre es zu doof, nur das eine oder andere zu haben.

  • 13 sagt:

    Badehose und Kindle sind für mich die idealen Stichworte. Ich bin eindeutig der Strandferientyp, aber bitte kein all inklusive, Animation und co. Ferien sind Freiheit, darum kommt nur Ferienhaus in die Frage, möglichst mit kinderfreundlicher Umgebung, wo man sie einfach rauslassen kann und man ganz planlos in den Tag hinein lebt. Nach 7 Jahren Ferien mit Kindern sind meine Tipps:
    1. Keine Erwartungen, keine Pläne. Ausflüge etc. spontan entscheiden je nach allgemeiner Stimmung.
    2. Eigene Wohnung, eigenes Auto bringt Freiheit.
    3. Haushalt aufs Minimum reduzieren, Essen kann man einmal täglich

    • 13 sagt:

      Auswärts oder dann Take away.
      4. Feste Schlafenszeiten vergessen, dann schlafen sie auchlänger.
      5. Eltern sind gut für die Infrastruktur wie Essen und trockene Kleider, sie sind kein Bespassungsprogramm.
      6. Kinder ab Babyalter an Autofahrten und Restaurants gewöhnen und früh schwimmen beibringen. Das führt zur Entlastung.

      Damit sah ich es nie als Stress an.

      • Sylvie sagt:

        Ich bin „Neuling“ im Ferien machen mit Kindern, meine Tochter ist 15 Monate alt. Waren vor 2 Wochen in den Ferien und Ihre Punkte 1, 3 und 4 kann ich voll unterstützen. Vor allem die Schlafenszeiten. Ich war am Anfang der Ferien so auf die festen Schlafenszeiten fixiert. Nach 3 Tagen wars mir dann egal, da sie sowieso komplett den Rhytmus verloren hatte. Dafür konnten auch wir länger schlafen 🙂 und meiner Tochter wars sowieso egal. Zu Hause hatte sie nach 1 Tag den Rhytmus wieder drin. Klappt also super!

      • Sportpapi sagt:

        Mit 15 Monaten ist alles sowieso noch einfach. Essen jederzeit, geschlafen wird im Kinderwagen. Da kann man gut noch länger unterwegs sein. Schwieriger wird es, wenn die Kinder dann so 3-6 Jahre alt sind.

      • 13 sagt:

        @ Sylvie
        Bei uns hatte es sich letztes Jahr eingependelt, dass unser Sohn (damals 3) seinen „Mittagschlaf“ auf 18.00-20.00 Uhr verschob. Das kam von sich aus. Zu Hause wäre das die schlimmste Schlafenszeit überhaupt. Da war es herrlich. So konnte er nach dem Strand eine schöne Pause machen, danach gingen wir Abendessen und konnten bis Mitternacht im Dorf spazieren oder etwas trinken, da wir kein quängliges und müdes Kind hatten. Und morgens schlief er bis ca. 10.00 Uhr. Einfach perfekt.

      • jürg. sagt:

        Ferien am Meer wie von 13 oder sportpapi beschrieben, komplett stressfrei, pool, aniamtion etc absolut überflüssig.

    • ka sagt:

      „Essen kann man einmal täglich“ ui, was hab ich den für Essmonster?? 🙁 die wollen min. 2mal essen, und dann wie eine Uhr: zwischen 12.00 und 13.00 und abends geht das Gejammer ab 18.00 Uhr wieder los. Deshalb suchen wir in den Ferien immer etwas, wo wir selber kochen können, Zeltplatz oder Ferienwohnung. Sonst geht das einfach zu schnell ans Portemonnaie. Aber zum Glück kocht mein Mann viel öfter als ich 🙂

      • 13 sagt:

        @ Ka
        Nein, damit meinte ich, dass wir einmal täglich eine warme Mahlzeit auswärts einnehmen oder eben abholen. So entfällt das Kochen. Den Rest essen wir zu Hause oder unterwegs, aber ein paar Sandwichs machen, ist ja keine wirkliche Arbeit. Finanziell kommt es darauf an, wo man ist. An unserem üblichen Feriendomizil findet man in den Läden Schweizer Preise, in den Restaurants kann man für 10.- p.P. eine gute Mahlzeit geniessen. Daher lohnt sich das Kochen praktisch nicht.

      • Sportpapi sagt:

        Am Morgen feine Brötchen, Abends Pizza auswärts, und am Strand den feinen Schinken oder mal einen Toast. Wunderbar. Wobei durchaus auch selber kochen seinen Reiz hat, wenn man es – wie ich – eigentlich gerne macht.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Ich bin (Hobby-)Köchen gegenüber sehr tolerant und offen. Ich hindere niemanden daran, sich in der Küche auszutoben, wenn er oder sie das will, solange einfach niemand mich an den Herd zwingt, was allerdings auch niemand mit intakten Geschmacksnerven tun würde 😉 Aber sonst gibt es ja noch den Grill, der gerne und viel gebraucht wird.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ich stehe am Strand natürlich auch nicht lange in der Küche. Aber ein paar lokale Würstchen, einen feinen Salat vom Markt, ein gutes Risotto, Pasta, usw., das ist manchmal schnell gemacht, fein und unkompliziert. Und nach dem Essen können die Kinder wieder die Umgebung unsicher machen, während die Eltern und allenfalls Gäste in Ruhe ihren Wein und Grappa geniessen. Aber natürlich hat auch das Restaurant seinen Reiz…

      • 13 sagt:

        @ Sportpapi
        Es gibt ja nicht nur das entweder oder. Ich muss zugeben, dass beim selber kochen mehr das rundherum stört, dass man dann auch grösser einkaufen gehen muss und dass mir das Gläschen Wein durch den Gedanken an die Küche, die wie ein Schlachtfeld aussieht, verdorben wird. Wir sind da leider etwas klischeehaft: der Mann zaubert in der Küche ein tolles Mahl, braucht dabei mind. 5 Pfannen und gefühlte 100 Utensilien und das Aufräumen bleibt an der Frau hängen.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Da ich nicht gerne Wein allein trinke, machen wir den Abwasch natürlich gemeinsam. Oder sind arbeitsteilig, so dass wir möglichst lange miteinander sitzen können.
        Klischeehaft bei uns ist nur, dass ich keine Mühe habe, das Geschirr bis zum nächsten Morgen stehen zu lassen, weil es gerade so gemütlich ist. Was meine Frau ganz anders sieht…

      • 13 sagt:

        @ SP
        Hihi. Das alleine trinken ist bei uns kein Argument. Da wir situationsbedingt fast immer am gleichen Ort Ferien machen, findet sich immer ein Nachbar, Kollege oder Verwandte, der Gesellschaft leistet und gleichzeitig als gute Entschuldigung hinhalten muss, das Geschirr stehen zu lassen. Gleiches gilt dann auch beim Morgenkaffee etc. bis Frauchen schliesslich aufgibt und es selber macht. 😉

      • Sportpapi sagt:

        Haha. Und wir nehmen die halbe Bekanntschaft von zu Hause mit, jedes Jahr etwas mehr. Aber gut, auch dann findet sich eine Gruppe, die abwascht und es dabei lustig hat (und wir haben einen Geschirrspüler…).

      • Sportpapi sagt:

        Ach ja, noch ein Nachtrag: Wir organisieren uns zwar auch immer ein Auto, weil es einfach billiger ist. Allerdings ist es für uns sehr wichtig, dass dieses während den Ferien eher ungenutzt herumstehen darf. Sprich: Alles Wesentliche zu Fuss oder mit Fahrrad erreichbar ist. Und da wir kein Auto haben, sind unsere Kinder auch nicht so an die langen Fahren gewohnt – das geht aber doch erstaunlich gut. Aber 7-8 Stunden sind dann für alle genug.

  • Nala sagt:

    Also ich bin ganz klar der Familienferientyp „ohne Kinder in die Ferien“. Hab es jahrelang mit den Kindern versucht. Es war egal bei welcher Art Urlaub immer eher Stress als Erholung. Inzwischen gehen gottseitdank alle getrennt in Urlaub, das ist toll und am Ende haben alle viel zu erzählen. Und mit etwas wissen, findet man auch Orte, an denen Kinder so gut wie gar nicht vorhanden sind. Ein Traum für Ruhe Suchende.

  • Katharina sagt:

    Wir in Cali bieten auch Helicopterferien an, für die ganz gschwinden.

    Nebenbei: Wir machen uns als einheimische einen Spass daraus, den Touristen falsche Weghilfen zu geben: Wir sagen am Flughafen gerne, nehmt den Interstate 405 nach Downtown. das ist die Strasse für das Erleben des permanenten Staus. Gerne geschehen für DAS Fahrerlebnis in Südkalifornien.

    Oder wir sagen der 101 führt nach Las Vegas… und die Touris verfahren sich in den Barrios des Valleys oder suchen in der Wüste ein Telefon (kein Handy Signal)…

    Wir tun nur so, freundlich zu sein 😉

    • Katharina sagt:

      oder in einem bicoastal meme: new yorker sagen: ‚drop dead‘ und meinen ‚have a nice day‘. Südkalifornier sagen:’Have a nice day‘ und meinen ‚drop dead‘.

      So. Kantönligeist auf kalifornisch. Ach ja: Las Vegas hat keine einheimischen. die leben alle in Henderson. Nevada ist sowieso so etwas wie Aargau. Da gehen Wir doch niemals hin…

  • Dieter Neth sagt:

    Sollte mich wohl mies fühlen jetzt. Wir haben NIE Familienferien nach der obigen Liste gemacht. Einmal ein Roadtrip durch die richtige Sierra Madre an die küste über Weihnachten aus Frust über den geplatzten Transatlantikflug. Unsere 3 haben ihre Ferien immer bei und mit der Verwandtschaft verbracht, wo sie dann den ganzen Tag machen konnten was sie wollten. Ohne die Eltern als Animateure zu benötigen. Wir beide waren vor den Kindern genug gereist, und jetzt sind sie gross genug, es selber zu versuchen. Und alle 3 glauben, eine tolle Kindheit verbracht zu haben. Oft ist wenig eben mehr.

  • Marie sagt:

    „…Wochen dauerndes Wochenende vor, an dem Sie auf zwei tollwütige, nicht stubenreine Jagdhunde aufpassen, die absolut keinem Kommando gehorchen.“ Wer die Erziehung derart nicht im Griff hat, ist wirklich selbst schuld, und sollte, anstatt in die Ferien zu fahren, vielleicht lieber die Zeit nutzen, um die Hilfe einer professionellen Beratung zu beanspruchen. Gilt sowohl für Hundehalter als auch für Eltern.

  • Michael sagt:

    Als ob man die Kinder die ganze Zeit bespassen müsste !! Ihr macht Euch echt den Stress selber. Als ich klein war, waren meine Eltern mit meinem Bruder und mir immer an der See. Als wir noch nicht schwimmen konnten hatten sie noch ein Auge auf uns. Mit 6 konnten wir gut schwimmen und da entfiel die Bewachung. Beschäftigt haben mein Bruder und ich uns ganz alleine.
    Mit meine Mädels habe ich es ebenso gemacht. Wir waren oft in einer lockeren Ferienhaussiedlung und ab dem 2. Tag hatten sie Freunde und wurden den ganzen Tag nicht gesehen. DAS sind Ferien die für Kinder UND Eltern erholsam sind.

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