Sechs Punkte, die für Patchworkfamilien sprechen

Ein Gastbeitrag von Claudia Starke und Thomas Hess*

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Ein komplexes Beziehungsgefüge: Die Patchworkfamilie. (Bild: Evil Erin/Flickr)

Das Leben in einer Patchworkfamilie formt die Beteiligten. Insbesondere die Auswirkungen auf die Kinder sind offensichtlich. Es gibt Kinder, die unter der erzwungenen Wohngemeinschaft mit fast Fremden leiden und psychisch auffällig werden, vor allem wenn sie bereits in der zweiten oder dritten Patchworkkonstellation leben und mehrere Verlusterfahrungen hinter sich haben.

Es gibt aber auch Patchworkkinder, die durch ausgeprägtes Mitgefühl, Konfliktfähigkeit und Selbstsicherheit auffallen. In der Regel leben diese in einer Patchworkfamilie, die bereits seit langer Zeit gut funktioniert. Eine Patchworkfamilie ist ein komplexeres Beziehungsgefüge als eine durchschnittliche Kernfamilie und bietet daher deutlich mehr Gelegenheiten für soziales Lernen:

• Patchworkkinder sind gezwungen, in einer Familienstruktur zu leben, die sie nicht selber gewählt haben. Sie müssen lernen, mit Unveränderbarkeiten zu leben und daraus das Beste zu machen. Werden ihre Gefühle und Bedürfnisse von den Erwachsenen wahrgenommen, suchen diese immer wieder gemeinsam mit den Kindern nach Lösungen, damit der Kontakt zum getrennt lebenden Elternteil gewährleistet bleibt, dann lernen die Kinder, dass Trennung nicht bedeutet, für immer Abschied nehmen zu müssen. Das nimmt die Angst vor Verlust.

• Durch das Zusammenleben mit den vorerst fremden Stiefeltern und Stiefgeschwistern lernen Kinder, sich auf neue Beziehungen einzulassen. Sie lernen aber auch, sich abzugrenzen, wenn etwa der Stiefvater oder die Stiefschwester zu rasch auf sie zukommen. Falls die Erwachsenen ihnen Zeit lassen und mit Wertschätzung und Toleranz auf sie eingehen, lernen die Kinder, dass Fremdartiges oder Ungewohntes nicht schlecht ist, sondern eben nur anders.

• Im Alltag prallen nicht nur unterschiedliche Erziehungsstile aufeinander, sondern auch Traditionen und Rituale, die jede Familie vor dem Zusammenziehen gepflegt hat. Die Erwachsenen müssen sich auseinandersetzen: Welche Regeln sollen nun gelten, und welche Rituale und Traditionen werden weiter gepflegt? Die Kinder lernen dabei, was Konfliktfähigkeit bedeutet – nämlich sich mit anderen Menschen auseinandersetzen zu können und so lange zu verhandeln, bis man Lösungen gefunden hat. Sie erfahren ausserdem, dass Toleranz und Respekt gegenüber Andersartigkeit mehr bringt als Sturheit.

• Die Planung in Patchworkfamilien ist anspruchsvoll, weil unterschiedliche Zeitpläne und Kontaktbedürfnisse unter einen Hut gebracht werden müssen. Die Kinder lernen, eigene Bedürfnisse zu formulieren, sie gegen jene der anderen abzuwägen und Kompromisse auszuhandeln. Sie erfahren auch, dass nicht immer alle Bedürfnisse befriedigt werden können.

• Der Umgang mit den ausserhalb lebenden Elternteilen fordert sowohl Erwachsene als auch Kinder oft am meisten. In welche Entscheidung sollen sie einbezogen werden? Was, wenn sie kein gutes Haar an der neuen Familie lassen? Für die Kinder sind solche Situationen besonders lehrreich: Oft müssen sie für ihre Beziehung zum ausserhalb der Familie lebenden Elternteil kämpfen, oder sie müssen sich abgrenzen lernen – je nachdem vom Stiefelternteil oder vom Elternteil. Beides bedeutet für die eigenen Bedürfnisse einzustehen.

• Wenn die Patchworkeltern vorleben, dass sie im Alltag zwischen den Kindern aus verschiedenen Verbindungen, der Arbeit, der neuen Partnerschaft und der erweiterten Verwandtschaft nicht allen gerecht werden können, sondern immer wieder zu neuen Entscheidungen und Lösungen kommen, werden die Kinder ermutigt, ihren eigenen Weg zu finden.

Denn das genau macht eine gut funktionierende Patchworkfamilie aus: ihre Einzigartigkeit.

mb_hess_starke*Claudia Starke und Thomas Hess sind Autoren des Ratgebers: «Das PatchworkBuch, Wie zwei Familien zusammenwachsen». 2015 (Beltz).

107 Kommentare zu «Sechs Punkte, die für Patchworkfamilien sprechen»

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Cla udia St arke
    @Tho mas He ss

    Wenn ich Ihren Text richtig verstehen beziehen sich die von Ihnen festgestellten Vorteile zumeist auf Kinder/Jugendliche welche: „In der Regel leben diese in einer Patchworkfamilie, die bereits seit langer Zeit gut funktioniert.“

    Kinder/Jugendliche welche in für lange Zeit in gut funktionierenden Herkunftsfamilien leben,
    profitieren möglicherweise noch von ein paar Zusatzvorzügen.
    Mir ist klar dass Patchwork nicht Weltuntergang bedeuten muss, und nicht alle Beziehungsbeendigungen auf Nachlässigkeit zurückzuführen sind. Aber es kostet die Beteiligten viel.

    • Brunhild Steiner sagt:

      2/
      Sie promoten Sozialkompetenzen und Fähigkeiten, welche, wenn man sich das gründlicher durchdenkt, eigentlich ein Scheitern der ersten Familie erschwert haben sollte; wenn man diese Fähigkeiten als Patchworker plötzlich lernen kann, weshalb nicht früher ansetzen, mit einer gründlicheren Vorbereitung auf den Status zusammenleben-mit-Kindern?

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Was um HImmels Willen soll dieser Artikel aussagen? Eine Patchworkfamilie ist kein Lebensentwurf, sie ist das Resulat einer bzw. zweier gescheiterter Beziehungen. Eine Patchworkfamilie ist eine Notlösung, weil der ursprüngliche Plan nicht funktioniert hat bzw. gescheitert ist. Uebrigens, jedes Kind wächst in einer Umgebung auf, die es nicht selber gewählt hat, nicht nur das Patchwork-Kind.

  • Andreas Kaufmann sagt:

    Dieser Artikel verklärt die Patchworkfamilie geradezu. Alles was darin steht, trifft übrigens auch auf normale Familien zu und hätten sich die Erwachsenen schon früher einige Gedanken zu Herzen genommen, dann könnten sie immer noch mit der ersten Familie glücklich zusammen sein.
    Übrigens, wenn man in einer Beziehung gerade gescheitert ist, ist es etwas vom Dümmsten, sich direkt in eine neue Beziehung stürzen! Wenn man sich nicht die Zeit nimmt die Trennung aufzuarbeiten und sich auch an der eigenen Nase zu nehmen, dann wird auch die nächste und die 10. Beziehung scheitern…

  • Gabi sagt:

    Konnte den Artikel kaum lesen, so sehr ist er mir aufgestossen. Kam mir vor wie ein Plädoyer für einen besseren Lebensentwurf. Schlussendlich ist er nur doch nur Werbung für ein Buch.
    Glaube Kinder würden sich in den allermeisten Fällen für ihre Kernfamilie entscheiden und ich denke sie sind es wert, dass man sich als Eltern für sie entscheidet, wenn immer möglich.

    • Silvia M. sagt:

      Kinder würden sich zu 100% immer und in erster Linie für die Kernfamilie entscheiden.
      Vater und Mutter kann niemand „ersetzen“.
      Fremde bringen immer Unruhe, oft Eifersucht, Hass, völlig andere Weltanschauungen und Erziehungsstile.
      Die Patchworkfamilie bringt IMMER Probleme.
      Auch wenn am Anfang alles vernünftig anläuft. Fremde Partner sind immer Fremdkörper zur Kernfamilie, auch
      wenn die Scheidung nötig und kein Rosenkrieg war.
      Spätestens, wenn es Ernst wird, kommen bei den meisten Gefühle hoch, die vorher unvorstellbar waren.
      Das ist die Realität. Alles andere ist Schönfärberei.

      • Regula Schwab sagt:

        Ich weiss nicht, ob sie persönliche Erfahrungen als Mitglied einer Patchworkfamilie haben.
        Ich schon. Ja, es ist manchmal schwierig, ja es ist manchmal anspruchsvoll. Ich muss mich immer wieder erneut damit auseinandersetzen, wofür ich einstehen will. Offen und Grosszügig gegenüber der ‚anderen Familie‘ ( die Kinder leben zur hälfte bei uns zur Hälfte bei der ‚anderen Familie‘) zu sein und deren anderen Wertvorstellungen. Auch wenn es Konflikte gibt, bis jetzt haben wir alle Beteiligten es immer wieder geschafft, zueinander zu finden ud so an der Situation zu wachsen. Vater und Mutter kann

      • Regula Schwab sagt:

        ……
        und soll man nicht ersetzen. Der neu dazukommente Bonus- Elternteil ist eine zusätzliche Bezugsperson, die dem Kind Liebe und Respekt schenken kann.
        Von solchen kann man nicht genug haben 🙂

        Zum Originalartikel: Kein Kind wählt die Familienstruktur in der es lebt selbst. Egal ob Kernfamilie oder nicht.
        Es ist allen Kindern zu wünschen, dass sie von Erwachsenen umgeben sind, die sie von Herzen Respektieren und Lieben.

  • maggie1944 sagt:

    ich kenne ein paar. beide geschieden. sie ziehen nicht zusammen, weil sich die katzen nicht vertragen.

  • Hans Koller sagt:

    Also sowas brauchen wir nicht, sehe bei meiner Schwester, das Theater mit den EXen und der Stiefpapi hat eh nichts zu melden den es gibt ja noch den richtigen Papi.

  • Dieter Neth sagt:

    Also für mich wäre das nie etwas gewesen. Ein fremdes Kind neben eigenen aufziehen, damit wäre ich krass überfordert gewesen. Auch eigene behandelt man nicht alle gleich, ist aber ein fremdes darunter, mag es denken, es sei deswegen. Kommt etwas nicht gut, ist die Versuchung da, zu denken, es ist ja nicht das Eigene. Kurzum, es gibt bestimmt Leute, die einen besseren Job als Vater machen als ich und an dieser Aufgabe wachsen mögen, die Mehrheit tut aber gut daran, sich das sehr gut zu überlegen. Gerade Stiefväter stehen heute unter Generalverdacht gegenüber angenommenen Töchtern!

  • Stella3 sagt:

    Der Artikel möchte meiner Meinung nach die Patchworkfamilie schönreden. In meiner Umgebung ( 3Kinder mit vielen Gspänli) habe ich noch keine einzige Patchworkfamilie kennengelernt, in der alle einigermassen zufrieden sind. Weder die Stiefeltern, Eltern noch die Kinder. Am meisten leiden die Kinder, die Erwachsenen regen sich auf, wenn die Kinder blöd tun. Was man nicht vergessen darf, der Elternteil, der neu verliebt ist, verändert sich auch mit einem neuen Partner. Was wieder zu Konflikten führt. Schön wenn es trotzdem klappt, bin aber froh muss ich nicht Stiefmutter sein.

  • Andrea sagt:

    Ich überlege mir gerade, mich scheiden zu lassen. Wäre zwar schade um die schöne Beziehung, aber anders geht es ja nicht, wenn ich meinem Kind die wertvolle Erfahrung einer Patchworkfamilie nicht vorenthalten möchte.

  • Katharina sagt:

    Vielen Dank für den gesponsorten Inhalt. Hier gibt es nichts zu sehen. Bitte gehen Sie weiter zu Fenster 10.

  • Lea sagt:

    Ich habe selten so ein inhaltsleeres Geschwurbel gelesen, wie hier. Mir scheint, dass sich die Autoren bemühen so zu schreiben, dass ihr Buch von allen gekauft wird und dabei vergessen, dass sie über Patchworkfamilien schreiben.

    PS: Ich finde Patchwork eine tolle Familienform und bin meinen fünf Eltern sehr dankbar für die liebevolle und spannende Kindheit die ich hatte. Aus meiner Sicht am hilfreichsten war, dass sich meine Biologischen Eltern trennten als sie sich noch mochten, und uns Kinder offen informierten und mitentscheidenden liessen.

    • Lea sagt:

      Ich bin überzeugt, dass (fast) alle Kinder unabhängig von der Familienform, gezwungen sind in der vorgegebenen Familienstruktur zu leben und lernen müssen sich auf neue Beziehungen einzulassen (Nachbarn, Schule…). Auch werden alle mit unterschiedlichen Erziehungsstielen Konfrontiert und lernen dass nicht alle Bedürfnisse befriedigt werden. Auch erleben alle Kinder Kompetenzkonflikte der Erziehenden (Eltern, Nachbarn, KiTa, Grosselten, Schule…) und werdn hoffentlich ermutigt ihren eigenen Weg zu finden.
      Deshalb sehe ich im Text keinen Bezug zu Patchworkfamilien.

  • Katja sagt:

    Wobei mir hinterlässt der Artikel einen sehr schalen Nachgeschmack. Was Kinder in so einer Patchworkfamilie doch alles lernen können! Dahingegen sind diejenigen aus Erstfamilien ja richtig benachteiligt! Komisch nur irgendwie, dass in meinem Bekanntenkreis nach Scheidungen und Bildung neuer Familien ausnahmslos die Kinder dauerhaft in der Schule abgesackt sind, häufig psychische Probleme existieren bis hin zu Selbstmordversuchen und eine ganze Anzahl der neuen Partnerschaften schon wieder beendet sind – auch zum Leiden der Kinder. Mir dünkt, meine Bekannten hätten dieses Buch lesen sollen??

    • Muttis Liebling sagt:

      Es ist ein aus dem Kontext gerissener Teilaspekt. Bevor es erörterungswürdig ist, wie Kinder an einer Patchworkfamilie auch gewinnen können, steht für mich die Frage, inwieweit diese Konstruktion überhaupt anstrebenswert ist. Da ich das, und wahrscheinlich einige Leser auch, generell verneine, erübrigen sich alle Folgedebatten.

    • Hattori Hanzo sagt:

      Ach was Katja das sind doch alles nur Vorurteile eines intoleranten Menschen, wenn man es mit den gelebten, in der Realität selbst beobachteten Beispielen so genau nimmt. Es ist doch viel besser, wenn man schöne Sprüche klopft, anstatt der Realität ins Auge sieht. Da ist doch den Menschen viel mehr geholfen und solch schöne Sprüche, fern ab der Realität, helfen der nächsten Generation bestimmt weitaus mehr, richtige Entscheidungen zu treffen.

  • Widerspenstige sagt:

    ‚…Wie zwei Familien ZUSAMMENWACHSEN.‘ Dieses Wort erscheint mir das Wichtigste überhaupt zu sein, wenn es um Patchworkfamilien geht. Es auf biegen und brechen zusammen zu versuchen, nur damit es ‚familiärer‘ wird oder aus finanziellen Gründen zusammenziehen muss, erscheint mir sehr fragile Basis für ein gutes Miteinander. Ich würde vorschlagen, dass sich Paare mit Kindern bis zu derer Volljährigkeit nicht trennen sollten u Kritikfähigkeit lernen. Ausser es handelt sich um Gewaltausbrüche u ähnliche sofortige Trennungsgründe. Kleinkinder sind speziell zu schützen vor unreifen Eltern

    • Widerspenstige sagt:

      Ich komme zu dieser Einsicht – und ja, kratzt sich gewaltig zu meiner Unabhängigkeitsvorliebe – weil es in Helvetien einfach noch zuwenig strukturelle Möglichkeiten der familienergänzenden Kinderbetreuung gibt. Da erscheint es mir klüger, das Kind nicht gerade mit dem Bade auszuschütten u das kleinere Übel zu wählen sprich den Vater der Kinder weniger kritisieren u nicht als zweites oder drittes Kind zu bemuttern. Leider viel zu oft gesehen überall, dass man sich gegenseitig bevormundet wie ‚Schatz, hol mir noch dies oder jenes oder lass das jetzt doch sein!‘ So geht man nicht miteinander um.

    • Muttis Liebling sagt:

      Für den MB wäre es ein dankbares Thema, eine Diskussion anzustossen, was man vor der Familiengründung verbindlich vereinbaren sollte. Was sind Trennungsgründe bevor das jüngste Kind die Pubertät beendet hat? Reicht so etwas aus meines Sicht völlig Banales wie mangelnde Liebe oder gelegentliche sexuelle Ausflüge in Fremdterritorien?
      Welche Deeskalationsmechanismen vereinbart man für unkalkulierbare Ausnahmesituation (z.B. der eine zieht mal für 4 Wochen aus, er herrscht so lange Kontaktsperre und der Streit wird auf danach vertagt).

    • Muttis Liebling sagt:

      2/ Überhaupt mal die gemeinsamen Horizonte abstecken. Wollen wir wirklich bis zum Lebensende zusammenbleiben, oder reichen die 20 Jahre Kinderaufzucht? Wenn ich die Familie als eine von 4 Lebensphasen begreife, ist es nicht so schwer, das auch konsequent durchzuhalten.
      Wie viel Eigenleben steht jedem zu, eigene Freunde, eigene Finanzen, regelmässig auch getrennte Ferien, usw.
      Nur damit man nach der akuten Psychose, Verliebtheit genannt, nicht gleich aus allen Wolken fällt. Dann lassen sich solche unschönen Hilfskonstrukte wie Patchworkfamilen vielleicht vermeiden.

    • Widerspenstige sagt:

      Ja, da gehe ich mit Deiner Ansicht darüber eher einig als mit dem immer unrealistischer werdenden romantisierten Familienbild, welches so gerne in alten Filmen, Bildmotiven in Kunst, Fotographie dargestellt wurde u noch immer wird. Von daher kommt der feste Glaube, dass nur so das Glücklichsein Bestand haben kann. Dass solche Trugbilder den eigenen Alltag ziemlich drangsalieren können, wird gekonnt ausgeblendet. Und ja, darüber objektiv reden, was Du antönst,ML, setzt eine gewisse Reife den Realitäten gegenüber voraus. Das tönt halt den Meisten zu kalkuliert, zuwenig nach Romantik schlechthin.

    • Katharina sagt:

      Die zentrale AI hat den MB als Unesco Welterbe der Cishumanen ausgespart. In diesem Bereich der virtuellen Realität werden Wahrnehmungsfilter eingesetzt.

    • Muttis Liebling sagt:

      WS, ich habe eher den Eindruck, dass die eigene emotionale Unreife sogar mit einem gewissen Stolz präsentiert wird. So in der Art ‚Mit den Gefühlen ist das eben so, da kann man nichts machen.‘
      Nichts wird biographisch, sondern nur auf den Moment gedacht. Da ist kein Wunder, wenn eine Katastrophe auf die andere folgt. Projekt Kleinfamilie gescheitert, da folgt das Projekt Patchwork Ohne Familientherapeut zu sein, kann man die Wahrscheinlichkeit des erneutem Scheiterns abschätzen. Diese wird grösser als die des ersten Scheiterns sein.

    • Muttis Liebling sagt:

      Katharina, der MB wird es nicht ins Weltkulturerbe schaffen, ist es aber wert, unabhängig konserviert zu werden. So wie eine Mutter aus 1960 nie verstehen könnte, wie es möglich ist, dass ab 1980 der ausgewogene Mutterinstinkt allein durch Anwendung von Verstandesmittel um ein Vielfaches irrationaler wird, so werden das auch alle folgenden Generationen nicht können, wenn dieses von extremer Fehlreflexionen gekennzeichnetes Zeitfenster sich ab 2030 wieder schliesst.
      Der AI muss man erst einmal diesen kurzfristigen evolutionären Ausfall erklären, dazu braucht es Zeitzeugen wie Dich und mich.

  • Manfred Meier sagt:

    Ein schönes Bild! Die Mutter springt am höchsten und überblickt von dort streng und stolz die Familie; der Vater kauert wie ein Hund am Boden und wird durch die ihm aufgebürdete Last so schnell nicht wieder hochkommen. Manchmal vermitteln doch die dämlichsten Gruppenselfies (unfreiwillig) eine tiefere Wahrheit.

    • ka sagt:

      schauen sie das Bild nochmals an, die Mutter würde zwar gerne abheben, schafft es aber nicht und bleibt am Boden kleben!!! Am höchsten springt der älteste Sohn, wohl aus Freude, dass er dieser Situation bald entkommen kann und das Leben selber in die Hand nehmen kann. 🙂

      • Muttis Liebling sagt:

        Wer auf dem Bild ist denn die Mutter?

      • Hattori Hanzo sagt:

        made my day ka.

      • Manfred Meier sagt:

        Ok ka, Sie haben wohl Recht, danke. Ich sah in ihm zuerst die (androgyne) Mutter, aber es ist wohl wirklich die Dame ganz rechts (die ich für die Tochter des Vaters hielt, welche wie er auch nicht hochkommt). So sind es also beide Eltern, die durch ihrer Kinder sechsköpf’ger Schar nicht vom Boden wegkommen.

      • Susi sagt:

        Nein, ich glaube, es ist anders:

        Der Mann in Blau ist der Vater des gestreiften Mädchens zu seiner Rechten. Die Frau in Braun, die am höchsten springt, ist seine neue Partnerin und die Mutter des anderen gestreiften Mädchens (2.v.l.). Die beiden gestreiften Stiefschwestern sind beste Freundinnen und zeigen das, indem sie beide gestreift tragen. Der Mann auf allen Vieren ist der leibliche Vater des zweiten gestreiften Mädchens und hat neu die Bodenständige ganz rechts geheiratet, welche die leibliche Mutter der beiden Mädchen ganz links ist.

        Alle zusammen sind eine grosse, glückliche Familie.

      • Manfred Meier sagt:

        Also zwei Mütter, zwei Väter und vier Kinder?! Ich glaube mir wird schwindlig… :->

  • chocolate sagt:

    In diesen Kommentaren geben die üblichen Verdächtigen ihre (Vor)Urteile preis: Das gibt für interessierte Leser wenig her.
    Warum sich aber so viele gleich auf den Schwanz getreten fühlen und sich in die Verteidigung der (in ihren Augen unter Attacke stehenden) herkömmlichen Familie schmeissen, ist unklar, lässt aber tief blicken.
    Auf jeden Fall wird klar, dass man sich die Lektüre der Kommentare sparen kann, da es keine spannende Diskussion gibt. Schade.

    • mila sagt:

      Da haben Sie etwas selektiv gelesen. Meine Eltern haben sich getrennt, und es war für uns als Familie definitiv die beste Lösung. Was mich persönlich stört, ist vielmehr, dass einige Erwachsene nicht in der Lage zu sein schein, das zu tun, was mE selbstverständlich sein sollte: die Interessen von Kindern im Zweifelsfall vor die eigenen zu stellen. Das sieht man bei Kampftrennungen, oder auch bei ‚Patchwork um jeden Preis‘. Wie gesagt: es kann funktionieren. Aber es tut es nicht immer. Und wenn es das nicht tut, sollten nicht die Kinder darunter (zwangs-)leiden müssen.

    • Christoph Bögli sagt:

      Auf welche Kommentare beziehen Sie sich da? Ich kann davon wenig bis nichts erkennen. Die meisten Kommentare kritisieren aus gutem Grund spezifische Aussagen oder den Inhalt als solches des Blog-Beitrags aufgrund fehlender Aussagekraft und der Verwendung von Allgemeinplätzen, die keineswegs spezifisch oder gar exklusiv für Patchwork-Familien sind.
      Ich persönlich habe jedenfalls kein Problem mit Patchwork-Familien, ich finde es sogar toll, wenn man sich so finden und die Herausforderung meistern kann. Ein Problem habe ich aber mit schlechten, inhaltsleeren Texten und Pseudo-Ratgebern..

    • Susi sagt:

      Sie kritisieren die uninteressanten Kommentare, zu denen Sie selbst nichts beitragen. Ist ja mal ein neuer Ansatz.

      • Hattori Hanzo sagt:

        High Five für Sie, Susi. Ich mag sie wirklich gut. Auch wenn wir oft verschiedener Meinung sind. Sie gehören zu den Menschen, die auch andersdenkenden zuhören. Das ist sowieso das Wichtigste.

      • Susi sagt:

        Oh, das ist jetzt aber lieb, HH, danke für die Blumen (von denen ich gar nicht sicher bin, ob ich sie verdient habe – manchmal schwatze ich sehr viel, anstatt zuzuhören 🙂 ), und die Sympathie-Erklärung kann ich auf jeden Fall zurückgeben!
        🙂

  • Christoph Bögli sagt:

    Selten eine solche Ansammlung von derart platten Kalendersprüchen gelesen, die offensichtlich keine einzige Sekunde reflektiert wurden. Alleine dass, wie bereits angemerkt wurde, jede Einzelne dieser Plattitüden in identischer Weise auf jedes andere Kind und somit auf sämtliche Menschen zutreffen, Patchwork hin oder her, offenbart die tragikomische Redundanz dieses „Ratgebers“.

    • Ria Eugster sagt:

      Dieser Gastartikel ist keine Zusammenfassung des Buches.
      Dieses bietet viele konkrete Ansätze für Eltern, die sich das Zusammenziehen als Patchworker überlegen.
      Ausserdem findet sich darin eine exemplarische Geschichte, welche die Empathie für alle Beteiligten (auch Expartner!) fördert.
      Einfach für alle die, welche etwas verurteilen ohne es zu kennen.

      • Christoph Bögli sagt:

        Ihr Wort in Gottes Ohr, leider fehlt mir da aber der Glaube. Wer etwas vom Schreiben und Publizieren versteht, der weiss, dass wenn ein Kurztext bereits inhaltsleer, hohl und langweilig ist, es nicht besser wird, diesen auf Buchlänge breit zu treten. Es spielt dabei auch keine Rolle, als was der Blog-Beitrag nun genau gemeint war, ob als Zusammenfassung, Auszug, Anreisser oder Werbetext des Buches oder gar eigenständiges Essay, Fakt ist bloss, dass dieser inhaltlich erschreckend dünn daher kommt. Selbst für die Standards der phrasendreschenden Ratgeberliteratur.

  • Franz Vontobel sagt:

    Patchwork-Familien können schon funktionieren, aber nur wenn mindestens ein Elternteil Mitglied der ÄssVauPe ist: denn nur „wo en Willy isch, isch au en Wäg“… 😀

  • Mättu sagt:

    Nichts Neues! Alles was die Patchwork Kinder lernen können, können auch Kinder traditioneller Familien lernen. Gedanken die sich Patchwork Eltern machen müssen, sollten sich auch Eltern traditionller Familien stellen. Was ist also so toll daran? Wenn man es verhindern kann, hat man sich vielleicht einige wichtige Gedanken schon vorher gemacht und das ist für die Kinder noch viel hilfreicher. Erfahrungen in sozialen Stresssituationen müssen ja nicht zwingend in der Familie gemacht werden, diese können sich auch die Kinder auch sehr gut imUmgang mitFreunden und in der Schule aneignen.

  • Kassandra79 sagt:

    Es geht wieder NUR um die Kinder. Wie schwierig und belastend so eine Konstellation insbesondere für Stiefmütter ist, das wird hier einfach mal ausgeblendet. Patchworkfamilien gibt es doch nicht, weil sie so toll sind, sondern weil es nicht anders geht.

    • mila sagt:

      Erzählen Sie uns doch von Ihrer Situation, statt es bei Andeutungen zu belassen. Aber ja: für mich steht die Perspektive des Kindes im Vordergrund. Im Gegensatz zu den beteiligten Erwachsenen hat es sich seine Situation ganz sicher nicht ausgesucht, muss aber damit leben. Sie müssten es nicht, respektive: haben die Wahl. Die man Kindern oft nicht lässt, und dann von Schwierigkeiten und Belastungen spricht, wenn es sich nicht ganz unkompliziert und pflegeleicht in die neue Konstellation fügen will.

    • Christoph Bögli sagt:

      Was genau macht diese Konstellation für die (Stief-)Mütter denn belastender als für die (Stief-)Väter oder (Stief-)Kinder? Davon abgesehen, Patchwork-Familien gibt es doch deswegen, weil diese offensichtlich zumindest „toller“ als das Leben in der ursprünglichen Familie oder als teilzeit-/allleinerziehender Single sind. Oder wird jemand in eine Patchwork-Familie gezwungen als wäre es eine unvermeidbare Katastrophe? Also von den Kindern mal abgesehen? Letzteres dürfte übrigens der Grund sein, wieso diese im Fokus stehen..

      • Simone sagt:

        ich wähle, ob ich Stiefmutter werden will.
        als Kind kabn ich auch hier, wei bei vielen anderem auch, nicht wählen.

      • Ria Eugster sagt:

        Dem ersten Teil dieser Aussage widerspreche ich klar: Patchwork-Familien gibt es NICHT deswegen, weil diese offensichtlich zumindest “toller” als das Leben in der ursprünglichen Familie sind.
        In den allermeisten Fällen gibt es die schon vorher nicht mehr.
        So folgt eine Patchworkfamilie auf eine mehr oder weniger lange Zeit als teilzeit-/alleinerziehende Singles und nicht auf die „ursprüngliche“ Familie. Sie gegeneinander auszuspielen ist überhaupt nicht nötig.

      • Christoph Bögli sagt:

        @Ria Eugster: Deswegen steht da ja auch ein „oder“, womit schlichtweg alle Optionen abgedeckt sind. Dass die wenigsten von einer Familie in die nächste springen, ist mir auch klar. Allerdings auch, dass es diesen Fall durchaus auch gibt, wenn auch vergleichsweise selten. Im Prinzip spielt das aber auch gar keine Rolle, der springende Punkt war vielmehr, dass die Patchwork-Familie eine (vermeintliche) Verbesserung für die Patchwork-Eltern darstellt, da man diese ja ansonsten nicht freiwillig eingehen würde – und somit nicht, weil es „nicht anders geht“, wie Kassandra79 behauptet hat.

    • Simone sagt:

      warum geht es nicht anders?
      ich wähle freiwillig, ob ich Stiefmutter werden will.

  • maia sagt:

    „Patchworkkinder sind gezwungen, in einer Familienstruktur zu leben, die sie nicht selber gewählt haben“ – gibt es Kinder, die die Familiestruktur selber wählen können? Wenn ja, welche?
    “Sie müssen lernen, mit Unveränderbarkeiten zu leben und daraus das Beste zu machen.” – Gibt es irgend einen Menschen auf der Welt, der das nicht lernen muss? Wenn ja, wer?

    • Muttis Liebling sagt:

      Es handelt sich Aussagen aus einem Buch, welche für eine zahlenmässig hinreichend grosse Zielgruppe geschrieben wurde. Auch nur für diese, denn wer interessiert sich sonst für diese dem neoliberalen Zeitgeist geschuldete Familienprothese.
      Um das Buch an möglichst viele Teilnehmer der Zielgruppe zu verkaufen, muss man schreiben, was die Zielgruppe lesen will. Was konkret das ist, völlig egal. Diskussion des Inhalts erübrigt sich aus diesem Grund.

    • Hattori Hanzo sagt:

      „Die Kinder lernen, eigene Bedürfnisse zu formulieren, sie gegen jene der anderen abzuwägen und Kompromisse auszuhandeln. Sie erfahren auch, dass nicht immer alle Bedürfnisse befriedigt werden können.“
      So könnte man jeden einzelnen Satz zitieren und fragen: Gibt es Kinder, die das nicht lernen müssen? („müssen“ – denn automatisch lernt das ein Kind nicht – wie uns unzählige Erwachsene, mitunter gerade auch Geschiedene beweisen)

      Wer sich ein Buch von solch tiefsinnigen Weisheiten kaufen will, dem empfehle ich Madame Etoile, da hat er mehr davon.

      • Simone sagt:

        sehe ich aus: der Auszug aus dem Buch erinnert mich an die Lernziele, die meine Kinder nach Hause bringen vor einer Prüfung..

    • lala sagt:

      Genau das habe ich mich auch gefragt…Kinder, deren Eltern nicht getrennt/geschieden sind oder die nicht in einer Patchworkfamilie aufwachsen haben sich ja deswegen die Familienstruktur auch nicht ausgesucht?
      Und auch in einer Nicht-Patchworkfamilie gibt es unterschiedliche Zeitpläne, die es aufeinander abzustimmen gilt. Ich sehe hier den Zusammenhang nicht ganz…
      Ausserdem: Zusammenleben mit fremden Stiefeltern und Stiefgeschwistern? Ich denke nicht, dass der neue Partner der Mutter / des Vaters noch so fremd ist, wenn die Entscheidung fällt, dass man die zwei Familien zusammenlegt, oder?

  • Susann sagt:

    „Sie müssen lernen, mit Unveränderbarkeiten zu leben und daraus das Beste zu machen.“ Genau das, was geschiedene Eltern nicht gelernt haben, wird lächelnd von den Kindern erwartet….

    • Hattori Hanzo sagt:

      Guter Punkt Susann – zeigt gut auf, was für ein leeres Geschwätz das ist.

      Genau, und weil sie das so wahnsinnig gut lernen, ist die Scheidungsrate bei „Patchwork-Kindern“ ja viel tiefer…. ah nein, ist sie nicht. Aber nun wissen wir wieso: nur deshalb weil sie ihren Kindern diese wertvolle Erfahrung auch mit auf den Weg geben wollen.

    • mila sagt:

      In etwa das ähnliche habe ich mir auch gedacht. Und wenn die Kinder aus welchen Gründen auch immer nicht wollen, stehen sie als kleine Egoisten dem neuen Lebensglück im Weg… Wobei ich denke, dass es in bestimmten Konstellationen durchaus gut funktionieren kann – was aber, wenn nicht (habe das eine, wie das andere schon im Bekanntenkreis miterlebt, meistens spielte dabei das Alter der Kinder eine Rolle)? Gibt man dann den Kindern ein Mitbestimmungsrecht? Schliesslich sind sie letzten Endes die Hauptbetroffenen.

    • Susi sagt:

      @Susann & HH: Was sollen die gehässigen Bemerkungen gegenüber Geschiedenen?

      • Hattori Hanzo sagt:

        warum soll das gehässig sein? Können sie mir das erklären?

      • Mättu sagt:

        Kinder lernen eben von den Eltern: Wenn es ein Problemchen gibt, dann laufe ich weg und lasse es hinter mir. Sich einer schwierigen Situation zu stellen und Lösungen zu finden, wäre aber das Lehrreichste überhaupt.

      • Susi sagt:

        @HH: Im Ernst jetzt, muss ich Ihnen Ihren eigenen Sarkasmus erklären?

        In diesen Kommentaren wird einfach mal davon ausgegangen, dass Geschiedene versagt haben. Dass sie nicht gelernt haben, mit schwierigen Situationen umzugehen und davongelaufen sind, anstatt daran zu „arbeiten“. Wie wäre es denn, mal in Betracht zu ziehen, dass man einen bewussten Entscheid gefällt hat, nicht mehr mit jemandem zusammen zu bleiben, mit dem man sich auseinandergelebt hat? Nicht, weil man es nicht anders kann, sondern weil man es so will. Das ist auch eine Art, sich Problemen zu stellen. Heute hat man diese Freiheit, die einem vor ein paar Generationen noch nicht zur Verfügung stand. Aber offenbar gibt es da noch immer die Tendenz, Geschiedene zu verurteilen (vgl. Mättus Kommentar).

        Und P.S.: Nein, ich selbst bin nicht geschieden.

      • mila sagt:

        Susi, ich bin geschieden (ohne Kinder), und sehe es doch nicht ganz so abgeklärt wie Sie. Ich kenne mehrere Fälle, da hat man Kinder mit dem einen Partner, dann mit dem neuen, und auch diese Beziehung geht in die Brüche – sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Immer ‚auseinandergelebt‘? Daran zweifle ich bisweilen dann schon.

      • Hattori Hanzo sagt:

        Liebe Susi – der Sakasmus bezieht sich auf die Logik des Artikels, nicht auf Geschiedene. (Die meisten von denen würden auch nicht einen solchen Stuss schreiben.)
        Denken sie einfach mal über den Widerspruch nach:
        “ einen bewussten Entscheid gefällt hat, nicht mehr mit jemandem zusammen zu bleiben, mit dem man sich auseinandergelebt hat“ vs. “Sie müssen lernen, mit Unveränderbarkeiten zu leben und daraus das Beste zu machen.“

      • Hattori Hanzo sagt:

        auch ihr viel zitiertes „auseinanderleben“ ist eben das Gegenteil von „die eigene Bedürfnisse zu formulieren, sie gegen jene der anderen abzuwägen und Kompromisse auszuhandeln. Sie erfahren auch, dass nicht immer alle Bedürfnisse befriedigt werden können.”

      • Susi sagt:

        @HH: Ich empfinde das nicht wirklich als Widerspruch. Vielleicht hat man gelernt, mit Unvereinbarkeiten zu leben, aber da man es nicht unbedingt muss, entscheidet man sich dagegen. Kinder haben diese Wahlfreiheit ja gerade nicht, d.h. sie können sich erst von einer unliebsamen Familienkonstellation trennen, wenn sie alt genug sind und ihre finanziellen Verhältnisse dies auch zulassen. Bis dahin müssen sie halt damit leben. Paare müssen das nicht unbedingt.

      • Susi sagt:

        Mir gefällt der Artikel übrigens auch nicht, aus anderen Gründen; er ist vollgespickt mit Plattitüden.

      • Hattori Hanzo sagt:

        wunderbar Susi – und nun erzählen sie mir doch, was nun die Logik sein soll, wenn gesagt wird dass Paare, die den Wert Selbstbestimmung leben, besonders geeignet seien den Kindern beizubringen, dass man sich mit Unabänderlichem arrangieren soll. – Das ist der Etikettenschwindel.
        Formulieren sie meinetwegen die Werte der Scheidungs-Gesellschaft positiv – aber dann bitte schlussfolgern sie auch logisch.
        z.B. „Kinder lernen, dass man sich auch trennen kann.“ „Dass man nicht in unbefriedigenden Situationen verharren muss.“ etc.

      • mila sagt:

        @Susi: Und ich dachte, die Einstellung, „solange Du Deine Füsse unter meinem Tisch hast, hast Du“ sei mittlerweile aus der Mode geraten. Ehrlich gesagt, erstaunt mich die Aussage, „bis dahin müssen sie halt damit leben“, gerade bei Ihnen ein wenig. Ich empfinde sie als ziemlich hart, und ja, ‚besitzstandmässig‘ – solange das Kind finanziell abhängig ist, ist es sozusagen ein Verfügungsobjekt der Eltern? Das würde ich doch ein wenig anders sehen.

      • Susi sagt:

        @mila: Ich sehe Ihren Kommentar erst jetzt.
        Ich glaube nicht, dass ich hier irgendetwas abgeklärt sehe. Grundsätzlich glaube ich einfach, dass man manchmal halt nicht auf Anhieb den optimal passenden Partner findet bzw., dass es eben mit jemand anderem besser laufen würde. Und das vielleicht erst in der dritten Ehe (kenne zwei solche Fälle). Dass eine Trennung besser sein kann als ein Verharren in einer unliebsamen Situation. Beziehungen gehen halt manchmal in die Brüche; jemanden zu finden, mit dem es längerfristig passt, ist schwierig. Aber what else is new?

      • Hattori Hanzo sagt:

        … und es würde Erwachsenen Menschen wirklich guttun, endlich einmal konsequent logisch zu denken. Viel Herzeleid, gerade das von Kindern, könnte vermieden werden, wenn man merken würde, dass Menschen, die gelernt haben “die eigene Bedürfnisse zu formulieren, sie gegen jene der anderen abzuwägen und Kompromisse auszuhandeln. Sie erfahren auch, dass nicht immer alle Bedürfnisse befriedigt werden können.” – eben nicht Menschen sind, die sich „auseinanderleben“.
        denken sie einfach mal darüber nach

      • Susi sagt:

        Wo sage ich denn etwas von „Besitzstand“? Das einzige, was ich sage, ist, dass es halt eine Tatsache ist. Dass Kinder (leider) keine Wahl haben und mit so einer Situation leben müssen.

      • Susi sagt:

        Ich fühle mich grad etwas falsch verstanden, ehrlich gesagt. Also, noch ein Versuch: Wenn es in einer Ehe/Beziehung nicht mehr klappt, dann hat man als Erwachsene einen gewissen Handlungsspielraum. Eine Trennung ist meiner Meinung nach nicht immer die schlechteste Lösung. Die Eltern haben die Freiheit, sich dafür zu entscheiden und die Kinder haben in aller Regel keine Wahl. Das war keine Wertung im Sinne von „ja, genau, solange die ihre Füsse unter den Tisch der Eltern stellen, soll das so sein…“ etc. sondern schlicht eine Feststellung.

      • mila sagt:

        Ich habe ganz bewusst gesagt, dass ich solche Äusserungen dahingehend empfinde – und nein, ich finde weder, dass Kinder keine Wahl haben sollten, noch mit allem leben müssen, was ihre Eltern sich lebenssituativ zurechtlegen. Heisst: ich kann ‚rebellierende‘ Kinder sehr gut verstehen. Aber das ist meine persönliche Meinung.

      • mila sagt:

        Und nein, eine Trennung ist auch in meinen Augen nicht immer die schlechteste Lösung. Schlecht finde ich hingegen, was Kindern dabei manchmal zugemutet wird. Da fragt man sich schon, wessen Interessen höher gewichtet werden: die des neuen Partners (und die eigenen), oder die des Kindes. Für mich wäre bei klarer Ablehnung seitens des Kindes klar, wofür ich mich entscheiden würde: getrennte Haushalte, und bei hartem/anhaltenden Konflikt, Trennung. Auch das gehört zum Handlungsspielraum von Erwachsenen. Dass Kinder sich nicht notwendig wie Erwachsene ausführen (können), ist selbstredend –

      • mila sagt:

        es von ihnen ‚einzufordern‘, scheint mir naiv, besonders in verfahrenen Situation. Für die Probleme der Eltern, respektive der Erwachsenen, sind sie nämlich nicht zuständig. Auch nicht für ‚Erwachsenenlösungen‘.

      • Susi sagt:

        @mila: Diese Aussagen kann ich gut nachvollziehen. Ich selbst habe diesbezüglich ja keine Erfahrung in der Position der Eltern, aber ich sehe in meinem Umfeld, wie schwierig oder wie gewinnbringend Patchwork-Konstellationen sein können. Die Frage, ob man den Kindern zuliebe auf eine (für einen selbst sehr gute) neue Beziehung verzichten soll, finde ich allerdings nicht sehr einfach zu beantworten. Kinder stellen sich häufig einfach mal grundsätzlich gegen Stiefeltern. Dies weiss ich aus eigener Erfahrung: Plötzlich einen Stiefvater (meine Mutter war verwitwet) in der Wohnung zu haben, der neue Regeln aufstellt, ist nicht gerade einfach. Aber es war halt die Wahl der Mutter, die es zu akzeptieren galt. Die Ablehnung meinerseits hatte nichts mit dem Mann selbst zu tun, sondern mit seiner Position als Stiefvater, das hätte jeden getroffen. In letzter Konsequenz hätte das dann einfach geheissen, dass die Mutter solo bleiben muss. Kann ja auch keine Lösung sein.

      • mila sagt:

        Menschen sind verschieden, so auch die Lösungen. Meine Mutter hat mir Jahre später erzählt, dass sie wohl eher aus Konvention eine neue Beziehung eingegangen wäre (und dem Angst vor dem Alleinsein), als aus einem echten Bedürfnis nach einer neuen Beziehung – vor dem Hintergrund einer langjährigen Ehe. Als ihr klar wurde, dass sie ihren neuen Alltag auch ohne einen Partner meistern kann, wurde diese Lösung für sie unattraktiv. Sie lebt bis heute allein (auch wenn alle anderen, einschliesslich wir Kinder, es sich anders für sie wünschen würden), und ist zufrieden damit.

      • mila sagt:

        Konkret: Ihr Leben bestimmt sie selbst, ohne beziehungsbedingte Kompromisse, und das scheint ihr ausserordentlich wichtig zu sein. Wer sie heute auf dieses Thema anspricht und meint „Wäre es denn nicht schön…“, kriegt lächelnd von ihr zu hören: „Was, ich soll noch einen Grossvater versorgen, nachdem ich meine Kinder aus dem Haus habe? Ganz sicher nicht.“ Davon auszugehen, dass alle Menschen unbedingt eine Beziehung brauchen, um zufrieden mit dem eigenen Leben zu sein, wäre demzufolge falsch – genauso wie es falsch wäre anzunehmen, dass mit solchen Menschen ‚etwas nicht stimmt‘.

      • tina sagt:

        man kann ja schon auch eine tiefe, echte liebesbeziehung haben, ohne zusammenzuwohnen.
        und da es ja noch andere beziehungen gibt als liebesbeziehungen, ist man auch nicht allein, nur weil man keinen partner hat.

      • tina sagt:

        gerade mit nicht mehr so kleinen kindern spart man sich enorm konfliktpotential, wenn man darauf verzichtet, zusammenzuwohnen. das muss ja überhaupt nicht weniger verbindlich sein, aber die kinder tangierts deutlich weniger, und daran kann ich nichts schlechtes finden. mit sehr kleinen kindern könnte ich mir eher vorstellen zu patchworken. ist die chance ja schon eher da, dass eine familie zusammenwächst, aus verschiedenen gründen.
        konfliktpotential sparen heisst ja auch nicht, dass man konflikten aus dem weg geht

      • Sportpapi sagt:

        Da bin ich mit mila überhaupt nicht einverstanden. Natürlich sollen Eltern das Wohl und die Bedürfnisse ihrer Kinder immer im Auge behalten und mitdenken. Aber es kann doch nicht sein, dass pubertäre Jugendliche über das Liebesleben der Eltern entscheiden. So selbstlos müssen Eltern nicht sein. Und vermutlich werden die Kinder dieses Aufopfern auch nicht immer gebühren würdigen. Ich würde das jedenfalls – als Kind wie als Eltern – langfristig nicht wollen, nicht auf meinen Schultern haben.

      • tina sagt:

        sportpapi: es steht der liebe doch gar nichts im wege, nur weil man nicht zusammenzügelt. gerade mit älteren kindern kann man das ja bald schon als paar, ohne kinder, man braucht nur ein paar jahre zu warten

      • Sportpapi sagt:

        @TINA: Das Zusammenziehen ist eine letzter Schritt, macht es aber doch nicht wirklich aus. Entwender man ist ein wichtiger Teil des Lebens des Partners, oder nur eine Wochenend (wenn überhaupt)-Zerstreuung. Meinen Sie, es macht für die Kinder einen grossen Unterschied, ob der neue Vater nun hier übernachtet (und die Mutter ständig nachts weg ist), oder ob er hier wohnt?

      • tina sagt:

        es geht ja um patchwork, 2 elternteile mit je ihren kindern. das ist schon eine massive umstellung, sich permanent im alltag in einer wohnung mit dem alltag zu arrangieren

      • Sportpapi sagt:

        Und einmal im Monat nimmt man sich dann ein Hotelzimmer, tina? Du hast schon recht. Aber dennoch tönt das für mich eher wie auf eine ernsthafte Beziehung verzichten. Und Angst davor haben, sich wirklich einzulassen ( es könnte ja schief ausgehen…)

      • tina sagt:

        sportpapi, lustig, für mich klingt deine alles-und-mehr-aber-sofort-koste-es-was-es-wolle-version nach angst.
        oh ein hotelzimmer einmal im monat, einmal die woche eine nacht zusammen, für mich tönt das nicht nach wenig.
        aber warum du so brachiale formulierungen benutzt, frage ich mich. „der neue vater“. „mutter ständig nachts weg“. „wenn überhaupt wochenend-zerstreuung“. klingt mal wieder schrecklich nach dunkelschwarz-weiss

      • Sportpapi sagt:

        @tina: das liegt daran, dass mir dieses laue, dieses Beziehung, aber ja nicht zu nahe, ziemlich gegen den Strich geht. Und vor allem, wenn man das noch wegen den Kinder so macht (oder das zumindest vorgibt). Aber jedem das seine.

      • tina sagt:

        womit du allen paaren die nicht zusammen wohnen unterstellst ja keine nähe zu wollen und eine laue liebesbeziehung zu haben. recht eingeschränktest weltbild

      • tina sagt:

        wie kann man so eingeschränkt denken? zwischen nur am weekend sehen (bei dir: „mutter ständig weg“?) und gleich zusammenziehen gibt es doch noch eine menge spielraum. ein partner, mit dem man eine ernste, echte, tiefe liebesbeziehung hat, muss doch nicht gleich *der neue vater“ sein. ein neuer vater, das ist eher in wenigen fällen das was ein kind braucht. vielleicht dann, wenn es seinen leiblichen vater wirklich gar nicht mehr hat. aber selbst wenn ein vater gestorben ist, möchten kinder eher selten einen neuen vater

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Das scheint dir ja sehr wichtig zu sein. Fühlst du dich und deine Beziehung angegriffen? Aber du bist nun mal widersprüchlich. Einerseits echte, tiefe Liebesbeziehung. Andererseits kann die warten, haben die Kinder beziehungsweise deren Wünsche Priorität, würdest du ihnen keinen neuen Vater zumuten wollen, etc. Alles verständlich. Aber ob man als Partner damit glücklich wird?

      • tina sagt:

        das hat mir mir doch nichts zu tun, ausserdem scheints du bei dem thema ja irgendwie auch seltsam betroffen. nochmals langsam für dich: der partner hat auch kinder bei patchwork. und die liebe braucht nicht zu warten, nur das zusammenzügeln. muss nicht, halte ich aber für alle für viel entspannter. ich finde zusammenwohnen generell nicht essentiell wenn es um liebe und beziehung geht, aber ich habe das auch schon ausprobiert, ich weiss nicht wie das bei dir ist

      • tina sagt:

        es ist nicht das erste mal dass ich mich wundere, wie du dich zu liebe äusserst. ist deine sache, solange du nicht diese hämmer an formulierungen auspackst, für leute, die die dinge nicht so eingeschränkt sehen wie du („mutter ständig weg“, „wochenendzerstreuung wenn überhaupt“, „keine nähe zulassen“)

  • Gundel sagt:

    Schade ich dachte ich würde einen authentischen Erfahrungsbericht lesen können, statt dessen einfach sülziges bla, bla. Das ist nicht glaubwürdig.

  • Ria Eugster sagt:

    Danke den Autoren für die konstruktiven Gedanken und den unermüdlichen Einsatz für Patchworkfamilien. Ich kann auch das Buch nur empfehlen.

    • Blanche Wu sagt:

      Eine Patchworkfamilie kann man nicht einfach so hervorzaubern. Nein eigentlich ist es ja eine Tragödie da man erst eine Patchworkfamilie werden kann wenn eine Beziehung gescheitert ist. Also so ein hohes Lob darauf würde ich nicht geben.

      PS: stamme selber aus einer Patchworkfamilie und so rosig wie oben beschrieben ist es also nicht. Ausserdem sind die meisten Punkte auch in einer normalen Familie möglich (auch dort wählen die Kinder nicht in welcher Familie sie aufwachsen 🙂 )

  • Sportpapi sagt:

    Ich schäme mich gerade, dass wir das unseren Kindern nicht bieten können!

    • Ria Eugster sagt:

      Sportpapi hat da etwas ziemlich falsch verstanden: Es geht doch nicht ums Ausspielen von Erst- und Patchworkfamilien! Schade.
      Nein, es geht darum, dass in schwierigen und herausfordernden Situationen (und das sind Patchworkfamilien oft, aber nicht nur dort) auch viel Potenzial für persönliche Weiterentwicklung steckt.

    • mila sagt:

      Dann habe auch ich etwas falsch verstanden… Deutlich mehr Gelegenheiten für soziales Lernen? Das lernt man auch an den Reibereien mit den eigenen Geschwistern, genauso wie Abgrenzung. Ich wünsche jedenfalls keinem Kind, dass es für diese Lerngelegenheiten durch ein ‚komplexeres‘ Beziehungsgefüge muss – was es selbst bevorzugen würde, ist in der Regel klar. Aber es muss sich, wohl oder übel, in den (neuen) elterlichen Plänen ‚arrangieren‘. Das lässt sich nicht immer vermeiden, sollte aber auch nicht romantisiert werden.

    • mila sagt:

      Ich bin rückblickend auch ziemlich dankbar, dass meine Mutter uns nach der ohnehin schwierigen Trennung/Scheidung nicht auch noch einen ‚Stiefpapa‘ zugemutet hat – sie hätte die Möglichkeit gehabt, dass hat sie uns später erzählt. Aber als schwieriger Teenager wäre ich damit ganz sicher überfordert gewesen. Das klingt vielleicht egoistisch, und ist es sicher auch, aber sie selbst hat gesagt: jemanden, der nicht Euer Vater ist, im Haushalt haben, der meint, er müsse sich in die Erziehung einmischen und seine Regeln vorgeben: das wäre für sie nicht in Frage gekommen. Einen Vater hatten wir ja /

    • mila sagt:

      ihn hat sie, so gut es ging, weiter in die Erziehung eingebunden. Meiner Beobachtung nach wird dies oft vernachlässigt, allein schon dadurch, dass der neue Partner und seine Bedürfnisse im Alltag stärkeres Gewicht erhalten. Mit kleinen Kindern mag dies vielleicht noch gut funktionieren, aber bei Jugendlichen wird man damit auf Abwehr stossen. Zumal solchen wie mir. Selbst ein Vater, der nicht ganz der ideale Papi ist, wird fürs Kind nach wie vor an Stelle vor dem neuen Hausgast rangieren. Im Gegensatz zur Mutter, und nur schon daraus ergeben sich notgedrungen Interessenskonflikte.

      • Martin Frey sagt:

        Gute und wichtige Anmerkungen, mila. Hier wird halt etwas krampfhaft versucht, aus der Not eine Tugend zu machen, und damit etwas apodiktisch das Patchworkmodell verklärt. Ich denke auch dass Patchworkfamilien naturgemässkomplexer und konfliktbeladener sind, umso älter die Kinder sind, umso schwieriger. Für die Eltern mögen die neuen Verhältnisse einfacher, wünschenswerter sein, für die Kinder sind sie es in aller Regel nie (ausser bei hochproblematischen vorherigen Familienverhältnissen).
        Damit Patchworkfamilien so gut funktionieren wie geschildert muss vieles stimmen, meine ich.

    • Anja Mayer sagt:

      Lustig, als ich den Blog las dachte ich mir schon „ou nei, in den Kommentaren wird jetzt sicher wieder geheult dass der Blog gegen „normale“ Familien sei, dabei ist er das doch gar nicht“. Und schwupps wurde ich bestaetigt. Schade. Ich empfehle dazu uebrigens http://www.watson.ch/!580810616

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Anja Mayer

        dann haben Sie wohl den Text nicht aufmerksam genug gelesen zu haben, denn offenbar treffen die vermarkteten Vorzüge dieses Modell zu grossem Teil bloss bei der Variante „In der Regel leben diese in einer Patchworkfamilie, die bereits seit langer Zeit gut funktioniert….“ zu, kritisches Hinterfragen also durchaus sehr wohl angebracht.

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