Geduld bringt Rosen – oder auch mal was anderes

Raupe Schwalbenschwanz

Ich hatte schon gewettert, geschimpft und war frustriert, weil ich nicht eine einzige Schwalbenschwanz-Raupe an meiner riesigen Fenchelpflanze hatte. Lasse ich doch jedes Jahr eine Knolle blühen. Und, ganz ehrlich, es ist nicht nur für Insekten ein Gewinn, sondern auch für uns. Der Fenchel ist eine üppig blühende, stattliche Pflanze, die mit ihren gelben Dolden in jedem Garten eine Augenweide ist.

Als wir vor elf Jahren aufs Land zogen, flatterten nebst den omnipräsenten Kohlweisslingen auch viele Schwalbenschwänze durch den Garten. „Oh“, dachte ich mir, „von denen gibt es aber noch eine ganze Menge. Wie schön!“

Seit etwa zwei bis drei Jahren sind sie jedoch fast vollständig verschwunden, obwohl recht viele Familien Fenchel und Karotten in einem kleineren (oder auch grösseren) Garten anpflanzen. Ich war sehr enttäuscht, wirklich. Umso grösser war nun aber die Freude, als ich letzte Woche doch noch drei dieser wunderschönen Raupen an meinem Fenchel entdeckte. Jetzt sind sie in einem luftigen Käfig im Halbschatten, werden mit Fenchelkraut verpflegt und schaffen es, geschützt vor hungrigen Vogelschnäbeln, hoffentlich bis zum Schmetterlingsstadium.

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4 Kommentare zu «Geduld bringt Rosen – oder auch mal was anderes»

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Das haben Sie gut gemacht mit dem Käfig. Ich hatte letztes Jahr auch zwei dieser Raupen auf einer wilden Möhre. In meiner Naivität habe ich mich nur gefreut, dass mir diese Ehre zuteil wurde, habe aber weiter nichts unternommen. Nach ein paar Tagen waren sie verschwunden.

    • Natalie Escher sagt:

      Lieber Herr Niederer

      Genau das ist uns in früheren Jahren auch schon passiert, deshalb sammeln wir die Tierchen in der Zwischenzeit wohlweislich ein und lassen sie geschützt zu Schmetterlingen werden. Viele sind es wahrlich nicht mehr.

  • Familie Blatt sagt:

    Es lohnt sich, bereits nach den Eiern des Schwalbenschwanzes zu suchen. Von unseren rund 30 Raupen resp. Puppen haben wir die allermeisten bereits als Schmetterlingseier entdeckt. Diese sind rund einen mm gross, gelblich und einzeln abgelegt. (Kurz vor dem Schlüpfen des Räupleins werden die Eier schwarz.) Wenn der Schwalbenschwanz um den Fenchel (z. B. im Balkonkistli) flattert, legt er ziemlich sicher seine Eier ab.

  • Marc de Roche sagt:

    Es macht Sinn, Schwalbenschwanz-Raupen geschützt in einem Netzbehälter aufzuziehen. Sie haben viele Fressfeinde: Vögel, Fledermäuse, Igel, Ratten, Mäuse, aber auch Wespen, Spinnen, Käfer und viele Parasiten. Die Raupen werden sich bald verpuppen und dann als Puppe überwintern. Je nach Wetter werden die Falter Ende April, im Mai oder gar erst im Juni schlüpfen und uns erfreiuen. Wer Schmetterlinge liebt, muss Raupen mögen.

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