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Modelmasse

Natalie Escher am Dienstag den 16. August 2016

Ich weiss nicht, was in meinem Garten los ist, alles stängelt hoch. Die Mariendisteln hatte ich ja schon thematisiert. Sie sind aber beileibe nicht die einzigen Pflanzen, die auf Heidi Klum machen, also lang und dürr. Meine Herbstastern schiessen in die Höhe und statt dass sie schön buschig und üppig blühen, wachsen lediglich einzelne riesige Stängel. Die Knospen nehmen es gemütlich und gehen im Wochenabstand eine nach der anderen auf. Farbexplosion sieht anders aus. Desgleichen zittern die Cosmeenblüten und die wunderschöne Rose aus England auf dünnen Stängelchen einzeln und mager in Richtung Himmel.

P1100984Das ganze Trauerspiel wiederholt sich im Gemüsebeet. Statt dass der Lauch an Umfang zunimmt, wird er hoch und dünn und blüht bereits, obwohl er erst fingerdick ist und auch der Fenchel bleibt lieber schlank. Letzterer blüht nun aber wirklich sehr üppig und ich lasse eh immer eine Knolle im Beet für die Tiere. Ich erlaube auch immer einer oder zwei Lauchpflanzen zu blühen, aber eben, eigentlich nicht mehr.

Am Meisten hat mich der Blumenkohl enttäuscht. 6 Setzlinge, keine Köpfe. Nix. Nada. Irgendwie ging es vom Setzling direkt zur blühenden Pflanze über.

Nein, heuer ist irgendwie nicht mein Gartenjahr.

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2 Kommentare zu “Modelmasse”

  1. Veronica sagt:

    Schlechte Gartensaison. Mein Balkongarten ist grün, sehr grün, denn es blüht zu wenig und der Gemüsegarten ist noch trauriger. Habe einen Zucchetti geerntet, ein zweiter versucht zu wachsen (hat aber eine gelbe Nase) und den dritten habe ich heute besamt. Bald gibt es noch zwei Damenblumen, aber keine Herrenblume wird dabei sein. Nur die Kräuter inkl. Minze wachsen etwa wie erwartet. Nur einzelne Kirschtomaten gab es zum Ernten. Die meisten sind noch hart grün. Erdbeeren gab es auch nur wenige und die Hälfte wurde braun.

    • Natalie Escher sagt:

      Stimmt, die sonst wuchernden Zucchetti dümpeln auch vor sich hin. Und das nicht nur bei mir, sondern auch bei meinem Nachbarn. Und wenn wir gerade dabei sind: die Bohnen waren auch schon üppiger. Es ist schon so, wie Sie sagen, es ist grün, aber die Blüten fehlen. Da können auch die Bestäuber nichts ausrichten.

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  • Sibylle Hartmann

    Sybille Hartmann Sibylle Hartmann (33) arbeitet als Redaktorin bei Bernerzeitung.ch. Aufgewachsen in einem Dorf im Gürbental, empfand sie als Teenager die Gartenarbeit ihrer Eltern als furchtbar spiessig. Als sie vor zwei Jahren in die Matte zog, liess sie sich von ihrem Freund trotz vermeintlich fehlendem grünen Daumen zum Tomatenpflanzen im Hinterhof hinreissen. Und plötzlich fieberte sie täglich mit dem Gemüse mit und wagt nun jährlich mehr punkto Urban Gardening.
  • Laura Fehlmann

    Laura Fehlmann Laura Fehlmann (60) ist seit 20 Jahren Redaktorin im Team Region Bern der Berner Zeitung. Trotz Vollzeitjob und anderen Leidenschaften kann sie das Gärtnern nicht lassen. Sie pflegt ihre Staudenbeete, den Rasen, die Hecke, den Kräuter- und Gemüsegarten, obschon ihr oft alles über den Kopf wächst. Angetrieben wird sie von der Liebe zu den Pflanzen und dem Fernziel, einen englischen Park hinzukriegen.
  • Claudia Salzmann

    Claudia Salzmann Claudia Salzmann (32) arbeitet als stellvertretende Onlineleiterin bei Bernerzeitung.ch. Den grünen Daumen entdeckte sie im mütterlichen Garten im Emmental. Seit 1999 wohnt sie in der Stadt Bern und hat einige Kilo Erde auf Berns Balkone geschleppt. Nun ist sie in die hintere Lorraine umgezogen und kultiviert dort das urbane Gärtnern an der nahen Aare.
  • Natalie Escher

    Natalie Escher Natalie Escher (47) ist Biologin, Familienfrau, leidenschaftliche Gärtnerin und lebt mit ihrer Familie im Emmental. Etwas konzeptlos versucht sie seit Jahren, einen Cottage-Garden zu gestalten, ist aber leider noch Lichtjahre von ihrem Ziel entfernt. Sie gibt aber nicht auf und nimmt jedes Jahr erneut die Chance wahr zur Verwirklichung ihres Traumes.
  • Balz Rigendinger

    Balz Rigendinger (44) ist Redaktor bei der Bernerzeitung und freier Autor. Er hat im Frühjahr 2015 in Biel mit seiner Familie ein Einfamilienhaus bezogen und fand abgesehen von ein paar alten Hecken den ganzen Umschwung als kahle Erde vor. Es gab also viel zu tun, denn er wollte Nutz-, Zier- und Spielgarten anlegen. Zuvor lebte er in Bern und Zürich, wo er einen Schrebergarten zu bewirtschaften versuchte.
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