Er gärtnert, sie bloggt

Sibylle Hartmann am Samstag, den 1. Oktober 2016

img_1614Nun neigt sie sich also dem Ende entgegen, die Gartensaison #3 in der Matte. Die Bilanz fällt im Grossen und Ganzen positiv aus. Wir haben unsere Anbaufläche mit dem Beet unter der Tanne vergrössert, haben uns an neues Gemüse gewagt, das – wenn auch nicht in rauen Mengen – bis auf die Gurken kam und eine Bewässerungsanlage angeschafft. Ich gebe an dieser Stelle zu, dass der grössere Anteil der Arbeit im Garten (besonders das Giessen) meine bessere Hälfte gemacht hat. Zusammengefasst kann man sagen, war bei uns die Aufteilung wie folgt: Er hat gegärtnert, ich habe gebloggt.

Ich verspreche an dieser Stelle ganz fest, mich nächstes Jahr ein bisschen mehr reinzuhängen bei der Gartenarbeit. Denn mein Kopf ist schon wieder voller Idee für die neue Saison: Eine Rebe hätte ich gerne, würde sich doch unser windgeschütztes Höflein mit übermässig viel Sonneneinstrahlung dafür absolut eignen. Ich sehe mich schon aus dem Fenster lehnen und direkt Trauben pflücken. Generell sollen nächstes Jahr neben dem ganzen Gemüse auch Früchte mehr im Zentrum stehen: So werden wir für den Johannisbeeren- und den Himbeerstrauch ein sonnigeres Plätzchen suchen, damit ich mir nächsten Jahr an meinem Geburtstag endlich mein Meertrübelicake mit eigenen Beeren aus dem Garten backen kann. Und ein Apfelbäumlein wird in der nächsten Saison bekanntlich auch unseren Garten zieren.

Aber eben, erst steht bei uns mal ein anderes Projekt an. Das Pflänzchen, das in mir wächst, wird uns ab Ende November ganz schön auf Trab halten. Hoffentlich bleibt uns da im nächsten Frühling überhaupt noch Zeit für unseren Garten.

Auf der Zielgeraden

Natalie Escher am Dienstag, den 27. September 2016

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Während die letzten Blumen in meinem Garten verblühen, passiert bei mir das Gegenteil: ich selber blühe auf, denn ich liebe den Herbst. Endlich keine täglichen Kannen-Schlepperei mehr, die Schnecken sind mit Fortpflanzen statt mit Fressen beschäftigt und ich muss mich nicht mehr mit Sonnenschutzfaktor 50 eincremen und kann die WARME Sonne endlich geniessen. Jetzt beginnt die Zeit, in der ich am liebsten im Garten herumwerkle.

Die Gemüsebeete sind abgesehen von den Bohnen mehr oder weniger abgeräumt und da die Schnecken wirklich anderweitig beschäftigt sind, kommt mein angesäter Pflücksalat über das Keimlingsstadium hinaus und wächst soweit heran, dass er geerntet werden kann.

Die Staudenbeete werden sanft herausgeputzt und unter den Sträuchern jäte ich Gras und «Unkraut» und pflanze  Bodendecker, die sich anderswo im Garten ausgebreitet haben. Dazwischen setze ich aber noch grosszügig Blumenzwiebeln, von denen im darauffolgenden Frühling wahrscheinlich nicht mal die Hälfte austreiben wird. Ach ja, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und so vergrabe ich jeden Herbst von neuem die Knöllchen.

Erinnern Sie sich? Ich hatte im Frühling in einem Beitrag erwähnt, dass es sinnvoll ist, die verblühten Staudenstängel stehen zu lassen für die kleinen Gartenbewohner, denn auch sie brauchen eine Überwinterungsmöglichkeit. Also, nicht vergessen! Und bis nächsten Frühling!

Leben und leben lassen

Balz Rigendinger am Freitag, den 23. September 2016

Ende September, der Herbst ist da, wie war der Sommer? Der Bauer, der jede Woche vorbeikommt, beklagt schlechte Zwetschgen. Bei mir kamen die Bohnen nicht, die Kartoffeln blieben klein. Klagen kann man immer.

Aber der Sommer war gut.

Ich hatte weniger Zeit als auch schon. Mehr als das Nötigste an Rasenmähen und Jäten war meist nicht. Ein Grund für den Zeitmangel bestand darin, dass ich dem alten Schopf ein neues Dach gab, er ist jetzt viel heller, vor allem aber: trocken und untenrum immer noch hübsch alt.

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Neues Dach auf altem Schopf: Solche Projekte fressen immer mehr Zeit, als die zwei Tage, die man dafür kalkuliert hat.

So liess ich vieles im Garten leben. Das tat den Pflanzen gut. Man kann diese auch zu Tode hätscheln.

Ich fürchte, das passiert gerade mit der Avocado, deren Kern ich im Frühling ins Frühbeet gepflanzt habe. Sie ist gut gediehen, bis ich sie in den Topf nahm und zu hätscheln begann. Armes Tröpfchen im Töpfchen, hat jemand Tipps?

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Zu sehr gehätschelt: Diese Avocado wäre sicher viel lieber nicht täglich gegossen worden.

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Vermehrung im Verzug: Wer täglich einmal für zehn Minuten durch den Garten streift, wird auch solche Zeitbomben locker entschärfen.

 

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Reiche und kuriose Ernte

Sibylle Hartmann am Dienstag, den 20. September 2016

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Genau wie in der letzten Saison bestand und besteht der Grossteil unserer Ernte aus Tomaten und Chilis. Von den gelben Cherrytomaten können wir wöchentlich ein Schäli voll pflücken, und auch zahlreiche Berner Rosen konnten wir bereits geniessen. Diese bestanden übrigens den Blindtest im Vergleich mit Bio-Rispentomaten vom Coop mit Bravour! Und der kleine Chilibaum wird vom Gewicht der zahlreichen, grossen Früchte, – die entgegen dem Beschrieb ganz und gar nicht scharf, aber dennoch lecker sind  – fast erdrückt.

Das restliche Gemüse wuchs zwar auch, aber die Ernte liess dann doch zu wünschen übrig. Vier Zucchetti, drei Auberginen und zwei Pepperoni. Das wars. Aber immerhin. Im Vergleich dazu waren wir mit den Beeren komplett erfolglos. Der Himbeer- und der Johannisbeerstrauch hatten wohl hinter dem grossen Betontopf der Peperonis zu wenig Sonne. Und die wilden Erdbeeren im Waschzuber wucherten zwar wie blöd, aber Früchte trugen sie leider keine.

Und da war das noch das Kuriositätenkabinett an Gemüse, das in unserem Garten wuchs. Einerseits Gurken, an der Zahl auch gerade mal zwei. Diese waren aber so dermassen verkümmert und klein, dass noch knapp die Gemüsesorte zu erkennen war. Und andererseits ernteten wir im Auberginentopf drei Kartoffeln. Da hat wohl jemand letztes Jahr beim Grillen seine Essensreste vorbildlich als Kompost direkt im Garten entsorgt….

Nun bleibt zu hoffen, dass das Wetter noch ein bisschen hält. Also nicht, dass man sich nach diesem prächtigen Spätsommer über mangelnde Sonnenstunden beklagen könnte. Aber da wär noch einiges Gemüse im Garten, das sehnlichst noch auf ein bisschen Wärme zum Ausreifen wartet.

 

Ikebana für Berner

Claudia Salzmann am Freitag, den 16. September 2016

 

Crafts Ikebana

Langsam wird es Herbst, die Blätter fallen und die Ernte aus den Beeten ist eingefahren. Grad just zu diesem Moment lädt die Japanische Botschaft zur Ikebana-Ausstellung. Ikebana ist eine Blumensteckkunst, bei der ursprünglich vor allem Blumen, Äste, Blätter und Gräser – eigentlich jede natürliche Substanz – eingesetzt werden. Im modernen Ikebana hingegen wird auch mit Metal, Glas und Plastik gearbeitet. Daraus entstehen wundervolle Kunstwerke, die natürlich sehr vergänglich sind.

Die Ausstellung wird am Freitag eröffnet und an den beiden Tagen darauf können auf zwei Stockwerken die Kunstwerke bestaunt werden. Ursula Steiner und Kyoko Ulrich werden an jeweils zwei Vorführungen zeigen, wie Ikebana entsteht. Erstere ist bereits bekannt in Bern: Steiner beschäftigt sich seit 30 Jahren mit der Blumenkunst und kennt die Regeln so gut, dass sie von Japan dafür ausgezeichnet wurde.

Ikebana-Ausstellung: Informations- und Kulturzentrum der Botschaft, Engestrasse 43, Bern. Freitag von 18 bis 20 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 16 Uhr. Hier geht es zum Programm. 

Sag beim Abschied leise Servus

Natalie Escher am Mittwoch, den 14. September 2016

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Ich wünschte, ich könnte «alle Jahre wieder» sagen, aber heuer ist es das letzte Mal, dass wir im Herbst zum Erntedankfest der Bauergartenkinder eingeladen worden sind. Das Angebot unserer Schule ist nur für eine bestimmte Altersgruppe gedacht und, leider, leider, ist mit diesem Jahr auch unser jüngstes Kind dem Garten entwachsen.

Nichtsdestotrotz haben wir die Einladung hocherfreut angenommen und sind in corpore als Familie pünktlich in der Schulküche angekommen, wo die jungen Gärtner zusammen mit unserer Hauswirtschaftslehrerin und einigen im Hintergrund wirkenden guten Geistern ein reichhaltiges, abwechslungsreiches und köstliches Buffet zauberten. Gemüsestängelchen zum Dippen, warme Gemüsegipfeli und –teigtaschen, Gemüsegratin, heisse Suppe, Quiches und Tartes, kalte gefüllte Gemüsehäppchen, kurz, es war für jeden Geschmack etwas dabei. Nach einem kurzen Gartensaison-Rückblick mit Fotos wurde das Dessertbuffet eröffnet – auch dies ein Festschmaus.

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Die Dernière zum Freifach Bauerngarten war wieder ein wunderbarer Anlass, der das grosse Engagement aller Beteiligten wiederspiegelte: der Hauswirtschaftslehrerin unserer Schule, die jeden Freitagnachmittag bei Wind und Wetter, Sonne und Regen mit den Kindern im Garten war, der Bäuerin, die mit viel Liebe die Kinder anleitete und einen Teil ihres Gartens und ihr Wissen zur Verfügung stellte und, last but not least, der Kinder selber, die mit viel Freude und Ausdauer Pflanzen hegen und pflegen mussten, damit es zu einem Erfolg wurde.

Aber einfach war sie nicht, die Gartensaison 2016. Letztes Jahr war deutlich mehr Gemüse und Salat in Richtung Heim getragen worden. Und ich hatte so gehofft, dass ein Zustupf aus der Schule meine eigene klägliche Ernte etwas aufpolieren würde…

Geduld bringt Rosen – oder auch mal was anderes

Natalie Escher am Freitag, den 2. September 2016

Raupe Schwalbenschwanz

Ich hatte schon gewettert, geschimpft und war frustriert, weil ich nicht eine einzige Schwalbenschwanz-Raupe an meiner riesigen Fenchelpflanze hatte. Lasse ich doch jedes Jahr eine Knolle blühen. Und, ganz ehrlich, es ist nicht nur für Insekten ein Gewinn, sondern auch für uns. Der Fenchel ist eine üppig blühende, stattliche Pflanze, die mit ihren gelben Dolden in jedem Garten eine Augenweide ist.

Als wir vor elf Jahren aufs Land zogen, flatterten nebst den omnipräsenten Kohlweisslingen auch viele Schwalbenschwänze durch den Garten. „Oh“, dachte ich mir, „von denen gibt es aber noch eine ganze Menge. Wie schön!“

Seit etwa zwei bis drei Jahren sind sie jedoch fast vollständig verschwunden, obwohl recht viele Familien Fenchel und Karotten in einem kleineren (oder auch grösseren) Garten anpflanzen. Ich war sehr enttäuscht, wirklich. Umso grösser war nun aber die Freude, als ich letzte Woche doch noch drei dieser wunderschönen Raupen an meinem Fenchel entdeckte. Jetzt sind sie in einem luftigen Käfig im Halbschatten, werden mit Fenchelkraut verpflegt und schaffen es, geschützt vor hungrigen Vogelschnäbeln, hoffentlich bis zum Schmetterlingsstadium.

Ausnahmeerscheinung Männertreu

Laura Fehlmann am Freitag, den 19. August 2016

Mnnertreu

Kürzlich im Hochgebirge habe ich das Schwarzes Männertreu angetroffen, (Nigritella nigra Orchidaceae) eine Orchideenart, klein und unscheinbar. Man nennt es auch Kohlröschen. Das Blümchen wächst bis 2500 Metern über Meer. Ich legte mich auf den Boden, um seinen wunderbaren, vanilleähnlichen Duft zu geniessen.

Meine Begleiter hatten die Blume nicht wahrgenommen. Für sie hat sie nicht dieselbe Bedeutung wie für mich, die immer noch ein getrocknetes Exemplar aus dem Südtirol aufbewahrt, das mir meine Oma vor etwa 50 Jahren (!) mit einem Brief geschickt hat.

Das Wahrnehmen von Pflanzen ist ein grosses Thema.  Die Fähigkeit, zu erinnern, wann und wo wir eine Pflanze gesehen haben, ist ein seltenes Geschenk. Man hat sie, oder hat sie nicht. Auf besagter Wanderung rief einer meiner Begleiter begeistert: “Schau, Männertreu – so selten ist die gar nicht!” Es waren verblühte Thymianblüten… Männertreu ist eben wirklich äusserst rar.

Modelmasse

Natalie Escher am Dienstag, den 16. August 2016

Ich weiss nicht, was in meinem Garten los ist, alles stängelt hoch. Die Mariendisteln hatte ich ja schon thematisiert. Sie sind aber beileibe nicht die einzigen Pflanzen, die auf Heidi Klum machen, also lang und dürr. Meine Herbstastern schiessen in die Höhe und statt dass sie schön buschig und üppig blühen, wachsen lediglich einzelne riesige Stängel. Die Knospen nehmen es gemütlich und gehen im Wochenabstand eine nach der anderen auf. Farbexplosion sieht anders aus. Desgleichen zittern die Cosmeenblüten und die wunderschöne Rose aus England auf dünnen Stängelchen einzeln und mager in Richtung Himmel.

P1100984Das ganze Trauerspiel wiederholt sich im Gemüsebeet. Statt dass der Lauch an Umfang zunimmt, wird er hoch und dünn und blüht bereits, obwohl er erst fingerdick ist und auch der Fenchel bleibt lieber schlank. Letzterer blüht nun aber wirklich sehr üppig und ich lasse eh immer eine Knolle im Beet für die Tiere. Ich erlaube auch immer einer oder zwei Lauchpflanzen zu blühen, aber eben, eigentlich nicht mehr.

Am Meisten hat mich der Blumenkohl enttäuscht. 6 Setzlinge, keine Köpfe. Nix. Nada. Irgendwie ging es vom Setzling direkt zur blühenden Pflanze über.

Nein, heuer ist irgendwie nicht mein Gartenjahr.

Wege des Wassers – Garten bewässern

Balz Rigendinger am Freitag, den 12. August 2016
Garten bewässer - Schläuche

Garten bewässern: Blau geht in die Erde, grün kommt vom Regenfass, rechts der kommune Gartenschlauch. Elegant ist das nicht, aber sehr nützlich.

Diese Woche war mein bescheidenes Härdöpfelfeld bereit zur Ernte. Ich nahm die Grabgabel und wurde von einer Goldgräberstimmung erfasst: Ran an die gelben Knollen.

Den Garten bewässern – ein Beispiel

Weil ich also ziemlich viel Eifer entwickelte, dachte ich nicht mehr an die kleinen Bewässerungsschläuche, die ich im Frühling 20 Zentimeter unter der Oberfläche fachmännisch in die Erde gelegt hatte. Prompt zerstach ich einen. Ein guter Anlass, um an dieser Stelle einmal transparent zu machen, wie man als Hobbygärtner den Garten bewässern kann.

Garten bewässern - unterirdisch

Bewässerungsschlauf nach dem Härdöpfelstechen. Links die inzwischen wieder geflickte Stelle.

Mein erstes Gartenjahr im Eigenheim war letztes Jahr, das war – wie jeder weiss – geprägt von diesem Brutalo-Sommer mit Wochen von regenloser Hitze. Was schleppte man da Giesskannen, und bei mir kam all das Wasser aus dem Brunnentrog, den ich täglich morgens füllte und abends wieder leerte. 300 Liter im Tag, das war der Schnitt, und billig war das nicht, Leitungswasser eben.

Mit Wasser ökonomischer an die Wurzeln

Also begann ich mir im Winter Gedanken zu machen, wie man Wasser ökonomischer zu den Pflanzen bringen könnte.

Hier gilt es kurz eine Klammer zu öffnen: Als wir vor zwei Jahren den Bagger auf dem Grundstück hatten, wälzte ich die Idee, einen 2000-Liter-Regenwassertank in die Erde zu setzen, aber meine Partnerin winkte ab, das war ihr irgendwie zu mächtig für etwas, das unter der Erde schlummern würde. Klammer zu.

Zunächst stellte ich diesen Frühling also unter jeden der beiden Dachabläufe einen 300 Liter Wassertank. Einem der beiden verpasste ich einen Überlauf-Schlauch in den Brunnentrog, das setzte meine Gesamt-Regenwassersammelkapazität auf 900 Liter, was okay ist. Dann stolperte ich im Internet auf ein unterirdisches Bewässerungssystem, das mich überzeugte. Es bringt das Wasser direkt und tröpfchenweise zu den Wurzeln, kein Streuverlust durch Verdunstung, kein Rumspritzen mit dem Sprinkler, kein Giesskannen-Schleppen, einfach toll. Wem langweilig ist, empfehle ich dieses Video des Herstellers, er wird sich so schnell nicht mehr langweilen.

Garten bewässern - Regenfass und Brunnentrog

Regenfass (rechts) und Brunnentrog macht 600 Liter Regenwasser, immerhin.

Ich habe diese Anschaffung – auch wenn die Verlegung nicht frei von Pannen war – nie bereut.

Regenwassertank unterirdisch?

Natürlich ist ein solches Bewässerungssystem (ich kaufte die Profivariante) für einen Garten, der eine Grösse wie den meinen hat, etwas übertrieben. Ich kann mit diesem kleinen Fleck Irrationalität in meiner Biografie bisher recht gut umgehen. Denn einmal die Woche eine halbe Stunde den Garten bewässern, das reicht – und das wiederum scheint mir sehr vernünftig.

 

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Dicke Mulchschicht aus Hamsterhanf für den Oleander.

Ohne Mulchen läuft gar nichts

Gemulcht habe ich dennoch, das macht einfach Sinn: Eine Mulchschicht bremst die Bodenverdunstung ganz enorm, einerseits, weil sich die Oberfläche gar nicht so sehr aufheizt, andererseits, weil das verdunstende Wasser in der Schicht gefangen wird.

Hamsterhanf aus der Tierabteilung

Dieses Jahr mulchte ich nebst den Beeten auch ganz satt in den Töpfen, und ich staune: Die Oleander habe ich diesen Sommer noch nicht ein einziges Mal giessen müssen, die Erde war immer schön feucht. Sie hatten anfangs Sommer eine 4 cm Mulchschicht erhalten, etwas Rasenschnitt zunächst, und dann – weil es am billigsten ist – Hamsterstreu, also gehacktes Hanf. Das mutet ganz ähnlich an wie Schilfmulch, kostet aber weniger und ist überdies recht hübsch. Man findet es in der Tierabteilung jedes Do-It-Geschäfts.

Ich gebe dies den Töpfen und den Tomaten. Auf die Beete kommt kommuner Rasenschnitt und einfach alles, was ich jäte oder sonst auf dem Kompost landen könnte, sämtlicher Pflanzenabfall. Sofern er samenfrei ist, natürlich.

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Alles ist Mulch.

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Mulch ist alles.

  • Sibylle Hartmann

    Sybille Hartmann Sibylle Hartmann (33) arbeitet als Redaktorin bei Bernerzeitung.ch. Aufgewachsen in einem Dorf im Gürbental, empfand sie als Teenager die Gartenarbeit ihrer Eltern als furchtbar spiessig. Als sie vor zwei Jahren in die Matte zog, liess sie sich von ihrem Freund trotz vermeintlich fehlendem grünen Daumen zum Tomatenpflanzen im Hinterhof hinreissen. Und plötzlich fieberte sie täglich mit dem Gemüse mit und wagt nun jährlich mehr punkto Urban Gardening.
  • Laura Fehlmann

    Laura Fehlmann Laura Fehlmann (60) ist seit 20 Jahren Redaktorin im Team Region Bern der Berner Zeitung. Trotz Vollzeitjob und anderen Leidenschaften kann sie das Gärtnern nicht lassen. Sie pflegt ihre Staudenbeete, den Rasen, die Hecke, den Kräuter- und Gemüsegarten, obschon ihr oft alles über den Kopf wächst. Angetrieben wird sie von der Liebe zu den Pflanzen und dem Fernziel, einen englischen Park hinzukriegen.
  • Claudia Salzmann

    Claudia Salzmann Claudia Salzmann (32) arbeitet als stellvertretende Onlineleiterin bei Bernerzeitung.ch. Den grünen Daumen entdeckte sie im mütterlichen Garten im Emmental. Seit 1999 wohnt sie in der Stadt Bern und hat einige Kilo Erde auf Berns Balkone geschleppt. Nun ist sie in die hintere Lorraine umgezogen und kultiviert dort das urbane Gärtnern an der nahen Aare.
  • Natalie Escher

    Natalie Escher Natalie Escher (47) ist Biologin, Familienfrau, leidenschaftliche Gärtnerin und lebt mit ihrer Familie im Emmental. Etwas konzeptlos versucht sie seit Jahren, einen Cottage-Garden zu gestalten, ist aber leider noch Lichtjahre von ihrem Ziel entfernt. Sie gibt aber nicht auf und nimmt jedes Jahr erneut die Chance wahr zur Verwirklichung ihres Traumes.
  • Balz Rigendinger

    Balz Rigendinger (44) ist Redaktor bei der Bernerzeitung und freier Autor. Er hat im Frühjahr 2015 in Biel mit seiner Familie ein Einfamilienhaus bezogen und fand abgesehen von ein paar alten Hecken den ganzen Umschwung als kahle Erde vor. Es gab also viel zu tun, denn er wollte Nutz-, Zier- und Spielgarten anlegen. Zuvor lebte er in Bern und Zürich, wo er einen Schrebergarten zu bewirtschaften versuchte.
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