Berner Köchinnen: Aprikosenkuchen

Schnell, einfach, gut: Aprikosen-Joghurt-Creme (Fotografie © Simon Wheeler, AT Verlag / www.at-verlag.ch).

Zuerst grad was Dringendes (weil so ziemlich Saison): Erinnert sich noch jemand an die Kampagne «5 am Tag»? Es war und ist nicht immer ganz einfach, fünf Portionen Gemüse oder Früchte zu essen. In England, wo Hugh Fearnley-Whittingstall zu Hause ist, geisterte vor kurzem sogar die Weisung, sieben Handvoll Früchte zu essen – an einem einzigen Tag. Man stelle sich vor! Wobei: Mit diesem Buch ist das vielleicht gar nicht so schwierig. Der Brite, der durch TV-Sendungen von seinem Farm River Cottage sowie grossartige Kochbücher berühmt wurde, hat Früchten ein ganzes Buch gewidmet. Darin finden sich einfachere ­Dinge wie eine einfache Aprikosen-Joghurt-Creme (Vollrahm, Milch, Zucker, Früchte). Aber auch Ausgeklügeltes wie Stachelbeer-Salbei-Focaccia oder Makrelen mit Johannisbeerensauce. Die Warnung sei hier deshalb ausgesprochen: Einmal aufgeschlagen, legt man dieses Buch nicht so schnell wieder weg. Und wenn, dann nur, um zu kochen.
(Hugh Fearnley-Whittingstall: Täglich Früchte. 415 S., AT-Verlag)

Was ganz anderes: Dort, wo ich herkomme, sagt man einem Früchtekuchen ja «Flade». Ich habe diese Redensart beibehalten, obwohl ich schon seit zwanzig Jahren nicht mehr in der Ostschweiz backe. Jedenfalls ist jetzt Zeit für Aprikosenfladen, im Berner Kochbuch heisst dieser natürlich «Aprikosenkuchen», und am besten sucht man sich dafür Exemplare aus dem Wallis. Ist man gerade zu faul, selber einen Teig zu machen, dann dauert es gerade mal 5 Minuten, um ihn zuzubereiten. Weitere 30, um ihn zu backen (währenddessen kann man ja den Rahm schlagen). Ich habe versuchsweise frischen Rosmarin über den Kuchen gestreut, vor dem Backen. Passt wunderbar.

Cartoon: Max Spring

Berner Köchinnen: «Magazin»-Redaktorinnen Stefanie Christ und Nina Kobelt arbeiten sich als «Berner Köchinnen» durch das «Berner Kochbuch». Will heissen: Sie kochen JEDES einzelne Rezept aus der letzten Auflage des Basiswerks, herausgegeben vom Schulamt der Stadt Bern im Jahr 1996. Dazu gehört auch Kalbshirn.

 

2 Kommentare zu «Berner Köchinnen: Aprikosenkuchen»

  • Jacqueline Seiler sagt:

    und wo find ich denn jetzt das Rezept für den Kuchen?

    • Nina Kobelt sagt:

      Liebe Frau Seiler
      Im Berner Kochbuch! Oder backen Sie ihn einfach nach Gutdünken: Einen Kuchenteig mit Aprikosen belegen, einen Guss (Eier, Milch, Zucker) darübergeben und wie gesagt: frischer Rosmarin macht sich richtig gut. En Guete!

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