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Scrollen Sie sich durch 10 Kilometer Gotthard-Stau

Von Marc Fehr, 24. März 2016 72 Kommentare »
Vor dem Gotthard-Nordportal stauen sich die Autos wieder kilometerlang. Wie lange so eine Blechlawine ist und in wie vielen Zügen die Fahrer Platz hätten, haben wir in einer Grafik visualisiert.
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Stau Ostern 2015
 Quellen: Mikrozensus 2010, Verkehrsbefragung des Bundes, sda

 

Diese Grafik wurde in ähnlicher Form bereits vor einem Jahr an Ostern publiziert. Für die 2016-Version haben wir einige Zahlen angepasst und den Vergleich mit Zugkompositionen hinzugefügt.

 

72 Kommentare zu “Scrollen Sie sich durch 10 Kilometer Gotthard-Stau”

  1. Peter Hartmann sagt:

    Übrigens. Im Stau stehen ist ein Menschenrecht. Wer jeden Tag auf dem Arbeitsweg lieber im Stau steht, als die Bahn oder den Bus zu benützen und wer lieber am Gotthard im Stau steht als (bald einmal) die NEAT zu benützen, der darf dies selbstverständlich. Wir müssen nur dafür sorgen, dass er uns im öffentlichen Verkehr nicht behindert, dass er uns Velofahren nicht drangsaliert und uns Fussgänger nicht ärgert, und dass er die Kosten, die er verursacht, vollumfänglich selber berappt, was in etwa bei einem Benzinpreis von Fr. 5.- pro Liter der Fall wäre. Also, im Stau stehen ist ein Menschenrecht.

  2. Simon sagt:

    Wen Nachhaltigkeit wirklich interessiert, lese mal den folgenden Artikel. Tatsächlich ist die Bahn / ŌV mit dem Auto / Flugzeug nur knapp konkurrenzfähig. Es erscheint mir als grobe politische Volksverblendung, dass ŌV ökologisch sinnvoller sei.Dies wird durch die Wahrnehmung gestützt, dass wir (ähnlich wie beim Osterstau) dann unterwegs sind, wenn alle Anderen auch unterwegs sind. Da wir zu Stosszeiten keinen Sitzplatz finden, glauben wir automatisch, dass der ŌV immer gut ausgelastet sei. Das ist natürlich falsch. Die meiste Zeit des Tages fahren diese Vehikel halb leer rum. http://www.faz.net/aktuell/wissen/klima/klimabilanz-der-bahn-noch-eine-unbequeme-wahrheit-1488587.html

    • Max Blatter sagt:

      Ja – der Urlaubsverkehr ist wohl ein schlechtes Beispiel für den ökologischen Sinn des ÖV: sind doch gerade da auch die Privatautos sehr gut ausgelastet und somt recht effizient. Zudem kommt es sehr darauf an, mit welcher Art von ÖV man vergleicht: Bahn mit Schweizer Strommix (CO2-arm); Bahn mit europäischem Strommix (hoher Kohlekraftwerk-Anteil) oder gar Dieselantrieb; Bus; Flugzeug.
      Richtig ist, in starker Vereinfachung:
      1.) Ineffizient ist vor allem der individuelle Berufsverkehr, weil dabei viele PW nur mit einer Person besetzt sind.
      2.) Sehr effizient ist die Bahn (weil “harter Stahl auf hartem Stahl” weniger Rollreibung bringt als “wabbliger Gummi auf rauem Asphalt”).

      • Stephan Murer sagt:

        Die Bahn ist immer dann effizient, wenn sie gut ausgelastet ist. Und selbst bei hoher Auslastung kann man von einem Energieverbrauch von umgerechnet rund 4 Litern Benzin pro 100 Kilometer und pro Person ausgehen, wenn man alles einberechnet. Bei einem “leeren” Zug steigt der Verbrauch pro Person auf mehrere Hundert Liter pro Hundert Kilometer. Effizient wäre anders. Siehe Diskussion dazu weiter unten.

    • Reto Stadelman sagt:

      Für mich ist eher entscheidend aus welcher Primärenergie der Strommix stammt. Stammt die Energie aus Wasserkraft, Windkraft oder Solarzellen stört mich das nicht. Das ist übrigens auch der Grund, warum ich Elektorfahrzeuge so interessant finde. Die Ökologie steht bei mir also nicht an erster Stelle, sondern die Primärenergie. Kohle, Öl oder Gas sind Energiträger die unter Umständen nicht mehr besonders lange zur Verfügung stehen. Wie lange es da noch dauert, bis der ERoEI stark sinkt ist unklar. Aus diesem Grund finde ich es unlogisch, dass wir nicht so schnell wie Möglich unseren Verkehr umbauen. Aber eben: Jeder denkt da anders.

  3. Georg Stamm sagt:

    Und genau solche Staus, die im Jahr 2030 (Eröffnung der 2. Gotthardröhre) wahrscheinlich noch länger sein werden, werden dann zur Eröffnung aller 4 Spuren führen. Da werden genügend Politiker Druck machen und auch die EU wird da Druck ausüben. Die Österreicher freuen sich, denn der Brenner wird dann entlastet. Die BR D. Leuthard wird seit mehr als 10 Jahren nicht mehr im Amt sein und freut sich an ihrer schönen Bundesrats-Gratisente. Wie sagte doch K. Adenauer vor Jahrzehnten ? “Was kümmert mich mein Geschwätz von Gestern”.

    • Zoran Djordjevic sagt:

      Wieso auch nicht… die Schweiz müsste einfach so intelligent sein, und pro Autodurchfahrt CHF 20 verlangen… genau wie unsere Nachbarn, einfach angepasst an die Tunnellänge (Tauern ca. EUR 20, Karawanken ca. EUR 8).

  4. Lori Ott sagt:

    Die schöne Grafik unterschlägt leider die alte philosophische Weisheit, dass der Weg das Ziel ist. Ganz im Sinne von “je länger er dauert, desto besser”, kann man ja eigentlich die Ostertage gar nicht besser gestalten als sich diese Pilgerfahrt um Auto anzutun! 😉

  5. franziska sagt:

    Au 10km Stau hat es pro Spur wohl max. 1000 Autos (5m Auto + ähnlich viel Abstand) -> siehe Staubilder vom Gotthard. Und wenn das Ganze dann langsam wieder ins Rollen kommt, dürfte die Anzahl Autos auf der gleichen Strecke je nach Tempo auf 750, 500 und deutlich weniger schrumpfen…

  6. Alex Häni sagt:

    Mich würde – um Ueberhaupt einen richtigen Anhaltspunkt zu erhalten – interessieren: wieviele von den Fahrzeugen sind Transit-Reisende! Anhand dieser Daten gibt es dann bereits einige Steuerungs-Möglichkeiten. Welche sage ich Ihnen gerne, wenn Sie mir qualifizierte Fragen stellen.

  7. Richard Engler sagt:

    Bei 10 Km Gotthardstau ist die Wartezeit im Auto gleich gross wie der Zeitaufwand bei jeder kleinen Flugreise zwischen einchecken und Abflug.
    Wo bitte ist das Problem?
    …….. Und wenn ich mit dem Auto reise, muss ich am Ankunftsort auch nicht auf meinen Koffer warten :-)))

    • Hanspeter Müller sagt:

      Bei 10km Gotthardstau ist die Wartezeit im Auto (ohne die Reisezeit) gleich gross wie die gesamte Zugreise von Zürich nach Bellinzona. Wo bitte ist das Problem?
      …….Und wenn ich mit dem Zug reise, muss ich am Ankunftsort auch nicht auf meine Koffer warten :-)))))))))))))))))))

  8. Maris Klose sagt:

    Es ist doch ganz offensichtlich, dass die meisten Menschen Systemgrenzen so lange wie möglich ignorieren. Wir haben wenig Strassenkapazität am Gotthard – egal, man fährt. Wir haben wenig Treibhausgas-Toleranz in der Atmosphäre – egal, man fährt. Sobald eine Ressource knapp wird, ignorieren wir es bis es kracht. Der Mensch ist einfach nicht gemacht, um schlau und vorausschauend zu handeln. Diese Dummheit finden wir an über 10km im Schnitt offenbar 2 Mal pro Auto.

    • Alex Häni sagt:

      Man kann halt den Menschen nicht programmieren – und das ist gut so. Aber dem Menschen Entscheidungshilfen anzubieten, für das braucht es neutrale logisch denkende Leute.
      Wo sind Sie?!

    • Max Blatter sagt:

      Oh doch: Der Mensch (beiderlei Geschlechts) IST gemacht um schlau und vorausschauend zu handeln. Aber manche Politiker und Politikerinnen versuchen es ihr/ihm auszutreiben. Alt-Bundesrat Pascal Couchepin lokalisierte diese Art von Politik in vorbildlicher Links-Rechts-Neutralität bei den von ihm so genannten “S-Parteien” SVP und SP…

  9. Thales Von Milet sagt:

    Nächstes Jahr ergänzen sie bitte die Grafik mit dem jeweiligen Energieverbrauch und setzen ihn ins Verhältnis pro beförderte Person mit der Annahme, dass alle von Luzern nach Lugano fahren z.B….wäre nch interessant…nicht wahr?

  10. Andrea sagt:

    Wirklich nichts neues.

    Seit +20 Jahren fahre ich regelmässig ins Tessin
    (ZH Lugano) und zwar zu jeder Jahreszeit.

    Mit etwas Erfahrung und situative Planung bin ich nur 1 einziges mal 3 Stunden im Stau stecken geblieben indem ich zu unterschiedlicher Zeiten über den Gottard oder San Bernardino fahre. In extremis auch Lucomagno, there never a car !!

    Rine gute fahrt & saluti

  11. ettigirb sagt:

    Alle selber schuld. Ich gehe sicher nicht vreiwillig auf die Strasse an Ostern

  12. pcsteiner sagt:

    Wäre mal spannend, dieselbe Analyse über die Staus rund um die A1 aufzustellen…Da geht es um eine ganz andere “Imstaustehendimension”…

  13. branbilla sagt:

    kompliment für die idee und am grafiker

  14. Arbogast sagt:

    Mein Werbeslogan für das Autogewerbe: Die Freiheit des aotomobilen Menschen besteht darin, in immer stärkeren und besseren Autos in immer längeren Kolonnen zu stehen.

  15. Stephan sagt:

    ohja, Zugfahren hat für mich generell GRATIS zu sein. Auch der Autoverlad.
    Ohne Anreize kein Publikum. Aufzwingen lassen sich die Leute vieles nicht.
    Für mich war die SBB-Privatisiereung der grösste Fehler. SVP und FDP haben ganze Arbeit geleistet.
    Aber ich wohne nicht mehr in der Schweiz und ich meide auch solche Orte und Zeiten.

    Allerdings ist das Autofahren in der Schweiz generell problematisch. Vollgestopft.
    Gegenüber Frankreich. Die Schweizer haben ihre Verkehrspolitik Null und Nix im Griff.

    Jeder pfuscht sein eigenes Konzept. Es wird auch nicht in die Zukunft geschaut.
    Da ja alles von Politikern abhängt, die keine Ahnung haben.
    Grossflächige Länder Simulationen würden…

    • Andrea sagt:

      Privatisierung? Sehr lustig. Haben Sie eine blasse Ahnung darüber, wer die (wahren) Kosten des ÖV in der CH trägt?

    • Bernhard Strässle sagt:

      Um Gottes Willen, nein!!! Kein Gratiszug und kein Gratisverlad! Wollen Sie mich wirklich um das erhabene Gefühl bringen, mit meinen Enkelkindern in einem halbleeren Bahnwagon gen Göschenen zu rauschen und die Autos zu zählen? Am Gotthard hat meine dreijährige (!) Enkelin gelernt, über Tausend zu zählen.Ganz beiläufig bei einem ausgedehnten Picknick. Sagt es den Stausüchtigen bitte nicht weiter, wie ungemein entspannt eine Fahrt ins Tessin sein kann. Meinen Grosskindern zuliebe.

  16. Tobias Lienhard sagt:

    5 Meter ist das Auto lang, 2000 Autos? Kein Abstand?

  17. Stephan sagt:

    Zug und Autocar sind der falsche Ansatz.
    Eher noch Verkehrsleitsystem und Abschnittstops mit Restaurants.
    Am besten wäre der Autoverlad. Und zwar ab Basel oder Zürich.
    Und zwar ohne Stress wie so oft und sicherer. Und man bleibt im Auto bei diesem Verlad.
    Natürlich würde sowas die SBB ablehnen.
    Aber wenn man beim Reisen die Nutzlast des Autos und ebenfalls die Privatsphäre nicht mitberechnet, so macht man eine falsche Rechnung.
    Mir ist dies eigentlich schnurzegal. Ich mache IMMER Balkonien.generelll. Das Auto st bei mir so nicht nötig.
    Ich sage nur was ich aus ERFAHRUNG fühle.
    Ansonsten viel Spass mit dem bald wilden Klima. Die Menschen haben es bereits gut geschädigt. Bravo !…

  18. Christian Laurin sagt:

    Was für eine Spinnerei! Der Denkfehler und er ist gross, ist das jeder davon ausgeht das jeder irgendwo hingeht wo offensichtliches Verkehr existiert. Und es geht davon aus das Leute nur das nötigste mit nehmen. Aber wenn jemand eine Familie hat mit Katze oder Hund ist es nicht so einfach.

    • Roland Stuber sagt:

      stimmt !! ALLE diese 2 Personen in den tausenden von Autos haben den Fido oder s’Büsi mit dabei!!
      ??? klaro ???!!!

    • Hanspeter Müller sagt:

      Und eine Katze oder Hund kann nicht mit in den Zug, oder was? Da kann man sogar Kinderwagen mitnehmen, stellen Sie sich vor!

  19. Massimo sagt:

    Ich bin zwar für eine 2. Gotthardröhre aber was hier in diesem Artikel aufgezeigt wird stimmt nicht. Ich musste im Sommer geschäftlich ins Tessin, genau während den Sommerferien… Samstags. Natürlich Stau. Ich wich natürlich über die Hauptstrasse aus und konnte den Staus während der Fahrt beobachten. Es ist nicht so dass 10km Stau sind, ein Auto nach dem andern.. also niemals 4000 Fahrzeuge hintereinander wie beschrieben! Mit all diesen Ampeln vor der Rohre und weit vorher erstreckt sich natürlich der Satu. Ich konnte lange Abschnitte zwischen zwei Staus erkennen leer ohne Fahrzeuge.

  20. Peter Meier sagt:

    Ich freue mich schon auf Teil 2 dieses Artikels, wenn ein anderes Szenario dokumentiert wird – beispielsweise wie wenige Autos ausreichen würden, um die Handvoll Passagiere des IC von Zürich nach St. Gallen von heute Morgen 05:33 zu transportieren. Daneben wäre es noch interessant zu wissen, wie viel Energie eingespart worden wäre, wenn nicht 600 Tonnen Intercity-Stahl hätten bewegt werden müssen.

    • Bernhard Piller sagt:

      Dieses zweite Szenario wird sicher nicht dokumentiert. Freuen Sie sich nicht…

    • Oskar Brunner sagt:

      Genau diese Frage stelle ich mir auch bei fast leeren Zügen! Keinem der grünen Heinis fällt sowas auf, Hauptsache Zug und der fährt ja bekanntlich mit Solarzellen und Windrädchen völlig ökologisch und verschleiss und feinstaubfrei!

      • Max Blatter sagt:

        Fast leere Züge? Sie Glücklicher! Wo finden Sie diese? Ich muss fast immer erst jemanden dazu bringen, das Gepäck von seinem Nebensitz zu entfernen, bis ich mich überhaupt hinsetzen kann… Besonders schlimm, wenn bei einem Wintereinbruch 90% der Autofahrerinnen und -fahrer Angst vor dem ach so rutschigen Schnee bekommen (übrigens eine Angst, die mein Fahrlehrer schon in den ersten Fahrstunden gar nicht aufkommen liess) und sich lieber der Führung der Schiene anvertrauen!

    • Hanspeter Müller sagt:

      Durchschnittliche Auslastung der Fernverkehrszüge 33%. Bei “einer Handvoll Passagiere” 1% (600 Plätze, 6 Personen). Durchschnittlicher Energieverbrauch 0,075 kWh pro pkm, was 0,75 l Benzin pro 100 km entspricht. Macht 2,27 l Benzin pro Person pro 100km wenn nur “eine Handvoll Passagiere” mitfährt. Bei Autos gibt man im Schweizer Autodurchschnitt durchschnittlich 8,8 l Treibstoff pro 100km (ausgerechnet vom Tankstellenverkauf). Bei Mitfahrgelegenheit wie von Ihnen vorgeschlagen mit 4 Nasen pro Auto macht das 2,2 l pro Person. Also noch ein praktisch leerer Zug mit “einer Handvoll Passagiere” ist nicht ineffizienter als volle Personenwagen. qed

      • Bernhard Piller sagt:

        Ihre Rechnung ist falsch. Die durchschnittliche 2.3 l Benzin-Equivalent pro Person und pro 100 km der Bahn beziehen sich auf Züge mit einer hohen Auslastung (Quelle Deutsche Bahn, Fernreisen) . Bei 6 Personen ist der Verbrauch eher bei 50 l pro Person pro 100 km und nicht 2.27, wie Sie schreiben.

        • Peter Meier sagt:

          Habe dazu einen Artikel ausgegraben (Google: Fernzug + Energieverbrauch). Demnach sei der realistische Verbrauch pro 100km nicht 2.3l, sondern eigentlich 3.9l. Begründung: Energie für Infrastruktur-Unterhalt muss auch eingerechnet werden, und Bahnfahrer müssen Umwege in Kauf nehmen. Nehmen wir an, 50% sei “hohe Auslastung”, dann rechnen wir mit 300 Personen, und “Handvoll Personen” ist 1%. Dann bedeutet das: 300 Personen x 3.9l = 1170l total. Verteilt auf 6 Reisende ergibt das sagenhafte 195l Benzin pro Person pro 100km. Das ganze wird nochmals massiv höher, wenn man die “hohe Auslastung” beispielsweise bei 80% ansetzt.

      • Toby Abegg sagt:

        Wenn der durchschnittliche Energieverbrauch pro pkm auf einer Auslastung von 33% basiert, heisst das doch dass ein nur zu 1% ausgelasteter Zug einen 33 mal höheren Energieverbrauch pro Person hat. Natürlich gibt es gute Gründe dass trotzdem mit schweren Zügen gefahren wird, aber das ändert nichts an der Tatsache dass die Energie-Effizenz einzelner Züge schlecht ist.

  21. peter uster sagt:

    die welt besteht nur noch aus warten….
    für was brauchen wor politiker beamten …..
    alle warten auf was…..

  22. Ike Conix sagt:

    Es ist aber trotzdem schöner zu zweit im Auto zu sitzen. Vor allem bei einer Aussentemperatur von 37° und eingeschalteter Klimaanlage. Und dazu klingt mit vollem Rohr “In the Dutch Mountains” von den Nits aus der Soundanlage. Und niemand ruft “Ruhe jetzt!”

    • Emil Eugster sagt:

      Die Urner and die Anderen, die sie mit ihrem lärmenden Kürhlschrank beglücken rufen schon “Ruhe jetzt!”, sie hören es vor lauter Eigenbeschallung einfach nicht.

      • Ike Conix sagt:

        37° ist es auf der Tessinerseite des Tunnels. Die Urner haben schon beim Zwischenhalt in Sisikon profitiert (Poulet im Chörbli). Die Tessiner beglücke ich mit meinem guten Geld, das ich anschliessend dort liegen lasse. Die nehmen das wie die Urner sehr gerne. Von nichts kommt nichts. Übrigens: Auch die SBB kühlen ihre Wagen.

        • Emil Eugster sagt:

          Ah, mit Geld wollen sie sich das Wohlwollen der südländischen Bevölkerung und das Recht, die Umwelt über Gebühr zu belasten erkaufen. Wie hoch ist der Betrag, der es einem erlaubt sich über jegliches Gesetz und allen Anstand hinweg zu setzten?
          Das tönt ja wei bei Dürrenmatts “Der Besuch der alten Dame”.

          • Ike Conix sagt:

            @Emil Eugster: Leben Sie in Nordkorea? Wir haben hier die Niederlassungs- und Reisefreiheit! Und was heisst da südländisch? Das Tessin gehört ebenfalls zur Schweiz. Und ich sehe hier in Zürich laufend Autos aus den Kantonen Uri oder Tessin (um nur die erwähnten zu nennen). Ich freue mich für jeden, der hierher kommen mag. Auch wenn er die Bahn benützt. Aber solch extreme Leute, wie Sie mir aufgrund Ihres Kommentars erscheinen und die sich offenbar noch selber als “anständig” sehen, kenne ich wenige. Und bin nicht unglücklich darüber.

    • Hanspeter Müller sagt:

      Noch schöner ist zu zweit im Auto sitzen, Dach runter, Sitzheizung an und über den Pass gondeln und dazu klingt mit vollem Rohr der Ritt der Walküre aus der Soundanlage (wahlweise im Original oder aus dem Soundtrack von Apocalypse now). Und auf der Passhöhe ein Picknick mit Grillpoulet und kühlem Bier. 😉

  23. Fiedler Klaus sagt:

    Mich würde interessieren wie viele Autozüge es brauchen würde!

  24. Marco Buhlmann sagt:

    Als Vielfahrer habe ich den Gotthard noch NIE OHNE Stau erlebt, Sommer oder Winter. Geniesse nun seit 2 Jahren die gemütliche Fahrt durch den Grossen Sankt Bernhard Tunnel, immer staufrei und schöne Landschaft. Hoffe es machen dies nun nicht alle gleich. Die zweite Tunnelröhre wird das Problem verschärfen, Strassenbau schafft Verkehr, siehe alte Shell-Studie !

  25. Bernhard Piller sagt:

    Und wenn diese 8000 Leute die 8 Züge genommen hätten, die im Stundentakt durch den Gotthard rollen, hätten sie 8 Stunden gebraucht. Das wäre 6 Stunden länger als mit dem Auto gewesen.

    • Andreas Stucki sagt:

      Hä? Die Leute hätten ja nicht 6 Stunden am Bahnhof auf den Zug gewartet… Sondern den genommen, der für sie passend wäre. Ihr Vergleich ist ja lustig…

      • Bernhard Piller sagt:

        Das könnten Sie bei den Autofahrern auch sagen können. Wenn alle zur gleichen Zeit starten, warten sowohl die Autofahrer wie die Zugfahrer.

    • Hanspeter Müller sagt:

      Coole Berechnung. Weiss zwar nicht genau von was, aber tönt gut.
      Fahrzeit mit dem Auto gemäss Michelin-Routenplaner: 2h16 via Gotthard, 2h53 via San Bernardino. Mit den berechneten 2h30 Stau vor dem Gotthard ergibt sich 4h46 und 2h53. Der Zug hat 2h16 (ICN), 2h23 (EC) oder 2h42 (IR). Im Zug darf ich telefonieren, surfen, Kaffee trinken, Spiele spielen, Autos zählen…

      • Bernhard Piller sagt:

        Wenn die 5 Züge vor Ihnen voll sind, dann warten Sie eben 5 Stunden. Ist dies so schwierig zu verstehen? Sie können allerdings wieder nach Hause gehen und alle Stunden vorbeikommen, um zu sehen, ob ein Platz frei ist.

    • Toby Abegg sagt:

      Ich habe gehört dass es auch Züge geben soll die nicht von Zürich aus starten. Ein weiteres Gerücht sagt dass es sowas wie den Halbstunden-Takt gibt. Vielleicht sind das alles nur Gerüchte, aber eventuell ist da etwas Wahres dran.

  26. Dieter Jann sagt:

    Normalerweise gibt es am Gotthard ja gar keinen Stau, nur dann, wenn alle meinen, gleichzeitig durchfahren zu müssen, wie heute.

    • Altenburger Daniel sagt:

      @Dieter Jann: Hören Sie kein Radio? Es gibt an jedem (Arbeits)Tag Stau vor dem Gotthard. Einaml auf der einen Seitte, einmal auf der anderen. Wer durch den Gotthard fährt ist selber Schuld, es gibt genügend Alternativen (auch mit dem Auto). Lieber fahre ich 3 Stunden Umweg, als dass ich eine Stunden vor dem Gotthard im Stau stehe. Das darf jeder gerne anders handhaben, nur bitte nicht die Realität verkennen.

      • Dieter Jann sagt:

        Eben! Aber drei Stunden für eine Alpenquerung einzusetzen, wäre ja eigentlich auch nicht schlecht. Die Bahn hat heute allerdings nur zehn Minuten für Göschenen-Airolo.

  27. Mario Monaro sagt:

    Aha, hier wird bereits von einer doppelten Spur durch den Gotthard ausgegangen (Buskonvoi). Wussten wir doch alle, dass das früher oder später kommen wird. Der Datenblog nimmt die Zukunft vorweg…

  28. Pat Cash sagt:

    Einziger Fehler: Der Gotthardtunnel ist zwar zweispurig, aber eine Spur wird für die Fahrzeuge aus dem Süden genutzt…

  29. Ursula Haass sagt:

    Na und? Was will man den Bürgern damit sagen? Dass sie von nun an in die Ferien nur mit dem Bus fahren sollen? Und wie kommt man zum Bus und vom Bus in das Feriendomizil? Wieder mit dem Bus? Mit all dem Gepäck? Sorry, aber dieser Artikel macht nur schlechte Laune!

    • Anton Reiser sagt:

      Ja mit dem Bus. Oder mit dem Zug. Mit all dem Gepäck. Für 4 Tage. Geht sogar mit Gepäck für 6 Wochen, Habs ausprobiert.

    • Dieter Jann sagt:

      Ich erlaube mir, auf den zutreffenden, unterstehenden Beitrag zu verweisen.

    • Bernd Oehler sagt:

      Gar manche Autofahrende wissen einfach nicht, wie es anders gehen könnte – keine Ahnung von Bahn und Bus, keine Erfahrung damit und auch nicht die geringste Lust, das zu ändern. Es fängt im Kopf an.

  30. Bernd Oehler sagt:

    Eine sehr schöne Visualisierung des Problems. Leider ist habituelles Autofahren nicht von rationalen Entscheidungen beeinflusst.

    • Ike Conix sagt:

      Aber wie fast alle anderen Freizeitbetätigungen von Bequemlichkeit. Und die gehört hierzulande mindestens vorläufig noch zu den Grundfreiheiten.

      • Peter Rübensam sagt:

        So ist es. Ich bin auch ziemlich sicher, diese Leute würden auch 2 mal 10 Stunden vor der Gotthardröhre anstehen um dann zwei Tage im Tessin zu verbringen. Wahrscheinlich um ihre Grundfreiheiten auszuschöpfen.

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