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16 Jahre Terror in Westeuropa

Von DB, 23. März 2016 40 Kommentare »
Europa wurde in den letzten Jahren immer wieder von Terrorattacken erschüttert. Der Überblick in einer Grafik.
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(mfe/bru)

40 Kommentare zu “16 Jahre Terror in Westeuropa”

  1. Albert Urena sagt:

    Ehrlicherweise müsste man den Selbstmord – Absturz von German Wings auch erwähnen. Wäre der Pilot ein Muslim gewesen hätte man dies als Terrorattacke gewertet. Was ist der Unterschied von einem Selbstmord – Verrückten der ein volles Flugzeug bewusst zum Absturz bringt und einem Jihadisten der ein Selbstmord-Attentat begeht?

    • Lele M. sagt:

      Der Unterschied ist die Motivation die dahinter steckt. Der German Wings Pilot wollte durch seine Tat kein (politisches) Ziel erreichen.
      Die Definition von Terror lt. Duden: [systematische] Verbreitung von Angst und Schrecken durch Gewaltaktionen (besonders zur Erreichung politischer Ziele) – nachdem das nicht der Grund war, wird der Absturz nicht als Terroranschlag gewertet.

      Ungeachtet dessen, wie schrecklich die Tat ist, wäre sie aber dennoch als erweiterte Suizid zu werden.

  2. Luzia Osterwalder sagt:

    Die Ursachen werden nicht genannt – diese Menschen jagen sich nicht zum Vergnügen in die Luft – auch wenn ich Attentate nicht billige, ich habe Verständnis dafür, dass Menschen in ausweglosen Situationen zu solchen Taten schreiten – oder die Heimat verlasssen – weil die Opferzahlen in der Heimat unvorstellbar sind.
    Unsere Händel mit Waffen,Konsumzwang, unsere Gier nach Bodenschätzen uns zwar Wohlstand gebracht, aber leider vielen Ländern und Menschen grosse Not.
    Wir brauchen neue Lösungen, damit weltweit endlich eine zilivisierte Gesellschaft friedlich leben kann. Zum Glück gibt es viele gute Ansätze, ich hoffe sehr, dass wir den Bewusstseinswandel schaffen. GEMEINWOHL für ALLE MENSCHEN.

  3. Kevin B. sagt:

    Die von Arid U. verübte Tat in Frankfurt 2011 gehört meiner Meinung nach auch in die Kategorie Jihadisten.

  4. Michael Berger sagt:

    Interessanterweise war gerade heuet in der Zeit ein ähnlicher Artikel zu Terroropfern in Europa. (Die Daten stammen ursprünglich aus der englischen Huffington Post/statista):
    http://blog.zeit.de/teilchen/2016/03/23/terror-in-zahlen

    Der Zeitraum wurde dort grösser gewählt, nämlich seit 1970. Und siehe da, die aktuelle Lage sieht plötzlich anders aus. In den 70ern und 80ern starben in Westeuropa nämlich viele mehr Leute durch terroristische Attentate als nach 2000. Damals durch nationalistische/separatistische Organisationen (IRA, ETA, RAF, …).

    • Ben sagt:

      Gladio. Geheimarmeen in Europa, Doku von Arte zu finden im Internet der Dinge… und man erkennt schnell wer hier mordet.

  5. Werner Lienhard sagt:

    … weil am 20. September 2001 Präsident W. Busch vor den Abgeordneten des Kongresses und des Repräsentantenhauses den Terroristen aber auch der ganzen Welt den Krieg erklärte. Seit dieser Zeit befinden wir uns im Vorzimmer des 3. Weltkrieges. Nordafrikanische Staaten, der Mittlere Osten und jetzt auch Europa werden destabilisiert, ins Chaos gestürzt, zerlegt und dann durch die int. Grossfirmen ausgebeutet. Im Moment erleben wir das ganze Instrumentarium unter der offenen Kriegsschwelle. Mit Spaltung von Volk und Regierungen, Staaten der EU, Ressourcen absaugen (Banken) Firmen aufkaufen und in Misskredit bringen ist jetzt die EU dran. An erster Stelle D. Wo bleiben unsere kritischen Medien?

  6. Patrick Bigler sagt:

    Als was gelten eigentlich die Amokläufe an Schulen? Oder der Co-Pilot, der ein voll besetztes Flugzeug gegen einen Berg fliegt? Ich bin jedenfalls ziemlich sicher, dass diese Fälle auftauchen würden in dieser Statistik, wären die Täter Muslime gewesen. Schlimm eigentlich, oder?

  7. B. Dreier sagt:

    Man ist natürlich schon selber schuld wenn man einige extremisten nur “beobachtet”, dabei gibt es inzwischen ganze Netzwerke..und wenn man hunderttausende einfach über die Grenze ohne Kontrolle einwandern lässt, obschon man inzwischen weiss dass sich auch radikale Kämpfer darunter verstecken. Dann trägt man grosse “Betroffenheit” zur Schau seitens der Staatschefs in Europa, dabei sind ja alle daran mitschuldig. Ich sage nicht dass man keine Flüchtlinge und Immigranten aufnehmen soll, aber bei der Integration hat Europa total versagt, bei der Sicherheit auch. Bald werden wir normalen Bürger dafür bestraft werden indem man uns überall kontrollieren wird. Dies ist nicht mehr mein Europa

  8. Sophie Clerc sagt:

    Es sollte verboten werden zu publizieren, wer sich zu was bekennt und warum.

    • Tom Meier sagt:

      Und was soll das genau bringen? Glauben Sie wirklich der Terror würde aufhören wenn sich nur noch Radikale zu etwas bekennen? Stoppen können Sie die nämlich nicht. Nein, im Gegenteil, jeder sollte sich viel mehr zu dem stehen was er glaubt und so Einfluss ausüben. Für Gewaltlosigkeit und Frieden einstehen und unsere Werte verteidigen. Es ist doch genau das Problem, dass Gefährdete niemanden haben, mit dem sie reden können und von dem sie auch mal noch eine andere Meinung als die radikalisierte Meinung hören.

      • Gabor Kartschmaroff sagt:

        Entschuldigung, natürlich soll man publizieren wer und warum er/sie/es etwas tut, aber bitte so, dass der Sachverhalt und die Quelle so benannt werden, dass ich sie nachvollziehen und überprüfen kann. Dies ist dem Journalismus seit bald mehreren Dekaden gänzlich abhanden gekommen. Oder glauben Sie jeden Schrott, welcher angeblich aus dem Internet stammt, aber keine URL hat? Oder halten Sie Angaben vonr einer “den Kreisen nahestehende Nachrichtenagentur” für glaubhaft, wenn diese keinen Namen bekommt? Sind “mutmassliche” Täter tatsächlich Täter? etc. Es tut mir leid, aber das gute alte Telefonbuch war ein journalistisches Meisterwerk, verglichen mit dem, womit wir abgespiesen werden!

  9. Andreas Steiner sagt:

    Warum fehlt eine solche Grafik von Obamas Drohnenkrieg?

    • Rolf Stalder sagt:

      Weil die Drohnen nicht absichtlich auf Zivilisten schiessen. Dabei handelt es sich um “Unfälle”, welche aber in gewisser Weise auch in Kauf genommen werden.
      Die Barbaren gehen auf die Zivilisten los, ohne Skrupel.

  10. Werner Wueest sagt:

    Man sehe den 5-Jahresplan des IS an und die neuesten Artikel im Dabiq. Europa soll ein Teil des Islamischen Staates werden. Mit Waffengewalt geht das aber nicht so schnell. Deshalb treibt man möglichst viele Menschen nach Europa – ein Gebiet wird mit Voelkerwanderung erobert – genial! Mit den Attentaten verhindert man eine Integration mit den urspruenglichen Bewohnern und die religioesen u. politischen Fuehrer des IS haben was sie erreichen wollen: die Islamisierung Europas

    • Dieter Sprenger sagt:

      Guter und weitsichtiger Kommentar von ihnen Herr W. Wüest . Ganz im Gegensatz zu gewissen Gutmenschen , welche diese Tatsache aus ideologischen Gründen weiterhin nicht Wahrhaben möchten . Noch Bedenklicher hingegen verhalten sich jene Kreise aus der Politik , Amnesty International , Flüchtlingshilfswerke usw.welche aus reinem Eigennutz und kaum aus Nächstenliebe unter dem Vorwand von selbst interpretierten angeblichen Menschenrechten noch weitere Millionen angeblich Verfolgte nach Europa wünschen . Auch wenn der überwiegend grösste Teil von Flüchtlingen nichts mit dem Terror zu tun hat, lässt sich damit letztendlich auch eine Islamisierung Europas erreichen !

  11. Lea sagt:

    Der Anschlag auf das Zuger Kantonsparlament und die NSU Anschläge fehlen.

    • Alex Kramer sagt:

      Und auch die reihenweise hinsterbenden, jugendlichen Zeugen im NSU-Prozess, sowie die Mitarbeiter des Deutschen Verfassungsschutzes, bzw. deren Rolle in der ganzen Geschichte. Wird hübsch ausgeblendet und in unseren Qualitätsmedien nicht berichtet, was berichtet werden sollte. Auch eine Form des freien Journalismus.
      Die Affäre Tinner nicht vergessen. Superschweizer CB an vorderster Front am Shredder….
      So viel anders als Erdowahn sind wir hier gar nicht.

      • Dieter Sprenger sagt:

        Wenn man dazu die Statistik zum Terror ausweitet , müssten ehrlicherweise auch die Gewalttätigen Ausschreitungen von linken Chaoten und Fussball Holigans mit deren Verletzten und Sachschäden erwähnt werden .

  12. Andreas Weibel sagt:

    Warum fehlt da z.B. das Attentat von Zug 2001? Viel politischeren Terror als einen Anschlag auf ein Parlament gibt es kaum… Und wo sind die rechtsextremen Anschläge in Deutschland, z.B. durch den NSU?

    In den Medien gilt man offenbar nur als richtiger Terrorist, wenn man sich den radikalen Islam auf die Fahne schreibt…

  13. Jameson Hug sagt:

    gemessen am restlichen leid in der welt wie z. B. hungertod etc. ist das nicht der rede wert, sorry. im vergleich dazu leben wir gerade zu sicher und friedlich. aber klar… vor 2000 war das leben sicherer bei uns.

  14. Willi sagt:

    Macht mal eine Grafik der getöteten Araber durch die westlichen Streitkräfte und Geheimdienste? Da werdet ihr gar nicht mehr fertig mit Vierecke malen.

  15. Hans Gomm sagt:

    Was ist mit dem NSU-Terror?
    Wikipedia: Nationalsozialistischer Untergrund (Abk. NSU) bezeichnet eine im November 2011 öffentlich bekannt gewordene rechtsextreme terroristische Vereinigung[1] in Deutschland, der nach bisherigen Erkenntnissen Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe angehörten und die aus der lokalen rechtsextremen Szene der 1990er Jahre hervorging. Die Anzahl der Unterstützer ist unklar. Eine Schätzung aus dem Jahr 2013 geht von 200 Unterstützern aus.

  16. Johannes Decker sagt:

    Ja, das wird auch noch etliche Male weitere solche Desaster geben. Unberechenbar was Zeitpunkt und Ziel betrifft. Keine geschlossenen Grenzen, kein aufgeblähter Polizeipperat bietet Schutz, bisher jedenfalls nicht, unsere “Beschützer” rennen ja immer der Ereignissen hinterher. Wir müssen lernen damit zu leben, nicht die latente Gefahr verleugnen, aber uns nicht hinter Mauer zu verstecken, sondern Wege zu suchen diese Welt, so bunt und einfach multikulti sie ist, zu verstehen. Weltweit lebt die Menscheit abhängig voneinander, allen Andersdenkenden zuwider, wir sind aufeinander angewiesen. Siehe die ganzen Kreiläufe von handeln und wirtschaften und manchmal auch begegnen. Da lebt Hoffnung.

  17. tststs sagt:

    Ein Schelm, wer denkt, es werden nur die Anschläge ab 2000 verwertet um eine “Westen/Christen-freundliche” Schwarz-Rot-Verteilung zu erhalten…

  18. Rolf Raess sagt:

    Schiefe Statistik, weil sie die zum Teil bürgerkriegsähnliche Situationen (Spanien/Irland) in einen Topf wirft mit dem internationalen Terrorismus. Der ist meist hervorgerufen durch das US-Amerikanische/Israelische Debakel im Nahen Osten.

  19. Ben sagt:

    Bitte mindestens einen besser mehrere Kontexte zu anderen Toten und Ursachen herstellen. Autounfälle, Krankheiten, Seuchen, Alter, Morde, Kriegstote sonst macht diese Information keinen Sinn, besonders dann nicht wenn sich in der kollektiven insbesondere medialen Hysterie noch Antiterrorgesetze durch die Parlamente einschleichen. Die Gunst der Stunde zu nutzen und noch mehr Rechte in Pflichten oder Willkür zu wandeln… seit den Anschlägen in New York sind hunderte Gesetze derart angepasst und ausgearbeitet worden die schon heute das Einsperren für Monate ermöglichen. In Deutschland etwa kann die Reisefreiheit mit einem erst kürzlichen Gesetz gestoppt werden und hier haben wir Rayonverbote.

  20. beat lauper sagt:

    Interessant wäre nun auch eine Grafik des volkswirtschaftlichen Schadens zu sehen. Da sieht die Lage noch dramatischer aus in den letzten Jahren. Und wir sind erst am Anfang von 2016.

  21. Daniel Gebistorf sagt:

    Pro Jahr sterben in der EU aktuell etwas mehr als 25’000 Menschen im Strassenverkehr. Das sind in 16 Jahren 400’000 Menschen (ganz grob gerundet). Terrorismus ist schlimm und muss bekämpft werden. Die Einschränkungen der Freiheit und die damit verbundenen Kosten die durch den Terror gerechtfertigt werden gehen zu weit.

    • beat lauper sagt:

      Na ja, lieber Herr Gebistorf. Ich habs noch nicht ausgerechnet, aber Sie können sicher sein, dass die Folgekosten von einem Tag Brüssel Terror die Jahreskosten des gesamten belgischen Sicherheitsapparats um ein Mehrfaches übersteigen.

    • will williamson sagt:

      Rein statistisch stimmt das momentan. Aber das kann sich ja in Zukunft noch ändern. Zudem muss man unterscheiden: im Strassenverkehr sind die Opfer in den seltensten Fällen gewollt, beim Terrorismus hingegen schon.

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