„So kann es mit den Schulden des Kantons Bern nicht weitergehen“

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Es ist wichtig, dass die Berner Bevölkerung die Hintergründe für das im Grossen Rat verabschiedete Kantonsbudget 2014 kennt.

Die Staatsquote im Kanton Bern ist seit 2004 von 17,6 auf rund 21% gestiegen. Der Kanton Bern bezieht aus dem nationalen Finanzausgleich 2014 über 1.23 Milliarden Franken (und damit 45% mehr als 2009),  obwohl die natürlichen Personen schweizweit am drittmeisten Steuern bezahlen.

Die Schulden des Kantons Bern steigen im 2015 aufgrund der Sanierung der Pensionskassen voraussichtlich von 6 auf über 9 Milliarden Franken an. So kann es nicht weitergehen. Die SVP und die anderen bürgerlichen Parteien (FDP, BDP und EDU) wollen dieser ungesunden Entwicklung Einhalt gebieten und ihre Verantwortung wahrnehmen.  Die SP, die Grünen und die EVP sind dazu leider nicht bereit.

 

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8 Kommentare

  1. Armin Arnold, Köniz sagt:

    Gehen die sieben mageren Jahre für weniger vermögende Mitmenschen weiter?

    Die Mehrheit des Grossen Rates hat sich dafür stark gemacht, die Prämienverbilligung für 47 000 Menschen zu streichen. Das Schlimmste daran ist wohl, dass die Politiker den Angehörigen der unteren Mittelschicht völlig gleichgültig und hartherzig gegenüber stehen.

    Diese unmenschliche Haltung dürfte sich über kurz oder lang negativ auf diese Politiker auswirken. Sie dürften kaum wiedergewählt werden.

  2. Mark Gasche, Kirchberg sagt:

    Kosten steigen wegen mehr Einwohnern, steigenden Bedürfnissen in Gesundheit und Sozialwesen, Verkehr , Bildung, etc. Eigentlich überall. Was weniger oft erwähnt wird, sind unsere geradezu wahnwitzigen Regulierungen, die jährlich enorm zunehmen und deshalb einen riesigen Verwaltungsapparat nach sich ziehen, der Milliarden kostet.

    Da sollte man den Rotstift ansetzen, weil es am Meisten einschenken würde !

    • Etter sagt:

      lieber herr gasche. die regulierungen und damit den verwaltungsrat hat sich das stimm- und wahlvolk des kantons bern (und der schweiz) selber gegeben. das ist weder auf dem mist der regierung noch der verwaltung selber gewachsen. für all die neuen aufgaben, die die verwaltung in den letzten jahren (gezwungenermassen) aufgebürdet bekommen hat, ist die verwaltung nicht „riesig“. ich kenne zb. das mba sehr gut und weiss, dass dort sehr effizient, professionell und schnell gearbeitet wird und diese dienste sind für die sekundarstufe II überlebenswichtig. zudem würde ein sparen dort nicht „einschenken“ wie sie sagen, denn wenn sie das GANZE mba wegsparen würden, könnten nur knapp über 10 millionen im jahr eingespart werden – und: die folgekosten wären um ein vielfaches höher…

      • Saurer sagt:

        Es fragt sich nur von wem „gezwungenermassen“ aufgebürdet wird. Gerade im Bildungswesen steigen Kosten und Personal vor allem in der Verwaltung und bei den Klassengrössen, bezw. Lehrer- und Lehrerlöhnen wird gespart. Das heisst neu die geleitete Schule: dem Lehrer wird immer mehr Verantwortung abgenommen(besser gesagt weggenommen!) und er wird zunehmend von oben herab kontrolliert und in seinen Freiheiten eingeschränkt.Die leidtragenden sind schlussendlich die Kinder.Und dann heisst es wieder so schön: Das Geld fliesst in die Bildung!

  3. Fredi Gurtner sagt:

    Wir hätten es schon in den Händen,sie allesamt abzuwählen. Nur würde es da besser werden? kaum. Würden alles nur noch Neue sein wird eine ganze Legislatur ein Versuchsballon sein. Aber in den Verwaltungen sparen ,das wäre wirklich ein Fortschritt. Solange ,dass persönliche Mails den Tag durch gesandt werden können ,solange ist die Verwaltung nicht ausgelastet. Niemand von den Angestellten sagt aber etwas ,damit nicht er entlassen wird.Das ist nicht nur im Kanton Bernso,in allen öffentlichen Verwaltungen.
    Nun aber ein halbes Kind mehr in einer Klasse ist ja nicht gerade schlimm. Zu meiner Zeit waren wir 25 Kinder in der Klasse. Auf der einen Seite sucht man Lehrer und auf der Anderen verstösst man solche. Komische Welt.
    Sind psychisch Kranke nicht gleichviel wert wie Behinderte? Ich glaube wohl kaum,aber einfacher zu besparen

  4. Etter sagt:

    werter herr saurer. ich bin jetzt 30 jahre „schulmeister“ und was sie da schreiben ist aus meiner erfahrung heraus schlicht falsch.

  5. Während im Grossrat auf Kosten der Verwundbarsten hier und dort (Spitex, Schulen, Psychiatrie) ein paar Milliönchen gespart werden, lesen wir in derselben Zeitung, wie viele Milliarden die 17 Reichsten im Kanton Bern dieses Jahr dazu gewonnen haben. Es ist kein Zufall, dass sich darunter auffallend viele befinden, die Medizinaltechnik und Pharmazeutika verkaufen, also ihre Milliarden voll auf Kosten von uns Prämienzahlern verdient haben (mit anständigen Preisen für künstliche Gelenke oder Injektionsnadeln würde niemand Milliardär). Also ist diese Geldscheffelei obszön!

    Zu stören scheint das niemanden, schon gar nicht die ach so christliche Nationalrätin Streiff, die sich in ihrer Luxuswohnung „um die kümmert, um die sich sonst keiner schert“. Da sie nicht aus reicher Familie stammt, kann man nicht von einem dicken Erbe ausgehen, will heissen, wir haben über ihre fürstliche Entlöhnung als Politikerin auch ihre Attikawohnung bezahlt (wie der Ex-Gemeinderätin die Villa mitten in Bern und dem Noch-Stadtpräsident gleich zwei Luxuswohnungen). Politik schmeichelt nicht nur dem Ego, sondern auch dem Portemonnaie…

    Also, liebe Leserbriefschreibenden, die die Sparnahmen notwendig finden: nein, sind sie nicht. Wenn jeder der 17 Milliardäre auch nur eine kitzekleine Milliarde an uns zurückgibt und PolitikerInnen wie Normalsterbliche bezahlt werden, hat der Kanton ausgesorgt. Mitnehmen ins Grab können sie die Milliarden ja eh nicht – und aufbrauchen können sie nicht mal die Ururururenkel, auch wenn sie in Saus und Braus leben….

    • Thomas Etter sagt:

      liebe frau pfister. sie sprechen mir im letzten abschnitt aus dem herzen: genau deshalb gilt es die kommende erbschaftssteuerinitiative anzunehmen! in den usa, wo man ja ach so liberal ist und keine (lohn)neidkultur kennt, beträgt die nationale erbschaftssteuer satte 40 prozent, dazu kommen abgaben je nach staat.
      was ich nicht verstehe, dass sie frau streiff wegen ihrer wohnung in den gleichen topf werfen wie die super reichen im kanton: diesen vergleich kann ich nicht nachvollziehen.