Alles Plastik

Plastik

Neulich, meine Damen und Herren, stand beim Einkaufen vor mir an der Kasse eine Dame, die nur Bioprodukte aufs Band legte. Und dann, nachdem sie bezahlt hatte, mutmasslich mit einer Biokarte –, packte sie ihre Einkäufe in ungefähr sieben Knisterplastiktüten von der Rolle. Weil sie offenbar zu knickrig war, einen Papiersack zu erstehen. Und diese Mistknisterplastiktüten sind aus unbegreiflichen Gründen gratis. Ich hasse die Dinger. Die sollten ein Vermögen kosten. Oder noch besser: gar nicht angeboten werden. Ich sehe immer sofort diesen Riesentütenstrudel vor mir, Sie wissen schon: The Great Pacific Garbage Patch (GPGP).

Anderntags sah ich die «Tonight Show» mit Jimmy Fallon, wo Pharrell Williams erklärte, dass er sich für Bionic Yarn engagiere. Was ist Bionic Yarn, werden Sie nun vielleicht fragen. Nun, das geht ungefähr so: Der Tütenstrudel wird zu Garn gespannt. Zum Glück haben wir Pharrell. Aber diese Knistersäcke gehören verboten. Verboten. Verboten.

28 Kommentare zu «Alles Plastik»

  • Thomas Jobs sagt:

    Interessant ist es auch immer wieder, wie Leute in der Schweiz behaupten, dass ALLE unsere Säckchen im Abfall landen! Da frage ich mich immer wieder: wie kommen nach einem Hochwasser all diese Säckchen in die Gebüsche der Bäche und Flüsse? Zauberei? Wachsen sie da?
    Ich habe seit Jahren diese dauerhaften Säcke aus PET-Recycling. Beinahe unkaputtbar, wie Wolle in der Maschine waschbar und zig hundertfach benutzbar!
    Gemüsesäckchen? Nur bei Riebli, Bohnen & Co! Bei Blumenkohl, Broccholi & Co kommt es auf den Strunk!

  • H. Hoch sagt:

    Ich benötige ab und zu auch solche Tüten, da ich (vor allem über Mittag) meine Tasche Zuhause vergesse. Dann stopfe ich so viel Produkte in diese Tüte, dass sie mir meist auf dem Weg reisst.
    Auch schlimmer finde ich die unnötige Verpackung der Bio-Produkte. Warum packt Coop die Gurke noch in einen Schrumpfplastik?
    Den Kunden ein schlechtes Gewissen machen, wenn sie kein Bio kauft, aber selbst kein Deut auf Umweltschutz legen. Mich dünkt es, dass deren Hirn selbst in einem Schrumpfplastik steckt…

    • Sandra Cattaneo sagt:

      Angeblich muss Bio-Ware beim Grossverteiler angepackt werden, damit sie nicht mit der konventionellen Ware vermischt wird.

      • Thomas Jobs sagt:

        Ja, das habe ich kürzlich auch gelesen. Ein absoluter Schwachsinn und eine totale Bevormundung der Konsumenten!

    • H. Hoch sagt:

      @ Sandra Cattaneo
      Danke für die Information. Aus meiner Sicht ist dies jedoch eine Ausrede der Grossverteiler, da Bio-Tomaten ja auch nicht in Plastik verpackt sind und dennoch nicht vermischt werden…
      Alternativen wie ein Kleber wären ökologischer!

  • Christian Bühler sagt:

    Sie verwechseln hier etwas. Biologie und Ökologie ist nicht das selbe. Biologische Produkte können ökologischer sein (was sie zwar meist sind) müssen aber nicht. Daher kann man dieses Vorgehen nicht als heuchlerisch beschreiben, da biologische Produkte nicht per se für den Umweltschutz stehen. Lokale und saisonale Produkte haben umwelttechnisch die bessere Bilanz auch wenn sie nicht als Bio gekennzeichnet sind.

  • Gerda Schuurman sagt:

    Gewiss hat der Schreiber recht. Und ja auch ich erlebe und sehe immer wieder wie die „Plastic-tüten“ Befürwörter und Profiteurs es uns Gutmeinende schwer machen um einigermassen bequem UND umweltfreundlich einzukaufen und zu leben.

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