Dauernd neue Gesichter

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Nach jedem «Literaturclub» und den damit verbundenen Bücherstapeln mache ich eine kurze Pause, meine Damen und Herren, indem ich ein paar Tage gar nichts lese. Na ja, das nehme ich mir jedenfalls vor. Klappt fast nie. Diesmal klappt es zum Beispiel nicht, weil ich am 18. März den Auftritt von William Boyd in Zürich moderiere und dessen neuesten Roman, auf Deutsch lapidar «Die Fotografin» betitelt, bis dahin selbstverständlich längst ausgelesen haben werde. Rund 560 Seiten. Mit Vergnügen. Und zwischendurch sehe ich «Fashion Police». Was mich ins Grübeln brachte: Nun haben ja alle über Tom Cruises vermeintlich neues Gesicht gesprochen und vorher über Renée Zellwegers neues Gesicht – aber wissen Sie, was mich wundert? Folgendes: Die Kardashians haben dauernd neue Gesichter. Doch das wird irgendwie nie thematisiert. Die Kardashians sehen praktisch in jeder Season ihrer Realityshow wieder vollkommen anders aus, sodass man sie eigentlich mit Namensschildern ausstatten müsste, um die Wiedererkennbarkeit zu gewährleisten. Caitlyn Jenner hat nicht notwendigerweise die drastischste Transformation in dieser Sippe hinter sich gebracht, wenn Sie mich fragen. Und jetzt lese ich ein bisschen. Bis übermorn.

4 Kommentare zu «Dauernd neue Gesichter»

  • Rüdiger sagt:

    Ich bin froh wird nicht noch mehr über diese Porno-Darstellerin berichtet. Leute wie sie, die höchstens Neid oder Voyeurismus anstacheln, kann man getrost übersehen. Und Caitlyn erst recht, obschon die wenigstens etwas geleistet hat, bevor die Kim ihr Porno-Video in Netz sah. Dagegen ist Beyoncé eine quasi-Heilige und auch eine richtige Unterhaltungs-Künstlerin und nicht Scripted-Reality-Schauspielerin wie diese Familie

  • Kristina sagt:

    Katze füttern nicht vergessen.

  • Jacques sagt:

    Und mich ‚übermannte‘ die Melancholie. Umberto Eco ist gestorben. André Glucksmann auch. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich – zuletzt. Natürlich auch die Hoffnung auf Nachwuchs. Aber, wie immer eben, bei dieser ‚Literathür‘, alle sind betroffen – und alle Fragen bleiben offen. On verra …
    Und auch, dass diese Melancholia sich wieder bei bitter-süss einpendelte. Schon wegen der ‚Balance‘.

  • LiFe sagt:

    was hatte ich das Lesen gemisst, als ich den größten Fehler meines Lebens gemacht hatte. Ich schrieb einen Roman. So nebenbei. Genauer gesagt, ich wollte so einige Ideen lancieren. Hatte mit Schreiben nichts zu tun gehabt. Inspiriert von Kühn, die einmal 2004 oder vielleicht 2005 gerufen hatte: Wir brauchen Ideen, Innovationen und Gründergeist. Dann rief noch jemand Wir brauchen Ideen. Also ehrlich, was interessier(t)en mich neue Gesichter einer der gleichen Person? Wo san’s die Ideen? Fabulieren, Buch lancieren, Ideen realisieren. Klingt so einfach. Wir brauchen Ideen!!!

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