Psycho Pussies

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Gelegentlich werfen wir an dieser Stelle einen kritischen Blick auf unsere stark beschleunigte Mediengesellschaft und ihre hysteriformen Berauschungen, meine Damen und Herren – doch manchmal reicht dafür auch ein Blick in den TV-Guide. Siehe oben. TV-Formate sind Produkte – und Produktinszenierungen als Form der Überwältigung ein Zeichen der Spätmoderne. Und wenn es sich dabei um die Überwältigung durch eine Katze handelt – so be it.

Apropos Kultur und deren Verluste: Ich habe gerade ein Theaterstück gelesen, nämlich «I’ll Eat You Last», einen fiktiven Monolog der legendären Hollywood-Agentin Sue Mengers. Darin taucht auch der bekannte Satz auf «If you haven’t got anything good to say about anybody, come sit next to me» – was Alice Roosevelt Longworth zugeschrieben wird, die das offenbar auf eines ihrer Sofakissen sticken liess. Alice Roosevelt Langworth, Schriftstellerin und Gesellschaftsikone, war die älteste Tochter des amerikanischen Präsidenten Teddy Roosevelt, von der viele legendäre Aussprüche überliefert sind. Als der berüchtigte Senator Joseph McCarthy auf einer Party zu ihr sagte: «I am going to call you Alice», erwiderte sie: «Senator McCarthy, you are not going to call me Alice. The trashman and the policeman on my block call me Alice, but you may not.»

So viel für heute. Bis übermorn.

2 Kommentare zu «Psycho Pussies»

  • Kristina sagt:

    Ja. Fressen und gefressen werden. Erinnert mich gerade an den Rapper Kollegah und sein Track Genozid. Auch sehr passend. Echo von Kool Savas.

    • tststs sagt:

      Kollegah? Kool Savas? Sind das die Namen der Psycho Pussies in genannter Dokumentation?

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