Welcher Zeitungsbündel-Typ sind Sie?

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Kennen Sie das, meine Damen und Herren? Sie gehen am Altpapierabholtag in Ihrem friedlichen Wohnviertel am Zürichberg aus dem Haus, vielleicht um sich die Haare schneiden zu lassen, und dann halten Sie kurz inne. Und denken sich: «Moment mal. In was für einer Stadt lebe ich eigentlich?»

Denn ein paar Ihrer Nachbarn haben Papierstapel rausgestellt, die aussehen, als wären sie mithilfe eines Lineals von einem Roboter verschnürt worden. Aus denen könnte man ein Haus bauen, so fest und gleich und ebenmässig sind sie. Oder ein Mahnmal. Unsere eigenen Papierstapel hingegen sehen bestenfalls aus wie ein Werk von Christo. Scary.

Und nun zu einem richtigen Künstler: Richard Burton, gestorben und begraben in Céligny, wäre diese Woche 90 Jahre alt geworden. Ich nehme dies zum Anlass, Ihnen nochmals die Lektüre seiner auch auf Deutsch (und kürzlich als Taschenbuch) erschienenen Tagebücher ans Herz zu legen. Sie zeigen Burton als den sensiblen Feingeist, der er war.

25 Kommentare zu «Welcher Zeitungsbündel-Typ sind Sie?»

  • Jacques sagt:

    Lieber Herr Tingler, mit der Zeitungsbündlungsfrage haben Sie bereits meine Intims-Sphäre etwas tangiert. Aber frei heraus: da bin ich Traditionalist: Papier wird bei mir gebündelt, etwa im A4-C4 Format. In F mag man Normen, auch wenn niemand sich daran hält. Als Anhänger der grossen Revolution halte ich mich daran. Individuell. Technisch: Starke dicke Schnur, mit Knoten, wie bei der Marine oder den Pompiers bestens gelernt. Eine solide Ausbildung schadet nie!

  • Ella Müller sagt:

    Habe auch schon bemerkt, dass meine Bündel anders aussehen als andere,denen ich manchmal begegne. Dabei brauche ich kein Lineal. Das Einzige, was ich tue:Schnur drum herum wie früher bei einem Postpaket (hat man mir in der Lehre beigebracht) und, bevor ich den Knoten mache,wird mit dem Bündel von allen 4 Seiten her auf den Boden geklopft. Ich kann’s nicht anders beschreiben. Einfach so, wie man mehrere Blätter gleichzeitig lochen/in eine Mappe tun will. Das natürlich auf den Tisch. Jetzt frage ich mich gerade, warum ich meine Bündel überhaupt am Boden schnüre und nicht auch auch auf dem…

    • Jacques sagt:

      Ich fragte mich das gleiche, warum nur schnüre ich meine Bündel immer auf dem Boden. Habe die Technik auch in der „Stifti“ kennengelernt; aber da war ich noch „Unterstift“. Wohl ‚comme d’habitude‘.

  • Roland K. Moser sagt:

    Die geometrisch genauen Bündel werden höchstwahrscheinlich in einem dafür gemachten Gestell geschnürt.

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