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«Die besten Jobs sind niemals ausgeschrieben»

Mathias Morgenthaler am Freitag den 6. April 2012

Welche Faktoren entscheiden darüber, ob jemand Mitläufer oder Leitfigur wird? Gibt es Bausteine für eine grosse Karriere? Die Topmanagement-Beraterinnen Dorothea Assig und Dorothee Echter gehen dieser Frage seit 15 Jahren nach. In ihrem Buch zeigen sie, weshalb viele Menschen unter ihren Möglichkeiten bleiben und warum wir uns leichter mit Misserfolg als mit Erfolg identifizieren.

Dorothea Assig & Dorothee Echter

Dorothea Assig & Dorothee Echter

Frau Assig, Frau Echter, Sie haben ein Buch darüber geschrieben, wie grosse Karrieren gelingen. Was ist das eigentlich, eine grosse Karriere?
DOROTHEA ASSIG: Das zeigt sich immer in dem Feld, in dem jemand herausragt. Wir beraten seit über 20 Jahren exponierte Persönlichkeiten in der ganzen Welt, Manager, Künstler, Wissenschaftler, Politiker, Sportler und andere Berufsleute. Seit 15 Jahren beschäftigen wir uns mit der Frage: Worin unterscheiden sich jene, die in ihrem Umfeld als Leitfiguren gelten, von den vielen anderen, die eher Mitläufer sind? Was zeichnet die aus, welche die Richtung vorgeben? Wir sind zum Schluss gekommmen: Es ist nicht die Leistung, die den Unterschied ausmacht. Leistung wird heute vorausgesetzt, das ist auf hohem Niveau kein Profilierungskriterium.
DOROTHEE ECHTER: Es geht auch nicht um Zufall oder Glück, auch wenn viele Erfolgreiche das selber glauben. Alle grossen Karrieren folgen einer universellen inneren Dynamik. Wir haben die fünf entscheidenden Dimensionen entdeckt, mit denen Menschen ein Maximum aus ihren Möglichkeiten herausholen können. Es gibt so viele Mythen und trügerische Ratgeber zum Thema Karriere – hier tut mehr Klarheit not.

Könnte es sein, dass viele der sehr Erfolgreichen nie ein Buch gelesen haben über die Frage, wie man Karriere macht?
ECHTER: Das ist gut möglich, jedenfalls sagen viele von ihnen verwirrende Sachen, wenn sie nach den Gründen ihres Erfolgs gefragt werden. Manche machen tatsächlich eine grosse Karriere, ohne die Regeln zu kennen. Viele andere aber stagnieren frühzeitig, weil sie sich komplett falsche Vorstellungen von den entscheidenden Faktoren machen. Sie denken, eine grosse Karriere mache einsam, man müsse sich dafür verbiegen, müsse andere ausnutzen und zum Egomanen werden.
ASSIG: Oder sie glauben, es zahle sich aus, sich über Kritik an anderen zu profilieren. Tatsächlich gewinnt der Aufmerksamkeit, der andere kritisiert, aber er erhält dafür weder Wertschätzung noch Gefolgschaft. Kritik ist immer ein Karrierekiller, eine Zeitverschwendung. Besser ist es, den Fokus darauf zu richten, wofür man steht und wie man die Welt verbessern möchte. Es ist eine folgenschwere Grundsatzentscheidung, ob man ein Problemvergrösserer oder ein Problemlöser sein will.

Am Anfang vieler grosser Karrieren steht doch nicht der Drang zur Weltverbesserung, sondern das Bedürfnis nach Profilierung und Anerkennung.
ASSIG: Entscheidend sind die fünf folgenden Kompetenzen: Die Ambition wachsen lassen – Das Können entwickeln – Die Psyche stabilisieren – Positive Resonanz erzeugen – Die eigene Bühne gestalten. Zu Beginn einer Karriere geht es tatsächlich oft darum, das eigene Ego aufzuladen und zu stärken. Wer in einem Konzern aufsteigen will, braucht eine Portion Selbstüberhöhung. Kein Mensch kann sich auf gänzlich realistischer Grundlage einbilden, er sei in der Lage, eine grosse Organisation zu führen. Nur wenn er sich diese Fähigkeit selber zuschreibt, sind auch die Angestellten dazu bereit.
ECHTER: In einer zweiten Karrierephase ist dann allerdings nicht mehr Egomanie gefragt, sondern psychische Disziplin und Kontrolle des Egos. Nachhaltig gelingende Karrieren sind immer stark wertegetrieben. Nur so lösen sie dauerhaft positive Resonanz aus.

Inwiefern unterscheidet sich die Ambition, die sie als Fundament jeder Karriere bezeichnen, vom simplen beruflichen Ehrgeiz?
ASSIG: Ambitioniert bedeutet anspruchsvoll – bezogen auf die eigenen Ziele, aber auch auf das Umfeld. Ambition will etwas in die Welt bringen, etwas schaffen, was über die eigene Person hinausreicht und andere beflügelt. Ehrgeiz dagegen kann sich auf Äusserlichkeiten wie Geld, Macht oder Berühmtheit beschränken.

Wie entsteht Ambition?
ASSIG: Die Frage ist vielleicht eher, wie Ambition verkümmert. Kinder sind angetrieben von Lerneifer, saugen das Neue auf wie ein Schwamm, wollen alles wissen. Dann werden sie darauf getrimmt, keine Fehler zu machen, ihre Fertigkeiten in einem Bereich zu perfektionieren, einen sicheren Job zu finden. Viele Menschen bauen zu stark auf die Pfeiler Geld und Sicherheit und geben sich mit einem Bruchteil dessen zufrieden, was möglich wäre. Ich kenne zahlreiche Manager, die in der Zufriedenheitsfalle stecken. Sie beugen sich fremden Erwartungen und werden so fürstlich für ihre Anpassung entlöhnt, dass sie lieber ihr Gesicht verlieren als auf die Belohnung zu verzichten. So machen sie mittelprächtige statt grosse Karrieren.
ECHTER: Es gibt eine einfache Frage, die hilft, den eigenen Antrieb besser zu verstehen: Dominiert der Wunsch, etwas zu bekommen, oder das Bedürfnis, etwas in die Welt zu bringen?

Sie betonen die Bedeutung einer stabilen Psyche. Dabei gibt es viele Beispiele von psychisch labilen Persönlichkeiten, die Grossartiges geschaffen haben.
ECHTER: Wir sagen damit nicht, sehr erfolgreiche Menschen dürften keine Hochs und Tiefs durchleben. Aber Menschen, die eine grosse Karriere machen, verstehen es, ihre Emotionen zu regulieren. Wichtig ist, zu verstehen, dass unsere Psyche grundsätzlich nicht auf eine grosse Karriere vorbereitet ist und sich das Unbewusste deshalb oft gegen Erfolg wehrt. Es weiss, dass es viel bequemer ist, von Ruhm zu träumen, als sich wirklich auf die grosse Bühne zu stellen. Den meisten Menschen fällt es leichter, sich mit Misserfolg als mit grossem Erfolg zu identifizieren.
ASSIG: Es gibt viele Beispiele, die zeigen, dass Menschen im Moment des Durchbruchs eine Art Erfolgsschock erleiden: Das kann von plötzlichem Leistungsabfall bis hin zu Erstarrung, Depression oder Grössenwahn reichen. Wer sich unbewusst vor Erfolg fürchtet, nimmt Zuflucht zu Glaubenssätzen wie: «Als Künstler lebe ich am Existenzminimum, es sei denn, jemand entdeckt mich.» Oder: «Als Frau schaffe ich es nicht bis ins Topmanagement, weil das Unternehmen männlich geprägt ist.» Oder bei Sportlern: «Ich bin vom Verletzungspech verfolgt.»

Manche dieser Sätze sind ja nicht a priori falsch.
ASSIG: Aber sie unterliegen einem grundsätzlichen Missverständnis. Es ist nämlich nicht so, dass sehr erfolgreiche Menschen eines Tages auf die perfekte Bühne gebeten würden – sie schaffen sich diese Bühne selber. Sehr viele Menschen arbeiten nicht in dem Umfeld, in dem sie sich ideal entfalten können. Es ist deshalb eine ebenso schwierige wie wichtige Aufgabe, zu spüren, welches die richtige Bühne ist, und trotz ungewissem Ausgang alles daran zu setzen, diese Bühne zu betreten. Die besten Jobs sind niemals ausgeschrieben – sie werden von den Erfolgreichen selbst geschaffen.
Kontakt und Information:
AssigundEchter@topmanagement-seminare.com

Literatur: Dorothea Assig, Dorothee Echter: Ambition. Wie große Karrieren gelingen. Campus Verlag 2012. 320 Seiten. 35,90 Fr.



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45 Kommentare zu “«Die besten Jobs sind niemals ausgeschrieben»”

  1. Christoph Sievers sagt:

    Ich finde diese Analyse sehr punktgenau und zutreffend. Leider lässt sich im Umkehrsatz heute oft beobachten, dass ursprünglich fähige und die (Geschäfts)Welt bewegende Leute sich im Zeitverlauf und mit zunehmender Alterung an ihre als angestammt betrachtete Positionen klammern. Anstatt dass sie den Mut aufbringen, zu neuen Ufern und Erlebnissen aufzubrechen. Persönliches Verharren führt zwangsläufig in solchen Situationen zu betrieblicher oder politischer Stagnation und einem Klima der Verunsicherung.

  2. Hans Saurenmann sagt:

    Karriere machen ist nicht das Ei des Kolumbus, wenigsten war es nie fuer mich. So viele Flaschen in Fuehrungs-Positionen, da Frage ich mich einfach, wie all die Auslese vonstatten geht. Ein Rueckblick, habe ich Karriere gemacht? NEIN, habe ich eine Position erreicht, die andere als Karriere ansehen, JA. In zwei Monaten bin ich 69 Jahre alt und schaffe spielend Assessments mit Erfolg, der naechste Sprung ist vorprogrammiert, wenn ich will. Geniesse mein Alter, und lache verschmitzt hinter den Stockzaehnen wenn ich die Juengeren sehe wie sie sich abmuehen, MIT ERFOLG, wir geniessen unser dasein und haben festgestellt das die nach 65ziger einer ganz anderen Kategorie angehoeren, wir treffen uns am Fruestueck, oder Mittagessen praktisch taeglich, zu passenden Zeiten. Ist es jetzt Zeit zum Buecherschreiben? Glaube kaum! Geld brauche ich auch nicht, Gesund bin ich und habe einen Job den ich mir selbst erarbeitet habe und in keinem Inserat zu finden ist unter der Rubrik Americas, lese FT, TA, Blick, Spiegel und andere auslaendische Zeitungen taeglich und bin natuerlich wacker am bloggen um den juengeren Jahrgaengen tuechtig einzuheizen!!Einen Karrieren Berater brauche ich nicht

  3. Häberle sagt:

    Ich frage mich, weshalb diese Erkenntnisse nicht in die Ausbildungen einfliessen, welche hauptsächlich auf das Wissen und das Managen zielen, aber selten auf persönliche Faktoren wie «Psyche stärken». Auch wenn jeder Mensch davon eine andere Auffassung hat, wäre es doch gut, auch die Psyche zu trainieren, zum Beispiel im Umgang mit Niederschlägen oder Mobbying. Wie gelingt das am besten? Einerseits durch genügend Erholung (die meisten erfolgreichen Menschen leiden an Schlafentzug), Hobbies zum Ausgleich und intakte Beziehungen-. Aber das widerspricht der Auffassung wenn man erfolgreich sein will, muss man hart arbeiten. Heisst den hart arbeiten auch 12 Stunden Tage absolvieren, oder kann man auch mit einem 60% Pensum erfolgreich sein?

  4. Hans Saurenmann sagt:

    Ich glaube das Pensum kann auch mit 60 % erreicht werden, was gefragt ist Instinkt und Organisationstalent, natuerlich Psyche trainieren gehoert zur Grundausstattung, Niederschlaege und Mobbing staehlern den Geist und Koerper. Habe bei der SWISSAIR klassischen Unterricht erhalten und mich mit Haenden und Fuessen dagegen gewehrt, war ein hoffnungsloses Unterfangen wie die Geschichte lehrt und bin nach Florida uebersiedelt in der Erkenntnis das die Flaschen durch Dick und Duenn zusammenhalten bis die Firma untergeht. Intakte Beziehung ist ein muss, aber leider in den Fuehrungs Etagen meistens nicht vorhanden. Das Anforderungs Profil fuer Fuehrungs Kraefte ist falsch, was das ehtische in der Wirtschaft fuer einen Platz hat, koennen wir zur Zeit mitverfolgen bei den Wirtschafts-Ethikern. Heute ist ein Typ der Nanobot gefragt der absolut selbstaendig ist und kein zugeteiltes Buero an einem Firmensitz hat. Wohn- und Arbeitsort sind mobil und das BlackBerry ein muss.Falsche Fuerungskraefte braucht es nicht, sondern Praktiker die es koennen, der Buerokrat hat ausgedient in der heutigen mobilen Welt!!

  5. Mark Mathis sagt:

    “Den meisten Menschen fällt es leichter, sich mit Misserfolg als mit grossem Erfolg zu identifizieren.” Na sicher, deswegen ist die Welt ja auch voll von Konformisten, die alles dafür tun eine Hierarchiestufe aufzusteigen, oder sich ein möglichst schönes Auto auf Pump anzuschaffen. Frau Assig und Echter mögen Erfahrung im Umgang mit Prominenten haben, aber “die meisten Menschen” gehören nicht zu dieser Gruppe.

  6. Daniel Wigger sagt:

    Leute in Führungspositionen waren meistens zufällig am richtigen Ort zur richtigen Zeit. Eine Beförderung können sie gar nicht planen. Wenn gerade nicht noch ein besserer Kandidat zur Verfügung stand, wird er/sie halt genommen. Deshalb “sagen viele von ihnen verwirrende Sachen, wenn sie nach den Gründen ihres Erfolgs gefragt werden”, wie Frau Echter sagt. Denn der Kandidat und seine Vorgesetzten wissen gar nicht, dass er erfolgreich sein kann. Wenn sie die richtigen Eigenschaften haben, bleiben sie auf ihrem Posten bzw. werden befördert, wenn sie es nicht schaffen werden sie wegbefördert, degradiert oder entlassen. Schlussendlich verharrt jeder an seiner Stelle, wo er gerade noch nur knapp überfordert ist (Peter’sches Prinzip).

    Erfolg auf jeder Führungsposition liegt im wesentlichen auch an der Qualität der Umgebung, sprich der Mitarbeiter. Eine Firma oder Firmeneinheit zu führen mit guten Mitarbeitern ist einfach. Und solange alle motiviert mitarbeiten, ist der Erfolg praktisch gegeben. Deshalb hält die Wirtschaft auch relativ viele schlechte Manager und furchtbare Führungspersönlichkeiten aus. Sie werden dann zu teilweise massiv übertriebenen Bedingungen bei der Stange gehalten und bleiben relativ lange erfolgreich, bis externe Faktoren dazu führen, dass man erkennt, dass sie Fehler begehen. Dann werden sie entlassen, degradiert oder wegbefördert.

    Und das Spiel beginnt von vorne.

  7. Stadelman Reto sagt:

    Ich bin fast zu 100% einverstanden mit dem Artikel. Eine Ausnahme mache ich am Anfang: Glück gehört auch zu einer guten Karriere! Ohne Glück geht es nicht und dies zu verleugnen ist der erste Schritt in die falsche Richtung. Aber sicherlich, wenn neben Leistung die obigen Werte ebenfalls stimmen, dann kommt man sehr viel eher gross raus als wenn man einfach nur auf Glück setzt.

  8. Pius Meier sagt:

    “Das Ego kontrollieren” hmmmmm…..wie soll das gehen? Also wer kontrolliert denn da das Ego? Der Verstand? Ist der nicht selbst zu sehr mit dem Ego verknüpft? Ich glaube nicht das irgend etwas kontrolliert werden kann. Mann kann das Ego aber erkennen, seine Strukturen und seine Dynamik verstehen lernen und dann kann man mit ihm gut leben, so wie mit einem guten Freund. Dann macht der Efolg auch Freude. Ich habe fast das Gefühl, dass das Leben vieler ohne dieses Buch erfolgreicher sein wird.

  9. Alfred Siffert sagt:

    Wer wird Mitläufer, wer wird Leitfigur?

    Ich weiss nicht, welche Firmen die beiden Frauen bzw. welche Karrieren diese beiden Frauen analysiert haben. Ich war bei zwei Grossbanken, drei Jahre in einem grossen Anwaltsbüro und zweimal beim Bund und zweimal in der Privatwirtschaft. Aber die Realität ist total anders.
    Paar anonyme Beispiele gefällig aus meiner PRAXIS? Ich hab mal fünf Karriere-Beispiele: 1. Der Golden-Spoon-Boy. Vater gründet Firma. Schuftet übermenschlich. Am Schluss über 100 Mitarbeiter, Sohn oder Söhne übernehmen. Diese setzen dann in 10 Jahren 200 Mio in den Sand mit Projekten, die nüchtern betrachtet nie aufgehen können. Dafür schnelle Boot, Autos, Hochzeiten im Zirkuszelt, Firmenfeiern mit Budget 2000 Franken pro Mitarbeiter. Im VR sitzen natürlich Familienfreunde, man unternimmt nichts. Erst nach die Bank auflagen betreffen Management macht, stabilisiert sich die Firma. 2. Der 1291-Burger: Vater war Präsident, Anwaltsbüro, Lokalpolitiker, Investor, seit 1291 am gleichen Ort Wohnhaft. Sohn fliegt vom Gymmer. Matur an Privatschule. Sohne fliegt aus Uni. Also Uni im Ausland. Anwaltsprüfungen ohne Probleme bestanden, weil die Kollegen vom Vater den Sohn schon bevor er was sagt (!) loben. An den schriftlichen Prüfungen schreibt der Sohn anstatt seine Prüfungsnummer den prominenten Namen oben rechts. Sohn übernimmt Kanzlei, erhält ebenfalls VR-Mandate etc. 3. Die Assistenten: Drei Kollgen X, Z und Y studieren gemeinsam an der Uni. X und Z und Y sind im gleichen Bundesamt als wiss. Mitarbeiter. Nur X macht Karriere und gelangt in die Chefetage. Z und Y sind im Keller und spielen an mechanischen Geräten rum. Z und Y gehen in die Privatwirtschaft. Noch in der Probezeit werden beiden (!) wegen mangelnden sozial-Kompetenzen freigestellt bzw. gekündet. Nach 1 Jahr sind beide wieder im Amt. Einstieg erfolgt dank X (mitlerweile wieder befördert) sofort auf Ebene Kaderstufe II. Nach 2 Jahren sind X, Z und Y die Nummern 2, 3 und 5 im Amt. 4. Der Chef-Chef. Ehrgeiziger, deutscher Student. Praktikum in einem Amt. Arbeitet nichts. Bekommt Auftrag vom Chef, wittert die Chance seines Lebens. Arbeitet bis zum umfallen. Liefert perfekte Arbeit ab. Freunde sich mit Chef an, indem er das extreme spezielle Gedankengut vom Chef übernimmt und verinnerlicht. Man trifft sich regelmässig zu freundschaftlichen Gesprächen bei denen über Ausländer geschimpft und die EU verunglimpft wird, man wird dick befreundet. Chef Adoptiert Praktikant. Stellt Praktikant fest ein. Praktikant hat fixen Lohn, muss wenig arbeiten und kann quasi auf Staatskosten Doktorieren, LLM machen, MBA machen, da er vom Chef immer freigestellt wird zu vollem Lohn. Dann sofort Kaderposten. Als der Chef vom Parlament abgewählt wird, erhält der Windbeutel sein eigenes Amt und alle staunen ab der Karriere. 5. Quereinsteiger als aktuellstes Beispiel: High-Tech-Firma mit über 200 Mitarbeiter. Alter Patron. Junger Ingenieur kommt aus reicher Familie. Dandy, mittelmässig begabt. Arbeitet gelangweilt, hat genug Geld = was solls. Misserfolge oder Karriere interessiert ihn nicht. Geht um 17 Uhr nach Hause. Kündigung angedroht. Reisst plötzlich grosse Sprüche an einer Sitzung. Patron beeindruckt. Bekommt vom Patron fast fertiges Projekt, nachdem ein (der) geniale Projektleiter verunglückt ist. Muss das Projekt nur noch ausdrucken. Finanzieller Grosserfolg. Patron bietet dem Quereinsteiger 20% der Firma an. Papi vom Quereinsteiger schiebt das Geld rüber. Quereinsteiger kommt in GL etc. etc.
    Dann gibt es noch die „Der-Tag-hat-24-Stunden-Workaholic“ die Karriere machen, weil sie nahezu nonstop 0815-Arbeit abliefern. Oder dann die „die über Leicher-Geher“, die mit Ihren Stahl-Ellenbögen alle wegmobben, die im Weg sind und und und. Aber das kennt man ja alles.
    Ich würde meinen, in all den 30 Jahren waren die Topkarrieren, die ich beobachtet habe, ALLE, ALLE mindestens so kurios wie die oben Beschriebenen. Meine BWL-Unikollegen, geniale Köpfe, futuristisch, Schnelldenker, kreativ. Die sind heute alle unter die Räder gekommen und berichten ebenfalls, wie merkwürdig-zufällig-quer Karrieren zustande kommen.

    Ich kenne nur zwei Fälle von Hunderten, in denen eine Firma bzw. ein cleverer HR-Manager gezielt einen klugen Kopf ausgewählt (zurecht ausgewählt), ausgebildet, auf Weltreise geschickt, finanziell unterstützt etc. und bis in die GL (über 8000 Angestellte) gepusht hat. Dann sind tolle, humane, solide, clevere Top-Manager. Aber sonst: alles Intrigen, Geld, Zufälle, Seilschaften, Ungerechtigkeiten.

    Ich selber bin seit ca. 8 Jahren im mittleren Kader und verdiene gut. Habe keine Komplexe oder Neid. Das sind neutrale erzählte Geschichten.

    Für mich gibt es zwei Hauptfaktoren in dieser unglaublichen Karrierewillkür: A). Die HR-Abteilungen sind miserabel besetzt, psychologisch völlig nicht ausgebildet und viel zu abhängig. In der HR-Abteilung muss der BESTE in der Firma sitzen. Unabhängig, maximal gut ausgebildet. Oft aber hat es gestylte Frauen, die vielleicht als Krankenschwester angefangen haben und heute “Chef HR” sind und mit einem BMW-Cabrio zur Arbeit fahren. Und wenn einer mit seiner Seilschaft kommt, der Filz anfängt zu blühen, dann knicken die HR-Abteilungen um wie Zündhölzer. Ich hab schon live gehört, wie ein Chef sagt: die Stelle als Vizedirektor wird bei admin.ch nicht ausgeschrieben. ICH habe den Neuen schon bestimmt. Und bei einer Grossbank wurde ich Zeuge, wie ein Abteilungschef der HR-Abteilung gesagt hat: “Den Bonusplan habe ich leicht ändern müssen. Bitte beachten Sie meine Korrekturen”. Und natürlich waren die Boniausschüttungen danach irre unfair. Highlight war, wie eine HR-Fachfrau mit einem GL-Mitglied (Biologe) und mir zusammen einen promovierten Naturwissenschaftler interviewte, und die Kandidaten dann von seiner (für die Stelle nicht relevanten Tätigkeit) Tätigkeit in der Weltbank berichtete und die beiden so taten, als wüssten sie, um was es geht… Und dann kam die Frage: „Ist Harvard wirklich viel besser als die Uni Freiburg…?“
    B.) Filz und Seilschaften haben sich in der Schweiz wie in Italien die Mafia eingenistet. Niemand kann einer Seilschaft, die von einer GL ausgeht und einen befreundeten Favoriten in ein Rennen um eine Stellenbesetzung schickt ungestraft das Seil durschschneiden. Fähige Mitarbeiter ohne Beziehungen sind in der Regel verloren. Ich habe es nur EINMAL erlebt, dass ein CEO (erst kürzlich) den Mut hatte und an der GL-Sitzung die Frage gestellt hatte, warum denn alle den Meier wollen, der Müller sei doch viel besser qualifiziert. Genutzt hat es nichts. Er muss dafür seinen neuen Dienstwagen ein Jahr länger fahren und an der aktuellen GL-Oster-Reise nach XY konnte er nicht mit, weil er zwei Reporte nachbessern musste. Diese “Schmach” war deutlich genug: frage nie nach, wenn die Andern sich schon entschieden haben.

    Es fehlen Akademiker mit Schneid und Charakter, die Aufstehen und kritisch hinterfragen, was denn der Meier besser macht als der Müller. Es fehlen HR-Profis, die unabhängig und mächtig sind und selbst bei GL-Stellen mit grossem Gewicht professionell wichtige Akzente bei der Stellenbesetzung geben.

    Mein Fazit: es ist sehr, sehr traurig zuzusehen, wie in der Schweiz Stellen unter der Hand weggehen und fähige, junge Leute im Kreis drehen. Schade. Aber die Grundhaltung ist: never change a runing System. Solange die Projekte laufen und die Zahlen stimmen, wird in solche Spiele nicht eingegriffen… Die Frage ist aber, was hätte man für Gewinne, wenn die richtigen Leute dahinter wären?

  10. Fritzli sagt:

    Ich denke, viele Menschen sind an einer sogenannten grossen Karriere gar nicht interessiert, weil sie nicht ihre Gesundheit und Lebensfreude einer Karriere opfern wollen, die nur all zu oft von Machtkämpfen, Intrigen, Mobbing usw. geprägt ist. Ist es das wert? Nein, denn auch die grossartigste Karriere endet sechs Fuss unter der Erde oder im Krematorium.

  11. maurus candrian sagt:

    zu den besten jobs kommen doch in den allermeisten fällen jene, welche zum filz gehören, oder dann allenfalls noch jene, welche sich denjenigen, welche die macht usurpiert haben, anbiedern. in den allermeisten fällen handelt es sich dabei – leider – nicht um die fähigsten, die eigenständig denkenden, die wirklich besten. wir sollten wenigstens die allerwichtigsten schlüsselpositionen in wirtschaft und staat endlich mit den auch wirklich besten köpfen besetzen, und sehr vieles könnte selbst in der ch, wo es uns im allgemeinen ja (noch) recht gut geht, noch bedeutend besser sein.

  12. ruedi sagt:

    @siffert. interessanter bericht, danke! vielen unter uns wird in den schulen und im elternhaus kritisches denken eingepflanzt, doch die erfahrung, dass kritisches denken nur dann erfolgreich ist, wenn es von den meisten mitgetragen wird bzw. wenn es schlicht und einfach mehrheitsfähig ist, lernen wir by doing. ergo: es ist die flexible, mehrheitsfähige idee, die funktioniert. und wer nicht bereit ist kompromisse – hinsichtlich auch der qualität – zu machen, der kann nie erfolgreich sein. daher fällt es den opportunisten die karriereleiter emporzusteigen auch viel einfacher. menschen mit (fixen) ideen, haben mehr mühe eine mannschaft zu bilden. auch ich habe auch schon einige jahrzehnte in vielen bereichen gearbeitet und will meine erfahrungen kurz zusammenfassen, nicht zuletzt, weil mir der artikel zwar richtig, aber ergänzungsbedürftig daher kommt. klar, es gibt menschen die erfolge fürchten, aber nicht nur weil es bequemer ist den erfolg zu erträumen, sondern weil sie es sich zu wenig zutrauen.

    es gibt in meiner wahrnehmung nicht nur mitläufer oder leader; im folgendenden drei unterschiedliche typen der erfolgreichen:

    1) der kollektiv-getrimmte mensch: will nur ein funktionierendes teilchen sein, dass den anderen teilchen wohlgesonnen ist und keinerlei probleme verursachen. sein motto: das ganze ist mehr als der einzelne. sein erfolgsrezept: weil ich gut und nett bin, wollen mich meine mitarbeiter an vorgesetzten.

    2) der individualist: kommt dem erfolgreichen karrieristen im artikel am nächsten. schafft seine eigene (manchmal geniale) welt und ist trotzdem teil der vorhandenen struktur. ein emanzipatorischer trieb leitet ihn, der ihn unverzichtbar macht, da er einerseits unersetzlich macht, aber trotzdem sich an die abteilung bindet und ihr neuen drive gibt, indem er sich eben selbst enfaltet. quasi ein einzelgänger, der chef über sich ist und dessen arbeitsleistung die leistung der ganzen abteilung katalysiert. sein motto: umso mehr ich mich selbst entfalte, desto mehr kann die firma davon profitieren. sein erfolgsrezept: ohne maradonna hätte argentienen niemals gewonnen!

    3) der führertyp: der einzige, der selbst eine bühne schafft, ohne bühnenbildner zu sein. nummer 1 und 2 sind sachorientiert, 3 ist machtorientiert. will die wichtigsten positionen besetzen mit talentierten, aber unterwürfigen menschenmaterial. geht sehr analytisch vor und hat sicherlich keine angst vor erfolg.

    alle drei können hoch hinaus, wobei 3 die besten karten, weil er zielorientiert ist, 2 ist abhängig vom zusammenspiel umfeld und seiner idee, 3 ist total abhängig vom umfeld, ohne eine idee zu haben.

    schöne ostern!
    grüsse, ruedi

  13. lukas sagt:

    das erwähnen die zwei ladies wohl auch nur prominent, um sich nicht selber den wind aus den segeln zu nehmen: “Es geht auch nicht um Zufall oder Glück, auch wenn viele Erfolgreiche das selber glauben.”

  14. Stadelman Reto sagt:

    @siffert
    Aber das weis man doch schon lange. Ich möchte ihnen in keiner Weise auf die Zehen stehen, aber diese Muster die sie beschreiben muss man von vornherein weg lassen, sonst zeigt sich schnell das man, egal wie gut man ist, keine Chance auf Erfolg hat. Denn ich schätze das 80% aller Stellen so besetzt werden. Das macht Depressiv und Krank.
    Trotzdem danke dafür das Sie ihre Erfahrungen mit uns geteilt haben. Es sind zwar nicht gerade diese Worte die man gerne hört, aber es entspricht wohl der Wahrheit…
    Das einzige was noch ergänzt werden sollte an ihrer Story, früher nannte man das Ganze „Vitamin B nutzen“ und war eher verpönt, heute nennt man es „Networking“ und es ist offiziell eine Fähigkeit oder Fach das man Nutzen muss um weiter zu kommen… Ich finde das irgendwie verkehrt. Ich halte das für falsch und bin trotzdem genötigt das Falsch zu tun um weiter zu kommen… Das ist für mich ein Grund mir ernsthaft zu überlegen ob ich mich überhaupt abmühen möchte…

  15. Hans Saurenmann sagt:

    Das ist der beste Blog den ich je gelesen habe zu diesem Thema, alle Ausfuehrungen zusammengemischt wuerde ein Buch fuellen mit tollen Anleitungen fuer jedes Unternehmen.
    Bin so froh dass ich nicht der einzige bin der zu dieser Schlussfolgerung gekommen bin, schoene Ostern und es Gruessli us Florida

  16. Mein Tipp: Man wirke wie die zwei Damen berichten aber handle nach dem kleinen Machiavelli.

  17. Bojan Antonovic sagt:

    @Alfred Siffert: Einverstanden, und sehr traurig, was sie geschildert haben. Seilschaften haben die Effizienz von allen Systemen wie dem Kommunismus, Feudalismus & Co ruiniert (lassen wir die Moral dieser Systeme mal beiseite). Der Kapitalismus lebt(e) bisher am längsten, weil er die Seilschaften durch Profitgier (am ehesten) aufbrechen konnte. Doch gegen dumme und/oder kostspielige Erben, wie in zwei obigen Fällen, scheint noch kein Kraut gewachsen zu sein. Schlussendlich werden alle negativen Seilschaften durch den Bankrott beendet. Leider knall es seit dem Fall der Swissair immer häufiger, und ich befürchte das Schlimmste für die Schweiz! Griechenland ist an den Seilschaften schon gestorben. Serbien ist “Bruder im Geiste” von Griechenland. Jedoch, weil Serbien in die EU will, werden sie schon seit Jahren von der EU und dem IWF geprügelt und durchgeknetet, damit die Seilschaften verschwinden. Der serbische Karren hat sich in Bewegung gesetzt, der griechische wird noch.

  18. Alena sagt:

    “Kritik ist immer ein Karrierekiller… Besser ist es, den Fokus darauf zu richten, wofür man steht und wie man die Welt verbessern möchte. Es ist eine folgenschwere Grundsatzentscheidung, ob man ein Problemvergrösserer oder ein Problemlöser sein will.”
    Diese Passagen bringe ich nicht zusammen. Weltverbesserung ohne Kritik? Kritisieren = Problemvergrösserung? Kann mir da mal jemand auf die Sprünge helfen?
    Ich pflichte der Aussage bei, dass Kritik schlechthin als Karrierrekiller wirkt. Meiner Erfahrung gemäss werden jedoch oft nur schon angestossene Problemlösungs- resp. Optimierungsmöglichkeiten als implizite Kritik aufgefasst und dementsprechend sanktioniert. Damit wäre ich dann wohl wieder bei @ruedis Unterscheidung zwischen sach- und machtorientierten Typen resp. bei den von @alfred siffert erwähnten Seilschaften angelangt. Führertypen – aber auch ihre unterwürfige KollegInnen oder Angestellten – akzeptieren keine Veränderungen, die an irgendetwas rütteln, was ihre Position resp. ihre tägliche Routine gefährden könnte.
    Meine Erfahrung als einfache Angestellte ist die, dass oft bereits das Mitdenken von vielen Kaderpersonen nicht mehr gefragt ist. Oder dann wird man gleich zu deren Handlager und mit der Erledigung der verbesserungsbedürftigen Aufgaben betraut, ohne jedoch dafür mit Anerkennung oder Lohn resp. zusätzlicher Arbeitszeit entschädigt zu werden, auch wenn es sich eigentlich um eine Chefsache gehandelt hätte.
    Ich habe mich schon oft gefragt, warum ich es bislang noch nicht gewagt habe, mich für eine Leitungsposition zu bewerben. Wahrscheinlich weil ich die Anforderungen an die fachlichen und persönlichen Kompetenzen der Personen in Leitungspositionen weit höher ansetze, als es meine bisherigen Vorgesetzten getan haben.

  19. simon hübscher sagt:

    “Ambition will etwas in die Welt bringen, etwas schaffen, was über die eigene Person hinausreicht und andere beflügelt. Ehrgeiz dagegen kann sich auf Äusserlichkeiten wie Geld, Macht oder Berühmtheit beschränken.” Sehr gut auf den Punkt gebracht, aber Firmen wollen kurzfristig Gewinne einfahren und sind ergeizig, suchen daher kurzfristig, materiell orientierte Ehrgeizige. Ambitionierte sind Patrons, die in ihrer Firma etwas bewegen wollen und können. Sie denken langfristig, da ihre Firma nicht vom Quartalsbericht abhängig ist. Nun haben leider Patrons mit ihren Visionen geben gegen Manager mit ihren Zahlen keine Garantien für kurzfristigen Gewinn, daher scheint mir der Text zwar gut gemeint, aber nicht der Realität entsprechend.

    Tolle Beiträge!

  20. Alain de la France sagt:

    Karriere kann verschieden definiert werden.
    Einerseits eine sog. Karriere mit Prestige in der hierarchischen Linie (Linienfunktion).
    Andererseits eine in seiner Sparte, in seinem Fach, die auch Befriedigung bietet.
    Die Nachgenannte kann sogar durch Hochbefoerderung zerstoert werden (Peter-Prinzip).

  21. Alain de la France sagt:

    Karriere ist wie eine eigensinnig-launische Diva, kann aber verfuehrerisch ein.
    Schon Odysseus musste Wachspfrpfen zu Hilfe nehmen, wegen den Sirenen …

  22. Häberle sagt:

    Die Diskussion hier ist wirklich interessant. Und bringt ein paar alte Erinnerung hoch.

    Bevor ich mich selbständig gemacht habe, war ich in einer internationalen Firma tätig. Ich war 28 Jahre jung und total begeistert von meinem Job. Man hat mir viel Verantwortung anvertraut, den Aufbau einer eigenen Abteilung, das Führen von Mitarbeitenden. Ich gab alles. Das fiel auch meinem Chef auf, der sich nicht nur für meine beruflichen Fähigkeiten interessierte. Als ich mich gegen eine Affäre mit ihm gestellt habe, wurde ich zurück gestuft auf eine Ebene tiefer, mein Ausbildungsbudget wurde gestrichen und ich wurde ständig kritisiert. Zur Rede gestellt, kamen nur Ausflüchte. Logisch war ich am kürzeren Hebel und habe gekündigt. Keine schöne Erfahrung für eine junge Frau! Von wegen Mobbying und Rückschläge stärken den Geist (@ Hans Saurenmann), das hinterlässt Narben und Verlust von Vertrauen. Hätte ich mit mehr Männern im Business geschlafen, wäre ich schneller vorwärts gekommen. Das ist traurige Tatsache.
    Ich habe meinen Weg anders gemacht, bin in die Selbständigkeit gegangen und kann mir heute die Menschen aussuchen, mit denen ich zusammen arbeite. Aber dieses Glück hat nicht jeder.

    Ich wünsche mir mehr Ethik, mehr Verantwortung, mehr echte Chancen für talentierte junge Menschen!

    Frohe Ostern allen!

  23. E.H.Roth sagt:

    Ich erlebe die Arbeitswelt seit bald 30 Jahren wie Alfred Siffert sie beschreibt … Filz, Betrug und Korruption. Nichts da mit Disziplin, Leistung und Regeln etc. wie es die beiden Frauen im Artikel beschreiben.

  24. Alain de la France sagt:

    @Haeberle:
    Ich hoffe, dass es Ihnen in der Selbststaendigkeit gut geht.
    Joyeuses Paques aussi pour vous…

  25. Hans Saurenmann sagt:

    In eigener Sache; Es gibt sie doch noch Mann/Frau mit Grundsaetzen, Ethik, Standards, wir sollten eine Not-For-Profit Gruppe bilden und unser Wissen zum Wohle gleichgesinnter in einem losen Verbund einbringen, scheint auch ueber die kleine Schweiz anklang gefunden zu haben, einen Blog, ein Buch, die Moeglichkeiten sind viele, also eine kleine Klagemauer mit Resonanz. Bin weder ein Vereins Heini, politisch und religioese relativ Unabhaengig und das scheint bei den meisten Blogger der Fall zu sein, meine email unter Maritime Industry ist ring zu finden, es gruessli Hans

  26. Urs Stephan Alder sagt:

    Ein wirklich guter Bericht – und sehr interessante Standpunkte in den Diskussionen!

    Ich bin vollkomen einverstanden mit den Aussagen diverser Kommentatoren/Komentatorinnen, dass ‘Karrieren’ in der Arbeitswelt vielfach durch Vitamin-B, Seilschaften, Networking, zur richtigen Zeit am richtigen Platz, etc. gemacht werden.
    Als (vor längerer Zeit) 30jähriger hatte ich das Vergnügen im Stab des Generaldirektors, einer grossen Bank, beschäftigt zu sein. Ich wunderte mich damals, dass ‘die Welt’ nicht in sich zusammenbricht, ob 12 Direktoren, wovon nur 2 sozial- und fachlich kompetent und die anderen 10 Schönwetterdirektoren, mit teilweise mehr oder weniger ausgeprägten Elementen wie, aufgeblasen, intrigant, Chef-Lobhuddler, Päckli-Schnürer, lauter Polteri (gegenüber unterer Hierarchie), Aktivitäts-Chaot, bis zum subtilen Psycho-Terroristen, etc., ausgestattet waren. Das ist wohl die gaussche Normalverteilung, die sich in vielen Systemen niederschlägt.

    Was ich mich aber ob der Statements frage: Was ist überhaupt eine ‘Karriere’? Meist scheinen doch Elemente wie akademischer Grad, Geld, eine Firma führen, etc. durch. Haben Mutter Theresa, Albert Schweizer, Martin Luther King nach diesen Masstäben eine Karriere gemacht? Sind sie einfach ‘nur’ Persönlichkeiten?

    Für mich persönlich haben die zwei Verfasserinnen des Buchs mit folgenden Statements den Begriff Karriere gut getroffen: ‘Ambition will etwas in die Welt bringen, etwas schaffen, was über die eigene Person hinausreicht…’.Ist die eigene Ambition (Selbstverwirklichung / Leidenschaft) der Dreh- und Angelpunkt und kann diese umgesetzt werden, so sind Faktoren wie akademischer Grad, Geld, Firma führen, höchstens Mittel zum Zweck, um eine Bühne für maximale Performance zu schaffen.

  27. Ein herzliches Dankeschön an die Verfasser f.ihre offenen Worte.Als ich die Leserbriefe gelesen habe, fand ich mich einmal mehr bestätigt.Wie oft habe ich mich schon über Leute gewundert, welche an Top-Stellen herankamen, deren Ausbildung nicht sonderlich gut waren. All die Leserbriefverfasser beweisen mir,dass meine Vefilzungsdevise einmal mehr stimmt u.ich mir diesen Aspekt tatsächlich NICHT nur eingebildet habe! Es sollen sogar Leute in Personalabteilungen sitzen, wo 50% der Personaler nicht einmal wissen, wie man ein Arbeitszeugnis schreibt.Diese Verfilzungen könnte es auch beim Staat geben,wo Kandidatinnen ausgerechnet DORT unterkommen,wo ihre Bewerbungen ohne Vitamin B NIE fruchteten.Sie hat zwar das KV nachgeholt.Wenn jetzt aber jemand anders OHNE Vitamin B dieselbe Ausbildung gemacht hätte, wäre dies völlig wirkungslos verpufft u.hätte NICHT zu einer Stelle beim Staat geführt!. Es wird zwar von den AG immer behauptet,dass sie auf gute Ausbildung, Erfahrung etc. wertlegen würden.Wenn sich dann aber jemand auf ein Stelleninserat aufgrund seiner Qualis meldet,kriegt er die Stelle nicht.Nach all den obigen Leserbriefen, welche diesbezüglich einiges erklären, ist klar woran es mangelt.Es fehlt demzufolge nicht an den Qualis sondern an der fehlenden Verfilzung!

  28. Der Tatbestand, dass täglich Firmen in Liquidation im Moneyhouse veröffentlich werden – z.Zt. scheint es mir mehr als auch schon – beweist – mal abgesehen von den Karteileichen und Briefkastenfirmen, denen mit dem neuen KK-Gesetz den Garaus gemacht wird – dass zum grossen Teil unfähige Manager am Ruder sind, welche zuerst als grosser Hoffnungsträger gelten und mit Lohrberen bevorschusst werden, als guter Grund für die Insolvenzen herhalten können.Und was mir am meisten auf den Wecker geht ist, wenn man dann bei den Arbeitssuchenden, die ja nur durch die Nieten in den Chefetagen arebeitslos wurden, von Eigenverantwortung schwafelt.Eigentlich weiss in so einem Fall JEDER, dass die Uebernahme der Eigenverantwortung begrenzt ist,da Stellensuche ja keine Einbahnstrasse ist, v.a. dann nicht, wenn sich sehr bemühende Arbeitlose anstrengen einen Job zu finden, durch permanente Absagen u.fadenscheinige Ausreden AUSGEBREMST werden! Es gibt tatsächlich Gebiete wo man an die Selbstverantwortung der Leute appellieren müsste, wo es dann komischerweise tunlichst unterlassen wird, warum auch immer!In der Regel hört man ja immer nur von der Eigenverantwortung der AN.Frage: Wo bleibt die Eigenverantwortung der ARBEITGEBER und Konkursiten??? Das Verhalten, welche die Manger heutzutage an den Tag legen, ist eine Bankrotterklärung an ihre Sozial- und Fachkompetenz! Zumal sie ja auch zuerst die Arbeitslosen produzieren und danach an die Eigenverantwortung der Stellensuchenden, appellieren!Dies fängt ja schon beim Vorstellungsgespräch an, wo man die Suchenden mit Fragen, wie z.B. “warum wurden Sie entlassen” löchert, obschon der Kündigungsgrund im Arbeitszeugnis erwähnt ist, und die Suchenden verkriminalisiert werden.Die pot. Arbeitgeber reagieren oft so, v.a. wenn sie genau wissen, dass der Stellensuchende an seiner Entlassung UNschuldig ist und das Gefühl kriegen, dass man ihnen die Nietenkollegen-Manager wie ihr eigener Spiegel vorhält, zumal heutzutage der Löwenanteil der Entlassenen das Resultat der Nieten in der Chefetage u.demzufolge UNschuldig sind!
    Dieser Blog ist sehr gut; dann kann man mal schreiben, was einem schon ewig nervt!

  29. Christian Duerig sagt:

    SIMPLIFIZIERUNG
    Genaue Untersuchungen zeigen ein anderes Bild. Wer Karriere macht, der hat diese nie gesucht. Das Wichtigste was Menschen entdecken und erfinden können geschieht in Abgeschiedenheit. Mit grösster Vorsicht treten diese erfolgreichen an die Öffentlichkeit. Für mich ist Frank Wilczek das beste lebende Beispiel. Sie können ihn auf MIT World näher kennen lernen. Er ist sehr bescheiden geblieben.

  30. Hans Saurenmann sagt:

    Wir muessen nicht gerade mit MIT auffahren, Schuster bleib bei Deinen Leisten also in der Schweiz, wir haben genug Probleme die wir ALLE loesen sollten fuer unsere gestressten Arbeitnehmer mit unseren Fuehrungs-Flaschen. Sollte es zutreffen das 80 % nicht geeignet sind haben wir als Buerger und Eidgenossen (Neutral) Probleme die wir aufarbeiten muessen, damit unser Gesellschaft und Wirtschaft ueberhaupt ueberleben kann. Die Saebel-Rassler haben keinen blassen Schimmer das sie ALLE auf einem Pulverfass, mit brenneder Lunte, sitzen, und jeder in der Schweiz genau weiss, wer sie sind und wie sie heissen. Also obacht wie die taeglichen Arbeiten erledigt werden, ob in der Wirtschaft, Gesellschaft, oder in den Religionen und natuerlich bei den Beamten und Politikern, sowie auch der Obrigkeitigen, Beamte etc. und Presse, gedruckt oder via TV. Der heutige Buerger ist so empoert, muendig und beweglich das kein Kraut gewachsen ist. die Seilschaften, in allen Schattierungen sollten endlich in Ihren eigenen Reihe ausmisten, da kommt mit das Wort “der Krug geht zum Brunnen bis er bricht” in den Sinn, Wacht auf Buerger ALLER Schattierungen, ALLE Buerger sind empoert!!

  31. Peter sagt:

    Dieser Blog spricht mir aus dem Herzen – vor allem die Kommentare – und besonders die von Hans.

    Ich habe nie Lust gehabt auf Nadelstreifen und werde wohl auch nie welche tragen. Ich werde jetzt 48, bin seit 18 Jahren selbständiger (Web-) Programmierer und fühle mich sehr erfolgreich, auch wenn ich meine finanziellen ‘ups and downs’ erlebt habe und ich gerade in einem ‘down’ stecke – und das, obwohl ich immer gut gearbeitet habe.

    Ich hatte und habe es in meinem Beruf mit vielen erfolgreichen Menschen zu tun – und das ist kein Bluff: Dem heutigen Präsidenten meiner ziemlich grossen Stadt, einem Dirigenten, einer sehr talentierten Sprachforscherin, einem Geschichtsdozenten (einem der führenden Spezialisten für mittelalterliche Handschriften), Musikern, FotografInnen, KMU-Chefs, Managern einer Privatbank in der Westschweiz etc..

    Im Moment rennen mir grad die jungen Leute vom Film die Bude ein und ich liebe es, mit ihnen zu arbeiten und zu diskutieren, auch wenn mir das wenig bis gar kein Geld einbringt!

    Mit dem und für den Schweizerischen Gehörlosenbund in Zürich habe ich Lehrmittel auf CD-ROM und eine Online-Datenbank für Gebärdensprache realisiert – was mir sehr viel Spass bereitet hat und äusserst lehrreich war.

    Geld war nie mein Ziel, sondern die Freiheit, die Freude am Machen und an der Sache und auch das Bedürfnis, der Gesellschaft etwas zu geben.

    In so einem grauen ‘Büro’ – ich hab’s ausprobiert – wäre ich wohl bald verschimmelt.

    Der Staat und die Gesellschaft unterstützen leider immer noch dieses verstaubte ‘Büro-‘ Modell aus längst vergangenen Tagen; heute sind Laptops und Smartphones gefragt – wie Hans ganz richtig sagt -, die es uns erlauben, bei einem Cappucino in einem belebten Lokal mitten in der Stadt zusammen neue Ideen auszuhecken und auch zu realisieren.

    Zuvor hatte ich in diesen ‘Büros’ u.a. Pfeifen, Nieten, Flaschen und auch Mobbing erlebt und möchte so etwas nie mehr erleben, wenn es irgendwie geht.

    Das antiquierte ‘Büro’ hat definitiv ausgedient und gehört in’s Recycling!

  32. Alain de la France sagt:

    Vor allem sollte man sich hueten, sich von fremddefinierten Karriereanspruechen unter Druck setzen zu lassen.
    Fremddefiniert kann auch die Eltern, Freunde, Bekannte oder die Firma bedeuten.
    Was fuer Hans gut ist – muss nicht gut fuer Fritz sein …

  33. Krebs sagt:

    Zu der Erkenntnis, zu welcher Frau Dorothea Assig und Frau Dorothea Echter nach jahrelangem Studium gekommen sind, ist alles andere als neu. Bereits vor ca. 40 Jahren habe ich im In- und Ausland diese „Wunschträume“, wie man sich eine Karriere – wenn man überhaupt eine solche machen will – auf- oder verbaut, gelernt. Unter anderem an einer Uni im Bankok, von einem japanischen Professor. Die Asiaten waren uns schon damals meilenweit voraus. Über die Thematik „Wie mache ich Karriere“ gibt es zig Bücher, CD’s und Videos. Die einzige neue Erkenntnis ist für mich, wie clever hier versucht wird ein „neues“ Buch zu verkaufen.
    Walter Krebs, Bern/Bümpliz

  34. Falls in der Arbeitswelt sämtliche Stricke reissen sollten, wäre mal über ein bedingungsloses Grundeinkommen (falls nicht schon geschehen) nachzudenken.Wenn jeder z.B. CHF 1’500.- erhalten würde, sähen die Arbeitgeber, dass man nicht mehr zwingend nur auf sie angewiesen ist, was möglicherweise zu einer besseren Haltung gegenüber den Arbeitnehmern führen könnte.Dann erwachen die AG möglicherweise aus ihrem Dornröschenschlaf und schätzen die AN mehr, da die Arbeit ja dennoch gemacht werden muss. Und das bedingungslose Grundeinkommen würde keine Job kosten, sondern im Gegenteil bessere Bedingungen sowohl für AG als auch AN schaffen, indem sich der AN einerseits nicht mehr so unter Druck fühlen muss u. der AG weniger Personalkosten hat, was die AG u,U. anstellungsfreudiger machen könnte.Jetzt werden Argumente wie Doppelbelastung für den Staat kommen. Aber nein; dies wird nicht der Fall sein, da dann die Kosten für IV, ALK und Sozialämter entfallen und diese auch überflüssig würden.Ich glaube auch, wenn das bedingungslose Einkommen eingeführt würde (wäre mit Abstand in der heutigen Wirtschaftslage das Vernünftigste), dass die Leute dennoch arbeiten würden, da die AN dann durch den Zustupf vom Staat und dem Lohn des AG, wenn auch vielleicht bescheiden, trotzdem gut leben könnten, was wiederum dem sozialen Frieden nütztlich sein wird!. Und das bedingungslose Grundeinkommen wird vor dem sozialen Frieden nicht Halt machen, weil durch mehr Geld dann auch die Binnenwirtschaft gestärkt und somit auch einerseits Arbeitsplätze erhalten und andererseits evtl. neu geschaffen werden können, was dann automatisch zu weniger Arbeitslosen führt!Das heisst ja dann nicht, dass das bedingungslose Grundeinkommen steuerfrei bleiben soll; sonst kriegen wir Zustände wie in Griechenland, wo ja auch bis dato keine Steuern bezahlt wurden u.die Staatskasse so gut wie leer ist. Wenn alle denselben Grundeinkommensbetrag erhalten, wird er auch für alle zum selben Steueransatz versteuert (dieser sollte dennoch nicht zu hoch),sodass immer noch Geld in die Staatskasse einfliessst. Und gesamtschweizerisch dürfte trotzdem ein beachtlicher Betrag zusammenkommen.
    Hingegen weiss ich nicht,ob der Mindestlohn eine gute Idee wäre;meines Erachtens würde der Mindestlohn im Gegensatz zum bedingungslosen Grundeinkommen tatsächlich ein Jobkiller darstellen.

  35. riccardo mendere sagt:

    karriereplanung wird immer wichtiger, weil fast jeder ein stück weit karriere machen will. karriere ist inflationär. eigentlich sollte doch jeder dort eingesetzt werden, wo er brauchbar ist. da wir aber global tätig sind, ändert sich die zusammensetzung der mannschaft immer wieder. eingespielte teams werden rarer, der flexible, der mit sich selbst eine stelle schafft ist somit – wie im artikel beschrieben – der gewinner. die anforderungen sind im sozialen enorm gestiegen. wir müssen mit unterschiedlichen menschen zusammenspielen und in kürzester zeit harmonieren. unsere vorfahren hatten es da schon einfacher. da die jagd erfolgreich sein musste – alle wollten überleben – haben die jäger nur ein kriterium zur aufstellung der jägermannschaft akzeptiert, nämlich die des höchstmöglichen nutzen. wo ist deine stärke, wo kannst du uns etwas zur optimierung beitragen? das ist eben der grosse unterschied zu heute. wir kennen die leute bei ihrer einstellung nicht, kennen nur ihre diplome und referenzen anhand derer wir die mannschaft zusammenstellen. leader sind oft die ehrgeizigen, weil sie viele diplome mitbringen und sich in höheren etagen für unverzichtbar erklärten, nicht zuletzt, weil sich die mannschaft so zusammenstellten, dass niemand die autorität des vorgesetzten in frage stellen konnte. fragen stellen ist bekanntermassen unbequem, aber wenn etwas funktioniert, stellt sich niemand fragen. der wache kreative sieht immer verbesserungsmöglichkeiten, der karrierist kommt nur dann mit lösungen wenn sie wirklich – also wenn die frage des überlebens gestellt werden muss – notwendig ist. es ist nicht viel anders als früher, bei den jägern und sammler, nur dass heute mannschaften immer wieder neu zusammengestellt werden, während man früher ein eingespieltes team war und nur die flexiblen karrieristen spielen mit gutem gewissen das spiel der zusammenstellung, ihre diplome autorisieren sie dafür.

  36. peter kesseli sagt:

    Interessanter als der Frage WIE man Karriere machen kann, ist für mich die Frage nach dem WARUM. Es ist für mich eine Tatsache, dass diese Frage etwas mit unserem SELBSTBEWUSSTSEIN zu tun hat. Das Selbstbewusstsein ist die Bewusstwerdung unseres ICH. Mit eigenen Bedürfnissen wie zum Beispiel Essen und Trinken wird dieses Selbstbewusstsein aktiviert, aber nach Stillen des Bedürfnisses tritt wieder die Frage auf, wie das Selbstbewusstsein gestärkt werden kann. Alle von uns aus gehenden Bedürfnisse sind flüchtig, daher brauchen wir die Anderen. Der Andere nimmt mich wahr und Menschen wollen, dass Sie positiv wahrgenommen werden, damit Ihr Selbst daran wächst. Sie wollen ANERKENNUNG, um ihr ICH zu stärken. Nur wer etwas nützliches zu bieten hat, kann Nachfrage erwarten. Also lernen wir etwas nützliches zu können, damit unser Selbst langfristig Anerkennung erfahren kann. Die Schlauen unter uns schaffen neue Nachfrage, damit sie unverzichtbar werden können. Nützliche Einzigartigkeit ist der schnellste Weg nach oben. Doch die Hedge-Fonds Manager waren zu Beginn auch die grossen Bühnenbildner eines neuen Stückes das Subprime- Markt hiess und bald zur teuflischen Subprime-Krise umgetauft wurde. Also aufgepasst vor den Trickser, die wissen schon lange was Frau Assig und Frau Echter erklären: “Es ist nämlich nicht so, dass sehr erfolgreiche Menschen eines Tages auf die perfekte Bühne gebeten würden – sie schaffen sich diese Bühne selber.”

  37. E.H.Roth sagt:

    Sibille Weiss
    Ich hoffe möglichst viele “Führungspersonen” und RAV-Berater sowie HR-Leute lesen diesen Blog vor allem jedoch was SIE geschrieben haben. Besten Dank Frau Weiss. Ist einem Ethik, Moral wichtig, hat man es sehr schwer heute in der Arbeitswelt und noch schwerer eine Stelle zu finden. Es schon lange nicht mehr der Fehler der AN und deren Qualifikation, wenn diese kaum mehr eine Stelle finden

  38. Lis Eymann sagt:

    …die vielen Kommentare zeugen davon, dass der Beitrag zu diesem spannenden Thema hätte ausführlicher sein dürfen:-):-)

  39. Jürg Rieser sagt:

    @krebs, @eymann: Wir sassen gestern mit Freunden gemeinsam in illustrer Runde und haben uns (2 Kaderleute von Schweizer Banken, 1 Unternehmensberater und 1 Lehrer ) über das Interview amüsiert. Es ist wirklich interessant zu sehen, dass die Kommentare mehr Substanz haben, als die Aussagen der Expertinnen. Wohin führt das nur, wenn der Laie den Berater beraten muss… 🙂

  40. Walter Böhlen sagt:

    Ja, die zwei Damen erzählen weiss Gott nichts Neues, die Kommentierer dagegen schon! Bei dem ganzen Gelafer von Karriere und Karriereplanung geht vergessen, dass es im Leben auch anderes gibt als die Erwerbsarbeit. Stichwort Familie/Freunde/eigene Interessen. So viel bereichernder und langfristiger als das Paddeln in einem Haifischtank. Aber heute macht sich schon verdächtig, wer nicht totale Einsatzbereitschaft heuchelt und so tut, als brauche er keinen Feierabend und kein Wochenende. Eine ganz traurige Entwicklung. Früher wurde es akzeptiert, wenn man sich aus dem «rat race» herausgehalten hat und «nur» seine Büez gemacht hat. Wohlgemerkt: die Arbeit war gemacht, und Zeit für Intrigen wurde keine verschwendet! Heute werden dagegen selbst die Jungen und Einsteiger mit vagen Drohungen terrorisiert und faktisch erpresst, bei diesem Spiel mitzumachen:
    Konkurrenzdruck, China, wir müssen die ersten sein, RAV … merke: alles immer nur negativ motiviert und Angstmacherei, nie ein einziges Argument, das in sich positiv wäre! An ihren Worten sollt ihr sie erkennen …

  41. Hans-R. Ott sagt:

    Ganz wichtig ist auch das Glück. D.h. zur rechten Zeit am richtigen Ort.

  42. Marc Daniel sagt:

    Seit über 20 Jahren berate ich als Unternehmensberater in Personalfragen KMU’s und Konzerne. Die beiden (Top)-Managementberaterinnen haben ein allseits interessantes Thema aufgegriffen. Die Bloggs geben beste Beispiele ab, denn sie stellen die wahren Berichterstatter der Praxis dar. Ich gratuliere allen Beteiligten zu ihren offen, ehrlichen Aussagen.

    Nun, für diejenigen, die Menschen lesen und erkennen können, stellen die geschilderten Beispiele leider Alltagspraxis dar und nichts Neues. Ich habe gutes und schlechtes Managment und Firmen kennen gelernt. Was solchen Menschen am meisten fehlt ist, dass sie keinen eigenen Spiegel vor ihren eigenen Augen erhalten. Dazu ist aber ein Paradigmenwechsel nötig. Diese Fakten zeigen aber auch unsere verletzten Achillessehnen in unserem elektronischen, zu zahlenorientierten Zeitalter auf.

    Als Zweitmeinung galt früher der graphologische Aspekt über den Probanden etwas. Da unvollkommen, nur trocken auf die Schrift fixiert, begann u.a. die Expansion der Test-Psychologie mit Gruppenstatistiken. Computer-, Online-Test- & Fragebogenverfahren sowie Assessments, in der sich Probanden standardisiert, selber beurteilen und Testgläubigkeit verbreiten. Aktuell ist ein Mia.-Markt der Neuropsychologie, bildgebende MRI-Verfahrenstechnik am Entstehen. Das menschliche Gehirn wird zur Seele erklärt und labormässig auf statistische Werte reduziert – ein weiterer Trend zur fragwürdigen Standardisierung der Verhaltensweisen von Menschen. HR’s sind leider freiwilllig oder unfreiwillig diesen kommerziellen Produkten und Dienstleistungen ausgeliefert.

    Anders praktizieren es die Naturwissenschafter, Mathematiker, Ingenieure u.v.m. Sie machen die Oberfläche einer an-/organischen Materie zur Grundlage ihrer physikalischen, chemischen und biologischen Untersuchung um Eigenschaften & Verhalten zu analysieren, zu berechnen und präzis voraussagen. Sie betreiben Oberflächenwissenschaft. Ihnen verdanken wir den technologischen Fortschritt im 20./21. Jh.

    Um das Interpretieren des Beobachteten kommt kein Beobachter, weder ein „normaler“ noch ein wissenschaftlicher herum. Das menschliche Zentralnervensystem ist so eingerichtet, dass z.B. Ausdruck und Verhalten anderer Menschen (und nicht nur dieser) stets interpretiert werden. Da diese Leistung, Beobachten und Interpretieren des Beobachteten, die zentrale Leistung des Wahrnehmungsprozess ist, wird sie an den Anfang jeder sinnvollen diagnostischen Leistung gestellt.

    Täten es die Geistesgebildeten den Naturwissenschaftler gleich, würden Psychologen, Personaler und Praktiker mehr Aufmerksamkeit der Oberfläche in dem zu analysierenden Subjekt schenken. Denn, das was sich in den mehr bleibenden oder konstanten Formen, Spannungen, Strahlungen, Farben, u.v.m. äussert, ist für die Individualität und ihr Verhalten bzw. die Persönlichkeit und Leistung eines Menschen von primärer Bedeutung. Dass die ganze Welt, z.B. auch in Personal-Interviews, mehr auf Dynamisches, Äusserungen, Verhalten, Mimisches, Netzwerk u.v.m. beim Menschen schaut, das zudem trainiert werden kann, hat es mit sich, dass der Mensch nur unvollständig wahrgenommen wird.

    Der Forscher-, Produktions- und Vertriebsdrang in der Schweiz mit ca. 4,7 Mio. Arbeitnehmer in ca. 320‘000 AG’s und GmbH’s, davon 99 Prozent KMU’s, 70 Prozent Arbeitnehmer arbeiten in 1 Prozent Grossunternehmen, ist beispielhaft. Gemessen an den eingereichten 7100 Patenten liegt die kleine Schweiz in Europa an dritter Stelle. Deutschland (81 Mio. Einwohner), weist 33‘000 Patentanträge aus. Proportionel gesehen, erreichte die kleine Schweiz (~8 Mio) aber doppelt so viele Erfindungen, nämlich ca. 70‘000.

    Nun absolvieren in der Schweiz 19 Prozent der Jungen eine gymnasiale Ausbildung, der Rest bildet sich praktisch in den jährlich ca. 85‘000 Berufslehren und Weiterbildungen aus. Im gymnasialen Quervergleich weisen Deutschland 49 Prozent, Frankreich 57 Prozent, Italien 77 Prozent aus. Zudem hat die Schweiz die kleinste Jugendarbeitslosigkeit.

    Ist es für einen Arbeitgeber und für sein Wachstum nicht von entscheidender Bedeutung, individuelle Praktiker und potentielle Leistungsträger in unserer zunehmend multikulturellen Wertegemeinschaft in individuellen Personalselektions-Methoden fundierter zu erkennen, zu gewinnen und zu fördern?

    Jeder nimmt mittels gefühlsmässiger Menschenkenntnis wahr, bewusst oder unbewusst, weshalb sich viele darüber äussern. Bei entsprechenden Firmen-Anfragen – wie sie individuelles Talent und Potential bei Mitarbeitern und Kandidaten erfassen – verweisen diese gerne auf ihre Personalabteilung, die dafür bestens organisiert sei.

    Selbstverständlich verfügen Personalabteilungen über moderne Personalauswahlverfahren wie Dossier-Analyse, strukturierte Interviewtechnik, 4-Augen-Prinzip, Referenzen u.v.m. um die praktische Bewährung z.B. eingestellter Stellenbewerber abzuklären. Trotzdem kommt es zu Stellenfehlbesetzungen in Schlüsselfunktionen, Abteilungen, Fachkräften bis zu brach liegendes Leistungs- & Expansionspotential in Firmen.

    Individuelle Persönlichkeitseigenschaften können nicht mit schablonisierten Diagnose-Verfahren u.s.w. objektiv erfasst werden. Z.B. will ein Arbeitgeber nicht nur wissen was ein Kandidat in der Vergangenheit leistete, er will auch wissen, welche Talente und Potenziale vorhanden sind die erst noch entwickelt und entfaltet werden müssen. In der Arbeitswelt entscheiden Praktiker oft nach Bauchgefühl. Wenn selbst Psychologie-Professoren neuerdings auch Bauchgefühl verkünden, etwas was sie aufgrund ihres akademischen Berufsstandes absolut verpönten, herrscht bei ihr Orientie-rungslosigkeit. Zur Erinnerung; bis in die achtziger Jahre wurden Erbanlagen abgestritten, nur Milieufaktoren galten, die Gleichmacherei der Individuen passte in ihr Denkschema, bis sie in den letzten Jahren individuelles Talent anerkannte. Empathie wurde von ihr bekämpft bis sie Ähnliches in ihr universitäres Psychologie-Fach eingeführte was aber der angewandten Menschenkenntnisse in keiner Weise gerecht wird, da Menschkenntnis von ihr weiterhin tabuisiert wird. Psychologie-Studenten werden nicht in Menschenkenntnis ausgebildet, wer in Mathematik und Statistik nicht genügt ist, fällt durch. Personal-Eignungserkennung bedeutet aber, einen Menschen in seiner nur ihm eigen gegebenen Individualität erfassen zu können.

    Positive Beispiele der angewandten Menschenkenntnisse:

    Z.B. im 2000 wurden wir beauftragt, Assessments in der Analyse der bestehenden Geschäftsleitung BKTech AG, Burgdorf durch zu führen. Anschliessend empfahlen wir die Suche nach einem geeigneten Geschäftsführer, den wir im Mandatsverhältnis ausführten. Anstelle berufserfahrene Uni-/FH-Absolventen, empfahlen wir den jungen Nobody Kurt Schär, gel. Elektroniker/Marketingplaner. Ein halbes Jahr später veräussert Andy Rihs, Phonak die Firma FLYER, Elektrobike für einen symbolischen Franken an Kurt Schär. Die Kapitalgeber investierten über zehn MioSFR. 2011 realisiert Jungunternehmer Kurt Schär in Huttwil mit 120 Mitarbeitern, 100 MioSFR Umsatz.

    Z.B. ab 2004 wurden wir beauftragt, ECOLAB als ehemalige HENKEL-Tochtergesellschaft in der Personalrekrutierung in allen sechs Divisionen in der CH zu unterstützen. U.a. entwickelte sich die Division Health Care im CH-Wettbewerb mit der von uns rekrutierten Verkaufscrew vom neunten auf den 2. Platz.

    In der Division Lingerie wurde einem von uns rekrutierten Serviceleiter in der Romandie nach dem Vorstellungsgespräch mit der Personalleiterin und dem Divisionsleiter schriftlich abgesagt. Trotzdem empfahlen wir ihn unbedingt zur Einstellung. Die Absage wurde rückgängig gemacht. Nach einem Jahr erhielten wir die Erfolgsmeldung, bester Mitarbeiter, übertrifft alle seine Vorgänger.

    Z.B. seit ca. 20 Jahren beraten wir den Automobilzulieferer Connex AG. Geschäftsführer in zweiter Generation ist Andreas Bucher, lic.oek. HSG. 70 Prozent ihrer Erzeugnisse gehen in den Export. Connex beschäftigt ca. 30 Mitarbeiter in Reiden und besitzt ein Tochterunternehmen in den USA. Trotz Finanzkrise weist Connex volle Auftragsbücher aus. Fakturiert wird ausschliesslich in CHF.

    In der langjährigen Zusammenarbeit wurden ca. 40 Leistungsträger erfolgreich gesucht, abgeklärt und Jahreszufriedenheitsgarantien ausgestellt mit über 95 Prozent Erfolg.

    Bei der Connex stellen Produktions-Maschinisten Selbstprüfer dar. Minderwertige Produktlieferungen können bei ihren Grosskunden aus der Automotiv-Branche umgehend grosse Folgeschäden verursachen, weshalb der Connex Millionen-Klagen etc. drohen. Ein wichtiger Grund, weshalb wir nebst Finanzen, AVOR, Werkzeugbau, Verkauf etc. zudem alle Maschinisten rekrutieren die unterschiedlichste Ethnien vorweisen, begutachten und Jahresgarantien ausstellen.

    Weil wir als externe Personaler in der Lage sind, alle Funktionen, Hierarchien und Branchen erfolgreich zu beraten, geniessen wir bei Arbeitgebern über besondere Akzeptanz. Für sie stellen wir den langjährigen Partner in der erfolgreichen Personalgewinnung „das Kapital sind die Mitarbeiter“ dar. Der Arbeitgeber erhält klare, präzise und praktische Analysen und Prognosen, die jederzeit stündlich, täglich etc. kontrollierbar sind.

    Negative Beispiele:

    Eine ausl. Holdingsgesellschaft mit Tochter in der Schweiz expandiert in der Schweiz. Die CH-Tochter liefert gruppenweit die besten Zahlen. Die Nachfolgeplanung in der Schweiz wurde von uns innert Kürze mit öffentlicher Stellenausschreibung durchgeführt mit 2-Jahresbesetzungsgarantie. Im Mutterhaus im Ausland muss aber Kurzarbeit durchgeführt werden. Die Inhaberschaft ist nicht gewillt, ein Kader-Mitglied, das zwei Hierarchiestufen zu hoch in Funktion ist, zurückzustufen. Qualifiziertere Kader werden nicht eingestelllt, qualifiziertere Unterstellte kündigen. Nach Aufzeichnung aller Fakten kündigten wir als Konsequenz unsere Zusammenarbeit. Und stellen unsere Arbeitszeit, Ethik anderen Unternehmen zur Verfügung.

    In diesem Sinn, motiviere ich Interessierte, geben Sie im Kampf um Aufklärung, Pädagogik, Ethik und Gerechtigkeit nicht auf. Es stellt für die Weiterentwicklung unseres erfolglreichen Schaffens auf Erden einen wichtigen Grundpfeiler dar. Es gleicht einem Kampf zwischen Gut und Bösem. Das Gute muss und wird siegen. Die Frage ist nur zu welchem Preis. 🙂

  43. Ratgeber über Ratgeber schwemmen den Markt. Meine Frage ist, brauchen wir die? Die Welt ist, wir wir sie sehen. Für den Einen wird die Wirtschaft von Lug und Betrug getrieben und getragen für den anderen ist es Integrität und Verantwortung. Ich beobachte, es ist von Beidem genug vorhanden und lenke meinen Blick auf diejenigen Faktoren, denen ich mein Leben anvertrauen möchte. Als Coach von Führungskräften und Beratern arbeiten ich zum Beispiel gerne mit Visionen – sie haben den Zauber, einem zu lenken und einem die Kraft zu geben, immer voranzugehen, das Bewusstsein für sich selbst, für andere und für das Umfeld zu schärfen, Entscheidungen zu treffen und dafür die Verantwortung zu übernehmen, Rückschläge als wichtige Erfahrungen auf dem Weg zum Ziel zu verstehen. Vielen embitiöse aber auch verzweifelte Menschen suchen Weisheit in den Büchern, und natürlich gibt es sie dort auch in allen Facetten. Es gibt sie aber auch in uns – und wenn wir hin und wieder Stille zelebrieren würden, bekämen wir viele der Antworten, die wir in den Büchern suchen vermutlich treffsicherer, da individueller von unserem Selbst. Es geht um die Entwicklung von Bewusstsein und Bewusstheit – und es ist alles da. Wissen, Verstand, Herz und Bewusstheit im Reigen sind die besten Ratgeber.

  44. Petter sagt:

    Ich habe einige Beiträge gelesen und bin verwundert, wie schlecht Vitamin B dargestellt wird. Sehr viele erfolgreiche KMU’s konnten nur dank Vitamin B (oder heute eben Networking) aufgebaut werden. Ohne Bekannte und Freunde, welche von den Ideen der heutigen Chefs überzeugt gewesen wären und das entsprechende Kapital für den Firmenaufbau à fond perdu gestellt hätten, wären diese Firmen nie über die Idee auf dem Papier hinausgekommen.

    Aber nicht nur für das Geschäftsleben ist Networking an sich spannend, sondern es macht auch privat Spass, neue Leute kennen zu lernen, andere Ansichten verstehen zu lernen und neue Freundschaften zu machen.

    Ich will hier das Networking nicht in den Himmel loben, im Gegenteil, Networking zerstört auch viel, aber es ist nützlich und vielfach eine Grundvoraussetzung um erfolgreich ein Geschäft aufbauen zu können und vorallem neue Geschäftsfelder zu erschliessen…

    Wer Networking verteufelt, verteufelt von mir aus gesehen die wichtigste Eigenschaft des Menschen: Kommunikation.

    Ist einfach ein Gedanke, welcher mir durch den Kopf ging.

  45. Jonas G. sagt:

    Das Ganze ist ja doch etwas theoretisch angelegt.
    Vor allem die negative Ausrichtung bezüglich des natürlichen Strebens nach Sicherheit finde ich doch etwas befremdlich.
    Wer Karriere machen will is wohl doch besser zum Buch von Maschmeyer greifen, dies ist wohl leider doch wesentlich näher an der Realität, als das was hier so offenbart wird.
    Hier ist man viel zu ideologisch, dass hat leider wenig mit dem wahren Geschäftsleben zutun.
    Aber Bücher sind ja grade wieder gut im Trend, jeder der einmal im Fernsehen wer bringt nen Buch raus.
    Damit lässt sich anscheinend gut Geld verdienen.